[0001] Die Erfindung betrifft eine doppelseitige Ringspinnmaschine mit Streckwerken auf
jeder Maschinenseite, die mehrere in Laufrichtung eines Faserbandes hintereinander
angeordnete, mit unterschiedlichen Drehzahlen rotierende Streckwerksunterwalzen aufweisen,
welche durch maschinenendseitig angeordnete Antriebseinrichtungen sowie wenigstens
eine zusätzliche Hilfsantriebseinrichtung beaufschlagbar sind, wobei die Streckwerke
jeweils Teil einer Arbeitsstelle sind, von denen auf jeder Maschinenseite mehrere
nebeneinander angeordnet sind und die Hilfsantriebseinrichtung so ausgebildet ist,
dass sie in die Ringspinnmaschine einschaltbar ist, ohne dass die Teilung der Arbeitsstellen
der Ringspinnmaschine erhöht oder eine der Arbeitsstellen entfallen muss.
[0002] Bei modernen Ringspinnmaschinen, die oft mit tausend und mehr Arbeitsstellen ausgestattet
sind und bei denen entsprechend die Streckwerksunterwalzen der Streckwerke eine große
Länge aufweisen, tritt bekanntlich das Problem auf, dass die Streckwerksunterwalzen
unter der Last des aufgebrachten Drehmomentes sowie der einwirkenden, unterschiedlichen
Drehwiderstände unterschiedlich tordieren.
[0003] Ab welcher Länge der Streckwerksunterwalzen dieses Problem verstärkt auftritt, hängt
dabei von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise dem Walzendurchmesser, der Lagerreibung,
der Hemmung durch gezogene Riemchen usw., ab. Wenngleich sich diese unterschiedlichen
Torsionen beim normalen Lauf der Streckwerke kaum nachteilig auswirken, führen sie
bei Beschleunigungen und/oder Verzögerungen der Streckwerksunterwalzen, wie dies zum
Beispiel beim Anlaufen und beim Auslaufen der Streckwerke der Fall ist, oft zu Verzugsfehlern.
Das heißt, je nachdem, ob die Torsion einer Streckwerksunterwalze vor- oder nachlaufend
ist, ergeben sich im Garn Dünn- oder Dickstellen, was beim produzierten Garn zu Qualitätseinbußen
oder gar zu Fadenbrüchen führen kann.
[0004] In der Vergangenheit sind daher bereits verschiedene Einrichtungen vorgeschlagen
worden, mit denen unterschiedliche Torsionen in den Unterwalzen eines Streckwerkes
großer Länge verhindert oder zumindest auf einen unschädlichen Betrag vermindert werden
sollen. In der
DE 26 41 434 A1 sind beispielsweise verschiedene Ausführungsformen solcher Einrichtungen beschrieben.
[0005] In einer ersten Ausführungsform wird zum Beispiel vorgeschlagen, das Streckwerk einer
Ringspinnmaschine auf einer Seite mit einem Streckwerksantrieb und auf der dem Streckwerksantrieb
gegenüberliegenden Seite der Ringspinnmaschine mit einem Hilfsgetriebe auszustatten.
Durch das Hilfsgetriebe soll dabei sichergestellt werden, dass die Winkelstellungen
der Streckwerksunterwalzen auch beim Anlauf, beim Auslauf oder beim Stillstand des
Streckwerkes aufrechterhalten bleiben.
[0006] Bei einer derartigen Konstruktion muss allerdings gewährleistet sein, dass eine Änderung
der Verzugsverhältnisse im Hauptgetriebe des Streckwerks, etwa bei einer Änderung
der Garnnummer, entsprechend auch im Hilfsgetriebe vorgenommen wird. Dies führt nicht
nur zu zusätzlicher Mehrarbeit, sondern stellt auch eine gefährliche Fehlerquelle
dar, die zu erheblichen Beschädigung des Streckwerkes führen kann.
[0007] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird vorgeschlagen, an der dem Streckwerksantrieb
gegenüberliegenden Seite der Streckwerksunterwalzen anstelle eines Hilfsgetriebes
Hilfsmotoren zu installieren, durch die Drehmomente in die Streckwerksunterwalzen
eingeleitet werden können.
[0008] Im Zusammenhang mit Ringspinnmaschinen sehr großer Länge wird in einem dritten Ausführungsbeispiel
außerdem vorgeschlagen, annähernd in der Längsmitte der Streckwerke einen weiteren
zusätzlichen Streckwerksantrieb anzuordnen. Eine solche Anordnung eines Streckwerkantriebes
im Bereich der Längsmitte der Streckwerksunterwalzen hat allerdings den nicht unerheblichen
Nachteil, dass die Abfolge der Teilung der Arbeitsstellen an dieser Stelle unterbrochen
wird. Das heißt, bei einer solchen Ausführungsform wird nicht nur der Aufbau der Ringspinnmaschine
deutlich verkompliziert, sondern es werden, insbesondere, wenn Vorrichtungen zum selbsttätigen
Wechsel der Vorgarnspulen und/oder der Spinnkopse vorgesehen sind, noch weitere zum
Teil recht aufwendige und kostenintensive Maßnahmen notwendig.
[0009] Auch in der
DE 100 40 420 A1 sind verschiedene Ausführungsformen von Streckwerksanordnungen für Ringspinnmaschinen
beschrieben.
