[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Zufuhrkreislauf für einen ölhydraulischen
Stellantrieb.
[0002] Der Kreislauf kann beispielsweise für die Versorgung eines ölhydraulischen Zylinders
verwendet werden.
[0003] Der Großteil der Arbeitsmaschinen zur Erdbewegung oder zum Heben von schweren Lasten
ist mit einem oder mehreren ölhydraulischen Zylindern ausgestattet, die zur Betätigung
einer Ausrüstung oder eines Kraftwerkzeugs dienen, zum Beispiel einer Grabschaufel
oder einer Hebegabel, das mit einem beweglichen Arm verbunden ist.
[0004] Jeder Arm ist mit einem Stellzylinder versehen, der eine Bewegung des Arms zwischen
einer angehobenen und einer abgesenkten Position erzeugt. Wenn das Anheben des Arms
gewünscht ist, wird im Besonderen eine Betriebsflüssigkeit in eine erste Kammer des
Stellzylinders geleitet, während eine zweite Kammer des Stellzylinders mit einem Behälter
verbunden wird, sodass die anfänglich in der zweiten Kammer vorhandene Betriebsflüssigkeit
abgeleitet wird. Das Gegenteil geschieht, wenn das Absenken des Arms gewünscht wird.
Im Allgemeinen ist die erste Kammer auf der Seite des Zylinderbodens angeordnet und
bewirkt, wenn sie gespeist wird, das Austreten des Zylinderschafts und das Anheben
der Last. Die zweite Kammer ist auf der Seite des Zylinderschafts angeordnet und bewirkt,
wenn sie gespeist wird, den Einzug des Schafts und das Absenken der Last.
[0005] Bekannt sind Hydraulikkreisläufe zur Betätigung von Hydraulikstellantrieben, bei
denen ein erster Kreislaufzweig einen einer Pumpe zugeordneten Hydraulikverteiler
mit der Kammer des Stellantriebs verbindet, die dem Anheben der Last zugeordnet ist,
und ein zweiter Zweig den Verteiler mit der Kammer verbindet, die dem Absenken der
Last zugeordnet ist. Der Kreislauf ist mit einem Ausgleichsventil versehen, das für
die Kontrolle der Flüssigkeitsdurchflussmenge entlang dem ersten Zweig in der Phase
des Absenkens der Last vorgesehen ist. Eine Steuerleitung entnimmt vom zweiten Zweig
einen Steuerdruck, der zur Öffnung des Ausgleichsventils in der Phase des Absenkens
der Last wirkt.
[0006] Zur Steigerung der verfügbaren Öldurchflussmenge auf der Seite des Zylinderbodens
ist es zur Erhöhung der Geschwindigkeit der Ausdehnung des Zylinders möglich, eine
Rückführleitung anzuordnen, die die Zufuhrleitung auf der Seite des Zylinderschafts
mit der Zufuhrleitung auf der Seite des Zylinderbodens verbindet. Diese Leitung erlaubt,
das Öl auf die Seite des Zylinderbodens zu leiten, das von der Seite des Zylinderschafts
während des Ausfahrens der Stange abfließt.
[0007] Die Rückführleitung ist im Allgemeinen mit einem Sperrventil versehen, das nur den
von der Stangenseite zur Bodenseite gerichteten Fluss erlaubt, und mit einem normalerweise
geschlossenen Rückführventil, das beim Öffnen durch einen Steuerdruck gesteuert wird,
der von der Zufuhrleitung auf der Bodenseite des Zylinders entnommen wird.
[0008] Das Rückführventil erfordert eine kontrollierte Steuerung, um ein zu unvermitteltes
Öffnen zu vermeiden. Es gibt nämlich eine besonders kritische Betriebssituation des
Kreislaufs, die auftritt, wenn ausgehend von einer Position, in der die Stange vollkommen
in den Zylinder eingezogen ist, das Ausfahren der Stange befohlen wird. In dieser
Situation wirkt der im Inneren der Kammer der Stange eingeschlossene Druck dem Druck
entgegen, der in der Kammer des Bodens entsteht. Dies erzeugt eine Druckspitze in
der Zufuhrleitung auf der Bodenseite, die sich auch auf den Druck zur Steuerung des
Rückführventils überträgt. Die Spitze des Steuerdrucks bewirkt ein unvermitteltes
Öffnen des Rückführventils, was einen Ruck der Stange nach vorne mit sich bringt.
