[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gebär- und Entspannungswanne insbesondere
im klinischen Bereich und vorzugsweise zum Einsatz in einem Kreißsaal bei oder unmittelbar
vor einem Gebärvorgang. Die Gebär- und Entspannungswanne weist wenigstens einen Wannenkörper
und eine daran ausgebildete Wasseraufnahme zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten
Wassermenge und wenigstens einen Handgriff auf, den eine Benutzerin beim Baden ergreifen
und sich daran z. B. abstützen kann.
[0002] Im Stand der Technik sind Gebärwannen bekannt geworden, die einen Wannenkörper mit
einer daran ausgebildeten Wasseraufnahme zur Aufnahme einer Wassermenge aufweisen.
Um einer Benutzerin einer solchen Gebärwanne bei einem Gebärvorgang bei Bedarf einen
besseren Halt zu geben und um einen hohen Hygienestandard zu gewährleisten, kann ein
Handgriff auf dem oberen Rand des Wannenkörpers und somit außerhalb der Wasseraufnahme
befestigt werden. Der Handgriff erstreckt sich dann in Längsrichtung. Vorteilhaft
ist, dass bei diesem Handgriff ein ständiger Kontakt mit der Wasseroberfläche und
ein ständiges Benetzen mit dem Badewasser verhindert wird. Nachteilig ist die Ergonomie.
Ein Abstützen an dem Handgriff bei einer Presswehe ist praktisch nicht möglich, weshalb
eine Benutzung regelmäßig unterbleibt.
[0003] Es sind auch konventionelle Badewannen bekannt geworden, die nicht in Kreißsälen
eingesetzt werden, und die direkt an einer Zimmerwand angebracht sind und bei denen
ein Handgriff direkt an der Gebäudewand oberhalb der Badewanne angeschraubt ist. So
offenbart die
DE 10 2008 034 246 A1 einen Handgriff für eine direkt neben einer Zimmerwand stehende Badewanne. Der Handgriff
kann gegen die Kraft einer Feder von der Zimmerwand weg bewegt werden und dann in
verschiedene Drehpositionen gebracht werden. Eine Montage eines solchen Handgriffs
ist in hygienischer Weise möglich. Ein Nachteil ist aber, dass ein versehentlicher
Zug an dem Handgriff direkt auch eine Drehung erlaubt, was die Unfallgefahr erhöht.
Nachteilig ist auch, dass solche Handgriffe nur auf einer Wannenseite an der Zimmerwand
angebracht werden können und somit keine symmetrische Anordnung und Benutzung erlauben.
Außerdem ist bei Gebärwannen ein freier Zugang wenigstens von beiden Längsseiten der
Gebärwanne wünschenswert, um der Gebärenden im Bedarfsfalle helfen zu können.
[0004] Im Stand der Technik sind auch Gebärwannen bekannt geworden, bei denen auf der Innenoberfläche
des Wannenkörpers ein U-förmiger Handgriff etwa senkrecht angebracht ist. Die Handgriffe
können beidseitig angebracht und von Benutzerinnen gegriffen werden, um sich besser
aufzurichten oder die Position zu ändern und dergleichen mehr. Solche Handgriffe erleichtern
die Benutzung einer Gebärwanne. Nachteilig daran ist aber, dass sich die Anschlussstellen
des Handgriffs unterhalb des sich im Betrieb ergebenden Wasserspiegels befinden oder
jedenfalls befinden können. Dadurch können sich Schmutzpartikel und Bakterien an den
Anschlussstellen und an den Abdichtungen anlagern. Um die notwendige Hygiene zu gewährleisten
und eine Infektion der Gebärenden und eines Neugeborenen zuverlässig zu vermeiden,
muss eine solche Gebärwanne nach dem Gebrauch aufwendig gereinigt werden, wobei eine
erhebliche Sorgfalt und ein großer Aufwand an den Durchbrüchen der Innenwand aufgewendet
werden muss.
[0005] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Gebär- und Entspannungswanne
zur Verfügung zu stellen, welche flexibel aufstellbar und ergonomisch zu benutzen
ist und mit welcher höhere hygienische Standards eingehalten werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Gebär- und Entspannungswanne mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus der allgemeinen Beschreibung und der Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
[0007] Eine erfindungsgemäße Gebär- und Entspannungswanne insbesondere für den klinischen
Bereich und vorzugsweise zum Einsatz in einem Kreißsaal weist wenigstens einen Wannenkörper
und eine daran ausgebildete Wasseraufnahme zur Aufnahme einer zum Baden geeigneten
oder sinnvollen Wassermenge und wenigstens einen Handgriff auf, den eine Benutzerin
beim Baden ergreifen kann. Der Wannenkörper weist eine die Wasseraufnahme definierende
oder begrenzende Innenwandung und eine Außenwandung auf. Die Außenwandung umfasst
den oberen Wannenrand und wenigstens eine Außenseite des Wannenkörpers. Dabei umfasst
der Handgriff einen Griffkörper mit einem ersten Ende und wenigstens einem zweiten
Ende und ist nur mit dem ersten Ende an der Außenwandung des Wannenkörpers befestigt.
Insbesondere ist der Handgriff an und besonders bevorzugt auf dem oberen Wannenrand
befestigt.
[0008] Die erfindungsgemäße Gebär- und Entspannungswanne ist insbesondere für die Verwendung
durch Gebärende in einem Kreißsaal geeignet und bestimmt.
[0009] Insbesondere weist der Handgriff einen verstellbaren Griffkörper auf. Der Griffkörper
ist insbesondere nur mit dem ersten Ende an der Außenseite des Wannenkörpers und insbesondere
an der Oberseite des Wannenkörpers befestigt.
