[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung, insbesondere zur Montage
eines Dämmstoffdübels sowie ein entsprechendes Verfahren.
[0002] Zur Montage von Dübeln, insbesondere in einem Dämmstoff werden häufig Montagewerkzeuge
mit einem Übertragungselement und einer Anschlagscheibe verwendet. Ein Beispiel für
ein derartiges Montagewerkzeug ist in
EP 2 191 938 beschrieben. Montagewerkzeuge helfen dabei, den Dübel in einer vorbestimmten Position
relativ zur Oberfläche, insbesondere des Dämmstoffs zu setzen. Mit dem Übertragungselement
wird eine Bewegung des Montagewerkzeugs beispielsweise auf ein Spreizelement übertragen,
mit dem ein Dübel in einem Untergrund befestigt wird. Die Anschlagscheibe ist derart
ausgestaltet und an dem Montagewerkzeug angeordnet, dass sie während der Montage auf
der Oberfläche des Untergrunds aufsetzt und somit verhindert, dass die Montagevorrichtung
und somit beispielsweise auch das Spreizelement weiter in den Untergrund bewegt werden
kann.
[0003] Damit die Anschlagscheibe auch bei weicheren Oberflächen, beispielsweise aus Dämmstoff
ohne Verformung der Oberfläche angeordnet werden kann, haben die Anschlagscheiben
meistens einem im Vergleich zum Kopf des Spreizelements sehr großen Durchmesser. Dies
führt aber dazu, dass der Monteur bei der Anordnung des Montagewerkzeugs an dem Spreizelement
den Spreizelementkopf häufig nicht sehen kann, was das Anordnen des Montagewerkzeugs
an dem Spreizelementkopf wesentlich erschwert.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Montagevorrichtung bereitzustellen,
mit der das Anordnen der Montagevorrichtung an einem Befestigungselement wesentlich
vereinfacht werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Montagevorrichtung nach Anspruch 1 sowie das Montageverfahren
nach Anspruch 7 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung kann für die Montage der unterschiedlichsten
Befestigungsmittel verwendet werden. Im Folgenden wird ihre Funktion beispielhaft
anhand der Montage eines Dämmstoffdübels beschrieben. Der Fachmann weiß aber, dass
sich die Vorteile der Erfindung auch bei der Montage von anderen Befestigungsmitteln
ergeben.
[0007] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung weist einen Antriebsstrang, ein Übertragungselement
und eine Anschlagscheibe auf. Der Antriebsstrang ist ein Element, das insbesondere
mit einer Antriebseinrichtung, beispielsweise einem Akkuschrauber verbunden werden
kann. Die Antriebseinrichtung treibt den Antriebsstrang an. Dies führt in vielen Fällen
dazu, dass sich der Antriebsstrang dreht. Wenn der Antriebsstrang aber beispielsweise
mit einem Bohrhammer verbunden wird, führt dies zu einer Vorwärtsbewegung des Antriebsstrangs.
[0008] Damit die Bewegung des Antriebsstrangs auf das Befestigungselement übertragen werden
kann, weist die erfindungsgemäße Montagevorrichtung ein Übertragungselement auf. Das
Übertragungselement kann einstückig mit dem Antriebsstrang ausgebildet sein oder mit
dem Antriebsstrang derart direkt oder indirekt verbunden sein, dass die Bewegung des
Antriebsstrangs zumindest teilweise auf das Übertragungselement übertragen wird.
[0009] Das Übertragungselement ist ausgestaltet, um seine Bewegung auf ein an dem Übertragungselement
angeordnetes Befestigungselement, insbesondere eines Dämmstoffdübels zu übertragen.
Hierfür kann das Übertragungselement beispielsweise an einem Ende mindestens ein Mittel
aufweisen, das mit mindestens einem entsprechenden Gegenmittel an dem Befestigungselement
zusammenwirken kann. Bei dem Mittel oder Gegenmittel kann es sich beispielsweise um
einen oder mehrere Vorsprünge oder um eine oder mehrere Ausnehmungen handeln. Diese
können beispielsweise als Schlitz, Kreuzschlitz, Sechskant oder Torx ausgestaltet
sein. Dem Fachmann sind aber auch noch weitere Schraubenkopfantriebe bekannt, die
im Rahmen der vorliegenden Erfindung realisiert werden können. Darüber hinaus kann
das Übertragungselement auch ausgestaltet sein, um andere Bewegungen als Schraubbeziehungsweise
Drehbewegungen - alternativ oder zusätzlich - auf das Befestigungselement zu übertragen.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann das
[0010] Übertragungselement auch durch einen Bithalter realisiert werden, in dem ein für
das gerade verwendete Befestigungselement geeigneter Bit angeordnet werden kann.
