(19)
(11) EP 3 527 295 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.08.2019  Patentblatt  2019/34

(21) Anmeldenummer: 18184936.5

(22) Anmeldetag:  23.07.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B08B 9/08(2006.01)
B65G 47/96(2006.01)
B08B 3/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 15.02.2018 DE 102018202306

(71) Anmelder: Krones AG
93073 Neutraubling (DE)

(72) Erfinder:
  • Wittmann, Norbert
    93073 Neutraubling (DE)

(74) Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB 
Leopoldstraße 4
80802 München
80802 München (DE)

   


(54) KASTENWASCHMASCHINE FÜR FLASCHENKÄSTEN UND VERFAHREN ZUM REINIGEN VON FLASCHENKÄSTEN


(57) Beschrieben wird eine Kastenwaschmaschine (1) für Flaschenkästen (2, 3) und ein Verfahren zum Reinigen von Flaschenkästen (2, 3) oder dergleichen Transportbehälter. Demnach ist ein Transportmittel (3) für die Flaschenkästen (2, 3) vorhanden sowie über und/oder unter dem Transportmittel (3) angeordnete und insbesondere im Wesentlichen quer dazu ausgerichtete Sprühdüsen (4) zum wenigstens außenseitigen Besprühen der Flaschenkästen (2, 3). Mit Hilfe einer relativ zu den Sprühdüsen (4) wirksame Kippvorrichtung (15, 5) für die Flaschenkästen (2, 3) werden die Vorder- und Rückwände (2A, 2B) der Flaschenkästen (2, 3) nach oben/unten zu den Sprühdüsen (4) hin schräg gestellt. Dadurch kann der Transportabstand zwischen aufeinander folgenden Flaschenkästen (2, 3) bei gleichzeitig effektiver Reinigung der Vorder- und Rückwände (2A, 2B) minimiert werden und somit auch der Platzbedarf für die Kastenwaschmaschine (1).




Beschreibung


[0001] Flaschenkästen und ähnliche Transportbehälter mit im Wesentlichen quaderförmiger Gestalt können zur Wiederverwendung bekanntermaßen in tunnelförmigen Kastenwaschmaschinen gereinigt werden. Die Flaschenkästen werden darin meist in orthogonaler Ausrichtung auf einem Linearförderer transportiert und allseitig mit Wasser, Lauge, Luft oder dergleichen Reinigungsmitteln besprüht. Hierbei sind die, bezogen auf die Transportrichtung, seitlichen Oberflächen der Flaschenkästen gut zugänglich, ebenso deren Ober- und Unterseiten. Problematisch sind dagegen die in/entgegen der Transportrichtung weisenden Vorder- und Rückseiten, da für deren Reinigung relativ große Abstände zwischen den Flaschenkästen nötig sind. Dies verursacht einen unerwünscht großen Platzbedarf und lange Behandlungsdauern.

[0002] Als Behelf haben die DE 10 2004 029 177 A1 und DE 10 2004 059 310 A1 eine diagonale Ausrichtung der Flaschenkästen auf einem Linearförderer vorgeschlagen, beispielsweise durch eingangsseitige Drehung der Flaschenkästen um eine vertikale Achse. Infolgedessen können die Flaschenkästen durch quer zur Transportrichtung ausgerichtete seitliche Düsen vollumfänglich besprüht werden. Am Transportmittel sind dann beispielsweise Mitnehmer für die Flaschenkästen vorhanden, die diese in diagonaler Position ausrichten und/oder weitertransportieren. Beschrieben wurde auch ein schräg verlaufender Zulauf zur diagonalen Übergabe der Flaschenkästen an den Linearförderer der Kastenwaschmaschine.

[0003] Trotz guter Reinigungswirkung beim diagonalen Transport bereitet vor allem das Einteilen der Flaschenkästen im Einlauf derartiger Kastenwaschmaschinen oftmals Probleme. Auch eignet sich dieses technische Prinzip nicht für alle gängigen Kastenformate.

[0004] Alternativ ist aus der DE 34 39 538 A1 ein Prinzip bekannt, bei dem zwischengeschaltete Drehstationen für wenigstens eine horizontale 90°-Drehung der Flaschenkästen sorgen. Hierdurch entsteht jedoch zusätzlicher Platzbedarf und erheblicher Kostenaufwand.

[0005] Es besteht daher Bedarf für eine Kastenwaschmaschine für Flaschenkästen oder dergleichen Transportbehälter, die die erforderliche Reinigung der Flaschenkästen mit geringem Platzbedarf und/oder Kostenaufwand und/oder für möglichst viele Kastenformate ermöglicht.

[0006] Die gestellte Aufgabe wird mit einer Kastenwaschmaschine nach Anspruch 1 gelöst. Demnach umfasst die Kastenwaschmaschine ein Transportmittel für die Flaschenkästen, über und/oder unter dem Transportmittel angeordnete und zum Transportmittel hin ausgerichtete Sprühdüsen zum wenigstens außenseitigen Besprühen der Flaschenkästen, und eine relativ zu den Sprühdüsen und/oder dem Transportmittel wirksame Kippvorrichtung für die Flaschenkästen zum Schrägstellen der Vorder- und Rückwände der Flaschenkästen nach oben/unten zu den Sprühdüsen hin.

