[0001] Die Erfindung betrifft ein Sanitärwandmodul, umfassend ein Ständerwerk, das aus vertikalen
und horizontalen Profilstäben und Verbindern zusammengesetzt ist, mindestens einen
Wasserzulaufanschluss und mindestens eine an der Vorderseite des Ständerwerks anzubringende
Verkleidungsplatte, die mindestens eine Öffnung aufweist. Des Weiteren betrifft die
Erfindung ein Verfahren zum Errichten einer Sanitärwand in Form einer Vorwand oder
eines Raumteilers entsprechend Kundenvorgaben.
[0002] Üblicherweise erfordert der Bau von Badezimmern vor Ort verschiedene Handwerker wie
insbesondere Maurer, Estrichleger, Trockenbauer, Sanitär-Installateure, Elektriker,
Verputzer, Fliesenleger und Schreiner, die abwechselnd ihre jeweiligen Arbeiten ausführen.
Dies führt oft zu erheblichen Verzögerungen und zu langsamen Fertigstellungszeiten
beim Bau von Badezimmern. Insbesondere führt dies zu hohen Arbeitskosten aufgrund
der großen Anzahl von am Bauprozess beteiligten Handwerkern.
[0003] Der Bau eines Badezimmers vor Ort in einem neuen Wohngebäude beginnt beispielsweise
zunächst damit, dass ein Maurer oder Trockenbauer die Wände des Badezimmers errichtet.
Dann können ein Sanitär-Installateur und ein Elektriker nacheinander vor Ort tätig
werden, um die Wasser- und Abwasserleitungen bzw. die erforderlichen Elektrokabel
und Anschlussdosen zu installieren. Anschließend können ein Estrichleger, ein Verputzer
und/oder ein Trockenbauer und zudem ein Fliesenleger nacheinander vor Ort tätig werden,
um den Boden und die Innenwände für die Verlegung von Boden- und Wandfliesen vorzubereiten
bzw. um die Fliesen zu verlegen. Dann kann ein Schreiner tätig werden, um zum Beispiel
einen Badezimmerschrank oder andere Einrichtungsgegenstände zu montieren. Anschließend
können der Sanitär-Installateur und der Elektriker die Arbeiten fortsetzen, um Sanitärkörper
und Sanitärarmaturen bzw. um Steckdosen, Lichtschalter und Beleuchtungsvorrichtungen
zu installieren. Alle diese Gewerke müssen zeitlich koordiniert werden, damit die
Arbeiten vor Ort ohne gegenseitige Behinderung rationell ausgeführt werden können.
Häufig kommt es dabei jedoch zu Verzögerungen, wobei sich die Verzögerung eines der
Gewerke auf alle nachfolgenden Gewerke auswirkt und die Bauzeit des Badezimmers verlängert.
[0004] Auch bei einer Sanierung eines Badezimmers fallen viele oder alle der vorgenannten
Arbeiten an. Hinzu kommen Abrissarbeiten, um zunächst alte Sanitärkörper, Fliesen,
Rohrleitungen, Elektrokabel, etc. zu entfernen. Selbst bei sehr guter zeitlicher Koordination
der Gewerke empfinden viele Eigentümer oder Bewohner des betreffenden Gebäudes die
für eine Badsanierung erforderliche Bauzeit als unangenehm lang und störend.
[0005] Aus der
EP 2 067 906 B1 ist ein Verbindungssystem für rinnenförmige Profilstäbe mit einem Verbinder bekannt.
Aus solchen Profilstäben und Verbindern werden beim Bau von Badezimmern auf der Baustelle
Ständerwerke errichtet, die als Unterkonstruktion für eine Vorwand oder einen Raumteiler
dienen. In ein solches auf der Baustelle zusammengesetztes Ständerwerk werden dann
Wasserzulauf- und Ablaufleitungen und häufig auch ein Unterputzspülkasten installiert.
Anschließend wird das Ständerwerk üblicherweise mit feuchtigkeitsresistenten Gipskartonplatten
beplankt, wobei aus den Gipskartonplatten vor Ort die erforderlichen Öffnungen zum
Beispiel für Wasserzulauf- und Ablaufanschlüsse ausgeschnitten werden.
[0006] Des Weiteren sind sogenannte Installationsregister mit vormontierten Leitungsabschnitten
bekannt, wobei das jeweilige Installationsregister in Form eines kastenförmigen Gestells
aus vertikal verlaufenden Streben und horizontal verlaufenden Streben gebildet ist
und auf einen Gebäudeboden abgestellt wird (siehe z.B.
EP 0 681 074 B1). Derartige Installationsregister dienen insbesondere dazu, in Mehrfamilienhäusern
typisierte und übereinanderliegende Badezimmer und Küchen zu renovieren. Zum Verbinden
der vormontierten Leitungsabschnitte übereinander angeordneter Installationsregister
muss in dem dazwischenliegenden Gebäudeboden ein geeigneter Durchbruch geschaffen
werden. Dieser wird nach dem Durchziehen der Leitungen, d.h. nach dem Verbinden der
vormontierten Leitungsabschnitte ausbetoniert. Die dem Badezimmer zugewandten Seiten
des Installationsregisters werden wiederum mit imprägnierten Gipskartonplatten beplankt,
wobei aus den Gipskartonplatten vor Ort die erforderlichen Öffnungen für Wasserzulauf-
und Ablaufanschlüsse ausgeschnitten werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sanitärwandmodul bzw. ein Verfahren
der eingangs genannten Art bereitzustellen, das bei hoher Qualität eine deutliche
Zeitersparnis sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung von Badzimmern ermöglicht.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Sanitärwandmodul mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen vorgeschlagen. Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Sanitärwandmoduls sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Das erfindungsgemäße Sanitärwandmodul ist dadurch gekennzeichnet, dass das aus vertikalen
und horizontalen Profilstäben und Verbindern zusammengesetzte Ständerwerk als vorgefertigtes
Ständerwerk zur Bildung eines Wandmoduls ausgeführt ist, wobei der mindestens eine
Wasserzulaufanschluss auf einer mit dem Ständerwerk verbundenen Armaturenplatte montiert
ist, und wobei die Verkleidungsplatte als vorgefertigte Verkleidungsplatte ausgeführt
ist, indem sie bereits die mindestens eine Öffnung aufweist und derart bemessen und/oder
zugeschnitten ist, dass sie sich im montierten Zustand im Wesentlichen über die ganze
Höhe und/oder die ganze Breite des Ständerwerks erstreckt.
[0010] Durch die Vorfertigung des Ständerwerks einschließlich der damit verbundenen Armaturenplatte,
auf welcher der mindestens eine Wasserzulaufanschluss bereits montiert ist, und die
Vorfertigung der Verkleidungsplatte jeweils an einem von der Baustelle entfernten
Ort, vorzugsweise in einer industriellen Produktionsstätte oder Werkstatt, kann ein
großer Anteil der für den Bau eines Badezimmers erforderlichen Arbeiten in hoher Qualität
rationell vorab ausgeführt und somit die Bauzeit vor Ort auf der Baustelle deutlich
reduziert werden. Außerdem lassen sich durch diese Vorfertigung deutliche Kostenvorteile
erzielen.
[0011] Das erfindungsgemäße Sanitärwandmodul kann dabei im Rahmen vorgegebener Auswahlmöglichkeiten
variabel ausgeführt werden. Zum Beispiel kann der Kunde aus einer Liste verschiedener
Modultypen ein Waschtisch-Wandmodul, ein Toiletten-Wandmodul, ein Duschen-Wandmodul,
ein Badewannen-Wandmodul und/oder eine Kombination derartiger Module jeweils mit integrierten
Armaturen und Rohrleitungen auswählen. Zudem kann der Kunde dabei die Höhe und/oder
Breite des gewünschten Sanitärwandmoduls aus Listen auswählen, die bestimmte untere
und obere Grenzwerte für die Höhe und/oder Breite des Sanitärwandmoduls enthalten.
Die Größe des vorgefertigten Ständerwerks des Sanitärwandmoduls wird dabei mitunter
begrenzt sein, da das Ständerwerk transportabel sein soll, so dass es mittels eines
üblichen Transportfahrzeuges zur Baustelle und auf der Baustelle gegebenenfalls durch
Verengungen wie einen Hauseingang oder ein Treppenhaus transportiert werden kann.
Darüber hinaus können dem Kunden zahlreiche weitere Optionen hinsichtlich der Ausstattung
des Sanitärwandmoduls angeboten werden, wie nachfolgend anhand weiterer Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls deutlich wird.
[0012] Auf der mindestens einen Armaturenplatte des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls
können mehrere Wasserzulaufanschlüsse, insbesondere in Form sogenannter Wandscheiben,
und gegebenenfalls auch eine oder mehrere Misch- und/oder Verteilerarmaturen, insbesondere
eine Unterputz-Mischbatterie, montiert sein. Eine Wandscheibe bezeichnet im Kontext
der vorliegenden Erfindung ein Bauteil mit einem ein Innengewinde aufweisenden Rohrwinkel
(bogenförmiges Rohrstück) zur späteren Befestigung einer Armatur in oder an einer
Wand. Die Wandscheibe weist hierzu einen an den Rohrwinkel einstückig angeformten
Befestigungsflansch auf. Die passend vorgefertigte Verkleidungsplatte des erfindungsgemäßen
Sanitärwandmoduls enthält bereits alle erforderlichen Öffnungen (Lochausschnitte)
zur Aufnahme eines Anschlussendes des jeweiligen Wasserzulaufanschlusses oder zur
Durchführung eines Betätigungselements, z.B. eines Betätigungshebels oder Drehgriffs.
