| (19) |
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(11) |
EP 3 530 780 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.01.2022 Patentblatt 2022/04 |
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Anmeldetag: 11.02.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VORRICHTUNG ZUR AUSSCHEIDUNG VON VERUNREINIGUNGEN
DEVICE FOR SEPARATING OUT IMPURITIES
DISPOSITIF D'ÉLIMINATION DES IMPURETÉS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
26.02.2018 CH 2272018
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.08.2019 Patentblatt 2019/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Maschinenfabrik Rieter AG |
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8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- JELINEK, Pavel
8400 Winterthur (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 909 843 EP-A2- 0 894 877 DE-A1-102005 038 419
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EP-A1- 1 213 378 DE-A1-102005 038 405
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen
aus einem Fasergut in einer Karde oder einem Reiniger mit einer garnierten Walze,
mit einem Ausscheideelement und mit einem Absaugrohr.
[0002] Die Karde produziert aus eingespeistem Fasergut ein Kardenband, welches in der Folge
zu einem Garn weiter verarbeitet wird. Dabei ist einer Karde in der Regel ein Füllschacht
zugeordnet welcher durch ein Fördersystem mit Fasern aus einer Putzerei versorgt wird.
Die Fasern werden durch die Karde gereinigt und parallelisiert. Dazu werden die Fasern
von einer Speisevorrichtung über einen Vorreisser zu einer eine Kardentrommel geführt.
Durch den Vorreisser wird das Fasergut in grossen Teilen von Verunreinigungen befreit.
Vorreisser werden in Form von einzelnen mit einer Garnitur versehenen Vorreisserwalzen
aber auch in Form von Vorreissermodulen welche mehrere garnierte Vorreisserwalzen
enthalten eingesetzt. Die Aufgabe der Vorreisser besteht darin, das Fasergut einer
Grobreinigung zu unterziehen und in möglichst feiner Auflösung der Kardentrommel zuzuführen.
Zu diesem Zweck sind unter anderem den garnierten Oberflächen der Vorreisserwalzen
gegenüberliegende Ausscheideelemente angeordnet. Von der Kardentrommel werden die
gereinigten und parallelisierten Fasern durch einen Abnehmer in Form eines Faservlieses
abgenommen und einer Bandbildungseinheit zugeführt. Die Abnahme des Faservlieses erfolgt
dabei mit einer sogenannten Dofferwalze. Um den Übergang des Faservlieses von einer
Trommelgarnitur zu einer Doffergarnitur zu verbessern sind im Spickel zwischen der
Dofferwalze und der Kardentrommel Leitbleche vorgesehen. Das Faservlies erstreckt
sich über die gesamte Arbeitsbreite der Karde. In der Bandbildungseinheit wird das
Faservlies zu einem Kardenband zusammengeführt. Die Funktion der Reinigung von Fasergut
durch Ausscheideelemente ist auch in Reinigern zu finden, welche als Teil einer Putzerei
einer Karde vorgeschaltet sein können.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise eine Vorrichtung zur Ausscheidung von
Verunreinigungen aus einem Fasergut in einer Karde oder einem Reiniger nach der
CH 696 495 A5 bekannt. Die
CH 696 495 A5 offenbart einen Träger mit einem Ausscheidemesser welcher einer garnierten Walze
zugeordnet und parallel zum Umfang der Walze verschiebbar ist. Dem Ausscheidemesser
ist eine auf dem Träger befestigte Absaugkammer zugeordnet. Die Absaugkammer wiederum
ist mit einem Leitelement verbunden, welches die ausgeschiedenen Verunreinigungen
in die Absaugkammer lenkt.
[0004] Nachteilig an der offenbarten Vorrichtung ist, dass die Absaugkammer bei einer Verstellung
des Ausscheidemessers in ihrer Position ebenfalls verändert wird. Zudem wird ein zusätzliches
Leitelement benötigt, welches bei einer Positionsänderung der Absaugkammer derart
mit einem Gegenstück zusammenarbeitet, dass sich die Ablenkung der Verunreinigungen
nicht verändert. Auch muss aufgrund der variablen Position der Absaugkammer eine flexible
Anbindung der Absaugkammer an ein Abluftsystem vorgesehen werden.
