(19)
(11) EP 3 527 108 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.08.2019  Patentblatt  2019/34

(21) Anmeldenummer: 19155914.5

(22) Anmeldetag:  07.02.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 57/26(2006.01)
A47B 57/54(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 15.02.2018 DE 202018100837 U

(71) Anmelder: Sohns, Jürgen
32257 Bünde (DE)

(72) Erfinder:
  • Sohns, Jürgen
    32257 Bünde (DE)

(74) Vertreter: Schober, Mirko 
Thielking & Elbertzhagen Patentanwälte Gadderbaumer Strasse 14
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)

   


(54) ABLAGESYSTEM


(57) Ein Ablagesystem weist wenigstens eine vertikal angeordnete Tragsäule 1 und wenigstens ein daran angebrachtes höhenverstellbares Ablageelement 4 auf. Das Ablageelement 4 umfasst einen Aufnahmebereich 40 zur Aufnahme und/oder Ablage eines Gegenstandes und einen damit verbundenen Kopplungsabschnitt 41 - 45. Der Kopplungsabschnitt 41 - 45 umfasst zwei zueinander beabstandete und zueinander höhenversetzte Kraftübertragungsabschnitte 44, 45, die an wenigstens zwei voneinander verschiedenen Anlagestellen der Tragsäule 1 angeordnet sind. Die beiden Kraftübertragungsabschnitte 44, 45 sind über einen auf nur einer Seite der Tragsäule 1 verlaufenden Verbindungsabschnitt 41 miteinander verbunden. Sie sind dazu ausgelegt, die Gewichtskraft des Ablageelements 4 in die Tragsäule 1 so einzuleiten, dass das Ablageelement 4 an der Tragsäule 1 in einer vorgegebenen Position gehalten wird. Das Ablageelement 4 ist mit einem Stopperelement 50, 50', 50" gekoppelt oder koppelbar, welches an der Tragsäule 1 anliegt. Das Stopperelement 50, 50', 50" ist mit wenigstens einem der Kraftübertragungsabschnitte 44, 45 gekoppelt oder koppelbar.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Ablagesystem mit wenigstens einer vertikal angeordneten Tragsäule und wenigstens einem daran angebrachten höhenverstellbaren Ablageelement nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

[0002] Ablagesysteme der gattungsgemäßen Art sind bekannt. So offenbart die DE 20 2005 006 660 U1 ein Regalsystem, bei dem die Ablageelemente sich durch ihr Eigengewicht an der Tragsäule halten. Dabei weist das Ablageelement wenigstens eine Hinterschneidung mit zwei höhenversetzten Anlageabschnitten auf, mit denen es an der Tragsäule angeordnet wird. Das Eigengewicht der Ablageelemente drückt den hinteren höheren Anlageschnitt und den vorderen, tiefer angeordneten Anlageabschnitt an die Tragsäule und stellt so eine relativ feste Verbindung mit der Tragsäule her. Derartige Ablageelemente sind stufenlos höhenverstellbar.

[0003] Da die Hinterschneidungen zu einer Seite offen sind, kann das Ablageelement, gerade bei der Anordnung an einer Tragsäule, durch einen seitlichen Stoß unbeabsichtigt aus dem Eingriff der Tragsäule gelöst werden. Bei der Anordnung an zwei Tragsäulen würde dieses zwar verhindert, doch ist die Anordnung auch anfällig gegenüber Vibrationen oder anderen Erschütterungen, insbesondere in senkrechter Richtung. Hierdurch könnte sich beispielsweise die Andruckkraft verringern und das Ablageelement dadurch nach unten rutschen.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Ablagesystem zu schaffen, bei dem die Verbindung zwischen Ablageelement und Tragsäule sicherer, insbesondere sicherer gegenüber Stößen und Erschütterungen, ausgebildet ist.

