(19)
(11) EP 3 530 164 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.08.2019  Patentblatt  2019/35

(21) Anmeldenummer: 19158591.8

(22) Anmeldetag:  21.02.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47K 3/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 21.02.2018 DE 202018100972 U

(71) Anmelder: Febromed GmbH & Co. KG
59302 Oelde (DE)

(72) Erfinder:
  • Brormann, Hubert
    59302 Oelde (DE)

(74) Vertreter: BSB Patentanwälte Schütte & Engelen Partnerschaft mbB 
Am Markt 10
59302 Oelde
59302 Oelde (DE)

   


(54) GEBÄRWANNE


(57) Gebär- und Entspannungswanne (1) für den klinischen Bereich mit einem Wannenkörper (2) und einer daran ausgebildeten Wasseraufnahme (3) zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten Wassermenge und mit wenigstens einem Handgriff (4), den eine Benutzerin beim Baden ergreifen kann. Der Wannenkörper (2) weist eine die Wasseraufnahme (3) definierende Innenwandung (21) und eine Außenwandung (21a) auf. Die Außenwandung (21a) wird durch den oberen Wannenrand (21b) und eine Außenseite (21c) des Wannenkörpers (3) gebildet. Der Handgriff (4) umfasst einen Griffkörper (5) mit einem ersten Ende (6) und einem zweiten Ende (7) und ist nur mit dem ersten Ende (6) an der Außenwandung (21a) des Wannenkörpers (2) befestigt.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gebär- und Entspannungswanne insbesondere im klinischen Bereich und vorzugsweise zum Einsatz in einem Kreißsaal bei oder unmittelbar vor einem Gebärvorgang. Die Gebär- und Entspannungswanne weist wenigstens einen Wannenkörper und eine daran ausgebildete Wasseraufnahme zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten Wassermenge und wenigstens einen Handgriff auf, den eine Benutzerin beim Baden ergreifen und sich daran z. B. abstützen kann.

[0002] Im Stand der Technik sind Gebärwannen bekannt geworden, die einen Wannenkörper mit einer daran ausgebildeten Wasseraufnahme zur Aufnahme einer Wassermenge aufweisen. Um einer Benutzerin einer solchen Gebärwanne bei einem Gebärvorgang bei Bedarf einen besseren Halt zu geben und um einen hohen Hygienestandard zu gewährleisten, kann ein Handgriff auf dem oberen Rand des Wannenkörpers und somit außerhalb der Wasseraufnahme befestigt werden. Der Handgriff erstreckt sich dann in Längsrichtung. Vorteilhaft ist, dass bei diesem Handgriff ein ständiger Kontakt mit der Wasseroberfläche und ein ständiges Benetzen mit dem Badewasser verhindert wird. Nachteilig ist die Ergonomie. Ein Abstützen an dem Handgriff bei einer Presswehe ist praktisch nicht möglich, weshalb eine Benutzung regelmäßig unterbleibt.

[0003] Es sind auch konventionelle Badewannen bekannt geworden, die nicht in Kreißsälen eingesetzt werden, und die direkt an einer Zimmerwand angebracht sind und bei denen ein Handgriff direkt an der Gebäudewand oberhalb der Badewanne angeschraubt ist. So offenbart die DE 10 2008 034 246 A1 einen Handgriff für eine direkt neben einer Zimmerwand stehende Badewanne. Der Handgriff kann gegen die Kraft einer Feder von der Zimmerwand weg bewegt werden und dann in verschiedene Drehpositionen gebracht werden. Eine Montage eines solchen Handgriffs ist in hygienischer Weise möglich. Ein Nachteil ist aber, dass ein versehentlicher Zug an dem Handgriff direkt auch eine Drehung erlaubt, was die Unfallgefahr erhöht. Nachteilig ist auch, dass solche Handgriffe nur auf einer Wannenseite an der Zimmerwand angebracht werden können und somit keine symmetrische Anordnung und Benutzung erlauben. Außerdem ist bei Gebärwannen ein freier Zugang wenigstens von beiden Längsseiten der Gebärwanne wünschenswert, um der Gebärenden im Bedarfsfalle helfen zu können.

[0004] Im Stand der Technik sind auch Gebärwannen bekannt geworden, bei denen auf der Innenoberfläche des Wannenkörpers ein U-förmiger Handgriff etwa senkrecht angebracht ist. Die Handgriffe können beidseitig angebracht und von Benutzerinnen gegriffen werden, um sich besser aufzurichten oder die Position zu ändern und dergleichen mehr. Solche Handgriffe erleichtern die Benutzung einer Gebärwanne. Nachteilig daran ist aber, dass sich die Anschlussstellen des Handgriffs unterhalb des sich im Betrieb ergebenden Wasserspiegels befinden oder jedenfalls befinden können. Dadurch können sich Schmutzpartikel und Bakterien an den Anschlussstellen und an den Abdichtungen anlagern. Um die notwendige Hygiene zu gewährleisten und eine Infektion der Gebärenden und eines Neugeborenen zuverlässig zu vermeiden, muss eine solche Gebärwanne nach dem Gebrauch aufwendig gereinigt werden, wobei eine erhebliche Sorgfalt und ein großer Aufwand an den Durchbrüchen der Innenwand aufgewendet werden muss.

[0005] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Gebär- und Entspannungswanne zur Verfügung zu stellen, welche flexibel aufstellbar und ergonomisch zu benutzen ist und mit welcher höhere hygienische Standards eingehalten werden können.

[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Gebär- und Entspannungswanne mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung und der Beschreibung der Ausführungsbeispiele.

[0007] Eine erfindungsgemäße Gebär- und Entspannungswanne insbesondere für den klinischen Bereich und vorzugsweise zum Einsatz in einem Kreißsaal weist wenigstens einen Wannenkörper und eine daran ausgebildete Wasseraufnahme zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten oder sinnvollen Wassermenge und wenigstens einen Handgriff auf, den eine Benutzerin beim Baden ergreifen kann. Der Wannenkörper weist eine die Wasseraufnahme definierende oder begrenzende Innenwandung und eine Außenwandung auf. Die Außenwandung umfasst den oberen Wannenrand und wenigstens eine Außenseite des Wannenkörpers. Dabei umfasst der Handgriff einen Griffkörper mit einem ersten Ende und wenigstens einem zweiten Ende und ist nur mit dem ersten Ende an der Außenwandung des Wannenkörpers befestigt. Insbesondere ist der Handgriff an und besonders bevorzugt auf dem oberen Wannenrand befestigt.

