[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Trocknen von Wäsche, aufweisend wenigstens ein
Prozessluftsystem, wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe,
wenigstens eine Kondensatwanne, wenigstens einen Kondensatbehälter, wenigstens eine
Kondensatpumpe zum Pumpen einer in der Kondensatwanne enthaltenen Flüssigkeit in den
Kondensatbehälter, wenigstens eine mit dem Kondensatbehälter verbundene Spülvorrichtung
zum Spülen eines Verdampfers der Wärmepumpe und wenigstens ein zwischen den Kondensatbehälter
und die Spülvorrichtung geschaltetes Spülventil.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Geräts zum
Trocknen von Wäsche, wobei das Gerät wenigstens ein Prozessluftsystem, wenigstens
eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe, wenigstens eine Kondensatwanne,
wenigstens einen Kondensatbehälter, wenigstens eine Kondensatpumpe zum Pumpen einer
in der Kondensatwanne enthaltenen Flüssigkeit in den Kondensatbehälter, wenigstens
eine mit dem Kondensatbehälter verbundene Spülvorrichtung zum Spülen eines Verdampfers
der Wärmepumpe und wenigstens ein zwischen den Kondensatbehälter und die Spülvorrichtung
geschaltetes Spülventil aufweist.
[0003] Geräte zum Trocknen von Wäsche sind in vielfältigen Ausgestaltungen bekannt. Insbesondere
sind Geräte zum Trocknen von Wäsche bekannt, die ein offenes oder geschlossenes Prozessluftsystem
mit einer zu trocknende Wäsche aufnehmenden Trockenkammer und eine Rückgewinnung von
Wärme aus der in dem Prozessluftsystem strömenden Prozessluft ermöglichen. Dabei kann
das Aggregat zur Wärmerückgewinnung ein einzelner thermisch an das Prozessluftsystem
gekoppelter Wärmetauscher oder eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte
Kompressor-Wärmepumpe sein. In letzterem Fall wird der aus der Trockenkammer austretenden
Abluft mittels eines Verdampfers der Wärmepumpe Wärme entzogen, die in einem Kältemittelkreislauf
der Wärmepumpe mittels eines Verflüssigers der Wärmepumpe der in das Prozessluftsystem
eingetretenen Prozessluft wieder zugeführt wird.
[0004] Bei einem Gerät zum Trocknen von Wäsche mit einer Wärmepumpe wirkt sich eine Benetzung
des als Wärmequelle für die Prozessluft dienenden Verflüssigers der Wärmepumpe negativ
auf die Leistung des Verflüssigers aus. Aus diesem Grund werden herkömmlich konstruktive
Maßnahmen ergriffen, um eine Flüssigkeit, insbesondere Kondensat, im Bereich des Verflüssigers
zu vermeiden. Eine bekannte prozesstechnische Maßnahme ist es, einen Kondensatpegel
in einer Bodengruppe des Geräts so niedrig wie möglich zu halten. Hierzu wird anfallendes
Kondensat herkömmlich regelmäßig aus der Bodengruppe abgeführt, beispielsweise in
einen Kondensatbehälter oder nach außen. Um das Kondensat aus einer Kondensatwanne
der Bodengruppe in den Kondensatbehälter pumpen zu können, wird jedoch möglichst viel
Kondensatvorlage an der hierzu eingesetzten Kondensatpumpe benötigt, was jedoch der
oben beschriebenen Kondensatbevorratungsphilosophie widerspricht, nach der möglichst
wenig Kondensat in der Bodengruppe vorhanden sein soll.