[0007] Dadurch können die Vorderwände und Rückwände der Flaschenkästen aus den Sprühdüsen von oben und/oder unten ausreichend mit einem Reinigungsmittel beaufschlagt werden. Ein demgegenüber aufwändigeres horizontales Drehen der Flaschenkästen ist dann entbehrlich. Folglich kann der Transportabstand gegenüber orthogonaler Ausrichtung der Flaschenkästen reduziert werden. Insbesondere kann der lichte Transportabstand zwischen benachbarten Vorderwänden und Rückwänden dann kleiner sein als die Höhe der Flaschenkästen.

[0008] Die Flaschenkästen können beispielsweise frontseitig angehoben werden, während sie heckseitig stabil auf dem Transportmittel ruhen, und umgekehrt. Somit lassen sich Flaschenkästen mit geringen und/oder konstanten lichten Transportabständen schräg stellen und allseitig reinigen. Das Ausmaß der Schrägstellung lässt anhand des frontseitigen oder heckseitigen Hubs gegenüber dem Transportmittel vergleichsweise einfach und flexibel einstellen.

[0009] Die Vorderwände und Rückwände der Flaschenkästen sind im Sinne der Erfindung bezüglich der Transportrichtung definiert. Vorzugsweise sind die Seitenwände der Flaschenkästen im Wesentlichen parallel zur Transportrichtung ausgerichtet.

[0010] Die Seitenwände sind für seitlich oberhalb des Transportmittels angeordnete Sprühdüsen gut zugänglich und werden daher im nachfolgenden nicht weiter thematisiert. Seitliche Sprühdüsen können beispielsweise problemlos auf geeigneten Höhenniveaus zum Besprühen der gekippten Flaschenkästen angeordnet werden.

[0011] Unter einem Schrägstellen zum Transportmittel und/oder zu den Sprühdüsen hin ist insbesondere zu verstehen, dass die Flaschenkästen nur frontseitig oder heckseitig angehoben werden. Dadurch bleibt das jeweils entgegengesetzte Ende stets in kraftschlüssigem und/oder formschlüssigem Kontakt mit dem Transportmittel.

[0012] Die zugeordneten Sprühdüsen können starr befestigt sein. Sie können aber auch beweglich gelagert sein, um die Sprühdüsen passend zu den jeweiligen Flaschenkästen auszurichten und/oder den vorbeilaufenden Vorderwänden und/oder Rückwänden nachzuführen.

[0013] Die Sprühdüsen besprühen die Flaschenkästen zumindest von außen. In der Regel sind aber auch deren Innenwände zu reinigen. Insbesondere unterhalb des Transportmittels sind die Sprühdüsen vorzugsweise auch zur Innenreinigung der Flaschenkästen ausgebildet. Das Reinigungsmittel kann dann problemlos aus den Flaschenkästen ablaufen.

[0014] Zumindest einige der Sprühdüsen sind vorzugsweise zum gleichzeitigen Besprühen der Vorderwände und Rückwände oberhalb und unterhalb des Transportmittels angeordnet.

[0015] Im Wesentlichen zum Transportmittel hin ausgerichtet sind Sprühdüsen, die beispielsweise senkrecht nach unten oder oben ausgerichtet sind oder davon um nicht mehr als 45° zur Transportrichtung hin oder entgegen der Transportrichtung gekippt sind. Die Ausrichtung der Sprühdüsen wird vorzugsweise anhand ihrer Hauptstrahlrichtung festgelegt.

[0016] Anstelle von Flaschenkästen kann es sich auch um Kästen für Dosen, Beutel, Kanister, Tüten, Kartons oder dergleichen handeln. Ebenso könnten geschlossene Transportkästen und/oder Logistikbehälter mit der Kastenwaschmaschine gereinigt werden. Diese Flexibilität ergibt sich aus der vergleichsweise einfachen Handhabung von im Wesentlichen quaderförmigen Behältern beim Kippen nach oben/unten hin im Gegensatz zum horizontalen Drehen in eine diagonale Transportposition.

[0017] Vorzugsweise ist die Kippvorrichtung zum Kippen der Flaschenkästen um quer zum Transportmittel verlaufende horizontale Drehachsen ausgebildet. Dies ermöglicht eine vergleichsweise einfache Mechanik und eine vergleichsweise einfache Anpassung der Kippvorrichtung an unterschiedliche Kastenformate.

[0018] Vorzugsweise umfasst die Kippvorrichtung wenigstens eine entlang des Transportmittels stationär ausgebildete Hubkurve sowie daran entlanglaufende Steuerelemente zum front- oder heckseitigen Anheben der Flaschenkästen bezüglich des Transportmittels. Derartige Hubkurven sind vergleichsweise kostengünstig, stabil und langlebig. Außerdem könnten sie für unterschiedliche Kastenformate ausgetauscht werden. Somit ist ein wirtschaftlicher und flexibler Produktionsbetrieb gegeben.

