[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsschalter.
[0002] Bekannte Sicherheitsschalter bilden zusammen mit einem Betätiger eine Sicherheitsschalteranordnung,
die im Bereich der Sicherheitstechnik eingesetzt wird. Für den Einsatz im Bereich
der Sicherheitstechnik, insbesondere im Bereich des Personenschutzes ist es erforderlich,
dass die Sicherheitsschalteranordnung normative Anforderungen hinsichtlich deren Fehlersicherheit
aufweist, so dass gewährleistet ist, dass mit der Sicherheitsschalteranordnung eine
entsprechend sichere Überwachungsfunktion durchgeführt werden kann. Eine derartige
Sicherheitsschalteranordnung kann typischerweise zur Sicherung des Zugangs zu einem
Gefahrenbereich eingesetzt werden. Beispielsweise kann mit einer Sicherheitsschalteranordnung
eine Verriegelung einer trennenden Schutzeinrichtung wie einer Schutztür als Zugang
zu einem Gefahrenbereich, abgesichert werden. In diesem Fall wird beispielsweise der
Betrieb einer gefahrbringenden Anlage innerhalb des Gefahrenbereichs nur dann freigegeben,
wenn mit der Sicherheitsschalteranordnung die Schutztür verriegelt ist. Die Freigabe
der Anlage kann über eine Sicherheitssteuerung erfolgen, welcher sicherheitsrelevante
Schaltsignale der Sicherheitsschalteranordnung zugeführt sind.
[0003] Zur Verriegelung der Schutztür wird, wenn sich die Schutztür in ihrer Schließstellung
und Verriegelungsposition befindet, der Betätiger in Form eines Riegels oder dergleichen
in Eingriff mit dem Sicherheitsschalter gebracht, indem beispielsweise der Betätiger
in eine Aussparung des Sicherheitsschalters eingefahren wird. Diese Verriegelung wird
dadurch kontrolliert, dass mit einem RFID-Lesegerät im Sicherheitsschalter ein Transponder
im Betätiger erkannt wird.
[0004] Zusätzlich zu dieser Verriegelung kann eine Zuhaltung der Schutztür vorgesehen sein.
Eine derartige Zuhaltung ist beispielsweise aus der
WO 2016/058718 A1 bekannt. Bei dieser Zuhaltung ist ein Zuhaltebolzen vorgesehen, der mittels eines
Elektromotors mit einem Planetengetriebe betätigt wird. Mit dem elektrischen Antrieb
kann der Zuhaltebolzen in eine Sperrstellung verfahren werden, in der der Betätiger
mit dem Zuhaltebolzen zugehalten wird.
[0005] Die
DE 10 2012 111 342 A1 betrifft ein Schutztürüberwachungssystem mit einer Schutztür als Zugang zu einem
Sicherheitsbereich und mit einem Schutztürüberwachungsmodul zur Überwachung eines
Zustands der Schutztür. Das Schutztürüberwachungsmodul weist einen Betätiger und einen
Sensor auf, welche elektrisch kontaktlos in Wechselwirkung nacheinander bringbar sind
und dadurch ein Schutztürsignal erzeugen. Des Weiteren weist das Schutztürüberwachungssystem
eine Steuerungseinheit auf, welche dazu eingerichtet ist, das Schutztürsignal auszulesen
und eine im Sicherheitsbereich befindliche Maschine oder Anlage in Abhängigkeit des
Schutztürsignals zu steuern. Zudem ist eine Verriegelungseinrichtung mit einem Grundkörper
und einem daran angeordneten Verriegelungshebel vorgesehen. Der Verriegelungshebel
ist gegenüber dem Grundkörper aus einer Freigabestellung in eine Sperrstellung bringbar,
in welcher der Verriegelungshebel die elektrisch kontaktlose Wechselwirkung zwischen
dem Betätiger und dem Sensor verhindert, wobei die Verriegelungseinrichtung eine Aufnahme
für ein abschließbares Sicherungsteil aufweist, welches, in die Aufnahme eingeführt,
den Verriegelungshebel in seiner Sperrstellung hält.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherheitsschalter bereitzustellen,
der bei geringem konstruktivem Aufwand eine zuverlässige Sicherungsfunktion ermöglicht.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte
Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen beschrieben.