[0005] Die
DE 10 2005 038419 A1 offenbart eine Reinigungsvorrichtung für eine Textilmaschine, mit mindestens einer
Schmutzausscheideöffnung zum Abscheiden von Schmutzmaterial aus dem zugeführten Fasermaterial,
mit einem auf einem schwenkbaren Träger angeordneten Schalenmesser. Weiterhin offenbart
ist eine als Hebelvorrichtung ausgebildete Einstelleinrichtung, mittels derer der
Träger verschwenkt und in einer bestimmten Lage fixiert werden kann.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung zur Ausscheidung
von Verunreinigungen aus einem Fasergut zu schaffen, welche eine Verstellung des Ausscheideelements
ermöglicht ohne Positionsänderung einer zugeordneten Absaugung.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung und eine Karde mit den Merkmalen der
unabhängigen Patentansprüche.
[0008] Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen aus einem
Fasergut in einer Karde oder einem Reiniger mit einer eine garnierte Oberfläche aufweisenden
Walze, mit einem Ausscheideelement, mit einem Gegenelement und mit einem Absaugrohr,
wobei ein durch das Ausscheideelement und das Gegenelement gebildeter Ausscheidespalt
vorgesehen ist. Zur Überführung der Verunreinigungen vom Ausscheidespalt zum Absaugrohr
sind eine erste Führung, ausgehend vom Ausscheideelement, und eine der ersten Führung
gegenüberliegende zweite Führung, ausgehend vom Gegenelement, vorgesehen. Die erste
Führung ist als elastische Membrane ausgebildet und die zweite Führung und das Absaugrohr
sind ortsfest angeordnet. Das Ausscheideelement ist an einem Maschinengestell gehalten,
wobei Einstellvorrichtungen vorgesehen sind zur radialen und / oder tangentialen Verstellung
des Ausscheideelementes zur Oberfläche der Walze. Durch eine radiale Verstellung des
Ausschei deelementes wird die Distanz zur garnierten Oberfläche der Walze vergrössert
oder verringert wodurch mehr oder weniger Verunreinigungen aus dem um die Walze umlaufenden
Fasergut entfernt wird. Durch eine radiale Verstellung des Ausscheideelementes wird
der Ausscheidespalt zwischen dem Ausscheideelement und dem Gegenelement vergrössert
oder verringert ohne den Abstand zur Oberfläche der Walze zu verändern. Eine Vergrösserung
des Ausscheidespaltes hat ebenfalls eine Erhöhung der Ausscheidung von Verunreinigungen
zur Folge.
[0009] Das Ausscheideelement ist in Drehrichtung der Walze gesehen nach dem Gegenelement
angeordnet. Die Verunreinigungen werden durch das Ausscheideelement aus dem sich auf
der Walze befindlichen Fasergut herausgelöst und gelangen über die Führungen in das
Absaugrohr. Das Absaugrohr ist an ein zentrales Absaugsystem der Maschine angeschlossen.
Dadurch, dass die Führung vom Ausscheideelement zum Absaugrohr als Membrane ausgebildet
ist, ergibt sich ein strömungstechnisch ideal geschwungener Einlauf in das Absaugrohr,
dabei werden Einbautoleranzen des Absaugrohres über die Arbeitsbreite der Maschine
ausgeglichen. Durch die ortsfeste Anordnung der zweiten Führung und des Absaugrohres
wird eine konstante Absauggeschwindigkeit auch bei Verstellung des Ausscheideelementes
gewährleistet. Die Walze wie auch das Gegenelement erstrecken sich über die gesamte
Arbeitsbreite der Maschine. Entsprechend ist auch das Ausscheideelement zusammen mit
dem Absaugrohr und den dazwischen liegenden Führungen über die gesamte Arbeitsbreite
geführt. Gängige Arbeitsbreiten von Reinigungsmaschinen und Karden betragen bis zu
1,5 m oder mehr. Über die Arbeitsbreite wird die Luft aus dem Absaugrohr an dessen
Ende abgesaugt. Durch die Ausformung der Membrane ergibt sich eine spiralförmige Luftströmung.
Diese kann durch eine entsprechende Struktur auf der Oberfläche der Führung respektive
der Membrane unterstützt werden. Auch ist bei breiten Maschinen mit einer Arbeitsbreite
von 1,5 m oder mehr eine beidseitige Absaugung der Abluftrohre denkbar. In einer alternativen
Ausführungsform kann auf der einen Seite der Maschine Luft in das Absaugrohr eingeblasen
werden um die Absaugung auf der gegenüberliegenden Maschinenseite zu unterstützen.
[0010] Vorteilhafterweise ist die Membrane am Absaugrohr befestigt. Durch die Befestigung
der Membrane wird ein einwandfreier Übergang von der Führung in das Absaugrohr sichergestellt.