[0019] Vorzugsweise umfassen die Steuerelemente mit der Hubkurve zusammenwirkende Steuerrollen. Steuerrollen ermöglichen verschleißarme und geräuscharme Hubbewegungen der Frontbereiche und/oder Heckbereiche der Flaschenkästen zur Schrägstellung ihrer Vorder- und Rückwände.

[0020] Vorzugsweise sind die Hubkurven in ihren gesamten Wirkbereichen seitlich außerhalb und/oder oberhalb des Transportmittels angeordnet. Dies erleichtert die Verankerung der frontseitig oder heckseitig angehobenen Flaschenkästen am Transportmittel.

[0021] Vorzugsweise umfasst die Kastenwaschmaschine Transportgestelle zur Aufnahme der Flaschenkästen, insbesondere in Form fahrbarer Wägen oder Karren, wobei die Steuerrollen an einem Frontbereich und/oder Heckbereich der Transportgestellte gelagert sind. Die Steuerrollen können dann innerhalb der Kastenwaschmaschine als Bestandteil der Kippvorrichtung wirken, außerhalb der Kastenwaschmaschine als herkömmliche Transportrollen.

[0022] Mit den Transportgestellen könnte der Kippwinkel der Flaschenkästen bei unveränderter Hubkurve vergleichsweise einfach angepasst werden, beispielsweise für unterschiedliche Kastenformate. Hierfür wäre lediglich der Abstand der Steuerrollen von der zugehörigen Verankerung am Transportmittel zu verändern. Beispielsweise sind für einzelne Kastentypen und/oder Kastenformate diesbezüglich speziell angepasste Transportgestelle denkbar, die sich dennoch einheitlich auf dem Transportmittel handhaben lassen. Somit ließen sich unterschiedliche Kastenformate gegebenenfalls auch in unsortierter Reihenfolge reinigen.

[0023] Vorzugsweise sind die Transportgestelle zur formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verankerung am Transportmittel ausgebildet, insbesondere in ihrem jeweils den Steuerrollen entgegengesetzten Frontbereich bzw. Heckbereich. Dies ermöglicht ein Kippen der Vorderwände und Rückwände bei unveränderter relativer Transportposition der Flaschenkästen, also ohne unerwünschtes Verrutschen der Flaschenkästen auf dem Transportmittel.

[0024] Zu diesem Zweck könnten die Transportgestelle beispielsweise als Karren ausgebildet sein, deren Räder in der Kastenwaschmaschine als Steuerrollen wirken. Am anderen Ende der Karren wären dann geeignete Stützen vorzusehen, mit denen sich die Transportgestelle sowohl auf dem Transportmittel als auch auf Böden stabil abstellen lassen.

[0025] Vorzugsweise umfassen die Transportgestelle blockierbare Stützrollen zur Verankerung am Transportmittel sowie Steuerrollen mit demgegenüber größerer Spurweite. Die Steuerrollen laufen dann seitlich außerhalb der Verankerung auf den Hubkurven, während die innen liegenden Stützrollen beispielsweise mittels Feststellbremse und/oder Lenkrollenarretierung eine stabile Verankerung und konstante Transportposition der Flaschenkästen zueinander ermöglichen. Das Transportmittel könnte zur Verankerung aber auch Vertiefungen und/oder Erhebungen zum Blockieren der Stützrollen aufweisen.

[0026] Vorzugsweise ist das Transportmittel als horizontaler Linearförderer ausgebildet. Dies ist eine vergleichsweise robuste und flexibel einsetzbare Ausführungsform des Transportmittels.

[0027] Vorzugsweise weist das Transportmittel parallel zueinander verlaufende Förderbänder mit einem dazwischenliegenden Sprühspalt zum Besprühen der Flaschenkästen auf. Die Hubkurven sind dann vorzugsweise seitlich außerhalb der Förderbänder angeordnet. Die Flaschenkästen und/oder Transportgestelle können auf den Förderbändern heckseitig oder frontseitig ausreichend stabil verankert werden, während sie zwischen den Förderbändern ausreichend gut zur Reinigung zugänglich sind. Entsprechend können die schräg gestellten Vorderwände und/oder Rückwände der Flaschenkästen von unten her gereinigt werden.

[0028] Die gestellte Aufgabe wird ebenso mit einem Verfahren zum Reinigen von Flaschenkästen oder dergleichen Behältern gemäß Anspruch 9 gelöst. Die Flaschenkästen werden durch Sprühbereiche von Sprühdüsen insbesondere kontinuierlich transportiert, wobei die Sprühdüsen wenigstens Außenseiten der Flaschenkästen von oben und/oder unten besprühen, also im Wesentlichen quer zur Transportrichtung. Die Flaschenkästen werden relativ zu den Sprühdüsen und/oder zur Transportrichtung gekippt und dabei frontseitig und heckseitig nach oben und/oder unten zu den Sprühdüsen hin schräg gestellt. Damit lassen sich die bezüglich der Kastenwaschmaschine beschriebenen Vorteile erzielen.

[0029] Dabei werden die Vorderwände und Rückwände der Flaschenkästen vorzugsweise gleichzeitig besprüht. Zusätzlich werden die Seitenwände, der Boden der Flaschenkästen auf prinzipiell bekannte Weise insbesondere auch auf deren Innenseiten besprüht.