[0010] Besonders bevorzugt sind wenigstens zwei (insbesondere gleichartig) ausgebildete
Handgriffe umfasst. Vorzugsweise sind zwei gleichartige (oder identische) Handgriffe
umfasst. Besonders bevorzugt ist an jeder Längsseite jeweils (wenigstens) ein Handgriff
befestigt. Vorzugsweise sind zwei Handgriffe (im Wesentlichen) symmetrisch zur Längsrichtung
des Wannenkörpers an der Außenwandung des Wannenkörpers befestigt. Insbesondere sind
beide Handgriffe auf der Oberseite bzw. dem oberen Wannenrand befestigt. Die Handgriffe
bzw. deren Griffkörper erstrecken sich vorzugsweise im Wesentlichen in aufrechter
Richtung und können auch vertikal ausgerichtet sein. Regelmäßig ist im Betrieb eine
Längsrichtung der Griffkörper (quer zur Horizontalen und) zur Vertikalen etwas geneigt
ausgerichtet (z. B. +/- 30°).
[0011] Vorzugsweise weist der (bzw. wenigstens einer bzw. jeder) Handgriff einen abnehmbaren
Griffkörper auf und ist insbesondere abnehmbar an dem Wannenkörper befestigt. Besonders
bevorzugt ist der Handgriff insgesamt oder dessen Griffkörper verstellbar und abnehmbar
an dem Wannenkörper angeordnet bzw. befestigt. Insbesondere ist der Handgriff bzw.
dessen Griffkörper ohne Werkzeug von Hand von dem Wannenkörper lösbar und abnehmbar.
Es ist insbesondere kein Werkzeug und kein Spezialwerkzeug nötig, um den Handgriff
bzw. dessen Griffkörper zu lösen. Vorzugsweise ist der Handgriff bzw. dessen Griffkörper
von Hand (und ohne Werkzeug) an dem Wannenkörper fixierbar.
[0012] Eine erfindungsgemäße Gebär- und Entspannungswanne hat viele Vorteile. Ein erheblicher
Vorteil besteht darin, dass der Handgriff nur mit einem ersten Ende an und insbesondere
oben auf dem Wannenkörper befestigt ist. Das bedeutet, dass das zweite Ende nicht
an dem Wannenkörper befestigt ist, sondern frei im Raum und ohne Kontakt zum Wannenkörper
endet. Dadurch wird ein Durchbruch durch den Wannenkörper an dem zweiten Ende nicht
erforderlich, sodass keinerlei hygienische Schwachstellen an dem zweiten Ende des
Griffkörpers auftreten. Eine Aufstellung der Gebärwanne an einer Raumwand ist nicht
nötig. Die Gebär- und Entspannungswanne kann mitten in einem Raum platziert werden
und ist vorzugsweise von wenigstens drei Seiten aus zugänglich. Es werden ein hygienischer
Aufbau und ein ergonomische Benutzung ermöglicht. Der Reinigungsaufwand ist gering.
Ein Zugang kann auch von vier Seiten aus möglich sein.
[0013] Der obere Wannenrand ist nach oben ausgerichtet und trennt den Innenraum des Wannenkörpers
von der Umgebung. Meist ist der obere Wannenrand wenigstens abschnittsweise oder im
Wesentlichen flach ausgebildet. Der obere Wannenrand kann vorzugsweise wenigstens
zum Teil als Ablage verwendet werden.
[0014] Der Wannenkörper weist eine Innenfläche auf, die (in der Regel nur) teilweise von
einer zum Baden geeigneten Wassermenge benetzt wird.
[0015] Ein verstellbarer Handgriff kann abnehmbar sein, muss es aber nicht. Wenn der verstellbare
Handgriff nicht abnehmbar ist, kann er z. B. in zwei oder mehr Positionen verstellbar
sein. Durch Hochziehen zum Beispiel gegen eine Federkraft kann der Handgriff verdreht
werden, nachdem eine Drehung des Handgriffs entsichert wurde. Nach dem Loslassen rastet
der Handgriff wieder ein.
[0016] Besonders bevorzugt ist der Handgriff nur verstellbar, wenn man beide Hände an einem
Handgriff benutzt oder nacheinander verschiedene Bewegungen machen muss. Beispielsweise
muss man erst ein Sicherungselement wie z.B. einen Sicherungsbolzen oder einen Sicherungsstift
entfernen oder herausziehen, um danach den Handgriff in die gewünschte Position verstellen
zu können. Das hat den erheblichen Vorteil, dass eine unabsichtliche Verstellung durch
eine nicht gewünschtes oder versehentliches Ziehen oder Drücken des Handgriffs nicht
möglich ist, was die Sicherheit gerade im sensiblen Bereich von Gebärwannen erheblich
erhöht.
[0017] Ein (abnehmbarer oder nicht abnehmbarer) verstellbarer Handgriff bietet viele Vorteile.
Insbesondere ist der Handgriff in Längsrichtung des Wannenkörpers verstellbar. Dabei
ist es bevorzugt, dass das erste Ende des Griffkörpers bei einer Verstellung im Wesentlichen
ortsfest verbleibt. Möglich und bevorzugt ist insbesondere eine Verschwenkung des
Griffkörpers zwischen einer ersten und einer zweiten Position. Möglich ist es auch,
dass der Griffkörper für zwei oder mehr unterschiedliche Positionierungen in zwei
oder mehr unterschiedliche Positionierungen gedreht oder verschwenkt oder in zwei
oder mehr unterschiedlichen Positionierungen aufgesetzt oder montiert wird.
[0018] Vorzugsweise ist eine Verstellung des zweiten Endes des Griffkörpers insbesondere
in Längsrichtung um insbesondere wenigstens 50 mm möglich. Bevorzugt ist eine Verstellung
in Längsrichtung um 100 mm oder mehr möglich. Ein bevorzugter Verstellbereich beträgt
50 mm bis 300 mm oder von 70 mm bis 170 mm. Eine Verstellung um z. B. 150 mm ermöglicht
unterschiedlich großen Personen eine physiologische und ergonomische Handhabung z.
B. beim Pressen während einer Wehe.
[0019] In allen Ausgestaltungen umfasst der Griffkörper ein erstes Ende, an welchem der
Griffkörper vorzugsweise mit dem Wannenkörper verbunden bzw. verbindbar ist. Der Griffkörper
umfasst vorzugsweise ein zweites Ende. Das zweite Ende kann grundsätzlich beliebig
ausgestaltet sein. Beispielsweise kann das zweite Ende auch an einer rund ausgebildeten
Schlaufe oder an einem Ring oder als Ring ausgebildet sein. Unter dem zweiten Ende
wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein von dem ersten Ende entfernter Punkt
oder Bereich des Griffkörpers verstanden. Das zweite Ende kann wie bei einer zweiendigen
Wurst ausgebildet sein, kann aber auch einen Teil eines Rings oder einer Schlaufe
bilden, der entfernt von dem ersten Ring ist.
