[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugschloss mit einer Schlossfalle und einer
Sperrklinkenanordnung gemäß Anspruch 1.
[0002] Das in Rede stehende Kraftfahrzeugschloss findet Anwendung bei allen Arten von Verschlusselementen
eines Kraftfahrzeugs. Dazu gehören beispielsweise Seitentüren, insbesondere Schiebetüren,
Heckklappen, Heckdeckel, Motorhauben, Laderaumböden oder dergleichen eines Kraftfahrzeugs.
[0003] Es ist bekannt (
DE 20 2013 004 589 U1), dass die Sperrklinkenanordnung des Kraftfahrzeugschlosses mit zwei Sperrklinken
ausgestattet ist, nämlich mit einer schwenkbaren Primärsperrklinke und mit einer schwenkbaren
Sekundärsperrklinke. Die Primärsperrklinke dient dem Sperren der in ihrer jeweiligen
Schließstellung, insbesondere in ihrer Hauptschließstellung oder Vorschließstellung,
befindlichen Schlossfalle gegen ein Schwenken in ihre Öffnungsrichtung. Wenn sich
die Schlossfalle in ihrer Hauptschließstellung befindet, dient die Sekundärsperrklinke
entsprechend dem Sperren der in ihrer Einfallstellung befindlichen Primärsperrklinke
gegen ein Schwenken in ihre Ausheberichtung, so dass die Schlossfalle, die mit einem
Schließteil, beispielsweise einem Schließbügel oder dergleichen, zusammenwirkt, sicher
in ihrer Hauptschließstellung gehalten wird.
[0004] Bewegt sich die Schlossfalle in ihrer Schließrichtung aus ihrer Hauptschließstellung
in eine Überhubstellung, indem beispielsweise das Schließteil die Schlossfalle weiter
in Richtung ihrer Schließrichtung belastet, kann es dazu kommen, dass die Primärsperrklinke,
insbesondere wenn sie in Richtung ihrer Einfallstellung vorgespannt ist, durch die
Bewegung der Schlossfalle tiefer einfällt, sich also weiter in Einfallrichtung bewegt.
Die Primärsperrklinke hebt dadurch von der Sekundärsperrklinke ab. Ein Anschlag erfolgt
dann zum Beispiel im Gehäuse. Aufgrund des externen Anschlags und einer relativ großen
Toleranzkette kann es zu einem relativ großen Spalt zwischen Primärsperrklinke und
Sekundärsperrklinke kommen. Im Fahrbetrieb kann es dann aufgrund des relativ großen
Spaltes zu einer erhöhten Geräuschbelastung und einem verstärkten Verschleiß kommen.
Auch kann es beim Schließen eines entsprechenden Verschlusselements zu einer erhöhten
Geräuschentwicklung kommen.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Kraftfahrzeugschloss mit einer Sperrklinkenanordnung
aus mindestens zwei Sperrklinken anzugeben, bei dem mit geringem konstruktiven Aufwand
eine verbesserte Einschließ- und Fahrakustik erreicht wird.
[0006] Das obige Problem wird durch ein Kraftfahrzeugschloss mit den Merkmalen von Anspruch
1 gelöst.
[0007] Zunächst einmal wird ganz allgemein davon ausgegangen, dass die Schlossfalle in mindestens
eine Schließstellung, insbesondere in eine Hauptschließstellung und gegebenenfalls
in eine Vorschließstellung, schwenkbar ist. Die in einer obigen Schließstellung befindliche
Schlossfalle steht beim montierten Kraftfahrzeugschloss mit einem Schließteil in haltendem
Eingriff, bei dem es sich um einen Schließbügel, einen Schließbolzen oder dergleichen
handeln kann.
[0008] Die Sperrklinkenanordnung weist eine Primärsperrklinke auf, die in eine Einfallrichtung
um eine geometrische Schwenkachse in eine Einfallstellung schwenkbar ist, in der sie
die in einer Schließstellung befindliche Schlossfalle gegen ein Schwenken in ihre
Öffnungsrichtung sperrt, und die in einer Ausheberichtung um die geometrische Schwenkachse
in eine Aushebestellung schwenkbar ist, in der sie die Schlossfalle in ihre Öffnungsrichtung
freigibt. Die Primärsperrklinke steht also bei in der Hauptschließstellung und in
der gegebenenfalls vorhandenen Vorschließstellung befindlichen Schlossfalle in sperrendem
Eingriff mit der Schlossfalle. Bevorzugt ist die Primärsperrklinke in Richtung ihrer
Einfallstellung vorgespannt.
[0009] Der Begriff "sperrender Eingriff" ist vorliegend weit zu verstehen und umfasst jeden
Eingriff, über den die Schlossfalle in der jeweiligen Schließstellung gehalten werden
kann. Ein rastender, selbsthaltender Eingriff ist damit nicht notwendigerweise gemeint,
wie aus den folgenden Ausführungen deutlich wird.
