[0001] Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm mit einer Helmkalotte mit einem im Wesentlichen
schichtartigen Aufbau, bei dem an eine Außenschale ein Dämpfungsteil anschließt, sowie
vorzugsweise zusätzlich ein Komfortteil vorgesehen ist, der an der der Außenschale
abgewandten Oberfläche des Dämpfungsteils angeordnet ist, wobei die Helmkalotte zumindest
zwei Seitenteile und zumindest einem Mittelteil aufweist, und die zumindest zwei Seitenteile
und der zumindest eine Mittelteil über zumindest ein, vorzugsweise zwei Verbindungsmittel
lösbar miteinander verbunden sind.
[0002] Schutzhelme für den Sport, beispielsweise Fahrradhelme oder Skihelme, weisen üblicherweise
eine Helmkalotte auf, die schichtartig aufgebaut ist. Hierbei besteht die Helmkalotte
aus einer zumeist einstückigen Außenschale, an die ein Dämpfungsteil sowie gegebenenfalls
ein Komfortteil anschließt. Hierbei können Dämpfungsteil und Außenschale auch eine
einzige Einheit bilden. An der Helmkalotte sind zudem üblicherweise Fixierungsmittel,
beispielsweise ein Kinngurt angebracht.
[0003] Wird nun der Schutzhelm beschädigt, so muss der Helm häufig entsorgt werden, weil
der Austausch einzelner Schichten und/oder Helmteile zumeist aufwendig und damit unwirtschaftlich
ist. Auch wenn beispielsweise lediglich die Befestigung des Fixierungsmittels an der
Helmkalotte defekt ist, ist nur selten eine zufriedenstellende Reparatur möglich.
[0004] In der
DE 32 28 746 A1 ist ein größenverstellbarer Hockeyhelm beschrieben, dessen Außenschale innenliegend
mit einer Auskleidung versehen ist, die der Dämpfung dient. Nachteilig an diesem Helm
ist, dass er aus einer Vielzahl von Einzelteilen besteht, die über Schrauben-Mutter-Verbindungen
miteinander zu verbinden sind.
[0005] In der
EP 0 280 042 A1 ist ein Schutzhelm für Sportler mit einer mehrteiligen Helmschale bekannt geworden,
wobei die beiden Seitenteile und der Mittelteil über ein Zugband in ihrer Position
zueinander fixiert werden. Hierbei weist der Helm eine schlagfeste Außenschale sowie
eine innenseitige stoßabsorbierende Mantelung auf. Ein derartiger Helm ist jedoch
nur bedingt sicher, weil es im Fall einer Krafteinwirkung auf einen oder mehrere der
nur durch das Zugband in ihrer Position zueinander gehaltene Helmteile leicht zu einer
Verschiebung der Teile und damit zu einer unkontrollierten Krafteinwirkung auf den
Kopf des Helmträgers kommen kann.
[0006] Weitere mehrteilige Helme können auch der
WO 1999/08557 A1, der
US 9,232 ,827 B1 oder der
EP 2 627 205 B1 entnommen werden. Diese Helme sind jedoch aufgrund ihres Aufbaus und der Art der
Verbindung der einzelnen Teile zueinander nur bedingt geeignet, den Kopf des Trägers
dieser Helm gegen Krafteinwirkung von außen zu schützen.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die obigen Nachteile des Stands der Technik zu
beseitigen, und einen sicheren Schutzhelm zur Verfügung zu stellen, der auf einfache
und kostengünstige Weise repariert und/oder verändert werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Dämpfungsteil des zumindest
einen Mittelteils zumindest einen Dämpfungskörper mit einer im Wesentlichen rippenartigen
Struktur aufweist. Hierbei sind die zumindest zwei Seitenteile und der zumindest eine
Mittelteil über zumindest ein, vorzugsweise zwei Verbindungsmittel lösbar miteinander
verbunden. Damit können einzelne Teile des Schutzhelms auf einfache Weise ausgetauscht
werden, indem lediglich die Verbindungsmittel gelöst und die entsprechenden Teile
ausgewechselt werden. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der
Schutzhelm damit ein vergleichsweise geringes Packmaß aufweist und damit leichter
zu verstauen und damit vor Verunreinigungen zu schützen ist.
[0009] Erfindungsgemäß weist die Helmkalotte eine Außenschale, einen Dämpfungsteil sowie
bevorzugterweise einen Komfortteil auf. Durch diesen Aufbau wird ein maximaler Schutz
des Trägers erreicht, wobei sowohl jeder Seitenteil als auch der zumindest eine Mittelteil
einen derartigen Aufbau aufweisen.