Der jeweilige Lochausschnitt ist fluchtend zu dem zugeordneten Anschlussende bzw.
der Misch- und/oder Verteilerarmatur angeordnet.
[0013] Das Ständerwerk des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls wird vorzugsweise aus rinnenförmigen
Metallprofilstäben und dazu passenden Verbindern aufgebaut, die beispielsweise den
aus der
EP 2 067 906 B1 bekannten Profilstäben und Verbindern entsprechen. Die (rinnenförmigen) Profilstäbe
sind somit vorzugsweise einseitig offen und in gleichmäßigen Abständen für eine Wand-
oder Bodenmontage gelocht. Sie können auch als Profilschienen bezeichnet werden. Das
vorgefertigte Ständerwerk ist beispielsweise derart ausgeführt, dass es sowohl an
seiner Vorderseite als auch an seiner Rückseite mehrere Rahmen aufweist, die jeweils
durch zwei vertikale und zwei horizontale Profilstäbe gebildet sind. Die den Rahmen
bildenden Profilstäbe zeigen dabei mit ihrer offenen Seite zueinander. Der jeweilige
Profilstab wird beispielsweise mit mindestens zwei Verbindern an benachbarten Profilstäben
befestigt. Hierzu sind die Verbinder in den Ecken des Rahmens, an der offenen Profilschienenseite
angeordnet. Der jeweilige Verbinder hat beispielsweise zwei gegenüberliegende Klemmplatten
und ein zwischen den Klemmplatten angeordnetes Zwischenstück, wobei an dem Zwischenstück
ein in die offene Seite des rinnenförmigen Profilstabes eingreifender Abstandshalter
ausgebildet ist. Die Abstandshalter des Zwischenstücks sind vorzugsweise elastisch
nachgiebig an dem Zwischenstück gehalten, so dass der Verbinder, falls erforderlich,
auch an einer geschlossenen Seite des Profilstabes montiert werden kann. Die Klemmplatten
des Verbinders greifen im montierten Zustand des Verbinders form- und kraftschlüssig
in an dem jeweiligen Profilstab ausgebildete Nuten ein.
[0014] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls ist dadurch
gekennzeichnet, dass die an der Vorderseite des Ständerwerks anzubringende, passend
vorgefertigte Verkleidungsplatte eine Kernschicht aus Hartschaum und zementhaltige
Deckschichten aufweist, wobei mindestens eine der Deckschichten faserverstärkt, z.B.
glasfaserverstärkt, ist und/oder ein Verstärkungsgewebe enthält. Die Verkleidungsplatte
kann somit insbesondere als Trägerplatte für einen dekorativen Wandbelag dienen, beispielsweise
für einen Fliesen- oder Natursteinbelag oder einen Wandputz. Aufgrund ihrer aus Hartschaum,
vorzugsweise geschlossenzelligem Hartschaum, beispielsweise Polystyrol-Hartschaum,
bestehenden Kernschicht ist die Verkleidungsplatte im Wesentlichen wasserundurchlässig,
wärmedämmend und relativ leicht. Das Flächengewicht der Verkleidungsplatte beträgt
bei einer Plattendicke von beispielsweise ca. 4 bis 5 mm weniger als 4 kg/m
2, vorzugsweise weniger als 3,8 kg/m
2. Die zementhaltigen Deckschichten sind ebenfalls im Wesentlichen wasserundurchlässig
und stellen einen guten Haftgrund für Putze und Fliesenkleber dar. Die in mindestens
einer der Deckschichten, vorzugsweise in beiden Deckschichten enthaltene Faserverstärkung
bzw. das Verstärkungsgewebe verleiht der Verkleidungsplatte eine hohe Stabilität.
Die Verkleidungsplatte kann auch als Leichtbauplatte bezeichnet werden. Sie lässt
sich sehr präzise zuschneiden und mit Durchgangsöffnungen versehen. Dies kann vorzugsweise
mittels einer Wasserstrahlschneidvorrichtung erfolgen. Die zugeschnittene und gelochte
Verkleidungsplatte kann unter Verwendung von Blechschrauben und Unterlegscheiben an
der Vorderseite des Ständerwerks montiert werden. Vorzugsweise wird die Verkleidungsplatte
zusätzlich mittels eines Montageklebers mit dem Ständerwerk verbunden.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Verkleidungsplatte
auf ihrer Rückseite partiell mit mindestens einer Verstärkungsplatte versehen ist.
Hierdurch kann die Stabilität der Verkleidungsplatte unter weitgehender Beibehaltung
ihres geringen Gewichts gezielt erhöht werden, um relativ stark belastete Badausstattungselement
wie beispielsweise Handtuchstangen, Duschstangen und/oder Abstützstangen mittels Holzschrauben
stabil an der Verkleidungsplatte befestigen zu können. Die Verstärkungsplatte besteht
beispielsweise aus Kunststoff oder Holzwerkstoff, vorzugsweise aus einer wasserfestverleimten
Schichtholzplatte, und ist im Bereich eines vorgefertigten, die Holzschraube aufnehmenden
Befestigungslochs an die Rückseite der Verkleidungsplatte angeklebt.
[0016] Die mindestens eine mit dem vorgefertigten Ständerwerk verbundene Armaturenplatte
weist vorzugsweise eine Vielzahl von Befestigungslöchern zur Befestigung einer oder
mehrerer Armaturen auf. Hierdurch ist bei der Vorfertigung des Sanitärwandmoduls eine
variable Positionierung der betreffenden Armatur auf der Armaturenplatte möglich.
Die Befestigungslöcher können dabei beispielsweise in Form eines oder mehrerer Lochmuster,
insbesondere Lochraster angeordnet sein.
[0017] Die mindestens eine Armaturenplatte ist vorzugsweise aus Stahlblech, besonders bevorzugt
aus verzinktem oder mit einem metallischen Korrosionsschutz beschichtetem Stahlblech
gefertigt. Die Blechdicke liegt beispielsweise im Bereich von ca. 0,8 bis 3 mm.
[0018] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Armaturenplatte
mindestens zwei verschiedene Lochgruppen oder verschiedene Lochraster zur Befestigung
einer oder mehrerer Armaturen auf. Diese Ausgestaltung basiert auf der Idee, die Armaturenplatte
so ausführen, dass sie wahlweise zur Montage unterschiedlicher Armaturen, beispielsweise
unterschiedlicher Misch- und/oder Verteilerarmaturen verschiedener Hersteller, genutzt
werden kann. Hierdurch können die Anzahl von für die Vorfertigung erfindungsgemäßer
Sanitärwandmodule vorzuhaltenden Armaturenplatten reduziert und damit Lagerkosten
gespart werden.
[0019] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Armaturenplatte zwei
rechtwinklig abgekantete, parallel zueinander verlaufende Befestigungsstege aufweist,
wobei in mindestens einem der Befestigungsstege mindestens eine Durchgangsöffnung
zur Durchleitung einer Rohrleitung und/oder einer Elektroleitung ausgeschnitten ist.
Hierdurch können mitunter die Länge einer anzuschließenden Rohr- bzw. Elektroleitung
reduziert werden und damit Materialkosten gespart werden. Die im Wesentlichen rechtwinklig
abgekanteten Befestigungsstege begünstigen eine variable Anordnung der Armaturenplatte
im Ständerwerk.
[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls sind auf
der Armaturenplatte mindestens zwei Wasserzulaufanschlüsse montiert, deren an der
Vorderseite des Ständerwerks mündende Anschlussenden in einer gemeinsamen Ebene enden,
die parallel zu einer von dem Ständerwerk definierten Montageebene, in welcher die
Verkleidungsplatte an dem Ständerwerk angebracht wird, liegt, wobei die Verkleidungsplatte
mindestens zwei Öffnungen aufweist, die im montierten Zustand der Verkleidungsplatte
jeweils in Überdeckung mit einem der Anschlussenden angeordnet sind, und wobei die
Anschlussenden vor der Vorderseite der montierten Verkleidungsplatte enden. Die Anschlussenden
befinden sich somit in einer gemeinsamen Abdichtungsebene vor der Verkleidungsplatte,
so dass der Ringspalt, welcher durch die Verkleidungsplattenöffnung und das darin
angeordnete Anschlussende begrenzt ist, mittels eines ringförmigen Dichtflansches
(Dichtkragens), vorzugsweise eines selbstklebenden Dichtflansches, auf einfache und
zuverlässige Weise abgedichtet werden kann. Der Dichtflansch ist hierzu beispielsweise
flexibel und elastisch ausgebildet und so bemessen, dass er kraftschlüssig, dichtend
auf das vorstehende Anschlussende aufgezogen werden kann.