[0008] Die erfindungsgemäße Gebär- und Entspannungswanne ist insbesondere für die Verwendung durch Gebärende in einem Kreißsaal geeignet und bestimmt.

[0009] Insbesondere weist der Handgriff einen verstellbaren Griffkörper auf. Der Griffkörper ist insbesondere nur mit dem ersten Ende an der Außenseite des Wannenkörpers und insbesondere an der Oberseite des Wannenkörpers befestigt.

[0010] Besonders bevorzugt sind wenigstens zwei (insbesondere gleichartig) ausgebildete Handgriffe umfasst. Vorzugsweise sind zwei gleichartige (oder identische) Handgriffe umfasst. Besonders bevorzugt ist an jeder Längsseite jeweils (wenigstens) ein Handgriff befestigt. Vorzugsweise sind zwei Handgriffe (im Wesentlichen) symmetrisch zur Längsrichtung des Wannenkörpers an der Außenwandung des Wannenkörpers befestigt. Insbesondere sind beide Handgriffe auf der Oberseite bzw. dem oberen Wannenrand befestigt. Die Handgriffe bzw. deren Griffkörper erstrecken sich vorzugsweise im Wesentlichen in aufrechter Richtung und können auch vertikal ausgerichtet sein. Regelmäßig ist im Betrieb eine Längsrichtung der Griffkörper (quer zur Horizontalen und) zur Vertikalen etwas geneigt ausgerichtet (z. B. +/- 30°).

[0011] Vorzugsweise weist der (bzw. wenigstens einer bzw. jeder) Handgriff einen abnehmbaren Griffkörper auf und ist insbesondere abnehmbar an dem Wannenkörper befestigt. Besonders bevorzugt ist der Handgriff insgesamt oder dessen Griffkörper verstellbar und abnehmbar an dem Wannenkörper angeordnet bzw. befestigt. Insbesondere ist der Handgriff bzw. dessen Griffkörper ohne Werkzeug von Hand von dem Wannenkörper lösbar und abnehmbar. Es ist insbesondere kein Werkzeug und kein Spezialwerkzeug nötig, um den Handgriff bzw. dessen Griffkörper zu lösen. Vorzugsweise ist der Handgriff bzw. dessen Griffkörper von Hand (und ohne Werkzeug) an dem Wannenkörper fixierbar.

[0012] Eine erfindungsgemäße Gebär- und Entspannungswanne hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil besteht darin, dass der Handgriff nur mit einem ersten Ende an und insbesondere oben auf dem Wannenkörper befestigt ist. Das bedeutet, dass das zweite Ende nicht an dem Wannenkörper befestigt ist, sondern frei im Raum und ohne Kontakt zum Wannenkörper endet. Dadurch wird ein Durchbruch durch den Wannenkörper an dem zweiten Ende nicht erforderlich, sodass keinerlei hygienische Schwachstellen an dem zweiten Ende des Griffkörpers auftreten. Eine Aufstellung der Gebärwanne an einer Raumwand ist nicht nötig. Die Gebär- und Entspannungswanne kann mitten in einem Raum platziert werden und ist vorzugsweise von wenigstens drei Seiten aus zugänglich. Es werden ein hygienischer Aufbau und ein ergonomische Benutzung ermöglicht. Der Reinigungsaufwand ist gering. Ein Zugang kann auch von vier Seiten aus möglich sein.

[0013] Der obere Wannenrand ist nach oben ausgerichtet und trennt den Innenraum des Wannenkörpers von der Umgebung. Meist ist der obere Wannenrand wenigstens abschnittsweise oder im Wesentlichen flach ausgebildet. Der obere Wannenrand kann vorzugsweise wenigstens zum Teil als Ablage verwendet werden.

[0014] Der Wannenkörper weist eine Innenfläche auf, die (in der Regel nur) teilweise von einer zum Baden geeigneten Wassermenge benetzt wird.

[0015] Ein verstellbarer Handgriff kann abnehmbar sein, muss es aber nicht. Wenn der verstellbare Handgriff nicht abnehmbar ist, kann er z. B. in zwei oder mehr Positionen verstellbar sein. Durch Hochziehen zum Beispiel gegen eine Federkraft kann der Handgriff verdreht werden, nachdem eine Drehung des Handgriffs entsichert wurde. Nach dem Loslassen rastet der Handgriff wieder ein.

[0016] Besonders bevorzugt ist der Handgriff nur verstellbar, wenn man beide Hände an einem Handgriff benutzt oder nacheinander verschiedene Bewegungen machen muss. Beispielsweise muss man erst ein Sicherungselement wie z.B. einen Sicherungsbolzen oder einen Sicherungsstift entfernen oder herausziehen, um danach den Handgriff in die gewünschte Position verstellen zu können. Das hat den erheblichen Vorteil, dass eine unabsichtliche Verstellung durch eine nicht gewünschtes oder versehentliches Ziehen oder Drücken des Handgriffs nicht möglich ist, was die Sicherheit gerade im sensiblen Bereich von Gebärwannen erheblich erhöht.

[0017] Ein (abnehmbarer oder nicht abnehmbarer) verstellbarer Handgriff bietet viele Vorteile. Insbesondere ist der Handgriff in Längsrichtung des Wannenkörpers verstellbar. Dabei ist es bevorzugt, dass das erste Ende des Griffkörpers bei einer Verstellung im Wesentlichen ortsfest verbleibt. Möglich und bevorzugt ist insbesondere eine Verschwenkung des Griffkörpers zwischen einer ersten und einer zweiten Position. Möglich ist es auch, dass der Griffkörper für zwei oder mehr unterschiedliche Positionierungen in zwei oder mehr unterschiedliche Positionierungen gedreht oder verschwenkt oder in zwei oder mehr unterschiedlichen Positionierungen aufgesetzt oder montiert wird.

