[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Wäschestücken in einer Waschmaschine.
[0002] Bei der Behandlung von Wäschestücken in einer Waschmaschine werden im Allgemeinen
chemische Wäschebehandlungsmittel (im Folgenden bisweilen auch mit "Behandlungsmittel"
abgekürzt) eingesetzt, die je nach Einsatzzweck bzw. beabsichtigter Wirkung unterschiedlich
zusammengesetzt sein können. Ein Wäschebehandlungsmittel bzw. Behandlungsmittel, z.B.
ein Waschmittel oder ein Weichspüler, enthält in der Regel mehrere Komponenten, die
bei der Wäschebehandlung in der Waschmaschine, z.B. dem Waschen von Wäschestücken,
verschiedene Funktionen haben. Bislang wurden Wäschebehandlungsmittel in Form ihrer
fertigen Mischungen in flüssiger oder pulvriger Form eingesetzt. Besonders leistungsstarke
Inhaltsstoffe können aber miteinander wechselwirken, so dass eine gewisse Trennung
dieser Inhaltsstoffe vor dem Kontakt mit Wäschestücken sinnvoll wäre.
[0003] In letzter Zeit hat der Einsatz von sogenannten Waschmittelkissen zunehmend Verwendung
gefunden. Ein Waschmittelkissen weist mindestens eine, von einer wasserlöslichen Folie
umschlossene, Kammer auf, wobei das Waschmittelkissen in der oder den Kammern mindestens
ein flüssiges oder pulverförmiges Wäschebehandlungsmittel enthält. Die Waschmittelkissen
ermöglichen bei im Allgemeinen erhöhten Preisen eine leichtere Dosierung des Behandlungsmittels
und überdies eine Trennung von möglicherweise nicht sehr kompatiblen Inhaltsstoffen.
So gibt es Waschmittelkissen mit beispielsweise drei Kammern. Hierbei bleiben die
Inhaltsstoffe bis zur Durchführung eines Waschprogramms getrennt. Erst beim Kontakt
mit Wasser löst sich die Folie auf, um die Wirkstoffe freizusetzen.
[0004] Allerdings lösen sich die Folien bisweilen nicht sehr schnell auf. Zum Teil finden
sich sogar Folienreste gegen Ende einer Waschphase. Außerdem rutschen die Waschkissen
manchmal in das Türgummi, d.h. die Manschette der Trommel, und kommen dann bisweilen
erst während einer Spülphase wieder mit Wasser in Kontakt. Dies kann unter sehr ungünstigen
Umständen dazu führen, dass selbst am Ende der Spülphase noch schleimige Reste in
den Wäschestücken auftauchen.
[0005] In
EP 3042991 A1 wird eine Waschmaschine und ein Verfahren zum Betreiben der Waschmaschine offenbart,
bei welchem in einem Schritt ein Wäschebehandlungsmittel enthaltenden Behälter in
eine Trommel eingebracht werden kann..
[0006] Eine weitere Waschmaschine und ein Betriebsverfahren dieser Waschmaschine umfassend
einen Behälter und einen elektrochemischen Sensor ist in
WO 2016/146313 A1 offenbart, wobei das Verfahren einen Schritt zur Messung eines elektrochemischen
Signals in Abhängigkeit von einer Zusammensetzung einer wässrigen Flüssigkeit in dem
Behälter umfasst.
[0007] Ein Verfahren zum Behandeln von Wäsche in einer Waschmaschine mit einer Pumpe zum
Befördern von Waschlauge ist in
EP 2261413 A1 offenbart.
[0008] WO 2009/033617 A1 offenbart einen Wäschebehandlungsmittel enthaltenden Behälter, der wasserlöslich
ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es vor diesem Hintergrund, ein verbessertes Verfahren zum
Behandeln von Wäschestücken in einer Waschmaschine bereitzustellen, welches insbesondere
bei der Verwendung von Waschmittelkissen geeignet ist.
[0010] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Behandeln
von Wäschestücken gemäß dem unabhängigen Patentanspruch gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten
Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen Ausgestaltungen der zur Durchführung des
Verfahren eingerichteten Waschmaschine, auch wenn hierin darauf nicht jeweils gesondert
hingewiesen wird.
[0011] Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Behandeln von Wäschestücken in einer
Waschmaschine, welche einen Laugenbehälter, eine im Laugenbehälter um eine im Wesentlichen
horizontale Achse drehbar gelagerte Trommel zur Aufnahme von Wäschestücken und eine
Steuereinrichtung aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte beinhaltet:
- (a) Einbringen eines Wäschebehandlungsmittel enthaltenden offenen oder geschlossenen
Behälters an einem unteren Bereich der Trommel;
- (b) Einfüllen einer wässrigen Flüssigkeit in den Laugenbehälter in einer Menge W,
die ausreicht, dass der Flüssigkeitsstand h in der Trommel einen vorgegebenen Mindestwert
hmin aufweist, wobei im Schritt b) der vorgegebenen Mindestwert hmin so gewählt ist, dass
zumindest die Trommel mit der wässrigen Flüssigkeit in Berührung kommt oder ein Umpumpen
mit einem Umpumpsystem ermöglicht ist, wobei so viel wässrige Flüssigkeit im Umpumpsystem
enthalten ist, die ausreicht, um die aus dem Laugenbehälter abgepumpte Flüssigkeit
über eine Umpumpleitung in den Laugenbehälter zurückzuführen und die im Laugenbehälter
vorhandene Flüssigkeit im Kreislauf mit den Wäschestücken in der Trommel in Kontakt
zu bringen,
- (c) Bewegen der wässrigen Flüssigkeit (6) während eines vorgegebenen Zeitraumes tset > 1 min, in dem die Trommel so bewegt wird, dass keine Drehung der Trommel um einen
Winkel α≧ 180°stattfindet, wobei im Schritt (c) das Bewegen der wässrigen Flüssigkeit
durch die Bewegung der Trommel, welche beim Bewegen die Flüssigkeit mitnimmt, erzeugt
wird, und/oder
- (d) Bewegen der wässrigen Flüssigkeit während eines vorgegebenen Zeitraumes tset > 1 min, in dem die Trommel in einem Ruhezustand ist oder so bewegt wird, dass keine
Drehung der Trommel um einen Winkel α≧ 180° statt findet, wobei im Schritt (d) das
Bewegen der wässrigen Flüssigkeit durch Betreiben des Umpumpsystems, welches die Umpumpleitung
und eine zur Beförderung der wässrigen Flüssigkeit dienende Umpumppumpe aufweist,
erzeugt wird.