[0010] Bei allen Ausführungsformen wird mindestens eine der Streckwerksunterwalzen an mehr
als zwei Antriebsstellen entlang ihrer Länge angetrieben. Das heißt, bei diesen bekannten
Streckwerksanordnungen wird ausdrücklich auf einen Streckwerks-Hauptantrieb am Ende
der Streckwerksunterwalzen verzichtet, der Antrieb der Streckwerksunterwalzen erfolgt
ausschließlich durch mehrere bezüglich der Streckwerksunterwalzen verteilt angeordnete
Einzelantriebe.
[0011] Die in der
DE 100 40 420 A1 beschriebenen Ausführungsformen haben sich allerdings nicht bewährt und entsprechend
keinen Eingang in die Praxis gefunden.
[0012] Diese Aussage gilt, zumindest teilweise, auch für die durch die
WO 2007/057148 A2 bekannten Ausführungsformen von Ringspinnmaschinen-Streckwerke. In der
WO 2007/057148 A2 ist beispielsweise eine Ringspinnmaschine mit langen Streckwerken beschrieben. Die
Streckwerke verfügen dabei sowohl über eine maschinenendseitig angeordnete Streckwerks-Hauptantriebsvorrichtung,
als auch über mehrere, über die Länge der Streckunterwalzen verteilt angeordnete Hilfsantriebsvorrichtungen.
Die Hilfsantriebsvorrichtungen bzw. deren Übertragungsorgane weisen dabei eine so
schmale Ausbildung auf, dass es möglich ist, die Hilfsantriebsvorrichtungen zwischen
den Arbeitsstellen an den Streckwalzen angreifen zu lassen, ohne dass die Teilungsabstände
der Arbeitsstellen der Ringspinnmaschine erhöht werden oder Arbeitsstellen entfallen
müssen.
[0013] Die in der
WO 2007/057148 A2 offenbarten Ausführungsbeispiele für schmale, zwischen den Arbeitsstellen einer Ringspinnmaschine
positionierbare Hilfsantriebsvorrichtungen sind allerdings sehr schematisch und für
den Fachmann in der Praxis kaum nachvollziehbar. Es sind bislang auch keine Ringspinnmaschinen
bekannt, deren Streckwerke die in der
WO 2007/057148 A2 angedeuteten Hilfsantriebsvorrichtungen aufweisen.
[0014] Die
WO 2012/004779 A2 offenbart eine doppelseitige Ringspinnmaschine mit einer Hilfsantriebseinrichtung
für die Streckwerksunterwalzen. Die Hilfsantriebseinrichtung verfügt über einen elektromotorischen
Antrieb, ein Hauptgetriebe und zwei Verteilergetriebe, wobei eines der Verteilergetriebe
einer Streckwerksunterwalze der auf der einen Maschinenseite angeordneten Streckwerke
und das andere Verteilergetriebe einer Streckwerksunterwalze der auf der anderen Maschinenseite
angeordneten Streckwerke zugeordnet sind.
[0015] Ausgehend vom vorstehend beschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine mit langen Streckwerken ausgestattete Ringspinnmaschine zu
schaffen, deren Streckwerksunterwalzen so angetrieben werden, dass Torsionen der Streckwerksunterwalzen
weitestgehend vermieden werden, wobei eine zusätzliche Hilfsantriebseinrichtung so
ausgebildet und positioniert ist, dass weder die Teilung der Arbeitsstellen der Ringspinnmaschine
erhöht werden noch eine der Arbeitsstellen entfallen muss.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine doppelseitige Ringspinnmaschine mit
Streckwerken auf jeder Maschinenseite, die mehrere in Laufrichtung eines Faserbandes
hintereinander angeordnete, mit unterschiedlichen Drehzahlen rotierende Streckwerksunterwalzen
gelöst aufweisen. Die Streckwerksunterwalzen sind durch maschinenendseitig angeordnete
Antriebseinrichtungen sowie wenigstens eine zusätzliche Hilfsantriebseinrichtung beaufschlagbar.
Auf jeder Maschinenseite sind mehrere Arbeitsstellen nebeneinander angeordnet. Dabei
sind die Streckwerke jeweils Teil einer Arbeitsstelle. Erfindungsgemäß verfügt die
Hilfsantriebseinrichtung über einen elektromotorischen Antrieb, ein Hauptgetriebe
und zwei Verteilergetriebe. Das eine der Verteilergetriebe ist einer Streckwerksunterwalze
der auf der einen Maschinenseite angeordneten Streckwerke und das andere Verteilergetriebe
ist einer Streckwerksunterwalze der auf der anderen Maschinenseite angeordneten Streckwerke
zugeordnet. Die Verteilergetriebe sind jeweils mit einer Befestigungseinrichtung ausgestattet,
die an einer Lagerstelle an einem ersten Zwischenraum zwischen zwei Arbeitsstellen
zur Lagerung der Verteilergetriebe mit der jeweiligen Streckwerksunterwalze verbunden
ist. Weiter sind jeweils die Verteilergetriebe an einer Antriebsstelle an einem zweiten
Zwischenraum zwischen zwei Arbeitsstellen mit der jeweiligen Streckwerksunterwalze
zur Übertragung eines Drehmomentes verbunden.
