[0001] Die Erfindung betrifft ein Dachfenster, insbesondere Wohndachfenster, mit einem Blendrahmen
und einem bezüglich des Blendrahmens um wenigstens eine Flügelrahmendrehachse drehbar
gelagerten Flügelrahmen, und mit einer Öffnungsbegrenzungseinrichtung zur Begrenzung
einer Drehbewegung des Flügelrahmens bezüglich des Blendrahmens auf einen bestimmten
Flügelrahmendrehwinkelbereich, wobei die Öffnungsbegrenzungseinrichtung einen Begrenzungsarm
aufweist, der einerseits linear beweglich an einer der Öffnungsbegrenzung des Dachfensters
dienenden Führungsschiene und andererseits um eine Begrenzungsarmdrehachse drehbar
bezüglich des Blendrahmens gelagert ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
WO 2011/150922 A1 bekannt, die eine Rollladeneinrichtung für ein Schwingdachfenster zeigt. Die Rollladeneinrichtung
verfügt über Rollladenführungsschienen, mittels welchen ein Rollladenpanzer geführt
ist. Die Rollladenführungsschienen sind drehbar an einem Rollladenkasten angelenkt,
welcher wiederum starr mit einem Blendrahmen des Schwingdachfensters verbunden ist.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Dachfenster vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten
Dachfenstern Vorteile aufweist, insbesondere eine komfortable und sichere Bedienung
des Dachfensters ermöglicht.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Dachfenster mit den Merkmalen des Anspruchs 1
erreicht. Dabei liegt eine Drehwinkelbegrenzung für den Begrenzungsarm zur Begrenzung
einer Drehbewegung des Begrenzungsarms um die Begrenzungsarmdrehachse auf einen bestimmten
Begrenzungsarmdrehwinkelbereich vor.
[0005] Das Dachfenster dient der Begrenzung eines Innenraums eines Gebäudes und ist hierzu
vorzugsweise in einem Dach des Gebäudes montiert beziehungsweise montierbar. Das Dach
weist üblicherweise eine Dachkonstruktion und eine Dachhaut auf, wobei die Dachhaut
beispielsweise aus einer Dachdeckung besteht, die sich aus einer Vielzahl von einzelnen
Bauteilen, beispielsweise Dachziegeln oder Dachsteinen, zusammensetzt. Das Dachfenster
ist bevorzugt in einer Dachausnehmung des Dachs angeordnet und befestigt, welche sowohl
die Dachkonstruktion als auch die Dachhaut durchgreift. Über die Dachöffnung ist insoweit
der Innenraum des Gebäudes mit einer Außenumgebung strömungstechnisch und/oder optisch
verbunden. Mittels des Dachfensters ist diese Strömungsverbindung permanent oder zumindest
zeitweise unterbrechbar.
[0006] Das Dachfenster ist vorzugsweise lichtdurchlässig ausgebildet und weist hierzu eine
Verglasung auf. Die Verglasung kann als Einscheibenverglasung oder als Mehrscheibenverglasung,
insbesondere als Doppelverglasung oder Dreifachverglasung, ausgestaltet sein. Die
Verglasung ist Bestandteil des Flügelrahmens, welcher um die wenigstens eine Flügelrahmendrehachse
drehbar an dem Blendrahmen und/oder bezüglich des Blendrahmens drehbar gelagert ist.
Der Flügelrahmen kann um genau eine Flügelrahmendrehachse bezüglich des Blendrahmens
drehbar gelagert sein. Beispielsweise ist das Fenster in diesem Fall als Klappfenster
oder als Schwingfenster ausgebildet. Im Falle des Klappfensters ist die Flügelrahmendrehachse
vorzugsweise im Bereich einer Oberseite des Dachfensters angeordnet, insbesondere
in einem oberen Drittel, wohingegen sie im Falle des Klappfensters in einem mittleren
Drittel vorliegt, insbesondere mittig an dem Dachfenster angeordnet ist.
[0007] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Flügelrahmen um mehrere Flügelrahmendrehachsen
bezüglich des Blendrahmens drehbar gelagert ist, wobei vorzugsweise ein Benutzer des
Dachfensters diejenige der Drehachsen auswählt, um welche der Flügelrahmen bezüglich
des Blendrahmens gedreht werden soll. Beispielsweise liegt das Dachfenster in diesem
Fall als Klapp-Schwingfenster vor, bei welchem ein Drehen des Flügelrahmens bezüglich
des Blendrahmens wahlweise um die für das Klappfenster beschriebene Flügelrahmendrehachse
oder die für das Schwingfenster beschriebene Flügelrahmendrehachse drehbar ist.
[0008] Das Dachfenster verfügt über die Öffnungsbegrenzungseinrichtung, mittels welcher
die Drehbewegung des Flügelrahmens bezüglich des Blendrahmens auf den bestimmten Flügelrahmendrehwinkelbereich
begrenzt oder begrenzbar ist. Der Flügelrahmendrehwinkelbereich umfasst vorzugsweise
eine Geschlossenstellung des Dachfensters, in welcher das Dachfenster vollständig
geschlossen ist, sowie eine Offenstellung, in welcher das Dachfenster zumindest teilweise,
vorzugsweise nur teilweise, oder vollständig geöffnet ist. Insbesondere ist der Flügelrahmendrehwinkelbereich
einerseits von der Geschlossenstellung und andererseits von der Offenstellung begrenzt.
[0009] Die Öffnungsbegrenzungseinrichtung ist zur Begrenzung der Drehbewegung bei einem
Öffnen des Dachfensters vorgesehen und ausgebildet. Insoweit verhindert die Öffnungsbegrenzungseinrichtung,
dass das Dachfenster über die Offenstellung hinaus geöffnet wird. Dies ist insbesondere
sinnvoll, falls das Dachfenster über eine Rollladeneinrichtung beziehungsweise einen
Rollladen verfügt. Zumindest bei teilweise oder vollständig geschlossener Rollladeneinrichtung
tritt der Flügelrahmen bei einem bestimmten Drehwinkel beziehungsweise Öffnungswinkel
in Anlagekontakt mit der Rollladeneinrichtung, insbesondere einem Rollladenpanzer
der Rollladeneinrichtung. Es kann zwar vorgesehen sein, dass die Rollladeneinrichtung
innerhalb bestimmter Grenzen beweglich an dem Dachfenster angeordnet ist, sodass die
Rollladeneinrichtung bei einem weiteren Öffnen des Dachfensters zunächst von dem Flügelrahmen
mitgenommen wird. Die mögliche Verlagerung der Rollladeneinrichtung ist jedoch begrenzt.