[0012] "Im Wesentlichen horizontal" bedeutet hierbei, dass es im Allgemeinen Abweichungen
von der Horizontalen um bis zu 25 %, vorzugsweise um bis zu 15 %, geben kann.
[0013] Die wässrige Flüssigkeit ist zwar erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Da diese jedoch
bei der vorliegenden Erfindung zum Behandeln und insbesondere zum Waschen von Wäschestücken
verwendet werden soll, wird es sich um möglichst sauberes Wasser handeln. Besonders
bevorzugt wird daher Wasser aus einer Wasserversorgung der Waschmaschine, d.h. Leitungswasser,
verwendet. Bei der wässrigen Flüssigkeit kann es sich allerdings auch beispielsweise
um in der Waschmaschine gespeicherte Spülflüssigkeit aus z.B. dem letzten Spülgang
handeln.
[0014] Der Verfahrensschritt c) bewirkt vorteilhaft, dass kein wesentliches Umverteilen
der Wäschestücke und des Behälters innerhalb der Trommel erfolgt. Somit verbleibt
der Behälter an einem Ort innerhalb der Trommel, an dem der Behälter wiederholt von
der wässrigen Flüssigkeit umspült werden kann. Durch die Bewegung der wässrigen Flüssigkeit
bzw. durch das Umspülen wird zusätzlich eine Reibung am Behälter erzeugt, die eine
schnelle Auflösung des Behälters fördert.
[0015] Ferner ist im Schritt b) der vorgegebenen Mindestwert h
min so gewählt, dass zumindest die Trommel mit der wässrigen Flüssigkeit in Berührung
kommt oder ein Umpumpen mit einem Umpumpsystem ermöglicht ist, wobei ein Umpumpen
erfordert, dass so viel wässrige Flüssigkeit im Umpumpsystem enthalten ist, die ausreicht,
um die aus dem Laugenbehälter abgepumpte Flüssigkeit über eine Umpumpleitung in den
Laugenbehälter zurückzuführen. Bei einem derart gewählten Flüssigkeitsstand wird vorteilhaft
sichergestellt, dass die Bewegung der Trommel, welche beim Bewegen die Flüssigkeit
mitnimmt, oder das Betreiben des Umpumpsystems eine Bewegung der wässrigen Flüssigkeit
erzeugt.
[0016] Der Behälter, der im Schritt a) an einem unteren Bereich der Trommel eingebracht
wird, kommt bei dem derart vorgegebenen Flüssigkeitsstand frühzeitig in Kontakt. Bevorzugt
ist der Mindestwert h
min des Flüssigkeitsstandes so gewählt, dass er oberhalb eines im unteren in der Trommel
eingebrachten Behälters ist.
[0017] In der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die Bewegung der
Flüssigkeit durch Umpumpen erzeugt wird, weist die Waschmaschine die Umpumpleitung
und eine Pumpe, die zur Beförderung einer wässrigen Flüssigkeit dient, auf und im
Schritt (c) wird die wässrige Flüssigkeit durch Umpumpen durch die Umpumpleitung bewegt.
Das Umpumpen erfolgt hierbei im Allgemeinen mit einer geeigneten Pumpe. Hierfür kann
auch eine von der verwendeten Waschmaschine enthaltene Pumpe, die zur Beförderung
einer wässrigen Flüssigkeit dient, herangezogen werden. Durch das Umpumpsystem wird
somit das bereits gelöste Wäschebehandlungsmittel vorteilhaft in der wässrigen Flüssigkeit
verteilt. Ferner wird durch das Umpumpen auch eine Bewegung der wässrigen Flüssigkeit
im Umfeld des Waschmittelkissens erzeugt. Diese Effekte unterstützen somit die schnelle
Auflösung von dem Wäschebehandlungsmittel enthaltenen Behälter bzw. von Waschmittelkissen.
[0018] Vorzugsweise liegt der vorgegebene Zeitraum t
set in einem Bereich von 1,5 bis 5 min. Der Zeitraum t
set ist so aus gewählt, dass er ausreicht, den das Wäschebehandlungsmittel enthaltenen
Behälter im Wesentlichen aufzulösen und das Wäschebehandlungsmittel in der wässrigen
Flüssigkeit zu verteilen. Somit wird vorteilhaft erreicht, das Wäschebehandlungsmittel
frühzeitig dem Waschprozess und im Wesentlichen vollständig bereitzustellen. Ferner
wird dadurch vermieden, dass Reste von Wäschebehandlungsmittel in einer Spülphase
auftauchen, die zuvor in der Waschphase nicht aufgelöst wurden.
[0019] In einer hierzu alternativen oder ergänzenden Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird im Schritt (c) ein Reversieren der Trommel mit einer vorgegebenen
Amplitude A
T durchgeführt, die kleiner als 180°, vorzugsweise kleiner als 150°, mehr bevorzugt
kleiner als 120° ist und insbesondere im Bereich von 70° bis 110° liegt, wobei die
Amplitude A
T die maximale Auslenkung der Trommel in Grad ("°") während eines Reversierschrittes
ist. Hierbei ist es wiederrum bevorzugt, dass die Trommel im Schritt (c) mit einer
Geschwindigkeit bewegt wird, die einer Geschwindigkeit der Trommel im Bereich von
25 bis 35 Umdrehungen / min entspricht. Die Geschwindigkeit sollte bevorzugt kleiner
gleich 50 Umdrehungen / min sein. Bevorzugt ist die maximale Auslenkung der Trommel
abhängig von der gewählten Geschwindigkeit der Trommel, wobei für eine kleine Amplitude
A
T eine geringe Geschwindigkeit der Trommel und für eine große Amplitude A
T eine große Geschwindigkeit ausgewählt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass die
Ansteuerzeiten für den Antriebsmotor nicht zu gering werden bzw. der Antriebsmotor
nicht zu große Antriebsmomente bereitstellen muss, um die sonst erforderliche Drehbeschleunigung
der Trommel zu ermöglichen.
