[0001] Die Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung mit mindestens zwei Kühlkreisläufen,
die mit einem gemeinsamen Ausgleichsbehälter für Kühlmittel verbunden sind. Insbesondere
eine Kühlvorrichtung mit mindestens zwei Kühlkreisläufen, die auf unterschiedlichen
Temperaturniveaus arbeiten. Ferner betrifft die Erfindung ein Fahrzeug, vorzugsweise
ein Nutzfahrzeug, und/oder eine stationäre Anlage mit einer derartigen Kühlvorrichtung.
[0002] Kühlkreisläufe werden zur Abführung überschüssiger Wärme von sich selbst erhitzenden
oder von außen erhitzter Komponenten verwendet. Angetrieben von einer oder mehreren
Kühlmittelpumpen zirkuliert dabei ein Kühlmittel, z.B. Öl, Wasser oder ein Wasser-Kühlwasser-Additiv
Gemisch, in einem Rohr- und/oder Schlauchleitungssystem, um Wärme von den besagten
Komponenten aufzunehmen und anschließend mittels eines Kühlmittelkühlers abzugeben,
z.B. an die Umgebungsluft.
[0003] Im Bereich großtechnischer Anlagen oder im Fahrzeugbereich können oftmals mehrere
Kühlkreisläufe vorgesehen sein, insbesondere mehrere Kühlkreisläufe, die auf unterschiedlichen
Temperaturniveaus arbeiten. Beispielsweise ist es bei Hybridfahrzeugen üblich einen
Hochtemperaturkreislauf zur Kühlung des Verbrennungsmotors mit einem hohen Temperaturniveau
von über 90 °C im Normalbetrieb sowie einem Niedertemperaturkreislauf zur Kühlung
des elektrischen Antriebssystems mit einem niedrigen Temperaturniveau zu verwenden.
Ebenfalls ist es beispielsweise üblich bei Fahrzeugen mit einer indirekten Ladeluftkühlung
einen Hochtemperaturkreislauf zur Kühlung des Verbrennungsmotors mit einem hohen Temperaturniveau
von über 90 °C im Normalbetrieb sowie einem Niedertemperaturkreislauf zur Kühlung
der Ladeluft mit einem niedrigen Temperaturniveau zu verwenden.
[0004] Für eine gute und insbesondere effiziente Kühlleistung derartiger Kühlkreisläufe
ist es relevant, dass diese möglichst vollständig entlüftet sind. Das heißt, dass
sowohl bei der Befüllung des Kühlkreislaufs dort möglicherweise vorhandene Luft möglichst
vollständig vom Kühlmittel verdrängt und abgeleitet werden kann, als auch, dass während
des Betriebs durch Verdampfungsprozesse entstehende Gase sicher abgeführt werden können.
In der Regel erfolgt diese Entlüftung über Ausgleichsbehälter, die mittels einer Entlüftungsleitung
mit dem entsprechenden Kühlsystem verbunden sind. Zudem besitzen Ausgleichsbehälter
die Aufgabe, eine thermisch bedingte Ausdehnung des Kühlmittels, vor allem während
des Betriebs, zu kompensieren. Hierzu sind Ausgleichsbehälter teilweise mit Luft gefüllt,
die bei einer Ausdehnung des Kühlmittels komprimiert wird. Die Rückführung des im
Ausgleichsbehälter angesammelten Kühlmittels in den entsprechenden Kühlkreislauf erfolgt
über eine Füllleitung, die den Ausgleichsbehälter mit dem entsprechenden Kühlkreislauf
verbindet. Beispielhaft sei in diesem Zusammenhang auf die Dokumente
DE 199 12 138 A1,
DE 10 2007 052 927 A1,
WO 03/042516 A2 und
DE 10 2007 054 855 A1 verwiesen, welche allesamt derartige, mit mehreren Kühlkreisläufen verbundene, Ausgleichsbehälter
zeigen.
[0005] Ist aus Kostengründen und/oder um die Befüllung zu erleichtern und/oder aus bauraumtechnischen
Gründen ein gemeinsamer Ausgleichsbehälter für mehrere auf unterschiedlichen Temperaturniveaus
arbeitende Kühlkreisläufe vorgesehen, so kann im Ausgleichsbehälter eine Vermischung
der unterschiedlich temperierten Kühlmittel erfolgen. Über die entsprechende Füllleitung
würde dann wärmeres Kühlmittel aus dem gemeinsamen Ausgleichsbehälter in einen Kühlkreislauf
mit niedrigerem Temperaturniveau eingebracht werden, was dessen Funktionalität einschränken
bzw. zu Schäden an den darin enthaltenen Komponenten führen könnte.
[0006] Neben dem entsprechend größeren Dimensionieren des Kühlkreislaufs mit niedrigem Temperaturniveau,
um so die zusätzlich eingebrachte Wärmemenge besser abzuführen, ist im Stand der Technik
auch der Ansatz bekannt, den Ausgleichsbehälter so zu modifizieren, um ein Vermischen
der Kühlmittel zu meiden. Beispielsweise offenbart die Offenlegungsschrift
DE 2 063 298 A1 einen gemeinsamen Ausgleichsbehälter für ein Kraftfahrzeug mit zwei gesonderten Kühlkreisläufen,
der eine absolut dichte Trennwand aufweist. Dadurch werden zwei voneinander gesonderte
Bereiche zur Aufnahme von Kühlmittel jeweils eines Kühlkreislaufs gebildet und es
findet kein Austausch von Kühlmittel zwischen den Kühlkreisläufen statt. Dieser Ansatz
lässt allerdings keinen Druckausgleich zwischen den verschiedenen Kühlkreisläufen
zu und erschwert das Befüllen bzw. das Einbringen von Zusatzstoffen in das Kühlmittel,
da alle Komponenten (Stutzen, Silikatdepot etc.) mehrfach ausgelegt werden müssen.
