[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für ein Verschlusselement, insbesondere für eine
Tür, einer Immobilie, mit einer in eine Vorzugsrichtung federnd beaufschlagten Schwenkfalle,
einem Sperrglied und einer maschinellen Antriebseinrichtung, wobei das das Sperrglied
als ein um eine Sperrgliedachse umlaufend von der Antriebseinrichtung in nur einer
Drehrichtung angetriebenes Drehsperrglied mit mehreren, über seinen Umfang winkelversetzt
zueinander liegenden, drehwinkelabhängig mit der Schwenkfalle jeweils als Zuhaltung
zusammenwirkenden Sperrelementen ausgebildet ist, wobei für einen Verriegel- oder
Entriegelvorgang stets nur eines der Sperrelemente die Schwenkfalle direkt beaufschlagt
und für einen danach erfolgenden Verriegel- oder Entriegelvorgang das entgegen der
Drehrichtung des Drehsperrglieds benachbart liegende Sperrelement durch Drehung des
Drehsperrglieds die Schwenkfalle beaufschlagt.
[0002] Ein Schloss der eingangs genannten Art ist bekannt. Es wird in ein Verschlusselement,
insbesondere eine Tür, einer Immobilie eingebaut und ermöglichen eine Verriegelung
des Verschlusselements. Ein Sperrglied des Schlosses ist maschinell mittels eines
Elektromotors angetrieben und dient einer Festlegung oder Freigabe der Schwenkfalle.
Beim Verriegeln wird die Schwenkfalle motorisch in Verriegelungsstellung gebracht.
Hierbei wird ein entsprechendes Gegenelement, beispielsweise ein Schließblech, hintergriffen,
wodurch das Verschlusselement verriegelt wird. Das mittels der Antriebseinrichtung
in eine entsprechende Position gebrachte Sperrglied verhindert, dass die Schwenkfalle
ihre Verriegelungsstellung verlassen kann. Soll eine Entriegelung erfolgen, so wird
das Sperrglied in eine Freigabeposition verlagert, die eine Schwenkfallenverlagerung
in Öffnungsstellung erlaubt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
US 4,667,990 bekannt. Diese beschreibt einen elektrisch betätigten Verriegelungsmechanismus, der
auf herkömmliche Weise oder durch einen fernbetätigten Elektromagneten einen Fahrgastraum
eines Fahrzeugs verriegelt oder entriegelt. Der Verriegelungsmechanismus verriegelt
den Kofferraum durch Eingreifen einer Verriegelungsstange nach dem Schließen des Kofferraumdeckels
und durch die Verwendung eines Nockens, der die Verriegelungsstange einschließt, um
sie in eine verriegelte Position zu bewegen.
[0004] In der verriegelten Position ist der elektrische Verriegelungsmechanismus frei von
allen mechanischen Kräften, die auf das Verriegelungselement einwirken.
[0005] Weiterhin beschreibt die Druckschrift
DE 10 2010 049 567 A1 eine Schließeinrichtung, umfassend eine Schließmechanik mit einem Schlosselement
mit einer Drehfalle und einem als Rastbolzeneinheit ausgebildeten Schlosshalter. Es
ist vorgesehen, dass die Schließmechanik der Schließeinrichtung als modulartig stirnseitig
in das Tür- beziehungsweise das Rahmenprofil über Nutensteine einbaubare Einheit ausgebildet
ist.
[0006] Schließlich beschreibt die Druckschrift
EP 3 026 201 A1 eine Zusatzverriegelung für ein Tür oder ein Fenster, welche eine Wirkverbindung
zwischen einer Schubplatte der Zusatzverriegelung mit einer entsprechenden Steuermechanik
eines Hauptschlosses aufweist und somit von diesem ansteuerbar ist, wobei die Zusatzverriegelung
ein Gehäuse mit einer darin drehbar gelagerten gegen seine Ausgangsstellung vorgespannten
Sperrhaken umfasst, welcher beim Auftreffen eines Schließstückbolzens in eine Ausnehmung
des Gehäuses in seine Verriegelungsstellung verdrehbar ist. Die Schubplatte ist im
Wesentlichen parallel zur Längsachse des Gehäuses verschiebbar, über die Wirkverbindung
vom Hauptschloss von einer Ausgangsstellung in eine Öffnungsendlage bewegbar und über
das Hauptschloss in dieser arretierbar. In der Schubplatte ist eine im Wesentlichen
normal zur Bewegungsrichtung der Schubplatte verschiebbare Raste vorgesehen, welche
mittels einer Feder gegen ihre ausgefahrene Stellung vorgespannt ist, und welche in
der Öffnungsendlage der Schubplatte und bei Schließstellung des Sperrhakens mit einer
Rastschulter des Sperrhakens in Eingriff steht und diesen in Schließstellung federnd
verrastet.
[0007] Die bekannten Schlösser arbeiten träge, sind wartungsanfällig und im Hinblick auf
ihre Lebenszeit stark begrenzt. Ferner besteht ein hoher Wartungsbedarf aufgrund von
hohem Verschleiß der sich bewegenden Bauteile.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloss für das Verschlusselement
der Immobilie zu schaffen, das schnell arbeitet, also kurze Reaktionszeiten aufweist,
eine lange Lebensdauer besitzt und verschleiß- sowie wartungsarm ist. Diese Aufgabe
wird mit einem Schloss mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Grundsätzlich ist
vorgesehen, dass das Sperrglied als ein um eine Sperrgliedachse umlaufend von der
Antriebseinrichtung in nur einer Drehrichtung angetriebenes Drehsperrglied mit mehreren,
über seinen Umfang winkelversetzt zueinander liegenden, drehwinkelabhängig mit der
Schwenkfalle jeweils als Zuhaltung zusammenwirkenden Sperrelementen ausgebildet ist,
wobei für einen Verriegel- und Entriegelvorgang stets nur eines der Sperrelemente
die Schwenkfalle direkt beaufschlagt und für einen danach erfolgenden Verriegel- und
Entriegelvorgang das entgegen der Drehrichtung des Drehsperrglieds benachbart liegende
Sperrelement durch Drehung des Drehsperrglieds die Schwenkfalle beaufschlagt. Für
den Verriegel- und Entriegelvorgang erfolgt die direkte Beaufschlagung der Schwenkfalle
durch das entsprechende Sperrelement des Sperrglieds, wobei in Verriegelungsstellung
das entsprechende Sperrelement derart die Schwenkfalle direkt beaufschlagt, also gegen
die Schwenkfalle anliegt, dass die Verriegelungsstellung nicht verlassen werden kann.
Das Sperrelement bildet selbst eine Zuhaltung. In der Entriegelstellung wird das Sperrglied
derart verlagert, dass keine Beaufschlagung der Schwenkfalle mehr vorliegt und letztere
daher in Freigabestellung verlagerbar ist beziehungsweise sich in Freigabestellung
verlagert. Die erwähnte Verlagerung des entsprechenden Sperrelements erfolgt dadurch,
dass die Antriebseinrichtung das Sperrglied um die Sperrgliedachse um einen entsprechenden
Drehwinkel dreht, wobei nur eine Drehrichtung des Sperrglieds vorliegt, das heißt,
die Antriebseinrichtung treibt das demzufolge als Drehsperrglied ausgebildete Sperrglied
nur in einer Drehrichtung an. Da mehrere über den Umfang des Drehsperrglieds winkelversetzt
angeordnete Sperrelemente vorhanden sind, können pro Umdrehung des Sperrglieds mehrere
Verriegel- und Entriegelvorgänge durchgeführt werden, wodurch das Schloss kurze Reaktionszeiten
aufweist sowie verschleißarm und entsprechend wartungsarm sowie langlebig ist. Auch
die nur in einer Drehrichtung erfolgende Bewegung des Drehsperrglieds trägt zur Langlebigkeit
und Verschleißarmut bei, wobei vorzugsweise nicht nur das Sperrglied eine einzige
Drehrichtung aufweist, sondern auch jeweils die entsprechenden Bauteile der Antriebseinrichtung,
insbesondere aufweisend einen Antriebsmotor, insbesondere bevorzugt aufweisend einen
Elektromotor, sowie insbesondere aufweisend ein Getriebe. Es handelt sich bei der
Antriebseinrichtung um eine maschinelle Antriebseinrichtung. Da mehrere Sperrelemente
nacheinander bei aufeinanderfolgenden Verriegel- und Entriegelvorgängen während nur
einer Umdrehung des Drehsperrglieds zum Einsatz kommen, sind nicht nur die bereits
erwähnten kurzen Reaktionszeiten vorhanden, sondern die Umlaufgeschwindigkeit des
Drehsperrglieds kann trotz kurzer Reaktionszeiten sehr klein gehalten werden, mit
der Folge, dass eine hohe Lebensdauer besteht. Ferner ist vorgesehen, dass die Antriebseinrichtung
optimal in Korrelation zueinanderstehende Kraft-Weg-Verhältnisse aufweist, wodurch
sehr hohe Drehmomente auf die Schwenkfalle übertragen werden können, die ein sicheres
Verriegeln und Entriegeln des Schlosses auch bei Schwergängigkeit und/oder einem durch
die Schwenkbewegung der Schwenkfalle erfolgenden Heranziehen des Verschlusselements
an ein entsprechendes Gegenelement, insbesondere ein Flügelelement an seinen Blendrahmen.
Durch das unmittelbare Zusammenwirken des jeweils aktiven Sperrelements des Drehsperrglieds
mit der Schwenkfalle ist eine einfache und im Wesentlichen spielfreie Konstruktion
realisiert. Außerdem sind dadurch die Herstellungskosten minimiert.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Schwenkfalle nur mittels des jeweiligen
Sperrelements zugehalten ist. Weitere Bauteile, die die Schwenkfalle in Verriegelungsstellung
halten, sind daher nicht notwendig. Dadurch ist die Bauteilanzahl gering und die Konstruktion
mit einer entsprechenden Senkung der Herstellungskosten vereinfacht.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn die Sperrelemente über den Umfang des Drehsperrglieds gleichmäßig
drehwinkelversetzt angeordnet sind. Dies führt zu einer gleichmäßigen Beanspruchung
und damit zu einer Langlebigkeit des Bauteils.