[0020] Erfindungsgemäß ist überdies ein Verfahren bevorzugt, bei dem die Trommel während
des Einfüllens der wässrigen Flüssigkeit im Schritt (b) stillsteht.
[0021] Bevorzugt ist zudem ein Verfahren, bei dem die Wassermenge W in Abhängigkeit von
einer Beladung L mit den Wäschestücken gewählt wird, wobei in der Steuereinrichtung
ein Zusammenhang zwischen W und L hinterlegt ist.
[0022] Schließlich ist auch ein Verfahren bevorzugt, bei dem das Ausmaß des Bewegens im
Schritt (c) in Abhängigkeit von einer Beladung L mit den Wäschestücken gewählt wird,
wobei in der Steuereinrichtung ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Bewegens und
L hinterlegt ist.
[0023] Dabei kann die Beladung L mit Wäschestücken beispielsweise durch Wiegen der Trommel
ermittelt werden. Überdies ist es möglich, die Beladung L anhand des Saugverhaltens
der Wäschestücke in einer Benetzungsphase zu ermitteln. Bei dieser Methode wird insbesondere
durch Verwendung eines Drucksensors ein hydrostatischer Druck der wässrigen Flüssigkeit
im Laugenbehälter gemessen, der ein Maß für die als "freie Flotte" im Laugenbehälter
anwesende wässrige Flüssigkeit ist. Die Menge an freier Flotte wird bei gleicher Zugabe
von Wasser in den Laugenbehälter geringer sein, wenn eine vergleichsweise große Menge
an Wäschestücken einen vergleichsweise großen Anteil der wässrigen Flüssigkeit aufsaugt.
Anhand dieses Zusammenhangs kann die Wäschemenge bestimmt werden, wobei auch die Art
der Wäschestücke berücksichtigt werden kann. Dies kann ggf. durch Eingaben eines Benutzers
der Waschmaschine oder durch eine anderweitige Bestimmung der Wäscheart, beispielsweise
mittels IR-Spektroskopie, erfolgen.
[0024] Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich das erfindungsgemäße Verfahren
im Allgemeinen mit einer Benetzungsphase überschneidet, so dass die Beladung L in
der Regel nicht schon zu Beginn, sondern erst während der Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens berücksichtigt werden kann.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst
das Ausmaß des Bewegens im Schritt (c) eine Amplitude A
T, mit welcher die Trommel reversiert wird, wobei die Amplitude A
T die maximale Auslenkung der Trommel in Grad während eines Reversierschrittes ist.
[0026] Generell gilt, dass ein maximal zulässiges Ausmaß des Bewegens im Schritt (c) für
größere Beladungen L mit Wäschestücken größer sein kann.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die
Waschmaschine eine Umpumpleitung aufweist, umfasst das Ausmaß des Bewegens der wässrigen
Flüssigkeit im Schritt (c) eine Umpumpgeschwindigkeit der wässrigen Flüssigkeit in
der Umpumpleitung. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass ein Bewegen der Flüssigkeit
auch bewirkt wird, wenn die Trommel stillsteht oder bei einer durch die Trommelbewegung
hervorgerufene Bewegung der wässrigen Flüssigkeit weiter intensiviert wird. Hierdurch
kann der das Wäschebehandlungsmittel enthaltene Behälter noch schneller aufgelöst
werden.
[0028] Der im Schritt (a) des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete offene oder geschlossene
Behälter hat im Allgemeinen die Funktion, in ihm enthaltenes Behandlungsmittel in
der wässrigen Flüssigkeit zu verteilen. Solange diese Funktion erfüllt wird, ist der
Behälter nicht eingeschränkt, so dass der Begriff "Behälter" formstabile Behälter
sowie Wäschekissen umfasst. Dabei sind formstabile Behälter im Sinne der Erfindung
insbesondere offene Becher, deren Wandungen im Allgemeinen aus einem geeigneten genügend
dicken, in einer wässrigen Flüssigkeit unlöslichen Kunststoffmaterial bestehen, so
dass Formstabilität gegeben ist.
[0029] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist der Behälter allerdings ein Waschmittelkissen, welches mindestens eine Kammer
aufweist, die von einer wasserlöslichen Folie umschlossen ist, wobei das Waschmittelkissen
in der oder den Kammern mindestens ein flüssiges oder pulverförmiges Wäschebehandlungsmittel
enthält. Die wasserlösliche Folie besteht beispielsweise aus einem Polyvinylalkohol
oder einem Derivat davon.
[0030] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass die im Verfahren verwendete Waschmaschine
einen Behandlungsmittelsensor zur Bestimmung einer Konzentration des Wäschebehandlungsmittels
enthält und im Verfahren die Verteilung des Wäschebehandlungsmittels aus dem Behälter
in der wässrigen Flüssigkeit anhand des Behandlungsmittelsensors verfolgt wird, um
eine vorbestimmte Verteilung des Wäschebehandlungsmittels in der wässrigen Flüssigkeit
zu bestimmen. Die "vorbestimmte Verteilung" kann dabei so gewählt sein, dass sämtliches
Wäschebehandlungsmittel aus dem Behälter verteilt worden ist. Bei Verwendung eines
Wäschekissens bedeutet dies insbesondere, dass sich die wasserlösliche Folie weitgehend
oder vollständig aufgelöst hat, so dass das in der oder den Kammern des Wäschekissens
enthaltene Wäschebehandlungsmittel vollständig in die wässrige Flüssigkeit gelangen
konnte. Solange der Behandlungsmittelsensor diese Funktion erfüllen kann, ist er erfindungsgemäß
nicht eingeschränkt. Es kann sich dabei beispielsweise um einen elektrochemischen
Sensor handeln oder um einen optischen Sensor, da viele Wäschebehandlungsmittel eingefärbt
sind.