[0010] Um eine Beschädigung des Dachfensters, insbesondere des Flügelrahmens und/oder der
Rollladeneinrichtung zu verhindern, soll daher die Drehbewegung des Flügelrahmens
auf den Flügelrahmendrehwinkelbereich begrenzt sein. Der Flügelrahmendrehwinkelbereich
kann hierbei von einem Öffnungszustand der Rollladeneinrichtung, insbesondere von
einer Stellung des Rollladenpanzers, abhängig sein. Bei einer ersten Einstellung der
Rollladeneinrichtung erstreckt sich der Flügelrahmendrehwinkelbereich beispielsweise
weiter von der Geschlossenstellung weg als bei einer zweiten Einstellung der Rollladeneinrichtung,
in welcher die Rollladeneinrichtung weiter geschlossen ist als bei der ersten Einstellung.
In anderen Worten kann das Dachfenster bei der ersten Einstellung der Rollladeneinrichtung
weiter geöffnet werden als bei der zweiten Einstellung. Die erste Einstellung entspricht
beispielsweise einer vollständig geöffneten Rollladeneinrichtung, wohingegen die zweite
Einstellung einer wenigstens teilweise geschlossenen, insbesondere vollständig geschlossenen
Rollladeneinrichtung entspricht.
[0011] Zur Begrenzung der Drehbewegung des Flügelrahmens bezüglich des Blendrahmens verfügt
die Öffnungsbegrenzungseinrichtung über den Begrenzungsarm. Dieser wirkt einerseits
mit der Führungsschiene und andererseits mit dem Blendrahmen zusammen, um die Öffnungsbegrenzung
des Dachfensters zu bewirken. Beispielsweise greift der Begrenzungsarm einerseits
unmittelbar an der Führungsschiene und andererseits unmittelbar an dem Blendrahmen
an. An der Führungsschiene ist der Begrenzungsarm linear verlagerbar gelagert. Hierzu
weist er beispielsweise auf seiner der Führungsschiene zugewandten Seite eine Laufkatze
auf, welche ihrerseits linear verlagerbar beziehungsweise beweglich an oder in der
Führungsschiene gelagert ist. Auf ihrer der Führungsschiene abgewandten Seite ist
der Begrenzungsarm bezüglich des Blendrahmens drehbar gelagert, vorzugsweise an dem
Blendrahmen.
[0012] Der Begrenzungsarm und die Führungsschiene wirken zusammen, um die Öffnungsbegrenzung
des Dachfensters zu bewirken. Hierzu ist die Führungsschiene in wenigstens einer Stellung
des Flügelrahmens mit diesem verbunden, beispielsweise liegt sie an ihm an. Bevorzugt
ist hierzu die Führungsschiene Bestandteil der vorstehend bereits erwähnten Rollladeneinrichtung.
Insbesondere ist sie einer Rollladenführungsschiene der Rollladeneinrichtung zugeordnet.
Selbstverständlich kann die Führungsschiene jedoch auch an dem Flügelrahmen selbst
vorliegen, beispielsweise an ihm befestigt sein.
[0013] Die Führungsschiene ist um eine Führungsschienendrehachse bezüglich des Blendrahmens
drehbar gelagert. Ist die Führungsschiene Bestandteil des Flügelrahmens, so fällt
die Führungsschienendrehachse mit der Flügelrahmendrehachse beziehungsweise einer
der Flügelrahmendrehachsen zusammen. Falls die Führungsschiene Bestandteil der Rollladeneinrichtung
ist beziehungsweise an der Rollladenführungsschiene befestigt oder von ihr gebildet
ist, so fällt die Führungsschienendrehachse mit einer Rollladenführungsschienendrehachse
zusammen, um welche die Rollladenführungsschiene bezüglich des Blendrahmens drehbar
gelagert ist. Die Rollladenführungsschienendrehachse ist hierbei üblicherweise von
der Flügelrahmendrehachse beabstandet, insbesondere parallel beabstandet.
[0014] Im Falle einer separaten Ausgestaltung der Führungsschiene, unabhängig sowohl von
dem Flügelrahmen als auch von der Rollladeneinrichtung, kann die Führungsschienendrehachse
im Wesentlichen frei gewählt werden. Beispielsweise ist sie jedoch auch hierbei beabstandet,
insbesondere parallel beabstandet, zu der Flügelrahmendrehachse und/oder der Rollladenführungsschienendrehachse
angeordnet. Die Führungsschiene wirkt in wenigstens einer Drehwinkelstellung bezüglich
des Blendrahmens mit dem Flügelrahmen zusammen, um ein weiteres Öffnen des Dachfensters
hinaus, also ein Verlagern des Flügelrahmens aus dem Flügelrahmendrehwinkelbereich
hinaus, zu verhindern.
[0015] Um die Drehbewegung des Flügelrahmens zu begrenzen, ist auch die Drehbewegung der
Führungsschiene um die Führungsschienendrehachse begrenzt. Dies kann durch einen Endanschlag
für den Begrenzungsarm an beziehungsweise in der Führungsschiene realisiert sein.
Ein derartiger Endanschlag hat jedoch eine abrupte Begrenzung der Verlagerung des
Begrenzungsarms bezüglich der Führungsschiene und mithin ein abruptes Festsetzen der
Führungsschiene um ihre Führungsschienendrehachse zur Folge. In anderen Worten tritt
bei dem Eintreten der Öffnungsbegrenzung des Dachfensters durch die Führungsschiene
ein Impulsstoß auf, welcher zum einen für einen Benutzer des Dachfensters unangenehm
ist und zum anderen zu einer Materialermüdung führen kann.
[0016] Aus diesem Grund ist die Drehwinkelbegrenzung für den Begrenzungsarm Bestandteil
der Öffnungsbegrenzungseinrichtung. Die Drehwinkelbegrenzung begrenzt die Drehbewegung
des Begrenzungsarms um die Begrenzungsarmdrehachse auf den bestimmten Begrenzungsarmdrehwinkelbereich.
