[0001] Die Erfindung betrifft eine Sitzschale, umfassend eine einstückige Formholzschale
mit einem Sitzteil und einem Rückenteil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus
DE 43 16 057 A1 ist eine einstückige Sitzschale mit einem Rückenteil und einer Sitzfläche bekannt.
Die bekannte Sitzschale besteht aus einem federnden Material, um die für ein bequemes
Sitzen geforderte Flexibilität des Rückenteils der Sitzschale zu ermöglichen. Der
Rücken der Sitzschale kann sich folglich bei Belastung durch eine sich gegenlehnende
Person leicht verschwenken, wobei allerdings die Stützwirkung der Sitzschale im Bereich
der Wirbelsäule der Person eine ausreichende Stabilität besitzen sollte.
[0003] Die bekannte Sitzschale ist eine geformte Holzplatte aus mehreren kreuzweise aufeinander
geleimten Holzlagen. Sie kann mit einem geeigneten Lack oberflächenvergütet oder mit
Polster versehen werden. Eine lackierte Sitzschale hat folgenden Furnieraufbau. Sie
weist eine Decklage auf, die aus einer Holzlage in Längsrichtung besteht, die mit
einer Querlage verleimt ist, wobei die Längslage vor dem Verpressen geschliffen wird.
Diese Decklage ist auf beiden Seiten der Sitzschale angeordnet. Zwischen den Decklagen
liegen zu beiden Seiten zwei aufeinander geleimte Längsfurniere und in der neutralen
Zone der Schale ist eine Querlage vorgesehen. Die Längslagen haben vorzugsweise eine
Stärke von 1,5 mm und die Querlagen eine Stärke von 1,1 mm.
[0004] Eine Schale, die durchgehend überpolstert ist, besteht vorzugsweise aus zwei Längsfurnieren,
einem Querfurnier, zwei Längsfurnieren, einem Querfurnier und zwei Längsfurnieren,
wobei die Längsfurniere eine Stärke von 1,5 mm und die Querfurniere eine Stärke von
1,1 mm haben.
[0005] In dem Rückenteil einer solchen Sitzschale sind bogenförmige Einschnitte vorgesehen,
um die Flexibilität der Schale zu vergrößern. Bei Belastung des Rückenteils durch
eine sich gegen das Rückenteil lehnende Person spreizen sich die von den Einschnitten
begrenzten Segmente und treten schuppenartig hervor.
[0006] Nachteilig ist, dass der Sitzcomfort für ein bequemes Sitzen nicht hinreichend ist.
Insbesondere das schuppenartige Hervortreten von Segmenten führt zu einem unerwünschten
Verdrücken einer Überpolsterung.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Sitzschale nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zu schaffen, die eine gute Flexibilität für ein bequemes Sitzen aufweist und dabei
die Wirbelsäule beim Zurücklehnen ausreichend abstützt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Hierdurch wird eine Sitzschale geschaffen, die eine einstückige bzw. einteilige Formholzschale
mit einem Sitzteil, einem Rückenteil und einen das Sitzteil und das Rückenteil verbindenden
gebogenen Übergangsbereich umfasst. Eine solche Formholzschale ist vorzugsweise ergonomisch
geformt und kann einzeln oder in einer Anzahl an einem Gestell (nicht dargestellt)
befestigt sein. Federungseigenschaften des Rückenteils gegenüber einem abgewinkelt
mit dem Rückenteil verbundenen Sitzteil werden wesentlich bestimmt durch den gebogenen
Übergangsbereich und dessen konstruktiven Aufbau.
[0010] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Formholzschale einen querverlaufenden, durch
randseitige Stege begrenzten Ausschnitt in dem Übergangsbereich und/oder dem Rückenteil
aufweist, der als Durchbruch umpolstert oder als Querschlitz umpolstert ist. Der Durchbruch
begünstigt einen Reinigungseffekt für auf dem Sitz abgelegte Gegenstände, wie beispielsweise
Getränkedosen, die über den als Durchgriffsöffnung wirkenden Durchbruch abfallen können.
Ein versehentliches Setzen auf Drittgegenstände wird dadurch weitgehend vermieden.
Ferner wird ein Belüftungseffekt erzeugt, der den Sitzcomfort verbessert.