[0031] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass im Schritt (b) das Einfüllen der wässrigen
Flüssigkeit über eine Manschette der Waschmaschine erfolgt, d.h. die wässrige Flüssigkeit
wird direkt der Wäsche zugeführt. Beispielsweise kann also die Flüssigkeit über einen
Wasserweg geführt werden, welcher der mit der Manschette verbunden und vorzugsweise
nicht über eine Einspülschale geführt ist. Alternativ kann der Wasserweg auch über
eine Vorwaschkammer einer Einspülschale geführt werden. Damit kann auch für den Fall
eines Benutzungsfehlers bei der Verwendung eines Waschmittelkissens, wenn nämlich
das Waschmittelkissen statt unter die Wäschestücke zwischen oder auf den Wäschestücken
platziert wurde, ein dort befindliches Waschmittelkissen von der wässrigen Flüssigkeit
erreicht und das Wäschebehandlungsmittel nach der Auflösung der Folie freigesetzt
werden.
[0032] Das erfindungsgemäße Verfahren kann von einem Benutzer der Waschmaschine über deren
Bedienungseinheit gesondert hinzugewählt werden. Somit wird es vorteilhaft ermöglicht,
dass der Benutzer ein für sein Wäschebehandlungsmittel angepasstes Waschprogramm auswählen
kann. Alternativ kann das erfindungsgemäße Verfahren in Waschprogramme integriert
sein, die insbesondere für den Fall der Verwendung von Waschmittelkissen geeignet
sind.
[0033] Die Waschmaschine, welche einen Laugenbehälter, eine im Laugenbehälter um eine im
Wesentlichen horizontale Achse drehbar gelagerte Trommel zur Aufnahme von Wäschestücken
und eine Steuereinrichtung aufweist, und insbesondere deren Steuereinrichtung ist
zur Durchführung eines Verfahrens zum Behandeln von Wäschestücken eingerichtet, welches
die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst.
[0034] Die Waschmaschine kann eine Waschmaschine an sich oder ein Waschtrockner sein, also
ein Gerät, welches auch über eine Trocknungseinrichtung verfügt.
[0035] In der Ausführungsform, bei dem die Bewegung der Flüssigkeit durch Umpumpen erzeugt
wird, weist die Waschmaschine eine Pumpe, die zur Beförderung einer wässrigen Flüssigkeit
dient, und eine Umpumpleitung auf. Die Umpumpleitung ist im Allgemeinen Teil eines
Umpumpsystems, welches auch eine Umpumppumpe aufweist. Dabei kann es sich um die Pumpe
handeln, die auch für das Abpumpen und damit Entsorgen von Waschlauge verwendet wird.
In diesem Fall würde der Betrieb dieser Pumpe geeignet gesteuert werden, beispielsweise
mit Hilfe eines Dreiwegeventils, so dass zwischen Umpumpen und Abpumpen gewählt werden
kann. In der Waschmaschine dieser Ausführungsform können jedoch auch beispielsweise
zwei Pumpen vorhanden sein, von denen eine nur im Umpumpsystem verwendet wird, während
die andere Pumpe nur für das Abpumpen von benutzter Waschlauge oder Spülflüssigkeit
verwendet wird.
[0036] Das bei dieser Ausführungsform vorgesehene Umpumpsystem ist so ausgestaltet, dass
es eine im Laugenbehälter vorhandene wässrige Flüssigkeit im Kreislauf mit den Wäschestücken
in der Trommel in Kontakt bringen kann. Bei dem hierin beschriebenen Verfahren dient
das Umpumpsystem im Wesentlichen der Verteilung von Wäschebehandlungsmittel in der
wässrigen Flüssigkeit, indem z.B. die Auflösung von Waschmittelkissen unterstützt
wird. Das Umpumpsystem wird allerdings auch vorteilhaft in einer Waschphase eingesetzt,
in welcher dann eine im Allgemeinen Waschmittel enthaltende wässrige Flüssigkeit wiederholt
in Kontakt mit zu reinigenden Wäschestücken gebracht wird.
[0037] Eine hierin verwendete Waschmaschine weist im Allgemeinen auch eine Heizung sowie
ein am Boden des Laugenbehälters angeordnetes Laugenablaufsystem mit einer Laugenpumpe
auf. Außerdem weist eine hierin verwendete Waschmaschine im Allgemeinen auch Wäschemitnehmer
und/oder Schöpfvorrichtungen auf.
[0038] In einer Ausführungsform der Waschmaschine ist im Laugenbehälter ein Temperatursensor
angeordnet. Der Temperatursensor ist dann in einem unteren Bereich des Laugenbehälters
angeordnet, vorzugsweise in einem als Heizkörpertasche bezeichneten Teil des Laugenbehältermantels,
in dem auch im Allgemeinen die Heizvorrichtung platziert ist.
[0039] Die Erfindung hat den Vorteil, dass die Verteilung von Wäschebehandlungsmitteln in
einer wässrigen Flüssigkeit, die dann auch als Waschlauge bezeichnet werden kann,
unterstützt wird, ohne dass der diese enthaltende Behälter zu sehr bewegt wird und
beispielsweise in eine Manschette der Waschmaschine geraten kann. Dies ist insbesondere
bei der Verwendung von Wäschekissen von Bedeutung. Es wird in diesem Fall auch die
Auflösung des Wäschekissens unterstützt, so dass durch eine rasche vollständige Auflösung
des Wäschekissens das Verbleiben von Folienresten in den gereinigten Wäschestücken
vollständig vermieden werden kann.
