[0001] Die Erfindung betrifft ein Getriebe für eine Beschlaganordnung eines Fensters, einer
Tür oder dergleichen.
[0002] Derartige Getriebe dienen insbesondere dazu, eine Verstellbewegung, etwa eines Handgriffs
des Fensters, der Tür oder dergleichen, auf eine Beschlaganordnung, insbesondere ein
Beschlagelement der Beschlaganordnung, zu übertragen. Beispielsweise kann der Handgriff
zwischen verschiedenen Stellungen gedreht werden, wobei das Getriebe diese Stellbewegung
zu einem Verschieben einer Treibstange der Beschlaganordnung ableitet. Auf diese Weise
können mit der Treibstange gekoppelte Verriegelungselemente in jeweilige zugeordnete
Schließteile eingeführt oder aus diesen herausgeführt werden, um das Fenster, die
Tür oder dergleichen zu verriegeln oder für ein Öffnen freizugeben. Dabei weist das
Getriebe etwa ein Nusselement auf, das um eine Drehachse drehbar und beispielsweise
mit dem Handgriff koppelbar ist, damit es vom Handgriff zu einer Drehbewegung um die
Drehachse angetrieben werden kann. Die Drehbewegung des Nusselements kann dann direkt
zu einem Verstellen des Beschlagelements, etwa zu einem Verschieben der Treibstange
abgeleitet werden, beispielsweise indem ein radialer Umfangsabschnitt des Nusselements
mit der Treibstrange zusammenwirkt.
[0003] Das Getriebe kann somit den Handgriff mit der Beschlaganordnung, insbesondere mit
einer Treibstange der Beschlaganordnung, antriebswirksam koppeln, so dass ein Verstellen
des Handgriffs in eine bestimmte Verstellrichtung zu einem entsprechenden Verschieben
der Treibstange führt und ein Verstellen des Handgriffs in eine entgegengesetzte Verstellrichtung
zu einem entgegengesetzten Verschieben der Treibstange führt. Allerdings kann diese
antriebswirksame Kopplung des Handgriffs mit der Treibstange durch das Getriebe auch
zur Folge haben, dass umgekehrt eine von der Treibstange ausgehende Verstellbewegung
durch das Getriebe auf den Handgriff übertragen wird. Eine solche von der Treibstange
ausgehende Verstellbewegung kann beispielsweise bei einem Manipulationsversuch erfolgen,
etwa wenn versucht wird, das Fenster, die Tür oder dergleichen in unautorisierter
Weise, etwa von außen, zu öffnen.
[0004] Um die Möglichkeit derartiger Manipulationen zu verhindern, können an dem Fenster,
der Tür oder dergleichen von dem Getriebe separate zusätzliche Schließmechanismen
vorgesehen sein, die beispielsweise nur mittels eines Schlüssels betätigt werden können
und geeignet sind, die Beschlaganordnung in einer Verriegelungsstellung zu sperren.
Derartige Schließmechanismen sind jedoch aufwändig und erhöhen die Kosten für die
Beschlaganordnung.
[0005] Ein Getriebe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
EP 2 692 969 A1 bekannt.
[0006] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein Getriebe für eine Beschlaganordnung eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen bereitzustellen, das auf kostengünstige Weise eine Erhöhung
der Sicherheit des Fensters, der Tür oder dergleichen gegen Manipulationsversuche
bietet.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Getriebe mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0008] Dabei umfasst das Nusselement ein relativ zur Drehachse zwischen einer radialen Freigabestellung
und einer radialen Sperrstellung bewegliches Sicherungselement, wobei das Getriebe
dazu angepasst ist, dass das Sicherungselement bei einer von dem Nusselement ausgehenden
Verstellbewegung in die Freigabestellung gedrängt wird und bei einer von dem Beschlagelement
ausgehenden Verstellbewegung in die Sperrstellung gedrängt wird, und wobei das Getriebe
ferner einen Anschlag umfasst, der innerhalb einer der Sperrstellung entsprechenden
Bewegungsbahn des Sicherungselements und außerhalb einer der Freigabestellung entsprechenden
Bewegungsbahn des Sicherungselements angeordnet ist, um bei Vorliegen der Sperrstellung
ein Verstellen des Beschlagelements zu verhindern.
[0009] Für die Sicherungsfunktion des Getriebes, eine Verstellbewegung in eine Richtung
durch das Getriebe zu übertragen (nämlich wenn die Verstellbewegung von dem Nusselement
ausgeht), in die andere Richtung aber nicht (nämlich wenn die Verstellbewegung von
dem Beschlagelement ausgeht) ist das Sicherungselement somit wesentlich. Denn abhängig
davon, ob sich das Sicherungselement in der Freigabestellung oder in der Sperrstellung
befindet, wird das Getriebe für die Verstellbewegung freigegeben bzw. gesperrt. Dabei
wirkt das Sicherungselement nicht einfach als Schalter oder Indikator, sondern kann
je nach Stellung mit einem Anschlag, der etwa an einem Gehäuse des Getriebes ausgebildet
sein kann, zusammenwirken, um das Getriebe direkt zu sperren.
[0010] Welche Stellung das Sicherungselement jeweils einnimmt, wird dadurch beeinflusst,
von welchem Element eine durch das Getriebe zu übertragende Verstellbewegung ausgeht.
Wenn die Verstellbewegung vom Nusselement ausgeht, führt dies dazu, dass das Sicherungselement
in seine Freigabestellung gedrängt wird. Dies ist etwa der Fall, wenn das Nusselement
von einem mit dem Nusselement zu gemeinsamer Drehung gekoppelten Handgriff zu einer
Verstellbewegung angetrieben wird, die dann über das Getriebe zu einer Verstellbewegung
des Beschlagelements abgeleitet werden kann. Wenn dagegen die Verstellbewegung von
dem Beschlagelement ausgeht und folglich in umgekehrte Richtung durch das Getriebe
übertragen werden soll, führt dies dazu, dass das Sicherungselement in seine Sperrstellung
gedrängt wird. Dies ist in der Regel lediglich bei einer irregulären Betätigung der
Beschlaganordnung der Fall, die auf diese Weise zuverlässig verhindert werden kann.
[0011] Somit kann das Getriebe sozusagen eigenständig "unterscheiden", in welche Richtung
eine Verstellbewegung durch das Getriebe übertragen werden soll, und in Abhängigkeit
davon die Verstellbewegung tatsächlich übertragen oder gegen eine Übertragung der
Verstellbewegung gesperrt sein.
[0012] Die Freigabestellung und die Sperrstellung des Sicherungselements sind insofern radiale
Stellungen, als sie sich im Wesentlichen hinsichtlich ihres Abstandes zur Drehachse
unterscheiden, um die das Nusselement verstellbar ist, um das Beschlagelement zu verstellen.
Dadurch unterscheiden sich die jeweiligen Bewegungsbahnen des Sicherungselements,
wenn das Nusselement um die Drehachse verstellt wird. Eine der Sperrstellung entsprechende
Bewegungsbahn und eine der Freigabestellung entsprechende Bewegungsbahn des Sicherungselements
verlaufen somit im Wesentlichen kreisbogenförmig und konzentrisch zueinander.
[0013] Zur Sperrung der Übertragung einer Verstellbewegung in eine unerwünschte Übertragungsrichtung
ist an dem Getriebe ein Anschlag vorgesehen, der insbesondere positionsfest an einem
Gehäuse des Getriebes ausgebildet sein kann. Der Anschlag ist dabei außerhalb einer
der Freigabestellung entsprechenden Bewegungsbahn des Sicherungselements angeordnet,
d.h. außerhalb der Bewegungsbahn, die das Sicherungselement durchläuft, wenn es sich
in der Freigabestellung befindet und das Nusselement um die Drehachse verstellt wird.
Somit kann das Sicherungselement in der Freigabestellung an dem Anschlag vorbei geführt
werden, so dass das Nusselement ungehindert verstellt werden kann.
[0014] Allerdings befindet sich der Anschlag innerhalb einer der Sperrstellung entsprechenden
Bewegungsbahn des Sicherungselements, d.h. innerhalb derjenigen Bewegungsbahn, die
das Sicherungselement durchläuft bzw. ohne den Anschlag durchlaufen könnte, wenn sich
das Sicherungselement in der Sperrstellung befindet und das Nusselement um die Drehachse
verstellt wird. Da sich der Anschlag innerhalb dieser der Sperrstellung entsprechenden
Bewegungsbahn befindet, schlägt das Sicherungselement in der Sperrstellung bei einem
in Richtung des Anschlags gerichteten Verstellen des Nusselements gegen den Anschlag
an und sperrt somit das Getriebe.
[0015] Folglich wird durch das erfindungsgemäße Getriebe nicht nur verhindert, dass eine
von dem Beschlagelement ausgehende Verstellbewegung auf das Nusselement und von dort
beispielsweise auf einen Handgriff des Fensters, der Tür oder dergleichen übertragen
werden kann, sondern es wird erreicht, dass ein von dem Beschlagelement ausgehendes
Verstellen, etwa zum Öffnen des Fensters, der Tür oder dergleichen, insgesamt blockiert
wird. Auf diese Weise kann die Sicherheit des Fensters, der Tür oder dergleichen wesentlich
erhöht werden.
[0016] Das Getriebe kann auch mehrere solcher Anschläge umfassen. Dabei kann das Getriebe
derart ausgebildet sein, dass grundsätzlich eine Übertragung einer Verstellbewegung
vom Beschlagelement auf das Nusselement verhindert wird, während eine Übertragung
einer Verstellbewegung in umgekehrte Übertragungsrichtung von dem Nusselement auf
das Beschlagelement möglich ist. Es kann aber auch sein, dass eine Übertragung einer
Verstellbewegung von dem Beschlagelement auf das Nusselement lediglich ausgehend von
einer oder mehreren bestimmten Stellungen des Getriebes aus und/oder lediglich in
bestimmte Verstellrichtungen gesperrt wird.
