[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Trocknen von Wäsche, aufweisend wenigstens ein
Prozessluftsystem, wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe
und wenigstens eine Spülvorrichtung zum Spülen eines Verdampfers der Wärmepumpe.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Geräts zum
Trocknen von Wäsche, wobei das Gerät wenigstens ein Prozessluftsystem, wenigstens
eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe und wenigstens eine
Spülvorrichtung zum Spülen eines Verdampfers der Wärmepumpe aufweist.
[0003] Geräte zum Trocknen von Wäsche sind in vielfältigen Ausgestaltungen bekannt. Insbesondere
sind Geräte zum Trocknen von Wäsche bekannt, die ein offenes oder geschlossenes Prozessluftsystem
mit einer zu trocknende Wäsche aufnehmenden Trockenkammer und eine Rückgewinnung von
Wärme aus der in dem Prozessluftsystem strömenden Prozessluft ermöglichen. Dabei kann
das Aggregat zur Wärmerückgewinnung ein einzelner thermisch an das Prozessluftsystem
gekoppelter Wärmetauscher oder eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte
Kompressor-Wärmepumpe sein. In letzterem Fall wird der aus der Trockenkammer austretenden
Abluft mittels eines Verdampfers der Wärmepumpe Wärme entzogen, die in einem Kältemittelkreislauf
der Wärmepumpe mittels eines Verflüssigers der Wärmepumpe der in das Prozessluftsystem
eingetretenen Prozessluft wieder zugeführt wird.
[0004] Bei einem Gerät zum Trocknen von Wäsche mit einer Wärmepumpe wirkt sich eine Benetzung
des als Wärmequelle für die Prozessluft dienenden Verflüssigers der Wärmepumpe negativ
auf die Leistung des Verflüssigers aus. Aus diesem Grund werden herkömmlich konstruktive
Maßnahmen ergriffen, um eine Flüssigkeit, insbesondere Kondensat, im Bereich des Verflüssigers
zu vermeiden. Eine bekannte prozesstechnische Maßnahme ist es, einen Kondensatpegel
in einer Bodengruppe des Geräts so niedrig wie möglich zu halten. Hierzu wird anfallendes
Kondensat herkömmlich regelmäßig aus der Bodengruppe abgeführt, beispielsweise in
einen Kondensatbehälter oder nach außen. Um das Kondensat aus einer Kondensatwanne
der Bodengruppe in den Kondensatbehälter pumpen zu können, wird jedoch möglichst viel
Kondensatvorlage an der hierzu eingesetzten Kondensatpumpe benötigt, was jedoch der
oben beschriebenen Kondensatbevorratungsphilosophie widerspricht, nach der möglichst
wenig Kondensat in der Bodengruppe vorhanden sein soll.
[0005] WO 2017/125172 A1 offenbart ein Verfahren zum Betrieb eines Trockners mit einer Wärmepumpe und interner
Spülung zumindest eines Wärmetauschers, wobei der Trockner eine Trommel zur Aufnahme
feuchter Wäschestücke, eine Wärmepumpe aufweisend als Wärmetauscher eine Wärmesenke
und eine Wärmequelle, eine Kondensatwanne, einen Kondensatbehälter, eine Kondensatpumpe
zur Beförderung einer wässrigen Flüssigkeit von der Kondensatwanne zum Kondensatbehälter,
eine mit dem Kondensatbehälter verbundene Spülvorrichtung für mindestens einen der
Wärmetauscher, ein Gebläse zur Beförderung von Prozessluft in einem Prozessluftkanal,
eine Steuereinrichtung sowie eine Zählvorrichtung für die Registrierung einer Anzahl
von durchgeführten Trocknungsprogrammen enthält, wobei die Zählvorrichtung kann mindestens
einen Zählerstand n
i mit i > 1 erfassen kann. Es wird ein Trocknungsprogramm gestartet. Zudem wird der
Zählerstandes n
i um den Wert "1" erhöht und geprüft, ob der dadurch erhaltene neue Zählerstand m
i = (n
i+1) = n
seti ist, wobei n
seti eine vorgegebene Anzahl von seit einer letzten Spülung des Wärmetauschers durchgeführten
Trocknungsprogrammen ist. Für den Fall, dass m
i = n
seti ist, wird die Menge M an wässriger Flüssigkeit ermittelt, die während des Trocknungsprogrammes
von der Kondensatwanne in den Kondensatbehälter befördert wird, wird die ermittelte
Menge M mit einer zur Spülung des Wärmetauschers vorgesehenen Menge M
set verglichen, wird der Wärmetauschers mit der Spülvorrichtung bei eingeschaltetem Gebläse
gespült, wenn M > M
set ist, und wird der Zählerstand n
i auf null zurückgesetzt. Für den Fall, dass m
i < n
seti ist, wird das Trocknungsprogramm ohne Spülung des Wärmetauschers durchgeführt und
beendet.