[0040] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
einer nicht einschränkenden Ausführungsform einer Waschmaschine, in welcher das erfindungsgemäße
Verfahren durchgeführt werden kann. Hierbei wird Bezug genommen auf die Figur 1.
[0041] Figur 1 zeigt insbesondere eine schematische Darstellung der Teile einer zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Waschmaschine.
[0042] Die schematisch dargestellte Waschmaschine 1 enthält in einem Laugenbehälter 2 eine
um eine horizontale Drehachse 18 drehbar gelagerte Trommel 3 mit Wäschestücken 4.
Die Waschmaschine 1 weist weiterhin eine Frischwasserzufuhrvorrichtung auf, welche
aus einem durch die Steuereinrichtung 7 ansteuerbaren Ventil 23 und einer Frischwasserzufuhrleitung
21 besteht. Die Frischwasserzufuhrleitung 21 ist über eine Dosiervorrichtung 22 für
Wäschebehandlungsmittel, d.h. eine Einspülschale 22, geführt, so dass zusätzlich zu
einer erfindungsgemäß vorgesehenen Zugabe von Wäschebehandlungsmittel dieses auch
aus der Dosiervorrichtung 22 mittels Frischwasserzufuhr über die Frischwasserzufuhrleitung
21 in den Laugenbehälter 2 gespült werden kann. Allerdings ist beim erfindungsgemäßen
Verfahren vorgesehen, dass die wässrige Flüssigkeit, im Allgemeinen Wasser, ohne vorherigen
Kontakt mit Wäschebehandlungsmittel in die Trommel 3 gelangt, sei es über die Einspülschale
22 oder eine hier nicht gezeigte Manschette der Waschmaschine 1.
[0043] Die Trommel 3 ist durch den Antriebsmotor 11 antreibbar. Der Antriebsmotor 11 ist
in dieser nicht einschränkenden Ausführungsform ein bürstenloser und dadurch geräuscharm
arbeitender Antriebsmotor 11.
[0044] Die Waschmaschine 1 weist weiterhin ein Umpumpsystem 5,9,14 bestehend aus einer Umpumpleitung
9, einem Laugenbehältereinlass 14 und einer Pumpe 5, auch als Laugenpumpe 5 bezeichenbar,
auf. Mittels des Umpumpsystems 5,9,14 kann eine wässrige Flüssigkeit 6, z.B. Wasser,
durch die Laugenpumpe 5 über den Laugenbehälterauslass 10 aus dem Laugenbehälter 2
gepumpt und über die Umpumpleitung 9 und den Laugenbehältereinlass 14 wieder in den
Laugenbehälter 2 zurückgeführt werden. Auf diese Weise wird eine Kreislaufführung
der wässrigen Flüssigkeit 6 ermöglicht. Hiermit ist insbesondere die Durchführung
von Schritt (c) des erfindungsgemäßen Verfahrens, nämlich ein Bewegen der wässrigen
Flüssigkeit 6 während eines vorgegebenen Zeitraumes t
set > 1 min, in dem die Trommel 3 in einem Ruhezustand ist oder so bewegt wird, dass
keine Drehung der Trommel 3 um einen Winkel α ≥ 180° stattfindet, möglich.
[0045] Die Laugenpumpe 5 ist bei der hier gezeigten beispielhaften Ausführungsform des Weiteren
mit einer Abwasserleitung 13 verbunden. Ein durch die Steuereinrichtung 7 ansteuerbares,
hier nicht gezeigtes, Dreiwegeventil ermöglicht bei dieser Ausführungsform das Umschalten
des Pumpbetriebs vom Umpumpsystem 5,9,14 auf die Abwasserleitung 13. Auf diese Weise
kann bei Bedarf wässrige Flüssigkeit aus dem Laugenbehälter 2 abgepumpt und entsorgt
werden. Es können allerdings auch zwei Pumpen eingesetzt werden, so dass für das Umpumpen
wie auch für das Abpumpen jeweils eine eigene Pumpe verwendet wird.
[0046] In einer im Laugenbehälter 2 angeordneten sog. Heizkörpertasche 20 befinden sich
eine Heizvorrichtung 15, ein Drucksensor 16 und ein Temperatursensor 17.
[0047] Der Drucksensor 16 ist hier ein Sensor für die Messung des hydrostatischen Druckes
im Laugenbehälter 2. Der hydrostatische Druck p ergibt sich aus dem Füllstand h der
sich im Laugenbehälter 2 und hier insbesondere auch in der Heizkörpertasche 20 befindlichen
wässrigen Flüssigkeit 6. Der Drucksensor 16 kann erfindungsgemäß insbesondere zur
Einstellung eines vorgegebenen Wasserstandes h
min herangezogen werden. Außerdem kann er wie hierin beschrieben auch zur Bestimmung
der Beladung L der Trommel 3 mit Wäschestücken 4 verwendet werden.
[0048] Nicht gezeigt ist eine Waage zur Bestimmung der Menge an eingefüllten Wäschestücken,
welche alternativ eine noch bessere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
aber auch einer Waschphase und einer Spülphase ermöglicht.
[0049] Die in Fig. 1 gezeigte beispielhafte Waschmaschine 1 ermöglicht die Durchführung
eines Verfahrens zum Behandeln von Wäschestücken 4, bei dem die folgenden Schritte
durchgeführt werden:
- (a) Einbringen eines Wäschebehandlungsmittel enthaltenden offenen oder geschlossenen
Behälters 8, in die Trommel 3;
- (b) Einfüllen einer wässrigen Flüssigkeit 6 in den Laugenbehälter 2 in einer Menge
W, die ausreicht, dass der Flüssigkeitsstand h in der Trommel 3 einen vorgegebenen
Mindestwert hmin aufweist;
- (c) Bewegen der wässrigen Flüssigkeit 6 während eines vorgegebenen Zeitraumes tset > 1 min, in dem die Trommel 3 in einem Ruhezustand ist oder so bewegt wird, dass
keine Drehung der Trommel 3 um einen Winkel α ≥ 180° stattfindet.
