[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Wäsche gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Behandlung
von Wäsche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0002] Wäsche, und zwar vor allem Wäschestücke, wie Flachwäsche oder Formteile, werden gewaschen
und anschließend getrocknet.
[0003] Das Waschen erfolgt üblicherweise in einer Waschmaschine mit einer drehenden Trommel.
In gewerblichen Wäschereien sind diese häufig als längliche, drehend antreibbare Trommeln
zur Bildung sogenannter Durchlaufwaschmaschinen ausgebildet. In der Trommel werden
die Wäschestücke gemeinsam mit einer Behandlungsflüssigkeit ständig umgewälzt und
dabei gewaschen.
[0004] Auch das Trocknen erfolgt vor allem in gewerblichen Wäschereien in einem Trockner
mit einer drehenden Trommel. Dabei werden die Wäschestücke in Folge des drehenden
Antriebs der Trommel und der durch vorzugsweise heiße Trocknungsluft erzeugten Strömung
in der Trommel umgewälzt.
[0005] Die bekannten Waschmaschinen und Trockner haben sich in der Praxis, vor allem in
gewerblichen Wäschereien, bewährt, obwohl sie gewisse Nachteile haben, indem beispielsweise
die ständige Bewegung der Wäschestücke in den Trommeln zu einer mechanischen Beanspruchung
der Wäschestücke führt und die Bewegung der Wäschestücke in den Trommeln energieaufwendig
ist.
[0006] Aus der
US 1 487 914 A ist es bekannt, Wäsche im Durchlaufverfahren durch eine Waschmaschine zu waschen.
[0007] Die
EP 2 369 051 A1 offenbart einen nach dem Durchlaufprinzip arbeitenden Trockner, von dem Wäschestücke
im flachliegenden Zustand getrocknet und anschließend gefaltet werden.
[0008] Aus der
US 6 189 170 B1 ist es bekannt, Eingangsmatten mit in einer Reihe aufeinanderfolgender Stationen
zu reinigen, wobei zwischen den zur Reinigung dienenden Stationen eine mit Kaltluft
arbeitende Trockenstation vorgesehen ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Behandlung von Wäsche, insbesondere Wäschestücken, zu schaffen, die eine größtmögliche
Schonung der Wäsche ermöglichen und effizient sind.
[0010] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
[0011] Demnach ist es vorgesehen, die Nassbehandlung und Trocknung im ausgebreitet auf mindestens
einem Förderer liegenden Zustand der Wäschestücke vorzunehmen. Es finden so die Nassbehandlung
und das Trocknen gleichermaßen kontinuierlich statt, und zwar im Durchlauf der Wäschestücke
durch den Nassbehandlungs- und Trocknungsbereich. Die Wäschestücke werden im ausgestreckten
bzw. ausgebreiteten Zustand auf den Anfang des Förderers im Bereich der Nassbehandlung
aufgelegt. Das erfolgt mit einer Eingabemaschine, wie sie beispielsweise vor Mangeln
üblich ist. Damit sind automatisch die Wäschestücke einzeln und im ausgebreiteten
Zustand auf den Anfang des Förderers zum Hindurchtransportieren der Wäschestücke durch
die Nassbehandlung und den Trockner auflegbar. Die getrockneten Wäschestücke werden
in ihrem ausgebreiteten Zustand vom Förderer im Bereich des Trockners unmittelbar
an einen Zuführförderer einer nachfolgenden Faltmaschine oder einer Mangel übergeben.
Eine solche Übergabe ist zweckmäßig, weil infolge der Nassbehandlung und Trocknung
der Wäschestücke im ausgebreiteten Zustand sich am Ende des Trockners die Wäschestücke
in einem zur Weiterverarbeitung durch eine Faltmaschine oder eine Mangel erforderlichen
ausgebreiteten gestreckten Zustand befinden. Gegebenenfalls kann der Zuführförderer
der nachfolgenden Wäschebehandlungseinrichtung entfallen, indem er vom Ende des Förderers
gebildet wird, der die Wäschestücke durch die Trocknungszone transportiert.
[0012] Das zuvor beschriebene Verfahren lässt sich besonders bei einer Bearbeitungsstraße
zum Zuführen der Wäschestücke zur Nassbehandlung und Weiterbehandlung der Wäschestücke
nach dem Trocknen, beispielsweise durch Falten und/oder Mangeln, integrieren. Eine
solche Integration ist deswegen besonders einfach und vorteilhaft möglich, weil die
Wäschestücke im ausgebreiteten Zustand auf einem Förderer liegend nassbehandelt und
getrocknet werden. Im gleichen Zustand werden die Wäschestücke üblicherweise weiterverarbeitet,
insbesondere gemangelt und/oder gefaltet. Auch das Zuführen von ausgebreiteten Wäschestücken
zum Förderer im Bereich der Nassbehandlung ist besonders einfach mit den dazu zur
Verfügung stehenden Eingabemaschinen möglich.
[0013] Die Wäschestücke liegen bei ihrer Nassbehandlung und Trocknen unbewegt auf dem mindestens
einen Förderer, der sie durch den Nassbehandlungs- und Trocknungsbereich hindurchbewegt.
[0014] Die Wäschestücke werden im Anschluss an die Nassbehandlung getrocknet. Vorzugsweise
durchlaufen dabei die Wäschestücke den Nassbehandlungs- und Trocknungsbereich mit
gleicher Geschwindigkeit. Dadurch erfolgt die komplette Behandlung, und zwar mindestens
das Waschen, Spülen und Trocknen, gegebenen auch mindestens eine Desinfektion, unmittelbar
nacheinander entlang einer von wenigstens einem Förderer gebildeten Förderstrecke,
die sich durch den Nassbehandlungs- und den Trocknungsbereich erstreckt. Im Gegensatz
zum Stand der Technik ist durch dieses erfindungsgemäße Verfahren kein Umladen der
Wäschestücke von einer Nachbehandlungseinrichtung, beispielsweise einer Waschmaschine,
zu einem Trockner erforderlich.
[0015] Vorzugsweise erfolgt die Trocknung der Wäsche bzw. Wäschestücke im unmittelbaren
Anschluss an die Nassbehandlung, insbesondere das Spülen. Die Wäschestücke werden
somit im ausgebreitet, liegenden Zustand nicht nur durch den Nassbehandlungsbereich,
sondern auch durch den sich daran unmittelbar anschließenden Trocknungsbereich transportiert
bzw. gefördert.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist es vorgesehen, die Nassbehandlung,
insbesondere mindestens das Waschen und Spülen, und die darauffolgende Trocknung mit
mehreren aufeinanderfolgenden Förderern durchzuführen. Die Förderer schließen unmittelbar
aneinander an, so dass sie eine durchgehende Transportstrecke bilden.
[0017] Die Transportgeschwindigkeit der Förderer im Bereich der Nassbehandlung und im Bereich
der Trocknung ist zweckmäßigerweise aufeinander abgestimmt, beispielsweise synchronisiert.
Die gewaschenen und gespülten sowie gegebenenfalls desinfizierten Wäschestücke werden
so in einem ununterbrochenen Durchlauf durch den Nassbehandlungsbereich und den Trocknungsbereich
transportiert, und zwar insbesondere mit gleicher Transportgeschwindigkeit. Dabei
bleiben die Wäschestücke ausgebreitet auf dem Förderer liegen, auch wenn der Weitertransport
mit mehreren aufeinanderfolgenden Förderern erfolgt.
[0018] Bevorzugt ist es vorgesehen, die Wäsche, insbesondere Wäschestücke, im ausgebreiteten
Zustand mit einer Flüssigkeit zu bespritzen und/oder zu besprühen und dadurch zu waschen.
Das kann ohne eine drehende Trommel geschehen. Auch ist es nicht erforderlich, die
Wäschestücke in der zum Waschen dienenden Flüssigkeit ständig umwälzen. Dadurch ermöglicht
das erfindungsgemäße Verfahren ein schonendes und energiesparendes Waschen bei ruhenden
Wäschestücken.
[0019] Vorzugsweise werden die Wäsche bzw. Wäschestücke mit unter Druck stehender Flüssigkeit
bespritzt und/oder besprüht und dabei die Wäsche von der unter Druck stehenden Flüssigkeit
durchdrungen. Dabei kann es sich um unter Druck stehende Flüssigkeitsstrahlen, Flüssigkeitsnebel
und/oder Flüssigkeitskegel handeln. Vorzugsweise erfolgt das Bespritzen bzw. Besprühen
der Wäschestücke mit einer solchen Intensität, dass die Wäsche hydrodynamischen Wäsche
gewaschen wird.
[0020] Zusätzlich zum Bespritzen und/oder Besprühren können die Wäsche bzw. Wäschestücke
auch in einer Flüssigkeit ganz oder teilweise eingetaucht werden. Vorzugsweise handelt
es sich dabei um in einem Sammelbehälter aufgefangene Spritz- und/oder Sprühflüssigkeit.
Die Wäsche bzw. Wäschestücke werden dann mindestens während eines Teils ihrer Behandlung
sowohl besprüht bzw. bespritzt und mindestens streckenweise durch die Flüssigkeit,
insbesondere die gleiche Flüssigkeit, bewegt, vorzugsweise gezogen.
[0021] Bevorzugt werden die Flüssigkeitsstrahlen erzeugt durch Düsen, insbesondere Hochdruckdüsen
bzw. Hochdrucksprühdüsen. Die Energie bzw. der Impuls der relativ hohe Geschwindigkeiten
aufweisenden und/oder unter Druck stehenden Flüssigkeit führt zu einer Relativbewegung,
vorzugsweise eine Kavitation und/oder Mikrojets, zwischen der Flüssigkeit und den
Wäschestücken, die intensiver ist als die bei herkömmlichen Waschmaschinen durch die
drehende Trommel erzeugte Relativbewegung zwischen der zum Waschen eingesetzten Flüssigkeit
und der Wäsche.
[0022] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist es vorgesehen, die Wäschestücke
im ausgebreitet liegenden und/oder ruhenden Zustand mit Flüssigkeitsstrahlen mindestens
einer Flüssigkeit zu bespritzen und/oder zu besprühen und gegebenenfalls durch ein
Bad mit Flüssigkeit, vorzugsweise derselben Flüssigkeit, hindurchzubewegen. Besonders
vorteilhaft ist es, die Wäschestücke in einem ausgebreitet oder ausgestreckt auf mindestens
einem Förderer liegenden und/oder ruhenden Zustand mit der mindestens einen Flüssigkeit
zu durchdringen. Die Wäschestücke brauchen dabei relativ zum Förderer, insbesondere
einem Obertrum, auf dem sie aufliegen, keine Bewegung auszuführen, so dass sie unbewegt
auf dem Obertrum des Förderers liegen bzw. ruhen. Durch den Weitertransport der ausbreitet
bzw. flach auf dem Obertrum liegenden Wäschestücke vom Förderer werden diese kontinuierlich
an den Flüssigkeitsstrahlen entlangbewegt. Die Düsen zur Erzeugung der Flüssigkeitsstrahlen
können daher ortsfest über dem Obertrum des Förderers angeordnet sein.
[0023] Eine vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit des Verfahrens sieht es vor, dass die
mindestens eine Flüssigkeit auf eine freie Seite, vorzugsweise eine Oberseite, der
Wäschestücke gespritzt und/oder gesprüht wird und mindestens ein Teil dieser Flüssigkeit
von einer gegenüberliegenden Seite, vorzugsweise einer Unterseite, von den Wäschestücken
abgeleitet wird. Dabei hat es sich als zweckmäßig erwiesen, einen zu waschende Wäschestücke
tragenden Fördergurt des Förderers flüssigkeitsdurchlässig auszubilden. Die von den
mit hoher Geschwindigkeit und unter Druck auf die Oberseite der Wäschestücke auftreffenden
Flüssigkeitsstrahlen können ungehindert nicht nur durch die Wäschestücke, sondern
auch durch das Obertrum des diese tragenden Förderers hindurchtreten bzw. hindurchströmen
und dabei eine hydrodynamische Kavitation erzeugen, die auf die Wäsche reinigend und/oder
spülend einwirkt. Das erfolgt bevorzugt durch einen hohen Impuls aufweisende Hochdruck-Flüssigkeitsstrahlen.
[0024] Beim Waschen, bevorzugt zwischen aufeinanderfolgenden Waschschritten, beim letzten
Waschschritt und/oder vor dem Spülen findet gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
des Verfahrens eine Desinfektion mit Ultraschall und Peressigsäure statt. Vorteilhaft
ist es, diese Desinfektion der Wäschestücke in einem Flüssigkeitsbad mit der Peressigsäure
vorzunehmen, wobei vorzugsweise zur Desinfektion die Wäschestücke durch das Flüssigkeitsbad
transportiert werden. Das Flüssigkeitsbad wird durch Ultraschall in Schwingungen versetzt.
[0025] Die Konzentration der Peressigsäure im Flüssigkeitsbad mit Wasser, insbesondere sterilem
Wasser, braucht nur sehr gering zu sein, wenn erfindungsgemäß zusätzlich im Flüssigkeitsbad
Ultraschallwellen erzeugt werden. Dann reicht es, wenn das Wasser nur eine sehr geringe
Konzentration von 0,02% bis 4%, insbesondere 0,04% bis 2%, Peressigsäure aufweist.
Durch die Desinfektion der Wäschestücke im mit Peressigsäure angereicherten Ultraschallbad
wird die Wirksamkeit der Peressigsäure erhöht. Die Peressigsäure kann alle Stellen
des Gewebes der Wäschestücke erreichen. Die Desinfektion kann dadurch mit einer geringeren
Peressigsäure-Konzentration im Desinfektionsbad erfolgen, wenn dieses durch mindestens
eine Sonotrode oder dergleichen in Ultraschallschwingungen versetzt wird. Vor allem
kann die Desinfektion so auch rascher erfolgen, so dass die Desinfektion die Dauer
des Waschvorgangs nicht erhöht.
[0026] Die bessere Wirkung der Peressigsäure in der Desinfektionsflüssigkeit beruht vor
allem darauf, dass durch die Ultraschalldesinfektion mit Peressigsäure eine hydrodynamische,
akustische Gravitation auf die zu desinfizierende Wäsche in der Desinfektionsflüssigkeit
ausgeübt wird. Infolge dessen kann die Desinfektion im Ultraschallbad bzw. Desinfektionsbad
rascher und vor allem mit verringerter Peressigsäure-Konzentration im Wasser, insbesondere
sterilem Wasser, durchgeführt werden.
[0027] Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens sieht es vor, dass nach und/oder während
des Waschens mindestens ein Teil der in der Wäsche bzw. in den Wäschestücken gebundenen
Flüssigkeit entfernt wird. Dadurch wird von der Flüssigkeit gebundener Schmutz von
der Flüssigkeit getrennt oder beim Entfernen der Flüssigkeit aus der Wäsche von der
Flüssigkeit mitgenommen. So wird die nachfolgende Nassbehandlung wirksamer. Das gilt
vor allem, wenn vor dem Spülen ein Teil, vor allem ein Großteil, der in der Wäsche
gebundenen Flüssigkeit von derselben mechanisch und/oder pneumatisch getrennt wird.