[0010] Zum Schutz gegen eine Krafteinwirkung im Scheitelbereich des Trägers des erfindungsgemäßen
Schutzhelms hat sich ein Dämpfungsteil als besonders geeignet erwiesen, der in dem
zumindest einen Mittelteil angeordnet ist und der über einen Dämpfungskörper mit einer
im Wesentlichen rippenartige Struktur verfügt.
[0011] Hierbei ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der Dämpfungsteil des zumindest
einen Mittelteils zumindest einen spiegelsymmetrischen Dämpfungskörper mit zumindest
einem entlang einer Längsmittelachse des Mittelteils verlaufenden Grundkörper aufgebaut
ist, wobei in regelmäßigen Abständen spiegelsymmetrisch abgesetzte Fortsätze an dem
Grundkörper angeordnet sind. Dieser Aufbau hat sich insbesondere für die Aufnahme
von Kräften, die gegen den Scheitelbereich einer den Schutzhelm tragenden Person gerichtet
sind, als geeignet erwiesen.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung weist der in den zumindest
zwei Seitenteilen angeordnete Dämpfungskörper des Dämpfungsteils eine fächerartige
Struktur auf. Diese fächerartige Struktur hat sich in Belastungstests für seitlich
an den Kopf geführte Krafteinwirkungen als besonders vorteilhaft erwiesen. Hierzu
weist der zumindest eine Dämpfungskörper einen im Wesentlichen halbkreisförmigen Grundkörper
auf, an dem eine Vielzahl von fingerartig ausgebildeten Dämpfungssegmenten angeordnet
sind.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung weist der Dämpfungsteil
der zumindest zwei Seitenteile einen zusätzlichen zweiten Dämpfungskörper auf, wobei
der zweite Dämpfungskörper eine Vielzahl von entlang seiner Längsachse angeordneten
Dämpfungssegmenten aufweist, wobei jedes Dämpfungssegment über einen Grundkörper verfügt,
an dem ein abgesetzter Fortsatz angeordnet ist. Dieser zweite Dämpfungskörper ist
hierbei an der dem Mittelteil zugewandtes Seite zwischen Mittelteil und erstem fächerartigen
Seitenteil angeordnet.
[0014] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Dämpfungskörper aus einem viskoelastischem
Schaummaterial, vorteilhafterweise als netzartig aufgebauter Schaumkörper wie in der
AT 512.078 B1 beschrieben, gefertigt sind oder über einen hohlkörperartigen Aufbau wie in der
WO 2017/177251 A1 des Anmelders offenbart verfügen.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass der
zumindest eine Mittelteil im Wesentlichen rechteckig ausgebildet ist, dessen Längsmittelachse
in Gebrauchslage im Wesentlichen über der Scheitellinie des Trägers des Schutzhelms
verläuft, wobei zwei Verbindungsmittel im Westlichen entlang zweier Längskanten parallel
zur Längsmittelachse des Mittelteils angeordnet sind. Damit verläuft der Mittelteil
des erfindungsgemäßen Schutzhelms oberhalb der Scheitellinie des Trägers, während
die beiden Seitenteile im seitlichen Kopfbereich des Trägers, insbesondere im Bereich
der Ohren angeordnet sind. Untersuchungen des Anmelders haben ergeben, dass dieser
Aufbau insbesondere gegen Rotationsbelastungen eine verbesserte Schutzfunktion liefert.
[0016] Ein besonders einfaches Lösen der Verbindung der zumindest zwei Seitenteile vom zumindest
einen Mittelteil ist gegeben, wenn das zumindest eine Verbindungsmittel ein Klettverschluss,
ein Reißverschluss oder ein Magnetverschluss oder eine Kombination davon ist.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass zusätzlich
ein an der Helmkalotte auf der Außenschale im Wesentlichen parallel zum Mittelteil
verschiebbares Helmvisier angeordnet ist. Damit kann der Träger des Helms das Helmvisier
je nach Erfordernis vor sein Gesicht schieben, um sich beispielsweise vor Fahrtwind
zu schützen.