[0011] Für einen geringen Verschleiß und eine schnelle Schlossfunktion hat sich herausgestellt,
dass vorzugsweise das Drehsperrglied zwei bis fünf Sperrelemente aufweist, insbesondere
vorzugsweise drei um 120° zueinander drehwinkelversetzt liegende Sperrelemente aufweist.
Sind zwei Sperrelemente vorgesehen, so können pro Umdrehung des Drehsperrglieds zwei
Verriegel- und Entriegelvorgänge durchgeführt werden. Bei beispielsweise fünf Sperrelementen
sind dementsprechend fünf Verriegel- und Entriegelvorgänge pro Umdrehung des Drehsperrglieds
realisiert. Besonders vorteilhaft ist die Anzahl von drei Sperrelementen des Drehsperrglieds,
wobei diese besonders bevorzugt gleichmäßig drehwinkelversetzt zueinander liegen,
nämlich um 120° zueinander.
[0012] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Drehsperrglied ein
Zahnrad aufweist, das um die Sperrgliedachse drehgelagert ist. Insbesondere ist dabei
vorgesehen, dass das Zahnrad eine Ober- und eine Unterseite aufweist, und dass auf
der Oberseite die Sperrelemente angeordnet sind. Die Ausbildung des Drehsperrglieds
mit dem Zahnrad hat den Vorteil, dass das Drehsperrglied sehr einfach in Drehung versetzt
werden kann, indem die Antriebseinrichtung ein Antriebszahnrad aufweist, das mit dem
Zahnrad des Drehsperrglieds kämmt. Da sich die Sperrelemente auf der Oberseite des
Zahnrads befinden, ist trotz des für den Antrieb des Drehsperrglieds benötigten Raumes
gleichwohl ein Zusammenwirken der Sperrelemente mit der Schwenkfalle auf geringstem
Platzbedarf möglich, wodurch die Baumaße des Schlosses minimiert sind.
[0013] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Sperrelemente derart asymmetrisch ausgebildet
sind, dass bei gleichgroßer Drehgeschwindigkeit des Drehsperrglieds die Entriegelzeit
kleiner als die Verriegelzeit ist, insbesondere gilt: Entriegelzeit = 0,5 bis 0,1
x Verriegelzeit. Durch die Asymmetrie des jeweiligen Sperrelements wird - ohne dass
unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten des Drehsperrglieds beim Verriegeln im Vergleich
zum Entriegeln vorliegen - die Verhältnisse derart ausgebildet, dass die Entriegelung
eine wesentlich kürzere Zeit benötigt als die Verriegelung. Die Verriegelzeit wird
im Hinblick auf das Zusammenwirken des entsprechenden Sperrelements mit der Schwenkfalle
derart bemessen, dass die erwähnten Zugkräfte aufgebracht werden, um den Dichtungsdruck
und so weiter aufzubringen. Die Entriegelzeit ist demgegenüber sehr viel kleiner.
Sie beträgt die Hälfte bis etwa ein Zehntel von der Verriegelzeit, je nachdem wie
die Asymmetrie gestaltet ist, sodass das Entriegeln nahezu verzögerungsfrei aus der
Verriegelstellung erfolgt.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Sperrelemente als in Richtung der Sperrgliedachse
verlaufende Vorsprünge, insbesondere umfangsseitig abgeflachte Rundbolzen, ausgebildet
sind. Die Vorsprünge ragen demzufolge aus der Oberseite des Zahnrads heraus. Aufgrund
ihrer vorzugsweise rundbolzenartigen Gestaltung ist ein hakelfreies Zusammenwirken
mit der Schwenkfalle gegeben, wobei die gerundete Formgebung, die aus der rundbolzenartigen
Gestaltung resultiert, auflaufschrägenartig mit der Schwenkfalle zusammenwirkt.
[0015] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sperrelemente mittels
radial verlaufender Speichenstege miteinander verbunden, insbesondere einstückig verbunden,
sind. Da die Speichenstege die Sperrelemente miteinander verbinden, ist eine hohe
Steifigkeit des Bauteils erzielt. Da die Speichenstege radial verlaufen, also zum
Drehpunkt des Drehsperrglieds führen, ist ferner eine sehr gute Krafteinleitung in
die Sperrgliedachse, insbesondere Sperrgliedwelle, möglich, sodass sehr hohe Zuhaltungskräfte
aufgenommen werden können. Insbesondere werden die Zuhaltungskräfte drehmomentfrei
oder im Wesentlichen drehmomentfrei auf die Sperrgliedachse, insbesondere die Sperrgliedwelle,
übertragen. Die Sperrgliedwelle kann aber muss nicht mit dem Drehsperrglied verbunden,
insbesondere einstückig verbunden sein, sondern befindet sich vorzugsweise orts- und
gegebenenfalls drehfest in einem Gehäuse des Schlosses, wobei das Drehsperrglied eine
entsprechende Lageröffnung aufweist, in die die Sperrgliedwelle eingreift.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Speichenstege zentral
mit einer Nabe verbunden, insbesondere einstückig verbunden sind, wobei die Sperrgliedachse
zentral durch die Nabe verläuft. Bei der Nabe handelt es sich um ein Maschinenelement,
das auf die Sperrgliedachse beziehungsweise die Sperrgliedwelle aufgeschoben wird.
[0017] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Zahnrad, die Sperrelemente,
die Speichenstege und die Nabe einstückig miteinander ausgebildet sind.
[0018] Die Schwenkfalle weist eine Oberseite, eine Unterseite und eine umlaufende Stirnseite
auf.
[0019] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass zwischen jeweils zwei benachbarten Sperrelementen
ein über einen Umfangsbereich des Drehsperrglieds verlaufender Freiraum liegt für
ein Durchlaufen eines Nockens der Schwenkfalle bei einem in Entriegelungsstellung
erfolgenden Verschwenken der Schwenkfalle. Liegt bei der Schwenkfalle die Verriegelungsstellung
vor und wird nunmehr das Schloss entriegelt, so ist es erforderlich, dass das entsprechend
wirkende Sperrelement des Drehsperrglieds den Nocken der Schwenkfalle freigibt, sodass
sich die Schwenkfalle aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung
drehen kann. Dabei bewegt sich in entsprechender Weise der Nocken, der hierzu den
Freiraum benötigt, damit die Schwenkfalle bis in ihre Entriegelstellung gelangt. Der
Nocken darf also zum Beispiel nicht gegen ein benachbart liegendes Sperrelement treffen,
um zu der Entriegelstellung zu gelangen.
[0020] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass sich der Nocken nur über einen Anteil
der Dicke der Schwenkfalle erstreckt und dass der im Bereich des Nockens verbleibende
Anteil der Dicke als Freibereich zur teilweisen Aufnahme des Zahnrads des Drehsperrglieds
ausgebildet ist. Der Freibereich sorgt dafür, dass die beiden Bauteile, nämlich die
Schwenkfalle und das Drehsperrglied sehr eng benachbart zueinander liegen können,
ohne dass eine Behinderung stattfindet. Gleichwohl kann das Zahnrad einen entsprechend
großen Durchmesser aufweisen, um optimale Drehmomente zu entwickeln.
[0021] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schwenkfalle eine
Aufnahmeausnehmung für ein Verriegelungselement, insbesondere für einen Schließzapfen,
vorzugsweise Pilzschließzapfen, aufweist. Die Aufnahmeausnehmung nimmt im Verriegelungsfalle
das Verriegelungselement sicher auf, indem die Aufnahmeausnehmung das Verriegelungselement
komplett umfasst, sodass das Verschlusselement, insbesondere die Tür, sicher und aufbruchsfest
verriegelt ist. Ein das Verriegelungselement aufweisendes Schließelement ist dadurch
unverschiebbar festgelegt. Die Anordnung ist vorzugsweise derart getroffen, dass sich
das Schloss in/an einem Blendrahmen befindet und dass Verriegelungselement in/an einem
Flügelelement, insbesondere einem Türflügel einer Tür der Immobilie. Es ist jedoch
auch die umgekehrte Anordnung denkbar.
[0022] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aufnahmeausnehmung
zur Stirnseite der Schwenkfalle offen ist und vorzugsweise zumindest bereichsweise
mit einem spitzen Winkel zur radialen Richtung bezüglich einer Schwenklagerung der
Schwenkfalle verläuft. Demzufolge erstreckt sich die Aufnahmeausnehmung nicht entlang
der radialen Richtung, die durch die Schwenklagerung verläuft, sondern unter einem
spitzen Winkel zu der radialen Richtung, wobei es sich dabei nicht um einen festen
spitzen Winkel handeln muss, sondern dieser kann über den Verlauf der Aufnahmeausnehmung
verschiedene Werte ausweisen, insbesondere ist vorgesehen, dass die Aufnahmeausnehmung
- von der Unterseite der Schwenkfalle betrachtet - bogenförmig, insbesondere leicht
bogenförmig, verläuft. Hierdurch wird in Bezug auf den Verriegelungsvorgang unter
Bezug auf das damit einhergehende Zusammenwirken mit dem Verriegelungselement eine
Steuerung erzielt, die insbesondere derart ausgebildet ist, dass ein gutes Kraft-Weg-Verhältnis
in Korrelation mit einem festen und sicheren Schließen des Verschlusselements steht,
insbesondere auch bei ansteigenden Verschlusskräften, beispielsweise durch Komprimieren
einer Dichtung und/oder durch einen Verzug des Verschlusselements, beispielsweise
bei einem verzogenen Türblatt oder dergleichen.
[0023] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Höhe der Aufnahmeausnehmung über die gesamte Dicke
der Schwenkfalle verläuft oder nur einen Bereich der Dicke der Schwenkfalle umfasst.
Die Aufnahmeausnehmung durchsetzt die Dicke der Schwenkfalle vollständig oder nicht
vollständig, sondern es bleibt im letztgenannten Fall ein Materialbereich bestehen,
wodurch die mechanische Festigkeit der Schwenkfalle erhöht ist.
[0024] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Schloss ein Schlossgehäuse aufweist.