[0030] Vorzugsweise werden die Flaschenkästen um quer zu ihrer Transportrichtung verlaufende horizontale Drehachsen gekippt und dadurch zu den Sprühdüsen hin schräg gestellt.

[0031] Vorzugsweise werden die Flaschenkästen bezüglich des Transportmittels um wenigstens 15° und insbesondere um höchstens 60° schräg gestellt. Damit lässt sich ein guter Zugang zu den schräg gestellten Vorderwänden und Rückwänden ebenso erzielen wie eine stabile Transportposition der Flaschenkästen auf dem Transportmittel ohne Verrutschen oder unkontrolliertes Umkippen der Flaschenkästen.

[0032] Vorzugsweise werden die Flaschenkästen bei kontinuierlichem Transport schräg gestellt und so von oben und/oder von unten besprüht. Die Flaschenkästen werden dann insbesondere selektiv in der schräg gestellten Lage sowohl frontseitig als auch heckseitig bestrahlt. Demgegenüber können die über und/oder unter dem Transportmittel angeordneten Sprühdüsen bei herkömmlicher paralleler Ausrichtung der Flaschenkästen zum Transportmittel ausgeschaltet werden, um Reinigungsmittel einzusparen und/oder selektiv zum Besprühen von Innenseiten und/oder Außenseiten der Böden der Flaschenkästen verwendet werden.

[0033] Vorzugsweise ist der lichte Transportabstand zwischen benachbarten Flaschenkästen kleiner als deren Höhe. Dadurch lassen sich der Platzbedarf und die Behandlungszeit minimieren. Dennoch ermöglicht das Kippen eine ausreichende Reinigungswirkung.

[0034] Vorzugsweise werden die Flaschenkästen frontseitig oder heckseitig auf einem Linearförderer in Transportrichtung verankert und jeweils heckseitig oder frontseitig entgegengesetzt angehoben, insbesondere mittels einer stationären Hubkurve. Die Verankerung erfolgt unmittelbar oder mittels Transportgestell. Dies ermöglicht einen zuverlässigen, kostengünstigen und flexiblen Reinigungsbetrieb.

[0035] Vorzugsweise werden die Flaschenkästen zuerst mit Transportgestellen tragend verbunden, insbesondere auf die Transportgestelle gestellt, und anschließend durch an den Transportgestellen befestigte Steuerelemente mittels stationärer Hubkurven heckseitig oder frontseitig angehoben und dadurch schräg gestellt. Dies erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Kastenformate.

[0036] Die Kastenwaschmaschine ist dann zur Durchführung bevorzugter Kombinationen der genannten Verfahrensschritte ausgebildet.

[0037] Bevorzugte Ausführungsformen sind zeichnerisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1
einen schematischen Längsschnitt durch eine Kastenwaschmaschine;
Fig. 2
eine schematische Draufsicht auf ein Transportgestell mit einem Flaschenkasten;
Fig. 3
eine alternative Ausführungsform der Kippvorrichtung.


[0038] Wie die Fig. 1 erkennen lässt, umfasst die Kastenwaschmaschine 1 für leere Flaschenkästen 2 ein Transportmittel 3 für die Flaschenkästen 2 sowie über und unter dem Transportmittel 3 angeordnete und dem Transportmittel 3 zugewandte Sprühdüsen 4 für ein Reinigungsmittel. Bestandteil der Kastenwaschmaschine 1 ist ferner eine Kippvorrichtung 5 für die Flaschenkästen 2 zum Schrägstellen ihrer Vorderwände 2a und Rückwände 2b nach oben/unten zu den Sprühdüsen 4 hin. Vorderwände 2a und Rückwände 2b sind per Definition diejenigen Kastenwände, die bezüglich der Transportrichtung 3a des Transportmittels 3 frontseitig und heckseitig angeordnet sind.

[0039] Entsprechend umfassen die Flaschenkästen 2 ferner Seitenwände 2c, einen Boden 2d und eine Öffnung 2e zum Einsetzen und Entnehmen von (nicht dargestellten) Flaschen, Beuteln oder dergleichen Behälter. Durch die Öffnungen 2e, die in der Kastenwaschmaschine 1 nach unten weisen, können die Flaschenkästen 2 aus den Sprühdüsen 4 auch von Innen besprüht werden. Ferner kann das Reinigungsmittel durch die Öffnungen 2e nach unten ablaufen. Prinzipiell könnten aber auch vollständig geschlossene Kisten oder dergleichen Behälter auf die beschriebene Weise gereinigt werden.

[0040] Die Kippvorrichtung 5 umfasst vorzugsweise beiderseits des Transportmittels 3 angeordnete Hubkurven 6 und mit den Flaschenkästen 2 tragend verbundene Steuerelemente 7, die an den Hubkurven 6 entlanglaufen und die Flaschenkästen 2 im gezeigten Beispiel frontseitig anheben.