[0005] WO 2017/125172 A1 offenbart ein Verfahren zum Betrieb eines Trockners mit einer Wärmepumpe und interner
Spülung zumindest eines Wärmetauschers, wobei der Trockner eine Trommel zur Aufnahme
feuchter Wäschestücke, eine Wärmepumpe aufweisend als Wärmetauscher eine Wärmesenke
und eine Wärmequelle, eine Kondensatwanne, einen Kondensatbehälter, eine Kondensatpumpe
zur Beförderung einer wässrigen Flüssigkeit von der Kondensatwanne zum Kondensatbehälter,
eine mit dem Kondensatbehälter verbundene Spülvorrichtung für mindestens einen der
Wärmetauscher, ein Gebläse zur Beförderung von Prozessluft in einem Prozessluftkanal,
eine Steuereinrichtung sowie eine Zählvorrichtung für die Registrierung einer Anzahl
von durchgeführten Trocknungsprogrammen enthält, wobei die Zählvorrichtung kann mindestens
einen Zählerstand n
i mit i > 1 erfassen kann. Es wird ein Trocknungsprogramm gestartet. Zudem wird der
Zählerstandes n
i um den Wert "1" erhöht und geprüft, ob der dadurch erhaltene neue Zählerstand m
i = (n
i+1) = n
seti ist, wobei n
seti eine vorgegebene Anzahl von seit einer letzten Spülung des Wärmetauschers durchgeführten
Trocknungsprogrammen ist. Für den Fall, dass m
i = n
seti ist, wird die Menge M an wässriger Flüssigkeit ermittelt, die während des Trocknungsprogrammes
von der Kondensatwanne in den Kondensatbehälter befördert wird, wird die ermittelte
Menge M mit einer zur Spülung des Wärmetauschers vorgesehenen Menge M
set verglichen, wird der Wärmetauschers mit der Spülvorrichtung bei eingeschaltetem Gebläse
gespült, wenn M > M
set ist, und wird der Zählerstand n
i auf null zurückgesetzt. Für den Fall, dass m
i < n
seti ist, wird das Trocknungsprogramm ohne Spülung des Wärmetauschers durchgeführt und
beendet.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine effektivere Möglichkeit zur Reinigung eines
Verflüssigers einer Wärmepumpe eines Geräts zum Trocknen von Wäsche bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in der nachfolgenden Beschreibung, den abhängigen Patentansprüchen und der Figur
wiedergegeben, wobei diese Ausgestaltungen jeweils für sich genommen oder in Kombination
von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander einen weiterbildenden, insbesondere
auch bevorzugten oder vorteilhaften, Aspekt der Erfindung darstellen können. Ausgestaltungen
des Geräts können dabei Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen, und umgekehrt,
selbst wenn im Folgenden hierauf im Einzelfall nicht explizit hingewiesen wird.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Gerät zum Trocknen von Wäsche enthält wenigstens ein Prozessluftsystem,
wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe, wenigstens
eine Kondensatwanne, wenigstens einen Kondensatbehälter, wenigstens eine Kondensatpumpe
zum Pumpen einer in der Kondensatwanne enthaltenen Flüssigkeit in den Kondensatbehälter,
wenigstens eine mit dem Kondensatbehälter verbundene Spülvorrichtung zum Spülen eines
Verdampfers der Wärmepumpe, wenigstens ein zwischen den Kondensatbehälter und die
Spülvorrichtung geschaltetes Spülventil, wenigstens eine zwischen die Kondensatpumpe
und den Kondensatbehälter geschaltete Ventileinheit, wenigstens eine mit der Ventileinheit
verbundene Spüleinheit zum Spülen eines Verflüssigers der Wärmepumpe und wenigstens
eine Ansteuerelektronik zum Ansteuern der Kondensatpumpe, des Spülventils und der
Ventileinheit, wobei die Ventileinheit derart ausgebildet ist, dass sie in einer ersten
Schaltstellung die Kondensatpumpe mit dem Kondensatbehälter und in einer zweiten Schaltstellung
die Kondensatpumpe mit der Spüleinheit verbindet, und wobei die Ansteuerelektronik
eingerichtet ist, die Kondensatpumpe, das Spülventil und die Ventileinheit derart
anzusteuern, dass vor einem Schalten der Ventileinheit in die zweite Schaltstellung
und einer Aktivierung der Kondensatpumpe das Spülventil bei deaktivierter Kondensatpumpe
für einen vorgegebenen Zeitraum geöffnet wird, der vor dem Schalten der Ventileinheit
in die zweite Schaltstellung und der Aktivierung der Kondensatpumpe endet.