[0006] Hochleistungs-Wärmepumpen weisen Wärmetauscher (Verdampfer, Verflüssiger) auf, die
eine äußere Lamellenstruktur mit eng benachbart zueinander angeordneten Lamellen aufweisen.
Der Wirkungsgrad einer solchen Hochleistungs-Wärmepumpe kann durch eine Flusenablagerung
an der jeweiligen Lamellenstruktur deutlich beeinträchtigt werden. Um dieses Problem
zu lösen, ist es bekannt, den Verdampfer der Wärmepumpe automatisiert mittels einer
Spülvorrichtung des Geräts während eines mit dem Gerät durchgeführten Trocknungsvorgangs
zu spülen bzw. zu reinigen.
[0007] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Trocknungsleistung eines Geräts zum Trocknen
von Wäsche zu verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in der nachfolgenden Beschreibung, den abhängigen Patentansprüchen und der Figur
wiedergegeben, wobei diese Ausgestaltungen jeweils für sich genommen oder in Kombination
von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander einen weiterbildenden, insbesondere
auch bevorzugten oder vorteilhaften, Aspekt der Erfindung darstellen können. Ausgestaltungen
des Geräts können dabei Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen, und umgekehrt,
selbst wenn im Folgenden hierauf im Einzelfall nicht explizit hingewiesen wird.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Gerät zum Trocknen von Wäsche weist wenigstens ein Prozessluftsystem,
wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe, wenigstens
eine Spülvorrichtung zum Spülen eines Verdampfers der Wärmepumpe, wenigstens eine
Spüleinheit zum Spülen eines Verflüssigers der Wärmepumpe und wenigstens eine Ansteuerelektronik
zum Ansteuern der Spülvorrichtung und der Spüleinheit auf, wobei die Ansteuerelektronik
eingerichtet ist, die Spülvorrichtung und die Spüleinheit derart anzusteuern, dass
während nicht aufeinanderfolgenden Trocknungsvorgängen jeweils ein Spülvorgang zum
Spülen des Verdampfers durch einen Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers ersetzt
wird.
[0010] Erfindungsgemäß wird auch der Verflüssiger der Wärmepumpe während bestimmter Trocknungsvorgänge
gespült, und zwar anstelle des Verdampfers, so dass eine ausreichende Flüssigkeitsmenge
zur Spülung des Verflüssigers verwendet wird, was bei einer gleichzeitigen Spülung
von Verdampfer und Verflüssiger nicht entsprechend gegeben wäre. Da der Verflüssiger
während des Spülvorgangs durch die über den Verflüssiger fließende Flüssigkeit abgekühlt
wird, was sich negativ auf die Effektivität des jeweiligen Trocknungsvorgangs auswirkt,
muss der Zeitpunkt bzw. Zeitraum für die Spülung des Verflüssigers gut ausgewählt
werden. Mit der Erfindung ist eine derartige Definition eines bestgeeigneten Zeitpunkts
zur Durchführung des Spülvorgangs an dem Verflüssiger möglich, so dass eine bestmögliche
Spülung bzw. Reinigung des Verflüssigers sichergestellt werden kann, unter gleichzeitiger
Berücksichtigung eines normalen Trocknungsbetriebs des Geräts zum Trocknen von Wäsche.
[0011] Die Spülvorrichtung zum Spülen des Verdampfers der Wärmepumpe kann herkömmlich ausgebildet
sein. Beispielsweise kann die Spülvorrichtung ein Spülventil aufweisen, über dessen
Öffnung eine in dem Kondensatbehälter enthaltene Flüssigkeit aus dem Kondensatbehälter
abgelassen und über den Verdampfer geführt werden kann.