[0018] Vorzugsweise ist eine Verstellung des zweiten Endes des Griffkörpers insbesondere in Längsrichtung um insbesondere wenigstens 50 mm möglich. Bevorzugt ist eine Verstellung in Längsrichtung um 100 mm oder mehr möglich. Ein bevorzugter Verstellbereich beträgt 50 mm bis 300 mm oder von 70 mm bis 170 mm. Eine Verstellung um z. B. 150 mm ermöglicht unterschiedlich großen Personen eine physiologische und ergonomische Handhabung z. B. beim Pressen während einer Wehe.

[0019] In allen Ausgestaltungen umfasst der Griffkörper ein erstes Ende, an welchem der Griffkörper vorzugsweise mit dem Wannenkörper verbunden bzw. verbindbar ist. Der Griffkörper umfasst vorzugsweise ein zweites Ende. Das zweite Ende kann grundsätzlich beliebig ausgestaltet sein. Beispielsweise kann das zweite Ende auch an einer rund ausgebildeten Schlaufe oder an einem Ring oder als Ring ausgebildet sein. Unter dem zweiten Ende wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein von dem ersten Ende entfernter Punkt oder Bereich des Griffkörpers verstanden. Das zweite Ende kann wie bei einer zweiendigen Wurst ausgebildet sein, kann aber auch einen Teil eines Rings oder einer Schlaufe bilden, der entfernt von dem ersten Ring ist.

[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Gebär- und Entspannungswanne wenigstens einen Wannenkörper und eine daran ausgebildete Wasseraufnahme zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten oder sinnvollen Wassermenge und umfasst wenigstens einen Handgriff, den ein Benutzer beim Baden ergreifen kann. Dabei umfasst der Handgriff einen verstellbaren und/oder abnehmbaren Griffkörper mit einem ersten Ende und wenigstens einem zweiten Ende und ist nur mit dem ersten Ende an dem Wannenkörper insbesondere verstellbar und/oder abnehmbar befestigt.

[0021] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass das erste Ende des Griffkörpers in einem oberen Bereich an dem Wannenkörper oder auf einer Oberseite des Wannenkörpers befestigt ist. Insbesondere ist der Griffkörper mit dem ersten Ende an einer Oberseite des Wannenkörpers befestigt. Möglich ist es aber auch, dass der Griffkörper mit dem ersten Ende auf einer Außenseite des Wannenkörpers an dem Wannenkörper befestigt ist. Für die Hygiene ist es regelmäßig ausreichend, dass der Handgriff auf der Oberseite des Wannenkörpers befestigt ist.

[0022] Das zweite Ende des Griffkörpers endet bevorzugt in einem inneren Bereich und besonders bevorzugt in dem Bereich der Wasseraufnahme. Dabei kann sich das zweite Ende des Griffkörpers sowohl oberhalb eines (im Regelfall beim Baden auftretenden) Wasserspiegels als auch unterhalb des (typischerweise vorgesehenen) Wasserspiegels befinden.

[0023] Vorzugsweise besteht der Griffkörper aus einem metallischen Material oder weist eine metallische Oberfläche auf. Insbesondere kann wenigstens die Oberfläche aus einem Edelstahl bestehen oder beispielsweise verchromt sein. Möglich ist auch der Einsatz ähnlicher Materialien, die leicht zu reinigen sind und welche gegen die zum Reinigen nötigen Putz- und Reinigungsmittel unempfindlich sind.

[0024] Vorzugsweise erstreckt sich der Griffkörper von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende quer zu einer Längserstreckung des Wannenkörpers. Dadurch kann ein Benutzer einer Entspannungswanne oder eine Benutzerin einer Gebärwanne den sich quer zur Längserstreckung des Wannenkörpers erstreckenden Griffkörper einfach mit der Hand umschließen, um sich daran festzuhalten oder unter Zuhilfenahme des Griffkörpers beispielsweise aufzurichten oder daran abzustützen.

[0025] In allen Ausgestaltungen ist es besonders bevorzugt, dass der Griffkörper abnehmbar befestigt ist. Insbesondere ist der Griffkörper abnehmbar an dem Wannenkörper befestigt. Ein abnehmbarer Griffkörper erleichtert die Reinigung des Handgriffes und auch des Wannenkörpers.

[0026] Vorzugsweise weist der Handgriff einen (insbesondere verbreiterten) Fuß an dem ersten Ende auf. Vorzugsweise ist der Fuß mit dem Wannenkörper verbunden. Es ist möglich und bevorzugt, dass der Griffkörper und der Fuß separate Bauteile sind. Insbesondere sind der Griffkörper und der Fuß vorzugsweise werkzeuglos trennbar miteinander verbunden. Dadurch kann eine Person, die die Gebär- und Entspannungswanne reinigen möchte ohne Einsatz von speziellem Werkzeug den Griffkörper von dem Wannenkörper trennen, sodass eine leichte Reinigung des Handgriffs und auch der Gebär- und Entspannungswanne bzw. Badewanne insgesamt ermöglicht wird.

[0027] Vorzugsweise ist der Fuß spaltfrei mit dem Wannenkörper verbunden. Zwischen dem Fuß und dem Wannenkörper ist vorzugsweise eine insbesondere vollflächige Dichtung angeordnet.

[0028] In allen Ausgestaltungen ist es möglich, dass der Handgriff mehr als zwei Enden hat. An dem ersten Ende des Handgriffs ist der Handgriff mit dem Wannenkörper verbunden bzw. verbindbar. Beispielsweise kann der Handgriff ein zweites und ein drittes Ende aufweisen. Dazu kann der Griffkörper einen Körperabschnitt aufweisen, der sich von dem ersten zu dem zweiten Ende erstreckt und einen zweiten Körperabschnitt aufweisen, der sich von dem ersten Ende zu dem dritten Ende erstreckt.