[0011] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfasst der Kopf eines Befestigungselements
der Bereich des Befestigungselements, der mit dem Übertragungsmittel zusammenwirkt.
Erfahrungsgemäß hat der Kopf eines Befestigungselements einen größeren Querschnitt
als der restliche Bereich des Befestigungselements. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
muss das nicht notwendigerweise der Fall sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung hat der Kopf aber eine größere Querschnittsfläche als der restliche
Bereich des Befestigungselements. Der Kopf hat eine obere Oberfläche, die zu dem Übertragungselement
zeigt. Wenn das Mittel und das Gegenmittel beispielsweise als Schlitz oder Kreuzschlitz
ausgestaltet sind, befindet sich in der oberen Oberfläche eine Ausnehmung. Darüber
hinaus hat der Kopf eine äußere Oberfläche. Dies ist die Fläche, die bei einer Außensechskantverbindung
(im Gegensatz zu einem Befestigungselement mit einem Innensechskant, wie einem Inbus)
als Sechskant ausgestaltet ist. Diese äußere Oberfläche kann auch als Umfangsfläche
des Kopfs des Befestigungselements bezeichnet werden.
[0012] Die Anschlagscheibe ist vorzugsweise in einer bestimmten Position relativ zu dem
Ende des Übertragungselements angeordnet, an dem das Befestigungselement angeordnet
wird. Diese Position entspricht vorzugsweise dem gewünschten Abstand zwischen dem
Befestigungselement, insbesondere der oberen Oberfläche des Kopfs des Befestigungselements,
und der Oberfläche des Untergrunds, beispielsweise des Dämmstoffs nach der Montage.
Die Anschlagscheibe kann hierfür direkt oder indirekt beispielsweise an dem Antriebsstrang
oder dem Übertragungselement angeordnet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Anschlagscheibe verstellbar angeordnet, das heißt sie kann an unterschiedlichen
Positionen angeordnet werden, damit der gewünschte Abstand eingestellt werden kann.
Alternativ oder zusätzlich kann die Anschlagscheibe auch lösbar angeordnet sein.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Montagevorrichtung eine Führungshülse auf. In der Führungshülse
wird das Befestigungselement, insbesondere der Kopf des Befestigungselements aufgenommen.
Die erfindungsgemäße Führungshülse hilft dem Monteur das Befestigungselement zu dem
Übertragungselement zu führen oder umgekehrt. Damit kann die Montage von Befestigungselementen
wesentlich vereinfacht und auch beschleunigt werden.
[0014] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist eine Hülse ein Element, das derart ausgestaltet
und angeordnet ist, dass es den Kopf des Befestigungselements zu der Position führt,
in der er von dem Übertragungselement dann gehalten wird. Diese Hülse muss dafür nicht
notwendigerweise eine geschlossene Mantelfläche aufweisen. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung kann die Führungshülse auch durch mehrere Elemente, vorzugsweise mindestens
drei Elemente, gebildet werden, die das Befestigungselement und insbesondere den Kopf
des Befestigungselements führen. Die Führungshülse berührt und führt das Befestigungselement
und insbesondere den Kopf des Befestigungselements vorzugsweise von außen, das heißt
im Zusammenspiel mit der äußeren Oberfläche des Kopfs des Befestigungselements. Die
Führungshülse ist derart ausgestaltet, dass sie um das Übertragungselement herum angeordnet
ist.
[0015] Erfindungsgemäß umfasst der Kopf des Befestigungselements den Bereich der mit dem
Übertragungselement zusammenwirkt und den Bereich, der von der Führungshülse geführt
wird.
