[0001] Die Erfindung betrifft ein Rohrkoppelsystem für eine Trocknungsvorrichtung für Kleidungsstücke,
um einen mit Rohren gebildeten Tragebügel mit einem Zufuhrrohr lösbar zu verbinden,
sodass ein durch das Zufuhrrohr geleitetes gasförmiges Medium den Tragebügel durchströmt,
wobei das Rohrkoppelsystem einen Koppelkörper und mehrere mit dem Koppelkörper verbundene
Rohre umfasst.
[0002] Um feuchte Kleidungsstücke zu trocknen, sind Trocknungsvorrichtungen bekannt, welche
ein Aufhängen von Kleidungsstücken an von Trocknungsluft durchströmten Tragebügeln
vorsehen. Die mit Rohren gebildeten Tragebügel weisen dabei üblicherweise eine Mehrzahl
von Austrittslöchern auf, um an den Tragebügeln angeordnete Kleidungstücke mit Trocknungsluft,
für gewöhnlich Warmluft, zu beaufschlagen und damit ein Trocknen der Kleidungsstücke
zu beschleunigen. Ein Zuführen der Trocknungsluft erfolgt dabei in der Regel über
ein Zufuhrrohr, mit welchem die Tragebügel verbunden sind.
[0003] Beispielsweise offenbart das Dokument
EP 0 823 002 B1 eine Einrichtung zum Trocknen von Schutzanzügen, Jacken oder dergleichen, wobei mehrere
hohl ausgeführte mit Austrittlöchern versehene Tragebügel an einem Zufuhrrohr angeordnet
sind. Über das Zufuhrrohr eingeblasene Trocknungsluft durchströmt die Tragebügel und
wird durch die Austrittslöcher auf an den Tragebügeln aufgehängte Kleidungsstücke
geleitet.
[0004] Um ein Anbringen eines Kleidungsstückes an einem solchen Tragebügel zu vereinfachen,
werden Rohrkoppelsysteme eingesetzt, die ein Lösen des Tragebügels vom Zufuhrrohr
ermöglichen.
[0005] Im Dokument
CN 202279976 U ist eine solche Trocknungsvorrichtung offenbart, wobei die Tragebügel mit einem Schraubgewinde
lösbar am Zufuhrrohr befestigt sind.
[0006] Das Dokument
AT 516 342 B1 offenbart ein Rohrkoppelsystem, mit welchem ein Zufuhrrohr und ein Rohr eines Tragebügels
lösbar verbindbar sind, indem eines der Rohre einen Flansch und das andere Rohr eine
zur Form des Flansches korrespondierende seitlich offene Aufnahme aufweist, in welche
der Flansch eingefügt werden kann. Eine Sicherung der Verbindung wird durch eine in
Achsrichtung der Rohre über die Aufnahme verschiebbare Hülse erreicht.
[0007] Als besonders praktikabel haben sich derartige Trocknungsvorrichtungen für einen
Einsatz in Arbeitsumgebungen erwiesen, in welchen Kleidungsstücke, insbesondere Arbeitsbekleidung,
einem hohen Maß an Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Besonders bei einem Einsatz auf Schiffen
oder Offshore-Bauwerken, wie Bohrplattformen, werden dabei allerdings in der Regel
große Anforderungen an eine Robustheit und eine Widerstandsfähigkeit einer Trocknungsvorrichtung
gestellt, da diese häufig wechselnden einwirkenden Kräften und einem beträchtlichem
Verunreinigungsgrad ausgesetzt sein kann. Diese Anforderungen betreffen im Besonderen
ein Rohrkoppelsystem, welches einen Tragebügel einer solchen Trocknungsvorrichtung,
an dem ein zu trocknendes Kleidungsstück angeordnet ist, mit einem Zufuhrrohr der
Trocknungsvorrichtung lösbar verbindet.
[0008] Hier setzt die Erfindung an. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Rohrkoppelsystem der
eingangs genannten Art anzugeben, welches eine hohe Robustheit, insbesondere im Hinblick
auf häufig wechselnde einwirkende Kräfte aufweist, wobei das Rohrkoppelsystem geeignet
ist, für eine Trocknungsvorrichtung für Kleidungsstücke eingesetzt zu werden, um einen
mit Rohren gebildeten Tragebügel mit einem Zufuhrrohr lösbar zu verbinden, sodass
ein durch das Zufuhrrohr geleitetes gasförmiges Medium den Tragebügel durchströmt.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Rohrkoppelsystem
der eingangs genannten Art, zumindest ein Rohr derart formschlüssig mit dem Koppelkörper
lösbar verbunden ist, dass eine axiale Beweglichkeit des Rohres relativ zum Koppelkörper
begrenzt ermöglicht ist.
[0010] Grundlage der Erfindung ist die Idee, wechselnden einwirkenden Kräften nicht durch
eine Erhöhung einer Festigkeit und/oder Steifigkeit einer Verbindung zwischen zwei
Rohren entgegenzuwirken, sondern im Gegenteil durch ein erhöhtes Maß an Beweglichkeit.
Indem zumindest ein Rohr derart mit dem Koppelkörper verbunden ist, dass eine axiale
Beweglichkeit des Rohres relativ zum Koppelkörper begrenzt ermöglicht ist, werden
insbesondere in axialer Richtung des Rohres wirkenden Kräfte bzw. Kraftanteile zumindest
teilweise vorübergehend in Form von Bewegungsenergie absorbiert und müssen nicht unmittelbar
an ein am Rohr anliegendes Element des Koppelkörpers abgeleitet werden. Dadurch werden
einerseits auftretende Kraftspitzen reduziert und andererseits die Möglichkeit geschaffen,
dass sich auf das Rohrkoppelsystem wirkende Kräfte gegenseitig kompensieren, beispielsweise
indem eine Bewegung des Rohres relativ zum Koppelkörper durch eine wirkende Kraft
abgeschwächt wird.