[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Gebär- und Entspannungswanne wenigstens
einen Wannenkörper und eine daran ausgebildete Wasseraufnahme zur Aufnahme einer zum
Baden geeigneten oder sinnvollen Wassermenge und umfasst wenigstens einen Handgriff,
den ein Benutzer beim Baden ergreifen kann. Dabei umfasst der Handgriff einen verstellbaren
und/oder abnehmbaren Griffkörper mit einem ersten Ende und wenigstens einem zweiten
Ende und ist nur mit dem ersten Ende an dem Wannenkörper insbesondere verstellbar
und/oder abnehmbar befestigt.
[0021] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass das erste Ende des Griffkörpers in
einem oberen Bereich an dem Wannenkörper oder auf einer Oberseite des Wannenkörpers
befestigt ist. Insbesondere ist der Griffkörper mit dem ersten Ende an einer Oberseite
des Wannenkörpers befestigt. Möglich ist es aber auch, dass der Griffkörper mit dem
ersten Ende auf einer Außenseite des Wannenkörpers an dem Wannenkörper befestigt ist.
Für die Hygiene ist es regelmäßig ausreichend, dass der Handgriff auf der Oberseite
des Wannenkörpers befestigt ist.
[0022] Das zweite Ende des Griffkörpers endet bevorzugt in einem inneren Bereich und besonders
bevorzugt in dem Bereich der Wasseraufnahme. Dabei kann sich das zweite Ende des Griffkörpers
sowohl oberhalb eines (im Regelfall beim Baden auftretenden) Wasserspiegels als auch
unterhalb des (typischerweise vorgesehenen) Wasserspiegels befinden.
[0023] Vorzugsweise besteht der Griffkörper aus einem metallischen Material oder weist eine
metallische Oberfläche auf. Insbesondere kann wenigstens die Oberfläche aus einem
Edelstahl bestehen oder beispielsweise verchromt sein. Möglich ist auch der Einsatz
ähnlicher Materialien, die leicht zu reinigen sind und welche gegen die zum Reinigen
nötigen Putz- und Reinigungsmittel unempfindlich sind.
[0024] Vorzugsweise erstreckt sich der Griffkörper von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende
quer zu einer Längserstreckung des Wannenkörpers. Dadurch kann ein Benutzer einer
Entspannungswanne oder eine Benutzerin einer Gebärwanne den sich quer zur Längserstreckung
des Wannenkörpers erstreckenden Griffkörper einfach mit der Hand umschließen, um sich
daran festzuhalten oder unter Zuhilfenahme des Griffkörpers beispielsweise aufzurichten
oder daran abzustützen.
[0025] In allen Ausgestaltungen ist es besonders bevorzugt, dass der Griffkörper abnehmbar
befestigt ist. Insbesondere ist der Griffkörper abnehmbar an dem Wannenkörper befestigt.
Ein abnehmbarer Griffkörper erleichtert die Reinigung des Handgriffes und auch des
Wannenkörpers.
[0026] Vorzugsweise weist der Handgriff einen (insbesondere verbreiterten) Fuß an dem ersten
Ende auf. Vorzugsweise ist der Fuß mit dem Wannenkörper verbunden. Es ist möglich
und bevorzugt, dass der Griffkörper und der Fuß separate Bauteile sind. Insbesondere
sind der Griffkörper und der Fuß vorzugsweise werkzeuglos trennbar miteinander verbunden.
Dadurch kann eine Person, die die Gebär- und Entspannungswanne reinigen möchte ohne
Einsatz von speziellem Werkzeug den Griffkörper von dem Wannenkörper trennen, sodass
eine leichte Reinigung des Handgriffs und auch der Gebär- und Entspannungswanne bzw.
Badewanne insgesamt ermöglicht wird.
[0027] Vorzugsweise ist der Fuß spaltfrei mit dem Wannenkörper verbunden. Zwischen dem Fuß
und dem Wannenkörper ist vorzugsweise eine insbesondere vollflächige Dichtung angeordnet.
[0028] In allen Ausgestaltungen ist es möglich, dass der Handgriff mehr als zwei Enden hat.
An dem ersten Ende des Handgriffs ist der Handgriff mit dem Wannenkörper verbunden
bzw. verbindbar. Beispielsweise kann der Handgriff ein zweites und ein drittes Ende
aufweisen. Dazu kann der Griffkörper einen Körperabschnitt aufweisen, der sich von
dem ersten zu dem zweiten Ende erstreckt und einen zweiten Körperabschnitt aufweisen,
der sich von dem ersten Ende zu dem dritten Ende erstreckt.
[0029] Vorzugsweise ist der Griffkörper auf eine mit dem Wannenkörper verbundene Halteeinrichtung
aufgesteckt und/oder gegebenenfalls darin eingesteckt. Beispielsweise kann an dem
Wannenkörper eine Halteeinrichtung aufgenommen sein, die einen nach oben ragenden
Haltedorn umfasst. Ein solcher Haltedorn kann formschlüssig und stoffschlüssig mit
dem Wannenkörper und/oder dem Fuß verbunden sein. Auf einen solchen Haltedorn kann
der Griffkörper aufgesteckt werden, der einen angepassten Hohlraum aufweist.
[0030] Dabei ist es möglich, dass die Halteeinrichtung und der Griffkörper jeweils eine
unrunde und aneinander angepasste Außengestalt aufweisen, sodass eine drehfeste Verbindung
entsteht.