[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Ablagesystem gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0006] Bei der Erfindung handelt es sich um ein Ablagesystem mit wenigstens einer vertikal angeordneten Tragsäule und wenigstens einem daran angebrachten höhenverstellbaren Ablageelement. Das Ablageelement umfasst einen Aufnahmebereich zur Aufnahme und/oder Ablage eines Gegenstandes und einen damit verbundenen Kopplungsabschnitt. Dabei umfasst wiederum der Kopplungsabschnitt zwei zueinander beabstandete und zueinander höhenversetzte Kraftübertragungsabschnitte, die an wenigstens zwei voneinander verschiedenen Anlagestellen der Tragsäule angeordnet sind. Die beiden Kraftübertragungsabschnitte sind dabei über einen auf nur einer Seite der Tragsäule verlaufenden Verbindungsabschnitt miteinander verbunden und dazu ausgelegt, die Gewichtskraft des Ablageelements in die Tragsäule so einzuleiten, dass das Ablageelement an der Tragsäule in einer vorgegebenen Position gehalten wird. Das Ablageelement ist mit einem Stopperelement gekoppelt oder koppelbar, welches an der Tragsäule anliegt und wobei das Stopperelement mit wenigstens einem der Kraftübertragungsabschnitte gekoppelt oder koppelbar ist. Bei einer solchen Anordnung wird die Last, die auf dem Ablageelement liegt, durch die Kopplungsabschnitte auf die Tragsäule übertragen. Zusätzlich ist mindestens ein Kraftübertragungselement mit einem Stopperelement gekoppelt oder koppelbar, das im Einbauzustand eine erhöhte Reibung zwischen Ablageelement und Tragsäule erzeugt. Das Stopper-element ist bevorzugt aus einem Material gefertigt, das einen hinreichend hohen Reibungskoeffizienten hat und so ein ungewolltes Abrutschen des Ablageelements verhindert.

[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ablagesystems liegt der erste Kraftübertragungsabschnitt an einer ersten vorderen Seite der Tragsäule an und der zweite Kraftübertragungsabschnitt liegt an der der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten hinteren Seite direkt an der Tragsäule oder mittelbar über einen an der Tragsäule anliegenden Abschnitt des Stopperelements an. Bei einer derartigen Anordnung drückt der Aufnahmebereich des Ablageelements die beiden Kraftübertragungsabschnitte gegen die Tragsäule und fixiert so seine Position. Dabei kann der zweite, hintere Kraftübertragungsabschnitt unmittelbar gegen die Tragsäule drücken oder er ist mit einem Stopperelement gekoppelt, das er wiederum gegen die Tragsäule drückt und so das Ablageelement an der Tragsäule fixiert.

[0008] In einer sehr bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens ein Kraftübertragungsabschnitt ein vom Verbindungselement entfernt liegendes freies Ende auf, welches als ein erster Sicherungsabschnitt gegenüber dem ersten Kraftübertragungsabschnitt und/oder als ein zweiter Sicherungsabschnitt gegenüber dem zweiten Kraftübertragungsabschnitt abgewinkelt ist. Bei einem derart ausgestalteten Ablagesystem wird durch den mindestens einen Sicherungsabschnitt verhindert, dass das Ablageelement im eingebauten Zustand ungewollt seitlich von der Tragsäule abrutschen kann. Als vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, dass zwischen den beiden freien Enden der beiden Kraftübertragungsabschnitte ein räumlicher Mindestabstand besteht, der größer oder gleich der Breite der Tragsäule ist. Bei diesem Mindestabstand ist es möglich, bei einem Umbau das Ablageelement leicht in seitlicher Richtung von der Tragsäule zu entfernen, ohne dass die Säule so freigeräumt werden muss, dass das Ablageelement am oberen (oder unteren) Ende von der Tragsäule genommen werden kann. Auch bei einer Neugestaltung des Ablagesystems kann so jederzeit ein Ablageelement in den Aufbau einer Tragsäule eingefügt werden. Wird das Ablageelement in die Gebrauchsposition, auch als Endposition bezeichnet, gebracht, verkleinert sich durch die Schrägstellung der Kopplungsabschnitte der effektive Mindestabstand und sichert dadurch ein ungewolltes seitliches Herausfallen.

