[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungssystem zum reversiblen Verbinden einer Jacke
mit einer Hose, insbesondere eines Anzugs mit einer Jacke und einer Hose, umfassend
einen Gürtelüberzug mit einem durch zwei im Wesentlichen parallele Stoffabschnitte
gebildeten Schlaufenabschnitt, der zumindest eine in einer Trageposition des Gürtelüberzugs
oben angeordnete erste Längskante und eine in einer Trageposition des Gürtelüberzugs
unten angeordnete zweite Längskante aufweist, und durch den zumindest ein Abschnitt
eines handelsüblichen Gürtels durchführbar ist, und an dem zumindest ein Verbindungsmittel
angeordnet ist, welches mit einem an der Jacke angeordneten, korrespondierenden Gegenverbindungsmittel
in Wirkverbindung bringbar ist.
[0002] Es sind verschiedene solcher Verbindungssysteme bekannt, welche insbesondere bei
Bekleidungen für Motorradfahrer Anwendung findet. Hierbei sind Jacke und Hose zumeist
aus Leder, Kunstleder, Textil oder dergleichen hergestellt und bilden zusammen einen
Anzug, der auch als Tourenkombination oder Kombi bezeichnet wird. Hierbei weist die
Hose an ihrem oberen Bund, insbesondere im Bereich eines anordenbaren Gürtels, Verbindungsmittel
auf, welche mit einem zumeist an einem unteren Bund einer Jacke angeordneten Gegenverbindungsmittel
verbunden werden kann, sodass Jacke und Hose aneinander befestigbar sind und somit
im Bereich zwischen Jacke und Hose stets eine Wind- und teils auch Feuchtigkeitsbarriere
geschaffen ist.
[0003] Eine solche Tourenkombination ist beispielsweise aus der
DE 7327941 bekannt. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass die Verbindungsmöglichkeit zwischen
Jacke und Hose auf lediglich einen einzigen Anzug bzw. eine einzige Anzugskombination
begrenzt ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verbindungssystem bereitzustellen,
das eine Anwendung der Verbindung zwischen Jacke und Hose bei verschiedenen, insbesondere
handelsüblichen Kleidungsstücken, wie Jeans, und zudem bei einer solchen Anwendung
sowohl eine langlebige und zur Aufnahme besonders großer Kräfte geeignete als auch
eine relativ wind- und feuchtigkeitsdichte Verbindung zwischen Jacke und Hose ermöglicht.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch ein Verbindungssystem mit den Merkmalen
des Hauptanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren offenbart.
[0006] Erfindungsgemäß ist das Verbindungsmittel in einem Bereich der zweiten Längskante
angeordnet, insbesondere im Bereich der in der Trageposition des Gürtelüberzugs unten
angeordneten zweiten Längskante. Unter dieser "unten" angeordneten Längskante ist
insbesondere diejenige Längskante zu verstehen, welche in der Trageposition des Gürtelüberzugs
den Hosenbeinen zugewandt ist, nicht der Jacke. Unter dem Begriff "Bereich" ist vorliegend
insbesondere die in der Trageposition untere Hälfte der Quererstreckung des Schlaufenabschnitts,
also senkrecht zur Längserstreckung eines Gürtels, zu verstehen, das heißt ein Abschnitt
zwischen einer in Längserstreckung verlaufenden Mittellinie und der zweiten Längskante.
Das heißt das Verbindungsmittel ist bevorzugt so positioniert, dass es der unteren
Längskante des Schlaufenabschnitts oder dem unteren Rand des Gürtelüberzugs näher
ist als der oberen Längskante bzw. dem oberen Rand. Besonders bevorzugt entspricht
die zweite Längskante des Schlaufenabschnitts im Wesentlichen dem in der Trageposition
des Gürtelüberzugs unteren Rand des Gürtelüberzugs. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
kann eine verbesserte Wind- und Feuchtigkeitsdichtigkeit zwischen Jacke und Hose erreicht
werden. Ferner werden durch diese Ausgestaltung die beim Sitzen und/oder Bewegen einer
das Verbindungssystem benutzenden Person, insbesondere im Rückenbereich auftretenden
Zugkräfte derart auf den Gürtelüberzug eingeleitet, dass eine verbesserte, insbesondere
gleichmäßig verteilte Kraftübertragung auf die Hosenschlaufen erfolgt. Insbesondere
erfolgt bei einer Zugbelastung eine teilweises Abheben und Eindrehen des Gürtelüberzugs,
wodurch die auftretende Zugkraft sowohl auf die in der Trageposition obere Naht der
Hosenschlaufe als auch auf die untere Naht der Hosenschlaufen verteilt wird, sodass
ein mögliches Ausreißen einer oder mehrerer Hosenschlaufen vermieden werden kann.