[0010] Zusätzlich zu der Primärsperrklinke weist die Sperrklinkenanordnung eine Sekundärsperrklinke
auf, die in einer Einfallrichtung um eine geometrische Schwenkachse in eine Einfallstellung
schwenkbar ist, in der sie die in ihrer Einfallstellung befindliche Primärsperrklinke
gegen ein Schwenken in ihre Ausheberichtung sperrt, und die in eine Ausheberichtung
um die geometrische Schwenkachse in eine Aushebestellung schwenkbar ist, in der sie
die Primärsperrklinke in ihre Ausheberichtung freigibt. Die Sekundärsperrklinke sorgt
also dafür, dass die in ihrer Einfallstellung befindliche Primärsperrklinke nicht
ausgehoben werden kann. Bevorzugt ist die Sekundärsperrklinke in Richtung ihrer Einfallstellung
vorgespannt.
[0011] Vorschlagsgemäß ist vorgesehen, dass in der Einfallstellung der Sekundärsperrklinke
eine Begrenzungsfläche der Primärsperrklinke und eine Begrenzungsfläche der Sekundärsperrklinke
derart miteinander in haltendem Eingriff stehen oder in haltenden Eingriff bringbar
sind, dass eine Einfalltiefenbegrenzung der Primärsperrklinke in ihre Einfallrichtung
bereitgestellt wird. Die Einfalltiefe der Primärsperrklinke wird also durch den haltenden
Eingriff, der auch ein hintergreifender Eingriff sein kann, begrenzt. Bewegt sich
nun die Schlossfalle von ihrer Hauptschließstellung weiter in Schließrichtung in eine
Überhubstellung, verhindert der haltende Eingriff zwischen Sekundärsperrklinke und
Primärsperrklinke, dass die Primärsperrklinke weiter als über eine vorbestimmte Einfalltiefe
einfallen kann. Die Primärsperrklinke folgt also bei Erreichen der vorbestimmten Einfalltiefe
nicht mehr der Außenkontur der Schlossfalle, wenn diese weiter von der Hauptschließstellung
in eine Überhubstellung schwenkt, da bei der vorbestimmten Einfalltiefe der Primärsperrklinke
der Eingriff zwischen den Begrenzungsflächen der Primärsperrklinke und der Sekundärsperrklinke
eine weitere Bewegung der Primärsperrklinke in ihrer Einfallrichtung verhindert.
[0012] Mit der vorschlagsgemäßen Lösung lässt sich eine Geräuschentwicklung, die von Vibrationen
bzw. einem Klappern der Sekundärsperrklinke herrührt, verhindern oder zumindest minimieren.
Dies ist beispielsweise von Vorteil auf Schlechtwegstrecken, führt aber auch beim
Schließen eines Verschlusselements, das mit einem entsprechenden Kraftfahrzeugschloss
ausgestattet ist, zu einer entsprechenden Geräuschreduzierung. Ein weiterer Vorteil
ist, dass sich die Primärsperrklinke nicht ohne weiteres aufgrund eines zu tiefen
Einfallens verklemmen kann, wodurch sich das Kraftfahrzeugschloss und somit das Verschlusselement
sicher öffnen lässt. Auch wird die Toleranzkette innerhalb des Kraftfahrzeugschlosses
verkleinert, da die Primärsperrklinke einen definierten Anschlag an der Sekundärsperrklinke
hat, der die Einfalltiefe festlegt.
[0013] Die Ansprüche 2 bis 5 definieren bevorzugte Verläufe der Begrenzungsflächen der Primärsperrklinke
und der Sekundärsperrklinke. Im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen
miteinander verläuft gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung die Begrenzungsfläche der
Primärsperrklinke und/oder die Begrenzungsfläche der Sekundärsperrklinke zumindest
abschnittsweise, insbesondere zumindest größtenteils, vorzugsweise vollständig, auf
einer Geraden, die durch die geometrische Schwenkachse der Primärsperrklinke verläuft
(Anspruch 3). Die Gerade verläuft insbesondere orthogonal zur geometrischen Schwenkachse
der Primärsperrklinke. Grundsätzlich ist auch denkbar, dass die jeweilige Begrenzungsfläche
in einem Winkel von 0° bis 45°, bevorzugt von 0° bis 20°, besonders bevorzugt von
0° bis 10°, zu einer Geraden verläuft, die, insbesondere orthogonal, durch die geometrische
Schwenkachse der Primärsperrklinke verläuft. Zusätzlich oder alternativ kann auch
gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung die jeweilige Begrenzungsfläche orthogonal zu
einer Geraden verlaufen, die durch die geometrische Schwenkachse der Sekundärsperrklinke
verläuft (Anspruch 5). Diese Gerade verläuft insbesondere orthogonal zur geometrischen
Schwenkachse der Sekundärsperrklinke. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass die
jeweilige Begrenzungsfläche in einem Winkel von 45° bis 90°, bevorzugt von 70° bis
90°, besonders bevorzugt von 80° bis 90°, zu einer Geraden verläuft, die, insbesondere
orthogonal, durch die geometrische Schwenkachse der Sekundärsperrklinke verläuft.
Mit dem Winkel ist hier jeweils immer der kleinere Winkel zwischen zwei Geraden gemeint,
also der spitze Winkel.
