[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungsvorrichtung für Artikel mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des unabhängigen Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betreiben
einer zur Handhabung unterschiedlicher flächiger Verpackungszuschnitte ausgebildeten
Verpackungsvorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruchs 8.
[0002] Für die Verarbeitung, Zusammenstellung, Gruppierung und Verpackung von Artikeln wie
bspw. Getränkebehältern gibt es die unterschiedlichsten Verpackungsarten. Derzeit
sehr häufig als Getränkebehälter eingesetzte PET-Behälter weisen in der Regel relativ
geringe Wandstärken auf und sind deshalb auch im befüllten Zustand nicht völlig formstabil.
Aus diesem Grund und im Hinblick auf die bessere logistische Handhabbarkeit werden
die verschiedensten Verpackungen bzw. Umverpackungen für gruppierte Einzelbehälter
eingesetzt. So können die Behälter in gruppierter Anordnung bspw. auf einen Kartonbogen
gestellt werden, dessen Ränder nach oben gefalzt werden. Diese im Wesentlichen durch
die stützenden Kartonbögen gebildeten Umverpackungen bezeichnet man auch als Tray.
Auch sind Ausführungsformen bekannt, bei welchen Behälter in gruppierter Anordnung
bspw. auf einen Kartonbogen gestellt werden, der eine ebene Standfläche für die jeweiligen
Behälter ausbildet und keine die Behälter seitlich umfangende und/oder abstützende
Ränder besitzt, die nach oben gefaltet werden müssen bzw. können. Diese Kartonbögen
bzw. Verpackungen werden oftmals auch als Pad bezeichnet.
[0003] Um eine jeweils gewünschte Verpackung möglichst schnell an den jeweiligen Behältern
anordnen zu können, sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei welchen die jeweiligen
Behälter auf eine Verpackung bzw. auf ein sog. Pad oder ein sog. Tray auffahren. Eine
solche Vorrichtung offenbart beispielsweise die
DE 10 2014 112 341 A1. Die in diesem Dokument offenbarte Verpackungsvorrichtung besitzt eine Horizontalfördereinrichtung,
auf welcher Gruppen aus Behältern gebildet werden. Weiter umfasst die Verpackungsvorrichtung
eine Kartonzufuhr, mit der Kartonumverpackungen bereitgestellt und in den Transportweg
von Artikeln eingebracht werden, so dass jeweils eine Gruppe an Behältern auf eine
bereitgestellte Kartonumverpackung auffahren kann und damit in gewünschter Weise auf
der jeweiligen Kartonumverpackung zum Stehen kommt.
[0004] Eine Kartonzufuhr, wie sie in der
DE 10 2014 112 341 A1 offenbart ist, besitzt in der Praxis regelmäßig eine Vielzahl von Mitnehmern, deren
jeweiliger Teilungsabstand an die Geometrie bzw. die Maße der jeweils in den Transportweg
einzubringenden Kartonumverpackungen angepasst sein muss. Sofern ein erster Verpackungsprozess
mit ersten Kartonumverpackungen beendet werden soll und in einem zeitlich hierauf
folgenden weiteren Verpackungsprozess weitere Kartonumverpackungen in den Transportweg
der Artikel eingebracht werden sollen, die sich von den ersten Kartonumverpackungen
unterscheiden, muss auch der Teilungsabstand der einzelnen Mitnehmer zueinander geändert
werden. Dies erfolgt bei den bisher bekannten Maschinen auf manuellem Wege durch einen
Benutzer und ist entsprechend zeitaufwändig. Die gesamte Vorrichtung wird hierfür
über eine längere Zeitdauer angehalten, so dass während der Umstellungsphase keine
Verarbeitung und Verpackung von Artikeln möglich ist. Auch kann nicht vollständig
ausgeschlossen werden, dass bei einer solchen manuellen Änderung des Teilungsabstandes
zumindest bereichsweise eine fehlerhafte Einstellung des Teilungsabstandes erfolgt,
was zu erheblichen Störungen oder Problemen bei der anschließenden Handhabung und/oder
Verpackung von Artikeln führen kann.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung kann aus diesem Grunde darin gesehen werden, eine entsprechende
Möglichkeit zum vereinfachten Wechsel zwischen unterschiedlichen bzw. unterschiedlich
dimensionierten Verpackungszuschnitten für eine gattungsgemäße Verpackungsvorrichtung
bereitzustellen. Weiterhin soll das Risiko von Problemen bzw. des Auftretens von Fehlern
bei einem entsprechenden Wechsel zumindest deutlich reduziert werden können.
[0006] Die obigen Aufgaben werden durch eine Verpackungsvorrichtung und ein Verfahren gelöst,
welche die Merkmale der unabhängigen Ansprüche umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
werden durch die abhängigen Ansprüche beschrieben.
[0007] Zur Lösung der genannten Aufgaben schlägt die Erfindung eine Verpackungsvorrichtung
für Artikel wie Getränkebehälter oder dergleichen vor, welche die Merkmale des unabhängigen
Vorrichtungsanspruchs aufweist. Die Artikel können beispielsweise durch Flaschen und/oder
Dosen oder durch andere geeignete Behälter gebildet sein, seien diese aus Kunststoff,
aus Metall oder Glas gefertigt.
[0008] Die der Erfindung zugrunde liegende Verpackungsvorrichtung umfasst wenigstens eine
Horizontalfördereinrichtung zum Fördern von Artikeln, wie sie zuvor spezifiziert wurden.
Die wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung kann mehrere Transportbänder umfassen,
wobei zwischen zwei in Förder- oder Transportrichtung unmittelbar aufeinanderfolgenden
Transportbändern ein Abstand, insbesondere ein geringer Abstand, oder ein Spalt zum
Einbringen von flächigen Verpackungszuschnitten in einen Transportweg der Artikel
ausgebildet ist, was typischerweise von einem Bereich unterhalb der durch die Transportbänder
gebildeten Förderebene erfolgt, was jedoch ggf. auch von einem Bereich oberhalb der
durch die Transportbänder gebildeten Förderebene erfolgen könnte.
[0009] Weiter umfasst die Verpackungsvorrichtung mindestens eine Zuführung, welche in einer
Weise ausgestattet und ausgebildet ist, dass sie flächige Verpackungszuschnitte in
einen Transportweg der Artikel einbringen kann, so dass Artikel während des Förderns
über die wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung auf in den Transportweg eingebrachte
flächige Verpackungszuschnitte auffahren können, welche sich somit nach erfolgter
Positionierung jeweils zwischen den Artikeln und der Horizontalfördereinrichtung befinden.
Die Zuführung kann vollständig oder zumindest näherungsweise vollständig unterhalb
einer durch die wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung ausgebildeten Transportebene
für Artikel angeordnet bzw. positioniert sein. Sofern die wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung,
wie vorhergehend erwähnt, mehrere Transportbänder umfasst, kann die Zuführung bzw.
können eine nachfolgend noch beschriebene und ggf. als Bestandteil der Zuführung ausgebildete
erste Fördereinrichtung sowie zweite Fördereinrichtung in vertikaler Richtung unterhalb
der wenigstens einen Horizontalfördereinrichtung angeordnet bzw. positioniert sein.
[0010] Weiter umfasst die mindestens eine Zuführung eine erste Fördereinrichtung, die auf
ein Einbringen von ersten flächigen Verpackungszuschnitten in den Transportweg der
Artikel vorbereitet ist. Auch umfasst die mindestens eine Zuführung eine zweite Fördereinrichtung,
die auf ein Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten in den Transportweg
der Artikel vorbereitet ist. Die zweiten flächigen Verpackungszuschnitten unterscheiden
sich hierbei von den ersten flächigen Verpackungszuschnitten. Beispielsweise kann
es sein, dass die ersten flächigen Verpackungszuschnitte sich von den zweiten flächigen
Verpackungszuschnitten durch eine jeweilige für Artikel vorgesehene Verpackungsart
unterscheiden. Erste flächige Verpackungszuschnitte können beispielsweise Ränder besitzen,
die nach entsprechendem Auffahren jeweiliger Artikel auf einen jeweiligen ersten flächigen
Verpackungszuschnitt in Richtung nach oben gefaltet werden bzw. in Richtung nach oben
faltbar sind, so dass sie untere Randbereiche ausbilden, die Artikel am seitlichen
Verrutschen hindern. Solche ersten flächigen Verpackungszuschnitte werden in der Praxis
als Tray bezeichnet.
[0011] Weiter können zweite flächige Verpackungszuschnitte plan oder im Wesentlichen plan
ausgebildet sein. Zweite flächige Verpackungszuschnitte können ggf. keine Ränder besitzen,
die nach entsprechendem Auffahren jeweiliger Artikel auf einen jeweiligen zweiten
flächigen Verpackungszuschnitt in Richtung nach oben gefaltet werden bzw. in Richtung
nach oben faltbar sind. Solche zweiten flächigen Verpackungszuschnitte werden in der
Praxis als Pad bezeichnet. Erste flächige Verpackungszuschnitte und zweite flächige
Verpackungszuschnitte können jeweils eine ebene Aufstandsfläche für Artikel bereitstellen.
Hierbei können sich die ersten flächigen Verpackungszuschnitte von den zweiten flächigen
Verpackungszuschnitten in der Größe bzw. betragsmäßigen Dimensionierung ihrer jeweiligen
für Artikel bereitgestellten Aufstandsfläche unterscheiden. Beispielsweise kann eine
jeweilige über die ersten flächigen Verpackungszuschnitte für Artikel bereitgestellte
Aufstandsfläche gegenüber einer jeweiligen über die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte
bereitgestellten Aufstandsfläche für Artikel betragsmäßig vergrößert oder betragsmäßig
verkleinert sein. So kann es sein, dass erste flächige Verpackungszuschnitte gegenüber
zweiten flächigen Verpackungszuschnitten für eine größere oder kleinere Anzahl jeweils
aufzunehmender Artikel vorbestimmt sind.
[0012] Es ist vorzugsweise bzw. gemäß einer sinnvollen Ausführungsvariante weiter vorgesehen,
dass die Verpackungsvorrichtung in Abhängigkeit von jeweiligen in den Transportweg
der Artikel einzubringen ersten flächigen Verpackungszuschnitten oder zweiten flächigen
Verpackungszuschnitten für einen Wechsel zwischen der ersten Fördereinrichtung und
der zweiten Fördereinrichtung ausgebildet ist. Beispielsweise kann es sein, dass die
Verpackungsvorrichtung derart ausgebildet ist, dass ein Benutzer den Wechsel zwischen
der ersten Fördereinrichtung und der zweiten Fördereinrichtung vornimmt. Die erste
Fördereinrichtung und die zweite Fördereinrichtung können als baulich integrierter
Bestandteil der Verpackungsvorrichtung bzw. mindestens einer Zuführung der Verpackungsvorrichtung
ausgebildet sein. Hierbei kann es sein, dass die erste Fördereinrichtung und/oder
die zweite Fördereinrichtung nicht werkzeuglos aus der Verpackungsvorrichtung entnehmbar
sind.
[0013] Bewährt haben sich Ausführungsformen, bei welchen die erste Fördereinrichtung und
die zweite Fördereinrichtung auf einer gemeinsamen Linearführung angeordnet sind und
zum jeweiligen Wechsel entlang der gemeinsamen Linearführung bewegbar sind. Die Anordnung
auf der gemeinsamen Linearführung kann hierbei derart sein, dass ein jeweiliger Benutzer
die erste Fördereinrichtung und/oder die zweite Fördereinrichtung bei einem jeweiligen
Wechsel entlang der gemeinsamen Linearführung verschieben bzw. entlang der gemeinsamen
Linearführung händisch bewegen kann. Wie nachfolgend noch erwähnt, kann der jeweilige
Wechsel bzw. die Bewegung der ersten Fördereinrichtung und/oder zweiten Fördereinrichtung
entlang der gemeinsamen Linearführung bei einem jeweiligen Wechsel ggf. auch aktorisch
bzw. unter Zuhilfenahme wenigstens eines als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung
ausgebildeten Aktors bewirkt werden.
[0014] Zudem ist vorstellbar, dass die erste Fördereinrichtung und die zweite Fördereinrichtung
an eine gemeinsame Antriebswelle gekoppelt sind, mittels welcher gemeinsamen Antriebswelle
die erste Fördereinrichtung und die zweite Fördereinrichtung zum jeweiligen Einbringen
der ersten flächigen Verpackungszuschnitte bzw. zweiten flächigen Verpackungszuschnitte
in den Transportweg der Artikel betätigt werden kann. Eine Längserstreckung der gemeinsamen
Antriebswelle kann hierbei parallel zu einer Führungsrichtung der gemeinsamen Linearführung
orientiert sein. Die erste Fördereinrichtung und/oder die zweite Fördereinrichtung
können ggf. bei einem jeweiligen Wechsel aus einer Betriebsposition in eine Warteposition
mechanisch an die gemeinsame Antriebswelle gekoppelt bleiben. Denkbar ist hierbei,
dass die Verpackungsvorrichtung bzw. die Zuführung über wenigstens eine Kupplung verfügt,
mittels welcher eine Betätigung durch die Antriebswelle für eine in einer Warteposition
befindliche Fördereinrichtung bzw. der jeweiligen in der Warteposition befindlichen
ersten Fördereinrichtung oder zweiten Fördereinrichtung gelöst werden kann.
[0015] Auch kann es sein, dass die erste Fördereinrichtung eine Vielzahl zum temporären
Halten von ersten flächigen Verpackungszuschnitten vorgesehene erste Mitnehmer umfasst.
Weiter kann es sein, dass die zweite Fördereinrichtung eine Vielzahl zum temporären
Halten von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten vorgesehene zweite Mitnehmer umfasst.
Eine relative Beabstandung der ersten Mitnehmer zueinander kann hierbei auf die temporär
zu haltenden ersten Verpackungszuschnitte abgestimmt sein. Weiter kann eine relative
Beabstandung der zweiten Mitnehmer zueinander auf die temporär zu haltenden zweiten
flächigen Verpackungszuschnitte abgestimmt sein.
[0016] Es ist darüber hinaus vorstellbar, dass die erste Fördereinrichtung und die zweite
Fördereinrichtung zum Einbringen der ersten flächigen Verpackungszuschnitte und der
zweiten flächigen Verpackungszuschnitte in den Transportweg der Artikel jeweils wenigstens
zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierte, umlaufend geführte
und vorzugsweise jeweils als Förderkette ausgebildete Fördermittel umfassen. Sofern
die Verpackungsvorrichtung eine gemeinsame Linearführung für die erste Fördereinrichtung
und die zweite Fördereinrichtung umfasst, kann es sein, dass erste Fördermittel bzw.
erste Förderketten der ersten Fördereinrichtung unabhängig voneinander entlang der
gemeinsamen Linearführung bewegbar sind. Alternativ oder ergänzend kann es sein, dass
zweite Fördermittel bzw. zweite Förderketten der zweiten Fördereinrichtung unabhängig
voneinander entlang der gemeinsamen Linearführung bewegbar sind.
[0017] Wie zuvor erwähnt, haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen die erste Fördereinrichtung
und die zweite Fördereinrichtung jeweils aus einer Betriebsposition in eine Warteposition
wechseln können bzw. bei welchen die erste Fördereinrichtung und die zweite Fördereinrichtung
jeweils aus einer Warteposition in eine Betriebsposition und aus einer Betriebsposition
in eine Warteposition bewegbar sind.
[0018] Hierbei haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen eine relative Beabstandung
der wenigstens zwei als Bestandteil der ersten Fördereinrichtung ausgebildeten wenigstens
zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierten, umlaufend geführten
und vorzugsweise jeweils als Förderkette ausgebildeten Fördermittel in der Warteposition
gegenüber der Betriebsposition reduzierbar ist. Alternativ oder ergänzend kann es
sein, dass eine relative Beabstandung der wenigstens zwei als Bestandteil der zweiten
Fördereinrichtung ausgebildeten wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel
zueinander orientierten, umlaufend geführten und vorzugsweise jeweils als Förderkette
ausgebildeten Fördermittel in der Warteposition gegenüber der Betriebsposition reduzierbar
ist.
[0019] Die Verpackungsvorrichtung kann eine Steuerungseinrichtung sowie mindestens einen
Aktor umfassen, der mit der Steuerungseinrichtung in Verbindung steht. Hierbei kann
der mindestens eine Aktor via die Steuerungseinrichtung zum selbständigen Durchführen
eines Wechsels zwischen der ersten Fördereinrichtung und der zweiten Fördereinrichtung
ansteuerbar sein. Insbesondere haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen auf
der Steuerungseinrichtung eine Zuordnung zwischen jeweiligen in den Transportweg der
Artikel einzubringenden unterschiedlichen flächigen Verpackungszuschnitten und hierfür
vorbereiteten Fördereinrichtungen hinterlegt sind. Demnach kann ein Benutzer ggf.
über die Steuerungseinrichtung jeweilige in den Transportweg der Artikel einzubringende
flächige Verpackungszuschnitte auswählen, woraufhin die Steuerungseinrichtung ggf.
aktorisch eine jeweilige auf das Einbringen eines ausgewählten flächigen Verpackungszuschnittes
vorbereitete Fördereinrichtung in eine Betriebsposition der Verpackungsvorrichtung
bzw. der Zuführung überführt.
[0020] Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Betreiben einer zur Handhabung unterschiedlicher
flächiger Verpackungszuschnitte ausgebildeten Verpackungsvorrichtung, wobei auch das
Verfahren zur Lösung der oben identifizierten Aufgabe geeignet und vorgesehen ist.
[0021] Merkmale, welche vorhergehend zu diversen Ausführungsformen der Verpackungsvorrichtung
beschrieben wurden können ebenso für das nachfolgend beschriebene Verfahren vorgesehen
sein und werden nicht mehrfach erwähnt. Weiter können nachfolgend beschriebene Merkmale,
welche diverse Ausführungsformen des Verfahrens betreffen, bei vorhergehend bereits
beschriebener Verpackungsvorrichtung vorgesehen sein.
[0022] Im Rahmen eines Schrittes des Verfahrens ist vorgesehen, dass wenigstens eine als
Bestandteil der Verpackungsvorrichtung ausgebildete Horizontalfördereinrichtung Artikel
fördert.
[0023] Weiter ist vorgesehen, dass eine erste als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung
ausgebildete erste Fördereinrichtung erste flächige Verpackungszuschnitte in einen
Transportweg der Artikel einbringt, so dass Artikel auf die ersten flächigen Verpackungszuschnitte
auffahren. Die ersten flächigen Verpackungszuschnitte können hierbei von unterhalb
einer durch die Horizontalfördereinrichtung für Artikel ausgebildeten Förderebene
auftauchen, woraufhin Artikel auf einen jeweiligen ersten von unterhalb der Förderebene
aufgetauchten zweiten flächigen Verpackungszuschnitt auffahren.
[0024] Zudem wird von der ersten als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung ausgebildeten
Fördereinrichtung auf eine zweite als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung ausgebildete
Fördereinrichtung gewechselt. Die zweite als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung
ausgebildete Fördereinrichtung ist auf ein Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten,
die sich von den ersten flächigen Verpackungszuschnitten unterscheiden, in den Transportweg
der Artikel vorbereitet. Es ist vorgesehen, dass zeitlich hierauf folgend die zweite
Fördereinrichtung die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte in den Transportweg
der Artikel einbringt, so dass Artikel auf die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte
auffahren. Auch hierbei kann es sein, dass die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte
von unterhalb einer durch die Horizontalfördereinrichtung für Artikel ausgebildeten
Förderebene auftauchen, woraufhin Artikel auf einen jeweiligen zweiten von unterhalb
der Förderebene aufgetauchten flächigen zweiten Verpackungszuschnitt auffahren.
[0025] Es kann sein, dass die erste Fördereinrichtung und die zweite Fördereinrichtung auf
einer gemeinsamen Linearführung angeordnet sind, wobei die erste Fördereinrichtung
und die zweite Fördereinrichtung beim Wechsel jeweils entlang der gemeinsamen Linearführung
bewegt werden. Die Bewegung der ersten Fördereinrichtung und der zweiten Fördereinrichtung
entlang der gemeinsamen Linearführung kann hierbei jeweils in einer Richtung erfolgen,
welche senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu einer über die Horizontalfördereinrichtung
bewirkten Förderrichtung für Artikel ausgebildet ist.
[0026] Auch kann es sein, dass die erste Fördereinrichtung eine Vielzahl an zum temporären
Halten von ersten flächigen Verpackungszuschnitten vorgesehenen ersten Mitnehmern
umfasst und dass die zweite Fördereinrichtung eine Vielzahl an zum temporären Halten
von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten vorgesehenen zweiten Mitnehmern umfasst.
Eine relative Beabstandung der ersten Mitnehmer zueinander kann auf die temporär zu
haltenden ersten Verpackungszuschnitte abgestimmt sein. Weiter kann eine relative
Beabstandung der zweiten Mitnehmer zueinander auf die temporär zu haltenden zweiten
flächigen Verpackungszuschnitte abgestimmt sein. Es kann sein, dass die zweiten Mitnehmer
in ihrer relativen Beabstandung zueinander vorbereitet auf der zweiten Fördereinrichtung
angeordnet sind und dass auf die zweite Fördereinrichtung gewechselt wird, wobei die
zweiten Mitnehmer ihre relative Beabstandung zueinander zeitlich während und zeitlich
nach dem Wechsel beibehalten.
[0027] Weiter können die erste Fördereinrichtung und die zweite Fördereinrichtung jeweils
wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierte und vorzugsweise
jeweils als Förderkette ausgebildete Fördermittel umfassen, welche jeweiligen Fördermittel
zum Einbringen der ersten flächigen Verpackungszuschnitte oder der zweiten flächigen
Verpackungszuschnitte in den Transportweg der Artikel jeweils umlaufend angetrieben
werden.
[0028] Darüber hinaus kann es sein, dass sich die erste Fördereinrichtung während des Einbringens
der flächigen Verpackungszuschnitte in den Transportweg der Artikel in einer Betriebsposition
der Verpackungsvorrichtung befindet und in eine Warteposition überführt wird. Auch
kann es sein, dass während des Wechsels die zweite bis dahin in einer Warteposition
der Verpackungsvorrichtung angeordnete Fördereinrichtung aus der Warteposition in
eine Betriebsposition der Verpackungsvorrichtung bewegt wird.
[0029] Es haben sich hierbei Ausführungsformen bewährt, bei welchen die wenigstens zwei
zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierten und vorzugsweise jeweils
als Förderkette ausgebildeten Fördermittel der ersten Fördereinrichtung im Verlauf
des Überführens in die Warteposition ihren relativen Abstand zueinander verkleinern
und/oder bei welchen die wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander
orientierten und vorzugsweise jeweils als Förderkette ausgebildeten Fördermittel der
zweiten Fördereinrichtung im Verlauf der Bewegung in die Betriebsposition ihren relativen
Abstand zueinander vergrößern. Ebenso kann es sein, dass die wenigstens zwei zumindest
näherungsweise parallel zueinander orientierten und vorzugsweise jeweils als Förderkette
ausgebildeten Fördermittel der ersten Fördereinrichtung im Verlauf eines Überführens
in die Betriebsposition ihren relativen Abstand zueinander vergrößern und/oder dass
die wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierten und
vorzugsweise jeweils als Förderkette ausgebildeten Fördermittel der zweiten Fördereinrichtung
im Verlauf einer Bewegung in die Warteposition ihren relativen Abstand zueinander
verkleinern.
[0030] Die nachfolgenden Ausführungen fassen nochmal einige Aspekte der zuvor bereits in
verschiedenen Ausführungsvarianten erläuterten Erfindung zusammen, konkretisieren
einige Aspekte, sollen jedoch nicht im Widerspruch zu den bereits gemachten Ausführungen
gesehen werden, sondern in Zusammenschau, bei Zweifeln ggf. als speziellere Ausführungsvarianten
und/oder Abwandlungen. So kann, wie bereits oben mehrfach erwähnt, die erfindungsgemäße
Verpackungsvorrichtung vorzugsweise mindestens eine Horizontalfördereinrichtung umfassen,
mittels welcher Artikel, die im vorliegenden Zusammenhang bspw. durch Getränkebehälter
gebildet sein können, entlang einer definierten Förderrichtung bewegt werden.
[0031] Sinnvoller oder notwendiger Bestandteil der Verpackungsvorrichtung ist außerdem eine
hier so bezeichnete Zuführung, die unterhalb einer durch die Horizontalfördereinrichtung
ausgebildeten Transportebene positioniert ist. Über die Zuführung können flächige
Verpackungszuschnitte in einen Transportweg der Artikel bzw. Getränkebehälter eingebracht
werden, so dass die Artikel bzw. Getränkebehälter während ihrer fortlaufenden und
über die Horizontalfördereinrichtung bewirkten Bewegung auf die in den Transportweg
eingebrachten flächigen Verpackungszuschnitte auffahren. Die Verpackungszuschnitte
können jeweils eine ebene Aufstandsfläche für Artikel ausbilden. In diversen Ausführungsformen
können die Verpackungszuschnitte bspw. Ränder oder Randfalze besitzen, die nach Auffahren
der Artikel auf einen jeweiligen Verpackungszuschnitt in Richtung nach oben gefaltet
werden.
[0032] Die Verpackungsvorrichtung kann weiterhin ein Magazin umfassen, das mehrere Verpackungszuschnitte
in gestapelter Form bzw. als Stapel aufnehmen kann. Zudem umfasst die Verpackungsvorrichtung
wahlweise eine Saug- und/oder Greifeinrichtung, welche als Bestandteil der Zuführung
ausgebildet und einen jeweiligen zuoberst als Bestandteil des Stapels liegenden oder
befindlichen flächigen Verpackungszuschnitt vom Stapel entgegennehmen kann. Die Saug-
und/oder Greifeinrichtung kann sodann einen jeweiligen vom Stapel entgegengenommenen
flächigen Verpackungszuschnitt zwischen zwei Zahnriemen der Zuführung einbringen.
Diese Zahnriemen können sich insbesondere umlaufend bewegen und dafür sorgen, dass
sie einen eingebrachten Verpackungszuschnitt in Richtung einer ersten Fördereinrichtung
oder in Richtung einer zweiten Fördereinrichtung bewegen und fördern, je nachdem,
welche dieser Fördereinrichtungen sich aktuell in einer Betriebsposition der Verpackungsvorrichtung
befindet.
[0033] Zur Entgegennahme eines jeweiligen flächigen Verpackungszuschnittes vom Stapel wird
die Saug- und/oder Greifeinrichtung hierbei über eine geeignete und hierfür vorgesehene
Steuer- und/oder Regeleinrichtung gesteuert bzw. betätigt. Die Zahnriemen nehmen die
Verpackungszuschnitte an einer Transferposition von der Saug- und/oder Greifeinrichtung
entgegen.
[0034] In der Praxis können die flächigen Verpackungszuschnitte jeweils Ränder aufweisen,
die zu einem späteren Zeitpunkt in Richtung nach oben gefaltet werden. Solche flächigen
Verpackungszuschnitte werden als Tray bezeichnet. Auch kann es sein, dass flächige
Verpackungszuschnitte keine solchen Ränder besitzen, die in Richtung nach oben gefaltet
werden. Solche flächigen Verpackungszuschnitte können hierbei plan oder im Wesentlichen
plan ausgebildet sein und werden als Pad bezeichnet. Zudem kann es sein, dass die
Verpackungsvorrichtung im Rahmen eines ersten Verpackungsprozesses Verpackungseinheiten
aus einer ersten bestimmten Anzahl an Artikeln bildet und im Rahmen eines zweiten
Verpackungsprozesses weitere Verpackungseinheiten mit einer zweiten größeren Anzahl
an Artikeln bildet.
[0035] Damit die jeweiligen für einen flächigen Verpackungszuschnitt vorgesehenen Artikel
auf dem jeweiligen flächigen Verpackungszuschnitt Platz finden, muss eine mittels
des flächigen Verpackungszuschnittes für jeweilige Artikel bereitgestellte Aufstandsfläche
auf die jeweiligen Artikel bzw. Getränkebehälter abgestimmt sein. Hierbei kann es
sein, dass eine durch erste flächige Verpackungszuschnitte für Artikel bereitgestellte
Aufstandsfläche gegenüber einer durch zweite flächige Verpackungszuschnitte für Artikel
bereitgestellten Aufstandsfläche betragsmäßig vermindert oder betragsmäßig vergrößert
ausgebildet ist.
[0036] Um die jeweiligen flächigen Verpackungszuschnitte in den Transportweg der Artikel
bzw. Getränkebehälter einbringen zu können, muss im Stand der Technik eine als Bestandteil
der Zuführung ausgebildete Fördereinrichtung angepasst werden. Solche bekannten Fördereinrichtungen
umfassen eine Vielzahl an Mitnehmern, die bei aus dem Stand der Technik bekannten
Verpackungsvorrichtungen einzeln von der Fördereinrichtung abgenommen werden und daraufhin
mit verändertem und an jeweilige in den Transportweg der Artikel einzubringende flächige
Verpackungszuschnitte angepasstem Teilungsabstand an der Fördereinrichtung befestigt
werden. Das Anpassen einer Zuführung bzw. Fördereinrichtung an unterschiedliche flächige
Verpackungszuschnitte ist bei bekannten Verpackungsvorrichtungen mit hohem zeitlichem
und personellem Aufwand verbunden.
[0037] Die erfindungsgemäße Verpackungsvorrichtung ermöglicht es, ein solches aufwendiges
Anpassen zu vermeiden. Zudem kann das Anpassen der Verpackungsvorrichtung für aufeinanderfolgende
Verpackungsprozesse mit unterschiedlichen flächigen Verpackungszuschnitten zeitoptimiert
und unter reduziertem personellem Aufwand erfolgen kann.
[0038] Bei der Verpackungsvorrichtung kann sich bspw. in einem bestimmten Betriebszustand
die erste Fördereinrichtung in einer Betriebsposition befinden, wobei sie in der Lage
ist, erste flächige Verpackungszuschnitte in einen Transportweg der Artikel einzubringen.
Hierzu umfasst die erste Fördereinrichtung insbesondere ein erstes oder zwei oder
mehr erste Fördermittel, die jeweils als erste Förderkette oder erste Förderketten
ausgebildet sind. Die z.B. zwei ersten Fördermittel bzw. ersten Förderketten werden
umlaufend bewegt, woraus resultierend die ersten Fördermittel bzw. ersten Förderketten
erste flächige Verpackungszuschnitte bewegen und in den Transportweg der Artikel einbringen
können.
[0039] Im Zusammenhang mit dem hier beschriebenen Förder- und/oder Verpackungsprozess werden
flächige Verpackungszuschnitte vom Stapel abgenommen und im Bereich der Transferposition
an die Zahnriemen übergeben. Die Zahnriemen übergeben die jeweiligen flächigen Verpackungszuschnitte
sodann an die jeweilige in der Betriebsposition befindliche erste Fördereinrichtung
oder an die zweite Fördereinrichtung.
[0040] Je nach Betriebszustand kann sich bspw. die erste Fördereinrichtung in der Betriebsposition
befinden, um somit über erste Mitnehmer erste flächige Verpackungszuschnitte von den
Zahnriemen entgegenzunehmen. Der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der als Bestandteil
der ersten Fördereinrichtung ausgebildeten ersten Mitnehmer ist hierbei an jeweilige
entgegenzunehmende und in den Transportweg von Artikeln einzubringende erste flächige
Verpackungszuschnitte angepasst. Demnach ist die erste Fördereinrichtung im Hinblick
auf den Teilungsabstand bzw. relativen Abstand ihrer ersten Mitnehmer zueinander auf
das Einbringen von ersten flächigen Verpackungszuschnitten in den Transportweg der
Artikel vorbereitet.
[0041] Wahlweise können sowohl die erste Fördereinrichtung als auch die zweite Fördereinrichtung
auf einer gemeinsamen Linearführung angeordnet sein. Hierdurch können sowohl die erste
Fördereinrichtung als auch die zweite Fördereinrichtung zwischen einer Warteposition
und einer zum Einbringen jeweiliger flächiger Verpackungszuschnitte in den Transportweg
der Artikel vorgesehenen Betriebsposition hin und her wechseln.
[0042] Die Verpackungsvorrichtung kann es ermöglichen, die erste Fördereinrichtung aus ihrer
Betriebsposition entlang der gemeinsamen Linearführung in eine für die erste Fördereinrichtung
vorgesehene Warteposition zu bewegen. Sowohl die ersten Fördermittel der ersten Fördereinrichtung
als auch die zweiten Fördermittel der zweiten Fördereinrichtung sind unabhängig voneinander
entlang der gemeinsamen Linearführung bewegbar. Hierbei kann die relative Beabstandung
der ersten Fördermittel bzw. ersten Förderketten der ersten Fördereinrichtung in der
Warteposition gegenüber der relativen Beabstandung der ersten Fördermittel bzw. der
ersten Förderketten in der Betriebsposition vermindert sein.
[0043] Auch kann es sein, dass die relative Beabstandung der zweiten Fördermittel bzw. der
zweiten Förderketten der zweiten Fördereinrichtung in der Warteposition gegenüber
der relativen Beabstandung der zweiten Fördermittel bzw. der zweiten Förderketten
der zweiten Fördereinrichtung in der Betriebsposition ebenso vermindert ist. Hierdurch
können sowohl die erste Fördereinrichtung als auch die zweite Fördereinrichtung in
ihrer jeweiligen Warteposition zum jeweiligen Wechsel in die jeweilige Betriebsposition
in kompakter Anordnung bereitgehalten werden.
[0044] Der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der als Bestandteil der zweiten Fördereinrichtung
ausgebildeten zweiten Mitnehmer ist weiterhin an jeweilige entgegenzunehmende und
in den Transportweg von Artikeln einzubringende zweite flächige Verpackungszuschnitte
angepasst. Demnach ist auch die zweite Fördereinrichtung im Hinblick auf den Teilungsabstand
bzw. relativen Abstand ihrer zweiten Mitnehmer zueinander auf das Einbringen von zweiten
flächigen Verpackungszuschnitten in den Transportweg der Artikel vorbereitet, wobei
sich die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte von den ersten flächigen Verpackungszuschnitten
unterscheiden und dementsprechend der Teilungsabstand bzw. relative Abstand der zweiten
Mitnehmer zueinander gegenüber dem Teilungsabstand bzw. relativen Abstand der ersten
Mitnehmer zueinander unterschiedlich ausgebildet ist.
[0045] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass sowohl für die erste Fördereinrichtung als auch
für die zweite Fördereinrichtung der relative Abstand der ersten Mitnehmer und der
relative Abstand der zweiten Mitnehmer in der jeweiligen Betriebsposition und in der
jeweiligen Warteposition beibehalten wird. Die Verpackungsvorrichtung besitzt daher
für unterschiedliche flächige Verpackungszuschnitte jeweils eine eigene Fördereinrichtung,
die auf ein Einbringen dieser jeweiligen flächigen Verpackungszuschnitte im Hinblick
auf den relativen Abstand bzw. Teilungsabstand ihrer Mitnehmer vorbereitet ist.
[0046] In der Praxis werden über die in der Betriebsposition befindliche erste Fördereinrichtung
mit ihren ersten Mitnehmern erste flächige Verpackungszuschnitte, die beispielsweise
als Pad ausgebildet sein können, in den Transportweg von Artikeln eingebracht, so
dass die jeweiligen Artikel auf die über die in der Betriebsposition befindliche erste
Fördereinrichtung in den Transportweg eingebrachten ersten flächigen Verpackungszuschnitte
auffahren. Sofern zeitlich hierauf folgend vorgesehen ist, dass Artikel auf zweite
flächige Verpackungszuschnitte, die beispielsweise als Tray ausgebildet sein können,
auffahren sollen, wechselt die erste Fördereinrichtung aus der Betriebsposition in
die Warteposition, wobei der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der als Bestandteil
der ersten Fördereinrichtung ausgebildeten ersten Mitnehmer hierbei unverändert beibehalten
wird. Zudem wechselt die für das Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten
in den Transportweg der Artikel vorbereitete zweite Fördereinrichtung aus der Warteposition
in die Betriebsposition.
[0047] Bereits in der Warteposition ist der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der zweiten
Mitnehmer an die jeweiligen in den Transportweg der Artikel einzubringenden zweiten
flächigen Verpackungszuschnitte anpasst, so dass die zweite Fördereinrichtung jeweilige
zweite flächige Verpackungszuschnitte zum Einbringen in den Transportweg der Artikel
temporär klemmend halten kann. Die Verpackungsvorrichtung kann hierdurch zeitoptimiert
sowie einfach und unkompliziert an unterschiedliche in den Transportweg von Artikeln
einzubringende flächige Verpackungszuschnitte angepasst werden.
[0048] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Verpackungsvorrichtung.
Fig. 2 zeigt einzelne Aspekte der Ausführungsform einer Verpackungsvorrichtung nach
Fig. 1.
Fig. 3 zeigt weitere Aspekte der Ausführungsform einer Verpackungsvorrichtung nach
Fig. 1.
[0049] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die Erfindung
ausgestaltet sein kann und stellen keine abschließende Begrenzung dar. Die Ausführungsformen,
Beispiele und Varianten der vorhergehenden Absätze, die Ansprüche oder die folgende
Beschreibung und die Figuren, einschließlich ihrer verschiedenen Ansichten oder jeweiligen
individuellen Merkmale, können unabhängig voneinander oder in beliebiger Kombination
verwendet werden. Merkmale, die in Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben
werden, sind für alle Ausführungsformen anwendbar, sofern die Merkmale nicht unvereinbar
sind.
[0050] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Verpackungsvorrichtung 1. Die Verpackungsvorrichtung 1 umfasst eine Horizontalfördereinrichtung
7, mittels welcher Artikel 3, die im gezeigten Ausführungsbeispiel durch Getränkebehälter
5 gebildet sind, entlang der mittels Pfeildarstellung angedeuteten Förderrichtung
FR bewegt werden.
[0051] Bestandteil der Verpackungsvorrichtung 1 ist weiter eine Zuführung 4, die unterhalb
einer durch die Horizontalfördereinrichtung 7 ausgebildeten Transportebene positioniert
ist. Über die Zuführung 4 können flächige Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' (vgl. Figuren
2 und 3) in einen Transportweg der Artikel 3 bzw. Getränkebehälter 5 eingebracht werden,
so dass die Artikel 3 bzw. Getränkebehälter 5 während ihrer fortlaufenden und über
die Horizontalfördereinrichtung 7 bewirkten Bewegung auf die in den Transportweg eingebrachten
flächigen Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' auffahren. Die Verpackungszuschnitte 2 bzw.
2' können jeweils eine ebene Aufstandsfläche für Artikel 3 ausbilden. In diversen
Ausführungsformen können die Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' Ränder besitzen, die
nach Auffahren der Artikel 3 auf einen jeweiligen Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' in
Richtung nach oben gefaltet werden.
[0052] Die Verpackungsvorrichtung 1 umfasst ein Magazin 11, in welchem mehrere Verpackungszuschnitte
2 bzw. 2' in gestapelter Form bzw. als Stapel 13 angeordnet sind. Zudem umfasst die
Verpackungsvorrichtung 1 eine Saug- und/oder Greifeinrichtung 15, welche als Bestandteil
der Zuführung 4 ausgebildet ist und einen jeweiligen zuoberst als Bestandteil des
Stapels 13 ausgebildeten flächigen Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' vom Stapel 13 entgegennehmen
kann. Die Saug- und/oder Greifeinrichtung 15 kann sodann einen jeweiligen vom Stapel
13 entgegengenommenen flächigen Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' zwischen zwei Zahnriemen
16 der Zuführung 4 einbringen, welche Zahnriemen 16 umlaufend bewegt werden und hierdurch
einen jeweiligen eingebrachten Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' in Richtung einer ersten
Fördereinrichtung 20 oder zweiten Fördereinrichtung 30 bewegen, welche sich in einer
Betriebsposition der Verpackungsvorrichtung 1 befindet. In der Darstellung gemäß Fig.
1 befindet sich die erste Fördereinrichtung 20 in der gemäß Fig. 2 dargestellten Betriebsposition
und bringt hierbei erste flächige Verpackungszuschnitte 2 in einen Transportweg der
Artikel 3 ein.
[0053] Zur Entgegennahme eines jeweiligen flächigen Verpackungszuschnittes 2 bzw. 2' vom
Stapel 13 wird die Saug- und/oder Greifeinrichtung 15 hierbei über die Steuer- und/oder
Regeleinrichtung S gesteuert bzw. betätigt. Auf eine Transferposition, aus welcher
die Zahnriemen 16 den jeweiligen Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' von der Saug- und/oder
Greifeinrichtung 15 entgegennehmen, wird in Fig. 1 mit Ziffer 17 verwiesen.
[0054] In der Praxis können die in den nachfolgend erläuterten Figuren 2 und 3 jeweils mit
Bezugsziffern 2 und 2' dargestellten flächigen Verpackungszuschnitte Ränder aufweisen,
die zu einem späteren Zeitpunkt in Richtung nach oben gefaltet werden. Solche flächigen
Verpackungszuschnitte werden als Tray bezeichnet. Auch kann es sein, dass flächige
Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' keine solchen Ränder besitzen, die in Richtung nach
oben gefaltet werden. Solche flächigen Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' können hierbei
plan oder im Wesentlichen plan ausgebildet sein und werden als Pad bezeichnet. Zudem
kann es sein, dass die Verpackungsvorrichtung 1 im Rahmen eines ersten Verpackungsprozesses
Verpackungseinheiten aus einer ersten bestimmten Anzahl an Artikeln 3 bildet und im
Rahmen eines zweiten Verpackungsprozesses weitere Verpackungseinheiten mit einer zweiten
größeren Anzahl an Artikeln 3 bildet.
[0055] Damit die jeweiligen für einen flächigen Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' vorgesehenen
Artikel 3 auf dem jeweiligen flächigen Verpackungszuschnitt 2 bzw. 2' Platz finden,
muss eine mittels des flächigen Verpackungszuschnittes 2 bzw. 2' für jeweilige Artikel
3 bereitgestellte Aufstandsfläche auf die jeweiligen Artikel 3 bzw. Getränkebehälter
5 abgestimmt sein. Hierbei kann es sein, dass eine durch erste flächige Verpackungszuschnitte
2 für Artikel 3 bereitgestellte Aufstandsfläche gegenüber einer durch zweite flächige
Verpackungszuschnitte 2' für Artikel 3 bereitgestellten Aufstandsfläche betragsmäßig
vermindert oder betragsmäßig vergrößert ausgebildet ist. Um die jeweiligen flächigen
Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' in den Transportweg der Artikel 3 bzw. Getränkebehälter
5 einbringen zu können, muss im Stand der Technik eine als Bestandteil der Zuführung
4 ausgebildete Fördereinrichtung angepasst werden. Solche bekannten Fördereinrichtungen
umfassen eine Vielzahl an Mitnehmern, die bei aus dem Stand der Technik bekannten
Verpackungsvorrichtungen einzeln von der Fördereinrichtung abgenommen werden und daraufhin
mit verändertem und an jeweilige in den Transportweg der Artikel 3 einzubringende
flächige Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' angepasstem Teilungsabstand an der Fördereinrichtung
befestigt werden. Das Anpassen einer Zuführung 4 bzw. Fördereinrichtung an unterschiedliche
flächige Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' ist bei bekannten Verpackungsvorrichtungen
mit hohem zeitlichem und personellem Aufwand verbunden.
[0056] Wie nachfolgend zu den Figuren 2 und 3 beschrieben, ist ein solches Anpassen bei
der Verpackungsvorrichtung 1 nicht notwendig. Zudem kann das Anpassen der Verpackungsvorrichtung
1 für aufeinanderfolgende Verpackungsprozesse mit unterschiedlichen flächigen Verpackungszuschnitten
2 bzw. 2' zeitoptimiert und unter reduziertem personellem Aufwand erfolgen kann.
[0057] Die schematische Darstellung der Fig. 2 zeigt einzelne Aspekte der Ausführungsform
einer Verpackungsvorrichtung 1 nach Fig. 1. Die erste Fördereinrichtung 20 befindet
sich in Fig. 2 in einer Betriebsposition und bringt hierbei erste flächige Verpackungszuschnitte
2 in einen Transportweg der Artikel 3 ein. Hierzu umfasst die erste Fördereinrichtung
20 zwei erste Fördermittel 21, die jeweils als erste Förderkette 23 ausgebildet sind.
Die zwei ersten Fördermittel 21 bzw. ersten Förderketten 23 werden umlaufend bewegt,
woraus resultierend die ersten Fördermittel 21 bzw. ersten Förderketten 23 erste flächige
Verpackungszuschnitte 2 bewegen und in den Transportweg der Artikel 3 einbringen.
[0058] Wie zu Fig. 1 bereits beschrieben, werden flächige Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2'
vom Stapel 13 abgenommen und im Bereich der Transferposition 17 an die Zahnriemen
16 übergeben. Die Zahnriemen 16 übergeben die jeweiligen flächigen Verpackungszuschnitte
2 bzw. 2' sodann an die jeweilige in der Betriebsposition befindliche erste Fördereinrichtung
20 oder zweite Fördereinrichtung 30. In Fig. 2 befindet sich die erste Fördereinrichtung
20 in der Betriebsposition und nimmt über erste Mitnehmer 25 erste flächige Verpackungszuschnitte
2 von den Zahnriemen 16 entgegen. Der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der als
Bestandteil der ersten Fördereinrichtung 20 ausgebildeten ersten Mitnehmer 25 ist
hierbei an jeweilige entgegenzunehmende und in den Transportweg von Artikeln 3 einzubringende
erste flächige Verpackungszuschnitte 2 angepasst. Demnach ist die erste Fördereinrichtung
20 im Hinblick auf den Teilungsabstand bzw. relativen Abstand ihrer ersten Mitnehmer
25 zueinander auf das Einbringen von ersten flächigen Verpackungszuschnitten 2 in
den Transportweg der Artikel 3 vorbereitet.
[0059] Die Fig. 2 zeigt zudem, dass sowohl die erste Fördereinrichtung 20 als auch die zweite
Fördereinrichtung 30 auf einer gemeinsamen Linearführung 18 angeordnet sind. Hierdurch
können sowohl die erste Fördereinrichtung 20 als auch die zweite Fördereinrichtung
30, wie nachfolgend beschrieben, zwischen einer Warteposition und einer zum Einbringen
jeweiliger flächiger Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' in den Transportweg der Artikel
3 vorgesehenen Betriebsposition hin und her wechseln.
[0060] Die schematische Darstellung der Fig. 3 zeigt weitere Aspekte der Ausführungsform
einer Verpackungsvorrichtung nach Fig. 1. Eine Zusammenschau der Figuren 2 und 3 verdeutlicht
hierbei, dass die erste Fördereinrichtung 20 aus der Betriebsposition nach Fig. 2
entlang der gemeinsamen Linearführung 18 in eine für die erste Fördereinrichtung 20
vorgesehene Warteposition nach Fig. 3 bewegt wurde. Sowohl die ersten Fördermittel
21 der ersten Fördereinrichtung 20 als auch die zweiten Fördermittel 31 der zweiten
Fördereinrichtung 30 sind unabhängig voneinander entlang der gemeinsamen Linearführung
18 bewegbar. Die Fig. 2 lässt in Zusammenschau mit Fig. 3 erkennen, dass die relative
Beabstandung der ersten Fördermittel 21 bzw. ersten Förderketten 23 der ersten Fördereinrichtung
20 in der Warteposition gegenüber der relativen Beabstandung der ersten Fördermittel
21 bzw. der ersten Förderketten 23 in der Betriebsposition vermindert ausgebildet
ist.
[0061] Auch lässt Fig. 2 in Zusammenschau mit Fig. 3 erkennen, dass die relative Beabstandung
der zweiten Fördermittel 31 bzw. der zweiten Förderketten 33 der zweiten Fördereinrichtung
30 in der Warteposition gemäß Fig. 2 gegenüber der relativen Beabstandung der zweiten
Fördermittel 31 bzw. der zweiten Förderketten 33 der zweiten Fördereinrichtung 30
in der Betriebsposition nach Fig. 3 ebenso vermindert ausgebildet ist. Hierdurch können
sowohl die erste Fördereinrichtung 20 als auch die zweite Fördereinrichtung 30 in
ihrer jeweiligen Warteposition zum jeweiligen Wechsel in die jeweilige Betriebsposition
in kompakter Anordnung bereitgehalten werden.
[0062] Der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der als Bestandteil der zweiten Fördereinrichtung
30 ausgebildeten zweiten Mitnehmer 35 ist weiterhin an jeweilige entgegenzunehmende
und in den Transportweg von Artikeln 3 einzubringende zweite flächige Verpackungszuschnitte
2' angepasst. Demnach ist auch die zweite Fördereinrichtung 30 im Hinblick auf den
Teilungsabstand bzw. relativen Abstand ihrer zweiten Mitnehmer 35 zueinander auf das
Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten 2' in den Transportweg der
Artikel 3 vorbereitet, wobei sich die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte 2' von
den ersten flächigen Verpackungszuschnitten 2 unterscheiden und dementsprechend der
Teilungsabstand bzw. relative Abstand der zweiten Mitnehmer 35 zueinander gegenüber
dem Teilungsabstand bzw. relativen Abstand der ersten Mitnehmer 25 zueinander unterschiedlich
ausgebildet ist.
[0063] Die Figuren 2 und 3 lassen zudem erkennen, dass sowohl für die erste Fördereinrichtung
20 als auch für die zweite Fördereinrichtung der relative Abstand der ersten Mitnehmer
25 und der relative Abstand der zweiten Mitnehmer 35 in der jeweiligen Betriebsposition
und in der jeweiligen Warteposition beibehalten wird. Die Verpackungsvorrichtung 1
besitzt daher für unterschiedliche flächige Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' jeweils
eine eigene Fördereinrichtung 20 bzw. 30, die auf ein Einbringen dieser jeweiligen
flächigen Verpackungszuschnitte 2 bzw. 2' im Hinblick auf den relativen Abstand bzw.
Teilungsabstand ihrer Mitnehmer 25 bzw. 35 vorbereitet ist.
[0064] In der Praxis werden über die nach Fig. 2 in der Betriebsposition befindliche erste
Fördereinrichtung 20 mit ihren ersten Mitnehmern 25 erste flächige Verpackungszuschnitte
2, die beispielsweise als Pad ausgebildet sein können, in den Transportweg von Artikeln
3 (vgl. Fig. 1) eingebracht, so dass die jeweiligen Artikel 3 auf die über die in
der Betriebsposition befindliche erste Fördereinrichtung 20 in den Transportweg eingebrachten
ersten flächigen Verpackungszuschnitte 2 auffahren. Sofern zeitlich hierauf folgend
vorgesehen ist, dass Artikel 3 auf zweite flächige Verpackungszuschnitte 2', die beispielsweise
als Tray ausgebildet sein können, auffahren sollen, wechselt die erste Fördereinrichtung
20 aus der Betriebsposition nach Fig. 2 in die Warteposition nach Fig. 3, wobei der
relative Abstand bzw. Teilungsabstand der als Bestandteil der ersten Fördereinrichtung
20 ausgebildeten ersten Mitnehmer 25 hierbei unverändert beibehalten wird. Zudem wechselt
die für das Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten 2' in den Transportweg
der Artikel 3 vorbereitete zweite Fördereinrichtung 30 aus der Warteposition nach
Fig. 2 in die Betriebsposition nach Fig. 3. Bereits in der Warteposition nach Fig.
2 ist der relative Abstand bzw. Teilungsabstand der zweiten Mitnehmer 35 an die jeweiligen
in den Transportweg der Artikel 3 einzubringenden zweiten flächigen Verpackungszuschnitte
2' anpasst, so dass die zweite Fördereinrichtung 30 jeweilige zweite flächige Verpackungszuschnitte
2' zum Einbringen in den Transportweg der Artikel 3 temporär klemmend halten kann.
Die Verpackungsvorrichtung 1 kann hierdurch zeitoptimiert sowie einfach und unkompliziert
an unterschiedliche in den Transportweg von Artikeln 3 einzubringende flächige Verpackungszuschnitte
2 bzw. 2' angepasst werden.
[0065] Wenn auch im Zusammenhang der Figuren generell von "schematischen" Darstellungen
und Ansichten die Rede ist, so ist damit keineswegs gemeint, dass die Figurendarstellungen
und deren Beschreibung hinsichtlich der Offenbarung der Erfindung von untergeordneter
Bedeutung sein sollen. Der Fachmann ist durchaus in der Lage, aus den schematisch
und abstrakt gezeichneten Darstellungen genug an Informationen zu entnehmen, die ihm
das Verständnis der Erfindung erleichtern, ohne dass er etwa aus den gezeichneten
und möglicherweise nicht exakt maßstabsgerechten Größenverhältnissen der Artikel und/oder
Teilen der Vorrichtung oder anderer gezeichneter Elemente in irgendeiner Weise in
seinem Verständnis beeinträchtigt wäre. Die Figuren ermöglichen es dem Fachmann als
Leser somit, anhand der konkreter erläuterten Umsetzungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der konkreter erläuterten Funktionsweise der erfindungsgemäßen Verpackungsvorrichtung
ein besseres Verständnis für den in den Ansprüchen sowie im allgemeinen Teil der Beschreibung
allgemeiner und/oder abstrakter formulierten Erfindungsgedanken abzuleiten.
Bezuaszeichenliste
[0066]
- 1
- Verpackungsvorrichtung
- 2
- erster flächiger Verpackungszuschnitt
- 2'
- zweiter flächiger Verpackungszuschnitt
- 3
- Artikel
- 4
- Zuführung
- 5
- Getränkebehälter
- 7
- Horizontalfördereinrichtung
- 11
- Magazin
- 13
- Stapel
- 15
- Saug- und/oder Greifeinrichtung
- 16
- Zahnriemen
- 17
- Transferposition
- 18
- Linearführung
- 20
- erste Fördereinrichtung
- 21
- erstes Fördermittel
- 23
- erste Förderkette
- 25
- erster Mitnehmer
- 30
- zweite Fördereinrichtung
- 32
- zweites Fördermittel
- 33
- zweite Förderkette
- 35
- zweiter Mitnehmer
- S
- Steuer- und/oder Regeleinrichtung
1. Verpackungsvorrichtung (1) für Artikel (3) wie Getränkebehälter (5) oder dergleichen,
umfassend
- wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung (7) zum Fördern von Artikeln (3) sowie
- mindestens eine Zuführung (4), welche flächige Verpackungszuschnitte (2, 2') in
einen Transportweg der Artikel (3) einbringen kann, so dass Artikel (3) während des
Förderns über die wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung (7) auf in den Transportweg
eingebrachte flächige Verpackungszuschnitte (2, 2') auffahren, dadurch gekennzeichnet, dass
- die mindestens eine Zuführung (4) eine erste Fördereinrichtung (20) umfasst, die
auf ein Einbringen von ersten flächigen Verpackungszuschnitten (2) in den Transportweg
der Artikel (3) vorbereitet ist und dass
- die mindestens eine Zuführung (4) eine zweite Fördereinrichtung (30) umfasst, die
auf ein Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten (2'), die sich von
den ersten flächigen Verpackungszuschnitten (2) unterscheiden, in den Transportweg
der Artikel (3) vorbereitet ist,
wobei die Verpackungsvorrichtung (1) in Abhängigkeit von jeweiligen in den Transportweg
der Artikel (3) einzubringenden ersten flächigen Verpackungszuschnitten (2) oder zweiten
flächigen Verpackungszuschnitten (2') für einen Wechsel zwischen der ersten Fördereinrichtung
(20) und der zweiten Fördereinrichtung (30) ausgebildet ist.
2. Verpackungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die erste Fördereinrichtung (20)
und die zweite Fördereinrichtung (30) auf einer gemeinsamen Linearführung (18) angeordnet
sind und zum jeweiligen Wechsel entlang der gemeinsamen Linearführung (18) bewegbar
sind.
3. Verpackungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei welcher die erste Fördereinrichtung
(20) eine Vielzahl zum temporären Halten von ersten flächigen Verpackungszuschnitten
(2) vorgesehene erste Mitnehmer (25) umfasst, und bei welcher die zweite Fördereinrichtung
(30) eine Vielzahl zum temporären Halten von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten
(2') vorgesehene zweite Mitnehmer (35) umfasst, wobei eine relative Beabstandung der
ersten Mitnehmer (25) zueinander auf die temporär zu haltenden ersten Verpackungszuschnitte
(2) abgestimmt ist, und wobei eine relative Beabstandung der zweiten Mitnehmer (35)
zueinander auf die temporär zu haltenden zweiten flächigen Verpackungszuschnitte (2')
abgestimmt ist.
4. Verpackungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welcher die erste Fördereinrichtung
(20) und die zweite Fördereinrichtung (30) zum Einbringen der ersten flächigen Verpackungszuschnitte
(2) und der zweiten flächigen Verpackungszuschnitte (2') in den Transportweg der Artikel
(3) jeweils wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierte,
umlaufend geführte und vorzugsweise jeweils als Förderkette (23, 33) ausgebildete
Fördermittel (21, 31) umfassen.
5. Verpackungsvorrichtung nach Anspruch 4, bei welcher die mindestens eine erste Fördereinrichtung
(20) und die mindestens eine zweite Fördereinrichtung (30) jeweils aus einer Betriebsposition
in eine Warteposition wechseln können.
6. Verpackungsvorrichtung nach Anspruch 4 und/oder Anspruch 5, bei welcher a) eine relative
Beabstandung der wenigstens zwei als Bestandteil der ersten Fördereinrichtung (20)
ausgebildeten wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierten,
umlaufend geführten und vorzugsweise jeweils als Förderkette (23, 33) ausgebildeten
Fördermittel (21, 31) in der Warteposition gegenüber der Betriebsposition reduzierbar
ist, und/oder bei welcher b) eine relative Beabstandung der wenigstens zwei als Bestandteil
der zweiten Fördereinrichtung (30) ausgebildeten wenigstens zwei zumindest näherungsweise
parallel zueinander orientierten, umlaufend geführten und vorzugsweise jeweils als
Förderkette (23, 33) ausgebildeten Fördermittel (21, 31) in der Warteposition gegenüber
der Betriebsposition reduzierbar ist.
7. Verpackungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend eine Steuerungseinrichtung
(S) sowie mindestens einen Aktor, der mit der Steuerungseinrichtung (S) in Verbindung
steht, wobei der mindestens eine Aktor via die Steuerungseinrichtung (S) zum selbständigen
Durchführen eines Wechsel zwischen der ersten Fördereinrichtung (20) und der zweiten
Fördereinrichtung (30) ansteuerbar ist.
8. Verfahren zum Betreiben einer zur Handhabung unterschiedlicher flächiger Verpackungszuschnitte
(2, 2') ausgebildeten Verpackungsvorrichtung (1), bei welchem Verfahren
- wenigstens eine als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung (1) ausgebildete Horizontalfördereinrichtung
(7) Artikel (3) fördert und
- eine erste als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung (1) ausgebildete Fördereinrichtung
(20) erste flächige Verpackungszuschnitte (2) in einen Transportweg der Artikel (3)
einbringt, so dass Artikel (3) auf die ersten flächigen Verpackungszuschnitte (2)
auffahren, wobei vorgesehen ist, dass
- von der ersten als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung (1) ausgebildeten Fördereinrichtung
(20) auf eine zweite als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung (1) ausgebildete Fördereinrichtung
(30) gewechselt wird, welche zweite als Bestandteil der Verpackungsvorrichtung (1)
ausgebildete Fördereinrichtung (30) auf ein Einbringen von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten
(2'), die sich von den ersten flächigen Verpackungszuschnitten (2) unterscheiden,
in den Transportweg der Artikel (3) vorbereitet ist, und worauf zeitlich folgend
- die zweite Fördereinrichtung (30) die zweiten flächigen Verpackungszuschnitte (2')
in den Transportweg der Artikel (3) einbringt, so dass Artikel (3) auf die zweiten
flächigen Verpackungszuschnitte (2') auffahren.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem die erste Fördereinrichtung (20) und die zweite
Fördereinrichtung (30) auf einer gemeinsamen Linearführung (18) angeordnet sind, wobei
die erste Fördereinrichtung (20) und die zweite Fördereinrichtung (30) beim Wechsel
jeweils entlang der gemeinsamen Linearführung (18) bewegt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei welchem die erste Fördereinrichtung
(20) eine Vielzahl zum temporären Halten von ersten flächigen Verpackungszuschnitten
(2) vorgesehene erste Mitnehmer (25) umfasst, und bei welchem die zweite Fördereinrichtung
(30) eine Vielzahl zum temporären Halten von zweiten flächigen Verpackungszuschnitten
(2') vorgesehene zweite Mitnehmer (35) umfasst, wobei eine relative Beabstandung der
ersten Mitnehmer (25) zueinander auf die temporär zu haltenden ersten Verpackungszuschnitte
(2) abgestimmt ist und wobei eine relative Beabstandung der zweiten Mitnehmer (35)
zueinander auf die temporär zu haltenden zweiten flächigen Verpackungszuschnitte (2')
abgestimmt ist und wobei die zweiten Mitnehmer (35) in ihrer relativen Beabstandung
vorbereitet auf der zweiten Fördereinrichtung (30) angeordnet sind und wobei mit der
bereits vorbereiteten relativen Beabstandung der zweiten Mitnehmer (35) zueinander
auf die zweite Fördereinrichtung (30) gewechselt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei welchem die erste Fördereinrichtung
(20) und die zweite Fördereinrichtung (30) jeweils wenigstens zwei zumindest näherungsweise
parallel zueinander orientierte und vorzugsweise jeweils als Förderkette (23, 33)
ausgebildete Fördermittel (21, 31) umfassen, welche jeweiligen Fördermittel (21, 31)
zum Einbringen der ersten flächigen Verpackungszuschnitte (2) oder der zweiten flächigen
Verpackungszuschnitte (2') in den Transportweg der Artikel (3) jeweils umlaufend angetrieben
werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei welchem sich die erste Fördereinrichtung
(20) während des Einbringens der ersten flächigen Verpackungszuschnitte (2) in den
Transportweg der Artikel (3) in einer Betriebsposition der Verpackungsvorrichtung
(1) befindet und im Rahmen des Wechsels in eine Warteposition der Verpackungsvorrichtung
(1) überführt wird und bei welchem im Rahmen des Wechsels die zweite bis dahin in
einer Warteposition der Verpackungsvorrichtung (1) angeordnete Fördereinrichtung (30)
aus der Warteposition in eine Betriebsposition der Verpackungsvorrichtung (1) bewegt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei welchem wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel
zueinander orientierte und vorzugsweise jeweils als erste Förderkette (23) ausgebildete
erste Fördermittel (21) der ersten Fördereinrichtung (20) im Verlauf des Überführens
in die Warteposition ihren relativen Abstand zueinander verkleinern und/oder bei welchem
wenigstens zwei zumindest näherungsweise parallel zueinander orientierte und vorzugsweise
jeweils als zweite Förderkette (33) ausgebildete zweite Fördermittel (31) der zweiten
Fördereinrichtung (30) im Verlauf der Bewegung in die Betriebsposition ihren relativen
Abstand zueinander vergrößern.