[0011] Als weitere vorteilhafte Wirkung ist zu sehen, dass eine Anfälligkeit für Verunreinigungen
bzw. Verschmutzung im Vergleich zu einer spielfreien Verbindung reduziert ist. Während
für formschlüssige spielfreie Verbindungen schon geringe Verunreinigungen problematisch
sein können, beispielsweise ein Einfügen eines Flansches in eine zum Flansch korrespondierende
Nut schon durch kleine Verschmutzungen der Nut verhindert sein kann, weist das Rohrkoppelsystem
aufgrund eines erfindungsgemäß vorgesehenen Bewegungsspielraumes eine hohe Toleranz
gegenüber Verunreinigungen bzw. Verschmutzungen auf.
[0012] Ist vorgesehen, dass das Rohr derart formschlüssig mit dem Koppelkörper lösbar verbunden
ist, dass eine Kippbewegung des Rohres relativ zum Koppelkörper begrenzt ermöglicht
ist, können wirkende Kräfte bzw. Kraftanteile besonders einfach in Bewegung überführt
und Kraftspitzen reduziert werden. Insbesondere wenn Kippbewegungen des Rohres relativ
zum Koppelkörper in einer Mehrzahl von verschiedenen Richtungen ermöglicht sind, werden
wirkende Kräfte bzw. Kraftanteile besonders effektiv in eine Relativbewegung zwischen
dem Rohr und dem Koppelkörper überführt und eine ausgeprägte Kompensierung von einwirkenden
Kräften bzw. deren Wirkungen ermöglicht. Bevorzugt ist vorgesehen, dass Kippbewegungen
in sämtliche Richtungen vertikal zu einer Längsachse des Rohres ermöglicht sind. Auf
diese Weise können einwirkende Kräfte aus sämtlichen Richtungen vertikal zur Längsachse
des Rohres aufgenommen werden, wodurch auf eine besondere Ausrichtung des Rohrkoppelsystems
in Bezug auf Richtungen von zu erwartenden einwirkenden Kräften keine Rücksicht genommen
werden braucht, beispielsweise bei einer Installation einer Trocknungsvorrichtung
mit einem solchen Rohrkoppelsystem.
[0013] Es hat sich bewährt, dass das Rohr derart formschlüssig mit dem Koppelkörper lösbar
verbunden ist, dass eine Rotationsbewegung des Rohres um eine Längsachse des Rohres
ermöglicht ist. Dadurch ist eine Beweglichkeit zwischen dem Rohr und dem Koppelkörper
weiter erhöht und zudem eine Handhabung und Praktikabilität verbessert. Durch die
ermöglichte Rotationsbewegung des Rohres um eine Längsrohre des Rohres, also ein axiales
Drehen des Rohres relativ zum Koppelkörper, können etwa ein Koppelkörper und mit dem
Koppelkörper verbundene weitere Rohre, beispielsweise Tragebügel, von einem Benutzer
gedreht werden, beispielsweise um Kleidungsstücke an den Tragebügeln zu befestigen.
[0014] Von Vorteil ist es, wenn das Rohr und der Koppelkörper mit einem Schnellverschluss
verbunden bzw. lösbar sind. Ein Schnellverschluss ermöglicht es, eine Verbindungseinrichtung
schnell, insbesondere ohne Werkzeug zu lösen bzw. zu schließen. Zweckmäßigerweise
verhindert ein Schnellverschluss ein ungewolltes Lösen des mit dem Koppelkörper verbundenen
Rohres. Auf einfache Weise ist ein Schnellverschluss für eine formschlüssige bewegliche
Verbindung, also eine Verbindung durch räumlichen Einschluss, auf einfache Weise dadurch
umgesetzt, dass der räumliche Einschluss durch ein bewegbares Verschlusselement aufgehoben
bzw. wiederhergestellt werden kann. Dies kann beispielsweise durch eine Klappe oder
ein Verschiebelement erfolgen, welche eine Aufnahme verschließen. Günstig ist es,
wenn ein Schnappverschluss vorgesehen ist, um ein Lösen der formschlüssigen Verbindung
zwischen dem Rohr und dem Koppelkörper zu verhindern. Dabei ist üblicherweise vorgesehen,
dass eine formschlüssige bewegliche Verbindung hergestellt wird, indem ein Schnappelement
elastisch verformt wird und anschließend einen Formschluss bewirkt. Durch abermaliges
elastisches Verformen des Schnappelementes kann der Formschluss wieder aufgehoben
werden. Eine solche Verbindung ist einfach und schnell lösbar und wieder verbindbar.
Denkbar ist aber auch, dass eine schnell lösbare Verbindung in Form einer Schraubverbindung,
einer Klemmverbindung oder einer ähnlich zweckmäßigen lösbaren Verbindungsform umgesetzt
ist.
[0015] Bevorzugt ist es, wenn das Rohr einen entlang einer Längsachse des Rohres variierenden
Außendurchmesser aufweist, um das Rohr mit dem Koppelkörper zu verbinden. Dadurch
ist auf einfache Weise eine belastbare formschlüssige Verbindung zwischen dem Rohr
und dem Koppelkörper herstellbar. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der
Koppelkörper ein Verbindungselement oder eine Aufnahme aufweist, welches einen Bereich
des Rohres mit verbreitertem Außendurchmesser hintergreift oder in einen Bereich des
Rohres mit verringertem Außendurchmesser eingreift und auf diese Weise einen Formschluss
bewirkt.
[0016] Eine belastbare Verbindung kann umgesetzt sein, indem das Rohr eine, insbesondere
ringförmig entlang eines Umfanges des Rohres verlaufende, Ausformung aufweist, um
das Rohr mit dem Koppelkörper zu verbinden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass
die Ausformung in eine Aufnahme des Koppelkörpers formschlüssig eingefügt und in dieser
bewegbar ist. Die Verbindung ist besonders robust, wenn die Ausformung ringförmig
entlang eines Umfanges des Rohres verläuft. Dadurch sind auf die Ausformung wirkende
Belastungen, insbesondere bei einer Zugbelastung in axialer Richtung des Rohres, gleichmäßig
auf den Umfang des Rohres verteilbar. Zudem ist auf diese Weise ein Formschluss herstellbar,
welcher unabhängig von einer Rotation des Rohres in Bezug auf dessen Längsachse ist.
Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass mehrere Ausformungen entlang eines Umfanges
des Rohres angeordnet sind, um die gleichen Wirkungen zu erreichen. Sinngemäß kann
eine derartige Ausformung am Koppelkörper angeordnet sein und beispielsweise eine
Aufnahme am Rohr vorgesehen sein, um eine wirkungsentsprechende Verbindung herzustellen.
Allgemein ist eine derartige Verbindung mit beliebiger konkreter Ausgestaltung ausreichend,
solange ein räumlicher Einschluss der Ausformung vorgenommen ist, welcher eine erfindungsgemäße
Bewegbarkeit erlaubt.
[0017] Mit Vorteil ist vorgesehen, dass eine Außenkontur der Ausformung derart an einem
Rand des Koppelkörpers anliegt, dass eine Kippbewegung bzw. ein Abrollen der Ausformung
an dem Rand ermöglicht ist. Dadurch ist eine Bewegung des Rohres bzw. der Ausformung
relativ zum Koppelkörper mit wenig Verschleiß verbunden. Zudem ist auf diese Weise
ein Kippen bzw. eine Kippbewegung des Rohres reibungsarm durchführbar. Eine widerstandsarme
Kippbewegung ist dabei insbesondere erreichbar, wenn in einem Querschnitt entlang
einer Längsachse des Rohres eine am Rand des Koppelkörpers anliegende Außenkante der
Ausformung einen stumpfen Winkel zur Längsachse aufweist. Günstig ist es, wenn eine
Außenfläche der Ausformung in Form einer Mantelfläche eines Kegels oder eines Kegelstumpfes
ausgebildet ist. Dadurch ist ein Kippen bzw. ein Abrollen der Mantelfläche an einem
unter einem Winkel an der Mantelfläche anliegenden Rand besonders einfach ermöglicht.
[0018] Eine einfache Handhabbarkeit ist erreicht, wenn das Rohr durch Verschieben quer zur
einer Längsachse des Rohres mit dem Koppelkörper verbindbar bzw. von diesem lösbar
ist. Ein Verschieben quer zur einer Längsachse des Rohres meint in diesem Sinne ein
Verschieben in nicht paralleler Richtung zur Längsachse und umfasst damit sowohl ein
Verschieben in vertikaler als auch schräger bzw. winkelige Richtung in Bezug auf die
Richtung der Längsachse. Das Rohr ist damit durch ein Einhängen im Koppelkörper verbindbar,
was, insbesondere bei einer wirkenden Zugbelastung in Längsrichtung des Rohres, ein
Verbinden vereinfacht. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Rohr durch Verschieben
quer zur Längsachse des Rohres in eine seitlich offene Aufnahme oder Aussparung des
Koppelkörpers eingefügt ist. Dies erleichtert ein Entnehmen und/oder ein Einfügen
des Rohres und ermöglicht auf einfache Weise ein formschlüssiges Verbinden, besonders
unter Zugbelastung.
[0019] Ein widerstandsfähiger Aufbau ist erreicht, wenn der Koppelkörper eine Aufnahme aufweist,
in welche das Rohr eingefügt ist, wobei die Aufnahme eine Aussparung bzw. ein Einschnitt
im Koppelkörper ist, sodass das Rohr in den Koppelkörper hineinragt. Dadurch ist der
in den Koppelkörper hineinragende Bereich des Rohres, insbesondere eine Öffnung des
Rohres, vor äußeren Belastungen und/oder Verunreinigungen geschützt. Ist der Öffnungsbereich
des Rohres zumindest in mehreren Richtungen, bevorzugt im Wesentlichen vollständig,
vom Koppelkörper umhüllt, kann eine Verunreinigung besonders effektiv verringert werden.
Auf einfache Weise kann dies dadurch umgesetzt werden, dass der Koppelkörper als Hohlkörper
ausgebildet ist und das Rohr durch eine Öffnung bzw. Aufnahme im Koppelkörper in den
Koppelkörper hineinragt.
[0020] Um einen robusten, leicht handhabbaren Aufbau zu erreichen, hat es sich bewährt,
dass die Aufnahme durch einen seitlich offenen, quer zu einer Längsachse des Rohres
verlaufenden Einschnitt im Koppelkörper gebildet ist, sodass das Rohr durch seitliches
Einschieben in die Aufnahme mit dieser formschlüssig verbindbar ist. Damit ist das
Rohr einerseits durch seitliches Einschieben besonders einfach mit dem Koppelkörper
verbindbar und andererseits eine Öffnung des Rohres im verbundenen Zustand durch umgebende
Bereiche des Koppelkörpers vor Belastungen und/oder Verunreinigungen geschützt.
[0021] Günstig ist es, wenn der Einschnitt durch eine Verschlussvorrichtung verschließbar
ist, welche ein Lösen der formschlüssigen Verbindung verhindert. Dadurch ist ein unbeabsichtigtes
Lösen des Rohres vom Koppelkörper auf einfache Weise verhindert und zudem ein Eindringen
von Verunreinigungen in die Aufnahme behindert. Die Verschlussvorrichtung kann beispielsweise
als bewegbare Klappe oder Schiebevorrichtung ausgeführt sein. Allgemein kann eine
beliebige Verschlussvorrichtung verwendet werden, solange diese geeignet ist, ein
Lösen des Rohres von der Aufnahme zu verhindern. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die
Verschlussvorrichtung im verschlossenen und/oder geöffneten Zustand arretierbar ist.
Indem die Verschlussvorrichtung im geschlossenen Zustand arretierbar ist, wird ein
versehentliches Öffnen des Verschlusses unterbunden. Ist die Verschlussvorrichtung
im geöffneten Zustand arretierbar, ist ein Einfügen bzw. Einhängen des Rohres in die
Aufnahme erleichtert, da währenddessen nicht gleichzeitig die Verschlussvorrichtung
bedient werden muss.