[0016] Darüber hinaus eilt die Führungshülse in einer bevorzugten Ausführungsform dem Übertragungselement
voraus, so dass ein Befestigungselement beziehungsweise der Kopf eines Befestigungselements
zuerst in einen Bereich der Hülse geführt wird, in dem sich das Übertragungselement
nicht befindet, bevor es an dem Übertragungselement angeordnet wird.
[0017] Erfindungsgemäß ist die Führungshülse beweglich und federnd an der restlichen Montagevorrichtung
angeordnet. Die Führungshülse kann beispielsweise an dem Übertragungselement, dem
Antriebsstrang oder der Anschlagscheibe direkt oder indirekt federnd angeordnet sein.
Durch die federnde Anordnung wird die Hülse in einer Position gehalten, kann aber
gegen die Federkraft von dieser Position weg bewegt werden. Die Hülse ist vorzugsweise
relativ zu dem Übertragungselement und/oder der Anschlagscheibe beweglich angeordnet.
[0018] Vorzugsweise ist die Führungshülse derart angeordnet, dass ein vorderes Ende der
Führungshülse in einer ersten Position gegenüber der Anschlagscheibe hervorsteht und
in einer zweiten Position mit der Anschlagscheibe im Wesentlichen planar ausgerichtet
ist. Erfindungsgemäß wird die Montagevorrichtung dann derart verwendet, dass vor der
Montage die Führungshülse von der Anschlagscheibe hervorsteht und somit das Anordnen
des Befestigungselements an dem Übertragungselement der Montagevorrichtung erleichtert.
Im Rahmen der Montage wird die Montagevorrichtung in Richtung der Oberfläche des Untergrunds
bewegt. Zuerst trifft die hervorstehende Führungshülse auf den Untergrund und wird
dadurch relativ zu der restlichen Montagevorrichtung nach hinten bewegt, bis die Führungshülse
gegenüber der Anschlagscheibe nicht mehr hervorsteht.
[0019] Die Anschlagscheibe verhindert, dass sich das Montagewerkzeug weiter in Richtung
Untergrund bewegt, sobald die Anschlagscheibe auf dem Untergrund aufliegt. Dies hat
aber keinen Einfluss auf die durch den Antriebsstrang verursachte Bewegung des Übertragungselements.
Die Bewegung des Übertragungselements wird so lange auf das Befestigungselement übertragen,
wie eine wirksame Verbindung zwischen dem Übertragungselement und dem Befestigungselement
besteht. Wenn beispielsweise eine Torx- oder Inbusverbindung zwischen Übertragungselement
und Befestigungselement besteht und der Antriebsstrang beispielsweise eine Drehbewegung
ausführt, wird diese Drehbewegung so lange auf das Befestigungselement übertragen,
so lange in diesem Beispiel der Torx oder der Inbus ausreichend weit in die entsprechende
Öffnung in dem Befestigungselement hineinreicht. Wenn also die Anschlagscheibe auf
dem Untergrund aufliegt, sorgt das Übertragungselement weiterhin dafür, dass das Befestigungselement
bewegt wird. Wenn beispielsweise das Befestigungselement eine Schraube ist und die
Bewegung eine Drehbewegung, verursacht das Übertragungselement, dass sich das Befestigungselement
weiterdreht und sich somit weiter in den Untergrund bewegt. Da sich die Montagevorrichtung
aber nicht mehr näher zum Untergrund bewegen kann, führt dies zu einer Relativbewegung
zwischen Montagevorrichtung und Befestigungselement, insbesondere zu einer Relativbewegung
zwischen dem oben erläuterten Mittel des Übertragungselements und dem Gegenmittel
an dem Befestigungselement. Durch diese Relativbewegung verringert sich die Fläche
an der Mittel und Gegenmittel zusammenwirken, bis keine wirksame Verbindung mehr besteht
und somit die Bewegung des Übertragungselements nicht mehr auf das Befestigungselement
übertragen wird.
[0020] Wie oben bereits erläutert, ist die Position der Anschlagscheibe an der Montagevorrichtung
einstellbar. Dadurch ist auch einstellbar, in welchem Abstand von der Oberfläche des
Untergrunds die Wirksamkeit der Verbindung zwischen Mittel und Gegenmittel aufhört.