[0009] Erfindungsgemäß wird der Kondensatfüllstand in der Kondensatwanne vor der Durchführung
eines Spülvorgangs an dem Verflüssiger der Wärmepumpe durch Ablassen von Flüssigkeit
aus dem Kondensatbehälter in die Kondensatwanne erhöht, wodurch der Kondensatpumpe
eine höhere Kondensatvorlage bereitgestellt wird. Zudem wird mit der Erfindung sichergestellt,
dass für den Spülvorgang eine ausreichende Kondensatmenge in der Kondensatwanne vorhanden
ist. Dies wird dadurch erreicht, dass das Spülventil bei deaktivierter Kondensatpumpe
für den vorgegebenen Zeitraum geöffnet wird, der vor dem Schalten der Ventileinheit
in die zweite Schaltstellung und der Aktivierung der Kondensatpumpe und somit vor
dem dadurch bewirkten Spülvorgang endet. Durch eine Wahl der Länge des Zeitraums,
in dem das Spülventil geöffnet wird, kann die von dem Kondensatbehälter in die Kondensatwanne
überführte Kondensatmenge eingestellt werden. Beim Ablassen des Kondensats aus dem
Kondensatbehälter über das Spülventil wird der Verdampfer gespült. Während eines mit
der Spüleinheit durchgeführten Spülvorgangs an dem Verflüssiger wird der Verflüssiger
mittels des das Spülventil passierenden Kondensats gespült, und zwar beispielsweise
mit einem kontinuierlichen Kondensatstrahl oder dergleichen, der durch die Aktivierung
der Kondensatpumpe während des Spülvorgangs erzeugt wird. Folglich können gemäß der
Erfindung zunächst der Verdampfer und anschließend der Verflüssiger gespült werden.
Wenn kein Spülvorgang an dem Verflüssiger beabsichtigt ist, kann der Kondensatpegel
in der Kondensatwanne geringgehalten werden, um die Leistung des Verflüssigers nicht
durch eine Benetzung des Verflüssigers mit Kondensat zu beeinträchtigen.
[0010] Ein Abschnitt des Prozessluftsystems, die Wärmepumpe, die Kondensatwanne, die Kondensatpumpe
und die Spülvorrichtung zum Spülen eines Verdampfers sind Komponenten einer Bodengruppe
des Geräts. Auch das Spülventil und/oder die Ventileinheit können Bestandteile bzw.
kann ein Bestandteil der Bodengruppe sein. Die Ventileinheit kann ein 3/2-Wegeventil
sein. Die Spüleinheit zum Spülen des Verflüssigers kann wenigstens eine Düse zur Ausbildung
eines reinigenden Sprühstrahls aufweisen. Die Ansteuerelektronik kann durch eine Software-Implementierung
in eine vorhandene Geräteelektronik oder als separate Einheit ausgebildet sein.
[0011] Das offene oder geschlossene Prozessluftsystem ist teilweise durch die zu trocknende
Wäsche aufnehmende Trockenkammer gebildet und weist wenigstens ein Prozessluftgebläse
zum Bewegen von Prozessluft durch kommunizierend mit der Trockenkammer verbundene
Prozessluftführungen des Prozessluftsystems auf. Das Prozessluftsystem kann zudem
wenigstens einen Prozessluftfilter aufweisen, der beispielsweise zwischen die Trockenkammer
und den Verdampfer der Wärmepumpe geschaltet sein kann. Des Weiteren kann das Prozessluftsystem
wenigstens eine elektrische Zusatzheizeinheit aufweisen, die zwischen den Verflüssiger
der Wärmepumpe und der Trockenkammer geschaltet sein kann.
[0012] Die Wärmepumpe ist vorzugsweise unmittelbar thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelt.
Insbesondere sind der Verdampfer und der Verflüssiger thermisch an das Prozessluftsystem
gekoppelt. Die Wärmepumpe kann als Kompressor-Wärmepumpe ausgebildet sein und entsprechend
wenigstens einen Kompressor zum Verdichten des Kältemittels und eine Expansionseinheit
zu Expandieren des Kältemittels aufweisen.
[0013] Das Gerät zum Trocknen von Wäsche kann beispielsweise als Wäschetrockner, als Waschtrockner
oder als Trockenschrank ausgebildet sein.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ansteuerelektronik eingerichtet,
das Spülventil ab Erreichen eines vorgegebenen Trockengrads der zu trocknenden Wäsche
zu öffnen. Hierdurch wird eine Spülung in einem solchen Abschnitt eines Trocknungsvorgangs
durchgeführt, in dem von dem Verflüssiger eine geringere Leistung zum Erwärmen von
Prozessluft aufzubringen ist. Eine Beeinträchtigung der Leistung des Verflüssigers
durch seine Benetzung mit Kondensat während seines Spülens ist in diesem Abschnitt
des Trocknungsvorgangs weniger relevant, im Vergleich zu dem Fall, wenn das Spülen
des Verflüssigers zu einem früheren Zeitpunkt des Trocknungsvorgangs durchgeführt
werden würde, was nachteilig mit einer Verlängerung des Trocknungsvorgangs und einer
Erhöhung des Energieverbrauchs des Geräts verbunden wäre. Alternativ kann das Spülventil
in Abhängigkeit eines anderweitig vorgegebenen oder erfassten Prozessparameters, beispielsweise
zeitabhängig bzw. zeitprogrammgesteuert, geöffnet werden.
