[0001] Die Erfindung beschäftigt sich mit einer Munition bzw. mit einer Granate. Die Erfindung
betrifft speziell eine Abstandszündung für eine insbesondere 40mm Munition bzw. Granate.
[0002] Derartige Munitionen können aus einem Gefechtskopf oder Projektil, einer Sprengstofffüllung
und einem Hoch-/Niederdruckantriebssystem bestehen.
[0003] Der
DE 39 18 005 C2 ist ein Granatgeschoss entnehmbar. Das Granatgeschoss weist vorderseitig einen Wirkteil
auf, bestehend aus einer besonders geformten Stand-Off-Haube, z.B. aus Aluminium oder
Kunststoff, einer zylindrischen ggf. vorfragmentierten Geschosshülle, z.B. aus Stahl
oder Schwermetall, mit einer darin gelagerten Sprengstoffladung. Als Aufschlagzünder
ist ein Bodenzünder vorgesehen.
[0004] Aus der
CH 255 134 ist eine Granate mit einem als Selbstzerleger- und Aufschlagzünder ausgebildeten
Bodenzünder bekannt. Die Granate ist mit einer möglichst großen Sprengladung in einem
dünnwandig ausgebildeten Geschossmantel ausgerüstet und zeichnet sich dadurch aus,
dass für die momentane Aufschlagzündung eine im Kopf des Geschossmantels vernietete,
das Geschoss zentral durchdringende, auf die auch für den Bodenzünder dienende Zündsprengkapsel
wirkende Nadel vorgesehen ist.
[0005] Mit der
DE 86 14 108 U1 wird eine Infanteriegranate beschrieben, die einen Aufschlagzünder und einen pyrotechnischen,
zeitverzögerten Selbstzerleger umfasst. Damit wird sichergestellt, dass nach Überschreiten
der maximalen Flugzeit in jedem Fall das Geschoss durch den Selbstzerleger gezündet
wird.
[0006] Die vorgenannten Lösungen wirken im Ziel durch eine Splitterbildung der Munition
bzw. des Projektils. Gewünscht wird jedoch eine Munition, die eine hohe Sprengwirkung
am Ziel erreicht. Diesen neuen Anforderungen werden derartige Granaten nicht gerecht.
[0007] Die
US 8,800,448 B2 zeigt eine Abstandshaltereinrichtung. Ein Projektil weist eine vorstehende Nase auf,
die sich beim Auftreffen des Projektils auf ein Ziel verschiebt. Die Nase hat dabei
eine halbrunde geometrische Form. Das System nutzt dabei ein Verzögerungsdetonationselement.
Die Verzögerungszeit des Verzögerungsdetonators und die Geschwindigkeit, mit der die
Abstandshalteeinrichtung von der Tür wegprallt, bestimmen den Abstand, bei dem die
Abstandshalteeinrichtung das Projektil zur Detonation bringt. Dabei wird die Abstandshalteeinrichtung
so ausgelegt, dass das Projektil auf den effektiv gewünschten Abstand zurückprallt
und explodiert, wobei die Tür explosionsartige mit ausreichender Kraft belastet wird,
um die Tür zu öffnen. Die Detonationsverzögerung kann hier im Bereich von 75 bis 100ms,
der Abstand im Bereich von 8 bis 14 Zoll liegen.
[0008] Die
US 8,413,586 B2 offenbart eine modifizierte 40mm Granate, die in der Lage ist, eine Tür aufzubrechen.
Die Granate umfasst ein Projektil, das eine Abstandshaltereinrichtung an der Nase
aufweist. Die Abstandshalterung dient dazu, den Sprengstoff in dem Projektil zu zünden,
bevor die Nase des Projektils ein Ziel trifft, d.h., die Abstandsvorrichtung detoniert
die Sprengladung innerhalb des Projektils, bevor die Nase des Projektils tatsächlich
auf das Ziel auftrifft. Dadurch wird eine Druckwelle erzeugt, die auf das Ziel einwirkt.
[0009] Mit diesen vorgenannten Abstandshalteeinrichtungen kann auf die neuen Anforderungen
besser eingegangen werden.
[0010] Die
WO 2016/098096 A1 sieht einen Nachteil dieser Ausführungsformen darin, dass zusätzliches Gewicht die
ballistischen Eigenschaften des Projektils verändert. Daher wird vorgeschlagen, auf
eine derartige Abstandsvorrichtung zu verzichten.
[0011] Hier stellt sich die Erfindung die Aufgabe, eine Munition anzugeben, die den vorgenannten
Bedenken Rechnung trägt und den neuen Anforderungen gerecht wird.
[0012] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine Munition mit einer hohen Sprengwirkung
aufzuzeigen, die nicht über die Splitterbildung sondern über einen Druck ihre Wirkung
am bzw. im Ziel erzielt. Die vorliegende Erfindung sieht dazu eine mechanische Zündpunktverlagerung
vor. Diese Zündpunktverlagerung wird dadurch erreicht, dass eine mechanische Abstandszündung
vorgesehen ist. Diese Abstandszündung dient dabei insbesondere zur Vergrößerung der
detonationsdruckbeaufschlagten Fläche am Zielmedium. Eine splitterbildende Wirkung
am Ziel wird minimiert. Durch die mechanische Abstandszündung wird eine zeitversetzte
Zündung initiiert. Für die Funktion der Abstandszündung ist eine Abstandshalter vorgesehen.
Dieser Abstandshalter bewirkt einen bestimmten Abstand zum Ziel beim Auftreffen des
Projektils. Durch den Abstandshalter kann das Projektil gegenüber herkömmlichen Projektilen
verlängert werden. Bereits mit Auftreffen des Abstandshalters auf ein Ziel wird der
Zündvorgang eingeleitet, obwohl das Projektil selbst noch nicht auf das Ziel aufgetroffen
ist.
[0013] Dabei wurde herausgefunden, dass ein Abstandshalter zwar Einfluss auf die Ballistik
des Projektils nimmt, diese ballistische Einschränkungen durch Optimierung der Länge
des Abstandshalters jedoch minimiert werden können.
[0014] Die Energie der Detonation ist, bei gleichem Sprengstoff im Projektil, immer gleich.
Je weiter weg diese Druckwelle vom Ziel ausgelöst wird, je geringer ist die Leistung
im Ziel. Der richtige Abstand zum Ziel ist somit eine wichtige Komponente, die sich
in der Wahl der Länge des Abstandshalters wiederfindet. Der richtige Abstand bestimmt
nämlich die Druckwelle.
[0015] Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, unterschiedlich lange Abstandshalter zu verwenden.
Diese Abstandshalter können zudem unterschiedliche geometrische Formen aufweisen.
Der Abstandshalter kann beispielsweise in Form eines zylindrischen Stachels ausgeführt
sein. Alternative Formen sind bekannt. Die Abstandshalter können zudem aus unterschiedlichen
bzw. verschiedenen Werkstoffen und deren Kombinationen bestehen. Dabei kann es sich
um Kunststoffe, Aluminium, Gummi oder dergleichen handeln.
[0016] Die verschiedenen Längen und / oder Werkstoffe können unter anderem experimentell
ermittelt werden. So kann durch zumindest einen Druckaufnehmer der Druck an einem
Ziel aufgenommen werden, den jeder Abstandshalter entsprechend seiner Länge und /
oder seiner Werkstoffes am Ziel auslöst. Die Länge und ggf. der Werkstoff eines Abstandshalters
und der mit diesem Abstandshalter am Ziel erreichten Druck wird dann abgespeichert.
Auf diese Daten kann dann im Einsatzfall zurückgegriffen werden, um eine gewünschte
Druckwelle am Ziel zu erhalten. Alternativ können auch Tabellen angefertigt werden,
die Aufschluss über die optimale Länge auch im Zusammenspiel mit dem optimalen Werkstoff
des Abstandshalters geben.
[0017] Der Abstandshalter verändert die Druckwirkung auf verstärkte Ziele, Barrikaden oder
Deckungen. Durch die Wahl des verwendeten Abstandshalters kann das Projektil unterschiedliche
Druckverhältnisse schaffen. Insbesondere durch die Wahl der Länge des jeweilig eingesetzten
Abstandshalters kann eine maximale Druckwirkung am / im Ziel eingestellt und damit
vorbestimmt werden.
[0018] Der Abstandhalter ist bevorzugt als eigenständige, modulare Baugruppe ausgeführt.
Der Abstandshalter kann in einem Projektil integriert und / oder ausfahrbar sein.
Der Abstandshalter ist gegen einen anderen Abstandshalter austauschbar. Ist der Abstandshalter
im Projektil ausfahrbar eingebunden, ist über das Aus- und Einfahren die Länge des
Abstandshalters einstellbar. Das Ausfahren kann manuell oder automatisch erfolgen.
Ein automatisches Ausfahren kann mit der Abschussenergie des Projektils eingeleitet
werden. Es ist bekannt, dass das Projektil mit einer hohen Geschwindigkeit beaufschlag
wird. So kann vorgesehen sein, dass eine Sicherung des Abschusshalters des Projektils
herausgenommen und über den Drall das Ausfahren reguliert wird. Rastungen innerhalb
des Projektils können dann das Festlegen und Festsetzen der Länge des Abstandshalters
unterstützen.
[0019] Alternativ kann der Abstandshalter dem Projektil vorgelagert sein. Dazu kann der
modulare mechanische Aufsatz bzw. Abstandshalter werkzeuglos, d.h. ohne Werkzeuge,
an der Munition bzw. dem Projektil befestigt werden. In einer einfachsten Art und
Weise weist dieser beispielsweise ein Gewinde zum Ein- oder Anschrauben des Abstandshalters
in / an die Munition auf. Alternative lösbare Verbindungen, wie Klipsen, Bajonett
etc., sind bekannt und ebenfalls anwendbar.
[0020] Durch seinen modularen Aufbau kann der Abstandshalter in vorteilhafter Art und Weise
auch vor Ort gegen einen anderen Abstandshalter ausgetauscht und an der Munition bzw.
dem Projektil befestigt werden. Auch ein Deaktivieren des Abstandshalters vor Ort
ist möglich.
[0021] Die Munition besteht bekanntlich aus einem Gefechtskopf bzw. Projektil mit einem
bevorzugt mechanischen Bodenzünder. Das Projektil ist hier ein Sprengkopf. Als Sprengstoffe
werden die bevorzugt, die schlagartig umgesetzt werden, in der Regel vom festen Zustand
in einen gasförmigen Zustand. Dabei kann es sich um einen speziell modifizierten Sprengstoff
handeln, mit einem Druckniveau über eine längere Zeit. Bekannt sind hochexplosive
Blast Enhaced Ladungen, die diese Aufgabe erfüllen.
[0022] Aufgrund der hohen Sprengwirkung kann die Munition als Offensivgranate auch als "Room-Cleaner"
eingesetzt werden. Die Munition bildet eine hochwirksame Speziallösung für diverse
Zugangstechniken (Methods of Entry, MOE). Eine derartige Granate bietet eine gute
Einsatzmöglichkeit für offensive Aktionen in unterschiedlichen Gebieten sowie in Nahkämpfen,
um insbesondere weiche und halbharte Ziele zu bekämpfen.
[0023] Der Bodenzünder als Aufschlagzünder enthält einen pyrotechnischen Selbstzerstörungsmechanismus,
der bei einem weichen Aufprall, z.B. einem Aufprall gegen Schnee, Moos, Schlamm etc.
oder bei Nichtfunktion beim ersten Aufprall eine sichere Detonation gewährleistet.
[0024] Der mechanische Aufsatz bzw. der Abstandshalter selbst kann Wirkmittel, wie Pyrotechnik,
Sprengstoff, Reizstoff etc., enthalten.
[0025] Das Projektil wird von einer Patronenhülse getragen, wobei das Projektil an dieser
in bekannter Art und Weise befestigt ist. Ein Hoch-/Niederdruck-Kammersystem in der
Patronenhülse sorgt für eine konstante Innenballistik und führt zu einer konstanten
Mündungsgeschwindigkeit und zu einer exzellenten Zielgenauigkeit.
[0026] Das Patronendesign gewährleistet die Widerstandsfähigkeit gegen diverse Umwelteinflüsse,
wie beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit. Vibration, Wasser, Salznebel etc.
Es dichtet die Munition ab.
[0027] Die vorgeschlagene Lösung betrifft eine offensive Munition, mit Wahl und Einstellung
einer maximalen Druckwirkung im Ziel bei minimaler Fragmentbildung. Die Munition gewährleistet
eine exzellente Zielgenauigkeit. Die Munition erfüllt höchsten Sicherheitsstandard
und umfasst eine mögliche Selbstzerstörung.
[0028] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Munition ohne Abstandszündfunktion,
- Fig. 2
- die Munition aus Fig. 1 mit Abstandszündfunktion
- Fig. 3
- verschiedene Abstandshalter nach der Erfindung.
[0029] Die Fig. 1 zeigt eine Munition 1 bestehend aus einem Projektil 2 mit einem Bodenzünder
3. Der Bodenzünder 3 arbeitet bevorzugt mechanisch. Das Projektil 2 ist ferner mit
einer Haube 4 ausgestattet. Die Haube 4 weist frontseitig ein Mittel 5 auf. Das Projektil
2 besteht aus einem Sprengkopf 2.1, hier bevorzugt mit einer hochexplosiven Blast
Enhaced Ladung. Das Projektil 2 ist mit einer Patronenhülse 7 in bekannter Art und
Weise funktionell verbunden. Die Verbindung 8 kann beispielsweise eine Klemm- oder
Clippverbindung sein. Alternative Verbindungen sind bekannt. Die Patronenhülse 7 umfasst
ein Hoch-/ Niederdruckantriebssystem, welches durch eine Hochdruckkammer 9 und eine
Niederdruckkammer 10 gebildet wird.
[0030] Fig. 2 zeigt die Munition 1 mit einem Abstandshalter 6, der an dem Mittel 5 an der
Haue 4 befestigbar ist. Der Abstandhalter 6 ist als eigenständige Baugruppe ausgeführt.
In der einfachsten Ausführung kann der Abstandshalter 6 auf das Projektil aufgeschraubt
werden. Der Abstandshalter 6 kann aus verschiedenen Werkstoffen und deren Kombinationen
bestehen. Als Werkstoffe bieten sich u.a. Kunststoffe, Gummi oder Aluminium an.
[0031] Die Zündkette wird in dieser Ausführung durch den Bodenzünder 3 und den Sprengstoff
des Sprengkopfes des Projektils 2 gebildet.
[0032] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass unterschiedliche lange bzw. verschiedene
Abstandshalter 6 mit einem Projektil 2 funktionell verbunden werden können. Die Abstandshalter
6 sind gegeneinander austausch- oder ersetzbar.
[0033] Dazu sind in einer ersten Ausführungsmöglichkeit mehrere Abstandshalter 6, 6', 6"
verschiedener Längen und / oder unterschiedlicher Formen einsetzbar. Mit Hilfe der
verschiedenen Abstandshalter 6, 6', 6" ist es möglich, unterschiedliche Auftreffzeiten
und damit verbunden verschiedene zeit- bzw. abstandsversetzte Zündungen zu initiieren.
So wird je nach Länge des Abstandshalters 6, 6', 6' das Auslösen der Zündkette beeinflusst
(Fig.3).
[0034] Der Abstandshalter 6, 6', 6" ist bevorzugt als Stachel ausgelegt. Geometrische Formen
des Abstandshalters 6, 6', 6" oder Stachels können sein zylinderförmig, kegelförmig,
kegelstumpfförmig, quadratisch etc.
[0035] Der Abstandshalter 6, 6', 6" kann in einer weiteren, nicht näher dargestellten Ausführungsform
in dem Projektil 2 integriert und / oder ausfahrbar sein. Bei der integrierten Variante
kann der Abstandshalter 6, 6', 6" gegen einen anderen ausgetauscht werden. Das Aus-
und Einfahren des Abstandshalters 6, 6', 6" kann manuell oder automatisch erfolgen.
[0036] Der Abstandshalter 6, 6', 6" kann zudem Wirkmittel 12, wie Pyrotechnik, Sprengstoff,
Reizstoff etc., enthalten.
[0037] Der Bodenzünder 3 am Projektil 2 als Aufschlagzünder ist so konzipiert, dass er eine
pyrotechnische Selbstzerstörungsladung enthält, um bei einem weichen Aufprall oder
bei Nichtfunktion beim ersten Aufprall eine sichere Detonation zu gewährleisten.
[0038] Die Funktionsweise der Munition 1 mit einem Projektil 2 aus einem Sprengkopf mit
einer hochexplosiven Blast Enhanced Ladung, hier in Form einer "Multi Purpose Blast
Granate" oder "High Explosiv Blast Enhanced" Stand-Off-Granate, ist wie folgt:
Nach Beaufschlagung eines Zünders 11 und dem Abbrand einer Treibladung in der Hochdruckkammer
9 (nicht näher dargestellt), erfolgt ein Druckanstieg in der Hochdruckkammer 9. Über
nicht näher dargestellte Bohrungen etc. gelangen diese Treibladungsgase in die Niederdruckkammer
10. Sobald der Gasdruck in den beiden Kammern 9, 10 eine definierte Höhe erreicht
hat, wird das Projektil 2 von der Patronenhülse 7 getrennt, d.h., gleichmäßig und
ohne nachteilige Druckschwankungen aus der Patronenhülse 7 ausgeschoben, und beschleunigt.
Dabei werden Sicherungselemente des Bodenzünders 3 bis zum Erreichen der Rohrmündung
in eine scharfgestellte Funktionsposition umgestellt (nicht näher dargestellt).
[0039] Das Projektil 2 fliegt gegen ein Ziel an und trifft mit dem Abstandshalter 6 (6',
6") auf ein nicht weiter dargestelltes Ziel auf. Der scharfgestellte Bodenzünder 3
wird durch den Aufprall des Abstandshalters 6, 6', 6" aktiviert und damit die Zündkette
initiiert. Bevor das Projektil 2 das eigentliche Ziel selbst erreicht hat, wird durch
den umgesetzten Sprengsoff des Projektils 2 eine Druckwelle aufgebaut, der auf das
Ziel einwirkt. Die Größe der Druckwelle wird durch den gewählten Abstandshalter 6,
6', 6" des Projektils 2 vom Ziel bestimmt. Der Abstand des Projektils 2 vom Ziel wird
somit von der Länge l, l', l" des gewählten Abstandshalters 6, 6', 6" bestimmt (Fig.
3).
[0040] Diese Abstandsfunktion ist vom Benutzer frei wählbar. So kann die Abstandsfunktion
aktiviert oder deaktiviert werden. Das kann bei einem im Projektil 2 integrierten
Abstandshalter 6, 6', 6" durch das Einfahren (deaktivieren) oder das Ausfahren (aktivieren)
des Abstandshalters 6, 6', 6" umgesetzt werden. Ist der Abstandshalter 6, 6', 6" auf
das Projektil 2 aufsetzbar, kann ein deaktivieren beispielsweise durch Abnehmen des
Abstandshalters 6, 6', 6" erfolgen. In diesem Fall wird mit dem Auftreffen der Haube
4 des Projektils 2 die Zündkette ausgelöst.
1. Munition (1), umfassend ein Projektil (2) mit einer Haube (4), sowie eine Hochdrucckammer
(9) sowie eine Niederdruckkammer (10) in einer Patronenhülse (7), die mit dem Projektil
(2) funktional verbunden ist, gekennzeichnet durch einen in der Länge (l, l', l") veränderbaren Abstandshalter (6, 6', 6").
2. Munition (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Mittel an der Haube (4) zur Anbindung der einzelnen, zumindest in der Länge (l,
l', l") verschiedenen Abstandshalter (6, 6', 6").
3. Munition (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein manuelles oder automatisches Verändern der Länge des Abstandshalters (6, 6',
6").
4. Munition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch verschiedene geometrische Formen der Abstandshalter (6, 6', 6").
5. Munition (1) nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine geometrische Form der Abstandhalter (6, 6', 6") als Stachel, welcher zylindrisch,
kegelförmig etc. ausgeführt sein kann.
6. Munition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch unterschiedliche Werkstoffe, wie Kunststoff, Gummi, Aluminium etc. und deren Kombination,
aus denen der Abstandshalter (6, 6', 6") gefertigt sein kann.
7. Munition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine zumindest eines Wirkmittels (12), wie eine Pyrotechnik, ein Sprengstoff oder
eines Reizstoffes etc. im Abstandshalter (6, 6', 6").
8. Munition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen modularen Aufbau der Abstandshalter (6, 6', 6").
9. Munition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen Sprengkopf als Projektil (2).
10. Munition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch ein Kaliber 40mm.