[0028] Auch kann es vorteilhaft sein, nach Abschluss des Waschvorgangs, also nach dem Spülen
der Wäschestücke, aus denselben mindestens einen Großteil der noch gebundenen Flüssigkeit
(gebundene Flotte), vor allem gebundene Spülflüssigkeit, zu trennen. Dadurch findet
eine Vorentwässerung und/oder Vortrocknung der Wäschestücke statt, wodurch ein nachfolgender
Trocknungsvorgang rascher mit weniger Energie erfolgen kann.
[0029] Bei einer möglichen Ausgestaltung des Verfahrens ist es vorgesehen, die Wäsche in
einer Vorwaschzone und einer Klarwaschzone zu waschen und in mindestens einer Spülzone,
vorzugsweise einer Brauchwasserspülzone und einer Frischwasserspülzone, zu spülen.
Durch die mehreren Zonen ist ein intensives Waschen und/oder Spülen möglich.
[0030] Vorzugsweise werden vom gemeinsamen Förderer die Wäschestücke nacheinander in Behandlungsrichtung
durch die einzelnen Zonen hindurchtransportiert. Ein zeitaufwendiges Umladen der Wäschestücke
von einer Zone zur anderen, wie es bei Durchlaufwaschmaschinen erforderlich ist, kann
dadurch beim erfindungsgemäßen Verfahren entfallen.
[0031] Bevorzugt werden die Wäsche bzw. die Wäschestücke von mehreren aufeinanderfolgenden
Trocknungseinrichtungen nacheinander getrocknet. Die Wäschestücke werden so schritt-
und/oder stufenweise getrocknet. Außerdem lassen sich die Anzahl und/oder die Art
der aufeinanderfolgenden Trocknungseinrichtungen den Bedürfnissen entsprechend variieren,
insbesondere an die Intensität der Trocknung und die Art bzw. das Material der Wäschestücke
anpassen.
[0032] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass jede Trocknungseinrichtung einen quer zur Transportrichtung
des mindestens einen die Wäsche im ausgebreiteten Zustand tragenden Förderers verlaufenden
Trocknungsstreifen bildet. Von jeder Trocknungseinrichtung werden dadurch die Wäschestücke
über ihre gesamte Breite, vorzugsweise die Arbeitsbreite des Förderers, durchgehend,
vollflächig und/oder lückenlos getrocknet.
[0033] Eine Weiterbildung des Verfahrens sieht es vor, mindestens eine Trocknungseinrichtung
vorzusehen, die sich von einigen oder allen übrigen Trocknungseinrichtungen in ihrer
Art unterscheidet.
[0034] Als Trocknungseinrichtung können Heißlufterzeuger, Infrarotstrahler, Luftdüsen, vor
allem Heißluftdüsen, und/oder Stoßwellen bzw. Impulsstöße erzeugende Trocknungseinrichtungen
eingesetzt werden. Es können alle aufeinanderfolgenden Trocknungseinrichtungen gleicher
Art sein. Bevorzugt ist jedoch mindestens eine Trocknungseinrichtung andersartig als
eine oder mehrere der übrigen Trocknungseinrichtungen ausgebildet. Es ist so denkbar,
Trocknungseinrichtungen verschiedener Arten zum nacheinanderfolgenden Trocknen der
Wäschestücke zu verwenden. Das Trocknen kann so selektiv und bedarfsgerecht erfolgen.
Außerdem lässt sich das Trocknen so energieeffizient durchführen.
[0035] Dadurch, dass die auf den Förderern liegenden Wäschestücke zum Trocknen von mindestens
einem Förderer an den Trocknungseinrichtungen vorzugsweise kontinuierlich entlangtransportiert
werden, dient der Förderer zur Verkettung der einzelnen aufeinanderfolgenden Trocknungseinrichtungen.
Dabei wurden die zu trocknenden Wäschestücke während des gesamten Trocknungsvorgangs
im ausgebreiteten Zustand auf dem Förderer, insbesondere seinem vorzugsweise mindestens
luftdurchlässigen Obertrum getrocknet. Die Wäschestücke brauchen sich selbst beim
Trocknungsvorgang nicht zu bewegen; vielmehr werden diese vom Förderer im auf demselben
unbewegt liegenden Zustand an den Trocknungseinrichtungen nach und nach kontinuierlich
entlangbewegt.
[0036] Eine vorteilhafte Ausgestaltung einer Art der Trocknungseinrichtungen sieht es vor,
mit Umgebungsluft und/oder Abwärme von vorzugsweise einer Wäschereimaschine Luftdüsen
dieser mindestens einen Trocknungseinrichtung zu speisen. Dadurch kann zumindest ein
Teil der Trocknung der Wäsche autark erfolgen, das heißt ohne zusätzliche Energie.
Es wird vielmehr zurückgewonnene Wärmeenergie zum Trocknen in mindestens der mit Luftdüsen
arbeitenden einen Trocknungseinrichtung verwendet. Das führt zu einer verbesserten
Energieeffizienz des Trocknungsverfahrens.
[0037] Bei einer vorteilhaften Weiterbildungsmöglichkeit des Verfahrens ist es vorgesehen,
beim Trocknen, vor dem Trocknen und/oder nach dem Trocknen der Wäschestücke eine Desinfektion,
insbesondere eine trockene Desinfektion desselben, vorzunehmen. Beispielsweise kann
es sich um eine Plasmadesinfektion handeln, die trocken durchführbar ist und deshalb
zu keinem Feuchtigkeitseintrag in die zumindest teilweise schon getrocknete Wäsche
führt.
[0038] Eine andere Ausgestaltungsmöglichkeit des Verfahrens sieht es vor, von mindestens
einem auf die zu trocknende Wäsche gerichteten Sensor die Restfeuchte und/oder die
Temperatur der Wäsche zu ermitteln. Bevorzugt werden die Restfeuchte und/oder die
Temperatur der Wäsche vom mindestens einen Sensor berührungslos ermittelt, beispielsweise
mit einem Infrarotsensor bzw. einer Infrarotkamera. Durch den mindestens einen Messwert,
der bevorzugt fortlaufend oder in regelmäßig aufeinanderfolgenden Zeitabständen ermittelt
wird, lassen sich Rückschlüsse auf den Trocknungsgrad der Wäsche schließen. Dementsprechend
kann das Verfahren gesteuert werden, zum Beispiel durch Veränderung der Intensität
der Trocknung der Wäsche mittels der einzelnen Trocknungseinrichtungen und/oder Veränderung
der Transportgeschwindigkeit der Wäsche durch den Trockner, also an den aufeinanderfolgenden
Trocknungseinrichtungen vorbei. Es ist auch denkbar, anhand der Messergebnisse einzelne
Trocknungseinrichtungen abzuschalten oder zuzuschalten.
[0039] Es ist denkbar, in Abhängigkeit vom Material der Wäsche, insbesondere der Art ihres
Gewebes, die zum Trocknen dieser Wäsche verwendeten Trocknungseinrichtungen gezielt
einzuschalten und andere Trocknungseinrichtungen temporär auszuschalten.
[0040] Eine Vorrichtung zur Lösung Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 15 auf. Diese
Vorrichtung dient zum vorzugsweise gleichzeitigen Waschen und Trocknen der Wäsche
bzw. Wäschestücke. Dazu folgt auf die Wascheinrichtung unmittelbar der Trockner. Sowohl
in der Wäscheeinrichtung als auch im Trockner liegen die Wäschestücke im ausgebreiteten
Zustand auf einem Obertrum eines einzigen gemeinsamen Förderers oder auf Obertrumen
direkt aufeinanderfolgender Förderer zur Bildung einer gemeinsamen, durchgehenden
Förderstrecke. Die Förderstrecke verbindet dadurch die Wascheinrichtung und den Trockner,
so dass die Wäschestücke durchgehend von der Förderstrecke durch die Wascheinrichtung
und den Trockner transportierbar sind. Das geschieht vorzugsweise kontinuierlich nach
dem Durchlaufprinzip. Dabei verkettet die Förderstrecke die Wascheinrichtung mit dem
nachfolgenden Trockner. Außerdem können die Wäschestücke im ausgebreiteten und/oder
ruhenden Zustand auf der Förderstrecke, insbesondere ihrem mindestens einen Obertrum,
liegend sowohl nassbehandelt als auch getrocknet werden.
[0041] Eine vorteilhafte Weiterbildungsmöglichkeit der Vorrichtung sieht es vor, dass vor
der Wascheinrichtung eine Eingabemaschine angeordnet ist, die ausgebreitete Wäschestücke
direkt auf den Anfang des Förderers der Wascheinrichtung transportiert. Dabei kann
gegebenenfalls dieser Förderer schon Teil der Eingabemaschine sein. Durch diese Ausgestaltung
der Vorrichtung findet eine Verkettung der Eingabemaschine mit der Wascheinrichtung
und dem Trockner statt zur Bildung einer durchgehenden Bearbeitungslinie oder Bearbeitungsstraße
der Wäsche bzw. Wäschestücke.
[0042] Alternativ ist es denkbar, dass der Förderer der Wascheinrichtung am Anfang einen
Auflegebereich aufweist, auf den die ausgebreiteten Wäschestücke auflegbar sind, vorzugsweise
auf das Obertrum des Förderers. Dadurch können die Wäschestücke ohne eine Eingabemaschine
ausgebreitet auf das Obertrum des Förderers der Wascheinrichtung aufgelegt bzw. übergeben
werden.
[0043] Eine andere Weiterbildungsmöglichkeit der Vorrichtung besteht darin, dass vom Förderer
die im Trockner getrockneten Wäschestücke direkt einer nachfolgenden Wäschebehandlungseinrichtung,
insbesondere einer Faltmaschine oder einer Mangel, zuführbar sind. Weil die Wäschestücke
im ausgebreiteten Zustand auf mindestens einem Förderer liegend gewaschen und getrocknet
werden, befinden sie sich schon in dem Zustand, den sie auch zum Mangeln bzw. Falten
aufweisen müssen, indem sie nämlich schon ausgebreitet bzw. ausgestreckt sind.
[0044] Bevorzugt ist es vorgesehen, die Wäsche von einem Förderer, auf dem sie im ausgebreiteten
Zustand liegt, durch die mindestens eine Waschzone und die wenigstens eine Spülzone
zu transportieren, wobei dem Förderer Düsen zum Benetzen und/oder Bespritzen der Wäsche
bzw. Wäschestücke mit Flüssigkeiten zugeordnet sind. Die Wäschestücke sind dadurch
bei der Nassbehandlung nicht unmittelbar frei beweglich. Die Wäschestücke ruhen vielmehr
auf dem Förderer und werden von diesem durch die einzelnen, vorzugsweise alle, Zonen
der Vorrichtung transportiert. Dabei werden die Wäschestücke im auf dem Förderer ruhenden
Zustand an den Düsen vorbeibewegt. Die Düsen können deshalb stationär über dem Förderer
und den daraufliegenden Wäschestücken angeordnet sein. Gegebenenfalls kann es aber
vorgesehen sein, auch die Düsen relativ zum Förderer und den daraufliegenden und/oder
ruhenden Wäschestücken zu bewegen.
[0045] Bevorzugt ist es vorgesehen, die zum Beispiel als Hochdruckdüsen ausgebildeten Düsen
in mindestens einer Reihe quer zur Transportrichtung des Förderers über einem Obertrum
desselben anzuordnen, und zwar vorzugsweise ortsfest. Durch die mindestens eine Reihe
von Düsen können die Wäschestücke von oben her über ihre gesamte Breite mit Flüssigkeit
beaufschlagt werden.
[0046] Vorzugsweise erstreckt sich die mindestens eine Reihe nebeneinanderliegender Düsen
über die gesamte Arbeitsbreite des Förderers. Die Düsen sind bevorzugt mit einem solchen
Abstand nebeneinander angeordnet, dass sie die Wäsche lückenlos über die gesamte Breite
und/oder die Arbeitsbreite des Förderers mit Flüssigkeiten behandeln können. Denkbar
ist es auch, dass der Abstand der Düsen mindestens so gewählt ist, dass sich ihre
Strahlen geringfügig überlappen. Das stellt eine lückenlose Flüssigkeits-Durchdringung
der Wäsche über die gesamte Breite des Förderers sicher.
[0047] Eine vorteilhafte Weiterbildungsmöglichkeit der Vorrichtung sieht es vor, dass mindestens
am Ende der Waschzone oder der letzten Waschzone wenigstens eine Entwässerungseinrichtung
zum mechanischen und/oder pneumatischen Entfernen mindestens eines Teils der in der
Wäsche gebundenen Flüssigkeit angeordnet ist. Dadurch wird schon vor dem Spülen mindestens
ein Teil der in der Wäsche gebundenen Flotte mit zum Waschen dienender Flüssigkeit
und gegebenenfalls auch Schmutz vor dem Spülen der Wäsche aus derselben entfernt.
Das führt zu einem wirksameren Spülen der Wäsche.
[0048] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung ist der Förderer als ein
Gurtförderer mit wenigstens einem umlaufend antreibbaren Fördergurt ausgebildet. Dieser
mindestens eine Fördergurt ist bevorzugt flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet. Der
wenigstens eine Gurtförderer ermöglicht einen kontinuierlichen Weitertransport der
auf demselben ruhenden und ausgebreiteten Wäsche, wodurch diese nach und nach kontinuierlich
von den Düsen mit Flüssigkeit bespritzt und/oder besprüht wird. Infolge der flüssigkeitsdurchlässigen
Ausbildung des mindestens einen Fördergurts des Gurtförderers kann die Flüssigkeit
durch die Wäschestücke hindurchströmen und zusammen mit dem mitgenommenen Schmutz
durch den mindestens einen flüssigkeitsdurchlässigen Fördergurt abgeleitet werden,
beispielsweise in mindestens einen Sammelbehälter. Der Fördergurt des Gurtförderers
mit der darauf liegenden Wäsche kann auch mindestens bereichsweise durch den Sammelbehälter
mit Waschflüssigkeit geführt sein. Auf diese Weise wird die ausgebreitet auf dem Gurtförderer
ruhende Wäsche zusätzlich auch durch die zum Bespritzen und/ oder Besprühen dienende
Flüssigkeit im Sammelbehälter hindurchtransportiert, insbesondere hindurchgezogen.
Das führt zu einer Intensivierung der Wäsche.
[0049] Die im Sammelbehälter aufgefangene Flüssigkeit, die sogenannte Prozessflüssigkeit,
kann zurückgewonnen und/oder wiederverwendet werden. Das erfolgt durch ein entgegen
der Behandlungsrichtung der Wäsche erfolgendes zurücktransportieren der Flüssigkeit,
insbesondere Prozessflüssigkeit, beispielsweise an den Anfang der Vorrichtung, insbesondere
der Waschzone derselben. Die zurückgeführte Flüssigkeit kann gegebenenfalls vor der
Wiederverwendung aufbereitet werden, beispielsweise durch Filtern und/oder Nachdosieren
von waschaktiven Substanzen oder dergleichen.