Weiter ist es von Vorteil, wenn die Membrane zwischen dem Ausscheideelement und dem
Absaugrohr eingespannt ist. Dadurch wird die Membrane mit einer bestimmten Vorspannung
eingebaut und passt sich so selbständig den geometrischen Verhältnissen an. Es wird
ein sicherer Kontakt zwischen dem Ausscheideelement und dem Absaugrohr durch die Führung
in Form einer Membrane hergestellt und auch im Betrieb aufrechterhalten.
[0011] Bevorzugterweise ist die Membrane kraftschlüssig an einer Gleitfläche des Ausscheideelements
zur Anlage gebracht ist. Durch eine einseitige Fixierung der Membrane ist ein selbständiger
Ausgleich der geometrischen Gegebenheiten durch die Membrane selbst möglich. Das Ende
der Membrane ist dadurch auf dem Ausscheideelement auf einer dafür vorgesehenen Fläche
gleitend gelagert. Durch die elastische Vorspannung der Membrane ergibt sich jederzeit
eine Verbindung der Membrane mit dem Ausscheideelement ohne dass ein Einsatz einer
Dichtung notwendig ist. Dabei ist die Membrane vorteilhafterweise aus einem Federstahl
oder einem elastischen Kunststoff gefertigt. Eine Stärke der Membrane ist dabei abhängig
von den elastischen Eigenschaften des gewählten Materials festzulegen. Beispielsweise
eignet sich bei einer Fertigung der Membrane aus Chrom-Stahl eine Blechstärke von
0,1 mm bis 1,0 mm, vorzugsweise 0,3 mm.
[0012] Weiter ist es von Vorteil, wenn zwischen der zweiten Führung und dem Absaugrohr ein
Falschluftspalt vorgesehen ist. Durch einen Falschluftspalt kann die Strömung der
durch das Absaugrohr abgesagten Luft beeinflusst werden. Entsprechend stellen sich
am Ausscheidespalt die Druckverhältnisse ein. Durch einen entsprechenden Falschluftspalt
wird erreicht, dass im Ausscheideelement kein Unterdruck entsteht. Ein Unterdruck
im Ausscheideelement würde zu einer erhöhten Ausscheidung von Gutfasern führen. Je
nach Beschaffenheit und Typ des Gegenelementes kann durch die angesaugte Falschluft
auch ein Reinigungseffekt des Gegenelementes erreicht werden.
[0013] Bevorzugterweise weist das Ausscheideelement ein Messer auf. Durch das Messer werden
die sich aufgrund der Zentrifugalkräfte in der Peripherie befindenden Verunreinigungen
vom Fasergut abgeschält und durch den Ausscheidespalt in das Absaugrohr gebracht.
In einer vorteilhaften Ausführung ist die Walze eine Vorreisserwalze. Vorreisserwalzen
finden in Karden Anwendung und dienen der Grobreinigung des Fasergutes bevor dieses
einer Kardentrommel zugeführt wird.
[0014] Vorteilhafterweise ist eine elastische Verformung der Membrane vorgesehen, wodurch
bei Verstellung des Ausscheideelementes die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem
Ausscheideelement und der Membrane aufrechterhalten ist. Wenn das Ausscheideelement
in seiner Position verstellt wird, ändert sich aufgrund der ortsfesten Halterung des
Absaugrohres auch die Distanz zwischen dem Ausscheideelement und dem Absaugroh. Diese
Änderung wird nun durch die Elastizität der Membrane ausgeglichen. Die Membrane ändert
zwar ihre Geometrie und die Position der Auflage auf der Gleitfläche des Ausscheideelementes,
bleibt jedoch als am Ausscheideelement anliegende Führung für den Abtransport der
Verunreinigungen erhalten. Durch die vorgeschlagene Konstruktion ist weder ein Nachführen
des Absaugrohres noch der Führung zwischen dem Absaugrohr und dem Ausscheideelement
notwendig.
[0015] Vorteilhafterweise ist die tangentiale Verstellung des Ausscheideelementes mit einer
am Ausscheideelement angebrachten Zahnstange vorgesehen. Die Zahnstange ist dabei
bogenförmig angeordnet, wobei der Bogen konzentrisch zur garnierten Oberfläche der
Walze angeordnet ist. Zur Automatisierung der Verstellung des Ausscheideelementes
kann die Einstellvorrichtung für die radiale und / oder tangentiale Verstellung des
Ausscheideelementes mit einem Aktor versehen sein. Dadurch wird es möglich bei einer
vorhanden Sensorik für die Messung der abgeschiedenen Verunreinigungen eine automatische
Verstellung des Ausscheideelementes zu erwirken. Auch bei einem Partiewechsel von
einem Rohstoff zum nächsten ist damit eine automatische Einstellung des Abscheideelementes
möglich.