[0007] Anstelle der Modifikation des Ausgleichsbehälters existiert im Stand der Technik
auch der Ansatz eine Kühlmittelvermischung der verschiedenen Kühlkreisläufe und damit
ein Angleichen der Temperaturniveaus im gemeinsamen Ausgleichsbehälter zuzulassen,
allerdings das Kühlmittel vor dem Eintritt in den Kühlkreislauf mit niedrigerem Temperaturniveau
vorzukühlen. Hierzu offenbart die Offenlegungsschrift
DE 10 2015 212 554 A1 ein Kraftfahrzeug mit zwei Kühlkreisläufen auf unterschiedlichen Temperaturniveaus,
bei dem das Kühlmittel in der Füllleitung vor dem Eintritt in den Kühlkreislauf mit
niedrigerer Temperatur über einen Wärmetauscher geführt wird. Im Wärmetauscher erfolgt
dabei ein Wärmeübertrag vom Kühlmittel, das in der Füllleitung vom Ausgleichsbehälter
zum Kühlkreislauf fließt, zum Kühlmittel, das in der Entlüftungsleitung vom Kühlkreislauf
zum Ausgleichsbehälter fließt. Da es sich somit bei den, den Wärmetauscher durchströmende,
Medien in beiden Fällen um Kühlmittel handelt, wird aufgrund der relativ geringen
Temperaturdifferenz zwischen beiden Medien jedoch nur eine geringe Kühlleistung erzielt.
Zudem kommt es zu einem unerwünschten Wärmeeintrag in das Gesamtsystem.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung ein im Vergleich zum Stand der Technik verbesserte
Vorrichtung bereitzustellen, um das Einbringen großer Wärmemengen in einen Kühlkreislauf,
der über eine Füllleitung mit einem von mehreren Kühlkreisläufen genutzten gemeinsamen
Ausgleichsbehälter in Kontakt steht, zu vermeiden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Anwendungen der Erfindung ergeben sich
aus den abhängigen Ansprüchen und werden in der folgenden Beschreibung unter teilweiser
Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
[0010] Ein Grundgedanke der Erfindung ist, einen luftgekühlten Wärmeüberträger zur Kühlung
der Füllleitung zu verwenden, der aufgrund der höheren Temperaturdifferenz zwischen
Umgebungsluft und Kühlmittel eine höhere Kühlleistung erzielt, und diesen Wärmeüberträger
platzsparend in vorhandenen Komponenten des Kühlkreislaufs zu integrieren.
[0011] Erfindungsgemäß wird hierzu eine Kühlvorrichtung mit mindestens zwei Kühlkreisläufen
bereitgestellt, die jeweils über mindestens eine Entlüftungsleitung und mindestens
eine Füllleitung mit einem gemeinsamen Ausgleichsbehälterfür Kühlmittel verbunden
sind. Vorzugsweise arbeiten zwei der Kühlkreisläufe dabei auf unterschiedlichen Temperaturniveaus.
An mindestens einer der Füllleitungen ist ein luftgekühlter Wärmeübertrager vorgesehen,
mittels dem Kühlmittel vor dem Eintritt in den dieser Füllleitung zugeordneten Kühlkreislauf
vorgekühlt wird. Der luftgekühlte Wärmeübertrager kann dabei an beliebigen Stelle
der Füllleitung, vorzugsweise in einem mittleren Bereich der Füllleitung, vorgesehen
sein. Das heißt Kühlmittel kann zunächst in einen ersten Bereich der Füllleitung eintreten,
anschließend den luftgekühlten Wärmeübertrager durchlaufen, dann einen zweiten Bereich
der Füllleitung durchfließen bis es am Ende in den Kühlkreislauf eintritt.
[0012] Der Begriff "Kühlkreislauf" kann in diesem Zusammenhang so verstanden werden, dass
dieser ein über entsprechende Rohre, Schläuche oder Leitungen verbundenes System aus
ein oder mehreren Kühlmittelpumpen, Kühlmittelkühler und Wärmetauscher umfasst, in
dem Kühlmittel, vorzugsweise Wasser, Öl oder ein Wasser-Kühlwasser-Additiv Gemisch,
angetrieben durch die Kühlmittelpumpe nahezu geschlossen zirkuliert. Entsprechend
dieser Auslegung werden die vorhandenen Füllleitungen, Ausgleichsbehälter und Entlüftungsleitungen
primär nicht als Teil des Kühlkreislaufs verstanden. Vorzugsweise nimmt der Kühlkreislauf
dabei über den Wärmetauscher überschüssige Wärme von sich selbst erhitzender oder
von außen erhitzter Komponenten, z.B. einem Verbrennungsmotor, Elektromotor oder einer
Batterie, auf und gibt diese mittels des Kühlmittelkühlers an die Umgebungsluft ab.
[0013] Als Entlüftungsleitung wird eine Fluidleitung, z.B. eine Rohr- oder Schlauchverbindung,
verstanden, welche einen Kühlkreislauf, vorzugsweise an dessen geodätisch höchsten
Stelle, mit dem, vorzugsweise noch höher angeordneten, Ausgleichsbehälter verbindet.
Über die Entlüftungsleitung können Gase, Dämpfe, expandierendes Kühlmittel und/oder
ein Kühlmittel-LuftGemisch vom Kühlkreislauf zum Ausgleichsbehälter befördert werden.
Mit anderen Worten findet in der Entlüftungsleitung der Transport von abgezweigten
Kühlmittel hauptsächlich vom Kühlkreislauf zum Ausgleichsbehälter statt. Die Entlüftungsleitung
kann aus einem Kunststoff, Metall oder sonstigen geeigneten Material bestehen.