In anderen Worten ist kein Endanschlag für die lineare Verlagerung des Begrenzungsarms
bezüglich der Führungsschiene an der Führungsschiene vorgesehen und ausgebildet, sondern
vielmehr ein Endanschlag, der die Drehbewegung des Begrenzungsarms um die Begrenzungsarmdrehachse
begrenzt, nämlich auf den Begrenzungsarmdrehwinkelbereich. Dass bedeutet, dass der
Endanschlag ein Verlassen des Begrenzungsarmdrehwinkelbereichs durch den Begrenzungsarm
in wenigsten eine Drehrichtung verhindert, nämlich in diejenige Drehrichtung, die
bei dem Öffnen des Dachfensters auftritt. Mittels der Drehwinkelbegrenzung für den
Begrenzungsarm wird eine sanfte Öffnungsbegrenzung für das Dachfenster realisiert,
sodass der vorstehend erwähnte Impulsstoß nicht oder allenfalls in deutlich verringerter
Form auftritt. Somit ist eine komfortable Bedienung des Dachfensters realisiert.
[0017] Vorzugsweise verfügt die Öffnungsbegrenzungseinrichtung über mehrere Führungsschienen
und mehrere Begrenzungsarme, wobei jeweils eine der Führungsschienen und einer der
Begrenzungsarme zur Öffnungsbegrenzung des Dachfensters zusammenwirken. Jeweils eine
der Anordnungen aus Führungsschiene und Begrenzungsarm ist von wenigstens einer weiteren
dieser Anordnungen beabstandet angeordnet. Beispielsweise liegen zwei Führungsschienen
auf gegenüberliegenden Seiten des Flügelrahmens vor. Vorzugsweise sind sie jedoch
um dieselbe Führungsschienendrehachse drehbar gelagert. Beispielsweise ist der Begrenzungsarm
über eine Drehlagerung drehbar an dem Blendrahmen gelagert. Die Drehlagerung ist insoweit
an dem Blendrahmen befestigt, wobei diese Befestigung auf beliebige Art und Weise
hergestellt sein kann. Beispielsweise ist zwischen der Drehlagerung und dem Blendrahmen,
insbesondere einem Abdeckblech des Blendrahmens, eine Taumelverbindung, eine Stiftverbindung,
eine Schraubverbindung oder eine Formschlussverbindung hergestellt.
[0018] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Begrenzungsarm an
einer in der Führungsschiene linear beweglich gelagerten Laufkatze befestigt oder
drehbar gelagert ist. Die Laufkatze ist an und/oder in der Führungsschiene linear
beweglich gelagert. Beispielsweise greift hierzu die Laufkatze in zwei gegenüberliegende
Führungsausnehmungen der Führungsschiene ein, um ein Verkippen der Laufkatze zuverlässig
zu verhindern. Die Laufkatze kann Bestandteil des Begrenzungsarms sein. Alternativ
kann die Laufkatze jedoch auch separat von dem Begrenzungsarm vorliegen und drehbar
an ihm gelagert sein. In diesem Fall wird eine besonders zuverlässige Längsführung
des Begrenzungsarms bezüglich der Führungsschiene erzielt. Die Führungsschiene und/oder
die Laufkatze greifen beispielsweise in eine Führungsnut der Führungsschiene ein.
Die Führungsnut kann die vorstehend bereits bezeichneten Führungsausnehmungen aufweisen.
Die Führungsnut ist insoweit im Wesentlichen C-förmig.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Begrenzungsarm bezüglich
der Führungsschiene innerhalb eines Führungsbereichs linear frei verlagerbar ist,
wobei der Begrenzungsarmdrehwinkelbereich derart gewählt ist, dass bei einem Öffnen
des Dachfensters die Drehwinkelbegrenzung die Drehbewegung des Begrenzungsarms bezüglich
des Blendrahmens bei innerhalb des Führungsbereichs vorliegendem Begrenzungsarm begrenzt.
Die lineare Verlagerbarkeit des Begrenzungsarms bezüglich der Führungsschiene soll
insoweit innerhalb des Führungsbereichs ungehindert sein, insbesondere soll innerhalb
des Führungsbereichs kein Endanschlag für den Begrenzungsarm vorliegen. Vielmehr ist
der Begrenzungsarm innerhalb des Führungsbereichs stets völlig ungehindert bezüglich
der Führungsschiene verlagerbar. Außerhalb des Führungsbereichs kann jedoch ein Endanschlag
vorliegen, um eine definierte Verlagerbarkeit des Begrenzungsarms bezüglich der Führungsschiene
zu erzielen, insbesondere ein Herausrutschen des Begrenzungsarms und/oder der Laufkatze
aus der Führungsschiene zu verhindern.
[0020] Die Drehwinkelbegrenzung für den Begrenzungsarm ist nun derart ausgeführt, dass er
die Drehbewegung des Begrenzungsarms bei dem Öffnen des Dachfensters noch innerhalb
des Führungsbereichs begrenzt. In anderen Worten wird die Drehbewegung des Begrenzungsarms
bereits vor einem Verlassen des Führungsbereichs durch den Begrenzungsarm unterbunden,
insbesondere durch entsprechende Anordnung des Endanschlags der Drehwinkelbegrenzung.
Der Führungsbereich ist in Richtung des Öffnens des Dachfensters von einer Begrenzung
begrenzt. Der Begrenzungsarmdrehwinkelbereich ist nun so gewählt, dass die Drehbewegung
des Begrenzungsarms mittels der Drehwinkelbegrenzung bereits begrenzt wird, wenn der
Begrenzungsarm noch von der Begrenzung des Führungsbereichs beabstandet vorliegt.
Auf diese Art und Weise wird ein zuverlässiges Führen des Begrenzungsarms bezüglich
der Führungsschiene sichergestellt.