[0014] Bei der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 6 erstrecken sich die beiden Begrenzungsflächen
der Primärsperrklinke und Sekundärsperrklinke im Zustand des haltenden Eingriffs der
beiden Begrenzungsflächen zumindest abschnittsweise, insbesondere zumindest größtenteils,
vorzugsweise vollständig, parallel zueinander. Dabei berühren sich die beiden Begrenzungsflächen
vorteilhafterweise zumindest abschnittsweise flächig, punktuell und/oder linear (auf
einer Linie).
[0015] Bei der weiter bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 7 ist zumindest eine der
beiden Begrenzungsflächen zumindest abschnittsweise gebogen, wobei auch beide Begrenzungsflächen
zumindest abschnittsweise gebogen sein können. Vorzugsweise liegen im Zustand des
haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen miteinander diese punktuell oder
linear, also nicht flächig, aneinander an.
[0016] Die Ansprüche 8 bis 10 definieren einen Begrenzungsabschnitt der Primärsperrklinke
und einen Begrenzungsabschnitt der Sekundärsperrklinke, an welchem die jeweilige Begrenzungsfläche
ausgebildet ist. Der jeweilige Begrenzungsabschnitt kann dabei gegenüber der jeweiligen
Sperrklinke im Übrigen, insbesondere gegenüber einem Hebelarm der Sperrklinke, abragen,
das heißt gegenüber dem Verlauf der Außenkontur der jeweiligen Sperrklinke in jeweils
benachbarten Abschnitten hervorspringen. Bevorzugt ist der jeweilige Begrenzungsabschnitt
im Wesentlichen hakenförmig ausgebildet (Anspruch 10). Auf diese Weise kann der eine
Begrenzungsabschnitt mit seiner zugeordneten Begrenzungsfläche den jeweils anderen
Begrenzungsabschnitt mit seiner zugeordneten Begrenzungsfläche hintergreifen und so
die Einfalltiefe begrenzen.
[0017] Zusätzlich zu der jeweiligen Begrenzungsfläche kann der jeweilige Begrenzungsabschnitt
bzw. die jeweilige Sperrklinke auch eine Anschlagfläche aufweisen, wobei die Anschlagflächen
derart miteinander zusammenwirken, dass sie im Zustand des haltenden Eingriffs der
beiden Begrenzungsflächen miteinander in Anschlag kommen und dadurch eine Bewegung
der Sekundärsperrklinke in ihre Einfallrichtung begrenzen (Anspruch 11). Die Anschlagflächen
definieren also eine Endposition der Schwenkbewegung der Sekundärsperrklinke in Einfallrichtung,
in der die Primärsperrklinke und die Sekundärsperrklinke in besagtem haltenden Eingriff
stehen oder in besagten haltenden Eingriff bringbar sind.
[0018] In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Einfalltiefenbegrenzung so
gebildet sein kann, dass die Einfallstellung der Primärsperrklinke, wenn sich die
Schlossfalle in ihrer Hauptschließstellung befindet, identisch oder zumindest im Wesentlichen
identisch mit der Einfallstellung der Primärsperrklinke ist, wenn die Schlossfalle
in einer Überhubstellung ist und der Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen
miteinander eingestellt ist. In letzterem Fall ändert sich also die Einfallstellung
der Primärsperrklinke nicht oder zumindest nicht wesentlich, wenn die Schlossfalle
aus ihrer Hauptschließstellung in eine Überhubstellung gebracht wird. Die Einfalltiefenbegrenzung
kann aber auch so ausgelegt sein, dass sich die Primärsperrklinke aus ihrer Einfallstellung,
wenn die Schlossfalle in ihrer Hauptschließstellung ist, einen definierten Weg weiter
in ihrer Einfallrichtung bewegt, wenn die Schlossfalle in eine Überhubstellung gebracht
wird. In letzterem Fall ist die Primärsperrklinke also im Zustand des haltenden Eingriffs
der beiden Begrenzungsflächen miteinander weiter eingefallen als in dem Zustand, in
welchem sich die Schlossfalle in ihrer Hauptschließstellung befindet.
[0019] Bei der weiter bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 12 weisen die Begrenzungsflächen,
wenn sich die Schlossfalle in ihrer Hauptschließstellung befindet, ein Spiel zwischen
einander auf oder liegen spielfrei aneinander an.
[0020] Bei der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 13 ist in einer Überhubstellung
der Schlossfalle, insbesondere in jeder möglichen Überhubstellung der Schlossfalle,
vorgesehen, dass die Begrenzungsflächen aneinander spielfrei anliegen.
[0021] Die weiter bevorzugte Ausgestaltung gemäß Anspruch 14 betrifft eine Führungsfläche,
insbesondere eine Führungsrampe, die an der Primärsperrklinke ausgebildet ist und
an der die Sekundärsperrklinke entlang gleiten kann, wenn sich diese in ihre Einfallstellung
bewegt. Auf diese Weise werden für die Einfalltiefenbegrenzung die beiden Begrenzungsflächen
immer definiert zueinander ausgerichtet.