[0018] Eine verbesserte Belüftung des Helms wird erreicht, wenn, wie in einer weiteren bevorzugten
Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass das Helmvisier eine Mehrzahl von Belüftungslöchern
aufweist, die durch Verschieben des Helmvisiers mit Belüftungslöchern im Mittelteil
in Deckung verbringbar sind. Durch Verschieben des Helmvisiers wird erreicht, dass
je nach Position der Belüftungslöcher im Helmvisier in Bezug auf die Belüftungslöcher
im Mittelteil der Helmkalotte eine Belüftung und damit Kühlung des Kopfs des Trägers
des erfindungsgemäßen Schutzhelms verstärkt oder verringert wird.
[0019] Um den Träger des erfindungsgemäßen Schutzhelms beispielsweise vor Blendung durch
die Sonne zu schützen, ist in einer weiteren Ausführung der Erfindung vorgesehen,
dass an dem Helmvisier ein Brillenelement angeordnet ist. Dieses Brillenelement ist
vorzugsweise abnehmbar und kann damit leichter gereinigt und/oder ausgetauscht werden.
[0020] Der erfindungsgemäße Schutzhelm hat sich als besonders vorteilhaft in der Verwendung
als Fahrradhelm oder Skihelm erwiesen.
[0021] Im Folgenden wird anhand eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels mit zugehörigen
Figuren die Erfindung näher erläutert. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf den erfindungsgemäßen Schutzhelm,
- Fig. 2
- eine Ansicht auf den Schutzhelm aus Fig. 1 von oben,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf einen Seitenteil des Schutzhelms aus Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Innenansicht des Mittelteils des Schutzhelms aus Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Innenansicht des Schutzhelms aus Fig. 1,
- Fig. 6
- den Dämpfungskörper des Mittelteils,
- Fig. 7
- einen Dämpfungskörper des Seitenteils,
- Fig. 8A
- eine schematische Ansicht auf ein Helmvisier von vorne, und
- Fig. 8B
- eine Ansicht auf das Helmvisier aus Fig. 8A von oben.
[0022] In der Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Schutzhelm 1000 in einer perspektivischen
Ansicht dargestellt. Er weist einen Mittelteil 100 auf, dessen Außenschale 110 hier
zu Anschauungszwecken aus einem durchsichtigen Material, insbesondere einer tiefgezogenen
durchsichtigen Folie gefertigt ist. Dieses durchsichtige Material der Außenschale
110 erlaubt die Ansicht auf den darunterliegenden Dämpfungsteil 120 mit seinem Dämpfungskörper
130. Selbstverständlich kann die Außenschale 110 aus jedem dem Fachmann bekannten
schlagfesten Material in jeder erdenklichen Einfärbung gefertigt sein.
[0023] Ebenso ist in der Fig. 1 ein Seitenteil 200 ersichtlich, dessen Außenschale 210 teilweise
durchsichtig ausgeführt ist, sodass der Dämpfungsteil 220 des Seitenteils 200 mit
seinem zusätzlichen Dämpfungskörper 230 erkennbar ist.
[0024] Der Schutzhelm 1000 verfügt des Weiteren über ein Fixierelement 300, das hier als
Kinngurt mit einer Zweipunkt-Fixierung 310 an dem Seitenteil 200 ausgebildet ist.
[0025] Der erfindungsgemäße Schutzhelm 1000 ist in der Fig. 2 in einer Ansicht von oben
dargestellt. Hierin ist erkennbar, dass die Längsmittelachse A des Mittelteils 100
beim Tragen des erfindungsgemäßen Schutzhelms 1000 im Wesentlichen auf bzw. parallel
zu der Scheitellinie des Trägers verläuft.
[0026] Bei dieser Ausführung der Erfindung besteht der Dämpfungsteil 120 aus zwei spiegelsymmetrisch
entlang der Längsmittelachse A des Dämpfungsteils 120 angeordneten Dämpfungskörpern
130A, 130B. Jeder Dämpfungskörper 130A, 130B ist hierbei segmentartig aufgebaut, wobei
jedes Dämpfungssegment 131 einen der Längsmittelachse A zugewandten Grundkörper 132
und einen den Seitenteilen 200 zugewandten, abgesetzten Fortsatz 132 aufweist.
[0027] Der Mittelteil 100 ist erfindungsgemäß über einen Klettverschluss 400 an dem Seitenteil
200 lösbar befestigt. In der Fig. 3 ist der Seitenteil 200 in einer Seitenansicht
dargestellt, wobei hier ein Flauschteil 410 des Klettverschlusses 400 ersichtlich
ist, der im Wesentlichen parallel zu der Scheitellinie des Trägers des Schutzhelms
1000 verläuft.