[0016] Auch wird eine Karde mit einer Vorrichtung nach obiger Beschreibung zur Ausscheidung
von Verunreinigungen aus einem Faserstrom vorgeschlagen.
[0017] Weiter ist es vorteilhaft, wenn im Zwickel zwischen der Kardentrommel und der Dofferwalze
Leitbleche zur Unterstützung der Abnahme des Faservlieses von der Kardentrommel durch
die Dofferwalze vorgesehen sind. Dabei ragen ein der Kardentrommel zugeordnetes Leitblech
entlang einer Oberfläche der Kardentrommel und ein der Dofferwalze zugeordnetes Leitblech
entlang einer Oberfläche der Dofferwalze in den Spickel. Beide Leitbleche sind jeweils
tangential zu der ihnen zugewiesenen Oberfläche verschiebbar. Eine weitere Einstellmöglichkeit
ist für das Leitblech der Kardentrommel vorgesehen. Dieses kann über einen Drehpunkt
in seinem Anstellwinkel gegenüber der Oberfläche der Kardentrommel gedreht werden.
Dieser Anstellwinkel kann vorteilhafterweise in einem Bereich von 0 bis 5 Winkelgraden
verstellt werden. Die beiden Leitbleche weisen jeweils an ihrem gegen die Drehrichtung
der Dofferwalze respektive der Kardentrommel gerichteten Ende eine Zunge auf welche
in den Zwickel zeigt. Die jeweils der Oberfläche der Dofferwalze respektive der Kardentrommel
zugewandte Seite der Zunge weist einen Zungenwinkel auf. Die Oberfläche der Zunge
welche der Oberfläche der Walze zugewandt ist, entfernt sich von der jeweiligen Oberfläche
unter einem Zungenwinkel. Die Zunge des Leitblechs zur Kardentrommel sowie die Zunge
des Leitblechs der Dofferwalze weisen vorteilhafterweise einen Zungenwinkel von 5
bis 20 Winkelgraden auf.
[0018] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer Karde nach dem Stand der Technik;
- Figur 2
- einen schematischen Querschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Figur 3
- einen schematischen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung und
- Figur 4
- eine vergrösserte schematische Teilansicht einer Ausführungsform des Übergabebereichs
zwischen der Kardentrommel und der Dofferwalze.
[0019] Figur 1 zeigt eine Karde 1 ausgestattet mit einem Füllschacht 2, einem Füllschachtaustrag
3 und einem Speisekanal 5. Faserflocken 4 gelangen nach dem sie die verschiedenen
Prozessstufen einer Putzerei durchlaufen haben in den Füllschacht 2. Die Faserflocken
4 werden durch den Füllschachtaustrag 3 an den Speisekanal 5 weitergegeben.
[0020] Die Faserflocken 4 werden in der Folge am Ende des Speisekanals 5 zu einem Fasergut
6 in Form einer Wattenvorlage für die nachfolgende Speisevorrichtung 7 verdichtet.
Die Speisevorrichtung 7 speist das Fasergut 6 einem Vorreissermodul der Karde 1 zu.
[0021] Das Vorreissermodul besteht beispielhaft aus einem ersten Vorreisser 9, einem zweiten
Vorreisser 10 und einem dritten Vorreisser 11. Es sind jedoch auch Vorreissermodule
mit nur einem Vorreisser bekannt. Das von der Speisevorrichtung 7 abgegebenen Fasergut
6 wird durch die im Vorreissermodul enthaltenen Vorreisser 9, 10, 11 weiter geöffnet
und gleichzeitig von einem Teil der darin enthaltenen Verunreinigungen befreit. Zu
diesem Zweck sind die Vorreisser 9, 10, 11 mit Ausscheideelementen 8 versehen.
[0022] Die letzte Vorreisserwalze 11 des Vorreissermoduls übergibt das Fasergut 6 schliesslich
an die Kardentrommel 12, welche die Fasern vollständig auflöst und parallelisiert.
[0023] Die Kardentrommel 12 arbeitet dazu mit dem Deckelaggregat 13 zusammen. Nachdem die
Fasern zum Teil mehrere Umläufe auf der Kardentrommel 12 durchgeführt haben, werden
sie von einer Abnahmeeinheit 14 in Form eines Faservlieses 38 von der Kardentrommel
12 abgenommen und mit einem Ausgangswalzenpaar einer Bandbildungseinheit 15 zugeführt.
Die Abnahmeeinheit 14 umfasst eine Dofferwalze 34 welche das Faservlies 38 von der
Kardentrommel 12 übernimmt. An der Übernahmestelle weisen aufgrund der entgegengesetzten
Drehrichtungen 39, 40 der Kardentrommel 12 und der Dofferwalze 34 die Oberflächen
der Kardentrommel 12 und der Dofferwalze 34 die gleiche Bewegungsrichtung auf. Zur
Unterstützung dieses Übernahmevorganges sind im Zwickel zwischen der Kardentrommel
12 und der Dofferwalze 34 Leitbleche 35 vorgesehen. Im Anschluss wird durch die Bandbildungseinheit
15 das durch die Kardentrommel 12 ausgebildete Faservlies 38 zu einem Kardenband 16
umgeformt. Das Kardenband 16 wird anschliessend in eine Kanne für den Weitertransport
abgelegt (nicht gezeigt).
[0024] Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer ersten Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen aus einem Fasergut 6. Die Vorrichtung
umfasst eine Walze 17 mit einer garnierten Oberfläche 18 und einer Drehrichtung 19.
Durch die garnierte Oberfläche 19 wird Fasergut transportiert. Der Walze 17 respektive
deren Oberfläche 18 gegenüber sind ein Ausscheideelement 20 sowie ein Gegenelement
21 angeordnet. Das Gegenelement 21 ist beispielhaft als eine weitere Walze gezeigt.
In einer Ausführung in welcher die Walze 17 durch einen Vorreisser 9, 10, 11 (Figur
1) repräsentiert wird, würde das Gegenelement 21 einer Speisewalze entsprechen. Das
Ausscheideelement 20 ist mit einem Messer 26 ausgebildet. Dabei ist das Messer 26
gegen die Oberfläche 18 der Walze 17 und entgegen der Bewegungsrichtung der Walzenoberfläche
gerichtet. Dadurch erfolgt ein Abschälen der durch die Umfangsgeschwindigkeit der
Walze 17 an die Oberfläche des auf der garnierten Oberfläche 18 der Walze 17 transportierten
Fasergutes gebrachten Verunreinigungen. Das Gegenelement 21 und das Messer 26 des
Ausscheideelementes 20 sind tangential an der Oberfläche 18 der Walze 17 derart angeordnet,
dass zwischen dem Gegenelement 21 und dem Ausscheideelement 20 ein Ausscheidespalt
25 gebildet wird. Durch die Einwirkung des Messers 26 werden die Verunreinigungen
über die Messeroberfläche in Richtung eines Absaugrohres 22 gebracht.
[0025] Die Verunreinigungen werden dabei vom Ausscheidespalt 25 bis zum Absaugrohr 22 mit
einer ersten Führung 23 und einer der ersten Führung 23 gegenüberliegenden zweiten
Führung 24 zu einem Absaugrohr geführt. Das ortsfest angebrachte Absaugrohr 22 wird
unter einem leichten Unterdruck gehalten und nimmt die Verunreinigungen auf. Die erste
Führung 23 ist als eine Membrane ausgeführt und stellt die Führung der Verunreinigungen
vom Ausscheideelement 20 bis zum Absaugrohr 22 sicher. Dabei ist diese Membrane 23
ausgehend vom Ausscheideelement 20 tangential an das Absaugrohr 22 herangeführt. Am
Absaugrohr 22 ist die Membrane 23 in einer entsprechenden Halterung 31 befestigt und
damit ortsfest gehalten. Die zweite Führung 24 ist derart ausgebildet, dass zwischen
dem Absaugrohr 22 und der Führung 24 ein Falschluftspalt 29 gebildet wird. Durch diesen
Falschluftspalt 29 wird durch den im Absaugrohr 22 herrschenden Unterdruck Luft angesaugt.
Dies bewirkt, dass an der Stelle des Ausscheidespaltes 25 kein Unterdruck herrscht,
welcher die Ausscheidung der Verunreinigungen beeinflussen könnte. Die Membrane 23
ist durch die ortsfeste Membranbefestigung 31 am Absaugrohr an ihrem einen Ende und
die Auflage auf dem Ausscheideelement an ihrem anderen Ende aufgrund der Länge der
Membrane 23 unter einer Biegespannung eingebaut. Durch die Formgebung der Membrane
23 und den tangentialen Einlauf des mit Verunreinigungen durchsetzten Luftstromes
vom Ausscheidespalt 25 zum Absaugrohr 22 ergibt sich eine Bewegungsrichtung 30 der
Verunreinigungen welche in der Folge im Absaugrohr durch die axiale Absaugung eine
spiralförmige Strömung bewirkt.
[0026] Das Ausscheideelement 20 ist mit einer Einstellvorrichtung versehen. Diese ermöglicht
eine Verstellung des Ausscheidespaltes 25 durch eine tangentiale Bewegung des Messers
26 entlang der Oberfläche 18 der Walze 17. Zur Durchführung der Verstellung ist beispielhaft
eine am Ausscheideelement 20 angebrachte gebogene Zahnstange 27 gezeigt. Über ein
ortsfest gehaltenes Zahnrad 28 wird nun bei dessen Drehung über die Zahnstange 27
das Ausscheideelement 20 mit einer zur Oberfläche 18 der Walze 17 tangentialen Bewegung
33 verschoben und der Ausscheidespalt 25 entsprechend vergrössert oder verkleinert.
Das Ausscheideelement 20 ist mit einer Gleitfläche 32 versehen, auf welcher die Membrane
23 bei der Bewegung 33 des Ausscheideelementes 20 geführt wird. Durch die Eigenspannung
der Membrane 23 ist dadurch in jeder Stellung des Ausscheideelementes 20 eine Führung
der Verunreinigungen vom Ausscheidespalt 25 zum Absaugrohr 22 gewährleistet. Es ist
keine zusätzliche Verstellung der Führungen 23, 24 bei einer Änderung der Einstellung
des Ausscheideelementes 20 notwendig. Auch wird der Anschluss des Absaugrohres 22
an ein zentrales Absaugsystem der Maschine nicht verändert.
[0027] Figur 3 zeigt einen schematischen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform einer
Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen aus einem Fasergut 6. Die gezeigte
Ausführungsform der Vorrichtung unterscheidet sich von der Ausführung nach der Figur
2 dadurch, dass das Gegenelement 21 als ein ortsfestes und starres Element vorgesehen
Alle anderen Elemente der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform entsprechen den Elementen
wie in Figur 2 beschrieben. Auch die Funktionen der einzelnen Elemente sind der Beschreibung
der Figur 2 zu entnehmen.
[0028] Figur 4 zeigt eine vergrösserte schematische Teilansicht einer Ausführungsform des
Übergabebereichs zwischen der Kardentrommel 12 und der Dofferwalze 34. Durch die Drehrichtung
39 der Kardentrommel 12 und die gleichgerichtete Drehbewegung 40 der Dofferwalze 34
weisen die Oberflächen der Kardentrommel 12 und der Dofferwalze 34 an einer Übergabestelle
43 für ein Faservlies 38 die gleiche Bewegungsrichtung auf. In der Folge wird das
sich auf der Kardentrommel 12 befindliche Faservlies 38 durch die Dofferwalze 34 von
der Kardentrommel 12 an der Übergabestelle 43 abgenommen. Die Übergabe des Faservlieses
38 wird im Zwickel zwischen der Kardentrommel 12 und der Dofferwalze 34 durch Leitbleche
35, 37 unterstützt. Das Leitblech 37 der Dofferwalze 34 weist eine an die Oberfläche
der Dofferwalze 34 angeformte bogenförmige Führungsfläche 41 auf. Gegen die Übergabestelle
43 hin gerichtet ist diese Führungsfläche 41 von der Dofferwalze 34 weggerichtet unter
einem Zungenwinkel γ und bildet mit der entgegengesetzten Oberfläche des Leitblechs
37 eine in den Zwickel ragende Zunge.
[0029] Dadurch wird ein Einlaufen des Faservlieses 38 unter das Leitblech 37 gewährleistet.
[0030] Das Leitblech 35 der Kardentrommel 12 weist eine an die Oberfläche der Kardentrommel
12 angeformte bogenförmige Führungsfläche 42 auf. Gegen die Übergabestelle 43 hin
gerichtet ist diese Führungsfläche 42 von der Kardentrommel 12 weggerichtet unter
einem Zungenwinkel β und bildet mit der entgegengesetzten Oberfläche des Leitblechs
35 ebenfalls eine in den Zwickel ragende Zunge. Dadurch wird ein Verhalten der Luftströmungen
im Zwickel der beiden Walzen 12, 34 und damit an der Übergabestelle 43 positiv beeinflusst.
Zusätzlich ist das Leitblech 35 der Kardentrommel 12 mit einem Anstellwinkel α gegenüber
der Oberfläche der Kardentrommel 12 angeordnet. Dadurch ergibt sich ein sich in Drehrichtung
39 der Kardentrommel 12 verengender Spalt zwischen der Oberfläche der Kardentrommel
und der Führungsfläche 42 des Leitblechs 35.
[0031] Zur Einstellung des Anstellwinkels α ist das leitblech 35 in einem Drehpunkt 36 gelagert
und um diesen drehbar. Weiterhin sind die Leitbleche 35 und 37 jeweils tangential
(durch Pfeile gezeigt) zu den Oberflächen der Dofferwalze 34 respektive der Kardentrommel
12 beweglich ausgeführt. Dadurch wird eine exakte Einstellung der Luftströmungen im
Bereich der Übergabestelle ermöglicht.
[0032] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind möglich.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Karde
- 2
- Füllschacht
- 3
- Füllschachtaustrag
- 4
- Faserflocken
- 5
- Speisekanal
- 6
- Fasergut
- 7
- Speisevorrichtung
- 8
- Ausscheideelement
- 9
- Erster Vorreisser
- 10
- Zweiter Vorreisser
- 11
- Dritter Vorreisser
- 12
- Kardentrommel
- 13
- Deckelaggregat
- 14
- Abnehmer
- 15
- Bandbildungseinheit
- 16
- Kardenband
- 17
- Walze
- 18
- garnierte Oberfläche
- 19
- Drehrichtung Walze
- 20
- Ausscheideelement
- 21
- Gegenelement
- 22
- Absaugrohr
- 23
- Erste Führung
- 24
- Zweite Führung
- 25
- Ausscheidespalt
- 26
- Messer
- 27
- Zahnstange
- 28
- Zahnrad
- 29
- Falschluftspalt
- 30
- Bewegungsrichtung Verunreinigungen
- 31
- Membranbefestigung
- 32
- Gleitfläche
- 33
- Tangentiale Bewegungsrichtung des Ausscheideelementes
- 34
- Dofferwalze
- 35
- Leitblech Kardentrommel
- 36
- Drehpunkt
- 37
- Leitblech Doffer
- 38
- Faservlies
- 39
- Drehrichtung Kardentrommel
- 40
- Drehrichtung Doffer
- 41
- Führungsfläche Leitblech Doffer
- 42
- Führungsfläche Leitblech Kardentrommel
- 43
- Übergabestelle
- α
- Anstellwinkel Leitblech Kardentrommel
- β
- Zungenwinkel Kardentrommel
- γ
- Zungenwinkel Doffer
1. Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen aus einem Fasergut (6) in einer
Karde (1) oder einem Reiniger, wobei die Vorrichtung eine eine garnierte Oberfläche
(18) aufweisenden Walze (17), ein Ausscheideelement (20), ein Gegenelement (21) und
ein Absaugrohr (22) aufweist, wobei ein durch das Ausscheideelement (20) und das Gegenelement
(21) gebildeter Ausscheidespalt (25) vorgesehen ist, und wobei zur Überführung der
Verunreinigungen vom Ausscheidespalt (25) zum Absaugrohr (22) eine erste Führung (23)
ausgehend vom Ausscheideelement (20) und eine der ersten Führung (23) gegenüberliegende
zweite Führung (24) ausgehend vom Gegenelement (21) vorgesehen sind, wobei das Ausscheideelement
(20) an einem Maschinengestell gehalten ist und Einstellvorrichtungen (27, 28) vorgesehen
sind zur radialen und / oder tangentialen Verstellung des Ausscheideelementes (20)
zur Oberfläche (18) der Walze (17), dadurch gekennzeichnet, dass die erste Führung (23) als elastische Membrane ausgebildet ist und dass die zweite
Führung (24) und das Absaugrohr (22) ortsfest angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (23) am Absaugrohr (22) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (23) zwischen dem Ausscheideelement (20) und dem Absaugrohr (22) eingespannt
ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (23) kraftschlüssig an einer Gleitfläche (32) des Ausscheideelements
(20) zur Anlage gebracht ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (23) aus einem Federstahl gefertigt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane (23) aus einem elastischen Kunststoff gefertigt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der zweiten Führung (24) und dem Absaugrohr (22) ein Falschluftspalt (29)
vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausscheideelement (20) ein Messer (26) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (17) eine Vorreisserwalze (9, 10, 11) ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine elastische Verformung der Membrane (23) vorgesehen ist, wodurch bei Verstellung
des Ausscheideelementes (20) die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Ausscheideelement
(20) und der Membrane (23) aufrechterhalten ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die tangentiale Verstellung des Ausscheideelementes (20) mit einer am Ausscheideelement
(20) angebrachten Zahnstange (27) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung für die radiale und / oder tangentiale Verstellung des Ausscheideelementes
(20) mit einem Aktor versehen ist.
13. Karde (1) mit einer Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen aus einem Fasergut
(6) mit einer Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche.
1. A device for separating impurities from a fiber material (6) in a card (1) or a cleaner,
wherein the device has a roller (17) with a clothed surface (18), a separation element
(20), an opposing element (21) and a suction pipe (22), wherein a separation gap (25)
formed by the separation element (20) and the opposing element (21) is provided, and
wherein a first guide (23) starting from the separation element (20) and a second
guide (24) starting from the opposition element (21) and opposite the first guide
(23) are provided for transferring impurities from the separation gap (25) to the
suction pipe (22), wherein the separation element (20) is held on a machine frame,
wherein adjusting devices (27, 28) are provided for radial and/or tangential adjustment
of the separation element (20) relative to the surface (18) of the roller (17), characterized in that the first guide (23) is designed as an elastic membrane, and the second guide (24)
and the suction pipe (22) are arranged in a stationary mount.
2. The apparatus according to claim 1, characterized in that the membrane (23) is mounted on the suction pipe (22).
3. The apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the membrane (23) is stretched between the separation element (20) and the suction
pipe (22).
4. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the membrane (23) is brought into force-locking contact with a sliding surface (32)
of the separation element (20).
5. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the membrane (23) is made of spring steel.
6. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the membrane (23) is made of an elastic plastic.
7. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that a false air gap (29) is provided between the second guide (24) and the suction pipe
(22).
8. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the separation element (20) has a blade (26).
9. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the roller (17) is a licker-in roller (9, 10, 11).
10. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that an elastic deformation of the membrane (23) is provided, so that the force-locking
connection between the separation element (20) and the membrane (23) is maintained
by adjustment of the separation element (20).
11. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the tangential adjustment of the separation element (20) with a toothed rack (27)
mounted on the separation element (20) is provided.
12. The apparatus according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting device is provided with an actuator for radial and/or tangential adjustment
of the separation element (20).
13. A card (1) having a device for separating impurities out of a fiber material (6) with
a device according to any one of the preceding claims.
1. Dispositif permettant de séparer les impuretés d'un matériau fibreux (6) dans une
carde (1) ou un nettoyeur, le dispositif présentant un rouleau (17) présentant une
surface garnie (18), un élément de séparation (20), un contre-élément (21) et un tuyau
d'aspiration (22), un intervalle de séparation (25) formé par l'élément de séparation
(20) et le contre-élément (21) étant prévu, et un premier guide (23) partant de l'élément
de séparation (20) et permettant de transférer les impuretés de l'intervalle de séparation
(25) au tuyau d'aspiration (22), ainsi qu'un second guide (24) opposé au premier guide
(23) et partant du contre-élément (21) étant prévus, l'élément de séparation (20)
étant maintenu sur un support de machine et des dispositifs de réglage (27, 28) étant
prévus pour un réglage radial et/ou tangentiel de l'élément de séparation (20) par
rapport à la surface (18) du rouleau (17), caractérisé en ce que le premier guide (23) est réalisé sous la forme d'une membrane élastique et que le
second guide (24) et le tuyau d'aspiration (22) sont disposés de manière fixe.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la membrane (23) est fixée sur le tuyau d'aspiration (22).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la membrane (23) est serrée entre l'élément de séparation (20) et le tuyau d'aspiration
(22).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la membrane (23) est amenée en appui à force sur une surface de coulissement (32)
de l'élément de séparation (20).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la membrane (23) est fabriquée à partir d'un acier à ressort.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la membrane (23) est fabriquée à partir d'une matière plastique élastique.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un faux entrefer (29) est prévu entre le second guide (24) et le tuyau d'aspiration
(22).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de séparation (20) présente une lame (26).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rouleau (17) est un rouleau briseur (9, 10, 11).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une déformation élastique de la membrane (23) est prévue, moyennant quoi la liaison
à force entre l'élément de séparation (20) et la membrane (23) est maintenue lorsque
l'élément de séparation (20) est réglé.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réglage tangentiel de l'élément de séparation (20) est pourvu d'une crémaillère
(27) fixée sur l'élément de séparation (20).
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réglage pour le réglage radial et/ou tangentiel de l'élément de
séparation (20) est pourvu d'un actionneur.
13. Carde (1) comportant un dispositif permettant de séparer les impuretés d'un matériau
fibreux (6) comportant un dispositif selon l'une des revendications précédentes.
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