[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gründung einer Umspannplattform mit wenigstens
drei Pfählen. Die Erfindung betrifft auch die Umspannplattform, die vorzugsweise mit
einem derartigen Verfahren installiert wird und wenigstens drei Pfähle aufweist, sowie
ein Gründungsset zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Durch den Ausbau der Windenergie im Offshore-Bereich werden Umspannplattformen erforderlich.
Auf den Umspannplattformen wird der von den einzelnen Windenergieanlagen erzeugte
Strom transformiert und von dort durch ein Kabel an Land gebracht. Umspannplattformen
oder Konverterplattformen werden insbesondere an der deutschen Westküste in der Nordsee
installiert. Das Revier zeichnet sich durch extrem hohe und energiegeladene Wellen
bei vergleichsweise geringer Wassertiefe aus. Bekannte Gründungsstrukturen wie Jacketts
weisen einen hohen Versperrungsgrad auf und ziehen daher konstruktionsbedingt hohe
Lasten an, wodurch sie schwer ausgelegt und dadurch teuer werden. Bekannt ist es,
Pfahlgründungen für Umspannplattformen vorzusehen, bei deren Gründung eine Schablone
am Meeresboden angeordnet wird und die Pfähle durch die Schablone in den Meeresboden
gerammt werden. Dazu werden mehrere verschiedene Rammgeräte verwendet.
[0003] Nachteilig an den bekannten Rammverfahren ist, dass sie nicht hinreichend präzise
funktionieren oder relativ aufwendig sind.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es in einem ersten Aspekt, ein eingangs
genanntes Verfahren zur Gründung einer Umspannplattform zu verbessern und im zweiten
Aspekt, eine verbesserte Umspannplattform sowie in einem dritten Aspekt, ein verbessertes
Gründungsset, mit dem die erfindungsgemäße Umspannplattform gegründet werden kann,
zur Verfügung zu stellen.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren macht von der Idee Gebrauch, genau ein Rammgerät zu
verwenden, das auf Lokation verbracht wird und das mittels ausfahrbarer Stützbeine
auf dem Meeresboden abgestützt wird. Bei dem Rammgerät kann es sich um eine Hubinsel
oder Ähnliches handeln, die vorzugsweise einen Kran und einen Hammer aufweist.
[0006] Der Begriff des Rammens ist hier sehr allgemein zu verstehen unter Rammen ist beispielsweise
auch ein Bohren zu verstehen. Unter einem Rammgerät kann hier auch ein Bohrer oder
ein Bohrgerät zu verstehen sein.
[0007] An dem Rammgerät werden Schablonen angebracht. Die Schablonen können außenseitig
oder innenseitig an einer Plattform des Rammgerätes angeordnet werden, der relative
Abstand der Schablonen zueinander entspricht genau der Position der Pfähle der Umspannplattform
am Meeresboden, die Pfähle werden jeder einzeln, nacheinander lotrecht in den Meeresboden
gerammt.
[0008] Die Pfähle werden jeweils durch eine ihnen zugeordnete Rammschablone der Umspannplattform
gesteckt. Sie werden günstigerweise lotrecht ausgependelt.
[0009] Die Pfähle werden nacheinander vorzugsweise unter Beibehaltung der Position des Rammgerätes
in den Meeresboden gerammt. Die Stützbeine des Rammgerätes werden vorzugsweise während
des gesamten Rammvorganges aller Pfähle nicht verändert. Die in den Meeresboden gerammten
Pfähle bleiben auf Höhe oder oberhalb der ihnen zugeordneten Rammschablone angeordnet.
"Oben" und "unten" beziehen sich auf Orientierungen vom Meeresboden weg bzw. zum Meeresboden
hin.
[0010] Es ist auch denkbar, dass eine Gruppe von Pfähle unter Beibehaltung der Position
des Rammgerätes in den Meeresboden gerammt wird und das Rammgerät dann umgesetzt wird
und wieder eine Gruppe von Pfählen in den Meeresboden gerammt wird. Auf alle Pfähle
wird dann die Plattform aufgesetzt.