[0022] Vorteilhaft ist es, wenn das Rohr und der Koppelkörper gasdichtend verbunden sind,
um einen Gasverlust eines durch das Rohrkoppelsystem geleiteten Gases an die Umgebung
zu verringern bzw. zu unterbinden. Eine Beschränkung des Gasverlustes reduziert den
Kostenaufwand durch Reduktion eines Energieverbrauches. Weiter kann damit erreicht
werden, dass ein Druckverlust des Gases zwischen einem in den Koppelkörper gaseinleitenden
Rohr und einem aus dem Koppelkörper gasausleitendem Rohr verringert ist. Zweckmäßig
können hierzu Dichtungsringe und/oder Dichtungsmasse verwendet werden, welche insbesondere
an Übergangsbereichen zwischen dem Rohr und dem Koppelkörper eingesetzt sind.
[0023] Eine besonders hohe Robustheit wird erreicht, wenn zumindest ein weiteres Rohr derart
mit dem Koppelkörper verbunden ist, das eine axiale Beweglichkeit und/oder Kippbewegung
des weiteren Rohres relativ zum Koppelkörper begrenzt ermöglicht ist. Dadurch sind
zumindest zwei Rohre beweglich mit dem Koppelkörper verbunden, wodurch ein Maß an
Beweglichkeit des Rohrkoppelsystems weiter erhöht ist. Einwirkende Kräfte werden besonders
effektiv in Bewegungsenergie umgewandelt und Kraftspitzen reduziert. Es ist üblicherweise
ausreichend, wenn das zumindest eine weitere Rohr nicht lösbar mit dem Koppelkörper
verbunden ist. Auf diese Weise ist ein Herstellungsaufwand reduziert, gleichzeitig
aber ein hohes Maß an Praktikabilität gegeben, da es für viele Anwendungen, insbesondere
für ein Verbinden eines Tragebügels einer Trocknungsvorrichtung mit einem Zufuhrrohr,
in der Regel ausreichend ist, wenn ein einziges Rohr lösbar mit dem Koppelkörper verbunden
ist.
[0024] Zweckmäßig ist vorgesehen, dass das weitere Rohr formschlüssig mit dem Koppelkörper
verbunden ist. Dadurch kann die vorgesehene ermöglichte axiale Beweglichkeit und/oder
Kippbewegung auf einfache Weise umgesetzt werden.
[0025] Das weitere Rohr kann grundsätzlich gemäß den vorgenannten Varianten und deren Wirkungen
mit dem Koppelkörper verbunden sein. Bevorzugt ist somit vorgesehen, dass ein Rohr,
insbesondere mit einem Schellverschluss, lösbar mit dem Koppelkörper verbunden ist
und weitere Rohre nicht lösbar oder zumindest ohne Schnellverschluss lösbar mit dem
Koppelkörper verbunden sind. Damit ist ein Kompromiss zwischen Praktikabilität, Robustheit
und Herstellungsaufwand erreichbar. Je nach Anwendungszweck und zu erwartenden Belastungen
kann es günstig sein, wenn mehrere Rohre entsprechend den vorgenannten Ausprägungen
und/oder Wirkungen beweglich mit dem Koppelkörper, insbesondere durch einen Schnellverschluss,
lösbar verbunden sind. Es kann aber auch ausreichen, ein Rohr lösbar und die weiteren
Rohre nicht lösbar mit dem Koppelkörper zu verbinden. Dem dargelegten Grundprinzip
einer erfindungsgemäß vorgesehenen Beweglichkeit zwischen dem Koppelkörper und zumindest
einem mit dem Koppelkörper lösbar verbundenen Rohr folgend, sind verschiedenste konkrete
Ausgestaltungen denkbar, sodass je nach Anforderungen ein Koppelkörper mit einer Mehrzahl
an Rohren beweglich verbunden sein kann, um einwirkende Kräfte durch zumindest teilweise
Umwandlung in Bewegungsenergie abzuschwächen.
[0026] Vorteilhaft ist es, wenn zumindest zwei Rohre an gegenüberliegenden Seiten des Koppelkörpers
mit dem Koppelkörper beweglich verbunden sind. Dadurch ist in Bezug auf eine die beiden
gegenüberliegenden Seiten verbindende Achse eine besonders hohe Beweglichkeit erreicht,
da entlang der Achse zwei bewegliche Verbindungen angeordnet sind. Insbesondere wenn
die beiden Rohre Längsachsen aufweisen, welche im Wesentlichen parallel zueinander
sind, werden Kräfte effizient abgeschwächt und eine robuste Rohrkoppelung erreicht.
[0027] Günstig ist es, wenn der Koppelkörper als Hohlkörper ausgebildet ist. Eine solche
Struktur ist einfach und mit hoher Tragfähigkeit herstellbar und zur Weiterleitung
eines gasförmigen Mediums geeignet. Zudem ist dadurch eine formschlüssige bewegbare
Verbindung mit dem Rohr besonders einfach umsetzbar, beispielsweise indem eine Aufnahme
für das Rohr durch einen in den Hohlkörper eingebrachten Einschnitt gebildet ist.
Der Koppelkörper kann beispielsweise durch miteinander verbundene schalenförmige Elemente
gebildet sein, wodurch eine hohe Robustheit bei gleichzeitig kleinem Materialaufwand
erreichbar ist. Ein Koppelkörper mit besonders hoher Tragfähigkeit wird erhalten,
wenn dieser durch ein Massivelement gebildet ist, in welches Bohrungen eingebracht
sind, sodass ein gasförmiges Medium durch die Bohrungen durchführbar ist. Zweckmäßig
kann das Rohr dann an eine Bohrung anschließen oder in diese eingeführt sein, um eine
beständige Verbindung herzustellen.