[0050] Damit der Fördergurt ausreichend flüssigkeitsdurchlässig ist, kann er bevorzugt grobmaschig
ausgebildet sein durch eine netzartige und/oder gitterartige Ausbildung desselben.
[0051] Bevorzugt ist es vorgesehen, über einem Obertrum mindestens eines Förderers mehrere
separate, in Trocknungsrichtung mit Abstand aufeinanderfolgende eigenständige Trocknungseinrichtungen
anzuordnen. Von dem mindestens einen Förderer, auf dem die zu trocknenden Wäschestücke
im ausgebreiteten Zustand liegen, werden die Wäschestücke nacheinander an den verschiedenen
Trocknungseinrichtungen entlangtransportiert. Der Förderer übernimmt dadurch eine
Verkettungsfunktion, indem er die zu trocknenden Wäschestücke nacheinander an den
verschiedenen Trocknungseinrichtungen vorbeitransportiert. Dadurch ist es möglich,
die Wäschestücke in Abhängigkeit von ihrer Art, insbesondere ihrem Material, individuell
zu trocknen, indem vorzugsweise nur solche Trocknungseinrichtungen betrieben werden,
die für die momentan zu trocknende Wäsche geeignet und/oder effizient sind und/oder
die Intensität der Trocknungseinrichtung variiert wird.
[0052] Bevorzugt sind die Trocknungseinrichtungen als Heißlufterzeuger, Infrarotstrahler,
mit Heißluft gespeiste Luftdüsen und/oder Stoßwellenerzeuger ausgebildet. Solche Trocknungseinrichtungen
haben unterschiedliche Eigenschaften und üben verschiedene Einflüsse auf die Wäsche
aus, so dass durch einen gezielten Betrieb ausgewählter Trocknungseinrichtungen die
Wäsche selektiv in einer für ihr Material optimalen Weise getrocknet werden kann.
[0053] Der mindestens eine Förderer des Trockners verfügt über wenigstens einen umlaufend
antreibbaren Fördergurt, der aus einem mindestens luftdurchlässigen Material gebildet
ist, so dass die von den Trocknungseinrichtungen auf die Wäschestücke gerichtete Heißluft,
Luftstrahlen und/oder Stoßwellen durch die ausgebreiteten Wäschestücke und den mindestens
einen Fördergurt des Förderers hindurchdringen können und dadurch die Heißluft, die
Strahlen und/oder die Stoßwellen ungehindert vom Fördergurt des Förderers die Wäsche
durchdringen können.
[0054] Bei einer möglichen Weiterbildung der Vorrichtung ist es vorgesehen, bevorzugt über
dem Obertrum des wenigstens einen Förderers einen Sensor oder gegebenenfalls auch
mehrere Sensoren zur vorzugsweise berührungslosen Ermittlung des Trocknungsgrads,
der Temperatur und/oder der Restfeuchte der Wäsche anzuordnen. Durch die so erhaltenen
Messwerte kann der Trocknungsvorgang in Abhängigkeit vom Trocknungsergebnis gesteuert
bzw. geregelt werden. Insbesondere kann so die Transportgeschwindigkeit des mindestens
einen Förderers entlang der Trocknungseinrichtung individuell an die momentan zu trocknenden
Wäschestücke angepasst werden. Außerdem ist es zusätzlich oder alternativ möglich,
anhand der Messergebnisse des mindestens einen Sensors die Intensität der Trocknungseinrichtungen
zu steuern und/oder eine oder mehrere der Trocknungseinrichtungen temporär ab- bzw.
anzuschalten.
[0055] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zur Nassbehandlung
von Wäsche,
- Fig. 2
- die Vorrichtung der Fig. 1 mit einer vorgeordneten Eingabestation,
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Trocknen von Wäsche,
- Fig. 4
- die Vorrichtung der Fig. 3 mit einer nachgeordneten Faltmaschine,
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum kombinierten Nassbehandeln
und Trocknen von Wäsche, und
- Fig. 6
- die Vorrichtung der Fig. 5 mit einer vorgeordneten Eingabestation und einer nachgeordneten
Faltmaschine.
[0056] Die in den Figuren gezeigten Vorrichtungen dienen zum Behandeln von Wäsche, und zwar
insbesondere vereinzelten Wäschestücken. Bei den Wäschestücken handelt es sich bevorzugt
um sogenannte Flachwäsche wie zum Beispiel Tischdecken, Servietten, Bettbezüge, Kopfkissenbezüge
und Bettlaken.
[0057] Die Vorrichtung der Fig. 1 und 2 dienen zur Nassbehandlung der Wäschestücke, und
zwar zum Waschen und/oder Spülen und/oder Desinfizieren der Wäschestücke. Im Folgenden
wird diese Vorrichtung als Wascheinrichtung 10 bezeichnet.
[0058] Die Wascheinrichtung 10 verfügt über einen einzigen durchgängigen Förderer, bei dem
es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um einen Gurtförderer 11 handelt. Der Gurtförderer
11 wird umlaufend angetrieben mit einem sich in Behandlungsrichtung 12 fortbewegenden
Obertrum 13. Ein Fördergurt des Gurtförderers 11 erstreckt sich über die gesamte Arbeitsbreite
der Wascheinrichtung 10. Der Fördergurt ist flüssigkeitsdurchlässig, indem er beispielsweise
netz- oder gitterartig ausgebildet ist.
[0059] Die gezeigte Wascheinrichtung 10 verfügt über mehrere in Behandlungsrichtung 12 ununterbrochen
aufeinanderfolgende Behandlungszonen, und zwar eine Vorwaschzone 14 am Anfang der
Wascheinrichtung 10 und eine darauffolgende Klarwaschzone 15, die zum Waschen der
Wäschestücke dienen. Auf die Klarwaschzone 15 folgen direkt eine Brauchwasserspülzone
16 sowie eine Frischwasserspülzone 17. Diese bilden zusammen eine Spülzone. Die Brauchwasserspülzone
16 kann gegebenenfalls entfallen, so dass das Spülen in nur einer Spülzone erfolgt.
[0060] Ein Desinfizieren der Wäschestücke kann in der Spülzone oder im Anschluss an die
Spülzone erfolgen.
[0061] Es ist denkbar, dass zwischen der Klarwaschzone 15 und der Brauchwasserspülzone 16
sich eine in den Figuren nicht gezeigte Desinfektionszone befindet. In der Desinfektionszone
können die Wäschestücke nach dem Waschen chemisch, also feucht, und/oder durch Plasmastrahlen
und/oder durch Peressigsäure desinfiziert werden.
[0062] Die ausgebreitet auf dem Obertrum 13 des Gurtförderers 11 liegenden Wäschestücke
werden vom einzigen Gurtförderer 11 kontinuierlich nacheinander durch die einzelnen
Zonen der Wascheinrichtung 10 transportiert.
[0063] Das Obertrum 13 des Gurtförderers 11 ist um mehrere mit Abstand in Behandlungsrichtung
12 aufeinanderfolgende Umlenktrommeln 18 bis 24 geführt, von denen mindestens eine
auch als Antriebstrommel dient. Die Umlenktrommeln 18, 20, 22, 23 und 24 liegen in
einer gemeinsamen, vorzugsweise horizontalen Ebene. Die Umlenktrommeln 19 und 21 liegen
in einer gemeinsamen tieferliegenden Ebene, die parallel zur oberen Ebene mit den
Umlenktrommeln 18, 20, 22, 23 und 24 verläuft. Dadurch erhält das Obertrum 13 im Bereich
der Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone 15 nur einen (von der Seite gesehen) V-förmigen
Verlauf mit einem tieferliegenden Scheitelpunkt, der durch die Umlenktrommeln 19 und
21 definiert wird. Die tieferliegende Umlenktrommel 19 der Vorwaschzone 14 liegt zwischen
den Umlenktrommeln 18 und 20. Ebenso liegt die tiefere Umlenktrommel 21 der Klarwaschzone
zwischen den Umlenktrommeln 20 und 22. Dadurch verfügt das Obertrum 13 in der Vorwaschzone
14 über einen anfänglichen, in Behandlungsrichtung 12 abwärtsgeneigten Abschnitt 25
und einen darauf folgenden, hochlaufenden Abschnitt 26. Ebenso verfügt das Obertrum
13 im Bereich der Klarwaschzone 15 über einen anfänglichen abwärtsgeneigten Abschnitt
27 und einen sich daran anschließenden hochlaufenden Abschnitt 28, der am Ende der
Waschzone liegt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Abschnitte 25 und 27 einerseits
sowie 26 und 28 andererseits unterschiedlich lang ausgebildet, indem die Abschnitte
26 und 28 kürzer sind als die Abschnitte 25 und 27, wobei die Abschnitte 25 und 27
einerseits und 26 und 28 andererseits wiederum gleich lang sein können. Es ist aber
denkbar, die Längen der einzelnen Abschnitte 25 bis 28 abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel
vorzusehen.
[0064] Zwei weitere Umlenktrommeln 29 und 30 führen bzw. bilden den Anfang und das Ende
eines Untertrums 31 des Fördergurts des Gurtförderers 11. Dadurch verläuft das Untertrum
31 in einer vorzugsweise horizontalen Ebene. Die Ebene des Untertrums 31 liegt mit
Abstand unter der von den Umlenktrommeln 19 und 21 gebildeten Ebene. Die untere Umlenktrommel
29 am in Behandlungsrichtung 12 gesehen vorderen Ende des Gurtförderers 11 der Wascheinrichtung
10 unterhalb und in Behandlungsrichtung 12 gesehen vor der Umlenktrommel 18 angeordnet.
Demgegenüber liegt die hintere unterste Umlenktrommel 30 mit Abstand unter der Umlenktrommel
24 am hinteren Ende des Obertrums 13.
[0065] Infolge der vor und unter der Umlenktrommel 18 am Anfang der Wascheinrichtung 10
liegenden Umlenktrommel 29 wird zwischen den Umlenktrommeln 18 und 29 ein in Behandlungsrichtung
12 gesehen schräg ansteigender Auflegeabschnitt 32 des Fördergurts des Gurtförderers
11 geschaffen.
[0066] Zwischen den sich in der Vorwaschzone 14 befindenden Abschnitten 25 und 26 des Obertrums
13 und dem Untertrum 31 befindet sich eine Auffangwanne 33 für Vorwaschflüssigkeit.
Ebenso befindet sich im Bereich der Klarwaschzone 15 zwischen den Abschnitten 27 und
28 des Obertrums 13 und dem Untertrum 31 eine separate Auffangwanne 34 für Klarwaschflüssigkeit.
Um für die Auffangwannen 33 und 34 genügend Platz zwischen dem Obertrum 13 und dem
Untertrum 31 des Gurtförderers 11 zu schaffen, sind die das Untertrum 31 bildenden
und führenden Umlenktrommeln 29 und 30 in einem ausreichenden vertikalen Abstand unter
den Umlenktrommeln 19 und 21 des Obertrums 13 angeordnet.
[0067] Dem Obertrum 13 des Gurtförderers 11 sind bei der gezeigten Wascheinrichtung 10 sowohl
in der Waschzone als auch in der Spülzone Quetschwalzen bzw. Quetschwalzenpaare zugeordnet.
Die das Obertrum 13 im Bereich der Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone 15 nach unten
einknickenden Umlenktrommeln 19 und 21 bilden allein Quetschwalzen, unter denen das
Obertrum 13 mit darauf ausgebreitet liegenden Wäschestücken entlangläuft. Dabei wird
infolge des mit Spannung von unten gegen die Umlenktrommeln 19 und 21 gedrückten Obertrums
13 das jeweilige Wäschestück zwischen der betreffenden Umlenktrommel 19 und 21 und
dem Obertrum 13 zusammengedrückt und dabei ein Teil der im jeweiligen Wäschestück
gebundenen Flüssigkeit vom Wäschevorgang abgetrennt.
[0068] Den Umlenktrommeln 20 und 22 am Ende der Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone 15
ist jeweils eine Quetschwalze 35, 36 zugeordnet. Die Quetschwalzen 35 und 36 liegen
über dem Obertrum 13, und zwar beabstandet durch das Obertrum 13 über den Umlenktrommeln
20 und 22. Das Obertrum 23 mit den daraufliegenden Wäschestücken läuft am Ende der
Vorwaschzone 14 zwischen der Quetschwalze 35 und der Umlenktrommel 20 und am Ende
der Klarwaschzone 15 zwischen der Quetschwalze 36 und der Umlenktrommel 22 hindurch.
Dadurch wird auch mindestens ein Teil, insbesondere ein Großteil, der in den Wäschestücken
gebundenen Flüssigkeit, nämlich die gebundene Flotte, von den Wäschestücken vor der
Klarwaschzone einerseits und vor der Spülzone andererseits abgeschieden. Diese von
den Wäschestücken abgeschiedene Flüssigkeit sammelt sich in den Auffangwannen 33 und
34, und zwar Vorwaschflüssigkeit in der Auffangwanne 33 unter der Vorwaschzone 14
und Klarwaschflüssigkeit in der Auffangwanne 34 unter der Klarwaschzone 15. Denkbar
ist es auch, weniger Entwässerungsstadien im Verlauf der Waschzone vorzusehen, zum
Beispiel nur die Quetschwalze 36 am Ende der Klarwaschzone 15.
[0069] Die Umlenktrommeln 19 und 21 des Obertrums 13 des Gurtförderers 11 sind in der Vorwaschzone
14 und der Klarwaschzone 15 so weit tiefergelegt, dass sie mit sich in ihrer Nähe
befindenden Abschnitten des Obertrums 13 in die in den Auffangwannen 33 und/oder 34
gesammelte Vorwaschflüssigkeit und/oder Klarwaschflüssigkeit eintauchen. Dadurch werden
die ausgebreitet auf dem Obertrum 13 ruhenden Wäschestücke während des Weitertransports
durch den Gurtförderer 11 in die Flüssigkeit in den Auffangwannen 33 und/oder 34 eingetaucht
und durch dieselbe hindurchtransportiert.
[0070] Die sich in der Auffangwanne 33 der Vorwaschzone 14 und/oder der Auffangwanne 34
der Klarwaschzone 15 sammelnden Behandlungsflüssigkeiten können durch eine in den
Figuren nicht gezeigte Rückführleitung entgegen der Waschrichtung zurückgeführt werden
zum Anfang der Vorwaschzone 14 und/oder der Klarwaschzone 15. Nach einem gegebenenfalls
erfolgenden Filtern oder einer sonstigen Aufbereitung wird die Klarwasch- und/oder
Vorwaschflüssigkeit wieder den Düsen zum Besprühen der Wäschestücke zugeführt und
dadurch wiederverwendet.