Es sollte deutlich sein, dass der Gürtelüberzug bevorzugt separat ausgebildet ist
und in der Trageposition üblicherweise über den Gürtel geführt oder gestülpt ist,
so dass zumindest ein Längsabschnitt des Gürtels von dem Gürtelüberzug umgeben ist.
[0007] Vorzugsweise erstreckt sich der Schlaufenabschnitt über die gesamte Länge des Gürtelüberzugs.
Dadurch ist eine besonders vorteilhafte Fixierung des Gürtelüberzugs an einem Hosengürtel
ermöglicht. Insbesondere kann eine besonders großflächige Kraftübertragung von beispielsweise
zu Kräften von dem Gürtelüberzug auf den Hosengürtel erfolgen.
[0008] Vorzugsweise weist der Schlaufenabschnitt zumindest einseitig, insbesondere an einer
flächig ausgebildeten Seite, zumindest eine Öffnung oder Aussparung auf, durch die
eine Hosenschlaufe durchführbar bzw. einsetzbar ist. Dadurch kann der Gürtelüberzug
in besonders sicherer Weise an dem Gürtel und letztlich auch an der Hose fixiert werden.
Insbesondere kann ein Verrutschen des Gürtelüberzugs entlang des Gürtels vermieden
werden. In einer weiterführenden Ausgestaltung, bei der der Gürtelüberzug besonders
lang ausgebildet ist - beispielsweise derart lang, dass in der Trageposition mehr
als die Hälfte der Gürtellänge von dem Gürtelüberzug umgeben ist -, kann der Schlaufenabschnitt
auch mehrere Öffnungen zum Durchführen jeweils einer Hosenschlaufe aufweisen.
[0009] Vorzugsweise ist die Öffnung auf einer der Hose zugewandten Seite des Gürtelüberzugs
ausgebildet. Dadurch ist eine besonders leichtgängige Handhabung beim Anlegen des
Gürtelüberzugs, eine vorteilhafte Kraftübertragung, insbesondere von Zugkräften von
dem Gürtelüberzug auf eine Hosenschlaufe sowie ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild
des Verbindungssystems geschaffen.
[0010] Vorzugsweise ist der Gürtelüberzug und/oder der Schlaufenabschnitt einstückig ausgebildet,
insbesondere aus einer einzigen vernähten Stoffbahn. Dadurch ist der Gürtelüberzug
und letztlich das gesamte Verbindungssystem in der Herstellung besonders kostengünstig.
Es sollte deutlich sein, dass der in dieser Schrift verwendete Begriff "Stoff" nicht
als Hinweise auf ein bestimmtes Material zu verstehen ist, sondern selbstverständlich
auch jedes andere flexible Material, wie beispielsweise Leder, hierunter fallen kann.
[0011] Vorzugsweise erstreckt sich das Verbindungsmittel im Wesentlichen über die gesamte
Länge des Schlaufenabschnitts und/oder des Gürtelüberzugs. Dadurch kann eine besonders
sichere und langlebige Verbindung zwischen Jacke und Hose ermöglicht sein. Insbesondere
kann eine Zugkraft zwischen Jacke und Hose auf einen besonders großen Kraftübertragungsabschnitt
verteilt werden.
[0012] Vorzugsweise ist das Verbindungsmittel auf einer der Hose abgewandten Seite des Gürtelüberzugs
angeordnet. Dadurch kann beim Tragen der Jacke und Hose das Gegenverbindungsmittel
in besonders einfacher Weise mit dem Verbindungsmittel verbunden werden. Insbesondere
kann bei einer Ausgestaltung des Verbindungsmittels als ein Reißverschluss ein erster
Reißverschlussteil und/oder ein Reißverschlussschieber auf der der Hose abgewandten
Seite des Gürtelüberzugs angeordnet sein.