[0009] Um das unvermittelte Öffnen des Rückführventils zu vermeiden, wird derzeit eine Drainageleitung
verwendet, die die Steuerleitung des Rückführventils mit einem Ablauf verbindet. Diese
Drainageleitung ist mit einer oder mehreren Drainageverengungen versehen, die die
Öldurchflussmenge kontrollieren.
[0010] Die derzeitige Lösung weist einige Nachteile auf.
[0011] Zunächst ist eine kontinuierliche Drainage des Öls erforderlich, das abgelassen wird,
ohne eine Arbeit zu erzeugen. Dies bringt eine Energieverschwendung mit sich.
[0012] Außerdem bringt die kontinuierliche Öldrainage eine Druckminderung in der Steuerleitung
des Rückführventils mit sich. Um das Rückführventil zum Öffnen bringen zu können,
ist daher ein höherer Druck in der Zufuhrleitung auf der Bodenseite des Zylinders
mit einem weiteren Energieaufwand erforderlich. Wenn die Zufuhrleitung außerdem mit
einem Druckbegrenzungsventil in Verbindung ist, gelingt es oft nicht, den nötigen
Druck für die vollständige Öffnung des Rückführventils zu erreichen.
[0013] Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Zufuhrkreislauf für einen
ölhydraulischen Stellantrieb zu bieten, der es erlaubt, die Nachteile der derzeit
verfügbaren Kreisläufe und Vorrichtungen zu überwinden.
[0014] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Kreislaufs besteht darin, dass er keine kontinuierliche
Öldrainage erfordert, sodass der notwendige Energieaufwand begrenzt wird.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen deutlicher aus der
nachfolgenden detaillierten Beschreibung einer Ausführungsform der gegenständlichen
Erfindung hervor, die als Beispiel, aber nicht beschränkend in den beiliegenden Figuren
dargestellt ist, wobei:
- Figur 1 eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Zufuhrkreislaufs darstellt;
- Figur 2 eine schematische Ansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Zufuhrkreislaufs darstellt;
- Figur 3 eine schematische Ansicht einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Zufuhrkreislaufs darstellt.
[0016] Bei der dargestellten Ausführungsform wird der erfindungsgemäße Zufuhrkreislauf verwendet,
um einen hydraulischen Zylinder zu speisen, der dazu dient, das Anheben und Absenken
einer Last zu bewirken.
[0017] Das Anheben und Absenken der Last werden durch einen Zylinder (C) durchgeführt, der
in den Figuren schematisch dargestellt ist. Der Zylinder (C) weist normalerweise zwei
Kammern (C1, C2) auf, die von einem Kolben (P) getrennt sind, dem die Stange (S) zugeordnet
ist, der auf verschiedene Arten mit der zu hebenden Last verbunden ist. Eine erste
Kammer (C1), typischerweise die Kammer, die sich auf der Seite des Zylinderbodens
befindet, dient zur Aufnahme des unter Druck stehenden Öls, um das Anheben der Last
zu veranlassen. Eine zweite Kammer (C2), die auf der Seite der Stange des Zylinders
(C) angeordnet und daher ringförmig ist, ist vorgesehen, um Öl aufzunehmen und das
Absenken der Last zu veranlassen.
[0018] Ein Verteiler, normalerweise ein Ventil mit vier Anschlüssen und drei Stellungen,
ist vorgesehen, um die Zufuhr des unter Druck befindlichen Öls zur ersten Kammer (C1)
oder zur zweiten Kammer (C2) zu veranlassen und gleichzeitig um die Kammer, die nicht
mit unter Druck befindlichem Öl gespeist wird, in Verbindung mit einem Ablauf zu bringen.
Bei der als Beispiel schematisch dargestellten Ausführungsform ist der Verteiler nicht
vorhanden, da er für den branchenkundigen Fachmann bekannt ist. Im Allgemeinen ist
der Verteiler mit einem Schieber versehen, der eine erste Position einnehmen kann,
in der die erste Kammer (C1) in Verbindung mit einer Quelle einer unter Druck befindlichen
Flüssigkeit gebracht ist und die zweite Kammer (C2) in Verbindung mit einem Ablauf
gebracht ist. Der Schieber kann außerdem eine zweite Position einnehmen, in der entgegengesetzte
Verbindungen im Vergleich zu jenen in der ersten Position erzeugt werden. Der Schieber
kann ebenfalls eine zentrale Position einnehmen, in der die erste und die zweite Kammer
(C1, C2) nicht in Verbindung mit der Quelle der unter Druck befindlichen Flüssigkeit
sind.
[0019] Die erfindungsgemäße Kontrollvorrichtung umfasst eine erste Leitung (2), die vorgesehen
ist, um die erste Kammer (C1) des Zylinders (C) mit dem Verteiler zu verbinden. Eine
zweite Leitung (3) ist vorgesehen, um die zweite Kammer (C2) des Zylinders (C) mit
dem Verteiler zu verbinden.
[0020] Ein an der ersten Leitung (2) angeordnetes Ausgleichsventil (4) ist vorgesehen, um
das freie Fließen der Flüssigkeit vom Verteiler zur ersten Kammer (C1) zu erlauben
und um das freie Fließen der Flüssigkeit von der ersten Kammer (C1) zum Verteiler
zu erlauben, nur wenn sie von einem Steuerdruck gespeist wird, der über einem vorher
festgelegten Wert liegt. Das Ausgleichsventil (4), das für den branchenkundigen Fachmann
bekannt ist, hat im Wesentlichen die Funktion, das Abfließen der Betriebsflüssigkeit
von der ersten Kammer (C1) zu verhindern, außer es gibt einen präzisen Befehl dazu
seitens eines Bedieners. Dies ist notwendig, um ein unkontrolliertes Absenken der
Last zu verhindern, auch im Fall von Schäden oder Flüssigkeitsverlust. Das Ausgleichsventil
(4) umfasst im Wesentlichen einen Schieber, der durch eine Feder in eine Schließposition
geschoben wird, in der er das Abfließen der Flüssigkeit aus der ersten Kammer (C1)
verhindert.
[0021] Die zugeführte Flüssigkeit zum Öffnen des Schiebers des Ausgleichsventils (4) wird
von der zweiten Leitung (3) durch eine Steuerleitung (6) entnommen. Auf diese Weise
öffnet sich das Ausgleichsventil (4) bei einem Befehl zum Absenken der Last, da zum
Veranlassen des Absenkens der Last das Betriebsöl über die zweite Leitung (3) zur
zweiten Kammer (C2) zugeführt wird.
[0022] Der erfindungsgemäße Kreislauf umfasst außerdem eine Rückführleitung (5), die die
zweite Leitung (3) mit der ersten Leitung (2) verbindet. Vorzugsweise ist die Rückführleitung
(5) mit einem ersten Abschnitt (21) der ersten Leitung (2) verbunden, der zwischen
dem Ausgleichsventil (4) und dem Zylinder (C) angeordnet ist. Ein Rückführventil (7)
ist an der Rückführleitung (5) angeordnet. Dieses Rückführventil (7) ist auf Befehl
zwischen einer geöffneten Konfiguration, in der es das Fließen entlang der Rückführleitung
(5) ermöglicht, und einer geschlossenen Konfiguration beweglich, in der es das Fließen
entlang der Rückführleitung(5) verhindert. In der Rückführleitung (5) ist vorzugsweise
ein Sperrventil (51), insbesondere ein Rückschlagventil angeordnet, welches ausschließlich
eine Ölfluss von der zweiten zur ersten Leitung (3; 2) hin zulässt. Das Sperrventil
(51) kann vor oder nach dem Rückführventil (7) angeordnet sein.
[0023] Das Rückführventil (7) umfasst einen Schieber, der zwischen einer Schließposition,
in der er die Rückführleitung (5) vollständig verschließt, und einer Öffnungsposition
beweglich ist, in der er die Rückführleitung (5) für den Ölfluss frei macht. Der Schieber
wird durch eine Feder in die Schließposition geschoben, sodass bei nicht vorhandenem
Befehl das Rückführventil (7) in geschlossener Konfiguration bleibt.
[0024] Der erfindungsgemäße Kreislauf umfasst eine Steuerleitung (8), die die erste Leitung
(2) und das Rückführventil (7) verbindet. Die Steuerleitung (8) führt dem Rückführventil
(7) den Druck zu, um den Schieber in die Öffnungsposition zu treiben. Wenn das Öl
der ersten Leitung (2) zugeführt wird, wird der entstehende Druck auf den Schieber
des Rückführventils (7) über die Steuerleitung (8) übertragen, sodass der Schieber
sich in die Öffnungsposition verschiebt.
[0025] Der Zufuhrkreislauf umfasst außerdem eine Drainageleitung (9), die die Steuerleitung
(8) mit einem Ablauf verbindet. Bei der dargestellten Ausführungsform mündet die Drainageleitung
(9) in die zweite Leitung (3), aber sie könnte auch direkt in einen Behälter oder
in eine andere Ablaufleitung münden, wie es bei den beiden schematisch in Figur 1
dargestellten Alternativen gezeigt wird.
[0026] Vorteilhafterweise ist die Drainageleitung (9) mit einem Kontrollventil (10) versehen,
das zwischen einer Öffnungsposition der Drainageleitung (9) und einer Schließposition
der Drainageleitung (9) beweglich ist. Das Kontrollventil (10) ist normalerweise in
Öffnungsposition und wird durch den in der Steuerleitung (8) vorhandenen Druck in
die Schließposition getrieben. Im Wesentlichen umfasst das Kontrollventil (10) einen
Schieber, der zwischen einer Schließposition, in der er die Steuerleitung (8) vollständig
verschließt, und einer Öffnungsposition beweglich ist, in der er die Steuerleitung
(8) für den Ölfluss frei macht. Der Schieber wird durch eine Feder zur Öffnungsposition
geschoben, während er zur Schließposition, durch den Druck geschoben wird, der in
der Steuerleitung(8) vorhanden ist. Wenn der Druck in der Steuerleitung (8) keinen
stärkeren Schub erzeugt als jenen, den die Feder ausübt, bleibt das Kontrollventil
(10) in Öffnungsposition. Wenn der Druck in der Steuerleitung (8) einen stärkeren
Schub erzeugt als jenen, den die Feder ausübt, verschiebt sich das Kontrollventil
(10) in Schließposition.
[0027] Bei allen beschriebenen Ausführungsformen kann die Steuerleitung (8) mit einer oder
mehreren Steuerverengungen (81, 82) versehen sein, die feststehend oder regulierbar
sein können, um die Durchflussmenge in der Steuerleitung (8) zu kontrollieren. Bei
der dargestellten Ausführungsform umfasst die Steuerleitung eine erste Steuerverengung
(81) und eine zweite Steuerverengung (82). Auch die Drainageleitung (9) kann mit einer
oder mehreren feststehenden oder regulierbaren Drainageverengungen (91) versehen sein,
um die Durchflussmenge zu kontrollieren. Die Drainageleitung (9) kann außerdem mit
einem Sperrventil (92), welches vorzugsweise als Rückschlagventil ausgebildet ist,
versehen sein, das den Fluss vom Ablauf zur Steuerleitung (8) verhindert.
[0028] Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Steuerleitung (8) und die Drainageleitung
(9) auf der Höhe eines Knotens (A) fluidisch miteinader verbunden. Die erste Steuerverengung
(81) der Steuerleitung (8) liegt im Abschnitt zwischen dem Knoten (A) und der ersten
Leitung (2). Die zweite Steuerverengung (82) liegt im Abschnitt zwischen dem Knoten
(A) und dem Rückführventil (7). Die Drainageverengung (91) der Drainageleitung (9)
kann unterschiedslos auf der einen oder anderen Seite des Kontrollventils (10) angeordnet
sein.
[0029] Das Kontrollventil (10) erzeugt die folgende Wirkung.
[0030] Ausgehend von einer Konfiguration, bei der die Stange (S) vollständig in den Zylinder
(C) eingezogen ist, erzeugt das Leiten des Öls zur ersten Leitung (2) für das Ausfahren
der Stange (S) im Inneren der Steuerleitung (8) die im einleitenden Teil der Beschreibung
beschriebene Druckspitze, die auf den Restdruck zurückzuführen ist, der in der zweiten
Kammer (C2) des Zylinders vorhanden ist. Die Druckspitze und ein Teil der Ölmenge
in der Steuerleitung (8) leiten sich durch die Drainageleitung (9) ab, da das Kontrollventil
(10) sich in Öffnungsposition befindet. Sobald die anfängliche Druckspitze abgebaut
ist, beginnt der Druck in der ersten Leitung (2) wieder fortschreitend zu steigen.
Wenn der Druck in der Steuerleitung (8) den Eichwert des Kontrollventils (10) erreicht,
das heißt den erforderlichen Wert, um den entgegengesetzten Schub zu überwinden, der
von der auf den Schieber wirkenden Feder ausgeübt wird, bringt sich das Kontrollventil
(10) in Schließposition und verschließt die Drainageleitung (9). Unter diesen Umständen
gelangt das gesamte Öl, das entlang der Steuerleitung (8) fließt, zum Rückführventil
(7), ohne weitere Verluste durch die Drainageleitung (9). Dies erlaubt, den Energieaufwand
des Zufuhrkreislaufs zu beschränken und außerdem die vollständige Öffnung des Rückführventils
(7) zu erzielen.
[0031] Bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform ist das Kontrollventil (10) in das
Rückführventil (7) integriert. Im Wesentlichen ist das Rückführventil (7) mit einem
strukturierten Schieber versehen, um das Öffnen und Schließen sowohl der Rückführleitung
(5) als auch der Drainageleitung (9) zu veranlassen. In einer ersten Position schließt
das Rückführventil (7) die Rückführleitung (5) und öffnet die Drainageleitung (9)
(in Figur 2 dargestellte Position). In einer zweiten Position öffnet das Rückführventil
(7) die Rückführleitung (5) und schließt die Drainageleitung (9). Das Rückführventil
(7) wird zur ersten Position durch eine Feder gebracht, während es zur zweiten Position
durch den Druck gebracht wird, der in der Steuerleitung (8) vorhanden ist. Die Funktionsweise
des Kreislaufs ist im Wesentlichen dieselbe wie jene der Version von Figur 1. Ausgehend
von einer Anfangskonfiguration, bei der die Stange (S) vollkommen in den Zylinder
(C) eingefahren ist, erzeugt die Ölzufuhr zur ersten Leitung (2) die bereits beschriebene
Druckspitze. Das Rückführventil (7) befindet sich in der ersten Position, sodass die
Druckspitze und eine bestimmte Ölmenge sich über die Drainageleitung (9) ableiten.
Wenn die Druckspitze abgebaut ist, steigt der Druck in der Steuerleitung fortschreitend,
bis er einen Wert erreicht, bei dem das Rückführventil (7) sich in die zweite Position
bringt, in der sich die Rückführleitung (5) öffnet und die Drainageleitung (9) sich
schließt.
[0032] Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform ist das Kontrollventil (10) in Form
eines Elektroventils, das normal geöffnet (10a) oder normal geschlossen (10b) werden
kann. Im ersten Fall wird der Schließbefehl für das Kontrollventil (10) elektrisch
von einem Kontrollmodul gesendet.
[0033] Im zweiten Fall wird der Öffnungsbefehl elektrisch von einem Kontrollmodul gesendet.
In beiden Fällen arbeitet das Kontrollmodul auf eine Weise, in der es die für die
Ausführungsformen in Figur 1 und 2 beschriebene Funktionsweise reproduziert.
BEZUGSZEICHEN
[0034]
- C
- Zylinder
- C1
- erste Kammer
- C2
- zweite Kammer
- P
- Kolben
- S
- Stange
- A
- Knoten
- 2
- erste Leitung
- 21
- erster Abschnitt der ersten Leitung
- 3
- zweite Leitung
- 4
- Ausgleichsventil
- 5
- Rückführleitung
- 51
- Sperrventil
- 6
- Steuerleitung
- 7
- Rückführventil
- 8
- Steuerleitung
- 81
- erste Steuerverengung
- 82
- zweite Steuerverengung
- 9
- Drainageleitung
- 91
- Drainageverengung
- 92
- Sperrventil
- 10
- Kontrollventil
- 10a
- Kontrollventil, normal geöffnet
- 10b
- Kontrollventil, normal geschlossen
1. Zufuhrkreislauf für einen ölhydraulischen Stellantrieb, der Folgendes umfasst:
eine erste Leitung (2), die dafür vorgesehen ist, mit einer ersten Kammer (C1) eines
Stellantriebs (C) verbunden zu werden;
eine zweite Leitung (3), die dafür vorgesehen ist, mit einer zweiten Kammer (C2) eines
Stellantriebs (C) verbunden zu werden;
eine Rückführleitung (5), die die erste Leitung (2) und die zweite Leitung (3) verbindet;
ein Rückführventil (7), das an der Rückführleitung (5) angeordnet und konfiguriert
ist, um eine Schließposition einzunehmen, in der es die Rückführleitung (5) verschließt,
und eine Öffnungsposition, in der es die Rückführleitung (5) öffnet; wobei das Rückführventil
(7) normalerweise geschlossen ist und durch die Wirkung eines Steuerdrucks zur Öffnungsposition
schaltbar ist;
eine Steuerleitung (8), die mit der ersten Leitung (2) und dem Rückführventil (7)
verbunden ist, um einen Steuerdruck an das Rückführventil (7) zu übertragen; eine
Drainageleitung (9), die mit der Steuerleitung (8) und mit dem Ablauf oder einer Ablaufleitung
verbunden ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
er ein Kontrollventil (10, 10a, 10b) umfasst, das an der Drainageleitung (9) angeordnet
und konfiguriert ist, um eine Öffnungsposition einzunehmen, in der es den Fluss entlang
der Drainageleitung (9) ermöglicht, und eine Schließposition, in der es die Drainageleitung
(9) verschließt;
die Steuerleitung (8) eine erste Steuerverengung (81) umfasst.
die Drainageleitung (9) eine Drainageverengung (91) umfasst;
2. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Steuerleitung (8) und
die Drainageleitung (9) auf der Höhe eines Knotens (A) fluidisch verbunden sind; wobei
die erste Steuerverengung (81) sich am Abschnitt der Steuerleitung (8) zwischen dem
Knoten (A) und der ersten Leitung (2) befindet.
3. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kontrollventil (10, 10a,
10b) normalerweise geöffnet und durch den in der Steuerleitung (8) vorhandenen Druck
zum Schließen gesteuert werden kann.
4. Kreislauf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Kontrollventil (10, 10a, 10b)
elektrisch oder elektronisch schaltbar ist.
5. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Rückführventil (7) in
Ruhestellung die erste Position einnimmt und zur zweiten Position durch den in der
Steuerleitung (8) vorhandenen Druck schaltbar ist.
6. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kontrollventil (10) im
Rückführventil (7) integriert ist und bei dem das Rückführventil (7) konfiguriert
ist, um eine erste Position einzunehmen, in der das Rückführventil (7) die Rückführleitung
(5) schließt und die Drainageleitung (9) öffnet, und eine zweite Position, in der
das Rückführventil (7) die Rückführleitung (5) öffnet und die Drainageleitung (9)
schließt.
7. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Drainageleitung (9) ein
Sperrventil (92) umfasst, das konfiguriert ist, um den Fluss von der Steuerleitung
(8) kommend zu erlauben und den entgegengesetzten Fluss zu verhindern.
8. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Steuerleitung (8) eine
zweite Steuerverengung (82) umfasst.
9. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Rückführleitung (5) ein
Sperrventil (51) umfasst, das konfiguriert ist, um den Fluss von der zweiten Leitung
(3) zur ersten Leitung (2) zu erlauben und den entgegengesetzten Fluss zu verhindern.
10. Kreislauf nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die erste Leitung (2) ein
Ausgleichsventil (4) umfasst, das vorgesehen ist, um das freie Fließen der Flüssigkeit
zur ersten Kammer (C1) zu erlauben und um das freie Fließen der Flüssigkeit aus der
ersten Kammer (C1) nur zu erlauben, wenn sie von einem Steuerdruck gespeist wird,
der über einem vorher festgelegten Wert liegt.