[0011] Anschließend werden die Stützbeine des Rammgerätes eingezogen und das Rammgerät mit
eingezogenen Stützbeinen von der Lokation weg verbracht. Nach dem Einrammen stehen
die oberen Enden der Pfähle über die Meeresoberfläche heraus ab, vorzugsweise alle
in identischer Höhe. Die relativen Abstände der oberen Enden der Pfähle zueinander
entspricht exakt den relativen Abständen von Auflagen eines Plattformoberteils, das
oben auf die Enden der Pfähle aufgesetzt wird. Günstigerweise werden die Pfähle soweit
in den Boden gerammt, bis obere Enden höchstens auf Höhe der Rammschablone angeordnet
sind, vorzugsweise + 3 m, vorzugsweise + 2 m, vorzugsweise bis + 1 m, vorzugsweise
+ 0,5 m, oberhalb der Rammschablone angeordnet sind. Die oberen Enden werden nicht
durch die Rammschablone hindurchgerammt. Die Anordnung der Rammschablonen entspricht
exakt der relativen Anordnung der Auflagen des Plattformoberteils wie auch den Kontaktpunkten
der Pfähle mit dem Meeresboden in einer horizontalen Ebene.
[0012] Günstigerweise ist das Plattformoberteil, das auf Lokation verbracht wird und auf
Lokation auf die oberen Pfahlenden aufgesetzt wird, auf einer Grillage und die auf
einem Ponton angeordnet. Eine Unterseite des Plattformoberteils weist beim Verbringen
auf Lokation eine Höhe über der Meeresoberfläche auf, die höher ist als alle Enden
der Pfähle über der Meeresoberfläche. Der Ponton wird abgesenkt, nachdem das Plattformoberteil
über die Pfähle verfahren ist und auf die Pfahlenden aufgesetzt. Dabei wird der Ponton
so relativ zu den Pfählen angeordnet, dass bei Absenken das Plattformoberteils Auflagen
einer Unterseite des Plattformoberteils exakt auf den Pfahlenden aufliegen.
[0013] Die Aufgabe wird in ihrem zweiten Aspekt durch die eingangs genannte Umspannplattform
mit den Merkmalen des Anspruchs 5 erfüllt.
[0014] Sie wird vorzugsweise in einem der oben genannten Verfahren installiert, umgekehrt
eignet sich eines der oben genannten Verfahren zur Installation der Umspannplattform.
[0015] Die Umspannplattform weist wenigstens vier Pfähle auf, die parallel zueinander in
einen Meeresboden gerammt sind. Die einzige konstruktive Verbindung zwischen den Pfählen
ist das Plattformoberteil. Natürlich sind die Pfähle in gewisser Weise über dem Meeresboden
miteinander verbunden, dieses ist jedoch im Sinne der Erfindung keine konstruktive
Verbindung zwischen den Pfählen.
[0016] Erfindungsgemäß setzt das Plattformoberteil auf oberen Enden der Pfähle auf, die
Pfähle werden also insbesondere nicht seitlich in Führungen abgesenkt oder seitlich
in Führungen des Plattformoberteils gehalten, sondern die Plattform weist eine Unterseite
auf mit vorzugsweise nach oben geschlossenen Aufnahmen, die auf den oberen Enden der
Pfähle aufliegen.
[0017] In dem dritten Aspekt wird die Aufgabe durch ein Gründungsset für eine Umspannplattform
mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst, das zunächst aus einem Rammgerät, beispielsweise
in Form einer Hubplattform, und einem Ponton mit einer Grillage besteht.
[0018] Das Rammgerät weist an ihm angeordnete, zueinander fixierte Rammschablonen auf. Die
relative Anordnung der Rammschablonen entspricht exakt der Anordnung von Pfählen der
Umspannplattform im montierten Zustand in einem horizontalen Querschnitt, also der
relativen Anordnung der Kontaktpunkte der Pfähle mit dem Meeresboden bei Betrachtung
nur der horizontalen Ausdehnung. Die Rammschablonen sind vorzugsweise alle auf gleicher
Höhe über dem Meeresboden an dem aufgesetzten Rammgerät angeordnet.
