TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebewandanordnung mit zumindest einem
Flügel, der in einem Führungskanal einer in einem Gebäudeboden versenkbaren Laufschiene
verschiebbar gelagert ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Schiebewandanordnungen mit zumindest einem Flügel, der in einer im Gebäudeboden versenkbaren
Laufschiene gelagert und entlang dieser verschiebbar ist, sind allgemein bekannt.
Sie ermöglichen einen weiten Durchblick und können ohne Schwellen und mit einem vergleichsweise
kleinen Rahmenanteil hergestellt werden. Aufgrund der Versenkung der unteren Laufschiene
im Boden ist ein profilloser Übergang der Flügel zum Boden möglich. Dadurch ist eine
maximale Lichtöffnung möglich. Die Flügel sind meist mehrfach verglast und besitzen
in der Regel ein umlaufendes Profil.
[0003] Bei solchen Schiebewänden ist eine gute Wärmeisolation und Schallisolation wesentlich.
Die Laufschienen solcher Schiebewände bestehen deshalb in der Regel aus wenigstens
zwei Profilen, beispielsweise Aluminiumprofilen, die über wärmedämmende Verbindungselemente
miteinander fest verbunden sind. Die Trennung durch solche in der Regel aus Kunststoff
bestehenden Verbindungselementen ermöglicht eine wirksame wärmetechnische Trennung
der beiden Profile, in denen jeweils ein Flügel verschiebbar geführt ist. Bei versenkten
Laufschienen ist zudem eine wirkungsvolle Drainage wesentlich.
[0004] Zunehmend werden solche Schiebewände mit dickeren Flügeln erstellt, die eine noch
bessere Wärme- und Schallisolation ermöglichen sollen. Entsprechend müssen die Führungskanäle
breiter hergestellt werden, damit in diesen diese breiteren Schiebewände versenkt
werden können. Solche breite Führungskanäle sind aber insbesondere aus ästhetischer
Sicht eher unerwünscht. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass solche breite Führungskanäle
bei der Benutzung von Schuhen mit schmalen Absätzen ungünstig sind. Je nach Land gibt
es zudem Normen für behindertengerechtes Bauen, welche die Dimensionen von Schwellen
und Bodenöffnungen beschränken.
[0005] Im Stand der Technik sind deshalb beispielsweise durch die
JP 2001311362 und die
DE 28 44 877 Führungskanäle bekannt geworden, die eine Klappe aufweisen, welche bei geöffneter
Tür nach unten geklappt werden und welche die obere Öffnung des entsprechenden Führungskanals
abdecken. Um die Tür wieder schliessen zu können, muss diese Klappe wieder verschwenkt
werden, was selbstredend aufwendig und unerwünscht sein kann.
[0006] Die
JP2005133298 zeigt eine Schiebewand, bei welcher der Führungskanal durch Stahlbänder abgedeckt
wird, welche auf beiden Seiten der Schiebewand angebracht sind. Beim Öffnen der Tür
wird das in Öffnungsrichtung liegende Stahlband am äusseren Ende des Führungskanals
um 180° nach unten zurückgebogen und in einen unterhalb des Führungskanals angeordneten
Teil der Führungsschiene zurückgeführt. Weitere derartige Lösungen sind in der
US 2015/0033633 A1 und in der
WO 2015/150991 A1 offenbart.
[0007] Die
WO 2012/156468 A1 zeigt eine Schiebewandanordnung, bei welcher sich ein am verschiebbaren Flügel angebrachtes
Abdeckband über den Führungskanal schiebt, wenn dieser bei Verschieben des Flügels
freigegeben wird. Das Abdeckband erstreckt sich dabei bei geschlossenem Flügel in
einen ausserhalb des seitlichen Türrahmens angeordneten Kanal.
[0008] Die Möglichkeiten bei derartigen Systemen mit nachgezogenem Abdeckband sind eingeschränkt.
So kann eine derartige Lösung zum Beispiel nicht bei Schiebewandanordnungen eingesetzt
werden, bei denen mehr als ein verschiebbarer Flügel pro Führungskanal vorgesehen
ist. Bei Schiebewandanordnungen, bei denen der Führungskanal im Verhältnis zum verschiebbaren
Flügel besonders lang ausgebildet ist, kann es schwierig werden, genügend Stauraum
für das Abdeckband zur Verfügung zu stellen. Ausserdem können das Verschieben und
Umlenken des langen Abdeckbandes insbesondere bei Eindringen von Schmutzpartikeln
dazu führen, dass die Leichtgängigkeit des verschiebbaren Flügels aufgrund von Reibungskräften
beeinträchtigt ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schiebewandanordnung der genannten
Art zu schaffen, welche die genannten Nachteile vermeidet. Die Schiebewand soll somit
auch mit sehr breiten Führungskanälen, beispielsweise mit einer Breite von 50 mm und
mehr realisierbar sein, ohne dass hier ästhetische oder andere Probleme entstehen.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Schiebewandanordnung vorgeschlagen, wie sie in
Anspruch 1 angegeben ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0011] Die vorliegende Erfindung stellt also eine Schiebewandanordnung zur Verfügung, aufweisend
zumindest einen Flügel mit einem unteren Rand,
eine Laufschiene, welche in einem Gebäudeboden versenkbar ist und wenigstens einen
Führungskanal aufweist, in dem der zumindest eine Flügel am unteren Rand verschiebbar
gelagert ist, sowie
zumindest ein Abdeckelement, welches zum Abdecken des wenigstens einen Führungskanals
dient, wenn der Führungskanal von dem zumindest einen verschiebbaren Flügel freigegeben
wird.
[0012] Das zumindest eine Abdeckelement weist einen angehobenen Zustand auf, in welchem
das Abdeckelement den vom Flügel freigegebenen Führungskanal abdeckt, sowie einen
abgesenkten Zustand, in welchem das zumindest eine Abdeckelement in den wenigstens
einen Führungskanal hinein abgesenkt ist, so dass der zumindest eine Flügel über das
zumindest eine Abdeckelement hinweg verschiebbar ist.
[0013] Das zumindest eine Abdeckelement ist somit in den Führungskanal hinein absenkbar,
um ein Verschieben des oder der Flügel über das Abdeckelement hinweg zu ermöglichen.
Zur Lagerung des Abdeckelements im abgesenkten Zustand wird somit der Führungskanal,
in welchem der zumindest eine verschiebbare Flügel gelagert ist, verwendet.