[0031] Möglich ist es aber auch, dass eine drehfeste Verbindung über eine separate Sicherungseinheit
gewährleistet wird. Eine solche Sicherungseinheit kann insbesondere einen Sicherungsstift
oder wenigstens einen Sicherungsstift umfassen, mit dem eine drehfeste Verbindung
zwischen dem Wannenkörper und insbesondere dem Griffkörper und der Halteeinrichtung
(insbesondere in mehreren Winkelpositionen) ermöglicht wird. In einfachen Ausgestaltungen
kann an dem Griffkörper wenigstens eine Bohrung oder eine Nut oder dergleichen ausgebildet
sein, in welche beispielsweise der Sicherungsstift eingreift, um den Griffkörper drehfest
und/oder in vertikaler Richtung gesichert aufzunehmen. Besonders vorteilhaft ist es,
wenn der Sicherungsstift separat betätigt werden muss.
[0032] Die Sicherungseinheit kann federvorbelastet sein. Beispielsweise kann ein Sicherungsstift
durch eine Feder in die Eingriffsstellung vorbelastet sein, sodass zu einer Verstellung
der Position des Griffkörpers erst eine definierte Rückstellung erfolgen muss.
[0033] Eine Sicherungseinheit kann den Handgriff sichern. Es ist möglich und bevorzugt,
dass der Handgriff nur nach Betätigung der Sicherungseinheit oder einer Sicherungseinheit
aus seiner Position weg bewegt werden kann. Beispielsweise kann die Sicherungseinheit
direkt eine Verdrehung verhindern. Es ist aber auch möglich, dass die Sicherungseinheit
eine axiale Bewegung verhindert und dass erst nach Entfernung der Sicherungseinheit
und einer axialen Bewegung des Handgriffs eine Drehung des Handgriffs oder eine Verstellung
des Handgriffs möglich ist.
[0034] In allen Ausgestaltungen ist es besonders bevorzugt, dass der Griffkörper in wenigstens
zwei (unterschiedliche) Winkelpositionen relativ zum Wannenkörper bringbar ist. Insbesondere
ist der Griffkörper in den wenigstens zwei Winkelpositionen am Wannenkörper befestigbar.
Beispielsweise kann die Halteeinrichtung ein unrundes oder mehreckiges Außenprofil
aufweisen, auf welches der Griffkörper mit einem entsprechend angepassten unrunden
oder mehreckigen Innenprofil aufgesteckt wird.
[0035] Weist die Halteeinrichtung beispielsweise einen Außensechskant und ein Hohlraum in
dem Griffkörper einen Innensechskant auf, so kann eine Positionierung des Handgriffs
in sechs unterschiedlichen Positionen möglich sein. Möglich ist auch eine Orientierung
in entsprechend mehr Winkelpositionen, wenn der Griffkörper und die Halteeinrichtung
entsprechend ausgebildet sind.
[0036] Möglich und bevorzugt ist es auch, dass der Griffkörper am Wannenkörper verschwenkbar
befestigt ist und durch eine Sicherungseinheit in vorbestimmten oder auch beliebigen
Winkelpositionen fixiert ist.
[0037] Vorzugsweise weist der Griffkörper an dem ersten Ende einen unrunden Abschnitt auf.
Vorzugsweise weist der Fuß einen passenden unrunden Abschnitt auf. Die unrunden Abschnitte
an dem Griffkörper und dem Fuß wirken vorzugsweise zusammen. Dadurch wird eine verdrehsichere
Verbindung ermöglicht.
[0038] Insbesondere umfasst der Griffkörper an dem ersten Ende einen Führungsabschnitt,
der an einem passenden Führungsabschnitt an dem Fuß geführt wird. Insbesondere haben
beide Führungsabschnitte eine rotationssymmetrische Kontur. Einer oder beide Führungsabschnitte
sind vorzugsweise zylindrisch ausgebildet. Durch die Führungsabschnitte kann eine
hohe Kraft übertragen werden. Kegelabschnittförmige Führungsabschnitte oder dergleichen
sind auch möglich.
[0039] Vorzugsweise ist der Griffkörper an dem ersten Ende an dem Wannenkörper befestigt
und umfasst an (oder nahe von) dem zweiten Ende einen langgestreckten Abschnitt, der
beabstandet von dem Wannenkörper frei im Raum endet. In bevorzugten Ausgestaltungen
weist der Griffkörper einen U-förmigen oder z. B. V- oder L-förmigen Abschnitt an
dem ersten Ende auf. Der U-förmige Abschnitt verläuft insbesondere quer zu dem Wannenkörper.
Ein erster Schenkel des U-, V- oder L-förmigen Abschnitts ist dann vorzugsweise mit
dem Wannenkörper verbunden. Der zweite Schenkel des U-, V- oder L-förmigen Abschnitts
endet frei im Raum oder geht in einen bzw. den lang gestreckten Abschnitt über oder
ist mit einem solchen Abschnitt verbunden. Dann endet der lang gestreckte Abschnitt
frei im Raum. Der erste Schenkel kann über einen sich quer zu dem Schenkel verlaufenden
Anschluss mit der Außenwandung auf der äußeren Oberfläche des Wannenkörpers verbunden
sein. Oder der erste Schenkel ist an seinem Ende direkt mit der Außenwandung auf der
Oberseite und/oder der Außenseite des Wannenkörpers verbunden.
[0040] Vorzugsweise ist der lang gestreckte Abschnitt im bestimmungsgemäßen Betrieb zur
Vertikalen geneigt angeordnet. Beispielsweise kann ein Winkel des lang gestreckten
Abschnitts zu Vertikalen größer 5° oder größer 10° oder größer 15° betragen. Möglich
ist es auch, dass ein Winkel zu Vertikalen einstellbar ist.
[0041] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass an dem distalen Ende des zweiten
Schenkels oder des lang gestreckten Abschnitts ein vergrößerter Kopf ausgebildet ist.
An dem distalen bzw. zweiten Ende ist ein vergrößerter Kopf vorteilhaft, da dieses
Ende frei im Innenraum des Wannenkörpers endet und somit grundsätzlich die Gefahr
besteht, dass sich eine Benutzerin der Gebärwanne daran stößt. Ein vergrößerter Kopf
(vorzugsweise mehr als 15% oder mehr als 50%) vergrößert dann die Kontaktfläche, sodass
Schmerzen oder Verletzungen vermieden werden. Vorzugsweise ist der Kopf abgerundet,
ballig oder kugelförmig ausgebildet.