[0041] Besonders vorteilhaft ist die gezeigte Ausführungsform, bei der die Steuerelemente 7 in Form von Steuerrollen 8a in Transportgestelle 8 für die Flaschenkästen 2 integriert sind. Die Transportgestelle 8 umfassen vorzugsweise ferner Stützrollen 8b zur ortsfesten Verankerung auf dem Transportmittel 3 bezüglich der Transportrichtung 3a. Die Stützrollen 8b sind beispielsweise blockierbare Rollen, gegebenenfalls auch arretierbare Lenkrollen, so dass die relativen Positionen der Transportgestelle 8 und der darauf ruhenden Flaschenkästen 2 zueinander auf dem Transportmittel 3 auch beim beschriebenen Kippen erhalten bleiben.

[0042] Am Transportmittel 3 könnten, insbesondere in bezüglich der Transportrichtung 3a regelmäßigen Abständen, Vertiefungen und/oder Erhebungen (nicht dargestellt) zum positionserhaltenden Blockieren der Stützrollen 8b ausgebildet sein. Auch könnten die Transportgestelle 8 als Karren ausgebildet sein mit Stützfüßen anstelle der Stützrollen 8b.

[0043] Zur Verankerung der Flaschenkästen 2 auf den Transportgestellen 8 können diese schematisch angedeutete mechanische Anschläge 8c umfassen, die die gekippten Flaschenkästen 2 gegen ein Verrutschen bzw. Herunterrutschen von den Transportgestellen 8 sichern.

[0044] Wie die Fig. 2 in schematischer Draufsicht erkennen lässt, haben die Steuerrollen 8a der Transportgestelle 8 vorzugsweise eine größere Spurweite als die Stützrollen 8b. Dies ermöglicht eine Konfiguration, bei der die Steuerrollen 8a auf außerhalb des Transportmittels 3 angeordneten Hubkurven 6 abrollen, während die demgegenüber mit geringerer Spurweite angeordneten Stützrollen 8b auf dem Transportmittel 3 ruhen, so dass sie nicht auf die Hubkurve 6 laufen und die Verankerung auf dem Transportmittel 3 beim Kippen erhalten bleibt.

[0045] Durch das Kippen der Flaschenkästen 2 bezüglich des Transportmittels 3 ist eine allseitige Reinigung der Flaschenkästen 2 und eine Minimierung des lichten Transportabstands zwischen benachbarten Flaschenkästen 2 möglich. Beispielsweise kann der lichte Transportabstand 10 zwischen den in herkömmlicher orthogonaler Ausrichtung einlaufenden Flaschenkästen 2 kleiner sein als deren Höhe (vorzugsweise vom Transportmittel 3 aus gemessen).

[0046] Das Transportmittel 3 ist vorzugsweise ein im Wesentlichen horizontal verlaufender Linearförderer 9 mit parallel zueinander verlaufenden Förderbändern 9a und einem dazwischen liegenden Sprühspalt 9b zum Besprühen der Flaschenkästen 2 von unten her. Die Spurweite der Stützrollen 8b wird dann an die Auflagefläche der Förderbänder 9a angepasst.

[0047] In der Fig. 2 ist schematisch eine quer zur Transportrichtung 3a und vorzugsweise horizontal verlaufende Kippachse 5a der Kippvorrichtung 5 dargestellt. Diese fällt im gezeigten Ausführungsbeispiel mit der Achse der Stützrollen 8b zusammen. Die Flaschenkästen 2 werden vorzugsweise um einen (in der Fig. 3 angedeuteten) Kippwinkel 11 von wenigstens 15° und vorzugsweise höchstens 60° um ihre Kippachsen 5a gedreht und die Vorderwände 2a sowie Rückwände 2b entsprechend schräg gestellt. Die Kippachsen 5a bewegen sich per Definition gemeinsam mit den Flaschenkästen 2 durch die Kastenwaschmaschine 1.

[0048] Wie man insbesondere anhand der Fig. 2 und 3 erkennt, lässt sich der Kippwinkel 11 durch den Maximalhub 12 der Hubkurve 6 und die Länge des Kipphebels 13 zwischen der Verankerung auf dem Transportmittel 3 und den zugehörigen Steuerrollen 8a einstellen. Bei dem als Wagen ausgebildeten Transportgestell 8 entspricht der Kipphebel 13 dem Achsabstand zwischen den Steuerrollen 8a und den Stützrollen 8b und ließe sich durch Versetzen der Steuerrollen 8a problemlos in einen beispielhaft angedeuteten Kipphebel 13' ändern, um den Kippwinkel 11 anzupassen. Beispielsweise könnten entsprechend unterschiedliche Transportgestelle 8 für bestimmte Kastenformate vorgehalten und/oder die Steuerrollen 8a dazu passend verstellt werden.

[0049] Der Einfachheit halber ist in der Fig. 2 nur eine einzige seitliche Sprühdüse 14 mit ihrem Sprühbereich 14b angedeutet, von denen aber vorzugsweise mehrere beiderseits entlang des Transportmittels 3 angeordnet sind, um die Flaschenkästen 2 auf bekannte Weise seitlich zu besprühen.

[0050] Wie die Fig. 1 und 3 ferner erkennen lassen, werden die Flaschenkästen 2 und damit ihre Vorderwände 2a und ihre Rückwände 2b vorzugsweise so gekippt, so dass die im Wesentlichen nach unten/oben quer zur Transportrichtung 3a ausgerichteten Sprühdüsen 4 sowohl die Böden 2d und Öffnungen 2e mit dem Reinigungsmittel beaufschlagen als auch die Vorderwände 2a und Rückwände 2b. Hierbei sind die Vorderwände und Rückwände 2a, 2b wenigstens von außen zu besprühen, vorzugsweise durch die Öffnungen 2e auch von innen.

[0051] Die Sprühdüsen 4 sind demnach mit ihrer Hauptstrahlrichtung 4a quer zur Transportrichtung 3a angeordnet, also senkrecht oder diesbezüglich schräg nach unten bzw. oben. Eine Schrägstellung der Hauptstrahlrichtung 4a ermöglicht ein frontaleres Besprühen der Vorderwände 2a und Rückwände 2b. Dies ist in der Fig. 3 beispielhaft anhand der Sprühbereiche 4b schräg gestellter Sprühdüsen 4 schematisch angedeutet.

[0052] Die Fig. 3 zeigt zudem eine alternative Kippvorrichtung 15 mit einander paarweise auf derart unterschiedlichen Höhenniveaus zugeordneten Hubkurven 16 und Steuerelementen 17, dass die Steuerelemente 17 an nicht zugeordneten Hubkurven 16 wirkungslos vorbei laufen.

[0053] Die Steuerelemente 17 können dann als obere Steuerrollen 18o (hier beispielhaft für die Frontbereiche) von Transportgestellen 18 und als untere Steuerrollen 18u (hier beispielhaft für die Heckbereiche) der Transportgestelle 18 für separate Hubbereiche 19, 20 ausgebildet sein. Das heißt, die oberen Steuerrollen 18o laufen nur auf einer oberen Hubkurve 16o, und die unteren Steuerrollen 18u laufen nur auf einer niedrigeren unteren Hubkurve 16u.

[0054] Wie die Fig. 3 schematisch andeutet, spielt es prinzipiell keine Rolle, ob die Flaschenkästen 2 frontseitig oder heckseitig angehoben werden, gegebenenfalls auch beides hintereinander. Für ein heckseitiges Anheben sind die Flaschenkästen 2 lediglich entsprechend frontseitig auf dem Transportmittel 3 und/oder den Transportgestellen 8, 18 zu verankern.

[0055] Die Fig. 3 deutet zudem schematisch an, dass die Transportgestelle 18 auf beliebige Weise mit den Flaschenkästen 2 tragend verbunden sein könnten. Beispielsweise könnten die Transportgestelle 18 in Aussparungen in den Flaschenkästen 2 eingreifen, an geeigneter Stelle auf die Flaschenkästen geklemmt werden oder dergleichen. Prinzipiell könnten die Steuerelemente 17 auch ein integraler Bestandteil der Flaschenkästen 2 sein, beispielsweise in Form von Steuernocken, die auf den Hubkurven 16 entlang gleiten.

[0056] Auch können die Flaschenkästen 2, wie dargestellt, unmittelbar auf dem Transportmittel 3 abgestellt werden und auf diesem beim Kippen reibschlüssig und/oder formschlüssig verankert sein, vorzugsweise an Kippachsen 15a.

[0057] Die Kippvorrichtung 15 wäre prinzipiell auch mit den als Wägen oder Karren ausgebildeten Transportgestellen 8 denkbar. Die Hubkurven und zugehörige Steuerrollen müssten dann nicht seitlich außerhalb des Transportmittels 3 angeordnet werden, sondern lediglich oberhalb des Transportmittels 3 auf einem geeigneten Höhenniveau. Auch können Steuerrollen prinzipiell beliebig an den fahrbaren Transportgestellen 8 gelagert werden, solange die gewünschte Reinigung der Flaschenkästen 2 in der Kastenwaschmaschine 1 erzielt wird.

[0058] In jedem Fall ermöglichen die Hubkurven 6, 16 ein außermittiges Anheben der Flaschenkästen 2, während diese bezüglich der Transportrichtung 3a positionserhaltend auf dem Transportmittel 3 stehen. Hierbei können die Flaschenkästen 2 prinzipiell sowohl direkt auf dem Transportmittel stehen als auch mittels der Transportgestelle 8 oder 18 auf dem Transportmittel 3 verankert werden und dann jeweils davon entgegengesetzt von der Hubkurve 6, 16 frontseitig oder heckseitig angehoben werden. Transportgestelle 8, 18 haben hierbei den Vorteil, dass sie sich für unterschiedliche Kastenformate eignen und somit Formatwechsel erleichtern und/oder sich für eine Abfolge unterschiedlicher Kastenformate eignen.

[0059] Die Kastenwaschmaschine 1 ist auf bekannte Weise tunnelförmig ausgebildet und kann herkömmliche Einlaufbereiche und Auslaufbereiche für die Flaschenkästen 2 umfassen. Da eine horizontale Drehung der Flaschenkästen in eine diagonale Transportposition nicht erforderlich ist, können die Einlaufbereiche und Auslaufbereiche kompakt und mit vergleichsweise einfachen technischen Mitteln ausgeführt werden.

[0060] Mit der Kastenwaschmaschine 1 kann beispielsweise wie folgt gearbeitet werden.

[0061] Die leeren Flaschenkästen 2 oder vergleichbare insbesondere offene Behälter für Getränkeflaschen, Beutel, Dosen, Getränkekartons oder dergleichen werden vorzugsweise auf Transportgestelle 8 gesetzt und so dem Transportmittel 3 kontinuierlich zugeführt. Auf dem Transportmittel 3 laufen die Flaschenkästen 2 vorzugsweise mit identischen lichten Transportabständen 10 voneinander durch die Kastenwaschmaschine 1.

[0062] Die Flaschenkästen 2 werden dabei durch die Sprühbereiche 4b, 14b der Sprühdüsen 4, 14 transportiert, so dass die oberen/unteren Sprühdüsen 4 wenigstens die Außenseiten der Flaschenkästen 2 im Wesentlichen quer zur Transportrichtung 3a von oben/unten besprühen. Die derart besprühten Außenseiten umfassen wenigstens die Vorderwände 2a, die Rückwände 2b und die Böden 2d der Flaschenkästen 2. Die Flaschenkästen 2 werden dabei vorzugsweise auf dem Kopf stehend durch die Kastenwaschmaschine 1 transportiert.

[0063] Die Flaschenkästen 2 werden in der Kastenwaschmaschine 1 relativ zu den oberen/unteren Sprühdüsen 4 und/oder dem Transportmittel 3 gekippt und dabei frontseitig und heckseitig nach oben und unten (oder umgekehrt) zu den Sprühdüsen hin schräg gestellt. Der Kippwinkel 11 für die Schrägstellung liegt vorzugsweise zwischen 15 und 60°.

[0064] Hierbei werden die Flaschenkästen 2 vorzugsweise um quer zur Transportrichtung 3a verlaufende horizontale Kippachsen 5a gekippt. Dies ermöglicht eine einfache und zuverlässige Verankerung auf dem Transportmittel 3 und ein diesbezüglich außermittiges Anheben der Flaschenkästen 2, woraus schließlich die Schrägstellung der Flaschenkästen 2 zu den Sprühdüsen 4 hin resultiert. Die relativen Transportpositionen der Flaschenkästen 2 zueinander werden durch die Verankerung auf dem Transportmittel 3 während des Besprühens aus den Sprühdüsen 4 konstant gehalten.

[0065] Der Transport der Flaschenkästen 3 ist vorzugsweise kontinuierlich während des Besprühens. Zusätzlich werden die Flaschenkästen 2 auf an sich bekannte Weise von den seitlichen Sprühdüsen 14 besprüht.

[0066] Die auf dem Transportmittel 3 und/oder Transportgestellen 8 stehenden Flaschenkästen 2 sind mit frontseitig oder heckseitig angeordneten Steuerelementen 7, 17 tragend verbunden und werden durch das Entlanglaufen der Steuerelemente 7, 17 an den Hubkurven 6, 16 außermittig angehoben und schräg gestellt.

[0067] Die Sprühdüsen 4 beaufschlagen die Flaschenkästen 2 mit einem Reinigungsmittel, das beispielsweise eine wässrige Reinigungslösung ist, insbesondere eine Lauge oder dergleichen. Es können aber auch unterschiedliche Sprühdüsen 4 für unterschiedliche Reinigungsmittel vorhanden sein, die sich je nach zu entfernenden Verunreinigungen gemeinsam oder getrennt aktivieren lassen.

[0068] Unter einer Ausrichtung quer zur Transportrichtung 3a ist im Wesentlichen eine vertikale Ausrichtung der Hauptstrahlrichtung 4a zu verstehen, wobei gegebenenfalls eine Schrägstellung der Hauptstrahlrichtung 4a gegenüber der Vertikalen um höchstens 45° vorteilhaft sein kann, um die Vorderwände 2a und Rückwände 2b möglichst effektiv zu reinigen.

[0069] Die beschriebene Kastenwaschmaschine 1 und das beschriebene Verfahren zum Reinigen von Flaschenkästen 2 ermöglicht einen vergleichsweise geringen lichten Transportabstand der Flaschenkästen 2 in der Kastenwaschmaschine 1 bei dennoch guter Zugänglichkeit benachbarter Vorderwände 2a und Rückwände 2b aufeinanderfolgender Flaschenkästen 2 für oberhalb und unterhalb des Transportmittels 3 angeordnete Sprühdüsen 4.

[0070] Der optionale Einsatz von Transportgestellen 8 ermöglicht sowohl eine einfache Handhabung der Flaschenkästen 2 im Einlaufbereich und Auslaufbereich der Kastenwaschmaschine 1 als auch eine einfache Anpassung an unterschiedliche Kastenformate und unterschiedliche Kippwinkel 11 bezüglich der Sprühdüsen 4 und/oder des Transportmittels 3.

[0071] Beispielsweise lässt sich der Kippwinkel 11 vergrößern, indem bei unverändertem Maximalhub 12 der Hubkurve 6 der Kipphebel 13, also beispielsweise der Achsabstand zwischen den Steuerrollen 8a und den Stützrollen 8b, verkürzt wird und umgekehrt. Ebenso ließe sich die Hubkurve 6 prinzipiell als austauschbarer Bestandteil der Kastenwaschmaschine 1 zur Formatanpassung an unterschiedliche Flaschenkästen 2 und/oder Transportgestelle 8 ausführen.

[0072] Somit lässt sich die Kastenwaschmaschine 1 auf vergleichsweise einfache Weise an unterschiedliche Produkte anpassen, indem lediglich die Hubkurve 6 und/oder die Steuerelemente 7 mit deren Positionierung an den Flaschenkästen 2 produktspezifisch eingebaut werden. Ebenso ließen sich die Transportgestelle 8 formatspezifisch auswechseln, um die Kastenwaschmaschine 1 für unterschiedliche Produkte einzusetzen.


Ansprüche

1. Kastenwaschmaschine (1) für Flaschenkästen (2), mit einem Transportmittel (3) für die Flaschenkästen, mit über und/oder unter dem Transportmittel angeordneten und zum Transportmittel hin ausgerichteten Sprühdüsen (4) zum wenigstens außenseitigen Besprühen der Flaschenkästen, und mit einer relativ zu den Sprühdüsen und/oder dem Transportmittel wirksamen Kippvorrichtung (5, 15) für die Flaschenkästen zum Schrägstellen der Vorder- und Rückwände (2a, 2b) der Flaschenkästen nach oben/unten zu den Sprühdüsen hin.
 
2. Kastenwaschmaschine nach Anspruch 1, wobei die Kippvorrichtung (5, 15) zum Kippen der Flaschenkästen (2) um quer zum Transportmittel (3) verlaufende horizontale Drehachsen (5a, 15a) ausgebildet ist.
 
3. Kastenwaschmaschine nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kippvorrichtung (5, 15) entlang des Transportmittels (3) stationär ausgebildete Hubkurven (6, 16) umfasst sowie daran entlanglaufende und mit den Flaschenkästen (2) tragend verbindbare Steuerelemente (7, 17), insbesondere Steuerrollen (8a, 18o, 18u), zum front-/ oder heckseitigen Anheben der Flaschenkästen bezüglich des Transportmittels.
 
4. Kastenwaschmaschine nach Anspruch 3, wobei die Hubkurven (6, 16) in ihren gesamten Wirkbereichen seitlich außerhalb und/oder oberhalb des Transportmittels (3) angeordnet sind.
 
5. Kastenwaschmaschine nach Anspruch 3 oder 4, ferner mit Transportgestellen (8, 18), insbesondere in Form fahrbarer Wägen oder Karren, zur Aufnahme der Flaschenkästen, wobei die Steuerrollen (8a, 18o, 18u) frontseitig und/oder heckseitig an den Transportgestellen (8, 18) gelagert sind.
 
6. Kastenwaschmaschine nach Anspruch 5, wobei die Transportgestelle (8) heckseitig oder frontseitig zur formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verankerung am Transportmittel (3) ausgebildet sind.
 
7. Kastenwaschmaschine nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Transportgestelle (8) blockierbare Stützrollen (8b) zur Verankerung am Transportmittel (3) umfassen sowie Steuerrollen (8a) mit demgegenüber größerer Spurweite.
 
8. Kastenwaschmaschine nach wenigstens einem der vorigen Ansprüche, wobei das Transportmittel (3) parallel zueinander verlaufende Förderbänder (9a) mit einem dazwischen liegenden Sprühspalt (9b) zum Besprühen der Flaschenkästen (2) von unten her umfasst.
 
9. Verfahren zum Reinigen von Flaschenkästen (2) oder dergleichen, bei dem diese durch Sprühbereiche (4b) von Sprühdüsen (4) transportiert werden und die Sprühdüsen wenigstens Außenseiten der Flaschenkästen von oben und/oder unten besprühen, wobei die Flaschenkästen relativ zu den Sprühdüsen und/oder zur Transportrichtung (3a) gekippt und dadurch frontseitig und heckseitig nach oben und/oder unten zu den Sprühdüsen hin schräg gestellt werden.
 
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Flaschenkästen (2) um quer zu ihrer Transportrichtung verlaufende horizontale Drehachsen (5a, 15a) gekippt werden.
 
11. Verfahren nach einem der Anspruch 9 oder 10, wobei die Flaschenkästen (2) bezüglich des Transportmittels (3) um einen Kippwinkel (11) von wenigstens 15° und insbesondere um höchstens 60° schräg gestellt werden.
 
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei ein bei orthogonaler Ausrichtung definierter lichter Transportabstand (10) zwischen benachbarten Flaschenkästen (2) kleiner ist als deren Höhe.
 
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die Flaschenkästen frontseitig oder heckseitig auf einem Linearförder in Transportrichtung verankert und jeweils entgegengesetzt heckseitig oder frontseitig angehoben werden.
 
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei die Flaschenkästen (2) zuerst mit Transportgestellen (8, 18) tragend verbunden werden und anschließend durch an den Transportgestellen befestigte Steuerelemente (7, 17) mittels Hubkurven (6, 16) heckseitig oder frontseitig angehoben und dadurch schräg gestellt werden.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente