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(11) |
EP 3 538 707 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.10.2020 Patentblatt 2020/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.11.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2016/100532 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/086642 (17.05.2018 Gazette 2018/20) |
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| (54) |
GEWEBEGURT
FABRIC BELT
COURROIE TISSÉE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.09.2019 Patentblatt 2019/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Mühlen Sohn GmbH & Co. KG |
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89134 Blaustein (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STEGER, Alexandra
89264 Weißenhorn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Jakelski & Althoff
Patentanwälte PartG mbB |
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Patentanwälte
Partnerschaftsgesellschaft
Mollenbachstraße 37 71229 Leonberg 71229 Leonberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-96/07788
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WO-A1-02/086231
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gewebegurt zur Herstellung einer Wellpappenbahn
in einer Wellpappenmaschine.
Stand der Technik
[0002] Wellpappenmaschinen weisen Obergurte und Untergurte auf, welche die Wellpappe durch
die Wellpappenmaschine transportieren. Die obere Kettlage dieser Gewebegurte hat direkten
Kontakt zur Wellpappe. Sie transportiert diese über eine gewisse Haftreibung durch
die Wellpappenmaschine und sorgt dabei für eine kontrollierte Verklebung der Wellpappe.
Hierzu entzieht der Gewebegurt der Wellpappe die Feuchtigkeit des Leims und gibt diese
zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab.
[0003] Der Obergurt transportiert die Wellpappe dabei unter anderem über Heizplatten. Randbereiche
des Obergurtes, welche über die Breite der transportierten Wellpappe hinausstehen,
können dabei in Kontakt mit den Heizplatten gelangen. Diese können Temperaturen von
bis zu 200 °C erreichen. Dies hat eine thermische Schädigung der Randbereiche zur
Folge, was die Lebensdauer des Gewebegurtes verringert. Zudem erfolgt in den Randbereichen
ein starker mechanischer Abrieb des Gewebegurtes.
[0004] Aus der
WO 96/07788 A1 ist ein Gewebegurt bekannt, dessen obere Kettlage im Randbereich ausschließlich Kettfäden
aufweist, die aus aromatischen Polyamidfasern bestehen, denen gegebenenfalls nicht
rostende Stahlfasern beigemischt sind. Ein solcher Gewebegurt ist dazu in der Lage,
in seinen Randbereichen den hohen Temperaturen der Heizplatten, sowie dem dort erfolgenden
Abrieb standzuhalten. Allerdings verhindert das durchgehende Polyamidgewebe im Randbereich
die Aufnahme von Wasser in den Gewebegurt. Damit können die Randbereiche dieses Gurtes
nicht zum Feuchtigkeitsmanagement bei der Wellpappenherstellung beitragen.
[0005] In der
WO 02/086231 A1 wird ein Gewebegurt beschrieben, der auf seiner gesamten Papierseite eine Materialmischung
mit einem Faseranteil von mehr als 30 % eines aromatischen Polyamids aufweist. Der
Rest der Materialmischung besteht aus Polyesterfasern und/oder anderen Trägerfasern.
Dieser Gewebegurt weist eine erhöhte Verschleißfestigkeit auf. Er verfügt allerdings
über keine Verstärkung der besonders belasteten Randbereiche.
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Gewebegurt für eine
Wellpappenmaschine bereitzustellen, welcher in seinen Randbereichen einerseits so
temperaturbeständig und abriebfest ist, dass er einem Kontakt mit den Heizplatten
standhalten kann und dessen Randbereiche andererseits zum Feuchtigkeitsmanagement
bei der Wellpappenherstellung beitragen kann.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Gewebegurt zur Herstellung einer Wellpappenbahn in
einer Wellpappenmaschine gelöst, der mehrere Kettlagen aufweist und der in mindestens
einem Randbereich eine Oberfläche seiner obersten Kettlage mit wenigstens ersten Bereichen
und zweiten Bereichen aufweist. Die ersten Bereiche bestehen aus ersten Garnen und
die zweiten Bereiche bestehen aus zweiten Garnen. Dabei enthalten die ersten Garne
30 Gew.-% bis 100 Gew.-% aromatische Polyamide, 0 Gew.-% bis 70 Gew.-% aliphatische
und/oder alicylische Polyamide und 0 Gew.-% bis 5 Gew.-% sonstige Materialien. Die
Summe der Polyamide und sonstigen Materialien ergibt 100 Gew.-%. Die zweiten Garne
enthalten 50 Gew.-% bis 85 Gew.-% Polyester und/oder aliphatische Polyamide und/oder
alicylische Polyamide. Weiterhin enthalten sie 15 Gew.-% bis 50 Gew.-% Cellulose.