[0012] Die Spüleinheit zum Spülen des Verflüssigers der Wärmepumpe kann beispielsweise wenigstens
eine an einer Fluidleitung, über die Kondensat aus einer Kondensatwanne mittels einer
Kondensatpumpe in den Kondensatbehälter gepumpt werden kann, verbundene Ventileinheit
und wenigstens ein mit der Ventileinheit verbundenes Spülbauteil zum Spülen des Verflüssigers
aufweisen, wobei die Ventileinheit derart ausgebildet sein kann, dass sie in einer
ersten Schaltstellung die Kondensatpumpe mit dem Kondensatbehälter und in einer zweiten
Schaltstellung die Kondensatpumpe mit dem Spülbauteil verbindet. Die Kondensatpumpe,
das Spülventil und die Ventileinheit können mittels der Ansteuerelektronik derart
angesteuert werden, dass vor einem Schalten der Ventileinheit in die zweite Schaltstellung
und einer Aktivierung der Kondensatpumpe das Spülventil bei deaktivierter Kondensatpumpe
für einen vorgegebenen Zeitraum geöffnet wird, der vor dem Schalten der Ventileinheit
in die zweite Schaltstellung und der Aktivierung der Kondensatpumpe endet. Hierdurch
wird eine in dem Kondensatbehälter enthaltene Flüssigkeit in die Kondensatwanne abgelassen,
bevor der Spülvorgang an dem Verflüssiger durchgeführt wird. Die Spüleinheit zum Spülen
des Verflüssigers kann wenigstens eine Düse zur Ausbildung eines reinigenden Sprühstrahls
aufweisen.
[0013] Die Ansteuerelektronik kann durch eine Software-Implementierung in eine vorhandene
Geräteelektronik oder als separate Einheit ausgebildet sein. Dass während nicht aufeinanderfolgenden
Trocknungsvorgängen jeweils ein Spülvorgang zum Spülen des Verdampfers durch einen
Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers ersetzt wird, bedeutet, dass dieser Spülvorgang
nicht jeweils in zwei zeitlich unmittelbar aufeinander folgenden Trocknungsvorgängen
durchgeführt wird. Stattdessen liegt zwischen zwei Trocknungsvorgängen, in denen jeweils
ein Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers durchgeführt wird, wenigstens ein Trocknungsvorgang,
in dem kein Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers durchgeführt wird.
[0014] Das offene oder geschlossene Prozessluftsystem ist teilweise durch eine zu trocknende
Wäsche aufnehmende Trockenkammer gebildet und weist wenigstens ein Prozessluftgebläse
zum Bewegen von Prozessluft durch kommunizierend mit der Trockenkammer verbundene
Prozessluftführungen des Prozessluftsystems auf. Das Prozessluftsystem kann zudem
wenigstens einen Prozessluftfilter aufweisen, der beispielsweise zwischen die Trockenkammer
und den Verdampfer der Wärmepumpe geschaltet sein kann. Des Weiteren kann das Prozessluftsystem
wenigstens eine elektrische Zusatzheizeinheit aufweisen, die zwischen den Verflüssiger
der Wärmepumpe und der Trockenkammer geschaltet sein kann.
[0015] Die Wärmepumpe ist vorzugsweise unmittelbar thermisch an das Prozessluftsystem gekoppelt.
Insbesondere sind der Verdampfer und der Verflüssiger thermisch an das Prozessluftsystem
gekoppelt. Die Wärmepumpe kann als Kompressor-Wärmepumpe ausgebildet sein und entsprechend
wenigstens einen Kompressor zum Verdichten des Kältemittels und eine Expansionseinheit
zu Expandieren des Kältemittels aufweisen.