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Ansicht von oben die wesentlichen Komponenten eines vorschlagsgemäßen
Kraftfahrzeugschlosses bei in der Hauptschließstellung befindlicher Schlossfalle,
- Fig. 2
- die Schlossfalle und die Sperrklinkenanordnung des Kraftfahrzeugschlosses gemäß Fig.
1 bei in der Vorschließstellung befindlicher Schlossfalle a) in einer perspektivischen
Ansicht von oben und b) in einer Untersicht,
- Fig. 3
- die Schlossfalle und die Sperrklinkenanordnung des Kraftfahrzeugschlosses gemäß Fig.
1 bei in der Hauptschließstellung befindlicher Schlossfalle a) in einer perspektivischen
Ansicht von oben und b) in einer Untersicht und
- Fig. 4
- die Schlossfalle und die Sperrklinkenanordnung des Kraftfahrzeugschlosses gemäß Fig.
1 bei in einer Überhubstellung befindlicher Schlossfalle a) in einer perspektivischen
Ansicht von oben und b) in einer Untersicht.
[0023] Es darf vorab darauf hingewiesen werden, dass in der Zeichnung nur die Komponenten
des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses 1 dargestellt sind, die für die Erläuterung
der Lehre notwendig sind. Beispielsweise sind die Gehäusekomponenten des Kraftfahrzeugschlosses
1 in Fig. 1 nur angedeutet und in den übrigen Figuren überhaupt nicht dargestellt.
[0024] Das vorschlagsgemäße Kraftfahrzeugschloss 1 lässt sich auf nahezu alle Verschlusselemente
eines Kraftfahrzeugs anwenden. Insoweit darf auf den einleitenden Teil der Beschreibung
verwiesen werden. Hier und vorzugsweise handelt es sich bei dem Verschlusselement
um eine Kraftfahrzeugtür oder um eine Kraftfahrzeugklappe. Alle diesbezüglichen Ausführungen
gelten für alle übrigen Verschlusselemente entsprechend.
[0025] Das Kraftfahrzeugschloss 1 ist mit einer um eine Schlossfallenachse 2a schwenkbaren
Schlossfalle 2 und einer der Schlossfalle 2 zugeordneten Sperrklinkenanordnung 3 ausgestattet.
Die Schlossfalle 2 ist in mindestens eine Schließstellung, hier und vorzugsweise in
eine Vorschließstellung (Fig. 2) und eine Hauptschließstellung (Fig. 3), schwenkbar.
Dabei steht die in einer obigen Schließstellung befindliche Schlossfalle 2 beim montierten
Kraftfahrzeugschloss 1 mit einem Schließteil 4 in haltendem Eingriff. Bei dem Schließteil
4 kann es sich um einen Schließbügel, um einen Schließbolzen oder dergleichen handeln.
Vorzugsweise ist das Kraftfahrzeugschloss 1 an der zugeordneten Kraftfahrzeugtür oder
dergleichen und das Schließteil 4 an der Kraftfahrzeugkarosserie angeordnet. Dies
kann auch umgekehrt vorgesehen sein.
[0026] Die Sperrklinkenanordnung 3 weist eine Primärsperrklinke 5 auf, der eine geometrische
Schwenkachse 5a zugeordnet ist. Die Primärsperrklinke 5 ist in eine in Fig. 2 gezeigte
erste Einfallstellung und eine in den Fig. 1 und 3 gezeigte zweite Einfallstellung
bringbar, in der sie die in der jeweiligen Schließstellung befindliche Schlossfalle
2 gegen ein Schwenken in ihre Öffnungsrichtung 6 sperrt, und die in eine nicht dargestellte
Aushebestellung bringbar ist, in der sie die Schlossfalle 2 in ihre Öffnungsrichtung
6 freigibt.
[0027] Die Sperrklinkenanordnung 3 weist ferner eine schwenkbare Sekundärsperrklinke 7 auf,
die in eine in Fig. 3 dargestellte Einfallstellung bringbar ist, in der sie die in
ihrer Einfallstellung befindliche Primärsperrklinke 5 gegen ein Schwenken in ihre
Ausheberichtung 8 sperrt, und die in eine Aushebestellung bringbar ist, in der sie
die Primärsperrklinke 5 in ihre Ausheberichtung 8 freigibt.
[0028] Die Schlossfalle 2, die Primärsperrklinke 5 und die Sekundärsperrklinke 7 sind also
logisch derart hintereinander geschaltet, dass ein Schwenken der Schlossfalle 2 in
ihre Öffnungsrichtung 6 durch die Primärsperrklinke 5 gesperrt wird und dass ein Schwenken
der Primärsperrklinke 5 in ihrer Ausheberichtung 8 durch die Sekundärsperrklinke 7
gesperrt wird.
[0029] Ganz allgemein ist der Primärsperrklinke 5 die obige Ausheberichtung 8 und eine dazu
entgegengesetzte Einfallrichtung 9 zugeordnet, während der Sekundärsperrklinke 7 eine
Ausheberichtung 10 und eine dazu entgegengesetzte Einfallrichtung 11 zugeordnet ist.
Die betreffenden Richtungen sind in der Zeichnung durch entsprechende Pfeile dargestellt.