[0021] Wie oben bereits erwähnt, kann auf der mit dem vorgefertigten Ständerwerk verbundenen
Armaturenplatte eine Misch- und/oder Verteilerarmatur montiert sein, an der über eine
Rohrleitung der mindestens eine Wasserzulaufanschluss angeschlossen ist. Da die Anschluss-
bzw. Ausgangsöffnungen derartiger Misch- und/oder Verteilerarmaturen typischerweise
in einer anderen Montageebene liegen als die Anschluss- bzw. Eingangsöffnung von im
Markt erhältlichen Wasserzulaufanschlüssen (Wandscheiben), sieht eine weitere Ausgestaltung
vor, dass der (jeweilige) Wasserzulaufanschluss unter Zwischenordnung von mindestens
einem Unterlegelement, z.B. einer Unterlegplatte, mit der Armaturenplatte verbunden
ist, so dass die Rohrleitung in einer Ebene verläuft, die parallel zu einer von der
Armaturenplatte definierten Ebene liegt. Die Rohrleitung kann somit aus einer axial
geraden Rohrleitung bestehen.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Armaturenplatte eine Misch- und/oder Verteilerarmatur montiert ist, an
der über eine Rohrleitung der mindestens eine Wasserzulaufanschluss angeschlossen
ist, wobei die Armaturenplatte derart geformt ist, dass sie voneinander horizontal
beabstandete Montageebenen aufweist, wobei die Misch- und/oder Verteilerarmatur auf
einer anderen dieser Montageebenen als der mindestens eine Wasserzulaufanschluss montiert
ist, und wobei der horizontale Abstand der Montageebenen so bemessen ist, dass die
den Wasserzulaufanschluss mit der Misch- und/oder Verteilerarmatur verbindende Rohrleitung
als axial gerade Rohrleitung in einer Ebene verläuft, die parallel zu den Montageebenen
der Armaturenplatte liegt. Durch diese Ausgestaltung der Armaturenplatte kann die
oben erwähnte Zwischenordnung von mindestens einem Unterlegelement unterhalb des zu
montierenden Wasserzulaufanschlusses entfallen, wodurch wiederum Kosten gespart werden
können.
[0023] Bei einem erfindungsgemäßen Sanitärwandmodul für eine Dusche kann das vorgefertigte
Ständerwerk beispielsweise mit mindestens zwei, vorzugsweise mit mindestens zwei verschiedenen
Armaturenplatten versehen sein, wobei an einer der Armaturenplatten eine Warm-Kaltwasser-Mischarmatur
und/oder eine Verteilerarmatur montiert sind, während an einer anderen der Armaturenplatten
ein oder mehrere Wasserzulaufanschlüsse für Seitenbrausen montiert sind. Eine weitere
vorteilhafte Ausgestaltung des Sanitärwandmoduls ist in diesem Fall dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der Armaturenplatten relativ zu einer anderen der Armaturenplatten
vertikal und/oder horizontal verschiebbar mit dem Ständerwerk verbunden oder verbindbar
ist. Hierdurch lassen sich die Positionen der Seitenbrausen relativ zu der Position
der Misch- und/oder Verteilerarmatur entsprechend dem Wunsch des Kunden auf einfache
Weise variabel festlegen sowie Feinjustierungen vornehmen.
[0024] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls umfasst mindestens
ein vorgefertigtes Nischen- oder Kastenelement, wobei die vorgefertigte Verkleidungsplatte
eine Aussparung zur passgenauen Aufnahme des Nischen- oder Kastenelement aufweist.
Das Nischenelement kann beispielsweise als Platz zur Ablage von Handtüchern oder Körperpflegemitteln
genutzt werden. Insbesondere kann das Nischen- oder Kastenelement mehrere Regal- oder
Ablageböden enthalten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in das Nischenelement
einen Schrank einzusetzen. Das Kastenelement kann eine entnehmbare Toilettenbürste
enthalten und eine Tür oder Klappe mit einem Schlitz zur Durchleitung eines Toilettenpapierstreifens
aufweisen.
[0025] Nach einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls ist das
vorgefertigte Ständerwerk mit einer elektrischen Verkabelung und/oder mit mindestens
einem Leerrohr zur Aufnahme einer Elektroleitung versehen. Hierdurch kann die Bauzeit
bzw. Sanierungszeit eines Badezimmers auf der Baustelle weiter verkürzt werden. Die
Verkabelung oder das Leerrohr kann beispielsweise dem Anschluss von Steckdosen und/oder
der Beleuchtung eines Spiegels oder des Nischenelements dienen.
[0026] Im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise eines Badezimmers bietet das erfindungsgemäße
Sanitärwandmodul eine deutliche Zeitersparnis auf der Baustelle, besonders dann, wenn
das vorgefertigte Ständerwerk nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung eine
Breite von mindestens 80 cm, vorzugsweise mindestens 100 cm, eine Höhe von mindestens
200 cm, vorzugsweise mindestens 240 cm, und eine Tiefe von mindestens 10 cm, vorzugsweise
mindestens 12 cm aufweist.
[0027] Die sichtbare Vorderseite der Verkleidungsplatte des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls
kann verputzt und anschließend gestrichen werden. Vorzugsweise umfasst das erfindungsgemäße
Sanitärwandmodul jedoch mindestens eine wasserdichte Dekorplatte zur Anordnung auf
der Vorderseite der montierten Verkleidungsplatte (Trägerplatte), wobei die Dekorplatte
zumindest in ihrer Länge oder Breite im Wesentlichen deckungskonform zu der als Trägerplatte
dienenden Verkleidungsplatte zugeschnitten ist. Bei der Dekorplatte kann es sich beispielsweise
um eine großformatige Fliese, Steinzeug-, Naturstein- oder Glasplatte handeln. Bei
raumhoher Ausführung des vorgefertigten Ständerwerks und der daran anzubringenden
vorgefertigten Verkleidungsplatte ist es aus montagetechnischen sowie aus optischen
Gründen günstig, wenn die Dekorplatte nicht raumhoch ausgeführt ist, sondern mit Abstand,
beispielsweise mit 30 bis 40 cm unterhalb der Oberkante der montierten Verkleidungsplatte
(Trägerplatte) endet. Die Dekorplatte enthält alle erforderlichen bzw. gewünschten
Ausschnitte, so dass diese deckungsgleich zu den in der Verkleidungsplatte ausgeschnittenen
Öffnungen angeordnet werden können. Die vorgefertigte Verkleidungsplatte, welche bereits
die erforderlichen Öffnungen aufweist, wird vorzugsweise als Schablone für den Zuschnitt
der Dekorplatte und/oder den Ausschnitt der entsprechenden Öffnungen der Dekorplatte
verwendet. Der Ausschnitt der Öffnungen der Dekorplatte erfolgt vorzugsweise mittels
einer Wasserstrahlschneidanlage.
[0028] Zur Lösung der oben aufgezeigten Aufgabe wird außerdem ein Verfahren mit den in Anspruch
15 angegebenen Merkmalen vorgeschlagen.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren, das vorzugsweise unter Verwendung eines Sanitärwandmoduls
in einer der oben genannten Ausgestaltungen ausgeführt wird, ist dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Produktionsstätte entfernt von der Baustelle ein Ständerwerk zur Bildung
eines Wandmoduls aus Profilstäben und Verbindern vorgefertigt wird,
wobei in der Produktionsstätte mindestens ein Wasserzulaufanschluss auf einer mit
dem Ständerwerk verbundenen oder verbindbaren Armaturenplatte montiert wird, wobei
in der Produktionsstätte mindestens eine an der Vorderseite des Ständerwerks anzubringende
Verkleidungsplatte vorgefertigt wird, indem die Verkleidungsplatte die mindestens
eine Öffnung erhält und so ausgewählt und/oder zugeschnitten wird, dass sie sich im
montierten Zustand im Wesentlichen über die ganze Höhe und/oder die ganze Breite des
Ständerwerks erstreckt,
wobei das vorgefertigte Ständerwerk auf der Baustelle ausgerichtet und anschließend
lagefixiert wird, und
wobei die vorgefertigte Verkleidungsplatte an der Vorderseite des lagefixierten Ständerwerks
montiert wird.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet die gleichen Vorteile wie das erfindungsgemäße
Sanitärwandmodul, so dass insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen auf das oben
Gesagte verwiesen wird.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1a
- ein vorgefertigtes Ständerwerk eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls in Vorderansicht
und in Draufsicht;
- Fig. 1b
- das Ständerwerk aus Fig. 1a mit auf der Vorderseite und den Seiten angebrachten vorgefertigten
Verkleidungsplatten in Vorderansicht und in Draufsicht;
- Fig. 1c
- das verkleidete Ständerwerk aus Fig. 1b mit einer auf der Vorderseite angebrachten
Dekorplatte und einem vor dem verkleideten Ständerwerk angeordneten Sanitärkörper
in Vorderansicht und in Draufsicht;
- Fig. 2a
- ein weiteres Beispiel eines vorgefertigten Ständerwerks eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls
in Vorderansicht;
- Fig. 2b
- das Ständerwerk aus Fig. 2a mit auf der Vorderseite und den Seiten angebrachten vorgefertigten
Verkleidungsplatten in Vorderansicht;
- Fig. 2c
- das verkleidete Ständerwerk aus Fig. 2b mit einer auf der Vorderseite angebrachten
vorgefertigten Dekorplatte in Vorderansicht;
- Fig. 3a
- ein weiteres Beispiel eines vorgefertigten Ständerwerks eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls
mit einem darin eingesetzten Unterputzspülkasten in Vorderansicht und in Draufsicht;
- Fig. 3b
- das Ständerwerk aus Fig. 3a mit auf der Vorderseite und den Seiten angebrachten vorgefertigten
Verkleidungsplatten sowie mit darin eingesetzten nischenartigen Kastenelementen in
Vorderansicht und in Draufsicht;
- Fig. 3c
- das verkleidete Ständerwerk aus Fig. 3b mit einer auf der Vorderseite angebrachten
vorgefertigten Dekorplatte in Vorderansicht;
- Fig. 3d und 3e
- die nischenartigen Kastenelemente aus Fig. 3b jeweils in Vorderansicht, Vertikalschnittansicht
und Horizontalschnittansicht;
- Fig. 4a
- ein weiteres Beispiel eines vorgefertigten Ständerwerks eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls
in Vorderansicht;
- Fig. 4b
- das Ständerwerk aus Fig. 4a mit auf der Vorderseite und den Seiten angebrachten vorgefertigten
Verkleidungsplatten sowie mit darin eingesetzten nischenartigen Kastenelementen in
Vorderansicht und in Horizontalschnittansicht;
- Fig. 4c
- das verkleidete Ständerwerk aus Fig. 4b mit einer auf der Vorderseite angebrachten
vorgefertigten Dekorplatte sowie mit in die Kastenelemente eingesetzten Möbelkörpern
in Vorderansicht und in Horizontalschnittansicht, wobei die Möbelkörper nicht geschnitten
sind;
- Fig. 4d und 4e
- die nischenartigen Kastenelemente aus Fig. 4b jeweils in Vorderansicht, Vertikalschnittansicht
und Horizontalschnittansicht;
- Fig. 5a und 5b
- eine Armaturenplatte eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls in einer abgewickelten
Darstellung, d.h. in Form eines ebenen Blechzuschnitts in Vorderansicht, und in geformtem
Zustand in Draufsicht;
- Fig. 5c
- die Armaturenplatte aus Fig. 5b mit daran montierten Armaturen und verbunden mit Profilstäben
eines Ständerwerks in Draufsicht, wobei an der Vorderseite des Ständerwerks eine vorgefertigte
Verkleidungsplatte, die den Armaturen zugeordnete Durchgangsöffnungen aufweist, montiert
ist; und
- Fig. 6a und 6b
- ein weiteres Beispiel einer Armaturenplatte eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls
in einer abgewickelten Darstellung, d.h. in Form eines ebenen Blechzuschnitts in Vorderansicht,
und in geformtem Zustand in Draufsicht.