[0009] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Kopplungsabschnitt gegenüber dem Aufnahmebereich in einem Winkel, bevorzugt 45°, abgewinkelt angeordnet. Mit dem Abwinkeln der Kopplungsabschnitte gegenüber dem Aufnahmebereich wird zum einen sichergestellt, dass der Aufnahmebereich im eingebauten Zustand waagerecht oder zumindest annähernd waagerecht angeordnet werden kann. Zusätzlich wird sichergestellt, dass bei dem im Montierzustand waagerecht oder zumindest nahezu waagerecht gehaltenen Kopplungsabschnitt der waagerechte Abstand zwischen den freien Enden der beiden Kraft-übertragungsabschnitte größer oder gleich der Breite der Tragsäule ist und so von dieser in seitlicher Richtung entfernt werden kann. Im eingebauten Zustand ist durch die Schrägstellung der Kopplungsabschnitte der waagerechte Abstand verkürzt und geringer als die Breite der Tragsäule, wodurch ein seitliches Entfernen bzw. Abrutschen im Einbauzustand verhindert wird. Bevorzugt beträgt die Abwinklung 45°, was einen gewissen Spielraum bei der Wahl des Mindestabstands erlaubt.

[0010] Es hat sich als vorteilhaft gezeigt, wenn der Kopplungsabschnitt aus einem Flachmaterial, insbesondere einem Metallmaterial, ausgestanzt ist. Durch die Verwendung von Flachmaterial ist es möglich, den Kopplungsabschnitt aus dem gleichen Material zu fertigen wie den Aufnahmebereich. Es ist sogar möglich, das Ablageelement einstückig zu fertigen. Dabei hat sich metallisches Material als besonders stabil und gut bearbeitbar erwiesen. Es ist allerdings auch möglich, die Kopplungsabschnitte beispielsweise aus Kunststoff oder anderen Materialien zu fertigen.

[0011] Ebenfalls als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Kopplungsabschnitt aus Metallstäben gebildet ist. Insbesondere wenn raumsparend gearbeitet werden muss, haben sich Metallstäbe als Kopplungsabschnittsmaterial bewährt.

[0012] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform umgreift der Kopplungsabschnitt die Tragsäule formschlüssig. Damit wird vermieden, dass die Verbindung zwischen der Tragsäule und dem Ablageelement Spiel hat. Damit gelangt der Aufnahmebereich in der Endposition des Ablageelements eine Lage, in der selbst ein ungewolltes Anstoßen des Ablageelements nicht zu Schwingungen führen kann, die die Verbindung zur Tragsäule lockern oder gar lösen könnten.

[0013] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Tragsäule einen viereckigen Querschnitt. Bei der Verwendung von einer Tragsäule mit viereckigem Querschnitt kann auf Standardkomponenten zurückgegriffen werden.

[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Stopperelement einen Grundkörper, an welchem zwei Klemmschenkel angeordnet sind, wobei das Stopperelement mit den Klemmschenkeln an der Tragsäule befestigt werden kann. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Klemmschenkel die Tragsäule und/oder einen Kraftübertragungsabschnitt kraft- und/oder formschlüssig umgreifen. Als ganz besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn wenigstens ein Kraftübertragungsabschnitt mit dem Stopper-element auf der dem Aufnahmebereich abgewandten Seite der Tragsäule verbunden ist. Zum einen drückt der Aufnahmebereich gerade diesen Kraftübertragungsabschnitt gegen die Tragsäule, so dass das Stopperelement die Reibflächen stark gegen die Tragsäule drückt und so einen besonders guten Bremseffekt erzeugt. Zum anderen ist das Stopperelement hinter der Tragsäule angeordnet und kann so nicht von vorne eingesehen werden.

[0015] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Ablageelement gegenüber der Tragsäule verschwenkbar gelagert. Durch die Lagerung ist eine Bewegung zwischen Ablageelement und Tragsäule geführt und kann damit leichter ausgeführt werden. Weiter kann vorgesehen sein, dass das Ablageelement am Stopperelement schwenkbar gelagert oder das Stopper-element so flexibel ausgebildet ist, dass es sich bei einer Schwenkbewegung des Ablageelements elastisch verformt und die Schwenkbewegung unter Beibehaltung der Anlage des Stopperelements an der Tragsäule folgt. Ist das Stopper-element an die Tragsäule geklemmt und das Ablageelement am Stopperelement schwenkbar gelagert, so wird die Bewegung des Ablageelements geführt. Im zweiten genannten Fall ist das Stopperelement am Kopplungsabschnitt so angebracht, dass es zusätzlich gegen die Tragsäule drückt und so Halt bietet. Beim Verschwenken des Ablageelements wird das Stopperelement zwar verformt, doch bleibt dabei sein rutschfester Kontakt mit der Tragsäule erhalten.

