[0001] Die Erfindung betrifft ein Isolierglaselement für eine Glasfassade, sowie eine Glasfassade
mit einer Vielzahl von Isolierglaselementen.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind sowohl Isolierglaselemente als auch Glasfassaden grundsätzlich
bekannt. Bekannte Isolierglaselemente weisen beispielsweise eine Stufenverglasung
auf, wobei die äußerste Glasscheibe der Stufenverglasung mit einem Rahmen der Glasfassade
bisher lediglich verklebt ist. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko dar, da sich Verklebungen,
insbesondere aufgrund der starken thermischen Belastungen durch Sonneneinstrahlung,
Temperaturänderungen etc., mit der Zeit lösen können und die Glasscheiben somit absturzgefährdet
sind.
[0003] Weiterhin besteht bei den bekannten Isolierglaselementen das Problem, dass sich die
Luft zwischen dem Rahmenfalz und der Verglasung bei Sonneneinstrahlung etc. stark
erwärmt und dabei ausdehnt, wodurch eine zusätzliche Belastung auf das Isolierglaselement
wirkt. Aufgrund der Gummidichtungen an den Glasscheiben ist bisher ein Druckausgleich
nicht möglich.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Isolierglaselement sowie eine
Glasfassade bereitzustellen und die voranstehend genannten Probleme im Stand der Technik
zu beheben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche.
[0006] Der Erfinder hat erkannt, dass bei einem mit Stufenverglasung ausgeführten Isolierglaselement
die äußere Glasscheibe zusätzlich mechanisch mit dem Rahmen verbunden und somit gegen
Absturz gesichert werden kann. Hierzu ist eine Adapterprofilleiste vorgesehen, welche
zwischen der äußeren Glasscheibe und dem Rahmen angeordnet und an dem Rahmen befestigt
wird. In die Seitenkanten der äußeren Glasscheibe und der Adapterprofilleiste kann
dann jeweils eine Nut eingebracht werden, in die die Sicherungsklammern eingreifen
können. Die Adapterprofilleiste ist mit dem Rahmen ebenfalls mechanisch verbunden,
zum Beispiel verschraubt. Beispielsweise können an zwei gegenüberliegenden Seitenkanten
jeweils zwei Sicherungsklammern angebracht werden. Die äußere Glasscheibe ist somit
zum einen mechanisch mittels der Sicherungsklammer und zum anderen mittels Verklebung
an der Adapterprofilleiste am Rahmen befestigt.
[0007] Weiterhin können in die Adapterprofilleiste durchgehende rinnenförmige Vertiefungen
eingebracht werden, welche eine Luftzirkulation aus dem Falzraum beziehungsweise Hohlraum
des Alurahmens nach außen und umgekehrt ermöglichen. So kann die erwärmte Luft entweichen
und kältere Umgebungsluft kann in den Falzraum gelangen, um diesen zu belüften.
[0008] Demgemäß schlägt der Erfinder ein Isolierglaselement für eine Glasfassade vor, zumindest
aufweisend: eine Stufenverglasung mit mindestens zwei Glasscheiben, mindestens eine
zumindest teilweise um das Isolierglaselement umlaufend ausgebildete Adapterprofilleiste,
welche zwischen einer äußeren Glasscheibe der Stufenverglasung und einem Rahmen der
Glasfassade angeordnet ist, und mindestens eine Sicherungsklammer, wobei die äußere
Glasscheibe und die mindestens eine Adapterprofilleiste jeweils mindestens eine Nut
in den Seitenkanten aufweisen, in die die mindestens eine Sicherungsklammer eingreift.
[0009] Das erfindungsgemäße Isolierglaselement umfasst eine Stufenverglasung mit mindestens
zwei Glasscheiben. In einer Ausführungsform weist die Stufenverglasung zwei Glasscheiben
auf. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Stufenverglasung drei Glasscheiben
auf. Im Folgenden wird die Erfindung mit der bevorzugten Ausführungsform mit drei
Glasscheiben, also einer Dreifach-Stufenverglasung, beschrieben.