[0014] Der angehobene bzw. abgesenkte Zustand bezieht sich üblicherweise auf das gesamte
Abdeckelement, welches entlang seiner gesamten Längserstreckung und als Ganzes angehoben
bzw. abgesenkt, das heisst nach oben bzw. nach unten bewegt wird. Die Anhebe- und
Absenkbewegung weist also insbesondere eine senkrecht zur Längsrichtung des Abdeckelements
stehende Komponente auf. Es ist möglich, dass das Absenkelement dabei entlang seiner
Längsrichtung um eine gewisse Distanz verfahren wird. Der Verfahrensweg des Absenkelements
entlang seiner Längsrichtung ist bevorzugt jedoch höchstens fünfmal so gross wie die
Bewegung des Absenkelements senkrecht zu seiner Längsrichtung, noch bevorzugter höchstens
doppelt so gross wie die Bewegung senkrecht zur Längsrichtung und am bevorzugtesten
ungefähr in der Grössenordnung der Bewegung senkrecht zur Längsrichtung. Die Längsrichtung
bzw. die Richtung der Längserstreckung des Abdeckelements entspricht dabei üblicherweise
der Längsrichtung bzw. Richtung der Längserstreckung der Laufschiene.
[0015] Im Vergleich zum angehobenen Zustand unterscheidet sich die Position des Abdeckelements
im abgesenkten Zustand bevorzugt lediglich durch eine Parallelverschiebung. Bevorzugt
stellt sogar der gesamte Bewegungsablauf des Abdeckelements vom angehobenen zum abgesenkten
Zustand, und vorteilhaft auch der Bewegungsablauf vom abgesenkten in den angehobenen
Zustand, eine reine Parallelverschiebung dar.
[0016] Vorzugsweise weist das Abdeckelement im angehobenen Zustand insgesamt dieselbe Form
auf, wie im abgesenkten Zustand, das heisst es wird weder gebogen, gestaucht, verkleinert,
vergrössert oder sonst wie umgeformt. Das Abdeckelement ist vorteilhaft als Ganzes
einstückig ausgebildet.
[0017] Beim verschiebbaren Flügel kann es sich beispielsweise um den Flügel einer Schiebetür
oder eines Schiebefensters handeln, welcher entlang der Längserstreckung der Laufschiene
verschiebbar ist. Der verschiebbare Flügel weist in der Regel zumindest eine Glasscheibe
auf. Vorteilhaft ist der Führungskanal im Bereich des Flügels vom Flügel und in den
Bereichen ausserhalb des Flügels von dem zumindest einen Abdeckelement abgedeckt.
[0018] Bevorzugt weist die Schiebewandanordnung in Bezug auf den zumindest einen Flügel
eine Schliessstellung auf, in welcher der zumindest eine Flügel einen von der Schiebewandanordnung
verschliessbaren Durchgang verschliesst. In dieser Schliessstellung ist der wenigstens
eine Führungskanal vorteilhaft im Bereich des zumindest einen Flügels vom zumindest
einen Flügel abgedeckt und in allen Bereichen ausserhalb des zumindest einen Flügels
vom zumindest einen Abdeckelement.
[0019] Das Absenken des Abdeckelements kann auf verschiedene Arten und Weisen erreicht werden.
Bevorzugt ist im wenigstens einen Führungskanal jedoch ein Federmechanismus angeordnet,
welcher das zumindest eine Abdeckelement mit einer zum angehobenen Zustand hin gerichteten
Federkraft beaufschlagt. Das Absenken wird dann bevorzugt mit Hilfe der auf das Abdeckelement
wirkenden Gewichtskraft des Flügels, wenn dieser über das zumindest eine Abdeckelement
hinweg verschoben wird, bewirkt. Der Federmechanismus weist dabei vorteilhaft eine
oder mehrere Schenkelfedern auf.
[0020] Ein Führungsmittel ist vorgesehen, welches im wenigstens einen Führungskanal angeordnet
ist und zur Lagerung des zumindest einen Flügels dient. Beim Führungsmittel kann es
sich insbesondere um eine oder mehrere Laufrollen handeln. Die Laufrollen sind vorteilhaft
der Reihe nach und in regelmässigen Abständen entlang der Längserstreckung des Führungskanals
in diesem angeordnet. Der zumindest eine Flügel weist dann in der Regel an seiner
Unterseite wenigstens eine Lauffläche auf, welche beim Verschieben des Flügels über
die Laufrollen bewegt wird, so dass diese auf der Lauffläche abrollen. Selbstverständlich
können die Laufrollen in einer alternativen Ausführungsform auch an der Unterseite
des zumindest einen Flügels angebracht sein, und im wenigstens einen Führungskanal
können eine oder mehrere Laufflächen vorgesehen sein, auf welchen die Laufrollen beim
Verschieben des Flügels abrollen können. Die im Führungskanal angeordneten Lauffläche(n)
können bei einer solchen alternativen Ausführungsform ebenfalls als Führungsmittel
angesehen werden.
[0021] Im angehobenen Zustand ist das Abdeckelement oberhalb des Führungsmittels angeordnet
und deckt dieses vorteilhaft nach oben hin ab. Im abgesenkten Zustand wird das Abdeckelement
bevorzugt vom Führungsmittel nach oben hin überragt. Bevorzugt ist das Abdeckelement
im abgesenkten Zustand also zumindest so weit nach unten hin in den Führungskanal
abgesenkt, dass es vom obersten Punkt des Führungsmittels nach oben hin überragt wird.
Der zumindest eine Flügel kann dadurch über das zumindest eine Abdeckelement hinweg
verschoben und gleichzeitig vom Führungsmittel gelagert sein.
[0022] Vorteilhaft weist das Abdeckelement zumindest eine Aussparung auf, um im abgesenkten
Zustand ein Durchragen des Führungsmittels durch das Abdeckelement hindurch zu ermöglichen.
Die Aussparung kann seitlich offen ausgebildet sein oder vom Material des Abdeckelements
vollständig seitlich umschlossen sein. Das Vorsehen von zumindest einer Aussparung
im Abdeckelement ermöglicht eine grössere Abdeckung des Führungskanals im angehobenen
Zustand des Abdeckelements.
[0023] Vorzugsweise sind im Führungskanal ein erstes sowie ein zweites Führungsmittel angeordnet,
welche beide zur Lagerung des zumindest einen Flügels dienen und sich vorteilhaft
beabstandet und parallel zueinander entlang der Verschieberichtung des Flügels erstrecken.
Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Führungsmittel kann es sich um jeweils eine
oder mehrere Laufrollen handeln. Vorteilhaft sind zwei parallele und in Längsrichtung
der Laufschiene verlaufende Reihen von hintereinander angeordneten Laufrollen vorgesehen,
über welche der zumindest eine Flügel derart verschiebbar ist, dass der Flügel mit
seiner Unterseite der Reihe nach über die Laufrollen rollen kann. Auch bei einer solchen
Ausführungsform können die Laufrollen selbstverständlich auch an der Unterseite des
Flügels angebracht sein, und im Führungskanal können eine oder mehrere Laufflächen
für die Laufrollen vorgesehen sein.
