[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Scanvorrichtung zur automatisierten Erfassung
von Identifikationscodes eines Produkts sowie ein entsprechendes Verfahren.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind zur automatisierten Verarbeitung von Identifikationscodes
von Produkten, wie beispielsweise Barcodes oder RFID-Codes Vorrichtungen bekannt,
die eine automatisierte Erfassung der Produkte ermöglichen.
[0003] Insbesondere im Logistikbereich sind entsprechende Scanvorrichtungen bereits bekannt.
[0004] So zeigt die
US 6,360,947 B1 eine automatisierte Scaneinrichtung, die einen Scantunnel mit einem Laserscanningsystem
aufweist. Das System weist dabei mehrere Scaneinrichtungen auf, um Verpackungsoberflächen
aus mehreren Richtungen abscannen zu können.
[0005] Aus der
US 2009/0090583 A1 ist weiter ein Transportband mit einem Scanner ersichtlich, der ebenfalls mehrere
Scaneinrichtungen aufweist, um auf dem Transportband liegende Produkte aus mehreren
Richtungen und von mehreren Seiten aus abscannen zu können.
[0007] Aus der
EP 2 386 227 B1 ist eine Vorrichtung zum Erfassen von Waren und ein entsprechendes Verfahren bekannt,
wobei hier ein Tunnel vorgesehen ist, in dem eine optische Erfassungseinrichtung zur
Erfassung einer die Ware identifizierenden Kennzeichnung angeordnet ist, wobei der
Tunnel zumindest teilweise eine Transporteinrichtung überdeckt, mittels derer die
Waren in Transportrichtung förderbar sind.
[0008] Die
DE 10 2007 004 680 A1 betrifft einen selbstbedienten Warenerfassungsplatz sowie ein Verfahren zum Erfassen
von Waren, wobei der Warenerfassungsplatz eine Abgrenzeinrichtung zum Erfassen einer
warenspezifischen Identifikation, eine Bandwaage zur Ermittlung des Gewichts einer
Ware, eine Transporteinrichtung zum Transportieren der Waren von einer der Bandwaage
zugeordneten Wiegestelle zu einer in Warenflussrichtung vorne angeordneten Sammelstelle,
eine Auswerteeinrichtung zur Auswertung der erfassten warenspezifischen Identifikation
und des erfassten Gewichts der Waren und eine Steuereinrichtung zum Ansteuern der
Transporteinrichtung aufweist.
[0009] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Scanvorrichtung sowie ein Verfahren
der eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden, insbesondere dahingehend,
dass diese automatisierte Erfassung von Identifikationscodes eines Produkts einfach
und sicher ermöglicht.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Scanvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Danach ist vorgesehen, dass eine Scanvorrichtung zur automatisierten
Erfassung von Identifikationscodes eines Produktes bereitgestellt wird mit wenigstens
einem Trägerportal, mit wenigstens einem Transportelement, mittels dessen ein Produkt
durch das Trägerportal hindurch transportiert werden kann, mit mehreren unterschiedlich
ausgerichteten Scanmodule zur Scannung eines Identifikationscodes, die im und/oder
am Trägerportal angeordnet sind, und mit wenigstens einer eingangsseitig des Trägerportals
angeordneten Lichtschranke und mit wenigstens einer ausgangsseitig des Trägerportals
angeordnete Lichtschranke.
[0011] Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, mittels mehrerer Scanmodule einerseits
eine Scannung des Identifikationscodes sicher zu ermöglichen, da durch das Vorsehen
mehrerer Scanmodule wenigstens ein Scanmodul eine mit einem Identifikationscode versehene
Oberfläche des Produkts entsprechend abscannen und somit den Identifikationscode erfassen
kann. Durch die Lichtschranke vor und hinter dem Trägerportal wird es möglich, zunächst
bei der Einfahrt durch das Trägerportal eine Information an die Scanmodule bereitstellen
zu können, dass nunmehr der Vorgang zum Scannen gestartet werden kann bzw. soll. Durch
die Information der hinteren Lichtschranke bei der Trägerportalausfahrt kann an den
Benutzer die Information entsprechend ausgegeben werden können, dass der Scanvorgang
abgeschlossen und ein nächstes Produkt gescannt werden kann. Über das Vorsehen der
Lichtschranken wird es möglich, einfach und sicher zu erkennen, dass bzw. ob ein Produkt
durch das Trägerportal hindurchgefahren ist und entsprechend einer Scannung unterzogen
wurde.
