[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Klassifizierung von
Wertdokumenten sowie ein Wertdokumentbearbeitungssystem mit einer solchen Vorrichtung.
[0002] Bei der maschinellen Bearbeitung von Wertdokumenten, beispielsweise Banknoten, Schecks,
Coupons oder Gutscheinen, werden diese häufig klassifiziert, etwa bezüglich Stückelung,
Echtheit und/oder Zustand, und abhängig vom Ergebnis der Klassifizierung weiterbearbeitet,
beispielsweise sortiert. Zu diesem Zweck werden Eigenschaften der Wertdokumente mittels
Sensoren erfasst. Den Sensoren ist jeweils eine Prozessoreinheit zugeordnet, in welcher
die vom jeweiligen Sensor erzeugten Rohdaten einer Vorauswertung unterzogen werden.
Anhand der Ergebnisse der Vorauswertungen in den unterschiedlichen Prozessoreinheiten
wird dann in einer zentralen Instanz eine Klassifizierung des jeweiligen Wertdokuments
vorgenommen und dieses entsprechend sortiert.
[0004] Die
WO 98/40839 A2 zeigt ein automatisches Dokumentenverarbeitungssystem, welches Vollbildscannen nutzt.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Klassifizierung von Wertdokumenten
zuverlässiger und effizienter zu machen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung und das Verfahren zur Klassifizierung von
Wertdokumenten gemäß den unabhängigen Ansprüchen sowie das Wertdokumentbearbeitungssystem
mit einer solchen Vorrichtung gelöst.
[0008] Eine Vorrichtung wird beschrieben zur Klassifizierung von Wertdokumenten, insbesondere
Banknoten, die mindestens zwei Sensoreinrichtungen aufweist, welche dazu eingerichtet
sind, an einer Vorderseite und an einer Rückseite eines Wertdokuments reflektierte
Wellen, insbesondere elektromagnetisehe Wellen, zu erfassen und entsprechende Sensordaten
zu erzeugen oder Eigenschaften des Wertdokuments in mindestens zwei unterschiedlichen
Regionen des Wertdokuments mittels unterschiedlicher Messprinzipien zu erfassen und
entsprechende Sensordaten zu erzeugen. Mindestens eine Auswertungseinrichtung ist
dazu eingerichtet, das Wertdokument anhand der von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen
erzeugten Sensordaten, welche die an der Vorderseite und Rückseite des Wertdokuments
reflektierten Wellen bzw. die in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen des
Wertdokuments mittels unterschiedlicher Messprinzipien erfassten Eigenschaften des
Wertdokuments betreffen, zu klassifizieren.
[0009] Das erfindungsgemäße Wertdokumentbearbeitungssystem weist auf: eine erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Klassifizierung von Wertdokumenten und eine Sortiervorrichtung, welche
unterschiedliche Sortierfächer aufweist und dazu eingerichtet ist, die Wertdokumente
in Abhängigkeit von der anhand der Sensordaten erfolgten Klassifizierung in die unterschiedlichen
Sortierfächer auszugeben.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Klassifizierung von Wertdokumenten weist folgende
Schritte auf: Erfassen von an einer Vorderseite und an einer Rückseite eines Wertdokuments
reflektierten Wellen, insbesondere elektromagnetischen Wellen, und Erzeugen entsprechender
Sensordaten oder Erfassen von Eigenschaften des Wertdokuments in mindestens zwei unterschiedlichen
Regionen des Wertdokuments mittels unterschiedlicher Messprinzipien und Erzeugen entsprechender
Sensordaten; Klassifizieren des Wertdokuments anhand der erzeugten Sensordaten, welche
die an der Vorderseite und Rückseite des Wertdokuments reflektierten Wellen bzw. die
in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen des Wertdokuments mittels unterschiedlicher
Messprinzipien erfassten Eigenschaften des Wertdokuments betreffen.
[0011] Ein Aspekt der Erfindung basiert auf dem Ansatz, Sensordaten von mehreren Sensoreinrichtungen
in einer Auswertungseinrichtung zusammenzuführen, die zusammengeführten Sensordaten
in der Auswertungseinrichtung auszuwerten und das Wertdokument entsprechend dem Ergebnis
der Auswertung der zusammengeführten Sensordaten zu klassifizieren. Bei den zusammengeführten
Sensordaten handelt es sich um Rohdaten, die von den Sensoreinrichtungen erzeugt werden,
wenn diese an der Vorderseite und an der Rückseite des Wertdokuments reflektierte,
insbesondere elektromagnetische, Wellen erfassen. Alternativ handelt es sich bei den
zusammengeführten Sensordaten um Rohdaten, die von den Sensoreinrichtungen erzeugt
werden, wenn diese in mindestens zwei unterschiedlichen Regionen des Wertdokuments
mittels unterschiedlicher Messprinzipien Eigenschaften des Wertdokuments erfassen.
Durch die Zusammenführung in der Auswertungseinrichtung können die von den verschiedenen
Sensoreinrichtungen erzeugten Rohdaten bei der Klassifizierung des Wertdokuments direkt
miteinander verknüpft, beispielsweise korreliert, werden, was eine besonders zuverlässige
Klassifizierung erlaubt. Zudem können Abhängigkeiten der Sensordaten erkannt und somit
redundante Auswertungen, etwa in separaten Prozessoreinheiten, vermieden werden. Aufgrund
der Zusammenführung der Sensordaten verschiedener Sensoreinrichtungen in einer Auswertungseinrichtung
kann auch von einer Fusion oder Fusionierung der verschiedenen Sensordaten bzw. Rohdaten
gesprochen werden. Da die für eine Klassifizierung eines Wertdokuments erforderlichen
Sensordaten der mehreren Sensoreinrichtungen in der jeweiligen Auswertungseinrichtung
vorliegen, kann ferner auf ein Umkopieren von Sensordaten oder Weiterleiten von Ergebnissen
einer Vorauswertung der Sensordaten in weitere Auswertungseinrichtungen verzichtet
werden. Dadurch wird die Klassifizierung besonders effizient.
[0012] Insgesamt erlaubt die Erfindung somit eine zuverlässige und effiziente Klassifizierung
von Wertdokumenten.