[0016] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Ablageelement auf der dem Aufnahmebereich zugewandten Seite der Tragsäule einen Aufnahmeabschnitt, insbesondere ein Aufnahmeloch, welcher zur Aufnahme eines Eingriffselements, insbesondere eines Eingriffsstifts, ausgebildet ist, wobei das Eingriffselement am Stopperelement angeordnet ist. In dieser Ausführungsform ist das Stopperelement an der Tragsäule angeordnet und trägt auf der dem Aufnahmebereich zugewandten Seite ein Eingriffselement, wie beispielsweise einen Eingriffsstift, der in einen Aufnahmeabschnitt, beispielsweise ein Aufnahmeloch, des Ablageelements eingreift und so das Ablageelement führt und hält. Somit kann zuerst das Stopperelement an die gewünschte Höhenposition gebracht und anschließend das Ablageelement in der vorgegebenen Position angebracht werden.

[0017] Im Folgenden soll die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden, welche in den Figuren 1A bis 6C gezeigt sind.
Figur 1A
- zeigt ein erfindungsgemäßes Ablagesystem in einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform beim Anbringen des Ablageelements an einer Tragsäule in seitlicher Ansicht,
Figur 1B
- zeigt eine perspektivische Ansicht des in der ersten Ausführungsform verwendeten Stopperelements,
Figur 1C
- zeigt eine Draufsicht der in Figur 1A gezeigten Situation,
Figur 2A
- zeigt das Ablagesystem aus Figur 1A in der Gebrauchsstellung in Seitenansicht,
Figur 2B
- zeigt das in Figur 2A gezeigte Ablagesystem in Draufsicht,
Figur 2C
- zeigt die in Figur 2B gezeigte Situation ohne Stopperelement,
Figur 3A
- zeigt ein erfindungsgemäßes Ablagesystem in einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform beim Anbringen des Ablageelements an einer Tragsäule in seitlicher Ansicht,
Figur 3B
- zeigt eine perspektivische Ansicht des in der zweiten Ausführungsform verwendeten Stopperelements,
Figur 3C
- zeigt eine Draufsicht der in Figur 3A gezeigten Situation,
Figur 4A
- zeigt das Ablagesystem aus Figur 3A in der Gebrauchsstellung in Seitenansicht,
Figur 4B
- zeigt das in Figur 4A gezeigte Ablagesystem in Draufsicht,
Figur 4C
- zeigt eine Zwischenposition des Ablageelements zwischen den Stellungen der Figuren 4A und 4B,
Figur 5A
- zeigt ein erfindungsgemäßes Ablagesystem in einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform beim Anbringen des Ablageelements an einer Tragsäule in seitlicher Ansicht,
Figur 5B
- zeigt eine perspektivische Ansicht des in der dritten Ausführungsform verwendeten Stopperelements,
Figur 5C
- zeigt eine Draufsicht der in Figur 5A gezeigten Situation,
Figur 6A
- zeigt eine Zwischenposition des Ablageelements zwischen den Stellungen der Figuren 5A und 5B in Seitenansicht,
Figur 6B
- zeigt eine Draufsicht der in Figur 6A gezeigten Situation,
Figur 6C
- zeigt schließlich die Gebrauchslage des Ablageelements in seitlicher Ansicht.


[0018] Figur 1A zeigt in Seitenansicht eine Tragsäule 1, an der ein Ablageelement 4 angeordnet ist. Dabei ist das Ablageelement 4 so geneigt, dass der Aufnahmebereich 40 von der Tragsäule 1 weg und nach oben weist. Der Kopplungsabschnitt 42, 44, 45 des Ablageelements 4 ist in dieser Abbildung waagerecht gestellt. In der Figur ist deutlich zu sehen, dass der räumliche Mindestabstand zwischen den beiden Kraftübertragungsabschnitten 44, 45 größer als die Breite der Tragsäule 1 ist. So kann oder konnte das Ablageelement 4 aus dieser Ansicht von hinten an die Tragsäule 1 herangeführt werden. Weiterhin zeigt Figur 1 einen ersten Sicherungsabschnitt 42, der in der Darstellung neben der Tragsäule 1 geführt wird aber, wenn das Ablageelement 4 in die Endposition (Fig. 2A) gelangt, vor der Tragsäule 1 zu liegen kommt. Ebenfalls ist ein Stopperelement 50 dargestellt.