[0013] Vorzugsweise ist das Verbindungsmittel an einem Saum oder Umschlag, insbesondere
an einem Saumumschlag, fixiert. Das Verbindungsmittel ist beispielsweise derart angebracht,
dass das Verbindungsmittel von einer den Gürtelüberzug tragenden Person fortweisenden
Außenfläche des Gürtelüberzugs, insbesondere der auf der Hose abgewandten Seite angeordneten
Stoffbahn des Schlaufenabschnitts, zumindest teilweise überdeckt wird. Dadurch ist
eine besonders langlebige und sichere Fixierung des Verbindungsmittels an dem Gürtelüberzug
sowie ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild des Verbindungssystems geschaffen.
[0014] Vorzugsweise ist das Verbindungsmittel zwischen einem auf eine der Hose abgewandte
Seite des Gürtelüberzugs umgeschlagenen Saum oder Umschlag einer primär auf einer
der Hose zugewandten Seite angeordneten Lappens bzw. Stoffbahn des Gürtelüberzugs
und einer primär auf einer der Hose abgewandten Seite angeordneten Lappens bzw. Stoffbahn
des Schlaufenabschnitts fixiert. Insbesondere kann die auf der der Hose zugewandten
Seite angeordnete Stoffbahn um den unteren Rand des Gürtelüberzugs in Richtung der
der Hose abgewandten Seite umgeschlagen, und das Verbindungsmittel zwischen einem
ersten Längskantenende der auf der Hose abgewandten Stoffbahn und der umgeschlagenen,
eine Außenlage bildenden Stoffbahn, insbesondere an einem zweiten Längskantenende,
angeordnet sein. Dadurch ist eine besonders vorteilhafte, insbesondere für eine Übertragung
besonders großer Kräfte geeignete, Fixierung des Verbindungsmittels an dem Gürtelüberzug
ermöglicht.
[0015] Vorzugsweise ist das Verbindungsmittel der ersten Längskante zugewandt. Dadurch ist
die Handhabung des Verbindungs- und Gegenverbindungsmittels beim Tragen der Jacke
und Hose, insbesondere das Verbinden des Gegenverbindungsmittels mit dem Verbindungsmittel
deutlich vereinfacht. Zudem ist hierdurch zumindest in dem Abschnitt des Gürtelüberzugs
ein Hochschieben oder Hochrutschen der Jacke gegenüber der Hose, insbesondere in einer
Sitzposition, verhindert, so dass eine zugdichte und wetterfeste Verbindung zwischen
Jacke und Hose ermöglicht ist.
[0016] Vorzugsweise ist das Verbindungsmittel als ein Krampen aufweisender erster Reißverschlussteil
ausgebildet, der mit einem an der Jacke angeordneten korrespondierenden zweiten Reißverschlussteil
mittels eines Reißverschlussschiebers in an sich bekannter Art und Weise verbindbar
ist. Dadurch ist eine besonders vorteilhafte Verbindung zwischen Jacke und Hose geschaffen,
insbesondere vorteilhaft in Hinblick auf die Aufnahme größtmöglicher Zugkräfte, auf
eine besonders einfache Handhabung der Verbindung sowie auf eine besonders kostengünstige
Herstellung des Gürtelüberzugs.
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen schematisch:
- Figur 1a
- - ein erfindungsgemäßes Verbindungssystem im unverbundenen Zustand;
- Figur 1b
- - das Verbindungssystem im verbundenen Zustand;
- Figur 2a
- - eine Frontansicht eines erfindungsgemäßen Gürtelüberzugs;
- Figur 2b
- - eine Schnittansicht des Gürtelüberzugs; und
- Figur 2c
- - eine Rückansicht des Gürtelüberzugs.
[0018] In den Figuren 1a und 1b ist ein erfindungsgemäßes Verbindungssystem 100 zum reversiblen
Verbinden einer Jacke 2 mit einer Hose 1, beispielsweise eines Motorradanzugs oder
einer sogenannten Kombi mit einer Jacke 2 und einer Hose 1. Das Verbindungssystem
100 ist insbesondere in einem Rückenbereich einer die Jacke 2 und Hose 1 tragenden
Person angeordnet und umfasst ein an der Hose 1 mittelbar befestigtes Verbindungsmittel
21, welches vorliegend als ein erster Reißverschlussteil ausgebildet ist, und ein
an der Jacke 2 befestigtes Gegenverbindungsmittel 22, welches als ein an einer Lasche
oder einem Anschlussteil 26 angeordneter zweiter Reißverschlussteil ausgebildet ist.