[0029] Vorzugsweise ist der Griffkörper auf eine mit dem Wannenkörper verbundene Halteeinrichtung aufgesteckt und/oder gegebenenfalls darin eingesteckt. Beispielsweise kann an dem Wannenkörper eine Halteeinrichtung aufgenommen sein, die einen nach oben ragenden Haltedorn umfasst. Ein solcher Haltedorn kann formschlüssig und stoffschlüssig mit dem Wannenkörper und/oder dem Fuß verbunden sein. Auf einen solchen Haltedorn kann der Griffkörper aufgesteckt werden, der einen angepassten Hohlraum aufweist.

[0030] Dabei ist es möglich, dass die Halteeinrichtung und der Griffkörper jeweils eine unrunde und aneinander angepasste Außengestalt aufweisen, sodass eine drehfeste Verbindung entsteht.

[0031] Möglich ist es aber auch, dass eine drehfeste Verbindung über eine separate Sicherungseinheit gewährleistet wird. Eine solche Sicherungseinheit kann insbesondere einen Sicherungsstift oder wenigstens einen Sicherungsstift umfassen, mit dem eine drehfeste Verbindung zwischen dem Wannenkörper und insbesondere dem Griffkörper und der Halteeinrichtung (insbesondere in mehreren Winkelpositionen) ermöglicht wird. In einfachen Ausgestaltungen kann an dem Griffkörper wenigstens eine Bohrung oder eine Nut oder dergleichen ausgebildet sein, in welche beispielsweise der Sicherungsstift eingreift, um den Griffkörper drehfest und/oder in vertikaler Richtung gesichert aufzunehmen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Sicherungsstift separat betätigt werden muss.

[0032] Die Sicherungseinheit kann federvorbelastet sein. Beispielsweise kann ein Sicherungsstift durch eine Feder in die Eingriffsstellung vorbelastet sein, sodass zu einer Verstellung der Position des Griffkörpers erst eine definierte Rückstellung erfolgen muss.

[0033] Eine Sicherungseinheit kann den Handgriff sichern. Es ist möglich und bevorzugt, dass der Handgriff nur nach Betätigung der Sicherungseinheit oder einer Sicherungseinheit aus seiner Position weg bewegt werden kann. Beispielsweise kann die Sicherungseinheit direkt eine Verdrehung verhindern. Es ist aber auch möglich, dass die Sicherungseinheit eine axiale Bewegung verhindert und dass erst nach Entfernung der Sicherungseinheit und einer axialen Bewegung des Handgriffs eine Drehung des Handgriffs oder eine Verstellung des Handgriffs möglich ist.

[0034] In allen Ausgestaltungen ist es besonders bevorzugt, dass der Griffkörper in wenigstens zwei (unterschiedliche) Winkelpositionen relativ zum Wannenkörper bringbar ist. Insbesondere ist der Griffkörper in den wenigstens zwei Winkelpositionen am Wannenkörper befestigbar. Beispielsweise kann die Halteeinrichtung ein unrundes oder mehreckiges Außenprofil aufweisen, auf welches der Griffkörper mit einem entsprechend angepassten unrunden oder mehreckigen Innenprofil aufgesteckt wird.

[0035] Weist die Halteeinrichtung beispielsweise einen Außensechskant und ein Hohlraum in dem Griffkörper einen Innensechskant auf, so kann eine Positionierung des Handgriffs in sechs unterschiedlichen Positionen möglich sein. Möglich ist auch eine Orientierung in entsprechend mehr Winkelpositionen, wenn der Griffkörper und die Halteeinrichtung entsprechend ausgebildet sind.

[0036] Möglich und bevorzugt ist es auch, dass der Griffkörper am Wannenkörper verschwenkbar befestigt ist und durch eine Sicherungseinheit in vorbestimmten oder auch beliebigen Winkelpositionen fixiert ist.

[0037] Vorzugsweise weist der Griffkörper an dem ersten Ende einen unrunden Abschnitt auf. Vorzugsweise weist der Fuß einen passenden unrunden Abschnitt auf. Die unrunden Abschnitte an dem Griffkörper und dem Fuß wirken vorzugsweise zusammen. Dadurch wird eine verdrehsichere Verbindung ermöglicht.

[0038] Insbesondere umfasst der Griffkörper an dem ersten Ende einen Führungsabschnitt, der an einem passenden Führungsabschnitt an dem Fuß geführt wird. Insbesondere haben beide Führungsabschnitte eine rotationssymmetrische Kontur. Einer oder beide Führungsabschnitte sind vorzugsweise zylindrisch ausgebildet. Durch die Führungsabschnitte kann eine hohe Kraft übertragen werden. Kegelabschnittförmige Führungsabschnitte oder dergleichen sind auch möglich.

[0039] Vorzugsweise ist der Griffkörper an dem ersten Ende an dem Wannenkörper befestigt und umfasst an (oder nahe von) dem zweiten Ende einen langgestreckten Abschnitt, der beabstandet von dem Wannenkörper frei im Raum endet. In bevorzugten Ausgestaltungen weist der Griffkörper einen U-förmigen oder z. B. V- oder L-förmigen Abschnitt an dem ersten Ende auf. Der U-förmige Abschnitt verläuft insbesondere quer zu dem Wannenkörper. Ein erster Schenkel des U-, V- oder L-förmigen Abschnitts ist dann vorzugsweise mit dem Wannenkörper verbunden. Der zweite Schenkel des U-, V- oder L-förmigen Abschnitts endet frei im Raum oder geht in einen bzw. den lang gestreckten Abschnitt über oder ist mit einem solchen Abschnitt verbunden. Dann endet der lang gestreckte Abschnitt frei im Raum. Der erste Schenkel kann über einen sich quer zu dem Schenkel verlaufenden Anschluss mit der Außenwandung auf der äußeren Oberfläche des Wannenkörpers verbunden sein. Oder der erste Schenkel ist an seinem Ende direkt mit der Außenwandung auf der Oberseite und/oder der Außenseite des Wannenkörpers verbunden.

[0040] Vorzugsweise ist der lang gestreckte Abschnitt im bestimmungsgemäßen Betrieb zur Vertikalen geneigt angeordnet. Beispielsweise kann ein Winkel des lang gestreckten Abschnitts zu Vertikalen größer 5° oder größer 10° oder größer 15° betragen. Möglich ist es auch, dass ein Winkel zu Vertikalen einstellbar ist.