[0019] Figur 1C zeigt diese Situation aus der Draufsicht. Zusätzlich ist der Kopplungsabschnitt 41-45 gezeigt, insbesondere der Verbindungsabschnitt 41, der die Kraftübertragungsabschnitte 44, 45 einseitig verbindet.

[0020] Das dazugehörige Stopperelement 50 ist in Figur 1B genauer dargestellt. Es umfasst einen Grundkörper 54 mit zwei erhabenen Reibflächen 55a, 55b, die im eingebauten Zustand der Tragsäule 1 zugewandt sind. Gegenüber der unteren Reibfläche 55a ist eine Lösehilfe 56 angeordnet. Wird diese beispielsweise in einer Situation, wie sie Figur 1A zeigt, nach oben bewegt, so entlastet sie die Reibfläche 55a, so dass es zu einer Lockerung des Reibschlusses zwischen der Tragsäule 1 und dem Stopperelement 50 kommt. Oben, gegenüber der Reibfläche 55b, sind zwei Klemmschenkel 51, 52 angeordnet, die den Kraftübertragungsabschnitt 44 übergreifen und so an diesem Abschnitt 44 befestigt sind. Man erkennt in Figur 1B, dass der Grundkörper 54 in Ruhestellung leicht gebogen ist, so dass die beiden Reibflächen 55a, 55b nicht parallel zueinander liegen, sondern leicht zueinander gewinkelt sind, indem sie zur Mitte hin schräg aufeinander zu laufen. Durch diese Biegung oder Wölbung wird im eingebauten Zustand des Stopper-elements 50, wie es beispielsweise die Figur 2A zeigt, eine Vorspannung erzeugt, die bewirkt, dass immer ein Druck auf die Reibfläche 55a aufgebracht wird und so die Haltewirkung des Stopperelements 50 erhöht.

[0021] Figur 2A zeigt das Ablagesystem aus Figur 1, wobei das Ablageelement 4 sich hier in der Endposition befindet. Der Kraft-übertragungsabschnitt 44 liegt über dem Grundkörper 54 und der Reibfläche 55a des Stopperelements 50 mittelbar und der Kraftübertragungsabschnitt 45 liegt unmittelbar an der Tragsäule 1 an und hält den Aufnahmebereich 40 horizontal. Die beiden Sicherungsabschnitte 42, 43 liegen aus dieser Perspektive vor der Tragsäule 1 und sichern so das Ablageelement 4. Figur 2B zeigt diese Situation in der Draufsicht. Figur 2C zeigt das Ablagesystem ohne Stopperelement 50. In diesem Fall ohne Stopperelement 50 könnte sich der Aufnahmebereich 40 weiter absenken und läge nicht mehr horizontal.

[0022] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ablagesystems. Figur 3B zeigt das Stopper-element 50' mit dem Grundkörper 54', in dem ein Eingriffselement 53' in Form eines zylinderförmigen Durchgangs ausgebildet ist. An dem Grundkörper 54' sind zwei Klemmschenkel 51', 52' angeordnet, die die Tragsäule 1 umgreifen können und einen Reibschluss herstellen. Figur 3A zeigt in Seitenansicht, wie das Stopperelement 50' an einer Tragsäule 1 angeordnet ist. In das Eingriffselement 53' ist ein Kraftübertragungsabschnitt 44 eines in Gegenuhrzeigerrichtung gedrehten Ablageelements eingeführt. Durch die angehobene Position des Ablageelements 4 in einem Winkel steht der Aufnahmebereich 40 schräg von der Tragsäule 1 ab und neigt sich nach oben. Der Kraftübertragungsabschnitt 45 und der erste Sicherungsabschnitt 42 liegen neben der Tragsäule 1. Dadurch, dass der Kraftübertragungsabschnitt 44 in dem Eingriffselement 53' geführt ist, ist das Ablageelement 4 schwenkbar am Stopperele-ment 50' gelagert und somit verschwenkbar gegenüber der Tragsäule 1 ausgebildet.

[0023] Figur 3C zeigt diese Situation in Draufsicht. Figur 4A zeigt das Ablageelement 4 in der Endposition, nachdem es um das Eingriffselement 53' gedreht worden ist. Das Kraftübertragungselement 45 liegt ebenfalls an der Tragsäule 1 an und der erste Sicherungsabschnitt 42 sichert das Ablageelement 4 vor dem seitlichen Herausrutschen; der Aufnahmebereich ist in dieser Situation horizontal ausgerichtet.

[0024] Figur 4B zeigt diese Situation in Draufsicht. Figur 4C zeigt ein Schnittbild der Übergangssituation zwischen dem Einführen des Kraftübertragungsabschnitts 44 in das Eingriffselement 53' aus Figur 3A und der Endposition in Figur 4A. Das Ablageelement 4 lässt sich um das von dem Eingriffselement 53' und dem Kraftübertragungsabschnitt 44 gebildete Drehgelenk zur Tragsäule 1 hin und damit in seine Endposition schwenken.

[0025] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ablagesystems. Figur 5B zeigt das Stopper-element 50" mit dem Grundkörper 54", auf den ein Eingriffselement 53" - bevorzugt in Form eines Eingriffsstifts - angeordnet ist. Am Grundkörper 54" sind zwei Klemmschenkel 51", 52" angeordnet, die die Tragsäule 1 umgreifen können. Figur 5A zeigt in Seitenansicht, wie das Stopperelement 50" an der Tragsäule 1 angeordnet ist. Das Eingriffselement 53" steht auf dem Grundkörper 54". Oberhalb des Stopperelements 50" ist das Ablageelement 4 um die Tragsäule 1 geführt, wobei der Aufnahmebereich 40 von der Tragsäule 1 weg in einem Winkel angeordnet ist und in der Zeichnung nach oben weist. In Figur 5C, die die Situation in Draufsicht zeigt, ist zusätzlich der Aufnahmeabschnitt 46 in Form eines Loches in dem Aufnahmebereich 40 dargestellt, ebenso wie der zweite Sicherungsabschnitt 43.

[0026] In Figur 6A ist das Ablageelement 4 in seine Endlage gedreht dargestellt. Die Kraftübertragungsabschnitte 44, 45 liegen hier leicht an der Tragsäule 1 an, behindern die Bewegung des Ablageelements 4 aber noch nicht. Der Aufnahmebereich 40 liegt horizontal, wodurch das Eingriffselement 53" und der Aufnahmeabschnitt 46 übereinander und zueinander fluchtend ausgerichtet sind, wie es in der Draufsicht von Figur 6B dargestellt ist.

[0027] Figur 6C zeigt ein Schnittbild der Endposition. Gegenüber der Situation von Figur 6A ist das Ablageelement 4 hier abgesenkt und kommt auf dem Stopperelement 50" zu liegen. Dabei greift das Eingriffselement 53" durch den Aufnahmeabschnitt 46 und sichert so die Position des Ablageelements 4. Gleichzeitig liegen die Kraftübertragungsabschnitte 44, 45 an der Tragsäule 1 an und halten den Aufnahmeabschnitt 40 in der Horizontalen. Weiterhin liegt der Kraftübertragungsabschnitt 45 auf dem Stopperelement 50" auf, wodurch das Stopperelement 50" die Position des Ablageelements 4 zusätzlich sichert.


Ansprüche

1. Ablagesystem mit wenigstens einer vertikal angeordneten Tragsäule (1) und wenigstens einem daran angebrachten höhenverstellbaren Ablageelement (4), wobei das Ablageelement (4) einen Aufnahmebereich (40) zur Aufnahme und/oder Ablage eines Gegenstandes und einen damit verbundenen Kopplungsabschnitt (41 - 45) umfasst, wobei der Kopplungsabschnitt (41 - 45) zwei zueinander beabstandete und zueinander höhenversetzte Kraftübertragungsabschnitte (44, 45) umfasst, die an wenigstens zwei voneinander verschiedenen Anlagestellen der Tragsäule (1) angeordnet sind, wobei die beiden Kraftübertragungsabschnitte (44, 45) über einen auf nur einer Seite der Tragsäule (1) verlaufenden Verbindungsabschnitt (41) miteinander verbunden und dazu ausgelegt sind, die Gewichtskraft des Ablageelements (4) in die Tragsäule (1) so einzuleiten, dass das Ablageelement (4) an der Tragsäule (1) in einer vorgegebenen Position gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ablageelement (4) mit einem Stopperelement (50, 50', 50") gekoppelt oder koppelbar ist, welches an der Tragsäule (1) anliegt und wobei das Stopperelement (50, 50', 50") mit wenigstens einem der Kraftübertragungsabschnitte (44, 45) gekoppelt oder koppelbar ist.
 
2. Ablagesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Kraftübertragungsabschnitt (45) an einer ersten vorderen Seite der Tragsäule (1) anliegt und der zweite Kraftübertragungsabschnitt (44) an der der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten hinteren Seite direkt an der Tragsäule (1) oder mittelbar über einen an der Tragsäule anliegenden Abschnitt des Stopperelements (50, 50') anliegt.
 
3. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Kraftübertragungsabschnitt (44, 45) ein vom Verbindungselement (41) entfernt liegendes freies Ende aufweist, welches als ein erster Sicherungsabschnitt (42) gegenüber dem ersten Kraftübertragungsabschnitt (45) und/oder als ein zweiter Sicherungsabschnitt (43) gegenüber dem zweiten Kraftübertragungsabschnitt (44) abgewinkelt ist.
 
4. Ablagesystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den beiden freien Enden der beiden Kraft-übertragungsabschnitte (44, 45) ein räumlicher Mindestabstand besteht, der größer oder gleich der Breite der Tragsäule (1) ist.
 
5. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kopplungsabschnitt (41 - 45) gegenüber dem Aufnahmebereich in einem Winkel, bevorzugt 45°, abgewinkelt angeordnet ist.
 
6. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kopplungsabschnitt (41 - 45) aus einem Flachmaterial, insbesondere einem Metallmaterial, ausgestanzt ist.
 
7. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kopplungsabschnitt (41 - 45) aus Metallstäben gebildet ist.
 
8. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kopplungsabschnitt (41 - 45) formschlüssig die Tragsäule (1) umgreift.
 
9. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragsäule (1) einen viereckigen Querschnitt umfasst.
 
10. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stopperelement (50; 50'; 50") einen Grundkörper (54, 54'; 54") umfasst, an welchem zwei Klemmschenkel (51, 52; 51', 52'; 51", 52") anordnet sind.
 
11. Ablagesystem nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmschenkel die Tragsäule (1) und/oder einen Kraftübertragungsabschnitt (44) kraft- und/oder formschlüssig umgreifen.
 
12. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Kraftübertragungsabschnitt (44) mit dem Stopperelement (50, 50') auf der dem Aufnahmebereich (40) abgewandten Seite der Tragsäule (1) verbunden ist.
 
13. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ablageelement (4) gegenüber der Tragsäule (1) verschwenkbar gelagert ist.
 
14. Ablagesystem nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ablageelement (4) am Stopperelement (50') schwenkbar gelagert ist oder das Stopperelement (50) so flexibel ausgebildet ist, dass es sich bei einer Schwenkbewegung des Ablageelements (4) elastisch verformt und die Schwenkbewegung unter Beibehaltung der Anlage des Stopperelements (50) an der Tragsäule (1) folgt.
 
15. Ablagesystem nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ablageelement (4) auf der dem Aufnahmebereich (40) zugewandten Seite der Tragsäule (1) einen Aufnahmeabschnitt (46), insbesondere ein Aufnahmeloch, umfasst, welches zur Aufnahme eines Eingriffselements (53"), insbesondere eines Eingriffsstifts, ausgebildet ist, wobei das Eingriffselement (53") am Stopperelement (50") angeordnet ist.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente