[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für einen Kite sowie einen Kite mit
einer solchen Haltevorrichtung.
[0002] Mit einem Kite bzw. Drachen kann sich ein Anwender durch Windunterstützung über Wasser,
Land oder Schnee ziehen lassen. Der Kite ist über eine Kopplungsvorrichtung mit dem
Anwender verbunden. Je nach Grösse des Kites können bei einer Kite-gestützten Fortbewegung
aufgrund der hohen Krafteinwirkung des Windes hohe Geschwindigkeiten erreicht werden.
Windböen oder sonstige schlagartige Zunahmen des Windes können dazu führen, dass der
Anwender die Kontrolle über den Kite verliert und in die Luft geschleudert wird, was
erhebliche Unfallgefahr mit sich bringt. Der Kite soll bei Erkennen einer Gefahr daher
schnell und mit minimalem Kraftaufwand vom Anwender entkoppelt werden können.
[0003] Aus der
US2004/0004160A1 ist eine Haltevorrichtung bekannt, bei der ein Anwender den Kite durch einen manuellen
Eingriff lösen kann. Durch Bedienen einer Auslösevorrichtung bzw. durch Betätigung
eines Schiebers wird ein Verschlusshebel freigelegt und die mechanische Verbindung
zwischen dem Anwender und dem Kite getrennt. Die manuelle Bedienung der Auslösevorrichtung
erfordert Geschick und eine sehr schnelle Reaktion des Anwenders, der unter Einwirkung
von Windböen bzw. starken Zugkräften die Kontrolle verlieren und den Schieber möglicherweise
nicht rechtzeitig betätigen kann.
[0004] Aus der
WO200756728A2 ist eine Haltevorrichtung mit einem Verschlussmechanismus bekannt, der zum Halten
und, bei Überlast, zur automatischen Entkopplung eines Kites dient.
[0005] Aus der
EP02516253A1 ist eine weitere Halteeinrichtung für einen Kite bekannt, der eine Verschlussvorrichtung
aufweist, die bei Überlast den Kite automatisch vom Anwender entkoppelt. Wie beim
Gegenstand der
US2004/0004160A1 wird durch manuelle Betätigung eines Schiebers ein mit dem Kite gekoppelter Verschlusshebel
freigelegt, so dass eine Kopplungsschlaufe gelöst und die mechanische Verbindung zwischen
dem Anwender und dem Kite getrennt wird. Der Verschlusshebel wird durch einen Sperrhebel
gehalten, der gegen eine Sperrfeder drückt und der bei Auftreten einer Überlast vom
Verschlusshebel nach aussen gedrückt wird und den Verschlusshebel freigibt. Vom Verschlusshebel
muss daher ein entsprechendes Drehmoment auf den Sperrhebel ausgeübt werden, der seinerseits
bis zum Auslösen ein entsprechendes Gegenmoment ausüben muss. Die verwendete Hebelstruktur
weist zahlreiche Nachteile auf. Das vom Verschlusshebel über einen sehr kurzen Hebel
ausgeübte Drehmoment ist ungenau definiert. Die auf den Verschlusshebel einwirkenden
Kräfte können zudem in Abhängigkeit der Windrichtung ändern. Die auf den Verschlusshebel
einwirkende und mit einem Führungselement verbundene Kopplungsschlaufe kann die Überlast
z.B. asymmetrisch auf das Führungselement übertragen, sodass die Krafteinwirkung auf
den Verschlusshebel ungenügend ist und ein automatisches Auslösen nicht erfolgt. Die
auf den Verschlusshebel einwirkende Kraft ist zudem auch davon abhängig, aus welcher
Richtung der Wind auf den Kite einwirkt und wie rasch eine gleichmässige Kraftverteilung
über der Kopplungsschlaufe erfolgt. Aufgrund der Konstruktion des Mechanismus ergibt
sich ferner, dass dieser bei höheren Kräften schlagartig auslösen kann, ohne dass
eine Gefahrensituation vorliegt.
[0006] Die Hebel und Hebelgelenke können insbesondere bei auftretender Verschmutzung blockieren,
sodass wesentliche Änderungen der Drehmomente auftreten, die erforderlich sind, um
das Hebelwerk zu betätigen. Zu beachten ist, dass Sand in die Vorrichtung geraten
und das Hebelwerk beeinträchtigen kann. Die mit dem Sperrhebel verbundene Sperrfeder
weist geringe Dimensionen auf und wird mit ihrer Achse quer zur Längsachse der Verschlussvorrichtung
montiert. Die Herstellung der Vorrichtung mit dem beschriebenen Hebelwerk und der
Sperrfeder ist daher mit erheblichem Aufwand verbunden. Die Sperrfeder ist unvorteilhaft
positioniert und an dieser Position mit relativ kleinen Abmessungen realisiert.
[0007] Die Einstellung der unter hohem Druck stehenden Sperrfeder erfordert ein Werkzeug
und Geschick. Nach dem Auslösen des Sperrhebels und des Verschlusshebels müssen diese
zurückgesetzt und miteinander koordiniert werden, was insbesondere im Anwendungsgebiet
mit Schwierigkeiten verbunden ist. Da der Verschlusshebel vom Sperrhebel gehalten
wird, muss zudem sichergestellt werden, dass dieser auslösen kann, wenn der Schieber
manuell betätigt wird.
[0008] Um das automatische Auslösen des Sperrhebels zu verhindern, kann dieser durch einen
Schalthebel blockiert werden. Die Betätigung dieses Schalthebels erfordert im Anwendungsgebiet
wiederum Geschick, weshalb während der Fahrt auf dem Meer ein rasches Umschalten und
Blockieren oder, bei auffrischendem Wind, Deblockieren des Sperrhebels kaum möglich
ist.
[0009] Zu beachten ist ferner, dass der Sperrhebel und der Verschlusshebel beim Auslösen
seitlich durch den Schieber austreten, weshalb der Schieber mit einer Öffnung zu versehen
ist und entsprechend geschwächt werden muss. Zu beachten ist weiter, dass der Schieber
oft mit der Hand gehalten wird, weshalb ein kraftvolles Austreten des Sperrhebels
durch den Schieber hindurch unerwünscht ist.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Haltevorrichtung
für einen Kite zu schaffen, die in Notsituationen automatisch auslösen kann. Ferner
ist ein Kite zu schaffen, der mit einer solchen Haltevorrichtung versehen ist.
[0011] Die eingangs beschriebenen Nachteile bekannter Haltevorrichtungen sollen vermieden
werden. Die erfindungsgemässe Haltevorrichtung soll einfach und robust aufgebaut sein
und zuverlässig arbeiten. Das automatische Auslösen soll präzise bei definierten Zugkräften
erfolgen, die vom Kite über ein Zugseil auf die Haltevorrichtung übertragen werden.
Der Kite soll bei Überschreiten einer maximalen Zugkraft zuverlässig entkoppelt werden.
Die maximale Zugkraft soll in einfacher Weise präzise einstellbar sein, sodass die
Haltevorrichtung mit geringem Aufwand an einen Anwender angepasst werden kann.
[0012] Ein unerwünschtes Auslösen, z.B. bei sehr kurzen heftigen Impulsen, die nicht zu
einer Gefahrensituation führen, soll hingegen vermieden werden.
[0013] Die Haltevorrichtung soll zuverlässig manuell oder automatisch ausgelöst werden können.
Dabei sollen Vorrichtungsteile, die für das automatische Auslösen vorgesehen sind,
ein manuelles Auslösen nicht beeinträchtigen.
[0014] Die Haltevorrichtung soll auch unter schwierigen Bedingungen in einfacher Weise,
z.B. bei der Anwendung unter Einwirkung von Wind, einfach bedienbar sein. Ein Blockieren
und Deblockieren soll mit einem Handgriff während der Fahrt bequem und sicher möglich
sein, dies auch ohne dass der Anwender auf die Haltevorrichtung blickt.
[0015] Nach dem automatischen und manuellen Auslösen der Haltevorrichtung soll diese in
einfacher Weise, wieder betriebsbereit gemacht werden können. Auf eine Manipulation
und Koordination verschiedener Hebel soll verzichtet werden können.
[0016] Die Funktion der Haltevorrichtung soll durch Schmutzeinwirkung, z.B. durch Sand,
nicht beeinträchtigt werden.
[0017] Diese Aufgabe wird mit einer Haltevorrichtung und einem Kite gelöst, welche die in
Anspruch 1 bzw. 15 angegebenen Merkmale aufweisen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0018] Die Haltevorrichtung umfasst ein dem Halten des Anwenders dienendes vorzugsweise
schleifenförmiges Verbindungsteil und einen mit dem Verbindungsteil verbundenen Verschlussmechanismus,
der zum Halten und, bei Überlast, zur automatischen Entkopplung eines Kites dient.
Der Verschlussmechanismus umfasst einen Verschlusskörper, von dem eine Verschlusskappe
verschiebbar gehalten ist, mittels der in einer Ausgangsposition ein mit dem Verbindungsteil
verbundenes Kopplungsteil direkt oder indirekt fixierbar und in wenigstens einer Auslöseposition
auslösbar ist.
[0019] Erfindungsgemäss ist ein Zugstab vorgesehen,
- a) der in einem Lagerkanal des Verschlusskörpers verschiebbar gelagert und von einem
elastischen Auslöseelement, vorzugsweise einer Schraubenfeder, gehalten ist; und
- b) dessen frontseitiges Endstück, das mit der Verbindungsleine verbindbar ist, aus
dem Verschlusskörper heraus ragt und durch eine Durchgangsöffnung in der Verschlusskappe
hindurch tritt, und das ein Hubelement aufweist, welches an der Verschlusskappe, vorzugsweise
an der dem Verschlusskörper zugewandten Unterseite der Verschlusskappe, anliegt und
diese bei einer Verschiebung des Zugstabes nach aussen mit sich führt, wodurch das
Kopplungsteil ausgelöst wird.
[0020] Die Verschlusskappe, welche in der Ausgangsposition das Kopplungsteil, gegebenenfalls
ein dem Halten des Kopplungsteils dienendes Verschlussteil, fixiert, kann wie bisher
manuell betätigt werden, d.h. nach aussen verschoben werden, um das Kopplungsteil
und/oder das Verschlussteil zu lösen. Das Kopplungsteil ist z.B. als Haken, Öse, Schlaufe,
Rasthaken oder Schnellverschlusselement realisiert und in das Verschlussteil oder
in ein einstückig am Verschlusskörper vorgesehenes Halteteil eingehängt.
[0021] Falls beim Betrieb der Haltevorrichtung über die Verbindungsleine eine übermässige
Kraft auf den Zugstab einwirkt, wird das elastische Auslöseelement deformiert und
der Zugstab mitsamt der Verschlusskappe nach aussen gezogen. Bei diesem Vorgang wird
das Kopplungsteil, gegebenenfalls das dem Halten des Kopplungsteils dienende Verschlussteil,
wie bei der manuellen Betätigung, ausgelöst.
[0022] Die Wiederinbetriebsetzung der Haltevorrichtung erfolgt nach dem manuellen oder dem
automatischen Auslösen in gleicher Weise. Das Kopplungsteil und/oder das Verschlussteil
werden zurückgesetzt und die Verschlusskappe wird zurückgefahren. Die Verschlusskappe
wird dabei von wenigstens einem elastischen Rückführelement zurückgezogen. Die Rücksetzung
der Haltevorrichtung in den Betriebszustand erfolgt dabei mit wenigen Handgriffen.
[0023] Das elastische Auslöseelement kann bis zu einem bestimmten Grad deformiert werden,
bevor es auslöst. Von besonderem Vorteil ist dabei, dass sehr kurze heftige Impulse,
die unkritisch sind, durch das elastische Auslöseelement absorbiert werden. Unangenehme
Stösse auf den Körper des Anwenders werden dadurch vermieden. Gleichzeitig wird ein
unerwünschtes Auslösen der Haltevorrichtung in Situationen vermieden, in denen keine
Gefahr besteht. Fehlfunktionen, die auf dem Wasser ausserordentlich unangenehm sind,
können daher vermieden werden, falls der Automatikbetrieb auf dem Wasser zugeschaltet
ist.
[0024] Das Vorhandensein eines Auslöseweges hat den weiteren Vorteil, dass das elastische
Auslöseelement, bzw. die Schraubenfeder, wahlweise über einen relativ grossen Bereich
vorgespannt werden kann, um die Haltevorrichtung präzise an den jeweiligen Anwender
anzupassen und entsprechende Risiken auszuschliessen.
[0025] Auf ein kompliziertes Hebelwerk, das gegenüber Verschmutzungen und Verschleiss empfindlich
ist, wird verzichtet. Es wird nicht die über verschiedene Vorrichtungsteile übertragene
Krafteinwirkung auf einen am Verschlusskörper anliegenden Verschlusshebel gemessen,
die von verschiedenen Faktoren abhängig ist und nur sehr ungenau bestimmt werden kann,
sondern es wird direkt die vom Kite über die Verbindungsleine einwirkende Kraft gemessen.
[0026] Das Kopplungsteil kann auf verschiedene Weise gehalten werden. Z.B. kann ein ringförmiges
Kopplungsteil vorgesehen werden, welches in ein am Verschlusskörper angeformtes Halteelement
eingehängt wird. Die Verschlusskappe verhindert in der Ausgangsposition, dass das
Kopplungsteil vom Halteteil entweichen kann. Auf diese Weise wird kein Verschlusshebel
benötigt. Hingegen sind der Verschlusskörper und die Verschlusskappe entsprechend
präzise auszuführen.
[0027] Alternativ ist ein vorzugsweise zungenförmiges oder hebelförmiges Verschlusselement
vorgesehen, das von einer mit dem Verschlusskörper verbundenen Lagerwelle drehbar
gehalten ist, und das in der Ausgangsposition der Verschlusskappe vorzugsweise innerhalb
einer Ausnehmung des Verschlusskörpers mit dem vorzugsweise ringförmigen Kopplungsteil
gekoppelt und von der Verschlusskappe blockiert ist. Das Kopplungsteil wird vom Verschlusselement
sicher gehalten. Es ist somit ein weiterer Vorteil, dass verschiedene und weitere
Möglichkeiten zur Kopplung und Entkopplung des Kopplungsteils realisierbar sind.
[0028] Das Verbindungsteil bildet vorzugsweise eine Schlaufe, an der an einem Ende das Kopplungsteil
und am anderen Ende ein Halteteil vorgesehen ist, welches mit dem Verschlusskörper
fest, aber vorzugsweise drehbar verbunden ist.
[0029] In einer vorzugsweisen Ausgestaltung ist der Zugstab an dem dem Anwender zugewandten
rückseitigen Ende vorzugsweise drehfest mit einem Stützelement verbunden, das am elastischen
Auslöseelement anliegt und von diesem mit einer vorzugsweise einstellbaren Vorspannkraft
zurückgestossen wird. Der Lagerkanal schliesst vorzugsweise an einen mit der Austrittsöffnung
versehenen Abschlussflansch an. Das elastische Element, vorzugsweise eine Schraubenfeder,
die den Zugstab umschliesst ist somit zwischen dem Stützelement und dem Abschlussflansch
gehalten. Durch Verschieben des Stützelements kann das elastische Auslöseelement daher
wahlweise vorgespannt werden, um die für das Auslösen des Verschlussmechanismus erforderliche
Kraft einzustellen. Das Stützelement wird dazu entlang dem Zugstab verschoben und
mittels eines Arretierelements an einer passenden Position arretiert. Das Arretierelement
kann auf verschiedene Weise mit dem Zugstab verbunden werden. Vorzugsweise sind mehrere
Montagepositionen vorgesehen, an denen das Arretierelement wahlweise mit dem Zugstab
verbindbar ist. Das Arretierelement kann durch Bohrungen in den Zugstab eingesetzt
werden, durch Gewindeelemente mit dem Zugstab verschraubt werden oder auf Einformungen
im Zugstab aufgesetzt oder aufgeklemmt werden, um das elastische Auslöseelement wahlweise
vorzuspannen.
[0030] Zum Auslösen des Verschlusselements muss die Verschlusskappe angehoben werden, bis
das Kopplungsteil gelöst, gegebenenfalls das Verschlusselement freigelegt ist. Sobald
das elastische Auslöseelement vorgespannt ist, muss eine grössere Kraft aufgewendet
werden, um diesen Weg zu überwinden. Der Zugstab ist vorzugsweise in einer Öffnung
des Stützelements formschlüssig gehalten. Alternativ kann das Stützelement auch auf
den Zugstab aufgeschraubt sein, wodurch die Vorspannung des elastischen Auslöseelements
ebenfalls in einfacher Weise einstellbar ist.
[0031] Die Haltevorrichtung kann daher in einfacher Weise präzise an den jeweiligen Anwender
angepasst werden. Der Zugstab kann z.B. mit Markierungen versehen werden, welche die
Montagepositionen für das Arretierelement und eine entsprechende Gewichtsangabe für
den Anwender anzeigen. Der Anwender kann das Arretierelement daher an der Position
montieren, die seinem Gewicht entspricht. Das Arretierelement kann ein Bolzen, eine
Klammer oder dergleichen sein, die mit einem Handgriff montiert und wieder gelöst
werden kann. Aufgrund der Vorspannung ist eine selbsttätiges Lösen dabei nicht möglich.
Alternativ kann der Zugstab auch mit einer Stellschraube oder einer Schraubenmutter
versehen sein.
[0032] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der vom elastischen Auslöseelement
in seine Endlage gedrückte Zugstab um seine Längsachse gegenüber dem Verschlusskörper
zwischen einer Arretierposition, in der er vom Verschlusskörper entlang seiner Längsachse
nicht verschiebbar gehalten ist, und einer Automatikposition drehbar ist, in der er
im Verschlusskörper entlang seiner Längsachse verschiebbar ist.
[0033] Vorzugsweise ist der Zugstab oder das Stützelement mit zumindest einem Führungsteil
verbunden, das in der Endlage des Zugstabes bzw. in der Arretierposition in einen
am Verschlusskörper angeformten Rastraum eindrehbar und darin gehalten, und das ausserhalb
des Rastraums, in der Automatikposition, in einem Führungskanal verschiebbar gehalten
ist, der parallel zum Lagerkanal verläuft und gegen diesen geöffnet ist. Vorzugsweise
sind beidseits des Zugstabes bzw. des Stützelements Führungsteile vorgesehen, die
axial zueinander ausgerichtet sind und die je in einen Rastraum oder in einen Führungskanal
eindrehbar sind. Durch Drehung des Zugstabes kann das Führungsteil daher entweder
in den Rastraum oder in den Führungskanal verschoben werden. Die Endlage des Zugstabes
ist dabei erreicht, wenn dieser vom elastischen Auslöseelement maximal zurück verschoben
wurde und z.B. das wenigstens eine Hubelement aussen am Verschlusskörper bzw. am Abschlussflansch
anliegt.
[0034] In einer vorzugsweisen Ausgestaltung ist der Zugstab, der vorzugsweise einen polygonalen
Querschnitt aufweist, formschlüssig in der Durchgangsöffnung der vorzugsweise hohlzylinderförmigen
Verschlusskappe gehalten, die entlang der Längsachse des vorzugsweise hohlzylinderförmigen
Verschlusskörpers verschiebbar und um diese Längsachse drehbar ist. Das Stützelement
weist vorzugsweise eine Führungsöffnung auf, in der der Zugstab vorzugsweise ebenfalls
formschlüssig gehalten ist. Durch Drehen der Verschlusskappe kann das Stützelement
und mit dem daran vorgesehenen Führungsteil zwischen der Arretierposition und der
Automatikposition hin und her verschoben werden.
[0035] Die relativ grosse Verschlusskappe, die den Verschlusskörper vorzugsweise vollständig
abdeckt kann mit einer Hand erfasst und zwischen den beiden Positionen gedreht werden,
um den Zugstab zu blockieren oder freizugeben. Dieser Vorgang kann in einfacher Weise
während der Fahrt erfolgen. Das Führungsteil kann dabei über einen Bogen bzw. eine
Hemmschwelle in eine Rastsenke geführt werden, in der sie vom vorgespannten elastischen
Auslöseelement gehalten ist. Ein selbsttätiges Einschwenken in den Rastraum oder ein
selbsttätiges Zurückweichen aus dem Rastraum ist daher ausgeschlossen.
[0036] In der Arretierposition ist der Zugstab bezüglich des Verschlusskörpers somit axial
fixiert. Die Verschlusskappe ist in dieser Position des Zugstabes somit nur manuell
entlang der Längsachse des Verschlusskörpers verschiebbar, um das Verschlusselement
und/oder das Verbindungsteil zu lösen. In der Arretierposition kann der Kite somit
wie aus dem Stand der Technik bekannt entkoppelt werden. Diese Position ist für schwache
Winde geeignet, bei denen kein Risiko besteht, dass der Anwender durch starke Windböen
in die Luft geschleudert wird oder wenn der Anwender tatsächlich Luftsprünge ausführen
will und ein automatisches Lösen daher vermieden werden soll.
[0037] In der Automatikposition ist der Zugstab entlang der Längsachse des Verschlusskörpers
verschiebbar geführt. Das Auslösen der Haltevorrichtung von Hand ist jedoch auch in
dieser Position möglich. Der Anwender kann somit jederzeit freiwillig die Kopplung
zum Kite unterbrechen. Zusätzlich löst die Haltevorrichtung in der Automatikposition
automatisch aus, sobald der Zugstab durch Zug vom Kite zu stark ausgelenkt wird. Durch
die Auslenkung des Zugstabes wird die Verschlusskappe entlang der Längsachse des Verschlusskörpers
verschoben, bis das Verschlusselement freiliegt, wodurch das Verbindungsteil einseitig
gelöst wird. Dieses Öffnen erfolgt ohne Zutun des Anwenders und hängt einzig von der
Windstärke ab. Selbstverständlich haben auch die Grösse des Kite und dessen Bedienung
einen Einfluss auf die einwirkenden Kräfte. Insbesondere bei starken und unvermittelt
auftretenden Windböen wird so eine sichere Entkopplung des Kites vom Anwender sichergestellt.
Wesentlich ist, dass das Auslösen unmittelbar durch die Krafteinwirkung des Kite erfolgt
und Kräfte nicht über mehrere Vorrichtungsteile übertragen werden müssen.
[0038] In einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Austrittsöffnung
des Verschlusskörpers mit wenigstens einer Seitenöffnung versehen ist, durch die das
mit dem Zugstab verbundene Hubelement hindurch führbar ist. Vorzugsweise ist der Zugstab
beidseits mit axial zueinander ausgerichteten Hubelementen versehen, die durch entsprechende
Seitenöffnungen hindurch geführt und in der Art eines Bajonettverschlusses über den
Abschlussflansch gedreht werden können. Der Zugstab kann daher durch die Austrittsöffnung
verschoben und innerhalb der Austrittsöffnung gedreht werden, sodass die Hubelemente
nicht mehr durch die Seitenöffnungen zurückweichen können. Der Zugstab wird vom elastischen
Auslöseelement zurückgezogen, bis die Hubelemente am Abschlussflansch anliegen. Auf
diese Weise kann die Haltevorrichtung in einfacher Weise zusammengebaut werden.
[0039] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weisen der Verschlusskörper und/oder
die Verschlusskappe eine zumindest annähernd hohlzylindrische Form auf. Hierdurch
wird eine kompakte Bauform ermöglicht und die Verschlusskappe ist von Hand einfach
und sicher bedienbar. Vorzugsweise sind an der Verschlusskappe eine oder mehrere Greifrippen
und/oder ein Greifrand angeformt. Hierdurch wird ein einfaches Greifen und Heraufschieben
der Verschlusskappe per Hand, insbesondere auch mit einer nassen Hand, ermöglicht.
[0040] Am Verschlusskörper ist vorzugsweise eine Ausnahmeöffnung zur Lagerung des Verschlusselements
angeformt. Die Form der Ausnahmeöffnung ist vorzugsweise auf die Form des Verschlusselements
angepasst. Hierdurch wird eine kompakte Bauform ermöglicht. Das Verschlusselement
wird in den Verschlusskörper integriert, sodass dessen Aussenform immer noch zylindrisch
ist und die zylindrische Verschlusskappe gedreht werden kann.
[0041] Vorzugsweise sind die Verschlusskappe und der Verschlusskörper durch zumindest ein
elastisches Rückführelement elastisch gekoppelt. Das zumindest eine elastische Rückführelement
bewirkt bei Auslenkung der Verschlusskappe bezüglich des Verschlusskörpers eine Rückstellkraft,
wodurch die Verschlusskappe in der Ausgangsposition gehalten oder z.B. nach einer
Auslenkung des Zugstabes zusammen mit diesem in die Ausgangsposition zurückgeführt
wird. Ein unbeabsichtigtes Hochschieben und Auslösen des Kite wird dadurch verhindert
wird. Vorzugsweise ist das elastische Auslöseelement als Spiralfeder, Schraubenfeder,
Kunststoffelement, Gummielement, Gummiband oder Gummiriemen ausgestaltet.
[0042] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Zugstab einen axialen Lagerkanal
zur Durchführung einer Hilfsleine auf. Durch die Hilfsleine bleibt der Kite auch nach
dem Öffnen der Haltevorrichtung mit dem Anwender verbunden, so dass er einfach zurückgeholt
werden kann.
[0043] Vorzugsweise sind der Verschlusskörper und/oder die Verschlusskappe und/oder der
Zugstab aus einem formstabilen Kunststoff oder aus Metall gefertigt. Die Kopplungsschlaufe
des Verbindungsteils ist vorzugsweise aus einem weitgehend formstabilen Material gefertigt,
sodass der Verschlusskörper stabil gehalten wird, wenn die Verschlusskappe gedreht
wird.
[0044] Mit einer erfindungsgemässen Haltevorrichtung ist ein erfindungsgemässer Kite vorteilhaft
realisierbar. Der Kite ist über eine Verbindungsleine mit einer erfindungsgemässen
Haltevorrichtung verbunden.
[0045] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1a
- eine erfindungsgemässe Haltevorrichtung 1 mit einer Verschlusskappe 3, die manuell
betätigt werden kann oder die unter Einwirkung starker Kräfte auf einen Zugstab 5
von diesem hochgehoben wird, um ein mit dem Anwender verbundenes Verbindungsteil 4
zu lösen;
- Fig. 1b
- einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 entlang der in Fig. 1a gezeigten Schnittlinie
A--A;
- Fig. 1c
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit entfernter Verschlusskappe 3 mit Blick auf
einen mit einem Viertelschnitt gezeigten Verschlusskörper 2, in dem der Zugstab 5
verschiebbar gehalten und von einem elastischen Auslöseelement bzw. einer Schraubenfeder
7 nach unten in eine Ausgangsposition gedrückt wird;
- Fig. 1d
- der Zugstab 5 von Fig. 1c verbunden mit einem Stützelement 8, das mittels eines Arretierelements
6 an einer ausgewählten Position fixiert ist, um die Schraubenfeder 7 bedarfsweise
vorzuspannen;
- Fig. 1e
- die Haltevorrichtung 1 mit entfernter Verschlusskappe 3 von Fig. 1c mit Blick auf
den in einem weiteren Viertelschnitt gezeigten Verschlusskörper 2, in dem der Zugstab
5 blockiert ist;
- Fig. 2
- die einzelnen Bestandteile der Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit dem über eine Verbindungsleine
10 mit einem Kite 100 verbunden Zugstab 5;
- Fig. 3a
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit manuell hochgeschobener Verschlusskappe 3;
- Fig. 3b
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 3a mit einem von der Verschlusskappe 3 freigelegten
Verschlusselement 9 und dem davon gelösten Verbindungsteil 4;
- Fig. 4a
- einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 von Fig. 3a, der zeigt, dass die Verschlusskappe
3 nicht durch den Zugstab 5 sondern manuell nach oben geschoben wurde;
- Fig. 4b
- einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 mit geöffnetem Verbindungsteil 4 von Fig.
3b;
- Fig. 5a
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit durch Zug am Zugstab 5 hochgeschobener Verschlusskappe
3;
- Fig. 5b
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 5a mit geöffnetem Verbindungsteil 4;
- Fig. 6a
- einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 von Fig. 5a;
- Fig. 6b
- einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 mit gelöstem Verbindungsteil 4 von Fig.
5b;
- Fig. 7a
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a aus der Sicht des Anwenders mit dem Zugstab 5 in
deblockierter Position;
- Fig. 7b
- die Haltevorrichtung 1 von Fig. 7a bei der Überführung des gezeigten Führungsteils
81 in den Rastraum 252 bzw. in die in der Arretierposition;
- Fig. 7c
- den Verschlusskörper 2 der Haltevorrichtung 1 aus Fig. 7b;
- Fig. 7d
- einen Schnitt durch den Verschlusskörper 2 entlang der in Fig. 7c gezeigten Schnittlinie
B--B; und
- Fig. 7e
- das Stützelement 8 von Fig. 1d;
[0046] Fig. 1a zeigt eine erfindungsgemässe Haltevorrichtung 1, die es erlaubt, eine Verbindung
zu einem Kite zu erstellen und diese Verbindung manuell oder, bei Überlast, automatisch
von Kite zu lösen.
[0047] Die Haltevorrichtung 1 umfasst eine hohlzylindrische Verschlusskappe 3, welche einen
hohlzylindrischen Verschlusskörper 2 umschliesst und überdeckt. Am Verschlusskörper
2 sind eine erste und eine zweite Lagervorrichtung 22, 23 vorgesehen, die dem Halten
eines Verbindungsteils 4 dienen, das eine Kopplungsschlaufe 41 aus Metall und/oder
Kunststoff aufweist und das zur Verbindung der Haltevorrichtung 1 mit einem Trapez
oder einem Körpergurt des Anwenders dient.
[0048] Das Verbindungsteil 4 weist an einem Ende ein Halteteil 43 auf, welches drehbar und
durch den Anwender nicht lösbar mit der Lagervorrichtung 23 verbunden ist. An dem
dem Halteteil 43 gegenüberliegenden Ende der Kopplungsschlaufe 41 ist ein Kopplungsteil
42 vorgesehen, das lösbar mit einem Verschlusselement 9 koppelbar ist (siehe Fig.
1b). Wie Fig. 4b und Fig. 6b zeigen, wird dieses Verschlusselement 9 und somit das
Kopplungsteil 42 gelöst, sobald die Verschlusskappe 3 manuell oder automatisch nach
oben verschoben wird.
[0049] Innerhalb des Verschlusskörpers 2 ist ein Zugstab 5 verschiebbar gelagert, der eine
mehrkantige Zugstange 51 umfasst, die durch eine Durchgangsöffnung 30 in der Verschlusskappe
3 hindurchgeführt ist. An dem dem Kite zugewandten frontseitigen Ende der Zugstange
51 ist ein Verbindungsteil 519 vorgesehen, an dem die Verbindungsleine des Kite befestigt
werden kann. An dem dem Anwender zugewandten rückseitigen Ende des Zugstabes 5 sind
Arretieröffnungen 511, 512, 513 vorgesehen, in die wahlweise ein Arretierelement 6
einsetzbar ist, um die Haltevorrichtung 1 an die Bedürfnisse des Anwenders anzupassen
(siehe Fig. 2).
[0050] Fig. 1b zeigt einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 entlang der in Fig. 1a gezeigten
Schnittlinie A--A. Innerhalb des Verschlusskörpers 2 ist ein Lagerkanal 200 vorgesehen,
in dem der von einem elastischen Auslöseelement bzw. einer Schraubenfeder 7 umschlossene
Zugstab 5 verschiebbar gehalten ist. Die Schraubenfeder 7 ruht auf einem Stützelement
8, welches am Zugstab 5 mittels des Arretierelements 6 (siehe Fig. 3a) gehalten ist,
das an einer ausgewählten Position in eine der Arretieröffnungen 511, 512, 513 am
Zugstab 5 eingesetzt ist. Durch die Wahl der Position des Arretierelements 6 kann
die Schraubenfeder 7 wahlweise vorgespannt werden.
[0051] Die zylindrische Aussenfläche des Verschlusskörpers 2 ist zumindest annähernd parallel
zur zylindrischen Innenfläche der Verschlusskappe 3 ausgeführt, so dass die beiden
Körper zumindest annährend ohne axiales Spiel entlang der Längsachse x der Haltevorrichtung
1 gegeneinander verschiebbar und um die Längsachse x gegeneinander drehbar sind.
[0052] Am Verschlusskörper 2 ist eine Aufnahmeöffnung 21 eingeformt, in die ein hebelförmiges
oder zungenförmiges Verschlusselement 9 eindrehbar ist, das in der Lagervorrichtung
22 des Verschlusskörpers 2 z.B. mittels einer Lagerwelle gehalten ist. Durch das Verschlusselement
9 ist das am Verbindungsteil 4 angeordnete Kopplungsteil 42 mechanisch festlegbar.
Das nach oben geklappte Verschlusselement 9 wird durch die Verschlusskappe 3 in der
Ausnahmeöffnung 21 blockiert.
[0053] Fig. 1c zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit entfernter Verschlusskappe 3
mit Blick auf einen mit einem Viertelschnitt gezeigten Verschlusskörper 2. Auf beiden
Seiten des Stützelements 8 ist ein Führungsteil 81 angeformt, welches in der gezeigten
Orientierung in einem an den Lagerkanal 200 anschliessenden Führungskanal 251 parallel
zur Längsachse x der Haltevorrichtung 1 verschiebbar ist. In dieser Automatikposition
des Stützelements 8 kann der Verschlussmechanismus automatisch auslösen.
[0054] Fig. 1c zeigt ferner, dass der Lagerkanal 200 oben durch einen Abschlussflansch 29
begrenzt ist, in dem eine Austrittsöffnung 20 vorgesehen ist. Die Austrittsöffnung
20 (siehe auch Fig. 2) weist eine zentrale Bohrung und 2 Seitenschlitze 202 auf. Am
frontseitigen Endstück des Zugstabes 5 sind aufeinander gegenüberliegenden Seiten
zwei axial zueinander ausgerichtete Hubelemente 52 angeformt, die durch die Seitenschlitze
202 der Austrittsöffnung 20 hindurchgeführt werden können und nach einer Drehung an
der Oberseite des Abschlussflansches 29 anliegen. Es liegt daher eine Art Bajonettverschluss
vor, welcher den Zugstab 5 mit dem Verschlusskörper 2 verbindet. Sofern der Zugstab
2 hingegen nach oben gefahren wird, liegen die Hubelemente 52 an der Unterseite der
Verschlusskappe 3 an und verschieben diese axial nach oben.
[0055] Fig. 1d zeigt den Zugstab 5, das Arretierelement 6, das elastische Auslöseelement
bzw. die Schraubenfeder 7 und das Stützelement 8 aus Fig. 1c. Die Schraubenfeder 7
umschliesst den Zugstab 5 und wird auf einer Seite durch das am Zugstab 5 fixierte
Stützelement 8 mechanisch beaufschlagt.
[0056] Fig. 1e zeigt die Haltevorrichtung 1 mit entfernter Verschlusskappe 3 von Fig. 1c
in einer weiteren teilweise geschnittenen Ansicht. Das Führungsteil 81 des Stützelements
8 ist in der gezeigten Orientierung in einem Rastraum 252 am Verschlusskörper 2 gelagert,
so dass der Zugstab 5 bezüglich des Verschlusskörpers in axialer Richtung fixiert
ist. In dieser Arretierposition der Führungsteile 81 kann die Verschlusskappe 3 manuell
angehoben werden. Der Zugstab 5 ist hingegen blockiert, sodass ein automatisches Auslösen
nicht möglich ist.
[0057] Fig. 2 zeigt die in die einzelnen Bestandteile zerlegte Haltevorrichtung 1 von Fig.
1a mit einem über eine Verbindungsleine 10 mit dem Zugstab 5 verbundenen Kite 100.
Die Haltevorrichtung 1 umfasst den Verschlusskörper 2, die Verschlusskappe 3, das
schlauchförmige Verbindungsteil 4, den Zugstab 5, das Arretierelement 6, das elastische
Auslöseelement bzw. die Schraubenfeder 7, das Stützelement 8 mit den Führungsteilen
81 und ein Verschlusselement 9.
[0058] Am Verschlusskörper 2 sind eine erste Lagervorrichtung 22 und eine zweite Lagervorrichtung
23 vorgesehen. In der ersten Lagervorrichtung 22 ist das Verschlusselement 9 über
die daran angeordnete Lagerwelle 91 drehbar lagerbar. In der zweiten Lagervorrichtung
23 ist das Verbindungsteil 4 über das daran angeformte Halteteil 43 drehbar lagerbar.
Das Halteteil 43 ist über eine Kopplungsschlaufe 41 mit einem Kopplungselement 42
verbunden, das mit dem Verschlusselement 9 koppelbar ist. Am Verschlusskörper 2 ist
eine Austrittsöffnung 20 zur Durchführung des Zugstabes 5 angeordnet. Die Austrittsöffnung
20 ist so ausgeführt, dass der Zugstab 5 darin um seine Längsachse drehbar ist.
[0059] Am Verschlusskörper 2 sind zwei Montageöffnungen 24, 24' vorgesehen, an denen elastische
Rückführelemente 31, 31' montierbar sind, die zudem an Haltevorsprüngen 34, 34' der
Verschlusskappe 3 festlegbar sind. Durch die elastischen Rückführelemente 31, 31'
werden der Verschlusskörper 2 und die Verschlusskappe 3 axial gegeneinander gezogen,
so die Verschlusskappe 3 nach einer Verschiebung automatisch in die Ausgangsstellung
zurückgeführt wird. An der Verschlusskappe 3 sind mehrere Greifrippen 32 und ein Greifrand
33 angeformt. Durch die Greifrippen 32 und den Greifrand 33 ist die Verschlusskappe
3 durch den Anwender auch mit nassen Händen gut greif- und verschiebbar.
[0060] Der Zugstab 5 bzw. die Zugstange 51 ist durch eine Durchgangsöffnung 30 an der Verschlusskappe
3 und durch eine Führungsöffnung 80 im Stützelement 8 durchführbar. Die Durchgangsöffnung
30 und die Führungsöffnung 80 weisen zumindest annähernd denselben Querschnitt auf
wie die Zugstange 51, sodass diese formschlüssig miteinander verbunden sind. Mit einer
Drehung der Verschlusskappe 3 kann das Stützelement 8 mit den Führungsteil 81 daher
in den Rastraum 252 oder zurück in den Führungskanal 251, d.h. zwischen der Arretierposition
und der Automatikposition hin und her gedreht werden.
[0061] Der Zugstab 5 weist koaxial zu seiner Längsachse einen Durchgangskanal 50 auf, durch
den eine Hilfsleine 11 durchführbar ist. Die Hilfsleine 11 ist sowohl mit dem Kite
100 als auch mit dem Anwender verbindbar und dient zum Rückholen des Kites nachdem
die Haltevorrichtung 1 geöffnet wurde. Die Hilfsleine 11 ist vorzugsweise abrollbar
am Anwender angebracht. Üblicherweise wird Hilfsleine wird an einem elastischen Halteband
(Safety Leash) befestigt, das seinerseits nochmals ein Auslösesystem um den Kite komplett
zu trennen falls notwendig.
[0062] Gezeigt sind ferner die Arretieröffnungen 511, 512, 513 in der Zugstange 51, in die
das Arretierelement 6 wahlweise einsetzbar ist, um das Stützelement 8 am Zugstab 5
zu arretieren und die Schraubenfeder 7 vorzuspannen.
[0063] Fig. 3a zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit manuell hochgeschobener Verschlusskappe
3. Durch das Hochschieben der Verschlusskappe 3 wird das Verschlusselement 9 freigelegt
und vom Kopplungsteil 42 des Verbindungsteils 4 entkoppelt.
[0064] Fig. 3b zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 3a mit geöffnetem Verbindungsteil 4.
Das Kopplungsteil 42 wird nicht mehr durch das Verschlusselement 9 fixiert, so dass
das Verbindungsteil 4 geöffnet und vom Trapez oder Körpergurt des Anwenders gelöst
wird getrennt ist.
[0065] Fig. 4a zeigt einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 von Fig. 3a. Die Verschlusskappe
3 ist manuell entlang dem Verschlusskörper 2 so weit nach oben geschoben worden, dass
das Verschlusselement 9 nicht mehr zwischen Verschlusskappe 3 und Verschlusskörper
2 mechanisch blockiert ist. Elastische Rückführelemente 31, 31' zwischen Verschlusskörper
2 und Verschlusskappe 3 bewirken eine rückstellende Kraft zwischen Verschlusskörper
2 und Verschlusskappe 3, die vom Anwender beim Lösen des Verschlusses jedoch leicht
überwunden werden kann. Das Öffnen der Haltevorrichtung 1 von Hand ist sowohl in der
Arretierposition, als auch in der Automatikposition des Zugstabes 5 möglich.
[0066] Fig. 4b zeigt einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 mit geöffnetem Verbindungsteil
4 von Fig. 3b.
[0067] Fig. 5a zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a mit durch Zug am Zugstab 5 hochgeschobener
Verschlusskappe 3. Die Verschlusskappe 3 ist durch Windkraft bzw. durch entsprechende
Krafteinwirkung auf die Verbindungsleine 10 und den Zugstab 5 soweit nach oben verschoben
worden, dass das Verschlusselement 9 nicht mehr zwischen Verschlusskappe 3 und Verschlusskörper
2 mechanisch blockiert ist.
[0068] Fig. 5b zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 5a mit geöffnetem Verbindungsteil 4.
Fig. 3b und Fig. 5b zeigen, dass die Freigabe des Verschlusselements 9 bei manuellem
Auslösen und bei automatischem Auslösen auf dieselbe Weise erfolgt. Auf dieselbe Weise
wird das Kopplungsteil 42 auch wieder in das Verschlusselement 9 eingehängt, welches
in der Folge nach oben geklappt und durch die zurückgeführte Verschlusskappe 3 wieder
blockiert wird.
[0069] Fig. 6a zeigt einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 von Fig. 5a. Der Zugstab
5 wurde durch Zug des Kites, welcher über die Verbindungsleine am Verbindungsteil
519 befestigt ist, zusammen mit dem Stützelement 8 nach oben verschoben. Die Führungsteile
81 des Stützelements 8 sind dabei innerhalb des Führungskanals 251 verschiebbar und
befinden sich nicht innerhalb des zugeordneten Rastraumes 252, der in Fig. 6a für
eines der Führungsteile 81 gut ersichtlich ist.
[0070] Durch die Auslenkung des Zugstabes 5 werden die daran angeordneten Hubelemente 52
gegen die Verschlusskappe 3 gedrückt, wodurch dieses ebenfalls ausgelenkt wird. Wenn
die Auslenkung der Verschlusskappe 3 bezüglich des Verschlusskörpers 2 gross genug
ist, wird das Verschlusselement 9 frei gelegt und vom Kopplungsteil 42 des Verbindungsteils
4 entkoppelt.
[0071] Die Haltevorrichtung 1 löst somit die Verbindung zwischen Kite und Anwender, ohne
dass der Anwender hierzu eine Aktion durchführen musste. Die Schraubenfeder 7 wird
durch die Auslenkung des Zugstabes 5 komprimiert, was eine rückstellende Kraft verursacht.
Die rückstellende Kraft ist abhängig von der Auslenkung und von der Position des Arretierelements
6, mit welchem der Basiswert der Rückstellung einstellbar ist. Der Basiswert ist in
Abhängigkeit vom Gewicht und den Fähigkeiten des Anwenders wählbar. Bei einem höheren
Basiswert ist auch die Zugkraft höher, mit welcher der Kite am Zugstab 5 ziehen muss,
um die Verschlusskappe 3 über die Öffnungsposition zu bewegen. Somit löst die Haltevorrichtung
1 in einem solchen Fall erst bei einer höheren Zugkraft des Kites bzw. bei stärkeren
Windeinwirkungen automatisch aus.
[0072] Fig. 6b zeigt einen Schnitt durch die Haltevorrichtung 1 von Fig. 5b mit geöffnetem
Verbindungsteil 4. Das Kopplungsteil 42 des Verbindungsteils 4 ist nicht mehr durch
das Verschlusselement 9 zwischen der Verschlusskappe 3 und dem Verschlusskörper 2
mechanisch fixiert, so dass die Verbindung zwischen Kite und Anwender getrennt ist.
[0073] Fig. 7a zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 1a aus der Sicht des Anwenders in einem
deblockierten Betriebszustand bzw. in der Automatikposition des Zugstabes 5. Der Zugstab
5 ist bezüglich des Verschlusskörpers 2 derart gedreht, dass die Führungsteile 81
entlang den Lagerkanälen 251 verschiebbar sind. Eine Auslösung der Haltevorrichtung
ist somit sowohl per Hand gemäss Fig. 3a als auch durch übermässigen Wind gemäss Fig.
6a möglich.
[0074] Fig. 7b zeigt die Haltevorrichtung 1 von Fig. 7a bei der Überführung des Führungsteils
in den Rastraum 252 bzw. in die in der Arretierposition. Wie oben beschrieben wurde,
sind die Verschlusskappe 3, der Zugstab 5 und das Stützteil 8 mit den daran vorgesehenen
Führungsteil 81 drehfest miteinander gekoppelt. Aus dem Betriebszustand von Fig. 7a
wurde die Haltevorrichtung 1 durch Drehung der Verschlusskappe 3 daher in den Betriebszustand
von Fig. 7b überführt, indem die Führungsteile 81 im zugehörigen Rastraum 252 gelagert
sind und der Zugstab 5 axial nicht verschiebbar gehalten ist. Der Zugstab 5 ist somit
bezüglich des Verschlusskörpers 2 axial fixiert, weshalb nur noch ein manuelles, nicht
aber ein automatisches Auslösen der Haltevorrichtung 1 möglich ist.
[0075] Fig. 7c zeigt den Verschlusskörper 2 der Haltevorrichtung 1 von Fig. 7b aus der Sicht
des Anwenders mit dem Lagerkanal 200 und den beidseits daran anschliessenden Führungskanälen
251, entlang denen die Führungsteile 81 des Stützelements 8 verschiebbar sind. An
den unteren Enden jedes Führungskanals 251 schliesst seitlich der zugehörige Rastraum
252 an, in den das betreffende Führungsteil 81 des Stützelements 8 eindrehbar ist.
[0076] Fig. 7d zeigt einen Schnitt durch den Verschlusskörper 2 entlang der in Fig. 7c gezeigten
Schnittlinie B--B durch den Lagerkanal 200 und die anschliessenden Führungskanäle
251. Der Verschlusskörper 2 ist weitgehend hohlzylindrisch ausgeführt und weist auf
der dem Kite zugewandten Stirnseite einen Abschlussflansch 29 mit einer Austrittsöffnung
20 auf, durch den der Zugstab 5 hindurchführbar ist. An der dem Anwender zugewandten
Unterseite schliesst ein Rastraum 252 an den linken Führungskanal 251 an. Das zugehörige
Führungsteil 81 des Stützelements 8 ist in der Automatikposition im Führungskanal
251 geführt und in der Arretierposition im Rastraum 252 gelagert. Beim Eindrehen des
Führungselements 81 in den Rastraum 252 muss eine kurvenförmige Hemmschwelle 253 überwunden
werden, die das Führungselement 81 innerhalb des Rastraums 252 sichert.
[0077] Fig. 7e zeigt das Stützelement 8 einer erfindungsgemässen Haltevorrichtung 1. Das
Stützelement weist mittig eine Führungsöffnung 80 zur Durchführung des Zugstabes 5
auf. Auf zwei Seiten ist auf der Aussenseite ein Führungsteil 81 angeformt.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 1
- Haltevorrichtung
- 10
- Verbindungsleine
- 11
- Hilfsleine
- 100
- Kite
- 2
- Verschlusskörper
- 20
- Austrittsöffnung
- 200
- Lagerkanal
- 202
- Seitenschlitz
- 21
- Aufnahmeöffnung
- 22
- erste Lagervorrichtung
- 23
- zweite Lagervorrichtung
- 24, 24'
- Montageöffnungen
- 251
- Führungskanal
- 252
- Rastraum
- 253
- Hemmschwelle
- 29
- Abschlussflansch
- 3
- Verschlusskappe
- 30
- Austrittsöffnung
- 302
- Seitenschlitz
- 31, 31'
- elastisches Rückführelement
- 32
- Greifrippe
- 33
- Greifrand
- 34, 34'
- Haltevorsprung
- 4
- Verbindungsteil
- 41
- Kopplungsschlaufe
- 42
- Kopplungsteil
- 43
- Halteteil
- 5
- Zugstab
- 50
- Lagerkanal
- 51
- Zugstange, vorzugsweise mehrkantig
- 511, 512, 513
- Arretieröffnungen
- 519
- Verbindungsteil
- 52
- Hubelement
- 6
- Arretierelement
- 7
- elastisches Auslöseelement, Feder
- 8
- Stützelement
- 80
- Führungsöffnung
- 81
- Führungsteil
- 9
- Verschlusselement
- 91
- Lagerwelle
1. Haltevorrichtung (1) mit einem dem Halten des Anwenders dienenden Verbindungsteil
(4) und einem damit verbundenen Verschlussmechanismus, der zum Halten und, bei Überlast,
zur automatischen Entkopplung eines Kites (100) dient, der über eine Verbindungsleine
(10) mit der Haltevorrichtung (1) verbindbar ist, und der einen Verschlusskörper (2)
aufweist, von dem eine Verschlusskappe (3) verschiebbar gehalten ist, mittels der
in einer Ausgangsposition ein mit dem Verbindungsteil (4) verbundenes Kopplungsteil
(42) direkt oder indirekt fixierbar und in wenigstens einer Auslöseposition auslösbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Zugstab (5) vorgesehen ist,
a) der in einem Lagerkanal (200) des Verschlusskörpers (2) verschiebbar gelagert und
von einem elastischen Auslöseelement (7), vorzugsweise einer Schraubenfeder, gehalten
ist; und
b) dessen frontseitiges Endstück, das mit der Verbindungsleine (10) verbindbar ist,
aus dem Verschlusskörper (2) heraus ragt und durch eine Durchgangsöffnung (30) in
der Verschlusskappe (3) hindurch tritt, und das ein Hubelement (52) aufweist, welches
an der Verschlusskappe (3) anliegt und diese bei einer Verschiebung des Zugstabes
(5) nach aussen mit sich führt.
2. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise hebelförmiges Verschlusselement (9) vorgesehen ist, das von einer
mit dem Verschlusskörper (2) verbundenen Lagerwelle (91) drehbar gehalten ist, und
das in der Ausgangsposition der Verschlusskappe (3) vorzugsweise innerhalb einer Ausnehmung
(21) des Verschlusskörpers (2) mit dem vorzugsweise ringförmigen Kopplungsteil (42)
gekoppelt und von der Verschlusskappe (3) blockiert ist.
3. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (4) eine Schlaufe bildet, an der an einem Ende das Kopplungsteil
(42) und am anderen Ende ein Halteteil (43) vorgesehen ist, welches mit dem Verschlusskörper
(2) fest verbunden ist.
4. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusskappe (3) und der Verschlusskörper (2) durch zumindest ein elastisches
Rückführelement (31) elastisch miteinander gekoppelt sind und/oder dass das elastische
Auslöseelement (7) als Druckfeder oder Zugfeder, vorzugsweise als Schraubenfeder,
ausgebildet ist
5. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugstab (5) an dem dem Verbindungsteil (4) zugewandten rückseitigen Ende vorzugsweise
drehfest mit einem Stützelement (8) verbunden ist, das am elastischen Auslöseelement
(7) anliegt und von diesem mit einer vorzugsweise einstellbaren Vorspannkraft zurückgestossen
wird.
6. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der vom elastischen Auslöseelement (7) in seine Endlage gedrückte Zugstab (5) um
seine Längsachse gegenüber dem Verschlusskörper (2) zwischen einer Arretierposition,
in der er vom Verschlusskörper (2) entlang seiner Längsachse nicht verschiebbar gehalten
ist, und einer Automatikposition drehbar ist, in der er im Verschlusskörper (2) entlang
seiner Längsachse verschiebbar ist.
7. Haltevorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugstab (5) oder das Stützelement (8) mit zumindest einem Führungsteil (81) verbunden
ist, das in der Endlage des Zugstabes (5) in einen am Verschlusskörper (2) angeformten
Rastraum (252) eindrehbar und darin gehalten ist, und das ausserhalb des Rastraums
(252) in einem Führungskanal (251) verschiebbar gehalten ist, der parallel zum Lagerkanal
(200) verläuft und gegen diesen geöffnet ist.
8. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugstab (5), der vorzugsweise einen polygonalen Querschnitt aufweist, formschlüssig
in der Durchgangsöffnung (30) der vorzugsweise hohlzylinderförmigen Verschlusskappe
(3) gehalten ist, die entlang der Längsachse (x) des vorzugsweise hohlzylinderförmigen
Verschlusskörpers (2) verschiebbar und um diese Längsachse (x) drehbar ist.
9. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (8) eine Führungsöffnung (80) aufweist, durch die der Zugstab (5)
hindurchgeführt und wenigstens an einer Position durch ein Arretierelement (6) am
Zugstab (5) arretierbar ist oder dass das Stützelement (8) auf den Zugstab (5) aufschraubbar
oder an diesen anklickbar ist.
10. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerkanal (20) an einen mit der Austrittsöffnung (20) versehenen Abschlussflansch
(29) anschliesst, an den das vom Stützelement (8) gehaltene elastische Auslöseelement
(7) vorzugsweise mit einer Vorspannung andrückt.
11. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (20) des Verschlusskörpers (2) und/oder die Durchtrittsöffnung
(30) der Verschlusskappe (3) je mit wenigstens einer Seitenöffnung (202 bzw. 302)
versehen sind, durch die das mit den Zugstab (5) verbundene Hubelement (52) hindurch
führbar ist.
12. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusskappe (3) bei automatischer Verschiebung des Zugstabes (5) unter Krafteinwirkung
der Verbindungsleine (10) oder manuell ohne Verschiebung des Zugstabes (5) nach aussen
verschiebbar ist, um das Verschlusselement (9) und/oder das Kopplungsteil (42) auszulösen.
13. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugstab (5) einen axialen Lagerkanal (50) zur Durchführung einer Hilfsleine (11)
aufweist und/oder dass der Zugstab (5) an mehreren Montagepositionen formschlüssig
mit einem Arretierelement (6) verbindbar ist, so dass die Position des Stützelements
(8) am Zugstab (5) einstellbar ist.
14. Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (2) und/oder die Verschlusskappe (3) und/oder der Zugstab (5)
aus einem formstabilen Kunststoff oder aus Metall gefertigt ist und/oder dass die
Kopplungsschlaufe (41) des Verbindungsteils (4) aus einem weitgehend formstabilen
Material gefertigt ist.
15. Kite (100) mit einer Haltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1-14.