[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Teleskopschiene mit mindestens einem ersten
Schienenelement aus einem elektrisch leitfähigen Material und einem zweiten Schienenelement
aus einem elektrisch leitfähigen Material, wobei das erste und das zweite Schienenelement
jeweils zwei Laufflächen aufweisen, wobei auf den zwei Laufflächen des ersten Schienenelements
in einem Wälzkörperkäfig aufgenommene Wälzkörper angeordnet sind und auf den zwei
Laufflächen des zweiten Schienenelements in einem Wälzkörperkäfig aufgenommene Wälzkörper
angeordnet sind, und wobei das erste und das zweite Schienenelement gegeneinander
zwischen einer Einzugsposition und einer Auszugsposition entlang einer Auszugsrichtung
verfahrbar sind.
[0002] Teleskopschienen mit mindestens zwei Schienenelementen und einem Wälzkörperkäfig
mit darin aufgenommenen Wälzkörpern zu der Reduzierung der Reibung zwischen den Schienenelementen
bei einer Auszugsbewegung sind in mannigfaltigen Ausführungsformen aus dem Stand der
Technik bekannt. Sie werden in verschiedenen Haushaltsgeräten aber auch im Automobilbau
und in vielen weiteren Anwendungen eingesetzt.
[0003] Während eine Vielzahl von Anwendungsbereichen bereits mit den bekannten Teleskopschienen
adressiert werden kann, haben sich Teleskopschienen in Mikrowellenöfen bisher nicht
etablieren können. Hat man eine Teleskopschiene, deren Schienenelemente aus einem
elektrisch leitfähigen Material, insbesondere aus einem Metallblech, hergestellt sind,
so führt im Betrieb des Mikrowellenofens die auf die Teleskopschiene auftreffende
Mikrowellenstrahlung zu einer lokalen Aufladung der Schienenelemente und bei einer
hinreichend großen Potenzialdifferenz zwischen den einzelnen Schienenelementen zu
einer Funkenentladung zwischen diesen.
[0004] Um eine Funkenentladung zu vermeiden sind, beispielsweise aus der
EP 2 988 068 A1, Konstruktionen bekannt, bei denen die Schienenelemente durch die Ausbildung hinreichend
großer und elektrisch isolierender Wälzkörper einen ausreichend großen Abstand voneinander
aufweisen. Allerdings weisen diese Teleskopschienen ein sehr großes Einbaumaß auf.
[0005] Daher gibt es ein Bedürfnis nach einer Teleskopschiene, welche die vorgenannten Nachteile
zumindest teilweise vermeidet.
[0006] Daher wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine Teleskopschiene der eingangs genannten
Art für einen Mikrowellenofen so auszugestalten, dass das erste Schienenelement ein
mit dem ersten Schienenelement mitbewegtes Abschirmelement aus einem für eine Mikrowellenstrahlung
des Mikrowellenofens intransparenten Material aufweist, wobei das Abschirmelement
einen Verbindungsabschnitt, der sich im Wesentlichen parallel zu dem Rückenabschnitt
erstreckt, einen ersten Schenkelabschnitt und einen zweiten Schenkelabschnitt aufweist,
so dass das Abschirmelement das erste und das zweite Schienenelement mit einem im
Wesentlichen U-förmigen Querschnitt umgreift, wobei der Verbindungsabschnitt, der
erste Schenkelabschnitt und der zweite Schenkelabschnitt eine Länge in der Auszugsrichtung
aufweisen, so dass das Abschirmelement in der Einzugsposition das erste und das zweite
Schienenelement über ihre gesamte Länge in der Auszugsrichtung abdeckt, und wobei
das Abschirmelement einen den Verbindungsabschnitt und den ersten Schenkelabschnitt
verbindenden, gekrümmten ersten Übergangsabschnitt aufweist.
[0007] Die Energie der Mikrowellenstrahlung innerhalb der Ofenmuffel eines Mikrowellenofens
wird von allen metallischen Oberflächen zu einem Teil reflektiert und zu einem Teil
absorbiert. Die Absorption der Mikrowellenstrahlung führt zu einer Erwärmung sowie
wie eingangs beschrieben zu einer elektrischen Aufladung der metallischen Teile. Als
kritisch haben sich dabei die labyrinthartigen Geometrien von Teleskopschienen erwiesen.
Die elektromagnetische Mikrowellenstrahlung wird zwischen den einzelnen Elementen
einer aus einem elektrisch leitfähigen Material hergestellten Teleskopschiene so lange
hin und her reflektiert, bis sie von einem der Elemente der Teleskopschiene letztlich
vollständig absorbiert wird. Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Schienenelemente
sowie gegebenenfalls die Wälzkörperkäfige und die Wälzkörper vor der Mikrowellenstrahlung
abzuschirmen. Diese Aufgabe übernimmt das erfindungsgemäße Abschirmelement.
[0008] Entscheidend für die Funktion des Abschirmelements ist die Notwendigkeit, dass das
Abschirmelement im Betrieb des Mikrowellenofens das erste und das zweite Schienenelement
über ihre gesamte Länge hinweg abdeckt. Dazu weist das Abschirmelement eine Länge
in der Auszugsrichtung auf, so dass das Abschirmelement in der Einzugsposition die
beiden Schienenelemente vollständig abdeckt. Mikrowellenöfen lassen sich in der Regel
nur dann in Betrieb setzen, wenn die Tür des Mikrowellenofens geschlossen ist. Nur
dann kann die elektromagnetische Mikrowellenstrahlung auf die Teleskopschiene einwirken.
Ein Schließen der Tür setzt jedoch voraus, dass die Schienenelemente der Teleskopschiene
nicht mehr über die Muffel des Mikrowellenofens überstehen. Daher ist das Abschirmelement
derart am ersten Schienenelement angeordnet, dass es bei einer Auszugsbewegung des
ersten Schienenelements mit diesem mitbewegt wird. Dabei ist in einer Ausführungsform
der Erfindung das Abschirmelement ein von dem ersten Schienenelement getrennt hergestelltes
Teil, welches dann mit dem ersten Schienenelement verbunden wird. Dabei kann die Verbindung
zwischen dem Abschirmelement und dem ersten Schienenelement lösbar ausgestaltet sein.
In einer Ausführungsform jedoch ist das Abschirmelement, beispielsweise durch Verschweißen,
fest mit dem ersten Schienenelement verbunden.
[0009] Das Abschirmelement erlangt seine Wirksamkeit als Abschirmung des ersten und des
zweiten Schienenelements vor der Mikrowellenstrahlung in der Ofenmuffel durch seine
Geometrie in einem Querschnitt senkrecht zu der Auszugsrichtung. Das Abschirmelement
ist derart beschaffen, dass es das erste und das zweite Schienenelement mit einem
im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt (in einer Querschnittsebene senkrecht zu der
Auszugsrichtung) umgreift. Dabei weist das Abschirmelement einen Verbindungsabschnitt
auf, der sich im Wesentlichen parallel zu dem Rückenabschnitt des ersten Schienenelements
erstreckt. In einer Ausführungsform ist das Abschirmelement an seinem Verbindungsabschnitt
mit dem Rückenabschnitt des ersten Schienenelements verbunden.
[0010] Im eingebauten Zustand erstrecken sich dann der erste und der zweite Schenkelabschnitt
ausgehend von dem Verbindungsabschnitt in Richtung der Ofenmuffel. Dabei sind in einer
Ausführungsform der Erfindung der erste Schenkelabschnitt und der zweite Schenkelabschnitt
im Wesentlichen senkrecht zu dem Verbindungsabschnitt.
[0011] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die von dem ersten Schienenelement weg
zeigende Oberfläche des Verbindungsabschnitts des Abschirmelements eine ebene ausgedehnte
Fläche. Eine solche reflektiert die Mikrowellenstrahlung in vorteilhafter Weise. Ebenso
weisen in einer Ausführungsform der Erfindung die von dem ersten Schienenelement weg
zeigenden Oberflächen des ersten Schenkelabschnitts und des zweiten Schenkelabschnitts
ebene ausgedehnte Flächen auf, um eine gute Reflexion der Mikrowellenstrahlung bereitzustellen.
[0012] Für die abschirmende Wirkung des Abschirmelements ist es entscheidend, dass das Abschirmelement
ein für die Mikrowellenstrahlung des Mikrowellenofens intransparentes Material aufweist.
Derartige intransparente Materialien absorbieren die Mikrowellenstrahlung oder reflektieren
diese vorzugsweise.
[0013] In einer Ausführungsform der Erfindung hat die Mikrowellenstrahlung des Mikrowellenofens
eine Frequenz von 2,4 GHz. Es versteht sich, dass in einer solchen Ausführungsform
das Abschirmelement ein Material aufweist, welches für Mikrowellenstrahlung mit einer
Frequenz von 2,4 GHz intransparent ist.
[0014] Beispiele für Materialien, welche für die Mikrowellenstrahlung eines Mikrowellenofens
intransparent sind, sind Metalle und Materialien wie z.B. Glas, in das metallische
Materialien eingebettet sind.
[0015] In einer Ausführungsform der Erfindung sind zumindest die von den ersten und zweiten
Schienenelementen wegzeigenden Oberflächen des Abschirmelements, vorzugsweise eines
Abschirmelements aus Metall, mit einer Beschichtung, beispielsweise einer leicht zu
reinigenden Beschichtung, einer Beschichtung mit SiO
2 oder einer Keramik, versehen.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Abschirmelement aus einem
massiven Metallblech ohne Durchbrechungen in dem Material oder mit nur einer geringen
Anzahl von Durchbrechungen hergestellt.
[0017] Im Sinne der vorliegenden Anmeldung wird unter der Einzugsposition diejenige Position
des ersten und des zweiten Schienenelements relativ zueinander verstanden, in welcher
die Teleskopschiene vollständig eingeschoben ist. Typischerweise ist die Einzugsposition
durch das Erreichen eines Endanschlags gekennzeichnet.
[0018] Wenn im Sinne der vorliegenden Anmeldung von einer Teleskopschiene die Rede ist,
so ist dieser Begriff derart allgemein zu verstehen, dass nicht nur Schienen davon
umfasst sind, bei welchen das erste Schienenelement und das zweite Schienenelement
in etwa die gleiche Länge aufweisen, sondern auch Linearführungen, bei denen das erste
Schienenelement deutlich kürzer ist als das zweite Schienenelement. Auch in einer
solchen Ausführungsform deckt das Abschirmelement das erste Schienenelement und das
zweite Schienenelement in der Einzugsposition über ihre gesamte Länge in der Auszugsrichtung
ab.
[0019] Wenn in der vorliegenden Anmeldung ausgeführt wird, dass die erfindungsgemäße Teleskopschiene
ein erstes Schienenelement und ein zweites Schienenelement aufweist, so schließt dies
nicht aus, dass die Teleskopschiene weitere Schienenelemente, insbesondere zum Bereitstellen
eines Vollauszugs, umfasst.
[0020] Im Sinne der vorliegenden Anmeldung ist das erste Schienenelement der erfindungsgemäßen
Teleskopschiene das bewegte Schienenelement, welches im eingebauten Zustand der Teleskopschiene
den Gargutträger aufnimmt und aus der Ofenmuffel gegenüber dem zweiten Schienenelement
und gegebenenfalls gegenüber einem oder mehreren weiteren Schienenelementen herausgezogen
wird. Dabei ist im eingebauten Zustand der Teleskopschiene der erste Schenkelabschnitt
des Abschirmelements der oben liegende Schenkelabschnitt und dieser nimmt in einer
Ausführungsform den Gargutträger auf.
[0021] Unter einem Wälzkörper im Sinne der vorliegenden Anmeldung wird ein Rotationskörper
verstanden, der als Element einer Führung die Reibung zwischen den verschiedenen Schienenelementen
erheblich reduziert und damit eine Relativbewegung zweier Schienenelemente zueinander
erleichtert. Wälzkörper sind beispielsweise Kugeln, Rollen, Tonnen, Nadeln oder Kegel.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Wälzkörper Kugeln. Es
versteht sich, dass in diesem Falle der Wälzkörperkäfig ein Kugelkäfig ist. Insbesondere
können in einer Ausführungsform der Erfindung die Wälzkörper aus einem elektrisch
leitfähigen Material, beispielsweise aus Stahl, hergestellt sein.
[0022] In einer Ausführungsform der Erfindung sind das erste Schienenelement und/oder das
zweite Schienenelement und/oder das Abschirmelement aus einem Material gefertigt,
das ausgewählt ist aus einer Gruppe bestehend aus Stahlblech, aluminiertem Stahlblech
und Edelstahl.
[0023] Es versteht sich, dass in einer Ausführungsform der Erfindung, in der das Abschirmelement
aus einem Blechmaterial gebildet ist, alle Elemente oder Abschnitte des Abschirmelements
durch entsprechendes Abkanten oder Biegen eines vorher auf das entsprechende Maß ausgeschnittenen
Blechabschnitts hergestellt werden können.
[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Abschirmelement aus einem ferritischen
Stahl hergestellt. Ferritischer Stahl weist gegenüber austenitischem Stahl unter der
Einwirkung von Mikrowellenstrahlung eine geringere Aufheizung auf.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind das erste Schienenelement, das
zweite Schienenelement und das Abschirmelement aus einem austenitischen Stahl hergestellt.
Austenitischer Stahl führt zu einer verbesserten Korrosionsbeständigkeit.
[0026] In einer Ausführungsform der Erfindung weist zumindest das erste Schienenelement
oder das zweite Schienenelement zwei Schenkel auf, welche die Laufflächen für die
Wälzkörper bilden und einen die beiden Schenkel verbindenden Rückenabschnitt.
[0027] Es hat sich herausgestellt, dass für die Funktion des Abschirmelements als Abschirmung
für die Mikrowellenstrahlung die Ausgestaltung eines ersten Übergangsabschnitts, welcher
den Verbindungsabschnitt und den ersten Schenkelabschnitt des Abschirmelements miteinander
verbindet, von entscheidender Bedeutung ist. Im Bereich dieses Übergangsabschnitts
tritt eine verstärkte Erwärmung und elektrische Aufladung des Abschirmelements auf.
Erst die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Übergangsabschnitts mit einer im Querschnitt
senkrecht zu der Auszugsrichtung gekrümmten Form bewirkt eine Reflexion der Mikrowellenstrahlung
auch in diesem Übergangsabschnitt.
[0028] Dabei weist der erste Übergangsabschnitt in einer Ausführungsform einen Krümmungsradius
von 4 mm oder mehr, vorzugsweise von 5 mm oder mehr und besonders bevorzugt von 6
mm oder mehr auf.
[0029] Aufgrund der Geometrie der Ofenmuffel und der Anordnung einer typischen Mikrowellenquelle
relativ zu den Teleskopschienen bewirkt bereits die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des ersten Übergangsabschnitts zwischen dem Verbindungsabschnitt und dem ersten Schenkelabschnitt,
d.h. der Übergangsabschnitt zu dem im eingebauten Zustand der Teleskopschiene oberen
Schenkelabschnitt, eine starke Reduzierung der elektrischen Aufladung der Teleskopschiene.
[0030] Allerdings ist in einer Ausführungsform der Erfindung zusätzlich das Abschirmelement
so ausgestaltet, dass es einen den Verbindungsabschnitt und den zweiten Schenkelabschnitt
verbindenden, gekrümmten zweiten Übergangsabschnitt aufweist, wobei der zweite Übergangsabschnitt
einen Krümmungsradius von 4 mm oder mehr, vorzugsweise von 5 mm oder mehr und besonders
bevorzugt von 6 mm oder mehr aufweist.
[0031] In einer Ausführungsform der Erfindung werden der erste Schenkelabschnitt, der zweite
Schenkelabschnitt und der Verbindungsabschnitt des Abschirmelements von eben ausgedehnten
Elementen gebildet und der erste und der zweite Übergangsabschnitt werden von an diese
Flächenabschnitte angrenzenden, in einer Querschnittsebene senkrecht zu der Auszugsrichtung
teilkreisbogenförmigen Abschnitten gebildet.
[0032] Um eine möglichst gute Abschirmungswirkung zu erzielen weisen in einer Ausführungsform
der Erfindung der erste Schenkelabschnitt und der erste Übergangsabschnitt zusammen
eine Tiefe in einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung auf, die im Wesentlichen
gleich der Tiefe aller Schienenelemente zusammen in der Richtung senkrecht zu der
Auszugsrichtung ist, wobei vorzugsweise der zweite Schenkelabschnitt und der zweite
Übergangsabschnitt zusammen eine Tiefe in der Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung
aufweisen, die im Wesentlichen gleich der Tiefe in der Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung
aller Schienenelemente zusammen ist. Auf diese Weise sind die Schienenelemente vollständig
auf drei Seiten davon von dem Abschirmelement umschlossen.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Abschirmelement an einem
in der Auszugsrichtung vorderen Ende einen Abdeckabschnitt auf, der sich im Wesentlichen
senkrecht zu dem Verbindungsabschnitt erstreckt, wobei der Abdeckabschnitt eine Fläche
aufweist, die im Wesentlichen den ganzen von dem Verbindungsabschnitt und dem ersten
und dem zweiten Schenkelabschnitt definierten Querschnitt des Abschirmelements abdeckt.
[0034] Es versteht sich, dass der Abdeckabschnitt in einem eingebauten Zustand der Teleskopschiene
an dem zu der Tür des Mikrowellenofens hin zeigenden Ende des ersten Schienenelements
angeordnet ist. Dieser Abdeckabschnitt verhindert das Eintreten von Mikrowellenstrahlung
in den Bereich zwischen den Schienenelementen von der Tür des Mikrowellenofens her.
Der Abdeckabschnitt vervollständigt damit die abschirmende Wirkung des Abschirmelements.
Zudem kann der Abdeckabschnitt einen Überstand gegenüber einer oberen Fläche des ersten
Schenkelabschnitts aufweisen, so dass der Abdeckabschnitt auch als vorderer Anschlag
für einen Gargutträger dient.
[0035] Dabei gilt es, Spalte zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt sowie
dem ersten und dem zweiten Übergangsabschnitt und dem Abdeckabschnitt weitgehend zu
reduzieren. Daher weist in einer Ausführungsform der Erfindung das Abschirmelement
einen den Verbindungsabschnitt und den Abdeckabschnitt verbindenden, gekrümmten dritten
Übergangsabschnitt auf, wobei dieser dritte Übergangsabschnitt einen Krümmungsradius
von weniger als 6 mm, vorzugsweise von weniger als 5 mm und besonders bevorzugt von
weniger als 4 mm aufweist. Es hat sich gezeigt, dass ein geringer Krümmungsradius
des dritten Übergangsabschnitts durch ein damit verbundenes Schließen von etwaigen
Spalten, durch welche die Mikrowellenstrahlung in den Bereich der Schienenelemente
eintreten kann, einen größeren Effekt hat als eine verringerte Reflexion an dem vierten
Übergangsabschnitt mit einem großen Krümmungsradius an dieser Stelle.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Abschirmelement an einem
in der Auszugsrichtung hinteren Ende des ersten Schenkelabschnitts einen Gargutträgeranschlag
auf, wobei sich der Gargutträgeranschlag im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten Schenkelabschnitt
erstreckt. Durch diese Ausgestaltung des Abschirmelements mit einem Gargutträgeranschlag
senkrecht zu dem ersten Schenkelabschnitt kann eine entsprechende Ausbildung des ersten
Schienenelements entfallen.
[0037] Der Gargutträgeranschlag springt gegenüber dem Abschirmelement, insbesondere gegenüber
dem ersten Schenkelabschnitt des Abschirmelements, hervor und entfaltet daher eine
Antennenwirkung für die Mikrowellenstrahlung des Mikrowellenofens. Daher gilt es,
den Gargutträgeranschlag möglichst reflektierend für die Mikrowellenstrahlung auszugestalten.
Dies wird durch eine gekrümmte Außenkontur mit einem vorzugsweise großen Krümmungsradius
erreicht. Daher weist der Gargutträgeranschlag in einer Ausführungsform der Erfindung
eine gekrümmte Außenkontur auf, wobei vorzugsweise der Krümmungsradius der Außenkontur
4 mm oder mehr, bevorzugt 5 mm oder mehr und besonders bevorzugt 6 mm oder mehr beträgt.
[0038] In einer Ausführungsform der Erfindung hat der Gargutträgeranschlag eine Tiefe in
einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung, die mindestens gleich 2/3 der Tiefe
des ersten Schenkelabschnitts in der Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung ist.
Vorzugsweise ist aber die Tiefe des Gargutträgeranschlags in der Richtung senkrecht
zu der Auszugsrichtung gleich der Tiefe des ersten Schenkelabschnitts in der Richtung
senkrecht zu der Auszugsrichtung.
[0039] In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Abschirmelement einen mit dem ersten
Schenkelabschnitt oder mit dem zweiten Schenkelabschnitt verbundenen, sich im Wesentlichen
parallel zu dem Verbindungsabschnitt erstreckenden rückwärtigen Abschnitt auf. Dieser
rückwärtige Abschnitt umgreift die Schienenelemente und bildet einen Wandabschnitt
des Abschirmelements auf einer vierten Seite.
[0040] Dabei hat sich als besonders zweckmäßig eine Ausführungsform erwiesen, in welcher
der rückwärtige Abschnitt mit dem ersten Schenkelabschnitt verbunden ist und das erste
Schienenelement einen größeren Abstand zu dem ersten Schenkelabschnitt des Abschirmelements
aufweist als das zweite Schienenelement. Auf diese Weise verschließt der rückwärtige
Abschnitt das nicht von dem Rückenabschnitt des zweiten Schienenelements abgedeckte
Volumen innerhalb des Abschirmelements.
[0041] In einer alternativen dazu Ausführungsform weist das erste Schienenelement einen
geringeren Abstand zu dem ersten Schenkelabschnitt des Abschirmelements auf als das
zweite Schienenelement, wobei in dieser Ausführungsform vorzugsweise kein mit dem
zweiten Schenkelabschnitt verbundener rückwärtiger Abschnitt vorgesehen ist.
[0042] Es versteht sich, dass in einer Ausführungsform der Erfindung das Abschirmelement
einen den ersten oder den zweiten Schenkelabschnitt mit dem rückwärtigen Abschnitt
verbindenden vierten Übergangsabschnitt aufweist. Auch der vierte Übergangsabschnitt
ist in einer Ausführungsform wieder gekrümmt ausgestaltet und hat einen großen Krümmungsradius,
vorzugsweise einen Krümmungsradius von 4 mm oder mehr, besonders bevorzugt von 5 mm
oder mehr und insbesondere bevorzugt von 6 mm oder mehr.
[0043] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Teleskopschiene so ausgestaltet, dass
das erste Schienenelement mindestens ein elektrisch leitfähiges Kontaktelement aufweist
und das zweite Schienenelement mindestens ein elektrisch leitfähiges Kontaktelement
aufweist, wobei das Kontaktelement des ersten Schienenelements und das Kontaktelement
des zweiten Schienenelements derart ausgestaltet und an den Schienenelementen angeordnet
sind, dass in der Einzugsposition entweder das Kontaktelement des ersten Schienenelements
und das Kontaktelement des zweiten Schienenelements in Eingriff miteinander sind oder
dass das Kontaktelement des ersten Schienenelements und das Kontaktelement des zweiten
Schienenelements jeweils mit einem mit dem Wälzkörperkäfig mitbewegten elektrisch
leitenden Leitelement in Eingriff sind, so dass in der Einzugsposition eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Schienenelement besteht.
[0044] Eine solche Ausführungsform bewirkt einen Potenzialausgleich zumindest eines Schienenelements,
welches der Mikrowellenstrahlung ausgesetzt ist. Dabei ist es zunächst unerheblich,
ob die dort entstandenen lokalen Aufladungen auf ein unmittelbar benachbartes Schienenelement
oder ein anderes Schienenelement abfließen. Bei einem Vollauszug mit drei Schienenelementen
können die Ladungen alternativ auf das mittlere Schienenelement oder auf das innere
Schienenelement abfließen. Es hat sich gezeigt, dass solche Kontaktelemente in der
Einzugsposition nicht nur wirksam einen Funkenschlag zwischen Kanten und Spitzen benachbarter
Schienenelemente verhindern können, sondern auch einen punktuellen Stromfluss über
die Wälzkörper der Teleskopschiene. Letzteres erweist sich insbesondere deshalb als
vorteilhaft, da punktuelle Ströme, welche über die Berührungspunkte der Wälzkörper
mit den Laufflächen der Schienenelemente fließen, zu einer Beschädigung der Wälzkörper
und der Laufflächen führen können und darüber hinaus Schmiermittel in der Umgebung
der Wälzkörper durch thermischen Einfluss zerstört werden kann.
[0045] Die Kombination aus der Bereitstellung eines Potenzialausgleichs und einem Abschirmelement
hat sich insbesondere bei Teleskopschienen, deren Schienenelemente aus einem austenitischen
Stahl hergestellt sind, als vorteilhaft erwiesen.
[0046] In einer Ausführungsform sind in zumindest einer anderen Position als der Einzugsposition
das Kontaktelement des ersten Schienenelements und des Kontaktelement des zweiten
Schienenelements nicht in Eingriff miteinander oder sind zumindest das Kontaktelement
des ersten Schienenelements oder das Kontaktelement des zweiten Schienenelements nicht
in Eingriff mit dem Leitelement, so dass in der zumindest einen anderen Position die
elektrisch leitende Verbindung unterbrochen ist. Entscheidend für diese Ausführungsform
der Erfindung ist die Erkenntnis, dass der mechanische Eingriff und damit die direkte
elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kontaktelementen nur im eingeschobenen
Zustand erforderlich sind. Ein Schließen der Tür eines Mikrowellenofens setzt voraus,
dass die Schienenelemente der Teleskopschiene nicht mehr über die Muffel des Mikrowellenofens
überstehen. Die erfindungsgemäßen Kontaktelemente stellen in dieser Ausführungsform
zumindest in einer anderen als der Einzugsposition keine elektrisch leitende Verbindung
bereit, d.h. die elektrisch leitende Verbindung ist dann unterbrochen.
[0047] Unter einem Eingriff zwischen dem Kontaktelement des ersten Schienenelements und
dem Kontaktelement des zweiten Schienenelements wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung
ein unmittelbarer mechanischer Kontakt ihrer Oberflächen verstanden, welcher derart
beschaffen ist, dass ein elektrischer Strom zwischen den Kontaktelementen und über
die Eingriffsstelle, d.h. über den Berührungspunkt zwischen den beiden Kontaktelementen,
fließen kann.
[0048] Es versteht sich, dass die Kontaktelemente elektrisch leitend mit den Schienenelementen
verbunden sind, um den Potenzialausgleich bereitstellen zu können. In einer Ausführungsform
ist zumindest eines der Kontaktelemente einstückig mit dem jeweiligen Schienenelement
ausgebildet.
[0049] In einer Ausführungsform wird zumindest eines der Kontaktelemente von einem Vorsprung
an dem ersten oder zweiten Schienenelement gebildet. Es ist dabei zweckmäßig wenn
der Vorsprung in der Auszugsrichtung eine größere Ausdehnung aufweist als in einer
Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung. Eine größere Ausdehnung des Vorsprungs
in der Auszugsrichtung als in einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung gewährleistet
die Funktion der Kontaktelemente auch dann, wenn die Teleskopschiene nicht vollständig
eingefahren, d.h. in der Einzugsposition ist.
[0050] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Kontaktelement des ersten
Schienenelements von einem Vorsprung gebildet und das Kontaktelement des zweiten Schienenelements
ist von einem Vorsprung gebildet, wobei der Vorsprung an dem ersten Schienenelement
in der Auszugsrichtung eine größere Ausdehnung aufweist als in einer Richtung senkrecht
zu der Auszugsrichtung und wobei der Vorsprung an dem zweiten Schienenelement in der
Auszugsrichtung eine geringere Ausdehnung aufweist als in der zu der Auszugsrichtung
senkrechten Richtung. Derart gekreuzt zueinander auf den beiden Schienenelementen
angeordnete, länglich ausgedehnte Vorsprünge als Kontaktelemente vermögen die Toleranzen
der Profile der Schienenelemente und des zum Zusammenbaus zu kompensieren. Dabei umfasst
die zu berücksichtigende Toleranzkette in einer Ausführungsform auch die Abmessungen
des Bauraums eines Haushaltsgeräts, insbesondere die Muffel eines Mikrowellenofens,
sowie die diesen verschließende Tür.
[0051] In einer Ausführungsform der Erfindung stellt die Teleskopschiene einen Vollauszug
bereit, wobei die Teleskopschiene zwei äußere Schienenelemente und ein mittleres Schienenelement
aufweist und wobei der Vorsprung mit der in Auszugsrichtung größeren Ausdehnung als
der Ausdehnung in der Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung an dem mittleren Schienenelement
vorgesehen ist.
[0052] In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Kontaktelemente ausschließlich in
der Einzugsposition, d.h. bei Erreichen des Endanschlags miteinander oder beide mit
dem Leitelement in Eingriff.
[0053] Eine der zuvor genannten Aufgaben wird auch durch einen Mikrowellenofen mit einer
Teleskopschiene in einer Ausführungsform davon, sowie sie zuvor beschrieben wurden,
gelöst.
[0054] In einer Ausführungsform der Erfindung hat das Abschirmelement einen Abstand von
einer Seitenwand einer Ofenmuffel des Mikrowellenofens von 5 mm oder mehr.
[0055] In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Längen der Schienenelemente der Teleskopschiene
so gewählt, dass diese sich bei geschlossener Tür des Mikrowellenofens in der Einzugsposition
oder aber in einer nur teilweise ausgezogenen Position befindet.
[0056] In einer Ausführungsform weist der Mikrowellenofen eine Quelle für Mikrowellenstrahlung
mit einer Frequenz von etwa 2,4 GHz auf.
[0057] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden anhand der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Teleskopschiene und der dazugehörigen Figuren deutlich.
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Teleskopschiene
in der Einzugsposition.
- Figur 2
- zeigt eine Draufsicht auf die Stirnseite der Teleskopschiene aus Figur 1.
- Figur 3
- zeigt eine Querschnittsansicht der Teleskopschiene aus Figur 1 in einer Ebene senkrecht
zu der Auszugsrichtung.
- Figur 4
- eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform einer Teleskopschiene
gemäß der vorliegenden Erfindung in einer Ebene senkrecht zu der Auszugsrichtung.
[0058] In den Figuren sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0059] Beide Teleskopschienen 1, 1' gemäß Figuren 1 bis 3 einerseits und gemäß Figur 4 andererseits
weisen jeweils drei Schienenelemente 2, 3, 4 auf. Die Teleskopschienen 1, 1' sind
daher beide Vollauszüge, d.h. ein auf ihnen aufgenommener Gargutträger kann über eine
Länge aus der Ofenmuffel eines Mikrowellenofens herausgezogen werden, welche mindestens
gleich der Länge des Gargutträgers in der Auszugsrichtung ist.
[0060] Im Sinne der vorliegenden Anmeldung wird das in den beiden Ausführungsformen dargestellte
Schienenelement, welches vollständig herausgezogen werden kann, als erstes Schienenelement
4 bezeichnet, während das mit 2 bezeichnete Schienenelement das zweite Schienenelement
bildet. Das zweite Schienenelement 2 ist in der dargestellten Ausführungsform unmittelbar
oder mittelbar mit der Muffel des Mikrowellenofens verbunden und bildet daher das
stationäre Schienenelement. Zwischen dem ersten Schienenelement 4 und dem zweiten
Schienenelement 2 ist ein weiteres, drittes Schienenelement 3 angeordnet, welches
das mittlere Schienenelement des Vollauszugs bildet. Das erste Schienenelement 4 und
das zweite Schienenelement 2 bestehen jeweils aus einem Rückenabschnitt 5, 6 und zwei
Schenkeln 7, 8 bzw. 9, 10. Jeweils die Innenflächen der Schenkel 7, 8, 9, 10 bilden
die Laufflächen der Schienenelemente 2, 4. Das dritte, mittlere Schienenelement 3
weist demgegenüber vier Laufflächen auf, die jeweils nach außen zeigen. Zwischen den
Laufflächen des zweiten Schienenelements 2 und zwei Laufflächen des mittleren Schienenelements
3 sowie zwischen den Laufflächen des ersten Schienenelements 4 und zwei weiteren Laufflächen
des mittleren Schienenelements 3 sind Kugeln 11 als Wälzkörper angeordnet. Dabei sind
die Kugeln 11 in Kugelkäfigen 12, 13 geführt, die sich zwischen den Schienenelementen
2, 3, 4 erstrecken.
[0061] Die Schienenelemente sind so ausgestaltet, dass sie in der in Figur 1 gezeigten Einzugsposition
elektrisch leitende Kontakte bereitstellen, so dass ein Potenzialausgleich zwischen
den drei Schienenelementen 2, 3, 4 erfolgen kann. Auf diese Weise wird die Wahrscheinlichkeit
für einen Funkenüberschlag insbesondere an Ecken und Kanten der Schienenelemente 2,
3, 4 bzw. der Kugelkäfige 12, 13 reduziert. Zu solchen Potenzialdifferenzen zwischen
den Schienenelementen 2, 3, 4 kann es kommen, wenn die in der Muffel eines Mikrowellenofens
angeordnete Teleskopschiene 1, 1' der Mikrowellenstrahlung ausgesetzt ist. Zudem gilt
es durch die elektrisch leitenden Kontakte zu verhindern, dass es zu einem im Wesentlichen
punktförmigen Stromfluss über die Kugeln 11 zwischen den Schienenelementen 2, 3, 4
kommt.
[0062] Es hat sich jedoch herausgestellt, dass insbesondere in Abhängigkeit von dem für
die Herstellung der Schienenelemente 2, 3, 4 verwendeten Metall die elektrisch leitenden
Kontakte zwischen den Schienenelementen gegebenenfalls nicht ausreichen, um einen
Funkenschlag bzw. einen Stromfluss über die Kugeln 11 vollständig zu verhindern. Daher
weisen die Teleskopschienen 1, 1' gemäß den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
zusätzlich ein Abschirmelement 14 aus Metallblech auf. Dieses umgibt die Schienenelemente
2, 3, 4 in der Einzugsposition auf mindestens vier Seiten davon vollständig.
[0063] Das Abschirmelement 14 weist dazu einen eben ausgedehnten sich parallel zum Rückenabschnitt
6 des ersten Schienenelements 4 erstreckenden Verbindungsabschnitt 15 auf. In der
Querschnittsansicht aus Figur 3 ist erkennbar, dass der Verbindungsabschnitt 15 in
einer Ebene senkrecht zu der Auszugsrichtung 28 betrachtet im Wesentlichen von einem
Abschnitt einer Geraden gebildet wird. Auf der Ober- bzw. Unterseite weist das Abschirmelement
einen ersten Schenkelabschnitt 17 und einen zweiten Schenkelabschnitt 18 auf. Diese
erstrecken sich in der dargestellten Ausführungsform senkrecht zu dem Verbindungsabschnitt
15. Auf der Oberfläche 19 des ersten Schenkelabschnitts 17 ist der Gargutträger aufnehmbar.
[0064] Wie der Querschnittsansicht aus Figur 3 zu entnehmen ist, erstrecken sich die ersten
und zweiten Schenkelabschnitte 17, 18 im Querschnitt in Form von Geradenabschnitten
und bilden eben ausgedehnte Außenflächen (16, 19, siehe Figur 1). Der Verbindungsabschnitt
15 ist einerseits über einen ersten gekrümmten Übergangsabschnitt 20 mit dem ersten
Schenkelabschnitt 17 und andererseits über einen zweiten gekrümmten Übergangsabschnitt
21 mit dem zweiten Schenkelabschnitt 18 verbunden. In der Querschnittsansicht aus
Figur 3 in der Ebene senkrecht zu der Auszugsrichtung 28 sind beide Übergangsabschnitte
20, 21 als teilkreisbogenförmig, hier Viertelkreisbögen, erkennbar. Entscheidend für
die Wirkungsweise des Abschirmelements als effektiver Reflektor für die Mikrowellenstrahlung
des Mikrowellenofens ist nun, dass die Übergangsabschnitte 20, 21 einen großen Krümmungsradius,
in den dargestellten Ausführungsformen der Figuren einen Krümmungsradius von 6 mm,
aufweisen.
[0065] Für die effektive Abschirmung der Schienenelemente 2, 3, 4 vor der Mikrowellenstrahlung
ist es zudem wichtig, dass die Schenkelabschnitte 17, 18 zusammen mit den Übergangsabschnitten
20, 21 eine Tiefe in einer Richtung 22 senkrecht zu der Auszugsrichtung 28 aufweisen,
welche in etwa der Tiefe aller drei Schienenelemente 2, 3, 4 im zusammengebauten Zustand
in der Richtung 22 entspricht. Auf diese Weise werden die Schienenelemente 2, 3, 4
vollständig abgeschirmt.
[0066] Im eingebauten Zustand haben die ersten und zweiten Schenkelabschnitte 17, 18 des
Abschirmelements 14 einen minimalen Abstand von der Seitenwand der Ofenmuffel von
5,5 mm.
[0067] Bei der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform ist das erste Schienenelement
4 unterhalb des zweiten Schienenelements 2 angeordnet. Auf diese Weise schließt der
Rückenabschnitt 5 des zweiten Schienenelements 2 den von dem Abschirmelement 14 gebildeten
Bauraum in der oberen Hälfte der Teleskopschiene in Richtung auf die Seitenwand der
Ofenmuffel hin ab. Der Rückenabschnitt5 verhindert an dieser Stelle ein Eintreten
von Mikrowellenstrahlung in den Bereich zwischen den Schienenelementen 2, 3, 4 und
schirmt den Innenraum des Abschirmelements 14 von hintern ab..
[0068] Alternativ dazu ist es möglich, das zweite Schienenelement 2 unterhalb des ersten
Schienenelements 1 anzuordnen, so wie dies in der Ausführungsform gemäß Figur 4 gezeigt
ist. In dieser Ausführungsform wird der von den Schenkelabschnitten 17, 18 und dem
Verbindungsabschnitt 15 definierte Bauraum der Teleskopschiene 1' von einem zusätzlichen
rückwärtigen Abschnitt 23 in der oberen Hälfte der Teleskopschiene 1' abgeschirmt.
[0069] In beiden hier diskutierten Ausführungsformen weist der erste, im eingebauten Zustand
obere Schenkelabschnitt 17 des Abschirmelements 14 an dem in Auszugsrichtung 28 hinteren
Ende 24 der Teleskopschiene 1, 1' einen Gargutträgeranschlag 25 auf.
[0070] Der Gargutträgeranschlag 25 wirkt für die Mikrowellenstrahlung in dem Mikrowellenofen
wie eine Antenne und führt daher grundsätzlich sowohl zu einer erhöhten Erwärmung
der Teleskopschiene 1 in diesem Bereich als auch zu einer erhöhten elektrischen Aufladung.
Um diesen Effekt zu minimieren, weist der Gargutträgeranschlag 25 eine Breite auf,
die gleich der Breite des ersten Schenkelabschnitts 17 in der Richtung 22 senkrecht
zu der Auszugsrichtung 28 ist. Zudem ist die Außenkontur 26 gekrümmt mit einem großen
Krümmungsradius ausgestaltet. In der dargestellten Ausführungsform ist die Außenkontur
26 halbkreisbogenförmig mit einem Krümmungsradius von 5 mm.
[0071] Beide Ausführungsformen der Teleskopschienen 1, 1' weisen zudem einen stirnseitigen
Abdeckabschnitt 27 auf, welcher die Stirnseite der Schienenelemente 2, 3, 4 abschirmt.
Dazu hat der Abdeckabschnitt 27 eine Fläche, die in etwa so groß ist wie die Querschnittsfläche,
welche von dem Rückenabschnitt 5 des zweiten Schienenelements 2 sowie von den Schenkelabschnitten
17, 18 und dem Verbindungsabschnitt 15 des Abschirmelements 14 aufgespannt wird. Um
etwaige Lücken zwischen dem Abdeckabschnitt 27 einerseits und den Stirnflächen der
ersten und zweiten Schenkelabschnitte 17, 18 sowie den Stirnflächen der ersten und
zweiten Übergangsabschnitte 20, 21 zu schließen, ist der dritte Übergangsabschnitt
29 mit einem kleinen Krümmungsradius, hier von 4 mm, ausgestaltet.
[0072] Der Abdeckabschnitt 27 bildet zudem durch seinen Überstand gegenüber der Oberfläche
19 des ersten Schenkelabschnitts 17 einen vorderen Gargutträgeranschlag für der Aufnahme
eines Gargutträgers zwischen dem hinteren Gargutträgeranschlag 25 und dem Abdeckabschnitt
27.
[0073] Für Zwecke der ursprünglichen Offenbarung wird darauf hingewiesen, dass sämtliche
Merkmale, wie sie sich aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den
Ansprüchen für einen Fachmann erschließen, auch wenn sie konkret nur im Zusammenhang
mit bestimmten weiteren Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen
Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder Merkmalsgruppen
kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde oder technische
Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder sinnlos machen. Auf die umfassende,
explizite Darstellung sämtlicher denkbarer Merkmalskombinationen wird hier nur der
Kürze und der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.
[0074] Während die Erfindung im Detail in den Zeichnungen und der vorangehenden Beschreibung
dargestellt und beschrieben wurde, erfolgt diese Darstellung und Beschreibung lediglich
beispielhaft und ist nicht als Beschränkung des Schutzbereichs gedacht, so wie er
durch die Ansprüche definiert wird. Die Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
beschränkt.
[0075] Abwandlungen der offenbarten Ausführungsformen sind für den Fachmann aus den Zeichnungen,
der Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen offensichtlich. In den Ansprüchen
schließt das Wort "aufweisen" nicht andere Elemente oder Schritte aus, und der unbestimmte
Artikel "eine" oder "ein" schließt eine Mehrzahl nicht aus. Die bloße Tatsache, dass
bestimmte Merkmale in unterschiedlichen Ansprüchen beansprucht sind, schließt ihre
Kombination nicht aus. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Beschränkung
des Schutzbereichs gedacht.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1, 1'
- Teleskopschiene
- 2
- zweites Schienenelement
- 3
- mittleres, drittes Schienenelement
- 4
- erstes Schienenelement
- 5
- Rückenabschnitt des zweiten Schienenelements 2
- 6
- Rückenabschnitt des ersten Schienenelements 4
- 7, 8, 9, 10
- Schenkel der ersten und zweiten Schienenelemente 2, 4
- 11
- Kugel
- 12, 13
- Kugelkäfig
- 14
- Abschirmelement
- 15
- Verbindungsabschnitt des Abschirmelements 14
- 16
- Außenfläche des zweiten Schenkelabschnitts 18
- 17
- erster Schenkelabschnitt des Abschirmelements 14
- 18
- zweiter Schenkelabschnitt des Abschirmelements 14
- 19
- Außenfläche des ersten Schenkelabschnitts 17
- 20
- erster Übergangsabschnitt
- 21
- zweiter Übergangsabschnitt
- 22
- Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung 28
- 23
- rückwärtiger Abschnitt
- 24
- hinteres Ende der Teleskopschiene
- 25
- Gargutträgeranschlag
- 26
- Außenkontur
- 27
- Abdeckabschnitt
- 28
- Auszugsrichtung
- 29
- dritter Übergangsabschnitt
1. Teleskopschiene (1, 1') für einen Mikrowellenofen (1) mit
mindestens einem ersten Schienenelement (4) aus einem elektrisch leitfähigen Material
und
einem zweiten Schienenelement (2) aus einem elektrisch leitfähigen Material,
wobei das erste und das zweite Schienenelement (2, 4) jeweils zwei Lauflächen aufweisen,
wobei zumindest das erste Schienenelement (4) einen die zwei Laufflächen verbindenden
Rückenabschnitt (6) aufweist,
wobei auf den zwei Laufflächen des ersten Schienenelements (4) in einem Walzkörperkäfig
(13) aufgenommene Wälzkörper (11) angeordnet sind und auf den zwei Laufflächen des
zweiten Schienenelements (2) in einem Walzkörperkäfig (12) aufgenommene Wälzkörper
(11) angeordnet sind, und
wobei das erste und das zweite Schienenelement (2, 4) gegeneinander zwischen einer
Einzugsposition und einer Auszugsposition entlang einer Auszugsrichtung (28) verfahrbar
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Schienenelement (2) ein mit dem ersten Schienenelement (2) mitbewegtes Abschirmelement
(14) aus einem für eine Mikrowellenstrahlung des Mikrowellenofens intransparenten
Material aufweist,
wobei das Abschirmelement (14) einen Verbindungsabschnitt (15), der sich im Wesentlichen
parallel zu dem Rückenabschnitt (6) des ersten Schienenelements (4) erstreckt, und
einen ersten Schenkelabschnitt (17) und einen zweiten Schenkelabschnitt (18) aufweist,
so dass das Abschirmelement (14) das erste und das zweite Schienenelement (2, 4) mit
einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt umgreift,
wobei der Verbindungsabschnitt (15), der erste Schenkelabschnitt (17) und der zweite
Schenkelabschnitt (18) eine Länge in der Auszugsrichtung (28) aufweisen, so dass das
Abschirmelement (14) in der Einzugsposition das erste und das zweite Schienenelement
(2, 4) über ihre gesamte Länge in der Auszugsrichtung (28) abdeckt, und
wobei das Abschirmelement (14) einen den Verbindungsabschnitt (15) und den ersten
Schenkelabschnitt (17) verbindenden, gekrümmten ersten Übergangsabschnitt (20) aufweist.
2. Teleskopschiene (1, 1') nach dem der vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Übergangsabschnitt (20) einen Krümmungsradius von 4 mm oder mehr, vorzugsweise
einen Krümmungsradius von 5 mm oder mehr und besonders bevorzugt einen Krümmungsradius
von 6 mm oder mehr aufweist.
3. Teleskopschiene (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (14) einen den Verbindungsabschnitt (15) und den zweiten Schenkelabschnitt
(18) verbindenden, gekrümmten zweiten Übergangsabschnitt (21) aufweist, wobei der
zweite Übergangsabschnitt (21) einen Krümmungsradius von 4 mm oder mehr, vorzugsweise
einen Krümmungsradius von 5 mm oder mehr und besonders bevorzugt einen Krümmungsradius
von 6 mm oder mehr aufweist.
4. Teleskopschiene (1, 1') nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, der Verbindungsabschnitt (15), der erste Schenkelabschnitt (17) und der zweite Schenkelabschnitt
(18) in einer Schnittebene senkrecht zu der der Auszugsrichtung (28) von Geraden gebildet
werden und der erste Übergangsabschnitt (20) und der zweite Übergangsabschnitt (21)
in der Schnittebene senkrecht zu der der Auszugsrichtung (28) im Wesentlichen teilkreisbogenförmig
sind.
5. Teleskopschiene (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkelabschnitt (17) und der erste Übergangsabschnitt (20) zusammen eine
Tiefe in einer Richtung senkrecht zu der Auszugsrichtung (22) aufweisen, die im Wesentlichen
gleich der Tiefe aller Schienenelemente (2, 3, 4) zusammen in der Richtung (22) senkrecht
zu der Auszugsrichtung (28) ist und wobei vorzugsweise der zweite Schenkelabschnitt
(18) und der zweite Übergangsabschnitt (21) zusammen eine Tiefe in der Richtung (22)
senkrecht zu der Auszugsrichtung (28) aufweisen, die im Wesentlichen gleich der Tiefe
aller Schienenelemente (2, 3, 4) zusammen in der Richtung (22) senkrecht zu der Auszugsrichtung
(28) ist.
6. Teleskopschiene (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (14) an einem in der Auszugsrichtung (22) vorderen Ende einen
Abdeckabschnitt (27) aufweist, der sich im Wesentlichen senkrecht zu dem Verbindungsabschnitt
(15) erstreckt, wobei der Abdeckabschnitt (27) eine Fläche aufweist, die im Wesentlichen
den ganzen von dem Verbindungsabschnitt (15) und dem ersten Schenkelabschnitt (17)
und dem zweiten Schenkelabschnitt (18) definierten Querschnitt des Abschirmelements
(14) abdeckt.
7. Teleskopschiene (1, 1') nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (14) einen den Verbindungsabschnitt (15) und den Abdeckabschnitt
(27) verbindenden, gekrümmten dritten Übergangsabschnitt (29) aufweist, wobei der
dritte Übergangsabschnitt (29) einen Krümmungsradius von weniger als 6 mm, vorzugsweise
von weniger als 5 mm und besonders bevorzugt von weniger als 4 mm aufweist.
8. Teleskopschiene (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (14) an einem in der Auszugsrichtung (22) hinteren Ende (24)
des ersten Schenkelabschnitts (17) einen Gargutträgeranschlag (25) aufweist, wobei
sich der Gargutträgeranschlag (25) im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten Schenkelabschnitt
(17) erstreckt.
9. Teleskopschiene (1, 1') nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gargutträgeranschlag (25) eine gekrümmte Außenkontur (26) aufweist, wobei vorzugsweise
der Krümmungsradius der Außenkontur (26) 4 mm oder mehr, bevorzugt 5 mm oder mehr
und besonders bevorzugt 6 mm oder mehr beträgt.
10. Teleskopschiene (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (14) einen mit dem ersten Schenkelabschnitt (17) oder dem zweiten
Schenkelabschnitt (18) verbundenen, sich im Wesentlichen parallel zu dem Verbindungsabschnitt
(15) erstreckenden rückwärtigen Abschnitt (23) aufweist.
11. Teleskopschiene (1, 1') nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (14) einen mit dem ersten Schenkelabschnitt (17) verbundenen,
sich im Wesentlichen parallel zu dem Verbindungsabschnitt (15) erstreckenden rückwärtigen
Abschnitt (23) aufweist, wobei das erste Schienenelement (4) einen größeren Abstand
zu dem ersten Schenkelabschnitt (17) des Abschirmelements (14) aufweist als das zweite
Schienenelement (2).
12. Teleskopschiene (1, 1') nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schienenelement (4) einen geringeren Abstand zu dem ersten Schenkelabschnitt
(17) des Abschirmelements (14) aufweist als das zweite Schienenelement (2).
13. Teleskopschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schienenelement (4) mindestens ein elektrisch leitfähiges Kontaktelement
aufweist und das zweite Schienenelement (2) mindestens ein elektrisch leitfähiges
Kontaktelement aufweist,
wobei das Kontaktelement des ersten Schienenelements (4) und das Kontaktelement des
zweiten Schienenelements (2) derart ausgestaltet und an den Schienenelementen (2,
3, 4) angeordnet sind, dass in der Einzugsposition entweder das Kontaktelement des
ersten Schienenelements (4) und das Kontaktelement des zweiten Schienenelements (2)
in Eingriff miteinander sind oder das Kontaktelement des ersten Schienenelements (4)
und das Kontaktelement des zweiten Schienenelements (2) jeweils mit einem mit dem
Wälzkörperkäfig (12, 13) mitbewegten elektrisch leitenden Leitelement in Eingriff
sind, sodass in der Einzugsposition eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem
ersten und dem zweiten Schienenelement (2, 4) besteht.
14. Mikrowellenofen mit einer Teleskopschiene (1, 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Mikrowellenofen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schienenelement (4) das bewegbare Schienenelement eines Teilauszugs ist
oder das äußere bewegbare Schienenelement eines Vollauszugs ist.