[0021] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
der Führungsbereich zumindest einseitig von einer Grenze begrenzt ist, insbesondere
in einer Öffnungsrichtung, in die der Begrenzungsarm bei dem Öffnen des Dachfensters
verlagert wird. Die wenigstens eine Grenze liegt an einem Ende des Führungsbereichs,
sodass der Führungsbereich an der Grenze endet. Die Grenze kann ein rein gedankliches
Ende des Führungsbereichs sein. Alternativ ist es ein Ende des Führungsbereichs, an
welchem eine Führung des Begrenzungsarms durch die Führungsschiene endet. Beispielsweise
gerät der Begrenzungsarms außer Eingriff mit der Führungsschiene, falls er über die
Grenze hinaus aus dem Führungsbereich heraus verlagert wird.
[0022] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Grenze mittels eines Endanschlags definiert
ist. Der Endanschlag ist der Führungsschiene zugeordnet, insbesondere an ihr befestigt
und dient einer Begrenzung einer linearen Bewegung des Begrenzungsarms. Hierauf wurde
vorstehend bereits hingewiesen. Zusätzlich zu der Drehwinkelbegrenzung für den Begrenzungsarm
kann insoweit eine Begrenzung in Form des Endanschlags vorliegen, die der Führungsschiene
zugeordnet ist und die lineare Verlagerung des Begrenzungsarms bezüglich der Führungsschiene
begrenzt. Der Endanschlag begrenzt beispielsweise den Führungsbereich in der Öffnungsrichtung
oder liegt außerhalb des Führungsbereichs vor. Der Endanschlag verhindert bevorzugt
zuverlässig ein ungewolltes Entfernen des Begrenzungsarms von der Führungsschiene,
insbesondere ein Herausrutschen des Begrenzungsarms aus der Führungsnut der Führungsschiene.
[0023] Der Endanschlag kann beispielsweise in der Führungsschiene oder endseitig an ihr
angeordnet sein. In letzterem Fall liegt der Endanschlag zum Beispiel in Form einer
Endkappe für die Führungsschiene vor, die an der Führungsschiene angeordnet und befestigt
ist. Es sei darauf hingewiesen, dass während einer normalen Benutzung des Dachfensters
der Begrenzungsarm beabstandet von der Grenze, insbesondere von dem Endanschlag, vorliegt.
Bei vorliegender Begrenzung der Drehbewegung des Begrenzungsarms durch die Drehwinkelbegrenzung
kann der Begrenzungsarm also allenfalls aufgrund seiner Drehelastizität beziehungsweise
Drehflexibilität um die Begrenzungsarmdrehachse zu der Grenze beziehungsweise dem
Endanschlag gelangen. Besonders bevorzugt ist jedoch die Grenze beziehungsweise der
Endanschlag derart angeordnet und die Drehwinkelbegrenzung derart ausgebildet, dass
der Begrenzungsarm von der Drehwinkelbegrenzung stets beabstandet von der Grenze beziehungsweise
dem Endanschlag gehalten wird.
[0024] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Drehwinkelbegrenzung ein Anschlagelement
aufweist, das ausgehend von dem Blendrahmen die Begrenzungsarmdrehachse zumindest
bereichsweise umgreift. Der Endanschlag der Drehwinkelbegrenzung liegt insoweit an
dem Anschlagelement vor. Das Anschlagelement geht von dem Blendrahmen aus und umgreift
bis hin zu dem Endanschlag die Begrenzungsarmdrehachse zumindest bereichsweise. Das
Anschlagelement ist hierbei zum Beispiel Bestandteil der Drehlagerung oder bildet
diese mit aus. Beispielsweise stellt das Anschlagelement eine Gleitlageraufnahme für
ein Lagerelement dar, welches um die Begrenzungsarmdrehachse drehbar in der Gleitlageraufnahme
gleitend drehbar aufgenommen ist. Das Lagerelement und die Gleitlageraufnahme bilden
insoweit ein Gleitlager miteinander aus. Der Begrenzungsarm ist beispielsweise an
dem Lagerelement befestigt oder einstückig und/oder materialeinheitlich mit diesem
ausgestaltet. Das Lagerelement liegt in letzterem Fall als Teil des Begrenzungsarms
vor und ist integral mit diesem ausgeführt. Hierdurch wird eine besonders günstige
Ausgestaltung der Drehwinkelbegrenzung realisiert.
[0025] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Führungsschiene
an dem Flügelrahmen angeordnet oder Bestandteil einer Rollladeneinrichtung ist. Hierauf
wurde bereits hingewiesen. Bevorzugt liegt die Führungsschiene als Bestandteil der
Rollladeneinrichtung vor und verhindert insoweit ein zu weites Öffnen des Dachfensters,
insbesondere bei zumindest teilweise oder vollständig ausgefahrenem Rollladen.
[0026] Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Rollladeneinrichtung
eine Rollladenführungsschiene und einen mittels der Rollladenführungsschiene verfahrbar
geführten Rollladenpanzer aufweist, wobei die Rollladenführungsschiene um eine von
der Flügelrahmendrehachse beabstandete Rollladenführungsschienendrehachse drehbar
bezüglich des Blendrahmens gelagert ist und die Führungsschiene an der Rollladenführungsschiene
befestigt oder von ihr gebildet ist. Der Rollladen beziehungsweise die Rollladeneinrichtung
weist insoweit zumindest die Rollladenführungsschiene und den Rollladenpanzer auf.
Bevorzugt sind jedoch mehrere Rollladenführungsschienen vorgesehen, welche parallel
beabstandet zueinander angeordnet sind und eine Führung des Rollladenpanzers auf gegenüberliegenden
Seiten dienen. Beispielsweise greift der Rollladenpanzer einerseits in eine erste
der Rollladenführungsschienen und andererseits in eine zweite der Rollladenführungsschienen
ein.
[0027] Die Rollladenführungsschiene ist beziehungsweise die mehreren Rollladenführungsschienen
sind jeweils um die Rollladenführungsschienendrehachse drehbar gelagert, nämlich bezüglich
des Blendrahmens. Die Rollladenführungsschienendrehachse ist hierbei beabstandet,
insbesondere parallel beabstandet, von der Flügelrahmendrehachse angeordnet. Die Führungsschiene
ist an der Rollladenführungsschiene befestigt oder von ihr ausgebildet. Alternativ
kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass die Führungsschiene separat von der Rollladenführungsschiene
vorliegt. Besonders bevorzugt geht die Rollladenführungsschiene von einem Rollladenkasten
der Rollladeneinrichtung aus, in welchem der Rollladenpanzer in aufgerolltem Zustand
zumindest teilweise, insbesondere vollständig, angeordnet ist.