[0017] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0018] Erfindungsgemäß werden also die Funktion der Lagerung und der Momentenübertragung
voneinander getrennt. Die Antriebsstelle ist so ausgebildet, dass ein Drehmoment übertragen
wird. Die Lagerfunktion kann an dieser Stelle aufgrund der vorhandenen Befestigungseinrichtung
ganz oder teilweise entfallen. Dadurch kann die Verbindung des Verteilergetriebes
mit der Streckwerksunterwalze und der Antriebstelle entsprechend schmal ausgebildet
werden. Die Lagerfunktion wird von der Befestigungseinrichtung übernommen. Die Befestigungseinrichtung
gewährleistet eine sichere Fixierung der Hilfsantriebseinrichtung während des Spinnbetriebes
sowohl in radialer als auch in axialer Richtung. Die Befestigungseinrichtung muss
kein Drehmoment übertragen, sondern dient nur der Lagerung. Dadurch kann die Verbindung
zwischen der Befestigungseinrichtung und der Streckwerksunterwalze an der Lagerstelle
entsprechend schmal ausgebildet werden.
[0019] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung und Anordnung der Hilfsantriebseinrichtung
kann damit nicht nur ein weitestgehend torsionsfreier Betrieb der langen Streckwerksunterwalzen
der Streckwerke der Ringspinnmaschine sichergestellt und damit gewährleistet werden,
dass der Betrieb der Arbeitsstellen der Ringspinnmaschine während des Spinnprozesses
in keiner Weise negativ beeinflusst wird, sondern die erfindungsgemäß ausgebildete
Hilfsantriebseinrichtung kann aufgrund ihrer kompakten Ausbildung auch problemlos
an nahezu jeder Stelle in die Streckwerke einer Ringspinnmaschine eingefügt werden.
Die kompakte Ausbildung wird ferner dadurch erreicht, dass der Antrieb und das Hauptgetriebe
für beide Maschinenseiten gemeinsam verwendet werden.
[0020] Es ist dabei selbstverständlich auch möglich, mehrere Hilfsantriebseinrichtungen
gleichzeitig in die Streckwerke einer Ringspinnmaschine einzuschalten, wobei durch
den Einsatz einer Mehrzahl von Hilfsantriebseinrichtungen beispielsweise eine Verminderung
der Durchmesser der Streckwerksunterwalzen realisiert werden kann, ohne dass die Gefahr
erhöhter Torsionen mit deren nachteiligen Folgen entsteht.
[0021] Aufgrund der kompakten Ausbildung der Hilfsantriebsvorrichtung ist außerdem gewährleistet,
dass auch bei eingeschalteter Hilfsantriebsvorrichtung weder die Spindelteilung der
Ringspinnmaschine erhöht werden muss, noch Arbeitsstellen entfallen müssen.
[0022] Erfindungsgemäß ist die Hilfsantriebsvorrichtung über Verteilergetriebe an eine der
Streckwerksunterwalzen angeschlossen und dabei mittels einer Befestigungseinrichtung
so gesichert, dass nicht nur Antriebsenergie an der Antriebsstelle übertragen werden
kann, sondern dass zuverlässig auch das Reaktionsmoment der übertragenen Energie absorbiert
wird.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die jeweilige
Befestigungseinrichtung an einer weiteren Lagerstelle an einem dritten Zwischenraum
zwischen zwei Arbeitsstellen zur Lagerung der Verteilergetriebe mit der jeweiligen
Streckwerksunterwalze verbunden. Die Verteilung der Lagerkräfte auf zwei Lagerstellen
kommt der schmalen Ausbildung der Verbindung zwischen der Befestigungseinrichtung
und der Streckwerksunterwalze entgegen. Vorzugsweise befindet sich die Antriebstelle
mittig zwischen den beiden Lagerstellen. Die Lagerstellen sind damit symmetrisch zur
Antriebsstelle angeordnet. Das schafft sowohl eine optimale Lagerung als auch eine
optimale Drehmomentübertragung. Die Antriebsstelle wird zuverlässig von Lagerkräften
entlastet.
[0024] Vorzugsweise ist die Hilfsantriebseinrichtung an die Mittelunterwalzen der Streckwerke
einer Ringspinnmaschine angeschlossen. Der Anschluss der Hilfsantriebseinrichtung
an die Mittelunterwalzen der Streckwerke ist insbesondere deshalb sehr empfehlenswert,
weil durch die Mittelunterwalzen Streckwerksriemchen bewegt werden, die beim Gleiten
über die Umlenkkanten der Riemchenkäfige relativ hohe Widerstände zu überwinden haben,
was zu einer verhältnismäßig hohen Torsionsbelastung der betroffenen Streckwerksunterwalzen
führt.
[0025] Es kann jedoch ebenfalls empfehlenswert sein, eine Hilfsantriebsvorrichtung an eine
der anderen Streckwerksunterwalzen eines Ringspinnmaschinen-Streckwerkes anzuschließen.
In alternativer Ausführungsform kann eine Hilfsantriebseinrichtung beispielsweise
auch an die Eingangsunterwalzen oder an die Ausgangsunterwalzen der Streckwerke einer
Ringspinnmaschine angeschlossen sein.
[0026] Des Weiteren ist es selbstverständlich auch möglich, an alle Streckwerksunterwalzen
der Streckwerke einer Ringspinnmaschine jeweils eine Hilfsantriebseinrichtung anzuschließen.
Auch der gleichzeitige Einsatz mehreren Hilfsantriebseinrichtungen pro Streckwerksunterwalze
kann sehr vorteilhaft sein.