[0017] Zur verstellwirksamen Kopplung mit dem Beschlagelement kann das Nusselement einen
Verzahnungsabschnitt aufweisen, der beispielsweise an einem Umfangsabschnitt des Nusselements
ausgebildet ist. Grundsätzlich kann das Nusselement zum Verstellen des Beschlagelements
auf vielfältig unterschiedliche Weise ausgebildet und mit dem Beschlagelement gekoppelt
sein. Eine besonders einfache und zugleich zuverlässige verstellwirksame Kopplung
des Nusselements mit dem Beschlagelement ergibt sich, wenn das Nusselement mit dem
Verzahnungsabschnitt in das Beschlagelement, insbesondere eine Treibstange der Beschlaganordnung,
zumindest bereichsweise eingreift. Dazu kann an dem Beschlagelement eine Gegenverzahnung
vorgesehen sein. Alternativ kann das Beschlagelement der Beschlaganordnung zumindest
bereichsweise als Leiterstruktur ausgebildet sein, so dass der Verzahnungsabschnitt
des Nusselements mit Sprossenabschnitten der Leiterstruktur zusammenwirken kann.
[0018] Vorzugsweise ist das Sicherungselement in die Freigabestellung vorgespannt. Auf diese
Weise liegt grundsätzlich die Freigabestellung des Sicherungselements vor und ist
das Getriebe folglich, ohne dass das Sicherungselement zunächst in die Freigabestellung
gedrängt werden müsste, zu einer Übertragung einer von dem Nusselement ausgehenden
Verstellbewegung geeignet. Die Vorspannung kann beispielsweise durch ein Federelement
bewirkt werden, das als Zug- oder Druckfeder, Spiralfeder, Tellerfeder, Federbügel
oder als sonstiges elastisches Element ausgebildet sein kann.
[0019] Erfindungsgemäß umfasst das Nusselement einen verstellbaren Mitnehmer und ein gegenüber
dem Mitnehmer verstellbares zum Verstellen des Beschlagelements ausgebildetes Stellelement,
wobei das Sicherungselement als Koppelelement ausgebildet ist, über das der Mitnehmer
und das Stellelement antriebswirksam miteinander koppelbar sind. Dabei ist das Koppelelement
gegenüber dem Mitnehmer und gegenüber dem Stellelement so beweglich angeordnet, dass
bei einem Verstellen des Mitnehmers gegenüber dem Stellelement das Koppelelement in
die Freigabestellung gedrängt wird, dass bei einem Verstellen des Stellelements gegenüber
dem Mitnehmer das Koppelelement in die Sperrstellung gedrängt wird und dass bei einem
jeweiligen weiteren Verstellen des Mitnehmers bzw. des Stellelements das Koppelelement
zusammen mit dem Mitnehmer und dem Stellelement verstellt wird.
[0020] Eine in das Getriebe eingehende Verstellbewegung kann somit von dem verstellbaren
Mitnehmer aufgenommen werden und über das Koppelelement auf das verstellbare Stellelement
übertragen werden, so dass das Koppelelement seinerseits die Verstellbewegung an das
Beschlagelement ausgeben kann, um das Beschlagelement, insbesondere eine Treibstange
der Beschlaganordnung, zu verstellen. Während das Nusselement üblicherweise einteilig
ausgebildet ist, so dass etwa ein Handgriff in das Nusselement eingreifen kann und
eine Drehbewegung des Handgriffs direkt, etwa mittels des genannten Verzahnungsabschnitts,
auf das Beschlagelement der Beschlaganordnung übertragen werden kann, sind erfindungsgemäß
zwei miteinander zusammenwirkende Getriebeelemente vorgesehen, nämlich ein Mitnehmer
und ein Stellelement.
[0021] Dabei sind der Mitnehmer und das Stellelement vorteilhafterweise nicht permanent
starr miteinander gekoppelt, sondern das Stellelement ist gegenüber dem Mitnehmer
verstellbar. Folglich können der Mitnehmer und das Stellelement auf unterschiedliche
Weise relativ zueinander ausgerichtet sein. Insbesondere ist der verstellbare Mitnehmer
somit auch gegenüber dem Stellelement verstellbar. Diese relative Verstellbarkeit
des Mitnehmers und des Stellelements gegenüber dem jeweils anderen ermöglicht eine
Unterscheidung, welches dieser Getriebeelemente das jeweils gerade antreibende und
welches das jeweils gerade angetriebene ist. Insbesondere kann das jeweils gerade
antreibende Getriebeelement dem jeweils anderen in Verstellbewegungsrichtung voranlaufen,
wie im Folgenden noch erläutert wird.
[0022] Die antriebswirksame Kopplung des Mitnehmers und des Stellelements erfolgt über ein
Koppelelement, das nicht starr an dem Mitnehmer oder dem Stellelement angeordnet ist,
sondern gegenüber dem Mitnehmer und gegenüber dem Stellelement beweglich ist. Diese
Beweglichkeit gegenüber dem Mitnehmer und dem Stellelement ist von der Verstellbewegung
zu unterscheiden, die das Koppelelement vollzieht, wenn es bei einem gekoppelten Verstellen
des Mitnehmers und des Stellelements mitverstellt wird. Denn die genannte Beweglichkeit
des Koppelelements ist eine hierzu zusätzliche Beweglichkeit relativ zu dem Mitnehmer
bzw. relativ zu dem Stellelement, wobei diese Beweglichkeit insbesondere in eine von
einer Verstellrichtung des Mitnehmers bzw. des Stellelements abweichenden Richtung
gegeben sein kann, da das Nusselement um die genannte Drehachse drehverstellt wird,
während das Koppelelement radial zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung
beweglich ist. Aufgrund dieser zusätzlichen Beweglichkeit kann das Koppelelement verschiedene
Stellungen relativ zu dem Mitnehmer bzw. zu dem Stellelement einnehmen, darunter die
genannte Freigabestellung und die davon verschiedene Sperrstellung.
[0023] Wenn beispielsweise der Mitnehmer zu einer Verstellbewegung angetrieben wird, kann
es sein, dass der Mitnehmer dadurch zunächst gegenüber dem Stellelement verstellt
wird und dem Stellelement somit sozusagen voranläuft, wodurch das Koppelelement in
die Freigabestellung gedrängt wird, und dass der Mitnehmer und das Koppelelement erst
nachgelagert zu gemeinsamer Verstellbewegung miteinander gekoppelt werden. Bei weiterem
Verstellen des Mitnehmers wird dann aufgrund der Kopplung das Stellelement zusammen
mit dem Mitnehmer verstellt, so dass insbesondere keine Änderung der relativen Ausrichtung
von Mitnehmer und Stellelement zueinander mehr erfolgt. Wenn umgekehrt das Stellelement
zu einer Verstellbewegung angetrieben wird, verläuft es ganz entsprechend. Das Stellelement
kann zunächst gegenüber dem Mitnehmer verstellt werden und ihm somit voranlaufen,
was dazu führt, dass das Koppelelement in die Sperrstellung gedrängt wird. Bei einem
weiteren Verstellen sind der Mitnehmer und das Stellelement dann zu gemeinsamer Verstellbewegung
miteinander gekoppelt. Grundsätzlich können der Mitnehmer und das Stellelement beabstandet
voneinander angeordnet sein. Vorteilhafterweise sind der Mitnehmer und das Stellelement
jedoch zumindest bereichsweise überlappend angeordnet. Auf diese Weise ist eine einfache
Kopplung des Mitnehmers und des Stellelements mittels des Koppelelements in einem
Überlappungsbereich des Mitnehmers und des Stellelements möglich.
[0024] Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass der Mitnehmer eine Mitnehmeraufnahme
aufweist und das Stellelement eine Stellelementaufnahme aufweist, wobei die Mitnehmeraufnahme
und die Stellelementaufnahme gemeinsam eine Kopplungsaufnahme bilden, in der das Koppelelement
aufgenommen ist. Insbesondere kann das Koppelelement von der Kopplungsaufnahme umschlossen
sein. Beispielsweise können die Mitnehmeraufnahme und die Stellelementaufnahme jeweils
im Wesentlichen U-förmig ausgebildet sein, wobei jeweilige Eintrittsöffnungen der
Mitnehmeraufnahme und der Stellelementaufnahme in unterschiedliche Richtungen, insbesondere
zur jeweils anderen Aufnahme hin, ausgerichtet sind. Die gemeinsame Kopplungsaufnahme
kann beispielsweise dadurch ausgebildet sein, dass die Mitnehmeraufnahme und die Stellelementaufnahme
aneinander anliegen oder an jeweiligen einander überlappenden Kopplungsabschnitten
des Mitnehmers bzw. des Stellelements ausgebildet sind. Die Kopplungsaufnahme weist
vorteilhafterweise Ausmaße auf, die eine Beweglichkeit des Koppelelements in der Kopplungsaufnahme
ermöglichen. Die Kopplungsaufnahme kann aber auch derart ausgebildet sein, dass sich
die Beweglichkeit des Koppelelements lediglich dadurch ergibt, dass sich die Mitnehmeraufnahme
und die Stellelementaufnahme relativ zueinander bewegen und sich die Lage der Kopplungsaufnahme
dadurch ändert.