[0010] Die Dreifach-Stufenverglasung umfasst eine äußere, eine mittlere und eine innere
Glasscheibe. Die Außenscheibe ist bevorzugt als Floatglas, auch Flachglas genannt,
gemäß einer der nachfolgend genannten Ausführungsformen ausgebildet: Einscheiben-Sicherheitsglas
(ESG), Verbund-Sicherheitsglas (VSG), Floatglas, teilvorgespanntes Glas (TVG) oder
ESG-H-Glas. Das Verbund-Sicherheitsglas, das teilvorgespannte Glas und das ESG-H-Glas
können beispielsweise jeweils aus zwei einzelnen Glasscheiben aus Floatglas gebildet
werden. Weiterhin ist es auch möglich, jeweils eine einzelne Scheibe aus Floatglas
als äußere Scheibe beliebig mit einer weiteren Scheibe aus Verbund-Sicherheitsglas,
teilvorgespanntem Glas oder ESG-H-Glas zu kombinieren. Eine Außenscheibe aus Floatglas
eignet sich besonders, um eine möglichst verzerrungsfreie, plane Außenansicht zu gewährleisten.
Die Innenscheibe und die mittlere Glasscheibe sind beispielsweise als Flachglas in
einer der nachfolgend genannten Scheibenarten ausgebildet: Einscheiben-Sicherheitsglas
(ESG), teilvorgespanntes Glas (TVG), ESG-H-Glas oder Verbund-Sicherheitsglas. Die
Glasscheiben können entweder gleich beabstandet oder unterschiedlich beabstandet ausgeführt
werden.
[0011] Weiterhin umfasst das erfindungsgemäße Isolierglaselement mindestens eine Adapterprofilleiste.
Die Adapterprofilleiste ist zumindest teilweise um das Isolierglaselement umlaufend
ausgebildet und ist zwischen der äußeren Glasscheibe der Stufenverglasung und dem
Rahmen der Glasfassade angeordnet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die
mindestens eine Adapterprofilleiste vollständig um das Isolierglaselement umlaufend
ausgebildet, sodass letztlich nur eine Adapterprofilleiste vorliegt. Entsprechend
bevorzugt ist die Adapterprofilleiste einstückig oder aus mehreren miteinander verbundenen
Einzelteilen ausgebildet, beispielswiese zusammengeschweißten Einzelteilen. Dabei
entspricht die äußere Form der Adapterprofilleiste bevorzugt der Form der Verglasung,
nämlich bevorzugt rechteckig, wobei darauf hingewiesen wird, dass selbstverständlich
auch jede beliebige andere Form von Verglasung und Adapterprofilleiste möglich sind.
Die Adapterprofilleiste bildet dabei eine Art flachen Rahmen, welcher außen an der
Verglasung im Bereich der Seitenkanten angeordnet ist.
[0012] Als Material für die Adapterprofilleiste eignet sich ein Aluminium, vorzugsweise
eloxiertes Aluminium, mit einer bevorzugten Materialstärke von ca. 5 mm. Die Breite
der Adapterprofilleiste kann zwischen 30 mm und 50 mm liegen, beträgt jedoch vorzugsweise
40 mm.
[0013] Die Adapterprofilleiste ist in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen der äußeren
Glasscheibe und dem Rahmen der Glasfassade angeordnet. Auf der einen Seite ist die
Adapterprofilleiste an dem Rahmen befestigt, vorzugsweise verschraubt. Auf der anderen
Seite ist die Adapterprofilleiste mit der äußeren Glasscheibe verklebt. Die Verklebung
ist in einer bevorzugten Ausführungsform vollständig umlaufend ausgeführt. Hierfür
eignen sich beispielsweise eine flächige Verklebung und/oder ein Klebeband. Bevorzugt
wird sowohl eine flächige Verklebung als auch ein Klebeband eingesetzt. Die Verwendung
eines Klebebandes hat den Vorteil, dass je nach Dicke des Klebebandes die äußere Glasscheibe
von der Adapterprofilleiste beabstandet werden kann.