[0030] Vorschlagsgemäß ist vorgesehen, dass in der Einfallstellung der Sekundärsperrklinke
7 eine Begrenzungsfläche 12 der Primärsperrklinke 5 und eine Begrenzungsfläche 13
der Sekundärsperrklinke 7 derart miteinander in haltendem Eingriff stehen oder in
haltenden Eingriff bringbar sind, dass eine Einfalltiefenbegrenzung der Primärsperrklinke
5 in ihre Einfallrichtung 9 bereitgestellt wird.
[0031] Die Einfalltiefenbegrenzung der Primärsperrklinke 5 definiert eine Endposition der
Primärsperrklinke 5 in ihre Einfallrichtung, über die die Sperrklinke 5 nicht hinausbewegt
werden kann, wenn die Schlossfalle 2 in eine in Fig. 4 gezeigte Überhubstellung geschwenkt
wird. Durch den haltenden Eingriff wird die Primärsperrklinke 5 in ihrer in Fig. 4b
mit einer durchgezogenen Linie dargestellten Einfallstellung gehalten und wird daran
gehindert, der Bewegung der Schlossfalle 2 zu folgen und eine Stellung einzunehmen,
die in Fig. 4b mit einer strichpunktierten Linie dargestellt ist.
[0032] Hier und vorzugsweise entspricht die in Fig. 4b dargestellte Stellung der Primärsperrklinke
5, die mit einer durchgezogenen Linie dargestellt ist und über die die Primärsperrklinke
5 nicht in ihre Einfallrichtung 9 hinausbewegt werden kann, der Einfallstellung in
Fig. 3, die durch die sich in ihrer Hauptschließstellung befindliche Schlossfalle
2 definiert ist. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, dass zwischen der in Fig.
3 eingenommenen Einfallstellung der Primärsperrklinke 5 und einer Einfallstellung
der Primärsperrklinke 5 im Überhubfall ein Unterschied besteht. In letzterem Fall
legt dann die Primärsperrklinke 5 einen von der Einfalltiefenbegrenzung definierten
Weg zwischen ihrer Einfallstellung in Fig. 3 und ihrer Einfallstellung in Fig. 4 zurück.
[0033] Durch die vorschlagsgemäße Einfalltiefenbegrenzung wird damit die Entstehung eines
Spaltes zwischen der Primärsperrklinke 5 und der Sekundärsperrklinke 7, wenn die Schlossfalle
2 von ihrer Hauptschließstellung in eine Überhubstellung bewegt wird, verhindert oder
die Spaltgröße zumindest minimiert. Auf diese Weise werden von einer losen Sekundärsperrklinke
7 hervorgerufene Vibrations- bzw. Klappergeräusche im Fahrbetrieb oder beim Schließen
des Verschlusselements vermieden oder zumindest deutlich reduziert.
[0034] Die Begrenzungsfläche 12 der Primärsperrklinke 5 und die Begrenzungsfläche 13 der
Sekundärsperrklinke 7 sind, wie Fig. 4 zeigt und was hier und vorzugsweise auch für
den Zustand in Fig. 3 gilt, so angeordnet, dass im Zustand des haltenden Eingriffs
der beiden Begrenzungsflächen 12, 13 miteinander die Begrenzungsfläche 12 der Primärsperrklinke
5 zumindest abschnittsweise, insbesondere zumindest größtenteils, in die Einfallrichtung
9 der Primärsperrklinke 5 weist. Hier und vorzugsweise ist darüber hinaus im Zustand
des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen 12, 13 miteinander vorgesehen,
dass die Begrenzungsfläche 13 der Sekundärsperrklinke 7 zumindest abschnittsweise,
insbesondere zumindest größtenteils, in die Ausheberichtung 8 der Primärsperrklinke
5 weist. Letzteres gilt hier und vorzugsweise auch für die in Fig. 3 dargestellte
Stellung der Komponenten Schlossfalle 2, Primärsperrklinke 5 und Sekundärsperrklinke
7 relativ zueinander.
[0035] Hier und vorzugsweise ist es ferner so, dass sich im Zustand des haltenden Eingriffs
der beiden Begrenzungsflächen 12, 13 miteinander die Begrenzungsfläche 12 der Primärsperrklinke
5 und/oder die Begrenzungsfläche 13 der Sekundärsperrklinke 7 zumindest abschnittsweise,
insbesondere zumindest größtenteils, auf einer Geraden G
1 erstrecken oder in einem Winkel α von 0° bis 45° zu einer Geraden G
1 erstrecken, die, insbesondere orthogonal, durch die geometrische Schwenkachse 5a
der Primärsperrklinke 5 verläuft. Letzteres gilt hier und vorzugsweise auch für den
in Fig. 3 dargestellten Zustand, bei dem sich die Schlossfalle 2 noch in ihrer Hauptschließstellung
befindet. Ferner ist hier und vorzugsweise vorgesehen, dass sich im Zustand des haltenden
Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen 12, 13 miteinander die Begrenzungsfläche 12
der Primärsperrklinke 5 und/oder die Begrenzungsfläche 13 der Sekundärsperrklinke
7 zumindest abschnittsweise, insbesondere zumindest größtenteils, orthogonal zu einer
Geraden G
2 erstrecken oder in einem Winkel β von 45° bis 90° zu einer Geraden G
2 erstrecken, die, insbesondere orthogonal, durch die geometrische Schwenkachse 7a
der Sekundärsperrklinke 7 verläuft. Auch dies gilt hier und vorzugsweise für den in
Fig. 3 dargestellten Zustand. Der Winkel α liegt bevorzugt im Bereich von 0° bis 20°,
besonders bevorzugt im Bereich von 0° bis 10°. Der Winkel β liegt bevorzugt im Bereich
von 70° bis 90°, besonders bevorzugt im Bereich von 80° bis 90°.