[0027] In weiterer vorteilhafter Ausführungsform wird außerdem vorgeschlagen, dass das Hauptgetriebe
und die Verteilergetriebe jeweils über ein Kreuzgelenk verbunden sind, das vorzugsweise
durch ein Gehäuse abgedeckt ist. Die Anordnung eines solchen Kreuzgelenkes zwischen
dem Hauptgetriebe und den Verteilergetrieben hat insbesondere den Vorteil, dass bei
einem Wechsel des Verteilergetriebes kein aufwendiges Ausrichten der Verteilergetriebe
in Bezug auf das Hauptgetriebe notwendig wird. Durch das zugehörige Gehäuse wird dabei
außerdem verhindert, dass das Kreuzgelenk durch die in Spinnereien üblichen Umweltbedingungen
frühzeitig geschädigt werden kann. Das heißt, das Gehäuse schützt das Kreuzgelenk
zuverlässig vor Verflugung und/oder Verstaubung, was sich sehr vorteilhaft sowohl
auf die Funktionsfähigkeit als auch auf die Lebensdauer des Kreuzgelenks auswirkt.
[0028] Da die Drehzahlen solcher durch eine Hilfsantriebseinrichtung unterstützten Streckwerksunterwalzen
durch die Hauptantriebseinrichtung der Streckwerke vorgegeben ist und die Drehzahlen
der verschiedenen Streckwerksunterwalzen in aller Regel sehr unterschiedlich sind,
ist es notwendig, dass die Verteilergetriebe jeweils mit dem richtigen Untersetzungsverhältnis
arbeiten.
[0029] In vorteilhafter Ausführungsform weisen die Verteilergetriebe deshalb jeweils eine
Getriebeuntersetzung auf, die auf die Drehzahl der zugehörigen Streckwerksunterwalze
abgestimmt ist. Durch die Auswahl eines Verteilergetriebes mit passender Getriebeuntersetzung
ist es somit leicht möglich, die Hilfsantriebseinrichtung exakt auf die Drehzahl der
zu unterstützten Streckwerksunterwalze anzupassen.
[0030] Die jeweilige Streckwerksunterwalze kann an der Antriebstelle ein Wellenritzel zur
Übertragung des Drehmomentes von dem Verteilergetriebe auf die jeweilige Streckwerksunterwalze
aufweisen. Das Wellenritzel kann als ein in die Streckwerksunterwalze eingearbeitetes
Zahnrad ausgebildet sein, in das ein Zahnrad des Verteilergetriebes eingreift. Das
Drehmoment kann problemlos übertragen werden. Es erfolgt an der Antriebsstelle jedoch
keine axiale Abstützung. Eine radiale Abstützung erfolgt nur in begrenztem Maße. Die
axiale und radiale Abstützung erfolgt erfindungsgemäß durch die Befestigungseinrichtung.
[0031] In vorteilhafter Ausführungsform ist außerdem vorgesehen, dass die Befestigungseinrichtung
für die Hilfsantriebseinrichtung am Gehäuse des Verteilergetriebes festgelegte Arretierungselemente
aufweist, die endseitig jeweils mit einer Lagerstütze zur Verbindung der Befestigungseinrichtung
mit der jeweiligen Streckwerksunterwalze an der Lagerstelle ausgestattet sind. Die
Lagerstützen sind dabei vorzugsweise jeweils mit einem Rotationslager ausgestattet,
wobei als Rotationslager entweder Gleitlager oder Wälzlager Verwendung finden können.
Über die Arretierungselemente und die Lagerstützen der Befestigungseinrichtung ist
das Verteilergetriebe dabei jeweils zuverlässig an die betreffende Streckwerksunterwalze
des Streckwerkes angeschlossen.
[0032] Die Ringspinnmaschine weist vorzugsweise Stanzen auf, auf denen die Streckwerksunterwalzen
gelagert sind und die Hilfsantriebseinrichtung ist vorzugsweise zwischen zwei benachbarten
Stanzen angeordnet.
[0033] Des Weiteren ist die Befestigungseinrichtung mit Zug- und/oder Druckelementen ausgestattet,
über die die Befestigungseinrichtung mit den benachbarten Stanzen verbunden ist. Das
heißt, durch die Zug- und/oder Druckelemente wird zuverlässig vermieden, dass Kräfte
auf die Befestigungseinrichtung eingeleitet werden können, die letztendlich zu Schäden
am Verteilergetriebe führen könnten. Die Zug- und/oder Druckelemente nehmen vorzugsweise
Axialkräfte auf.
[0034] In vorteilhafter Ausführungsform ist außerdem vorgesehen, dass der elektromotorische
Antrieb der Hilfsantriebsvorrichtung als Asynchronmotor ausgebildet ist. Derartige
Asynchronmotoren stellen bewährte und in der Textilmaschinenindustrie vielfach im
Einsatz befindliche Antriebsaggregate dar, die außerdem im zuständigen Fachhandel
als Serienbauteile relativ kostengünstig zu erwerben sind.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0036] Es zeigt:
- Fig. 1
- in Seitenansicht eine doppelseitige Ringspinnmaschine, mit langen Streckwerken, bei
denen wenigstens eine der Streckwerksunterwalzen über eine Hilfsantriebseinrichtung
verfügt,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf die Streckwerke einer doppelseitigen Ringspinnmaschine,
wobei an die Mittelunterwalze der Streckwerke eine Hilfsantriebseinrichtung angeschlossen
ist,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäß ausgebildete Hilfsantriebseinrichtung, deren
Verteilergetriebe an die Mittelunterwalzen der Streckwerke einer Ringspinnmaschine
angeschlossen sind,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der in Fig. 3 dargestellten, erfindungsgemäß ausgebildeten
Hilfsantriebseinrichtung.