Außerdem können sie 0 Gew.-% bis 5 Gew.-% sonstige Materialien enthalten. Die Summe
der Polyester, Polyamide, Cellulose und sonstigen Materialien ergibt 100 Gew.-%. Die
Cellulose ist insbesondere ausgewählt aus Viskose, Baumwolle, Modal, Lyocell und Gemischen
daraus. Hierbei ist Viskose bevorzugt, da sie aufgrund ihres Quellverhaltens in der
Länge und in der Dicke ein besonders gutes Wasseraufnahmeverhalten aufweist. Bei den
sonstigen Materialien kann es sich beispielsweise um Metallfasern handeln, welche
dem mindestens einen Randbereich antistatische Eigenschaften verleihen. Zu diesem
Zweck können auch Carbonfasern verwendet werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass
sonstige Materialien in weiteren Bereichen in dem mindestens einen Randbereich angeordnet
sind. So können zum Erhalten der antistatischen Eigenschaften beispielsweise dritte
Bereiche vorgesehen sein, welche nur aus Metallfasern und/oder Carbonfasern bestehen.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass keine vollflächige Ausführung der
Oberfläche eines Randbereiches aus thermisch und mechanisch besonders belastbaren
ersten Garnen notwendig ist, um die thermische Beständigkeit des Randbereiches so
weit zu erhöhen, dass er dem Kontakt mit den Heizplatten einer Wellpappenanlage ohne
signifikante Schädigung standhalten kann. Vielmehr ist es ausreichend, die Oberfläche
im Randbereich nur bereichsweise aus den ersten Garnen auszuführen. Dies bietet die
Möglichkeit neben den ersten Bereichen zweite Bereiche vorzusehen, welche zweite Garne
mit einer guten Wasseraufnahmefähigkeit aufweisen. Dies ermöglicht ein Feuchtigkeitsmanagement
der Wellpappe auch im Randbereich des Gewebegurtes.
[0009] Die ersten Bereiche bedecken bevorzugt 1/6 bis 5/6 der Oberfläche des mindestens
einen Randbereiches. Besonders bevorzugt bedecken sie ein 1/3 bis 2/3 der Oberfläche
des mindestens einen Randbereiches. Die zweiten Bereiche bedecken dabei bevorzugt
1/6 bis 5/6 der Oberfläche des mindestens einen Randbereiches. Besonders bevorzugt
bedecken sie ein 1/3 bis 2/3 der Oberfläche des mindestens einen Randbereiches. Ganz
besonders bevorzugt bedecken sie die restliche Oberfläche, so dass es neben den ersten
Bereichen und den zweiten Bereichen keine weiteren Bereiche gibt. Hierdurch wird sichergestellt,
dass einerseits eine hinreichende thermische Stabilität der Randbereiche erhalten
wird, damit diese der thermischen Belastung durch den Kontakt mit Heizelementen einer
Wellpappenanlage standhalten können und andererseits ein ausreichend großer Bereich
der Oberfläche von zweiten Garnen eingenommen wird, die Feuchtigkeit von der Gurtoberfläche
in tiefer gelegene Gewebelagen transportieren können.
[0010] Vorzugsweise sind die zweiten Bereiche an der Oberfläche so angeordnet, dass alle
zweiten Bereiche an der Oberfläche miteinander verbunden sind. Dies ermöglicht eine
besonders effektive Weiterleitung aufgenommener Feuchtigkeit. Die ersten Bereiche
bilden hierbei Inseln, die von den zweiten Bereichen umschlossen werden.
[0011] Die Breite jedes Randbereiches liegt bevorzugt im Bereich von 400 mm bis 650 mm,
besonders bevorzugt im Bereich von 400 mm bis 600 mm. Dies stellt sicher, dass keine
Bereiche des Gewebegurtes, die nicht als Randbereiche ausgeführt sind, mit den Heizplatten
der Wellpappenmaschine in Kontakt kommen können. Herkömmliche Gewebegurte, wie sie
aus der
WO 96/07788 A1 bekannt sind, werden häufig nur mit 200 mm breiten Randbereichen ausgeführt, da diese
aufgrund der fehlenden Wasseraufnahmefähigkeit der Randbereiche so schmal wie möglich
ausgeführt werden sollten. Dies kann jedoch unerwünschterweise dazu führen, dass nicht
thermisch stabil ausgeführte Bereiche des Gewebegurtes mit den Heizelementen in Kontakt
gelangen. Die verbesserte Wasseraufnahmefähigkeit des erfindungsgemäßen Gewebegurtes
führt dazu, dass auch signifikante Anteile eines Randbereiches unproblematisch von
Wellpappe bedeckt werden können, ohne dass es zu Problemen beim Feuchtigkeitsmanagement
kommt. Daher ermöglicht es die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Gewebegurtes die
Randbereiche breit auszuführen, so dass es auch bei Verwendung schmaler Wellpappenbahnen
nicht zum Freiliegen eines Zentralbereiches zwischen den Randbereichen kommen kann.