Somit kann eingestellt werden, an welcher Position des Befestigungselements relativ
zur Oberfläche des Untergrunds der Montagevorgang enden soll. Diese Position kann
in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Untergrunds gewählt werden. Aber auch das
verwendete Mittel und Gegenmittel spielt dabei eine Rolle.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Führungshülse zumindest teilweise trichterförmig
ausgestaltet ist. So kann die Hülse oder können die Elemente, die die Hülse bilden,
in dem Bereich in dem das Befestigungselement an dem Übertragungselement gehalten
wird, einen kleineren Umfang bilden, als in einem davon beabstandeten Bereich. Wenn
das Befestigungselement an dem Übertragungselement angeordnet werden soll, kann es
zuerst mit Hilfe des Hülsenbereichs mit größerem Durchmesser in die Hülse geführt
werden und dann in der Hülse zu dem Übertragungselement geführt werden. Durch die
trichterförmige Ausgestaltung der Führungshülse wird es noch einfacher das Befestigungselement
schnell an dem Übertragungselement anzuordnen.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Anschlagscheibe einen
tellerförmigen Bereich und einen Schaft auf. Im Folgenden wird der tellerförmige Bereich
als Anschlagteller und der Schaft als Anschlagschaft bezeichnet. In dieser Ausführungsform
kann der Anschlagteller mit Hilfe des Anschlagschafts an dem Antriebsstrang befestigt
werden. Der Anschlagschaft kann derart ausgestaltet sein, dass die Führungshülse zumindest
teilweise in ihn hinein bewegt werden kann. Darüber hinaus kann sich die Feder einer
federnden Führungshülse zumindest teilweise an dem Anschlagschaft abstützen. Der Anschlagteller
muss nicht notwendigerweise eine durchgehende Tellerfläche aufweisen. Im Stand der
Technik sind bereits unterschiedliche Ausgestaltungen für die Teller von Anschlagscheiben
bekannt. Die Teller können beispielsweise Öffnungen aufweisen oder als ein umlaufender
Ring mit Speichen ausgestaltet sein.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren dient der Montage eines Dübels in einem Untergrund,
wobei das Verfahren im Folgenden anhand der Montage eines Dämmstoffdübels in einem
Dämmstoff erläutert wird. Für die Montage wird eine Montagevorrichtung verwendet.
Im Rahmen der Montage wird ein Befestigungselement des Dübels an einem Übertragungselement
der Montagevorrichtung angeordnet. Dabei führt eine Führungshülse der Montagevorrichtung
das Befestigungselement zu dem Übertragungselement. Der Fachmann versteht, dass es
hierbei lediglich darum geht die beiden Elemente zueinander hin zu bewegen. Dabei
ist es möglich, dass nur ein Element bewegt wird, also das Befestigungselement oder
das Übertragungselement. Es ist aber auch möglich, dass beide Elemente zueinander
bewegt werden. Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird von einem Antriebsstrang
der Montagevorrichtung eine Bewegung auf das Übertragungselement übertragen und dadurch
auch auf ein daran angeordnetes Befestigungselement, um den Dübel zu montieren. Diese
Bewegung wird zumindest so lange übertragen, bis die Anschlagscheibe der Montagevorrichtung
auf dem Untergrund liegt. Wie oben erläutert, wird die Bewegung auch nach dem Aufliegen
der Anschlagscheibe am Untergrund so lange weiter übertragen, wie die Verbindung zwischen
Übertragungselement und Befestigungselement wirksam ist.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den beigefügten Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Aus dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ergeben
sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstands der Erfindung. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung;
und
- Fig. 2
- die Montage mit Hilfe der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung in mehreren Schritten.
[0025] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 1. Die
Montagevorrichtung 1 weist einen Antriebsstrang 2, ein Übertragungselement 3, eine
Anschlagscheibe 4 und eine Führungshülse 5 auf. Der Antriebsstrang 2 ist ausgestaltet,
um mit einer Antriebseinheit, beispielsweise einem Akkuschrauber (nicht gezeigt) verbunden
zu werden. Das Übertragungselement 3 ist ausgestaltet, um eine Bewegung des Übertragungselements
3 auf ein Befestigungselement (hier nicht gezeigt) zu übertragen. Beispielsweise kann
das Befestigungselement am Kopf eine Ausnehmung in Form eines Kreuzschlitzes und das
Übertragungselement 3 einen entsprechenden Vorsprung aufweisen. Das Übertragungselement
3 ist derart mit dem Antriebsstrang 2 verbunden, dass eine Bewegung des Antriebsstrangs
2 zu einer entsprechenden Bewegung des Übertragungselements 3 führt. In der in Figur
1 gezeigten Ausführungsform ist dies dadurch realisiert, dass der Antriebsstrang 2
und das Übertragungselement 3 einstückig ausgestaltet sind. Dem Fachmann sind aber
auch andere Möglichkeiten bekannt, um die Bewegung von dem Antriebsstrang 2 auf das
Übertragungselement 3 zu übertragen.