[0041] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass an dem distalen Ende des zweiten Schenkels oder des lang gestreckten Abschnitts ein vergrößerter Kopf ausgebildet ist. An dem distalen bzw. zweiten Ende ist ein vergrößerter Kopf vorteilhaft, da dieses Ende frei im Innenraum des Wannenkörpers endet und somit grundsätzlich die Gefahr besteht, dass sich eine Benutzerin der Gebärwanne daran stößt. Ein vergrößerter Kopf (vorzugsweise mehr als 15% oder mehr als 50%) vergrößert dann die Kontaktfläche, sodass Schmerzen oder Verletzungen vermieden werden. Vorzugsweise ist der Kopf abgerundet, ballig oder kugelförmig ausgebildet.

[0042] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass das zweite Ende des Griffkörpers im Bereich der Wasseraufnahme endet und sich insbesondere unterhalb des maximalen Wasserspiegels befindet. Insbesondere liegt der Kopf am zweiten Ende des Griffkörpers unterhalb eines maximal vorgesehenen Wasserspiegels der Wasseraufnahme.

[0043] Es ist bevorzugt, dass das zweite Ende des Griffkörpers wenigstens 2 cm oder wenigstens 4 cm oder wenigstens 6 cm von einer Innenwandung des Wannenkörpers beabstandet ist. Durch einen Mindestabstand wird gewährleistet, dass eine Quetschgefahr vollständig vermieden oder doch wenigstens weitgehend vermieden wird.

[0044] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass der Fuß eine an dem Wannenkörper und/oder der Gestelleinrichtung eines Wannenkörpers befestigte Verankerungseinrichtung umfasst. Eine solche Verankerungseinrichtung kann insbesondere eine Ankerplatte oder auch mehrere Ankerplatten und wenigstens einen Ankerstift umfassen. Über eine Ankerplatte und einen oder mehrere Ankerstifte kann eine sichere Verankerung des Fußes an oder in dem Wannenkörper erfolgen. Dabei können die Ankerstifte zu einer Verankerung im Volumen des Wannenkörpers eingesetzt werden.

[0045] Insbesondere weist der Fuß eine Abdeckblende auf der Oberseite des Wannenkörpers auf.

[0046] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass wenigstens ein Abfluss und wenigstens ein Zulauf vorgesehen sind. Der Abfluss befindet sich regelmäßig an der tiefsten Stelle der Innenwandung des Wannenkörpers. Der Zulauf kann auf der Oberseite des Wannenkörpers angebracht sein, sodass für den Zulauf kein Durchbruch an der Innenwandung des Wannenkörpers nötig ist.

[0047] Vorzugsweise weist der Wannenkörper abgesehen von dem Abfluss (und eventuell wenigstens einem Zulauf) eine geschlossene und ununterbrochene Innenfläche auf. Ein Überlauf ist besonderes bevorzugt nicht an dem Wannenkörper ausgebildet. Es ist besonders bevorzugt, dass die Gebär- und Entspannungswanne keinen Überlauf aufweist. Das ist aus hygienischen Gründen im klinischen Bereich sehr wichtig. Bakterien eines ersten Bakterienstammes könnten sich im Überlauf festsetzen. Eine weitere Benutzerin oder sogar ein Baby könnte später mit Bakterien dieses ersten Bakterienstammes in Kontakt kommen. Daraus können ernsthafte Gesundheitsprobleme für die Mutter oder das Neugeborene resultieren. Ein Wannenkörper, der abgesehen von dem Abfluss (und eventuell wenigstens einem Zulauf) eine geschlossene und ununterbrochene Innenfläche aufweist ist dann sehr vorteilhaft, da der Wannenkörper konstruktionsbedingt derartige Infektionen verhindert. Vorzugsweise weist der Wannenkörper auf der Innenfläche keinen Durchbruch für einen Zulauf auf.

[0048] Der Wannenkörper ist regelmäßig wenigstens abschnittsweise doppelwandig ausgebildet.

[0049] Obwohl in der allgemeinen Beschreibung und im Ausführungsbeispiel eine Gebär- und Entspannungswanne beschrieben wird, ist es auch möglich, andere Badewannen erfindungsgemäß auszubilden. Insofern ist die Erfindung vorzugsweise nicht auf Gebärwannen beschränkt, sondern kann auch an anderen Badewannen eingesetzt werden.

[0050] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen, die im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.

[0051] In den Figuren zeigen:
Figur 1
eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Gebär- und Entspannungswanne;
Figur 2
ein vergrößertes Detail der Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1 mit einem Handgriff;
Figur 3
einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung;
Figur 4
den Handgriff nach Figur 3 in einer Seitenansicht;
Figur 5
einen weiteren Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
Figur 6
noch einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
Figur 7
eine Draufsicht auf noch einen weiteren Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
Figur 8
noch einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
Figur 9
noch einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
Figur 10
eine Seitenansicht eines Fußes eines Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1; und
Figur 11
eine Draufsicht auf den Fuß nach Figur 10.


[0052] Figur 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung einer Gebärwanne 1 mit einem Wannenkörper 2 und einer Einstiegshilfe 30, die über mehrere Stufen 31 verfügen kann.

[0053] Des weiteren umfasst die Gebärwanne 1 einen Haltearm, der über eine Verstellung 43 in der Winkelposition verstellbar ist. An dem Haltearm 40 ist an Ösen 42 eine radiale Verstellung des Seils 41 möglich. An dem Halteseil 41 kann sich eine Benutzerin der Gebärwanne festhalten.

[0054] Auf der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 sind hier an den Längsseiten jeweils ein Handgriff 4 angebracht. Des weiteren ist auf der Oberseite 26 ein Zulauf 28 montiert. Stark schematisch ist ein Abfluss bzw. Ablauf 27 gestrichelt eingezeichnet.

