[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Mikrofonanordnung für den Innenraum eines Kraftfahrzeugs,
mit einem Mikrofon, das eine Mikrofonkapsel aufweist, die auf einer Leiterplatte angeordnet
ist, die im Inneren einer im Innenraum des Kraftfahrzeugs angeordneten Baugruppe,
z.B. im Inneren einer Dachbedieneinheit, untergebracht ist.
[0002] Mikrofone, die im Innenraum eines Kraftfahrzeugs untergebracht sind, sollen optisch
möglichst unauffällig in Interieurteile integriert sein, wobei als Interieurteile
oft aus wirtschaftlichen Gründen ohnehin im Kraftfahrzeuginnenraum vorhandene Baugruppen
genutzt werden sollen, z.B. Dachbedieneinheiten. Die Mikrofonkapsel ist daher üblicherweise
auf der innerhalb der Baugruppe bzw. der Dachbedieneinheit befindlichen Leiterplatte
positioniert. Aufgrund dieser Positionierung der Mikrofonkapsel und aufgrund der üblichen
Positionierung der Leiterplatte innerhalb der Baugruppe bzw. der Dachbedieneinheit
ergibt sich ein räumlicher Abstand zwischen der Mikrofonkapsel einerseits und der
Außenfläche der Baugruppe bzw. der Dachbedieneinheit andererseits. Diese räumliche
Beabstandung kann zu erheblichen Qualitätseinbußen beim Betrieb der Mikrofonanordnung
führen.
[0003] Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte gattungsgemäße Mikrofonanordnung für
den Innenraum eines Kraftfahrzeugs derart weiterzubilden, dass einerseits eine mit
einem geringen technisch-konstruktiven Aufwand einhergehende Integration der Mikrofonanordnung
in ohnehin im Kraftfahrzeuginnenraum vorhandene Baugruppen, z.B. in eine Dachbedieneinheit,
möglich ist, wobei andererseits gewährleistet sein soll, dass ein höchsten akustischen
Qualitätsansprüchen genügender Betrieb der Mikrofonanordnung gesichert werden soll.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Mikrofonanordnung einen
Schallführungskanal aufweist, mittels dem die Mikrofonkapsel des Mikrofons akustisch
mit einer Au-ßenfläche der Baugruppe verbunden ist, und dass der Schallführungskanal
an einer oder mehreren Positionen Dämpfungsmaterialelemente aufweist, mittels denen
Resonanzen des Schallführungskanals unterdrückbar sind. Entsprechend werden im Falle
der vorstehend geschilderten erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Mikrofonanordnung
Dämpfungen im Bereich lokaler Schallschnellemaxima- realisiert.
[0005] Die Dämpfungsmaterialelemente lassen sich vorteilhaft als Dämpfscheiben ausgestalten
und können dann mit einem vergleichsweise geringen Aufwand im Schallführungskanal
an den seinen Schallschnellemaxima entsprechenden Positionen angeordnet werden.
[0006] Als als Dämpfungsmaterial der Dämpfungsmaterialelemente bzw. Scheiben besonders geeignete
Werkstoffe haben sich offenporige Schaumstoffe, wie Basotect, Glaswolle, gesintertes
Metall, wie Felt-Metal, erwiesen; diesen Werkstoffen ist gemeinsam, dass mittels ihnen
schallschnelle Bewegungsenergie in thermische Energie umwandelbar ist, indem die Bewegungsenergie
durch die genannten Werkstoffe hindurchströmender Luftmoleküle in Wärmeenergie umgewandelt
wird.
[0007] Vorteilhaft ist die Dickenabmessung der Dämpfscheiben gerade so gewählt, dass mittels
der Dämpfscheiben eine ausreichende Dämpfung der Resonanz durch eine stehende Welle
und eine hinreichend geringe Dämpfung einer einmalig durch die Dämpfscheibe hindurchtretenden
Schallwelle bewirkbar ist.
[0008] Um einen Eindring- und Berührungsschutz am ausgangsseitigen Ende des Schallführungskanals
mit einem geringen Aufwand zu realisieren, ist es vorteilhaft, wenn der Werkstoff
des Dämpfungsmaterials ausreichend biegesteif ist, um am der Außenfläche der Baugruppe
zugeordneten Endabschnitt des Schallführungskanals diese Effekte zur Verfügung zu
stellen.