[0026] Die Anschlagscheibe 4 ist ausgestaltet, um durch das Aufliegen auf einer Oberfläche
des Untergrunds die weitere Vorwärtsbewegung der Montagevorrichtung 1 zu begrenzen.
Insbesondere wenn die Montagevorrichtung 1 zur Montage von Dämmstoffdübeln verwendet
wird, besteht die Oberfläche, an der die Anschlagscheibe 4 am Ende der Montage aufliegt,
aus einem relativ weichen Material. Um Abdrücke in dem Material und Beschädigungen
zu vermeiden, ist der Durchmesser einer derartigen Anschlagscheibe 4 relativ groß,
insbesondere im Vergleich zu dem Kopf eines Befestigungselements. Dies führt aber
dazu, dass ein Monteur, der mit der Montagevorrichtung 1 beispielsweise ein bereits
teilweise in einen Untergrund eingebrachtes Befestigungselement montieren will, aufgrund
der Anschlagscheibe 4 das Übertragungselement 3 und den Kopf des Befestigungselements
nicht sehen kann, wenn er beide miteinander verbinden will.
[0027] Um dies zu vereinfachen, weist die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 1 eine Führungshülse
5 auf. Diese Führungshülse 5 führt das Befestigungselement und insbesondere den Kopf
des Befestigungselements zu dem Übertragungselement 3, so dass beide auf einfache
Weise miteinander verbunden werden können. Um das Ausrichten der Montagevorrichtung
1 gegenüber dem Befestigungselement zu vereinfachen, ist die Führungshülse 5 zumindest
teilweise trichterförmig ausgestaltet. Wie in Figur 1 gezeigt, ist der Innendurchmesser
der Führungshülse 5 am äußeren - hier unteren - Rand größer als in dem Bereich der
Führungshülse 5, in dem der Befestigungselementkopf während der Montage angeordnet
sein wird. Die Führungshülse 5 hilft aber nicht nur bei dem Anordnen der Montagevorrichtung
1 an dem Befestigungselement, sondern unterstützt auch das Halten des Befestigungselements
während der Montage.
[0028] Die in Figur 1 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
1 weist eine federnde Führungshülse 5 auf. In Figur 1 ist die Führungshülse 5 in einer
ersten Position zu sehen, in die sie von einer Feder 6 gedrückt wird. In dieser ersten
Position hilft die Führungshülse 5 bei dem Anordnen der Montagevorrichtung 1 an dem
Befestigungselement. Wenn das Befestigungselement an dem Übertragungselement 3 angeordnet
wird, sorgt bei der hier gezeigten Ausführungsform der Kopf des Befestigungselements
dafür, dass die Führungshülse 5 gegen die Federkraft etwas zurückbewegt wird, damit
das Mittel des Übertragungselements 3 bestmöglich in das Gegenmittel des Befestigungselements
eingreifen kann. Diese Position der Führungshülse 5 ist in Figur 2a rechts unten vergrößert
gezeigt. Wenn während der Montage die Montagevorrichtung 1 weiter in Richtung Untergrund
bewegt wird, berührt die Führungshülse 5 die Oberfläche des Untergrunds oder einen
Teller eines Dübels bevor die Anschlagscheibe 4 auf der Oberfläche aufliegt. Damit
die Führungshülse 5 dann bei der weiteren Montage nicht im Weg ist, führt ein weiteres
Vorwärtsbewegen der Montagevorrichtung 1 dazu, dass die Führungshülse 5 relativ zu
dem Übertragungselement 3 und zu der Anschlagscheibe 4 gegen die Federkraft weiter
nach hinten bewegt wird, bis die Führungshülse 5 gegenüber der Anschlagscheibe 4 nicht
mehr hervorsteht. Diese Position der Führungshülse 5 ist in Figur 2c rechts unten
vergrößert gezeigt.