Dies wurde bereits vorstehend erwähnt. Ferner weist das Schlossgehäuse eine Bodenwand,
eine Deckenwand sowie zwei Längswände und zwei Stirnwände auf, wobei für ein Einlaufen
des Verriegelungselements das Schlossgehäuse einen Einlaufschlitz aufweist, der eine
der Längswände und die Bodenwand durchsetzt oder der eine der Längswände, die Bodenwand
und die Deckenwand durchsetzt. Damit ist der Einlaufschlitz ein "Eckschlitz", das
heißt, er durchsetzt die Längswand und ist dann fortgeführt in der Bodenwand und/oder
der Deckenwand. Vorzugsweise verläuft der Einlaufschlitz geradlinig. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass der Bereich des Einlaufschlitzes in der Längswand eine
größere Breite aufweist als in der Bodenwand beziehungsweise Deckenwand, wobei der
Schlitzbereich in der Bodenwand beziehungsweise Deckenwand vorzugsweise derart gestaltet
ist, dass er sich dort - ausgehend von der Längswand - trichterförmig verjüngt bis
auf eine Minimalschlitzbreite, die dann konstant bleibt. Dadurch, dass sich - zumindest
bereichsweise - die Aufnahmeausnehmung und der Einlaufschlitz kreuzen, ist ein sicheres
Halten des Verriegelungselements gewährleistet.
[0025] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schwenkfalle mindestens
eine Anschlagstufe/Anschlagfläche aufweist, die mit mindestens einer Gegenstufe/Gegenfläche
des Schlossgehäuses zur Begrenzung der Entriegelstellung der Schwenkfalle zusammenwirkt.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass für eine insbesondere kontaktlose Signalübertragung
das Drehsperrglied und/oder die Schwenkfalle mindestens ein/jeweils mindestens ein
Sensorelement aufweist, das mit mindestens einem Sensorglied einer sich im Schlossgehäuse
befindenden Steuereinrichtung zur Erfassung der Stellung des Drehsperrglieds und/oder
der Stellung des Schwenkfalle zusammenwirkt. Dadurch erhält die Steuereinrichtung,
die insbesondere als elektronische Steuereinrichtung ausgebildet ist, genaue Positionsinformationen
über die Stellung des Drehsperrglieds und/oder der Schwenkfalle. Die Steuereinrichtung
kann daher den maschinellen Antrieb, insbesondere den Elektromotor, optimal ansteuern.
[0027] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Nocken eine Steuerkurve für
ein Entlanglaufen des jeweiligen Sperrelements aufweist, insbesondere für ein bei
einem Verriegelungsvorgang erfolgenden Entlanglaufen des Sperrelements. Diese Steuerkurve
ist insbesondere derart ausgebildet, dass zu Beginn des Verriegelungsvorgangs relativ
viel Weg durchlaufen wird und eine entsprechend weniger große Kraft auf das Verriegelungselement
ausgeübt wird und dass im weiteren Verlaufe der Verriegelungsvorgangs weniger Weg
mit großer Kraftentwicklung durchlaufen wird, bis zu theoretisch unendlich großer
Kraft, insbesondere in einem Totpunkt der Steuerkurve.
[0028] Insbesondere ist vorgesehen, dass - wie bereits gesagt - die Antriebseinrichtung
einen Elektromotor aufweist, der über das ebenfalls bereits erwähnte Getriebe mit
dem Zahnrad des Drehsperrglieds gekuppelt ist. Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
weist das Getriebe mindestens eine Schnecke und mehrere Zahnräder auf. Denkbar ist
jedoch auch, das Getriebe als Planeten-, Stirnrad- oder Schneckengetriebe auszuführen.
Es ist auch denkbar, dass die Antriebseinrichtung ein Direktantrieb ist und/oder eine
Zahnstange aufweist und/oder einen Riementrieb besitzt.
[0029] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das mindestens eine Sensorelement
als Permanentmagnet ausgebildet ist.
[0030] Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Sensorglied einen Hall-Sensor aufweist.
[0031] Insbesondere befindet sich in jedem/an jedem Sperrelement ein Sensorelement, sodass
jedes einzelne Sperrelement hinsichtlich seiner Stellung von der Steuereinrichtung
überwacht werden kann.
[0032] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht eine Vorverriegelungseinrichtung vor, die
die Schwenkfalle zur Verhinderung des Ausfahrens des Verriegelungselements aus der
Aufnahmeausnehmung in einer Vorverriegelungsstellung vorverriegelt. Wird das Verriegelungselement
in die Aufnahmeausnehmung eingeführt, so führt dies aufgrund der abweichend zur radialen
Richtung verlaufenden Aufnahmeausnehmung zu einer Drehverlagerung des Drehsperrglieds
(mindestens eine der Wände der Aufnahmeausnehmung wird vom Verriegelungselement beaufschlagt),
mit der Folge, dass die Schwenkfalle in die Vorverriegelungsstellung geschwenkt wird
und dass das Verriegelungselement in dieser Vorverriegelungsstellung die Aufnahmeausnehmung
nicht wieder verlassen kann. Diese Vorverriegelungsstellung wird daher mittels der
Vorverriegelungseinrichtung verriegelt, sodass das Ausfahren des Verriegelungselements
verhindert ist. So kann beispielsweise von einer Person das Verschlusselement zugedrückt
werden, ohne dass es sich von selbst wieder öffnet, beispielsweise durch Winddruck
und/oder Dichtungsdruck und/oder Federdruck der Schwenkfalle. Eine besondere Haltewirkung
des Verriegelungselements in der Aufnahmeausnehmung in der Vorverriegelungsstellung
ist zusätzlich dadurch bewirkt, dass die Aufnahmeausnehmung winklig zur radialen Richtung
der Schwenkfalle, vorzugsweise bogenförmig, verläuft und dass der Einlaufschlitz einen
geradlinigen Verlauf aufweist, wodurch es zu einer "Kreuzung" von Aufnahmeausnehmung
und Schwenkfalle in der Vorverriegelungsstellung kommt und sich das Verriegelungselement
im Kreuzungsbereich befindet.
[0033] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Vorverriegelungseinrichtung
ein verlagerbares Sperrteil aufweist, das in der Vorverriegelungsstellung die Schwenkfalle
sperrend beaufschlagt, insbesondere an einer Öffnungsbewegung hindert. Wird von der
Schwenkfalle die Vorverriegelungsstellung erreicht, so verlagert sich das Sperrteil
und hindert die Schwenkfalle daran, sich wieder in Entriegelungsstellung zu verschwenken.
[0034] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Sperrteil mittels einer Federeinrichtung vorgespant
ist und im Vorverriegelungsfalle ausgelöst wird, um die Vorverriegelungsstellung herbeizuführen.
Im Auslösefalle verlagert die Federeinrichtung das Sperrteil in Sperrposition.
[0035] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Auslösen des Sperrteils durch Einfahren des
Verriegelungselements in die Aufnahmeausnehmung erfolgt, insbesondere durch durch
das Einfahren bewirkte Verschwenken der Schwenkfalle. Bevorzugt wird also beim Einfahren
des Verriegelungselements in die Aufnahmeausnehmung die Schwenkfalle in Vorverriegelungsstellung
verschwenkt, wobei diese Schwenkbewegung genutzt wird, um das Sperrteil auszulösen.
[0036] Insbesondere ist vorgesehen, dass bei einem Entriegelvorgang eine Verlagerung des
Sperrteils in eine Freigabestellung durch entsprechende Drehstellung des Drehsperrglieds
erfolgt. Hierdurch behindert das Sperrteil nicht die Rückführung der Schwenkfalle
in ihre Entriegelstellung. Anschließend wird durch weitere Drehung des Drehsperrglieds
das vorgespannte Sperrteil für einen erneuten Zyklus wieder freigegeben.
[0037] Schließlich betrifft die Erfindung ein Verschlusselement, insbesondere eine Tür,
einer Immobilie, die mit einem Schloss versehen ist, so wie es vorstehend in den verschiedenen
Ausführungen beschrieben ist.
[0038] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
und zwar zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Innenansicht auf ein Verschlusselement einer Immobilie, wobei
das Verschlusselement, das als Tür ausgebildet ist, ein Schloss aufweist,
- Figur 2
- eine der Figur 1 entsprechende Ansicht, jedoch von außen, also eine Außenansicht des
Verschlusselements,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht auf das Schloss,
- Figuren 4 und 5
- perspektivische Ansichten des Schlosses im zusammengebauten Zustand und in Explosionsansicht,
- Figuren 6 bis 13
- schematische Ansichten des Schlosses in unterschiedlichen Betriebszuständen,
- Figur 14
- eine Detailansicht des Schlosses,
- Figur 15
- eine weitere Detailansicht des Schlosses,
- Figuren 16 bis 18
- schematische Ansichten des Schlosses in verschiedenen, eine Vorverriegelung betreffenden
Betriebszuständen,
- Figur 19
- eine perspektivische Ansicht eines Schließelements, das mit dem Schloss zusammenwirkt
und als Verriegelungselement einen Schließzapfen aufweist,
- Figur 20
- eine perspektivische Ansicht eines Bereichs des Schlosses mit einer weiteren Ausführungsform
der Vorverriegelung,
- Figur 21
- die Ausbildung der Figur 20 im perspektivischen Querschnitt und
- Figuren 22 bis 26
- verschiedene Betriebszustände entsprechend der Darstellung gemäß Figur 20.
[0039] Die Figur 1 zeigt ein als Tür 1 ausgebildetes Verschlusselement 2 einer Immobilie.
Bei der Tür 1 handelt es sich beispielsweise um eine Haustür. Die Tür 1 weist ein
Flügelelement 3 auf, das in einem Blendrahmen 4 drehbar um eine Hochachse 5 gelagert
ist. Die Tür 1 ist in den Figuren 1 und 2 teilweise geöffnet dargestellt, wobei die
Figur 1 eine Innenansicht und die Figur 2 eine Außenansicht zeigt. Die Innenansicht
ist eine Ansicht auf die Tür 1 vom Innern der Immobilie her und die Außenansicht eine
Ansicht auf die Tür von außerhalb der Immobilie.
[0040] Gemäß Figur 2 ist der Blendrahmen 4 mit mehreren Schlössern 6 ausgerüstet. Die Figur
1 zeigt, dass jedes der Schlösser 6 mit einem Schließelement 7 zusammenwirken kann,
wobei sich die Schließelemente 7 am Flügelelement 3 befinden. Jedes Schließelement
7 weist ein Verriegelungselement 8 auf, das vorzugsweise als Schließzapfen 9 ausgebildet
ist. Die Schlösser 6 und die Schließelemente 7 befinden sich in einer Falzluftzone
10 des Verschlusselements 2, und zwar vorzugsweise an denjenigen Vertikalholmen 11
und 12 von dem Flügelelement 3 und dem Blendrahmen 4, die der Hochachse 5 gegenüberliegen.