[0032] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele eines Sanitärwandmoduls dargestellt,
das eine deutliche Zeitersparnis beim Bauen oder Sanieren eines Badezimmers auf der
Baustelle bietet. Ein Kunde hat dabei die Möglichkeit, aus einer Liste verschiedener
vorgegebener Grundtypen von Sanitärwandmodulen ein oder mehrere Sanitärwandmodule
auszuwählen. Die Liste der Grundtypen auswählbarer Sanitärwandmodule kann beispielsweise
ein Badewannen-Wandmodul, ein Duschen-Wandmodul, ein Toiletten-Wandmodul, ein Waschtisch-Wandmodul
und eine oder mehrere Kombinationen solcher Wandmodule umfassen. Die verschiedenen
Sanitärwandmodule sind dabei als Vorwand- oder Raumteilermodul ausgeführt, wobei die
verschiedenen Grundtypen von Sanitärwandmodulen in vorgegebenen Abmessungen, insbesondere
in vorgegebenen Breiten und/oder Höhen ausgewählt werden können. Die Raumteilermodule
sind als einseitig angeschlossene Raumteiler oder als freistehende Raumteiler ausgeführt.
[0033] Des Weiteren hat der Kunde die Möglichkeit, aus einer Liste verschiedener vorgegebener
Sanitär- und/oder Armaturenserien bevorzugte oder gewünschte Sanitärkörper, wie z.B.
Waschbecken, Toilettenbecken, Urinale, Bidets, Badewannen, etc., bzw. bevorzugte oder
gewünschte Armaturen, wie z.B. Zulauf- und Mischarmaturen, Brausearmaturen, Ablaufarmaturen,
Betätigungsplatten, etc. auszuwählen. Zudem hat der Kunde die Möglichkeit, aus einer
Liste verschiedener vorgegebener Badzimmerausstattungselemente bevorzugte oder gewünschte
Ausstattungselemente, wie z.B. Spiegel, Schränke, insbesondere Unterschränke oder
Einbauschränke, Sideboards, Regale, Handtuchstangen, Steckdosen, Leuchten, insbesondere
Einbauleuchten, etc. auszuwählen.
[0034] Das jeweilige Sanitärwandmodul kann als im Wesentlichen raumhohes oder halbhohes
Sanitärwandmodul ausgeführt sein bzw. werden. Seine Höhe kann somit beispielsweise
ca. 250 cm oder weniger betragen. Als halbhohes Vorwand- oder Raumteilermodul kann
das erfindungsgemäße Sanitärwandmodul beispielsweise eine Höhe im Bereich von 120
und 150 cm aufweisen.
[0035] Darüber hinaus liegt es auch im Rahmen der Erfindung, dass der Kunde bei den verschiedenen
Grundtypen von Sanitärwandmodulen diese nicht nur in vorgegebenen Abmessungen, sondern
auch in speziellen Abmessungen individuell auswählen kann, wobei das betreffende Sanitärwandmodul
dann ebenfalls abseits der Baustelle des Badezimmers weitestgehend vorgefertigt wird,
um die Bauzeit (Montagezeit) auf der Baustelle vor Ort entsprechend zu reduzieren.
[0036] Das Sanitärwandmodul basiert auf einem Ständerwerk 1, das aus vertikalen und horizontalen
Profilstäben 2, 3 und Verbindern 4 zusammengesetzt ist. Das Ständerwerk 1 wird in
einer Produktionsstätte oder Werkstatt abseits der Baustelle des damit zu bauenden
oder zu erneuernden Badezimmers vorgefertigt. Bei den Profilstäben 2, 3 handelt es
sich vorzugsweise um rinnenförmige Metallprofilstäbe. Sie können auch als Profilschienen
bezeichnet werden und sind beispielsweise aus verzinktem Stahl gefertigt. Die Profilstäbe
(Profilschienen) 2, 3 sind einseitig offen und in gleichmäßigen Abständen für eine
Wand- oder Bodenmontage des Ständerwerks 1 gelocht.
[0037] Das vorgefertigte Ständerwerk 1 ist derart ausgeführt, dass es sowohl an seiner Vorderseite
als auch an seiner Rückseite mehrere Rahmen 5 aufweist, die jeweils durch zwei vertikale
und zwei horizontale Profilstäbe 2, 3 gebildet sind. Die den Rahmen 5 bildenden Profilstäbe
zeigen mit ihrer offenen Seite zueinander. Der jeweilige Profilstab 2 oder 3 wird
mit mindestens zwei Verbindern 4 an benachbarten Profilstäben befestigt. Hierzu sind
die Verbinder 4 in den Ecken des Rahmens 5, an der offenen Profilschienenseite angeordnet.
Der jeweilige Verbinder 4 hat zwei gegenüberliegende Klemmplatten und ein zwischen
den Klemmplatten angeordnetes Zwischenstück, wobei an dem Zwischenstück ein in die
offene Seite des rinnenförmigen Profilstabes 2, 3 eingreifender Abstandshalter ausgebildet
ist. Die Abstandshalter des Zwischenstücks sind elastisch nachgiebig an dem Zwischenstück
gehalten, so dass der Verbinder 4, falls erforderlich, auch an einer geschlossenen
Seite des Profilstabes montiert werden kann. Die Klemmplatten des Verbinders 4 greifen
im montierten Zustand des Verbinders form- und kraftschlüssig in an dem jeweiligen
Profilstab ausgebildete Nuten ein.
[0038] Die Profilstäbe 2, 3 sind derart angeordnet, dass eine Mehrzahl der Rahmen 5 der
Vorderseite vorzugsweise mit einer Mehrzahl der Rahmen der Rückseite fluchtet. Mehrere
vertikale Profilstäbe 2 der Vorderseite des Ständerwerks 1 sind dabei durch relativ
kurze horizontale Profilstäbe (Querstäbe) 6 und Verbinder 4 mit vertikalen Profilstäben
der Rückseite des Ständerwerks 1 verbunden. Der kurze horizontale Profilstab (Querstab)
6 ist hierzu durch zwei Verbinder mit einem vertikalen Profilstab 2 der Vorderseite
und einem vertikalen Profilstab der Rückseite des Ständerwerks 1 verbunden, wobei
beispielsweise einer der beiden Verbinder an der Oberseite und der andere Verbinder
an der Unterseite des kurzen horizontalen Profilstabes (Querstabes) montiert ist.
Durch die Montage der beiden Verbinder an verschiedenen Seiten des kurzen horizontalen
Profilstabes (Querstabes) 6 lassen sich die Länge des kurzen Profilstabes und dadurch
die Tiefe des Ständerwerks 1 auf ein bestimmtes Maß minimieren.
[0039] Das zur Bildung eines erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls vorgefertigte Ständerwerk
1 ist mit mindestens einem Wasserzulaufanschluss 7 versehen. Der Wasserzulaufanschluss
7, der auch als Wasserzulaufarmatur bezeichnet werden kann, ist auf einer mit dem
Ständerwerk 1 verbundenen Armaturenplatte 8, 8
I, 8
II montiert. Die Armaturenplatte 8, 8
I, 8
II weist vorzugsweise eine Vielzahl von Befestigungslöchern 9 zur Befestigung einer
oder mehrerer Armaturen 7, 10, 11 auf. Der Wasserzulaufanschluss ist dabei beispielsweise
in Form einer sogenannten Wandscheibe ausgeführt.