[0013] Sensordaten bzw. Rohdaten im Sinne der Erfindung betreffen die von einer Sensoreinrichtung
erzeugten Signale, welche bei der Erfassung einer Eigenschaft eines Wertdokuments
generiert werden. Sensordaten repräsentieren damit z.B. das Reflexions- und/ oder
Transmissionsverhalten des Wertdokuments bezüglich elektromagnetischer Wellen oder
Ultraschallwellen, die elektrische Leitfähigkeit, dielektrische oder magnetische Eigenschaften
des Wertdokuments oder zumindest bestimmter Regionen des Wertdokuments.
[0014] Die Auswertungseinrichtung weist eine Speichereinheit zur Datenspeicherung auf und
es ist eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, welche dazu eingerichtet ist, die von
den mindestens zwei Sensoreinrichtungen erzeugten Sensordaten in die Speichereinheit
der mindestens einen Auswertungseinrichtung zu schreiben. Dadurch kann die mindestens
eine Auswertungseinrichtung jederzeit auf die Sensordaten aller Sensoreinrichtungen
zugreifen und die Sensordaten entsprechend verknüpfen, so dass die darauf basierende
Klassifizierung des Wertdokuments besonders zuverlässig ist. Insbesondere liegen in
der Speichereinheit somit immer aktuelle Sensordaten der mindestens zwei Sensoreinrichtungen
vor, so dass die mindestens eine Auswertungseinrichtung das Wertdokument einfach anhand
der aktuellen Sensordaten klassifizieren kann.
[0015] Die Steuerungseinrichtung ist bevorzugt dazu eingerichtet, die Sensordaten der mindestens
zwei Sensoreinrichtungen unabhängig voneinander in die Speichereinheit zu schreiben,
so dass die Sensordaten effizienter verarbeitet werden können. Erzeugen die Sensoreinrichtungen
die Sensordaten beispielsweise mit unterschiedlichen Taktraten, insbesondere weil
die Erfassung der Eigenschaften des Wertdokuments auf unterschiedlichen Messprinzipien
basiert und/oder die Größe von unterschiedlichen Regionen, in denen die Eigenschaften
erfasst werden, variiert, werden die Sensordaten einer Sensoreinrichtung mit einer
höheren Taktrate öfter, insbesondere mit der höheren Taktrate, in die Speichereinrichtung
geschrieben als die Sensordaten einer anderen Sensoreinrichtung mit einer niedrigeren
Taktrate.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführung sind mindestens zwei Auswertungseinrichtungen
vorgesehen, welche jeweils eine Speichereinheit aufweisen. Zudem ist die Steuerungseinrichtung
dazu eingerichtet, die von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen erzeugten Sensordaten
in jede Speichereinheit der mindestens zwei Auswertungseinrichtungen zu schreiben.
Dadurch wird sichergestellt, dass jede Auswertungseinrichtung, vorzugsweise jederzeit,
Zugriff auf aktuelle Sensordaten aller Sensoreinrichtungen hat und diese Sensordaten
verknüpft werden können, so dass die darauf basierende Klassifizierung besonders präzise,
d.h. zuverlässig, wird.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist jeder der mindestens zwei Sensoreinrichtungen
eine Auswertungseinrichtung zugeordnet. Dies ist beispielsweise vorteilhaft, wenn
jede der Auswertungseinrichtungen dazu eingerichtet ist, eine Klassifikation bezüglich
einer jeweils vorgegebenen Klasse, insbesondere anhand eines jeweils vorgegebenen
Algorithmus, durchzuführen, wobei sich die Klassifikation bezüglich der jeweils vorgegebenen
Klasse vorteilhaft auf Sensordaten der Sensoreinrichtung stützt, welcher die jeweilige
Auswertungseinrichtung zugeordnet ist. Eine Klasse im Sinne der Erfindung betrifft
ein Merkmal von Wertdokumenten, wie beispielsweise Stückelung, Echtheit oder Zustand.
Beispielsweise kann ein Wertdokument bezüglich seiner Stückelung besonders zuverlässig
durch Sensordaten einer Sensoreinrichtung, die optische Eigenschaften des Wertdokuments
erfasst, klassifiziert werden, während ein Wertdokument bezüglich seiner Echtheit
besonders zuverlässig durch Sensordaten einer Sensoreinrichtung, die magnetische und/oder
elektrische Eigenschaften des Wertdokuments erfasst, klassifiziert werden. Dadurch,
dass jeder Sensoreinrichtung eine Auswertungseinrichtung zugeordnet ist, können die
Wertdokumente bezüglich verschiedener Klassen gleichzeitig anhand der jeweils vorteilhaften
Sensordaten klassifiziert werden. Da hierbei die Auswertungseinrichtungen aber auch
Zugriff auf andere Sensordaten anderer Sensoreinrichtungen haben, können die jeweils
vorteilhaften Sensordaten zusätzlich mit anderen Sensordaten verknüpft werden. Dadurch
wird die Klassifizierung noch zuverlässiger.
[0018] Die Auswertungseinrichtungen sind vorzugsweise dazu eingerichtet, mittels entsprechender
Algorithmen eine Klassifikation eines Wertdokuments bezüglich mehrerer Klassen vorzunehmen.
Dadurch kann eine Auswertungseinrichtung z.B. nach einer Klassifizierung des Wertdokuments
bezüglich einer Klasse, beispielweise anhand von Sensordaten der dieser Auswertungseinrichtung
zugeordneten Sensoreinrichtung, eine weitere Klassifizierung bezüglich einer weiteren
Klasse durchführen. Dies ist möglich, da jeder Auswertungseinrichtung die Sensordaten
anderer, insbesondere aller anderen, Sensoreinrichtungen zur Verfügung stehen. Dadurch
wird vermieden, dass Auswertungseinrichtungen, die eine Klassifizierung besonders
schnell durchgeführt haben, in einen Leerlaufzustand übergehen. Somit werden Klassifizierungen
von Wertdokumenten besonders effizient.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführung weisen die Sensoreinrichtungen, welche zur
Erfassung der von der Vorderseite und Rückseite des Wertdokuments reflektierten elektromagnetischen
Wellen ausgebildet sind, einen ersten Bildsensor und einen zweiten Bildsensor auf.