[0008] Die Erfindung betrifft einen betätigerlos arbeitenden Sicherheitsschalter für eine
trennende Schutzeinrichtung mit Mitteln zur Kontrolle einer Verriegelungsposition
einer Komponente der trennenden Schutzeinrichtung und mit einer Zuhalteeinheit. Die
Zuhalteeinheit weist ein Zuhalteelement auf, welches in eine Zuhalteposition einbringbar
ist. Diese Zuhalteposition bewirkt eine Zuhaltung einer beweglichen Komponente der
trennenden Schutzeinrichtung, wobei der Sicherheitsschalter einen Gewindetrieb mit
einem Motor und einer Gewindespindel aufweist, mittels dessen das Zuhalteelement zwischen
einer Zuhalteposition und einer Freigabeposition verfahrbar ist. Der Gewindetrieb
ist über eine Kulisse mit dem Zuhalteelement verbunden, wobei durch die Kulisse die
Bewegung der Gewindespindel in eine Linearbewegung des Zuhalteelements umgesetzt ist.
[0009] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Sicherheitsschalters besteht darin,
dass dieser betätigerlos arbeitet, das heißt es muss kein Betätiger als zusätzliche
mechanische Einheit vorgesehen sein, damit der Sicherheitsschalter seine Sicherheitsfunktion
ausüben kann. Der Sicherheitsschalter weist dabei generell einen fehlersicheren Aufbau
auf, so dass dieser die normativen Anforderungen für den Einsatz im Bereich der Sicherheitstechnik
erfüllt.
[0010] Der erfindungsgemäße Sicherheitsschalter kann somit die Verriegelungsposition einer
Komponente einer trennenden Schutzeinrichtung direkt kontrollieren, ohne dass an dieser
ein Betätiger vorgesehen sein muss, der mit dem Sicherheitsschalter zur Definition
und Kontrolle der Verriegelungsposition in Eingriff gebracht werden müsste.
[0011] Dadurch wird der bauliche Aufwand zur Absicherung der trennenden Schutzeinrichtung
erheblich reduziert.
[0012] Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, dass der Sicherheitsschalter
selbst ein Zuhalteelement aufweist, mit welchem eine sichere Zuhaltung einer beweglichen
Komponente der trennenden Schutzeinrichtung, beispielsweise einer Tür bewirkt wird.
Die Tür kann als Schiebetür, Schwingtür, Klappe oder dergleichen ausgebildet sein.
Damit wird mit dem Sicherheitsschalter nicht nur eine Verriegelungsposition einer
beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung kontrolliert, sondern auch
eine Zuhaltung, und damit eine mechanische Sicherung bewirkt, die ein unbefugtes Bewegen
der Komponente der trennenden Schutzeinrichtung verhindert. Damit kann mit dem Sicherheitsschalter
als alleiniger Sicherheitskomponente der Zugang zu einem Gefahrenbereich abgesichert
werden.
[0013] Erfindungsgemäß weist der Sicherheitsschalter einen Gewindetrieb mit einem Motor
und einer Gewindespindel auf, mittels dessen das Zuhalteelement zwischen einer Zuhalteposition
und einer Freigabeposition verfahrbar ist.
[0014] Während das Zuhalteelement in der Zuhalteposition die Zuhaltung der beweglichen Komponente
der trennenden Schutzeinrichtung, insbesondere einer Tür, bewirkt, ist bei dem in
die Freigabeposition eingebrachten Zuhalteelement die Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
bewegbar. Beispielsweise kann dann eine Komponente in Form einer Tür eine Öffnungsbewegung
durchführen, um so den Zugang zu einem Gefahrenbereich zu ermöglichen.