[0055] Der Wannenkörper 2 umfasst eine die Wasseraufnahme 3 definierende Innenwandung 21 und eine Außenwandung 21a. Die Außenwandung 21a wird durch den oberen Wannenrand 21b und wenigstens eine Außenseite 21c des Wannenkörpers 3 gebildet. Der Handgriff 4 ist insbesondere an der Oberseite 26 auf dem oberen Wannenrand 21b an dem Wannenkörper 2 befestigt, kann aber auch auf der Außenseite 21c an dem Wannenkörper 2 befestigt sein.

[0056] An dem Wannenkörper 2 sind zwei Handgriffe 4 befestigt. Die Handgriffe 4 sind symmetrisch zur Längserstreckung des Wannenkörpers 2 angeordnet. Beide Handgriffe 4 sind hier identisch ausgebildet.

[0057] Einstelleinheiten 32 und Anzeigen sorgen für einen zuverlässigen Betrieb.

[0058] Figur 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt einer Gebärwanne 1, wobei hier ein Teil des Wannenkörpers 2 und ein Handgriff 4 vergrößert dargestellt sind. Im Innenraum des Wannenkörpers 2 ist die Wasseraufnahme 3 ausgebildet, die beispielsweise bis zu dem punktiert eingezeichneten maximalen Wasserspiegel 20 mit Wasser befüllbar ist.

[0059] Auf der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 ist der Handgriff 4 befestigt. Der Handgriff 4 umfasst einen Griffkörper 5 und einen Fuß 8, wobei der Fuß 8 auf der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 aufliegt bzw. damit befestigt ist. Darauf ist eine Abdeckblende 25 angeordnet.

[0060] Der Griffkörper 5 weist hier einen U-förmigen Abschnitt 15 auf, wobei sich die Öffnung des "U" nach unten hin erstreckt. Der Griffkörper ist mit seinem ersten Ende am Wannenkörper 2 befestigt, während sich das zweite Ende 7 frei in den Raum hinein erstreckt.

[0061] Der zweite Schenkel 17 des hier U-förmigen Abschnitts wird durch einen lang gestreckten Abschnitt 18 oder Schenkel nach unten hin verlängert und endet schließlich an einem Kopf 19 mit vergrößertem Durchmesser, um beim eventuellen Anstoßen daran Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden. Der freie Abstand 33 von dem Schenkel 17 bzw. lang gestreckten Abschnitt 18 zu Innenwandung 21 des Wannenkörpers ist so bemessen, dass eine Quetschgefahr weitestgehend vermieden wird.

[0062] Figur 3 zeigt den Handgriff in einer perspektivischen Darstellung, wobei hier die Teile der Verankerungseinrichtung 22 zu erkennen sind, die sich im montierten und eingebauten Zustand unterhalb der Oberfläche des Wannenkörpers 2 befinden. Zur Verankerung wird die Verankerungseinrichtung 22 mit der Ankerplatte und den Ankerstiften in dem Wannenkörper eingelassen oder dort eingespritzt, sodass die Verankerungseinrichtung 22 eine feste Verbindung mit dem Wannenkörper 2 herstellt. Die Abdeckblende 25 deckt die Verbindungsstelle ab.

[0063] In anderen Ausgestaltungen ist es möglich, dass der Fuß 8 und/oder die Ankerplatte 23 an einer Außenseite 21c auf einer äußeren Umfangswand angebracht sind. Dann erstreckt sich der Griffkörper 5 z. B. in einem Winkel von etwa 270° von dem Außenrand des Wannenkörpers weg, nach oben über den Wannenrand hinaus und dann im Bogen in den Bereich der Wasseraufnahme hinein. Oder der Griffkörper 5 erstreckt sich nicht senkrecht von der Ankerplatte 23 weg, sondern z. B. parallel zur Oberfläche nach oben und dann im Bogen in den Bereich der Wasseraufnahme hinein.

[0064] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht, wobei deutlich wird, dass der lang gestreckte Abschnitt 18 unter einem Winkel 29 zur Vertikalen geneigt angeordnet ist.

[0065] Gestrichelt eingezeichnet ist eine Halteeinrichtung 9 im Inneren des Griffkörpers 5. Über die Halteeinrichtung 9 ist es möglich, den Handgriff 4 in unterschiedlichen Winkelpositionen gegenüber dem Wannenkörper zu orientieren. Dadurch wird eine flexiblere Verwendung erreicht und der Handgriff kann je nach Körpergröße der Benutzerinnen einer Gebärwanne entsprechend ausgerichtet werden. Außerdem kann der Handgriff 4 entfernt werden, wodurch eine Reinigung des Handgriffes und des Wannenkörpers 2 erleichtert wird.

[0066] Figur 5 zeigt eine weitere Ansicht, in der auch sichtbar ist, dass sich der Kopf 19 des Angriffs 4 unterhalb des maximalen Wasserspiegels 20 befindet.

[0067] Figur 6 zeigt eine Variation mit teilweise geschnittenem Griffkörper, wobei hier die innere Struktur sichtbar wird. Der Wannenkörper 2 weist eine sich nach oben von der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 aus erstreckende Halteeinrichtung 9 in Form eines Haltedorns 10 auf, auf den der Handgriff 4 aufgesteckt ist. Über eine entsprechende Profilierung der Querschnitte der Halteeinrichtung 9 und der Innenkontur des Handgriffes 4 und/oder über die eingezeichnete Sicherungseinrichtung 14 wird eine drehfeste Verbindung zwischen dem Wannenkörper 2 und dem Handgriff 4 erreicht. Des weiteren kann über die Sicherungseinheit 14 auch eine Sicherung in vertikaler Richtung erreicht werden.

[0068] Figur 7 zeigt eine Draufsicht auf einen schematisch geschnittenen Querschnitt, wobei hier beispielsweise sechseckige Querschnitte an dem Haltedorn 10 und der entsprechenden Innenkontur im Griffkörper 5 ausgebildet sind.

[0069] Dadurch kann der Handgriff 4 mit dem Griffkörper 5 grundsätzlich in sechs unterschiedliche Positionen auf den Haltedorn 10 aufgesteckt werden. Davon befinden sich hier drei Positionen 11, 12 und 13 innerhalb des Wannenkörpers, sodass für drei unterschiedlich große Personen geeignete Positionierungen des Handgriffs innerhalb des Wannenkörpers möglich sind. Dabei ist die mögliche Position 11 gepunktet und die mögliche Position 13 gestrichelt dargestellt.

[0070] Über ein entsprechendes Mehreck kann eine Vielzahl von Positionen eingestellt werden. Möglich ist es aber auch, dass der Haltedorn 10 zylindrisch oder dergleichen ausgebildet ist und auf der Außenseite zum Beispiel vertikal ausgerichtete Nuten aufweist oder eine entsprechende Anzahl von sich radial erstreckenden Bohrungen, in die beispielsweise eine Sicherungseinheit 14 gemäß Figur 6 radial von außen eingeführt werden kann. Auch darüber können eine Winkelfixierung und eine vertikale Fixierung erreicht werden.

[0071] In Figur 8 ist noch ein Handgriff 4 für die Gebär- und Entspannungswanne 1 nach Figur 1 in einer Ansicht in Längsrichtung des Wannenkörpers dargestellt. Der Handgriff 4 erstreckt sich wie in allen Fällen im Wesentlichen quer oder doch wenigstens auch quer zu einer Längsrichtung des Wannenkörpers 2. Der Handgriff 4 umfasst ein erstes Ende 6, welches hier an dem mit dem Wannenkörper 2 fest verbundenen Fuß 8 verliersicher aufgenommen ist. Der Handgriff 4 kann nach Betätigung des Bedienknopfes 36 durch Ziehen nach außen nach oben hin abgenommen oder gedreht werden. Dann kann der Handgriff 4 in einer anderen Winkelposition wieder fixiert werden. Durch Loslassen des federvorbelasteten Bedienknopfes in die in Fig. 8 dargestellte Eingriffsposition wird der Handgriff 4 automatisch wieder an dem Fuß 8 gesichert und kann nicht mehr gedreht oder nach oben abgezogen werden, da der Sicherungsstift der Sicherungseinheit 14 in die Sicherungsnut 34 des Fußes 8 eingreift.

[0072] Der Handgriff 4 erstreckt sich von einem ersten Ende 6 an einem ersten Schenkel 16 über einen U-förmigen Abschnitt 15 und einen zweiten Schenkel 17 zu dem ballig bzw. abgerundet ausgebildeten Kopf 19 an dem distalen Ende. Der Kopf 19 weist einen ausreichenden Abstand zu dem Wannenkörper bzw. der Innenwandung der Gebär- und Entspannungswanne 1 auf, sodass keine Klemmgefahr besteht.

[0073] Durch ein gedrehtes Wiederaufsetzen des Griffkörpers 5 auf den Fuß weist der Griffkörper 5 entsprechend unterschiedliche Winkelausrichtungen zu der Längsrichtung des Wannenkörpers 2 auf. Es wird eine unterschiedliche Längspositionierung des zweiten Endes des Handgriffs 4 erreicht. Dadurch kann der Handgriff auf unterschiedliche Körper- und Gliedmaßengrößen von Gebärenden angepasst werden.

[0074] Wie Figur 9 zeigt, muss der Griffkörper 5 des Handgriffs 4 in allen Ausgestaltungen keinen U-förmigen Abschnitt aufweisen. Es ist auch möglich, dass der erste Schenkel 16 des Griffkörpers direkt nach innen z. B. nahezu waagerecht von dem Fuß absteht. Zwischen dem ersten Schenkel 16 und dem zweiten Schenkel 17 kann ein spitzer Winkel oder ein stumpfer Winkel ausgebildet sein. Auch ein rechter Winkel ist möglich. Auch im Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 umfasst der Fuß 8 eine Sicherungsnut 34, in die ein Stift einer Sicherungseinheit 14 eingreift, damit der Handgriff 4 nicht unbeabsichtigt nach oben abgezogen werden kann.

[0075] Figur 10 zeigt eine Seitenansicht eines Fußes 8 für einen Handgriff 4 einer Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1. Dabei ist der unrunde Abschnitt 37 klar zu erkennen, der mit einem entsprechend bzw. passenden unrund ausgebildeten Abschnitt in dem ersten Ende des Griffkörpers 5 korrespondiert. Dadurch wird ein fester Sitz des Handgriffs 4 an dem Wannenkörper 2 ermöglicht. Oberhalb des unrunden Abschnitts 37, der hier als Außenmehrkant ausgeführt ist, ist ein insbesondere rotationssymmetrisch ausgebildeter Führungsabschnitt 35 vorgesehen. Der Führungsabschnitt 35 wirkt mit einem entsprechenden Führungsabschnitt 38 in dem ersten Ende 6 des Griffkörpers 5 zusammen. Dadurch wird die Führungsfläche vergrößert. Die übertragbare Kraft ist größer und der Handgriff wird an dem Fuß besser geführt und gehalten. Der unrunde Abschnitt 37 kann z. B. über eine hier punktiert eingezeichnete (optionale) Schweißnaht 44 ringsum dicht mit der Bodenplatte des Fußes 8 verbunden sein. Unter der Bodenplatte kann eine umlaufende und/oder randdichte Dichtung 45 vorgesehen sein.

[0076] Figur 11 zeigt eine Draufsicht auf den Fuß nach Figur 10, wobei der unrunde vergrößerte Abschnitt 37 und der darüber angeordnete rund ausgebildete Führungsabschnitt 35 erkennbar sind.