[0012] Der Gewebegurt ist vorzugsweise so ausgeführt, dass er zwei Randbereiche aufweist,
zwischen denen sich ein Zentralbereich befindet. An der Oberfläche der oberen Kettlage
des Zentralbereiches befinden sich dabei nur zweite Garne. Hiermit weist der Zentralbereich
eine sehr gute Wasseraufnahmefähigkeit auf. Gleichzeitig ist der Gewebegurt einfach
zu fertigen, da für die Oberfläche seines Zentralbereiches Garne verwendet werden,
die auch an der Oberfläche der Randbereiche Verwendung finden.
[0013] Der Zentralbereich weist insbesondere eine Breite im Bereich von 800 mm bis 2.100
mm auf. Hiermit kann der Gewebegurt in allen gängigen Wellpappenmaschinen verwendet
werden.
[0014] Die ersten Garne und die zweiten Garne sind vorzugsweise aus Stapelfasern. Stapelfasergarne
haben gegenüber Monofilamenten und Drähten den Vorteil, dass sie eine Feuchtigkeitsaufnahme
zwischen ihren Fasersträngen ermöglichen. Hiermit können selbst die ersten Garne,
welche ausschließlich aus nicht wasseraufnahmefähigen Materialien bestehen, noch eine
gewisse Wassermenge aufnehmen. Auch die Wasseraufnahmefähigkeit der zweiten Garne
wird durch die Ausführung als Stapelfasern verbessert. Dabei ist zu beachten, dass
nur der Celluloseanteil der zweiten Garne eine Wasseraufnahme im Fasermaterial ermöglicht.
Die Polyester und Polyamide als synthetische Garnbestandteile können hingegen selbst
kein Wasser aufnehmen. Sie können es jedoch in der Ausführung als Stapelfasergarne
zwischen ihren Fasersträngen einschließen und dann an die Cellulose weiterleiten.
[0015] Die ersten Garne und die zweiten Garne weisen jeweils eine bevorzugte Garnfeinheit
(Effektivtiter) im Bereich von 1.000 dtex bis 5.000 dtex, besonders bevorzugt im Bereich
von 2.000 dtex bis 4.000 dtex auf. Dies kann beispielsweise durch Verzwirnen mehrerer
Einfachgarne mit der bevorzugten metrischen Nummer (Nm) 20/2 bis 20/10, besonders
bevorzugt 20/4 bis 20/8, erreicht werden. Eine Definition der verwendeten Feinheitsbezeichnungen
kann der Norm DIN 60910 entnommen werden. Derartige Faserfeinheiten ermöglichen eine
hohe Abriebfestigkeit des Gewebegurtes in seinem Randbereich. Um die Abriebfestigkeit
noch weiter zu erhöhen, ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die Kettfäden der oberen
Kettlage des Gewebegurtes aus mehreren ersten Garnen oder mehreren zweiten Garnen
mit der genannten Garnfeinheit bestehen.
[0016] Die ersten Garne enthalten bevorzugt mindestens 30 Gew.-% meta-Aramid. Dieses aromatische
Polyamid verleiht den Garnen eine besonders gute Beständigkeit. Meta-Aramid weist
ein niedrigeres Elastizitätsmodul als der in den zweiten Garnen enthaltene Polyester
und die in den zweiten Garnen enthaltene Cellulose auf und ist damit leichter dehnbar.
Außerdem verfügt es über vergleichsweise hohe Abriebbeständigkeit.
[0017] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die ersten Garne mindestens 10 Gew.-% para-Aramid
enthalten. Dieses aromatische Polyamid weist ebenfalls eine hohe thermische Beständigkeit
auf. Im Gegensatz zum meta-Aramid ist es aufgrund seines hohen Elastizitätsmoduls
nicht dehnbar. Durch eine geeignete Auswahl des Verhältnisses zwischen meta-Aramid
und para-Aramid kann die Dehnbarkeit der ersten Garne so eingestellt werden, dass
sie im Wesentlichen der Dehnbarkeit der zweiten Garne entspricht. Dies ist wichtig,
um dem Randbereich ein einheitliches Dehnungsverhalten zu verleihen, welches idealerweise
gleichzeitig dem Dehnungsverhalten des Zentralbereiches entspricht. Außerdem unterscheidet
sich para-Aramid von allen anderen in der oberen Kettlage des Randbereiches verwendeten
Materialien dadurch, dass es farbig ist. Es verleiht den ersten Bereichen eine gelbe
Farbe, wodurch es einem Benutzer ermöglicht wird, die Randbereiche vom Zentralbereich
zu unterscheiden.
[0018] Die aliphatischen und/oder alicylischen Polyamide der ersten Garne sind vorzugsweise
aus Polyamid 6 und/oder Polyamid 66 ausgewählt. Diese Polyamide weisen eine schlechtere
thermische Belastbarkeit auf als aromatische Polyamide. Diese ist jedoch in Kombination
mit den erfindungsgemäßen Anteilen aromatischer Polyamide noch ausreichend, um dem
Gewebegurt in seinen Randbereichen eine ausreichende thermische Stabilität zu verleihen.
Gleichzeitig sind diese Materialien im Vergleich zu aromatischen Polyamiden deutlich
kostengünstiger, was eine wirtschaftliche Herstellung des Gewebegurtes ermöglicht.
[0019] Die erfindungsgemäße Anordnung der ersten Bereiche und der zweiten Bereiche an der
Oberfläche der oberen Kettlage kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die
Kettfäden der oberen Kettlage des mindestens einen Randbereiches aus den ersten Garnen
und aus den zweiten Garnen bestehen.
[0020] Die Schussfäden bestehen insbesondere aus einem Polyester. Allerdings können sie
kein Wasser im Polyestermaterial aufnehmen. Damit sie dennoch einen geringen Beitrag
zum Feuchtigkeitsmanagement liefern können, ist es bevorzugt, dass es sich bei den
Schussfäden um Stapelfasern handelt, die zwischen ihren Fasersträngen noch eine gewisse
Feuchtigkeitsaufnahme ermöglichen.
[0021] Um für die Verwendung in einer Wellpappenmaschine optimal geeignet zu sein weist
der Gewebegurt bevorzugt eine obere Kettlage, eine innere Kettlage, eine untere Kettlage,
Bindefäden sowie zwei bis vier Lagen von Schussfäden auf. Unter Bindefäden werden
hierbei Fäden verstanden, die alle Lagen von Schussfäden miteinander verbinden.
[0022] Die Bindefäden bestehen insbesondere aus den zweiten Garnen. Sie ermöglichen damit
einen Feuchtigkeitstransport von der oberen Kettlage in die untere Kettlage. Eine
möglichst gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung über die gesamte Gurtdicke beschleunigt
das Trocknen des Gurtes bei seinem weiteren Umlauf in der Wellpappenmaschine.
[0023] Die innere Kettlage, die von der oberen Kettlage und der unteren Kettlage eingeschlossen
wird, weist vorzugsweise Kettfäden aus dritten Garnen auf, welche aus Polyester bestehen.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei den dritten Garnen um Multifilamentgarne.
Diese weisen eine höhere Zugfestigkeit auf als Stapelfasergarne. Damit verleihen sie
dem Gewebegurt die Fähigkeit zur Kraftaufnahme in der Inneren Kettlage durch eine
Substanzdehnung der dritten Garne. Für die dritten Garne sind dieselben Garnfeinheiten
bevorzugt wie für die ersten Garne und die zweiten Garne.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Aufsicht auf einen Gewebegurt gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 2
- zeigt eine Aufsicht auf die Oberfläche eines Randbereiches eines Gewebegurtes gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 3
- zeigt die Bindungspatrone des Randbereiches der oberen Kettlage eines dreilagigen
Gewebegurtes gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 4a
- zeigt schematisch einen Stich bei der Herstellung des Randbereiches eines Gewebegurtes
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 4b
- zeigt einen anderen Stich bei der Herstellung des Randbereiches eines Gewebegurtes
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 4c
- zeigt noch einen anderen Stich bei der Herstellung eines Gewebegurtes gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Fig. 5
- zeigt einen schematischen Längsschnitt des Randbereiches eines Gewebegurtes gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Ausführungsbeispiel der Erfindung
[0025] Ein Ausschnitt eines Gewebegurtes 1, der als Obergurt in einer Wellpappenmaschine
verwendet werden kann, ist in Fig. 1 dargestellt. Dieser weist einen Zentralbereich
11 und zwei Randbereiche 12, 13 auf. Die Randbereiche 12, 13 verlaufen parallel zur
Längsrichtung 14 des Gewebegurtes 1. Der Zentralbereich 11 hat im vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine Breite Z von 800 mm und die Randbereiche 12, 13 haben jeweils eine Breite R von
400 mm.
[0026] Der Gewebegurt 1 wird als Obergurt mittig in die Wellpappenmaschine eingezogen und
verläuft dabei maximal um +/- 0,5 cm in der Breite. Die Wellpappe läuft unter dem
Gurt, wobei die Wellpappenränder innerhalb der Randbereiche 12, 13 liegen sollen.
Die obere Kettlage des Gewebegurtes 1 zeigt dabei nach unten und berührt die Wellpappe.
[0027] Die Oberfläche der Randbereiche 12, 13 ist in Fig. 2 dargestellt. Diese weist erste
Bereiche 21 aus ersten Garnen und zweite Bereiche 22 aus zweiten Garnen auf. Die zweiten
Bereiche 22 sind in Form eines Gittermusters so miteinander verbunden, dass sie die
ersten Bereiche 21 voneinander trennen. Dadurch bilden die ersten Bereiche 21 rautenförmige
"Inseln", die einander nicht berühren. Bei den ersten Garnen handelt es sich vorliegend
um Nm 20/6 Stapelfasergarne mit einem Effektivtiter von 3.000 dtex, welche 50 Gew.-%
meta-Aramid, 35 Gew.-% Polyamid 66 und 15 Gew.-% para-Aramid enthalten. Bei den zweiten
Garnen handelt es sich um Nm 20/6 Stapelfasergarne mit einer Garnfeinheit (Effektivtiter)
von 3.000 dtex, die 65 Gew.-% Polyester und 35 Gew.-% Viskose enthalten. Die gesamte
Oberfläche des Zentralbereiches 11 besteht nur aus den zweiten Garnen.
[0028] Während die zweiten Garne rohweiß sind, verleiht der para-Aramid-Anteil der ersten
Garne diesen eine gelbe Farbe. Die Randbereiche 12, 13 des Gewebegurtes 1 lassen sich
daher optisch durch eine gelb-weiße Musterung vom vollflächig weißen Zentralbereich
11 unterscheiden.
[0029] Der Gewebegurt 1 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als dreilagiges Gewebe
ausgeführt. Ein Ausschnitt aus dem Rapport seiner Bindungspatrone ist in Fig. 3 dargestellt.
Er weist zwölf Schüsse 301 - 312 auf. Die Grundketten werden in 14 Schäften 401 -
414 geführt, wobei für die Bildung der ersten Bereiche 21 und der zweiten Bereiche
22 an der Oberfläche der Randbereiche 12, 13 nur die obere Grundkette relevant ist,
welche in den dargestellten Schäften 411 - 414 verläuft.
[0030] Der Einzug, welcher verwendet wird, um die Musterung der Randbereiche 12, 13 mit
den ersten Bereichen 21 und den zweiten Bereichen 22 zu erreichen, ist für die Schäfte
401 - 414 in den Fig. 4a bis 4c dargestellt. Dabei werden die ersten Garne 51 nur
in den Schäften 411 - 414 verwendet. Die zweiten Garne 52 werden in den Schäften 401
- 408 sowie 411 - 414 verwendet. In den Schäften 409 und 410 werden dritte Garne 53
verwendet. Bei diesen handelt es sich um Polyester-Multifilamentgarne mit einer Garnfeinheit
von 3.300 dtex. In den Schäften 401 - 404 sowie 409 - 410 werden jeweils zwei Fäden
der in den Fig. 4a bis 4c bezeichneten Garne n durch die Litzen geführt, die in den
Schäften aufgereiht sind. In den Schäften 405 - 408 sowie 411 - 414 werden jeweils
drei Fäden der bezeichneten Garne durch die Litzen geführt. Der erste Stich erfolgt
gemäß Fig. 4a an der hinteren Litzenstange der verwendeten Webmaschine. Der zweite
Stich erfolgt gemäß Fig. 4b an der vorderen Litzenstange. Der dritte Stich erfolgt
gemäß Fig. 4c an der hinteren Litzenstange. Der vierte Stich erfolgt gemäß Fig. 4a
an der vorderen Litzenstange. Der fünfte Stich erfolgt gemäß Fig. 4b an der hinteren
Litzenstange. Der sechste Stich erfolgt gemäß Fig. 4c an der vorderen Litzenstange.
Diese sechs Stiche wiederholen sich so oft bis die gewünschte Breite der Randbereiche
12, 13 erreicht ist. Hierdurch wird in den Randbereichen 12, 13 ein Gewebe erhalten
dessen oberste Kettlage an ihrer Oberfläche zu einem Drittel aus den ersten Garnen
51 und zu zwei Dritteln aus den zweiten Garnen 52 besteht.