[0036] Die Detailansicht in Fig. 3a und Fig. 4a, die eine Draufsicht darstellt, zeigt schematisch
den hier bevorzugten Verlauf der Geraden G
1 vom Mittelpunkt M der jeweiligen Begrenzungsfläche 12 bzw. 13 zur Schwenkachse 5a
der Primärsperrklinke 5, wobei die Gerade G
1 die Schwenkachse 5a im Schnittpunkt S
1 schneidet. Ferner zeigt die Detailansicht schematisch den hier bevorzugten Verlauf
der Geraden G
2 vom Mittelpunkt M der jeweiligen Begrenzungsfläche 12 bzw. 13 zur Schwenkachse 7a
der Sekundärsperrklinke 7, wobei die Gerade G
2 die Schwenkachse 7a im Schnittpunkt S
2 schneidet.
[0037] Hier und vorzugsweise sind die Begrenzungsflächen 12, 13 im Zustand des haltenden
Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen 12, 13 zumindest abschnittsweise, insbesondere
zumindest größtenteils, parallel zueinander angeordnet. Grundsätzlich kann eine der
Begrenzungsflächen 12, 13 oder können beide Begrenzungsflächen 12, 13 auch zumindest
abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, gebogen, das heißt abgerundet und nicht
gerade, sein, wobei im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen
12, 13 miteinander diese dann insbesondere punktuell oder linear, das heißt nicht
flächig, aneinander anliegen. Es ist aber auch denkbar, dass beide Begrenzungsflächen
12, 13 zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, gebogen sind und flächig
aneinander anliegen.
[0038] Die Begrenzungsfläche 12 der Primärsperrklinke 5 ist hier an einem Begrenzungsabschnitt
14 der Primärsperrklinke 5 ausgebildet, der von der Primärsperrklinke 5 im Übrigen
abragt, und zwar hier und vorzugsweise in einer Richtung winkelig, insbesondere orthogonal,
zur Schwenkebene E
1, in der die Primärsperrklinke 5 zwischen ihrer Einfallstellung und Aushebestellung
schwenkbar ist, bzw. in einer Richtung parallel zur geometrischen Schwenkachse 5a
der Primärsperrklinke 5. Grundsätzlich kann aber auch vorgesehen sein, dass der Begrenzungsabschnitt
14 in einer Richtung parallel zur Schwenkebene E
1, in der die Primärsperrklinke 5 zwischen ihrer Einfallstellung und Aushebestellung
schwenkbar ist, abragen.
[0039] Hier und vorzugsweise ist die Begrenzungsfläche 13 der Sekundärsperrklinke 7 an einem
Befestigungsabschnitt 15 der Sekundärsperrklinke 7 ausgebildet, der von der Sekundärsperrklinke
7 im Übrigen abragt, und zwar hier und vorzugsweise in einer Richtung parallel zur
Schwenkebene E
2, in der die Sekundärsperrklinke 7 zwischen ihrer Einfallstellung und ihrer Aushebestellung
schwenkbar ist. Grundsätzlich kann der Begrenzungsabschnitt 15 aber auch in einer
Richtung winkelig, insbesondere orthogonal, zur Schwenkebene E
2, in der die Sekundärsperrklinke 7 zwischen ihrer Einfallstellung und ihrer Aushebestellung
schwenkbar ist, bzw. in einer Richtung parallel zur geometrischen Schwenkachse 7a
der Sekundärsperrklinke 7 von dieser abragen.
[0040] Hier und vorzugsweise ist es ferner so, dass der Begrenzungsabschnitt 14 der Primärsperrklinke
5 als auch der Begrenzungsabschnitt 15 der Sekundärsperrklinke 7 jeweils im Wesentlichen
hakenförmig ausgebildet ist. Wie die Fig. 3a und 4a zeigen, hintergreifen sich die
hakenförmigen Begrenzungsabschnitte 14, 15, wenn sich die Sekundärsperrklinke 7 in
ihrer Einfallstellung befindet. Hiermit kann auf besonders einfache Weise der haltende
Eingriff zwischen den Begrenzungsflächen 12, 13 erreicht werden.
[0041] Wie in Fig. 2a erkennbar ist, ist hier und vorzugsweise ferner vorgesehen, dass der
Begrenzungsabschnitt 14 der Primärsperrklinke 5 und der Begrenzungsabschnitt 15 der
Sekundärsperrklinke 7 jeweils eine Anschlagfläche 16, 17 aufweisen, wobei die Anschlagflächen
16, 17 derart miteinander zusammenwirken, dass sie im Zustand des haltenden Eingriffs
der beiden Begrenzungsflächen 12, 13 miteinander in Anschlag kommen und dadurch eine
Bewegung der Sekundärsperrklinke 7 in ihre Einfallrichtung 11 begrenzen.