[0077] Insgesamt stellt die vorliegende Erfindung eine vorteilhafte Gebär- und Entspannungswanne zur Verfügung, womit eine erleichterte Benutzung ermöglicht wird. Es können hohe und höchste hygienische Standards eingehalten werden. Die Säuberung ist einfacher, da der Handgriff oder die Handgriffe nur außerhalb des Wasserspiegels angebrachte sind. Dennoch ragen die Handgriffe in den Raum der Wanne hinein und erstrecken sich insbesondere quer zum Wannenkörper, sodass sie von der Hand der Benutzerinnen bequem, effektiv und einfach ergriffen werden können, um sich z. B. hochzuziehen oder abzustützen.
Bezugszeichenliste:
1 Gebär- und Entspannungswanne 21c Außenseite
22 Verankerungseinrichtung
2 Wannenkörper 23 Ankerplatte
3 Wasseraufnahme 24 Ankerstift
4 Handgriff 25 Abdeckblende
5 Griffkörper 26 Oberseite
6 erstes Ende 27 Abfluss
7 zweites Ende 28 Zulauf
8 Fuß 29 Winkel
9 Halteeinrichtung 30 Einstiegshilfe
10 Haltedorn 31 Stufe
11 erste Winkelposition 32 Einstelleinheit
12 zweite Winkelposition 33 Abstand
13 dritte Winkelposition 34 Sicherungsnut
14 Sicherungseinheit, Sicherungsstift 35 Führungsabschnitt
36 Bedienknopf
15 U-förmiger Abschnitt 37 unrunder Abschnitt
16 erster Schenkel 38 Führungsabschnitt
17 zweiter Schenkel 39 unrunder Abschnitt
18 langgestreckter Abschnitt 40 Haltearm
19 Kopf 41 Seil
20 Wasserspiegel 42 Öse
21 Innenwandung 43 Verstellung
21a Außenwandung 44 Schweißnaht
21b oberer Wannenrand 45 Dichtung



Ansprüche

1. Gebär- und Entspannungswanne (1) insbesondere für den klinischen Bereich mit wenigstens einem Wannenkörper (2) und einer daran ausgebildeten Wasseraufnahme (3) zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten Wassermenge und mit wenigstens einem Handgriff (4), den eine Benutzerin beim Baden ergreifen kann,
wobei der Wannenkörper (2) eine die Wasseraufnahme (3) definierende Innenwandung (21) und eine Außenwandung (21a) umfasst, wobei die Außenwandung (21a) den oberen Wannenrand (21b) und eine Außenseite (21c) des Wannenkörpers (3) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Handgriff (4) einen Griffkörper (5) mit einem ersten Ende (6) und wenigstens einem zweiten Ende (7) umfasst und nur mit dem ersten Ende (6) an der Außenwandung (21a) des Wannenkörpers (2) befestigt ist.
 
2. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach Anspruch 1, wobei an dem Wannenkörper (2) zwei Handgriffe (4) symmetrisch befestigt sind.
 
3. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Handgriff (4) verstellbar ist.
 
4. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, wobei der Griffkörper (5) abnehmbar befestigt ist.
 
5. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (5) einen Fuß (8) an dem ersten Ende (6) aufweist und wobei der Fuß (8) mit dem Wannenkörper (2) verbunden ist und wobei der Griffkörper (5) und der Fuß (8) insbesondere separate Bauteile sind und wobei der Griffkörper (5) und der Fuß (8) trennbar miteinander verbunden sind.
 
6. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffkörper (5) auf eine mit dem Wannenkörper (2) verbundene Halteeinrichtung (9) aufgesteckt und/oder darin eingesteckt ist.
 
7. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Sicherungseinheit (13) den Griffkörper (5) an dem Wannenkörper (2) und insbesondere dem Fuß (8) sichert.
 
8. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffkörper (5) in wenigstens zwei Winkelpositionen (11, 12) relativ zum Wannenkörper bringbar ist und/oder wobei der Griffkörper (5) am Wannenkörper (2) schwenkbar befestigt ist.
 
9. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffkörper (5) an dem ersten Ende einen unrunden Abschnitt (39) umfasst, der mit einem passenden unrunden Abschnitt (37) an dem Fuß (8) zusammenwirkt und wobei insbesondere der Griffkörper (5) an dem ersten Ende einen Führungsabschnitt (38) umfasst, der an einem passenden Führungsabschnitt (35) an dem Fuß (8) geführt wird.
 
10. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffkörper (5) an dem ersten Ende (6) an dem Wannenkörper (2) befestigt ist und an dem zweiten Ende (7) einen langgestreckten Abschnitt (18) umfasst und wobei insbesondere an dem distalen Ende (7) des langgestreckten Abschnitts (18) ein vergrößerter Kopf (19) ausgebildet ist, wobei der Kopf (19) vorzugsweise abgerundet, ballig oder kugelförmig ausgebildet ist.
 
11. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffkörper (5) einen U-förmigen Abschnitt (15) an dem ersten Ende (6) umfasst und an einem ersten Schenkel (16) des U-förmigen Abschnitts (15) mit dem Wannenkörper (2) verbunden ist und wobei insbesondere der zweite Schenkel (17) des U-förmigen Abschnitts (15) in einen langgestreckten Abschnitt (18) übergeht, wobei der langgestreckte Abschnitt (18) im bestimmungsgemäßen Betrieb insbesondere zur Vertikalen geneigt angeordnet ist.
 
12. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Ende (7) des Griffkörpers (5) im Bereich der Wasseraufnahme (3) endet und/oder wobei das zweite Ende (7) des Griffkörpers (5) unterhalb eines maximal vorgesehenen Wasserspiegels (20) der Wasseraufnahme (3) endet und/oder wobei das zweite Ende (7) des Griffkörpers (5) wenigstens 2 cm oder wenigstens 4 cm von einer Innenwandung (21) des Wannenkörpers (2) beabstandet ist.
 
13. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Fuß (8) eine an dem Wannenkörper (2) befestigte Verankerungseinrichtung (22) umfasst und wobei die Verankerungseinrichtung (22) insbesondere eine Ankerplatte (23) und wenigstens einen Ankerstift (24) umfasst und/oder wobei der Fuß (8) eine Abdeckblende (25) auf der Oberseite (26) des Wannenkörpers (2) umfasst.
 
14. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Abfluss (27) und wenigstens einen Zulauf (28) vorgesehen ist und wobei insbesondere der Wannenkörper (3) abgesehen von dem Abfluss (27) und eventuell wenigstens einem Zulauf eine geschlossene Innenfläche (29) aufweist.
 
15. und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (4) auf dem oberen Wannenrand (21b) an dem Wannenkörper befestigt ist.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente