[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sprühvorrichtung zum Ausbringen eines schäumbaren
Sprühmittels in Form eines Schaums gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Sprühgeräte der in Rede stehenden Art dienen allgemein dem Ausbringen eines Sprühmittels,
wobei das ausgebrachte Sprühmittel zur Applikation auf verschiedenste Oberflächen
und zumeist zu deren Reinigung genutzt wird. So kommen solche Sprühvorrichtungen z.
B. im Haushalt, im Garten und bei der Fahrzeugreinigung zum Einsatz. Hinlänglich bekannt
sind Sprühvorrichtungen zum Ausbringen eines flüssigen Sprühmittels in Form eines
Aerosols bzw. Nebels bzw. Sprays.
[0003] Im Fokus der vorliegenden Erfindung stehen Sprühvorrichtungen zum Ausbringen eines
schäumbaren Sprühmittels in Form eines Schaums. Unter einem Schaum sind dabei gasförmige
Bläschen zu verstehen, die von flüssigen Wänden eingeschlossen sind. Die flüssigen
Wände werden üblicherweise von Tensiden und Wasser gebildet. Die Größe der eingeschlossenen
Gasblasen wird hier als Porengröße bezeichnet.
[0004] Die vorliegende Erfindung ist außerdem fokussiert auf Sprühvorrichtungen, die zum
Ausbringen des Sprühmittels in Schaumform mittels Überdruck ausgebildet sind. Vorzugsweise
wird hierbei kein Treibmittel eingesetzt. Bevorzugt handelt es sich um handbetätigte
Sprühvorrichtungen, bei denen ein Überdruck mittels einer handbetätigten Pumpeinrichtung
erzeugt wird. Besonders bevorzugt sind hierbei Sprühvorrichtungen, die beim Ausbringen
des Sprühmittels mit einer Hand bedienbar sind. Für solche Vorrichtungen wird auch
der Begriff "Handpumpsprüher" verwendet.
[0005] Bei dem Sprühmittel handelt es sich häufig um ein Gemisch aus Wasser und einem Reinigungsmittel.
Wesentlich ist, dass das Sprühmittel schäumbar ist. Im Falle eines schäumbaren Gemisches,
beispielsweise aus Wasser und einem Reinigungsmittel, erfolgt die Mischung bzw. Bildung
des Gemisches vor der Bildung eines Schaums aus dem Gemisch. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich aber auch auf den Fall, dass zwei oder mehr Mischmittel getrennt vorliegen
und aus den Mischmitteln getrennt jeweils ein Schaum gebildet wird und die so gebildeten
Schäume miteinander vermischt werden.
[0006] Einen Handpumpsprüher der in Rede stehenden Art zeigt die
DE 10 2009 048 572 A1. Die bekannte Sprühvorrichtung ist zum Ausbringen eines schäumbaren Sprühmittels
in Form eines Schaums ausgebildet. Diese Sprühvorrichtung weist einen Behälter zur
Aufnahme des Sprühmittels in flüssiger Form, eine Schaumbildnereinrichtung zur Bildung
eines Schaums aus dem Sprühmittel, eine Sprühdüse und einen Auslass für den Schaum
auf. Die Schaumbildnereinrichtung hat einen Ansaugschlauch, der einerseits in den
Behälter zum Ansaugen des Sprühmittels mündet und andererseits mit der Sprühdüse leitend
verbunden ist. Der Ansaugschlauch hat wenigstens eine Öffnung zur Zuführung von Luft
zum angesaugten Sprühmittel. Zwischen dem Ansaugschlauch und der Sprühdüse ist ein
Schäumungselement angeordnet, das zur Veränderung einer physikalischen Eigenschaft
des Schaums und/oder Sprühmittels ausgebildet ist. Durch dieses Schäumungselement
wird ein Staudruck aufgebaut, der dafür sorgt, dass die Konsistenz des Schaumes, d.h.
seine Festigkeit eingestellt werden kann. Das Schäumungselement kann mindestens einen
Schäumungseinsatz aufweisen, insbesondere in Form einer Vlies-, Filz- oder Kunststoffgewebematte.