[0009] Gemäß einer ersten Ausführungsform kann der Querschnitt des Schallführungskanals
über dessen Länge konstant sein.
[0010] Alternativ ist es möglich, dass sich der Querschnitt des Schallführungskanals mit
zunehmendem Abstand zur Mikrofonkapsel vergrößert. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Mikrofonanordnung ist der Schallführungskanal trichterförmig
und der Trichterumfang am der Mikrofonkapsel abgewandten äußeren Ende des Schallführungskanals
größer als die zu nutzende Wellenlänge.
[0011] Des Weiteren kann vorteilhaft die Länge des trichterförmigen Schallführungskanals
größer als die Hälfte der zu nutzenden Wellenlänge sein.
[0012] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Mikrofonanordnung kann sich der Querschnitt
des trichterförmigen Schallführungskanals mit zunehmendem Abstand zur Mikrofonkapsel
linear, konisch, stufenweise, exponentiell, bilinear oder hyperbolisch erweitern.
[0013] Des Weiteren sind Ausführungsformen möglich und vorteilhaft, bei denen sich der Querschnitt
des Schallführungskanals ab einem vorgebbaren Abstand zur Mikrofonkapsel trichterförmig
erweitert.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausprägung kann sich an der Position des Übergangs von konstantem
zu sich erweiterndem Querschnitt eine Dämpfscheibe befinden.
[0015] Den vorstehend geschilderten Ausführungsformen des Schallführungskanals der erfindungsgemäßen
Mikrofonanordnung ist gemeinsam, dass sie - je nach Anforderungsprofil - in hervorragender
Weise geeignet sind, die im Inneren der Baugruppe bzw. der Dachbedieneinheit angeordnete
Mikrofonkapsel der Mikrofonanordnung so an die Außenwelt bzw. den Innenraum des Kraftfahrzeugs
anzuschließen, dass bei der Übertragung von Schall zwischen dem Innenraum des Kraftfahrzeugs
und der Mikrofonkapsel möglichst keine Störungen auftreten.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Figur 1
- eine im Innenraum eines Kraftfahrzeugs verbaute Dachbedieneinheit mit einer erfindungsgemäßen
Mikrofonanordnung;
- Figur 2
- eine Prinzipdarstellung der in Figur 1 innerhalb der Dachbedieneinheit gezeigten Mikrofonanordnung;
- Figuren 3 - 5
- Darstellungen unterschiedlich ausgestalteter erfindungsgemäßer Mikrofonanordnungen
zur Verdeutlichung der Lage von Schallschnellemaxima in denselben; und
- Figuren 6 - 10
- Darstellungen unterschiedlicher Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mikrofonanordnung.
[0018] Figur 1 zeigt in einer Schnittdarstellung eine im Innenraum eines Kraftfahrzeugs
installierbare Dachbedieneinheit 1. Zu dieser Dachbedieneinheit 1 gehören ein Gehäusekörper
2 und ein Gehäusedeckel 3. Mittels des Gehäusekörpers 2 ist die Dachbedieneinheit
an einer Wandung des Kraftfahrzeuginnenraums angebracht, der Gehäusedeckel 3 schließt
die Dachbedieneinheit 1 zum Kraftfahrzeuginnenraum hin ab.
[0019] An der Innenseite des Gehäusekörpers 2 der Dachbedieneinheit 1 ist eine Leiterplatte
4 angeordnet, an der diverse elektronische Bauteile 5 der Dachbedieneinheit 1 sitzen.
[0020] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist am Gehäusedeckel 3 der Dachbedieneinheit
1 eine Leuchte 6 und ein Brillenfach 7 angeordnet bzw. ausgebildet.
[0021] Des Weiteren ist in die Dachbedieneinheit 1 eine Mikrofonanordnung 8 mit einem Mikrofon
9 integriert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Mikrofonanordnung 8 bzw.
das Mikrofon 9 etwa mittig in der Dachbedieneinheit 1 angeordnet.