[0016] Das Gerät zum Trocknen von Wäsche kann beispielsweise als Wäschetrockner, als Waschtrockner
oder als Trockenschrank ausgebildet sein.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ansteuerelektronik eingerichtet,
zu ermitteln, ob für den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers eine ausreichende
Flüssigkeitsmenge in dem Gerät zur Verfügung steht, und diesen Spülvorgang durchzuführen,
wenn eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät zur Verfügung steht, und den
Spülvorgang auf den nächsten Trocknungsvorgang zu verschieben, wenn keine ausreichende
Flüssigkeitsmenge in dem Gerät zur Verfügung steht. Die Ansteuerelektronik kann beispielsweise
eingerichtet sein, einen Flüssigkeitsfüllstand in der Kondensatwanne und/oder dem
Kondensatbehälter zu erfassen bzw. zu ermitteln. Beispielsweise kann die Ansteuerelektronik
eingerichtet sein, aus einer erfolgten Ansteuerung einer Kondensatpumpe einen Füllzustand
eines Kondensatbehälters zu ermitteln.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ansteuerelektronik eingerichtet,
den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers ab Erreichen eines vorgegebenen Trocknungsgrads
der Wäsche durchzuführen. Der Trocknungsgrad der zu trocknenden Wäsche kann beispielsweise
mittels wenigstens eines Feuchtesensors an dem Prozessluftsystem ermittelt werden,
der mit der Ansteuerelektronik verbunden ist. Hierdurch wird eine Spülung in einem
solchen Abschnitt eines Trocknungsvorgangs durchgeführt, in dem von dem Verflüssiger
lediglich noch eine geringere Leistung zum Erwärmen von Prozessluft aufzubringen ist.
Eine Beeinträchtigung der Leistung des Verflüssigers durch seine Benetzung mit der
Flüssigkeit während seines Spülens ist in diesem Abschnitt des Trocknungsvorgangs
weniger relevant, im Vergleich zu dem Fall, wenn das Spülen des Verflüssigers zu einem
früheren Zeitpunkt des Trocknungsvorgangs durchgeführt werden würde, was nachteilig
mit einer Verlängerung des Trocknungsvorgangs und einer Erhöhung des Energieverbrauchs
des Geräts verbunden wäre. Beispielsweise kann der Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers
durchgeführt werden, wenn 80% des in der zu trocknenden Wäsche vorhandenen Wassers
während des Trocknungsvorgangs bereits auskondensiert worden ist. Dieser Zustand der
Wäsche wird auch als "bügeltrocken" bezeichnet. Ein solcher Zustand der Wäsche kann
beispielsweise etwa in der zeitlichen Mitte eines Trocknungsvorgangs erreicht werden.
Zudem liegt in diesem Zustand der Wäsche in der Regel eine ausreichende Flüssigkeitsmenge
in dem Gerät vor, um den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers durchführen zu können.
Alternativ kann das Spülen des Verflüssigers in Abhängigkeit eines anderweitig vorgegebenen
oder erfassten Prozessparameters, beispielsweise zeitabhängig bzw. zeitprogrammgesteuert,
erfolgen.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Ansteuerelektronik eingerichtet,
den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers während Trocknungsvorgängen durchzuführen,
zwischen denen wenigstens zehn, insbesondere wenigstens zwanzig, und maximal zweihundert,
insbesondere maximal einhundert, Trocknungsvorgänge ohne eine entsprechende Spülung
des Verflüssigers liegen. Liegen zwischen Trocknungsvorgängen, in denen jeweils der
Verflüssiger gespült wird, zu wenige Trocknungsvorgänge, in denen der Verflüssiger
nicht gespült wird, wirkt sich dies wegen der Abkühlung des Verflüssigers bei dessen
Spülung nachteilig auf Performance-Angaben aus. Dabei kann die Performance-Verschlechterung
anteilig in die Performance-Angaben eingerechnet werden. Beispielsweise muss die Performance-Angabe
um 1 min erhöht werden, wenn eine Verlängerung des Trocknungsvorgangs um 20 min durch
eine Durchführung der Spülung des Verflüssigers in jedem zwanzigsten Trocknungsvorgang
gegeben ist. Zudem kann üblicherweise ein etwas dickerer Belag, der sich in einem
größeren Zeitraum zwischen Spülvorgängen des Verflüssigers bildet, an dem Verflüssiger