[0071] Die Spülzone verfügt bei der gezeigten Wascheinrichtung 10 zwischen der Brauchwasserspülzone
16 und der Frischwasserspülzone 17 über eine über der Umlenktrommel 23 angeordnete
Quetschwalze 37. Zwischen der Umlenktrommel 23 und der über dem Obertrum 13 liegenden
Quetschwalze 37 läuft das Obertrum des Gurtförderers 11 mit den daraufliegenden Wäschestücken
hindurch. Ein Großteil der Spülflüssigkeit aus der Brauchwasserspülzone 16 wird so
vor der Frischwasserspülzone 17 von den Wäschestücken getrennt. Gegebenenfalls kann
hinter der Frischwasserspülzone 17 auch noch eine Quetschwalze über der hinteren Umlenktrommel
24 angeordnet sein, um auch einen Großteil der Spülflüssigkeit aus der Frischwasserspülzone
17 von den Wäschestücken zu trennen, bevor diese getrocknet werden.
[0072] Sowohl in der Waschzone als auch in der Spülzone sind über dem Obertrum 13 des Gurtförderers
11 und den daraufliegenden Wäschestücken Flüssigkeitsdüsen, und zwar vorzugsweise
Hochdruckdüsen, vorgesehen. Durch diese tritt Wasch- bzw. Spülflüssigkeit mit hoher
Geschwindigkeit und hohem Druck aus. In der Fig. 1 sind lediglich die aus den Hochdruckdüsen
austretenden Flüssigkeitsstrahlen gezeigt, und zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel
vollflächiger Flüssigkeitskegel 38. Alternativ können die Hochdruckdüsen zur Bildung
von Flachstrahlen oder Hohlstrahlen, zum Beispiel hohlen Flüssigkeitskegeln, ausgebildet
sein. Flachstrahlen mit dreieckförmiger Gestalt erstrecken sich hinsichtlich ihrer
langen Achse (größere Breite) quer zur Behandlungsrichtung 12.
[0073] Bei der gezeigten Wascheinrichtung 10 sind die Hochdruckdüsen den Abschnitten 25
bzw. 27 der Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone 15 sowie der gesamten Brauchwasserspülzone
16 und Frischwasserspülzone 17 zugeordnet. Die Hochdruckdüsen sind mit Abstand über
den entsprechenden Abschnitten des Obertrums 13 vorzugsweise ortsfest angeordnet.
Dieser Abstand ist mindestens so groß, dass die ausgebreitet auf dem Obertrum 13 liegenden
Wäschestücke berührungslos vom Gurtförderer 11 unter den Hochdruckdüsen hindurchtransportiert
werden können.
[0074] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 sind die Hochdruckdüsen in einem gleichmäßigen
Raster über den Abschnitten 25 und 27 der Waschzone und über die gesamte Spülzone
verteilt angeordnet. Dabei folgen in Behandlungsrichtung 12 mehrere Reihen mit quer
zur Behandlungsrichtung 12 nebeneinanderliegenden Hochdruckdüsen aufeinander. Die
Abstände der Reihen der Hochdruckdüsen sind bevorzugt genauso groß wie die Abstände
der Hochdruckdüsen in der jeweiligen Reihe. Dadurch kommt ein gleichmäßiges Raster
zustande, wobei die Hochdruckdüsen aufeinanderfolgender Reihen abwechselnd auf Lücke
angeordnet sind, indem die Hochdruckdüsen der zweiten Reihe zwischen Hochdruckdüsen
der ersten Reihe liegen. Es sind so viele Hochdruckdüsen nebeneinander angeordnet
und ihr Abstand ist derart gewählt, dass die Auftrefffläche der von den Hochdruckdüsen
erzeugten Flüssigkeitskegel 38 auf die Oberseite der auf dem Obertrum 13 ausgebreitet
liegenden Wäschestücke so groß ist, dass von den Hochdruckdüsen mindestens zweier
aufeinanderfolgender Reihen über die gesamte Arbeitsbreite des Gurtförderers 11 die
Wäschestücke mit aus den Hochdruckdüsen austretender Wasch- bzw. Spülflüssigkeit lückenlos
erreicht werden können. Dadurch sind die auf dem Obertrum 13 liegenden Wäschestücke
vollflächig mit aus den Hochdruckdüsen austretender Flüssigkeit bespritzbar und/oder
besprühbar.
[0075] Die Hochdruckdüsen erzeugen Flüssigkeitsstrahlen mit einem solchen Druck und einer
solchen Geschwindigkeit, die ausreicht, um die auf dem Obertrum 13 liegenden Wäschestücke
mit Flüssigkeit zu durchdringen, wobei überschüssige Flüssigkeit durch das Obertrum
13 des Gurtförderers 11 hindurchströmen und sich in den Auffangwannen 33 und 34 sammeln
kann. Gleiches gilt für die Brauchwasserspülzone 16 und die Frischwasserspülzone 17.
Hier kann durch das Obertrum 13 hindurchfließende Spülflüssigkeit unter dem Obertrum
13 auch durch eine oder mehrere nicht gezeigte Auffangwannen auf andere Weise aufgefangen
werden.
[0076] Vorzugsweise werden die Wäschestücke in der Waschzone stärker mit Waschflüssigkeit
bespritzt als in der Spülzone. Es kann in der Spülzone ein Besprühen, vorzugsweise
ein Hochdruckbesprühen, mit Spülflüssigkeit ausreichen.
[0077] Es ist denkbar, die Belegung des Obertrums 13 mit ausgebreiteten Wäschestücken bevorzugt
am Anfang der Waschzone zu ermitteln und die Hochdruckdüsen so zu steuern, dass im
Wesentlichen nur die Wäschestücke vollflächig mit Behandlungsflüssigkeit behandelt
werden, aber an von Wäschestücken freigelassenen Bereichen des Obertrums 13 in keinem
nennenswerten Umfang Flüssigkeitsstrahlen von den Hochdruckdüsen abgegeben werden.
[0078] Insbesondere bei der in den Figuren gezeigten Wascheinrichtung 10 sind den von den
Umlenktrommeln 19 und 21 hochlaufenden Abschnitten 26 und 28 des Obertrums 13 in der
Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone 15 keine Hochdruckdüsen zugeordnet. Diese Abschnitte
26 und 28 des Obertrums dienen als Abtropfstrecken überschüssiger Flüssigkeit von
den Wäschestücken am Ende der Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone 15. Die abgetropfte
Flüssigkeit kann von den Auffangwannen 33 bzw. 34 aufgenommen werden.
[0079] Es ist denkbar, die Düsen jeder Reihe mit gleichmäßigem Abstand an bzw. in quer zur
Behandlungsrichtung 12 verlaufenden Rohren zu montieren, die gleichzeitig zur Wasserversorgung
der Düsen dienen. Möglich ist es bei an Rohren montierten Hochdruckdüsen, die Rohre
insbesondere abschnittsweise zwischen zwei benachbarten Hochdruckdüsen als Andruckkufen
auszubilden, die sich auf den ausgebreitet auf dem Obertrum 13 des Gurtförderers 11
liegenden Wäschestücken abstützen und diese dadurch beim Behandeln mit aus den Hochdruckdüsen
austretenden Hochdruckstrahlen auf dem Obertrum 13 temporär fixieren.
[0080] Möglich ist es auch, unter bzw. an den Düsen, insbesondere Hochdruckdüsen, kegelmantelförmige
äußere Abschirmungen für die Flüssigkeitskegel 38 vorzusehen. Dadurch kann die aus
der jeweiligen Hochdruckdüse austretende Flüssigkeit auf eine gezielte Kreisfläche
des unten offenen Kegelmantels des Flüssigkeitskegels 38 begrenzt werden. Bei anderen
Düsenformen, beispielsweise Flachdüsen oder Hohlkegel, sind den Hochdruckdüsen entsprechend
geformte Abschirmungen zugeordnet.
[0081] Die offenen Unterseiten der fest unter den Hochdruckdüsen angeordneten Abschirmungen
können alternativ oder zusätzlich zu den zuvor beschriebenen Andrucckufen sich auf
den ausgebreitet im flachen Zustand auf dem Obertrum 13 liegenden Wäschestücken abstützen,
um so auch die Wäschestücke auf dem Obertrum zu fixieren und/oder zu straffen bzw.
zu strecken.
[0082] Die Fig. 2 zeigt die Wascheinrichtung 10 der Fig. 1 mit einer in Behandlungsrichtung
12 gesehen vor der Wascheinrichtung 10 angeordneten Eingabemaschine 39. Auf einen
Zuförderer 40 dieser Eingabemaschine 39 werden die Wäschestücke ein- oder mehrbahnig
manuell im ausgebreiteten bzw. ausgestreckten Zustand aufgelegt und vorzugsweise den
Auflegeabschnitt 32 des Gurtförderers 11 der Wascheinrichtung 10 zugeführt oder es
werden vorzugsweise größere Wäschestücke ein- oder mehrbahnig automatisch an eine
Spreizeinrichtung der Eingabemaschine 39 übergeben, die die Wäschestücke spreizt und
im ausgebreiteten Zustand auf dem Zuführförderer 40 ablegt, der die ausgebreiteten
Wäschestücke dann an zum Beispiel den Auflegeabschnitt 32 des Gurtförderers 11 der
Wascheinrichtung 10 übergibt.
[0083] Das erfindungsgemäße Verfahren läuft mit der Wascheinrichtung 10 der Fig. 1 und 2
wie folgt ab:
Die Wäschestücke werden im ausgebreiteten Zustand entweder manuell direkt auf den
Auflegeabschnitt 32 des Gurtförderers 11 ein- oder zweibahnig aufgelegt oder vom Zuführförderer
40 der Eingabemaschine 39 automatisch an den Auflegeabschnitt 32 des Gurtförderers
11 im ausgebreiteten Zustand ein- oder mehrbahnig übergeben.
[0084] Die im ausgebreiteten Zustand auf dem Obertrum 13 des Gurtförderers 11 liegenden
Wäschestücke werden vom Gurtförderer 11 kontinuierlich zu und durch aufeinanderfolgende
Behandlungszonen der Wascheinrichtung 10 transportiert. Die Nassbehandlung der Wäschestücke
in der Wascheinrichtung 10 erfolgt bei auf dem Obertrum 13 ausgebreitet liegenden
Wäschestücken. Die Wäschestücke werden nach dem Durchlaufverfahren kontinuierlich
nach und nach durch die aufeinanderfolgenden Behandlungszonen der Wascheinrichtung
10 transportiert.
[0085] In der Vorwaschzone 14 werden in einem gleichmäßigen Raster über dem Abschnitt 25
des Obertrums 13 in mehreren aufeinanderfolgenden Reihen nebeneinanderliegende Flüssigkeitskegel
38 erzeugt. Dadurch findet ein vollflächiges Bespritzen und/oder Besprühen der Wäschestücke
mit einen hohen Druck aufweisenden Hochgeschwindigkeitsflüssigkeitsstrahlen statt.
Diese Flüssigkeitsstrahlen dringen durch die Wäschestücke hindurch, wodurch sie Schmutz
aus den Wäschestücken auswaschen. Die Flüssigkeit und der mitgenommene Schmutz strömen
durch das Obertrum 13 des flüssigkeitsdurchlässig ausgebildeten Fördergurts des Gurtförderers
11 hindurch und werden in der Auffangwanne 33 aufgefangen.
[0086] Nach dem Passieren des Rasters der Hochgeschwindigkeitsdüsen wird mindestens ein
Teil der in den Wäschestücken noch gebundenen Flüssigkeit von der tieferliegenden
Umlenktrommel 19 aus den Wäschestücken herausgepresst. Diese Flüssigkeit passiert
das flüssigkeitsdurchlässige Obertrum 13 und wird in der Auffangwanne 33 gesammelt.
Längs des nachfolgenden aufsteigenden Abschnitts 26 des Obertrums 13 kann weitere
Flüssigkeit von den Wäschestücken abtropfen und sich in der Auffangwanne 33 sammeln.
Am Ende der Vorwaschzone 14 wird ein weiterer Teil der in den Wäschestücken noch gebundenen
Flüssigkeit mit darin enthaltenem Schmutz aus den Wäschestücken zwischen der Quetschwalze
35 und der Umlenktrommel 20 entfernt, nämlich aus den Wäschestücken herausgepresst.
Diese Flüssigkeit sammelt sich auch in der Auffangwanne 33 im Bereich der Vorwaschzone
14. Damit ist die Vorwäsche abgeschlossen.
[0087] Im Bereich der Klarwaschzone 15 spritzen und/oder sprühen die in einem gleichmäßigen
Raster über dem Abschnitt 27 des Obertrums 13 von ein Raster mehrerer Hochdruckdüsen
erzeugten Flüssigkeitskegel 38 Klarwaschflüssigkeit vollflächig auf die Wäschestücke,
die sich im Bereich dieses Abschnitts 27 befinden. Auch hier werden die Wäschestücke
mit unter hohem Druck stehender Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit bespritzt, wobei
die Flüssigkeit die Wäschestücke durchdringt und durch das Obertrum 13 hindurch in
der der Klarwaschzone 15 zugeordneten Auffangwanne 34 gesammelt wird. Nachdem von
der Umlenktrommel 21 ein Teil der in der Wäsche gebundenen Flüssigkeit mit dem anhaftenden
Schmutz entfernt worden ist, werden die Wäschestücke auf dem ansteigenden Abschnitt
28 des Obertrums 13 hochtransportiert zum Ende der Klarwaschzone 15. Hier findet zwischen
der Quetschwalze 36 und der dieser gegenüberliegenden Umlenktrommel 22 ein Auspressen
eines weiteren Teils, vorzugsweise eines Großteils, der gebundenen Flotte aus den
Wäschestücken statt. Die Wäschestücke gelangen dadurch nur noch mit einem minimalen
Anteil darin gebundener Waschflüssigkeit zur nachfolgenden Spülzone.
[0088] Es ist auch denkbar, dass die ausgebreitet auf dem Obertrum 13 ruhenden Wäschestücke
im Bereich der tieferliegenden Umlenktrommeln 19 der Vorwaschzone 14 und der tieferliegenden
Umlenktrommel 21 im Bereich der Klarwaschzone 15 in die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht
und vom umlaufend angetriebenen Fördergurt des Gurtförderers 11 durch die Vorwaschflüssigkeit
in der Auffangwanne 33 und/oder die Klarwaschflüssigkeit in der Auffangwanne 34 hindurchgezogen
wird. Weil dabei auch die Wäschestücke zwischen der Umlenktrommel 19 und/oder 21 hindurchlaufen,
findet von den Umlenktrommeln 19 bzw. 21 auch ein Hindurchpressen der Vorwasch- und/oder
Klarwaschflüssigkeit durch die Wäschestücke statt. Das intensiviert die Vorwäsche
und/oder Klarwäsche.
[0089] Die in der Auffangwanne 33 aufgefangene Vorwaschflüssigkeit und/oder die in der Auffangwanne
aufgefangene Klarwaschflüssigkeit können wiederverwendet werden. Dazu werden die Vorwasch-
und/oder Klarwaschflüssigkeit aus der jeweiligen Auffangwanne 33, 34 durch ein entsprechendes
Leitungssystem gegen die Behandlungsrichtung zurücktransportiert und nach einem gegebenenfalls
erforderlichen Aufbereiten, insbesondere Filtern, erneut den Düsen zum Bespritzen
und/oder Besprühen der Wäschestücke wieder zugeführt. Das führt zu einer Mehrfachverwendung
der Waschflüssigkeit. Bevorzugt ist es vorgesehen, nur die Klarwaschflüssigkeit aus
der Auffangwanne 34 zurückzuführen zur Vorwaschzone 14, wodurch die weniger verschmutzte
Klarwaschflüssigkeit wiederverwendet werden kann zur Vorwäsche.
[0090] Die gewaschenen und größtenteils von der gebundenen Waschflüssigkeit und Schmutz
befreiten Wäschestücke werden in der Spülzone gespült. Dazu findet zunächst in der
Brauchwasserspülzone 16 ein Spülen mit Brauchwasser, also schon zu anderen Zwecken
verwendete Flüssigkeit, statt. Das Spülen erfolgt prinzipiell nach dem gleichen Prinzip
wie das zuvor beschriebene Waschen, indem durch ein Raster von Flüssigkeitskegeln
38 die Wäsche beim Spülen vollflächig mit Spülflüssigkeit bespritzt wird, vorzugsweise
mit Flüssigkeit aus Hochdrucksprühdüsen besprüht wird.
[0091] Das Spülen kann zumindest in der Brauchwasserspülzone 16 auch mit Flüssigkeitsstrahlen
hoher Geschwindigkeit und hohen Drucks erfolgen, wobei gegebenenfalls zum folgenden
Frischwasserspülen die Geschwindigkeit und der Druck der Spülflüssigkeit geringer
sein können als beim Waschen. Es ist auch denkbar, zum Spülen statt der Flüssigkeitskegel
38 andere Düsen zu verwenden, beispielsweise Sprühdüsen, vor allem Hochgeschwindigkeitssprühdüsen.
[0092] Am Ende der Brauchwasserspülzone 16 ist ein Quetschwalzenpaar angeordnet, das gebildet
ist aus einer oberen Quetschwalze 37 und einer dieser gegenüberliegenden unteren Umlenktrommel
23, die dadurch eine Mehrfachfunktion hat, nämlich nicht nur zur Führung des Obertrums
13 dient, sondern auch zur Bildung eines Quetschwalzenpaars beiträgt. Es wird mindestens
ein Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Spülflüssigkeit aus dem Brauchwasserspülvorgang
von der Quetschwalze 37 und der dieser zugeordneten Umlenktrommel 23 am Ende der Brauchwasserspülzone
16 aus den Wäschestücken entfernt. Dadurch findet vor der anschließenden Frischwasserspülzone
17 eine Trennung eines Großteils der Brauchwasserspülflüssigkeit von den Wäschestücken
statt.
[0093] In der Frischwasserspülzone 17 werden die Wäschestücke prinzipiell genauso gespült
wie in der Brauchwasserspülzone 16. Lediglich wird statt Brauchwasser Frischwasser
zum abschließenden Spülen eingesetzt. Das Spülen in der Frischwasserspülzone 17 kann
mit weniger energiebeladenen, vorzugsweise schwächeren Flüssigkeitsstrahlen erfolgen
und/ oder nur durch Sprühen. Nach dem Spülen der Wäsche mit Frischwasser ist der Nassbehandlungsprozess
der Wäschestücke abgeschlossen. Bevor die Wäschestücke nun weiterverarbeitet werden,
kann es vorgesehen sein, dass auch oder nur am Ende der Frischwasserspülzone 17 ein
Teil, vorzugsweise ein Großteil, der in den Wäschestücken noch gebundenen Flüssigkeit
aus dem Frischwasserspülvorgang entfernt wird. Das kann wiederum durch Quetschwalzen
geschehen, indem über der hinteren Umlenktrommel 24 eine in den Fig. 1 und 2 nicht
dargestellte Quetschwalze angeordnet ist, aber alternativ auch pneumatisch durch beispielsweise
sogenannte "Air Knifes".
[0094] Beim Waschen, und zwar bevorzugt bei der Klarwäsche oder am Ende der Klarwaschzone,
erfolgt erforderlichenfalls eine Desinfektion der Wäsche. Diese Desinfektion erfolgt
in einem Ultraschallbad mit einem Gemisch aus mindestens Wasser, vorzugsweise sterilem
Wasser, und Peressigsäure. Das Wasser weist nur eine kleine Menge Peressigsäure auf,
so dass das als Desinfektionsbad dienende Ultraschallbad nur eine geringe Konzentration
von Peressigsäure enthält.
[0095] Das Desinfektionsbad wird von einer Ultraschallquelle, beispielweise eine Sonotrode,
in Ultraschallschwingungen versetzt. Die Wäsche wird zum Desinfizieren durch das in
Ultraschallschwingungen versetzte Desinfektionsbad hindurchtransportiert. Dabei findet
eine rasche und wirksame Desinfektion der Wäsche im Desinfektionsbad mit einer geringen
Peressigsäure-Konzentration von vorzugsweise 0,04% bis 2% im durch Schwingungen angeregten
Desinfektionsbad statt. Die Ultraschallschwingungen führen zu einer hydrodynamisch-akustischen
Gravitation der Wäsche im Desinfektionsbad, die die Wirksamkeit der Peressigsäure
im Desinfektionsbad erhöht, wodurch mit geringerer Peressigsäure-Konzentration und/oder
einer kürzeren Verweilzeit der Wäsche im in Ultraschallschwingungen versetzten Desinfektionsbad
eine wirksame, insbesondere vollständige, Desinfektion herbeiführbar ist.
[0096] Das vorstehend beschriebene Verfahren ermöglicht die Nassbehandlung, und zwar Waschen,
Spülen und gegebenenfalls Desinfizieren, ausgebreiteter Wäschestücke im auf dem Obertrum
13 des Gurtförderers 11 ruhenden Zustand, wobei die Wäschestücke nur vom kontinuierlich
in Behandlungsrichtung 12 weiterbewegten Obertrum 13 unter den im gezeigten Ausführungsbeispiel
ortsfest über dem Gurtförderer 11 und den daraufliegenden Wäschestücken angeordneten
Düsen bzw. Hochdruckdüsen und den von diesen erzeugten Flüssigkeitsstrahlen entlangbewegt
werden.
[0097] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass am Ende der Vorwaschzone
14, der Klarwaschzone 15 und vorzugsweise auch der Brauchwasserspülzone 16 ein Teil,
insbesondere ein Großteil, der Behandlungsflüssigkeit von den Wäschestücken getrennt
wird, bevor diese im nächsten Schritt weiterbehandelt werden. Das führt zu einer größtmöglichen
Badtrennung. Es wird nur wenig Behandlungsflüssigkeit von einer Zone zur anderen verschleppt.
[0098] Infolge der Quetschwalzen 35, 36 am Ende der Vorwaschzone 14 und der Klarwaschzone
15 findet eine im Wesentlichen vollständige Badtrennung zwischen der Vorwäsche und
der Klarwäsche statt. Indem die abgetrennte Behandlungsflüssigkeit aus der Vorwäsche
und der Klarwäsche in getrennten Auffangwannen 33, 34 aufgefangen wird, erfolgt auch
keine Badverschleppung.
[0099] Durch die Quetschwalze 37 zwischen der Brauchwasserspülzone 16 und der Frischwasserspülzone
17 wird auch eine Spülflüssigkeitsverschleppung in der Spülzone mindestens größtenteils
vermieden.
[0100] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine als Trockner 41 ausgebildete Vorrichtung zum Trocknen
von Wäsche bzw. Wäschestücken. Bei den Wäschestücken handelt es sich vor allem um
Flachwäschestücke. Insbesondere dient der Trockner 41 dazu, mit der Wascheinrichtung
10 gewaschene und gespülte sowie gegebenenfalls desinfizierte Wäschestücke zu trocknen.
[0101] Der Trockner 41 verfügt über einen über die gesamte Trocknungsstrecke durchgehenden
Förderer, bei dem es sich vorzugsweise um einen Gurtförderer 42 handelt. Auch der
Gurtförderer 42 verfügt über einen über seine gesamte Arbeitsbreite durchgehenden
Fördergurt. Dieser ist mindestens luftdurchlässig ausgebildet. Der umlaufende Fördergurt
des Gurtförderers 42 wird vorzugsweise kontinuierlich umlaufend angetrieben, so dass
sein Obertrum 43 sich in Behandlungsrichtung 12 fortbewegt.
[0102] Die Wäschestücke befinden sich beim Trocknen im gleichen Zustand auf dem Obertrum
43 des Gurtförderers 42 wie sie beim Waschen auf dem Obertrum 13 des Gurtförderers
11 der Wascheinrichtung 10 liegen. Das heißt, die Wäschestücke werden auch im ausgebreitet
auf dem Obertrum 13 liegenden und ruhenden Zustand im Trockner 41 getrocknet.
[0103] Das Obertrum 43 des Trockners 41 verläuft geradlinig, indem es in einer Ebene liegt,
die vorzugsweise horizontal verläuft. Mit parallelem Abstand darunter befindet sich
ein Untertrum 44 des Trockners 41. Geführt und umgelenkt wird demzufolge der endlose
Fördergurt des Gurtförderers 42 nur durch eine vordere Umlenktrommel 45 und eine hintere
Umlenktrommel 46. Eine der Umlenktrommeln 45 bzw. 46 ist als Antriebstrommel ausgebildet.
[0104] Über dem Obertrum 43 ist mindestens ein Trockner angeordnet. Dem Trockner 41 sind
mehrere Trocknungseinrichtungen zugeordnet. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel handelt
es sich um verschiedene Trocknungseinrichtungen. Die Trocknungseinrichtungen folgen
in gleichen oder auch unterschiedlichen Abständen in Behandlungsrichtung 12 aufeinander.
Dadurch sind die Trocknungseinrichtungen über dem Obertrum 43 verteilt. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel sind die Trocknungseinrichtungen dem vorderen Großteil der Länge
des Obertrums 43 zugeordnet, so dass einem in Behandlungsrichtung 12 gesehen hinteren
Teil des Obertrums 43 keine Trocknungseinrichtungen zugeordnet sind. Dieser Teil entspricht
einem Drittel bis einem Viertel der Länge des Obertrums 43 des Gurtförderers 42.
[0105] Die Trocknungseinrichtungen sind mit geringfügigem Abstand über dem Obertrum 43 angeordnet.
Dieser Abstand ist so groß, dass die Trocknungseinrichtungen die ausgebreitet auf
dem Obertrum 43 des Trockners 41 liegenden bzw. ruhenden Wäschestücke nicht berühren
und vorzugsweise mindestens zum Teil mit geringfügigem Abstand über den Wäschestücken
liegen. Die Trocknungseinrichtungen erstrecken sich über die gesamte Breite des Obertrums
43 des Gurtförderers 42. Alternativ können die Trocknungseinrichtungen eine Breite
aufweisen, die der Arbeitsbreite des Trockners 41 entspricht. Dann beschränken sich
die Trocknungseinrichtungen auf denjenigen Teil der Breite des Obertrums 43, auf dem
sich die auf dem Obertrum 43 liegenden Wäschestücke befinden können.
[0106] Im gezeigten Ausführungsbeispiel, worauf die Erfindung aber nicht beschränkt ist,
befinden sich am Anfang des Trockners 41 zwei vorzugsweise gleiche Stoßwellenapplikatoren
47 mit geringfügigem Abstand über dem Obertrum 43. Es ist auch denkbar, eine größere
oder kleinere Anzahl an Stoßwellenapplikatoren 47 vorzusehen. Die Stoßwellenapplikatoren
47 arbeiten bevorzugt mit Schallwellen, insbesondere Ultraschall.
[0107] Auf die Stoßwellenapplikatoren 47 folgt eine von einer Luftdüsenreihe 48 gebildete
Trocknungseinrichtung. Der Abstand der Luftdüsenreihe 48 zum letzten Stoßwellenapplikator
47 ist mehrmals so groß wie der Abstand der Stoßwellenapplikatoren 47 untereinander.
Die Luftdüsen der Luftdüsenreihe 48 weisen einen solchen Abstand auf, dass sie einen
über die gesamte Arbeitsbreite des Trockners 41 durchgehenden Luftschleier erzeugen,
der von oben auf die auf dem Obertum 43 liegenden Wäschestücke gerichtet ist, und
zwar vorzugsweise senkrecht.
[0108] Die Luftdüsen werden mit Umgebungsluft oder noch eine Restwärme aufweisende Abluft
aus einer anderen Trocknungseinrichtung oder einer anderen Wäschebehandlungseinrichtung
gespeist. Durch ein Gebläse wird die Luft mit Druck durch die Luftdüsen gefördert,
so dass aus den Luftdüsen austretende Luftstrahlen vorzugsweise diffuse Luftstrahlen
aufweisen. Diese Luftstrahlen besitzen eine hohe Strömungsgeschwindigkeit, so dass
sie mit einer hohen Geschwindigkeit auf die Wäschestücke auftreffen und vorzugsweise
die Wäschestücke auch durchdringen.
[0109] Auf die Luftdüsenreihe 48 folgt mit Abstand eine weitere Trocknungseinrichtung, die
als ein über die gesamte Arbeitsbreite des Trockners 41 durchgehender, quer zur Behandlungsrichtung
12 verlaufender Heißluftbalken 49 ausgebildet ist.
[0110] Der Heißluftbalken 49 erzeugt beispielsweise durch eine Reihe nebeneinanderliegender
Heißluftdüsen wenigstens einen sich über die Arbeitsbreite des Trockners 41 erstreckenden
Heißluftschleier. Der Heißluftschleier verfügt über eine hohe Geschwindigkeit, so
dass er die Wäschestücke auf dem Obertrum 43 des Gurtförderers 42 durchdringt. Der
Heißluftbalken 49 wird mit Heißluft gespeist. Es handelt sich dabei um von einem Brenner,
beispielsweise einem Gasbrenner, einem Ölbrenner oder eine andere Energiequelle, erhitzte
Luft.
[0111] Beim gezeigten Trockner 41 ist mit Abstand hinter dem Heißluftbalken 49 eine Desinfektionseinrichtung
vorgesehen, die im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 zwei aufeinanderfolgende und
sich quer zur Behandlungsrichtung 12 über die gesamte Arbeitsbreite des Trockners
41 erstreckende Desinfektionsbalken 50 aufweist. Alternativ können nur ein einziger
Desinfektionsbalken 50 oder mehr als zwei Desinfektionsbalken 50 vorgesehen sein.
[0112] Die Desinfektionsbalken 50 sind zur trockenen Desinfektion der Wäschestücke ausgebildet.
Die Wäschestücke werden zu diesem Zweck von den Desinfektionsbalken 50 bestrahlt,
insbesondere mit Energiestrahlen hoher Energiedichte beaufschlagt und vollständig
durchdrungen. Bevorzugt sind die Desinfektionsbalken 50 zur Plasmadesinfektion der
Wäschestücke ausgebildet.
[0113] Auf die Desinfektionsbalken 50 folgt mindestens eine als Infrarotstrahler 51 ausgebildete
Trocknungseinrichtung. Der Infrarotstrahler 51 kann gasbetrieben sein. Ein länglicher
Strahler, der sich über die gesamte Arbeitsbreite des Trockners 41 erstreckt, oder
mehrere nebeneinanderliegende Infrarotstrahler 51, erzeugen einen vorzugsweise durchgehenden
Infrarotstrahlenschleier, der das jeweilige Wäschestück oder beim mehrbahnigen Betrieb
des Trockners 41 alle nebeneinanderliegenden Wäschestücke gleichzeitig über die gesamte
Breite mit Infrarotstrahlen beaufschlagt. Die Strahlungsintensität ist so gewählt,
dass die Infrarotstrahlen die auf dem Obertrum 43 des Gurtförderers 42 ausgebreitet
bzw. ausgestreckt liegenden Wäschestücke durchdringen und auf das Obertrum 43 auftreffen
bzw. durch dieses infolge seiner mindestens luftdurchlässigen Ausbildung hindurchtreten.
[0114] Es ist denkbar, mehrere Infrarotstrahler 51 in Behandlungsrichtung 12 aufeinanderfolgend
vorzusehen.
[0115] Der Trockner 41 verfügt über mindestens ein Sensormittel zur direkten oder indirekten,
vorzugsweise berührungslosen, Ermittlung des Trocknungsgrads und/oder der Restfeuchte
der zu trocknenden und/oder getrockneten Wäschestücke. Beispielsweise kann das Sensormittel
die Temperatur, insbesondere Oberflächentemperatur, der Wäschestücke ermitteln. Dazu
kann das wenigstens eine Sensormittel von einem Infrarotsensor 52, beispielsweise
einer Infrarotkamera, gebildet sein.
[0116] In den Fig. 3 und 4 ist der Infrarotsensor 52 am Ende des Trockners 41, und zwar
seines Obertrums 43, vorgesehen. Der Infrarotsensor 52 ist in den Fig. 3 und 4 im
Randbereich des Obertrums 43 dargestellt, um dort zum Beispiel den Trocknungsgrad
der unter dem Infrarotsensor 52 entlangtransportierten Wäschestücke festzustellen.
Der Infrarotsensor 52 kann sich aber auch an einer anderen Stelle im Endbereich des
Obertrums befinden, beispielsweise in der Mitte. Beim mehrbahnigen Betrieb kann es
sinnvoll sein, eine Reihe mehrerer nebeneinanderliegender Infrarotsensoren 52 vorzusehen.
[0117] Der mindestens eine Infrarotsensor 52 ermittelt am Ende der Trocknung den Trocknungsgrad
und/oder die Restfeuchte des jeweils an ihnen vorbeilaufenden Wäschestücks berührungslos.
[0118] Es ist auch denkbar, weitere Sensoren, wie zum Beispiel Infrarotsensoren 52, im Verlauf
der Trocknungsstrecke hinter einigen oder allen Trocknungseinrichtungen vorzusehen.
Dadurch kann der Trocknungsverlauf während des Trocknens ermittelt werden, beispielsweise
jeweils nach ausgewählten oder allen Trocknungseinrichtungen.
[0119] Am Ende des Trockners 41 werden die getrockneten Wäschestücke in dem Zustand, in
dem sie auf dem Obertrum 43 des Trockners 41 liegen, also ausgebreitet, vorzugsweise
direkt und unmittelbar an eine nachfolgende Wäschebehandlungseinrichtung überführt.
Dabei kann es sich um eine Mangel oder eine in der Fig. 4 dargestellte Faltmaschine
53 handeln. Vom Obertrum 43 des Trockners 41 können die getrockneten Wäschestücke
im schon ausgebreiteten Zustand, also ohne eine Umorientierung, direkt an einen Einlassförderer
54 der Faltmaschine 53 übergeben werden.
[0120] Das erfindungsgemäße Verfahren läuft mit dem Trockner 41 der Fig. 3 und 4 folgendermaßen
ab:
Der Trockner 41 verfügt über einen Förderer. Dieser dient zum kontinuierlichen Entlangtransportieren
der zu trocknenden Wäschestücke an den einzelnen Trocknungseinrichtungen und/oder
der mindestens einen Desinfektionseinrichtung. Der Trockner 41 ist dadurch als Durchlauftrockner
ausgebildet. Die zu trocknenden Wäschestücke liegen ausgebreitet auf dem Obertrum
43 des Gurtförderers 42. Die Wäschestücke werden dadurch ruhend und nur durch die
Fortbewegung des Fördergurts des Gurtförderers 42 in Behandlungsrichtung 12 durch
den gesamten Trockner 41 transportiert. Dies geschieht kontinuierlich.
[0121] Die Wäschestücke werden im auf dem Obertrum 43 ausgebreitet liegenden und ruhenden
Zustand vom sich in Behandlungsrichtung 12 kontinuierlich weiterbewegenden Obertrum
43 des Gurtförderers 42 nach und nach an den in Behandlungsrichtung 12 aufeinanderfolgenden
und voneinander beabstandeten Trocknungseinrichtungen und gegebenenfalls der mindestens
einen Desinfektionseinrichtung vorbeibewegt. Vorzugsweise werden die ausgebreitet
auf dem Obertrum 43 liegenden Wäschestücke beim Weitertransport in Behandlungsrichtung
12 beabstandet von den Trocknungseinrichtungen und gegebenenfalls der mindestens einen
Desinfektionseinrichtung unter denselben kontinuierlich entlangbewegt.
[0122] Die zu trocknenden Wäschestücke werden im Trockner 10 im gezeigten Ausführungsbeispiel
zunächst an den beiden Stoßwellenapplikatoren 47, dann an der mindestens einen Luftdüsenreihe
48, dem wenigstens einen Heißluftbalken 49, dem Desinfektionsbalken 50 und dem mindestens
einen Infrarotstrahler 51 entlangbewegt, und zwar unter denselben. Hierbei findet
fortschreitend eine Trocknung der Wäschestücke und gegebenenfalls während des Trocknungsverlaufs
auch eine Desinfektion, vorzugsweise eine trockene Desinfektion, statt.
[0123] In den Fig. 3 und 4 ist nur ein mögliches Ausführungsbeispiel des Trockners 41 dargestellt.
Es sind abgewandelte Trockner denkbar, die mehr oder weniger Trocknungseinrichtungen
aufweisen. Die Reihenfolge und Anzahl der unterschiedlichen Trocknungseinrichtungen
kann vom Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 abweichen. Auch kann sich die mindestens
eine Desinfektionseinrichtung an einer anderen Stelle des Trockners befinden. Denkbar
ist auch ein Trockner, der über keine Desinfektionseinrichtung verfügt.
[0124] Der in den Fig. 3 und 4 nur symbolisch dargestellte Infrarotsensor 52 oder ein anderes
Detektionsmittel erfassen und/oder messen den Trocknungsgrad der Wäschestücke oder
alternativ bzw. zusätzlich die Restfeuchte derselben. Diese Messung erfolgt insbesondere
berührungslos und/oder an der Oberfläche der getrockneten Wäschestücke.
[0125] Es ist auch denkbar, nicht nur am Ende der Trocknungsstrecke mindestens einen Infrarotsensor
52 oder ein anderes Detektionsmittel vorzusehen, sondern auch während des Verlaufs
der Trocknungsstrecke zwischen den einzelnen Trocknungs- und/oder Desinfektionseinrichtungen.
[0126] Mit den vom mindestens einen Sensor zur berührungslosen Erfassung der Restfeuchte
und/oder des Trocknungsgrads der Wäschestücke ermittelten Messwerten kann der Trocknungsvorgang
gesteuert bzw. geregelt werden durch Veränderung der Intensität der einzelnen Trocknungseinrichtungen
und/oder selektives Ab- oder Zuschalten derselben.
[0127] Denkbar ist es auch, die Wäschestücke je nach ihrer Art mit ausgewählten Trocknungseinrichtungen
zu trocknen. Es erfolgt dann eine Trocknung nur mit solchen Trocknungseinrichtungen,
die zum Trocknen der jeweiligen Wäschestücke geeignet oder bevorzugt einsetzbar sind.
Auch ist es denkbar, mit gezieltem Ab- oder Zuschalten der mindestens einen Desinfektionseinrichtung
nur solche Wäschestücke beim Trocknen zu desinfizieren, die eine Desinfektion erfordern
und/oder auch hierzu geeignet sind.
[0128] Mit vom mindestens einen Sensormittel zur Feststellung des Trocknungsgrads oder der
Restfeuchte der Wäschestücke im Verlauf der Trocknungsstrecke ermittelten Messwerten
kann durch gezieltes Steuern oder Regeln der nachfolgenden Trocknungseinrichtungen
der Trocknungsverlauf des betreffenden Wäschestücks noch beeinflusst werden, indem
dieses nachfolgend intensiver, weniger intensiv oder gegebenenfalls auch gar nicht
mehr getrocknet wird.
[0129] Nach dem Trocknen werden die Wäschestücke im gleichen Zustand, in dem sie getrocknet
worden sind, also im ausgebreitet und ruhend auf dem Obertrum 43 des Gurtförderers
42 des Trockners 41 liegenden Zustand direkt an eine nachfolgende Wäschebehandlungseinrichtung,
und zwar im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 eine Faltmaschine 53, übergeben. Diese
Übergabe erfolgt bevorzugt an das Obertrum eines Einlassförderers 54 der Faltmaschine
53. Dadurch gelangen die Wäschestücke auf das Obertrum des Einlassförderers 54 schon
in einer zum Falten geeigneten Ausgangslage. Die Wäschestücke brauchen also zum Falten
nicht mehr umorientiert zu werden. Sie werden so gefaltet, wie sie den Trockner verlassen.
[0130] Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Vorrichtung zum gleichzeitigen kombinierten Nassbehandeln,
das heißt Waschen, Spülen und Trocknen von Wäsche bzw. Wäschestücken. Es kann sich
dabei um alle Arten von Wäsche bzw. Wäschestücken handeln, vorzugsweise jedoch Flachwäsche.
[0131] Die Vorrichtung stellt durch eine Aneinanderkettung einer Wascheinrichtung und einen
Trockner eine kombinierte Wasch- und Trockenstraße dar, die die Wäschestücke zunächst
wäscht und spült und anschließend trocknet. Gegebenenfalls kann im Verlauf der Nassbehandlung
(Waschen oder Spülen) und/oder im Verlauf der Trocknung eine Desinfektion der Wäschestücke
stattfinden.
[0132] Zur kombinierten Waschbehandlung und Trocknung sind die Wasch- und Spüleinrichtung
10 sowie der Trockner 41 miteinander verkettet durch unmittelbar und quasi lückenlos
aufeinanderfolgende Förderer, vorzugsweise Gurtförderer. Alternativ kann die gesamte
Behandlungsstraße zum Waschen und Spülen sowie Trocknen der Wäschestücke über nur
einen einzigen durchgehenden Förderer oder mehr als zwei Förderer verfügen. Auf den
Förderern oder gegebenenfalls auf dem einzigen Förderer liegen die Wäschestücke während
der Behandlung im ausgebreiteten Zustand. Die Wäschestücke ruhen dadurch flachliegend
auf dem mindestens einen Förderer.
[0133] Die Wascheinrichtung 10 der Fig. 5 und 6 entspricht der in den Fig. 1 und 2 gezeigten
Wascheinrichtung 10. Auf die damit zusammenhängende Beschreibung wird Bezug genommen.
In den Fig. 5 und 6 werden für gleiche Teile deshalb auch gleiche Bezugsziffern verwendet.
Der Trockner 41 der Fig. 5 und 6 entspricht demjenigen der Fig. 3 und 4. Auch auf
die dazugehörende Beschreibung wird Bezug genommen. Es werden auch wieder gleiche
Bezugsziffern verwendet.
[0134] In Behandlungsrichtung 12 gesehen schließt an den Gurtförderer 11 der Wascheinrichtung
10 unmittelbar der Gurtförderer 42 des Trockners 41 an. Dadurch können die Wäschestücke
von der Wascheinrichtung 10 im unverändert ausgebreiteten Zustand direkt vom Gurtförderer
11 auf den Gurtförderer 42 des Trockners 41 gelangen. Gegebenenfalls kann zwischen
den Gurtförderern 11 und 42 mindestens ein Überleitmittel vorgesehen sein, das dazu
dient, die gewaschenen Wäschestücke von der Wascheinrichtung 10 im unverändert ausgebreitet
flach liegenden Zustand an den Trockner 41 zu überführen.
[0135] Das erfindungsgemäße Verfahren läuft mit der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Vorrichtung
folgendermaßen ab:
Die im Auflegeabschnitt 32 des Gurtförderers 11 der Wascheinrichtung 10 ein- oder
mehrbahnig ausgebreitet auf das Obertrum 13 des Gurtförderers 11 flach aufgelegten
Wäschestücke werden zunächst in der Vorwaschzone 14 mit Flüssigkeit bespritzt bzw.
besprüht und anschließend die Vorwaschflüssigkeit aus den Wäschestücken teilweise,
insbesondere größtenteils, an der Umlenktrommel 19 und zwischen der Quetschwalze 35
und der dieser gegenüberliegenden Umlenktrommel 20 abgetrennt.
[0136] Anschließend erfolgt in der Klarwaschzone 15 eine Klarwäsche der Wäschestücke. Dabei
werden die Wäschestücke zunächst mit Klarwaschflüssigkeit bespritzt bzw. besprüht
und anschließend wieder von mindestens einem Teil, insbesondere einem Großteil, der
in den Wäschestücken gebundenen Klarwaschflüssigkeit befreit, Das geschieht an der
Umlenktrommel 21 und zwischen der Quetschwalze 36 und der dieser zugeordneten Umlenktrommel
22. Danach ist der Waschvorgang abgeschlossen.
[0137] Die Wäschestücke werden anschließend auf dem Obertrum 13 des Gurtförderers 11 bei
nur noch einem geringen Teil von Flüssigkeit aus dem Waschvorgang in den Wäschestücken
gespült. Das Spülen erfolgt nacheinander zunächst in der Brauchwasserspülzone 16 und
dann in der Frischwasserspülzone 17. Somit werden die Wäschestücke zunächst mit Brauchwasser
bespritzt oder besprüht und anschließend mit Frischwasser besprüht oder alternativ
bespritzt. Vor und gegebenenfalls auch am Ende der Frischwasserspülzone 17 werden
die Wäschestücke von einem Teil, insbesondere einem Großteil, der in ihnen gebundenen
Spülflüssigkeit, und zwar zunächst Brauchwasser und gegebenenfalls anschließend Frischwasser,
befreit.
[0138] Falls erforderlich kann in der Wascheinrichtung 10 eine Desinfektion der Wäschestücke
erfolgen. Das geschieht bevorzugt zwischen der Klarwaschzone 15 und der Brauchwasserspülzone
16. Bevorzugt erfolgt eine chemische Desinfektion. Es können hierauf eine oder mehrere
Desinfektionen folgen.