[0028] Die Rollladenführungsschiene kann starr mit dem Rollladenpanzer verbunden sein. In
diesem Fall ist die Rollladenführungsschiene gemeinsam mit dem Rollladenpanzer um
die Rollladenführungsschienendrehachse bezüglich des Blendrahmens drehbar gelagert.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Rollladenführungsschiene um die Rollladenführungsschienendrehachse
drehbar an dem Rollladenkasten gelagert ist, wohingegen dieser starr mit dem Blendrahmen
verbunden ist. Bei gemeinsam mit der Rollladenführungsschiene drehbar gelagertem Rollladenkasten
kann es vorgesehen sein, dass dieser durch eine Drehbewegung montiert wird. In diesem
Fall ist die Öffnungsbegrenzung des Dachfensters beziehungsweise die Drehwinkelbegrenzung
für den Begrenzungsarm derart ausgebildet, dass der Rollladenkasten nicht ungewollt
von dem Blendrahmen gelöst werden kann. Liegen mehrere Rollladenführungsschienen vor,
so sind die Ausführungen zu der Rollladenführungsschiene im Rahmen dieser Beschreibung
selbstverständlich auf jede der mehreren Rollladenführungsschienen jeweils analog
übertragbar.
[0029] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Begrenzungsarm
um die Begrenzungsarmdrehachse drehflexibel ist, sodass nach Begrenzung der Drehbewegung
des Begrenzungsarms bei einem ersten Flügelrahmendrehwinkel das Dachfenster bis zu
einem zweiten Flügelrahmendrehwinkel weiter geöffnet werden kann. In anderen Worten
gerät der Begrenzungsarm bereits bei dem ersten Flügelrahmendrehwinkel in Anlagekontakt
mit dem Endanschlag der Drehwinkelbegrenzung. Bei Vorliegen des Flügelrahmens in dem
ersten Flügelrahmendrehwinkel liegt der Begrenzungsarm auf einer Grenze des Begrenzungsarmdrehwinkelbereichs
vor und kann insoweit nicht weiter um die Begrenzungsarmdrehachse gedreht werden.
[0030] Weil jedoch der Begrenzungsarm hinsichtlich der Begrenzungsarmdrehachse drehflexibel
ist, kann das Dachfenster dennoch bis zu dem zweiten Flügelrahmendrehwinkel weiter
geöffnet werden, wobei der zweite Flügelrahmendrehwinkel weiter von der Geschlossenstellung
des Dachfensters entfernt ist als der erste Flügelrahmendrehwinkel. Auf diese Art
und Weise wird der harte Anschlag des Flügelrahmens am Ende des Flügelrahmendrehwinkelbereichs
verhindert. Vorzugsweise liegt der erste Flügelrahmendrehwinkel innerhalb des Flügelrahmendrehwinkelbereichs
und der zweite Flügelrahmendrehwinkel auf einer Grenze des Flügelrahmendrehwinkelbereichs.
[0031] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Begrenzungsarm einen
linear beweglich an der Führungsschiene gelagerten ersten Anlenkbereich, einen um
die Begrenzungsarmdrehachse drehbar bezüglich des Blendrahmens gelagerten zweiten
Anlenkbereich und einen den ersten Anlenkbereich mit dem zweiten Anlenkbereich verbindenden
Verbindungsbereich aufweist, wobei der Verbindungsbereich bezüglich des ersten Anlenkbereichs
und des zweiten Anlenkbereichs jeweils angewinkelt ist. Der Begrenzungsarm setzt sich
also aus mehreren Bereichen, nämlich dem ersten Anlenkbereich, dem zweiten Anlenkbereich
und dem Verbindungsbereich zusammen. Über den Verbindungsbereich sind die beiden Anlenkbereiche
miteinander verbunden, wobei vorzugsweise die beiden Anlenkbereiche jeweils unmittelbar
an den Verbindungsbereich angrenzen, nämlich auf gegenüberliegenden Seiten.
[0032] Jeder der Bereiche weist eine Längsmittelachse auf, wobei die Längsmittelachse des
Verbindungsbereichs bezüglich der Längsmittelachsen der beiden Anlenkbereiche jeweils
angewinkelt ist. Zwischen der Längsmittelachse des Verbindungsbereichs und der Längsmittelachse
des ersten Anlenkbereichs liegt insoweit ein Winkel vor, der größer als 0° und kleiner
als 180° ist. Analog liegt zwischen der Längsmittelachse des Verbindungsbereichs und
der Längsmittelachse des zweiten Anlenkbereichs ein Winkel vor, der ebenfalls größer
als 0° und kleiner als 180° ist. Die beiden Anlenkbereiche beziehungsweise ihre Längsmittelachsen
können parallel oder zumindest näherungsweise parallel zueinander angeordnet sein.
Sind die beiden Anlenkbereiche beziehungsweise ihre Längsmittelachsen zueinander angewinkelt,
so ist der Winkel zwischen ihnen kleiner als die Winkel zwischen dem Verbindungsbereich
und den beiden Anlenkbereichen. Mit einer derartigen Ausgestaltung des Begrenzungsarms
werden eine besonders drehflexible Ausgestaltung und ein besonders vorteilhaftes Begrenzungsverhalten
realisiert.
[0033] Schließlich kann im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen
sein, dass wenigstens einer der folgenden Bereichen mit einer Wabenstruktur und/oder
Rippenstruktur vorgesehen ist: erster Anlenkbereich, zweiter Anlenkbereich und Zwischenbereich.
Die Wabenstruktur und/oder Rippenstruktur zeichnet sich durch Stege aus, die Hohlräume
begrenzen. Die Hohlräume sind im Querschnitt gesehen mehreckig, insbesondere dreieckig.
Die Ausnehmungen sind randoffen in dem jeweiligen Bereich ausgebildet, durchgreifen
also den Begrenzungsarm wenigstens auf einer Seite. Das bedeutet, dass die Ausnehmung
als Sackausnehmung ausgebildet sein kann, welche einen Boden aufweist. Alternativ
kann die Ausnehmung als Durchgangsausnehmung vorliegen, welche den Begrenzungsarm
vollständig durchgreift. Beispielsweise ist es vorgesehen, dass die Wabenstruktur
und/oder Rippenstruktur nur in dem zweiten anliegenden Bereich und dem Zwischenbereich
vorliegt, insbesondere sich vollständig über den zweiten Anlenkbereich und den Zwischenbereich
erstreckt. Zusätzlich kann es vorgesehen sein, dass die Wabenstruktur auch in dem
ersten Anlenkbereich vorliegt, vorzugsweise lediglich teilweise in dem ersten Anlenkbereich
ausgebildet ist. Durch eine derartige Ausgestaltung des Begrenzungsarms wird eine
besonders hervorragende Drehflexibilität erzielt.
[0034] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Teildarstellung eines Dachfensters, mit einer Öffnungsbegrenzungseinrichtung
zur Begrenzung einer Drehbewegung eines Flügelrahmens bezüglich eines Blendrahmens,
wobei der Flügelrahmen in einer ersten Drehwinkelstellung bezüglich des Blendrahmens
dargestellt ist,
- Figur 2
- das bereits bekannte Dachfenster in einer schematischen Teildarstellung, wobei der
Flügelrahmen in einer zweiten Drehwinkelstellung vorliegt,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung eines Begrenzungsarms einer Öffnungsbegrenzungseinrichtung
für das Dachfenster in einer ersten Ausgestaltung, sowie
- Figur 4
- eine schematische Darstellung des Begrenzungsarms in einer zweiten Ausgestaltung.
[0035] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Bereichs eines Dachfensters
1, welches über einen Blendrahmen 2 und einen Flügelrahmen 3 verfügt. Der Flügelrahmen
3 ist bezüglich des Blendrahmens 2 um eine Flügelrahmendrehachse drehbar gelagert,
insbesondere an dem Blendrahmen 2. Der Blendrahmen 2 ist zur Montage an beziehungsweise
in einem Gebäude, insbesondere an beziehungsweise in einem Dach des Gebäudes vorgesehen
und ausgebildet. Das Dachfenster 1 weist weiterhin eine Rollladeneinrichtung 4 mit
wenigstens einer Rollladenführungsschiene 5 auf. Zudem verfügt das Dachfenster 1 über
eine Öffnungsbegrenzungseinrichtung 6, die der Begrenzung einer Drehbewegung des Flügelrahmens
3 bezüglich des Blendrahmens 2 um die hier nicht erkennbare Flügelrahmendrehachse
dient. Hierbei soll die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 6 die Drehbewegung des Flügelrahmens
3 auf einen bestimmten Flügelrahmendrehwinkelbereich beschränken.
[0036] Die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 6 verfügt über einen Begrenzungsarm 7, der einerseits
linear beweglich an einer Führungsschiene 8 gelagert beziehungsweise geführt ist.
Die Führungsschiene 8 dient der Öffnungsbegrenzung des Dachfensters 1. Hierzu ist
sie beispielsweise Bestandteil der Rollladenführungsschiene 5. Insbesondere bei zumindest
teilweise geschlossener Rollladeneinrichtung 4 wird die Rollladenführungsschiene 5
bei einer Öffnungsbewegung des Dachfensters 1 von dem Flügelrahmen 3 mitgenommen und
in Richtung einer Offenstellung des Flügelrahmens 3 gedrängt. Diese Bewegung der Rollladenführungsschiene
5 und mithin des Flügelrahmens 3 wird mithilfe der Öffnungsbegrenzungseinrichtung
6 begrenzt.
[0037] Auf seiner der Führungsschiene 8 abgewandten Seite ist der Begrenzungsarm 7 drehbeweglich
gelagert, nämlich um eine Begrenzungsarmdrehachse 9. Die drehbare Lagerung des Begrenzungsarms
7 ist bezüglich des Blendrahmens 2, insbesondere an dem Blendrahmen 2, vorgesehen.
Beispielsweise ist der Begrenzungsarm 7 mittels einer Drehlagerung 10 drehbar an dem
Blendrahmen 2 gelagert, wobei die Drehlagerung 10 eine Gleitlageraufnahme 11 sowie
ein Lagerelement 12 aufweist. Das Lagerelement 12 ist drehbar in der Gleitlageraufnahme
11 zur Ausbildung eines Gleitlagers aufgenommen. Das Lagerelement 12 ist beispielsweise
einstückig und materialeinheitlich mit dem Begrenzungsarm 7 ausgeführt. Die Gleitlageraufnahme
11 wird beispielsweise von einem Anschlagelement 13 ausgebildet, welches Bestandteil
einer Drehwinkelbegrenzung 14 für den Begrenzungsarm 7 ist.
[0038] Die Drehwinkelbegrenzung 14 dient zur Begrenzung einer Drehbewegung des Begrenzungsarms
7 um die Begrenzungsarmdrehachse 9 auf einen bestimmten Begrenzungsarmdrehwinkelbereich.
Hierzu verfügt das Anschlagelement 13 über einen Endanschlag 15, mit welchem der Begrenzungsarm
7 zur Begrenzung seiner Drehbewegung zusammenwirkt, insbesondere mit ihm in Anlagekontakt
gerät. In der hier dargestellten ersten Stellung des Flügelrahmens 3 liegt der Begrenzungsarm
7 innerhalb seines Begrenzungsarmdrehwinkelbereichs vor, sodass er auch von dem Endanschlag
15 beabstandet ist. Das Dachfenster 1 kann insoweit weiter geöffnet werden.
[0039] Die Figur 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung des Dachfensters 1, wobei
sich der Flügelrahmen 3 nun in einer zweiten Drehwinkelstellung befindet. Aufgrund
der Drehbewegung des Flügelrahmens 3 bezüglich des Blendrahmens 2 um die Flügelrahmendrehachse
aus der ersten Drehwinkelstellung in die hier gezeigte zweite Drehwinkelstellung ergibt
sich eine Drehbewegung des Begrenzungsarms 7 entsprechend des Pfeils 16. In der zweiten
Drehwinkelstellung des Flügelrahmens 3 liegt der Begrenzungsarm 7 an dem Endanschlag
15 an, sodass eine weitere Drehbewegung des Begrenzungsarms 7 um seine Begrenzungsarmdrehachse
9 unterbunden ist.