besser als ein dünner Belag, der sich beispielsweise bilden würde, wenn der Verflüssiger
in jedem Trocknungsvorgang gespült wird, abgereinigt werden, da sich bereits vernetzte
Flusen als Gesamtheit besser von dem Verflüssiger ablösen lassen. Daher wird der Spülvorgang
zum Spülen des Verflüssigers während Trocknungsvorgängen durchgeführt, zwischen denen
wenigstens zehn, vorzugsweise wenigstens fünfzehn, insbesondere wenigstens zwanzig,
Trocknungsvorgänge ohne eine entsprechende Spülung des Verflüssigers liegen. Liegen
zwischen Trocknungsvorgängen, in denen jeweils der Verflüssiger gespült wird, zu viele
Trocknungsvorgänge, in denen der Verflüssiger nicht gespült wird, können die Ablagerungen
an dem Verflüssiger eine Dicke erreichen, bei der ein negativer Einfluss auf die Gerätetrocknungsperformance
messbar ist, beispielsweise durch eine Verlängerung der Trockenzeit bzw. der Länge
eines Trocknungsvorgangs. Die Menge der Ablagerungen an dem Verflüssiger kann so hoch
sein, dass Probleme bei der Abfuhr von Flüssigkeit in eine Bodengruppe bzw. Kondensatwanne
durch ein Drainagesystem eines Trennbodens auftreten, auf den der Verflüssiger und
der Verdampfer aufgestellt sind. Daher wird der Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers
während Trocknungsvorgängen durchgeführt, zwischen denen maximal zweihundert, vorzugsweise
maximal einhundertfünfzig, insbesondere maximal einhundert, Trocknungsvorgänge ohne
eine entsprechende Spülung des Verflüssigers liegen.
[0020] Gemäß einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Geräts zum Trocknen von
Wäsche, wobei das Gerät wenigstens ein Prozessluftsystem, wenigstens eine thermisch
an das Prozessluftsystem gekoppelte Wärmepumpe und wenigstens eine Spülvorrichtung
zum Spülen eines Verdampfers der Wärmepumpe aufweist, wird während nicht aufeinanderfolgenden
Trocknungsvorgängen jeweils ein Spülvorgang zum Spülen des Verdampfers durch einen
Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers ersetzt.
[0021] Mit dem Verfahren sind die oben mit Bezug auf das Gerät genannten Vorteile entsprechend
verbunden. Insbesondere kann das Verfahren mit dem Gerät gemäß einer der oben genannten
Ausgestaltungen oder einer Kombination von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen
miteinander durchgeführt werden.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung wird ermittelt, ob für den Spülvorgang zum
Spülen des Verflüssigers eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät zur Verfügung
steht, und wird dieser Spülvorgang durchgeführt, wenn eine ausreichende Flüssigkeitsmenge
in dem Gerät zur Verfügung steht, und wird der Spülvorgang auf den nächsten Trocknungsvorgang
verschoben, wenn keine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät zur Verfügung steht.
Mit dieser Ausgestaltung sind die oben mit Bezug auf die entsprechende Ausgestaltung
des Geräts genannten Vorteile entsprechend verbunden.
[0023] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Spülvorgang zum Spülen
des Verflüssigers ab Erreichen eines vorgegebenen Trocknungsgrads der Wäsche durchgeführt.
Mit dieser Ausgestaltung sind die oben mit Bezug auf die entsprechende Ausgestaltung
des Geräts genannten Vorteile entsprechend verbunden.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Spülvorgang zum Spülen
des Verflüssigers während Trocknungsvorgängen durchgeführt, zwischen denen wenigstens
zehn, insbesondere wenigstens zwanzig, und maximal zweihundert, insbesondere maximal
einhundert, Trocknungsvorgänge ohne eine entsprechende Spülung des Verflüssigers liegen.
Mit dieser Ausgestaltung sind die oben mit Bezug auf die entsprechende Ausgestaltung
des Geräts genannten Vorteile entsprechend verbunden.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegende Figur anhand
einer bevorzugten Ausführungsform exemplarisch erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
Gerät.
[0026] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
Gerät 1 zum Trocknen von Wäsche.