[0037] Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einer doppelseitigen Ringspinnmaschine 1, die im
Bereich ihrer Maschinenlängsseiten jeweils mit einer Vielzahl von identischen Arbeitsstellen
2 ausgestattet ist.
[0038] Die Arbeitsstellen 2 weisen jeweils, wie bekannt, stationär angeordnete Einrichtungen,
beispielsweise ein Streckwerk 3 und eine Spindelbank 4 sowie vertikal verschiebbar
gelagerte Einrichtungen, wie zum Beispiel eine Ringbank 11, einen Ballonbegrenzungsring
12 und einen Fadenführer 13 auf.
[0039] Die Arbeitsstellen 2 solcher Ringspinnmaschinen 1 sind in der Regel außerdem mit
einem Gatter 14 ausgestattet, an dem Vorgarnspulen 15, so genannte Flyerspulen, hängen,
die auf den Arbeitsstellen 2 zu Spinnkopsen verarbeitet werden. Die Hülsen der Spinnkopse
rotieren während des Spinnprozesses mit auf der Spindelbank 4 angeordneten Spindeln
5. Wie ersichtlich, verfügen solche Ringspinnmaschinen 1 des Weiteren über so genannte
Kopswechseleinrichtungen 6, welche jeweils an einem Greiferbalken 8 angeordnete Greifvorrichtungen
7 aufweisen, mit denen fertiggestellte Spinnkopse auf eine maschinenlange Transporteinrichtung
9 und frische Leerhülsen auf die Spindeln 5 der Spindelbank 4 überführt werden können.
[0040] Wie bekannt, ist die Ringspinnmaschine 1 außerdem auf beiden Maschinenlängsseiten
jeweils mit einem Absaugkanal 16 ausgestattet, auf dem so genannte Stanzen 10 befestigt
sind. Auf den Stanzen 10 sind über Lagerschlitten 17 die Streckwerksunterwalzen 21,
22, 23 eines Streckwerks 3 gelagert.
[0041] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist das Streckwerk 3, wie insbesondere anhand
der Fig. 2 verdeutlicht, drei Streckwerksunterwalzen, nämlich die Eingangsunterwalze
21, die Mittelunterwalze 22 und die Ausgangsunterwalze 23 auf. Die zugehörigen Streckwerksoberwalzen
24 sind, wie üblich, in einem Trag- und Belastungsarm 19 gelagert, der begrenzt beweglich
an einem Lagerrohr 20 befestigt ist, welches seinerseits an den Stanzen 10 festgelegt
ist. Durch die Stanzen 9 erstrecken sich außerdem zwei in Maschinenlängsrichtung verlaufende,
parallele Trag- und Stabilisierungsrohre 25.
[0042] Die Fig. 2 zeigt stark schematisch eine Draufsicht auf die Streckwerke 3 einer doppelseitigen
Ringspinnmaschine 1.
[0043] Solche doppelseitigen Ringspinnmaschinen 1 weisen im Bereich jeder ihrer beiden Maschinenlängsseiten
jeweils eine nebeneinander angeordneter Streckwerke 3 auf. Die Streckwerke 3 verfügen
dabei auf jeder Maschinenlängsseite über eine Eingangsunterwalze 21, eine Mittelunterwalze
22 und eine Ausgangsunterwalze 23. Die Streckwerksunterwalzen 21, 22, 23 sind, wie
üblich, über (in Fig. 2 nicht dargestellte) Lagerschlitten 17 auf Stanzen 10 rotierbar
gelagert, die entlang der Ringspinnmaschinen 1 in regelmäßigen Abständen angeordnet
sind. Der rotatorische Antrieb der Streckwerksunterwalzen 21, 22, 23 erfolgt mittels
eines maschinenanfangsseitig angeordneten Hauptantriebs 26 sowie eines auf der gegenüberliegenden
Maschinenendseite der Ringspinnmaschinen 1 angeordneten Synchronantriebs 27. Wie in
Fig. 2 weiter angedeutet, ist im Mittelbereich M der Ringspinnmaschine 1 mit der Länge
L außerdem eine erfindungsgemäß ausgebildete Hilfsantriebseinrichtung 28 installiert,
die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel an die Mittelunterwalzen 22 der Streckwerke
3 angeschlossen ist.
[0044] Wie angedeutet, weist die Hilfsantriebseinrichtung 28, die nachfolgend anhand der
Figuren 3 und 4 ausführlich beschrieben wird, einen elektromotorischen Antrieb 29,
ein Hauptgetriebe 30 sowie zwei Verteilergetriebe 31auf. Die Verteilergetriebe 31
sind dabei jeweils mittels einer Befestigungseinrichtung 33 an Lagerstellen 38 der
Mittelunterwalzen 22 der Streckwerke 3 angeschlossen.
[0045] Die Fig. 3 zeigt in Draufsicht und in einem größeren Maßstab eine zwischen zwei Stanzen
10 einer Ringspinnmaschine 1 eingeschaltete, erfindungsgemäß ausgebildete Hilfsantriebseinrichtung
28.