[0015] Mit dem Gewindetrieb wird eine zuverlässige und reproduzierbare Überführung des Zuhalteelements
von der Zuhalteposition in die Freigabeposition und umgekehrt ermöglicht. Dabei weist
der Gewindetrieb bestehend aus einem Motor, insbesondere einem Elektromotor, und einer
Gewindespindel einen kompakten und robusten Aufbau auf.
[0016] Erfindungsgemäß ist der Gewindetrieb über eine Kulisse mit dem Zuhalteelement verbunden.
Durch die Kulisse ist die Bewegung der Gewindespindel in eine Linearbewegung des Zuhalteelements
umgesetzt.
[0017] Mit der Kulisse kann auf einfache Weise die Drehbewegung des Motors und der Gewindespindel
in die gewünschte Linearbewegung des vorteilhaft in Form einer Klinke ausgebildeten
Zuhalteelements umgesetzt werden. Die Geometrie des Zuhalteelements, insbesondere
der Klinke und deren durch die Kulisse vorgegebene Bewegung sind so abgestimmt, dass
mit dem Zuhalteelement in der Zuhalteposition die bewegliche Komponente der trennenden
Schutzeinrichtung gegen Bewegungen vollkommen gesichert ist und dass in der Freigabeposition
des Zuhalteelements die Bewegung der beweglichen Komponente vollständig freigegeben
ist, was insbesondere dadurch erreicht wird, dass in der Freigabeposition das Zuhalteelement
vollständig in den Sicherheitsschalter eingefahren ist.
[0018] Besonders vorteilhaft führt der Motor nur in einer Drehrichtung eine Drehbewegung
aus. Zudem weist die Gewindespindel nur eine Flanke über eine Umdrehung von maximal
360° auf. Diese Flanke gibt der Gewindespindel den Verfahrweg des Zuhalteelements
von der Zuhalteposition in Freigabeposition vor. Bei Drehen der Gewindespindel über
einen die Flanke begrenzenden Scheitelpunkt hinaus ist das Zuhalteelement von der
Freigabeposition in die Zuhalteposition überführt. Dabei ist mittels der Gewindespindel
die Kulisse gegen die Federkraft einer Federeinheit bewegbar.
[0019] Da sich der Motor sowohl für die Verriegelung, das heißt für die Überführung des
Zuhalteelements von der Freigabeposition in die Zuhalteposition, als auch für die
Entriegelung, das heißt die Überführung des Zuhalteelements von der Zuhalteposition
in die Freigabeposition, immer in einer Drehrichtung dreht, ergibt sich eine besonders
einfache Ansteuerung des Motors.
[0020] Durch Ausnützen der Sprungfunktion des Gewindetriebs ergibt sich eine asymmetrische
Entriegelung und Verriegelung des Zuhalteelements. Bei der Entriegelung wird die Gewindespindel
mit der Flanke an der Kulisse geführt, wodurch die notwendige Kraft bereitgestellt
wird, um ein Entriegeln unter Last zu ermöglichen, da bei der Entriegelung das Zuhalteelement
kraftbeaufschlagt in Eingriff mit der zugeordneten Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
ist. Dagegen erfolgt eine Verriegelung durch Drehen der Gewindespindel über ihren
Scheitelpunkt hinweg, so dass dann das Zuhalteelement abrupt in die Zuhalteposition
überführt wird. Hierzu ist kein großer Kraftaufwand erforderlich, da das Zuhalteelement
noch nicht in Eingriff mit der zugeordneten Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
ist.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist als Mittel zur Kontrolle
der Verriegelungsposition der beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
eine RFID-Leseeinheit vorgesehen.
[0022] Die Funktionalität des Sicherheitsschalters kann dadurch noch erhöht werden, dass
diese Mittel zur Positionserfassung der beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
aufweist.
[0023] Diese umfassen eine weitere RFID-Leseeinheit mit einer vorteilhaft ortsfest im Sicherheitsschalter
angeordneten Lesespule, die mit einem Transponder zusammenwirkt, der in einer relativ
zum Sicherheitsschalter beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung integriert
ist.
[0024] Dabei weist vorteilhaft die oder jede RFID-Leseeinheit eine im Zuhalteelement integrierte
Lesespule auf.