[0028] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Koppelkörper mehrere Teile umfasst, welche lösbar
miteinander verbunden sind. Dadurch können Einzelelemente des Koppelkörpers leichter
gewartet bzw. gereinigt werden. Zweckmäßig ist es, wenn die Teile derart verbunden
sind, dass ein Lösen der Teile zu einem Lösen von formschlüssig mit dem Koppelkörper
verbundenen Rohren führt. Dadurch können Rohre auf einfache Weise vom Koppelkörper
gelöst bzw. durch ein Verbinden der Teile eine formschlüssige Verbindung von Rohren
mit dem Koppelkörper hergestellt werden. Dies ist besonders geeignet, um Rohre, welche
nicht durch einen Schnellverschluss mit dem Koppelkörper verbunden sind, voneinander
zu lösen bzw. miteinander zu verbinden. Um eine belastbare Verbindung zwischen den
Teilen des Koppelkörpers herzustellen, hat es sich bewährt, die Teile mit einer Schraubverbindung
und/oder einer Steckverbindung zu verbinden. Eine Verbindung zwischen den Teilen kann
aber auch, je nach Belastungsanforderungen, als Klemmverschluss, Rast- oder Klippverschluss
oder einer anderen zweckmäßigen Verschlussvariante ausgeführt sein.
[0029] Mit Vorteil ist ein Trocknungssystem für Kleidungsstücke vorgesehen, umfassend zumindest
einen mit Rohren gebildeten Tragebügel und ein Zufuhrohr, wobei der zumindest eine
Tragebügel und das Zufuhrrohr durch ein erfindungsgemäßes Rohrkoppelsystem lösbar
verbunden sind, sodass ein durch das Zufuhrrohr geleitetes gasförmiges Medium den
zumindest einen Tragebügel durchströmt. Indem der Tragebügel und das Zufuhrrohr durch
ein erfindungsgemäßes robustes Rohrkoppelsystem lösbar verbunden sind, ist ein besonders
widerstandsfähiges Trocknungssystem geschaffen. Bei Trocknungssystemen stellt das
Rohrkoppelsystem, welches einen Tragebügel mit einem Zufuhrrohr verbindet, üblicherweise
ein besonders belastetes Bauteil dar. Auf den Tragebügel und ein an diesem befestigtes
Kleidungsstück einwirkende Kräfte können hohe Belastungen und Kraftspitzen am Rohrkoppelsystem
verursachen. Entsprechend den erfindungsgemäß vorgesehenen Ausführungen, Merkmalen
und Wirkungen eines vorstehend beschriebenen Rohrkoppelsystems ist eine besonders
robuste lösbare Verbindung zwischen dem Tragebügel und dem Zufuhrrohr erreicht, indem
diese mit einem erfindungsgemäßen Rohrkoppelsystem verbunden sind. Auf diese Weise
ist eine Trocknungsvorrichtung mit hoher Robustheit geschaffen.
[0030] In einer bewährten Variante wird eine Trocknung eines am Tragebügel angeordneten
Kleidungsstückes dadurch beschleunigt, dass der Tragebügel durch ein gasförmiges Medium,
welches den Tragebügel durchströmt, erwärmt wird. Grundsätzlich kann hierfür auch
ein flüssiges Medium, beispielsweise erwärmtes Wasser, verwendet werden.
[0031] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Tragebügel Austrittslöcher aufweist, sodass ein
durch den Tragebügel geleitetes flüssiges oder gasförmiges Medium an den Austrittlöchern
austreten kann, um ein am Tragebügel angeordnetes Kleidungsstück mit dem Medium zu
beaufschlagen. Dadurch ist eine schnelle Trocknung oder Reinigung des Kleidungsstückes
durchführbar. Alternativ zu oder kombiniert mit einem Trocknungsvorgang kann auf diese
Weise auch eine Reinigung oder Desinfektion des Kleidungsstückes erfolgen, indem eine
Zusammensetzung des flüssigen oder gasförmigen Mediums variiert wird. Als gasförmiges
Medium wird in der Regel Luft, insbesondere erwärmte Luft, verwendet, um eine Trocknung
von einem am Tragebügel angeordneten Kleidungsstück zu beschleunigen. Grundsätzlich
ist aber ein beliebiges gasförmiges oder flüssiges Medium verwendbar, solange dieses
einen Trocknungsvorgang und/oder Reinigungsvorgang und/oder Desinfektionsvorgang unterstützt.
Beispielsweise kann ein erwärmtes Gas und/oder ein mit einem Reinigungsmittel und/oder
Desinfektionsmittel angereichertes Gas verwendet werden.
[0032] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das Zufuhrohr lösbar mit dem Koppelkörper verbunden
ist und zumindest zwei weitere Tragebügel, insbesondere an gegenüberliegenden Seiten
des Koppelkörpers, mit dem Koppelkörper verbunden sind, um ein Kleidungsstück an den
Tragebügeln aufzuhängen. Dadurch ist der Koppelkörper mit den Tragebügeln, wie von
handelsüblichen Kleiderbügeln bekannt, vom Zufuhrrohr lösbar und ein Anbringen des
Kleidungsstückes an den Tragebügeln erleichtert. Indem zumindest zwei Tragebügel vorgesehen
sind, kann das Kleidungsstück praktikabel zwischen den Tragebügeln aufgespannt bzw.
auf die Tragebügel aufgezogen werden. Sind zwei Tragebügel an gegenüberliegenden Seiten
des Koppelkörpers, insbesondere in im Wesentlichen gegenüberliegende Richtungen abragend
von diesem, mit dem Koppelkörper verbunden, ist ein besonders einfaches Anbringen
ermöglicht, da das Kleidungsstück, wie von handelsüblichen Kleiderbügeln bekannt,
derart auf die Bügel aufgespannt werden kann, dass die Tragebügel in unterschiedliche
Extremitätenöffnungen des Kleidungstückes ragen.
[0033] Es hat sich bewährt, dass sowohl das Zufuhrohr als auch die Tragebügel derart mit
dem Koppelkörper verbunden sind, dass eine axiale Beweglichkeit und Kippbewegung des
Zufuhrrohres sowie der Tragebügel relativ zum Koppelkörper begrenzt ermöglicht sind.
Dadurch können einwirkende Kräfte besonders effizient in Bewegung bzw. Bewegungsenergie
überführt werden, um damit einwirkende Belastungen bzw. Belastungsspitzen abzuschwächen.