[0029] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform wird die Anschlagscheibe 4 durch einen
Anschlagteller 4a und einen Anschlagschaft 4b realisiert. Der Anschlagteller 4a ist
ausgestaltet, um auf der Oberfläche des Untergrunds aufzuliegen und somit eine weitere
Vorwärtsbewegung der Montagevorrichtung 1 zu verhindern. Dieser Anschlagteller 4a
ist über den Anschlagschaft 4b mit dem Antriebsstrang 2 verbunden. Dabei hat der Anschlagschaft
4b zumindest teilweise einen Innendurchmesser, der größer ist als der Außendurchmesser
der Führungshülse 5, so dass die Führungshülse 5 zumindest teilweise in den Anschlagschaft
4b bewegt werden kann. In dieser Ausführungsform stützt sich die Feder 6 an dem Anschlagschaft
4b ab. Es ist aber auch grundsätzlich möglich, dass sich die Feder 6 an dem Antriebsstrang
2 abstützt.
[0030] Der Anschalgschaft 4b ist in der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform auch derart
ausgestaltet, dass er und somit auch der Anschlagteller 4a und die Führungshülse 5
relativ zu dem Antriebsstrang 2 bewegt werden können. Somit kann der Abstand am Ende
einer Montage zwischen dem Kopf eines Befestigungselements und der Oberfläche des
Untergrunds, in dem das Befestigungselement angeordnet wird, eingestellt werden.
[0031] Figur 2 veranschaulicht die erfindungsgemäße Montage am Beispiel der Montage eines
Dämmstoffhalters in einem Dämmstoff in mehreren Schritten.
[0032] In der ersten Ansicht (Figur 2a) befindet sich der Dübel 20 mit dem Befestigungselement
21 bereits in dem Untergrund 10 und das Übertragungselement 3 der Montagevorrichtung
1 ist an dem Befestigungselement 21 angeordnet. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
weist das Übertragungselement 3 ein Mittel in Form eines Außensechskants, das heißt
eines Inbus auf und das Befestigungsmittel 21 ein entsprechendes Gegenmittel in Form
einer Ausnehmung 22, die einen entsprechenden Innensechskant bildet. Das Befestigungselement
21 weist einen Kopf 23 mit einer äußeren Oberfläche 24 auf. Die Führungshülse 5 der
Montagevorrichtung 1 ist zumindest innen trichterförmig und ist derart ausgestaltet,
dass sie das Befestigungselement 21 an der äußeren Oberfläche 24 derart führt, dass
das Mittel des Übertragungselements 3, in dem vorliegenden Beispiel der Inbus, mit
dem Gegenmittel des Befestigungselements 21, in dem vorliegenden Beispiel die Ausnehmung
22, wirksam verbunden werden kann. Dabei dringt das Übertragungselement 3 weit in
die Ausnehmung 22 des Befestigungselements 21 ein. Die Eindringtiefe ist in der in
Figur 2a oben rechts dargestellten vergrößerten Ansicht mit der geschweiften Klammer
veranschaulicht.
[0033] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Befestigungselement 21 eine Schraube.
Das Befestigungselement 21 wird durch eine Drehbewegung des
[0034] Antriebsstrangs 2 und somit auch des Übertragungselements 3 gedreht und bewegt sich
in dem Dübel 20 weiter in den Untergrund 10 bis der Anschlagteller 4a auf dem Teller
des Dübels 20 aufliegt. Diese Position ist in der Figur 2b veranschaulicht. In der
vorliegenden Ausführungsform befindet sich der Inbus des Übertragungselements 3 in
dieser Montageposition noch vollständig in dem Innensechskant des Befestigungselements
21.