[0014] Bei einer Beabstandung der äußeren Glasscheibe von der Adapterprofilleiste kann weiterhin
zwischen der Adapterprofilleiste und der äußeren Glasscheibe zumindest teilweise ein
Füllstoff eingebracht sein. Bevorzugt wird der Füllstoff vollständig umlaufend zwischen
der Adapterprofilleiste und der äußeren Glasscheibe eingebracht. Der Füllstoff kann
zusätzlich zu der Verklebung oder dem Klebeband eingesetzt werden, beispielsweise
um mögliche Lücken aufzufüllen. Als Füllstoff eignet sich zum Beispiel ein Silikon.
Weiterhin kann der Füllstoff auch als zusätzlicher Abstandshalter ausgebildet sein,
beispielsweise aus Kunststoff.
[0015] Eine vorteilhafte Ausführungsform des Isolierglaselementes sieht vor, dass mindestens
eine Sicherungsklammer pro Seitenkante vorgesehen ist. Bevorzugt sind die Sicherungsklammern
an den vertikalen Seitenkanten des Isolierglaselementes angeordnet, mit anderen Worten
also auf der linken und rechten Seite des Isolierglaselementes. Dabei können die Sicherungsklammern
entweder versetzt oder direkt gegenüberliegend positioniert sein. Um eine gleichmäßige
und spannungsfreie Druckverteilung auf das Isolierglaselement, insbesondere auf die
Glasscheiben, zu realisieren, sind die Sicherungsklammern bevorzugt jeweils paarweise
gegenüberliegend angeordnet.
[0016] Die Sicherungsklammern sind vorteilhafterweise einteilig ausgebildet, um mögliche
Sollbruchstellen zu vermeiden und deren Stabilität zu gewährleisten. Als Material
für die Sicherungsklammern eignet sich beispielsweise Aluminium, vorzugsweise eloxiertes
Aluminium.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Sicherungsklammern U-förmig ausgebildet.
Dabei greifen die U-Schenkel jeweils in die Nuten in der äußeren Glasscheibe und in
der mindestens einen Adapterprofilleiste ein. Vorteilhafterweise sind die U-Schenkel
in den Nuten verklebt, beispielsweise mittels eines Silikon-Klebers, welcher in die
Nuten eingebracht ist.
[0018] Um den Eingriff der Sicherungsklammern zu ermöglichen, weisen die Seitenkanten der
äußeren Glasscheibe und der mindestens einen Adapterprofilleiste bevorzugt jeweils
genau eine Nut auf. In einer Ausführungsform sind diese Nuten durchgehend ausgebildet.
In einer anderen Ausführungsform sind die Nuten zumindest teilweise unterbrochen ausgebildet.
Beispielsweise sind die Nuten lediglich an den Stellen ausgebildet, an denen die Sicherungsklammern
angebracht werden. Alternative Ausführungsformen, beispielsweise mit einer durchgehenden
Nut in den Seitenkanten der Glasscheiben und einer unterbrochenen Nut in der Adapterprofilleiste,
sind ebenfalls möglich.
[0019] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Isolierglaselementes sieht vor,
dass die mindestens eine Adapterprofilleiste mindestens eine rinnenförmige, durchgehende
Vertiefung aufweist. Unter einer durchgehenden Vertiefung wird im Sinne dieser Erfindung
verstanden, dass die Vertiefung sich von der Innenseite des Falzraumes bis zur Außenseite
erstreckt und somit eine Art (Ent-/Be-)Lüftungsschlitz für den Falzraum zwischen dem
Rahmen und dem Isolierglaselement bildet. Die rinnen- beziehungsweise rillenförmigen
Vertiefungen können beispielsweise mit einer Tiefe von 2 bis 4 mm und einer Breite
von 5 bis 15 mm in das Material gefräst werden.