Im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 sind insgesamt jeweils vier Schlösser 6
und vier Schließelemente 7 in dem genannten Bereich vorgesehen, wobei selbstverständlich
auch mehr oder weniger Schlösser 6 und Schließelemente 7 vorgesehen sein können und
auch weitere Holme von Flügelelement 3 und Blendrahmen 4 mit Schlössern 6 und Schließelementen
7 versehen sein können, beispielsweise horizontal verlaufende Elemente und/oder im
Bereich der Schwelle der Tür. Auch ist es möglich, die Bandseite der Tür, also die
Seite, die die Hochachse 5 aufweist, mit mindestens einem Schloss 6 und mindestens
einem Schließelement 7 zusätzlich zu versehen. Ist ein horizontal verlaufendes Element
und/oder die Schwelle der Tür mit mindestens einem Schloss 6 und einem Schließelement
7 versehen, so kann - im verriegelten Zustand - das Verschlusselement 2 - beispielsweise
bei einem Einbruchsversuch - seitlich nicht verschoben werden, wodurch die Sicherheit
erhöht ist. Der Einfachheit halber wird nachstehend - sofern keine besonderen Ausführungen
vorliegen - nur ein Schloss 6 und ein Schließelement 7 näher beschrieben. Sind weitere
Schlösser 6 und Schließelemente 7 vorgesehen, so sind diese entsprechend ausgebildet.
Da mehrere, beabstandet zueinander liegende Schlösser 6 und Schließelemente 7 eingesetzt
werden können, insbesondere über mindestens einen Teil des Umfangs des Verschlusselements
2, lässt sich das Verschlusselement 2 absolut sicher verriegeln, wobei durch jeweils
entsprechenden Anpressdruck selbst ungleich schließende Flügelelemente 3, beispielsweise
weil sie verzogen sind, verriegelt und unter zumindest teilweise folgender Beseitigung
des Verzugs herangezogen werden. Mögliche Undichtigkeiten werden dadurch beseitigt.
[0041] Die Figur 3 verdeutlicht den Aufbau des Schlosses 6. Es weist ein Schlossgehäuse
13 auf, das eine Bodenwand 14, eine Deckenwand 15 sowie zwei Längswände 16 und 17
und zwei Stirnwände 18 und 19 besitzt. Die Deckenwand 15 ist in der Figur 3 transparent
dargestellt, um einen Blick in das Innere des Schlossgehäuses 13 werfen zu können.
An der Bodenwand 14 sind mehrere Stehbolzen 20 bis 25 befestigt und/oder mit der Bodenwand
14 einstückig ausgebildet. Auf den Stehbolzen 20 bis 25 sind - wie in Figur 3 ersichtlich
- Bauteile des Schlosses 6 drehbar beziehungsweise schwenkbar gelagert. Es sind Zahnräder
26, 27, 28, 29, 30, 31 und 32 vorgesehen, die zusammen mit einer Schnecke 33 ein Getriebe
34 bilden. Die Zahnräder 26 und 27 sind als Doppelzahnrad, die Zahnräder 28 und 29
sind als Doppelzahnrad und die Zahnräder 30 und 31 sind ebenfalls als Doppelzahnrad
ausgebildet, das heißt, es sind jeweils zwei Zahnräder axial fest miteinander verbunden,
insbesondere einstückig verbunden. Die Schnecke 33 ist drehfest auf einer Antriebswelle
35 eines im Innern des Schlossgehäuses 13 befindlichen Elektromotors 36 angeordnet.
Die Schnecke 33 kämmt mit dem Zahnrad 26. Das Zahnrad 27 kämmt mit dem Zahnrad 28.
Das Zahnrad 29 kämmt mit dem Zahnrad 30, das Zahnrad 31 kämmt mit dem Zahnrad 32.
Auf die vorstehend beschriebene Art und Weise erfolgt eine starke Untersetzung, ausgehend
von der Antriebswelle 35 des Elektromotors 36 bis zum Zahnrad 32. Ebenso wie bei den
Zahnrädern 28 und 29 ersichtlich, weisen auch die Zahnräder 26 und 27 sowie 30 und
31 starke Durchmesserunterschiede auf, um eine möglichst große Untersetzung bereitzustellen.
Die Zahnräder 27 und 31 sind in der Figur 3 jedoch nicht ersichtlich, da sie von den
Zahnrädern 26 und 30 abgedeckt werden. Der Elektromotor 36 bildet zusammen mit dem
Getriebe 34 eine Antriebseinrichtung 37, mit dem ein Sperrglied 38 antreibbar ist.
Das Sperrglied 38 ist als Drehsperrglied 39 ausgebildet. Es ist um eine Sperrgliedachse
40 drehbar gelagert, wobei die Sperrgliedachse 40 von dem Stehbolzen 24 gebildet ist.
Das Drehsperrglied 39 befindet sich im Innern des Schlossgehäuses 13. Ferner ist in
dem genannten Schlossgehäuse 13 eine Schwenkfalle 41 schwenkbar gelagert. Die Lagerung
erfolgt mittels des Stehbolzens 25. Die Schwenkfalle 41 ist transparent dargestellt,
um Einzelheiten der Konstruktion erkennen zu können.
[0042] Das Drehsperrglied 39 weist mehrere, über seinen Umfang winkelversetzt zueinander
liegende Sperrelemente 42 auf. Im Ausführungsbeispiel der Figur 3 sind drei Sperrelemente
42 vorgesehen, die jeweils um 120° zueinander drehwinkelversetzt liegen. Ferner weist
das Drehsperrglied 39 ein Zahnrad 43 auf, das eine Oberseite 44 und eine Unterseite
45 besitzt. Die Unterseite 45 ist der Bodenwand 14 zugekehrt. Auf der Oberseite 44
sind die Sperrelemente 42 fest angeordnet, insbesondere einstückig mit dem Zahnrad
43 ausgebildet. Die Sperrelemente 42 sind als in Richtung der Sperrgliedachse 40 verlaufende
Vorsprünge 46 ausgebildet, wobei die Vorsprünge 46 insbesondere als rundbolzenartige
Vorsprünge 46 mit Abflachungen 46' ausgebildet sind. Somit bilden die Vorsprünge 46
abgeflachte Rundbolzen 46". Diese sind jeweils wie folgt ausgebildet: Aufgrund der
umfangsseitig abgeflachten Rundbolzen 46" ergibt sich eine Asymmetrie beim Zusammenwirken
mit der Schwenkfalle 41 derart, dass die Zeit zur Entriegelung des Schlosses 6 kürzer,
insbesondere wesentlich kürzer, ist als die Zeit für die Verriegelung. Bevorzugt kann
vorgesehen sein, dass die Sperrelemente 42 mittels radial verlaufenden Speichenstegen
47 miteinander verbunden, insbesondere einstückig verbunden, sind. Die Speichenstege
47 sind zentral mit einer Nabe 48 verbunden, insbesondere einstückig verbunden, wobei
die Sperrgliedachse 40 zentral durch die Nabe 48 verläuft. Insbesondere ist vorgesehen,
dass das Zahnrad 43, die Sperrelemente 42, die Speichenstege 47 und die Nabe 48 einstückig
miteinander ausgebildet sind.
[0043] Gemäß Figur 3 ist ersichtlich, dass zwischen jeweils zwei benachbarten Sperrelementen
42 ein über einen Umfangsbereich des Drehsperrglieds 39 verlaufender Freiraum 49 liegt.
Ferner ist aus der Figur 3 ersichtlich, dass das Zahnrad 32 mit dem Zahnrad 43 kämmt,
das heißt, dass der Elektromotor 36 im Betrieb über das Getriebe 34 das Drehsperrglied
39 antreibt. Die Anordnung ist derart gestaltet, dass ein Antrieb des Drehsperrglieds
39 in nur einer Drehrichtung erfolgt, die mittels eines Pfeiles 50 dargestellt ist.
Im Ausführungsbeispiel der Figur 3 erfolgt die Drehung des Drehsperrglieds 39 in Uhrzeigerrichtung
(bei einem Blick von oben auf die Deckenwand 15 des Schlossgehäuses 13). Der Elektromotor
36 wird demzufolge in nur einer Drehrichtung betrieben, um das Drehsperrglied 39 in
nur einer Drehrichtung anzutreiben.
[0044] Die Schwenkfalle 41 ist im Innern des Schlossgehäuses 13 angeordnet und um den Stehbolzen
25 schwenkbar gelagert. Gemäß der Figuren 3 bis 5 weist die Schwenkfalle 41 einen
Nocken 51 auf, der - wie nachstehend noch näher erläutert wird - mit dem Drehsperrglied
39, insbesondere mit den Sperrelementen 42 des Drehsperrglieds 39, betriebszustandsabhängig
zusammenwirkt. Der Nocken 51 liegt mit Abstand zu einem Lagerloch 52, in das der Stehbolzen
25 eingreift. Grundsätzlich weist die Schwenkfalle 41 eine Oberseite 53, eine Unterseite
54 und eine umlaufende Stirnseite 55 auf. Der Nocken 51 besitzt im Bereich der Stirnseite
55 eine Steuerkurve 56. Wie insbesondere die Figur 5 zeigt, erstreckt sich der Nocken
51 nur über einen Anteil der Dicke der Schwenkfalle 41, wobei der im Bereich des Nockens
51 verbleibende Anteil der Dicke als Freibereich 57 zur teilweisen Aufnahme des Zahnrads
43 des Drehsperrglieds 39 ausgebildet ist.
[0045] Im Bereich der Stirnseite 55 weist die Schwenkfalle 41 eine Aufnahmeausnehmung 58
für das Verriegelungselement 8, insbesondere für den Schließzapfen 9, auf. Demgemäß
ist die Aufnahmeausnehmung 58 zur Stirnseite 55 der Schwenkfalle 41 offen und verläuft
- wie insbesondere der Figur 3 zu entnehmen ist - zumindest bereichsweise unter einem
spitzen Winkel zur radialen Richtung, wobei die radiale Richtung eine Radiale ist,
die durch eine Schwenklagerung 59 verläuft, wobei die Schwenklagerung 59 von dem Stehbolzen
25 und dem Lagerloch 52 gebildet ist. Die radiale Richtung ist in der Figur 3 mittels
gestrichelter Linie 60 angedeutet. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Aufnahmeausnehmung
58 keinen festen spitzen Winkel zur radialen Richtung besitzt, sondern bogenförmig,
insbesondere leicht bogenförmig, verläuft, so wie dies aus der Figur 3 deutlich hervorgeht.