[0019] Das Rammgerät weist günstigerweise einen Hammer auf, mit dem jeder der Pfähle durch
die ihm zugeordnete Rammschablone in den Meeresboden eingerammt werden kann. Der Hammer
ist zum Rammen aller Pfähle bestimmt. Das Rammgerät weist Stützbeine auf, die es ermöglichen,
das Rammgerät auf Lokation auf dem Meeresboden abzustützen und so ein Verschieben
des Rammgerätes während des Rammens der wenigstens vier, vorzugweise fünf oder jeder
höheren Anzahl an Pfählen zu verhindern.
[0020] Die Stützbeine des Rammgeräts sind alle günstigerweise einziehbar und ausfahrbar.
Die ausgefahrenen Stützbeine stützen eine Plattform des Rammgerätes am Meeresboden
ab, so dass die Plattform mittels eines Jacking Systems oder Ähnlichem aus dem Meer
herausgehoben werden kann. Bei eingezogenen Stützbeinen ist das Rammgerät vorzugsweise
schwimmfähig, so dass es nach dem Einrammen der Pfähle von der Lokation weg verfahren
wird.
[0021] Anschließend wird der Ponton mit dem Plattformoberteil zwischen die Pfähle verfahren
und in eine Position verbracht, so dass oberhalb der Enden der Pfähle die Auflagen
an einer Unterseite des Plattformoberteils für die Pfähle exakt lotrecht über den
Pfahlenden angeordnet sind. Durch ein Absenken des Pontons, beispielsweise durch Fluten
von Wassertanks, wird die Plattform abgesenkt, und die Auflagen werden exakt auf den
oberen Enden der Pfähle positioniert. Günstigerweise weist das Rammgerät genauso viele
Rammschablonen wie Pfähle auf.
[0022] Die Rammschablonen sind in ihrer Position für die jeweilige Umspannplattform anpassbar,
d. h. sie können an dem Rammgerät in ihrer Position verändert werden. In ihrer veränderten
Position sind sie dann während der Gründung wieder positionsfest am Rammgerät angeordnet.
[0023] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels in sieben Figuren beschrieben.
Dabei zeigen die
- Fig. 1
- einen ersten Schritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Gründung einer Umspannplattform
mittels einer Hubinsel, die einen Pfahl der Umspannplattform in den Boden rammt,
- Fig. 2
- einen zweiten Schritt, bei dem der Pfahl bereits ein Stück weit in den Meeresboden
eingerammt ist,
- Fig. 3
- einen Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem der Pfahl bereits vollständig
in den Meeresboden eingerammt ist.
- Fig. 4
- einen vierten Schritt, bei dem der zweite Pfahl der Umspannplattform bereits vollständig
in den Boden eingerammt ist,
- Fig. 5
- einen fünften Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem bereits alle Pfähle
der Umspannplattform in den Meeresboden eingerammt sind und ein Plattformoberteil
mittels eines Pontons auf Lokation verbracht wird,
- Fig. 6
- einen sechsten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem das Plattformoberteil
mittels des Pontons über die Pfahlenden der eingerammten Pfähle verbracht wird und
abgesenkt wird,
- Fig. 7
- die installierte Umspannplattform mit dem auf den Pfählen aufgesetzten Plattformoberteil.
[0024] Die erfindungsgemäßen Verfahren sind in den Fig. 1 bis 7 beispielhaft beschrieben.
[0025] Zunächst wird das erfindungsgemäße Verfahren beschrieben. Es macht von einem Gründungsset
Gebrauch, das ein Rammgerät 1, beispielsweise in Form einer Hubinsel, umfasst sowie
einen Ponton 2, auf dem eine Grillage 3 angeordnet ist, auf der wiederum ein Plattformoberteil
4 einer zu installierenden Umspannplattform 6 angeordnet werden kann. Zunächst wird
das Rammgerät 1 auf Lokation verbracht. Das Rammgerät 1 kann selbst schwimmfähig sein,
dazu weist es eingezogene Stützbeine 7 und eine schwimmfähige Plattform 8 auf.
[0026] Das Rammgerät 1 kann aber auch mittels einer Barge oder Ähnlichem auf Lokation verbracht
werden. Das Rammgerät 1 wird in einer vorgebestimmten Weise auf Lokation, d. h. in
einer vorbestimmten Ausrichtung gegenüber dem Meeresboden 9 angeordnet, und dann werden
die Stützbeine 7 des Rammgerätes 1 abgesenkt, so dass sich das Rammgerät 1 auf dem
Meeresboden 9 abstützt. Die Plattform 8 kann mittels Jacking Systemen aus dem Wasser
herausgehoben werden.