Der erste Reißverschlussteil 21 und der zweite Reißverschlussteil 22 sind mittels
eines Reißverschlussschiebers 23 miteinander verbindbar. Dadurch ist der Rückenbereich
der Person von der Jacke 2 und/oder der Hose 1 stets vollständig bedeckt. In der Figur
1a ist das Verbindungssystem 100 in einem unverbundenen Zustand, das heißt ohne Verbindung
zwischen dem ersten Reißverschlussteil 21 und dem zweiten Reißverschlussteil 22, und
in der Figur 1b in einem verbundenen Zustand gezeigt, das heißt bei einem geschlossenen
Reißverschluss.
[0019] Das Verbindungsmittel bzw. der erste Reißverschlussteil 21 ist vorliegend Bestandteil
eines Gürtelüberzugs 10, welcher über einen handelsüblichen Gürtel 3 und letztlich
über an der Hose 1 üblicherweise ausgebildete Hosenschlaufen oder Hosenlaschen 4a,
4b an der Hose 1 fixiert ist und im Detail noch zu beschreiben ist. Der üblicherweise
Krampen 24 aufweisende erste Reißverschlussteil 21 ist an einer der die Hose 1 tragenden
Person abgewandten Seite 13a des Gürtelüberzugs 10 angeordnet und erstreckt sich über
nahezu die gesamte Länge des Gürtelüberzugs 10, insbesondere im Wesentlichen parallel
zur Längserstreckung des Gürtels 3. Der Gürtelüberzug 10 als solcher erstreckt sich
lediglich über einen gewissen Abschnitt des Gürtels 3, insbesondere über einen mittigen
Rückenbereich der die Hose 1 tragenden Person. In diesem Bereich ist an der Hose 1
üblicherweise eine Hosenlasche 4a ausgebildet, an der der Gürtelüberzug 10 etwa mittig
seiner Längsausdehnung angeordnet ist und mittels welcher - wie in Figur 2b und 2c
erkennbar ist - insbesondere ein Verrutschen des Gürtelüberzugs 10 entlang des Gürtels
3 vermieden werden kann.
[0020] Aufgrund der von der Hose 1 unabhängigen bzw. separaten Ausbildung des Gürtelüberzugs
10 kann das Verbindungssystem 100 bei verschiedenen Hosen 1 und/oder Gürteln 3 angewendet
werden. So kann der Gürtelüberzug 10 auf nahezu jeden handelsüblichen Gürtel 3 übergezogen
werden und beim Einfädeln des Gürtels 3 in die Hosenlaschen 4a, 4b einer beliebigen
Hose 1 in besonders einfacher Weise an der Hose 1 zumindest temporär fixiert werden.
[0021] Das Gegenverbindungsmittel bzw. der zweite Reißverschlussteil 22 ist unmittelbar
an einer Jacke 2, insbesondere an einem Bund der Jacke 2, beispielsweise mittels einer
Naht, befestigt. Insbesondere Motorradjacken sind üblicherweise bereits herstellerseitig
mit einem solchen Reißverschlussteil 22 ausgestattet. An dem ebenfalls üblicherweise
Krampen 24 aufweisenden zweiten Reißverschlussteil 22 ist im vorliegenden Beispiel
der zum Verbinden der beiden Reißverschlussteile 21, 22 vorgesehene Reißverschlussschieber
23 angeordnet. Der Reißverschlussschieber 23 ist als üblicher Schieber oder Schlitten
ausgebildet und kann selbstverständlich auch hosenseitig angeordnet sein. Der gesamte
zweite Reißverschlussteil 22 ist vorliegend von einem an dem Bund der Jacke 2 umlaufenden
Ansatz oder Überhang 25 bedeckt, welcher in den Figuren zur besseren Übersicht "durchsichtig"
dargestellt ist. Der Überhang 25 befindet sich außen über der Hose 1 im verbundenen
Zustand des Verbindungssystems 100, wie es in Figur 1b gezeigt ist. Dadurch ist der
zweite Reißverschlussteil 22 von außen nicht unmittelbar sichtbar und somit das äußere
Erscheinungsbild einer gewöhnlichen Jacke und/oder einer über der Hose 1 üblich hängenden
Jacke 2 gewahrt. Darüber hinaus bewirkt der Überhang 25 eine Wind- und Feuchtigkeitsbarriere
zwischen einer Innenseite und einer Außenseite des Anzugs.
[0022] Bei dem in Figur 1b gezeigten verbundenen Zustand des Verbindungssystems 100 wird
insbesondere vermieden, dass beim Sitzen oder Bewegen der den Anzug tragenden Person,
insbesondere beim Motorradfahren, der Rückenbereich der Person zu keinem Zeitpunkt
nach außen hin freiliegt.