Zur Variation der Festigkeit des Schaums kann die Anzahl der Schäumungseinsätze variiert
werden.
[0007] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die bekannte Sprühvorrichtung hinsichtlich
der Handhabung zu verbessern.
[0008] Die zuvor geschilderte Aufgabenstellung wird durch die Sprühvorrichtung nach Anspruch
1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen dieser Sprühvorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Die Grundidee der vorliegenden Erfindung besteht darin, weitere, zur Auswechslung
vorgesehene Schäumungselemente in oder an der Sprühvorrichtung aufzubewahren. Dazu
ist die Sprühvorrichtung so ausgebildet, dass das zur Ausbringung eingesetzte Schäumungselement
auswechselbar ist. Insbesondere ist dieses Schäumungselement leicht zugänglich und
lösbar in bzw. an der Sprühvorrichtung befestigbar bzw. befestigt. Darüber hinaus
ist die Sprühvorrichtung zur Aufnahme mindestens eines weiteren, zur Auswechslung
vorgesehenen Schäumungselements ausgebildet.
[0010] Dies ermöglichst ein komfortables Aufbewahren auswechselbarer Schäumungselemente
nahe ihres Einsatzortes beim Gebrauch und ein schnelles Auswechseln.
[0011] Vorzugsweise weist die Sprühvorrichtung eine Aufnahme auf, in der das weitere, zur
Auswechslung vorgesehene Schäumungselement lösbar anordenbar ist. Bei der Aufnahme
kann es sich z. B. um einen Hohlraum in der Sprühvorrichtung handeln. Bevorzugt ist
die Aufnahme in einem Handgriff der Sprühvorrichtung und/oder einem Pumpgriff der
Sprühvorrichtung vorgesehen. Dies ermöglicht einen kompakten Aufbau. Im letzteren
Fall dient der Pumpgriff zum Aufbau eines Überdrucks in dem Behälter.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das zur Auswechslung vorgesehene Schäumungselement
auf einem herausnehmbaren Träger anordenbar. Vorzugsweise ist dieser Träger mittels
eines Bajonettverschlusses lösbar in der Aufnahme, insbesondere an dem Handgriff befestigbar.
Dies ermöglicht ein einfaches Herausnehmen und Befestigen des Trägers. Dabei ist bevorzugt,
wenn der Träger zum Öffnen und Verschließen der Aufnahme ausgebildet ist.
[0013] Im Falle der im Pumpgriff vorgesehenen Aufnahme ist es bevorzugt, wenn der Pumpgriff
einen öffenbaren und schließbaren Deckel zum Öffnen und Verschließen der Aufnahme
aufweist. Insbesondere kann der Deckel abnehmbar und/oder schwenkbar mit einem Unterteil
des Pumpgriffs verbunden sein. Dies ermöglicht einen kompakten Aufbau und eine leichte
Zugänglichkeit zu dem zur Auswechslung vorgesehenen Schäumungselement.
[0014] Vorzugsweise weist bzw. weisen der Träger und/oder der Pumpgriff eine Vertiefung
zum Sammeln von aus dem in der Aufnahme befindlichen Schäumungselement austretendem
Schaum und/oder Sprühmittel auf.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind mindestens
zwei der Schäumungselemente zur unterschiedlichen Veränderung einer physikalischen
Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels ausgebildet. Somit kann durch Auswechseln
der unterschiedlichen Schäumungselemente die physikalische Eigenschaft des Schaums
und/oder des Sprühmittels variiert werden.
[0016] Vorzugsweise sind die Schäumungselemente zur Veränderung der Porengröße und/oder
Viskosität des Schaums ausgebildet. Durch Einsatz eines entsprechenden Schäumungselements
kann dann die Reinigungswirkung des Schaums auf einer Applikationsfläche beeinflusst
werden. So kann z. B. die Haftungsdauer des Schaums beeinflusst werden. Insbesondere
sind die Schäumungselemente zur Verringerung und/oder Vereinheitlichung der Porengröße
des Schaums ausgebildet.