[0011] Erfindungsgemäß wird dabei die Federwirkung im Zusammenspiel mit dem Ausschnitt durch
einen Furnieraufbau mit mindestens neun Holzlagen verbessert, der mittig eine quasi
Sandwichstruktur verwirklicht durch mindestens zwei mittlere Holzlagen in Querrichtung,
zwischen denen mindestens eine mittlere Holzlage in Längsrichtung angeordnet ist,
und die mindestens zwei mittleren Holzlagen in Querrichtung eine größere Stärke besitzen
als äußere Holzlagen in Querrichtung. Die mindestens zwei mittleren Holzlagen in Querrichtung
größerer Stärke erhöhen den Gesamtaufbau und die Steifigkeit der Schale derart, dass
der Ausschnitt überbrückt wird, wodurch sich allerdings die äußeren Holzlagen weiter
vom Kern entfernen und somit höheren Zug- und Druckbelastungen ausgesetzt sind. Dies
kann durch äußere Holzlagen in Querrichtung und Längsrichtung ausgeglichen werden.
[0012] Der erfindungsgemäße Furnieraufbau ermöglicht einer gepolsterten Sitzschale unabhängig
davon, ob der Ausschnitt freistehend oder überpolstert ist, einen vergleichbaren Sitzcomfort
mit Flexibilität zu bieten. Einem Benutzer kann bei unterschiedlichem optischem Eindruck
- mit oder ohne Durchgriffsöffnung - ein Sitz mit im Wesentlichen gleichem Sitzcomfort
bereitgestellt werden. Dies gilt auch dann, wenn die Sitzschale aufgrund der Benutzung
hohen Belastungen ausgesetzt ist. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Vorderansicht einer Formholzschale mit Ausschnitt für
eine erfindungsgemäße Sitzschale gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 zeigt schematisch eine Rückansicht der Formholzschale nach Fig. 1,
Fig. 3 zeigt schematisch einen Längsschnitt der Formholzschale nach Fig. 1,
Fig. 4 zeigt schematisch eine Vorderansicht einer Formholzschale mit Ausschnitt für
eine erfindungsgemäße Sitzschale gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 zeigt schematisch eine Rückansicht der Formholzschale nach Fig. 4,
Fig. 6 zeigt schematisch einen Längsschnitt der Formholzschale nach Fig. 4,
Fig. 7 bis Fig. 10 zeigen jeweils einen Furnierlagenaufbau unterschiedlicher Gestaltung,
wobei I längslaufende Holzlage und - querlaufende Holzlage bedeutet,
Fig. 11 zeigt schematisch eine perspektivische Seitenansicht einer Bank mit einer
Anzahl Sitzschalen.
[0014] Wie Fig. 1 bis Fig. 3 zeigen, betrifft die Erfindung eine Sitzschale mit einer einstückigen
Formholzschale 1. Die Formholzschale 1 ist ausgebildet mit einem Sitzteil 2 und einem
Rückenteil 3, die in ihrem Übergangsbereich 4 eine Biegung entlang einer Biegeachse
aufweist. Das Rückenteil 3 kann eine an die Wirbelsäule des Menschen angepasste Kontur
aufweisen. Fig. 3 zeigt über einen Pfeil eine Wölbung des Rückenteils 3.
[0015] Die Formholzschale 1 weist einen Furnieraufbau aus mehreren aufeinander geleimten
Holzlagen 10 bis 15 auf, wie nachfolgend zu Fig. 7 bis Fig. 10 noch im Einzelnen beschrieben
wird.
[0016] Dieser Furnieraufbau umfasst vorn und hinten der Formholzschale 1 jeweils eine Decklage
15 aus einer Holzlage in Längsrichtung. Zwischen den Decklagen 15 ist eine Anzahl
mittlerer und äußerer Holzlagen 10 bis 14 in Längs- oder Querrichtung angeordnet.
Die Formholzschale 1 ist überpolstert, wie nachfolgend beschrieben ist.
[0017] Die Formholzschale 1 weist einen querverlaufenden, durch randseitige Stege 5 begrenzten
Ausschnitt 6 auf, der in dem Übergangsbereich 4 und/oder dem Rückenteil 3 ausgebildet
ist. Gemäß dem in Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist der
Ausschnitt 6 als ein Durchbruch, vorzugsweise erstreckend in das Rückenteil 3, zur
Ausbildung beispielsweise einer Durchgriffsöffnung ausgebildet. Der Ausschnitt 6 ist
dazu vorzugsweise als eine rechteckförmige Öffnung 7 ausgebildet mit einer Länge,
die 50 bis 70 % der Schalenbreite im Bereich des Ausschnitts 6 beträgt. Der Ausschnitt
6 kann dabei eine Breite aufweisen, die 20 bis 40 % der Länge des Ausschnitts 6 beträgt.
Bei einer Überpolsterung der Formholzschale 1 zur Sitzschale ist ein solcher Ausschnitt
6 vorzugsweise freistehend umpolstert und verbleibt somit als Freiraum einer Überpolsterung.
[0018] Fig. 4 bis Fig. 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel mit einem Ausschnitt 6,
der bei einer durchgehenden Überpolsterung der Formholzschale 1 abdeckend überpolstert
werden kann. Der Ausschnitt 6 wird vorzugsweise von einem Doppel-T-Träger-förmigen
Querschlitz 8 gebildet. Die Kontur eines solchen Querschlitzes 8 ähnelt der Kontur
einer rechteckförmigen Öffnung 7, wodurch im Kern der Formholzschale 1 vergleichbare
Materialausnehmungen geschaffen werden mit ähnlichen Auswirkungen auf die Flexibilität
im Aufbau der Formholzschale 1 bei Belastung. Die Positionierung der rechteckigen
Öffnung 7 oder des Querschlitzes 8 als Ausschnitt 6 im Aufbau der Formholzschale 1
ist vorzugsweise gleich.
[0019] Im Sitzteil 2 können Befestigungslöcher 9 zur Anbringung von Halterungen (nicht dargestellt)
für einen Fuß oder ein Fußgestell (nicht dargestellt) vorgesehen sein.
[0020] Der Furnieraufbau umfasst mindestens neun Holzlagen 10 bis 15 mit mindestens zwei
mittleren Holzlagen 11 in Querrichtung, zwischen denen mindestens eine mittlere Holzlage
10 in Längsrichtung angeordnet ist, und die mindestens zwei mittleren Holzlagen 11
in Querrichtung eine größere Stärke besitzen als äußere Holzlagen 14 in Querrichtung
und/oder gegebenenfalls äußere Holzlagen 12, 13, 15 in Längsrichtung.
[0021] Zwischen einer mittleren Holzlage 11 in Querrichtung und einer äußeren Holzlage 14
in Querrichtung können mindestens zwei aufeinander geleimte äußere Holzlagen 12, 13
in Längsrichtung liegen, wie in Fig. 7 dargestellt.
[0022] Die beiden Decklagen 15 können jeweils mindestens zwei aufeinander geleimte Holzlagen
in Längsrichtung umfassen.
[0023] Der Faserverlauf einer Holzlage 10, 12, 13, 15 in Längsrichtung verläuft vorzugsweise
jeweils parallel zur Sitzschalenspiegelebene, und der Faserverlauf einer Holzlage
11, 14 in Querrichtung verläuft vorzugsweise jeweils quer zur Sitzschalenspiegelebene
für ein kreuzweises Verleimen.
[0024] Die Stärke der mittleren Holzlagen 11 in Querrichtung liegt vorzugsweise bei jeweils
1,4 bis 1,8 mm, besonders bevorzugt bei 1,5 mm, während die Stärke der mittleren Holzlage
10 in Längsrichtung bei vorzugsweise 1,0 bis 1,3 mm, besonders bevorzugt bei 1,2 mm
liegt.
[0025] Die eine mittlere Holzlage 10 in Längsrichtung kann doppellagig ausgebildet sein,
wie in Fig. 8 dargestellt ist. Die Stärke von äußeren Holzlagen 14 in Querrichtung
und von äußeren Holzlagen 12, 13, 15 in Längsrichtung kann im Bereich von 1,0 bis
1,3 mm, besonders bevorzugt bei 1,2 mm liegen. Bevorzugt ist die Stärke von äußeren
Holzlagen 12, 13, 15 in Längsrichtung gleich den Stärken von äußeren Holzlagen 14
in Querrichtung. Auch können die Stärken der inneren 10 und äußeren 12, 13, 15 Holzlagen
in Längsrichtung gleich ausgebildet sein.
[0026] Zur Verstärkung können textile Gebilde aus Kunststofffasern zwischen Holzlagen 10
bis 15 eingelegt sein. Die Anordnung von Holzlagen 11 bis 15 ist vorzugsweise beidseitig
spiegelbildlich symmetrisch zur mindestens einen mittleren Holzlage 10 in Längsrichtung
vorgesehen.
[0027] Ferner kann vorgesehen sein, dass sich die Stärke(n) einer oder mehrerer der Holzlagen
10 bis 15 in Richtung oberem und/oder unterem Rand der Formholzschale 1 gegenüber
dem Übergangsbereich 4 reduziert.
[0028] Der Furnieraufbau der Formholzschale 1 aus mehreren vorzugsweise kreuzweise aufeinander
geleimten Holzlagen ist gemäß Fig. 7 bis Fig. 10 im Einzelnen wie folgt.
[0029] Bei Fig. 7 folgen ausgehend von einer mittleren Holzlage 10 in Längsrichtung zu beiden
Seiten jeweils die mittlere Holzlage 11 in Querrichtung, zwei äußere Holzlagen 12,
13 in Längsrichtung, eine äußere Holzlage 14 in Querrichtung und eine Decklage 15
als äußere Holzlage in Längsrichtung. Diese Furnierfolge ist verleimt.
[0030] Bei Fig. 8 folgen ausgehend von zwei mittleren Holzlagen 10 in Längsrichtung zu beiden
Seiten jeweils die mittlere Holzlage 11 in Querrichtung, zwei äußere Holzlagen 12,
13 in Längsrichtung, eine äußere Holzlage 14 in Querrichtung und eine Decklage 15
als äußere Holzlage in Längsrichtung. Dieser Furnieraufbau ist verleimt. Die Kanten
der Formholzschale 1 können mit einer Fase versehen sein.
[0031] Bei Fig. 9 folgen ausgehend von einer mittleren Holzlage 10 in Längsrichtung zu beiden
Seiten jeweils die mittlere Holzlage 11 in Querrichtung, eine äußere Holzlage 12 in
Längsrichtung, eine äußere Holzlage 14 in Querrichtung, eine äußere Holzlage 13 in
Längsrichtung und eine Decklage 15 als äußere Holzlage in Längsrichtung. Diese Furnierfolge
ist verleimt.
[0032] Bei Fig. 10 folgen ausgehend von einer mittleren Holzlage 10 in Längsrichtung zu
beiden Seiten jeweils die mittlere Holzlage 11 in Querrichtung, eine äußere Holzlage
14 in Querrichtung, eine äußere Holzlage 12 in Längsrichtung und eine Decklage 15
als äußere Holzlage in Längsrichtung. Diese Furnierfolge ist verleimt.
[0033] Die Holzlagen 10 bis 15 können als Sperrholzformpressteile aus Buche hergestellt
sein. Die Formholzschalen 1 sind vorzugsweise mit einem Vollpolster überzogen, wobei
der Durchbruch 7 als Freiraum verbleibt, während der Querschlitz 8 überpolstert wird
zur Anpassung an den Sitzcomfort.
[0034] Die Sitzschale mit der Formholzschale 1 kann als Bestandteil eines Stuhls oder einer
Bank vorgesehen sein, wobei bei einer Bank eine Anzahl Sitzschalen an einem gemeinsamen
Gestellrahmen befestigt sein kann, wie in Fig. 11 dargestellt. Fig. 11 zeigt Sitzschalen
als Sitze 17, 18 an einer Bank 16, wobei der Sitz 17 einen umpolsterten Ausschnitt
20 aufweist.
[0035] Die Befestigung der einzelnen Sitzschalen an dem Gestellrahmen kann in Form eines
Freischwingers erfolgen, um einen federnden Gestellrahmen bereitzustellen. Derartige
Sitzschalen finden vorzugsweise in Wartebereichen beispielsweise von Flughäfen, Bahnhöfen,
öffentlichen Gebäuden und dergleichen Verwendung, wobei die Anzahl der Sitzplätze
wählbar ist. Entsprechend ihrem Verwendungszweck sind derartige Sitzschalen stabil
auszuführen, insbesondere auch deshalb, da die Sitze regelmäßig auch als Schlafstätte
oder als Ablage für Gepäck zweckentfremdet und hierdurch erheblich belastet werden.
Der vorgesehene Ausschnitt 6, insbesondere in der Ausbildung als Durchbruch, kann
den gewünschten Erfolg bringen, eine Ablage zu vermeiden.
[0036] Schließlich finden solche Sitzschalen auch in repräsentativen Bereichen Verwendung,
wo ein ansprechendes Design gefordert ist. Auch hier ist es vorteilhaft, einen unerwünschten
Gebrauch der Sitzschale zu verhindern, und zwar bei ausreichender Stabilität, so dass
kein aufwendiger Tragrahmen erforderlich ist.
1. Sitzschale, umfassend eine einstückige Formholzschale (1) mit einem Sitzteil (2) und
einem Rückenteil (3), die in ihrem Übergangsbereich (4) eine Biegung entlang einer
Biegeachse aufweist, die Formholzschale (1) einen Furnieraufbau aus mehreren aufeinander
geleimten Holzlagen (10, 11, 12, 13, 14, 15) aufweist, wobei vorn und hinten der Formholzschale
(1) jeweils eine Decklage (15) aus einer Holzlage in Längsrichtung angeordnet ist
und zwischen den Decklagen eine Anzahl mittlerer und äußerer Holzlagen (10, 11, 12,
13, 14, 15) in Längs- oder Querrichtung angeordnet ist, und die Formholzschale (1)
überpolstert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Formholzschale (1) einen querverlaufenden, durch randseitige Stege (5) begrenzten
Ausschnitt (6) in dem Übergangsbereich (4) und/oder dem Rückenteil (3) aufweist und
der Furnieraufbau mindestens neun Holzlagen (10, 11, 12, 13, 14, 15) umfasst mit mindestens
zwei mittleren Holzlagen (11) in Querrichtung, zwischen denen mindestens eine mittlere
Holzlage (10) in Längsrichtung angeordnet ist, und die mindestens zwei mittleren Holzlagen
(11) in Querrichtung eine größere Stärke besitzen als äußere Holzlagen (14) in Querrichtung.
2. Sitzschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer mittleren Holzlage (11) in Querrichtung und einer äußeren Holzlage
(14) in Querrichtung mindestens zwei aufeinander geleimte äußere Holzlagen (12, 13)
in Längsrichtung liegen.
3. Sitzschale nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Decklagen (15) jeweils mindestens zwei aufeinander geleimte Holzlagen
in Längsrichtung umfassen.
4. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt (6) für eine durchgehende Überpolsterung der Schale abdeckend überpolstert
oder als Freiraum einer Überpolsterung der Schale freistehend umpolstert ist.
5. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt (6) von einem Doppel-T-Träger-förmigen Querschlitz (8) gebildet ist.
6. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt (6) als Durchbruch ausgebildet ist.
7. Sitzschale nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt (6) rechteckförmig ausgebildet ist mit einer Länge, die 50 bis 70
% der Schalenbreite im Bereich des Ausschnitts (6) beträgt.
8. Sitzschale nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschnitt (6) eine Breite aufweist, die 20 bis 40% der Länge beträgt.
9. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverlauf einer Holzlage (10, 12, 13, 15) in Längsrichtung jeweils parallel
zur Sitzschalenspiegelebene verläuft und der Faserverlauf einer Holzlage in Querrichtung
(11, 14) jeweils quer zur Sitzschalenspiegelebene verläuft für ein kreuzweises Verleimen.
10. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der mittleren Holzlagen (11) in Querrichtung bei 1,4 bis 1,8 mm liegt,
während die Stärke der mittleren Holzlage (10) in Längsrichtung bei 1,0 bis 1,3 mm
liegt.
11. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eine mittlere Holzlage (10) in Längsrichtung doppellagig ausgebildet ist.
12. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke von äußeren Holzlagen (14) in Querrichtung und von äußeren Holzlagen (12,
13, 15) in Längsrichtung im Bereich von 1,0 bis 1,3 mm liegt.
13. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke von äußeren Holzlagen (12, 13, 15) in Längsrichtung gleich den Stärken
von äußeren Holzlagen (14) in Querrichtung ist.
14. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärken der inneren (10) und äußeren Holzlagen (12, 13, 15) in Längsrichtung
gleich ausgebildet sind.
15. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstärkung textile Gebilde aus Kunststofffasern zwischen Holzlagen (10, 11,
12, 13, 14, 15) eingelegt sind.
16. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung von Holzlagen (11, 12, 13, 14, 15) beidseitig spiegelbildlich symmetrisch
zur mindestens einen mittleren Holzlage (10) in Längsrichtung vorgesehen ist.
17. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stärke(n) einer oder mehrerer der Holzlagen (10, 11, 12, 13, 14, 15) in
Richtung oberem und/oder unterem Rand der Sitzschale gegenüber dem Übergangsbereich
(4) reduziert.
18. Sitzschale nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzschale Bestandteil eines Stuhls oder einer Bank ist.
19. Sitzbank mit mehreren Sitzschalen nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl Sitzschalen an einem gemeinsamen Gestellrahmen befestigt ist.
20. Sitzbank nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der einzelnen Sitzschalen an dem Gestellrahmen in Form eines Freischwingers
erfolgt.