[0020] Vorteilhafterweise ist an den vertikalen Seiten des Isolierglaselementes jeweils
mindestens eine Vertiefung ausgebildet. Dabei sind die Vertiefungen und die Sicherungsklammern
bevorzugt zumindest teilweise versetzt angeordnet.
[0021] Weiterhin bevorzugt sind die Vertiefungen schräg verlaufend ausgebildet, beispielsweise
mit einem Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise 45°. Dabei können die Vertiefungen
entweder von innen nach außen ansteigend oder abfallend ausgebildet sein. Eine bevorzugte
Ausführungsform sieht vor, dass die Vertiefungen abfallend ausgebildet sind. In einer
alternativen Ausführungsform ist auf beiden vertikalen Seitenkanten des Isolierglaselementes
beziehungsweise der Adapterprofilleiste jeweils eine Vertiefung ansteigend und eine
weitere Vertiefung abfallend ausgebildet. Dabei ist vorteilhafterweise die obere Vertiefung
ansteigend und die untere Vertiefung abfallend ausgebildet. Somit kann ein Druckausgleich
zusammen mit einer Luftzirkulation in dem Rahmenfalz stattfinden. Die erwärmte Luft
strömt nach oben durch die ansteigenden Vertiefungsrinnen nach außen und von unten
wird kältere Luft sozusagen durch die anfallenden Vertiefungen nach innen gesaugt.
Es ist jedoch zu beachten, dass ansteigende Vertiefungen den Nachteil haben, dass
so beispielsweise Regenwasser in den Falzraum gelangen kann. Insgesamt können so die
Belastungen auf das Isolierglaselement beziehungsweise auf die Glasfassade stark reduziert
werden.
[0022] Die Erfindung betrifft noch eine Glasfassade, zumindest aufweisend einen Rahmen und
eine Vielzahl von Isolierglaselementen, wobei mindestens eines der Isolierglaselemente
wie voranstehend beschrieben, erfindungsgemäß ausgebildet ist.
[0023] Bei der Glasfassade handelt es sich bevorzugt um eine Schrägverglasung mit Dachklappfenstern.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben, wobei nur die
zum Verständnis der Erfindung notwendigen Merkmale dargestellt sind und beschrieben
werden.
[0025] Es zeigen im Einzelnen:
- FIG 1:
- einen Querschnitt durch ein Isolierglaselement mit einer Stufenverglasung und einem
Rahmen,
- FIG 2:
- ein Detail A des Isolierglaselementes der Figur 1,
- FIG 3:
- eine Draufsicht auf eine Adapterprofilleiste eines Isolierglaselementes gemäß der
Figur 1.
[0026] Die
Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Isolierglaselement 1 mit einer Stufenverglasung
2 und einem Teil eines Rahmens 10 einer Glasfassade. Die Stufenverglasung 2 umfasst
eine äußere, eine mittlere und eine innere Glasscheibe 2a, 2m, 2i, wobei die innere
Glasscheibe 2i als Verbund-Sicherheitsglas mit zwei einzelnen Verbundscheiben ausgebildet
ist. Zur Realisierung der Stufenverglasung sind die mittlere und die innere Glasscheibe
2m, 2i flächenmäßig kleiner ausgebildet als die äußere Glasscheibe 2a, sodass zwischen
mittlerer und innerer Glasscheibe 2m, 2i und äußerer Glasscheibe 2a eine Stufe entsteht.
Die Glasscheiben 2a, 2m, 2i sind in der hier gezeigten Ausführungsform gleich beabstandet.
An den Randbereichen der Scheiben sind hierzu Abstandshalter, beispielsweise aus einem
Metall oder Kunststoff, angeordnet.