[0046] Die Schwenkfalle 41 ist in eine Vorzugsrichtung federnd beaufschlagt. Die Vorzugsrichtung
ist in Figur 3 mittels eines Pfeils 61 eingezeichnet. Hierdurch wird die Schwenkfalle
41 in ihre Entriegelstellung beaufschlagt. In dieser Entriegelstellung fluchtet der
an der Stirnseite 55 liegende Eingang der Aufnahmeausnehmung 58 mit einem Einlaufschlitz
62 des Schlossgehäuses 13. Der Einlaufschlitz 62 durchsetzt die Längswand 16 und die
Bodenwand 14 jeweils ein Stück weit. Vorzugsweise erstreckt sich der Einlaufschlitz
62 parallel zur Stirnwand 18. Insbesondere ist vorgesehen, dass der Einlaufschlitz
eingangsseitig trichterförmig durch entsprechenden Schrägverlauf 63 gestaltet ist,
wodurch ein Fangtrichter für das Verriegelungselement 8 gebildet wird, der einen automatischen
Höhenausgleich sicher gewährleistet.
[0047] Die Höhe der Aufnahmeausnehmung 58 erstreckt sich nur über einen Bereich der Dicke
der Schwenkfalle 41, sodass die Oberseite 53 der Schwenkfalle 41 geschlossen gestaltet
ist und dadurch eine hohe mechanische Festigkeit aufweist. Zur Vorspannung der Schwenkfalle
41 in ihre Vorzugsrichtung ist eine Feder 64 (Figuren 3 und 5) vorgesehen, die den
Stehbolzen 25 umwendelt und zwei Endarme 65 aufweist, wobei sich der eine Endarm 65
an der Schwenkfalle 41 und der andere Endarm 65 am Schlossgehäuse 13 unter Vorspannung
abstützt. Zur Begrenzung des Schwenkwinkels der Schwenkfalle 41 weist diese eine Anschlagfläche
66 auf, die mit einer Gegenfläche 67 des Schlossgehäuses 13 zusammenwirken kann (siehe
Figur 4).
[0048] Um eine einfache Montage der Feder 64 sicherzustellen, ist vorzugsweise vorgesehen,
dass die Feder 64 an der noch nicht in das Schlossgehäuse 13 eingesetzten Schwenkfalle
41 festlegbar, insbesondere festklemmbar, ist. Wird die Schwenkfalle 41 anschließend
in das Schlossgehäuse 13 eingesetzt, so erfolgt dies derart, dass dabei der entsprechende
Endarm 65 der Feder 64 in eine Vertiefung des Schlossgehäuses 13 eingebracht, die
Schwenkfalle 41 zur Erzeugung einer Vorspannung der Feder 64 verdreht und gleichzeitig
in die Endposition niedergedrückt wird.
[0049] Im Innern des Schlossgehäuses 13 ist - größtenteils in einem abgegrenzten Fach 68
- eine Steuereinrichtung 69 untergebracht, die eine Leiterplatte 70 mit einer Steuerelektronik
und elektrische Anschlüsse 71 aufweist, letztere sind mittels eines Einschnitts 72
des Schlossgehäuses 13 von außen her zugänglich. Die Leiterplatte 70 ist elektrisch
mit dem Elektromotor 36 verbunden und weist zwei Sensorglieder 73 und 74 für eine
kontaktlose Signalübertragung bezüglich Sensorelementen 75 und 76 des Drehsperrglieds
39 und der Schwenkfalle 41 auf. Die Sensorglieder 73 und 74 sind jeweils als Hall-Sensoren
77 ausgebildet und die Sensorelemente 75 und 76 als Permanentmagnete 78. Jedem Sperrelement
42 ist ein Sensorelement 75 zugeordnet. Die Sensorelemente 75 befinden sich in Vertiefungen
79, insbesondere Sacklöcher, der Sperrelemente 42. Das Sensorelement 76 befindet sich
in einer Vertiefung 80 der Schwenkfalle 41.
[0050] Entsprechend der Figuren 14 und 15 ist das Schloss 6 mit einer Vorverriegelungseinrichtung
81 versehen, die - ohne dass die maschinelle Antriebseinrichtung 37, insbesondere
der Elektromotor 36, in Betrieb genommen wird, ein Ausfahren des Verriegelungselements
8 aus der Aufnahmeausnehmung 58 nach einem Einfahren verhindert. Dies erfolgt dadurch,
dass die Schwenkfalle 41 durch das Einfahren des Verriegelungselements 8 in eine Vorverriegelungsstellung
geschwenkt wird und diese Vorverriegelungsstellung durch die Vorverriegelungseinrichtung
81 nicht mehr (für ein Wiederausfahren des Verriegelungselements 8) verlassen werden
kann. Vielmehr ist zunächst ein kompletter Verriegelvorgang - so wie er nachstehend
noch näher beschrieben wird - durchzuführen.
[0051] Die Vorverriegelungseinrichtung 81 weist in einer Vertiefung 82 der Bodenwand 14
des Schlossgehäuses 13 ein verlagerbares Sperrteil 83 auf, das mittels einer Federeinrichtung
84, die blattfederartig gestaltet ist, derart vorgespannt ist, dass es sich aus der
Vertiefung 82 nach oben herausbewegen möchte. Die Anordnung ist derart getroffen,
dass ein Endbereich 85 des Sperrteils 83 von der Unterseite 45 des Zahnrads 43, also
des Drehsperrglieds 39, beaufschlagt werden kann, so wie dies sich insbesondere aus
der Figur 15 ergibt (rechte Unterseite des Drehsperrglieds 39). Der andere Endbereich
86 des Sperrteils 83 weist eine Auflaufstufe 87 mit Sperrkante 88 auf. An der Unterseite
45 des Zahnrads 43 befinden sich - über den Umfang des Drehsperrglieds 39 verteilt
angeordnet, und zwar entsprechend der Anzahl der Sperrelemente 42, Kulissen 89 mit
Auflaufschrägen. Im Ausführungsbeispiel der Figur 15 sind zwei Sperrelemente 42 vorgesehen,
sodass eine dementsprechende Anzahl von Kulissen 89 vorliegt. Weist das Drehsperrglied
39 beispielsweise drei Sperrelemente 42 auf, so wie sich dies aus der Figur 3 ergibt,
so sind dementsprechend drei Kulissen 89 vorgesehen. Die Kulissen 89 bewirken - in
Abhängigkeit der Drehstellung des Drehsperrglieds 39 ein Niederdrücken oder ein Freigeben
des Sperrteils 83, derart, dass die Auflaufstufe 87 in die Vertiefung 82 eingetaucht
ist oder aus dieser herausragt (letzteres, sofern von der Schwenkfalle 41 nicht niedergedrückt).
Ragt die Auflaufstufe 87 aus der Vertiefung 82 hervor, so kann die Sperrkante 88 verhindern,
dass die Schwenkfalle 41 nach Einfahren des Verriegelungselements 8 in den Einlaufschlitz
62 und die Aufnahmeausnehmung 58 wieder zurückdrehen und damit das Verriegelungselement
8 wieder freigeben kann. Die Kontur des Sperrteils 83 und damit auch der Vertiefung
82 ist sehr breit, vorzugsweise noch mit Seitauslegern 91 gestaltet, um ein Verkanten
des Sperrteils 83 in der Vertiefung 82 bei einem Ein- und Ausfahren der Auflaufstufe
87 zu verhindern.
[0052] Nachstehend wird die Funktionsweise des Schlosses 6 erläutert und zwar für einen
Verriegel- und Entriegelvorgang und anschließend für das Herbeiführen einer Vorverriegelungsstellung
mittels der Vorverriegelungseinrichtung 81. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Vorverriegelungseinrichtung
81 eine Option des Schlosses 6 darstellt, also vorhanden sein kann, jedoch nicht zwingend
vorhanden sein muss.
[0053] Es wird davon ausgegangen, dass sich das Verschlusselement 2 in einer Position befindet,
so wie sie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, das heißt, das Flügelelement 3 befindet
sich in einem geöffneten Zustand. Wird nun die Tür 1 beispielsweise von einer Person,
die die Immobilie verlassen will, geschlossen, indem die Person einen außenliegenden
Knauf 90 (Figuren 1 und 2) erfasst und das Flügelelement 3 an den Blendrahmen 4 um
die Hochachse 5 heranschwenkt, so ergibt sich die Situation gemäß Figur 6 bezüglich
des Schlosses 6. Nachstehend wird nur auf eines der Schlösser 6 eingegangen, wobei
entsprechende Situationen bei den übrigen Schlössern 6 der Tür 1 auftreten. Die Figuren
6 bis 13 zeigen jeweils linksseitig schematisch die Position des vorzugsweise als
Schließzapfen 9 ausgebildeten Verriegelungselements 8 in dem Einlaufschlitz 62 des
Schlosses 6. Auf der rechten Seite zeigen die Figuren 6 bis 13 die jeweils zur linken
Seite dazugehörige Stellung des Drehsperrglieds 39 und der Schwenkfalle 41.