[0014] Ausgleichbehälter für Kühlmittel sind an sich im Stand der Technik bekannt und dienen
zum einen zur Entlüftung eines Kühlkreislaufs. Zudem können sie thermisch bedingte
Volumenänderungen des Kühlmittels eines Kühlkreislauf kompensieren, indem sich expandierendes
und damit überschüssiges Kühlmittel dort zwischengelagert wird. Hierzu kann ein Ausgleichsbehälter
über ein Kühlmittelreservoir in Form ein oder mehrerer Kühlmittelkammern zur Aufnahme
des sich expandierenden Kühlmittels verfügen. Der Ausgleichbehälter kann ein Über-
und/oder Unterdruckventil zur Druckregulierung sowie eine Einfüllöffnung für Kühlmittel
mit einem dazugehörigen Verschlussdeckel umfassen. Ferner kann der Ausgleichbehälter
Einrichtungen zum Einbringen von Zusatzstoffen in das Kühlmittel, beispielsweise ein
Silikatdepot umfassen.
[0015] Als Füllleitung wird eine Fluidleitung, z.B. eine Rohr- oder Schlauchverbindung,
verstanden, welche vom Ausgleichsbehälter, vorzugsweise von einem geodätisch unten
liegenden Bereich des Ausgleichsbehälters, zurück zum, vorzugsweise tiefer liegenden,
Kühlkreislauf führt. Die Füllleitung dient dazu, im Ausgleichsbehälter angesammeltes
Kühlmittel zurück in den Kühlkreislauf zu führen, wodurch der Stofftransport in der
Füllleitung hauptsächlich vom Ausgleichsbehälter zum Kühlkreislauf stattfindet. Vorzugsweise
findet über die Füllleitung auch eine Erst- oder Neubefüllung des Kühlkreislaufs mit
Kühlmittel statt. Die Füllleitung kann aus einem Kunststoff, Metall oder sonstigen
geeigneten Material bestehen und mündet vorzugsweise in den Kühlkreislauf strömungstechnisch
an einer Stelle kurz vor, d.h. stromauf, der Kühlmittelpumpe.
[0016] Wie bereits erwähnt sind erfindungsgemäß mindestens zwei, vorzugsweise unterschiedlich
temperierte, Kühlkreisläufe jeweils über mindestens eine Entlüftungsleitung und mindestens
eine Füllleitung mit einem gemeinsamen Ausgleichsbehälterfür Kühlmittel verbunden.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass alle an den gemeinsamen Ausgleichsbehälter
angeschlossenen Kühlkreisläufe nahezu auf demselben Temperaturniveau arbeiten. Zusätzlich
können in der Kühlvorrichtung auch noch weitere Kühlkreise mit eigenen Ausgleichsbehältern,
Füll- und Entlüftungsleitungen vorhanden sein. Die exakte konstruktive Ausführungsform
des oder der Ausgleichsbehälter ist dabei für die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht
relevant. So kann der Ausgleichsbehälter einstückig oder mehrteilig ausgebildet sein
und ein oder mehrere Kühlmittelkammern umfassen. Die Kühlmittelkammern können über
Durchgangsöffnungen in Verbindung stehen und damit ein Vermischen von Kühlmittel der
verschiedenen Kühlkreisläufe ermöglichen oder durch dichte Trennwände voneinander
abgeteilt sein, wodurch es im Ausgleichsbehälter zu keinem Austausch von Kühlmittel
zwischen den verschiedenen Kühlkreisläufen kommen kann. Die Erfindung ist jedoch besonders
vorteilhaft, falls mehrere verschieden temperierte Kühlkreisläufe mit einem Ausgleichsbehälter
verbunden sind und dort ein Durchmischen der Kühlmittelströme auftritt. Um das damit
einhergehende Einbringen von "zu warmen" Kühlmittel aus dem gemeinsamen Ausgleichsbehälter
in einen Kühlkreislauf mit niedrigerem Temperaturniveau zu verhindern, ist ein luftgekühlter
Wärmeübertrager, vorzugsweise an der Füllleitung des Kühlkreislaufs mit niedrigerem
Temperaturniveau, vorgesehen, der Kühlmittel vor dem Eintritt in den Kühlkreislauf
vorgekühlt.
[0017] Der luftgekühlter Wärmeübertrager kann dabei in einer im Stand der Technik an sich
bekannten Form ausgeführt sein, wobei die dem Kühlmittel entzogene Wärme am Ende an
die Umgebungsluft abgegeben wird. Beispielsweise kann es sich bei dem luftgekühlten
Wärmeübertrager um einen Rohrbündelkühler oder Rohrkühler handeln. Der luftgekühlte
Wärmeübertrager kann zudem Kühlrippen und/oder Kühlkörper umfassen. Da die Betriebstemperatur
der Kühlkreisläufe bei üblichen Anwendungen, z.B. im Automobilbereich, meist deutlich
über der Umgebungslufttemperatur liegen - beispielsweise beträgt die Temperatur eines
Kühlkreis eines Verbrennungsmotor im Normalbetrieb > 90 °C - wird durch die Verwendung
von Luft als Wärmetauschmedium auf vorteilhafte Weise eine hohe Temperaturdifferenz
und damit eine hohe Kühlleistung erreicht.
[0018] Um den luftgekühlten Wärmeübertrager in den vorhandenen Bauraum zu integrieren, ist
erfindungsgemäss der luftgekühlte Wärmeübertrager als ein erster Teilbereich eines
Kühlmittelkühlers ausgebildet, der von einem zweiten Teilbereich des Kühlmittelkühlers
abgetrennt ist. Dabei verfügen sowohl der erste als auch der zweite Teilbereich über
einen eigenen Einlass und Auslass für Kühlmittel. Der Kühlmittelkühler kann dabei
in einer an sich im Stand der Technik bekannten Form, beispielsweise als Fallstrom-
oder Querstromkühler, ausgebildet sein. Der Kühlmittelkühler kann mehrere Kühlpassagen
oder Kühlrohre umfassen, die von der vorbeiströmenden Umgebungsluft gekühlt werden.