[0027] Sowohl die äußere als auch die innere Glasscheibe 2a, 2i sind mit dem Rahmen 10 verbunden.
Im Folgenden wird jedoch lediglich auf die Befestigung der äußeren Glasscheibe 2a
am Rahmen 10 eingegangen, da sich die Beschreibung der Figuren auf die erfindungswesentlichen
Merkmale beschränkt.
[0028] Zwischen der äußeren Glasscheibe 2a und dem Rahmen 10 ist eine Adapterprofilleiste
4 angeordnet. Die Adapterprofilleiste 4 verläuft in der hier gezeigten Ausführungsform
rechteckig um die gesamten Seitenkanten des Isolierglaselementes 1 herum, siehe auch
Figur 3. In der hier gezeigten Ausführungsform ist die Adapterprofilleiste 4 aus mehreren
miteinander verschweißten Einzelteilen ausgebildet. Zur sicheren Befestigung am Rahmen
10 ist die Adapterprofilleiste 4 an mehreren Stellen mit dem Rahmen 10 verschraubt,
siehe Verschraubungen 6, auch in Figur 3.
[0029] Die äußere Glasscheibe 2a ist sowohl mittels einer Verklebung 7 mit dem Rahmen 10
verbunden als auch mechanisch am Rahmen 10 gesichert. Zum Verkleben dient in der hier
gezeigten Ausführungsform ein Silikonkleber. Zum einen ist die äußere Glasscheibe
2a mit der Adapterprofilleiste 4 verklebt, in dieser Ausführungsform mittels eines
Klebebandes 8. Das Klebeband 8 dient gleichzeitig dazu, einen gleichmäßigen Abstand
zwischen der äußeren Glasscheibe 2a und der Adapterprofilleiste 4 zu gewährleisten.
Zum anderen ist die äußere Glasscheibe 2a erfindungsgemäß mittels Sicherungsklammern
3 an der Adapterprofilleiste 4 mechanisch gesichert. Hierzu weist die äußere Glasscheibe
2a und die Adapterprofilleiste 4 an ihren - in einem an einer Glasfassade befestigten
Zustand - vertikalen, gegenüberliegenden Seitenkanten jeweils eine Nut 5 auf. In der
hier gezeigten Ausführungsform sind die Nuten 5 jeweils an den Seitenkanten durchgehend
ausgebildet.
[0030] Wie im vergrößerten Detail A in der
Figur 2 zu erkennen ist, ist die Sicherungsklammer 3 annähernd U-förmig ausgebildet. Die
U-Schenkel der Sicherungsklammer 3 greifen jeweils in die Nuten 5 ein und stellen
so die mechanische Verbindung von der Außenscheibe 2a zum Rahmen 10 beziehungsweise
zur Adapterprofilleiste 4 her. In den Nuten ist zusätzlich ein Kleber eingebracht,
um einen sicheren Halt der U-Schenkel zu gewährleisten.
[0031] Die
Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf eine Adapterprofilleiste 4 eines Isolierglaselementes gemäß
der Figur 1. Die Adapterprofilleiste 4 ist rechteckig entsprechend der Form des Isolierglaselementes
ausgebildet. An allen Seitenkanten sind jeweils paarweise, mehrere Schraubenlöcher
für Verschraubungen eingebracht, um die Adapterprofilleiste 4 mit dem Rahmen zu verschrauben.
Weiterhin weist die Adapterprofilleiste 4 an ihren vertikal gegenüberliegenden Seitenkanten
jeweils zwei rinnenförmige, schräge Vertiefungen 9 auf. Die Vertiefungen 9 reichen
jeweils vom Innen- bis zum Außenraum des Falzraumes, sind also durchgehend in der
Adapterprofilleiste 4 ausgebildet. Die Vertiefungen 9 sind - von innen nach außen
betrachtet - abfallend ausgebildet, um zu vermeiden, dass Wasser in den Falzraum gelangen
kann. Durch die Vertiefungen werden ein Druckausgleich und eine Luftzirkulation zwischen
dem Falzraum und der Umgebung ermöglicht.