[0031] Ein Längsschnitt eines der Randbereiche 12, 13 ist in Fig. 5 dargestellt. Dort sind
die Kettfäden und Bindefäden des Gewebes mit denselben Bezugszeichen bezeichnet, welche
in den Fig. 4a bis 4c für die jeweiligen Schäfte verwendet wurden, in denen diese
geführt sind. Neben den Kettfäden und Bindefäden sind auch die Schussfäden 6 dargestellt.
Es ist zu erkennen, dass das Gewebe drei Kettlagen 71, 72, 73 aufweist. In der oberen
Kettlage 71, welche an ihrer Oberfläche die ersten Bereiche 21 und die zweiten Bereiche
22 aufweist, sind vier gegeneinander versetzte verlaufende Kettfäden 411 - 414 vorgesehen,
die sowohl nach innen zur inneren Kettlage 72 hin als auch nach außen zur Papierseite
hin jeweils über mindestens zwei Schussfäden 6 laufen. Dabei bestehen die Kettfäden
411 - 414 gemäß der Darstellung in den Fig. 4a bis 4c zu einem Drittel aus ersten
Garnen 51 und zu zwei Dritteln aus zweiten 52. Die innere Kettlage 72 weist zwei zueinander
versetzt laufende Kettfäden 409, 410 auf, die aus den dritten Garnen 53 bestehen und
über jeweils zwei Schussfäden 6 laufen. Die untere Kettlage 73 besteht aus vier jeweils
versetzt zueinander laufenden Kettfäden 405 - 408, die nach innen, also zur inneren
Kettlage 72 hin, über nur einen Schussfaden 6 und nach außen über zumindest drei Schussfäden
6 laufen. Die Kettfäden 405 - 408 der unteren Kettlage 73 bestehen aus zweiten Garnen
52. Die drei Kettlagen 71, 72, 73 sind über Bindefäden 401 - 404 miteinander verwebt.
Die Bindefäden sind in jeweils zwei Fadengruppen unterteilt, wobei die eine Fadengruppe
bildenden Bindefäden 403, 404 zueinander versetzt laufen und die obere Kettlage 71
mit der inneren Kettlage 72 binden. Diese Bindefäden 403, 404 sind jeweils abwechselnd
um einen Schussfaden 6 in der oberen Kettlage 71 und ein Schussfaden 6 in der inneren
Kettlage 72 geführt. In entsprechender Weise bindet die aus den Bindefäden 401, 402
gebildete Fadengruppe die untere Kettlage 73 an die innere Kettlage 72. Alle Schussfäden
6 bestehen aus Polyester-Stapelfasergarnen. Unter einem "Faden" wird voranstehend
jeweils ein Bündel mehrere Fäden verstanden, das für die Bindefäden 401 - 404 sowie
für die Kettfäden 409 - 410 der inneren Kettlage 72 jeweils aus zwei Fäden besteht
und für die Kettfäden 405 - 408 der unteren Kettlage 73 sowie die Kettfäden 411 -
414 der oberen Kettlage 71 jeweils aus drei Fäden besteht. Nur die Schussfäden 6 bestehen
jeweils nur aus einem Faden.
[0032] Im Betrieb einer Wellpappenmaschine werden nicht von der Wellpappenbahn bedeckte
Abschnitte der Randbereiche 12, 13 zeitweilig den Heizplatten der Wellpappenmaschine
ausgesetzt. Eine thermische und mechanische Schädigung der Randbereiche 12, 13 wird
dabei durch die ersten Bereiche 21, welche aus den ersten Garnen 51 bestehen, verhindert.
Die Abschnitte der Randbereiche 12, 13, welche die Wellpappe bedecken, nehmen im Rahmen
eines Feuchtigkeitsmanagements Wasser und Wasserdampf aus der Wellpappenbahn auf.
Hierbei kann sowohl von den ersten Garnen 51 als auch von den zweiten Garnen 52 Wasser
zwischen den Stapelfasern aufgenommen werden. Darüber hinaus kann der Viskoseanteil
der zweiten Garne 52 bis zu 80 % seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Die
Randbereiche 12, 13 des Gewebegurtes 1 erfüllen auf diese Weise eine Hybridfunktion
aus thermischem und mechanischem Schutz und Feuchtigkeitsmanagement.