[0024] In einer insbesondere bevorzugten Ausführungsform ist das zumindest eine Abdeckelement
derart mit der Laufschiene verbunden, dass das zumindest eine Abdeckelement in einer
geführten Bewegung, insbesondere einer Parallelverschiebung, relativ zur Laufschiene
vom angehobenen in den abgesenkten Zustand sowie vom abgesenkten in den angehobenen
Zustand bewegbar ist. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das Abdeckelement
immer parallel zur Laufschiene angeordnet ist, was offensichtliche ästhetische und
funktionale Vorteile mit sich bringt.
[0025] Eine geführte Parallelverschiebung des Abdeckelements relativ zur Laufschiene kann
auf vielfältige Art und Weise, wie beispielsweise mittels einer Kulissenführung, erreicht
werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist jedoch im wenigstens einen Führungskanal
zumindest ein Auflageblock bewegbar angeordnet. Dieser zumindest eine Auflageblock
ist bevorzugt derart beweglich mit der Laufschiene und dem Abdeckelement verbunden,
dass die geführte Bewegung, insbesondere Parallelverschiebung, des Abdeckelements
durch den zumindest einen Auflageblock vorgegeben wird. Der zumindest eine Auflageblock
dient vorteilhaft auch zur Aufnahme von Gewichtskräften, die im angehobenen Zustand,
und bevorzugt auch im abgesenkten Zustand, auf das zumindest eine Abdeckelement wirken.
Auf diese Weise können vom Absenkelement wesentlich höhere Gewichtskräfte absorbiert
werden.
[0026] Vorteilhaft weist der zumindest eine Auflageblock eine abgerundet ausgebildete Abrollfläche
auf, um ein gleichmässiges Abrollen des Auflageblockes zu ermöglichen, wenn das zumindest
eine Abdeckelement vom abgesenkten in den angehobenen Zustand bzw. vom angehobenen
in den abgesenkten Zustand gebracht wird. Ausserdem weist der zumindest eine Auflageblock
bevorzugt eine im Wesentlichen plan ausgebildete Standfläche auf. Mittels der plan
ausgebildeten Standfläche können die Gewichtskräfte gut abgeleitet werden und eine
unerwünschte Weiterbewegung des Auflageblockes wird verhindert.
[0027] Bevorzugt ist das zumindest eine Abdeckelement als eine im Querschnitt im Wesentlichen
U-förmige Profilschiene ausgebildet. Im Führungskanal angeordnete Teile können dadurch
gut vor externen Einflüssen und insbesondere eindringenden Schmutzpartikeln geschützt
werden.
[0028] Um das zumindest eine Abdeckelement beim Verschieben des Flügels in einer im Wesentlichen
kontinuierlich gleichmässigen Bewegung vom angehobenen in den abgesenkten Zustand
sowie vom abgesenkten in den angehobenen Zustand zu bewegen, ist am Flügel vorteilhaft
ein keilförmiges Anschlagelement angebracht.
[0029] Eine optimale Leichtgängigkeit des zumindest einen Flügels kann erreicht werden,
wenn an dessen unteren Rand Rollen angebracht sind, welche beim Verschieben des Flügels
auf einer Oberseite des zumindest einen Abdeckelements abrollen und dieses dadurch
in seinem abgesenkten Zustand halten.
[0030] Bevorzugt sind mehrere Abdeckelemente vorgesehen, um segmentweise einen einzelnen
Führungskanal vorteilhaft vollständig abzudecken. Die mehreren Abdeckelemente sind
dabei bevorzugt hintereinander angeordnet. Um eine möglichst gute, durchgehende Abdeckung
und ein Ineinandergreifen von hintereinander angeordneten Abdeckelementen zu ermöglichen,
können die Abdeckelemente, zumindest jedoch eines der Abdeckelemente, in bestimmten
Ausführungsformen ein erstes Ende mit einem entlang einer ersten Verschieberichtung
des Flügels vorragenden Teil aufweisen sowie ein zweites Ende mit einer Ausnehmung
aufweisen, welche sich entlang einer zur ersten Verschieberichtung entgegengesetzten
zweiten Verschieberichtung des Flügels erstreckt und nach aussen hin offen ausgebildet
ist. Die Ausnehmung ist bevorzugt komplementär zum vorragenden Teil ausgebildet.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0031] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht durch den unteren Bereich einer im Stand der Technik bekannten
Schiebewandanordnung, welche in eine in einem Gebäudeboden vorgesehenen Vertiefung
eingesetzt ist;
- Fig. 2
- eine erste Querschnittsansicht durch den unteren Bereich einer ersten Ausführungsform
einer erfindungsgemässen Schiebewandanordnung, welche in eine in einem Gebäudeboden
vorgesehenen Vertiefung eingesetzt ist;
- Fig. 3
- eine zweite Querschnittsansicht durch die Schiebewandanordnung der Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Schiebewandanordnung der Fig. 2, ohne die Laufschiene;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des unteren Bereichs eines Teils der Schiebewandanordnung der Fig.
2, bei angehobenem Abdeckelement und ohne die Laufschiene;
- Fig. 6
- dieselbe Ansicht wie in der Fig. 5, jedoch mit über das abgesenkte Abdeckelement hinweg
verschobenem Flügel;
- Fig. 7
- eine Querschnittsansicht durch den unteren Bereich des verschiebbaren Flügels der
Schiebewandanordnung der Fig. 2;
- Fig. 8
- eine Seitenansicht des unteren Bereiches eines Teils des verschiebbaren Flügels der
Schiebewandanordnung der Fig. 2;
- Fig. 9
- eine Seitenansicht des unteren Bereichs eines Teils der Schiebewandanordnung der Fig.
2, beim Verschieben des Flügels im Übergang von einem ersten zu einem zweiten Abdeckelement,
ohne Laufschiene;
- Fig. 10
- eine Seitenansicht eines Abdeckelements sowie des Federmechanismus' und der Auflageblöcke
der Schiebewandanordnung der Figur 2, in angehobenem Zustand des Abdeckelements;
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf das in der Fig. 10 gezeigte Abdeckelement inkl. Federmechanismus
und Auflageblöcke;
- Fig. 12
- eine Seitenansicht eines Abdeckelements sowie des Federmechanismus' und der Auflageblöcke
der Schiebewandanordnung der Figur 2, in abgesenktem Zustand des Abdeckelements;
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf das in der Fig. 12 gezeigte Abdeckelement inkl. Federmechanismus
und Auflageblöcke,
- Fig. 14
- eine Querschnittsansicht durch den unteren Bereich einer zweiten Ausführungsform einer
erfindungsgemässen Schiebewandanordnung, welche in eine in einem Gebäudeboden vorgesehenen
Vertiefung eingesetzt ist; sowie
- Fig. 15.
- eine Querschnittsansicht durch den unteren Bereich einer dritten Ausführungsform einer
erfindungsgemässen Schiebewandanordnung, welche in eine in einem Gebäudeboden vorgesehenen
Vertiefung eingesetzt ist.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0032] In der Figur 1 ist eine im Stand der Technik bekannte Schiebewandanordnung gezeigt.
Die Figuren 2 bis 13 zeigen eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schiebewandanordnung.
In den Figuren 14 und 15 sind weitere Ausführungsformen von erfindungsgemässen Schiebewandanordnungen
gezeigt. Ähnlich oder gleich wirkende Elemente der verschiedenen Ausführungsformen
von Schiebewandanordnungen sind in den Figuren 1 bis 15 jeweils mit demselben Bezugszeichen
versehen.
[0033] Die in der Figur 1 dargestellte Schiebewandanordnung des Standes der Technik weist
eine Laufschiene 1 mit einem ersten Führungskanal 11 und einem zweiten Führungskanal
12 auf. Die Laufschiene 1 wird durch eine Profilschiene gebildet, deren Querschnitt
über die gesamte Längserstreckung der Laufschiene 1 identisch ist. Die beiden parallel
zueinander verlaufenden Führungskanäle 11 und 12 werden seitlich nach aussen hin durch
jeweils einen Seitensteg 13 begrenzt und sind durch einen Mittelsteg 14 voneinander
getrennt. Die beiden Seitenstege 13 sowie der Mittelsteg 14 erstrecken sich parallel
zueinander und senkrecht von einem Hauptabschnitt 15 aus nach oben hin. Der Hauptabschnitt
15 verbindet somit die Seitenstege 13 und den Mittelsteg 14 miteinander.
[0034] Die Laufschiene 1 ist derart in einem Gebäudeboden versenkt, dass die Führungskanäle
11 und 12 nach oben hin offen sind und die oberen Stirnflächen der Seitenstege 13
und des Mittelstegs 14 bündig mit der Bodenoberfläche B zu liegen kommen.
[0035] Die beiden Führungskanäle 11 und 12 dienen jeweils zur Lagerung von einem oder mehreren
Flügeln 2, welche geführt entlang der Längsrichtung der Führungskanäle 11, 12 verschiebbar
sind. Bei den Flügeln 2 kann es sich insbesondere um Flügel eines Schiebefensters
oder einer Schiebetür handeln. Aufgrund der Dimensionierung der Führungskanäle 11,
12 und wegen der versenkten Anordnung der Laufschiene 1 im Gebäudeboden kann ein sich
entlang der Unterseite des Flügels 2 erstreckender Teil eines Rahmens 22 vollständig
vom jeweiligen Führungskanal 11 bzw. 12 aufgenommen werden. Für den Betrachter ist
dadurch der untere Teil des Rahmens 22 weitgehend unsichtbar und die Weite der Lichtöffnung
beim Durchblick durch die im Rahmen 22 gehaltenen Glasscheiben 21 maximiert.
[0036] Der untere Teil des Rahmens 22, welcher innerhalb des Führungskanals 11 bzw. 12 angeordnet
ist, weist einen nach oben hin offenen, oberen Kanal 23 auf, der zur Aufnahme und
Halterung der Glasscheiben 21 dient. In den Bereichen zwischen dem Rahmen 22 und den
Glasscheiben 21 können Dichtungselemente 24 vorgesehen sein.
[0037] Die Unterseite des Rahmens 22 bildet zwei sich parallel zueinander erstreckende Laufflächen
25 bzw. 25', welche im vorliegenden Fall jeweils gewölbt ausgebildet sind. Zwischen
den beiden Laufflächen 25 und 25' kann ein nach unten hin offener, unterer Kanal 26
vorgesehen sein.
[0038] Zur Führung der Flügel 2 ist in den Führungskanälen 11 und 12 jeweils eine Basisschiene
3 mit daran angebrachten Laufrollen 4 bzw. 4' angebracht. Die Basisschienen 3 sind
als Profilschienen mit einem entlang der Längserstreckung der Basisschiene 3 jeweils
weitgehend unveränderlichem Querschnitt ausgebildet. Sie weisen jeweils einen Hauptabschnitt
31 auf, von dem aus sich in senkrechter Richtung und parallel zueinander zwei Aussenstege
32 sowie zwei Innenstege 33 nach unten hin erstrecken. Die Aussenstege 32 und die
Innenstege 33 erstrecken sich jeweils gleich weit nach unten hin und enden mit ihren
unteren Stirnseiten auf der Oberseite des Hauptabschnitts 15 der Laufschiene 1.
[0039] Die Laufrollen 4 bzw. 4' sind in regelmässigen Abständen entlang der Längserstreckung
der Laufschiene 1 in zwei parallelen Reihen frei drehbar zwischen den Aussenstegen
32 und den Innenstegen 33 angebracht. Die erste Reihe Laufrollen 4 bildet ein erstes
Führungsmittel und die zweite Reihe von Laufrollen 4' ein zweites Führungsmittel zur
Führung des Flügels 2. Die Laufrollen 4 bzw. 4' sind jeweils an Laufrollenachsen 35
bzw. 35' angebracht, welche sich jeweils von einem Aussensteg 32 zu einem Innensteg
33 erstrecken. Zwischen den Innenstegen 33 der Basisschiene 3 verbleibt ein Leerraum,
der ungenutzt ist.
[0040] Im Hauptabschnitt 31 der Basisschiene 3 sind oberhalb der Laufrollenachsen 35, 35'
jeweils Aussparungen 34 vorgesehen, welche von den Laufrollen 4, 4' durchragt werden,
um ein Aufliegen der Laufflächen 25, 25' auf den Laufrollen 4, 4' zu ermöglichen.
[0041] Die radialen Aussenflächen der Laufrollen 4, 4' sind aufgrund ihrer radial nach innen
hin gerichteten Wölbung komplementär zu den Laufflächen 25 bzw. 25' des Rahmens 22
ausgebildet. Beim Verschieben des Flügels 2 liegen die Laufflächen 25 und 25' des
Rahmens 22 auf den Laufrollen 4, 4' auf, welche auf den Laufflächen 25, 25' abrollen
und so eine einfache Verschiebbarkeit des Flügels 2 gewährleisten. Durch das Ineinandergreifen
der Laufflächen 25, 25' und der Laufrollen 4, 4' mit ihren aufgrund der jeweiligen
Wölbung komplementär ausgebildeten Flächen wird eine seitliche, d.h. senkrecht zur
Verschieberichtung wirkende Führung des Flügels 2 erreicht.
[0042] Die Basisschienen 3 können fest mit der Laufschiene 1 verbunden sein, wie insbesondere
jeweils mit dieser verschweisst sein. Die Laufschiene 1 kann auch einstückig mit den
Basisschienen 3 ausgebildet sein.
[0043] Die in der Figur 1 gezeigte Schiebewandanordnung des Standes der Technik weist den
erheblichen Nachteil auf, dass die Führungskanäle 11, 12 ausserhalb des verschiebbaren
Flügels 2 freiliegen. Dadurch kann leicht Schmutz in die Führungskanäle 11, 12 eindringen.
Ausserdem bilden die Führungskanäle dadurch eine Stolperfalle und sind insbesondere
für Absatzschuhe ungünstig.
[0044] Bei der in den Figuren 2 bis 13 gezeigten erfindungsgemässen Ausführungsform sind
diese Nachteile des Standes der Technik dadurch gelöst, dass ein Abdeckelement 5 vorgesehen
ist, welches einen angehobenen Zustand und einen abgesenkten Zustand aufweist. Im
angehobenen Zustand deckt das Abdeckelement 5 den Führungskanal 11 bzw. 12, welcher
ansonsten frei liegen würde, ab, wie dies in der Figur 2 auf der linken Seite beim
Führungskanal 11 gezeigt ist. Um ein Verschieben des Flügels 2 über das Abdeckelement
5 hinweg zu ermöglichen, wird dieses in den abgesenkten Zustand gebracht, wie es in
der Figur 2 auf der rechten Seite beim Führungskanal 12 gezeigt ist. Der Führungskanal
12 ist dann durch den Flügel 2 abgedeckt.
[0045] Die Laufschiene 1 ist identisch wie diejenige der Ausführungsform des Standes der
Technik der Figur 1 ausgebildet.
[0046] Im Unterschied zu der in der Figur 1 gezeigten Ausführungsform des Standes der Technik
ist die an sich weitgehend identisch ausgebildete Basisschiene 3 hier jedoch umgedreht
in der Laufschiene 1 angeordnet, so dass der Hauptabschnitt 31 direkt auf dem Hauptabschnitt
15 der Laufschiene 1 aufliegt und sich die Aussenstege 32 und die Innenstege 33 vom
Hauptabschnitt 31 aus nach oben hin erstrecken. Im Gegensatz zur Basisschiene der
Figur 1 weist diejenige der Figur 2 keine Aussparungen 34 auf. Die Laufrollen 4, 4'
sind hier derart angeordnet, dass sie die freien Enden der Innenstege 33 und Aussenstege
32 nach oben hin überragen und dadurch ein Aufliegen der Laufflächen 25, 25' des Flügels
2 ermöglichen.
[0047] Das Abdeckelement 5 ist als eine im Querschnitt U-förmige Profilschiene ausgebildet
mit einem Hauptabschnitt 51 sowie zwei sich von diesem parallel zueinander und in
senkrechter Richtung nach unten hin erstreckenden Aussenstegen 52. Die Oberseite des
Hauptabschnitts 51 kommt im angehobenen Zustand des Abdeckelements 5 im Wesentlichen
bündig mit der Bodenoberfläche B zu liegen und deckt den Führungskanal 11, 12 dabei
nach oben hin weitgehend ab. Die Aussenstege 52 liegen mit ihren zueinander hin gewandten
Innenflächen an den Aussenflächen der Aussenstege 32 der Basisschiene 3 an, wodurch
eine seitlich geführte Bewegung des Abdeckelements 5 vom angehobenen in den abgesenkten
Zustand und umgekehrt erreicht wird. Ausserdem sind die unter dem Abdeckelement 5
angeordneten Teile aufgrund der Aussenstege 52 besser vor dem Eindringen von Schmutzpartikeln
geschützt.
[0048] Im Hauptabschnitt 51 des Abdeckelements 5 sind Aussparungen 54 vorgesehen, welche
ein Durchragen der Laufrollen 4, 4' im abgesenkten Zustand des Abdeckelements 5 ermöglichen.
Das Abdeckelement 5 ist somit im angehobenen Zustand oberhalb der Laufrollen 4, 4'
und im abgesenkten Zustand unterhalb der Laufflächen 25, 25' des Rahmens 22 angeordnet.
[0049] Zwischen den beiden Aussenstegen 52 des Abdeckelements 5 erstrecken sich zwei Innenstege
53 jeweils senkrecht vom Hauptabschnitt 51 nach unten hin. Die Innenstege 53 erstrecken
sich jedoch weniger weit nach unten hin als die Aussenstege 52. Die Innenstege 53
sind in regelmässigen Abständen entlang der Längserstreckung des Abdeckelements 5
durch Querachsen 50 und 56, deren Funktionen noch erläutert werden, miteinander verbunden.
[0050] Die Oberseite des Hauptabschnitts 51 des Abdeckelements 5 weist einen leicht erhöht
ausgebildeten Mittelteil auf, welcher beim Verschieben des Flügels 2 zum Abrollen
von Rollen 28 dient, welche an der Unterseite des Rahmens 22 angebracht sind. Die
Rollen 28 sind jeweils via eine Querachse 27 frei drehbar im unteren Kanal 26 des
Rahmens 22 angebracht. Der Flügel 2 ist ansonsten identisch wie bei der in der Figur
1 gezeigten Ausführungsform des Standes der Technik ausgebildet.
[0051] Der Bereich der Basisschiene 3 zwischen den beiden Innenstegen 33 wird in der vorliegenden
erfindungsgemässen Ausführungsform zur Unterbringung eines Federmechanismus' mit einer
oder mehreren Schenkelfedern 6 verwendet. Der Federmechanismus beaufschlagt das Abdeckelement
5 mit einer Federkraft, welche das Abdeckelement 5 in Richtung seines angehobenen
Zustandes drückt. Die eine oder mehreren Schenkelfedern 6 weisen jeweils zwei obere
Schenkel 61 auf, deren Endbereiche, wie es insbesondere in einer Zusammenschau der
Figuren 2 und 5 gut ersichtlich ist, jeweils an der Querachse 56 anliegen und um diese
herum gebogen sind. Zwei untere Schenkel 62 der Schenkelfeder 6 liegen jeweils flach
auf der Oberseite des Hauptabschnitts 31 der Basisschiene 3 auf. Ein schraubenförmiger
Teil der Schenkelfeder 6 wird von einer Querachse 36 durchragt, welche mit ihren jeweiligen
Enden an den Innenstegen 33 der Basisschiene 3 befestigt ist.
[0052] Aufgrund der Federkraft der zumindest einen Schenkelfeder 6 wird das Abdeckelement
5 also in seinen angehobenen Zustand gebracht und in diesem gehalten. Wenn der Flügel
2 über das Abdeckelement 5 hinweg geschoben wird, wird das Abdeckelement 5 durch die
Gewichtskraft des Flügels 2, welche via die Rollen 28 übertragen wird, entgegen der
Federkraft in den abgesenkten Zustand gedrückt und in diesem gehalten. Durch das Abrollen
der Rollen 28 auf dem Hauptabschnitt 51 des Abdeckelements 5 wird die gegenseitige
Reibung zwischen dem Flügel 2 und dem Abdeckelement 5 beim Verschieben des Flügels
2 minimiert.
[0053] Im Bereich zwischen den Innenstegen 33 der Basisschiene 3 sind ausserdem Auflageblöcke
7 angeordnet, welche einerseits mit dem Abdeckelement 5 und andererseits mit der Basisschiene
3 beweglich verbunden sind. Die Verbindung zum Abdeckelement 5 erfolgt jeweils über
eine Querachse 50, welche den Auflageblock 7 durchragt, und um welche der Auflageblock
7 frei drehbar ist. Die Verbindung mit der Basisschiene 3 erfolgt jeweils über eine
Querachse 37, welche sich zwischen den beiden Innenstegen 33 der Basisschiene 3 erstreckt,
und um welche der Auflageblock 7 ebenfalls frei drehbar ist. Der Auflageblock 7 weist
somit zwei Achslöcher für die beiden Querachsen 50 und 37 auf.
[0054] Die Auflageblöcke 7, welche alle identisch ausgebildet sind, weisen in der Seitenansicht,
wie sie zum Beispiel in der in der Figur 5 gezeigt ist, eine langgestreckte, von der
Querachse 37 zur Querachse 50 verlaufende Form auf. Eine im angehobenen Zustand des
Abdeckelements 5 in Längsrichtung der Laufschiene 1 gewandte erste Seite des Auflageblockes
7 ist im Wesentlichen plan ausgebildet und geht jeweils in den Bereichen der Achslöcher
in eine abgerundete Fläche über, wobei sich diejenige im Bereich der Querachse 50
halbkreisförmig um das entsprechende Achsloch herum erstreckt. Diejenige im Bereich
der Querachse 37 erstreckt sich über einen Winkelbereich von ca. 75° um das entsprechende
Achsloch herum und bildet dadurch eine Abrollfläche 72 des Auflageblockes 7. Diese
Abrollfläche 72 geht in eine plan ausgebildete Fläche eines am Auflageblock 7 angebrachten
Absatzes 71 über. Diese plan ausgebildete Fläche bildet eine Standfläche 73 des Auflageblockes.
Der Absatz 71 weist in der Seitenansicht eine dreieckige Form auf, welche entlang
einer ihrer Seitenlinien einstückig mit einer plan ausgebildeten zweiten Seite des
Auflageblockes 7 verbunden ist. Die zweite Seite des Auflageblockes 7 ist zwischen
den beiden abgerundeten Flächen des Auflageblockes 7 ausgebildet und in die im Vergleich
zur ersten Seite gegenseitige Richtung gewandt.
[0055] Aus der Figur 5 ist gut ersichtlich, wie das Abdeckelement 5 im angehobenen Zustand
von zwei Auflageblöcken 7 getragen und von einer dazwischen angeordneten Schenkelfeder
6 in dieser Position gehalten wird. Die Auflageblöcke 7 stehen dabei mit ihren Standflächen
73 auf der Oberseite des Hauptabschnitts 31 der Basisschiene 3. Aufgrund des Absatzes
71 wird ein Abkippen der Auflageblöcke 7 verhindert, was ansonsten aufgrund der in
dieser Lage des Abdeckelements 5 evtl. noch vorhandenen Federkraft der Schenkelfeder
6 stattfinden könnte.
[0056] Beim Verschieben des Flügels 2 wird das Abdeckelement 5 mittels Anschlag des Flügels
2 an einem in Längsrichtung der Laufschiene 1 gewandten Ende entgegen der von der
Schenkelfeder 6 bewirkten Federkraft horizontal entlang der Längsrichtung der Laufschiene
1 sowie nach unten in den Führungskanal 11, 12 gedrückt (Figuren 5 und 6). Die oberen
Schenkel 61 nähern sich dabei den unteren Schenkeln 62 der Schenkelfeder 6 an. Gleichzeitig
kippen die Auflageblöcke 7 um ca. 90° ab, wobei die Abrollflächen 72 auf dem Hauptabschnitt
31 der Basisschiene 3 abrollen. Das Absenken des Abdeckelements 5 ist soweit möglich
bis die Absätze 71 der Auflageblöcke 7 an der Unterseite des Hauptabschnitts 51 des
Abdeckelements 5 anschlagen. Durch die Gewichtskraft des Flügels 2 wird das Abdeckelement
5 entgegen der Federkraft im abgesenkten Zustand gehalten. Das Abdeckelement 5 befindet
sich dann unterhalb des unteren Randes des Flügels 2 und vollständig innerhalb des
Führungskanals 11, 12 der Laufschiene 1 (siehe Figur 6).
[0057] Aufgrund der Auflageblöcke 7 erfolgt die Bewegung des Abdeckelements 5 vom abgesenkten
in den angehobenen Zustand und umgekehrt in einer geführten Parallelverschiebung.
Es wird also insbesondere sichergestellt, dass das Abdeckelement 5 immer parallel
zur Laufschiene 1 bzw. zur Bodenoberfläche B angeordnet ist. Des Weiteren ermöglichen
die Auflageblöcke 7 im angehobenen Zustand des Abdeckelements 5 eine hohe Belastung
des Abdeckelements 5.
[0058] Um beim Verschieben des Flügels 2 ein Absenken des Abdeckelements 5 in einer kontinuierlich
gleichmässigen Bewegung zur erreichen, kann am unteren Bereich von einer oder beiden
der in Verschieberichtung gewandten Stirnflächen des Flügels 2 ein Keil 29 angebracht
sein (siehe z. B. Figuren 8 und 9). Am Ende des Abdeckelements 5 kann zudem eine frei
drehbare Rolle 55 angebracht sein, welche beim Verschieben des Flügels 2 auf einer
unteren Schrägfläche des Keils 29 abrollt. Aufgrund des Keils 29 weist die vom Flügel
2 auf das Abdeckelement 5 ausgeübte Kraft sowohl eine horizontale als auch eine vertikale,
nach unten gerichtete Kraftkomponente auf.
[0059] Wenn sich der Flügel 2 nur teilweise über dem Abdeckelement 5 befindet, verbleibt
eine gewisse Öffnung der Laufschiene 1 ausserhalb des Flügels 2. Das Abdeckelement
5 ist zwar im abgesenkten Zustand, der Flügel 2 befindet sich dann jedoch nicht in
allen Bereichen oberhalb des Abdeckelements 5. Das Abdeckelement 5 verkleinert jedoch
auch im abgesenkten Zustand die freiliegende Öffnung der Laufschiene 1 erheblich und
deckt auch dann die in der Laufschiene angeordneten Teile, wie insbesondere die Schenkelfedern
6, die Auflageblöcke 7 und die Basisschiene 3 ab, was sich für den Betrachter ästhetisch
ansprechend auswirkt. Das Abdeckelement 5 bewirkt somit auch im abgesenkten Zustand
immer noch eine gewisse Abdeckung der Führungskanäle 11, 12. Durch den Anschlag der
Absätze 71 der Auflageblöcke 7 an der Unterseite des Abdeckelements 5, wie es z.B.
in der Figur 6 gezeigt ist, ist auch im abgesenkten Zustand eine hohe Gewichtsbelastung
des Abdeckelements 5 möglich.
[0060] Wie es aus der Figur 9 ersichtlich ist, können bei einem Führungskanal 11, 12 mehrere
hintereinander angeordnete Abdeckelemente 5 vorgesehen sein, welche beim Verschieben
des Flügels 2 der Reihe nach unten in den abgesenkten Zustand gedrückt werden. Je
mehr Abdeckelemente 5 vorgesehen sind, desto kürzer werden die Bereiche zwischen dem
Flügel 2 und dem jeweils nächsten, sich im angehobenen Zustand befindlichen Abdeckelement
5. Es ist auch problemlos möglich, dass mehrere verschiebbare Flügel 2 in einem einzelnen
Führungskanal 11, 12 gelagert sind.
[0061] Beim Übergang vom angehobenen in den abgesenkten Zustand wird das Abdeckelement 5
aufgrund der Kippbewegung der Auflageblöcke 7 über eine bestimmte Distanz entlang
der Längserstreckung der Laufschiene 1 verfahren. Um insbesondere bei mehreren hintereinander
angeordneten Abdeckelementen 5 diesem Umstand Rechnung zu tragen, können die Aussenstege
52 in den Endbereichen der Abdeckelemente 5 jeweils eine Abrundung 58 aufweisen, wie
sie in den Figuren 10 und 12 ersichtlich ist.
[0062] Um eine durchgehende Abdeckung und ein Ineinandergreifen von hintereinander angeordneten
Abdeckelementen 5 zu ermöglichen, weisen diese jeweils vorteilhaft in einem ersten
Endbereich einen vorragenden Mittelteil 59 auf, an welchem die Rolle 55 angebracht
ist, sowie in einem zweiten, gegenüberliegenden Endbereich eine in Längsrichtung des
Abdeckelements 5 offen ausgebildete Ausnehmung 57, welche komplementär zum vorragenden
Mittelteil 59 des daran anschliessenden Abdeckelements 5 ausgebildet ist. Siehe hierzu
die Figuren 11 und 13.
[0063] In der Figur 14 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schiebewandanordnung
dargestellt. Im Unterschied zu der in den Figuren 2 bis 13 gezeigten ersten Ausführungsform
erstreckt sich hier das Abdeckelement 5 nicht bis über die Aussenstege 32 der Basisschiene
3 hinaus, sondern befindet sich vollständig innerhalb der Innenstege 33 der Basisschiene
3. Auch bei dieser im Vergleich zur ersten Ausführungsform konstruktiv etwas einfacheren
Ausführungsform wird jedoch eine gewisse Abdeckung der Laufschiene 1 und Verkleinerung
des freiliegenden Führungskanals 11, 12 erreicht. Der in der Basisschiene 3 untergebrachte
Federmechanismus sowie die Auflageblöcke sind auch hier gut vom Abdeckelement 5 abgedeckt.
[0064] Eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schiebewandanordnung ist in
der Figur 15 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind mehrere lamellenförmig ausgebildete
und angeordnete Abdeckelemente 5 vorgesehen, welche hochkant im Führungskanal 11 bzw.
12 angeordnet sind. Zwischen den Abdeckelementen 5 sind anstelle von nur einem dicken
jeweils mehrere, konkret zwei, dünne Auflageblöcke 7 parallel zueinander angeordnet,
welche jeweils von einer gemeinsamen Querachse 50 und einer gemeinsamen Querachse
37 durchragt werden. Die Querachsen 50 halten zudem auch die parallel zueinander angeordneten
Abdeckelemente 5 zusammen. Auch hier wird durch die Abdeckelemente 5 eine Abdeckung
der Laufschiene 1 sowie Verkleinerung des freiliegenden Führungskanals 11, 12 erreicht.
BEZUGSZEICHENLISTE
| B |
Bodenoberfläche |
36 |
Querachse |
| |
|
37 |
Querachse |
| 1 |
Laufschiene |
|
|
| 11 |
Erster Führungskanal |
4, 4' |
Laufrolle |
| 12 |
Zweiter Führungskanal |
|
|
| 13 |
Seitensteg |
5 |
Abdeckelement |
| 14 |
Mittelsteg |
50 |
Querachse |
| 15 |
Hauptabschnitt |
51 |
Hauptabschnitt |
| |
|
52 |
Aussensteg |
| 2 |
Flügel |
53 |
Innensteg |
| 21 |
Glasscheibe |
54 |
Aussparung |
| 22 |
Rahmen |
55 |
Anschlagrolle |
| 23 |
Oberer Kanal |
56 |
Querachse |
| 24 |
Dichtungselement |
57 |
Ausnehmung |
| 25, 25' |
Lauffläche |
58 |
Abrundung |
| 26 |
Unterer Kanal |
59 |
Vorragender Mittelteil |
| 27 |
Querachse |
|
|
| 28 |
Rolle |
6 |
Schenkelfeder |
| 29 |
Keil |
61 |
Oberer Schenkel |
| |
|
62 |
Unterer Schenkel |
| 3 |
Basisschiene |
|
|
| 31 |
Hauptabschnitt |
7 |
Auflageblock |
| 32 |
Aussensteg |
71 |
Absatz |
| 33 |
Innensteg |
72 |
Abrollfläche |
| 34 |
Aussparung |
73 |
Standfläche |
| 35, 35' |
Laufrollenachse |
|
|
1. Schiebewandanordnung, aufweisend
zumindest einen Flügel (2) mit einem unteren Rand,
eine Laufschiene (1), welche in einem Gebäudeboden versenkbar ist und wenigstens einen
Führungskanal (11, 12) aufweist, in dem der zumindest eine Flügel (2) am unteren Rand
verschiebbar gelagert ist, sowie
ein Führungsmittel (4, 4'), welches im dem wenigsten einen Führungskanal (11, 12)
angeordnet ist und zur Lagerung des zumindest einen Flügels (2) dient, wobei es sich
bei dem Führungsmittel (4, 4') um eine oder mehrere Laufrollen oder um eine oder mehrere
Laufflächen handelt, sowie
zumindest ein Abdeckelement (5), welches zum Abdecken des wenigstens einen Führungskanals
(11, 12) dient, wenn der Führungskanal von dem zumindest einen verschiebbaren Flügel
(2) freigegeben wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine Abdeckelement (5) einen angehobenen Zustand aufweist, in welchem
das Abdeckelement (5) den vom Flügel (2) freigegebenen Führungskanal (11, 12) abdeckt,
sowie einen abgesenkten Zustand, in welchem das zumindest eine Abdeckelement (5) in
den wenigstens einen Führungskanal (11, 12) hinein abgesenkt ist, so dass der zumindest
eine Flügel (2) über das zumindest eine Abdeckelement (5) hinweg verschiebbar ist.
2. Schiebewandanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Flügel an seiner Unterseite die wenigstens eine Lauffläche aufweist,
welche beim Verschieben des Flügels über die Laufrollen bewegt wird, so dass diese
auf der Lauffläche abrollen oder dass die Laufrollen an der Unterseite des zumindest
einen Flügels angebracht sind und auf der oder den im Führungskanal vorgesehenen einen
oder mehrere Lauffläche(n) beim Verschieben des Flügels abrollt/abrollen.
3. Schiebewandanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Position des zumindest einen Abdeckelements (5) im abgesenkten Zustand von
der Position im angehobenen Zustand lediglich durch eine Parallelverschiebung unterscheidet.
4. Schiebewandanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Bewegungsablauf des Abdeckelements vom angehobenen zum abgesenkten Zustand,
und vorteilhaft auch der Bewegungsablauf vom abgesenkten in den angehobenen Zustand,
eine reine Parallelverschiebung darstellt.
5. Schiebewandanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement im angehobenen Zustand insgesamt dieselbe Form aufweist, wie im
abgesenkten Zustand.
6. Schiebewandanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement als Ganzes einstückig ausgebildet ist.
7. Schiebewandanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Führungsmittel (4, 4') vorgesehen ist, welches in dem wenigstens einen Führungskanal
(11, 12) angeordnet ist und zur Lagerung des zumindest einen Flügels (2) dient, und
dass das zumindest eine Abdeckelement (5) in dem angehobenen Zustand oberhalb des
Führungsmittels (4, 4') angeordnet ist und den vom Flügel (2) freigegebenen Führungskanal
(11, 12) abdeckt.
8. Schiebewandanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (5) im abgesenkten Zustand vom Führungsmittel (4, 4') nach oben
hin überragt wird.
9. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im wenigstens einen Führungskanal (11, 12) ein Federmechanismus (6) angeordnet ist,
welcher das zumindest eine Abdeckelement (5) mit einer zum angehobenen Zustand hin
gerichteten Federkraft beaufschlagt, und welcher bevorzugt eine oder mehrere Schenkelfedern
(6) aufweist.
10. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (5) zumindest eine Aussparung (54) aufweist, um im abgesenkten
Zustand ein Durchragen des ersten Führungsmittels (4) durch das Abdeckelement (5)
hindurch zu ermöglichen und/oder wobei ausserdem ein zweites Führungsmittel (4') vorgesehen
ist, welches im wenigstens einen Führungskanal (11, 12) angeordnet ist und zur Lagerung
des zumindest einen Flügels (2) dient, und welches sich beabstandet und parallel zum
ersten Führungsmittel (4) entlang der Verschieberichtung des Flügels (2) erstreckt.
11. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim ersten Führungsmittel um eine oder mehrere Laufrollen (4) und/oder beim
zweiten Führungsmittel um eine oder mehrere Laufrollen (4') handelt.
12. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Abdeckelement (5) derart mit der Laufschiene (1) verbunden ist,
dass das zumindest eine Abdeckelement (5) in einer geführten Parallel verschiebung
relativ zur Laufschiene (1) vom angehobenen in den abgesenkten Zustand sowie vom abgesenkten
in den angehobenen Zustand bewegbar ist.
13. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im wenigstens einen Führungskanal (11, 12) zumindest ein Auflageblock (7) bewegbar
angeordnet ist, welcher zur Aufnahme von Gewichtskräften dient, die im angehobenen
Zustand auf das zumindest eine Abdeckelement (5) wirken, wobei vorzugsweise der zumindest
eine Auflageblock (7) eine abgerundet ausgebildete Abrollfläche (72) aufweist, um
ein gleichmässiges Abrollen des Auflageblockes (7) zu ermöglichen, sowie bevorzugt
eine im Wesentlichen plan ausgebildete Standfläche aufweist.
14. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Abdeckelement (5) als eine im Querschnitt im Wesentlichen U-förmige
Profilschiene ausgebildet ist, und/oder dass am Flügel (2) ein keilförmiges Anschlagelement
(9) angebracht ist, um das zumindest eine Abdeckelement beim Verschieben des Flügels
(2) in einer im Wesentlichen kontinuierlich gleichmässigen Bewegung vom angehobenen
in den abgesenkten Zustand sowie vom abgesenkten in den angehobenen Zustand zu bewegen.
15. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Rand des zumindest einen Flügels (2) Rollen (28) angebracht sind, welche
beim Verschieben des Flügels (2) auf einer Oberseite des zumindest einen Abdeckelements
(5) abrollen und dieses dadurch in seinem abgesenkten Zustand halten.
16. Schiebewandanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend mehrere,
insbesondere hintereinander angeordnete Abdeckelemente zur Abdeckung eines einzelnen
Führungskanals (11, 12), wenn der Führungskanal (11, 12) von dem zumindest einen verschiebbaren
Flügel (2) freigegeben wird.
17. Schiebewandanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der mehreren Abdeckelemente (5) ein erstes Ende mit einem entlang
einer ersten Verschieberichtung des Flügels (2) vorragenden Teil (59) aufweist sowie
ein zweites Ende mit einer Ausnehmung (57) aufweist, welche sich entlang einer zur
ersten Verschieberichtung entgegengesetzten zweiten Verschieberichtung des Flügels
(2) erstreckt und nach aussen hin offen ausgebildet ist.