[0032] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Insbesondere beschränkt sich die
Erfindung nicht auf die nachfolgend angegebenen Merkmalskombinationen, sondern es
können auch für den Fachmann offensichtlich ausführbare andere Kombinationen und Teilkombinationen
aus den offenbarten Merkmalen gebildet werden.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Isolierglaselement
- 2
- Stufenverglasung
- 2a
- äußere Glasscheibe
- 2i
- innere Glasscheibe
- 2m
- mittlere (Doppel-)Glasscheibe
- 3
- Sicherungsklammer
- 4
- Adapterprofilleiste
- 5
- Nuten
- 6
- Verschraubung
- 7
- Verklebung
- 8
- Klebeband
- 9
- Vertiefung
- 10
- Rahmen
1. Isolierglaselement (1) für eine Glasfassade, zumindest aufweisend:
1.1. eine Stufenverglasung (2) mit mindestens zwei Glasscheiben (2a, 2i),
1.2. mindestens eine zumindest teilweise um das Isolierglaselement (1) umlaufend ausgebildete
Adapterprofilleiste (4), welche zwischen einer äußeren Glasscheibe (2a) der Stufenverglasung
(2) und einem Rahmen (10) der Glasfassade angeordnet ist, und
1.3. mindestens eine Sicherungsklammer (3),
1.4. wobei die äußere Glasscheibe (2a) und die mindestens eine Adapterprofilleiste
(4) jeweils mindestens eine Nut (5) in den Seitenkanten aufweisen, in die die mindestens
eine Sicherungsklammer (3) eingreift.
2. Isolierglaselement (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenverglasung (2) drei Glasscheiben (2a, 2m, 2i) aufweist.
3. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Adapterprofilleiste (4) vollständig um das Isolierglaselement
umlaufend ausgebildet ist.
4. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Adapterprofilleiste (4) mit dem Rahmen (10) verbunden, vorzugsweise
verschraubt, ist.
5. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Adapterprofilleiste (4) mit der äußeren Glasscheibe (2a) verklebt
ist.
6. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der mindestens einen Adapterprofilleiste (4) und der äußeren Glasscheibe
(2a) zumindest teilweise ein Füllstoff eingebracht ist.
7. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Sicherungsklammer (3) pro Seitenkante vorgesehen ist.
8. Isolierglaselement (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsklammern (3) an den vertikalen Seitenkanten des Isolierglaselementes
(1) angeordnet sind.
9. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsklammern (3) U-förmig ausgebildet sind, wobei die U-Schenkel jeweils
in die Nuten (5) in der äußeren Glasscheibe (2a) und in der mindestens einen Adapterprofilleiste
(4) eingreifen.
10. Isolierglaselement (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die U-Schenkel der Sicherungsklammern (3) jeweils in die Nuten (5) verklebt sind.
11. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten der äußeren Glasscheibe (2a) und der mindestens einen Adapterprofilleiste
(4) jeweils genau eine Nut (5) aufweisen.
12. Isolierglaselement gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (5) durchgehend ausgebildet ist.
13. Isolierglaselement gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (5) zumindest teilweise unterbrochen ausgebildet ist.
14. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Adapterprofilleiste (4) mindestens eine rinnenförmige, durchgehende
Vertiefung (9) aufweist.
15. Isolierglaselement (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an den vertikalen Seiten des Isolierglaselementes (1) jeweils mindestens eine Vertiefung
(9) ausgebildet ist.
16. Isolierglaselement (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (9) schräg verlaufend ausgebildet sind.
17. Glasfassade, zumindest aufweisend einen Rahmen und eine Vielzahl von Isolierglaselementen,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Isolierglaselemente (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche
1 bis 15 ausgebildet ist.