[0050] Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist der geschlossene Behälter 8 insbesondere
ein Waschmittelkissen, welches mindestens eine, von einer wasserlöslichen Folie umschlossene,
Kammer aufweist, wobei das Waschmittelkissen in der oder den Kammern mindestens ein
flüssiges oder pulverförmiges Wäschebehandlungsmittel enthält. Bevorzugt wird durch
einen Benutzer zuerst der Behälter 8 und nachfolgend die Wäschestücke 4 in die Trommel
3 gegeben. Somit liegt der Behälter 8 an einem unteren Bereich der Trommel 3, welcher
mit der in den Laugenbehälter 2 eingebrachten wässrigen Flüssigkeit 6 zur erst in
Kontakt kommt. In der Fig. 1 ist ein Flüssigkeitsstand der wässrigen Flüssigkeit 6
durch die innerhalb der Trommel dargestellte, waagerechte Linie angedeutet, wobei
der Flüssigkeitsstand h oberhalb des Behälters 8 ist. Durch das Bewegen der Trommel
3 wird die wässrige Flüssigkeit 6 durch die Trommel 3 mitgenommen und somit die wässrige
Flüssigkeit 6 bewegt, welche den unten in der Trommel 3 liegende Behälter 8 umspült.
[0051] Die Waschmaschine 1 ermöglicht insbesondere, dass im Schritt (c) ein Reversieren
der Trommel 3 mit einer vorgegebenen Amplitude A
T, die kleiner als 180° ist, durchgeführt werden kann, wobei die Amplitude A
T die maximale Auslenkung der Trommel 3 in Grad während eines Reversierschrittes ist.
Das Bewegen der Trommel 3 mit einer Amplitude A
T, welche kleiner als 180° ist, wird bevorzugt sichergestellt, dass kein wesentliches
Umverteilen der Wäschestücke 4 und des Behälters 8 innerhalb der Trommel 3 erfolgt.
Somit wird der Behälter 8, insbesondere beim Reversieren der Trommel 3, wiederholt
von der wässrigen Flüssigkeit umspült.
[0052] Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform einer Waschmaschine ist es alternativ
oder in Ergänzung zur vorgenannten Variante für den Schritt (c) aufgrund der vorhandenen
Umpumpleitung 9 möglich, dass im Schritt (c) die wässrige Flüssigkeit 6 durch Umpumpen
durch die Umpumpleitung 9 bewegt wird.
[0053] Das Bewegen der wässrigen Flüssigkeit 6 im Laugenbehälter 2 wird durch die Drehung
bzw. die Bewegung der Trommel 3 und/oder durch Betreiben des Umpumpsystems 5, 9, 14
bewirkt. Dadurch wird der Behälter 8 intensiv mit der wässrigen Flüssigkeit 6 umspült,
wodurch der Behälter 8 sich schnell auflösen kann und das im Behälter 8 enthaltende
Wäschebehandlungsmittel in die wässrige Flüssigkeit 6 eingetragen wird.
Bezugszeichen
[0054]
- 1
- Waschmaschine
- 2
- Laugenbehälter
- 3
- Trommel, Wäschetrommel
- 4
- Wäschestücke
- 5
- Laugenpumpe, Pumpe
- 6
- Wässrige Flüssigkeit
- 7
- Steuereinrichtung
- 8
- Waschmittelkissen; geschlossener Behälter, enthaltend Wäschebehandlungsmittel
- 9
- Umpumpleitung
- 10
- Laugenbehälterauslass
- 11
- Antriebsmotor
- 12
- Behandlungsmittelsensor
- 13
- Abwasserleitung
- 14
- Laugenbehältereinlass des Umpumpsystems
- 15
- Heizvorrichtung
- 16
- Drucksensor
- 17
- Temperatursensor
- 18
- Drehachse
- 19
- Wäschemitnehmer
- 20
- Heizkörpertasche
- 21
- Frischwasserzufuhrleitung
- 22
- Dosiervorrichtung für Behandlungsmittel, Einspülschale
- 23
- Ventil
1. Verfahren zum Behandeln von Wäschestücken (4) in einer Waschmaschine (1), welche einen
Laugenbehälter (2), eine im Laugenbehälter (2) um eine im Wesentlichen horizontale
Achse drehbar gelagerte Trommel (3) zur Aufnahme der Wäschestücke (4) und eine Steuereinrichtung
(7) aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte beinhaltet:
(a) Einbringen eines Wäschebehandlungsmittel enthaltenden offenen oder geschlossenen
Behälters (8) an einem unteren Bereich der Trommel (3);
(b) Einfüllen einer wässrigen Flüssigkeit (6) in den Laugenbehälter (2) in einer Menge
W, die ausreicht, dass der Flüssigkeitsstand h in der Trommel (3) einen vorgegebenen
Mindestwert hmin aufweist, wobei im Schritt b) der vorgegebenen Mindestwert hmin so gewählt ist, dass zumindest die Trommel (3) mit der wässrigen Flüssigkeit (6)
in Berührung kommt oder ein Umpumpen mit einem Umpumpsystem ermöglicht ist, wobei
so viel wässrige Flüssigkeit (6) im Umpumpsystem enthalten ist, die ausreicht, um
die aus dem Laugenbehälter (2) abgepumpte Flüssigkeit (6) über eine Umpumpleitung
(9) in den Laugenbehälter (2) zurückzuführen und die im Laugenbehälter (2) vorhandene
Flüssigkeit (2) im Kreislauf mit den Wäschestücken (4) in der Trommel (3) in Kontakt
zu bringen,
gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
(c) Bewegen der wässrigen Flüssigkeit (6) während eines vorgegebenen Zeitraumes tset > 1 min, in dem die Trommel (3) so bewegt wird, dass keine Drehung der Trommel (3)
um einen Winkel α ≥ 180° stattfindet, wobei im Schritt (c) das Bewegen der wässrigen
Flüssigkeit (6) durch die Bewegung der Trommel (3), welche beim Bewegen die Flüssigkeit
(6) mitnimmt, erzeugt wird, und/oder
(d) Bewegen der wässrigen Flüssigkeit (6) während eines vorgegebenen Zeitraumes tset > 1 min, in dem die Trommel (3) in einem Ruhezustand ist oder so bewegt wird, dass
keine Drehung der Trommel (3) um einen Winkel α ≥ 180° stattfindet, wobei im Schritt
(d) das Bewegen der wässrigen Flüssigkeit (6) durch Betreiben des Umpumpsystems, welches
die Umpumpleitung (9) und eine zur Beförderung der wässrigen Flüssigkeit (6) dienende
Umpumppumpe (5) aufweist, erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegebene Zeitraum tset in einem Bereich von 1,5 bis 5 min liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mindestwert hmin des Flüssigkeitsstandes h so gewählt wird, dass er oberhalb des im unteren in der
Trommel (3) eingebrachten Behälters (8) ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (c) ein Reversieren der Trommel (3) mit einer vorgegebenen Amplitude AT durchgeführt wird, die kleiner als 180° ist, wobei die Amplitude AT die maximale Auslenkung der Trommel (3) in Grad während eines Reversierschrittes