[0025] Die Kontrolle der Zuhalteposition der beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
kann somit berührungslos erfolgen. Hierzu ist in einer relativ zum Sicherheitsschalter
beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung ein Transponder vorgesehen.
Befindet sich die bewegliche Komponente der trennenden Schutzeinrichtung in der Zuhalteposition,
liegt der Transponder im Einflussbereich der Lesespule, so dass mit dieser kodierte
Signale des Transponders erfasst werden können. Dadurch kann die Zuhalteposition sicher
und genau bestimmt werden.
[0026] Durch diese Türstellungserkennung kann die Tür vollständig auf Verriegelung und Zuhaltung
überwacht und kontrolliert werden.
[0027] Die bewegliche Komponente der trennenden Schutzeinrichtung ist vorteilhaft von einer
Tür gebildet, mit welcher je nach Türstellung der Zugang zu einem Bereich versperrt
oder freigegeben werden kann. Insbesondere ist die Tür als Schutztür ausgebildet,
die den Zugang zu einem Gefahrenbereich versperren kann.
[0028] Gemäß einer ersten Variante der Erfindung kann der Sicherheitsschalter in der Tür
integriert sein. In diesem Fall kann dann, wenn sich die Tür in der Verriegelungsposition
befindet, das Zuhalteelement in die Zuhalteposition ausgefahren werden und beispielsweise
in eine Ausnehmung des Türrahmens eingeführt werden um die Tür zu zu halten.
[0029] Gemäß einer zweiten Variante der Erfindung kann der Sicherheitsschalter stationär
in einem der beweglichen Tür zugeordneten Türrahmen integriert sein. In diesem Fall
erfolgt eine sicherere Zuhaltung der Tür in ihrer Verriegelungsposition, indem das
Zuhalteelement in die Zuhalteposition ausgefahren und dann in Eingriff mit der Tür
gebracht wird.
[0030] Insbesondere bei letzterer Variante kann der Sicherheitsschalter in einem Profil
untergebracht sein. Dabei kann das Profil Bestandteil des Türrahmens sein, so dass
der Sicherheitsschalter platzsparend in bereits vorhandenen Komponenten des Türrahmens
untergebracht werden kann.
[0031] Vorteilhaft ist dabei auch ein an dem Sicherheitsschalter angeschlossenes Kabel im
Profil geführt, so dass keine externen Kabelführungen vorgesehen werden müssen.
[0032] Der Sicherheitsschalter ist im Profil gegen Verschmutzungen weitgehend geschützt.
Zudem ist der Sicherheitsschalter im Profil gegen Manipulationen geschützt.
[0033] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sicherheitsschalters mit einem zugeordneten
Profil.
- Figur 2:
- Sicherheitsschalter gemäß Figur 1 in seiner Einbauposition im Profil.
- Figur 3:
- Sicherheitsschalter gemäß Figuren 1 und 2 mit einer zugeordneten Tür in ihrer Zuhalte-
und Verriegelungsposition.
- Figur 4:
- Darstellung des Sicherheitsschalters gemäß den Figuren 1 bis 3 bei geöffnetem Gehäuse.
- Figur 5:
- Anordnung gemäß Figur 4 ohne Gehäusewand.
- Figur 6:
- Einzeldarstellung einer Gewindespindel für den Gewindetrieb des Sicherheitsschalters
gemäß den Figuren 1 bis 5.
[0034] Die Figuren 1 bis 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitsschalters
1. Der Sicherheitsschalter 1 ist in einem Gehäuse 2 integriert, welches einen Gehäusegrundkörper
2a und einen Gehäusedeckel 2b aufweist.
[0035] Am Gehäusegrundkörper 2a ist ein Kabelanschluss 3 zum Anschluss eines Kabels 4 vorgesehen.
[0036] Die Form des Gehäuses 2 des Sicherheitsschalters 1 ist so gewählt, dass der Sicherheitsschalter
1 in einem Profil 5 eingebaut werden kann, welches bevorzugt Bestandteil eines Türrahmens
ist.