[0034] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen ergeben sich aus den nachfolgend dargestellten
Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen wird, zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Rohrkoppelsystem;
Fig. 2 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßes Rohrkoppelelement;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Rohrkoppelelementes;
Fig. 4 eine Explosionsdarstellung des in Fig. 1 dargestellten Rohrkoppelsystems.
[0035] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Rohrkoppelsystems
1, umfassend einen Koppelkörper 2 und vier mit dem Koppelkörper 2 verbundenen Rohren.
Ein als Zufuhrrohr 3 ausgebildetes Rohr ist derart formschlüssig mit dem Koppelkörper
2 verbunden, dass eine axiale Beweglichkeit sowie eine Kippbewegung begrenzt ermöglicht
sind. Drei weitere Rohre sind als Abfuhrrohre 4 ausgebildet, welche formschlüssig
mit dem Koppelkörper 2 verbunden sind und in diesen hineinragen. Das Rohrkoppelsystem
1 ist derart ausgebildet, dass ein durch das Zufuhrrohr 3 zugeführtes gasförmiges
Medium den Koppelkörper 2 durchströmt und von den Abfuhrrohren 4 weitergeleitet wird.
Durch das zwischen Zufuhrrohr 3 und Koppelkörper 2 vorgesehene erhöhte Maß an Beweglichkeit,
indem zumindest eine axiale Beweglichkeit des Zufuhrrohres 3, insbesondere in Kombination
mit einer Kippbeweglichkeit, begrenzt ermöglicht ist, werden auf das Rohrkoppelsystem
1 einwirkende Kräfte zumindest teilweise in eine relative Bewegung zwischen dem Koppelkörper
2 und dem beweglich mit dem Koppelkörper 2 verbundenen Zufuhrrohr 3 überführt, sodass
eine Belastung der Bauteile des Rohrkoppelsystems 1 reduziert ist. Auf diese Weise
werden Kraftspitzen reduziert und zudem eine teilweise gegenseitige Kompensation der
am Rohrkoppelsystem 1 verursachten Kraftwirkungen ermöglicht. Das Zufuhrrohr 3 weist
an einem Ende eine ringförmig entlang eines Umfanges des Zufuhrrohres 3 verlaufende
Verbreiterung 5 auf und ist formschlüssig beweglich, also durch räumlichen Einschluss,
mit einer Aufnahme 6 des Koppelkörpers 2 verbunden. Die Aufnahme 6 ist durch einen
seitlich offenen, quer zu einer Längsachse des Zufuhrrohres 3 verlaufenden Einschnitt
im Koppelkörper 2 gebildet, sodass das Zufuhrrohr 3 durch seitliches Einschieben in
die Aufnahme 6 mit dieser formschlüssig verbindbar ist. Hierzu weist die Aufnahme
6 einen ersten Bereich auf, welcher die ringförmige Verbreiterung 5 des Zufuhrrohres
3 hintergreift, und einen zweiten Bereich dessen Innendurchmesser größer als der Außendurchmesser
der Verbreiterung 5 ist. Der zweite Bereich weist dabei sowohl in axialer Richtung
des Zufuhrrohres 3 als auch vertikal dazu eine Größe bzw. ein lichtes Maß auf, welches
eine axiale Beweglichkeit und eine Kippbewegung des Zufuhrrohres 3 relativ zum Koppelkörper
2 begrenzt ermöglicht. Je nach Größe der Aufnahme 6 bzw. des zweiten Bereiches der
Aufnahme 6 kann eine unterschiedliche relative Beweglichkeit zwischen Zufuhrrohr 3
und Koppelkörper 2 vorgesehen sein.
[0036] Um die Aufnahme 6 zu verschließen, ist eine Verschlussvorrichtung in Form eines um
eine Achse rotierbaren Schiebeelementes 7 vorgesehen, sodass das Schiebeelement 7
vor einen seitlich offenen Bereich der Aufnahme 6 bewegbar ist. In der Fig. 1 ist
die Aufnahme 6 im unverschlossenen Zustand gezeigt, um die seitlich offene Aufnahme
6 ersichtlich darzustellen. Im verschlossenen Zustand ist ein unbeabsichtigtes Lösen
des Zufuhrrohres 3 vom Koppelkörper 2 verhindert und eine belastbare formschlüssige
bewegliche Verbindung erreicht.
[0037] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnittes eines erfindungsgemäßen
Rohrkoppelsystems 1. Dargestellt sind ein mit einem Koppelkörper 2 lösbar verbundenes
Zufuhrrohr 3 sowie zwei an gegenüberliegenden Seiten des Koppelkörpers 2 mit dem Koppelkörper
2 verbundene Abfuhrrohre 4. Das Zufuhrrohr 3 ist nach dem in Fig. 1 dargestellten
Prinzip mit dem Koppelkörper 2 lösbar verbunden, detailliert dargestellt in Fig. 3.
Sowohl das Zufuhrrohr 3 als auch die Abfuhrrohre 4 sind formschlüssig beweglich mit
dem Koppelkörper 2 verbunden, indem diese ringförmige Verbreiterungen 5 aufweisen,
welche in Aufnahmen 6 des Koppelkörpers 2 eingefügt sind, wobei jeweils ein erster
Bereich der Aufnahmen 6 die Verbreiterungen 5 hintergreift und damit ein Lösen der
Verbindung verhindert. Entsprechend dem in den Ausführungen zur Fig. 1 erklärten Prinzip,
ist eine vorgesehene axiale Beweglichkeit und/oder Kippbeweglichkeit des Zufuhrrohres
3 bzw. der Abfuhrrohre 4 in deren jeweiligen Aufnahme 6 abhängig von der Größe bzw.
dem lichten Maß eines zweiten Bereiches der Aufnahme 6, in welche die jeweilige Verbreiterung
5 eingefügt ist und in axialer Richtung bewegt bzw. gekippt werden kann.