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (3) im Schritt (c) mit einer Geschwindigkeit von kleiner gleich 50 Umdrehungen
/ min bewegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (3) während des Einfüllens der wässrigen Flüssigkeit (6) im Schritt (b)
stillsteht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassermenge W in Abhängigkeit von einer Beladung L mit den Wäschestücken (4)
gewählt wird, wobei in der Steuereinrichtung (7) ein Zusammenhang zwischen W und L
hinterlegt ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß des Bewegens im Schritt (c) in Abhängigkeit von einer Beladung L mit den
Wäschestücken (4) gewählt wird, wobei in der Steuereinrichtung (7) ein Zusammenhang
zwischen dem Ausmaß des Bewegens und L hinterlegt ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß des Bewegens im Schritt (c) eine Amplitude AT , mit welcher die Trommel (3) reversiert wird, umfasst, wobei die Amplitude AT die maximale Auslenkung der Trommel in Grad während eines Reversierschrittes ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschmaschine (1) eine Umpumpleitung (9) aufweist und das Ausmaß des Bewegens
der wässrigen Flüssigkeit im Schritt (c) eine Umpumpgeschwindigkeit der wässrigen
Flüssigkeit (6) in der Umpumpleitung (9) umfasst.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschmittelbehälter (8) ein Waschmittelkissen ist, welches mindestens eine Kammer
aufweist, die von einer wasserlöslichen Folie umschlossen ist, wobei das Waschmittelkissen
(8) in der oder den Kammern mindestens ein flüssiges oder pulverförmiges Wäschebehandlungsmittel
enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschmaschine (1) einen Behandlungsmittelsensor (12) zur Bestimmung einer Konzentration
des Wäschebehandlungsmittels enthält, und im Verfahren die Verteilung des Wäschebehandlungsmittels
aus dem Behälter (8) in der wässrigen Flüssigkeit (6) anhand des Behandlungsmittelsensors
(12) verfolgt wird, um eine vorbestimmte Verteilung des Wäschebehandlungsmittels in
der wässrigen Flüssigkeit (6) zu bestimmen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (b) das Einfüllen der wässrigen Flüssigkeit (6) über eine Manschette der
Waschmaschine (1) erfolgt.
1. Method for treating items of laundry (4) in a washing machine (1), which has an outer
tub (2), a drum (3) mounted rotatably about an essentially horizontal axis in the
outer tub (2) for receiving the items of laundry (4) and a control facility (7), wherein
the method contains the following steps:
a) introducing an open or closed container (8) containing a laundry treatment agent
to a lower region of the drum (3);
b) filling an aqueous liquid (6) into the outer tub (2) in a quantity W which is sufficient
for the liquid level h in the drum (3) to have a predetermined minimum value hmin, wherein in step b) the predetermined minimum value hmin is selected so that at least the drum (3) comes into contact with the aqueous liquid
(6) or a recirculation is enabled with a recirculation system, wherein the amount
of aqueous liquid (6) contained in the recirculation system is sufficient to guide
the liquid pumped out of the outer tub (2) via a recirculation line (9) back into
the outer tub (2) and to bring the liquid (2) available in the outer tub (2) in the
circuit into contact with the items of laundry (4) in the drum (3),
characterised by the further step:
(c) moving the aqueous liquid (6) during a predetermined time frame tset > 1 min, in which the drum (3) is moved so that no rotation of the drum (3) about
an angle α ≥ 180° takes place, wherein in step (c) the movement of the aqueous liquid
(6) is generated by the movement of the drum (3) which carries along the liquid (6)
during the movement, and/or
(d) moving the aqueous liquid (6) during a predetermined time frame tset > 1 min, in which the drum (3) is in a rest state or is moved so that no rotation
of the drum (3) about an angle α ≥ 180° takes place, wherein in step (d) the movement
of the aqueous liquid (6) is generated by operating the recirculation system, which
has the recirculation line (9) and a recirculation pump (5) which serves to convey
the aqueous liquid (6).
2. Method according to claim 1, characterised in that the predetermined time frame tset lies in a range of 1.5 to 5 min.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the minimum value hmin of the liquid level h is selected so that it is above the container (8) introduced
in the bottom of the drum (3).
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that in step (c), a reversal of the drum (3) is carried out with a predetermined amplitude
AT which is less than 180°, wherein the amplitude AT is the maximum deflection of the drum (3) in degrees during a reversal step.
5. Method according to claim 4, characterised in that in step (c) the drum (3) is moved at a speed of less than or equal to 50 rpm.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the drum (3) is stationary while the aqueous liquid (6) is filled in step (b).
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that the quantity of water W is selected as a function of a load L with the items of laundry
(4), wherein an association between W and L is stored in the control facility (7).
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the extent of the movement in step (c) is selected as a function of a load L with
the items of laundry (4), wherein an association between the extent of the movement
and L is stored in the control facility (7).