[0040] Zusätzlich zu dem mindestens einen Wasserzulaufanschluss 7 können in dem vorgefertigten
Ständerwerk 1 auch eine Ablaufrohrleitung 31, 33, ein Unterputzspülkasten 28, eine
elektrische Verkabelung und/oder mindestens ein Leerrohr zur Aufnahme einer Elektroleitung
vormontiert sein.
[0041] Des Weiteren umfasst das erfindungsgemäße Sanitärwandmodul mindestens eine an der
Vorderseite des Ständerwerks 1 anzubringende Verkleidungsplatte 11, die mindestens
eine Öffnung 12, 12
I enthält. Die Verkleidungsplatte 11 ist vorgefertigt, indem sie bereits die mindestens
eine Öffnung 12, 12
I aufweist und derart bemessen und/oder zugeschnitten ist, dass sie sich im montierten
Zustand im Wesentlichen über die ganze Höhe und/oder die ganze Breite des Ständerwerks
1 erstreckt. Die Montage der vorgefertigten Verkleidungsplatte 11 erfolgt in der Regel
erst auf der Baustelle. Es liegt allerdings auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung,
bei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls, bei denen an der Vorderseite
und/oder an den Seiten des Ständerwerks 1 mehrere Verkleidungsplatten 11, 11
I, 11
II, 11
III, 13 anzubringen sind, zumindest eine oder mehrerer dieser Verkleidungsplatten abseits
der Baustelle vorzumontieren.
[0042] Die Verkleidungsplatten 11, 11
I, 11
II, 11
III, 13 sind vorzugsweise als Leichtbauplatte ausgeführt. Sie weisen eine Kernschicht
aus Hartschaum und zementhaltige Deckschichten auf. Die Kernschicht ist vorzugsweise
aus geschlossenzelligem Hartschaum gebildet und kann beispielsweise aus Polystyrol-Hartschaum
bestehen. Die zementhaltigen Deckschichten sind faserverstärkt, z.B. glasfaserverstärkt,
oder enthalten ein Verstärkungsgewebe. Die Deckschichten dienen als Haftgrund für
Putze und Fliesenkleber. Die Verkleidungsplatte 11, 11
I, 11
II, 11
III, 13 eignet sich somit als Trägerplatte für im Wesentlichen wasserdichte Dekorplatten
12, insbesondere Fliesen, Natursteinplatten und Glasscheiben, sowie für Wandputz.
[0043] Die mindestens eine passend vorgefertigte Verkleidungsplatte 11, die auf der Vorderseite
des Ständerwerks 1 montiert wird, weist alle erforderlichen Öffnungen (Ausschnitte)
12,12' auf, die zum Anschluss bzw. zur Betätigung von im Ständerwerk vormontierten
Sanitärarmaturen 7, 10, 10
I notwendig sind. Zu den in der vorgefertigten Verkleidungsplatte 11 ausgeschnittenen
Öffnungen können auch eine oder mehrere Öffnungen 12
II, 12
III für ein Elektrobauteil, z.B. eine Steckdose oder einen Lichtschalter, für eine Spülkastenbetätigungsplatte
und/oder für eine Nische gehören (vgl. Fig. 3b und 4b). Die dem Ständerwerk 1 des
erfindungsgemäßen Sanitärwandmoduls zugeordnete Verkleidungsplatte 11 ist somit passend
zugeschnitten. Die Öffnungen der Verkleidungsplatte 11 wurden vorzugsweise mittels
einer Wasserstrahlschneidvorrichtung erzeugt.
[0044] Die alle erforderlichen Öffnungen aufweisende Verkleidungsplatte 11 kann als Schablone
für den Zuschnitt einer Dekorplatte 20, z.B. einer Steinzeug- oder Natursteinplatte,
insbesondere für den Ausschnitt entsprechender Öffnungen aus einer solchen Dekorplatte
20, genutzt werden. Die Öffnungen der Dekorplatte 20 werden vorzugsweise ebenfalls
mittels einer Wasserstrahlschneidvorrichtung abseits der Baustelle vorgefertigt.
[0045] Das vorgefertigte Ständerwerk 1, in welchem mindestens eine Armaturenplatte 8, 8
I, 8
II mit mindestens einem Wasserzulaufanschluss 7 montiert ist, wird auf der Baustelle,
d.h. in dem zu bauenden oder zu erneuernden Badezimmer, vertikal sowie horizontal
ausgerichtet und anschließend lagefixiert. Das Ausrichten des Ständerwerks 1 erfolgt
vorzugsweise unter Verwendung mindestens eines höhenverstellbaren Stellfußes und einer
Richtwaage, beispielsweise einer sogenannten Laser-Wasserwaage. Zur Lagefixierung
des ausgerichteten Ständerwerks 1werden mit einer Wand und/oder einem Boden verbindbare
Befestigungsschrauben und optional Abstandshalter verwendet.
[0046] Der mindestens eine Wasserzulaufanschluss 7 des Ständerwerks 1 wird mit einer in
dem Badezimmer installierten Wasserleitung verbunden. Des Weiteren werden gegebenenfalls
eine in dem Ständerwerk 1 vormontierte Ablaufrohrleitung und/oder eine Elektroleitung
mit einer entsprechenden in dem Badezimmer installierten Leitung verbunden. Anschließend
wird die mindestens eine passend vorgefertigte Verkleidungsplatte 11 an der Vorderseite
des lagefixierten Ständerwerks 1 montiert. Die Verbindung der Verkleidungsplatte 11
mit dem Ständerwerk 1 erfolgt mittels Schrauben, vorzugsweise Blech- oder Schneidschrauben,
und Unterlegscheiben. Die Löcher (Bohrungen) zur Aufnahme der Schrauben sind vorzugsweise
bereits in die vorgefertigte Verkleidungsplatte 11 an den Positionen der Profilstäbe
2, 3 des zu verkleidenden Ständerwerks 1 eingebracht.
[0047] In den Figuren 1a bis 1c ist ein als Badewannen-Wandmodul ausgeführtes Sanitärwandmoduls
dargestellt. Das vorgefertigte Ständerwerk 1 dieses Sanitärwandmoduls ist im Wesentlichen
raumhoch. Es hat eine Höhe von z.B. 250 cm. In dem Ständerwerk 1 ist eine Armaturenplatte
8 montiert, die eine Vielzahl von Befestigungslöchern 9 zur Befestigung einer oder
mehrerer Armaturen 7, 10 aufweist. In dem gezeigten Beispiel sind auf der Armaturenplatte
8 eine Misch- und Verteilerarmatur 10 und mindestens ein daran über eine Rohrleitung
14 angeschlossener Wasserzulaufanschluss 7 vormontiert. Die Misch- und Verteilerarmatur
10 weist getrennte Eingänge für eine Warmwasserleitung 15 und eine Kaltwasserleitung
16 auf. An dem Wasserzulaufanschluss 7, der in Form einer Wandscheibe ausgeführt ist,
kann beispielsweise eine Wasserzulaufarmatur für eine Badewanne 17 oder eine Handbrause
angeschlossen werden.
[0048] Des Weiteren ist in dem Ständerwerk 1, oberhalb der Armaturenplatte 8, ein länglicher,
sich horizontal erstreckender Rahmen 5' ausgebildet, der zur Aufnahme eines eine Nische
definierenden Kastenelements 18 dient.
[0049] Die Vorderseite und die Seiten des Ständerwerks 1 werden mit den passend vorgefertigten
Verkleidungsplatten 11, 13 der oben beschriebenen Art beplankt. In dem in Fig. 1b
gezeigten Ausführungsbeispiel werden an der Vorderseite des Ständerwerks insgesamt
vier passend zugeschnittene Verkleidungsplatten 11, 11
I, 11
II, 11
III montiert, die den Rahmen 5' zur Aufnahme des Kastenelements 18 begrenzen. Alternativ
kann hierzu auch nur eine einzige größere Verkleidungsplatte verwenden werden, in
welcher eine Öffnung für das einzusetzende Kastenelement 18 ausgeschnitten ist, jedoch
wären dann der nicht ohne weiteres verwertbare Materialabfall der Verkleidungsplatte
und somit die Materialkosten relativ hoch.
[0050] Die obere sowie die untere Verkleidungsplatte 11, 11
I erstrecken sich im montierten Zustand im Wesentlichen über die ganze Breite des Ständerwerks
1. Die untere, relativ große Verkleidungsplatte 11 weist die erforderlichen Durchgangsöffnungen
(Ausschnitte) 12, 12
I auf, welche der Misch- und Verteilerarmatur 10 und dem Wasserzulaufanschluss 7 zugeordnet
sind. Die Verkleidungsplatte 11 ist zudem auf ihrer Rückseite partiell mit einer Verstärkungsplatte
19 versehen, um ein relativ stark belastetes Badausstattungselement, z.B. eine Handbrausehalterung,
mittels Holzschrauben stabil an der Verkleidungsplatte 11 befestigen zu können. Die
Verstärkungsplatte 19 besteht beispielsweise aus einer Schichtholzplatte und ist im
Bereich von vorgefertigten, die Holzschrauben aufnehmenden Befestigungslöchern auf
die Rückseite der Verkleidungsplatte 11 aufgeklebt.
[0051] Das in den Figuren 1a bis 1c dargestellte Sanitärwandmodul kann ferner eine im Wesentlichen
wasserdichte Dekorplatte 20 zur Anordnung auf der Vorderseite der montierten unteren
Verkleidungsplatte 11 umfassen. Die Dekorplatte 20, z.B. eine Platte aus Steinzeug,
ist zumindest in ihrer horizontalen Länge deckungskonform zu der Verkleidungsplatte
zugeschnitten und weist Durchgangsöffnungen (Ausschnitte) 21, 21
I sowie Befestigungslöcher 22 auf, die mit denjenigen der Verkleidungsplatte 11 fluchten.