[0023] In den Figuren 2a, 2b und 2c ist jeweils eine Ansicht einer Ausgestaltung des Gürtelüberzugs
10 im Detail gezeigt, wobei die Anordnung bzw. der Sitz des Gürtelüberzugs 10 relativ
zu der Hose 1 zur besseren Übersicht übertrieben weit auseinander dargestellt ist.
Der Gürtelüberzug 10 ist zumindest teilweise als ein länglicher, schlauchartiger Körper
aufgebaut, der durch zwei zueinander im Wesentlichen parallel angeordnete Lappen oder
auch Stofflappen 12, 13 genannt, gebildet ist, so dass ein Schlaufenabschnitt 11 ausgebildet
ist, durch den zumindest ein Abschnitt des handelsüblichen Gürtels 3 ein- und durchführbar
ist. Die Stofflappen 12, 13 sind vorliegend aus einer einzigen Stoffbahn gebildet
sind, sodass der Gürtelüberzug 10 insbesondere einstückig ausgebildet ist.
[0024] Der Schlaufenabschnitt 11 erstreckt sich vorliegend über die gesamte Länge des Gürtelüberzugs
10 und ist an einer in einer Trageposition 101 des Gürtelüberzugs 10 oben angeordneten
ersten Längskante 17 und in einem Bereich 18a einer in der Trageposition 101 unten
angeordneten zweiten Längskante 18 begrenzt, sodass in dem Gürtelüberzug 10 in seiner
Längserstreckung zwischen den beiden Längskanten 17, 18 ein schlauchförmiger oder
tunnelförmiger Durchlass ausgebildet ist, durch den sich der Gürtel 3 erstrecken kann.
An einer der Hose 1 bzw. der die Hose tragenden Person zugewandten flächigen Seite
12a weist der Schlaufenabschnitt 11 eine seitlich begrenzte Öffnung oder Ausnehmung
19 auf, durch die sich bei Anwendung des Gürtelüberzugs 10 - insbesondere zur Fixierung
des Gürtelüberzugs 10 in Richtung entlang des Gürtels 3 - die Hosenschlaufe 4a erstrecken
kann.
[0025] Das als erstes Reißverschlussteil ausgebildete Verbindungsmittel 21 ist an dem Gürtelüberzug
10 insbesondere in dem Bereich 18a der zweiten Längskante 18 angeordnet, wobei sich
der Bereich von einer in Querrichtung des Gürtelüberzugs 10 etwa mittig angeordneten
Linie bis zu der zweiten Längskante 18 erstreckt, das heißt über die untere Hälfte
der Quererstreckung des Gürtelüberzugs 10. Dadurch kann insbesondere eine verbesserte
Kräfteverteilung der auftretenden Zugkräfte auf die Hosenlaschen 4a, 4b sowie deren
Befestigungsnähte an der Hose 1 erfolgen. Insbesondere kann bei einer Zugbelastung
ein teilweises Abheben und Eindrehen der Gürtelüberzug 10 erfolgen, wodurch die auftretenden
Zugkräfte sowohl auf die in der Trageposition jeweils obere Naht als auch untere Naht
der Hosenschlaufen 4a, 4b verteilt wird.
[0026] Um die über das erste Reißverschlussteil 21 auf den Gürtelüberzug 10 wirkenden Zugkräfte
sicher und dauerhaft aufnehmen zu können, ist das Verbindungsmittel 21 an einem Saum
oder Umschlag 14 fixiert. Insbesondere ist das Verbindungsmittel 21 zwischen einem
in Richtung oder auf die der Hose 1 abgewandten Seite 13a umgeschlagenen Abschnitt
14 des der Hose primär zugewandten Stofflappens 12 des Schlaufenabschnitts 11 und
dem auf der Hose primär abgewandten Seite 13a des Schlaufenabschnitts 11 angeordneten
Stofflappen 13 fixiert, wie insbesondere in Figur 2b gezeigt ist. Dabei ist ein erstes
Längskantenende 15, insbesondere des der Hose 1 abgewandten Stofflappens 13, von dem
der Hose 1 zugewandten Stofflappen 12 sowie von dem sich anschließenden Umschlag 14
zumindest teilweise umgeben. Ein zweites Längskantenende 16, insbesondere des der
Hose 1 zugewandten Stofflappens 12 im Bereich des Umschlags 14, ist als äußere Stofflage
auf der der Hose 1 abgewandten Seite 13a angeordnet. Der erste Reißverschlussteil
21 ist insbesondere in einem Bereich zwischen dem ersten Längskantenende 15 und dem
zweiten Längskantenende 16 angeordnet, wobei die Krampen 24 des ersten Reißverschlussteils
21 in Richtung der ersten Längskante 17 zugewandt ausgerichtet sind, so dass der zweite
Reißverschlussteil 22 in besonders einfacher Weise an den ersten Reißverschlussteil
21 angefügt werden kann.