[0025] Gemäß einer Weiterbildung bewirkt ein Verstellen des Mitnehmers gegenüber dem Stellelement
und/oder ein Verstellen des Stellelements gegenüber dem Mitnehmer ein Verändern der
Form der Kopplungsaufnahme. Insbesondere kann gerade diese Veränderung der Form der
Kopplungsaufnahme dazu führen, dass das Koppelelement in die Freigabestellung bzw.
die Sperrstellung gedrängt wird. Dabei ergibt sich die Form der Kopplungsaufnahme
insbesondere aus dem Zusammenwirken der jeweiligen Form der Mitnehmeraufnahme und
der Stellelementaufnahme. Beispielsweise können die Mitnehmeraufnahme und die Stellelementaufnahme
derart ausgebildet sein, dass die durch sie gebildete Kopplungsaufnahme in Abhängigkeit
von der relativen Ausrichtung des Mitnehmers und des Stellelements zueinander eine
Form aufweist, die ein Bewegen des Koppelelements in die Freigabestellung verhindert
oder ein Bewegen des Koppelelements in die Sperrstellung verhindert.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform weist die Mitnehmeraufnahme eine Mitnehmerflanke auf,
die bezogen auf eine zu einer Verstellrichtung des Mitnehmers senkrechten Ausrichtung
geneigt ausgerichtet ist. Alternativ oder zusätzlich weist die Stellelementaufnahme
eine Stellelementflanke auf, die bezogen auf eine zu einer Verstellrichtung des Stellelements
senkrechten Ausrichtung geneigt ausgerichtet ist. Bei der jeweiligen Verstellrichtung
handelt es sich insbesondere um eine auf die genannte Drehachse bezogene Umfangsrichtung.
Bei der Mitnehmerflanke und/oder der Stellelementflanke kann es sich um einen Kantenabschnitt
oder einen Randabschnitt der Mitnehmeraufnahme bzw. der Stellelementaufnahme handeln.
Insbesondere kann die Mitnehmerflanke und/oder die Stellelementflanke dazu dienen,
bei einem Verstellen des Mitnehmers bzw. des Stellelements das Koppelelement zu beaufschlagen
und für eine gemeinsame Verstellbewegung zu führen.
[0027] Dadurch, dass die Mitnehmerflanke bzw. die Stellelementflanke nicht senkrecht zur
Verstellrichtung ausgerichtet ist, sondern, insbesondere um einen Winkel kleiner als
45°, vorzugsweise kleiner als 30°, geneigt hierzu ausgerichtet ist, wird das Koppelelement
bei einem Verstellen des Mitnehmers bzw. des Stellelements nicht lediglich in Richtung
der Verstellrichtung mitgeführt, sondern erfährt (zumindest zunächst) auch eine Kraft
in zur Verstellrichtung laterale Richtung, insbesondere in bezogen auf die genannte
Drehachse radiale Richtung. Auf diese Weise kann ein Verstellen des Mitnehmers bzw.
des Stellelements dazu führen, dass das Koppelelement in die Freigabestellung oder
die Sperrstellung gedrängt wird und dass erst das weitere Verstellen des Mitnehmers
bzw. des Stellelements das Koppelelement zusammen mit dem Mitnehmer bzw. dem Stellelement
verstellt.
[0028] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Koppelelement in einer Richtung senkrecht
zu einer Verstellrichtung des Mitnehmers und/oder des Stellelements gegenüber dem
Mitnehmer und gegenüber dem Stellelement beweglich angeordnet ist. Die Freigabestellung
und die Sperrstellung des Koppelelements können sich dann insbesondere hinsichtlich
dieser senkrecht zu einer Verstellrichtung des Mitnehmers und/oder des Stellelements
ausgerichteten Beweglichkeit des Koppelelements unterscheiden. Die Bewegungsbahnen
des Koppelelements, die der Freigabestellung bzw. der Sperrstellung des Koppelelements
entsprechen, verlaufen dann beispielsweise mit einem im Wesentlichen konstanten Abstand
zueinander, der durch diese laterale Beweglichkeit zwischen der Freigabestellung und
der Sperrstellung definiert wird. Auf diese Weise ist es einfach möglich, einen Anschlag
innerhalb der der Sperrstellung entsprechenden Bewegungsbahn und außerhalb der der
Freigabestellung entsprechenden Bewegungsbahn des Koppelelements anzuordnen.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind der Mitnehmer und/oder das Stellelement
drehverstellbar. Auf diese Weise kann das Getriebe eine Drehbewegung, die etwa von
einem Handgriff des Fensters, der Tür oder dergleichen ausgehen kann, im Wesentlichen
direkt aufnehmen, beispielsweise durch direkte Kopplung des Handgriffs mit dem Mitnehmer,
und übertragen.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind der Mitnehmer und das Stellelement um
eine gemeinsame Drehachse drehverstellbar. Beispielsweise können der Mitnehmer und
das Stellelement gemeinsam nach Art eines herkömmlichen Nusselements ausgebildet sein,
wobei der Mitnehmer eine Aufnahme für einen Vierkant eines Handgriffs des Fensters,
der Tür oder dergleichen aufweisen kann, um eine Drehbewegung des Handgriffs aufzunehmen,
und das Stellelement mit dem Beschlagelement gekoppelt sein, um die Verstellbewegung
auf das Beschlagelement zu übertragen. Von einem herkömmlichen Nusselement unterscheiden
sich der Mitnehmer und das Stellelement dabei insbesondere durch die zweiteilige Ausführung
und die relative Verstellbarkeit des Stellelements gegenüber dem Mitnehmer bzw. die
relative Verstellbarkeit des Mitnehmers gegenüber dem Stellelement, die auf die genannte
Weise zu einem Sperren des Getriebes führen kann.
[0031] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Mitnehmer einen im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt aufweist und das Stellelement einen im Wesentlichen ringförmigen Querschnitt
aufweist, oder umgekehrt. Bei einer derartigen Ausführungsform sind der Mitnehmer
und das Stellelement vorteilhafterweise koaxial angeordnet. Dabei können der Mitnehmer
und/oder das Stellelement flächig ausgebildet sein, etwa nach Art einer Kreisscheibe
bzw. eines Rings. Der Mitnehmer und/oder das Stellelement können aber auch im Wesentlichen
als Zylinder bzw. Hohlzylinder ausgebildet sein. Beispielweise kann der Mitnehmer
im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet sein, während das Stellelement ringförmig
um den Mitnehmer angeordnet ist. Auf diese Weise ist eine besonders einfache Kopplung
zwischen dem Mitnehmer und dem Stellelement mittels eines dazwischen angeordneten
Koppelelements möglich.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Koppelelement einen im Wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt auf und ist insbesondere kugelförmig oder bolzenförmig ausgebildet.
Der kreisförmige Querschnitt ermöglicht ein einfaches Zusammenwirken des Koppelelements
mit dem Mitnehmer und/oder dem Stellelement, insbesondere mit der genannten Mitnehmerflanke
oder der genannten Stellelementflanke. Denn durch den kreisförmigen Querschnitt kann
das Koppelelement an Kanten oder Oberflächen des Mitnehmers bzw. des Stellelements
leicht abrollen und somit gut mitgeführt und insbesondere zwischen der Freigabestellung
und der Sperrstellung versetzt werden.
[0033] Bei einer alternativen Ausgestaltung eines dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden
Getriebes ist das Sicherungselement starr mit dem Nusselement verbunden, insbesondere
einteilig mit dem Nusselement, ausgebildet. Das Sicherungselement kann etwa als Abschnitt
an dem Nusselement ausgebildet sein. Eine derartige Ausgestaltung hat den Vorteil
der geringeren Komplexität gegenüber einem zwei- oder mehrteilig ausgebildeten Nusselement.
[0034] Dabei kann das Sicherungselement als ein Fortsatz des Nusselements ausgebildet sein,
der eine insbesondere radial ausgerichtete Anschlagfläche aufweist. Beispielsweise
kann sich der Fortsatz selbst im Wesentlichen radial erstrecken und kann eine bezüglich
dieser Erstreckung seitliche Fläche die Anschlagfläche bilden. Dabei ist die Anschlagfläche
vorteilhafterweise derart ausgerichtet, dass sie bei Vorliegen der Sperrstellung und
gleichzeitigem Verstellen des Nusselements an dem Anschlag anschlägt und somit eine
Übertragung einer Verstellbewegung durch das Getriebe blockierend mit dem Anschlag
zusammenwirkt. Hierzu ist eine im Wesentlichen radial ausgerichtete Anschlagfläche
besonders geeignet, da sie senkrecht zur Verstellbewegung des Nusselements, die in
Umfangsrichtung erfolgt, ausgerichtet ist.
[0035] Dadurch, dass das Sicherungselement starr mit dem Nusselement verbunden ist, wird
nicht nur einerseits bei einem Verstellen des Nusselements um die Drehachse auch das
Sicherungselement mitverstellt, sondern es wird auch andererseits bei einem Bewegen
des Sicherungselements zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung das Nusselement,
insbesondere translatorisch, bewegt. Die Drehachse, um die das Nusselement verstellbar
ist, muss sich dabei allerdings nicht zwangsläufig ebenfalls ändern. Wenn sich dass
Nusselement translatorisch bewegt, aber weiterhin um dieselbe Drehachse verstellbar
bleibt, ändert sich im Wesentlichen lediglich die Exzentrizität des Nusselements.
[0036] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn das Nusselement eine Vierkantaufnahme
zur Aufnahme eines quadratischen Vierkants eines Handgriffs des Fensters, der Tür
oder dergleichen aufweist, wobei die Vierkantaufnahme einen viereckigen, insbesondere
trapezförmigen oder rechteckigen, Querschnitt mit Kanten unterschiedlicher Länge aufweist,
um ein translatorisches Verstellen des Nusselements gegenüber dem Vierkant zu ermöglichen.
Dadurch dass die Vierkantaufnahme zur Aufnahme des quadratischen Vierkants des Handgriffs
ihrerseits nicht ebenfalls quadratisch ist, sondern Kanten unterschiedlicher Länge
aufweist, ergibt sich Spiel zwischen dem Handgriff und dem Nusselement. Die Vierkantaufnahme
kann dabei gerade derartig ausgebildet sein, dass das Spiel eine translatorische Bewegung
des Nusselements, insbesondere radial zur Drehachse, ermöglicht, ohne dass dabei die
drehverstellwirksame Kopplung des Vierkants mit der Vierkantaufnahme verloren geht.
Beispielsweise kann die Vierkantaufnahme im Wesentlichen rechteckig mit zwei längeren
und zwei kürzeren Kanten sein, wobei die Länge der kürzeren Kanten im Wesentlichen
der Kantenlänge des Vierkants des Handgriffs entspricht. Dann kann das Nusselement
auch bei aufgenommenem Vierkant parallel zu den längeren Kanten um eine durch den
Abstand der kürzeren Kanten definierte Strecke bewegt werden. Die drehverstellwirksame
Kopplung des Vierkants in der Vierkantaufnahme bleibt dabei aber erhalten. Wenn ferner
die beiden längeren Kanten geringfügig gewinkelt zueinander ausgerichtet sind, die
Vierkantaufnahme also trapezförmig ist, ist die translatorische Beweglichkeit des
Nusselements vereinfacht, da sich ein zusätzliches Spiel zwischen der Vierkantaufnahme
und einem aufgenommenen Vierkant in Drehrichtung ergibt.
[0037] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der genannten alternativen Ausbildung des Getriebes
ist das Nusselement zumindest in einer Geschlossenstellung des Getriebes translatorisch
zwischen einer Normalstellung, in der eine Mittelachse des Nusselements mit der genannten
Drehachse zusammenfällt, und einer Versatzstellung, in der die Mittelachse des Nusselements
von der Drehachse beabstandet ist, beweglich. Die Mittelachse des Nusselements bildet
dabei insbesondere eine Rotationssymmetrieachse des Nusselements. Dabei muss diese
Rotationssymmetrie nicht perfekt sein, sondern es reicht, dass bei Rotation des Nusselements
um die Mittelachse das Nusselement im Wesentlichen auf sich selbst abgebildet wird.
Beispielsweise kann das Nusselement an einem Umfangsabschnitt eine Verzahnung aufweisen,
die im Wesentlichen entlang eines Kreisbogens angeordnet ist, durch dessen Mittelpunkt
die Mittelachse des Nusselements definiert sein kann. Das Nusselement kann auch selbst
im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet sein bzw. im Wesentlichen kreisförmige
Querschnitte aufweisen, so dass die Mittelachse durch diese Geometrien definiert sein
kann.
[0038] Wenn sich das Nusselement in der Normalstellung befindet, fällt die Mittelachse mit
der Drehachse, um die das Nusselement verstellbar ist, zusammen, so dass das Nusselement
also im Wesentlichen koaxial zur Drehachse ausgerichtet ist. Aus dieser Normalstellung
kann das Nusselement translatorisch in eine Versatzstellung bewegt werden, wodurch
es exzentrisch zur Drehachse angeordnet wird. Diese Beweglichkeit zwischen der Normalstellung
und der Versatzstellung entspricht dabei insbesondere der Beweglichkeit des Sicherungselements
zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung. Denn wenn das Sicherungselement
starr mit dem Nusselement verbunden ist, wird durch das Bewegen des Nusselements in
eine exzentrische Stellung das Sicherungselement in seinem radialen Abstand zur Drehachse
verändert. Somit durchläuft das Sicherungselement bei einer Drehverstellbewegung des
exentrischen Nusselements in dessen Versatzstellung eine andere Bewegungsbahn, insbesondere
eine Bewegungsbahn mit vergrößertem Radius, als bei einer Drehverstellbewegung des
konzentrisch zur Drehachse angeordneten Nusselements in dessen Normalstellung.
[0039] Unter Geschlossenstellung des Getriebes ist hierbei eine Stellung des Getriebes zu
verstehen, aus der heraus eine von dem Beschlagelement ausgehende Verstellbewegung
nicht durch das Getriebe hindurch übertragen werden, sondern vielmehr verhindert werden
soll. Dabei handelt es sich insbesondere um eine Stellung, in der das Beschlagelement,
etwa eine Treibstange der Beschlaganordnung, eine Verriegelung des Fensters, der Tür
oder dergleichen bewirkt. Die Geschlossenstellung des Getriebes entspricht dabei insbesondere
einer bestimmten Drehstellung des Nusselements. Dabei ist es denkbar, dass das Nusselement
lediglich in dieser bestimmten Drehstellung oder in dazu höchstens geringfügig, etwa
um weniger als 30°, insbesondere weniger als 20°, vorzugsweise weniger als 10°, gedrehten
Drehstellungen aus der Normalstellung translatorisch in die Versatzstellung beweglich
ist.
[0040] Die Einschränkung auf einen Winkelbereich, in welchem das Nusselement zusätzlich
zu seiner Drehverstellbarkeit um die Drehachse auch translatorisch zwischen der Normalstellung
und der Versatzstellung beweglich ist, kann sich beispielsweise durch die Form einer
Vierkantaufnahme des Nusselements im Zusammenwirken mit einem darin aufgenommenen
Vierkant mit quadratischem Querschnitt ergeben. Die Vierkantaufnahme kann etwa trapezförmig
mit zwei einander gegenüberliegenden parallelen Kanten (Grundseiten) und zwei einander
gegenüberliegenden nicht-parallelen Kanten (Schenkel) ausgebildet sein. Dabei wird
durch den Abstand zwischen den Grundseiten der Abstand zwischen der Normalstellung
und der Versatzstellung des Nusselements festgelegt. Durch den Winkel zwischen den
Schenkeln wird hingegen der mögliche Winkelbereich um die genannte Geschlossenstellung
herum, in dem das Nusselement translatorisch zwischen der Normalstellung und der Versatzstellung
bewegt werden kann, festgelegt.
[0041] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn ein auf die genannte alternative Weise ausgebildetes
Getriebe ein Federelement umfasst, welches das Nusselement in die Normalstellung vorspannt.
Auf diese Weise kann das Getriebe durch das Federelement im Wesentlichen in einem
Zustand gehalten werden, in dem das Getriebe funktional einem herkömmlichen Getriebe
entspricht. Dann kann beispielsweise lediglich, wenn versucht wird, das Getriebe mit
einer von dem Beschlagelement ausgehenden Verstellbewegung zu betätigen, das Nusselement
automatisch gegen die Federvorspannung in die Versatzstellung gedrängt werden. Dabei
werden auch das Sicherungselement aus der Freigabestellung in die Sperrstellung gedrängt
und das Getriebe insgesamt gegen diese zu verhindernde manipulative Betätigung blockiert.
[0042] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der genannten alternativen Ausbildung des Getriebes
umfasst das Nusselement einen als axialen Zapfen ausgebildeten Kopplungsabschnitt,
der im Wesentlichen zylinderförmig ist und eine Mantelfläche aufweist, wobei die Mantelfläche
in Umfangsrichtung eine Stufe aufweist und der Radius der Mantelfläche ansonsten in
Umfangsrichtung, insbesondere monoton, variiert. Der Kopplungsabschnitt kann dann
das genannte Sicherungselement bilden, wobei insbesondere die Stufe in der Mantelfläche
die genannte Anschlagfläche des Sicherungselements bildet.
[0043] Der Kopplungsabschnitt kann beispielsweise im Querschnitt eine im Wesentlichen spiralförmige
Außenkante, die der Mantelfläche entspricht, aufweisen, so dass der Radius der Außenkante
ausgehend von der Stufe in eine Umlaufrichtung kontinuierlich abnimmt oder zumindest
bereichsweise abnimmt und in den übrigen Bereichen nicht zunimmt (bzw. in entgegengesetzte
Umlaufrichtung kontinuierlich zunimmt oder zumindest bereichsweise zunimmt und in
den übrigen Bereichen nicht abnimmt). Des Weiteren kann der Radius der Außenkante
des Querschnitts bzw. der Mantelfläche ausgehend von der Stufe zunächst über einen
Winkelbereich von etwa 270° konstant bleiben und im Verlauf der übrigen 90° demgegenüber
verringert sein, insbesondere kontinuierlich abnehmen.
[0044] Gemäß einer Weiterbildung weist das Getriebe, insbesondere ein Gehäuse des Getriebes,
eine Führungsaufnahme zur Aufnahme des Kopplungsabschnitts des Nusselements auf, wobei
die Führungsaufnahme eine radiale Führungsfläche aufweist, an der die Mantelfläche
des Kopplungsabschnitts zumindest teilweise anliegt, wenn der Kopplungsabschnitt in
der Führungsaufnahme aufgenommen ist, und wobei die Führungsfläche und die Mantelfläche
derart zusammenwirken, dass das Nusselement einerseits um die Drehachse verstellbar
und andererseits in Abhängigkeit von der Drehstellung des Nusselements auch translatorisch
beweglich gelagert ist.
[0045] Mit anderen Worten kann das Nusselement über den Kopplungsabschnitt und die Führungsaufnahme
in dem Getriebe verstellbar und beweglich gelagert sein. Dabei kann durch die Form
des Kopplungsabschnitt und die Form der Führungsaufnahme, insbesondere durch den Verlauf
der Mantelfläche des Kopplungsabschnitts und den Verlauf der Führungsfläche, genau
definiert werden, welche Bewegungen das Nusselement ausführen kann. So kann beispielsweise
eine im Wesentlichen zylinderförmige Ausbildung des Kopplungsabschnitts ein Drehverstellen
des Nusselements, zumindest wenn sich das Nusselement in der Normalstellung befindet
und insbesondere der Kopplungsabschnitt dadurch koaxial zur Drehachse angeordnet ist,
zulassen. Die Führungsaufnahme kann einen Querschnitt aufweisen, der gleichartig zu
dem des Kopplungsabschnitts ausgebildet ist, also etwa eine ähnliche Stufung des Radius
aufweist, wobei in eine radiale Richtung zwischen der Mantelfläche des Kopplungsabschnitts
und der Führungsfläche der Führungsaufnahme Spiel vorgesehen sein kann, um eine translatorische
Bewegung des Nusselementes in diese Richtung zumindest dann zuzulassen, wenn der Kopplungsabschnitt
in Bezug auf seine Drehstellung relativ zur Führungsaufnahme geeignet ausgerichtet
ist, wie es beispielsweise in der genannten Geschlossenstellung des Getriebes der
Fall sein kann.
[0046] Das Nusselement kann auch zwei oder mehr Kopplungsabschnitte, etwa jeweils eine an
axial entgegengesetzten Seiten des Nusselements, aufweisen, die in jeweilige Führungsaufnahmen
des Getriebes aufgenommen werden können, um das Nusselement in dem Getriebe zu lagern.
Wenn mehrere Kopplungsabschnitte und/oder Führungsaufnahmen vorgesehen sind, müssen
die Kopplungsabschnitte bzw. die Führungsaufnahmen nicht zwangsläufig gleichartig
ausgebildet sein. Beispielsweise kann es ausreichen, wenn lediglich einer der Kopplungsabschnitte
als Sicherungselement ausgebildet ist, etwa indem die Mantelfläche dieses Kopplungsabschnitt
eine Stufe aufweist, die als Anschlagfläche zum Zusammenwirken mit dem genannten Anschlag
des Getriebes dient.
[0047] Grundsätzlich unabhängig von den vorstehend beschriebenen Getrieben wird zudem ein
Getriebe für eine Beschlaganordnung eines Fensters, einer Tür oder dergleichen offenbart,
das ein um eine Drehachse verstellbares Nusselement umfasst, welches zum Verstellen
eines Beschlagelements, insbesondere einer Treibstange, der Beschlaganordnung ausgebildet
ist. Dabei umfasst das Nusselement ein relativ zur Drehachse zwischen einer radialen
Freigabestellung und einer radialen Sperrstellung bewegliches Sicherungselement. Ferner
ist das Getriebe dazu angepasst, dass das Sicherungselement bei einer von dem Nusselement
ausgehenden Verstellbewegung in die Freigabestellung gedrängt wird und bei einer von
dem Beschlagelement ausgehenden Verstellbewegung in die Sperrstellung gedrängt wird,
und umfasst ferner einen Anschlag, der innerhalb einer der Sperrstellung entsprechenden
Bewegungsbahn des Sicherungselements und außerhalb einer der Freigabestellung entsprechenden
Bewegungsbahn des Sicherungselements angeordnet ist, um bei Vorliegen der Sperrstellung
ein Verstellen des Beschlagelements zu verhindern. Das Getriebe kann, muss aber nicht
zwingend eines oder mehrere Merkmale eines der vorstehend beschriebenen Getriebe aufweisen.
[0048] Insbesondere kann bei dem Getriebe vorgesehen sein, dass das Nusselement einen verstellbaren
Mitnehmer und ein gegenüber dem Mitnehmer verstellbares und zum Verstellen des Beschlagelements
ausgebildetes Stellelement umfasst, wobei das Sicherungselement als Koppelelement
ausgebildet ist, über das der Mitnehmer und das Stellelement antriebswirksam miteinander
koppelbar sind, und wobei das Koppelelement gegenüber dem Mitnehmer und gegenüber
dem Stellelement so beweglich angeordnet ist, dass bei einem Verstellen des Mitnehmers
gegenüber dem Stellelement das Koppelelement in die Freigabestellung gedrängt wird,
dass bei einem Verstellen des Stellelements gegenüber dem Mitnehmer das Koppelelement
in die Sperrstellung gedrängt wird, und dass bei einem jeweiligen weiteren Verstellen
des Mitnehmers bzw. des Stellelements das Koppelelement zusammen mit dem Mitnehmer
und dem Stellelement verstellt wird.
[0049] Nachfolgend wird die Erfindung lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die Figuren
näher erläutert.
- Fig. 1A bis 1C
- zeigen eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Getriebes in einer Seitenansicht,
wobei in den Figuren unterschiedliche Stellungen des Getriebes dargestellt sind und
die Fig. 1B und 1C Detailvergrößerungen umfassen.
- Fig. 2A bis 2C
- zeigen eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes in einer vereinfachten
schematischen Darstellung, wobei in den Figuren unterschiedliche Stellungen des Getriebes
dargestellt sind.
- Fig. 3A und 3B
- zeigen eine alternative Ausgestaltung eines Getriebes in perspektivischen Explosionsansichten.
- Fig. 4A bis 4F
- zeigen das in Fig. 3A gezeigte Getriebe in Ansichten von unten mit teilweise transparent
dargestellten Elementen.
[0050] In den Fig. 1A bis 1C ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes 11
an einer Beschlaganordnung 13 angeordnet dargestellt. Die Beschlaganordnung 13 umfasst
eine Treibstange 15 und eine Stulpschiene 17, die länglich und parallel zueinander
ausgerichtet sind. Das Getriebe 11 weist ein Getriebegehäuse 19 auf, das die Treibstange
15 und die Stulpschiene 17 teilweise umschließt, um die Treibstange 15 und die Stulpschiene
17 an dem Getriebe 11 zu lagern.
[0051] Das Getriebe 11 umfasst ein Nusselement 20, das als Mitnehmer 21 und Stellelement
23 ausgebildet ist. Der Mitnehmer 21 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet
und drehbar um eine Drehachse D in dem Getriebe 11 gelagert, die der Zylinderachse
des Mitnehmers 21 entspricht. Der Mitnehmer 21 weist eine entlang der Drehachse D
ausgerichtete Vierkantaufnahme 25 zur Aufnahme eines Vierkants eines nicht dargestellten
Handgriffs auf. Auf diese Weise kann der Handgriff mit dem Mitnehmer 21 gekoppelt
werden, um den Mitnehmer 21 zu einer Drehverstellbewegung anzutreiben. Der Mitnehmer
21 weist ferner an axialen Randbereichen einen gegenüber einem axialen Mittelbereich
vergrößerten Außendurchmesser auf.
[0052] Das Stellelement 23 ist hohlzylindrisch ausgebildet und koaxial mit dem Mitnehmer
21 um den genannten Mittelbereich des Mitnehmers 21 herum angeordnet. Dabei weist
das Stellelement 23 eine im Vergleich zum Mitnehmer 21 geringere axiale Erstreckung
auf. Das Stellelement 23 ist um die Drehachse D drehverstellbar. Insbesondere ist
das Stellelement 23 dabei auch gegenüber dem Mitnehmer 21 verstellbar.
[0053] In den genannten axialen Randbereichen des Mitnehmers 21 ist der Außendurchmesser
des Mitnehmers 21 größer als der Innendurchmesser des Stellelements 23. In diesen
Randbereichen überlappen daher der Mitnehmer 21 und das Stellelement 23 axial, wodurch
das Stellelement 23 axial an dem Mitnehmer 21 festgelegt ist und von diesem nicht
heruntergleiten kann.
[0054] Das Stellelement 23 weist an einer äußeren Mantelfläche einen Verzahnungsabschnitt
27 auf, der sich in Umfangsrichtung etwa über die Hälfte des Umfangs des Stellelements
23 erstreckt. Dieser Verzahnungsabschnitt 27 greift in einen leiterartig ausgebildeten
Eingriffsabschnitt 29 der Treibstange 15 ein, so dass die Treibstange 15 durch eine
Drehverstellbewegung des Stellelements 23 zu einem Verschieben entlang ihrer Längserstreckung
angetrieben werden kann.
[0055] Der Mitnehmer 21 weist in einem Bereich, an dem er axial mit dem Stellelement 23
überlappt, eine Mitnehmeraufnahme 31 auf, die im Wesentlichen U-förmig ausgebildet
und in Richtung radial nach außen geöffnet ist. Zumindest bereichsweise mit dieser
Mitnehmeraufnahme 31 überlappend ist an einer inneren Mantelfläche des Stellelements
23 eine Stellelementaufnahme 33 ausgebildet, die ebenfalls im Wesentlichen U-förmig
ausgebildet ist, jedoch radial nach innen geöffnet und somit entgegengesetzt zur Mitnehmeraufnahme
31 ausgerichtet ist.
[0056] Dadurch, dass die Mitnehmeraufnahme 31 und die Stellelementaufnahme 33 bereichsweise
überlappen, bilden sie eine gemeinsame Kopplungsaufnahme 35, in der als Sicherungselement
ein Koppelelement 37 aufgenommen ist. Das Koppelelement 37 ist als Bolzen mit rundem
Querschnitt ausgebildet und ist mit einer Längsachse im Wesentlichen parallel zur
Drehachse D ausgerichtet.
[0057] Da die Kopplungsaufnahme 35 durch Überlagerung der Mitnehmeraufnahme 31 und der Stellelementaufnahme
33 gebildet ist, ist die Form der Kopplungsaufnahme 35 abhängig von der relativen
Stellung des Mitnehmers 21 und des Stellelements 23 relativ zueinander. In einer in
Fig. 1A dargestellten mittleren Stellung der Mitnehmeraufnahme 31 und der Stellelementaufnahme
33 ist das Koppelelement 37 bezogen auf die Drehachse D radial in der Kopplungsaufnahme
35 beweglich und kann radial nach innen in eine Freigabestellung (vgl. Fig. 1B) oder
radial nach außen in eine Sperrstellung (vgl. Fig. 1C) bewegt werden.
[0058] Ein Verstellen des Mitnehmers 21 gegenüber dem Stellelement im Uhrzeigersinn (bezogen
auf die in den Fig. 1A bis 1C vorliegende Blickrichtung) führt dazu, dass die Kopplungsaufnahme
35 die in der Vergrößerung der Fig. 1B dargestellte Form einnimmt. Dabei läuft der
Mitnehmer 21 dem Stellelement 23 hinsichtlich der Verstellbewegung um die Drehachse
D voraus, so dass eine an der Mitnehmeraufnahme 31 ausgebildete Mitnehmerflanke 39
das Koppelelement 37 beaufschlagt. Bezogen auf die Verstellbewegung in Umfangsrichtung
um die Drehachse D ist die Mitnehmerflanke 39 derart geneigt ausgerichtet, dass das
Koppelelement 37 lateral nach innen gedrängt wird. Das Koppelelement 37 nimmt daher
die in Fig. 1B gezeigte Freigabestellung ein. Insbesondere hat sich dabei die Form
der Kopplungsaufnahme 35 derart geändert, dass das Koppelelement 37 in der Freigabestellung
gehalten wird und diese nicht mehr verlassen kann.
[0059] Wenn umgekehrt das Stellelement 23 gegenüber dem Mitnehmer 21 im Uhrzeigersinn (bezogen
auf die Blickrichtung in den Fig. 1A bis 1C) verstellt wird, läuft das Stellelement
23 dem Mitnehmer 21 voran, so dass anstelle der Mitnehmerflanke 39 eine an der Stellelementaufnahme
33 ausgebildete Stellelementflanke 41 das Koppelelement 37 beaufschlagt. Die Stellelementflanke
41 ist ähnlich zu der Mitnehmerflanke 39 bezogen auf die in Umfangsrichtung erfolgende
Verstellbewegung geneigt ausgerichtet. Im Unterschied zu der Mitnehmerflanke 39 ist
die Neigung der Stellelementflanke 41 jedoch gerade umgekehrt ausgerichtet, so dass
das Koppelelement 37 bezogen auf die Drehachse D radial nach außen gedrängt wird und
somit die in Fig. 1C dargestellte Sperrstellung einnimmt.
[0060] Wie insbesondere in den Vergrößerungen der Fig. 1B und 1C zu erkennen ist, weist
das Getriebe 11 einen Anschlag 43 auf. Der Anschlag 43 ist positionsfest angeordnet
und mit dem Getriebegehäuse 19 verbunden. Dabei ist der Anschlag 43 derart in dem
Getriebe 11 angeordnet, dass ausgehend von der in Fig. 1C gezeigten Stellung ein weiteres
Verstellen des Stellelement 23 im Uhrzeigersinn dazu führt, dass das Koppelelement
37 gegen den Anschlag 43 geführt wird und daher an dem Anschlag 43 anschlägt. Dadurch
wird ein weiteres Verstellen des Stellelements im Uhrzeigersinn blockiert, so dass
trotzt der antriebswirksamen Kopplung des Stellelements 23 mit dem Mitnehmer 21 über
das Koppelelement 37 ein von dem Stellelement 23 ausgehendes Verstellen des Getriebes
11 nicht möglich ist. Auf diese Weise kann also verhindert werden, dass eine Krafteinwirkung
auf die Beschlaganordnung 13, insbesondere auf die Treibstange 15 der Beschlaganordnung
13, durch das Getriebe 11 übertragen wird. Ein von der Treibstange 15 ausgehendes
Verschieben der Treibstange 15 wird durch das Getriebe 11 sogar gesperrt.
[0061] Dagegen ist der Anschlag 43 derart in dem Getriebe 11 angeordnet, dass in der Freigabestellung
das Koppelelement 37 nicht auf den Anschlag 43 trifft, sondern an dem Anschlag 43
vorbeigeführt werden kann. Somit wird durch den Anschlag 43 die Verstellbarkeit des
Mitnehmers 21 und des Stellelements 23 bei Vorliegen der Freigabestellung nicht eingeschränkt.
Daher kann, etwa ausgehend von der in Fig. 1B gezeigten Stellung, der Mitnehmer 21
weiter im Uhrzeigersinn verstellt werden, wodurch aufgrund der Kopplung über das Koppelelement
37 auch das Stellelement 23 zusammen mit dem Mitnehmer 21 gleichermaßen im Uhrzeigersinn
verstellt wird. Der Mitnehmer 21 und das Stellelement 23 wirken in diesem Fall gemeinsam
wie eine herkömmliche Nuss und übertragen beispielsweise eine von dem nicht dargestellten
Handgriff auf den Mitnehmer 21 übertragene Verstellbewegung auf die Beschlaganordnung
13.
[0062] Zur besseren Veranschaulichung ist in den Fig. 2A bis 2C eine der in den Fig. 1A
bis 1C gezeigten Ausführungsform ähnliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes
11 schematisch und insofern stark vereinfacht dargestellt, als jeweils lediglich der
Mitnehmer 21 (schraffiert), das Stellelement 23, das Koppelelement 37 und der Anschlag
43 dargestellt sind. Der Mitnehmer 21 überlappt mit einem radial äußeren Abschnitt
einen radial inneren Abschnitt des Stellelements 23, dessen verdeckte Randflächen
gestrichelt dargestellt sind.
[0063] Die Fig. 2A bis 2C zeigen drei unterschiedliche Stellungen des Getriebes 11, die
sich insbesondere in der relativen Ausrichtung des Mitnehmers 21 und des Stellelements
23 zueinander unterscheiden. Dabei entsprechen die in den Fig. 2A, 2B und 2C gezeigten
Stellungen im Wesentlichen den in Fig. 1A, 1B bzw. 1C gezeigten Stellungen.
[0064] In Fig. 2A ist die relative Ausrichtung des Mitnehmers 21 und des Stellelements 23
so, dass die aus der Überlagerung der Mitnehmeraufnahme 31 und der Stellelementaufnahme
33 gebildete Kopplungsaufnahme 35 eine Form aufweist, die eine Beweglichkeit des in
der Kopplungsaufnahme 35 aufgenommenen Koppelelements 23 in radialer Richtung ermöglicht.
Wenn ausgehend von dieser Stellung der Mitnehmer 21 im Gegenuhrzeigersinn gegenüber
dem Stellelement um die Drehachse D verstellt wird, drängt die Mitnehmerflanke 39
das Koppelelement 37 radial nach innen, bis die in Fig. 2B gezeigte Stellung erreicht
ist. Das Koppelelement 37 befindet sich dann in der Freigabestellung. Bei einem weiteren
Verstellen des Mitnehmers 21 im Gegenuhrzeigersinn sind der Mitnehmer 21 und das Stellelement
23 dann über das Koppelelement 37 gekoppelt und werden gemeinsam im Gegenuhrzeigersinn
verstellt. Dabei durchläuft das Koppelelement 37 in der Freigabestellung eine Bewegungsbahn,
die das Koppelelement 37 an dem Anschlag 43 vorbeiführt. Der Mitnehmer 21 und das
Stellelement 23 können somit uneingeschränkt zur Übertragung einer Verstellbewegung
von dem Handgriff (nicht dargestellt) auf die Beschlaganordnung (nicht dargestellt)
verstellt werden.
[0065] Wird dagegen ausgehend von der in Fig. 2A gezeigten Stellung das Stellelement 23
gegenüber dem Mitnehmer 21 im Gegenuhrzeigersinn um die Drehachse D verstellt, wird
das Koppelelement 37 durch die Stellelementflanke 41 radial nach außen in die in Fig.
2C gezeigte Sperrstellung gedrängt. Aufgrund des Vorliegens dieser Sperrstellung des
Koppelelements 37 kann das Stellelement 23 dann nicht weiter verstellt werden. Denn
der Anschlag 43 ist innerhalb der Bewegungsbahn angeordnet, die das Koppelelement
37 in der Sperrstellung bei einem weiteren Verstellen des Stellelements 23 durchlaufen
würde. Somit schlägt das Koppelelement 37 an den Anschlag 43 an und verhindert auf
diese Weise, dass das Stellelement 23 weiter verstellt werden kann und somit auch
dass die Verstellbewegung des Stellelements 23 auf den Mitnehmer 21 übertragen wird.
[0066] Dabei kann die Sperrung vergleichsweise unmittelbar nach einem Verstellen des Stellelements
23 gegenüber dem Mitnehmer 21 erfolgen, indem der Anschlag 43 nahe an der Position
angeordnet wird, in der sich das Koppelelement 37 befindet, wenn sich der Mitnehmer
21 und das Stellelement 23 in der zu sperrenden Stellung (die beispielsweise einer
Geschlossenstellung der Beschlaganordnung 13 entspricht) befinden. Dies ist etwa bei
der in den Fig. 2A bis 2C gezeigten Ausführungsform der Fall. Es kann aber auch ein
Verstellen des Stellelements 23 in gewissem Umfang zugelassen werden, wobei lediglich
verhindert wird, dass das Stellelement 23 und somit auch der von diesem angetriebene
Mitnehmer 21 eine vollständige Verstellbewegung durchlaufen. Dies ist bei der in den
Fig. 1A bis 1C gezeigten Ausführungsform der Fall. Denn ausgehend von der in Fig.
1A gezeigten Stellung können der Mitnehmer 21 und das Stellelement 23 in die in der
Fig. 1B bzw. 1C gezeigte Stellung unabhängig davon verstellt werden, ob sich das Koppelelement
37 in der Freigabestellung oder der Sperrstellung befindet. Erst ein weiteres Verstellen
über die in Fig. 1B bzw. 1C gezeigte Stellung hinaus, ist lediglich dann möglich,
wenn die Verstellbewegung von dem Mitnehmer 21 ausgeht und sich das Koppelelement
37 in der Freigabestellung (Fig. 1B) befindet, so dass es an dem Anschlag 43 vorbeigeführt
wird.
[0067] In den Fig. 3A und 3B ist eine alternative Ausgestaltung eines Getriebes 11 dargestellt.
Dabei sind das zweiteilig ausgebildete Getriebegehäuse 19', 19", das Nusselement 20
und (in Fig. 3A) das als Federbügel ausgebildete Federelement 45 separat voneinander
dargestellt. Die Darstellungen der Fig. 3A und 3B unterscheiden sich im Wesentlichen
dadurch, dass das Nusselement 20 im einen Fall von oben und im anderen Fall von unten
zu sehen ist, wobei das Federelement 45 der Oberseite des Nusselements 20 zugeordnet
ist.
[0068] Das Nusselement 20 ist im Wesentlichen als flache Zylinderscheibe ausgebildet und
weist an einem den Zylindermantel bildenden Umfangsabschnitt einen Verzahnungsabschnitt
27 zum Eingriff in eine nicht dargestellte Treibstange 15 auf, die in einer Längsführung
47 des Getriebegehäuses 19', 19" aufgenommen werden kann. In axiale Richtung weist
das Nusselement 20 zu beiden Seiten einen jeweiligen als kurzen Zapfen ausgebildeten
Kopplungsabschnitt 49, 49' auf, wobei der in Fig. 3A nach oben ausgerichtete Kopplungsabschnitt
49 eine Mantelfläche 51 aufweist.
[0069] Wie in Fig. 3A zu erkennen ist, ist der Radius der Mantelfläche 51 nicht konstant,
sondern variiert in Umfangsrichtung und weist eine Stufe 53 auf. Ausgehend von der
Stufe 53 nimmt der Radius dabei über etwa 90° zu und bleibt dann über die übrigen
etwa 270° konstant. Durch die Stufe 53 wird in der Mantelfläche 51 eine radial ausgerichtete
Anschlagfläche 55 ausgebildet. Eine weitere Anschlagfläche 55' ergibt sich zudem durch
eine Seitenfläche eines zahnähnlichen, aber nicht zum Verzahnungsabschnitt 27 gehörigen
Fortsatzes 57 am genannten Umfangsabschnitt des Nusselements 20.
[0070] Die beiden Teile 19', 19" des Getriebegehäuses 19 weisen jeweilige kreisrunde Durchgangsöffnungen
59, 59' auf, die zu den Außenseiten des Gehäuses 19 hin eine Durchmesserverringerung
aufweisen. Dadurch bilden die jeweils übrigen Abschnitte der Durchgangsöffnungen 59,
59' jeweilige Führungsaufnahmen 61, 61' für die Kopplungsabschnitte 49, 49'. Wenn
die beiden Teile 19', 19" des Getriebegehäuses 19 miteinander verbunden sind und das
Nusselement 20 darin aufgenommen ist, wird das Nusselement 20 daher mit seinen Kopplungsabschnitten
49, 49' in den Führungsaufnahmen 61, 61' drehbar um die Drehachse D gelagert. Dabei
fallen sowohl die Zylinderachse der Kopplungsabschnitte 49, 49' (die bei dem Kopplungsabschnitt
49 auf den größten Radius der Mantelfläche 51 bezogen ist) als auch die damit identische
Mittelachse M des Nusselements 20, die durch den kreisbogenförmigen Verlauf des Verzahnungsabschnitts
27 definiert ist, in einer Normalstellung des Nusselements 20 mit der Drehachse D
zusammen.
[0071] Die Führungsaufnahmen 61, 61' sind dabei gegenüber den Kopplungsabschnitten 49, 49'
derart ausgebildet, dass das Nusselement 20 nicht lediglich um die Drehachse D drehbar
gelagert ist, sondern auch translatorisch radial zur Drehachse D aus der genannten
Normalstellung in eine Versatzstellung bewegt werden kann. Dazu ist eine als Führungsfläche
63 ausgebildete jeweilige Innenfläche der Führungsaufnahmen 61, 61' von einem kreisrunden
Verlauf abweichend ausgebildet.
[0072] Das Nusselement 20 weist ferner eine Vierkantaufnahme 25 zur Aufnahme eines Vierkants
mit quadratischem Querschnitt eines nicht dargestellten Handgriffs auf. Die Vierkantaufnahme
25 ist trapezförmig ausgebildet mit zwei kürzeren einander gegenüberliegenden parallelen
Kanten 65, 65' (Grundseiten, siehe Fig. 4A) und zwei längeren einander gegenüberliegenden
nicht-parallelen Kanten 65", 65'" (Schenkel, siehe Fig. 4A), die in einem Winkel von
weniger als 20°, beispielsweise weniger als 10°, insbesondere etwa 5°, zueinander
ausgerichtet sind. Wie oben erläutert ermöglich die Form der Vierkantaufnahme dem
Nusselement 20, translatorisch, im Wesentlichen entlang des Verlaufs der Schenkel
65", 65"', bewegt zu werden, auch wenn ein Vierkant koaxial zur Drehachse D in der
Vierkantaufnahme 25 aufgenommen ist.
[0073] Die Führungsaufnahme 61 für den Kopplungsabschnitt 49, der die gestufte Mantelfläche
51 aufweist, umfasst weiterhin einen Halterungsabschnitt 67 für das Federelement 45.
Dabei wird das Federelement 45, das an einem Ende einen geschwungenen Drängabschnitt
69 aufweist, derart in dem Halterungsabschnitt 65 gelagert, dass es über den Drängabschnitt
69 das Nusselement 20 im Wesentlichen radial mit einer Federvorspannung beaufschlagen
kann, die das Nusselement 20 in Richtung der genannten Normalstellung, in der die
Mittelachse M mit der Drehachse D zusammenfällt, drängt und somit in der Regel in
der Normalstellung hält.
[0074] In den Fig. 4A bis 4F ist das Getriebe gemäß Fig. 3A in einer Ansicht von unten dargestellt.
Dabei ist der untere Teil 19" des Getriebegehäuses 19 nicht gezeigt und das Nusselement
20 transparent dargestellt. Zur Veranschaulichung sind Teile des Getriebegehäuse 19'
diagonal schraffiert dargestellt. Der axial zentrale Abschnitt des Nusselements 20,
der auch den Verzahnungsabschnitt 27 umfasst, ist zudem vertikal schraffiert und der
obere Kopplungsabschnitt 49 des Nusselements 20, der die gestufte Mantelfläche 51
umfasst, ist horizontal schraffiert dargestellt. Das Federelement 45 ist schwarz hervorgehoben.
[0075] Die Fig. 4A bis 4F zeigen das Getriebe 11 in verschiedenen Stellungen. Dabei zeigen
die Fig. 4A bis 4C Stellungen, die sich ergeben, wenn das Getriebe ausgehend von der
in Fig. 4A gezeigten Ausgangsstellung, die einer Geschlossenstellung des Getriebes
11 entspricht, durch eine von dem Nusselement 20 ausgehende Verstellbewegung verstellt
wird. Dagegen zeigen die Fig. 4D bis 4F Stellungen, die sich ergeben, wenn das Getriebe
ausgehend von der in Fig. 4D (die zu Fig. 4A identisch ist) gezeigten Ausgangsstellung
durch eine von dem Beschlagelement 15 (nicht dargestellt) ausgehende Verstellbewegung
verstellt wird.
[0076] Wenn die Verstellbewegung von dem Nusselement 20 ausgeht, etwa indem ein über einen
Vierkant in der Vierkantaufnahme 25 aufgenommener Handgriff betätigt wird, erfährt
das Nusselement 20 ein Drehmoment, welches das Nusselement 20 um die Drehachse D antreibt.
In der in Fig. 4A gezeigten Ausgangsstellung greift der Verzahnungsabschnitt 27 in
eine Leiterstruktur einer nicht dargestellten Treibstange 15 ein. Aufgrund der Ausbildung
des Verzahnungsabschnitts 27 und der Leiterstruktur ist dabei ausgehend von der gezeigten
Ausgangsstellung eine Drehung des Nusselements 20 ausschließlich gegen den Uhrzeigersinn
(bezogen auf die Blickrichtung in Fig. 4A bis 4F) möglich.
[0077] Das auf das Nusselement 20 wirkende Drehmoment führt dazu, dass das Nusselement 20
um die Drehachse D gedreht wird, wobei der Kopplungsabschnitt 49 mit seiner Mantelfläche
51 an der Führungsfläche 63 der Führungsaufnahme 61 geführt wird. Infolge der Drehung
des Nusselements 20 wird die Anschlagfläche 55 gegen den Drängabschnitt 69 des Federelements
45 bewegt und drängt diesen gegen die Federvorspannung radial nach außen, wodurch
das gesamte Federelement 45 nach außen gedehnt wird (vgl. Fig. 4B und 4C). Bei dieser
Drehung verbleibt das Nusselement 20 in seiner Normalstellung, d.h. es wird nicht
translatorisch aus der koaxialen Anordnung mit der Drehachse D heraus versetzt. Somit
durchläuft die Anschlagfläche 55 des Kopplungsabschnitts 49 eine Bewegungsbahn, die
an einem in dem Gehäuseteil 19' ausgebildeten Anschlag 43 vorbeiführt. Da der Anschlag
43 außerhalb dieser Bewegungsbahn der Anschlagfläche 55 angeordnet ist, kann das Nusselement
20 ungehindert aus der in Fig. 4A gezeigten Stellung über die in Fig. 4B gezeigte
Stellung in die in Fig. 4C gezeigte Stellung verstellt werden, so dass darüber auch
die Treibstange 15 (hier nicht dargestellt) verstellt werden kann.
[0078] An dem Gehäuse 19 ist zudem ein weiterer Anschlag 43' ausgebildet, der mit der genannten
an dem Fortsatz 57 ausgebildeten weiteren Anschlagfläche 55' zusammenwirken kann.
In der Normalstellung des Nusselements 20 wird allerdings auch die weitere Anschlagfläche
55' an dem weiteren Anschlag 43' vorbeiführt, so dass der Anschlag 43' das Verstellen
des Nusselements 20 um die Drehachse D nicht blockiert.
[0079] Wenn hingegen, wie in den Fig. 4D bis 4F dargestellt ist, eine durch das Getriebe
11 zu übertragende Verstellbewegung von der hier nicht dargestellten Treibstange 15
ausgeht, greift zunächst kein Drehmoment an dem Nusselement 20 an, sondern wird das
Nusselement 20 durch das Verschieben der Treibstange 15 zunächst mit einer linear
(in den Fig. 4D bis 4F nach unten) gerichteten Kraft beaufschlagt. Dadurch wird das
Nusselement 20 aus seiner in Fig. 4D gezeigten Normalstellung zunächst translatorisch
in eine Versatzstellung versetzt. In dieser Versatzstellung ist das Nusselement 20
mit seiner Mittelachse M exzentrisch zur Drehachse D angeordnet. Das translatorische
Versetzen des Nusselements 20 wird dabei durch die Form der Führungsaufnahmen 61,
61' sowie die Form der Vierkantaufnahme 25 ermöglicht.
[0080] Ein weiteres Verschieben der Treibstange 15 führt dann dazu, dass das nun exzentrisch
in der Versatzstellung angeordnete Nusselement 20 gegen den Uhrzeigersinn um die Drehachse
D gedreht wird. Allerdings durchlaufen bei dieser Drehung aufgrund der Versatzstellung
die Anschlagflächen 55, 55' andere Bewegungsbahnen als in der Normalstellung, so dass
nun sowohl der Anschlag 43 innerhalb der Bewegungsbahn der Anschlagfläche 55 des Kopplungsabschnitts
49 angeordnet ist als auch der Anschlag 43' innerhalb der Bewegungsbahn der Anschlagfläche
55' des Fortsatz 57 angeordnet ist. Das von der Treibstange 15 ausgehende Verstellen
des Nusselements 20 hat daher zur Folge, dass die Anschlagflächen 55, 55' gegen die
jeweiligen Anschläge 43, 43' geführt werden. Somit kann zwar ein Verstellen des Nusselements
20 aus der in Fig. 4D gezeigten Ausgangsstellung über die in Fig. 4E gezeigte Stellung
in die in Fig. 4F gezeigte Stellung erfolgen. Ein weiteres von der Treibstange 15
ausgehendes Verstellen ist aber nicht möglich, da wie in Fig. 4F gezeigt die Anschlagfläche
55' des Fortsatzes 57 an dem Anschlag 43' anschlägt und so das Getriebe blockiert.
[0081] Zugleich wirken auch die Anschlagfläche 55 und der Anschlag 43 blockierend zusammen,
auch wenn sie nicht unmittelbar aneinander anliegen. Denn durch den Drängabschnitt
69 des Federelement 45, der zwischen der Anschlagfläche 55 und dem Anschlag 43 eingespannt
wird, ist eine weitere Drehung des Nusselements 20 zumindest gehemmt. Falls der Fortsatz
57 brechen sollte, wird durch die Anschlagfläche 55 und den Anschlag 43 außerdem ein
weiterhin zuverlässiges Blockieren des Getriebes 11 gewährleistet.
[0082] Wenn von der Treibstange 15 keine Kraft mehr auf das Nusselement 20 ausgeübt wird,
wird aufgrund der Federvorspannung des Federelements 45 das Nusselement 20 aus der
in Fig. 4F gezeigten Stellung bis zurück in die in Fig. 4D gezeigte Ausgangsstellung
verstellt und somit wieder in die Normalstellung überführt. Nach einem Manipulationsversuch
ist das Getriebe 11 somit für eine reguläre Betätigung gemäß Fig. 4A bis 4C wieder
uneingeschränkt einsatzbereit.
[0083] Die dargestellten Beispiele zeigen anschaulich, dass das jeweilige Getriebe 11 auf
einfache Weise "unterscheiden" kann, in welche Richtung eine Verstellbewegung durch
das Getriebe 11 hindurch übertragen werden soll, indem das Sicherungselement 37, 49,
57 abhängig davon, ob die Verstellbewegung von dem Nusselement 20 oder dem Beschlagelement
15 ausgeht, in die Freigabestellung oder die Sperrstellung gedrängt wird, wodurch
auf einfache und zuverlässige Weise eine Übertragung der Verstellbewegung durch das
Getriebe 11 zugelassen bzw. verhindert werden kann.
Bezugszeichenliste
[0084]
- 11
- Getriebe
- 13
- Beschlaganordnung
- 15
- Treibstange
- 17
- Stulpschiene
- 19, 19', 19"
- Getriebegehäuse
- 20
- Nusselement
- 21
- Mitnehmer
- 23
- Stellelement
- 25
- Vierkantaufnahme
- 27
- Verzahnungsabschnitt
- 29
- Eingriffsabschnitt
- 31
- Mitnehmeraufnahme
- 33
- Stellelementaufnahme
- 35
- Kopplungsaufnahme
- 37
- Koppelelement
- 39
- Mitnehmerflanke
- 41
- Stellelementflanke
- 43, 43'
- Anschlag
- 45
- Federelement
- 47
- Längsführung
- 49, 49'
- Kopplungsabschnitt
- 51
- Mantelfläche
- 53
- Stufe
- 55, 55'
- Anschlagfläche
- 57
- Fortsatz
- 59, 59'
- Durchgangsöffnung
- 61, 61'
- Führungsaufnahme
- 63
- Führungsfläche
- 65, 65', 65", 65"'
- Kante
- 67
- Halterungsabschnitt
- 69
- Drängabschnitt
- D
- Drehachse
- M
- Mittelachse
1. Getriebe (11) für eine Beschlaganordnung (13) eines Fensters, einer Tür oder dergleichen,
mit einem um eine Drehachse (D) verstellbaren Nusselement (20), das zum Verstellen
eines Beschlagelements (15), insbesondere einer Treibstange, der Beschlaganordnung
(13) ausgebildet ist,
wobei das Nusselement (20) ein relativ zur Drehachse (D) zwischen einer radialen Freigabestellung
und einer radialen Sperrstellung bewegliches Sicherungselement (37) umfasst,
wobei das Getriebe (11) dazu angepasst ist, dass das Sicherungselement (37) bei einer
von dem Nusselement (20) ausgehenden Verstellbewegung in die Freigabestellung gedrängt
wird und bei einer von dem Beschlagelement (15) ausgehenden Verstellbewegung in die
Sperrstellung gedrängt wird,
wobei das Getriebe (11) ferner einen Anschlag (43) umfasst, der innerhalb einer der
Sperrstellung entsprechenden Bewegungsbahn des Sicherungselements (37) und außerhalb
einer der Freigabestellung entsprechenden Bewegungsbahn des Sicherungselements (37)
angeordnet ist, um bei Vorliegen der Sperrstellung ein Verstellen des Beschlagelements
(15) zu verhindern,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Nusselement (20) einen verstellbaren Mitnehmer (21) und ein gegenüber dem Mitnehmer
(21) verstellbares und zum Verstellen des Beschlagelements (15) ausgebildetes Stellelement
(23) umfasst,
wobei das Sicherungselement als Koppelelement (37) ausgebildet ist, über das der Mitnehmer
(21) und das Stellelement (23) antriebswirksam miteinander koppelbar sind,
wobei das Koppelelement (37) gegenüber dem Mitnehmer (21) und gegenüber dem Stellelement
(23) so beweglich angeordnet ist,
- dass bei einem Verstellen des Mitnehmers (21) gegenüber dem Stellelement (23) das
Koppelelement (37) in die Freigabestellung gedrängt wird,
- dass bei einem Verstellen des Stellelements (23) gegenüber dem Mitnehmer (21) das
Koppelelement (37) in die Sperrstellung gedrängt wird, und
- dass bei einem jeweiligen weiteren Verstellen des Mitnehmers (21) bzw. des Stellelements
(23) das Koppelelement (37) zusammen mit dem Mitnehmer (21) und dem Stellelement (37)
verstellt wird,
wobei der Mitnehmer (21) eine Mitnehmeraufnahme (31) aufweist und das Stellelement
(23) eine Stellelementaufnahme (33) aufweist, wobei die Mitnehmeraufnahme (31) und
die Stellelementaufnahme (33) gemeinsam eine Kopplungsaufnahme (35) bilden, in der
das Koppelelement (37) aufgenommen ist.
2. Getriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Nusselement (20) einen Verzahnungsabschnitt (27) zur verstellwirksamen Kopplung
mit dem Beschlagelement (15) aufweist.
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (37) in die Freigabestellung vorgespannt ist.
4. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlag (43) an einem Gehäuse (19) des Getriebes (11) ausgebildet ist.
5. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mitnehmer (21) und das Stellelement (23) zumindest bereichsweise überlappend angeordnet
sind.
6. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Verstellen des Mitnehmers (21) gegenüber dem Stellelement (23) und/oder ein Verstellen
des Stellelements (23) gegenüber dem Mitnehmer (21) ein Verändern der Form der Kopplungsaufnahme
(35) bewirkt.
7. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mitnehmeraufnahme (31) eine Mitnehmerflanke (39) aufweist, die bezogen auf eine
zu einer Verstellrichtung des Mitnehmers (21) senkrechten Ausrichtung geneigt ausgerichtet
ist und/oder dass die Stellelementaufnahme (33) eine Stellelementflanke (41) aufweist,
die bezogen auf eine zu einer Verstellrichtung des Stellelements (23) senkrechten
Ausrichtung geneigt ausgerichtet ist.
8. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Koppelelement (37) in einer Richtung senkrecht zu einer Verstellrichtung des Mitnehmers
(21) und/oder des Stellelements (23) gegenüber dem Mitnehmer (21) und gegenüber dem
Stellelement (23) beweglich angeordnet ist.
9. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mitnehmer (21) und/oder das Stellelement (23) drehverstellbar sind.
10. Getriebe nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mitnehmer (21) und das Stellelement (23) um die Drehachse (D) drehverstellbar
sind.
11. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mitnehmer (21) einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist und das
Stellelement (23) einen im Wesentlichen ringförmigen Querschnitt aufweist, oder umgekehrt,
wobei der Mitnehmer (21) und das Stellelement (23) insbesondere koaxial angeordnet
sind.
12. Getriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Koppelelement (37) einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist und
insbesondere kugelförmig oder bolzenförmig ausgebildet ist.