[0037] Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, kann der Sicherheitsschalter 1 so in eine Öffnung
5a des Profils 5 eingesetzt werden, dass nur der Gehäusedeckel 2b am Profil 5 frei
liegt, alle anderen Komponenten des Sicherheitsschalters 1 jedoch im Profil 5 angeordnet
sind und so gegen Verschmutzungen und Manipulationen geschützt sind.
[0038] Vorteilhaft besteht der im Profil 5 freitragende Gehäusedeckel 2b aus verschmutzungsresistentem
Material wie zum Beispiel Edelstahl. Der Gehäusegrundkörper 2a kann dagegen aus einem
kostengünstigeren Kunststoff bestehen.
[0039] Der Sicherheitsschalter 1 wird im Bereich der Sicherheitstechnik eingesetzt, insbesondere
zur Gefahrenbereichsüberwachung. Im vorliegenden Fall wird mit dem Sicherheitsschalter
1 die Verriegelungsposition einer Tür 6 kontrolliert und überwacht, die in ihrer Verriegelungsposition
den Zugang zu dem Gefahrenbereich versperrt. Figur 3 zeigt die Tür 6 in ihrer Verriegelungsposition
relativ zu dem im Profil 5 integrierten Sicherheitsschalter 1.
[0040] Im Gehäusedeckel 2b des Sicherheitsschalters 1 ist ein Spalt 7 eingearbeitet. Über
diesen Spalt 7 kann ein Zuhalteelement in Form einer Klinke 8 ausgefahren werden.
Figur 3 zeigt die in eine Zuhalteposition ausgefahrene Klinke 8. Zusammen mit einem
nicht dargestellten Anschlag am Profil 5 hält die Klinke 8 die schwenkbar gelagerte
Tür 6 in ihrer Verriegelungsposition, das heißt die Klinke 8 bewirkt eine sichere
Zuhaltung der Tür 6. Weiterhin kann die Klinke 8 in eine Freigabeposition eingefahren
werden, in welcher die Schwenkbewegung der Tür 6 freigegeben ist. Zum Verfahren der
Klinke 8 zwischen der Zuhalteposition, in welcher diese über den Gehäusedeckel 2b
nach außen hervorsteht (Figur 3), und der Freigabeposition, in welcher die Klinke
8 in den Sicherheitsschalter 1 eingefahren ist (Figur 4), ist ein Gewindetrieb mit
einem Elektromotor 9 und einer Gewindespindel 10 vorgesehen.
[0041] Die Gewindespindel 10 ist in Eingriff mit einer Kulisse 11, die gegen die Federkraft
eines Federelements 12 bewegt werden kann. Wie aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich,
sind der Elektromotor 9 und die Kulisse 11 auf dem Boden 2c des Gehäusegrundkörpers
2a gelagert. Das von einer einzelnen Feder gebildete Federelement 12 ist zwischen
der dem Gewindetrieb abgewandten Stirnseite der Kulisse 11 und einem vom Boden 2c
senkrecht hervorstehenden, den Kabelanschluss 3 tragenden Wandsegment 13 gelagert.
[0042] Die Kulisse 11 umfasst weiterhin einen Bolzen 14, der in einem Langloch 15 der Klinke
8 geführt ist. Die Klinke 8 ihrerseits ist in Führungen 16 des Gehäusegrundkörpers
2a gelagert, so dass diese nur in vertikaler Richtung bewegbar ist.
[0043] Der Gewindetrieb weist eine Sprungfunktion auf. Hierzu weist die Gewindespindel 10
nur eine Flanke 10a auf, mit der der gesamte Fahrweg der Klinke 8 zwischen der Zuhalteposition
und Freigabeposition vorgegeben wird (Figur 6).
[0044] Der Elektromotor 9 wird über eine nicht dargestellte Steuereinheit nur in einer Drehrichtung
betrieben. Zum Verfahren der Klinke 8 von der Verriegelungsposition in die Freigabeposition
wird die Flanke 10a an der Kulisse 11 bewegt, wodurch der Bolzen 14 im Langloch 15
geführt wird und die Klinke 8 in die Freigabeposition überführt wird. Da hierbei eine
stetige Kraftbeaufschlagung vom Gewindetrieb zur Kulisse 11 und damit zur Klinke 8
gegeben ist, ist dadurch ein Entriegeln der Tür 6 unter Last möglich.
[0045] Wird die Gewindespindel 10 über den Elektromotor 9 weiter über ihren Scheitelpunkt
hinaus gedreht, wird die Klinke 8 schlagartig von der Freigabeposition in die Zuhalteposition
überführt.
[0046] Die Funktionalität des Sicherheitsschalters 1 ist dadurch erweitert, dass dieser
eine zweite RFID-Leseeinheit mit einer weiteren Lesespule 19 aufweist, welche stationär
im Gehäuse 2 des Sicherheitsschalters 1 angeordnet ist. Mit dieser Lesespule 19 können
Transpondersignale eines weiteren Transponders 20 erfasst werden, der im unteren Randbereich
der Tür 6 eingearbeitet ist. Mit dieser weiteren RFID-Leseeinheit wird die Türstellung
der Tür 6 erfasst beziehungsweise kontrolliert.
[0047] Zur Kontrolle der Zuhalteposition ist eine erste RFID-Leseeinheit vorgesehen, welche
eine in der Klinke 8 angeordnete Lesespule 17 aufweist. Dieser RFID-Leseeinheit ist
ein erster Transponder 18 zugeordnet, der in Form eines Transponderdübels in die Wand
der Tür 6 eingearbeitet ist.
[0048] Nur wenn sich die Tür 6 in ihrer Verriegelungsposition und die Klinke 8 in ihrer
Zuhalteposition befinden, liegt der Transponder 18 in geringem Abstand gegenüber zur
Lesespule 17, das heißt nur dann befindet sich der Transponder 18 im Einflussbereich
der Lesespule 17, so dass mit der Lesespule 17 kodierte Signale des Transponders 18
erfasst werden können.
[0049] Die Sicherheitsfunktion der Gewindespindel 10 ist derart, dass dieser ein Freigabesignal,
beispielsweise für die Freigabe einer Maschine im überwachten Gefahrenbereich, nur
dann generiert, wenn mit der RFID-Leseeinheit die Tür 6 in der Verriegelungsposition
erkannt wird und mit der Klinke 8 die Zuhaltung der Tür 6 bewirkt ist..
Bezugszeichenliste
[0050]
- (1)
- Sicherheitsschalter
- (2)
- Gehäuse
- (2a)
- Gehäusegrundkörper
- (2b)
- Gehäusedeckel
- (2c)
- Boden
- (3)
- Kabelanschluss
- (4)
- Kabel
- (5)
- Profil
- (5a)
- Öffnung
- (6)
- Tür
- (7)
- Spalt
- (8)
- Klinke
- (9)
- Elektromotor
- (10)
- Gewindespindel
- (10a)
- Flanke
- (11)
- Kulisse
- (12)
- Federelement
- (13)
- Wandsegment
- (14)
- Bolzen
- (15)
- Langloch
- (16)
- Führungen
- (17)
- Lesespule
- (18)
- Transponder
- (19)
- weitere Lesespule
- (20)
- weiterer Transponder
1. Sicherheitsschalter (1) für eine trennende Schutzeinrichtung dadurch gekennzeichnet, dass dieser betätigerlos arbeitet und Mittel zur Kontrolle einer Verriegelungsposition
einer Komponente der trennenden Schutzeinrichtung sowie eine Zuhalteeinheit mit einem
Zuhalteelement, welches in eine Zuhalteposition einbringbar ist, in welcher dieses
eine Zuhaltung einer beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung bewirkt,
aufweist, wobei der Sicherheitsschalter einen Gewindetrieb mit einem Motor und einer
Gewindespindel (10) aufweist, mittels dessen das Zuhalteelement zwischen einer Zuhalteposition
und einer Freigabeposition verfahrbar ist, und wobei der Gewindetrieb über eine Kulisse
(11) mit dem Zuhalteelement verbunden ist, wobei durch die Kulisse (11) die Bewegung
der Gewindespindel (10) in eine Linearbewegung des Zuhalteelements umgesetzt ist.
2. Sicherheitsschalter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor nur in einer Drehrichtung eine Drehbewegung ausführt, und dass die Gewindespindel
(10) nur eine Flanke (10a) aufweist, wobei die Flanke (10a) der Gewindespindel (10)
den Verfahrweg des Zuhalteelements von der Zuhalteposition in die Freigabeposition
vorgibt, und wobei bei Drehen der Gewindespindel (10) über einen der Flanke (10a)
begrenzenden Scheitelpunkt hinaus das Zuhalteelement von der Freigabeposition in die
Zuhalteposition überführt ist.
3. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Gewindespindel (10) die Kulisse (11) gegen die Federkraft einer Federeinheit
bewegbar ist.
4. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuhalteelement in Form einer Klinke (8) ausgebildet ist.
5. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Kontrolle der Verriegelungsposition der beweglichen Komponente der
trennenden Schutzeinrichtung eine RFID-Leseeinheit vorgesehen ist.
6. Sicherheitsschalter (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die RFID-Leseeinheit eine im Zuhalteelement integrierte Lesespule (17) aufweist.
7. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Mittel zur Positionserfassung der beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
aufweist.
8. Sicherheitsschalter (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Positionserfassung der beweglichen Komponente der trennenden Schutzeinrichtung
eine weitere RFID-Leseeinheit vorgesehen ist.
9. Sicherheitsschalter (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere RFID-Leseeinheit eine ortsfest angeordnete weitere Lesespule (19) aufweist.
10. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Lesespule (17, 19) zum Lesen von Signalen eines in einer Komponente
der trennenden Schutzeinrichtung integrierten Transponders (18) ausgebildet ist.
11. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Komponente der trennenden Schutzeinrichtung von einer Tür (6) gebildet
ist.
12. Sicherheitsschalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieser in einem Gehäuse (2) integriert ist, welches zum Einbau in ein Profil (5)
ausgebildet ist.
13. Sicherheitsschalter (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (5) Bestandteil eines Türrahmens ist.
1. Safety switch (1) for a separating protective device, characterised in that this operates without actuator and comprises means for checking a locking position
of a component of the separating protective device as well as a retaining unit with
a retaining element, which can be brought into a retaining position in which this
produces retention of a movable component of the separating protective device, wherein
the safety switch comprises a screw drive, with a motor and a threaded spindle (10),
by means of which the retaining element is movable between a retaining position and
a release position, and wherein the screw drive is connected with the retaining element
by way of a link (11), wherein the movement of the threaded spindle (10) is converted
into a linear movement of the retaining element by the link (11).
2. Safety switch (1) according to claim 1, characterised in that the motor executes a rotational movement only in one rotational direction and that
the threaded spindle (10) has only flank (10a), wherein the flank (10a) of the threaded
spindle (10) predetermines the travel path of the retaining element from the retaining
position to the release position and wherein when the threaded spindle (10) rotates
the retaining element is transferred from the release position to the retaining position
by way of a crown bounding the flank (10a).
3. Safety switch (1) according to one of claims 1 and 2, characterised in that the link (11) is movable against the spring force of a spring unit by means of the
threaded spindle (10).
4. Safety switch (1) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the retaining element is constructed in the form of a latch (8).
5. Safety switch (1) according to any one of claims 1 to 4, characterised in that an RFID reader unit is provided as means for checking the locking position of the
movable component of the separating protective device.
6. Safety switch (1) according to claim 5, characterised in that the RFID reader unit comprises a reader coil (17) integrated in the retaining element.
7. Safety switch (1) according to any one of claims 1 to 6, characterised in that this comprises means for position detection of the movable component of the separating
protective device.
8. Safety switch (1) according to claim 7, characterised in that a further RFID reader unit is provided as means for position detection of the movable
component of the separating protective device.
9. Safety switch (1) according to claim 8, characterised in that the further RFID reader unit comprises a further reader coil (19) arranged to be
stationary.
10. Safety switch (1) according to any one of claims 7 to 9, characterised in that the or each reader coil (17, 19) is configured for reading signals of a transponder
(18) integrated in a component of the separating protective device.
11. Safety switch (1) according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the movable component of the separating protective device is formed by a door (6).
12. Safety switch (1) according to any one of claims 1 to 11, characterised in that this is integrated in a housing (2) which is constructed for installation in a profile
member (5).
13. Safety switch (1) according to claim 12, characterised in that the profile member (5) is a component of a door frame.
1. Interrupteur de sécurité (1) destiné à un dispositif de protection séparatif, caractérisé par le fait que ledit interrupteur fonctionne sans actionneur et comprend des moyens affectés au
contrôle d'un emplacement de verrouillage d'un composant du dispositif de protection
séparatif, ainsi qu'une unité de maintien munie d'un élément de maintien pouvant être
amené à un emplacement de retenue dans lequel il provoque une retenue d'un composant
mobile dudit dispositif de protection séparatif, ledit interrupteur de sécurité comportant
un mécanisme à filetage qui inclut un moteur et une broche filetée (10), et au moyen
duquel l'élément de maintien peut être déplacé entre un emplacement de retenue et
un emplacement de libération, ledit mécanisme à filetage étant relié audit élément
de maintien par l'intermédiaire d'une pièce coulissante (11), le mouvement de ladite
broche filetée (10) étant converti, par ladite pièce coulissante (11), en un mouvement
linéaire dudit élément de maintien.
2. Interrupteur de sécurité (1) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le moteur accomplit un mouvement rotatoire uniquement dans une direction de rotation
; et par le fait que la broche filetée (10) comporte uniquement un flanc (10a), sachant que ledit flanc
(10a) de la broche filetée (10) préétablit le trajet de déplacement de l'élément de
maintien vers l'emplacement de libération à partir de l'emplacement de retenue et
sachant que, lors d'une rotation de ladite broche filetée (10) au-delà d'un point
sommital délimitant ledit flanc (10a), ledit élément de maintien est transféré dudit
emplacement de libération audit emplacement de retenue.
3. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que la pièce coulissante (11) peut être mue, au moyen de la broche filetée (10), en opposition
à la force élastique d'une unité élastique.
4. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que l'élément de maintien est réalisé sous la forme d'un cliquet (8).
5. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'une unité de lecture RFID est prévue en tant que moyen dévolu au contrôle de l'emplacement
de verrouillage du composant mobile du dispositif de protection séparatif.
6. Interrupteur de sécurité (1) selon la revendication 5, caractérisé par le fait que l'unité de lecture RFID est dotée d'une bobine de lecture (17) intégrée dans l'élément
de maintien.
7. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que ce dernier est pourvu de moyens dévolus à la détection d'emplacements du composant
mobile du dispositif de protection séparatif.
8. Interrupteur de sécurité (1) selon la revendication 7, caractérisé par le fait qu'une unité supplémentaire de lecture RFID est prévue en tant que moyen de détection
d'emplacements du composant mobile du dispositif de protection séparatif.
9. Interrupteur de sécurité (1) selon la revendication 8, caractérisé par le fait que l'unité supplémentaire de lecture RFID comporte une bobine de lecture (19) supplémentaire,
occupant une position fixe.
10. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé par le fait que la, ou chaque bobine de lecture (17, 19) est conçue pour lire des signaux d'un transpondeur
(18) intégré dans un composant du dispositif de protection séparatif.
11. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que le composant mobile du dispositif de protection séparatif est constitué d'une porte
(6).
12. Interrupteur de sécurité (1) selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que ce dernier est intégré dans un boîtier (2) conçu pour être incorporé dans un profilé
(5).
13. Interrupteur de sécurité (1) selon la revendication 12, caractérisé par le fait que le profilé (5) fait partie intégrante d'un encadrement de porte.