[0022] Zu dem Mikrofon 9 gehört eine Mikrofonkapsel 10, die - neben den weiteren elektronischen
Bauteilen 5 - auf der dem Inneren 11 der Dachbedieneinheit 1 zugewandten Fläche der
Leiterplatte 4 angeordnet ist. Zwischen der an der gehäusekörperseitigen Leiterplatte
4 angeordneten Mikrofonkapsel 10 einerseits und dem Gehäusedeckel 3 andererseits erstreckt
sich durch das Innere 11 der Dachbedieneinheit 1 ein Schallführungskanal 12 der Mikrofonanordnung
8, wobei dieser Schallführungskanal 12 an der Außenfläche des Gehäusedeckels 3 eine
Öffnung bildet.
[0023] Zwischen der der Mikrofonkapsel 10 zugewandten Kante des Schallführungskanals 12
ist eine Dichtung 13 angeordnet.
[0024] Der Schallführungskanal 12 der Mikrofonanordnung 8 verbindet die an der gehäusekörperseitigen
Leiterplatte 4 der Dachbedieneinheit 1 angeordnete Mikrofonkapsel 10 des Mikrofons
9 akustisch mit der Außenwelt bzw. dem Kraftfahrzeuginnenraum. Bei dem in den Figuren
1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Mikrofonanordnung
8 gleicht der Schallführungskanal 12 der Mikrofonanordnung 8 einem zylindrischen Rohr.
Die im Betrieb des Mikrofons 9 auftretenden Rohrresonanzen beruhen auf der Entstehung
von stehenden Wellen. Hierbei bildet sich am geschlossenen Ende des Rohrs bzw. des
Schallführungskanals 12, d.h. dort, wo sich die Mikrofonkapsel 10 des Mikrofons 9
befindet, ein Schalldruckmaximum aus, während sich am offenen Ende des zylindrischen
Rohrs bzw. des Schallführungskanals 12, d.h. an der den Gehäusedeckel 3 der Dachbedieneinheit
1 durchbrechenden Öffnung, ein Schallschnellemaximum ausbildet, sobald die Mikrofonanordnung
8 mit einer Frequenz angeregt wird, deren Wellenlänge einem Vierfachen der Länge des
zylindrischen Rohrs bzw. des Schallführungskanals 12 entspricht. Weitere Schalldruck-
und Schallschnellemaxima bilden sich bei ungeradzahligen Vielfachen dieser Frequenz
entlang der Rohrlänge aus. All diese Resonanzen führen zu einem entsprechend verzerrten
Frequenzgang des Mikrofons 9 der Mikrofonanordnung 8. Um diesen unerwünschten Effekt
zu unterdrücken, ist die erfindungsgemäße Mikrofonanordnung 8, wie sich insbesondere
aus den Figuren 3 bis 5 ergibt, im Bereich lokaler Schallschnellemaxima mit Dämpfungsmaterialelemente
in Form von Dämpfscheiben 14 ausgerüstet. Diese Dämpfscheiben 14 sind gezielt an denjenigen
Positionen innerhalb des Schallführungskanals 12 angeordnet, an denen sich innerhalb
des Schallführungskanals in Längsrichtung bei stehenden Wellen lokale Schallschnellemaxima
ausbilden, also bei X
i = L x (2i + 1) / (2n + 1), wobei X
i die Position des i-ten Schallschnellemaximums in Längsrichtung vom offenen Ende des
Schallführungskanals her gesehen ist mit i = 0, ... , n; L ist die Gesamtlänge des
Schallführungskanals und n ∈ N
0 ist die Ordnung der Resonanz.
[0025] In Figur 3 ist eine Mikrofonanordnung 8 in einer Ausführungsform gezeigt, deren Schallführungskanal
12 eine Länge aufweist, die etwa Λ/4 entspricht. Entsprechend ist die Dämpfscheibe
4 im Falle des Schallführungskanals 12 der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform
der Mikrofonanordnung 8 in der den Gehäusedeckel 3 durchbrechenden Öffnungsfläche
angeordnet, in der das Schallschnellemaximum der stehenden Welle sich befindet.