[0017] Vorteilhafterweise weist jedes Schäumungselement ein Gehäuse mit einem Einlass und
einem Auslass auf, wobei der Auslass durch eine Wand mit mehreren Öffnungen gebildet
ist. Bevorzugt hat das Gehäuse einen hohlzylindrischen Teil. Besonders bevorzugt besteht
das Gehäuse jedes Schäumungselements aus Kunststoff.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in dem
Gehäuse jedes Schäumungselements mindestens ein Schäumungseinsatz angeordnet, insbesondere
wobei der Schäumungseinsatz Kunstfasern und/oder Textilfasern aufweist. Zur Veränderung
einer physikalischen Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels kann die Anzahl
der Schäumungseinsätze verändert werden.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele,
zum Teil mit Bezugnahmen auf die Zeichnung, näher erläutert. Die oben beschriebenen
und/oder in den Ansprüchen und/oder in der nachfolgenden Beschreibung offenbarten
Merkmale können bedarfsweise miteinander kombiniert aber auch unabhängig voneinander
realisiert werden, auch wenn dies nicht im Einzelnen ausdrücklich beschrieben ist.
[0020] In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- schematisch eine perspektivische Ansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung,
- Fig. 2
- schematisch in einer Seitenansicht einen Schnitt durch die Sprühvorrichtung aus Fig.
1,
- Fig. 3
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht einen Handgriff der Sprühvorrichtung
aus Fig. 1, zusammen mit einem Träger und Schäumungselementen dieser Sprühvorrichtung,
- Fig. 4
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht den Träger mit den Schäumungselementen
aus Fig. 3,
- Fig. 5
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine zweite bevorzugte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung,
- Fig. 6
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht einen Pumpgriff der Sprühvorrichtung
aus Fig. 5,
- Fig. 7
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht den Pumpgriff aus Fig. 6 ohne Deckel,
- Fig. 8
- schematisch in einer perspektivischen Ansicht einen alternativen Pumpgriff mit einem
aufgeschwenkten Deckel.
[0021] In den Figuren werden für gleiche oder gleichartige Komponenten und Einrichtungen
die gleichen Bezugszeichen verwendet, wobei sich die gleichen oder entsprechenden
Vorteile und Eigenschaften ergeben, auch wenn eine wiederholte Beschreibung weggelassen
ist.
[0022] Fig. 1 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine erste bevorzugte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung 1 zum Ausbringen eines schäumbaren
Sprühmittels 2 in Form eines Schaums. Fig. 2 zeigt schematisch in einer Seitenansicht
einen Schnitt durch diese Sprühvorrichtung 1.
[0023] Die Sprühvorrichtung 1 hat einen Behälter 3 zur Aufnahme des Sprühmittels 2 in flüssiger
Form. Außerdem hat die Sprühvorrichtung 1 eine Schaumbildnereinrichtung 4 zur Bildung
eines Schaums aus dem Sprühmittel 2 und einen Auslass 5 für den Schaum.
[0024] Bei dem Sprühmittel 2 handelt es sich vorzugsweise um ein Gemisch aus Wasser und
einem Reinigungsmittel. Wesentlich ist, dass das Sprühmittel 2 schäumbar ist. Zur
Erleichterung der Schaumbildung kann das Sprühmittel 2 mindestens ein Tensid enthalten.
Die Bildung des Sprühmittels 2 erfolgt vorzugsweise vor der Bildung eines Schaums
aus dem Sprühmittel 2.
[0025] Die Schaumbildnereinrichtung 4 weist ein Schäumungselement 6 auf, das zur Veränderung
einer physikalischen Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels ausgebildet
ist. Die Schaumbildnereinrichtung 4 steht samt dem Schäumungselement 6 zumindest im
Gebrauchszustand der Sprühvorrichtung 1 in Fluidverbindung mit dem Behälter 3 und
dem Auslass 5.
[0026] Die Sprühvorrichtung 1 ist so ausgebildet, dass das Schäumungselement 6 auswechselbar
ist. Die Sprühvorrichtung 1 ist außerdem zur Aufnahme mindestens eines weiteren, zur
Auswechslung vorgesehenen Schäumungselements 6' ausgebildet.