Die passend vorgefertigte Dekorplatte 20 wird auf die montierte Verkleidungsplatte
11 aufgeklebt. Die übrigen an dem Ständerwerk 1 montierten Verkleidungsplatten 11
I, 11
II, 11
III, 13 können mit Wandputz beschichtet oder ebenfalls mit Dekorplatten beklebt werden.
Unmittelbar vor dem Sanitärwandmodul wird schließlich eine Badewanne 17 aufgestellt,
die über den Wasserzulaufanschluss 7 befüllt werden kann.
[0052] Die Figuren 2a bis 2c zeigen ein Duschen-Wandmodul. Das vorgefertigte Ständerwerk
1 dieses Sanitärwandmoduls ist raumhoch ausgeführt und hat eine Breite von beispielsweise
mindestens 80 cm, vorzugsweise mindestens 90 cm. In dem Ständerwerk 1 sind mehrere
Armaturenplatten 8
I, 8
II montiert, die jeweils eine Vielzahl von Befestigungslöchern zur Befestigung einer
oder mehrerer Armaturen 7, 10, 10
I aufweisen.
[0053] Die Armaturenplatten 8
I, 8
II dieses Sanitärwandmoduls sind verschieden ausgebildet. Sie unterscheiden sich in
ihrer Größe sowie in ihren der Befestigung von Armaturen 7, 10, 10
I dienenden Lochgruppen. An der im Wesentlichen mittig in dem Ständerwerk 1 angeordneten
Armaturenplatte 8
I sind eine Warm-Kaltwasser-Mischarmatur 10 und eine Verteilerarmatur 10
I montiert, während an den beiden seitlich davon angeordneten Armaturenplatten 8
II jeweils mehrere Wasserzulaufanschlüsse 7 für Seitenbrausen montiert sind. An der
vormontierten Mischarmatur 10 sind eine Warmwasser- und eine Kaltwasserleitung 15,
16 angeschlossen. Oberhalb der mittleren Armaturenplatte 8
I ist eine weitere relativ schmale Armaturenplatte 8
II mit dem Ständerwerk 1 verbunden. An dieser Armaturenplatte 8", die vorzugsweise identisch
mit den seitlichen Armaturenplatten 8
II ausgeführt ist, ist ein Wasserzulaufanschluss 7 für eine Kopfbrause montiert. Die
Armaturenplatten 8
II weisen jeweils eine Vielzahl von Lochgruppen mit Befestigungslöchern 9 zur Befestigung
einer oder mehrerer Armaturen, nämlich Wasserzulaufanschlüsse 7 auf.
[0054] Die relativ schmal ausgeführten Armaturenplatten 8
II sind relativ zu der mittleren Armaturenplatte 8
I vertikal verschiebbar mit dem Ständerwerk 1 verbunden oder verbindbar. Durch diese
Ausgestaltung ist eine vertikale Feinjustierung der Position der den Seitenbrausen
zugeordneten Wasserzulaufanschlüsse 7 relativ zu der vertikalen Position der Warm-Kaltwasser-Mischarmatur
10 und/oder der Verteilerarmatur 10
I möglich. Entsprechendes gilt für vertikale Position des der Kopfbrause zugeordneten
Wasserzulaufanschlusses 7.
[0055] Die Wasserzulaufanschlüsse 7 für die Seitenbrausen und der Wasserzulaufanschluss
7 für die Kopfbrause sind über Rohrleitungen 23 an der vormontierten Verteilerarmatur
10
I angeschlossen, die ihrerseits über eine Rohrleitung 24 an der vormontierten Warm-Kaltwasser-Mischarmatur
10 angeschlossen ist. Des Weiteren ist an der Warm-Kaltwasser-Mischarmatur 10 über
eine Rohrleitung 25 ein Wasserzulaufanschluss 7 für eine Handbrause angeschlossen.
[0056] Die Vorderseite des Ständerwerks 1 wird mit einer passend vorgefertigten Verkleidungsplatte
11 der oben beschriebenen Art beplankt. Die Verkleidungsplatte 11 erstreckt sich im
montierten Zustand im Wesentlichen über die ganze Höhe und die ganze Breite des Ständerwerks
1. Sie weist alle erforderlichen Durchgangsöffnungen (Ausschnitte) 12, 12
I auf, welche der Mischarmatur 10, der Verteilerarmatur 10' bzw. den Wasserzulaufanschlüssen
7 zugeordnet sind. Außerdem weist die vorgefertigte Verkleidungsplatte 11 Befestigungslöcher
26 zur Aufnahme von Schrauben auf, die der Montage einer Duschstange mit Handbrausehalterung
oder einer Griffstange dienen. Um eine stabile, dauerhafte Befestigung der Dusch-
oder Griffstange mittels Holzschrauben sicherzustellen, sind an die Rückseite der
Verkleidungsplatte 11 partiell Verstärkungsplatten 19, vorzugsweise Schichtholzplatten,
an den Befestigungslöchern 26 angeklebt.
[0057] Für die Seiten des Ständerwerks 1 können ebenfalls passend zugeschnittene Verkleidungsplatten
13 des oben genannten Typs als vorgefertigte Verkleidungsplatten vorgesehen sein.
[0058] Zu den vorgefertigten Komponenten des in den Figuren 2a bis 2c gezeigten Duschen-Wandmoduls
gehört ferner eine wasserdichte Dekorplatte 20, die auf die Vorderseite der montierten
Verkleidungsplatte 11 aufgeklebt wird. Bei der Dekorplatte 20 handelt es beispielsweise
um eine großformatige Platte aus Steinzeug. Die Dekorplatte 20 ist so zugeschnitten,
dass ihre Breite im Wesentlichen der Breite des mit der vorseitigen Verkleidungsplatte
11 oder dieser Verkleidungsplatte 11 und den optionalen seitlichen Verkleidungsplatten
13 beplankten Ständerwerks 1 entspricht. Die vorgefertigte Dekorplatte 20 weist, wie
die vorderseitige Verkleidungsplatte, alle erforderlichen Durchgangsöffnungen (Ausschnitte)
21, 21
I für die Mischarmatur 10, die Verteilerarmatur 10
I und die Wasserzulaufanschlüsse 7 auf. Die Durchgangsöffnungen 21, 21
I der Dekorplatte 20 liegen deckungsgleich zu den Durchgangsöffnungen 12, 12
I der Verkleidungsplatte 11. Die Höhe der Dekorplatte 20 kann der Höhe des raumhohen
Ständerwerks 1 entsprechen. Vorzugsweise wird die Dekorplatte 20 jedoch so zugeschnitten,
dass sie im verlegten Zustand mit ihrer Oberkante zwischen der Oberseite des Ständerwerks
1 und dem der Kopfbrause zugeordneten Wasserzulaufanschluss 7 endet. Der dabei von
der Dekorplatte 20 nicht abgedeckte obere Abschnitt der Verkleidungsplatte 11 kann
mit Wandputz versehen werden.
[0059] Die Figuren 3a bis 3c zeigen ein Toiletten-Wandmodul. Das vorgefertigte Ständerwerk
1 dieses Sanitärwandmoduls ist wiederum raumhoch ausgeführt. Es hat eine Breite von
beispielsweise mindestens 80 cm. In dem Ständerwerk 1 sind ein Unterputzspülkasten
28 mit Spülrohrbogen 29 und eine Halterung 30 zur Befestigung eines Toilettenbeckens
mit Ablaufrohrbogen 31 montiert. Des Weiteren ist das Ständerwerk 1 mit einer Armaturenplatte
8 versehen, auf dem ein Wasserzulaufanschluss montiert ist. Der Wasserzulaufanschluss
7 ist beispielsweise an dem Füllventil des Spülkastens 28 angeschlossen.
[0060] In dem Ständerwerk 1 sind oberhalb und seitlich des Unterputzspülkastens 28 zwei
Rahmen 5, 5
I ausgebildet, die der Aufnahme von Kastenelementen 18, 18
I dienen. Das obere Kastenelement 18 ist dabei als offene Nische ausgeführt. Das Kastenelement
18 kann mit Ausschnitten oder Bohrungen 32 zur Aufnahme von Einbauleuchten oder zur
Durchleitung eines Elektrokabels versehen sein (vgl. Fig. 3d). Das untere, seitliche
Kastenelement 18
I wird mit einer Klappe ausgestattet bzw. dient als Aufnahme für einen eine Klappe
33 aufweisenden Toilettenbürstenkasten.
[0061] Die Vorderseite und die Seiten des Ständerwerks 1 werden mit passend vorgefertigten
Verkleidungsplatten 11 der oben beschriebenen Art beplankt. In dem in Fig. 3b gezeigten
Ausführungsbeispiel werden an der Vorderseite des Ständerwerks 1 insgesamt zwei passend
zugeschnittene Verkleidungsplatten 11, 11
I montiert, die sich über die ganze Breite des Ständerwerks 1 erstrecken und den oberen
Rahmen 5
I zur Aufnahme des nischenartigen Kastenelements 18 begrenzen. Die untere Verkleidungsplatte
11 enthält die erforderlichen Ausschnitte 12
III, 12
IV, 12
V, 12
VI, 12
VII für die Revisionsöffnung zur Anordnung einer dem Spülkasten zugeordneten Betätigungsplatte,
das mit einer Klappe 33 verschließbare Kastenelement 18
I, das Ausgangsende des Spülrohrbogens 29, die Eingangsöffnung des Ablaufrohrbogens
31 und zwei Gewindebolzen zur Befestigung des Toilettenbeckens an der Halterung 30.
[0062] Zu den vorgefertigten Komponenten des in den Figuren 3a bis 3c gezeigten Toiletten-Wandmoduls
zählt eine Dekorplatte 20, z.B. eine großformatige Steinzeugfliese, die auf die Vorderseite
der unteren montierten Verkleidungsplatte 11 aufgeklebt wird. Die Dekorplatte 20 ist
so zugeschnitten, dass ihre Breite im Wesentlichen der Breite des mit den Verkleidungsplatten
11, 13 beplankten Ständerwerks 1 entspricht. Die vorgefertigte Dekorplatte 20 weist,
wie die untere vorderseitige Verkleidungsplatte 11, alle erforderlichen Durchgangsöffnungen
(Ausschnitte) 21
III, 21
IV, 21
V, 21
VI, 21
VII auf. Die Höhe der Dekorplatte 20 kann der Höhe der unteren Verkleidungsplatte 11
entsprechen. Vorzugsweise ist die Dekorplatte 20 jedoch so zugeschnitten, dass sie
im verlegten Zustand mit einem Abstand von beispielsweise mehr als 10 cm unterhalb
der oberen Nische 18 endet. Die von der Dekorplatte 20 nicht abgedeckten, sichtbaren
Flächen der Verkleidungsplatten 11, 11
I können mit einem anderen Wandbelag, z.B. mit Wandputz versehen werden.
[0063] Die Figuren 4a bis 4c zeigen ein Waschtisch-Wandmodul. Das vorgefertigte Ständerwerk
1 dieses Sanitärwandmoduls ist wiederum raumhoch ausgeführt. In dem Ständerwerk 1
sind zwei Armaturenplatten 8 montiert, die jeweils eine Vielzahl von Befestigungslöchern
zur Befestigung einer oder mehrerer Armaturen aufweisen. An den Armaturenplatten 8
sind mehrere Wasserzulaufanschlüsse 7 für Wasserhähne oder dergleichen montiert. Die
Wasserzulaufanschlüsse 7 können als Wandscheiben ausgeführte Eckventile sowie als
Wandscheiben ausgeführte Rohranschlusswinkel umfassen. An den Armaturenplatten 8 sind
ferner Ablaufrohre 33 befestigt, deren jeweilige Eingangsöffnung unterhalb zweier
Eckventile bzw. Wasserzulaufanschlüsse 7 angeordnet ist.
[0064] Oberhalb der Armaturenplatten 8 begrenzen die Profilstäbe 2, 3 des Ständerwerks 1
einen Rahmen 5
I, welcher der passgenauen Aufnahme eines Nischen- oder Kastenelements 18
II dient. In das Kastenelement 18
II kann beispielsweise ein beleuchteter Spiegelschrank oder Spiegel eingesetzt werden.
Das Kastenelement 18
II weist hierzu eine Öffnung oder Bohrung 34 zur Durchleitung eines Elektrokabels auf
(vgl. Fig. 4b und 4e).
[0065] An dem vorgefertigten, die Armaturenplatten 8 aufweisenden Ständerwerk 1 kann seitlich
ein weiteres vorgefertigtes Ständerwerk 1
I angeordnet sein. Das zusätzliche optionale Ständerwerk 1
I dient der Aufnahme eines zweiten Kasten- oder Nischenelements 18
III. Der das Nischenelement 18
III aufnehmende Rahmen 5 des Ständerwerks 1
I ist dabei im Wesentlichen durch vertikale Profilstäbe 2 begrenzt. In das zweite Nischenelement
18
III kann beispielsweise ein Schrank und/oder Regal eingesetzt werden.
[0066] Die Vorderseite und die Seiten der beiden kombinierten Ständerwerke 1, 1
I werden mit passend vorgefertigten Verkleidungsplatten 11 der oben beschriebenen Art
beplankt. In dem in Fig. 4b gezeigten Ausführungsbeispiel werden an der Vorderseite
der beiden Ständerwerke 1, 1
I insgesamt sechs passend zugeschnittene Verkleidungsplatten 11 bis 11
V montiert, welche die Rahmen 5, 5
I zur Aufnahme der Nischenelemente 18
II,18
III begrenzen.
[0067] Das die Armaturenplatten 8 aufweisende Ständerwerk 1 wird mit einer vorgefertigten
Verkleidungsplatte 11 beplankt, die sich im montierten Zustand im Wesentlichen über
die ganze Breite des Ständerwerks 1 erstreckt. Diese vorgefertigte Verkleidungsplatte
11 weist alle erforderlichen Durchgangsöffnungen (Ausschnitte) 12
I, 12
II, 12
VI für die Wasserzulaufanschlüsse 7 und die Ablaufgarnituren bzw. Ablaufrohre 33 auf.
Des Weiteren ist diese Verkleidungsplatte 11 mit Leerdosen 35 zur Aufnahme von Steckdosen
oder Lichtschaltern versehen. Auf die Rückseite der Verkleidungsplatte 11 sind bereichsweise
Schichtholzplatten 19 oder andere Verstärkungsplatten aufgeklebt, die der stabilen
Verankerung von Holzschrauben zur Befestigung belasteter Badzimmereinrichtungsgegenstände
wie z.B. Handtuchstangen, Seifenspender, Trägerplatten oder einer Waschtisch-Unterschrank-Kombination
36 dienen.
[0068] Ferner ist zu erkennen, dass die oberste vorgefertigte Verkleidungsplatte 11
I derart zugeschnitten ist, dass sie sich im montierten Zustand im Wesentlichen über
die ganze Breite der beiden aneinandergesetzten Ständerwerke 1, 1
I erstreckt (vgl. Fig. 4b und 4c).
[0069] Zu den vorgefertigten Komponenten des in den Figuren 4a bis 4c gezeigten Waschtisch-Wandmoduls
gehören eine oder mehrere wasserdichte Dekorplatten 20, z.B. großformatige Steinzeugfliesen,
die auf die Vorderseite der unteren montierten Verkleidungsplatte 11 aufgeklebt werden.
Die Dekorplatten 20 sind so zugeschnitten, dass ihre Gesamtbreite zumindest der Breite
des beplankten Ständerwerks 1 entspricht, welches die Armaturenplatten 8 aufweist.
Die vorgefertigten Dekorplatten 20 weisen dabei, wie die untere vorderseitige Verkleidungsplatte,
alle erforderlichen Durchgangsöffnungen (Ausschnitte) auf. Die Höhe der Dekorplatten
20 kann im Wesentlichen der Höhe der unteren Verkleidungsplatte 11 entsprechen.
[0070] In den Fig. 5a bis 5c ist ein Ausführungsbeispiel einer in einem erfindungsgemäßen
Sanitärwandmodul vorgesehenen Armaturenplatte 8 dargestellt. Die Armaturenplatte 8
weist in ihrem mittleren Plattenabschnitt 8.1 verschiedene Lochgruppen 9.1, 9.2, 9.3
auf, so dass an ihr wahlweise verschiedene Armaturen, beispielsweise verschiedene
Warm-Kaltwasser-Mischarmaturen 10 oder verschiedene Verteilerarmaturen 10', die sich
hinsichtlich der Anordnung und/oder des Abstandes ihrer Befestigungslöcher voneinander
unterscheiden, montiert werden können.
[0071] In Fig. 5c ist gezeigt, dass auf der mit Profilstäben 2 eines vorgefertigten Ständerwerks
1 verbundenen Armaturenplatte 8 mindestens zwei Wasserzulaufanschlüsse 7 montiert
sind, deren an der Vorderseite des Ständerwerks 1 mündende Anschlussenden 7.1 in einer
gemeinsamen Ebene E enden, die parallel zu einer von dem Ständerwerk 1 definierten
Montageebene, in welcher die vorgefertigte Verkleidungsplatte 11 am Ständerwerk 1
angebracht wird, liegt. Die Wasserzulaufanschlüsse 7 sind hier als sogenannte Wandscheiben
ausgeführt. Die Durchgangsöffnungen 12
I der Verkleidungsplatte 11 sind im montierten Zustand der Verkleidungsplatte 11 jeweils
in Überdeckung mit einem der Anschlussenden 7.1 angeordnet, wobei die Anschlussenden
vor der Vorderseite der montierten Verkleidungsplatte 11 enden. Die Anschlussenden
7.1 befinden sich somit in einer gemeinsamen Abdichtungsebene vor der Verkleidungsplatte
11. Zur Abdichtung der von den Durchgangsöffnungen 12
I und den Wasserzulaufanschlüssen 7 begrenzten Ringspalte können beispielsweise ringförmige
Dichtflansche 37 aus gummielastischem Material dichtend auf die Wasserzulaufanschlüsse
7 aufgezogen und mit der Vorderseite der Verkleidungsplatte 11 verklebt werden.
[0072] Des Weiteren ist in den Figuren 5b und 5c zu erkennen, dass die Armaturenplatte 8
derart geformt ist, dass sie voneinander horizontal beabstandete Montageebenen M1,
M2 aufweist, wobei die Misch- und/oder Verteilerarmatur 10 auf einer anderen oder
tieferen Montageebene M1 montiert ist als die Wasserzulaufanschlüsse 7. Der horizontale
Abstand der Montageebenen M1, M2 ist dabei so bemessen, dass die den jeweiligen Wasserzulaufanschluss
7 mit der Misch- und/oder Verteilerarmatur 10 verbindende Rohrleitung 14 als axial
gerade Rohrleitung in einer Ebene verläuft, die parallel zu den Montageebenen M1,
M2 der Armaturenplatte 8 liegt.
[0073] In den Fig. 6a und 6b ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer in einem erfindungsgemäßen
Sanitärwandmodul vorgesehenen Armaturenplatte 8
II dargestellt. Die Armaturenplatte 8" hat zwei rechtwinklig abgekantete, parallel zueinander
verlaufende Befestigungsstege 8.2, 8.3. Jeder der beiden Befestigungsstege 8.2, 8.3
weist Öffnungen (Ausschnitte) 40 zur Aufnahme von Befestigungsmitteln auf. Die Öffnungen
40 sind beispielsweise langlochförmig ausgebildet, wobei die Längsachsen der Öffnungen
40 des jeweiligen Befestigungssteges 8.2, 8.3 im Wesentlichen miteinander fluchten
bzw. parallel zu einander verlaufen. Zudem sind in jedem der beiden Befestigungsstege
8.2, 8.3 Durchgangsöffnungen 41, 42 zur Durchleitung einer Rohrleitung und/oder einer
Elektroleitung ausgeschnitten. In der zwischen den Befestigungsstegen 8.2, 8.3 liegenden
Montageebene M1 weist die Armaturenplatte 8" mehrere Lochgruppen 9.5, 9.6 zur Befestigung
von Wandscheiben sowie mehrere Lochgruppen zur Befestigung von Misch- und/oder Verteilerarmaturen
auf. Die Durchgangsöffnungen 41, 42 der Befestigungsstege 8.2, 8.3 beginnen jeweils
an der Montageebene M1 der Armaturenplatte 8
II.
[0074] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei einer an den
gezeigten Beispielen abweichenden Gestaltung von der in den beigefügten Ansprüchen
offenbarten Erfindung Gebrauch machen.
1. Sanitärwandmodul, umfassend
ein Ständerwerk (1), das aus vertikalen und horizontalen Profilstäben (2, 3) und Verbindern
(4) zusammengesetzt ist,
mindestens einen Wasserzulaufanschluss (7) und
mindestens eine an der Vorderseite des Ständerwerks (1) anzubringende Verkleidungsplatte
(11), die mindestens eine Öffnung (12, 12I) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Ständerwerk (1) als vorgefertigtes Ständerwerk zur Bildung eines Wandmoduls ausgeführt
ist,
wobei der mindestens eine Wasserzulaufanschluss (7) auf einer mit dem Ständerwerk
verbundenen Armaturenplatte (8, 8I, 8II) montiert ist, und
wobei die Verkleidungsplatte (11) als vorgefertigte Verkleidungsplatte ausgeführt
ist, indem sie bereits die mindestens eine Öffnung (12, 12I) aufweist und derart bemessen und/oder zugeschnitten ist, dass sie sich im montierten
Zustand im Wesentlichen über die ganze Höhe und/oder die ganze Breite des Ständerwerks
(1) erstreckt.
2. Sanitärwandmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungsplatte (11) eine Kernschicht aus Hartschaum und zementhaltige Deckschichten
aufweist, wobei mindestens eine der Deckschichten faserverstärkt ist und/oder ein
Verstärkungsgewebe enthält.
3. Sanitärwandmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungsplatte (11) auf ihrer Rückseite partiell mit mindestens einer Verstärkungsplatte
(19) versehen ist.
4. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturenplatte (8, 8I, 8II) eine Vielzahl von Befestigungslöchern (9) zur Befestigung einer oder mehrerer Armaturen
(7, 10, 10I) aufweist.
5. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturenplatte (8, 8I, 8II) mindestens zwei verschiedene Lochgruppen (9.1, 9.2, 9.3) oder verschiedene Lochraster
zur Befestigung einer oder mehrerer Armaturen (10, 10I) aufweist.
6. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturenplatte (8, 8I, 8II) zwei rechtwinklig abgekantete, parallel zueinander verlaufende Befestigungsstege
(8.2, 8.3) aufweist, wobei in mindestens einem der Befestigungsstege (8.2, 8.3) mindestens
eine Durchgangsöffnung (41, 42) zur Durchleitung einer Rohrleitung und/oder einer
Elektroleitung ausgeschnitten ist.
7. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Armaturenplatte (8, 8I, 8II) mindestens zwei Wasserzulaufanschlüsse (7) montiert sind, deren an der Vorderseite
des Ständerwerks (1) mündende Anschlussenden (7.1) in einer gemeinsamen Ebene (E)
enden, die parallel zu einer von dem Ständerwerk (1) definierten Montageebene, in
welcher die Verkleidungsplatte (11) an dem Ständerwerk (1) angebracht wird, liegt,
wobei die Verkleidungsplatte (11) mindestens zwei Öffnungen (12I) aufweist, die im montierten Zustand der Verkleidungsplatte (11) jeweils in Überdeckung
mit einem der Anschlussenden (7.1) angeordnet sind, und wobei die Anschlussenden (7,1)
vor der Vorderseite der montierten Verkleidungsplatte (11) enden.
8. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Armaturenplatte (8, 8I, 8II) eine Misch- und/oder Verteilerarmatur (10) montiert ist, an der über eine Rohrleitung
(14) der mindestens eine Wasserzulaufanschluss (7) angeschlossen ist, wobei die Armaturenplatte
(8, 8I, 8II) derart geformt ist, dass sie voneinander horizontal beabstandete Montageebenen (M1,
M2) aufweist, wobei die Misch- und/oder Verteilerarmatur (10) auf einer anderen dieser
Montageebenen (M1, M2) als der mindestens eine Wasserzulaufanschluss (7) montiert
ist, und wobei der horizontale Abstand der Montageebenen (M1, M2) so bemessen ist,
dass die den Wasserzulaufanschluss (7) mit der Misch- und/oder Verteilerarmatur (10)
verbindende Rohrleitung (14) als axial gerade Rohrleitung in einer Ebene verläuft,
die parallel zu den Montageebenen (M1, M2) der Armaturenplatte (8, 8I, 8II) liegt.
9. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ständerwerk (1) mit mindestens zwei, vorzugsweise mit mindestens zwei verschiedenen
Armaturenplatten (8I, 8II) versehen ist, wobei an einer der Armaturenplatten (8I, 8II) eine Warm-Kaltwasser-Mischarmatur (10) und/oder eine Verteilerarmatur (10I) montiert sind, während an einer anderen der Armaturenplatten (8I, 8II) ein oder mehrere Wasserzulaufanschlüsse (7) für Seitenbrausen montiert sind.
10. Sanitärwandmodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Armaturenplatten (8I, 8II) relativ zu einer anderen der Armaturenplatten (8I 8II) vertikal und/oder horizontal verschiebbar mit dem Ständerwerk (1) verbunden oder
verbindbar ist.
11. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, des Weiteren umfassend mindestens
ein vorgefertigtes Nischen- oder Kastenelement (18, 18I, 18II), wobei die vorgefertigte Verkleidungsplatte (11) eine Aussparung zur passgenauen
Aufnahme des Nischen- oder Kastenelement (18, 18I, 18II) aufweist.
12. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Ständerwerk (1) mit einer elektrischen Verkabelung und/oder mit mindestens einem
Leerrohr zur Aufnahme einer Elektroleitung versehen ist.
13. Sanitärwandmodul einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Ständerwerk (1) eine Breite von mindestens 80 cm, eine Höhe von mindestens 200
cm und eine Tiefe von mindestens 10 cm hat.
14. Sanitärwandmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 13, des Weiteren umfassend mindestens
eine im Wesentlichen wasserdichte Dekorplatte (20) zur Anordnung auf der Vorderseite
der montierten Verkleidungsplatte, wobei die Dekorplatte (20) zumindest in ihrer Länge
oder Breite im Wesentlichen deckungskonform zu der Verkleidungsplatte (11) zugeschnitten
ist.
15. Verfahren zum Errichten einer Sanitärwand in Form einer Vorwand oder eines Raumteilers
entsprechend Kundenvorgaben auf einer Baustelle, vorzugsweise unter Verwendung eines
Sanitärwandmoduls nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
in einer Produktionsstätte entfernt von der Baustelle ein Ständerwerk (1) zur Bildung
eines Wandmoduls aus Profilstäben (2, 3) und Verbindern (4) vorgefertigt wird,
wobei in der Produktionsstätte mindestens ein Wasserzulaufanschluss (7) auf einer
mit dem Ständerwerk (1) verbundenen oder verbindbaren Armaturenplatte (8, 8I, 8II) montiert wird,
wobei in der Produktionsstätte mindestens eine an der Vorderseite des Ständerwerks
anzubringende Verkleidungsplatte (11) vorgefertigt wird, indem die Verkleidungsplatte
(11) die mindestens eine Öffnung (12, 12I) erhält und so ausgewählt und/oder zugeschnitten wird, dass sie sich im montierten
Zustand im Wesentlichen über die ganze Höhe und/oder die ganze Breite des Ständerwerks
(1) erstreckt,
wobei das vorgefertigte Ständerwerk (1) auf der Baustelle ausgerichtet und anschließend
lagefixiert wird, und
wobei die vorgefertigte Verkleidungsplatte (11) an der Vorderseite des lagefixierten
Ständerwerks (1) montiert wird.