[0015] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ansteuerelektronik eingerichtet,
aus einer erfolgten Ansteuerung der Kondensatpumpe einen Füllzustand des Kondensatbehälters
zu ermitteln und die Ventileinheit ausschließlich dann in die zweite Schaltstellung
zu schalten, wenn der Füllzustand größer als ein vorgegebener Mindestfüllzustandswert
oder gleich diesem ist. Die Ansteuerelektronik kann beispielsweise über Ihre Ansteuerung
der Kondensatpumpe und durch eine interne Auswertung der Pumpdauer bzw. des Erfolgs
des Pumpens den Füllzustand des Kondensatbehälters ermitteln. Die Ansteuerelektronik
kann den ermittelten Füllstand mit dem vorgegebenen Mindestfüllzustandswert vergleichen
und die Ventileinheit ausschließlich dann in die zweite Schaltstellung schalten, wenn
aus dem Vergleich folgt, dass der Füllzustand größer als der vorgegebene Mindestfüllzustandswert
oder gleich diesem ist.
[0016] Gemäß einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Geräts zum Trocknen von
Wäsche, wobei das Gerät wenigstens ein Prozessluftsystem, wenigstens eine thermisch
an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe, wenigstens eine Kondensatwanne, wenigstens
einen Kondensatbehälter, wenigstens eine Kondensatpumpe zum Pumpen einer in der Kondensatwanne
enthaltenen Flüssigkeit in den Kondensatbehälter, wenigstens eine mit dem Kondensatbehälter
verbundene Spülvorrichtung zum Spülen eines Verdampfers der Wärmepumpe und wenigstens
ein zwischen den Kondensatbehälter und die Spülvorrichtung geschaltetes Spülventil
aufweist, wird ein Verflüssiger der Wärmepumpe während eines mit dem Gerät durchgeführten
Trocknungsvorgangs gespült, wobei vor dem Spülen des Verflüssigers zumindest ein Teil
einer in dem Kondensatbehälter enthaltenen Flüssigkeit über das geöffnete Spülventil
in die Kondensatwanne abgelassen wird.
[0017] Mit dem Verfahren sind die oben mit Bezug auf das Gerät genannten Vorteile entsprechend
verbunden. Insbesondere kann das Verfahren mit dem Gerät gemäß einer der oben genannten
Ausgestaltungen oder einer Kombination von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen
miteinander durchgeführt werden.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung wird das Spülventil ab Erreichen eines vorgegebenen
Trockengrads der zu trocknenden Wäsche geöffnet. Mit dieser Ausgestaltung sind die
oben mit Bezug auf die entsprechende Ausgestaltung des Geräts genannten Vorteile entsprechend
verbunden.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird aus einer erfolgten Ansteuerung
der Kondensatpumpe ein Füllzustand des Kondensatbehälters ermittelt und der Teil der
in dem Kondensatbehälter enthaltenen Flüssigkeit über das geöffnete Spülventil ausschließlich
dann in die Kondensatwanne abgelassen, wenn der Füllzustand größer als ein vorgegebener
Mindestfüllzustandswert oder gleich diesem ist. Mit dieser Ausgestaltung sind die
oben mit Bezug auf die entsprechende Ausgestaltung des Geräts genannten Vorteile entsprechend
verbunden.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegende Figur anhand
einer bevorzugten Ausführungsform exemplarisch erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
Gerät.
[0021] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
Gerät 1 zum Trocknen von Wäsche.
[0022] Das Gerät 1 weist ein Gerätegehäuse 2 auf, in dem ein geschlossenes Prozessluftsystem
3 mit einer nicht gezeigten, zu trocknende Wäsche aufnehmenden Trockenkammer 4 angeordnet
ist. Das Prozessluftsystem 3 weist ein Prozessluftgebläse 5 auf, das mittels einer
Ansteuerelektronik 6 des Geräts 1 zur Durchführung eines Trocknungsvorgangs aktiviert
werden kann.