Der Begriff abgetrennt ist dabei so zu verstehen, das die beiden Bereiche innerhalb
des Kühlmittelkühlers strömungstechnisch auf der Kühlmittelseite nicht verbunden sind.
Das heißt es findet innerhalb des Kühlmittelkühlers kein Austausch von Kühlmittel
zwischen den beiden Bereichen statt. Die Trennung kann mittels Trennwände oder Trennrippen
erreicht werden. Insgesamt kann der als ein Bauteil verstandene Kühlmittelkühler damit
eine Doppelfunktion einnehmen. Einerseits wird ein Teilbereich des Kühlmittelkühler
zur Kühlung von Kühlmittel vor dessen Eintritt in den Kühlkreislauf genutzt. Zum anderen
wird ein Teilbereich des Kühlmittelkühlers zur Kühlung von Kühlmittel, das im Kühlkreislauf
zirkuliert, verwendet. Ferner können die Volumina der beiden Bereiche des Kühlmittelkühlers
außerhalb des Kühlmittelkühlers über entsprechende Leitungen oder den Ausgleichsbehälter
strömungstechnisch verbunden sein. Das heißt, Kühlmittel kann zunächst den ersten
Bereich des Kühlmittelkühlers durchlaufen, anschließend in den Kühlkreis eintreten
und im Zuge der Zirkulation dort in den zweiten Bereich des Kühlmittelkühlers gelangen.
Es kann jedoch auch keinerlei strömungstechnische Verbindung zwischen den beiden Bereichen
des Kühlmittelkühlers, das heißt weder innerhalb noch außerhalb des Kühlmittelkühlers,
existieren.
[0019] Eine Weiterentwicklung der Ausführung sieht vor, dass der Kühlmittelkühler dabei
eine Mehrzahl an Rohren, vorzugsweise Flachrohre, umfasst. Von diesen Rohren ist eine
erste Teilmenge dem ersten Teilbereich und eine zweite Teilmenge dem zweiten Teilbereich
zugeordnet, wobei die beiden Rohrteilmengen im Kühlmittelkühler strömungstechnisch
nicht verbunden sind und die erste Teilmenge kleiner als die zweite Teilmenge ist.
So kann beispielsweise der Kühlmittelkühler als Fallstrom- oder Querstromkühler ausgebildet
sein und ein gelötetes Kühlernetz, bestehend aus einer Mehrzahl an Flachrohren und
Kühlrippen, umfassen. Von diesen Flachrohren kann eine kleine Teilmenge zur Kühlung
des Kühlmittels in der Füllleitung verwendet werden, während die restlichen Flachrohre
des Kühlmittelkühlers zur Kühlung des Kühlmittels im Kühlkreislauf verwendet werden.
Beispielsweise können 10 % der Rohre zur Kühlung der Füllleitung verwendet werden
und die restlichen 90 % der Rohre zur Kühlung des im Kühlkreislauf zirkulierenden
Kühlmittels. Der Vorteil an dieser Ausführungsform ist, das ein für die ordnungsgemäße
Funktion des Kühlkreislaufs benötigter Kühlmittelkühler ohne große Einbußen der Kühlleistung
auf die anspruchsgemäße Doppelfunktion erweitert werden kann.
[0020] Alternativ umfasst der Kühlmittelkühler eine erste Kühlstrecke, die dem ersten Teilbereich
zugeordnet ist, und eine zweite Kühlstrecke, die dem zweiten Teilbereich zugeordnet
ist, wobei die beiden Kühlstrecken im Kühlmittelkühler strömungstechnisch nicht verbunden
sind und die erste Kühlstrecke kürzer als die zweite Kühlstrecke ist. Diese Ausführungsform
ist besonders vorteilhaft, falls es sich um einen Wärmetauscher mit zwei oder mehr
Kühlstrecken handelt oder falls der Kühlmittelkühler Mäanderkanäle umfasst. Die erste
und zweite Kühlstrecke können jedoch auch gleich lang sein, was besonders vorteilhaft
ist, falls es sich bei dem Kühlmittelkühler um einen Fall- bzw. Querstromkühler handelt.
[0021] Nach einer weiteren Weiterentwicklung grenzt der erste Teilbereich des Kühlmittelkühlers
an den zweiten Teilbereich des Kühlmittelkühlers an oder ist benachbart angeordnet.
Der erste und zweite Teilbereich können dabei in direkten mechanischen Kontakt zueinander
stehen, d.h. aneinander anstoßen und damit als quasi ein Bauteil aufgefasst werden.
Beispielsweise können die beiden Bereiche lediglich über eine Trennwand voneinander
getrennt werden. Der Vorteil daran ist, dass somit eine bauraumsparende Vorkühlung
der Füllleitung erreicht werden kann. Zudem kann durch die benachbarte Anordnung der
Teilbereiche der am Kühlmittelkühler meist verbaute Kühlerlüfter somit auch für eine
Zirkulation der Umgebungsluft und damit eine effiziente Kühlung an der Füllleitung
sorgen.