[0027] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Sprühvorrichtung
1 eine manuell betätigbare Pumpeinrichtung 7 mit einem Pumpgriff 8 auf. Die Pumpeinrichtung
7 hat einen Hohlzylinder 9 und einen darin beweglich geführten Kolben 10, der mit
dem Pumpgriff 8 an einem Ende des Kolbens 10 starr verbunden ist. Der Hohlzylinder
9 hat an einem unteren Ende mehrere Öffnungen 9A und einen Verschluss 9B, die einen
Eintritt von Gas aus dem Hohlzylinder 9 in den Behälter 3 ermöglichen, aber einen
Eintritt von Fluiden aus dem Behälter 3 in den Hohlzylinder 9 verhindern. Durch Verschieben
des Kolbens 10 im Holzylinder 9 in Richtung der Öffnungen 9A wird im Hohlzylinder
9 befindliches Gas, insbesondere Luft, durch die Öffnungen 9A in den Behälter 3 gedrückt
und ein Überdruck in dem Behälter 3 aufgebaut bzw. erzeugt.
[0028] Die Pumpeinrichtung 7 ist mit einem Sprühkopf 11 der Sprühvorrichtung 1 verbunden
und wird daran gehalten. Der Sprühkopf 11 ist mittels eines Gewindes lösbar am Behälter
3 befestigt, insbesondere abdichtend aufgeschraubt.
[0029] An dem Sprühkopf 11 ist eine Fördereinrichtung 12 zur Förderung von im Behälter 3
befindlichen Sprühmittel 2 in Richtung des Sprühkopfs 11 bis in den Sprühkopf 11 hinein
vorgesehen.
[0030] Die Fördereinrichtung 12 hat einen Förderschlauch 12A, der vom Inneren des Behälters
3 ausgehend mit einem oberen Ende in den Sprühkopf 11 hineinragt. Durch eine Öffnung
an einem unteren Ende des Förderschlauchs 12A kann das Sprühmittel 2 in den Förderschlauch
12A gelangen. Aufgrund eines mittels der Pumpeinrichtung 7 erzeugten Überdrucks kann
das Sprühmittel 2 in den Sprühkopf 11 gelangen.
[0031] Am oberen Ende des Förderschlauchs 12A ist mindestens ein Lufteinlass 4A vorgesehen.
Der Lufteinlass 4A befindet sich oberhalb der maximalen Füllhöhe für Sprühmittel 2
im Behälter 3 und dient dazu, Luft aus einem Luftpolster oberhalb des Pegels des Sprühmittels
2 im Behälter 3 in den Sprühkopf 11 einzuleiten und dort mit dem ebenfalls dorthin
geförderten Sprühmittel 2 zu vermischen. Durch diese Luftzufuhr kann bereits eine
Schaumbildung aus dem Sprühmittel 2 realisiert werden. Allerdings ist die Porengröße
des so gebildeten Schaums für viele Anwendungen noch zu groß und zu unterschiedlich
bzw. zu inhomogen. Hier hilft das Schäumungselement 6, das physikalische Eigenschaften,
beispielsweise die Porengröße, des Schaums verändern kann.
[0032] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel hat der Sprühkopf
11 am Auslass 5 eine Sprühdüse 13, die mittels einer lösbaren, insbesondere aufschraubbaren,
Kappe 14 an einem Sprühdüsenhalter 15 gehalten ist. Der Sprühdüsenhalter 15 ist mittels
eines Gewindes an einem Vorsprung 16 des Sprühkopfs 11 befestigt. In dem Sprühdüsenhalter
15 ist ein Dichtungselement 17 und in dem Vorsprung 16 ein federbelastetes Stoppelement
18 angeordnet.
[0033] Bei Überdruck gelangt der am oberen Ende des Förderschlauchs 12A gebildete Schaum
und zum Teil auch noch das Sprühmittel 2 in den Vorsprung 16. In seiner Grundstellung
blockiert das Stoppelement 18 zusammen mit dem Dichtungselement 17 ein Austreten des
Schaums bzw. Sprühmittels 2 aus dem Vorsprung 16 in den Sprühdüsenhalter 15.