[0042] Durch den zuvor beschriebenen Aufbau wird hier und vorzugsweise erreicht, dass in
der Hauptschließstellung der Schlossfalle 2 (Fig. 3) die Begrenzungsflächen 12, 13
aneinander spielfrei anliegen. Wie angedeutet, kann aber auch ein Spiel zwischen den
beiden Begrenzungsflächen 12, 13 in der Hauptschließstellung der Schlossfalle 2 vorgesehen
sein. Ferner ist hier und vorzugsweise vorgesehen, dass die Begrenzungsflächen 12,
13 in der Überhubstellung der Schlossfalle 2, wie in Fig. 4 gezeigt, aneinander spielfrei
anliegen. Dies gilt hier und vorzugsweise für jede mögliche Überhubstellung.
[0043] Bei Vergleich der Fig. 2a und 3a ist außerdem erkennbar, dass bei einer Bewegung
der Sekundärsperrklinke 7 in ihre Einfallstellung der Begrenzungsabschnitt 15 der
Sekundärsperrklinke 7 über eine Führungsfläche 18, insbesondere eine Führungsrampe,
gleitet, die an der Primärsperrklinke 5 ausgebildet ist.
[0044] Das vorschlagsgemäße Kraftfahrzeugschloss 1 ist vorzugsweise mit einem Öffnungsantrieb
19 ausgestattet, der antriebstechnisch jedenfalls mit der Sekundärsperrklinke 7 gekoppelt
oder koppelbar ist. Hier und vorzugsweise weist die antriebstechnische Kopplung zwischen
dem Öffnungsantrieb 19 und der Sekundärsperrklinke 7 ein biegeschlaffes Kraftübertragungsmittel,
insbesondere ein Antriebsseil 20, auf. Alternativ kann es sich bei dem biegeschlaffen
Kraftübertragungsmittel auch um ein Antriebsband, einen Antriebsriemen o. dgl. handeln.
Der Öffnungsantrieb 19 weist einen elektrischen Antriebsmotor 21 mit einer Antriebswelle
21a auf, auf die das biegeschlaffe Kraftübertragungsmittel, hier das Antriebsseil
20, zur Erzeugung von Antriebskräften aufwickelbar ist. Das freie Ende des Antriebsseils
20 ist an einem Betätigungshebel 22 festgelegt. Bei dem Betätigungshebel 22 handelt
es sich hier und vorzugsweise um einen schwenkbaren Betätigungshebel, der in aushebenden
Eingriff mit der Sekundärsperrklinke 7 bringbar ist und dessen geometrische Schwenkachse
22a hier konzentrisch zu der geometrischen Schwenkachse 7a der Sekundärsperrklinke
7 ist. Der Öffnungsantrieb 19 ist antriebstechnisch mit dem Betätigungshebel 22 gekoppelt.
Hier und vorzugsweise ist diese Kopplung, wie oben angedeutet, über das biegeschlaffe
Kraftübertragungsmittel, hier das Antriebsseil 20, realisiert.
1. Kraftfahrzeugschloss mit einer Schlossfalle (2) und einer Sperrklinkenanordnung (3),
wobei die Schlossfalle (2) in mindestens eine Schließstellung, insbesondere in eine
Hauptschließstellung und gegebenenfalls in eine Vorschließstellung, schwenkbar ist,
wobei die in einer Schließstellung befindliche Schlossfalle (2) beim montierten Kraftfahrzeugschloss
(1) mit einem Schließteil (4) in haltendem Eingriff steht,
wobei die Sperrklinkenanordnung (3) eine Primärsperrklinke (5) aufweist, die in einer
Einfallrichtung (9) um eine geometrische Schwenkachse (5a) in eine Einfallstellung
schwenkbar ist, in der sie die in einer Schließstellung befindliche Schlossfalle (2)
gegen ein Schwenken in ihre Öffnungsrichtung (6) sperrt, und die in einer Ausheberichtung
(8) um die geometrische Schwenkachse (5a) in eine Aushebestellung schwenkbar ist,
in der sie die Schlossfalle (2) in ihre Öffnungsrichtung (6) freigibt,
wobei die Sperrklinkenanordnung (3) eine Sekundärsperrklinke (7) aufweist, die in
einer Einfallrichtung (11) um eine geometrische Schwenkachse (7a) in eine Einfallstellung
schwenkbar ist, in der sie die in ihrer Einfallstellung befindliche Primärsperrklinke
(5) gegen ein Schwenken in ihre Ausheberichtung (8) sperrt, und die in einer Ausheberichtung
(10) um die geometrische Schwenkachse (7a) in eine Aushebestellung schwenkbar ist,
in der sie die Primärsperrklinke (5) in ihre Ausheberichtung (8) freigibt,
wobei in der Einfallstellung der Sekundärsperrklinke (7) eine Begrenzungsfläche (12)
der Primärsperrklinke (5) und eine Begrenzungsfläche (13) der Sekundärsperrklinke
(7) derart miteinander in haltendem Eingriff stehen oder in haltendenden Eingriff
bringbar sind, dass eine Einfalltiefenbegrenzung der Primärsperrklinke (5) in ihre
Einfallrichtung (9) bereitgestellt wird,
2. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) miteinander
die Begrenzungsfläche (12) der Primärsperrklinke (5) zumindest abschnittsweise, insbesondere
zumindest größtenteils, in die Einfallrichtung (9) der Primärsperrklinke (5) weist.
3. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) miteinander
die Begrenzungsfläche (12) der Primärsperrklinke (5) und/oder die Begrenzungsfläche
(13) der Sekundärsperrklinke (7) zumindest abschnittsweise, insbesondere zumindest
größtenteils, auf einer Geraden (G1) erstrecken oder in einem Winkel (a) von 0° bis 45° zu einer Geraden (G1) erstrecken, die, insbesondere orthogonal, durch die geometrische Schwenkachse (5a)
der Primärsperrklinke (5) verläuft.
4. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) miteinander
die Begrenzungsfläche (13) der Sekundärsperrklinke (7) zumindest abschnittsweise,
insbesondere zumindest größtenteils, in die Ausheberichtung (8) der Primärsperrklinke
(5) weist.
5. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) miteinander
die Begrenzungsfläche (12) der Primärsperrklinke (5) und/oder die Begrenzungsfläche
(13) der Sekundärsperrklinke (7) zumindest abschnittsweise, insbesondere zumindest
größtenteils, orthogonal zu einer Geraden (G2) erstrecken oder in einem Winkel (β) von 45° bis 90° zu einer Geraden (G2) erstrecken, die, insbesondere orthogonal, durch die geometrische Schwenkachse (7a)
der Sekundärsperrklinke (7) verläuft.
6. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) miteinander
die Begrenzungsflächen (12, 13) zumindest abschnittsweise, insbesondere zumindest
größtenteils, parallel zueinander verlaufen.
7. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) zumindest abschnittsweise gebogen
ist, insbesondere beide Begrenzungsflächen (12, 13) zumindest abschnittsweise gebogen
sind, vorzugsweise, dass im Zustand des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen
(12, 13) miteinander die Begrenzungsflächen (12, 13) punktuell oder linear aneinander
anliegen.
8. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsfläche (12) der Primärsperrklinke (5) an einem Begrenzungsabschnitt
(14) der Primärsperrklinke (5) ausgebildet ist, der von der Primärsperrklinke (5)
im Übrigen abragt, vorzugsweise, dass der Begrenzungsabschnitt (14) von der Primärsperrklinke
(5) im Übrigen in einer Richtung winkelig, insbesondere orthogonal, oder in einer
Richtung parallel zur Schwenkebene (E1), in der die Primärsperrklinke (5) zwischen ihrer Einfallstellung und ihrer Aushebestellung
schwenkbar ist, abragt.
9. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsfläche (13) der Sekundärsperrklinke (7) an einem Begrenzungsabschnitt
(15) der Sekundärsperrklinke (7) ausgebildet ist, der von der Sekundärsperrklinke
(7) im Übrigen abragt, vorzugsweise, dass der Begrenzungsabschitt (15) von der Sekundärsperrklinke
(7) im Übrigen in einer Richtung parallel oder in einer Richtung winkelig, insbesondere
orthogonal, zur Schwenkebene (E2), in der die Sekundärsperrklinke (7) zwischen ihrer Einfallstellung und ihrer Aushebestellung
schwenkbar ist, abragt.
10. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsabschnitt (14) der Primärsperrklinke (5) und/oder der Begrenzungsabschnitt
(15) der Sekundärsperrklinke (7) im Wesentlichen hakenförmig ausgebildet ist.
11. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsabschnitt (14) der Primärsperrklinke (5) und der Begrenzungsabschnitt
(15) der Sekundärsperrklinke (7) jeweils eine Anschlagfläche (16, 17) aufweisen, wobei
die Anschlagflächen (16, 17) derart miteinander zusammenwirken, dass sie im Zustand
des haltenden Eingriffs der beiden Begrenzungsflächen (12, 13) miteinander in Anschlag
kommen und dadurch eine Bewegung der Sekundärsperrklinke (7) in ihre Einfallrichtung
(11) begrenzen.
12. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hauptschließstellung der Schlossfalle (2) die Begrenzungsflächen (12, 13)
ein Spiel zwischen einander aufweisen oder aneinander spielfrei anliegen.
13. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Überhubstellung der Schlossfalle (2), in der diese gegenüber der Hauptschließstellung
entgegen ihrer Öffnungsrichtung (6) verschwenkt ist, die Begrenzungsflächen (12, 13)
aneinander spielfrei anliegen.
14. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Bewegung der Sekundärsperrklinke (7) in ihre Einfallstellung der Begrenzungsabschnitt
(15) der Sekundärsperrklinke (7) über eine Führungsfläche (18), insbesondere eine
Führungsrampe, gleitet, die an der Primärsperrklinke (5) ausgebildet ist.