[0022] Nach einer Ausführungsform wird dem Einlass des ersten Teilbereichs des Kühlmittelkühlers
Kühlmittel aus dem Ausgleichsbehälter über die Füllleitung des zugeordneten Kühlkreislaufs
zugeführt. Mit anderen Worten durchläuft Kühlmittel aus dem Ausgleichsbehälter zunächst
die Füllleitung und tritt anschließend über den Einlass in den luftgekühlten Wärmeübertrager
ein, welcher als erster Teilbereich eines Kühlmittelkühlers ausgebildet ist. Durch
das Durchlaufen des Wärmeübertragers, respektive des ersten Teilbereichs des Kühlmittelkühlers,
erfolgt ein Abkühlen des Kühlmittels, welches dann nach dem Austritt aus dem Wärmeübertrager
in den Kühlkreislauf eintritt, wobei es zuvor noch eine weitere Strecke in der Füllleitung
passieren kann.
[0023] Ferner ist bevorzugt vorgesehen, dass der Auslass des ersten Teilbereichs des Kühlmittelkühlers
stromauf zum Einlass des zweiten Teilbereichs des Kühlmittelkühlers liegt. Das heißt,
im Normalbetrieb fließt Kühlmittel vom Auslass des ersten Teilbereichs des Kühlmittelkühlers
zum Einlass des zweiten Teilbereichs des Kühlmittelkühlers, wobei das Kühlmittel in
der Zwischenzeit weitere Bauteile, beispielsweise eine Kühlmittelpumpe oder die zu
kühlenden Bauteile, durchfließen oder entlang fließen kann.
[0024] Um eine zuverlässige und stabile Schlauchverbindung zwischen Füllleitung und Wärmeübertrager
sicherzustellen ist in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass der Ein-
und/oder Auslass des Wärmeübertragers als Schlauchstutzen oder als Schlauchkupplung
ausgeführt ist. Als Einlass wird dabei die Öffnung zur Zufuhr des Kühlmittels in den
Wärmeübertrager, als Auslass die Öffnung zum Entweichen des Kühlmittels aus dem Wärmeübertrager
verstanden werden. Der Wärmeübertrager kann zudem mehr als einen Einlass und mehr
als einen Auslass umfassen. Ferner kann der Ein- und/oder Auslass des Wärmeübertragers
auch eine Rohrkupplung und/oder Flanschverbindung umfassen.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform (nicht erfindungsgemäss) ist der luftgekühlte
Wärmeübertrager als separates Bauteil ausgebildet, das nur zur Kühlung des Kühlmittels
in der Füllleitung vorgesehen ist. D.h. der Wärmeübertrager ist explizit nicht als
Teilbereich eines Kühlmittelkühlers ausgebildet. Der Wärmeübertrager kann dabei als
luftgekühlter Rohrbündelkühler, Rohrkühler oder Wärmetauscher ausgebildet sein. Des
Weiteren kann der Wärmeübertrager Kühlrippen und/oder Kühlkörper umfassen. Ferner
ist diese Ausführungsform dadurch gekennzeichnet, dass stromab zur Füllleitung ein
Kühlmittelkühler des zugeordneten Kühlkreislaufs angeordnet ist. Mit anderen Worten
durchläuft das Kühlmittel in der Füllleitung auf seinem Weg vom Ausgleichsbehälter
bis zum Eintritt in den Kühlkreislauf zunächst an einer Stelle einen luftgekühlten
Wärmeübertrager und anschließend im Kühlkreislauf einen Kühlmittelkühler, der mit
dem vorgenannten luftgekühlten Wärmeübertrager nicht identisch ist. Der Vorteil dieser
Variante ist, dass aufgrund der räumlichen Trennung von Wärmeübertrager und Kühlmittelkühler
kein Wärmeübertrag zwischen beiden Bauteilen auftreten kann. Im Gegensatz zur Ausführungsform
des Wärmeübertragers und Kühlmittelkühlers als eine in direktem Kontakt stehende Baugruppe
wird somit ein unerwünschter Wärmestrom des beim Eintritt in den Wärmeübertrager zunächst
noch warmen Kühlmittels über die Wärmeübertrager- und Kühlmittelkühlerwandung zum
kalten Kühlkreislauf effektiv unterbunden.
[0026] Nach einer Ausführungsform der Erfindung sind genau zwei auf unterschiedlichen Temperaturniveaus
arbeitende Kühlkreisläufe jeweils über mindestens eine Entlüftungsleitung und mindestens
eine Füllleitung mit einem gemeinsamen Ausgleichsbehälterfür Kühlmittel verbunden.
[0027] Dabei ist an der Füllleitung des Kühlkreislaufs mit niedrigerem Temperaturniveau
der luftgekühlte Wärmeübertrager vorgesehen, um Kühlmittel aus dem gemeinsamen Ausgleichsbehälter
vor dem Eintritt in den Kühlkreislauf mit niedrigerem Temperaturniveau vorzukühlen.
Auf vorteilhafte Weise wird so ein Einbringen von warmen Kühlmittel in den Kühlkreislauf
mit niedrigerem Temperaturniveau verhindert.
[0028] Die Erfindung betrifft ferner ein Kraftfahrzeug, vorzugsweise Nutzfahrzeug, mit einer
Kühlvorrichtung, wie sie in diesem Dokument beschrieben ist. Die Kühlvorrichtung kann
dabei zur Kraftstoff-, Öl-, Ladeluft-, Motor- und/oder Batteriekühlung verwendet werden.
Ferner kann das Kraftfahrzeug einen Verbrennungsmotor und/oder Elektromotor und/oder
eine Brennstoffzelle umfassen.
[0029] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine stationäre Anlage mit einer Kühlvorrichtung,
wie sie in diesem Dokument beschrieben ist. Die stationäre Anlage kann dabei ebenfalls
einen Verbrennungsmotor und/oder Elektromotor und/oder eine Brennstoffzelle umfassen.
[0030] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung
sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Kühlvorrichtung mit zwei Kühlkreisläufen, die
mit einem gemeinsamen Ausgleichsbehälter verbunden sind, nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei einer der Kühlkreisläufe einen luftgekühlten Wärmeübertrager
zur Vorkühlung der Füllleitung nach einer Ausführungsform der Erfindung umfasst;
- Figur 2
- eine Ausführungsform des luftgekühlten Wärmeübertragers zur Vorkühlung der Füllleitung
als einen ersten Teilbereich eines Kühlmittelkühlers, gemäß eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung; und
- Figur 3
- eine Ausführungsform des luftgekühlten Wärmeübertragers als ein separates Bauteil
zur Vorkühlung der Fülllleitung (nicht erfindungsgemäss).
[0031] In Figur 1 ist schematisch eine beispielhafte Ausführungsform der beanspruchten Kühlvorrichtung
100 gezeigt. Diese umfasst zwei Kühlkreisläufe 10a, 10b, die jeweils über eine Entlüftungsleitung
1a, 1b und eine Füllleitung 2a, 2b mit einen, als eine Kammer ausgebildeten, gemeinsamen
Ausgleichsbehälter 3 für Kühlmittel verbunden sind. Darüber hinaus besitzen die beiden
Kühlkreisläufe 10a und 10b jedoch keine weitere strömungstechnische Verbindung zueinander.
Die einzelnen, der Übersicht halber hier stark reduziert dargestellten Kühlkreisläufe
10a und 10b umfassen dabei jeweils einen Kühlmittelkühler 5a, 5b, eine Kühlmittelpumpe
8a, 8b sowie einen Wärmetauscher 9a, 9b, wobei diese Komponenten über entsprechende
Rohrleitungen 11a, 11b verbunden sind. Während des Betriebs pumpen die Kühlmittelpumpen
8a, 8b Kühlmittel zu den Wärmetauschern 9a, 9b, welche in Kontakt zu sich selbst erhitzenden
oder von außen erhitzter Komponenten stehen, beispielsweise einem Verbrennungsmotor.
Die Rohrleitungen 11a, 11b führen dabei in an sich bekannter Weise an den zu kühlenden
Komponenten, z.B. Motorkomponenten, vorbei oder sind durch diese hindurchgeführt (nicht
dargestellt). In den Wärmetauschern 9a, 9b wird Wärme von diesen Komponenten an das
Kühlmittel übertragen, welches dann zu den jeweiligen Kühlmittelkühlern 5a, 5b, z.B.
einem Fallstromkühler, weitergepumpt wird. In den Kühlmittelkühlern 5a, 5b wird die
im Kühlmittel gespeicherte Wärme schließlich an die Umgebungsluft abgegeben. Im Anschluss
fließt das Kühlmittel abermals zu den jeweiligen Kühlmittelpumpen 8a, 8b und der Kreislauf
beginnt von Neuem.
[0032] Kommt es während des Betriebs zu einer Erwärmung und damit Expansion des Kühlmittels
in den Kühlkreisläufen 10a, 10b, so wird dieses überschüssige Kühlmittel mittels den
Entlüftungsleitungen 1a, 1b zum gemeinsamen Ausgleichsbehälter 3 geführt. Im Ausgleichsbehälter
3 findet dann eine Vermischung der Kühlmittel aus beiden Kühlkreisläufen 10a und 10b
statt. Im vorliegenden Fall besitzt der Kühlkreislauf 10a dabei eine niedrigere Betriebstemperatur
T
1 als der Kühlkreislauf 10b, wodurch sich im Ausgleichsbehälter 3 zudem eine Mischtemperatur
des darin vorhandenen Kühlmittels einstellen wird, die zwischen den Betriebstemperaturen
der beiden Kühlkreisläufe 10a und 10b liegt. Aufgrund dieser Kühlmitteldurchmischung
im Ausgleichsbehälter 3 würde folglich dem Kühlkreislauf 10a mit niedrigerem Temperaturniveau
über die Füllleitung 2a "zu warmes" Kühlmittel zurückgeführt werden. Um dies zu verhindern,
ist im Bereich der Füllleitung 2a des Kühlkreislaufs 10a mit niedrigerem Temperaturniveau
ein luftgekühlter Wärmeübertrager 4 vorgesehen. Dieser ist dabei als ein erster Teilbereich
51 eines Kühlmittelkühlers 5a ausgebildet, der von einem zweiten Teilbereich 52 des
Kühlmittelkühlers 5a abgetrennt ist. Dabei verfügen sowohl der erste als auch der
zweite Teilbereich 51, 52 über einen eigenen Einlass 61, 62 und Auslass 71, 72 für
Kühlmittel. Auf bauraumsparende Weise wird somit eine Vorkühlung des über die Füllleitung
2a in den Kühlkreislauf 10a geleiteten und aufgrund der vorherigen Vermischung im
Ausgleichsbehälter 3 "zu warmen" Kühlmittels erreicht.
[0033] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform des luftgekühlten Wärmeübertragers 4 zur Vorkühlung
der Füllleitung 2a als einen ersten Teilbereich 51 eines Kühlmittelkühlers 5a. Der
an sich im Stand der Technik bekannte Kühlmittelkühler 5a, beispielsweise in Form
eines Fallstromkühlers, ist dabei über eine vertikale Trennwand 12 in zwei voneinander
abgetrennte, das heißt strömungstechnisch innerhalb des Kühlmittelkühlers 5a nicht
verbundene, Teilbereiche 51 und 52 unterteilt. Jeder der beiden Teilbereiche 51 und
52 wird dabei von Kühlmittel durchströmt, welches in den jeweiligen Teilbereich 51,
52 über den entsprechenden Einlass 61, 62 eintritt und den jeweiligen Teilbereich
51, 52 über den entsprechenden Auslass 71, 72 verlässt, ohne das dazwischen ein Vermischen
von Kühlmittel der beiden Kreisläufe stattfinden kann.
[0034] In Figur 3 ist eine Ausführungsform (nicht erfindungsgemäss) dargestellt, bei der
der luftgekühlte Wärmeübertrager 4 als separates Bauteil 40 zur Vorkühlung der Füllleitung
2a ausgeführt ist. Damit ist er explizit nicht Teil oder Teilbereich 51 eines Kühlmittelkühlers
5a. Im Kühlkreislauf 10a selbst ist allerdings ein Kühlmittelkühler 5a vorhanden,
welcher jedoch nur zur Kühlung des Kühlmittels im Kühlkreislauf 10a dient, während
der luftgekühlte Wärmeübertrager 4 das Kühlmittel in der Füllleitung 2a vor dessen
Eintritt in den Kühlkreislauf 10a vorkühlt.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1a, 1b
- Entlüftungsleitung
- 2a, 2b
- Füllleitung
- 3
- Ausgleichsbehälter
- 4
- Luftgekühlter Wärmeübertrager
- 5a, 5b
- Kühlmittelkühler
- 8a, 8b
- Kühlmittelpumpe
- 9a, 9b
- Wärmetauscher
- 10a, 10b
- Kühlkreislauf
- 11a, 11b
- Rohrleitung
- 12
- Trennwand
- 40
- Separater luftgekühlter Wärmeübertrager
- 51, 52
- Erster/zweiter Teilbereich
- 61, 62
- Einlass
- 71, 72
- Auslass
- 100
- Kühlvorrichtung
- T1, T2
- Kühlkreislauf-Betriebstemperatur
1. Kühlvorrichtung (100) mit mindestens zwei Kühlkreisläufen (10a, 10b), die jeweils
über eine Entlüftungsleitung (1a, 1b) und eine Füllleitung (2a, 2b) mit einem gemeinsamen
Ausgleichsbehälter (3) für Kühlmittel verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer der Füllleitungen (2a) ein luftgekühlter Wärmeübertrager (4)
vorgesehen ist, mittels dem Kühlmittel vor dem Eintritt in den dieser Füllleitung
(2a) zugeordneten Kühlkreislauf (10a) vorgekühlt wird, wobei der luftgekühlte Wärmeübertrager
(4) als ein erster Teilbereich (51) eines Kühlmittelkühlers (5a) ausgebildet ist,
der von einem zweiten Teilbereich (52) des Kühlmittelkühlers (5a) abgetrennt ist,
wobei sowohl der erste als auch der zweite Teilbereich (51, 52) über einen eigenen
Einlass (61, 62) und Auslass (71, 72) für Kühlmittel verfügen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkühler (5a)
a) eine Mehrzahl an Rohren, vorzugsweise Flachrohre, umfasst, von denen eine erste
Teilmenge dem ersten Teilbereich (51) zugeordnet ist und eine zweite Teilmenge dem
zweiten Teilbereich (52) zugeordnet ist, wobei die beiden Rohrteilmengen im Kühlmittelkühler
(5a) strömungstechnisch nicht verbunden sind und die erste Teilmenge kleiner als die
zweite Teilmenge ist, und/oder
b) eine erste Kühlstrecke, die dem ersten Teilbereich (51) zugeordnet ist, und eine
zweite Kühlstrecke, die dem zweiten Teilbereich (52) zugeordnet ist, umfasst, wobei
die beiden Kühlstrecken im Kühlmittelkühler (5a) strömungstechnisch nicht verbunden
sind und die erste Kühlstrecke kürzer als die zweite Kühlstrecke ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teilbereich (51) des Kühlmittelkühlers (5a) an den zweiten Teilbereich
(52) des Kühlmittelkühlers (5a) angrenzt oder benachbart angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Einlass (61) des ersten Teilbereichs (51) des Kühlmittelkühlers (5a) Kühlmittel
aus dem Ausgleichsbehälter (3) über die Füllleitung (2a) des zugeordneten Kühlkreislaufs
(10a) zugeführt wird.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass (71) des ersten Teilbereichs (51) des Kühlmittelkühlers (5a) stromauf
zum Einlass (62) des zweiten Teilbereichs (52) des Kühlmittelkühlers (5a) liegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ein- und/oder Auslass (61, 71) des luftgekühlten Wärmeübertragers (4) als Schlauchstutzen
oder als Schlauchkupplung ausgeführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei auf unterschiedlichen Temperaturniveaus arbeitende Kühlkreisläufe (10a,
10b) jeweils über mindestens eine Entlüftungsleitung (1a, 1b) und mindestens eine
Füllleitung (2a, 2b) mit einem gemeinsamen Ausgleichsbehälter (3) für Kühlmittel verbunden
sind, wobei der luftgekühlte Wärmeübertrager (4) an der Füllleitung (2a) des Kühlkreislaufs
(10a) mit niedrigerem Temperaturniveau vorgesehen ist, um Kühlmittel aus dem gemeinsamen
Ausgleichsbehälter (3) vor dem Eintritt in den Kühlkreislauf (10a) mit niedrigerem
Temperaturniveau vorzukühlen.
8. Kraftfahrzeug, vorzugsweise Nutzfahrzeug, und/oder stationäre Anlage mit einer Kühlvorrichtung
(100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
1. A cooling device (100) with at least two cooling circuits (10a, 10b), which are respectively
connected via a venting line (1a, 1b) and a filling line (2a, 2b) to a common equalizing
vessel (3) for coolant, characterized in that at least one of the filling lines (2a) is provided with an air-cooled heat exchanger
(4), by means of which coolant is precooled before it enters the cooling circuit (10a)
assigned to this filling line (2a), wherein the air-cooled heat exchanger (4) is designed
as a first subregion (52) of a coolant cooler (5a), which is separated from a second
subregion (52) of the coolant cooler (5a), wherein both the first and the second subregion
(51, 52) have their own inlet (61, 62) and outlet (71, 72) for coolant.