[0027] An dem Rammgerät 1 werden gemäß Fig. 1 vorzugsweise seitlich Rammschablonen 11 angeordnet.
Die Rammschablonen 11 sind derart auf oder an dem Rammgerät 1 angeordnet, dass bei
einem senkrechten Durchstecken von Pfählen 12 obere Enden der Pfähle 12 genau den
Abstand zueinander haben, der einem Abstand von Auflagen an einer Unterseite des Plattformoberteils
4 entspricht, so dass das Plattformoberteil 4 auf den oberen Enden der Pfähle 12 mit
seinen Aufnahmen 16 aufgesetzt werden kann..
[0028] Insbesondere ist zur Gründung der Pfähle 12 keine Schablone auf dem Meeresboden 9
erforderlich.
[0029] Das Rammgerät 1 weist einen Kran 13 mit einem Hammer 14 gemäß Fig. 1 - 4 auf. Dabei
kann es sich um ein schweres Gewicht handeln. Zunächst wird mittels des Kranes 13
der erste Pfahl 12 durch die erste Rammschablone 11 gesteckt, bis er über dem Meeresboden
9 lotrecht ausgerichtet ist, und dann wird er auf den Meeresboden 9 abgesenkt. Er
wird lotrecht auf dem Meeresboden 9 aufgesetzt. Die Schablonen 12 können klappbar
sein und/oder auch demontierbar sein. Dann wird mittels des Hammers 14 der Pfahl 12
in den Meeresboden 9 eingerammt. Das Rammgerät 1 verbleibt nach dem Einrammen eines
ersten Pfahls 12 an der vorgegebenen Position am Meeresboden 9, und es wird ein zweiter
Pfahl 12 durch eine zweite Rammschablone 11 gesteckt, und mittels des Hammers 14 wird
der zweite Pfahl 12 in den Meeresboden 9 gerammt. Nacheinander werden soviele Pfähle
12 in den Meeresboden 9 gerammt, wie zum Abstützen des Plattformoberteils 4 erforderlich
sind. Es können vier oder jede höhere Anzahl an Pfählen 12 eingerammt werden, vorzugsweise
werden genau vier Pfähle 12 eingerammt. Die Pfähle 12 werden soweit in den Meeresboden
9 eingerammt, dass das obere Ende mindestens auf Höhe der Rammschablone11, vorzugsweise
höher als die Rammschablone 11 angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist das obere Ende
des Pfahles 12 in einer Ebene mit der Oberseite der Rammschablone 11, nachdem er in
den Meeresboden 9 eingerammt ist.
[0030] Die Pfähle 12 stehen, nachdem sie eingerammt sind, gemäß Fig. 5 alle parallel zueinander
und lotrecht. Anschließend wird das Plattformoberteil 4 auf Lokation verbracht. Dazu
wird vorab die Grillage 3 oder Ähnliches auf dem Ponton 2 angeordnet. Bei der Grillage
3 handelt es sich um ein Gerüst. Auf der Grillage 3 wird waagerecht das Plattformoberteil
4 aufgesetzt. Der Ponton 2 ist auch mit dem Plattformoberteil 4 zusammen schwimmfähig
und wird zusammen mit dem Plattformoberteil 4 auf Lokation gezogen. Dieser Vorgang
ist in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt.
[0031] Der Ponton 2 ist derart dimensioniert, dass er gemäß Fig. 6 zwischen den Pfählen
12 hindurchpasst, und das Plattformoberteil 4 ist so auf der Grillage 3 und auf dem
Ponton 2 angeordnet, dass es beim Durchfahren des Pontons 2 eine Position relativ
zu den Pfählen 12 aufweist, so dass durch das einfache Absenken des Plattformoberteils
4 die Aufnahmen 16 an der Unterseite des Plattformoberteils 4 direkt auf den oberen
Enden der Pfähle 12 aufsetzen.
[0032] Das Absenken des Pontons 2 kann durch Fluten von Wassertanks erfolgen. Das Fluten
ist durch die zwei Pfeile in Fig. 6 dargestellt.