Der erste Bildsensor ist vorzugsweise dazu eingerichtet ist, ein Remissionsbild der
Vorderseite des Wertdokuments zu erfassen und entsprechende erste Bildsensordaten
zu erzeugen. Der zweite Bildsensor ist vorzugsweise dazu eingerichtet, ein Remissionsbild
der Rückseite des Wertdokuments zu erfassen und entsprechende zweite Bildsensordaten
zu erzeugen. Die Auswertungseinrichtung ist dazu eingerichtet ist, das Wertdokument
anhand der ersten Bildsensordaten und der zweiten Bildsensordaten zu klassifizieren.
Dies ist besonders vorteilhaft, wenn eine Klassifizierung von Wertdokumenten bezüglich
ihrer Stückelung vorgenommen werden soll, da diese anhand von Remissionsbilddaten
der Vorder- und Rückseite besonders zuverlässig ermittelt werden kann, beispielsweise
durch Analyse des erfassten Druckbilds oder Bereichen des Druckbilds, wie etwa aufgedruckte
Ziffern. Diese Ausführung ist daher besonders im Zusammenhang mit einer Stückelungstrennung
bzw. Sortierung nach Stückelung von Vorteil. Die Auswertungseinrichtung ist daher
vorzugsweise dazu eingerichtet, die Stückelung des Wertdokuments anhand der ersten
Bildsensordaten und der zweiten Bildsensordaten zu ermitteln.
[0020] Bevorzugt sind der ersten Bildsensor und der zweite Bildsensor als Photodioden-,
CCD- oder CMOS-Sensorarray ausgebildet.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführung weisen die Sensoreinrichtungen, welche zur
Erfassung von Eigenschaften des Wertdokuments in mindestens zwei unterschiedlichen
Regionen des Wertdokuments mittels unterschiedlicher Messprinzipien ausgebildet sind,
mindestens zwei unterschiedliche Sensortypen folgender Sensortypen auf:
- einen optischen Sensor, insbesondere einen Bildsensor, welcher dazu eingerichtet ist,
optische Eigenschaften des Wertdokuments zu erfassen und entsprechende Sensordaten
zu erzeugen,
- einen Ultraschallsensor, welcher dazu eingerichtet ist, Reflexions- und/oder Transmissionseigenschaften
des Wertdokuments für Ultraschall zu erfassen und entsprechende Sensordaten zu erzeugen,
- einen kapazitiven Sensor, welcher dazu eingerichtet ist, dielektrische Eigenschaften
des Wertdokuments zu erfassen und entsprechende Sensordaten zu erzeugen,
- einen Magnetsensor, welcher dazu eingerichtet ist, magnetische Eigenschaften des Wertdokuments
zu erfassen und entsprechende Sensordaten zu erzeugen.
Die Auswertungseinrichtung ist hierbei dazu ausgebildet, das Wertdokument anhand der
von den mindestens zwei unterschiedlichen Sensortypen erzeugten Sensordaten zu klassifizieren,
welche in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen des Wertdokuments erfasste
Eigenschaften des Wertdokuments betreffen. Durch Verknüpfung der für die unterschiedlichen
Regionen des Wertdokuments erhaltenen Sensordaten unterschiedlicher Sensortypen kann
dieses bezüglich bestimmter Klassen, wie etwa Echtheit, besonders zuverlässig klassifiziert
werden.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist die Auswertungseinrichtung dazu eingerichtet,
die Echtheit des Wertdokuments anhand der von den mindestens zwei unterschiedlichen
Sensortypen erzeugten Sensordaten, die in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen
des Wertdokuments erfasste Eigenschaften des Wertdokuments betreffen, zu prüfen bzw.
das Wertdokument entsprechend zu klassifizieren. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn
unterschiedliche Regionen des Wertdokuments unterschiedliche Sicherheitsmerkmale aufweisen,
die durch den jeweiligen Sensortyp besonders zuverlässig erfasst werden können. Insbesondere
können in einer Region des Wertdokuments, die ein optisches Sicherheitsmerkmal, beispielsweise
ein vorgegebenes Muster, aufweist, reflektierte und/oder transmittierte elektromagnetische
Wellen von einem optischen Sensor, beispielsweise einem Bildsensor, erfasst werden.
In einer weiteren Region des Wertdokuments, die ein mittels Ultraschall zu erfassendes
Sicherheitsmerkmal, beispielsweise ein Wasserzeichen, aufweist, kann die Dicke des
Wertdokuments anhand eines ortsauflösenden Ultraschallsensors erfasst werden. In einer
anderen Region des Wertdokuments, die ein magnetisches Sicherheitsmerkmal, beispielsweise
einen mit magnetischer Tinte gedruckten Schriftzug, aufweist, kann dagegen die magnetische
Feldstärke anhand eines Magnetsensors, beispielsweise einer Hall-Sonde, erfasst werden.
In einer weiteren Region des Wertdokuments, die ein kapazitives bzw. dielektrisches
Sicherheitsmerkmal, beispielsweise einen metallischen Sicherheitsstreifen, aufweist,
kann anhand eines dielektrischen Sensors, beispielsweise eines Kondensators, eine
Dielektrizitätskonstante bzw. eine Leitfähigkeit ermittelt werden.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Zusammenhang mit den Figuren. Es
zeigen:
- Fig. 1
- ein Beispiel einer Vorrichtung zur Klassifizierung von Wertdokumenten in einer schematischen
Darstellung;
- Fig. 2
- ein Beispiel eines Wertdokuments, bei welchem an der Vorderund Rückseite reflektierte
Wellen erfasst werden; und
- Fig. 3
- ein Beispiel eines Wertdokuments, dessen Eigenschaften in unterschiedlichen Regionen
erfasst werden.
[0024] Figur 1 zeigt ein Beispiel einer Vorrichtung 1 zur Klassifizierung von Wertdokumenten
mit einer ersten Sensoreinrichtung 2, einer zweiten Sensoreinrichtung 3, einer ersten
Auswertungseinrichtung 4, einer zweiten Auswertungseinrichtung 5 sowie einer Steuerungseinrichtung
6.
[0025] Die erste Sensoreinrichtung 2 und die zweite Sensoreinrichtung 3 sind dazu eingerichtet,
Eigenschaften eines Wertdokuments zu erfassen, beispielsweise die Transmission und/oder
Reflektivität des Wertdokuments bezüglich elektromagnetischer Wellen oder Ultraschallwellen,
magnetische oder dielektrische Eigenschaften des Wertdokuments, und in entsprechende
Sensordaten 8, sog. Rohdaten, umzuwandeln. Die Sensoreinrichtungen 2, 3 sind entsprechend
z.B. als optische Sensoren, insbesondere Bildsensoren, piezoelektrische Ultraschallsensoren,
Hall-Sonden oder Kondensatoren ausgebildet.
[0026] Vorzugsweise können die erste und/oder zweite Sensoreinrichtung 2, 3 die Eigenschaften
des Wertdokuments ortsaufgelöst erfassen. Dazu weisen die Sensoreinrichtungen 2, 3
oder zumindest ein Teil der Sensoreinrichtungen 2, 3 vorzugsweise jeweils ein ein-
oder zweidimensionales Array von Sensoren, beispielsweise Halbleiterdetektoren zum
Erfassen von elektromagnetischen Wellen oder piezoelektrische Elemente zum Erfassen
von Ultraschall, auf. Alternativ oder zusätzlich können die Sensoreinrichtungen 2,
3 dazu eingerichtet sein, das Wertdokument oder zumindest eine Region des Wertdokuments
abzutasten, während das Wertdokument und die jeweilige Sensoreinrichtung 2, 3 relativ
zu einander bewegt werden.
[0027] Die von den Sensoreinrichtungen 2, 3 jeweils generierten Sensordaten 8 werden von
der Steuerungseinrichtung 6 in eine erste Speichereinrichtung 9 der ersten Auswertungseinrichtung
4 und in eine zweite Speichereinrichtung 10 der zweiten Auswertungseinrichtung 5 geschrieben,
was durch die Pfeile angedeutet ist. Die Steuereinrichtung 6 steuert den Datenfluss
dabei derart, dass in jede der Speichereinheiten 9, 10 der Auswertungseinrichtungen
4, 5 die Sensordaten 8 beider Sensoreinrichtungen 2, 3 geschrieben werden, so dass
jede der Auswertungseinrichtungen 4, 5 unmittelbar Zugriff auf die von beiden Sensoreinrichtungen
2, 3 erzeugten Sensordaten 8 hat. Dadurch hat jede der Auswertungseinrichtungen 4,
5 die Möglichkeit, ein Wertdokument nicht nur anhand der von nur einer Sensoreinrichtung
2 bzw. 3 erzeugten Rohdaten zu klassifizieren, sondern dabei auch auf die von der
jeweils anderen Sensoreinrichtung 3 bzw. 2 erzeugten Rohdaten zu berücksichtigen,
z.B. durch eine geeignete Verknüpfung der Rohdaten.
[0028] Die Ergebnisse 11 der in den Auswertungseinrichtungen 4, 5 erfolgten Klassifizierung,
welche bevorzugt unterschiedliche Klassen betreffen, werden an eine zentrale Instanz
7 übermittelt. Beispielsweise kann die erste Auswertungseinrichtung 4 dazu eingerichtet
sein, das Wertdokument bezüglich seiner Stückelung zu klassifizieren, während die
zweite Auswertungseinrichtung 5 dazu eingerichtet sein kann, das Wertdokument bezüglich
seiner Echtheit zu klassifizieren.
[0029] Die zentrale Instanz 7 ist vorzugsweise dazu eingerichtet, eine Weiterbearbeitung,
insbesondere Sortierung, des Wertdokuments entsprechend der Ergebnisse 11 der Klassifizierung
zu steuern. Beispielsweise werden alle Wertdokumente einer ersten Stückelung, die
als echt klassifiziert wurden, in einen ersten Behälter ausgegeben, während alle Wertdokumente
einer zweiten Stückelung, die als echt klassifiziert wurden, in einen zweiten Behälter
ausgegeben werden usw.
[0030] Wenn die zentrale Instanz 7 nur ein Ergebnis 11 bezüglich einer Klasse benötigt,
beispielsweise weil Wertdokumente nur in Bezug auf ihre Stückelung unabhängig von
ihrer Echtheit oder ihrer Qualität sortiert werden sollen, ist es auch möglich, auf
Auswertungseinrichtungen, beispielsweise die zweite Auswertungsvernichtung 5, zu verzichten.
[0031] Figur 2 zeigt ein Beispiel einer Vorderseite 12 und einer Rückseite 13 eines Wertdokuments
14 in einer schematischen Darstellung zur Veranschaulichung einer vorteilhaften Anwendung
der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung 1, beispielsweise bei der Stückelungstrennung.
[0032] Die erste und zweite Sensoreinrichtung 2, 3 (siehe Figur 1) erfassen an der Vorderseite
12 bzw. der Rückseite 13 reflektierte, insbesondere remittierte, elektromagnetische
Wellen und generieren entsprechende erste und zweite Bildsensorsignale. Dabei ist
die erste Sensoreinrichtung vorzugsweise dazu eingerichtet, in einem ersten Bereich
15 der Vorderseite 12 reflektierte elektromagnetische Wellen zu erfassen, während
die zweite Sensoreinrichtung dazu eingerichtet ist, in einem zweiten Bereich 16 und/oder
einem dritten Bereich 17 der Rückseite 13 reflektierte elektromagnetische Wellen zu
erfassen. Beispielsweise können die erste und zweite Sensoreinrichtung dazu als Bildsensoren,
insbesondere als Kameras, ausgebildet sein, welche die entsprechenden Bereiche 15-17
erfassen. Alternativ kann der erste Bildsensor auch dazu ausgebildet sein, die gesamte
Vorderseite 12 des Wertdokuments 14 optisch zu erfassen, und nur anhand von im ersten
Bereich 15 erfassten reflektierten elektromagnetischen Wellen erste Bildsensordaten
zu erzeugen. Entsprechend kann der zweite Bildsensor dazu ausgebildet sein, die gesamte
Rückseite 13 des Wertdokuments 14 optisch zu erfassen und nur anhand von im zweiten
Bereich 16 und im dritten Bereich 17 erfassten reflektierten elektromagnetischen Wellen
zweite Bildsensordaten zu erzeugen.
[0033] Die Lage und/oder Größe des ersten, zweiten und/oder dritten Bereichs 15-17 ist vorzugsweise
so gewählt, dass dort das Wertdokument Reflexionseigenschaften aufweist, die charakteristisch
für die Stückelung des Wertdokuments 14 sind. Beispielsweise weist das Druckbild des
Wertdokuments 14 in den Bereichen 15-17 bestimmte Merkmale 15'-17' auf, insbesondere
in Form einer Ziffer und/oder eines Musters, anhand welcher die Stückelung des Wertdokuments
14 ermittelt werden kann, beispielsweise ob es sich um eine 5-Euro- oder 10-Euro-Banknote
handelt.