[0042] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass das zweite Ende des Griffkörpers
im Bereich der Wasseraufnahme endet und sich insbesondere unterhalb des maximalen
Wasserspiegels befindet. Insbesondere liegt der Kopf am zweiten Ende des Griffkörpers
unterhalb eines maximal vorgesehenen Wasserspiegels der Wasseraufnahme.
[0043] Es ist bevorzugt, dass das zweite Ende des Griffkörpers wenigstens 2 cm oder wenigstens
4 cm oder wenigstens 6 cm von einer Innenwandung des Wannenkörpers beabstandet ist.
Durch einen Mindestabstand wird gewährleistet, dass eine Quetschgefahr vollständig
vermieden oder doch wenigstens weitgehend vermieden wird.
[0044] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass der Fuß eine an dem Wannenkörper
und/oder der Gestelleinrichtung eines Wannenkörpers befestigte Verankerungseinrichtung
umfasst. Eine solche Verankerungseinrichtung kann insbesondere eine Ankerplatte oder
auch mehrere Ankerplatten und wenigstens einen Ankerstift umfassen. Über eine Ankerplatte
und einen oder mehrere Ankerstifte kann eine sichere Verankerung des Fußes an oder
in dem Wannenkörper erfolgen. Dabei können die Ankerstifte zu einer Verankerung im
Volumen des Wannenkörpers eingesetzt werden.
[0045] Insbesondere weist der Fuß eine Abdeckblende auf der Oberseite des Wannenkörpers
auf.
[0046] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass wenigstens ein Abfluss und wenigstens
ein Zulauf vorgesehen sind. Der Abfluss befindet sich regelmäßig an der tiefsten Stelle
der Innenwandung des Wannenkörpers. Der Zulauf kann auf der Oberseite des Wannenkörpers
angebracht sein, sodass für den Zulauf kein Durchbruch an der Innenwandung des Wannenkörpers
nötig ist.
[0047] Vorzugsweise weist der Wannenkörper abgesehen von dem Abfluss (und eventuell wenigstens
einem Zulauf) eine geschlossene und ununterbrochene Innenfläche auf. Ein Überlauf
ist besonderes bevorzugt nicht an dem Wannenkörper ausgebildet. Es ist besonders bevorzugt,
dass die Gebär- und Entspannungswanne keinen Überlauf aufweist. Das ist aus hygienischen
Gründen im klinischen Bereich sehr wichtig. Bakterien eines ersten Bakterienstammes
könnten sich im Überlauf festsetzen. Eine weitere Benutzerin oder sogar ein Baby könnte
später mit Bakterien dieses ersten Bakterienstammes in Kontakt kommen. Daraus können
ernsthafte Gesundheitsprobleme für die Mutter oder das Neugeborene resultieren. Ein
Wannenkörper, der abgesehen von dem Abfluss (und eventuell wenigstens einem Zulauf)
eine geschlossene und ununterbrochene Innenfläche aufweist ist dann sehr vorteilhaft,
da der Wannenkörper konstruktionsbedingt derartige Infektionen verhindert. Vorzugsweise
weist der Wannenkörper auf der Innenfläche keinen Durchbruch für einen Zulauf auf.
[0048] Der Wannenkörper ist regelmäßig wenigstens abschnittsweise doppelwandig ausgebildet.
[0049] Obwohl in der allgemeinen Beschreibung und im Ausführungsbeispiel eine Gebär- und
Entspannungswanne beschrieben wird, ist es auch möglich, andere Badewannen erfindungsgemäß
auszubilden. Insofern ist die Erfindung vorzugsweise nicht auf Gebärwannen beschränkt,
sondern kann auch an anderen Badewannen eingesetzt werden.
[0050] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
die im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0051] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Gebär- und Entspannungswanne;
- Figur 2
- ein vergrößertes Detail der Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1 mit einem Handgriff;
- Figur 3
- einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1 in einer perspektivischen
Darstellung;
- Figur 4
- den Handgriff nach Figur 3 in einer Seitenansicht;
- Figur 5
- einen weiteren Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
- Figur 6
- noch einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
- Figur 7
- eine Draufsicht auf noch einen weiteren Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne
nach Figur 1;
- Figur 8
- noch einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
- Figur 9
- noch einen Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne nach Figur 1;
- Figur 10
- eine Seitenansicht eines Fußes eines Handgriff für die Gebär- und Entspannungswanne
nach Figur 1; und
- Figur 11
- eine Draufsicht auf den Fuß nach Figur 10.
[0052] Figur 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung einer Gebärwanne 1 mit
einem Wannenkörper 2 und einer Einstiegshilfe 30, die über mehrere Stufen 31 verfügen
kann.
[0053] Des weiteren umfasst die Gebärwanne 1 einen Haltearm, der über eine Verstellung 43
in der Winkelposition verstellbar ist. An dem Haltearm 40 ist an Ösen 42 eine radiale
Verstellung des Seils 41 möglich. An dem Halteseil 41 kann sich eine Benutzerin der
Gebärwanne festhalten.
[0054] Auf der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 sind hier an den Längsseiten jeweils ein
Handgriff 4 angebracht. Des weiteren ist auf der Oberseite 26 ein Zulauf 28 montiert.
Stark schematisch ist ein Abfluss bzw. Ablauf 27 gestrichelt eingezeichnet.
[0055] Der Wannenkörper 2 umfasst eine die Wasseraufnahme 3 definierende Innenwandung 21
und eine Außenwandung 21a. Die Außenwandung 21a wird durch den oberen Wannenrand 21b
und wenigstens eine Außenseite 21c des Wannenkörpers 3 gebildet. Der Handgriff 4 ist
insbesondere an der Oberseite 26 auf dem oberen Wannenrand 21b an dem Wannenkörper
2 befestigt, kann aber auch auf der Außenseite 21c an dem Wannenkörper 2 befestigt
sein.
[0056] An dem Wannenkörper 2 sind zwei Handgriffe 4 befestigt. Die Handgriffe 4 sind symmetrisch
zur Längserstreckung des Wannenkörpers 2 angeordnet. Beide Handgriffe 4 sind hier
identisch ausgebildet.
[0057] Einstelleinheiten 32 und Anzeigen sorgen für einen zuverlässigen Betrieb.
[0058] Figur 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt einer Gebärwanne 1, wobei hier ein Teil
des Wannenkörpers 2 und ein Handgriff 4 vergrößert dargestellt sind. Im Innenraum
des Wannenkörpers 2 ist die Wasseraufnahme 3 ausgebildet, die beispielsweise bis zu
dem punktiert eingezeichneten maximalen Wasserspiegel 20 mit Wasser befüllbar ist.
[0059] Auf der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 ist der Handgriff 4 befestigt. Der Handgriff
4 umfasst einen Griffkörper 5 und einen Fuß 8, wobei der Fuß 8 auf der Oberseite 26
des Wannenkörpers 2 aufliegt bzw. damit befestigt ist. Darauf ist eine Abdeckblende
25 angeordnet.
[0060] Der Griffkörper 5 weist hier einen U-förmigen Abschnitt 15 auf, wobei sich die Öffnung
des "U" nach unten hin erstreckt. Der Griffkörper ist mit seinem ersten Ende am Wannenkörper
2 befestigt, während sich das zweite Ende 7 frei in den Raum hinein erstreckt.
[0061] Der zweite Schenkel 17 des hier U-förmigen Abschnitts wird durch einen lang gestreckten
Abschnitt 18 oder Schenkel nach unten hin verlängert und endet schließlich an einem
Kopf 19 mit vergrößertem Durchmesser, um beim eventuellen Anstoßen daran Verletzungen
und Schmerzen zu vermeiden. Der freie Abstand 33 von dem Schenkel 17 bzw. lang gestreckten
Abschnitt 18 zu Innenwandung 21 des Wannenkörpers ist so bemessen, dass eine Quetschgefahr
weitestgehend vermieden wird.
[0062] Figur 3 zeigt den Handgriff in einer perspektivischen Darstellung, wobei hier die
Teile der Verankerungseinrichtung 22 zu erkennen sind, die sich im montierten und
eingebauten Zustand unterhalb der Oberfläche des Wannenkörpers 2 befinden. Zur Verankerung
wird die Verankerungseinrichtung 22 mit der Ankerplatte und den Ankerstiften in dem
Wannenkörper eingelassen oder dort eingespritzt, sodass die Verankerungseinrichtung
22 eine feste Verbindung mit dem Wannenkörper 2 herstellt. Die Abdeckblende 25 deckt
die Verbindungsstelle ab.
[0063] In anderen Ausgestaltungen ist es möglich, dass der Fuß 8 und/oder die Ankerplatte
23 an einer Außenseite 21c auf einer äußeren Umfangswand angebracht sind. Dann erstreckt
sich der Griffkörper 5 z. B. in einem Winkel von etwa 270° von dem Außenrand des Wannenkörpers
weg, nach oben über den Wannenrand hinaus und dann im Bogen in den Bereich der Wasseraufnahme
hinein. Oder der Griffkörper 5 erstreckt sich nicht senkrecht von der Ankerplatte
23 weg, sondern z. B. parallel zur Oberfläche nach oben und dann im Bogen in den Bereich
der Wasseraufnahme hinein.
[0064] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht, wobei deutlich wird, dass der lang gestreckte Abschnitt
18 unter einem Winkel 29 zur Vertikalen geneigt angeordnet ist.
[0065] Gestrichelt eingezeichnet ist eine Halteeinrichtung 9 im Inneren des Griffkörpers
5. Über die Halteeinrichtung 9 ist es möglich, den Handgriff 4 in unterschiedlichen
Winkelpositionen gegenüber dem Wannenkörper zu orientieren. Dadurch wird eine flexiblere
Verwendung erreicht und der Handgriff kann je nach Körpergröße der Benutzerinnen einer
Gebärwanne entsprechend ausgerichtet werden. Außerdem kann der Handgriff 4 entfernt
werden, wodurch eine Reinigung des Handgriffes und des Wannenkörpers 2 erleichtert
wird.
[0066] Figur 5 zeigt eine weitere Ansicht, in der auch sichtbar ist, dass sich der Kopf
19 des Angriffs 4 unterhalb des maximalen Wasserspiegels 20 befindet.
[0067] Figur 6 zeigt eine Variation mit teilweise geschnittenem Griffkörper, wobei hier
die innere Struktur sichtbar wird. Der Wannenkörper 2 weist eine sich nach oben von
der Oberseite 26 des Wannenkörpers 2 aus erstreckende Halteeinrichtung 9 in Form eines
Haltedorns 10 auf, auf den der Handgriff 4 aufgesteckt ist. Über eine entsprechende
Profilierung der Querschnitte der Halteeinrichtung 9 und der Innenkontur des Handgriffes
4 und/oder über die eingezeichnete Sicherungseinrichtung 14 wird eine drehfeste Verbindung
zwischen dem Wannenkörper 2 und dem Handgriff 4 erreicht. Des weiteren kann über die
Sicherungseinheit 14 auch eine Sicherung in vertikaler Richtung erreicht werden.
[0068] Figur 7 zeigt eine Draufsicht auf einen schematisch geschnittenen Querschnitt, wobei
hier beispielsweise sechseckige Querschnitte an dem Haltedorn 10 und der entsprechenden
Innenkontur im Griffkörper 5 ausgebildet sind.
[0069] Dadurch kann der Handgriff 4 mit dem Griffkörper 5 grundsätzlich in sechs unterschiedliche
Positionen auf den Haltedorn 10 aufgesteckt werden. Davon befinden sich hier drei
Positionen 11, 12 und 13 innerhalb des Wannenkörpers, sodass für drei unterschiedlich
große Personen geeignete Positionierungen des Handgriffs innerhalb des Wannenkörpers
möglich sind. Dabei ist die mögliche Position 11 gepunktet und die mögliche Position
13 gestrichelt dargestellt.
[0070] Über ein entsprechendes Mehreck kann eine Vielzahl von Positionen eingestellt werden.
Möglich ist es aber auch, dass der Haltedorn 10 zylindrisch oder dergleichen ausgebildet
ist und auf der Außenseite zum Beispiel vertikal ausgerichtete Nuten aufweist oder
eine entsprechende Anzahl von sich radial erstreckenden Bohrungen, in die beispielsweise
eine Sicherungseinheit 14 gemäß Figur 6 radial von außen eingeführt werden kann. Auch
darüber können eine Winkelfixierung und eine vertikale Fixierung erreicht werden.
[0071] In Figur 8 ist noch ein Handgriff 4 für die Gebär- und Entspannungswanne 1 nach Figur
1 in einer Ansicht in Längsrichtung des Wannenkörpers dargestellt. Der Handgriff 4
erstreckt sich wie in allen Fällen im Wesentlichen quer oder doch wenigstens auch
quer zu einer Längsrichtung des Wannenkörpers 2. Der Handgriff 4 umfasst ein erstes
Ende 6, welches hier an dem mit dem Wannenkörper 2 fest verbundenen Fuß 8 verliersicher
aufgenommen ist. Der Handgriff 4 kann nach Betätigung des Bedienknopfes 36 durch Ziehen
nach außen nach oben hin abgenommen oder gedreht werden. Dann kann der Handgriff 4
in einer anderen Winkelposition wieder fixiert werden. Durch Loslassen des federvorbelasteten
Bedienknopfes in die in Fig. 8 dargestellte Eingriffsposition wird der Handgriff 4
automatisch wieder an dem Fuß 8 gesichert und kann nicht mehr gedreht oder nach oben
abgezogen werden, da der Sicherungsstift der Sicherungseinheit 14 in die Sicherungsnut
34 des Fußes 8 eingreift.
[0072] Der Handgriff 4 erstreckt sich von einem ersten Ende 6 an einem ersten Schenkel 16
über einen U-förmigen Abschnitt 15 und einen zweiten Schenkel 17 zu dem ballig bzw.
abgerundet ausgebildeten Kopf 19 an dem distalen Ende. Der Kopf 19 weist einen ausreichenden
Abstand zu dem Wannenkörper bzw. der Innenwandung der Gebär- und Entspannungswanne
1 auf, sodass keine Klemmgefahr besteht.
[0073] Durch ein gedrehtes Wiederaufsetzen des Griffkörpers 5 auf den Fuß weist der Griffkörper
5 entsprechend unterschiedliche Winkelausrichtungen zu der Längsrichtung des Wannenkörpers
2 auf. Es wird eine unterschiedliche Längspositionierung des zweiten Endes des Handgriffs
4 erreicht. Dadurch kann der Handgriff auf unterschiedliche Körper- und Gliedmaßengrößen
von Gebärenden angepasst werden.
[0074] Wie Figur 9 zeigt, muss der Griffkörper 5 des Handgriffs 4 in allen Ausgestaltungen
keinen U-förmigen Abschnitt aufweisen. Es ist auch möglich, dass der erste Schenkel
16 des Griffkörpers direkt nach innen z. B. nahezu waagerecht von dem Fuß absteht.
Zwischen dem ersten Schenkel 16 und dem zweiten Schenkel 17 kann ein spitzer Winkel
oder ein stumpfer Winkel ausgebildet sein. Auch ein rechter Winkel ist möglich. Auch
im Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 umfasst der Fuß 8 eine Sicherungsnut 34, in die
ein Stift einer Sicherungseinheit 14 eingreift, damit der Handgriff 4 nicht unbeabsichtigt
nach oben abgezogen werden kann.
[0075] Figur 10 zeigt eine Seitenansicht eines Fußes 8 für einen Handgriff 4 einer Gebär-
und Entspannungswanne nach Figur 1. Dabei ist der unrunde Abschnitt 37 klar zu erkennen,
der mit einem entsprechend bzw. passenden unrund ausgebildeten Abschnitt in dem ersten
Ende des Griffkörpers 5 korrespondiert. Dadurch wird ein fester Sitz des Handgriffs
4 an dem Wannenkörper 2 ermöglicht. Oberhalb des unrunden Abschnitts 37, der hier
als Außenmehrkant ausgeführt ist, ist ein insbesondere rotationssymmetrisch ausgebildeter
Führungsabschnitt 35 vorgesehen. Der Führungsabschnitt 35 wirkt mit einem entsprechenden
Führungsabschnitt 38 in dem ersten Ende 6 des Griffkörpers 5 zusammen. Dadurch wird
die Führungsfläche vergrößert. Die übertragbare Kraft ist größer und der Handgriff
wird an dem Fuß besser geführt und gehalten. Der unrunde Abschnitt 37 kann z. B. über
eine hier punktiert eingezeichnete (optionale) Schweißnaht 44 ringsum dicht mit der
Bodenplatte des Fußes 8 verbunden sein. Unter der Bodenplatte kann eine umlaufende
und/oder randdichte Dichtung 45 vorgesehen sein.
[0076] Figur 11 zeigt eine Draufsicht auf den Fuß nach Figur 10, wobei der unrunde vergrößerte
Abschnitt 37 und der darüber angeordnete rund ausgebildete Führungsabschnitt 35 erkennbar
sind.
[0077] Insgesamt stellt die vorliegende Erfindung eine vorteilhafte Gebär- und Entspannungswanne
zur Verfügung, womit eine erleichterte Benutzung ermöglicht wird. Es können hohe und
höchste hygienische Standards eingehalten werden. Die Säuberung ist einfacher, da
der Handgriff oder die Handgriffe nur außerhalb des Wasserspiegels angebrachte sind.
Dennoch ragen die Handgriffe in den Raum der Wanne hinein und erstrecken sich insbesondere
quer zum Wannenkörper, sodass sie von der Hand der Benutzerinnen bequem, effektiv
und einfach ergriffen werden können, um sich z. B. hochzuziehen oder abzustützen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Gebär- und Entspannungswanne |
21c |
Außenseite |
| 22 |
Verankerungseinrichtung |
| 2 |
Wannenkörper |
23 |
Ankerplatte |
| 3 |
Wasseraufnahme |
24 |
Ankerstift |
| 4 |
Handgriff |
25 |
Abdeckblende |
| 5 |
Griffkörper |
26 |
Oberseite |
| 6 |
erstes Ende |
27 |
Abfluss |
| 7 |
zweites Ende |
28 |
Zulauf |
| 8 |
Fuß |
29 |
Winkel |
| 9 |
Halteeinrichtung |
30 |
Einstiegshilfe |
| 10 |
Haltedorn |
31 |
Stufe |
| 11 |
erste Winkelposition |
32 |
Einstelleinheit |
| 12 |
zweite Winkelposition |
33 |
Abstand |
| 13 |
dritte Winkelposition |
34 |
Sicherungsnut |
| 14 |
Sicherungseinheit, Sicherungsstift |
35 |
Führungsabschnitt |
| 36 |
Bedienknopf |
| 15 |
U-förmiger Abschnitt |
37 |
unrunder Abschnitt |
| 16 |
erster Schenkel |
38 |
Führungsabschnitt |
| 17 |
zweiter Schenkel |
39 |
unrunder Abschnitt |
| 18 |
langgestreckter Abschnitt |
40 |
Haltearm |
| 19 |
Kopf |
41 |
Seil |
| 20 |
Wasserspiegel |
42 |
Öse |
| 21 |
Innenwandung |
43 |
Verstellung |
| 21a |
Außenwandung |
44 |
Schweißnaht |
| 21b |
oberer Wannenrand |
45 |
Dichtung |
1. Gebär- und Entspannungswanne (1) insbesondere für den klinischen Bereich mit wenigstens
einem Wannenkörper (2) und einer daran ausgebildeten Wasseraufnahme (3) zur Aufnahme
einer zum Baden geeigneten Wassermenge und mit wenigstens einem Handgriff (4), den
eine Benutzerin beim Baden ergreifen kann,
wobei der Wannenkörper (2) eine die Wasseraufnahme (3) definierende Innenwandung (21)
und eine Außenwandung (21a) umfasst, wobei die Außenwandung (21a) den oberen Wannenrand
(21b) und eine Außenseite (21c) des Wannenkörpers (3) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Handgriff (4) einen Griffkörper (5) mit einem ersten Ende (6) und wenigstens
einem zweiten Ende (7) umfasst und nur mit dem ersten Ende (6) an der Außenwandung
(21a) des Wannenkörpers (2) befestigt ist.
2. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach Anspruch 1, wobei an dem Wannenkörper (2) zwei
Handgriffe (4) symmetrisch befestigt sind.
3. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Handgriff (4) verstellbar
ist.
4. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, wobei der Griffkörper
(5) abnehmbar befestigt ist.
5. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Handgriff (5) einen Fuß (8) an dem ersten Ende (6) aufweist und wobei der Fuß (8)
mit dem Wannenkörper (2) verbunden ist und wobei der Griffkörper (5) und der Fuß (8)
insbesondere separate Bauteile sind und wobei der Griffkörper (5) und der Fuß (8)
trennbar miteinander verbunden sind.
6. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Griffkörper (5) auf eine mit dem Wannenkörper (2) verbundene Halteeinrichtung (9)
aufgesteckt und/oder darin eingesteckt ist.
7. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine
Sicherungseinheit (13) den Griffkörper (5) an dem Wannenkörper (2) und insbesondere
dem Fuß (8) sichert.
8. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Griffkörper (5) in wenigstens zwei Winkelpositionen (11, 12) relativ zum Wannenkörper
bringbar ist und/oder wobei der Griffkörper (5) am Wannenkörper (2) schwenkbar befestigt
ist.
9. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Griffkörper (5) an dem ersten Ende einen unrunden Abschnitt (39) umfasst, der mit
einem passenden unrunden Abschnitt (37) an dem Fuß (8) zusammenwirkt und wobei insbesondere
der Griffkörper (5) an dem ersten Ende einen Führungsabschnitt (38) umfasst, der an
einem passenden Führungsabschnitt (35) an dem Fuß (8) geführt wird.
10. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Griffkörper (5) an dem ersten Ende (6) an dem Wannenkörper (2) befestigt ist und an
dem zweiten Ende (7) einen langgestreckten Abschnitt (18) umfasst und wobei insbesondere
an dem distalen Ende (7) des langgestreckten Abschnitts (18) ein vergrößerter Kopf
(19) ausgebildet ist, wobei der Kopf (19) vorzugsweise abgerundet, ballig oder kugelförmig
ausgebildet ist.
11. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Griffkörper (5) einen U-förmigen Abschnitt (15) an dem ersten Ende (6) umfasst und
an einem ersten Schenkel (16) des U-förmigen Abschnitts (15) mit dem Wannenkörper
(2) verbunden ist und wobei insbesondere der zweite Schenkel (17) des U-förmigen Abschnitts
(15) in einen langgestreckten Abschnitt (18) übergeht, wobei der langgestreckte Abschnitt
(18) im bestimmungsgemäßen Betrieb insbesondere zur Vertikalen geneigt angeordnet
ist.
12. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
zweite Ende (7) des Griffkörpers (5) im Bereich der Wasseraufnahme (3) endet und/oder
wobei das zweite Ende (7) des Griffkörpers (5) unterhalb eines maximal vorgesehenen
Wasserspiegels (20) der Wasseraufnahme (3) endet und/oder wobei das zweite Ende (7)
des Griffkörpers (5) wenigstens 2 cm oder wenigstens 4 cm von einer Innenwandung (21)
des Wannenkörpers (2) beabstandet ist.
13. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Fuß (8) eine an dem Wannenkörper (2) befestigte Verankerungseinrichtung (22) umfasst
und wobei die Verankerungseinrichtung (22) insbesondere eine Ankerplatte (23) und
wenigstens einen Ankerstift (24) umfasst und/oder wobei der Fuß (8) eine Abdeckblende
(25) auf der Oberseite (26) des Wannenkörpers (2) umfasst.
14. Gebär- und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein
Abfluss (27) und wenigstens einen Zulauf (28) vorgesehen ist und wobei insbesondere
der Wannenkörper (3) abgesehen von dem Abfluss (27) und eventuell wenigstens einem
Zulauf eine geschlossene Innenfläche (29) aufweist.
15. und Entspannungswanne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff
(4) auf dem oberen Wannenrand (21b) an dem Wannenkörper befestigt ist.