[0038] Das Zufuhrrohr 3 und die Abfuhrrohre 4 sind derart durch den Koppelkörper 2 verbunden,
dass ein durch das Zufuhrrohr 3 geleitetes gasförmiges Medium in die Abfuhrrohre 4
geleitet wird. Hierzu ist der Koppelkörper 2 als Hohlkörper ausgebildet bzw. sind
die Aufnahmen 6 des Koppelkörpers 2 durch eine Art Kanalsystem verbunden. Um einen
Gasverlust zu reduzieren, sind Dichtungsringe 8 entlang eines Umfanges des Zufuhrrohres
3 um das Zufuhrrohr 3 bzw. entlang von Umfängen der Abfuhrrohre 4 um die Abfuhrrohre
4 in den Aufnahmen 6 angeordnet. Die Dichtungsringe 8 reduzieren dadurch einen Gasaustritt
zwischen einer Außenwand eines Zufuhrrohres 3 bzw. Abfuhrrohres 4 und einer Innenwand
einer Aufnahme 6 des Koppelkörpers 2.
[0039] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Seitenansicht des Rohrkoppelsystems
1 der Fig. 2, wobei ein Schnitt durch das Zufuhrrohr 3 und jene mit dem Zufuhrrohr
3 verbundene Aufnahme 6 des Koppelkörpers 2 dargestellt ist. Ersichtlich ist, dass
die Aufnahme 6 durch einen seitlich offenen, quer zu einer Längsachse des Zufuhrrohres
3 verlaufenden Einschnitt im Koppelkörper 2 gebildet ist, in welchen das Zufuhrrohr
3 eingeschoben ist. Das Zufuhrrohr 3 kann damit auf einfache Weise durch ein Verschieben
in eine Richtung vertikal zu einer Längsachse des Zufuhrrohres 3 in die Aufnahme 6
eingefügt werden, verdeutlicht in der Fig. 3 durch den Pfeil E. Ein Verbinden erfolgt
damit praktisch durch ein Einhängen des Zufuhrrohes 3 in die Aufnahme 6 des Koppelkörpers
2, wodurch eine Handhabung für einen Benutzer, insbesondere bei einer wirkenden Zugbelastung
in Längsrichtung des Zufuhrrohres 3, erleichtert ist. Eine Verschlussvorrichtung,
um die seitlich offene Aufnahme 6 zu verschließen und ein Lösen des Zufuhrrohres 3
vom Koppelkörper 2 zu verhindern ist in der Fig. 3 nicht dargestellt, wenngleich eine
solche zweckmäßigerweise vorgesehen ist.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Explosionsdarstellung des in Fig. 1 gezeigten Rohrkoppelsystems
1. Dargestellt sind das Zufuhrrohr 3 sowie die drei Abfuhrrohre 4, welche formschlüssig,
insbesondere beweglich, mit dem Koppelkörper 2 verbunden sind. Je nach Anwendungszweck
und zu erwartenden Belastungen kann vorgesehen sein, dass nur das Zufuhrrohr 3 oder
aber auch eines oder mehrere der Abfuhrrohre 4 formschlüssig beweglich, insbesondere
eine axiale Beweglichkeit und/oder Kippbewegung ermöglichend, mit dem Koppelkörper
2 verbunden sind. Der Koppelkörper 2 ist zweiteilig ausgeführt, wobei eine Vorderschale
9 mit einer Hinterschale 10, bevorzugt kraftschlüssig, verbunden ist. Dargestellt
ist zu diesem Zweck eine Verbindungsschraube 11, welche durch die Hinterschale 10
führbar und in ein, zweckmäßig ein Gewinde aufweisendes, Schraubenloch 12 der Vorderschale
9 einschraubbar ist. In der Vorderschale 9 ersichtlich ist die seitlich offene Aufnahme
6, um das Zufuhrrohr 3 durch ein Verschieben vertikal zu einer Längsachse des Rohres
in die Aufnahme 6 einzufügen. Weiter ersichtlich ist die als Schiebeelement 7 ausgebildete
Verschlussvorrichtung, welche kreissektorförmig ausgebildet ist, und durch eine Rotationsbewegung
vor den seitlich offenen Bereich der Aufnahme 6 bewegt werden kann, um diese zu verschließen.
Zur Befestigung des Schiebeelementes 7 ist eine Befestigungsschraube 13 dargestellt,
welche durch das Schiebeelement 7 durchführbar und in ein, insbesondere ein Gewinde
aufweisendes, Befestigungsloch 14 der Vorderschale 9 einschraubbar ist. Am Zufuhrrohr
3 und an den Abfuhrrohren 4 sind Dichtungsringe 8 angeordnet, um das Zufuhrrohr 3
bzw. die Abfuhrrohre 4 gasdichtend mit dem Koppelkörper 2 zu verbinden, und dadurch
einen Gasverlust zu reduzieren. Zweckmäßig ist es, entsprechend eine Dichtung, beispielsweise
in Form von Dichtungsringen 8 oder Dichtungsbändern, auch zwischen einer Verschlussvorrichtung,
etwa dem vorgenannten Schiebeelement 7, und dem Koppelkörper 2 vorzusehen.
[0041] Ein erfindungsgemäßes Rohrkoppelsystem 1 ermöglicht es, eine Trocknungsvorrichtung
für Kleidungsstücke besonders robust und praktikabel auszuführen, indem ein oder mehrere
aus Rohren gebildete Tragebügel, vorstehend in Form von Abfuhrrohren 4 dargestellt,
und ein Zufuhrrohr 3 mittels des Rohrkoppelsystems 1 verbunden sind. Zumindest eines
der Rohre, bevorzugt das Zufuhrrohr 3, ist dabei lösbar mit dem Koppelkörper 2 verbunden,
sodass der Koppelkörper 2 und mit dem Koppelkörper 2 verbundene Tragerohre von einem
Benutzer vom Zufuhrrohr 3 gelöst werden können. Die erfindungsgemäß vorgesehene formschlüssige
Verbindung mit ermöglichter axialer Beweglichkeit, bevorzugt in Kombination mit einer
Kippbeweglichkeit, zwischen insbesondere dem Zufuhrrohr 3 und dem Koppelkörper 2,
aber auch zwischen mehreren mit dem Koppelkörper 2 verbundenen Rohren und dem Koppelkörper
2, ermöglicht eine bauteilschonende Absorption von auf die Trocknungsvorrichtung und
im Speziellen einen Tragebügel, einwirkenden Kräften.