[0034] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel hat die Sprühvorrichtung
1 einen Handgriff 19. An dem Handgriff 19 ist ein Betätigungselement 20 angebracht.
Das Betätigungselement 20 ist mit dem Stoppelement 18 so verbunden, dass durch Betätigen
des Betätigungselements 20 das Stoppelement 18 so bewegt wird, dass der Schaum bzw.
das Sprühmittel 2 bei Überdruck aus dem Vorsprung 16 in den Sprühdüsenhalter 15 gelangen
kann. Dort trifft der Schaum bzw. das Sprühmittel 2 auf das zumindest teilweise im
Sprühdüsenhalter 15 angeordnete Schäumungselement 6. Letzteres ist in Ausbringrichtung
unmittelbar vor der Sprühdüse 13 angeordnet. Die Sprühdüse 13 liegt unmittelbar an
einem Ende des Schäumungselements 6 an. Nach dem Durchqueren des Schäumungselements
6 und der Sprühdüse 13 tritt Schaum aus dem Sprühkopf 11 aus.
[0035] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel hat die Sprühvorrichtung
1 eine Aufnahme 21 in Form eines Hohlraums im Handgriff 19. Dies ist in Fig. 3 erkennbar.
In der Aufnahme 21 ist das weitere, zur Auswechslung vorgesehene Schäumungselement
6' lösbar anordenbar. Dazu ist ein herausnehmbarer Träger 22 vorgesehen, der in die
Aufnahme 21 hinein und aus der Aufnahme 21 heraus bewegbar ist. Der Träger 22 ist
in Fig. 4 dargestellt.
[0036] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Träger 22
mittels eines Bajonettverschlusses 23 lösbar in der Aufnahme 21 befestigbar. Der Bajonettverschluss
23 weist zwei Vorsprünge 23A am Träger 22 und zwei Vorsprünge 23B am Handgriff 19
auf. Die Vorsprünge 23B am Handgriff 19 ragen in die Aufnahme 21 hinein. Die Vorsprünge
23A am Träger 22 sind komplementär zu den Vorsprüngen 23B am Handgriff 19 ausgebildet.
Die Vorsprünge 23B am Handgriff 19 weisen jeweils einen Begrenzer 23C auf.
[0037] Zur lösbaren Befestigung des Trägers 22 in der Aufnahme 21 kann der Träger 22 in
die Aufnahme 21 hinein bewegt werden, wobei zu beachten ist, dass die Vorsprünge 23A
am Träger 22 nicht mit den Vorsprüngen 23B am Handgriff 19 kollidieren. Der Träger
22 ist so weit in die Aufnahme 21 hinein zu bewegen, dass der Bajonettverschluss 23
geschlossen werden kann, also die Vorsprünge 23A am Träger 22 mit den Vorsprüngen
23B am Handgriff 19 in Eingriff gebracht werden können. Zum Verschließen des Bajonettverschlusses
23 ist der Träger 22 in der Aufnahme 21 zu drehen, vorzugsweise mittels einer Drehhilfe
24 am Träger 22.
[0038] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Träger 22
genau drei Halter 25 für Schäumungselemente 6' auf. Die Halter 25 sind hier durch
jeweils zwei kreisringförmige Seitenwände 26 begrenzt. In jeden Halter 25 ist ein
Schäumungselement 6' anordenbar, insbesondere einsteckbar. Ein in einem Halter 25
befindliches Schäumungselement 6' ist aus dem jeweiligen Halter 25 herausnehmbar,
insbesondere herausziehbar.
[0039] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel hat der Träger 22
ein Abschlusselement 27, an dem die Drehhilfe 24 angeordnet ist. Das Abschlusselement
27 ist so ausgebildet, dass es bei verschlossenem Bajonettverschluss 23 die Aufnahme
21 verschließt. Insbesondere ist das Abschlusselement 27 kreisförmig ausgebildet.