[0028] In den Seitenteil 200 sind zwei Dämpfungskörper vorgesehen, wobei in den Figuren
1 bis 3 jener erste Dämpfungskörper 230 sichtbar ist, der im Seitenteil 200 im Bereich
des Flauschteils 410 angeordnet ist. Jedes Dämpfungssegment 231 weist ähnlich wie
bei den Dämpfungssegmenten 131 der Dämpfungskörper 130A, 130B des Mittelteils 100
einen dem Klettverschluss 400 zugewandten Grundkörper 232 auf, an dem ein dem Klettverschluss
400 abgewandter, abgesetzter Fortsatz 233 angeordnet ist.
[0029] Der zweite, nicht sichtbare Dämpfungskörper 250 des Seitenteils 200 ist unterhalb
des ersten Dämpfungskörpers 230 im Bereich der Zweipunkt-Fixierung 310 angeordnet
und im Detail in der Fig. 7 dargestellt.
[0030] In der Fig. 4 ist der Mittelteil 100 gezeigt, wobei in dieser Darstellung die Innenseite
100B des Mittelteils 100 mit einen gepolsterten Komfortteil 140 dargestellt ist. An
den Längskanten 100C, 100D ist jeweils der Klettteil 420 des Klettverschluss 400 angeordnet,
der im zusammengesetzten Zustand des erfindungsgemäßen Schutzhelms 1000 mit den an
den jeweiligen Seitenteilen 200 angeordneten Flauschteilen 410 (Fig. 3) zusammenwirkt.
[0031] In der Fig. 5 sind die beiden Seitenteile 200 sowie der Mittelteil 100 des erfindungsgemäßen
Schutzhelms 1000 derart dargestellt, dass die jeweiligen Komfortteile 240 der Seitenteile
200 bzw. der Komfortteil 140 des Mittelteils 100 sichtbar sind.
[0032] Den Figs. 6 und 7 sind unterschiedliche Ausführungsformen von Dämpfungskörpern zu
entnehmen. Der der in der Fig. 6 dargestellte Dämpfungskörper 130, wie er beispielsweise
im Mittelteil 100 des erfindungsgemäßen Schutzhelms 1000 eingesetzt werden kann, besteht
bei dieser Variante aus im Wesentlichen flächigen Dämpfungssegmenten 131, die einstückig
und aus flexiblem Material bestehend aneinander angeordnet sind. Jedes spiegelsymmetrische
Dämpfungssegment 131 weist hierbei einen Grundkörper 132 mit zwei abgesetzten Fortsätzen
133 auf. Dieser Aufbau aus einzelnen Dämpfungssegmenten 131 gibt dem Dämpfungskörper
130 das Aussehen einer abgeflachten Wirbelsäule, wobei der Dämpfungskörper 130 der
Kontur des Schutzhelms 1000 folgend gekrümmt im Dämpfungsteil 120 des Mittelteils
100 angeordnet ist.
[0033] Der zweite Dämpfungskörper 250 des Seitenteils 200 ist - wie in der Fig. 7 dargestellt
- fächerartig aufgebaut, mit einer Vielzahl von fingerartigen Dämpfungssegmenten 251,
die mit einem im Wesentlichen halbkreisförmigen Grundkörper 252 in Verbindung stehen.
Dieser Dämpfungskörper 250 ist ebenfalls in den Seitenteil 200 im Bereich der Zweipunkt-Fixierung
310 des Fixierelements 300 angeordnet.
[0034] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Schutzhelm 1000 über ein Helmvisier 500 verfügt.
[0035] Ein derartiges Helmvisier 500 ist in den Figuren 8A und 8B schematisch dargestellt.
Das Helmvisier 500 verfügt über ein im Wesentlichen streifenförmig ausgebildetes Schiebeelement
510, an dem Belüftungslöcher 520 angeordnet sind. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass das Helmvisier 500 verschiebbar auf dem Mittelteil 100 des Schutzhelms 1000 angeordnet
ist, wobei der Mittelteil 100 ebenfalls über Belüftungslöcher verfügt. Wird nun das
Helmvisier 500 entlang des Mittelteils 100 derart verschoben, dass seine Belüftungslöcher
520 genau über jenen des Mittelteils 100 liegen, so wird eine maximale Belüftung des
Schutzhelms 1000 erzielt (nicht dargestellt).
[0036] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass an einer
Schmalkante 511 des Schiebeelements 510 ein Brillenelement 530 abnehmbar angeordnet
ist. Dieses Brillenelement 530 kann zusätzlich über eine Abdunklungszone 540 verfügen,
um den Träger des Schutzhelms 1000 beispielsweise vor Sonnenblendung zu schützen.
[0037] Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf die oben gezeigte Ausführung beschränkt
ist. Erfindungswesentlich ist, dass der Schutzhelm zumindest einen Mittelteil sowie
zumindest zwei Seitenteile aufweist, die lösbar miteinander verbunden sind, wobei
an der Außenschale ein Dämpfungsteil mit zumindest einem Dämpfungskörper anschließt.
Die Befestigung der Seitenteile an den zumindest einen Mittelteil kann hierbei auf
unterschiedliche Weise erfolgen, neben Klettverschlüssen können auch Reißverschlüsse,
Magnetverschlüsse und Ähnliches zum Einsatz kommen.
1. Schutzhelm (1000) mit einer Helmkalotte mit einem im Wesentlichen schichtartigen Aufbau,
bei dem an eine Außenschale (110, 210) ein Dämpfungsteil (120, 220) anschließt, sowie
vorzugsweise zusätzlich ein Komfortteil (140, 240) vorgesehen ist, der an der der
Außenschale (110, 210) abgewandten Oberfläche des Dämpfungsteils (120, 220) angeordnet
ist, wobei die Helmkalotte zumindest zwei Seitenteilen (200) und zumindest einem Mittelteil
(100) aufweist, und die zumindest zwei Seitenteile (200) und der zumindest eine Mittelteil
(100) über zumindest ein, vorzugsweise zwei Verbindungsmittel (400) lösbar miteinander
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfungsteil (120) des zumindest einen Mittelteils (100) zumindest einen Dämpfungskörper
(130) mit einer im Wesentlichen rippenartigen Struktur aufweist.
2. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfungsteil (120) des zumindest einen Mittelteils (100) zumindest einen spiegelsymmetrischen
Dämpfungskörper (130, 130A, 130B) mit zumindest einem entlang einer Längsmittelachse
(A) des Mittelteils (130, 130A, 130B) verlaufenden Grundkörper (132) aufgebaut ist,
wobei in regelmäßigen Abständen spiegelsymmetrisch abgesetzte Fortsätze (133) an dem
Grundkörper (132) angeordnet sind.
3. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Seitenteile (200) jeweils zumindest einen ersten Dämpfungsteil
(220) aufweisen.
4. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfungsteil (220) der zumindest zwei Seitenteile (200) eine Vielzahl von entlang
seiner Längsachse angeordneten Dämpfungssegmenten (231) aufweist, wobei jedes Dämpfungssegment
(231) über einen Grundkörper (232) verfügt, an dem ein abgesetzter Fortsatz (233)
angeordnet ist.
5. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Seitenteile (200) einen zusätzlichen zweiten Dämpfungskörper (250),
vorzugsweise mit einer fächerartigen Struktur aufweisen.
6. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Dämpfungskörper (250) einen im Wesentlichen halbkreisförmigen
Grundkörper (252) aufweist, an dem eine Vielzahl von fingerartig ausgebildeten Dämpfungssegmenten
(251) angeordnet sind.
7. Schutzhelm (1000) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungskörper (130, 230, 250) aus viskoelastischem Schaummaterial gefertigt
ist.
8. Schutzhelm (1000) nach einem derAnsprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelteil (100) im Wesentlichen rechteckig ausgebildet ist, dessen Längsmittelachse
(A) in Gebrauchslage im Wesentlichen über der Scheitellinie des Trägers verläuft,
wobei zwei Verbindungsmittel (400) im Westlichen entlang zweier Längskanten (100C,
100D) parallel zur Längsmittelachse (A) des Mittelteils (100) angeordnet sind.
9. Schutzhelm (1000) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Verbindungsmittel (400) ein Klettverschluss, ein Reißverschluss
oder ein Magnetverschluss oder eine Kombination davon ist.
10. Schutzhelm (1000) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein an der Helmkalotte auf der Außenschale im Wesentlichen parallel zum
Mittelteil (100) verschiebbares Helmvisier (500) angeordnet ist ist.
11. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Helmvisier (500) eine Vielzahl von Belüftungslöchern (520) aufweist, die durch
Verschieben des Helmvisiers (500) mit Belüftungslöchern im Mittelteil (100) in Deckung
bringbar sind.
12. Schutzhelm (1000) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Helmvisier (500) ein Brillenelement (530) angeordnet ist.
13. Verwendung eines Schutzhelms (1000) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Fahrradhelm
oder Skihelm.