1. Gewebegurt (1) zur Herstellung einer Wellpappenbahn in einer Wellpappenmaschine mit
mehreren Kettlagen (71, 72, 73), wobei eine Oberfläche seiner oberer Kettlage (71)
wenigstens erste Bereiche (21) aufweist, die aus ersten Garnen (51) bestehen, und
zweite Bereiche (22) aufweist, die aus zweiten Garnen (52) bestehen, wobei
- die ersten Garne (51) 30 Gew.-% bis 100 Gew.-% aromatische Polyamide, 0 Gew.-% bis
70 Gew.-% aliphatische und/oder alicylische Polyamide und 0 Gew.-% bis 5 Gew.-% sonstige
Materialien enthalten, wobei die Summe der Polyamide und sonstigen Materialien 100
Gew.-% ergibt, und
- die zweiten Garne (52) 50 Gew.-% bis 85 Gew.-% Polyester und/oder aliphatische Polyamide
und/oder alicylische Polyamide, 15 Gew.-% bis 50 Gew.-% Cellulose enthalten und 0
Gew.-% bis 5 Gew.-% sonstige Materialien, wobei die Summe der Polyester, Polyamide,
Cellulose und sonstigen Materialien 100 Gew.-% ergibt,
dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem Randbereich des Gewebegurts eine Oberfläche seiner oberen Kettlage
wenigstens erste und zweite Bereiche aufweist.
2. Gewebegurt (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Bereiche (21) 1/6 bis 5/6 der Oberfläche des mindestens einen Randbereiches
(12, 13) bedecken und die zweiten oder mehr Bereiche (22) die restliche Oberfläche
bedecken.
3. Gewebegurt (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (R) jedes Randbereiches (12, 13) im Bereich von 400 mm bis 650 mm liegt.
4. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei Randbereiche (12, 13) aufweist, zwischen denen sich ein Zentralbereich (11)
befindet, der an der Oberfläche seiner oberen Kettlage nur zweite Garne (52) aufweist.
5. Gewebegurt (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralbereich (11) eine Breite (Z) im Bereich von 800 mm bis 2.100 mm aufweist.
6. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Garne (51) und die zweiten Garne (52) Stapelfasergarne sind.
7. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Garne (51) und die zweiten Garne (52) jeweils eine Garnfeinheit im Bereich
von 1.000 dtex bis 5.000 dtex aufweisen.
8. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Garne (51) mindestens 30 Gew.-% meta-Aramid enthalten.
9. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Garne (51) mindestens 10 Gew.-% para-Aramid enthalten.
10. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die aliphatischen und/oder alicylischen Polyamide der ersten Garne (51) ausgewählt
sind aus PA6 und/oder PA66.
11. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (411, 412, 413, 414) der oberer Kettlage (71) aus den ersten Garnen
(51) und aus den zweiten Garnen (52) bestehen.
12. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass er eine obere Kettlage (71), eine innere Kettlage (72), eine untere Kettlage (73),
Bindefäden (401, 402, 403, 404) sowie zwei bis vier Lagen von Schussfäden (6) aufweist.
13. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass er Bindefäden (401, 402, 403, 404) aufweist, die aus den zweiten Garnen (52) bestehen.
14. Gewebegurt (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine innere Kettlage (72) Kettfäden (409, 410) aus dritten Garnen (53) aufweist,
welche aus Polyester bestehen.
15. Gewebegurt (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die dritten Garne (53) Multifilamentgarne sind.
1. Fabric belt (1) for the production of a corrugated cardboard web in a corrugated cardboard
machine having several warp layers (71, 72, 73), wherein a surface of its upper warp
layer (71) has at least first regions (21) which consist of first yarns (51), and
second regions (22) which consist of second yarns (52), wherein
- the first yarns (51) contain 30% b.w. to 100% b.w. aromatic polyamides, 0% b.w.
to 70% b.w. aliphatic and/or alicyclic polyamides and 0% b.w. to 5% b.w. other materials,
wherein the total of the polyamides and other materials gives 100% b.w., and
- the second yarns (52) contain 50% b.w. to 85% b.w. polyester and/or aliphatic polyamides
and/or alicyclic polyamides, 15% b.w. to 50% b.w. cellulose and 0% b.w. to 5% b.w.
other materials, wherein the total of the polyesters, polyamides, cellulose and other
materials gives 100% b.w.,
characterised in that in at least one edge region of the fabric belt, a surface of its upper wrap layer
has at least first regions and second regions.
2. Fabric belt (1) according to claim 1, characterised in that the first regions (21) cover 1/6 to 5/6 of the surface of the at least one edge region
(12, 13) and the second or more regions (22) cover the rest of the surface.
3. Fabric belt (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the width (R) of each edge region (12, 13) ranges from 400mm to 650mm.
4. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 3, characterised in that it has two edge regions (12, 13), between which a central region (11) is located
which only has second yarns (52) on the surface of its upper warp layer.
5. Fabric belt (1) according to claim 4, characterised in that the central region (11) has a width (Z) in the range from 800mm to 2,100mm.
6. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 5, characterised in that the first yarns (51) and the second yarns (52) are staple fibre yarns.
7. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 6, characterised in that the first yarns (51) and the second yarns (52) respectively have a yarn count in
the range from 1,000 dtex to 5,000 dtex.
8. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 7, characterised in that the first yarns (51) contain at least 30% b.w. meta-aramid.
9. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 8, characterised in that the first yarns (51) contain at least 10% b.w. para-aramid.
10. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 9, characterised in that the aliphatic and/or alicyclic polyamides of the first yarns (51) are selected from
PA6 and/or PA66.
11. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 10, characterised in that the warp threads (411, 412, 413, 414) of the upper warp layer (71) consist of the
first yarns (51) and the second yarns (52).
12. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 11, characterised in that it has an upper warp layer (71), an inner warp layer (72), a lower warp layer (73),
binding threads (401, 402, 403, 404) as well as two to four layers of weft threads
(6).
13. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 12, characterised in that it has binding threads (401, 402, 403, 404) which consist of the second yarns (52).
14. Fabric belt (1) according to one of claims 1 to 13, characterised in that an inner warp layer (72) has warp threads (409, 410) made from third yarns (53) which
consist of polyester.
15. Fabric belt (1) according to claim 14, characterised in that the third yarns (53) are multifilament yarns.
1. Courroie tissée (1) destinée à la fabrication d'une bande de carton ondulé dans une
machine de carton ondulé, comportant plusieurs couches de fils de chaîne (71, 72,
73), une surface de sa couche de fils de chaîne supérieure (71) présentant au moins
des premières zones (21) constituées de premiers fils (51) et des deuxièmes zones
(22) constituées de deuxièmes fils (52), étant entendu que
- les premiers fils (51) contiennent de 30 à 100 % en poids de polyamides aromatiques,
de 0 à 70 % en poids de polyamides aliphatiques et/ou alicycliques et de 0 à 5 % en
poids d'autres matières, la somme des polyamides et des autres matières étant égale
à 100 % en poids, et
- les deuxièmes fils (52) contiennent de 50 à 85 % en poids de polyester et/ou de
polyamides aliphatiques et/ou de polyamides alicycliques, de 15 à 50 % en poids de
cellulose et de 0 à 5 % en poids d'autres matières, la somme du polyester, des polyamides,
de la cellulose et des autres matières étant égale à 100 % en poids,
caractérisée en ce que, dans au moins une zone de bord de la courroie tissée, une surface de sa couche de
fils de chaîne supérieure présente au moins des premières et deuxièmes zones.
2. Courroie tissée (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les premières zones (21) couvrent du 1/6 aux 5/6 de la surface de l'au moins une
zone de bord (12, 13) et les au moins deuxièmes zones (22) couvrent le restant de
la surface.
3. Courroie tissée (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la largeur (R) de chaque zone de bord (12, 13) se situe dans la plage de 400 mm à
650 mm.
4. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'elle présente deux zones de bord (12, 13) entre lesquelles se trouve une zone centrale
(11) présentant exclusivement des deuxièmes fils (52) à la surface de sa couche de
fils de chaîne supérieure.
5. Courroie tissée (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que la zone centrale (11) présente une largeur (Z) située dans la plage de 800 mm à 2100
mm.
6. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les premiers fils (51) et les deuxièmes fils (52) sont des fils de fibres discontinues.
7. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les premiers fils (51) et les deuxièmes fils (52) présentent chacun une finesse de
fil située dans la plage de 1000 dtex à 5000 dtex.
8. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les premiers fils (51) contiennent au moins 30 % en poids de méta-aramide.
9. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les premiers fils (51) contiennent au moins 10 % en poids de para-aramide.
10. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les polyamides aliphatiques et/ou alicycliques des premiers fils (51) sont choisis
parmi le PA6 et/ou le PA66.
11. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que les fils de chaîne (411, 412, 413, 414) de la couche de fils de chaîne supérieure
(71) sont constitués desdits premiers fils (51) et deuxièmes fils (52).
12. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'elle présente une couche de fils de chaîne supérieure (71), une couche de fils de
chaîne intérieure (72), une couche de fils de chaîne inférieure (73), des fils de
liage (401, 402, 403, 404) ainsi que deux à quatre couches de fils de trame (6).
13. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'elle présente des fils de liage (401, 402, 403, 404) constitués desdits deuxièmes
fils (52).
14. Courroie tissée (1) selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'une couche de fils de chaîne intérieure (72) présente des fils de chaîne (409, 410)
constitués de troisièmes fils (53) en polyester.
15. Courroie tissée (1) selon la revendication 14, caractérisée en ce que les troisièmes fils (53) sont des fils multifilaments.
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