[0040] Der Träger 22 hat hier eine Vertiefung 28 zum Sammeln von aus einem im Träger 22
befindlichen Schäumungselement 6' austretendem Schaum bzw. Sprühmittel 2. Vorzugsweise
ist die Vertiefung 28 am Abschlusselement 27 vorgesehen, insbesondre auf einer der
Drehhilfe 24 gegenüberliegenden Seite.
[0041] Fig. 5 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine zweite bevorzugte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung 1. Im Gegensatz zur ersten
bevorzugten Ausführungsform ist bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform die Aufnahme
21 für weitere Schäumungselemente 6' nicht im Handgriff 19 vorgesehen, sondern im
Pumpgriff 8. Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die
Aufnahme 21 als Hohlraum im Pumpgriff 8 ausgebildet.
[0042] Der Pumpgriff 8 ist in Fig. 6 dargestellt und hat hier einen öffenbaren und schließbaren
Deckel 29 zum Öffnen und Verschließen der Aufnahme 21. Bei dem hier dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Deckel 29 von einem Unterteil 30 des Pumpgriffs
8 abnehmbar. Dies ist aus Fig. 7 ersichtlich.
[0043] Bei einer alternativen Ausführung des Pumpgriffs 8 ist der Deckel 29 schwenkbar mit
dem Unterteil 30 des Pumpgriffs 8 verbunden. Fig. 8 zeigt schematisch in einer perspektivischen
Ansicht diesen alternativen Pumpgriff 8 mit aufgeschwenktem Deckel 29.
[0044] Für beide Ausführungsformen des Pumpgriffs 8 sind bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform
der Sprühvorrichtung 1 im Unterteil 30 des Pumpgriffs 8 drei Halter 31 zum Halten
von Schäumungselementen 6' vorgesehen. Die Schäumungselemente 6' sind jeweils in einen
Halter 31 einsetzbar, insbesondere einsteckbar, und aus dem jeweiligen Halter 31 entnehmbar.
Alternativ kann auch ein einstückiger Halter 31 mit mehreren, z. B. drei, Halterungen
vorgesehen sein.
[0045] Das Unterteil 30 weist hier eine Vertiefung zum Sammeln von aus in der Aufnahme 21
befindlichen Schäumungselementen 6' austretendem Schaum bzw. Sprühmittel 2 auf.
[0046] Bei beiden bevorzugten Ausführungsformen der Sprühvorrichtung 1 ist es vorteilhaft,
wenn mindestens zwei der Schäumungselemente 6, 6' zur unterschiedlichen Veränderung
einer physikalischen Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels 2 ausgebildet
sind. Zum Beispiel können vier Schäumungselemente 6, 6' vorgesehen sein, die eine
physikalische Eigenschaft des Schaumes und/oder des Sprühmittels 2 jeweils unterschiedlich
verändern können. Von diesen vier Schäumungselementen 6, 6' können dann drei Schäumungselemente
6, 6' in der Aufnahme 21 aufbewahrt werden, während das vierte Schäumungselement 6
sich in dem Sprühdüsenhalter 15 befindet. Vor der Benutzung der Sprühvorrichtung 1
bzw. der Applikation des Schaums kann dann entsprechend dem gewünschten Einsatzzweck
dasjenige Schäumungselement 6, 6' ausgewählt und mittels Auswechslung in den Sprühdüsenhalter
15 eingesetzt werden, das die physikalische Eigenschaft des Schaums und/oder Sprühmittels
2 wunschgemäß verändert. Somit lässt sich beispielsweise der Schäumungsgrad in vier
Stufen variabel einstellen.
[0047] Vorzugsweise sind die Schäumungselemente 6, 6' zur Veränderung der Porengröße und/oder
Viskosität des Schaums ausgebildet.
[0048] Bei beiden dargestellten und bevorzugten Ausführungsformen der Sprühvorrichtung 1
hat jedes Schäumungselement 6, 6' ein Gehäuse 32 mit einem Einlass 33 und einem Auslass
34. Der Auslass 34 ist hierbei durch eine Wand 32A mit mehreren Öffnungen 32B gebildet.
[0049] Das Gehäuse 32 hat hier einen hohlzylindrischen Teil 32C, der auf der Seite des Auslasses
34 durch die Wand 32A teilweise begrenzt ist. Die Wand 32A ragt dabei über den hohlzylindrischen
Teil 32C hinaus. In dem holzylindrischen Teil 32C sind Textilfasern? angeordnet. Je
nach Beschaffenheit und/oder Dicke der Textilfasern? ändert sich die Porengröße bzw.