[0033] Fig. 7 zeigt die fertig installierte Umspannplattform 6. Die Umspannplattform 6 weist
relativ dünne Pfähle 12 auf, die keine Gitterstruktur aufweisen, so dass der gesamte
Gründungskörper nur einen sehr geringen Versperrungsgrad für den Wellenschlag aufweist.
Aufgrund des geringen Versperrungsgrades können die Pfähle 12 mit einem geringen Durchmesser
ausgelegt werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Rammgerät
- 2
- Ponton
- 3
- Grillage
- 4
- Plattformoberteil
- 6
- Umspannplattform
- 7
- Stützbeine
- 8
- Plattform
- 9
- Meeresboden
- 11
- Rammschablonen
- 12
- Pfahl
- 13
- Kran
- 14
- Hammer
- 16
- Aufnahmen
1. Verfahren zur Gründung einer Umspannplattform mit wenigstens vier Pfählen (12), indem
genau ein Rammgerät (1) auf Lokation verbracht wird,
das Rammgerät (1) auf dem Meeresboden (9) mittels ausfahrbarer Stützbeine (7) abgestützt
wird,
auf oder an dem Rammgerät (1) Rammschablonen (11) angebracht werden,
die Pfähle (12) durch die ihnen zugeordneten Rammschablonen (11) gesteckt werden,
die Pfähle (12) nacheinander in den Meeresboden (9) gerammt werden,
obere Enden der in den Meeresboden (9) gerammten Pfähle (12) auf Höhe oder oberhalb
der zugeordneten Rammschablone (11) angeordnet werden,
die Stützbeine (7) des Rammgerätes (1) eingezogen werden und
das Rammgerät (1) von der Lokation weg verbracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pfähle (12) soweit in den Meeresboden (9) gerammt werden, bis die oberen Enden
der Pfähle (12) bis auf Höhe der Rammschablone (11) zuzüglich + 3 m, vorzugsweise
zuzüglich 1 m, vorzugsweise zuzüglich + 0,5 m in den Meeresboden (9) gerammt werden,
vorzugsweise exakt auf Höhe der Rammschablone (11) in den Meeresboden (9) gerammt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Plattformoberteil (4) auf einem Ponton (2) angeordnet wird und auf Lokation verbracht
wird und auf Lokation auf die oberen Enden der Pfähle (12) aufgesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Plattformoberteil (4) auf einer Grilllage (3) auf dem Ponton (2) angeordnet ist
und eine Unterseite des Plattformoberteils (4) beim Verbringen auf Lokation eine Höhe
über der Meeresoberfläche aufweist, die höher als alle oberen Enden der Pfähle (12)
über die Meeresoberfläche herausragt, und der Ponton (2), nachdem das Plattformoberteil
(4) über die Pfähle (12) verfahren ist, abgesenkt wird, bis er auf den oberen Enden
der Pfähle (12) aufsetzt.
5. Umspannplattform, insbesondere durch eines der vorgenannten Verfahren installiert,
mit wenigstens vier Pfählen (12), die parallel zueinander in einen Meeresboden (9)
gerammt sind, wobei die einzige konstruktive Verbindung zwischen den Pfählen (12)
ein Plattformoberteil (4) ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Plattformoberteil (4) auf oberen Enden der Pfähle (12) aufgesetzt ist.
6. Gründungsset für eine Umspannplattform
mit einem Rammgerät (1), das mittels ausfahrbarer Stützbeine (7) auf Lokation auf
einem Meeresboden (9) abstützbar ist,
und das Rammgerät (1) weist Rammschablonen (11) auf, durch die Pfähle (12) der Umspannplattform
(6) steckbar sind, und
das Rammgerät (1) weist einen Hammer (14) zum Rammen aller Pfähle (12) auf, mit einem
anhebbaren und absenkbaren Ponton (2), der mit einer Grillage (3) versehen ist, auf
der ein Plattformoberteil (4) angeordnet ist, wobei eine Höhe der Grillage (3) bei
angehobenem Ponton (2) höher ist als alle oberen Enden der in den Meeresboden (9)
gerammten Pfähle (12).
7. Gründungsset nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass am Rammgerät (1) genauso viele der Rammschablonen (11) vorgesehen sind wie Pfähle
(12) für die Gründung der Umspannplattform (6) notwendig sind.