[0042] Eine Ausführung mit einem lösbar mit dem Koppelkörper 2 verbundenen Zufuhrrohr 3
und zumindest zwei an gegenüberliegenden Seiten des Koppelkörpers 2 angeordneten mit
dem Koppelkörper 2 verbundenen Tragebügeln bildet eine Tragestruktur für Kleidungstücke,
wie dies von üblichen Kleiderbügeln bekannt ist, und ermöglicht eine besonders einfache
und praktikable Handhabung. Indem das Zufuhrrohr 3 eine ringförmige entlang eines
Umfanges des Zufuhrrohres 3 verlaufende Verbreiterung 5 aufweist und der Koppelkörper
2 eine seitlich offenen Aufnahme 6 aufweist, in welche die Verbreiterung 5 durch Verschieben
quer zur einer Längsachse des Zufuhrrohres 3 formschlüssig bewegbar einfügbar ist,
wird ein besonders praktikables Verbinden des Zufuhrrohres 3 mit dem Koppelkörper
2, insbesondere bei wirkender Zuglast in Längsrichtung des Zufuhrrohres 3, erreicht.
Die hohe Beweglichkeit des Zufuhrrohres 3 in der Aufnahme 6 führt außerdem zu einer
ausgeprägten Robustheit gegenüber Verunreinigungen bzw. Verschmutzungen.
[0043] Das erfindungsgemäße Rohrkoppelsystem 1 ist aufgrund dessen Robustheit gegenüber
einwirkenden Kräften sowie Verunreinigungen geeignet, in Umgebungen mit entsprechenden
Belastungen eingesetzt zu werden, und ermöglicht, eine Trocknungs- bzw. Reinigungsvorrichtung
für Kleidungsstücke in solchen Umgebungen einzusetzen.
1. Rohrkoppelsystem (1) für eine Trocknungsvorrichtung für Kleidungsstücke, um einen
mit Rohren gebildeten Tragebügel mit einem Zufuhrrohr (3) lösbar zu verbinden, sodass
ein durch das Zufuhrrohr (3) geleitetes gasförmiges Medium den Tragebügel durchströmt,
wobei das Rohrkoppelsystem (1) einen Koppelkörper (2) und mehrere mit dem Koppelkörper
(2) verbundene Rohre umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Rohr derart formschlüssig mit dem Koppelkörper (2) lösbar verbunden
ist, dass eine axiale Beweglichkeit des Rohres relativ zum Koppelkörper (2) begrenzt
ermöglicht ist.
2. Rohrkoppelsystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr derart formschlüssig mit dem Koppelkörper (2) lösbar verbunden ist, dass
eine Kippbewegung des Rohres relativ zum Koppelkörper (2) begrenzt ermöglicht ist.
3. Rohrkoppelsystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr und der Koppelkörper (2) mit einem Schnellverschluss verbunden bzw. lösbar
sind.
4. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr einen entlang einer Längsachse des Rohres variierenden Außendurchmesser
aufweist, um das Rohr mit dem Koppelkörper (2) zu verbinden.
5. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr eine, insbesondere ringförmig entlang eines Umfanges des Rohres verlaufende,
Ausformung aufweist, um das Rohr mit dem Koppelkörper (2) zu verbinden.
6. Rohrkoppelsystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenkontur der Ausformung derart an einem Rand des Koppelkörpers (2) anliegt,
dass eine Kippbewegung bzw. ein Abrollen der Ausformung an dem Rand ermöglicht ist.
7. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr durch Verschieben quer zur einer Längsachse des Rohres mit dem Koppelkörper
(2) verbindbar bzw. von diesem lösbar ist.
8. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Koppelkörper (2) eine Aufnahme (6) aufweist, in welche das Rohr eingefügt ist,
wobei die Aufnahme (6) eine Aussparung bzw. ein Einschnitt im Koppelkörper (2) ist,
sodass das Rohr in den Koppelkörper (2) hineinragt.
9. Rohrkoppelsystem (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (6) durch einen seitlich offenen, quer zu einer Längsachse des Rohres
verlaufenden Einschnitt im Koppelkörper (2) gebildet ist, sodass das Rohr durch seitliches
Einschieben in die Aufnahme (6) mit dieser formschlüssig verbindbar ist.
10. Rohrkoppelsystem (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschnitt durch eine Verschlussvorrichtung verschließbar ist, welche ein Lösen
der formschlüssigen Verbindung verhindert.
11. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr und der Koppelkörper (2) gasdichtend verbunden sind, um einen Gasverlust
eines durch das Rohrkoppelsystem (1) geleiteten Gases an die Umgebung zu verringern
bzw. zu unterbinden.
12. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein weiteres Rohr derart mit dem Koppelkörper (2) verbunden ist, das eine
axiale Beweglichkeit und/oder Kippbewegung des weiteren Rohres relativ zum Koppelkörper
(2) begrenzt ermöglicht ist.
13. Rohrkoppelsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Rohr formschlüssig mit dem Koppelkörper (2) verbunden ist.
14. Trocknungssystem für Kleidungsstücke, umfassend zumindest einen mit Rohren gebildeten
Tragebügel und ein Zufuhrohr (3), dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Tragebügel und das Zufuhrrohr (3) durch ein Rohrkoppelsystem (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 13 lösbar verbunden sind, sodass ein durch das Zufuhrrohr
(3) geleitetes gasförmiges Medium den zumindest einen Tragebügel durchströmt.
15. Trocknungssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragebügel Austrittslöcher aufweist, sodass ein durch den Tragebügel geleitetes
flüssiges oder gasförmiges Medium an den Austrittlöchern austreten kann, um ein am
Tragebügel angeordnetes Kleidungsstück mit dem Medium zu beaufschlagen.