[0023] Des Weiteren weist das Gerät 1 eine thermisch an das Prozessluftsystem 3 gekoppelte
Wärmepumpe 7 auf, die als Kompressor-Wärmepumpe ausgebildet ist. Die Wärmepumpe 7
weist einen die in dem Prozessluftsystem 3 strömende Prozessluft erwärmenden Verflüssiger
8, einen die aus der Trockenkammer 4 austretende Prozessluft kühlenden und entfeuchtenden
Verdampfer 9, einen Kompressor 10, eine Expansionseinheit 11 und diese Komponenten
der Wärmepumpe 7 miteinander verbindende Kältemittelleitungen 12 auf, wodurch ein
Kältemittelkreislauf der Wärmepumpe 7 ausgebildet wird.
[0024] Das Gerät 1 weist eine unterhalb des Verflüssigers 8 und des Verdampfers 9 angeordnete
Kondensatwanne 13, einen Kondensatbehälter 14, eine Kondensatpumpe 15 zum Pumpen einer
in der Kondensatwanne 13 enthaltenen Flüssigkeit in den Kondensatbehälter 14 auf.
Die Kondensatpumpe 15 ist an einer Kondensatleitung 16 angeordnet. Zudem weist das
Gerät 1 eine mit dem Kondensatbehälter 14 verbundene Spülvorrichtung 17 zum Spülen
des Verdampfers 9 und ein zwischen den Kondensatbehälter 14 und die Spülvorrichtung
17 geschaltetes Spülventil 18 auf.
[0025] Zusätzlich weist das Gerät 1 eine zwischen die Kondensatpumpe 15 und den Kondensatbehälter
14 geschaltete Ventileinheit 19 und eine mit der Ventileinheit 19 verbundene Spüleinheit
20 zum Spülen des Verflüssigers 8 auf. Die Ventileinheit 19 ist derart ausgebildet,
dass sie in einer ersten Schaltstellung die Kondensatpumpe 15 mit dem Kondensatbehälter
14 und in einer zweiten Schaltstellung die Kondensatpumpe 15 mit der Spüleinheit 20
verbindet.
[0026] Die Ansteuerelektronik 6 ist zum Ansteuern der Kondensatpumpe 15, des Spülventils
18 und der Ventileinheit 19 eingerichtet. Insbesondere ist die Ansteuerelektronik
6 eingerichtet, die Kondensatpumpe 15, das Spülventil 18 und die Ventileinheit 19
derart anzusteuern, dass vor einem Schalten der Ventileinheit 19 in die zweite Schaltstellung
und einer Aktivierung der Kondensatpumpe 15 das Spülventil 18 bei deaktivierter Kondensatpumpe
15 für einen vorgegebenen Zeitraum geöffnet wird, der vor dem Schalten der Ventileinheit
19 in die zweite Schaltstellung und der Aktivierung der Kondensatpumpe 15 endet.
[0027] Die Ansteuerelektronik 6 kann eingerichtet sein, das Spülventil 18 ab Erreichen eines
vorgegebenen Trockengrads der zu trocknenden Wäsche zu öffnen. Alternativ oder additiv
kann die Ansteuerelektronik 6 eingerichtet sein, aus einer erfolgten Ansteuerung der
Kondensatpumpe 15 einen Füllzustand des Kondensatbehälters 14 zu ermitteln und die
Ventileinheit 19 ausschließlich dann in die zweite Schaltstellung zu schalten, wenn
der Füllzustand größer als ein vorgegebener Mindestfüllzustandswert oder gleich diesem
ist.