[0034] Bei den ersten und zweiten Sensordaten handelt es sich im beschriebenen Beispiel
um Bildsensordaten, die - wie im Zusammenhang mit Figur 1 bereits näher erläutert
- gemeinsam in die Speichereinrichtung 9 der ersten Auswertungseinrichtung 4 geschrieben
und dort bei der Klassifizierung des Wertdokuments 14 miteinander verknüpft werden.
Dadurch kann die Klassifizierung des Wertdokuments 14 bezüglich der Stückelung alleine
von der ersten Auswertungseinrichtung 4 ausgeführt werden.
[0035] Dadurch, dass in der ersten Auswertungseinrichtung das Wertdokument 14 anhand zusammengeführter
Bildsensordaten klassifiziert werden kann, muss an die zentrale Instanz 7 nur ein
Ergebnis der Klassifikation, d.h. die Stückelung des Wertdokuments 14, übermittelt
werden. Ferner kann in diesem Fall die zweite Auswertungseinrichtung 5 zur Klassifizierung
des Wertdokuments 14 bezüglich dessen Stückelung eingespart oder für eine Klassifizierung
bezüglich einer anderen Klasse, wie etwa Verschmutzung, verwendet werden.
[0036] Die vorstehenden Ausführungen zu dem in Figur 2 gezeigten Beispiel gelten auch entsprechend
für elektromagnetische Wellen, die vom Wertdokument 14 transmittiert werden und im
Bereich der Vorderseite 12 und Rückseite 13 jeweils mittels einer Sensoreinrichtung
erfasst werden. Die Ausführungen gelten auch entsprechend für Ultraschallwellen, die
an der Vorder- und Rückseite des Wertdokuments 14 reflektiert und/oder transmittiert
werden und jeweils mittels einer geeigneten Sensoreinrichtung erfasst werden.
[0037] Figur 3 zeigt ein Beispiel eines Wertdokuments 14 dessen Eigenschaften mit unterschiedlichen
Sensortypen in unterschiedlichen Bereichen 15-17 erfasst werden. Im vorliegenden Beispiel
werden die Eigenschaften mit drei unterschiedlichen Sensortypen in drei unterschiedlichen
Bereichen des Wertdokuments erfasst. Je nach Anwendungsfall können gegebenenfalls
nur zwei oder aber auch mehr als drei unterschiedliche Sensortypen zum Einsatz kommen.
[0038] Die unterschiedlichen Sensortypen erfassen Eigenschaften des Wertdokuments 14 mit
unterschiedlichen Messprinzipien. Beispielsweise kann es sich im vorliegenden Beispiel
um einen Bildsensor, beispielsweise eine Kamera, einen dielektrischen bzw. kapazitiven
Sensor, beispielsweise einen Kondensator, sowie einen Ultraschallsensor, beispielsweise
ein Array aus piezoelektrischen Elementen, handeln. Die Sensoren sind vorzugsweise
dazu eingerichtet, die betreffenden Eigenschaften des Wertdokuments 14 ortsaufgelöst
zu erfassen, so dass die entsprechend generierten Sensordaten jeweils einem optischen,
kapazitiven bzw. Ultraschall-Bild der drei unterschiedlichen Bereiche 15-17 entsprechen.
[0039] Bevorzugt erfasst der Bildsensor in dem ersten Bereich 15 ein optisches Sicherheitsmerkmal
15" des Wertdokuments 14, beispielsweise ein vorgegebenes Muster. Der dielektrische
bzw. kapazitive Sensor erfasst im zweiten Bereich 16 ein dielektrisches Sicherheitsmerkmal
16"des Wertdokuments 14, beispielsweise eine Dielektrizitätszahl eines Sicherheitsstreifens.
Der Ultraschallsensor erfasst im dritten Bereich 17 ein nur anhand von Ultraschallwellen
erfassbares Sicherheitsmerkmal 17"des Wertdokuments 14, beispielsweise eine variierende
Dicke des Wertdokuments 14. Entsprechend charakterisieren diese Sensordaten die Echtheit
des Wertdokuments 14.
[0040] Die von den drei unterschiedlichen Sensortypen generierten Sensorsignale werden z.B.
in die erste Speichereinrichtung 9 der ersten Auswertungseinrichtung 4 geschrieben
(siehe Figur 1, eine dritte Sensoreinrichtung bzw. ein dritter Sensortyp ist dort
aus Anschaulichkeitsgründen nicht dargestellt). Dadurch können sie von der ersten
Auswertungseinrichtung 4 zusammengefasst bzw. gemeinsam ausgewertet werden, um das
Wertdokument 14 hinsichtlich Echtheit effizient und zuverlässig zu klassifizieren
bzw. zu prüfen.
[0041] Beispielsweise kann die erste Auswertungseinrichtung 4 dazu ausgebildet sein, die
Bildpunkte der den drei unterschiedlichen Bereichen 15-17 entsprechenden Bilder bezüglich
eines oder mehrerer, insbesondere drei, Schwellenwerte auszuwerten.
[0042] Dadurch, dass in der ersten Auswertungseinrichtung 4 das Wertdokument 14 anhand zusammengeführter
Sensordaten klassifiziert wird, muss der zentralen Instanz 7 nur ein Ergebnis der
Klassifikation, im vorliegenden Beispiel bezüglich Echtheit, des Wertdokuments 14,
übermittelt werden. Die Instanz 7 selbst braucht keine Klassifizierung mehr vorzunehmen,
sondern steuert nur noch die Weiterbearbeitung, insbesondere Sortierung, des Wertdokuments
abhängig von der ermittelten Klasse. Eine zweite Auswertungseinrichtung 5 oder etwaige
weitere Auswertungseinrichtungen (in Figur 1 nicht dargestellt) zur Klassifizierung
des Wertdokuments 14 bezüglich Echtheit kann bzw. können dadurch eingespart oder zur
Klassifizierung bezüglich einer anderen Klasse, wie z.B. Beschädigungen, Verschmutzung
oder Lappigkeit, verwendet werden.
1. Vorrichtung (1) zur Klassifizierung von Wertdokumenten (14), insbesondere Banknoten,
mit
- mindestens zwei Sensoreinrichtungen (2, 3), welche dazu eingerichtet sind, an einer
Vorderseite (12) und an einer Rückseite (13) eines Wertdokuments (14) reflektierte
Wellen, insbesondere elektromagnetische Wellen, zu erfassen und entsprechende Sensordaten
(8) zu erzeugen oder Eigenschaften des Wertdokuments (14) in mindestens zwei unterschiedlichen
Regionen (15-17) des Wertdokuments (14) mittels unterschiedlicher Messprinzipien zu
erfassen und entsprechende Sensordaten (8) zu erzeugen, und
- mindestens einer Auswertungseinrichtung (4, 5), welche dazu eingerichtet ist, das
Wertdokument (14) anhand der von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen (2, 3) erzeugten
Sensordaten (8), welche die an der Vorderseite (12) und Rückseite (13) des Wertdokuments
(14) reflektierten Wellen bzw. die in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen
(15-17) des Wertdokuments mittels unterschiedlicher Messprinzipien erfassten Eigenschaften
des Wertdokuments (14) betreffen, zu klassifizieren, wobei die mindestens eine Auswertungseinrichtung
(4, 5) eine Speichereinheit (9, 10) zur Datenspeicherung aufweist und eine Steuerungseinrichtung
(6) vorgesehen ist, welche dazu eingerichtet ist, die von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen
(2, 3) erzeugten Sensordaten (8) in die Speichereinheit (9, 10) der mindestens einen
Auswertungseinrichtung (4, 5) zu schreiben, wobei mindestens zwei Auswertungseinrichtungen
(4, 5) mit jeweils einer Speichereinheit (9, 10) vorgesehen sind und die Steuerungseinrichtung
(6) dazu eingerichtet ist, die von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen (2, 3)
erzeugten Sensordaten (8) in jede Speichereinheit (9, 10) der mindestens zwei Auswertungseinrichtungen
(4, 5) zu schreiben.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei jeder der mindestens zwei Sensoreinrichtungen
(2, 3) eine Auswertungseinrichtung (4, 5) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Sensoreinrichtungen
(2, 3), welche zur Erfassung der von der Vorderseite (12) und Rückseite (13) des Wertdokuments
(14) reflektierten elektromagnetischen Wellen ausgebildet sind, einen ersten Bildsensor
und einen zweiten Bildsensor aufweisen, wobei der erste Bildsensor dazu eingerichtet
ist, ein Remissionsbild der Vorderseite (12) des Wertdokuments (14) zu erfassen und
entsprechende erste Bildsensordaten zu erzeugen, und der zweite Bildsensor dazu eingerichtet
ist, ein Remissionsbild der Rückseite (13) des Wertdokuments (14) zu erfassen, und
entsprechende zweite Bildsensordaten zu erzeugen, und die Auswertungseinrichtung (4,
5) dazu eingerichtet ist, das Wertdokument (14) anhand der ersten Bildsensordaten
und der zweiten Bildsensordaten zu klassifizieren.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei die Auswertungseinrichtung (4, 5) dazu eingerichtet
ist, die Stückelung des Wertdokuments (14) anhand der ersten Bildsensordaten und der
zweiten Bildsensordaten zu ermitteln.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Sensoreinrichtungen (2, 3), welche
zur Erfassung von Eigenschaften des Wertdokuments (14) in mindestens zwei unterschiedlichen
Regionen (15-17) des Wertdokuments (14) mittels unterschiedlicher Messprinzipien ausgebildet
sind, mindestens zwei unterschiedliche Sensortypen der folgenden Sensortypen aufweisen:
- einen optischen Sensor, insbesondere einen Bildsensor, welcher dazu eingerichtet
ist, optische Eigenschaften des Wertdokuments (14) zu erfassen und entsprechende Sensordaten
(8) zu erzeugen,
- einen Ultraschallsensor, welcher dazu eingerichtet ist, Reflexions- und/oder Transmissionseigenschaften
des Wertdokuments (14) für Ultraschall zu erfassen und entsprechende Sensordaten (8)
zu erzeugen,
- einen kapazitiven Sensor, welcher dazu eingerichtet ist, dielektrische Eigenschaften
des Wertdokuments (14) zu erfassen und entsprechende Sensordaten (8) zu erzeugen,
- einen Magnetsensor, welcher dazu eingerichtet ist, magnetische Eigenschaften des
Wertdokuments (14) zu erfassen und entsprechende Sensordaten (8) zu erzeugen,
und die Auswertungseinrichtung (4, 5) dazu ausgebildet ist, das Wertdokument (14)
anhand der von den mindestens zwei unterschiedlichen Sensortypen erzeugten Sensordaten
(8), die in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen (15-17) des Wertdokuments
(14) erfasste Eigenschaften des Wertdokuments (14) betreffen, zu klassifizieren.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, wobei die Auswertungseinrichtung (4, 5) dazu eingerichtet
ist, die Echtheit des Wertdokuments (14) anhand der von den mindestens zwei unterschiedlichen
Sensortypen erzeugten Sensordaten (8), die in den mindestens zwei unterschiedlichen
Regionen (15-17) des Wertdokuments (14) erfasste Eigenschaften des Wertdokuments (14)
betreffen, zu prüfen.
7. Wertdokumentbearbeitungssystem mit
- einer Vorrichtung (1) zur Klassifizierung von Wertdokumenten (14) nach einem der
vorangehenden Ansprüche und
- einer Sortiervorrichtung, welche unterschiedliche Sortierfächer aufweist und dazu
eingerichtet ist, die Wertdokumente (14) in Abhängigkeit von der anhand der Sensordaten
(8) erfolgten Klassifizierung in die unterschiedlichen Sortierfächer auszugeben.
8. Verfahren zur Klassifizierung von Wertdokumenten (14) mit folgenden Schritten:
- Erfassen von an einer Vorderseite (12) und an einer Rückseite (13) eines Wertdokuments
(14) reflektierten Wellen, insbesondere elektromagnetischen Wellen, und Erzeugen entsprechender
Sensordaten (8) oder Erfassen von Eigenschaften des Wertdokuments (14) in mindestens
zwei unterschiedlichen Regionen (15-17) des Wertdokuments (14) mittels unterschiedlicher
Messprinzipien und Erzeugen entsprechender Sensordaten (8),
- Klassifizieren des Wertdokuments (14) anhand der erzeugten Sensordaten (8), welche
die an der Vorderseite (12) und Rückseite (13) des Wertdokuments (14) reflektierten
Wellen bzw. die in den mindestens zwei unterschiedlichen Regionen (15-17) des Wertdokuments
(14) mittels unterschiedlicher Messprinzipien erfassten Eigenschaften des Wertdokuments
(14) betreffen,
- Schreiben der von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen (2, 3) erzeugten Sensordaten
(8) zur Datenspeicherung mittels einer Steuerungseinrichtung (6) in eine Speichereinheit
(9, 10) der mindestens einen Auswertungseinrichtung (4, 5), wobei mindestens zwei
Auswertungseinrichtungen (4, 5) mit jeweils einer Speichereinheit (9, 10) vorgesehen
sind und die von den mindestens zwei Sensoreinrichtungen (2, 3) erzeugten Sensordaten
(8) durch die Steuerungseinrichtung (6) in jede Speichereinheit (9, 10) der mindestens
zwei Auswertungseinrichtungen (4, 5) geschrieben werden.
1. An apparatus (1) for classifying value documents (14), in particular bank notes, having:
- at least two sensor devices (2, 3) which are arranged to capture waves, in particular
electromagnetic waves, reflected on a front side (12) and on a back side (13) of a
value document (14) and to generate corresponding sensor data (8) or to capture properties
of the value document (14) in at least two different regions (15-17) of the value
document (14) by means of different measuring principles and to generate corresponding
sensor data (8), and
- at least one evaluation device (4, 5) which is arranged to classify the value document
(14) with the aid of the sensor data (8) generated by the at least two sensor devices
(2, 3), which sensor data relate to the waves reflected on the front side (12) and
back side (13) of the value document (14) or to the properties of the value document
(14) captured in the at least two different regions (15, 17) of the value document
by means of different measuring principles, wherein the at least one evaluation device
(4, 5) comprises a memory unit (9, 10) for data storage and a control device (6) is
provided which is arranged to write the sensor data (8) generated by the at least
two sensor devices (2, 3) into the memory unit (9, 10) of the at least one evaluation
device (4, 5), wherein at least two evaluation devices (4, 5) respectively having
a memory unit (9, 10) are provided and the control device (6) is arranged to write
the sensor data (8) generated by the at least two sensor devices (2, 3) into each
memory unit (9, 10) of the at least two evaluation devices (4, 5).
2. The apparatus (1) according to claim 1, wherein each of the at least two sensor devices
(2, 3) have an evaluation device (4, 5) assigned thereto.
3. The apparatus (1) according to any of the above claims, wherein the sensor devices
(2, 3) which are configured for capturing electromagnetic waves reflected from the
front side (12) and back side (13) of the value document (14) comprise a first image
sensor and a second image sensor, wherein the first image sensor is arranged to capture
a remission image of the front side (12) of the value document (14) and to generate
corresponding first image sensor data and the second image sensor is arranged to capture
a remission image of the back side (13) of the value document (14) and to generate
corresponding second image sensor data, and the evaluation device (4, 5) is arranged
to classify the value document (14) with the aid of the first image sensor data and
the second image sensor data.
4. The apparatus (1) according to claim 3, wherein the evaluation device (4, 5) is arranged
to determine the denomination of the value document (14) with the aid of the first
image sensor data and the second image sensor data.
5. The apparatus (1) according to claim 1 or 2, wherein the sensor devices (2, 3) which
are configured for capturing properties of the value document (14) in at least two
different regions (15-17) of the value document (14) by means of different measuring
principles comprise at least two different sensor types of the following sensor types:
- an optical sensor, in particular an image sensor, which is arranged to capture optical
properties of the value document (14) and to generate corresponding sensor data (8),
- an ultrasonic sensor which is arranged to capture reflection properties and/or transmission
properties of the value document (14) for ultrasound and to generate corresponding
sensor data (8),
- a capacitive sensor which is arranged to capture dielectric properties of the value
document (14) and to generate corresponding sensor data (8),
- a magnetic sensor which is arranged to capture magnetic properties of the value
document (14) and to generate corresponding sensor data (8), and the evaluation device
(4, 5) is configured to classify the value document (14) with the aid of the sensor
data (8) generated by the at least two different sensor types, which sensor data relate
to properties of the value document (14) captured in the at least two different regions
(15-17) of the value document (14).
6. The apparatus (1) according to claim 5, wherein the evaluation device (4, 5) is arranged
to check the authenticity of the value document (14) with the aid of the sensor data
(8) generated by the at least two different sensor types, which sensor data relate
to properties of the value document (14) captured in the at least two different regions
(15-17) of the value document (14).
7. A value-document processing system having
- an apparatus (1) for classifying value documents (14) according to any of the above
claims, and
- a sorting apparatus which comprises different sorting pockets and is arranged to
output the value documents (14) into the different sorting pockets in dependence on
the classifications effected with the aid of the sensor data (8).
8. A method for classifying value documents (14) having the following steps:
- capturing waves, in particular electromagnetic waves, reflected on a front side
(12) and on a back side (13) of a value document (14) and generating corresponding
sensor data (8) or capturing properties of the value document (14) in at least two
different regions (15-17) of the value document (14) by means of different measuring
principles and generating corresponding sensor data (8),
- classifying the value document (14) with the aid of the generated sensor data (8)
which relate to the waves reflected on the front side (12) and back side (13) of the
value document (14) or to the properties of the value document (14) captured in the
at least two different regions (15-17) of the value document (14) by means of different
measuring principles,
- writing the sensor data (8) generated for data storage by the at least two sensor
devices (2, 3) into a memory unit (6) of the at least one evaluation device (4, 5),
wherein at least two evaluation devices (4, 5) are provided which each have a memory
unit (9, 10) and the sensor data (8) generated by the at least two sensor devices
(2, 3) are written into each memory unit (9, 10) of the at least two evaluation devices
(4, 5).
1. Dispositif (1) de classification de documents de valeur (14), en particulier de billets
de banque, comprenant
- au moins deux dispositifs capteurs (2, 3) qui sont conçus pour détecter des ondes,
en particulier des ondes électromagnétiques, réfléchies sur une face avant (12) et
sur une face arrière (13) d'un document de valeur (14) et pour générer des données
de capteurs (8) correspondantes ou pour détecter des propriétés du document de valeur
(14) dans au moins deux zones différentes (15-17) du document de valeur (14) au moyen
de principes de mesure différents et pour générer des données de capteurs (8) correspondantes,
et
- au moins un dispositif d'évaluation (4, 5) qui est conçu pour classifier le document
de valeur (14) sur la base des données de capteurs (8) générées par lesdits au moins
deux dispositifs capteurs (2, 3), lesquelles concernent les ondes réfléchies sur la
face avant (12) et la face arrière (13) du document de valeur (14) ou les propriétés
du document de valeur (14) détectées dans lesdites au moins deux zones différentes
(15-17) du document de valeur au moyen de principes de mesure différents, dans lequel
ledit au moins un dispositif d'évaluation (4, 5) comporte une unité de mémoire (9,
10) servant au stockage de données, et dans lequel il est prévu un dispositif de commande
(6) qui est conçu pour écrire les données de capteurs (8) générées par lesdits au
moins deux dispositifs capteurs (2, 3) dans l'unité de mémoire (9, 10) dudit au moins
un dispositif d'évaluation (4, 5), dans lequel il est prévu au moins deux dispositifs
d'évaluation (4, 5) comprenant respectivement une unité de mémoire (9, 10) et le dispositif
de commande (6) est conçu pour écrire les données de capteurs (8) générées par lesdits
au moins deux dispositifs capteurs (2, 3) dans chaque unité de mémoire (9, 10) desdits
au moins deux dispositifs d'évaluation (4, 5).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, dans lequel un dispositif d'évaluation (4,
5) est associé à chacun desdits au moins deux dispositifs capteurs (2, 3).
3. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les dispositifs
capteurs (2, 3), qui sont conçus pour détecter les ondes électromagnétiques réfléchies
par la face avant (12) et la face arrière (13) du document de valeur (14), comprennent
un premier capteur d'image et un second capteur d'image, dans lequel le premier capteur
d'image est conçu pour détecter une image de réémission de la face avant (12) du document
de valeur (14) et pour générer des premières données de capteurs d'image correspondantes,
et le second capteur d'image est conçu pour détecter une image de réémission de la
face arrière (13) du document de valeur (14) et pour générer des secondes données
de capteurs d'image correspondantes, et le dispositif d'évaluation (4, 5) est conçu
pour classifier le document de valeur (14) sur la base des premières données de capteurs
d'image et des secondes données de capteurs d'image.
4. Dispositif (1) selon la revendication 3, dans lequel le dispositif d'évaluation (4,
5) est conçu pour déterminer la valeur nominale du document de valeur (14) sur la
base des premières données de capteurs d'image et des secondes données de capteurs
d'image.
5. Dispositif (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel les dispositifs capteurs
(2, 3), qui sont conçus pour détecter des propriétés du document de valeur (14) dans
au moins deux zones différentes (15-17) du document de valeur (14) au moyen de principes
de mesure différents, comprennent au moins deux types de capteurs différents parmi
les types de capteurs suivants :
- un capteur optique, en particulier un capteur d'image, qui est conçu pour détecter
des propriétés optiques du document de valeur (14) et pour générer des données de
capteurs (8) correspondantes,
- un capteur à ultrasons, qui est conçu pour détecter des propriétés de réflexion
et/ou de transmission du document de valeur (14) pour des ultrasons et pour générer
des données de capteurs (8) correspondantes,
- un capteur capacitif, qui est conçu pour détecter des propriétés diélectriques du
document de valeur (14) et pour générer des données de capteurs (8) correspondantes,
- un capteur magnétique, qui est conçu pour détecter des propriétés magnétiques du
document de valeur (14) et pour générer des données de capteurs (8) correspondantes,
et le dispositif d'évaluation (4, 5) est conçu pour classifier le document de valeur
(14) sur la base des données de capteurs (8) générées par lesdits au moins deux types
de capteurs différents, lesquelles concernent des propriétés du document de valeur
(14) détectées dans lesdites au moins deux zones différentes (15-17) du document de
valeur (14).
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, dans lequel le dispositif d'évaluation (4,
5) est conçu pour vérifier l'authenticité du document de valeur (14) sur la base des
données de capteurs (8) générées par lesdits au moins deux types de capteurs différents,
lesquelles concernent des propriétés du document de valeur (14) détectées dans lesdites
au moins deux zones différentes (15-17) du document de valeur (14).
7. Système de traitement de documents de valeur comprenant
- un dispositif (1) de classification de documents de valeur (14) selon l'une des
revendications précédentes, et
- un dispositif de tri, qui comporte différents compartiments de tri et qui est conçu
pour délivrer les documents de valeur (14) dans les différents compartiments de tri
en fonction de la classification effectuée sur la base des données de capteurs (8).
8. Procédé de classification de documents de valeur (14), comprenant les étapes consistant
à :
- détecter des ondes réfléchies sur une face avant (12) et sur une face arrière (13)
d'un document de valeur (14), en particulier des ondes électromagnétiques, et générer
des données de capteurs (8) correspondantes ou détecter des propriétés du document
de valeur (14) dans au moins deux zones différentes (15-17) du document de valeur
(14) au moyen de principes de mesure différents et générer des données de capteurs
(8) correspondantes,
- classifier le document de valeur (14) sur la base des données de capteurs (8) générées,
lesquelles concernent les ondes réfléchies sur la face avant (12) et la face arrière
(13) du document de valeur (14) ou les propriétés du document de valeur (14) détectées
dans lesdites au moins deux zones différentes (15-17) du document de valeur (14) au
moyen de principes de mesure différents,
- écrire les données de capteurs (8) générées par lesdits au moins deux dispositifs
capteurs (2, 3) à des fins de stockage de données, au moyen d'un dispositif de commande
(6), dans une unité de mémoire (9, 10) dudit au moins un dispositif d'évaluation (4,
5), dans lequel il est prévu au moins deux dispositifs d'évaluation (4, 5) comprenant
respectivement une unité de mémoire (9, 10) et les données de capteurs (8) générées
par lesdits au moins deux dispositifs capteurs (2, 3) sont écrites par le dispositif
de commande (6) dans chaque unité de mémoire (9, 10) desdits au moins deux dispositifs
d'évaluation (4, 5).