9. Method according to claim 8, characterised in that the extent of the movement in step (c) comprises an amplitude AT with which the drum (3) is reversed, wherein the amplitude AT is the maximum deflection of the drum in degrees during a reversal step.
10. Method according to claim 8 or 9, characterised in that the washing machine (1) has a recirculation line (9) and the extent of the movement
of the aqueous liquid in step (c) comprises a recirculation speed of the aqueous liquid
(6) in the recirculation line (9).
11. Method according to one of claims 1 to 10, characterised in that the detergent container (8) is a detergent cushion which has at least one chamber,
which is surrounded by a water-soluble film, wherein the detergent cushion (8) in
the chamber or chambers contains at least one liquid or powdery laundry treatment
agent.
12. Method according to one of claims 1 to 11, characterised in that the washing machine (1) contains a treatment agent sensor (12) for determining a
concentration of the laundry treatment agent and in the method the distribution of
the laundry treatment agent from the container (8) in the aqueous liquid (6) is followed
using the treatment agent sensor (12) in order to determine a predetermined distribution
of the laundry treatment agent in the aqueous liquid (6).
13. Method according to one of claims 1 to 12, characterised in that in step (b) the aqueous liquid (6) is filled by way of a collar of the washing machine
(1).
1. Procédé de traitement de linge (4) dans un lave-linge (1) qui présente un récipient
à lessive (2), un tambour (3) disposé rotatif sur un axe essentiellement horizontal
dans le récipient à lessive (2) pour recevoir le linge (4) et un dispositif de commande
(7), dans lequel le procédé comprend les étapes suivantes :
(a) introduction d'un récipient (8) ouvert ou fermé contenant un agent de traitement
du linge dans une zone inférieure du tambour (3) ;
(b) remplissage d'un liquide aqueux (6) dans le récipient à lessive (2) dans une quantité
W qui suffit pour que le niveau de liquide h dans le tambour (3) présente une valeur
minimale hmin prédéfinie, dans lequel à l'étape b), la valeur minimale hmin est ainsi choisie qu'au moins le tambour (3) entre en contact avec le liquide aqueux
(6) ou qu'un transvasement par pompage avec un système de transvasement par pompage
soit possible, dans lequel le système de transvasement par pompage contient autant
de liquide aqueux (6) nécessaire pour renvoyer le liquide (6) pompé du récipient à
lessive (2) dans le récipient à lessive (2) par une conduite de transvasement par
pompage (9) et pour amener le liquide présent dans le récipient à lessive (2) dans
le circuit en contact avec le linge (4) dans le tambour (3), caractérisé par l'étape supplémentaire :
(c) déplacement du liquide aqueux (6) pendant une période tset > 1 min prédéfinie, dans laquelle le tambour (3) est ainsi déplacé qu'aucune rotation
du tambour (3) sur un angle α ≥ 180° ne se produit, dans lequel à l'étape (c), le
déplacement du liquide aqueux (6) est produit par le déplacement du tambour (3) qui
entraîne le liquide (6) lors du déplacement, et/ou
(d) déplacement du liquide aqueux (6) pendant une période tset > 1 min prédéfinie, dans laquelle le tambour (3) est en état de repos ou ainsi déplacé
qu'aucune rotation du tambour (3) sur un angle α ≥ 180° ne se produit, dans lequel
à l'étape (d), le déplacement du liquide aqueux (6) est produit par l'actionnement
du système de transvasement par pompage, lequel présente la conduite de transvasement
par pompage (9) et une pompe de transvasement par pompage (5) servant à transporter
le liquide aqueux (6).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la période tset prédéfinie est située dans une plage de 1,5 à 5 min.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la valeur minimale hmin du niveau de liquide h est ainsi choisie qu'elle est située au-dessus du récipient
(8) placé dans la zone inférieure du tambour (3).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'à l'étape (c), une inversion de marche du tambour (3) est effectuée avec une amplitude
prédéfinie AT qui est inférieure à 180°, dans lequel l'amplitude AT est la déviation maximale du tambour (3) en degré pendant une étape d'inversion de
marche.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le tambour (3) est déplacé à l'étape (c) à une vitesse inférieure ou égale à 50 tours/min.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le tambour (3) reste à l'arrêt pendant le remplissage du liquide aqueux (6) à l'étape
(b).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la quantité d'eau W est choisie en fonction d'une charge L de linge (4), dans lequel
un rapport entre W et L est entré dans le dispositif de commande (7).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ampleur du déplacement à l'étape (c) est choisie en fonction d'une charge L de
linge (4), dans lequel un rapport entre l'ampleur du déplacement et L est entré dans
le dispositif de commande (7).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'ampleur du déplacement à l'étape (c) comprend une amplitude AT avec laquelle le tambour (3) est inversé, dans lequel l'amplitude AT est la déviation maximale du tambour (3) en degré pendant une étape d'inversion de
marche.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le lave-linge (1) présente une conduite de transvasement par pompage (9) et l'ampleur
du déplacement du liquide aqueux à l'étape (c) comprend une vitesse de transvasement
par pompage du liquide aqueux (6) dans la conduite de transvasement par pompage (9).
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le récipient à lessive (8) est une capsule à lessive qui présente au moins une chambre
qui est entourée d'un film soluble à l'eau, dans lequel le récipient à lessive (8)
dans la/les chambre(s) contient au moins un agent de lavage du linge liquide ou pulvérulent.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le lave-linge (1) contient un capteur d'agent de traitement (12) pour déterminer
une concentration de l'agent de lavage du linge, et dans le procédé, la répartition
de l'agent de lavage du linge hors du récipient (8) dans le liquide aqueux (6) est
suivie à l'aide du capteur d'agent de traitement (12) pour déterminer une répartition
prédéfinie de l'agent de traitement du linge dans le liquide aqueux (6).
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'à l'étape (b), le remplissage du liquide aqueux (6) se fait par un manchon du lave-linge
(1).