[0040] Entsprechend ist auch eine weitere Bewegung des Flügelrahmens 3 beziehungsweise ein
weiteres Öffnen des Dachfensters 1 nur begrenzt möglich, nämlich aufgrund einer Elastizität
beziehungsweise Flexibilität des Begrenzungsarms 7. Beispielsweise ist die Elastizität
des Begrenzungsarms 7 derart gewählt, dass nach dem Anlegen des Begrenzungsarms 7
an dem Endanschlag 15 ein geringfügiges weiteres Öffnen des Dachfensters 1 möglich
ist, in dessen Rahmen der Flügelrahmen 3 beispielsweise um einen Drehwinkel weiter
geöffnet werden kann, welcher mindestens 5° und höchstens 15° beträgt. Mit einer derartigen
Ausgestaltung der Öffnungsbegrenzungseinrichtung 6 wird ein hartes Anschlagen des
Flügelrahmens 3 an einem Endanschlag verhindert. Vielmehr wird der Flügelrahmen 3
aus seiner Öffnungsbewegung heraus sanft abgebremst.
[0041] Die Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung des Begrenzungsarms 7 in einer ersten
Ausführungsform. Es ist erkennbar, dass der Begrenzungsarm 7 aus mehreren Bereichen
besteht, nämlich einem ersten Anlenkbereich 17, einem zweiten Anlenkbereich 18 und
einem Verbindungsbereich 19. Die beiden Anlenkbereiche 17 und 18 sind über den Verbindungsbereich
19 miteinander verbunden. Über den ersten Anlenkbereich 17 ist der Begrenzungsarm
7 linear beweglich an der Führungsschiene 8 gelagert. Über den zweiten Anlenkbereich
18 ist die schwenkbewegliche Lagerung bezüglich des Blendrahmens 2 realisiert. Insbesondere
liegt das Lagerelement 12 in dem zweiten Anlenkbereich 18 vor. Erkennbar ist, dass
in dem ersten Anlenkbereich 17 eine Laufkatze 20 ausgebildet ist, welche der linearbeweglichen
Lagerung an der Führungsschiene 8 dient. Die Laufkatze 20 greift zur Führung vorzugsweise
in gegenüberliegende Führungsausnehmungen ein, welche beispielsweise Bestandteil einer
in der Führungsschiene 8 ausgebildeten Führungsnut sind.
[0042] Zur Herstellung einer hinreichenden Drehflexibilität des Begrenzungsarms 7 ist dieser
mit einer Rippenstruktur 21 versehen, welche sich durch Stege 22 auszeichnet, die
zwischen sich Ausnehmungen 23 einschließen. Sowohl von den Stegen 22 als auch von
den Ausnehmungen 23 sind lediglich einige beispielhaft gekennzeichnet. Die Ausnehmungen
23 sind im Schnitt gesehen vorzugsweise im Wesentlichen dreieckig. Die Anlenkbereiche
17 und 18 sind vorzugsweise jeweils bezüglich des Verbindungsbereichs 19 angewinkelt.
Gleichzeitig sind die Anlenkbereiche 17 und 18 parallel oder zumindest nahezu parallel
zueinander ausgerichtet. Dies erhöht die Drehflexibilität weiter.
[0043] Die Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Begrenzungsarms 7, welche für größere
Dachfenster 1 geeignet ist als die vorstehend erläuterte Ausführungsform. Es ist erkennbar,
dass die Winkel zwischen den Bereichen 17, 18 und 19 kleiner sind als bei der ersten
Ausführungsform. Hierdurch wird trotz der größeren Länge dieser Ausgestaltung des
Begrenzungsarms 8 im Vergleich zu der vorstehend beschriebenen eine ähnliche oder
dieselbe Drehflexibilität erzielt, sodass eine haptisch zumindest ähnliche Handhabung
unterschiedlich großer Dachfenster 1 erzielt wird.
1. Dachfenster (1), insbesondere Wohndachfenster, mit einem Blendrahmen (2) und einem
bezüglich des Blendrahmens (2) um wenigstens eine Flügelrahmendrehachse drehbar gelagerten
Flügelrahmen (3) und mit einer Öffnungsbegrenzungseinrichtung (6) zur Begrenzung einer
Drehbewegung des Flügelrahmens (3) bezüglich des Blendrahmens (2) auf einen bestimmten
Flügelrahmendrehwinkelbereich, wobei die Öffnungsbegrenzungseinrichtung (6) einen
Begrenzungsarm (7) aufweist, der einerseits linear beweglich an einer der Öffnungsbegrenzung
des Dachfensters (1) dienenden Führungsschiene (8) und andererseits um eine Begrenzungsarmdrehachse
(9) drehbar bezüglich des Blendrahmens (2) gelagert ist, gekennzeichnet durch eine Drehwinkelbegrenzung (14) für den Begrenzungsarm (7) zur Begrenzung einer Drehbewegung
des Begrenzungsarms (7) um die Begrenzungsarmdrehachse (9) auf einen bestimmten Begrenzungsarmdrehwinkelbereich.
2. Dachfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) an einer in der Führungsschiene (8) linear beweglich gelagerten
Laufkatze (20) befestigt oder drehbar gelagert ist.
3. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) bezüglich der Führungsschiene (8) innerhalb eines Führungsbereichs
linear frei verlagerbar ist, wobei der Begrenzungsarmdrehwinkelbereich derart gewählt
ist, dass bei einem Öffnen des Dachfensters (1) die Drehwinkelbegrenzung die Drehbewegung
des Begrenzungsarms (7) bezüglich des Blendrahmens (2) bei innerhalb des Führungsbereichs
vorliegendem Begrenzungsarm (7) begrenzt.
4. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbereich zumindest einseitig von einer Grenze begrenzt ist, insbesondere
in einer Öffnungsrichtung, in die der Begrenzungsarm (7) bei dem Öffnen des Dachfensters
(1) verlagert wird.
5. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwinkelbegrenzung (14) ein Anschlagelement (13) aufweist, das ausgehend von
dem Blendrahmen (2) die Begrenzungsarmdrehachse (9) zumindest bereichsweise umgreift.
6. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (8) an dem Flügelrahmen (3) angeordnet oder Bestandteil einer
Rollladeneinrichtung (4) ist.
7. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollladeneinrichtung (4) eine Rollladenführungsschiene (5) und einen mittels
der Rollladenführungsschiene (5) verfahrbar geführten Rollladenpanzer aufweist, wobei
die Rollladenführungsschiene (5) um eine von der Flügelrahmendrehachse beabstandete
Rollladenführungsschienendrehachse drehbar bezüglich des Blendrahmens (2) gelagert
ist und die Führungsschiene (8) an der Rollladenführungsschiene (5) befestigt oder
von ihr gebildet ist.
8. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) um die Begrenzungsarmdrehachse (9) drehflexibel ist, sodass
nach Begrenzung der Drehbewegung des Begrenzungsarms (7) bei einem ersten Flügelrahmendrehwinkel
das Dachfenster (1) bis zu einem zweiten Flügelrahmendrehwinkel weiter geöffnet werden
kann.
9. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) einen linear beweglich an der Führungsschiene (8) gelagerten
ersten Anlenkbereich (17), einen um die Begrenzungsarmdrehachse (9) drehbar bezüglich
des Blendrahmens (2) gelagerten zweiten Anlenkbereich (18) und einen den ersten Anlenkbereich
(17) mit dem zweiten Anlenkbereich (18) verbindenden Verbindungsbereich (19) aufweist,
wobei der Verbindungsbereich (19) bezüglich des ersten Anlenkbereichs (17) und des
zweiten Anlenkbereichs (18) jeweils angewinkelt ist.
10. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der folgenden Bereiche mit einer Wabenstruktur und/oder Rippenstruktur
(21) versehen ist: erster Anlenkbereich (17), zweiter Anlenkbereich (18) und Zwischenbereich
(19).
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Dachfenster (1), insbesondere Wohndachfenster, mit einem Blendrahmen (2) und einem
bezüglich des Blendrahmens (2) um wenigstens eine Flügelrahmendrehachse drehbar gelagerten
Flügelrahmen (3) und mit einer Öffnungsbegrenzungseinrichtung (6) zur Begrenzung einer
Drehbewegung des Flügelrahmens (3) bezüglich des Blendrahmens (2) auf einen bestimmten
Flügelrahmendrehwinkelbereich, wobei die Öffnungsbegrenzungseinrichtung (6) einen
Begrenzungsarm (7) aufweist, der einerseits linear beweglich an einer der Öffnungsbegrenzung
des Dachfensters (1) dienenden Führungsschiene (8) und andererseits um eine Begrenzungsarmdrehachse
(9) drehbar an dem Blendrahmen (2) gelagert ist, gekennzeichnet durch eine Drehwinkelbegrenzung (14) für den Begrenzungsarm (7) zur Begrenzung einer Drehbewegung
des Begrenzungsarms (7) um die Begrenzungsarmdrehachse (9) auf einen bestimmten Begrenzungsarmdrehwinkelbereich,
wobei ein Endanschlag die Drehbewegung des Begrenzungsarms (7) derart auf den Begrenzungsarmdrehwinkelbereich
begrenzt, dass ein Verlassen des Begrenzungsarmdrehwinkelbereichs in diejenige Drehrichtung
verhindert wird, die bei einem Öffnen des Dachfensters (1) auftritt.
2. Dachfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) an einer in der Führungsschiene (8) linear beweglich gelagerten
Laufkatze (20) befestigt oder drehbar gelagert ist.
3. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) bezüglich der Führungsschiene (8) innerhalb eines Führungsbereichs
linear frei verlagerbar ist, wobei der Begrenzungsarmdrehwinkelbereich derart gewählt
ist, dass bei einem Öffnen des Dachfensters (1) die Drehwinkelbegrenzung die Drehbewegung
des Begrenzungsarms (7) bezüglich des Blendrahmens (2) bei innerhalb des Führungsbereichs
vorliegendem Begrenzungsarm (7) begrenzt.
4. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbereich zumindest einseitig von einer Grenze begrenzt ist, insbesondere
in einer Öffnungsrichtung, in die der Begrenzungsarm (7) bei dem Öffnen des Dachfensters
(1) verlagert wird.
5. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwinkelbegrenzung (14) ein Anschlagelement (13) aufweist, das ausgehend von
dem Blendrahmen (2) die Begrenzungsarmdrehachse (9) zumindest bereichsweise umgreift.
6. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (8) an dem Flügelrahmen (3) angeordnet oder Bestandteil einer
Rollladeneinrichtung (4) ist.
7. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollladeneinrichtung (4) eine Rollladenführungsschiene (5) und einen mittels
der Rollladenführungsschiene (5) verfahrbar geführten Rollladenpanzer aufweist, wobei
die Rollladenführungsschiene (5) um eine von der Flügelrahmendrehachse beabstandete
Rollladenführungsschienendrehachse drehbar bezüglich des Blendrahmens (2) gelagert
ist und die Führungsschiene (8) an der Rollladenführungsschiene (5) befestigt oder
von ihr gebildet ist.
8. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) um die Begrenzungsarmdrehachse (9) drehflexibel ist, sodass
nach Begrenzung der Drehbewegung des Begrenzungsarms (7) bei einem ersten Flügelrahmendrehwinkel
das Dachfenster (1) bis zu einem zweiten Flügelrahmendrehwinkel weiter geöffnet werden
kann.
9. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsarm (7) einen linear beweglich an der Führungsschiene (8) gelagerten
ersten Anlenkbereich (17), einen um die Begrenzungsarmdrehachse (9) drehbar bezüglich
des Blendrahmens (2) gelagerten zweiten Anlenkbereich (18) und einen den ersten Anlenkbereich
(17) mit dem zweiten Anlenkbereich (18) verbindenden Verbindungsbereich (19) aufweist,
wobei der Verbindungsbereich (19) bezüglich des ersten Anlenkbereichs (17) und des
zweiten Anlenkbereichs (18) jeweils angewinkelt ist.
10. Dachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der folgenden Bereiche mit einer Wabenstruktur und/oder Rippenstruktur
(21) versehen ist: erster Anlenkbereich (17), zweiter Anlenkbereich (18) und Zwischenbereich
(19).