Viskosität des durch das im Sprühdüsenhalter 15 befindliche Schäumungselement 6 durchgeleiteten
Schaums bzw. Sprühmittels 2.
[0050] Vorzugsweise besteht das Gehäuse 32 der Schäumungselemente 6, 6' aus Kunststoff.
[0051] Bei beiden dargestellten und bevorzugten Ausführungsformen der Sprühvorrichtung 1
ist in dem Gehäuse 32 jedes Schäumungselements 6, 6' mindestens ein Schäumungseinsatz
6A angeordnet, wobei der Schäumungseinsatz 6A Kunstfasern und/oder Textilfasern aufweist.
Die Schäumungseinsätze 6A sind in Fig. 7 und 8 dargestellt. Zur Veränderung einer
physikalischen Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels 2 kann die Anzahl
der Schäumungseinsätze 6A im Gehäuse 32 verändert werden.
[0052] Zur Auswechslung eines im Sprühdüsenhalter 15 befindlichen Schäumungselements 6 ist
die Kappe 14 vom Sprühdüsenhalter 15 abzunehmen, insbesondere abzuschrauben. Danach
kann die Sprühdüse 13 vom Sprühdüsenhalter 15 entfernt werden. Anschließend oder gleichzeitig
mit der Sprühdüse 13 kann das Schäumungselement 6 aus dem Sprühdüsenhalter 15 herausgenommen
werden. Dann kann eines der weiteren Schäumungselemente 6, 6' in den Sprühdüsenhalter
15 eingesetzt, insbesondere eingeschoben, werden. Anschließend ist die Sprühdüse 13
aufzusetzen und mit der Kappe 14 am Sprühdüsenhalter 15 zu fixieren.
[0053] Bei dem hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist am Behälter 3
ein Ablassventil 35 vorgesehen, das zum Verringern des Drucks im Behälter 3 dient.
[0054] Bei einem weiteren bevorzugten, jedoch nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist
eine Aufnahme 21 im Handgriff 19 und eine Aufnahme 21 im Pumpgriff 8 vorgesehen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Sprühvorrichtung |
23B |
Vorsprung an 19 |
| 2 |
Sprühmittel |
23C |
Begrenzer |
| 3 |
Behälter von 1 |
24 |
Drehhilfe |
| 4 |
Schaumbildnereinrichtung von 1 |
25 |
Halter von 22 |
| 4A |
Lufteinlass von 4 |
26 |
Seitenwand von 25 |
| 5 |
Auslass von 1 |
27 |
Abschlusselement von 22 |
| 6 |
Schäumungselement von 4 |
28 |
Vertiefung von 22 bzw. 30 |
| 6' |
weiteres Schäumungselement für 4 |
29 30 |
Deckel von 8 Unterteil von 8 |
| 6A |
Schäumungseinsatz von 6, 6' |
31 |
Halter von 8 |
| 7 |
Pumpeinrichtung von 1 |
32 |
Gehäuse von 6, 6' |
| 8 |
Pumpgriff von 7 |
32A |
Wand |
| 9 |
Hohlzylinder von 7 |
32B |
Öffnung |
| 9A |
Öffnung von 9 |
32C |
hohlzylindrischer Teil |
| 9B |
Verschluss von 9 |
33 |
Einlass |
| 10 |
Kolben von 7 |
34 |
Auslass |
| 11 |
Sprühkopf von 1 |
35 |
Ablassventil |
| 12 |
Fördereinrichtung von 1 |
|
|
| 12A |
Förderschlauch von 12 |
|
|
| 13 |
Sprühdüse von 11 |
|
|
| 14 |
Kappe von 11 |
|
|
| 15 |
Sprühdüsenhalter von 11 |
|
|
| 16 |
Vorsprung von 11 |
|
|
| 17 |
Dichtungselement von 11 |
|
|
| 18 |
Stoppelement von 11 |
|
|
| 19 |
Handgriff von 1 |
|
|
| 20 |
Betätigungselement von 1 |
|
|
| 21 |
Aufnahme von 1 |
|
|
| 22 |
Träger von 1 |
|
|
| 23 |
Bajonettverschluss |
|
|
| 23A |
Vorsprung an 22 |
|
|
1. Sprühvorrichtung zum Ausbringen eines schäumbaren Sprühmittels (2) in Form eines Schaums,
wobei die Sprühvorrichtung (1) aufweist:
- einen Behälter (3) zur Aufnahme des Sprühmittels (2) in flüssiger Form,
- eine Schaumbildnereinrichtung (4) zur Bildung eines Schaums aus dem Sprühmittel