[0012] Des Weiteren kann möglich sein, dass das Trägerportal tunnelartig ausgebildet ist.
Durch eine tunnelartige Ausbildung wird es möglich, Störeinflüsse von den Scanmodulen
abhalten zu können.
[0013] Außerdem ist denkbar, dass das Trägerportal ein Grundgestell aufweist, dass aus Profilelementen
aufgebaut ist. Bei den Profilelementen kann es sich beispielsweise um handelsübliche
Standardprofilelemente handeln, die einen einfachen Zusammenbau und Aufbau eines Grundgestells
ermöglichen. Dabei kann es sich um Halbzeuge handeln. Denkbar ist aber auch, Standardindustrieelemente,
wie beispielsweise Profile der Firma ITEM (sogenannte ITEM-Profile) oder auch von
der Firma Bosch Rexroth zu verwenden. Durch den Aufbau aus Profilelementen wird ein
einfacher und gleichzeitig stabiler Aufbau eines Grundgestells ermöglicht. Um eine
tunnelartige Ausbildung des Trägerportals dann zu ermöglichen, können entsprechende
Verkleidungen am Grundgestell angeordnet werden.
[0014] Außerdem kann vorgesehen sein, dass die Scanvorrichtung wenigstens vier vertikale
Seitenstreben aufweist, von denen je zwei Seitenstreben einen Tunneleingang und je
zwei Seitenstreben einen Tunnelausgang begrenzen. Hierdurch wird eine einfache und
stabile Konstruktion, aber auch zugleich günstige Begrenzung des Tunneleingangs und
Tunnelausgangs ermöglicht. Die Seitenstreben können insbesondere aus den Profilelementen
aufgebaut sein.
[0015] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass an wenigstens einer Seitenstrebe ein Scanmodul
angeordnet ist. Insbesondere ist denkbar, dass an jeder Seitenstrebe ein Scanmodul
angeordnet ist. Hierdurch wird es möglich, einen vergleichsweise großen Bereich im
Inneren des Trägerportals abscannen zu können. Dadurch wird die Scannung eines Identifikationscodes
insgesamt erleichtert und auch sichergestellt.
[0016] Das wenigstens eine Scanmodul kann mit einem 45° Winkel bezogen auf die durch zwei
zueinander benachbarte vertikale Seitenstreben aufgespannte Ebene in Richtung Inneres
des Trägerportals angeordnet und ausgerichtet sein. Bei dem 45° Winkel handelt es
sich um eine mögliche Ausführungsform. Denkbar ist insbesondere, dass ein Winkelbereich
zwischen 30° bis 60°, insbesondere zwischen 40° und 50° gewählt wird. Für die Fixierung
und Ausrichtung an der Querstrebe bzw. am Trägerportal kann ein entsprechend ausgebildetes
Halteblech, z.B. ein sog. 45°-Halteblech vorgesehen sein.
[0017] Durch eine derartige Ausrichtung wird ebenfalls ermöglicht, dass das Scanmodul möglichst
große Bereiche im Inneren des Trägerportals abscannen kann.
[0018] Außerdem kann vorgesehen sein, dass je zwei Seitenstreben durch wenigstens eine Querstrebe
verbunden sind. Dabei können zwei Querstreben vorhanden sein im gesamten Trägerportal.
Die Querstreben können dabei an den Enden zweier Seitenstreben angeordnet und befestigt
sein. Hierdurch wird insgesamt eine stabile Querverbindung zwischen den aufragenden
Seitenstreben ermöglicht.
[0019] Denkbar ist weiter, dass an wenigstens einer Querstrebe, vorzugsweise an beiden Querstreben,
ein Scanmodul angeordnet ist. Hierdurch kann nochmal eine Scannung von oben erfolgen.
In Kombination mit den an den Seitenstreben angeordneten Scanvorrichtungen sowie der
Scannung nunmehr von oben durch die an den Querstreben angeordneten Scanmodule wird
es möglich, alle freiliegenden Seiten eines durch das Trägerportal hindurchgeführten
Produktes abscannen zu können und somit sicher einen Identifikationscode auf dem Produkt
erfassen zu können.
[0020] Das Scanmodul kann mit einem 30° Winkel bezogen auf die durch zwei zueinander benachbarte
Querstreben aufgespannten Ebene in Richtung Inneres des Trägerportals angeordnet und
ausgerichtet sein. Denkbar ist auch, hier einen Winkel zwischen 15° bis 45° zu wählen,
vorzugsweise zwischen 25° bis 35°. Für die Fixierung und Ausrichtung an der Querstrebe
bzw. am Trägerportal kann ein entsprechend ausgebildetes Halteblech, z.B. ein sog.
30°-Halteblech vorgesehen sein.
[0021] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass weiter eine Kamera zur Produkterfassung im
Bereich des Trägerportals vorgesehen ist. Somit wird eine weitere Identifikationsmöglichkeit
von durch das Trägerportal hindurchgeführten Produkten ermöglicht. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass die Kamera oberhalb der Waren, d.h. im Bereich der Querstreben
bzw. des oberen Bereichs, bezogen auf den montierten und aufgestellten Zustand der
Scanvorrichtung, angeordnet ist.
[0022] Denkbar ist auch, dass die Anzahl der Scanmodule mehr als 6 beträgt, beispielsweise
deutlich mehr als 10, vorzugsweise dass bis zu 48 Scanmodule vorgesehen sind.
[0023] Denkbar ist auch, dass keine Scanner vorgesehen sind, die im aufgestellten und montierten
Zustand der Scanvorrichtung von unten, d.h. Ausrichtung von der Transportvorrichtung,
einen Scanvorgang übernehmen. Dies hängt damit zusammen, dass eine Produktidentifikation
hier problematisch wäre und deshalb aus Kostengründen gar nicht erst versucht wird.
[0024] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Eingabemodul zur Eingabe
von Benutzereingaben vorgesehen ist. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass
das Eingabemodul wenigstens einen Touchscreen aufweist. Denkbar ist dabei, dass der
Scanvorgang durch eine Touchfunktion an einem Bildschirm ermöglicht und auch eingeleitet
werden kann. Der Kunde kann somit selbstständig den Scanvorgang aktivieren. Dabei
kann automatisch eine Produktzuführung zur Scanvorrichtung erfolgen oder der Nutzer
kann entsprechend das zu scannende Produkt selbst auflegen. Auf dem Eingabemodul und
seinem Bildschirm, insbesondere dem Touchscreen, können auch Informationen zur Bedienung
des Scantunnels und des Scanvorgangs gezeigt werden. Auch Statusanzeigen können hierüber
erfolgen.
[0025] Denkbar ist auch, dass hier Aussagen erfolgen, ob der Scanvorgang erfolgreich war
oder nicht. Bei einer Fehlermeldung kann über den Touchscreen oder ein anderes Ausgabemittel
des Eingabemoduls angezeigt werden, dass ein erneutes Scannen notwendig ist.
[0026] Bei dem Transportelement kann es sich um ein Transportband bzw. Förderband handeln.
Denkbar ist auch, dass hier entsprechende Rollen, wie dies im Logistik-oder Retailbereich
üblich ist, entsprechend eingesetzt werden können.
[0027] Bei dem Identifikationscode kann es sich um einen Barcode und/oder um einen QR-Code
oder dergleichen handeln. Diese Codes sind weit verbreitet und ermöglichen eine einfache
und zuverlässige Identifikation von Produkten.
[0028] Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur automatisierten
Erfassung von Identifikationscodes eines Produktes mit einer Scanvorrichtung. Dabei
weist das Verfahren wenigstens die folgenden Schritte auf:
- Es wird ein mit einem Identifikationscode gekennzeichnetes Produkt mit wenigstens
einem Transportelement durch eine eingangsseitig eines Scanbereichs mehrerer unterschiedlich
ausgerichteter Scanmodule angeordneten Lichtschranke hindurchgeführt;
- es wird das Produkt in den Scanbereich zur Scannung des Identifikationscodes hingebracht;
und
- wenn wenigstens ein Scanmodul den Identifikationscode scannen konnte, wird das Produkt
aus dem Scanbereich heraus durch eine ausgangsseitig des Trägerportals angeordnete
Lichtschranke hindurchgeführt oder wenn kein Scanmodul den Identifikationscode scannen
konnte, wird der Scanvorgang erneut durchgeführt.
[0029] Das Verfahren kann vorzugsweise durch mit einer Scanvorrichtung in einer der vorstehend
beschriebenen Ausführungsformen durchgeführt werden.
[0030] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in den Zeichnungen
näher dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werden.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf eine Scanvorrichtung gemäß erfindungsgemäßer Ausführungsform
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel der Scanvorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Frontansicht auf die Scanvorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Scanvorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 5
- eine Frontansicht auf das Trägerportal der Scanvorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf das Trägerportal gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht auf das Trägerportal gemäß Fig. 5;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht auf das Trägerportal gemäß Fig. 5;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht auf ein 45°-Halteblech für ein Scanmodul der Scanvorrichtung
gemäß Fig. 1;
- Fig. 10
- eine Seitenansicht auf das Halteblech gemäß Fig. 9;
- Fig. 11
- eine weitere Seitenansicht auf das Halteblech gemäß Fig. 9;
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf das Halteblech gemäß Fig. 9;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht auf ein 30°-Halteblech für ein Scanmodul der Scanvorrichtung
gemäß Fig. 1;
- Fig. 14
- eine Seitenansicht auf das Halteblech gemäß Fig. 13;
- Fig. 15
- eine weitere Seitenansicht auf das Halteblech gemäß Fig. 13; und
- Fig. 16
- eine Draufsicht auf das Halteblech gemäß Fig. 13.
[0032] Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Scanvorrichtung 10.
[0033] Die Scanvorrichtung 10 ist dabei eine Scanvorrichtung 10 zur automatisierten Erfassung
von Identifikationscodes eines Produkts.
[0034] Die Scanvorrichtung 10 weist dabei ein Trägerportal 12 auf, das hier von einer entsprechenden
tunnelartigen Verkleidung 14 umhüllt ist. Das Trägerportal 12 selbst ist in den Fig.
5 bis 8 näher erläutert und gezeigt.
[0035] Darüber hinaus ist ein Transportelement in Form eines Transportbandes 16 vorgesehen,
das auf einem entsprechenden, verkleideten Traggestell 18 angeordnet ist.
[0036] Wie dies weiter aus den Fig. 5 bis 8 ersichtlich ist, ist das Trägerportal 12 auf
einem Grundgestell 20 aufgebaut.
[0037] Die Verkleidung 14 ist hier nicht gezeigt.
[0038] Dabei sind vier vertikale Seitenstreben 22 vorgesehen sowie im oberen Bereich Querstreben
24.
[0039] Im unten Drittel bezogen auf den montierten Zustand weist das Grundgestell 20 weitere
untere Querstreben 26 auf.
[0040] Je zwei Seitenstreben 22 begrenzen den Tunneleingang 14a und je zwei Seitenstreben
22 begrenzen den Tunnelausgang 14b (siehe auch Fig. 1 bis 4).
[0041] An jeder Seitenstrebe 22 ist ein Scanmodul 28 angeordnet.
[0042] Die Scanmodule 28 sind dabei hier in einem 45° Winkel (vgl. insbesondere Fig. 6 und
8) bezogen auf die durch zwei zueinander benachbarten vertikalen Seitenstreben 22
aufgespannte Ebene in Richtung Inneres I des Trägerportals 12 angeordnet und ausgerichtet.
[0043] Diese Ausrichtung wird mittels 45°-Halteblechen 29, die jeweils endseitig der Scanmodule
28 angeordnet sind, erreicht (vgl. hierzu Fig. 6 sowie die Fig. 9 bis 12).
[0044] Das 45°-Halteblech 29 ist näher in den Figuren 9 bis 12 gezeigt.
[0045] Das 45°-Halteblech 29 weist einen Grundkörper 29a sowie eine rechteckige Ausnehmung
29b auf.
[0046] Die rechteckige Ausnehmung 29b ist dabei bezogen auf die Mittelachse des 45°-Halteblechs
29 um 45° verdreht, um die 45°-Ausrichtung zu realisieren.
[0047] An den beiden Kanten 29c und 29d der Ausnehmung 29b sind Befestigungslaschen 29e
hochgebogen, die zur Anlage an die Seitenstrebe 22 vorgesehen sind.
[0048] In jeder Befestigungslasche 29e ist eine Bohrung 29f vorgesehen, die zur Aufnahme
eines Befestigungsbolzens oder einer Schraube dient, die dann in die Seitenstrebe
22 eingeschraubt werden kann.
[0049] Im zentralen Bereich des Halteblechs 29 ist eine Bohrung 29g vorgesehen, die zur
Aufnahme eines Befestigungspins, -bolzens oder einer Schraube dienen kann, der/die
dann wiederum mit dem Scanmodul verbunden ist bzw. mit diesem befestigt wird. Um diesen
Befestigungspin, -bolzen oder Schraube kann dann das Scanmodul 28 gedreht werden.
[0050] Ein Segmentlangloch 29h ist beabstandet von der Bohrung 29g vorgesehen. Dieses Segmentlangloch
weist eine Kreisbahn auf, dessen Mittelpunkt dem Mittelpunkt der Bohrung 29g entspricht.
Hierüber kann eine Feinjustierung und Drehung des montierten Scanmoduls 28 erfolgen.
[0051] Weiter ist an den Querstreben 24 jeweils ein weiteres Scanmodul 28 angeordnet.
[0052] Die Scanmodule 28 sind dabei insgesamt baugleich ausgebildet.
[0053] Dabei ist jeweils am Tunneleingang 14a und am Tunnelausgang 14b ein Scanmodul 28
angeordnet.
[0054] An der Seite ist ein Hauptschalter 30 vorgesehen, mit dem die Scanvorrichtung 10
in Betrieb und außer Betrieb gesetzt werden kann.
[0055] Der Hauptschalter 30 ist dabei auch in den Fig. 1 bis 4 entsprechend ersichtlich.
[0056] Die Scanmodule 28, die an den Querstreben 24 im Bereich des Tunneleingangs 14a bzw.
Tunnelausgangs 14b angeordnet sind, sind mit einem 30° Winkel bezogen auf die durch
die zwei zueinander benachbarten Querstreben 24 aufgespannte Ebene in Richtung Inneres
I des Trägerportals 12 angeordnet und ausgerichtet.
[0057] Diese Ausrichtung wird mittels 30°-Halteblechen 33, die jeweils endseitig der Scanmodule
28 angeordnet sind, erreicht (vgl. hierzu Fig. 8 sowie die Fig. 13 bis 16).
[0058] Das 30°-Halteblech 33 ist näher in den Figuren 13 bis 16 gezeigt.
[0059] Das 30°-Halteblech 33 weist einen Grundkörper 33a sowie eine eckige Ausnehmung 33b
auf.
[0060] An einer beiden Kanten 33c und 33d der Ausnehmung 33b ist eine Befestigungslasche
33e hochgebogen, die zur Anlage an die Querstrebe 24 vorgesehen ist.
[0061] Die Ausnehmung 33b ist dabei so ausgerichtet, dass die Kante 33c und 33d sowie die
Ausrichtung des Grundkörpers 33a eine 30°-Verkippung des Grundkörpers ermöglichen,
wenn die Kante 33d als Anschlagkante gegen z.B. die Querstrebe 24 verwendet wird.
So wird eine 30°-Ausrichtung des 30°-Halteblechs realisiert.
[0062] In der Befestigungslasche 33e ist eine Bohrung 33f vorgesehen, die zur Aufnahme eines
Befestigungsbolzens oder einer Schraube dient, die dann in die Querstrebe 24 eingeschraubt
werden kann.
[0063] Im zentralen Bereich des Halteblechs 33 ist eine Bohrung 33g vorgesehen, die zur
Aufnahme eines Befestigungspins, -bolzens oder einer Schraube dienen kann, der/die
dann wiederum mit dem Scanmodul verbunden ist bzw. mit diesem befestigt wird. Um diesen
Befestigungspin, -bolzen oder Schraube kann dann das Scanmodul 28 gedreht werden.
[0064] Ein Kreisbahnlangloch 33h ist beabstandet von der Bohrung 33g vorgesehen. Dieses
Kreisbahnlangloch weist eine Kreisbahn auf, dessen Mittelpunkt dem Mittelpunkt der
Bohrung 33g entspricht. Hierüber kann eine Feinjustierung und Drehung des montierten
Scanmoduls 28 erfolgen.
[0065] Außerdem ist eine Kamera 32 vorgesehen.
[0066] Die Kamera 32 dient zur Produkterfassung im Bereich des Trägerportals 12, nämlich
im Inneren I des Trägerportals 12.
[0067] Nicht näher dargestellt ist das Eingabemodul zur Eingabe von Benutzereingaben. Bei
dem Eingabemodul kann es sich um ein Touchscreen handeln.
[0068] Die Identifikationscodes auf den auf das Transportband 16 aufzulegenden Produkten
können Barcodes und/oder QR-Codes oder dergleichen sein.
[0069] Des Weiteren weist die Scanvorrichtung 10 im Bereich des Eingangsbereichs wenigstens
eine erste Lichtschranke L1 und im Bereich des Tunnelausgangs 14b eine zweite Lichtschranke
L2 auf.
[0070] Die Funktion der Scanvorrichtung 10 lässt sich wie folgt beschreiben:
Auf das Transportband 16 können im Bereich vor dem Tunneleingang 14a Produkte aufgelegt
werden.
[0071] Dies kann auch außerhalb der Geschäftszeiten eines Einzelhandelsunternehmens erfolgen.
[0072] Hier kann Kunden der Zugang zum Laden unter bestimmten Voraussetzungen entsprechend
gewährt werden, beispielsweise durch vorherige Registrierung oder dergleichen sowie
in Kombination mit entsprechender Zugangskarte.
[0073] Beim Hindurchführen durch das Trägerportal 12 erfolgt zunächst eine Erfassung des
Produkts auf dem Transportband 16 durch die Lichtschranke L1 im Bereich des Tunneleingangs
14a.
[0074] Hierdurch wird erkannt, dass der Vorgang zum Scannen gestartet werden muss.
[0075] Denkbar ist auch, den Scanvorgang durch eine Touchfunktion auf einem Bildschirm,
beispielsweise einem Touchscreen zu ermöglichen, die der Kunde selbstständig aktiviert.
Denkbar ist aber auch, dass bereits das bloße Auflegen des Produktes auf das Transportband
16 bereits ausreicht, um den Scanvorgang zu starten.
[0076] Durch das Hindurchführen mittels des Transportbandes 16 durch das Trägerportal 12
erfolgt eine Abscannung des Produktes von allen Seiten, die offen ersichtlich sind.
Die Anordnung im 45° Versatz bzw. 30° Versatz der Scanmodule 28 dient dazu, einen
möglichst großen Bereich im Inneren I des Trägerportals 12 zu ermöglichen.
[0077] Nach erfolgreicher Erfassung fährt das Produkt aus dem Trägerportal 12 durch den
Tunnelausgang 14b hinaus und wird durch die Lichtschranke L2 erfasst.
[0078] Dies ermöglicht eine Erkennung, dass der Scanvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde.
[0079] Durch die Scanvorrichtung 10 kann nunmehr eine Information an den Kunden ausgegeben
werden, dass das nächste Produkt gescannt werden kann. Denkbar ist aber auch, dass
bei nicht erfolgreicher Scannung der Scanvorgang erneut durchgeführt werden muss.
Hierzu kann beispielsweise das Transportband 16 rückwärts laufen, so dass das Produkt
noch einmal neu aufgelegt und erneut durch das Trägerportal 12 hindurchgeführt werden
muss.
[0080] Der Schalter 30 kann auch als Notausschalter ausgebildet sein.
[0081] Ein Scan von ID-Codes, beispielsweise 1D, 2D oder Barcodes oder QR-Codes ist denkbar.
[0082] Es ist weiter denkbar, dass die Scanvorrichtung 10 auch eine entsprechende Bilddatenbank
für Produkte und die zugehörigen Barcodes aufweisen kann.
[0083] Eine zusätzliche Erfassung des Produkts kann mit der Kamera 32 erfolgen. Durch die
Kamera 32 wird es auch möglich, nochmal gesondert eine entsprechende Bilderkennung
ggf. durchführen zu können.
[0084] Weiter ist denkbar, dass mehrere rechteckige Farbleisten 34 vorgesehen sind für eine
farbliche Kennzeichnung sobald der Scanvorgang startet.
[0085] Diese Farbleisten 34 können beispielsweise rot bzw. grün leuchten oder blinken, wenn
eine neue Ware in den Tunnel gelegt werden kann.
[0086] Im Zusammenhang mit der Verkleidung 14 der Scanvorrichtung 10, wie sie in den Fig.
1 bis 4 gezeigt ist, ist möglich, dass die Umhausung aus Holz oder einem anderen Werkstoff,
wie beispielsweise Metall oder Edelstahl oder Aluminium oder dergleichen erfolgen
kann.
[0087] Denkbar ist auch, hier Kunststoff einzusetzen.
[0088] Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit der Scanvorrichtung 10 wie folgt durchgeführt.
[0089] In einem ersten Schritt wird ein Produkt auf das Transportband 16 aufgelegt.
[0090] Dies kann beispielsweise außerhalb der normalen Geschäftszeiten eines Einzelhandelgeschäftes
erfolgen. Grundsätzlich kann dieses sog. Self-Checkout-Verfahren aber jederzeit erfolgen.
Von Vorteil ist insbesondere, dass nicht zwingend Verkaufspersonal anwesend sein muss.
[0091] Es wird dann in einem zweiten Schritt das einem Identifikationscode gekennzeichnete
Produkt mit dem Transportband 16 durch die eingangsseitige Lichtschranke L1 hindurchgeführt.
[0092] Danach fährt das Transportband 16 das Produkt in den Scanbereich der Scanmodule 28
(also der Bereich, der sich im Wesentlichen im Inneren I des Trägerportals 12 befindet),
wo die Abtastung der freiliegenden Oberflächen des Produktes mit den Scanmodulen 28
erfolgt. Dieser Schritt ist der Schritt, in dem die Scannung des Identifikationscodes
erfolgt.
[0093] Wenn wenigstens ein Scanmodul 28 den Identifikationscode scannen konnte, wird das
Produkt aus dem Scanbereich heraus durch die ausgangsseitig des Trägerportals 12 angeordnete
Lichtschranke L2 hindurchgeführt.
[0094] Wenn kein Scanmodul 28 den Identifikationscode scannen konnte, wird der Scanvorgang
erneut durchgeführt.
[0095] Dies wird dem Nutzer auch entsprechend durch die Scanvorrichtung angezeigt, z.B.
über den Touchscreen, ein Display und/oder eine Bandansage.
[0096] Grundsätzlich können mehrere Arten von Produkten auf das Transportband aufgelegt
werden.
[0097] Insbesondere können auch mehrere Größen und auch Verpackungsarten mittels der Scanvorrichtung
gescannt werden.
[0098] Eine Ausrichtung der Produkte auf dem Transportband 16 ist nicht erforderlich.
[0099] Die Produkte können durch die Scanmodule 28 automatisch im Vorbeifahren bzw. Vorbeibewegen
gescannt werden.
[0100] Die Bauteil bzw. Warengröße bzw. Produktgröße kann beispielsweise im Bereich zwischen
20x20x5mm bis zu 800x400x400mm liegen.
Bezugszeichen
[0101]
- 10
- Scanvorrichtung
- 12
- Trägerportal
- 14
- Verkleidung
- 14a
- Tunneleingang
- 14b
- Tunnelausgang
- 16
- Transportelement, Transportband
- 18
- Traggestell
- 20
- Grundgestell
- 22
- Seitenstrebe
- 24
- Querstrebe
- 26
- untere Querstrebe
- 28
- Scanmodul
- 29
- Halteblech
- 29a
- Grundkörper
- 29b
- Ausnehmung
- 29c
- Kante
- 29d
- Kante
- 29e
- Befestigungslasche
- 29f
- Bohrung
- 29g
- Bohrung
- 29h
- Kreisbahnlangloch
- 30
- Hauptschalter
- 32
- Kamera
- 33
- Halteblech
- 33a
- Grundkörper
- 33b
- Ausnehmung
- 33c
- Kante
- 33d
- Kante
- 33e
- Befestigungslasche
- 33f
- Bohrung
- 33g
- Bohrung
- 33h
- Kreisbahnlangloch
- 34
- Farbleisten
- I
- Inneres des Trägerportals
- L1
- erste Lichtschranke
- L2
- zweite Lichtschranke
1. Scanvorrichtung (10) zur automatisierten Erfassung von Identifikationscodes eines
Produktes mit wenigstens einem Trägerportal (12), mit wenigstens einem Transportelement
(16), mittels dessen ein Produkt durch das Trägerportal (12) hindurch transportiert
werden kann, mit mehreren unterschiedlich ausgerichteten Scanmodulen (28) zur Scannung
eines Identifikationscodes, die im und/oder am Trägerportal (12) angeordnet sind,
und mit wenigstens einer eingangsseitig des Trägerportals (12) angeordneten Lichtschranke
(L1) und mit wenigstens einer ausgangsseitig des Trägerportals (12) angeordnete Lichtschranke
(L2).
2. Scanvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerportal (12) tunnelartig ausgebildet ist.
3. Scanvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerportal (12) ein Grundgestell (20) aufweist, dass aus Profilelementen aufgebaut
ist.
4. Scanvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scanvorrichtung (10) wenigstens vier vertikale Seitenstreben (22) aufweist, von
denen je zwei Seitenstreben (22) einen Tunneleingang (14a) und je zwei Seitenstreben
(22) einen Tunnelausgang (14b) begrenzen.
5. Scanvorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Seitenstrebe (22) ein Scanmodul (28) angeordnet ist, insbesondere
wobei an jeder Seitenstrebe (22) ein Scanmodul (28) angeordnet ist.
6. Scanvorrichtung (10) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Scanmodul (28) mit einem 45° Winkel bezogen auf die durch zwei zueinander
benachbarte vertikale Seitenstreben (22) aufgespannte Ebene in Richtung Inneres (I)
des Trägerportals (12) angeordnet und ausgerichtet ist.
7. Scanvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Seitenstreben (22) durch wenigstens eine Querstrebe (24) verbunden sind,
insbesondere wobei wenigstens zwei Querstreben (24) vorhanden sind und/oder wobei
die Querstrebe(n) (24) an den Enden zweier Seitenstreben (22) angeordnet und befestigt
sind.
8. Scanvorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Querstrebe (24) ein Scanmodul (28) angeordnet ist.
9. Scanvorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Scanmodul (28) mit einem 30° Winkel bezogen auf die durch zwei zueinander benachbarte
Querstreben (24) aufgespannte Ebene in Richtung Inneres (I) des Trägerportals (12)
angeordnet und ausgerichtet ist.
10. Scanvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Kamera (32) zur Produkterfassung im Bereich des Trägerportals (12)
vorgesehen ist.
11. Scanvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Eingabemodul zur Eingabe von Benutzereingaben vorgesehen ist, insbesondere
wobei das Eingabemodul wenigstens einen Touchscreen aufweist.
12. Scanvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportelement ein Transportband (16) ist.
13. Scanvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationscode ein Barcode und/oder QR-Code oder dergleichen ist.
14. Verfahren zur automatisierten Erfassung von Identifikationscodes eines Produktes mit
einer Scanvorrichtung (10) mit wenigstens den folgenden Schritten:
- Es wird ein mit einem Identifikationscode gekennzeichnetes Produkt mit wenigstens
einem Transportelement (16) durch eine eingangsseitig eines Scanbereichs mehrerer
unterschiedlich ausgerichteter Scanmodule (28) angeordneten Lichtschranke (L1) hindurchgeführt;
- es wird das Produkt in den Scanbereich zur Scannung des Identifikationscodes hingebracht;
und
- wenn wenigstens ein Scanmodul (28) den Identifikationscode scannen konnte, wird
das Produkt aus dem Scanbereich heraus durch eine ausgangsseitig des Trägerportals
(12) angeordnete Lichtschranke (L2) hindurchgeführt oder wenn kein Scanmodul (28)
den Identifikationscode scannen konnte, wird der Scanvorgang erneut durchgeführt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren mit einer Scanvorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 durchgeführt
wird.