[0046] Wie ersichtlich, verfügt die Hilfsantriebseinrichtung 28 über einen elektromotorischen
Antrieb 29, vorzugsweise einen Asynchronmotor, der an ein Hauptgetriebe 30 angeschlossen
ist, welches vorzugsweise als Zahnradgetriebe ausgebildet ist. An das Hauptgetriebe
30 sind, jeweils über ein Kreuzgelenk 32, zwei Verteilergetriebe 31 angeschlossen,
die ihrerseits jeweils mit einer der Mittelunterwalzen 22 der Streckwerke 3 an der
Antriebsstelle 18 in Verbindung stehen. Das heißt, die Zahnradgetriebe der Verteilergetriebe
31 beaufschlagen jeweils ein auf den Mittelunterwalzen 22 angeordnetes, entsprechend
ausgebildetes Zahnrad und übertragen dabei ein durch die Hilfsantriebseinrichtung
28 erzeugtes Drehmoment auf die Mittelunterwalzen 22.
[0047] Wie ersichtlich, ist am Gehäuse 34 des Verteilergetriebes 31 eine Befestigungseinrichtung
33 installiert, deren Arretierungselemente 35 endseitig jeweils mit einer Lagerstütze
36 ausgestattet sind. In den Lagerstützen 36 sind Rotationslager, entweder Gleitlager
oder Rollenlager, angeordnet, in denen jeweils die zugehörige Mittelunterwalze 22
des Streckwerks 3 rotiert. Die Rotationslager bilden damit die Lagerstellen 38
[0048] Um während des Betriebes auftretende axiale Momente kompensieren zu können, sind
die Befestigungseinrichtungen 33 außerdem mit Zug- und/oder Druckelementen 37 ausgestattet,
über die die Befestigungseinrichtungen 33 an die benachbarten Stanzen 10 angeschlossen
sind.
[0049] Die Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Hilfsantriebseinrichtung 28.
[0050] Wie von der Fig. 3 bekannt, verfügt die Hilfsantriebseinrichtung 28 über einen elektromotorischen
Antrieb 29, vorzugsweise einen Asynchronmotor. Der elektromotorische Antrieb 29 ist
an ein Hauptgetriebe 30 angeschlossen, welches seinerseits über Kreuzgelenke 32 mit
zwei Verteilergetrieben 31 verbunden ist. Die beiden Verteilergetriebe 31 sind dabei
jeweils an die Mittelunterwalze 22 der Streckwerke 3 der Ringspinnmaschine 1 angeschlossen.
Das heißt, das vom elektromotorischen Antrieb 29 aufgebrachte Drehmoment wird über
das Hauptgetriebe 30 und die Verteilergetriebe 31 auf die Mittelunterwalzen 22 der
Streckwerke 3 übertragen.
[0051] Um die Verteilergetriebe 31 und damit die Hilfsantriebseinrichtung 28 insgesamt vor
schädlichen axialen Kräften zu schützen, sind die Verteilergetriebe 31 außerdem jeweils
mit einer Befestigungseinrichtung 33 ausgestattet. Das heißt, am Gehäuse 34 des Verteilergetriebes
31 sind Arretierungselemente 35 angeordnet, die ihrerseits jeweils endseitig über
eine Lagerstütze 36 verfügen, in denen Rotationslager angeordnet sind. In den Rotationslagern
sind die Mittelunterwalzen 22 des jeweils zugehörigen Streckwerks 3 abgestützt. Zur
Kompensation axialer Momente sind die Befestigungseinrichtungen 33 außerdem mit Zug-
und/oder Druckelementen 37 ausgestattet, über die die Befestigungseinrichtungen 33
an die benachbarten Stanzen 10 angeschlossen sind.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Ringspinnmaschine |
22 |
Mittelunterwalze |
| 2 |
Arbeitsstelle |
23 |
Ausgangsunterwalze |
| 3 |
Streckwerk |
24 |
Streckwerksoberwalze |
| 4 |
Spindelbank |
25 |
Trag- und Stabilisierungsrohr |
| 5 |
Spindel |
26 |
Hauptantrieb |
| 6 |
Kopswechseleinrichtung |
27 |
Synchronantrieb |
| 7 |
Greifvorrichtung |
28 |
Hilfsantriebseinrichtung |
| 8 |
Greiferbalken |
29 |
elektromotorischer Antrieb |
| 9 |
Transporteinrichtung |
30 |
Hauptgetriebe |
| 10 |
Stanze |
31 |
Verteilergetriebe |
| 11 |
Ringbank |
32 |
Kreuzgelenk |
| 12 |
Balloneinengungsring |
33 |
Befestigungseinrichtung |
| 13 |
Fadenführer |
34 |
Gehäuse |
| 14 |
Gatter |
35 |
Arretierungselement |
| 15 |
Vorgarnspule |
36 |
Lagerstütze |
| 16 |
Absaugkanal |
37 |
Zug- und/oder Druckelement |
| 17 |
Lagerschlitten |
38 |
Lagerstelle |
| 18 |
Antriebsstelle |
|
|
| 19 |
Trag- und Belastungsarm |
M |
Mittelbereich der Streckwerke der |
| 20 |
Lagerrohr |
|
Ringspinnmaschine |
| 21 |
Eingangsunterwalze |
L |
Länge der Maschine |
1. Doppelseitige Ringspinnmaschine (1) mit Streckwerken (3) auf jeder Maschinenseite,
die mehrere in Laufrichtung eines Faserbandes hintereinander angeordnete, mit unterschiedlichen
Drehzahlen rotierende Streckwerksunterwalzen (21, 22, 23) aufweisen, welche durch
maschinenendseitig angeordnete Antriebseinrichtungen (26, 27) sowie wenigstens eine
zusätzliche Hilfsantriebseinrichtung (28) beaufschlagbar sind, wobei auf jeder Maschinenseite
mehrere Arbeitsstellen (2) nebeneinander angeordnet sind, wobei die Streckwerke (3)
jeweils Teil einer Arbeitsstelle (2) sind,
wobei die Hilfsantriebseinrichtung (28) über einen elektromotorischen Antrieb (29),
ein Hauptgetriebe (30) und zwei Verteilergetriebe (31) verfügt, wobei eines der Verteilergetriebe
(31) einer Streckwerksunterwalze (21, 22, 23) der auf der einen Maschinenseite angeordneten
Streckwerke (3) und das andere Verteilergetriebe (31) einer Streckwerksunterwalze
(21, 22, 23) der auf der anderen Maschinenseite angeordneten Streckwerke (3) zugeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteilergetriebe (31) jeweils mit einer Befestigungseinrichtung (33) ausgestattet
sind, die an einer Lagerstelle (38) an einem ersten Zwischenraum zwischen zwei Arbeitsstellen
zur Lagerung der Verteilergetriebe (31) mit der jeweiligen Streckwerksunterwalze (21,
22, 23) verbunden ist, und dass die Verteilergetriebe (31) jeweils an einer Antriebsstelle
(18) an einem zweiten Zwischenraum zwischen zwei Arbeitsstellen (2) mit der jeweiligen
Streckwerksunterwalze (21, 22, 23) zur Übertragung eines Drehmomentes verbunden sind.
2. Ringspinnmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Befestigungseinrichtung (33) an einer weiteren Lagerstelle (38) an
einem dritten Zwischenraum zwischen zwei Arbeitsstellen (2) zur Lagerung der Verteilergetriebe
(31) mit der jeweiligen Streckwerksunterwalze (21, 22, 23) verbunden ist.
3. Ringspinnmaschine (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Antriebstelle (18) mittig zwischen den beiden Lagerstellen (38) befindet.
4. Ringspinnmaschine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptgetriebe (30) mit den Verteilergetrieben (31) jeweils über ein Kreuzgelenk
(32) verbunden ist, das vorzugsweise durch ein Gehäuse abgedeckt ist.
5. Ringspinnmaschine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilergetriebe (31) jeweils eine Getriebeuntersetzung aufweist, die auf die
Drehzahl der zugehörigen Streckwerksunterwalze (21, 22, 23) abgestimmt ist.
6. Ringspinnmaschine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Streckwerksunterwalze (21, 22, 23) an der Antriebstelle (18) ein Wellenritzel
zur Übertragung des Drehmomentes von dem Verteilergetriebe (31) auf die jeweilige
Streckwerksunterwalze aufweist.
7. Ringspinnmaschine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (33) am Gehäuse (34) des Verteilergetriebes (31) festgelegte
Arretierungselemente (35) aufweist, die endseitig jeweils mit einer Lagerstütze (36)
zur Verbindung der Befestigungseinrichtung (33) mit der jeweiligen Streckwerksunterwalze
(21, 22, 23) an der Lagerstelle (38) ausgestattet sind.
8. Ringspinnmaschine (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Lagerstütze (36) ein Rotationslager angeordnet ist.
9. Ringspinnmaschine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringspinnmaschine (1) Stanzen (10) aufweist, auf denen die Streckwerksunterwalzen
(21, 22, 23) gelagert sind und dass die Hilfsantriebseinrichtung (28) zwischen zwei
benachbarten Stanzen angeordnet ist.
10. Ringspinnmaschine (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (33) mit Zug- und/oder Druckelementen (37) ausgestattet
ist, über die die Befestigungseinrichtung (33) an die benachbarten Stanzen (10) angeschlossen
ist.
1. Double-sided ring spinning machine (1) with drafting systems (3) on each machine side,
which have several drafting system bottom rollers (21, 22, 23) rotating at different
speeds positioned one after the other in the running direction of a sliver which can
be acted upon by drive devices (26, 27) positioned at the machine ends as well as
at least one additional auxiliary drive device (28), whereby the drafting systems
(3) are each part of a workstation (2), of which several are positioned next to each
other at each side of the machine,
whereby the auxiliary drive device (28) has an electromotive drive (29), a main transmission
(30) and two distribution transmissions (31), in which case one of the distribution
transmissions (31) is assigned to a drafting system bottom roller (21, 22, 23) of
the drafting system (3) positioned on one machine side and the other distribution
transmission (31) to a drafting system bottom roller (21, 22, 23) of the drafting
system (3) positioned on the other machine side,
characterised in that,
that the distribution transmissions (31) are each fitted with fastening devices (33),
which are connected to the relevant drafting system bottom roller (21, 22, 23) at
a bearing position (38) at an initial empty space between two workstations for bearing
mounting of the distribution transmissions (31), and that the distribution transmissions
(31) are each connected on a drive position (18) at a second empty space between two
workstations (2) with the relevant drafting system bottom roller (21, 22, 23) for
transmission of a torque.
2. Ring spinning machine (1) according to claim 1, characterised in that the relevant fastening device (33) is connected to another bearing position (38)
at a third empty space between two workstations (2) for bearing mounting of the distribution
transmission (31) with the relevant drafting system bottom roller (21, 22, 23).
3. Ring spinning machine (1) according to claim 2, characterised in that the drive position (18) is positioned midway between the two bearing positions (38).
4. Ring spinning machine (1) according to one of the previous claims, characterised in that the main transmission (30) is connected with the distribution transmissions (31)
via a universal joint (32), which is preferably covered by a housing.
5. Ring spinning machine (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the distribution transmissions (31) each have a transmission reduction which is coordinated
with the speed of the associated drafting system bottom roller (21, 22, 23).
6. Ring spinning machine (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the relevant drafting system bottom roller (21, 22, 23) at the drive position (18)
has a shaft pinion for transmitting the torque from the distribution transmission
(31) to the relevant drafting system bottom roller.
7. Ring spinning machine (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the fastening device (33) has specified locking elements (35) at the housing (34)
of the distribution transmission (31), which are each fitted at the end at the bearing
position (38) with a bearing support (36) for connecting the fastening device (33)
with the relevant drafting system bottom roller (21, 22, 23).
8. Ring spinning machine (1) according to claim 7, characterised in that a rotation bearing is positioned in the bearing support (36).
9. Ring spinning machine (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the ring spinning machine (1) has dies (10) on which the drafting system bottom rollers
(21, 22, 23) are bearing mounted and that the auxiliary drive device (28) is positioned
between two neighbouring dies.
10. Ring spinning machine (1) according to claim 9, characterised in that the fastening devices (33) are also fitted with tensioning and/or pressure elements
(37), via which the fastening devices (33) are connected to the neighbouring dies
(10).
1. Métier à filer à anneaux double face (1) avec des bancs d'étirage (3) sur chaque côté
de la machine, qui présentent plusieurs cylindres inférieurs de banc d'étirage (21,
22, 23) disposés les uns derrière les autres dans le sens de déplacement d'un ruban
de fibres et tournant à des vitesses de rotation différentes, qui peuvent être alimentés
par des dispositifs d'entraînement (26, 27) disposés à l'extrémité de la machine,
ainsi que par au moins un dispositif d'entraînement auxiliaire supplémentaire (28),
plusieurs postes de travail (2) étant disposés l'un à côté de l'autre sur chaque côté
de la machine, les bancs d'étirage (3) faisant chacun partie d'un poste de travail
(2),
le dispositif d'entraînement auxiliaire (28) disposant d'un entraînement par moteur
électrique (29), d'une transmission principale (30) et de deux transmissions de distribution
(31), l'une des transmissions de distribution (31) étant associée à un rouleau inférieur
de banc d'étirage (21, 22, 23) des bancs d'étirage (3) disposés sur un côté de la
machine et l'autre transmission de distribution (31) étant associée à un rouleau inférieur
de banc d'étirage (21, 22, 23) des bancs d'étirage (3) disposés sur l'autre côté de
la machine,
caractérisé en ce
que les transmissions de distribution (31) sont chacune équipées d'un dispositif de fixation
(33) qui est relié au rouleau inférieur respectif (21, 22, 23) du banc d'étirage en
un point d'appui (38) situé dans un premier espace intermédiaire entre deux points
de travail pour le montage des transmissions de distribution (31), et que lesdites
transmissions de distribution (31) sont chacune reliées au rouleau inférieur respectif
(21, 22, 23) du banc d'étirage en un point d'entraînement (18) situé dans un deuxième
espace intermédiaire entre deux points de travail (2) pour la transmission d'un couple
de rotation.
2. Métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de fixation respectif (33) est relié au cylindre inférieur respectif
(21, 22, 23) du banc d'étirage en un autre point d'appui (38) sur un troisième espace
intermédiaire entre deux points de travail (2) pour l'appui des transmissions de distribution
(31).
3. Métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le point d'entraînement (18) se trouve au milieu entre les deux points d'appui (38).
4. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la transmission principale (30) est reliée à chacune des transmissions de distribution
(31) par un joint universel (32), de préférence recouvert par un carter.
5. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la transmission de distribution (31) présente à chaque fois une réduction de transmission
adaptée à la vitesse de rotation du cylindre inférieur du banc d'étirage (21, 22,
23) correspondant.
6. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cylindre inférieur respectif du banc d'étirage (21, 22, 23) présente, au point
d'entraînement (18), un pignon d'arbre pour la transmission du couple de la transmission
de distribution (31) au cylindre inférieur respectif du banc d'étirage.
7. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de fixation (33) présente des éléments d'arrêt (35) fixés sur le carter
(34) de la transmission de distribution (31), qui sont équipés à chaque extrémité
d'un support de palier (36) pour la liaison du dispositif de fixation (33) avec le
cylindre inférieur respectif du banc d'étirage (21, 22, 23) au niveau du point d'appui
(38).
8. Métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un palier de rotation est disposé dans le support de palier (36).
9. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit métier à filer à anneaux (1) présente des poinçons (10) sur lesquels sont montés
les cylindres inférieurs du banc d'étirage (21, 22, 23) et en ce que le dispositif d'entraînement auxiliaire (28) est disposé entre deux poinçons voisins.
10. Métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de fixation (33) est équipé d'éléments de traction et/ou de compression
(37) par lesquels le dispositif de fixation (33) est raccordé aux poinçons (10) voisins.