[0027] Es sollte deutlich sein, dass der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung nicht
auf das beschriebene Ausführungsbeispiel begrenzt ist. Insbesondere der Aufbau und
die Länge des Gürtelüberzugs können - ohne den Kern der Erfindung zu verändern - durchaus
modifiziert sein.
Bezuaszeichenliste:
[0028]
- 1
- Hose
- 2
- Jacke
- 3
- Gürtel
- 4a
- Hosenschlaufe
- 4b
- Hosenschlaufe
- 10
- Gürtelüberzug
- 11
- Schlaufenabschnitt
- 12
- Lappen, Stoffbahn
- 12a
- der Hose zugewandte Seite
- 13
- Lappen, Stoffbahn
- 13a
- der Hose abgewandte Seite
- 14
- Umschlag, Saum
- 15
- erstes Längskantenende
- 16
- zweites Längskantenende
- 17
- erste Längskante
- 18
- zweite Längskante
- 18a
- Bereich
- 19
- Öffnung
- 21
- Verbindungsmittel, erster Reißverschlussteil
- 22
- Gegenverbindungsmittel, zweiter Reißverschlussteil
- 23
- Reißverschlussschieber
- 24
- Krampen
- 25
- Überhang
- 26
- Anschlussteil
- 100
- Verbindungssystem
- 101
- Trageposition
1. Verbindungssystem (100) zum reversiblen Verbinden einer Jacke (2) mit einer Hose (1),
umfassend einen Gürtelüberzug (10) mit einem Schlaufenabschnitt (11), der zumindest
eine in einer Trageposition (101) des Gürtelüberzugs (10) oben angeordnete erste Längskante
(17) und eine in einer Trageposition (101) des Gürtelüberzugs (10) unten angeordnete
zweite Längskante (18) aufweist, und durch den zumindest ein Abschnitt eines handelsüblichen
Gürtels (3) durchführbar ist, und an dem zumindest ein Verbindungsmittel (21) angeordnet
ist, welches mit zumindest einem an der Jacke (2) angeordneten, korrespondierenden
Gegenverbindungsmittel (21) in Wirkverbindung bringbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsmittel (21) in einem Bereich (18a) der zweiten Längskante (18) angeordnet
ist.
2. Verbindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Schlaufenabschnitt (11) über die gesamte Länge (L) des Gürtelüberzugs (10)
erstreckt.
3. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlaufenabschnitt (11) zumindest eine Öffnung (19) aufweist, durch die eine
Hosenschlaufe (4) durchführbar ist.
4. Verbindungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (19) auf einer der Hose (1) zugewandten Seite (12a) des Gürtelüberzugs
(10) ausgebildet ist.
5. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Gürtelüberzug (10) und/oder der Schlaufenabschnitt (11) einstückig ausgebildet
ist.
6. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sich das Verbindungsmittel (21) im Wesentlichen über die gesamte Länge (L) des Schlaufenabschnitts
(11) und/oder des Gürtelüberzugs (10) erstreckt.
7. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsmittel (21) auf einer der Hose (1) abgewandte Seite (13a) des Gürtelüberzugs
(10) angeordnet ist.
8. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsmittel (21) an einem Saum oder Umschlag (14), insbesondere an einem
Saumumschlag, fixiert ist.
9. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsmittel (21) zwischen einem Saumumschlag (14) eines primär auf einer
der Hose (1) zugewandten Seite (12a) angeordneten Lappens (12) des Gürtelüberzugs
(10) und eines auf einer der Hose (1) abgewandten Seite (13a) angeordneten Lappens
(13) des Gürtelüberzugs (10) fixiert ist.
10. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsmittel (21) der ersten Längskante (17) zugewandt ist.
11. Verbindungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsmittel (21) als ein erster Reißverschlussteil ausgebildet ist, der
mit einem an der Jacke (2) angeordneten korrespondierenden zweiten Reißverschlussteil
(22) mittels eines Reißverschlussschiebers (23) verbindbar ist.