[0035] Durch das Weiterdrehen des Antriebsstrangs 2 wird das Befestigungselement 21 weiter
in den Untergrund 10 bewegt. Da sich die Montagevorrichtung 1 aber nicht weiter in
Richtung Untergrund 10 bewegt, führt dies zu einer Relativbewegung zwischen Übertragungselement
3 und Befestigungselement 21. Dementsprechend bewegt sich der Inbus des Übertragungselements
3 aus dem Innensechskant des Befestigungselement 21 heraus. Dies ist in Figur 2c veranschaulicht,
wobei in der in Figur 2c oben rechts dargestellten Ansicht mit der geschweiften Klammer
die nun verringerte Eindringtiefe dargestellt ist. Der Inbus ist aber noch immer soweit
in dem Innensechskant, dass beide wirksam miteinander verbunden sind.
[0036] Dadurch bewirkt eine Drehbewegung des Antriebsstrangs 2 der Montagevorrichtung 1
weiterhin mit Hilfe des Übertragungselements 3 eine Drehbewegung des Befestigungselements
21. Durch diese Drehbewegung wird das Befestigungselement 21 weiter in den Untergrund
10 bewegt. Da in dieser Ausführungsform der Kopf 23 des Befestigungselements 21 nun
an einem Anschlag des Tellers des Dübels 20 anliegt, bewirkt die Bewegung des Befestigungselements
21 in den Untergrund 10 auch dass der Teller des Dübels 20 in den Untergrund 10 bewegt
wird. Wenn der Anschlagteller 4a der Montagevorrichtung 1 aber auf der Oberfläche
11 des Untergrunds 10 aufliegt, kann sich das Montagewerkzeug 1 nicht weiter bewegen.
Somit bewegt sich das Befestigungselement 21 von dem Übertragungselement 3 weg und
deshalb in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel auch der Inbus des Übertragungselements
aus dem Innensechskant des Befestigungselements 21 soweit heraus, bis keine wirksame
Verbindung mehr besteht. Diese Position ist in Figur 2d gezeigt, wobei die geschweifte
Klammer bei der oben rechts dargestellten vergrößerten Ansicht die nun deutlich verringerte
Eindringtiefe darstellt.
1. Eine Montagevorrichtung (1), insbesondere zur Montage von Dämmstoffdübeln, aufweisend:
einen Antriebsstrang (2),
ein Übertragungselement (3) zur Übertragung einer Bewegung von dem Antriebsstrang
(2) auf ein Befestigungselement und
eine Anschlagscheibe (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Montagevorrichtung (1) eine Führungshülse (5) aufweist, zur Führung des Befestigungselements
bei dem Anordnen des Befestigungselements an dem Übertragungselement (3), wobei die
Führungshülse (5) federnd an der restlichen Montagevorrichtung (1) angeordnet ist.
2. Die Montagevorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, wobei ein vorderes Ende der Führungshülse
(5) in einer ersten Position gegenüber der Anschlagscheibe (4) hervorsteht und in
einer zweiten Position mit der Anschlagscheibe (4) ausgerichtet ist.
3. Die Montagevorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Führungshülse
(5) zumindest teilweise trichterförmig ausgestaltet ist.
4. Die Montagevorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Anschlagscheibe
(4) verschiebbar an dem Antriebsstrang (2) angeordnet ist.
5. Die Montagevorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der
Anschlagscheibe (4) einen Anschlagteller (4a) und einen Anschlagschaft (4b) aufweist
und wobei der Anschlagteller (4a) mit dem Anschlagschaft (4b) an dem Antriebsstrang
(2) befestigt ist.
6. Die Montagevorrichtung (1) gemäß Anspruch 5, wobei die Führungshülse (5) derart angeordnet
ist, dass sie in den Anschlagschaft (4b) bewegt werden kann.
7. Ein Verfahren zur Montage eines Dübels in einem Untergrund, insbesondere eines Dämmstoffdübels
in einem Dämmstoff mit Hilfe einer Montagevorrichtung (1), wobei das Verfahren die
folgenden Schritte aufweist:
Anordnen eines Befestigungselements des Dübels an einem Übertragungselement (3) der
Montagevorrichtung, wobei eine Führungshülse (5), die federnd an der restlichen Montagevorrichtung
(1) angeordnet ist, das Befestigungselement zu dem Übertragungselement (3) führt,
Übertragen einer Bewegung von einem Antriebsstrang (2) der Montagevorrichtung (1)
auf das Übertragungselement (3) und dadurch auch auf das Befestigungselement zum Montieren
des Dübels bis eine Anschlagscheibe (4) der Montagevorrichtung (1) auf dem Untergrund
aufliegt.