Bezugszeichenliste:
[0028]
- 1
- Gerät
- 2
- Gerätegehäuse
- 3
- Prozessluftsystem
- 4
- Trockenkammer
- 5
- Prozessluftgebläse
- 6
- Ansteuerelektronik
- 7
- Wärmepumpe
- 8
- Verflüssiger
- 9
- Verdampfer
- 10
- Kompressor
- 11
- Expansionseinheit
- 12
- Kältemittelleitung
- 13
- Kondensatwanne
- 14
- Kondensatbehälter
- 15
- Kondensatpumpe
- 16
- Kondensatleitung
- 17
- Spülvorrichtung
- 18
- Spülventil
- 19
- Ventileinheit
- 20
- Spüleinheit
1. Gerät (1) zum Trocknen von Wäsche, aufweisend wenigstens ein Prozessluftsystem (3),
wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem (3) gekoppelte Wärmepumpe (7),
wenigstens eine Kondensatwanne (13), wenigstens einen Kondensatbehälter (14), wenigstens
eine Kondensatpumpe (15) zum Pumpen einer in der Kondensatwanne (13) enthaltenen Flüssigkeit
in den Kondensatbehälter (14), wenigstens eine mit dem Kondensatbehälter (14) verbundene
Spülvorrichtung (17) zum Spülen eines Verdampfers (9) der Wärmepumpe (7) und wenigstens
ein zwischen den Kondensatbehälter (14) und die Spülvorrichtung (17) geschaltetes
Spülventil (18), gekennzeichnet durch wenigstens eine zwischen die Kondensatpumpe (15) und den Kondensatbehälter (14) geschaltete
Ventileinheit (19), wenigstens eine mit der Ventileinheit (19) verbundene Spüleinheit
(20) zum Spülen eines Verflüssigers (8) der Wärmepumpe (7) und wenigstens eine Ansteuerelektronik
(6) zum Ansteuern der Kondensatpumpe (15), des Spülventils (18) und der Ventileinheit
(19), wobei die Ventileinheit (19) derart ausgebildet ist, dass sie in einer ersten
Schaltstellung die Kondensatpumpe (15) mit dem Kondensatbehälter (14) und in einer
zweiten Schaltstellung die Kondensatpumpe (15) mit der Spüleinheit (20) verbindet,
und wobei die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, die Kondensatpumpe (15), das
Spülventil (18) und die Ventileinheit (19) derart anzusteuern, dass vor einem Schalten
der Ventileinheit (19) in die zweite Schaltstellung und einer Aktivierung der Kondensatpumpe
(15) das Spülventil (18) bei deaktivierter Kondensatpumpe (15) für einen vorgegebenen
Zeitraum geöffnet wird, der vor dem Schalten der Ventileinheit (19) in die zweite
Schaltstellung und der Aktivierung der Kondensatpumpe (15) endet.
2. Gerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, das Spülventil (18) ab Erreichen eines
vorgegebenen Trockengrads der zu trocknenden Wäsche zu öffnen.
3. Gerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, aus einer erfolgten Ansteuerung der
Kondensatpumpe (15) einen Füllzustand des Kondensatbehälters (14) zu ermitteln und
die Ventileinheit (19) ausschließlich dann in die zweite Schaltstellung zu schalten,
wenn der Füllzustand größer als ein vorgegebener Mindestfüllzustandswert oder gleich
diesem ist.
4. Verfahren zum Betreiben eines Geräts (1) zum Trocknen von Wäsche, wobei das Gerät
(1) wenigstens ein Prozessluftsystem (3), wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem
(3) gekoppelte Wärmepumpe (7), wenigstens eine Kondensatwanne (13), wenigstens einen
Kondensatbehälter (14), wenigstens eine Kondensatpumpe (15) zum Pumpen einer in der
Kondensatwanne (13) enthaltenen Flüssigkeit in den Kondensatbehälter (14), wenigstens
eine mit dem Kondensatbehälter (14) verbundene Spülvorrichtung (17) zum Spülen eines
Verdampfers (9) der Wärmepumpe (7) und wenigstens ein zwischen den Kondensatbehälter
(14) und die Spülvorrichtung (17) geschaltetes Spülventil (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verflüssiger (8) der Wärmepumpe (7) während eines mit dem Gerät (1) durchgeführten
Trocknungsvorgangs gespült wird, wobei vor dem Spülen des Verflüssigers (8) zumindest
ein Teil einer in dem Kondensatbehälter (14) enthaltenen Flüssigkeit über das geöffnete
Spülventil (18) in die Kondensatwanne (13) abgelassen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülventil (18) ab Erreichen eines vorgegebenen Trockengrads der zu trocknenden
Wäsche geöffnet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer erfolgten Ansteuerung der Kondensatpumpe (15) ein Füllzustand des Kondensatbehälters
(14) ermittelt wird und der Teil der in dem Kondensatbehälter (14) enthaltenen Flüssigkeit
über das geöffnete Spülventil (18) ausschließlich dann in die Kondensatwanne (13)
abgelassen wird, wenn der Füllzustand größer als ein vorgegebener Mindestfüllzustandswert
oder gleich diesem ist.