2. The device according to Claim 1,
characterized in that the coolant cooler (5a)
a) comprises a plurality of tubes, preferably flat tubes, of which a first subset
is assigned to the first subregion (51) and a second subset is assigned to the second
subregion (52), wherein the two subsets of tubes in the coolant cooler (5a) are not
fluidly connected and the first subset is smaller than the second subset, and/or
b) comprises a first cooling section, which is assigned to the first subregion (51),
and a second cooling section, which is assigned to the second subregion (52), wherein
the two cooling sections in the coolant cooler (5a) are not fluidly connected and
the first cooling section is shorter than the second cooling section.
3. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the first subregion (51) of the coolant cooler (5a) is arranged adjacent to or alongside
the second subregion (52) of the coolant cooler (5a).
4. The device according to one of the preceding claims, characterized in that coolant from the equalizing vessel (3) is supplied to the inlet (61) of the first
subregion (51) of the coolant cooler (5a) via the filling line (2a) of the assigned
cooling circuit (10a).
5. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the outlet (71) of the first subregion (51) of the coolant cooler (5a) lies upstream
of the inlet (62) of the second subregion (52) of the coolant cooler (5a).
6. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the inlet and/or outlet (61, 71) of the air-cooled heat exchanger (4) is configured
as a hose connector or as a hose coupling.
7. The device according to one of the preceding claims, characterized in that precisely two cooling circuits (10a, 10b), operating at different temperature levels,
are respectively connected via at least one venting line (1a, 1b) and at least one
filling line (2a, 2b) to a common equalizing vessel (3) for coolant, wherein the air-cooled
heat exchanger (4) is provided on the filling line (2a) of the cooling circuit (10a)
with a lower temperature level in order to precool coolant from the common equalizing
vessel (3) before it enters the cooling circuit (10a) with the lower temperature level.
8. A motor vehicle, preferably a commercial vehicle, and/or a stationary installation
with a cooling device (100) according to one of Claims 1 to 7.
1. Dispositif de refroidissement (100) muni d'au moins deux circuits de refroidissement
(10a, 10b), qui sont chacun reliés par l'intermédiaire d'une conduite d'aération (1a,
1b) et d'une conduite de remplissage (2a, 2b) avec un contenant d'égalisation commun
(3) pour un agent de refroidissement,
caractérisé en ce qu'un échangeur de chaleur refroidi par de l'air (4) est prévu au niveau d'au moins une
des conduites de remplissage (2a), au moyen duquel un agent de refroidissement est
pré-refroidi avant l'entrée dans le circuit de refroidissement (10a) associé à cette
conduite de remplissage (2a), l'échangeur de chaleur refroidi par de l'air (4) étant
configuré en tant qu'une première zone partielle (51) d'un refroidisseur d'agent de
refroidissement (5a), qui est séparée d'une deuxième zone partielle (52) du refroidisseur
d'agent de refroidissement (5a), aussi bien la première que la deuxième zone partielle
(51, 52) disposant d'une entrée (61, 62) et d'une sortie (71, 72) propres pour un
agent de refroidissement.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le refroidisseur d'agent de refroidissement (5a)
a) comprend une pluralité de tubes, de préférence de tubes plats, parmi lesquels une
première quantité partielle est associée à la première zone partielle (51) et une
deuxième quantité partielle est associée à la deuxième zone partielle (52), les deux
quantités partielles de tubes n'étant pas reliées fluidiquement dans le refroidisseur
d'agent de refroidissement (5a), et la première quantité partielle étant inférieure
à la deuxième quantité partielle, et/ou
b) comprend une première section de refroidissement, qui est associée à la première
zone partielle (51), et une deuxième section de refroidissement, qui est associée
à la deuxième zone partielle (52), les deux sections de refroidissement n'étant pas
reliées fluidiquement dans le refroidisseur d'agent de refroidissement (5a), et la
première section de refroidissement étant plus courte que la deuxième section de refroidissement.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première zone partielle (51) du refroidisseur d'agent de refroidissement (5a)
est agencée adjacente ou voisine de la deuxième zone partielle (52) du refroidisseur
d'agent de refroidissement (5a).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un l'agent de refroidissement issu du contenant d'égalisation (3) est introduit dans
l'entrée (61) de la première zone partielle (51) du refroidisseur d'agent de refroidissement
(5a) par l'intermédiaire de la conduite de remplissage (2a) du circuit de refroidissement
associé (10a).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la sortie (71) de la première zone partielle (51) du refroidisseur d'agent de refroidissement
(5a) est située en amont de l'entrée (62) de la deuxième zone partielle (52) du refroidisseur
d'agent de refroidissement (5a).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entrée et/ou la sortie (61, 71) de l'échangeur de chaleur refroidi par de l'air
(4) est exécutée sous la forme d'un embout à tuyau ou sous la forme d'un couplage
à tuyau.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'exactement deux circuits de refroidissement (10a, 10b) fonctionnant à des niveaux
de température différents sont chacun reliés par l'intermédiaire d'au moins une conduite
d'aération (1a, 1b) et d'au moins une conduite de remplissage (2a, 2b) avec un contenant
d'égalisation commun (3) pour un agent de refroidissement, l'échangeur de chaleur
refroidi par de l'air (4) étant prévu au niveau de la conduite de remplissage (2a)
du circuit de refroidissement (10a) ayant un niveau de température plus bas, afin
de pré-refroidir de l'agent de refroidissement issu du contenant d'égalisation commun
(3) avant l'entrée dans le circuit de refroidissement (10a) ayant un niveau de température
plus bas.
8. Véhicule automobile, de préférence véhicule utilitaire, et/ou installation stationnaire
comprenant un dispositif de refroidissement (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 7.