1. A mounting apparatus (1), in particular for mounting insulating material dowels, comprising:
a drive train (2),
a transmission element (3) for transmission of a movement of the drive train (2) on
a fastening element, and
a stop disc (4),
characterized in that
the mounting apparatus (1) comprises a guiding sleeve (5) for guiding the fastening
element during the arranging of the fastening element at the transmission element
(3), the guiding sleeve (5) being arranged resiliently at the remaining mounting apparatus
(1).
2. The mounting apparatus (1) according to claim 1, wherein a front end of the guiding
sleeve (5) protrudes in a first position with respect to the stop disc (4) and is
aligned with the stop disc (4) in a second position.
3. The mounting apparatus (1) according to one of the preceding claims,
wherein the guiding sleeve (5) is at least partially funnel-shaped.
4. The mounting apparatus (1) according to one of the preceding claims,
wherein the stop disc (4) is arranged slidingly at the drive train (2).
5. The mounting apparatus (1) according to one of the preceding claims,
wherein the stop disc (4) comprises a stop plate (4a) and a stop shaft (4b), and wherein
the stop plate (4a) is fastened with the stop shaft (4b) to the drive train (2).
6. The mounting apparatus (1) according to claim 5, wherein the guiding sleeve (5) is
arranged to be able to be moved into the stop shaft (4b).
7. A method for mounting a dowel into a substrate, in particular an insulating material
dowel into an insulating material by means of a mounting apparatus (1), wherein the
method comprises the following steps:
arranging a fastening element of the dowel at a transmission element (3) of the mounting
apparatus, wherein a guiding sleeve (5), which is arranged resiliently at the remaining
mounting apparatus (1), guides the fastening element to the transmission element (3),
transmitting a movement from a drive train (2) of the mounting apparatus (1) on the
transmission element (3) and thereby also on the fastening element for mounting the
dowel until a stop disc (4) of the mounting apparatus (1) rests on the substrate.
1. Un dispositif de pose (1), en particulier pour la pose de chevilles à matériau isolant,
comprenant :
une chaîne cinématique (2),
un élément de transmission (3) pour transmettre un mouvement de la chaîne cinématique
(2) à un élément de fixation et à une plaque de butée (4),
caractérisé en ce que
le dispositif de pose (1) comporte un manchon de guidage (5) pour guider l'élément
de fixation lors de la mise en place de l'élément de fixation contre l'élément de
transmission (3), le manchon de guidage (5) étant disposé de manière élastique sur
le reste du dispositif de pose (1).
2. Le dispositif de pose (1) selon la revendication 1, dans lequel une extrémité avant
du manchon de guidage (5) fait saillie par rapport à la plaque de butée (4) dans une
première position et est alignée avec la plaque de butée (4) dans une seconde position.
3. Le dispositif de pose (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le manchon de guidage (5) est configuré au moins en partie en forme d'entonnoir.
4. Le dispositif de pose (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
la plaque de butée (4) est disposée coulissante sur la chaîne cinématique (2).
5. Le dispositif de pose (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
la plaque de butée (4) comporte un plateau de butée (4a) et dans lequel une tige de
butée (4b), et le plateau de butée (4a) est fixé à la chaîne cinématique (2) par la
tige de butée (4b).
6. Le dispositif de pose (1) selon la revendication 5, dans lequel le manchon de guidage
(5) est disposé de façon que la tige de butée (4b) puisse être déplacée.
7. Un procédé de pose d'une cheville dans un substrat, en particulier d'une cheville
à matériau isolant dans un matériau isolant à l'aide d'un dispositif de pose (1),
le procédé comportant les étapes suivantes :
la mise en place d'un élément de fixation de la cheville contre un élément de transmission
(3) du dispositif de pose, un manchon de guidage (5), lequel est disposé de manière
élastique sur le reste du dispositif de pose (1), guidant l'élément de fixation vers
l'élément de transmission (3),
la transmission d'un mouvement d'une chaîne cinématique (2) du dispositif de pose
(1) à l'élément de transmission (3) et ainsi également à l'élément de fixation pour
la pose de la cheville jusqu'à ce qu'une plaque de butée (4) du dispositif de pose
(1) soit appliquée contre le substrat.