[0054] Gemäß Figur 6 tritt beim Schließen der Tür 1 das Verriegelungselement 8 zumindest
teilweise in den Einlaufschlitz 62 sowie die Aufnahmeausnehmung 58 ein und beaufschlagt
dabei eine Seitenwand der Aufnahmeausnehmung 58 mit der Folge, dass beim weiteren
Eintreten gemäß Figur 7 die Schwenkfalle 41 ein Stück weit verschwenkt wird. Das erwähnte
Schließen des Verschlusselements wird mittels eines nicht dargestellten Sensors des
Verschlusselements und/oder die Verlagerung der Schwenkfalle 41 wird von der Steuereinrichtung
69 erfasst, das heißt, das Sensorglied 74 der Leiterplatte 70 nimmt die vorliegende
Stellung des Sensorelements 76 der Schwenkfalle 41 wahr. Hierdurch startet die Steuereinrichtung
69 den Elektromotor 36, der über das Getriebe 34 das Drehsperrglied 39 in der nur
einen Drehrichtung (im Ausführungsbeispiel in Uhrzeigerrichtung) antreibt, sodass
sich die Situation gemäß Figur 8 ergibt. Das relevante Sperrelement 42 tritt gegen
die Steuerkurve 56 und dreht dabei die Schwenkfalle 41 in die Stellung gemäß Figur
9. Dadurch wird das Verriegelungselement 9 durch den entsprechenden, insbesondere
gebogenen Verlauf der Aufnahmeausnehmung 58 weiter in diese und auch in den Einlaufschlitz
62 eingezogen, sodass ein Voranzug des Flügelelements 3 erfolgt, der beispielsweise
größer als 5 mm ist. Im weiteren Verlauf des Verriegelvorgangs wird das Drehsperrglied
39 bis in die Stellung gemäß Figur 10 gedreht, wobei diese Stellung der Verriegelstellung
entspricht. In dieser Stellung schaltet der Elektromotor 36 ab. Das Abschalten erfolgt
mittels der bereits erwähnten Steuereinrichtung 69 durch Sensierung der Stellung der
Schwenkfalle 41 und/oder der Stellung des Drehsperrglieds 39, wobei diese Stellung
durch Zusammenwirken von dem Sensorglied 73 und/oder 74 auf der Leiterplatte 70 und
dem Sensorelement 75 und/oder 76 erfasst wird. Die Ausbildung der Steuerkurve 56 ist
derart vorgenommen, dass ein optimales Kraft-Weg-Verhältnis vorliegt, das also anfänglich
viel Weg mit wenig Kraft und später wenig Weg mit viel Kraft bis hin zu quasi unendlicher
Kraft gemäß einem Übergang von Figur 9 auf Figur 10 vorliegt. In Figur 10 wirkt das
Sperrelement 42 als Zuhaltung für die Schwenkfalle 41. Bei dem Verriegelvorgang hat
das Drehsperrglied 39 vorzugsweise eine gleichförmige Geschwindigkeit, wobei die Zudrehgeschwindigkeit
der Schwenkfalle 41 aufgrund der vorliegenden Exzentrizität abfallend ist. Dies kommt
dem Schließkraftverlauf zugute, welcher anfänglich niedrig ist und dann bis zur Endstellung
stark ansteigt, das heißt, der erzeugte Anpressdruck steigt stark an. Dies hat zur
Folge, dass das Flügelelement 3 kräftig gegen eine vorhandene Dichtung am Blendrahmen
4 angedrückt wird. In der Stellung gemäß Figur 10 werden die auftretenden Anpressdruckkräfte
durch die vorliegende Totpunktstellung in die Schwenklagerung 59 drehmomentfrei abgeleitet.
Soll nun ein Entriegelvorgang vorgenommen werden, so wird von der Bedienperson, beispielsweise
durch Schlüsselbetätigung (auch Codeeingabe an einem Eingabefeld), Fingerabdrucksenorbetätigung
oder entsprechendem die Antriebseinrichtung 37 wieder in Betrieb genommen, das heißt,
der Elektromotor 36 dreht in seiner vorher bereits erfolgten Drehrichtung weiter,
also in dieselbe Richtung, sodass es gemäß Figur 11 zum Außereingriff des Sperrelements
42 von der Schwenkfalle 41 kommt. Dies erfolgt durch sehr kurze Wege und deshalb nahezu
in Echtzeit (kleiner 0,5 s), das heißt, es entstehen keine Wartezeiten. Die Steuereinrichtung
69 sensiert die entsprechende Situation durch die bereits vorher erwähnten Sensorbauteile,
was dazu führt, dass das Drehsperrglied 9 weiter gedreht wird, und zwar gemäß Figur
12 bis in die Position gemäß Figur 13, wobei diese Position wieder der der Figur 6
entspricht. Durch Freigabe der Schwenkfalle 41 schwenkt diese zurück, unterstützt
durch die Feder 64, wodurch eine Freigabe des Verriegelungselements 8 erfolgt und
die Tür 1 geöffnet werden kann.
[0055] Der bereits erwähnte Vorverriegelungsbetrieb soll nunmehr anhand der Figuren 16 bis
18 in Verbindung mit den Figuren 14 und 15 erläutert werden. Läuft das Verriegelungselement
8 gemäß Figur 16 anfänglich in die Aufnahmeausnehmung 58 sowie den Einlaufschlitz
62 ein, so befindet sich das Sperrteil 83 in einer vom Drehsperrglied 39 nicht beaufschlagten
Stellung, ist also frei, wird jedoch von der Schwenkfalle 41 niedergedrückt, befindet
sich also in der Vertiefung 82. Fährt das Verriegelungselement 8 gemäß Figur 17 weiter
ein, so schwenkt die Schwenkfalle 41 in eine Stellung, in der das Sperrteil 83 nicht
mehr beaufschlagt wird, das heißt, es wird von der Federeinrichtung 84 nach oben gedrängt,
sodass die Sperrkante 88 der Auflaufstufe 87 gemäß Figur 15 aus der Vertiefung 82
herausschaut und die Sperrkante 88 eine Rückdrehung der Schwenkfalle 41 verhindert.
Es ist aufgrund der sozusagen kreuzweise verlaufenden Richtungen von Aufnahmeausnehmung
58 und Einlaufschlitz 62 gemäß Figur 17 erkennbar, dass in der Situation gemäß Figur
17 das Verriegelungselement 8 nicht mehr aus dem Schloss austreten kann, sodass eine
Vorverriegelung vorliegt. Diese Vorverriegelung ist insbesondere dann von Bedeutung,
wenn beispielsweise aufgrund eines Stromausfalls ein Betrieb des Schlosses 6 mit dem
Elektromotor 36 nicht mehr möglich ist. Dennoch kann durch einfaches Zudrücken der
Tür 1 ein Verriegelungszustand, nämlich der erwähnte Vorverriegelungszustand, rein
mechanisch bewirkt werden. Letzteres ist insbesondere bei einem Zuschlagen der Tür
1 von Bedeutung, um diese zu "fangen".
[0056] Die Figur 18 verdeutlicht den Übergang aus der Vorverriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung.
Der Elektromotor 36 dreht das Drehsperrglied 39 in Zuhaltungsstellung. Dabei drückt
eine Kulisse 89, die sich an der Unterseite des Drehsperrglieds 39 befindet das Sperrteil
83 nach unten in die Vertiefung 82. Soll nun der Entriegelungszustand hergestellt
werden, so ist aufgrund dieses nach unten Drückens des Sperrteils 83 ein ungehindertes
Öffnen möglich, das heißt, die Schwenkfalle kann bis in die Stellung gemäß Figur 16
zurückschwenken. Anschließend ist die Vorverriegelung wieder aktiv.
[0057] Die vorstehend erläuterten Vorgänge bei einer Verriegelung beziehungsweise einer
Vorverriegelung finden pro Umdrehung des Drehsperrglieds 39 aufgrund der dort mehrfach
vorhandenen Sperrelemente 42 entsprechend ihrer Anzahl statt.
[0058] Die Figuren 20 bis 26 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorverriegelungseinrichtung
81. Hinsichtlich der sonstigen Ausgestaltung des Schlosses 6 wird auf die Ausführungen
und die Figuren dieser Patentanmeldung verwiesen, um Wiederholungen zu vermeiden.
Die Vorverriegelungseinrichtung 81 der Figuren 20 bis 26 weist ein Steuerglied 95
auf, das an der Schwenkfalle 41 verschieblich gelagert ist. Für diese verschiebliche
Lagerung weist die Schwenkfalle 41 eine Lagernut 96 auf, die insbesondere an der Oberseite
53 liegt. In der Lagernut 96 ist das Steuerglied 95 in Richtung des aus der Figur
20 hervorgehenden Doppelpfeils 97 verschieblich gelagert. Die Lagernut 96 erstreckt
sich über die gesamte Grundrissabmessung der Schwenkfalle 41 und ist beidendig offen.
Das eine Ende 98 der Lagernut 96 liegt der Stirnwand 18 des Schlossgehäuses 13 gegenüber
und das andere Ende 99 der Lagernut 96 erstreckt sich bis in den Nocken 51 sowie bis
zur Steuerkurve 56. Das Steuerglied 95 ist insbesondere als Steuerzunge 100 ausgebildet,
wobei ein Ende 101 des Steuerglieds 95 mit der Stirnwand 18 und das andere Ende 102
des Steuerglieds 95 mit dem jeweils relevanten Sperrelement 42 zusammenwirken kann.
[0059] Gemäß Figur 21 weist das Steuerglied 95 einen in Richtung auf die Bodenwand 14 gebogenen
Abschnitt 103 seiner Unterseite auf. Das Steuerglied 95 wird von einem Durchgangsloch
104 durchsetzt, das als Langloch 105 ausgebildet ist. Das Langloch 105 erstreckt sich
in Richtung der Längserstreckung der Steuerzunge 100. Um ein Austreten des Steuerglieds
95 aus der Lagernut 96 nach oben zu vermeiden, ist insbesondere vorgesehen, dass an
der Oberseite 53 der Schwenkfalle 41 liegende Haltelaschen 106 das Steuerglied 95
in der Lagernut 96 halten, jedoch die Längsverschiebung gemäß Doppelpfeil 97 nicht
behindern. Diese Haltelaschen 106 können beispielsweise dadurch geschaffen werden,
dass insbesondere bei in die Lagernut 96 eingelegtem Steuerglied 95 das Material der
Schwenkfalle 41 zur Ausbildung der Haltelaschen 106 gestaucht wird. In der Schwenkfalle
41 befindet sich eine sacklochartige Lagervertiefung 107, die einen Sperrstift 108
aufnimmt, der in Richtung auf die Deckenwand 15 mittels einer Feder 109 vorgespannt
ist. Die Feder 109 befindet sich innerhalb der Lagervertiefung 107. Die Deckenwand
15 weist eine langlochartige Sperrvertiefung 110 auf, die teilweise oder ganz die
Deckenwand 15 durchsetzt und mit dem Sperrstift 108 zusammenwirken kann. Die langlochartige
Sperrvertiefung 110 weist vorzugsweise eine Formgebung derart auf, dass sie auf einem
Teilkreisabschnitt um die Schwenklagerung 59 herum liegt.
[0060] Gemäß der Figuren 20 sowie 22 bis 26 ergibt sich für die Vorverriegelungseinrichtung
81 folgende Funktion: Gemäß Figur 20 ist das Verriegelungselement 8 noch nicht in
die Aufnahmeausnehmung 58 beziehungsweise den Einlaufschlitz 62 eingetreten. In den
weiteren Figuren 22 bis 26 ist das Verriegelungselement 8 nicht dargestellt. Wird
nun das Flügelelement 3 in Schließstellung bewegt, so bewirkt das in die Aufnahmeausnehmung
58 eintretende Verriegelungselement 8 eine Drehverlagerung der Schwenkfalle 41, wie
dies bereits bei dem vorherigen Ausführungsbeispiel der Vorverriegelungseinrichtung
81 beschrieben wurde. Es ergibt sich die Stellung gemäß Figur 22. In dieser Stellung
ist der Sperrstift 108 - getrieben von der Feder 109 - in die Sperrvertiefung 110
eingetreten, sodass die Schwenkfalle 41 nicht mehr zurückschwenken kann und das Verriegelungselement
8 daher nicht mehr aus der Aufnahmeausnehmung 58 austreten kann. Es liegt die Vorverriegelungsstellung
vor. Die Verlagerung der Schwenkfalle 41 in die Stellung gemäß Figur 22 wird durch
das Zusammenspiel von Sensorglied 74 und Sensorelement 76 von der Steuereinrichtung
69 erkannt, mit der Folge, dass das Drehsperrglied 39 in Drehung versetzt wird, so
wie sich das aus den Figuren 23 und 24 ergibt. Hierbei trifft das aktive Sperrelement
42 gegen eine am Ende 102 des Steuerglieds 95 ausgebildete Abschrägung 111 und drängt
dieses gemäß Figur 23 und 24 in Richtung des Pfeils 112, wodurch der bogenförmige
Abschnitt 103 des Steuerglieds 95 den Sperrstift 108 niederdrückt, sodass er nicht
mehr in die Sperrvertiefung 110 ragt. Wird für einen Entriegelvorgang die Stellung
gemäß Figur 24 verlassen, das heißt, das Drehsperrglied 39 dreht sich in die Stellung
gemäß Figur 25, so kann aufgrund des niedergedrückten Sperrstifts 108 die Schwenkfalle
41 zurückschwenken, bis wieder die Stellung gemäß Figur 20 erreicht ist. Bei diesem
Vorgang verschiebt sich das Steuerglied 95 zunächst nicht in der Lagernut 96, weil
es gegen ein Verschieben in der Lagernut 96 eine leichte Hemmung aufweist und/oder
der Sperrstift 108 eine Querkraft auf das Steuerglied 95 ausübt. Ein Zurückführen
des Steuerglieds 95 von der Stellung gemäß Figur 26 in die Stellung gemäß Figur 20
erfolgt erst am Ende der Zurückschwenkbewegung der Schwenkfalle 41 dadurch, dass das
Ende 101 des Steuerglieds 95 von der Stirnwand 18 beaufschlagt wird. Insbesondere
weist die Stirnwand 18 eine Steuerkontur 114 für die Verlegung des Steuerglieds 95
auf.
[0061] Aufgrund der Erfindung ergeben sich folgende Besonderheiten: Die mechanisch bewegten
Teile der Antriebseinrichtung 37 bewegen sich nur in einer einzigen Drehrichtung,
wodurch ein langlebiger, verschleißarmer und vorzugsweise wartungsfreier Betrieb möglich
ist. Da das Drehsperrglied 39 mehrere Sperrelemente 42 über seinen Umfang verteilt
aufweist, führt eine volle Umdrehung zu mehreren Verriegel- und Entriegelvorgängen.
Dies hat kurze Reaktionszeiten bei geringem Verschleiß zur Folge. Ferner wird im motorischen
Betrieb des Schlosses die Standzeit des Motors erhöht. Anstelle des Elektromotors
36 kann selbstverständlich auch eine andere Motorart zum Einsatz kommen. Aufgrund
der Ausbildung mit Nocken 51 und Steuerkurve 56 sowie der entsprechenden Ausbildung
der Sperrelemente 42 lassen sich günstige Hebel- und Wegverhältnisse herbeiführen
und auch ein reaktionsschneller Betrieb erzielen. So kann die Entriegelung in kleiner
0,5 s erfolgen. Die Bewegungsübertragung zum Drehsperrglied 39 erfolgt durch Zahnradanschluss,
was günstige Verhältnisse mit sich bringt. Die jeweilige Position des Drehsperrglieds
39 und/oder der Schwenkfalle 41 lässt sich vorzugsweise kontaktlos aufgrund der erwähnten
Elemente, insbesondere Hall-Sensoren 77 realisieren. Alternativ lassen sich jedoch
auch Reed-Kontakte einsetzen. Die sich aufgrund der Konstruktion ergebende Asynchronität
von Verriegel- und Entriegelzeit führt zu einem geringem Verschleiß und praxisgerechter
Funktion.
[0062] Die Figur 19 verdeutlicht das Schließelement 7. Dies besitzt als Verriegelungselement
8 den Schließzapfen 9. Das Verriegelungselement 8, insbesondere der Schließzapfen
9, kann starr ausgebildet sein, was bedeutet, dass er axial nicht verlagerbar ist.
Alternativ ist auch eine Ausführungsform möglich, bei dem das Verriegelungselement
8, insbesondere der Schließzapfen 9, axial zurückziehbar ist, wodurch ein Entriegeln
des Verschlusselements 2 ermöglicht wird.
[0063] Gemäß den Figuren 1 und 2 befinden sich die Schlösser 6 im Blendrahmen 4 und die
Schließelemente 7 im Flügelelement 3. In einem solchen Falle ist kein Übergang eines
elektrischen Kabels von dem Blendrahmen 4 zum beweglichen Flügelelement 3 erforderlich,
da die elektrisch zu versorgenden Schlösser 6 im Blendrahmen 4 liegen. Alternativ
ist es auch möglich, dass sich die Schlösser 6 im Flügelelement 3 und die Schließelemente
7 im Blendrahmen 4 befinden. Der erwähnte Kabelübergang zum Flügelelement 3 ist bei
der Anordnung der Schlösser 6 im Flügelelement 3 erforderlich, um die Elektromotoren
36 der Schlösser 6 zu versorgen.
1. Schloss (6) für ein Verschlusselement (2) einer Immobilie, mit einer in eine Vorzugsrichtung
federnd beaufschlagten Schwenkfalle (41), einem Sperrglied (38) und einer maschinellen
Antriebseinrichtung (37), wobei das Sperrglied (38) als ein um eine Sperrgliedachse
(40) umlaufend von der maschinellen Antriebseinrichtung (37) in nur einer Drehrichtung
angetriebenes Drehsperrglied (39) mit mehreren, über seinen Umfang winkelversetzt
zueinander liegenden, drehwinkelabhängig mit der Schwenkfalle (41) jeweils als Zuhaltung
zusammenwirkenden Sperrelementen (42) ausgebildet ist, wobei für einen Verriegel-
und Entriegelvorgang stets nur eines der Sperrelemente (42) die Schwenkfalle (41)
direkt beaufschlagt und für einen danach erfolgenden Verriegel- und Entriegelvorgang
das entgegen der Drehrichtung des Drehsperrglieds (39) benachbart liegende Sperrelement
(42) durch Drehung des Drehsperrglieds (39) die Schwenkfalle (41) beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkfalle (41) in einer bei abgeschalteter maschineller Antriebseinrichtung
(37) vorliegenden Verriegelungsstellung nur mittels des jeweiligen Sperrelements (42)
zugehalten ist.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehsperrglied (39) ein Zahnrad (43) aufweist, das um die Sperrgliedachse (40)
drehgelagert ist, wobei das Zahnrad (39) eine Ober- (44) und eine Unterseite (45)
aufweist und auf der Oberseite (44) die Sperrelemente (42) angeordnet sind.
3. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrelemente (42) derart asymmetrisch ausgebildet sind, dass bei gleichgroßer
Drehgeschwindigkeit des Drehsperrglieds (39) die Entriegelzeit kleiner als die Verriegelzeit
ist.
4. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrelemente (42) mittels radial verlaufender Speichenstege (47) miteinander
verbunden sind, wobei die Speichenstege (47) zentral mit einer Nabe (48) verbunden
sind, und wobei die Sperrgliedachse (40) zentral durch die Nabe (48) verläuft.
5. Schloss nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnrad (43), die Sperrelemente (42), die Speichenstege (47) und die Nabe (48)
einstückig miteinander ausgebildet sind.
6. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeweils zwei benachbarten Sperrelementen (42) ein über einen Umfangsbereich
des Drehsperrglieds (39) verlaufender Freiraum (49) liegt für ein Durchlaufen eines
Nockens (51) der Schwenkfalle (41) bei einem in Entriegelstellung erfolgenden Verschwenken
der Schwenkfalle (41).
7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkfalle (41) eine Aufnahmeausnehmung (58) für ein Verriegelungselement (8),
insbesondere für einen Schließzapfen (9), aufweist, wobei die Aufnahmeausnehmung (58)
zu einer umlaufenden Stirnseite (55) der Schwenkfalle (41) offen ist und vorzugsweise
zumindest bereichsweise mit einem spitzen Winkel zur radialen Richtung bezüglich einer
Schwenklagerung (59) der Schwenkfalle (41) verläuft.
8. Schloss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeausnehmung (58) - von einer Unterseite (54) der Schwenkfalle (41) betrachtet
- bogenförmig verläuft.
9. Schloss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (6) ein Schlossgehäuse (13) aufweist, das eine Bodenwand (14), eine Deckenwand
(15) sowie zwei Längswände (16,17) und zwei Stirnwände (18,19) aufweist und dass für
ein Einlaufen des Verriegelungselements (8) das Schlossgehäuse (13) einen Einlaufschlitz
(62) aufweist, der eine der Längswände (16,17) und die Bodenwand (14) durchsetzt.
10. Schloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (51) eine Steuerkurve (56) für ein Entlanglaufen des jeweiligen Sperrelements
(42) aufweist.
11. Schloss nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Vorverriegelungseinrichtung (81), die die Schwenkfalle (41) zur Verhinderung
des Ausfahrens des Verriegelungselements (8) aus der Aufnahmeausnehmung (58) in einer
Vorverriegelungsstellung vorverriegelt, wobei die Vorverriegelungseinrichtung (81)
ein verlagerbares Sperrteil (83) aufweist, das in der Vorverriegelungsstellung die
Schwenkfalle (41) sperrend beaufschlagt.
12. Schloss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrteil (83) mittels einer Federeinrichtung (84) vorgespannt ist und im Vorverriegelungsfalle
ausgelöst wird, um die Vorverriegelungsstellung herbeizuführen.
13. Schloss nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslösen des Sperrteils (83) durch Einfahren des Verriegelungselements (8) in
die Aufnahmeausnehmung (58) erfolgt, insbesondere durch durch das Einfahren bewirkte
Verschwenken der Schwenkfalle (41) erfolgt.
14. Schloss nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Entriegelungsvorgang eine Verlagerung des Sperrteils (83) in eine Freigabestellung
durch entsprechende Drehstellung des Drehsperrglieds (39) erfolgt.
15. Verschlusselement, insbesondere Tür, einer Immobilie, gekennzeichnet durch ein Schloss (6) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
1. A lock (6) for a closure element (2) of a property, comprising a pivoting catch (41)
on which a spring acts in a preferred direction, a locking member (38), and a mechanical
drive device (37), wherein the locking member (38) is designed as a rotary locking
member (39) that is driven by the drive device (37) in a circulating manner about
a locking member axis (40) in only one rotational direction and comprises multiple
locking elements (42), which are offset to one another over the angle at the circumference
of the locking member and which interact with the pivoting catch (41) as respective
tumblers depending on the rotational angle, wherein only one of the locking elements
(42) constantly acts directly on the pivoting catch (41) for a locking and unlocking
process, and the adjacent locking element (42) opposite the rotational direction of
the rotary locking member (39) acts on the pivoting catch (41) by rotating the rotary
locking member (39) for a subsequent locking and unlocking process, characterized in that in a locking position when the mechanical drive device (37) is switched of, the pivoting
catch (41) is closed only by means of the respective locking element (42).
2. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the rotary locking member (39) has a gear (43), which is rotatably mounted about
the locking member axis (40) and has an upper (44) and a lower side (45), and that
the locking elements (42) are arranged on the upper side (44).
3. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the locking elements (42) are formed asymmetrically such that, at the same speed
of rotation of the rotary locking member (39), the unlock time is shorter than the
lock time.
4. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the locking elements (42) are connected to each other by means of radially extending
spoke webs (47), wherein the spoke webs (47) are centrally connected to a hub (48),
and wherein the locking member axis (40) extends centrally through the hub (48).
5. The lock according to claims 2 and 4, characterized in that the gear (43), the locking elements (42), the spoke webs (47) and the hub (48) are
integrally formed with each other.
6. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that between each two adjacent locking elements (42) a clearance (49) is provided over
a circumferential region of the rotary locking member (39), which clearance is provided
for the passing through of a cam (51) of the pivoting catch (41) when the pivoting
catch (41) is rotated into the unlocking position.
7. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the pivoting catch (41) has a receiving recess (58) for a locking element (8), in
particular for a locking pin (9), wherein the receiving recess (58) opens towards
the front face (55) of the pivoting catch (41) and preferably at least partially forms
an acute angle respective to the radial direction with respect to a pivot bearing
(59) of the pivoting catch (41).
8. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the receiving recess (58)-viewed from the lower side (54) of the pivoting catch (41)-is
arcuate, in particular slightly arcuate.
9. The lock according to claim 7, characterized in that the lock (6) has a lock housing (13) having a lower wall (14), a ceiling wall (15)
and two longitudinal walls (16, 17) and two front walls (18, 19), and in that, for an insertion of the locking element (8), the lock housing (13) has an inlet
slot (62) passing through one of the longitudinal walls (16, 17) and the lower wall
(14).
10. The lock according to claim 6, characterized in that the cam (51) has a control curve (56) for a running along of the respective locking
element (42).
11. The lock according to claim 7, characterized by a pre-locking device (81), which pre-locks the pivoting catch (41) in a pre-locking
position to prevent the locking element (8) from moving out of the receiving recess
(58), wherein the pre-locking device (81) has a displaceable locking part (83), which
in the pre-locking position acts on the pivoting catch (41) in a locking manner.
12. The lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the locking part (83) is biased by means of a spring device (84) and is triggered
in case of a pre-locking, to bring about the pre-locking position.
13. The lock according to claim 12, characterized in that the triggering of the locking member (83) occurs by retraction of the locking element
(8) into the receiving recess (58), in particular by pivoting of the pivoting catch
(41) caused by the retraction.
14. The lock according to any one of the claims 11 to 13, characterized in that during an unlocking operation, a displacement of the locking part (83) into a release
position occurs due to a corresponding rotational position of the rotary locking member
(39).
15. A closure element, in particular a door, of a property, characterized by a lock (6) according to any one or more of the preceding claims.
1. Serrure (6) pour un élément de fermeture (2) d'un bien immobilier, avec un pêne pivotant
(41) sollicité élastiquement dans une direction préférentielle, un organe de blocage
(38) et un dispositif d'entraînement mécanique (37), l'organe de blocage (38) étant
réalisé sous la forme d'un organe de blocage rotatif (39) entraîné en rotation autour
d'un axe d'organe de blocage (40) par le dispositif d'entraînement mécanique (37)
dans un seul sens de rotation, avec plusieurs éléments de blocage (42) décalés angulairement
les uns par rapport aux autres sur sa périphérie et coopérant en fonction de l'angle
de rotation avec le pêne pivotant (41) en tant que dispositif de verrouillage, dans
lequel, pour une opération de verrouillage et de déverrouillage, seul l'un des éléments
de blocage (42) sollicite directement le pêne pivotant (41) et, pour une opération
de verrouillage et de déverrouillage ultérieure, l'élément de blocage (42) situé à
proximité dans le sens opposé au sens de rotation de l'organe de blocage rotatif (39)
sollicite le pêne pivotant (41) par rotation de l'organe de blocage rotatif (39),
caractérisé en ce que le pêne pivotant (41) est maintenu dans une position de verrouillage présente lorsque
le dispositif d'entraînement mécanique (37) est désactivé, uniquement au moyen de
l'élément de blocage respectif (42).
2. Serrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'organe de blocage rotatif (39) présente une roue dentée (43) qui est logée en rotation
autour de l'axe d'organe de blocage (40), la roue dentée (39) présentant une face
supérieure (44) et une face inférieure (45) et les éléments de blocage (42) étant
disposés sur la face supérieure (44).
3. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments de blocage (42) sont asymétriques de telle sorte que, pour une même
vitesse de rotation de l'organe de blocage rotatif (39), le temps de déverrouillage
est inférieur au temps de verrouillage.
4. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments de blocage (42) sont reliés entre eux au moyen de barrettes de rayons
(47) s'étendant radialement, les barrettes de rayons (47) étant reliées de manière
centrale à un moyeu (48), et l'axe d'organe de blocage (40) s'étendant de manière
centrale à travers le moyeu (48).
5. Serrure selon les revendications 2 et 4, caractérisée en ce que la roue dentée (43), les éléments de blocage (42), les barrettes de rayons (47) et
le moyeu (48) sont formés d'une seule pièce les uns avec les autres.
6. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un espace libre (49) s'étendant sur une zone périphérique de l'organe de blocage rotatif
(39) se trouve entre deux éléments de blocage (42) voisins pour un passage d'une came
(51) du pêne pivotant (41) lors d'un pivotement du pêne pivotant (41) s'effectuant
en position de déverrouillage.
7. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le pêne pivotant (41) présente un évidement de réception (58) pour un élément de
verrouillage (8), en particulier pour un tenon de fermeture (9), l'évidement de réception
(58) étant ouvert vers une face frontale périphérique (55) du pêne pivotant (41) et
s'étendant de préférence au moins par zones avec un angle aigu par rapport à la direction
radiale par rapport à un palier de pivotement (59) du pêne pivotant (41).
8. Serrure selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'évidement de réception (58) - vu depuis une face inférieure (54) du pêne pivotant
(41) - s'étend en forme d'arc.
9. Serrure selon la revendication 7, caractérisée en ce que la serrure (6) présente un boîtier de serrure (13) qui présente une paroi de fond
(14), une paroi de plafond (15) ainsi que deux parois longitudinales (16, 17) et deux
parois frontales (18, 19) et en ce que pour une entrée d'élément de verrouillage (8), le boîtier de serrure (13) présente
une fente d'entrée (62) qui traverse l'une des parois longitudinales (16, 17) et la
paroi de fond (14).
10. Serrure selon la revendication 6, caractérisée en ce que la came (51) présente une courbe de commande (56) pour une course le long de l'élément
de blocage respectif (42).
11. Serrure selon la revendication 7, caractérisée par un dispositif de pré-verrouillage (81) qui pré-verrouille le pêne pivotant (41) dans
une position de pré-verrouillage pour empêcher l'élément de verrouillage (8) de sortir
de l'évidement de réception (58), le dispositif de pré-verrouillage (81) présentant
une pièce de blocage (83) déplaçable qui, dans la position de pré-verrouillage, sollicite
le pêne pivotant (41) en le bloquant.
12. Serrure selon la revendication 11, caractérisée en ce que la pièce de blocage (83) est précontrainte au moyen d'un dispositif à ressort (84)
et est déclenchée en cas de pré-verrouillage afin de provoquer la position de pré-verrouillage.
13. Serrure selon la revendication 12, caractérisée en ce que le déclenchement de la pièce de blocage (83) est réalisé par l'introduction d'élément
de verrouillage (8) dans l'évidement de réception (58), en particulier par le pivotement
du pêne pivotant (41) provoqué par l'introduction.
14. Serrure selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisée en ce que, lors d'une opération de déverrouillage, un déplacement de la pièce de blocage (83)
vers une position de libération est réalisé par une position de rotation correspondante
de l'organe de blocage rotatif (39).
15. Elément de fermeture, notamment porte, d'un bien immobilier, caractérisé par une serrure (6) selon une ou plusieurs des revendications précédentes.