[0139] Im Anschluss an das Waschen und Spülen sowie gegebenenfalls das Desinfizieren werden
die Wäschestücke im unverändert ausgebreiteten Zustand vom Obertrum 13 des Gurtförderers
11 der Wascheinrichtung 10 auf das Obertrum 43 des Gurtförderers 42 des Trockners
41 überführt und vom Gurtförderer 42 in Behandlungsrichtung 12 durch den Trockner
41 transportiert. Dabei werden die flachliegend auf dem Obertrum 43 liegenden Wäschestücke
vom Gurtförderer 42 in Behandlungsrichtung 12 an den aufeinanderfolgenden Trocknungseinrichtungen
und gegebenenfalls die Desinfektionseinrichtung entlangtransportiert.
[0140] Mindestens am Ende des Trockners 41 wird der Trocknungsgrad bzw. der Restfeuchtegehalt
der Wäschestücke von mindestens einem Sensor berührungslos erfasst. Bei Abweichung
vom Soll-Trocknungsgrad bzw. Soll-Restfeuchtegehalt erfolgt eine Steuerung oder Regelung
insbesondere der Trocknungseinrichtungen des Trockners 41. Das kann durch Veränderung
der Trocknungsintensität an allen oder einzelnen ausgewählten Trocknungseinrichtungen
erfolgen, aber alternativ oder zusätzlich auch durch Zu- und Abschalten einer Trocknungseinrichtung
oder gegebenenfalls auch mehrerer Trocknungseinrichtungen. Letzteres kann auch in
Abhängigkeit von der Art der zu trocknenden Wäschestücke erfolgen.
[0141] Die in den Fig. 5 und 6 gezeigte Vorrichtung dient zum ununterbrochenen aufeinanderfolgenden
kontinuierlichen Waschen, Spülen und Trocknen sowie gegebenenfalls Desinfizieren der
ein- oder zweibahnig von den Gurtförderern 11 und 42 in Behandlungsrichtung 12 durch
die Wascheinrichtung 10 und den Trockner 41 transportierten Wäschestücke. Die Vorrichtung
wäscht, spült und trocknet somit im Durchlaufverfahren gleichzeitig die Wäschestücke.
Die Wäschestücke bleiben dabei stets im ausgebreitet und flachen Zustand auf den Gurtförderern
11 und 42 liegen. Die Wäschestücke werden somit im ruhenden Zustand gewaschen, gespült
und getrocknet. Gegebenenfalls findet dabei auch eine Desinfektion der Wäschestücke
statt.
[0142] Durch die Verkettung der Wascheinrichtung 10 mit dem Trockner 41 infolge der direkt
aufeinanderfolgenden Gurtförderer 11 und 42 erfolgt eine gleichzeitige, kontinuierliche
Nassbehandlung und Trocknung sowie gegebenenfalls Desinfektion der Wäschestück im
flachliegenden Zustand auf dem Obertrum 13 und 43 der Gurtförderer 11 und 42. Um die
Kontinuität des Nassbehandlungs- und Trocknungsvorgangs mit der Vorrichtung der Fig.
5 und 6 zu gewährleisten, werden die Gurtförderer 11 und 42, vorzugsweise mit gleicher
Geschwindigkeit angetrieben. Stellt sich heraus, dass der gewünschte Trocknungsgrad
oder die gewünschte Restfeuchte der Wäschestücke am Ende des Trockners nicht erzielbar
ist, können die Geschwindigkeiten der Gurtförderer 11 und 42 der Wascheinrichtung
10 und des Trockners 41 vorzugsweise gleichzeitig und/oder gleichermaßen zusammen
entsprechend verändert bzw. angepasst werden. Gleiches gilt für den Fall, dass stark
verschmutzte Wäschestücke zu behandeln, insbesondere zu waschen, sind.
[0143] Die Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung, die derjenigen der Fig. 5 entspricht, jedoch vor
der Wascheinrichtung 10 eine Eingabemaschine 39 mit einem Zuführförderer 40 aufweist
und hinter dem Trockner 41 eine Faltmaschine 53 vorgesehen ist, die einen Einlassförderer
54 aufweist.
[0144] Von der Eingabemaschine 39 sind automatisch die zu behandelnden Wäschestücke ausbreitbar
und ein- oder zweibahnig im ausgebreiteten flachliegenden Zustand auf das Obertrum
13 des Gurtförderers 11 der Wascheinrichtung 10 auflegbar.
[0145] Die in Behandlungsrichtung 12 gesehen hinter dem Trockner 41 angeordnete Faltmaschine
53 dient zum automatischen Falten der gewaschenen und getrockneten sowie gegebenenfalls
desinfizierten Wäschestücken. Das kann auch ein- oder mehrmalig geschehen. Vom Obertrum
43 des Gurtförderers 42 des Trockners 41 werden die gewaschenen und getrockneten Wäschestücke
ein- oder mehrbahnig unter Beibehaltung ihres flachliegenden ausgebreiteten Zustands
an die Faltmaschine übergeben durch Ablegen auf den Einlassförderer 54, nämlich ein
Obertrum desselben.
[0146] Die Vorrichtung der Fig. 6 stellt eine Behandlungsstraße dar zum kontinuierlich aufeinanderfolgenden
automatischen Zuführen ausgebreiteter Wäschestücke zur Wascheinrichtung 10 und zum
automatischen Auflegen der nach der Nassbehandlung getrockneten Wäschestücke vom Trockner
41 auf dem Einlassförderer 54 der Faltmaschine 53.
[0147] An der Stelle der Faltmaschine kann hinter dem Trockner 41 auch eine Mangel angeordnet
sein. Dann werden die getrockneten Wäschestücke (vom Ende des Gurtförderers 42 des
Trockners 41) ein- oder mehrbahnig im ausgebreiteten Zustand an einen Beladeförderer
der Mangel oder direkt in die Einlaufseite einer Muldenmangel oder einer sonstigen
Mangel transportiert.
Bezugszeichenliste:
[0148]
| 10 |
Wascheinrichtung |
42 |
Gurtförderer |
| 11 |
Gurtförderer |
43 |
Obertrum |
| 12 |
Behandlungsrichtung |
44 |
Untertrum |
| 13 |
Obertrum |
45 |
Umlenktrommel |
| 14 |
Vorwaschzone |
46 |
Umlenktrommel |
| 15 |
Klarwaschzone |
47 |
Stoßwellenapplikator |
| 16 |
Brauchwasserspülzone |
48 |
Luftdüsenreihe |
| 17 |
Frischwasserspülzone |
49 |
Heißluftbalken |
| 18 |
Umlenktrommel |
50 |
Desinfektionsbalken |
| 19 |
Umlenktrommel |
51 |
Infrarotstrahler |
| 20 |
Umlenktrommel |
52 |
Infrarotsensor |
| 21 |
Umlenktrommel |
53 |
Faltmaschine |
| 22 |
Umlenktrommel |
54 |
Einlassförderer |
| 23 |
Umlenktrommel |
|
|
| 24 |
Umlenktrommel |
|
|
| 25 |
Abschnitt |
|
|
| 26 |
Abschnitt |
|
|
| 27 |
Abschnitt |
|
|
| 28 |
Abschnitt |
|
|
| 29 |
Umlenktrommel |
|
|
| 30 |
Umlenktrommel |
|
|
| 31 |
Untertrum |
|
|
| 32 |
Auflegeabschnitt |
|
|
| 33 |
Auffangwanne |
|
|
| 34 |
Auffangwanne |
|
|
| 35 |
Quetschwalze |
|
|
| 36 |
Quetschwalze |
|
|
| 37 |
Quetschwalze |
|
|
| 38 |
Flüssigkeitskegel |
|
|
| 39 |
Eingabemaschine |
|
|
| 40 |
Zuführförderer |
|
|
| 41 |
Trockner |
|
|
1. Verfahren zur Nassbehandlung und Trocknung von Wäsche, wobei die Wäsche bei der Nassbehandlung
gewaschen und gespült wird und der Wäsche bei der Trocknung die gebundene Flüssigkeit
von der Nassbehandlung mindestens größtenteils entzogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche von einer Eingabemaschine (39) ausgebreitet auf den Anfang eines Förderers
im Bereich der Nassbehandlung aufgelegt wird, die Nassbehandlung und die Trocknung
bei ausgebreitet auf mindestens einem Förderer liegender Wäsche erfolgt, und die getrocknete
Wäsche in ihrem ausgebreiteten Zustand vom Förderer im Bereich der Trocknung unmittelbar
an einen Einlassförderer (54) einer nachgeordneten Faltmaschine (53) oder einer Mangel
übergeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung der Wäsche im unmittelbaren Anschluss an die Nassbehandlung längs einer
zusammenhängenden Behandlungsbahn erfolgt, insbesondere die Nassbehandlung und die
Trocknung auf getrennten Förderern durchgeführt werden und/oder die Transportgeschwindigkeiten
der Förderer im Bereich der Nassbehandlung und der Trocknung aufeinander abgestimmt,
vorzugsweise synchronisiert, werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche im ausgebreiteten Zustand mit mindestens einer Flüssigkeit bespritzt und/oder
besprüht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche mit unter Druck stehender Flüssigkeit und/oder Flüssigkeitsstrahlen bespritzt
und/oder besprüht wird, vorzugsweise die Wäsche vollflächig und/oder mehrfach nacheinander
mit unter Druck stehender Flüssigkeit bespritzt und/oder besprüht wird und gegebenenfalls
die Wäsche in Flüssigkeit eingetaucht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche im liegenden und/oder ruhenden Zustand mit der mindestens einen Flüssigkeit
bespritzt und/oder besprüht wird, insbesondere die Wäsche in einem auf einem Förderer
liegenden und/oder auf dem Förderer ruhenden Zustand mit der mindestens einen Flüssigkeit
bespritzt und/oder besprüht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Flüssigkeit auf eine freie Seite, vorzugsweise Oberseite, der Wäschestücke
gespritzt und/oder gesprüht wird und mindestens ein Teil dieser Flüssigkeit von einer
gegenüberliegenden Seite, vorzugsweise Unterseite, der Wäschestück abgeleitet wird,
vorzugsweise durch ein die Wäschestücke tragendes flüssigkeitsdurchlässiges Trum des
Förderers.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach und/oder während des Waschens mindestens ein Teil der in der Wäsche gebundenen
Flüssigkeit entfernt wird, vorzugsweise aus der Wäsche herausgepresst wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche in einer Vorwaschzone (14) und einer Klarwaschzone (15) gewaschen und
in mindestens einer Spülzone, vorzugsweise einer Brauchwasserspülzone (16) und einer
Frischwasserspülzone (17), gespült wird und/oder die Wäsche von einem durchgehenden
Förderer, vorzugsweise einem Gurtförderer (11), durch alle Zonen der Nassbehandlung
hindurchtransportiert wird, vorzugsweise kontinuierlich und/oder ununterbrochen und
gegebenenfalls die zur Nassbehandlung verwendete Flüssigkeit aufgefangen und wiederverwendet
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Nassbehandlung die Wäsche durch Ultraschall vorzugsweise in einem ein Desinfektions-
bzw. Desinfektionshilfsmittel aufweisenden Bad desinfiziert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche mit mehreren aufeinanderfolgenden Trocknungseinrichtungen nacheinander
getrocknet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige Trocknungseinrichtungen quer zur Behandlungsrichtung (12) über
dem die Wäsche tragenden Förderer angeordnet sind und/oder mindestens eine Trocknungseinrichtung
einen quer über den Förderer angeordneten und quer zur Behandlungsrichtung (12) verlaufenden
Trocknungsstreifen bildet, wobei gegebenenfalls die Trocknungseinrichtungen als Heißlufterzeuger,
Infrarotstrahler (51), mindestens eine Luftdüsenreihe (48) und/oder wenigstens ein
Stoßwellenapplikator (47) ausgebildet sind.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass Umgebungsluft oder eine Restwärme aufweisender Abluft aus einer anderen Trocknungseinrichtung
oder einer anderen Wäschebehandlungseinrichtung gespeiste Luftdüsen, insbesondere
mindestens eine Luftdüsenreihe (48), als Trocknungseinrichtung verwendet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Trocknen, vorzugsweise vor, während und/oder nach dem Trocknen eine Plasmadesinfektion
der Wäsche vorgenommen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass von mindestens einem auf die zu trocknende Wäsche gerichteten Sensor die Restfeuchte,
der Trocknungsgehalt und/oder die Temperatur der Wäsche ermittelt wird, vorzugsweise
berührungslos, und anhand der gemessenen Werte der Trocknungsvorgang gesteuert wird,
insbesondere die zur Trocknung dienenden Trocknungseinrichtungen und gegebenenfalls
die Desinfektionseinrichtung.
15. Vorrichtung zur Nassbehandlung und Trocknung von Wäsche, mit einer Wascheinrichtung
(10) mit einem Trockner (41), dadurch gekennzeichnet, dass die Wascheinrichtung (10) und der Trockner (41) unmittelbar aufeinanderfolgen und
eine Behandlungsstrecke bilden, entlang derer die Wäsche mit mindestens einem Förderer
im ausgebreitet auf demselben liegenden und/oder ruhenden Zustand in Behandlungsrichtung
weitertransportierbar ist, vor der Wascheinrichtung (10) eine Eingabemaschine (39)
angeordnet ist, die ausgebreitete Wäschestücke direkt auf den Anfang des Förderers
der Wascheinrichtung (10) transportiert, und der Förderer an seinem Anfang einen Auflegebereich
aufweist, auf dem die ausgebreitete Wäsche auflegbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wascheinrichtung (10) und der Trockner (41) jeweils mindestens einen Förderer
aufweisen, die direkt aufeinanderfolgend zur unmittelbaren Übergabe der Wäsche vom
Förderer der Wascheinrichtung (10) an den Förderer des Trockners (41) ausgebildet
sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, gekennzeichnet durch einen ein Trum aufweisenden Förderer, von dem die Wäsche im ausgebreitet auf dem
Trum liegenden Zustand durch mindestens eine Waschzone und wenigstens eine Spülzone
transportierbar ist und über dem die Wäsche tragenden Trum des Förderers Mittel zum
Bespritzen und/oder Besprühen der Wäschestücke mit zum Waschen und zum Spülen dienenden
Flüssigkeit angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Düsen, vorzugsweise Hochdruckdüsen, in mindestens einer Reihe quer zur Behandlungsrichtung
(12) des Förderers über dem Trum, insbesondere einem Obertrum (13) desselben, angeordnet
sind, bevorzugt ortsfest, und/oder die Düsen derart über der über dem Trum bzw. Obertrum
(13) des Förderers liegenden Wäsche angeordnet sind, dass von ihnen die Wäsche vollflächig
benetzbar, bespritzbar und/oder besprühbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einem Ende der Waschzone bzw. der letzten Waschzone eine Entwässerungseinrichtung
zum mechanischen und/oder pneumatischen Entfernen mindestens eines Teil der in der
Wäsche gebundenen Flüssigkeit angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer als ein Gurtförderer (11) mit wenigstens einem umlaufend antreibbaren
Fördergurt ausgebildet ist und der mindestens eine Fördergurt flüssigkeitsdurchlässig
ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass über einem Obertrum (43) des Förderers mehrere separate in Behandlungsrichtung (12)
mit Abstand aufeinanderfolgende eigenständige Trocknungseinrichtungen angeordnet sind.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungseinrichtungen als mindestens ein Heißluftbalken (49), Infrarotstrahler
(51), Luftdüsenreihe (48) und/oder Stoßwellenerzeuger (47) ausgebildet sind und/oder
dass vor, hinter und/oder zwischen den Trocknungseinrichtungen mindestens eine Desinfektionseinrichtung,
vorzugsweise eine Plasma-Desinfektionseinrichtung, angeordnet ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass dem Obertrum (43) des Förderers mindestens ein Sensor zur vorzugsweise berührungslosen
Ermittlung des Trocknungsgrads, der Restfeuchte und/oder der Temperatur, vorzugsweise
der Oberflächentemperatur, der Wäsche zugeordnet ist.
1. A method for the wet treatment and drying of laundry, wherein the laundry is washed
and rinsed in the course of wet treatment and that during the drying phase the bound
liquid from the wet treatment is extracted from the laundry to at least a large extent,
characterized in that the laundry is placed in a spread-out state on the start of the conveyor in the region
of wet treatment by a feeding machine (39), wet treatment and drying are conducted
on laundry lying on at least one conveyor in a spread-out state, and the dried laundry
is transferred in its spread-out state by the conveyor in the drying region directly
to an intake conveyor (54) of a downstream folding machine (53) or a mangle.
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that the laundry is dried immediately following wet treatment and along a continuous treatment
path, in particular that wet treatment and drying are conducted on separate conveyors
and/or the transport speeds of the conveyors are coordinated, preferably synchronized,
with each other in the region of wet treatment and drying.
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the laundry is sprayed and/or sprinkled in the spread-out state with at least one
liquid.
4. The method as claimed in claim 3, characterized in that the laundry is sprayed and/or sprinkled with pressurized liquid and/or liquid jets,
preferably the laundry being sprayed and/or sprinkled across its full surface and/or
multiple times in succession with pressurized liquid, with the laundry being dipped
in liquid if necessary.
5. The method as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the laundry is sprayed and/or sprinkled in a lying and/or resting state with at least
one liquid, in particular that the laundry is sprayed and/or sprinkled with the at
least one liquid in a state of lying on a conveyor and/or of resting on the conveyor.
6. The method as claimed in one of the claims 3 to 5, characterized in that at least one liquid is sprayed and/or sprinkled on a free side, preferably the top
side, of the laundry items and that at least part of this liquid is drained off from
an opposite side, preferably the bottom side, of the laundry items, preferably through
a liquid-permeable strand of the conveyor on which the laundry items are carried.
7. The method as claimed in one of the claims 3 to 6, characterized in that following and/or during the washing process at least part of the liquid bound in
the laundry is removed, preferably pressed out of the laundry.
8. The method as claimed in one of the claims 3 to 7, characterized in that the laundry is washed in a prewash zone (14) and a main wash zone (15) and is rinsed
in at least one rinse zone, preferably a process water rinse zone (16) and a fresh
water rinse zone (17) and/or the laundry is transported by continuous conveying means,
preferably a belt conveyor (11) through all zones of wet treatment, preferably in
a continuous and/or uninterrupted manner, if necessary with the liquid used for the
wet treatment being recovered and reused.
9. The method as claimed in one of the claims 3 to 8, characterized in that during wet treatment the laundry is disinfected by ultrasonic means, preferably in
a bath containing a disinfection agent or disinfection additive.
10. The method as claimed in one of the claims 3 to 9, characterized in that the laundry is dried successively with a plurality of consecutive drying units.
11. The method as claimed in claim 10, characterized in that at least some of the drying units are arranged transverse to the treatment direction
(12) above the conveyor carrying the laundry and/or at least one drying unit forms
a drying strip arranged above the conveyor and running transversely to the treatment
direction (12), wherein, if appropriate, the drying units are realized as hot air
generators, infrared radiators (51), at least one row of air nozzles (48) and/or at
least one shock wave applicator (47).
12. The method as claimed in claim 10 or 11, characterized in that air nozzles, in particular at least one row of air nozzles (48), fed with ambient
air and/or exhaust air containing residual heat from another drying device or another
laundry treatment device, are employed as a drying unit.
13. The method as claimed in one of the claims 10 to 12, characterized in that during the drying phase, preferably before, during and/or after the drying phase,
a plasma-enhanced disinfection of the laundry is performed.
14. The method as claimed in one of the claims 10 to 13, characterized in that in that the residual moisture, the drying content and/or the temperature of the laundry is
determined by at least one sensor directed at the laundry to be dried, preferably
without contact, and the drying process is controlled on the basis of the measured
values, in particular the drying units used for drying and, if appropriate, the disinfection
device.
15. An apparatus for the wet treatment and drying of laundry, having a washing device
(10) with a dryer (41), characterized in that the washing device (10) and the dryer (41) follow one another directly and form a
treatment path along which the laundry can be transported further in the treatment
direction by at least one conveyor in the spread-out state lying and/or resting on
the same, a feeding machine (39) is arranged upstream of the washing device (10),
which transports spread-out laundry items directly onto the start of the conveyor
of the washing device (10), and the conveyor has a loading region at its start, on
which the spread-out laundry can be loaded.
16. The apparatus as claimed in claim 15, characterized in that the washing device (10) and the dryer (41) each have at least one conveyor, said
conveyors configured as immediately following one another for the direct transfer
of the laundry from the conveyor of the washing device (10) to the conveyor of the
dryer (41).
17. The apparatus as claimed in claim 15 or 16, characterized by a conveyor having a strand, by means of which the laundry spread out on the strand
in a lying state can be transported through at least one wash zone and at least one
rinse zone and with means for the spraying and/or sprinkling of the laundry with liquid
employed for washing and rinsing being arranged above the strand of the conveyor which
carries the laundry.
18. The device as claimed in claim 17, characterized in that nozzles, preferably high pressure nozzles, are arranged, preferably in a stationary
manner, above the strand, in particular an upper strand (13), in at least one row
transverse to the treatment direction (12) of the conveyor, and/or the nozzles are
arranged above the laundry lying on the strand or upper strand (13) of the conveyor
such that said nozzles are capable of moistening, spraying and/or sprinkling the laundry
over its complete surface.
19. The device as claimed in claim 17, characterized in that a dewatering device for the mechanical and/or pneumatic removal of at least part
of the liquid bound in the laundry is arranged at at least one end of the wash zone
or at the last wash zone.
20. The device as claimed in one of the claims 15 to 19, characterized in that the conveyor is realized as a belt conveyor (11) having at least one conveyor belt
driven in rotation and that the at least one conveyor belt is liquid permeable.
21. The device as claimed in one of the claims 15 to 20, characterized in that a plurality of separate, spaced-apart independent drying units following one another
in the treatment direction (12) are arranged above an upper strand (43) of the conveyor.
22. The device as claimed in claim 21, characterized in that the drying units are realized as at least one hot air beam (49), infrared radiator
(51), row of air nozzles (48) and/or shock-wave generator (47) and/or that at least
one disinfection device, preferably a plasma-enhanced disinfection device, is arranged
before, after and/or between the drying units.
23. The device as claimed in claim 21 or 22, characterized in that the upper strand (43) of the conveyor is assigned at least one sensor for the preferably
contactless determination of the degree of drying, the residual moisture and/or the
temperature, preferably the surface temperature, of the laundry.
1. Procédé de traitement par voie humide et de séchage de linge, le linge étant lavé
et rincé pendant le traitement par voie humide et le liquide lié venant du traitement
par voie humide étant au moins en grande partie éliminé du linge pendant le séchage,
caractérisé en ce que le linge est placé au début d'un convoyeur dans la zone de traitement par voie humide
en étant étalé par une machine d'entrée (39), le traitement par voie humide et le
séchage sont effectués avec le linge étalé sur au moins un convoyeur, et le linge
séché est transféré à l'état étalé depuis le convoyeur dans la zone de séchage directement
à un convoyeur d'entrée (54) d'une plieuse (53) disposée en aval ou d'une repasseuse.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le séchage du linge est effectué immédiatement après le traitement par voie humide
le long d'un trajet de traitement continu, en particulier le traitement par voie humide
et le séchage sont effectués sur des convoyeurs séparés et/ou les vitesses de transport
des convoyeurs dans la zone de traitement par voie humide et du séchage sont coordonnées
entre elles, de préférence synchronisées.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le linge à l'état étalé est arrosé et/ou aspergé avec au moins un liquide.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le linge est arrosé et/ou aspergé avec un liquide sous pression et/ou des jets de
liquide, de préférence le linge est arrosé et/ou aspergé sur toute la surface et/ou
plusieurs fois de suite avec un liquide sous pression et le cas échéant, le linge
est plongé dans le liquide.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le linge est arrosé et/ou aspergé avec l'au moins un liquide à l'état couché et/ou
au repos, en particulier le linge est arrosé et/ou aspergé avec l'au moins un liquide
à l'état couché sur un convoyeur et/ou au repos sur le convoyeur.
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'au moins un liquide est projeté et/ou pulvérisé sur un côté libre, de préférence le
côté supérieur, de l'article de linge et au moins une partie de ce liquide est déviée
d'un côté opposé, de préférence le côté inférieur, de l'article de linge, de préférence
à travers un brin du convoyeur qui est perméable au liquide et qui transporte les
articles de linge.
7. Procédé selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que, après et/ou pendant le lavage, au moins une partie du liquide lié dans le linge
est éliminée, de préférence expulsée du linge.
8. Procédé selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le linge est lavé dans une zone de prélavage (14) et une zone de lavage à l'eau claire
(15) et rincé dans au moins une zone de rinçage, de préférence une zone de rinçage
à l'eau sanitaire (16) et une zone de rinçage à l'eau douce (17) et/ou le linge est
transporté à travers toutes les zones du traitement par voie humide par un convoyeur
continu, de préférence un convoyeur à bande (11), de préférence en continu et/ou sans
interruption et, le cas échéant, le liquide utilisé pour le traitement par voie humide
est collecté et réutilisé.
9. Procédé selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que, lors du traitement par voie humide, le linge est désinfecté par ultrasons, de préférence
dans un bain contenant un désinfectant ou un auxiliaire de désinfection.
10. Procédé selon l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que le linge est séché successivement à l'aide de plusieurs modules de séchage successifs.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moins certains modules de séchage sont disposés transversalement à la direction
de traitement (12) au-dessus du convoyeur transportant le linge et/ou au moins un
module de séchage forme une bande de séchage disposée transversalement au-dessus du
convoyeur et s'étendant transversalement à la direction de traitement (12), les modules
de séchage étant éventuellement conçus comme des générateurs d'air chaud, des radiateurs
infrarouges (51), au moins une rangée de buses d'air (48) et/ou au moins un applicateur
d'ondes de choc (47).
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que des buses d'air, notamment au moins une rangée de buses d'air (48), sont utilisées
comme module de séchage, lesquelles sont alimentées en air ambiant ou en air évacué
contenant de la chaleur résiduelle en provenance d'un autre module de séchage ou d'un
autre module de traitement de linge.
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce qu'une désinfection plasma du linge est effectuée pendant le séchage, de préférence avant,
pendant et/ou après le séchage.
14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que l'humidité résiduelle, le taux de séchage et/ou la température du linge sont déterminés,
de préférence sans contact, par au moins un capteur dirigé vers le linge à sécher
et le processus de séchage est commandé sur la base des valeurs mesurées, en particulier
les modules de séchage utilisés pour le séchage et éventuellement le module de désinfection.
15. Dispositif de traitement par voie humide et de séchage de linge, comprenant un module
de lavage (10) muni d'un séchoir (41), caractérisé en ce que le module de lavage (10) et le séchoir (41) se succèdent directement et forment un
chemin de traitement le long duquel le linge peut être transporté dans la direction
de traitement à l'aide d'au moins un convoyeur en étant étalé et/ou au repos sur celui-ci,
une machine d'entrée (39) est disposée devant le module de lavage (10) et transporte
l'article de linge étalé directement au début du convoyeur du module de lavage (10),
et le convoyeur comporte à son début une zone de placement sur laquelle le linge étalé
peut être placé.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que le module de lavage (10) et le séchoir (41) comportent chacun au moins un convoyeur,
lesquels convoyeurs se succèdent directement pour le transfert immédiat du linge depuis
le convoyeur du module de lavage (10) au convoyeur du séchoir (41).
17. Dispositif selon la revendication 15 ou 16, caractérisé par un convoyeur qui comporte un brin et duquel le linge peut être transporté à l'état
étalé sur le brin à travers au moins une zone de lavage et au moins une zone de rinçage,
et des moyens d'arrosage et/ou d'aspersion des articles de linge avec un liquide utilisé
pour le lavage et le rinçage sont disposés au-dessus du brin du convoyeur qui transporte
le linge.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que des buses, de préférence des buses à haute pression, sont disposées sur au moins
une rangée transversalement à la direction de traitement (12) du convoyeur au-dessus
du brin, notamment d'un brin supérieur (13) de celui-ci, de préférence de manière
fixe, et/ou les buses sont disposées au-dessus du linge situé au-dessus du brin ou
du brin supérieur (13) du convoyeur de manière à ce que le linge puisse être mouillé,
arrosé et/ou aspergé sur toute sa surface par lesdites buses.
19. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'un module de drainage, destiné à l'évacuation mécanique et/ou pneumatique d'au moins
une partie du liquide lié dans le linge, est disposé à au moins une extrémité de la
zone de lavage ou de la dernière zone de lavage.
20. Dispositif selon l'une des revendications 15 à 19, caractérisé en ce que le convoyeur est conçu comme un convoyeur à bande (11) comprenant au moins une bande
transporteuse pouvant être entraînée en carrousel et l'au moins une bande transporteuse
est perméable au liquide.
21. Dispositif selon l'une des revendications 15 à 20, caractérisé en ce qu'une pluralité de modules de séchage indépendants séparés qui se suivent à distance
dans la direction de traitement (12) sont disposés au-dessus d'un brin supérieur (43)
du convoyeur.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que les modules de séchage sont conçus comme au moins une barre à air chaud (49), un
radiateur infrarouge (51), une rangée de buses d'air (48) et/ou un générateur d'ondes
de choc (47) et/ou au moins un module de désinfection, de préférence un module de
désinfection au plasma, est disposé devant, derrière et/ou entre les modules de séchage.
23. Dispositif selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que le brin supérieur (43) du convoyeur est associé à au moins un capteur destiné à déterminer,
de préférence sans contact, le degré de séchage, l'humidité résiduelle et/ou la température,
de préférence la température de surface, du linge.