[0026] Im Falle der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform der Mikrofonanordnung 8, bei der
die Länge des Schallführungskanals 12 der Mikrofonanordnung 3 Λ/4 beträgt, ist jeweils
eine Dämpfscheibe 14 am ersten Schallschnellemaximum und am zweiten Schallschnellemaximum
angeordnet, wobei letzteres in der den Gehäusedeckel 3 der Dachbedieneinheit 1 durchbrechenden
Öffnung des Schallführungskanals 12 vorliegt.
[0027] Entsprechend sind bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform der Mikrofonanordnung
8, bei der die Länge des Schallführungskanals 12 etwa 5 Λ/4 beträgt, im ersten Schallschnellemaximum,
im zweiten Schallschnellemaximum und im dritten Schallschnellemaximum jeweils eine
Dämpfscheibe 14 angeordnet, wobei das dritte Schallschnellemaximum im Bereich der
den Gehäusedeckel 3 durchbrechenden Öffnung des Schallführungskanals 12 vorliegt.
[0028] Das die Dämpfscheiben 14 ausbildende Dämpfungsmaterial besteht beispielsweise aus
einem offenporigen Schaumstoff, wie beispielsweise Basotect, oder einem anderen Werkstoff,
mittels dem die Bewegungsenergie von durch diesen Werkstoff hindurchströmenden Luftmolekülen
in Wärmeenergie umwandelbar und dadurch die Schallschnellebewegung dämpfbar ist. Als
geeignete Werkstoffe hierfür haben sich auch Glaswolle und Schäume sowie gesinterte
Metalle, z.B. Felt-Metal, herausgestellt. Einige dieser Werkstoffe sind darüber hinaus
geeignet, die den Gehäusedeckel 3 der Dachbedieneinheit 1 durchbrechende Öffnung des
Schallführungskanals 12 der Mikrofonanordnung 8 mit einem vergleichsweise biegesteifen
Berührungsschutz zu versehen, wenn die dort angeordnete Dämpfscheibe 14 aus dem betreffenden
Werkstoff hergestellt ist.
[0029] Die aus diesem Dämpfungsmaterial bzw. -werkstoff ausgebildeten Dämpfscheiben 14 sind
gerade dick genug, um im Bereich des Schallschnellemaximums eine ausreichende Reduktion
der Schallschnelle der stehenden Welle herbeizuführen; gleichzeitig sind die Dämpfscheiben
14 aber dünn genug, um den durch sie als einfallende Welle hindurchtretenden Schall
insgesamt nicht zu stark zu dämpfen.
[0030] Bei vergleichsweise langen Schallführungskanälen 12 und/oder bei einer frequenzmäßig
breitbandigen Anwendung müssen entsprechend viele Dämpfscheiben 14 eingesetzt werden.
Hierdurch könnte eine unerwünscht hohe Gesamtdämpfung entstehen. Um diesem Effekt
entgegenzuwirken, kann der Schallführungskanal 12 der erfindungsgemäßen Mikrofonanordnung
8 gemäß den in den Figuren 6 bis 10 gezeigten Ausführungsformen derart ausgestaltet
sein, dass der Schall im Bereich des Gehäusedeckels 3 der Dachbedieneinheit 1 durch
einen als Horn bzw. Trichter ausgestalteten Öffnungsbereich des Schallführungskanals
12 durch den Gehäusedeckel 3 aus der Dachbedieneinheit 1 herausgeführt wird.
[0031] Im Falle der in Figur 6 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mikrofonanordnung
8 erweitert sich der Schallführungskanal 12 ausgehend von der Mikrofonkapsel 10 in
Form eines konischen Trichters. Im Falle der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform
der Mikrofonanordnung 8 erfolgt die Erweiterung des Schallführungskanals 12 ausgehend
von der Mikrofonkapsel 10 in Form eines stufenförmigen Trichters.
[0032] Entsprechend erfolgt die Erweiterung des Schallführungskanals 12 im Falle der in
Figur 8 dargestellten Ausführungsform der Mikrofonanordnung 8 ausgehend von der Mikrofonkapsel
10 in Form eines exponentiellen Trichters.
[0033] In den Figuren 9 und 10 sind insoweit unterschiedliche Ausführungsformen der Schallführungskanäle
12 zweier dort gezeigter Mikrofonanordnungen 8 dargestellt, als sich im Falle der
in Figur 9 gezeigten Mikrofonanordnung 8 der Schallführungskanal 12 ausgehend von
der Mikrofonkapsel 10 über die gesamte Länge des Schallführungskanals 12 trichterförmig
erweitert, wohingegen im Falle der in Figur 10 gezeigten Ausführungsform der Mikrofonanordnung
8 die trichterförmige Erweiterung des Schallführungskanals 12 erst in einem vergleichsweise
großen Abstand von der Mikrofonkapsel 10 beginnt.
1. Mikrofonanordnung für den Innenraum eines Kraftfahrzeugs, mit einem Mikrofon (9),
das eine Mikrofonkapsel (10) aufweist, die auf einer Leiterplatte (4) angeordnet ist,
die im Inneren (11) einer im Innenraum des Kraftfahrzeugs angeordneten Baugruppe (1),
z.B. im Inneren (11) einer Dachbedieneinheit (1), untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrofonanordnung (8) einen Schallführungskanal (12) aufweist, mittels dem die
Mikrofonkapsel (10) des Mikrofons (9) akustisch mit einer Außenfläche der Baugruppe
(1) verbunden ist, und dass der Schallführungskanal (12) an einer oder an mehreren
Positionen Dämpfungsmaterialelemente (14) aufweist, mittels denen Resonanzen des Schallführungskanals
(12) unterdrückbar sind.
2. Mikrofonanordnung nach Anspruch 1, deren Dämpfungsmaterialelemente (14) als Dämpfscheiben
(14) ausgebildet und im Schallführungskanal(12) an den seinen Schallschnellemaxima
entsprechenden Positionen angeordnet sind.
3. Mikrofonanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Dämpfungsmaterial der Dämpfungsmaterialelemente
(14) ein Werkstoff, z.B. ein offenporiger Schaumstoff wie Basotect, Glaswolle, gesintertes
Metall wie Felt-Metal, ist, mittels dem Schallschnellebewegungsenergie in thermische
Energie umwandelbar ist.
4. Mikrofonanordnung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die Dickenabmessung der Dämpfscheiben
(14) gerade so bemessen ist, dass mittels der Dämpfscheiben (14) eine ausreichende
Dämpfung der Resonanz durch eine stehende Welle und eine hinreichend geringe Dämpfung
einer einmalig durch die Dämpfscheibe (14) hindurchtretenden Schallwelle bewirkbar
ist.
5. Mikrofonanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Werkstoff des Dämpfungsmaterials
ausreichend biegesteif ist, um am der Außenfläche der Baugruppe (1) zugeordneten Endabschnitt
des Schallführungskanals (12) einen Berühr- bzw. Eindringschutz zu realisieren.
6. Mikrofonanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Querschnitt des Schallführungskanals
(12) über dessen Länge konstant ist.
7. Mikrofonanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der sich der Querschnitt des
Schallführungskanals (12) mit zunehmendem Abstand zur Mikrofonkapsel (10) vergrößert.
8. Mikrofonanordnung nach Anspruch 7, bei der der Schallführungskanal (12) trichterförmig
ist und der Trichterumfang am der Mikrofonkapsel (10) abgewandten äußeren Ende des
Schallführungskanals (12) größer als die zu nutzende Wellenlänge ist.
9. Mikrofonanordnung nach Anspruch 8, bei der die Länge des trichterförmigen Schallführungskanals
(12) größer als die Hälfte der zu nutzenden Wellenlänge ist.
10. Mikrofonanordnung nach Anspruch 8 oder 9, bei der sich der Querschnitt des trichterförmigen
Schallführungskanals (12) mit zunehmendem Abstand zur Mikrofonkapsel (10) linear,
konisch, stufenweise, exponentiell, bilinear oder hyperbolisch erweitert.
11. Mikrofonanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der sich der Querschnitt des
Schallführungskanals (12) ab einem vorgebbaren Abstand zur Mikrofonkapsel (10) trichterförmig
erweitert.
12. Mikrofonanordnung nach Anspruch 11, bei der sich an der Position des Übergangs zwischen
konstantem und sich erweiterndem Querschnitt eine Dämpfscheibe befindet.