[0027] Das Gerät 1 weist ein Gerätegehäuse 2 auf, in dem ein geschlossenes Prozessluftsystem
3 mit einer zu trocknende Wäsche aufnehmenden Trockenkammer 4 angeordnet ist. Das
Prozessluftsystem 3 weist ein Prozessluftgebläse 5 auf, das mittels einer Ansteuerelektronik
6 des Geräts 1 zur Durchführung eines Trocknungsvorgangs aktiviert werden kann. Des
Weiteren weist das Gerät 1 eine thermisch an das Prozessluftsystem 3 gekoppelte Wärmepumpe
7 auf, die als Kompressor-Wärmepumpe ausgebildet ist. Die Wärmepumpe 7 weist einen
die in dem Prozessluftsystem 3 strömende Prozessluft erwärmenden Verflüssiger 8, einen
die aus der Trockenkammer 4 austretende Prozessluft kühlenden und entfeuchtenden Verdampfer
9, einen Kompressor 10, eine Expansionseinheit 11 und diese Komponenten der Wärmepumpe
7 miteinander verbindende Kältemittelleitungen 12 auf, wodurch ein Kältemittelkreislauf
der Wärmepumpe 7 ausgebildet wird.
[0028] Das Gerät 1 weist eine Spülvorrichtung 13 zum Spülen des Verdampfers 9 auf. Die Spülvorrichtung
13 weist einen Kondensatbehälter 14, ein Spülbauteil 15, eine den Kondensatbehälter
14 mit dem Spülbauteil 15 verbindende Spülleitung 16 und ein an der Spülleitung 16
angeordnetes, mit der Ansteuerelektronik 6 ansteuerbares Spülventil 17 auf. Der Kondensatbehälter
14 ist über eine Fluidleitung 18 mit einer unterhalb des Verflüssigers 8 und des Verdampfers
9 angeordneten Kondensatwanne 19 verbunden. An der Fluidleitung 18 ist eine mit der
Ansteuerelektronik 6 ansteuerbare Kondensatpumpe 24 zum Pumpen einer in der Kondensatwanne
19 enthaltenen Flüssigkeit in den Kondensatbehälter 14 angeordnet.
[0029] Zudem weist das Gerät 1 eine Spüleinheit 20 zum Spülen des Verflüssigers 8 auf. Die
Spüleinheit 20 weist ein Spülbauteil 21, eine zwischen die Kondensatpumpe 24 und den
Kondensatbehälter 14 geschaltete, mit der Ansteuerelektronik 6 ansteuerbare Ventileinheit
22 und eine das Spülbauteil 21 mit der Ventileinheit 22 verbindende Spülleitung 23
auf. Die Ventileinheit 22 ist derart ausgebildet, dass sie in einer ersten Schaltstellung
die Kondensatpumpe 24 mit dem Kondensatbehälter 14 und in einer zweiten Schaltstellung
die Kondensatpumpe 24 mit dem Spülbauteil 21 verbindet.
[0030] Die Ansteuerelektronik 6 ist zum Ansteuern der Spülvorrichtung 13 und der Spüleinheit
20 eingerichtet. Insbesondere ist die Ansteuerelektronik 6 eingerichtet, die Spülvorrichtung
13 und die Spüleinheit 20 derart anzusteuern, dass während nicht aufeinanderfolgenden
Trocknungsvorgängen jeweils ein Spülvorgang zum Spülen des Verdampfers 9 durch einen
Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers 8 ersetzt wird.
[0031] Die Ansteuerelektronik 6 kann eingerichtet sein, zu ermitteln, ob für den Spülvorgang
zum Spülen des Verflüssigers 8 eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät 1,
insbesondere in dem Kondensatbehälter 14 und/oder der Kondensatwanne 19 zur Verfügung
steht, und diesen Spülvorgang durchzuführen, wenn eine ausreichende Flüssigkeitsmenge
in dem Gerät 1 zur Verfügung steht, und den Spülvorgang auf den nächsten Trocknungsvorgang
zu verschieben, wenn keine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät 1 zur Verfügung
steht. Zudem kann die Ansteuerelektronik 6 eingerichtet sein, den Spülvorgang zum
Spülen des Verflüssigers 8 ab Erreichen eines vorgegebenen Trocknungsgrads der Wäsche
durchzuführen. Ferner kann die Ansteuerelektronik 6 eingerichtet sein, den Spülvorgang
zum Spülen des Verflüssigers 8 während Trocknungsvorgängen durchzuführen, zwischen
denen wenigstens zehn, insbesondere wenigstens zwanzig, und maximal zweihundert, insbesondere
maximal einhundert, Trocknungsvorgänge ohne eine entsprechende Spülung des Verflüssigers
8 liegen.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 1
- Gerät
- 2
- Gerätegehäuse
- 3
- Prozessluftsystem
- 4
- Trockenkammer
- 5
- Prozessluftgebläse
- 6
- Ansteuerelektronik
- 7
- Wärmepumpe
- 8
- Verflüssiger
- 9
- Verdampfer
- 10
- Kompressor
- 11
- Expansionseinheit
- 12
- Kältemittelleitung
- 13
- Spülvorrichtung
- 14
- Kondensatbehälter
- 15
- Spülbauteil von 13
- 16
- Spülleitung von 13
- 17
- Spülventil
- 18
- Fluidleitung
- 19
- Kondensatwanne
- 20
- Spüleinheit
- 21
- Spülbauteil von 20
- 22
- Ventileinheit von 20
- 23
- Spülleitung von 20
- 24
- Kondensatpumpe
1. Gerät (1) zum Trocknen von Wäsche, aufweisend wenigstens ein Prozessluftsystem (3),
wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem (3) gekoppelte Wärmepumpe (7) und
wenigstens eine Spülvorrichtung (13) zum Spülen eines Verdampfers (9) der Wärmepumpe
(7), gekennzeichnet durch wenigstens eine Spüleinheit (20) zum Spülen eines Verflüssigers (8) der Wärmepumpe
(7) und wenigstens eine Ansteuerelektronik (6) zum Ansteuern der Spülvorrichtung (13)
und der Spüleinheit (20), wobei die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, die Spülvorrichtung
(13) und die Spüleinheit (20) derart anzusteuern, dass während nicht aufeinanderfolgenden
Trocknungsvorgängen jeweils ein Spülvorgang zum Spülen des Verdampfers (9) durch einen
Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers (8) ersetzt wird.
2. Gerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, zu ermitteln, ob für den Spülvorgang
zum Spülen des Verflüssigers (8) eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät
(1) zur Verfügung steht, und diesen Spülvorgang durchzuführen, wenn eine ausreichende
Flüssigkeitsmenge in dem Gerät (1) zur Verfügung steht, und den Spülvorgang auf den
nächsten Trocknungsvorgang zu verschieben, wenn keine ausreichende Flüssigkeitsmenge
in dem Gerät (1) zur Verfügung steht.
3. Gerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers
(8) ab Erreichen eines vorgegebenen Trocknungsgrads der Wäsche durchzuführen.
4. Gerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerelektronik (6) eingerichtet ist, den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers
(8) während Trocknungsvorgängen durchzuführen, zwischen denen wenigstens zehn, insbesondere
wenigstens zwanzig, und maximal zweihundert, insbesondere maximal einhundert, Trocknungsvorgänge
ohne eine entsprechende Spülung des Verflüssigers (8) liegen.
5. Verfahren zum Betreiben eines Geräts (1) zum Trocknen von Wäsche, wobei das Gerät
(1) wenigstens ein Prozessluftsystem (3), wenigstens eine thermisch an das Prozessluftsystem
(3) gekoppelte Wärmepumpe (7) und wenigstens eine Spülvorrichtung (13) zum Spülen
eines Verdampfers (9) der Wärmepumpe (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass während nicht aufeinanderfolgenden Trocknungsvorgängen jeweils ein Spülvorgang zum
Spülen des Verdampfers (9) durch einen Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers (8)
ersetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ermittelt wird, ob für den Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers (8) eine ausreichende
Flüssigkeitsmenge in dem Gerät (1) zur Verfügung steht, und dieser Spülvorgang durchgeführt
wird, wenn eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät (1) zur Verfügung steht,
und der Spülvorgang auf den nächsten Trocknungsvorgang verschoben wird, wenn keine
ausreichende Flüssigkeitsmenge in dem Gerät (1) zur Verfügung steht.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers (8) ab Erreichen eines vorgegebenen
Trocknungsgrads der Wäsche durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülvorgang zum Spülen des Verflüssigers (8) während Trocknungsvorgängen durchgeführt
wird, zwischen denen wenigstens zehn, insbesondere wenigstens zwanzig, und maximal
zweihundert, insbesondere maximal einhundert, Trocknungsvorgänge ohne eine entsprechende
Spülung des Verflüssigers (8) liegen.