(2) und
- einen Auslass (5) für den Schaum,
wobei die Schaumbildnereinrichtung (4) mindestens ein Schäumungselement (6) aufweist,
das zur Veränderung einer physikalischen Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels
(2) ausgebildet ist, und
wobei die Schaumbildnereinrichtung (4) samt dem Schäumungselement (6) zumindest im
Gebrauchszustand in Fluidverbindung mit dem Behälter (3) und dem Auslass (5) steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sprühvorrichtung (1) so ausgebildet ist, dass das Schäumungselement (6) auswechselbar
ist und
die Sprühvorrichtung (1) zur Aufnahme mindestens eines weiteren, zur Auswechslung
vorgesehenen Schäumungselements (6') ausgebildet ist.
2. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühvorrichtung (1) eine Aufnahme (21), insbesondere einen Hohlraum, aufweist,
in der das weitere, zur Auswechslung vorgesehene Schäumungselement (6'), lösbar anordenbar
ist.
3. Sprühvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (21) in einem Pumpgriff (8) zum Druckaufbau und/oder einem Handgriff
(19) der Sprühvorrichtung (1) vorgesehen ist.
4. Sprühvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schäumungselemente (6, 6') auf einem aus der Aufnahme (21) herausnehmbaren Träger
(22) anordenbar sind.
5. Sprühvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) mittels eines Bajonettverschlusses (23) lösbar in der Aufnahme (21),
insbesondere an dem Handgriff (19), befestigbar ist.
6. Sprühvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) zum Öffnen und Verschließen der Aufnahme (21) ausgebildet ist.
7. Sprühvorrichtung nach Anspruch 3 und, optional, einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpgriff (8) einen öffenbaren und schließbaren Deckel (29) zum Öffnen und Verschließen
der Aufnahme (21) aufweist.
8. Sprühvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Deckel (29) abnehmbar und/oder schwenkbar mit einem Unterteil (30) des Pumpgriffs
(8) verbunden ist.
9. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) und/oder der Pumpgriff (8) eine Vertiefung (28) zum Sammeln von aus
dem Schäumungselement (6') austretendem Schaum und/oder Sprühmittel (2) aufweist/en.
10. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Schäumungselemente (6, 6') zur unterschiedlichen Veränderung
einer physikalischen Eigenschaft des Schaums und/oder des Sprühmittels (2) ausgebildet
sind.
11. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schäumungselemente (6, 6') zur Veränderung der Porengröße und/oder Viskosität
des Schaums ausgebildet sind.
12. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Schäumungselement (6, 6') ein Gehäuse (32) mit einem Einlass (33) und einem
Auslass (34) aufweist, wobei der Auslass (34) durch eine Wand (32A) mit mehreren Öffnungen
(32B) gebildet ist.
13. Sprühvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (32) jedes Schäumungselements (6, 6') aus Kunststoff besteht und/oder
einen hohlzylindrischen Teil aufweist.
14. Sprühvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (32) jedes Schäumungselements (6, 6') mindestens ein Schäumungseinsatz
(6A) angeordnet ist.
15. Sprühvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schäumungseinsatz (6A) Kunstfasern und/oder Textilfasern aufweist.