[0001] Die Erfindung betrifft eine Bedienvorrichtung für einen Schlauchheber mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie einen Schlauchheber, der mit einer solchen
Bedienvorrichtung ausgestattet ist.
[0002] Schlauchheber sind Unterdruck-Handhabungsvorrichtungen mit welchen Lasten mit Hilfe
von Unterdruck gegriffen, angehoben und gegebenenfalls verlagert und wieder abgesetzt
werden können. Die Hubkraft wird mittels eines Hubschlauchs ausgeübt, d.h. mittels
eines entlang seiner Längserstreckung reversibel längbaren und verkürzbaren, in der
Regel faltenbalgartig ausgebildeten Schlauchs, der durch Beaufschlagung seines Schlauchinnenraums
mit Unterdruck verkürzbar und durch Abbau des in ihm herrschenden Unterdrucks wieder
verlängerbar ist. An einem Ende des Hubschlauchs ist in der Regel eine Sauggreifvorrichtung
angeschlossen. Der für die Sauggreifvorrichtung erforderliche Unterdruck wird in der
Regel durch den im Hubschlauch herrschenden Unterdruck bereitgestellt. Zum Anheben
eines Gegenstands wird die Sauggreifvorrichtung des Schlauchhebers auf den anzusaugenden
und anzuhebenden Gegenstand abgesenkt und aufgesetzt. Wird nun Unterdruck bis zu der
Sauggreifvorrichtung bereitgestellt, wird der Gegenstand dort angesaugt.
[0003] Um den Saugreifer bzw. den Hubschlauch zu bedienen, insbesondere um den im Hubschlauch
herrschenden Unterdruck einzustellen und bei Bedarf durch kontrolliertes Zuströmen
von Umgebungsluft abzubauen, ist die Bedienvorrichtung mit ihrer Ventileinrichtung
vorgesehen. Mittels der Bedienvorrichtung wird in der Regel auch der Unterdruck-Zustand
in der Sauggreifvorrichtung des Schlauchhebers gesteuert. Ein zu handhabender Gegenstand
kann so angesaugt und angehoben bzw. von der Sauggreifvorrichtung wieder abgelöst
werden.
[0004] Die
DE 10 2008 028 205 C5 zeigt eine gattungsgemäße Bedienvorrichtung für Schlauchheber mit einem Handgriff,
welcher einen einhändig betätigbaren Abzug nach Art eines Pistolendrückers aufweist.
Bei Betätigung des Abzugs wird zunächst ein Steuerventil geöffnet, durch welches ein
Zustrom von Umgebungsluft in den Hubschlauch gesteuert wird. Bei weiterer Betätigung
über einen Druckpunkt hinaus wird eine weitere Belüftungseinrichtung geöffnet, welche
einen Zustrom von Umgebungsluft in ein Verbindungsrohr zu der Sauggreifvorrichtung
zulässt. Durch diese zusätzliche Belüftung der Sauggreifvorrichtung wird ein intendiertes
Ablösen des Werkstücks von der Sauggreifvorrichtung erreicht.
[0005] Derartige Bedienvorrichtungen ermöglichen eine intuitive Bedienung, da bei Betätigung
des Bedienelements zunächst der Hubschlauch belüftet wird und dadurch ein Verlängern
des Hubschlauchs unter Wirkung der Gewichtskraft der angesaugten Last eingeleitet
und die Sauggreifvorrichtung nebst angesaugtem Gegenstand abgesenkt wird. Erst danach,
bei weiterem "Durchdrücken" des Bedienelements erfolgt eine vollständige Belüftung
der Sauggreifvorrichtung, die ein Ablösen des angesaugten Gegenstands ermöglicht.
Insofern wird die Last automatisch abgesenkt, bevor sie abgelöst wird.
[0006] Bei der vorstehend beschriebenen Bedienung bekannter Saugheber muss die Bedienperson
sich bücken bzw. Höhenunterschiede durch ihre Körperhaltung ausgleichen. Insbesondere
müssen die Hände und Arme der Bedienperson die Lageänderung der Bedienvorrichtung
über den kompletten Hub des Schlauchhebers mitgehen, und zwar beim Anheben wie auch
beim Absenken und Absetzen eines zu handhabenden Gegenstands. Dadurch ergibt sich
eine hohe Belastung der Bedienperson. Insbesondere erweist sich die Handhabung von
Gegenständen auf hohen Stapeln problematisch, da eine Bedienperson dann mit ungünstiger
Körperhaltung arbeiten muss. Außerdem kann hierdurch die Bedienung unpräzise werden,
wodurch die Bediensicherheit beeinträchtigt wird. Durch unkontrollierte Lageänderungen
der Bedienvorrichtung oder durch unbeabsichtigtes schnelles Belüften können die manipulierten
Objekte und/oder die Bedienperson gefährdet werden. Wenn beispielsweise ausgehend
von einer gebückten oder gebeugten Haltung der Bedienperson ein Bedienungsfehler zum
nicht intendierten raschen nach-oben-Fahren der Sauggreifvorrichtung und der mit ihr
gekoppelten Bedienvorrichtung führt, so geht hiermit eine Gefährdung der Bedienperson
einher.
[0007] US 9,061,868 B1 zeigt eine nicht gattungsgemäße Hebevorrichtung mit einem ovalen Bügelelement mit
zwei ungefähr vertikal erstreckten Stangen.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bedienbarkeit von Schlauchhebern
für eine Bedienperson komfortabler zu gestalten und die damit einhergehenden körperlichen
Belastungen der Bedienperson zu minimieren.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einer Bedienvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das manuell betätigbare Bedienelement als manuell umgreifbare
und drehbare Stange ausgebildet ist, die in einer Bediensituation im Wesentlichen
vertikal erstreckt ist und beim Anheben oder Absenken der Sauggreifvorrichtung durch
die Hand der Bedienperson gleiten kann.
[0010] Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag ist die Bedienvorrichtung unabhängig von einer
Größe oder Körperhaltung der Bedienperson bedienbar. Bei hinreichender Längenerstreckung
der manuell drehbaren Stange braucht daher die Körperposition der Bedienperson beim
Absenken und Anheben der Sauggreifvorrichtung nicht verändert zu werden. Eine ungreifbare
Länge der drehbaren Stange beträgt beispielsweise wenigstens 30 cm, insbesondere wenigstens
50 cm, insbesondere wenigstens 70 cm und insbesondere höchstens 250 cm, insbesondere
höchstens 200 cm, insbesondere höchstens 150 cm weiter insbesondere höchstens 100
cm. Die Bedienperson lässt dabei die Stange beim Heben und Senken durch ihre die Stange
umgreifende Hand gleiten. Im Ergebnis muss sich die Bedienperson beim Aufnehmen oder
Absetzen eines anzuhebenden Gegenstands nicht bücken oder in die Knie gehen, sondern
sie lässt die Stange und mit ihr die Bedienvorrichtung durch ihre Hand gleiten, was
als einen großen Komfortgewinn anzusehen ist. Die schließt aber nicht aus, dass die
Stange eine Konturierung aufweisen kann, um die manuelle Greifbarkeit zu erhöhen.
Außerdem wird mit der Erfindung die Betriebssicherheit erhöht, weil sich die Bedienperson
auf die Steuerung der Bedienvorrichtung konzentrieren kann und sich nicht zusätzlich
mit der Veränderung ihrer Körperhaltung in Anpassung an die momentane Hubhöhe der
Bedienvorrichtung befassen muss. Dessen ungeachtet besteht nicht mehr die Gefahr,
dass sich die Bedienperson mit ihrem Oberkörper und insbesondere mit ihrem Kopf der
nach unten absenkenden Bedienvorrichtung oder der Sauggreifvorrichtung nähert und
dabei der Gefahr ausgesetzt ist, von der unbeabsichtigt rasch nach oben fahrenden
Vorrichtung erfasst zu werden.
[0011] Eine unbeabsichtigte Verdrehung der Stange bei der erfindungsgemäßen Lösung ist eher
unwahrscheinlich. Bei der eingangs genannten bekannten Lösung mit einer Drückerbetätigung
des Abzugs besteht hingegen ein gewisses Risiko, dass durch zu weitgehende Drückerbetätigung
und damit einhergehend durch eine schnelle Belüftung die Sauggreifvorrichtung und
die gehaltene Last zu schnell abgesenkt werden. Es kann auch nicht ausgeschlossen
werden, dass im Extremfall durch vollständiges Betätigen des Abzugs die Last ungewollt
losgelassen wird. Insbesondere, wenn eine Last in großer Höhe gehalten wurde, kann
es zu Beschädigung der Last oder zu Verletzungen der Bedienperson oder von umstehenden
Personen kommen. Diese Gefahr ist bei der vorstehend beschriebenen Lösung nicht oder
in sehr viel geringerem Umfang gegeben, da ein Verdrehen der Stange eher nicht unkontrolliert
ausgeführt wird. Die erfindungsgemäße Lösung erhöht damit auch die Betriebssicherheit
der Bedienvorrichtung.
[0012] Es wäre weiter denkbar, dass die drehbare Stange längenverstellbar ist. Sie könnte
teleskopierbar ausgebildet sein, so dass sie entsprechend der Körpergröße oder der
zu verbringenden Gegenstände auf eine für die betreffende Bedienperson optimale Länge
längenverstellbar ist. Es sei an dieser Stelle auch darauf hingewiesen, dass neben
der drehbaren Stange vorzugsweise und zweckmäßigerweise eine weitere manuell umgreifbare
Stange zum Ergreifen mit der anderen Hand der Bedienperson vorgesehen ist. Diese weitere
manuell umgreifbare Stange dient hierbei der Führung der Bedienvorrichtung bzw. der
Sauggreifvorrichtung mit einem daran angesaugten Gegenstand; sie ist daher typischerweise
und vorzugsweise nicht drehbar.
[0013] Im Hinblick auf die vorstehend geschilderte Stoßrichtung der vorliegenden Erfindung
erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Bedienvorrichtung zwischen einem unteren
Ende des Hubschlauchs und einem oberen Ende der Sauggreifvorrichtung angeordnet ist
und sich die Stange vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur Erstreckung des Hubschlauchs
erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich die drehbare Stange und die gegebenenfalls
weiter vorgesehene umgreifbare Stange über vorzugsweise die gesamte vertikale Erstreckung
der Bedienvorrichtung, wobei der Sauganschluss nach unten und der Hubschlauchanschluss
nach oben von der Erstreckung der Stange vorzugsweise ausgenommen sind, was aber ebenfalls
nicht zwingend ist.
[0014] Nach einem weiteren Gedanken betreffend die Anordnung der Komponenten der Bedienvorrichtung
wird weiter vorgeschlagen, dass die Bedienvorrichtung ein zentral angeordnetes und
in der Bediensituation im Wesentlichen vertikal erstrecktes Saugrohr umfasst und sich
die drehbare Stange parallel zu dem Saugrohr erstreckt. Entsprechendes gilt für die
gegebenenfalls vorgesehene weitere manuell umgreifbare Stange.
[0015] Die Bedienung des Schlauchhebers insgesamt wäre vom Grundsatz her durch Vorsehung
eines einzigen Belüftungsventils denkbar, wenn dessen Öffnungsquerschnitt hinreichend
groß und vorzugsweise stufenlos verstellbar ist. Indessen erweist es sich als vorteilhaft,
wenn zum Absetzen eines anzusaugenden Gegenstands die Ventilvorrichtung ein Belüftungsventil
umfasst, das in eine Haltestellung und in eine Belüftungsstellung bringbar ist, wobei
in der Belüftungsstellung ein Strömungsweg zwischen der Umgebung und dem Sauganschluss
und/oder ein Strömungsweg zwischen der Umgebung und dem Hubschlauchanschluss freigegeben
ist und wobei in der Haltestellung dieser Strömungsweg im Wesentlichen verschlossen
ist. Auf diese Weise kann durch gezielte Betätigung dieses Belüftungsventils ein angesaugter
Gegenstand abgelöst werden.
[0016] Es wird weiter vorgeschlagen, die Bedienvorrichtung derart auszubilden, dass bei
Betätigung der Bedienvorrichtung durch manuelle Verdrehung der Stange ausgehend von
einer Neutrallage in Richtung auf eine Endlage zunächst das Steuerventil aus der Schließstellung
in Richtung der Öffnungsstellung verstellt wird. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass die Bedienperson durch eine einzige Stellmaßnahme, nämlich durch manuelles Verdrehen
der Stange zunächst, eine einzige Funktion ansteuert, nämlich die Verstellung des
Steuerventils.
[0017] Für den Fall, dass neben dem Steuerventil zusätzlich das vorstehend erwähnte Belüftungsventil
zum Absetzen eines angesaugten Gegenstands vorgesehen ist, so erweist es sich als
vorteilhaft, dass durch manuelle Verdrehung der Stange ausgehend von der Neutrallage
in Richtung auf die Endlage die Stange gegen eine vorzugsweise als Druckpunkt ausgebildete
Zwischenstellung anläuft und dass diese Zwischenstellung durch Weiterdrehen der Stange
überwindbar ist und dadurch das Belüftungsventil aus der Haltestellung in Richtung
auf die Belüftungsstellung verstellt wird. Diese vorzugsweise als Druckpunkt ausgebildete
Zwischenstellung kann mittels des spürbaren Druckpunkts oder auch in anderer Weise,
beispielsweise mittels einer spürbaren Rastung, an die Bedienperson taktil oder in
anderer Weise vermittelt werden. Wenn die Bedienperson in dieser Situation einen Gegenstand
absetzen möchte, so wird sie die Stange weiterdrehen, um das Belüftungsventil in seine
Belüftungsstellung zu verstellen.
[0018] Weiter kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Ventilvorrichtung ein Sperrorgan
umfasst, das zwischen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung verstellbar ist,
wobei in der Sperrstellung ein Strömungsweg zwischen dem Hubschlauchanschluss und
dem Sauganschluss im Wesentlichen abgesperrt ist und in der Freigabestellung freigegeben
ist. Mittels eines solchen Sperrorgans kann beim Absetzen einer Last verhindert werden,
dass der gesamte Hubschlauch belüftet wird und die unterdruckerzeugende Vorrichtung
bzw. ein unterdruckführendes und verteilendes Leitungssystem mit großen Massenströmen
belastet wird, welche möglicherweise anderenorts die Aufrechterhaltung eines zum Betrieb
erforderlichen Unterdrucks gefährden. In Weiterbildung dieses Gedankens erweist es
sich als vorteilhat, dass das Sperrorgan ebenfalls durch Verdrehen der Stange betätigbar
ist.
[0019] Es wird weiter vorgeschlagen, dass das Sperrorgan und das Belüftungsventil derart
und vorzugsweise mechanisch miteinander zwangsgekoppelt sind, dass beim Verbringen
des Belüftungsventils in die Belüftungsstellung das Sperrorgan in Richtung auf seine
Sperrstellung verstellt wird, sodass der Strömungsweg zwischen Hubschlauchanschluss
und Sauganschluss abgesperrt wird. Durch diese Zwangskopplung und derartige Ausbildung
und Einstellung der Komponenten des Belüftungsventils und des Sperrorgans wird dann
zwingend in korrekter Weise erreicht, dass beim Absetzen eines Gegenstands der Unterdruck
im Hubschlauch nicht wesentlich beeinflusst wird. Vielmehr hebt sich die Sauggreifvorrichtung
lediglich bis in eine zuvor einstellbare Gleichgewichtslage ohne Last.
[0020] Nach einem Ausführungsbeispiel wird vorgeschlagen, dass die drehbare Stange selbsthemmend
ausgebildet oder gelagert ist, so dass sie in einer momentanen Drehstellung im Wesentlichen
verbleibt, sich also bei Loslassen nicht selbsttätig in eine Neutrallage zurückbewegt.
Diese Ausbildung bringt den Vorteil mit sich, dass die Bedienvorrichtung insgesamt
noch besser gegen Fehlbedienung geschützt ist, und sie bedeutet einen weiteren Bedienkomfort,
nämlich wenn die Vorrichtung nach oben oder nach unten bewegt wird, also die Stange
durch die Hände des Benutzers gleitet. Er braucht dabei kein konstantes Drehmoment
auf die Stange auszuüben. Dadurch, dass die Stange in ihrer momentanen Drehstellung
verbleibt, nimmt der Saugheber insgesamt eine der Ventilbetätigung entsprechende Gleichgewichtslage
ein und verbleibt dort. Es wird so also eine ungewollte Dynamik, die zu weiteren Bedienungsfehlern
führen könnte, ausgeschlossen, und die Bedienperson hat genügend Zeit, die weitere
Betätigung willentlich zu planen und auszuüben.
[0021] Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel kann aber durchaus vorgesehen sein, dass
die drehbare Stange in Richtung einer Neutrallage vorgespannt ist, so dass sie sich
bei Loslassen selbsttätig in Richtung auf die Neutrallage zurückbewegt.
[0022] Weiter kann es sich als vorteilhaft erweisen, dass die Bedienvorrichtung einen ersten
in der Bediensituation oberen hubschlauchseitigen Gehäusekörper umfasst, welcher den
Hubschlauchanschluss bildet, und dass in oder an diesem oberen Gehäusekörper das Steuerventil
angeordnet ist. Die Vorsehung eines Gehäusekörpers erlaubt es, auch das Steuerventil
unterzubringen und die mit dem Steuerventil zusammenwirkenden Öffnungen zur Begrenzung
des Strömungswegs von der Umgebung zu dem Hubschlauchanschluss vorzusehen.
[0023] Weiter kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Bedienvorrichtung einen zweiten
in der Bediensituation unteren saugreifvorrichtungsseitigen Gehäusekörper umfasst,
welcher den Sauganschluss zur Verbindung mit der Sauggreifvorrichtung bildet und dass
in oder an diesem zweiten unteren Gehäusekörper das gegebenenfalls vorgesehene Belüftungsventil
und/oder das gegebenenfalls vorgesehene Sperrorgan angeordnet ist.
[0024] Weiter wird vorgeschlagen, dass zwischen dem ersten oberen Gehäusekörper und dem
zweiten unteren Gehäusekörper ein in der Bediensituation im Wesentlichen vertikal
erstrecktes Saugrohr erstreckt ist und parallel hierzu die drehbare Stange erstreckt
ist. Mittels dieses Saugrohrs kann dann eine Unterdruck- bzw. Strömungskommunikation
zwischen dem oberen Gehäusekörper und dem unteren Gehäusekörper realisiert werden
und zwischen beiden eine hinreichende Strecke zur Unterbringung der drehbaren Stange
realisiert werden. - Wie schon eingangs ausgeführt, kann es sich als vorteilhaft erweisen,
dass parallel zu der drehbaren Stange eine weitere manuell umgreifbare Stange vorgesehen
ist, derart dass sich ausgehend von einer beide Stangen mit je einer Hand umgreifenden
Bedienperson betrachtet das Saugrohr zwischen den beiden Stangen erstreckt.
[0025] Die vorausgehend genannten Ventile können vom Grundsatz her in beliebiger Weise ausgebildet
werden, solange ein hinreichender Strömungsquerschnitt freigegeben und verschlossen
werden kann und hinsichtlich des Steuerventils ein variabler Strömungsquerschnitt
gesteuert durch die Bedienperson eingestellt werden kann. Im Hinblick auf eine funktionssichere
und auf wirtschaftliche Weise herstellbare Ausführung erweist es sich als vorteilhaft,
wenn das Steuerventil eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene verschwenkbare
erste Ventilplatte umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren Stange verstellbar
ist.
[0026] Ebenso erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Belüftungsventil eine translatorisch
verschiebbare oder eine in ihrer Ebene verschwenkbare zweite Ventilplatte umfasst,
die durch Verdrehen der manuell drehbaren Stange verstellbar ist.
[0027] In entsprechender Weise erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Sperrorgan eine
translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene verschwenkbare dritte Ventilplatte
umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren Stange verstellbar ist.
[0028] Um durch Verdrehen der manuell drehbaren Stange eine Verstellung des Steuerventils
ausführen zu können, könnte im einfachsten Fall eine Ventilkomponente des Steuerventils,
beispielsweise eine Ventilplatte, drehfest mit der Stange ausgebildet oder drehfest
gekoppelt sein. Es kann sich aber auch als vorteilhaft erweisen, dass zwischen der
manuell drehbaren Stange und dem Steuerventil und/oder dem Belüftungsventil und/oder
dem Sperrorgan Getriebekomponenten angeordnet sind, welche einen mechanischen Riemen-
oder Zahntrieb oder einen schwenkbaren Vorsprung oder elektromechanische Getriebekomponenten
umfassen.
[0029] Insbesondere, wenn das Belüftungsventil und das Sperrorgan zwangsgekoppelt sind,
erweist es sich als vorteilhaft, wenn die zweite und die dritte Ventilplatte eine
gemeinsame Schwenkachse haben, um die sie mittels der manuell drehbaren Stange verschwenkbar
sind, wobei die gemeinsame Schwenkachse vorzugsweise parallel zu der manuell drehbaren
Stange verläuft. Auf diese Weise kann eine einfach herstellbare und betriebssichere
Verstellung dieser beiden Ventilplatten realisiert werden.
[0030] Es erweist sich weiter als vorteilhaft, wenn die zweite und die dritte Ventilplatte
voneinander orthogonal zu ihrer jeweiligen Plattenebene beabstandet sind. Sie können
in diesem Fall mit derselben Drehachse oder -welle drehfest verbunden sein und zwischen
sich ein Volumen begrenzen, welches mit großem Strömungsquerschnitt zum Reduzieren
des Unterdrucks, insbesondere beim Absetzen eines angesaugten Gegenstands genutzt
werden kann.
[0031] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Belüftungsventil innerhalb eines
atmosphärenoffenen jedoch gegen den Strömungspfad innerhalb der Sauggreifvorrichtung
und der Bedienvorrichtung abgedichteten Gehäusekörpers aufgenommen ist. Dieser Gehäusekörper
kann innerhalb des unteren Gehäusekörpers vorgesehen sein.
[0032] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Schlauchheber mit einer erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung.
[0033] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung.
[0034] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung
für einen Schlauchheber mit einer manuell drehbaren Stange als Bedienelement;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Bedienvorrichtung nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Längsschnittansicht der Vorrichtung nach Figur 1;
- Figuren 4a bis c
- in jeweils schematischer Darstellung verschiedene Bedienstellungen der Bedienvorrichtung;
und
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung der drehbaren Stange mit Ventilkomponenten.
[0035] Die Figuren zeigen eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnete erfindungsgemäß
ausgebildete Bedienvorrichtung für einen Schlauchheber, der im Übrigen einen Hubschlauch
4 mit einem mit Unterdruck beaufschlagbaren Schlauchinnenraum 6 und eine Sauggreifvorrichtung
8 zum Ansaugen, Heben, Verbringen und Wiederabsetzen eines Gegenstands aufweist. Die
Bedienvorrichtung 2 umfasst einen Hubschlauchanschluss 10 für den Hubschlauch 4 und
einen Sauganschluss 12 für die Sauggreifvorrichtung 8. Weiter umfasst die Bedienvorrichtung
2 noch näher zu erläuternde Ventileinrichtungen 14, 16, 18 und ein manuell betätigbares
Bedienelement 20.
[0036] Erfindungsgemäß ist dieses Bedienelement 20 als manuell umgreifbare und manuell drehbare
Stange 22 ausgebildet, die in einer Bediensituation beim Anheben oder Absenken der
Sauggreifvorrichtung durch die Hand der Bedienperson gleiten kann.
[0037] Die Bedienvorrichtung 2 umfasst eine in der Bediensituation obere Montageplatte 24
und eine untere Montageplatte 26, zwischen denen das Bedienelement 20 in Form der
drehbaren Stange 22 angeordnet ist. Die Stange 22 ist also drehbar bezüglich der Montageplatten
24, 26 gelagert. Je länger die drehbare Stange 22 ausgebildet ist, desto entsprechend
größer ist der vertikale Abstand der Montageplatten 24, 26 voneinander. Man erkennt
aus den Figuren, dass eine zweite Stange 28 parallel zu der drehbaren Stange 22 zwischen
den Montageplatten 24, 26 angeordnet ist. Diese zweite Stange 28 ist vorzugsweise
nicht drehbar. Sie dient nur zum Unterstützen und Ergreifen und Führen der Bedienvorrichtung
2. Zwischen den beiden Montageplatten 24, 26 erstreckt sich weiter mittig und im Wesentlichen
in vertikaler Richtung ein Saugrohr 30, welches einen Strömungspfad zur Unterdruckkommunikation
zwischen dem Hubschlauch 4 und der Sauggreifvorrichtung 8 auf noch zu erläuternde
Weise bereitstellt.
[0038] Weiter ist auf der oberen Montageplatte 24 bei dieser beispielhaft dargestellten
Ausführungsform ein erster Gehäusekörper 32 und auf der unteren Montageplatte 26 ein
zweiter Gehäusekörper 34 vorgesehen. Die Gehäusekörper 32, 34 dienen zur Begrenzung
eines Strömungspfads und zur Aufnahme oder Halterung der noch im Einzelnen zu beschreibenden
Ventileinrichtungen 14 bis 18.
[0039] Die drehbare Stange 22, die in Figur 5 losgelöst von weiteren Gehäusekomponenten
dargestellt ist, erstreckt sich im beispielhaft dargestellten Fall durch die obere
Montageplatte 24 hindurch in ein angebautes Gehäuse 36 der Ventileinrichtung 14 hinein.
Diese Ventileinrichtung 14 bildet ein Steuerventil 38 der Bedienvorrichtung. Das Steuerventil
38 umfasst eine verschwenkbare erste Ventilplatte 40, die drehfest und orthogonal
zur Längserstreckung der drehbaren Stange 20 an dieser angebracht ist, was am besten
aus Figur 5 ersichtlich ist. Die erste Ventilplatte 40 umfasst beispielhaft zwei Öffnungen
42, die in eine fluchtende Stellung mit einer Einströmöffnung 44 in dem angebauten
Gehäuse 36 bringbar sind. Die Öffnungen 42 sind so ausgebildet, dass der Strömungsquerschnitt
vorzugsweise stufenlos von Null bis zu einem maximalen Wert verstellbar ist. Hierdurch
kann der im Schlauchinnenraum 6 herrschende Unterdruck durch Verdrehen der Stange
22 zwischen einer Schließstellung des Steuerventils 38 und einer Öffnungsstellung
stufenlos verstellt werden. Bei der hier dargestellten beispielhaften Ausführungsform
muss die Stange 22 hierfür ausgehend von einer Neutralstellung von 0 bis 90° verdreht
werden.
[0040] Figur 4a zeigt das Steuerventil 38 in Schließstellung, so dass sich der durch Pfeile
46 angedeutete Strömungspfad bei anliegendem Unterdruck ergibt und ein zu hebender
Gegenstand angesaugt werden kann. Würde in dem in Figur 4a dargestellten Zustand ein
Gegenstand an der Sauggreifvorrichtung 8 unten angesaugt sein, so würde der Hubschlauch
4 kontrahieren und die Bedienvorrichtung 2 samt dem angesaugten Gegenstand nach oben
angehoben werden. Wird hiervon ausgehend das Steuerventil 38 durch Verdrehen der Stange
22 zunehmend geöffnet, wie dies in Figur 4b dargestellt ist, so strömt Luft aus der
Umgebung durch das Steuerventil 38 hindurch(Pfeil 48) in das Innere des oberen Gehäusekörpers
10 und in den Hubschlauch 4. Der dort herrschende Unterdruck wird je nach Ventilstellung
zunehmend verringert, was zur Folge hat, dass der Hubschlauch 4 sich wieder längt
und die Bedienvorrichtung 2 und ein daran angesaugter Gegenstand nach unten abgesenkt
werden kann. Hierbei nimmt der Schlauchheber samt angesaugtem Gegenstand bei einem
gegebenen Öffnungsquerschnitt des Steuerventils 38 eine dementsprechende Gleichgewichtssituation
ein, d.h. eine dementsprechende Hubhöhe ein. Wenn die drehbare Stange 22 selbsthemmend
ausgebildet ist, also nicht in Richtung auf eine Endstellung vorgespannt ist, so kann
die Bedienperson die drehbare Stange loslassen, ohne dass die Bedienvorrichtung 2
bzw. der Schlauchheber insgesamt eine eingenommene Gleichgewichtsstellung verlässt.
[0041] Wenn die Bedienperson schließlich zum vollständigen Absetzen des angesaugten Gegenstands
die Stange weiter bis, hier beispielhaft 90°, verdreht, so wird diese Position (90°)
vorzugsweise über einen nicht dargestellten Druckpunktmechanismus, an die Bedienperson
vermittelt. Wenn die Bedienperson daraufhin den angesaugten Gegenstand willentlich
ablösen möchte, so dreht sie die Stange 22 über diesen Druckpunkt hinaus weiter. Dies
führt dazu, dass die erste Ventilplatte 40 die Einströmöffnung 44 des Steuerventils
vollständig freigibt (s. Figur 4c) und ferner die weiteren Ventileinrichtungen 16,
18 bedient werden, was nachfolgend beschrieben wird:
[0042] Die Ventileinrichtung 16 umfasst oder bildet vorliegend ein Belüftungsventil 60 mit
einer zweiten Ventilplatte 61, welches in eine Haltestellung und in eine Belüftungsstellung
bringbar ist. In der in Figuren 4a und 4b dargestellten Haltestellung ist ein Strömungsweg
62 zwischen der Umgebung und dem Sauganschluss 12 für die Sauggreifvorrichtung 8 verschlossen,
so dass der Strömungspfad den in den Figuren 4a, 4b durch die Pfeile 46 dargestellten
Verlauf nehmen kann. Wird das Belüftungsventil 60 in seine Belüftungsstellung gebracht
(Figur 4c), so ist der Strömungsweg 62 frei und der Sauganschluss 12 wird gewissermaßen
von innen (Pfeil 64) belüftet, so dass der Unterdruck dort zusammenbricht und ein
angesaugter Gegenstand abgelöst werden kann. Hierfür ist das Belüftungsventil 60 innerhalb
eines atmosphärenoffenen, jedoch gegen den Sauganschluss 10 abgedichteten Gehäusekörper
aufgenommen, der in den größeren unteren Gehäusekörper 34 eingesetzt ist.
[0043] Außerdem ist in dem unteren Gehäusekörper 34 ein Sperrorgan 70 mit einer dritten
Ventilplatte 72 vorgesehen, welches zwischen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung
verstellbar ist. In der Freigabestellung gibt es den Strömungspfad zwischen dem unteren
Gehäusekörper 34 und dem Saugrohr 30 frei; in der Sperrstellung (Figur 4c) wird dieser
Strömungspfad im Wesentlichen abgesperrt. Dies hat den Sinn, dass bei Belüften der
Sauggreifvorrichtung 8 das Innere des Hubschlauchs 4 hiergegen im Wesentlichen strömungsdicht
abgeschlossen werden kann, damit der Unterdruck im Hubschlauch 4 nicht schlagartig
zusammenbricht und sich ein großer Massenstrom einstellt, der durch die unterdruckerzeugenden
Einrichtungen aufgenommen werden muss.
[0044] Nach der hier dargestellten vorteilhaften Ausführungsform wird das Belüftungsventil
60 und auch das Sperrorgan 70, wie schon erwähnt, durch die drehbare Stange 22 angesteuert,
nämlich dann, wenn die Stange, ausgehend von ihrer Neutralstellung, weiter als 90°,
insbesondere bis 100°, verdreht wird. Hierfür sind zwischen der drehbaren Stange 22
und dem Belüftungsventil 60 bzw. dem Sperrorgan 70 beispielhaft mechanische Getriebekomponenten
76 vorgesehen, die beispielhaft sehr einfach ausgebildet sind. Bei der drehbaren Stange
22 ist ein nach radial außen vorstehender Vorsprung in Form eines Bolzens 78 vorgesehen,
der beim Verdrehen der Stange 22 mitverschwenkt wird. Wird die Stange 22, hier beispielhaft
ausgehend von einer Neutralstellung, um mehr als 90° verschwenkt, so schlägt der Bolzen
78 gegen ein Mitnehmerelement 80 der zweiten Ventilplatte 61 des Belüftungsventils
60 an. Diese zweite Ventilplatte ist schwenkbar um eine zur Stange 22 parallele Achse
82 gelagert. Durch Verschwenken der zweiten Ventilplatte 61 wird der Belüftungsquerschnitt,
wie in Figur 4c angedeutet, freigegeben und das Innere des unteren Gehäusekörpers
34 belüftet. Die Lagerung der zweiten Ventilplatte 61 erfolgt über eine Welle 84,
an der auch die dritte Ventilplatte 72 des Sperrorgans 70 drehfest angelenkt ist.
Auf diese Weise ist eine Zwangskopplung der zweiten Ventilplatte 61 des Belüftungsventils
60 und der dritten Ventilplatte 72 des Sperrorgans 70 erreicht, so dass beide gleichzeitig
betätigt werden. Vorzugsweise sind die Ventilplatten 61, 72 bzw. das Mitnehmerelement
80 derart vorgespannt, dass beim Zurückdrehen der Stange 22 das Belüftungsventil 60
seine geschlossene Haltestellung und das Sperrorgan 70 seine Freigabestellung einnimmt.
[0045] Als zur Erfindung gehörig werden die nachfolgenden Gegenstände betrachtet, die in
Form von "clauses" angegeben sind:
- 1. Bedienvorrichtung (2) für einen Schlauchheber, der einen Hubschlauch (4) umfasst,
welcher einen Schlauchinnenraum (6) aufweist und durch Beaufschlagung des Schlauchinnenraums
(6) mit Unterdruck verkürzbar ist, und mit einer an einem Ende des Hubschlauchs (4)
angeordneten Sauggreifvorrichtung (8), welche durch den Schlauchinnenraum (6) hindurch
mit Unterdruck versorgbar ist,
wobei die Bedienvorrichtung (2) einen Sauganschluss (12) zur Strömungsverbindung mit
der Sauggreifvorrichtung (8), einen Hubschlauchanschluss (10) zur Strömungsverbindung
mit dem Schlauchinnenraum (6) des Hubschlauchs (4) sowie eine Ventileinrichtung (14,
16, 18) zur Steuerung von Strömungsverbindungen aufweist,
wobei die Ventileinrichtung (14) ein Steuerventil (38) umfasst, das zwischen einer
Schließstellung und einer Öffnungsstellung verstellbar ist, wobei in Öffnungsstellung
ein Strömungsweg von der Umgebung zu dem Hubschlauchanschluss (10) freigegeben ist
und in Schließstellung dieser Strömungsweg im Wesentlichen verschlossen ist;
und wobei ein Steuermechanismus zur Verstellung des Steuerventils (38) vorgesehen
ist mit einem manuell betätigbaren Bedienelement (20),
wobei das manuell betätigbare Bedienelement (20) als manuell umgreifbare und manuell
drehbare Stange (22) ausgebildet ist, die in einer Bediensituation beim Anheben oder
Absenken der Sauggreifvorrichtung (8) durch die Hand der Bedienperson gleiten kann.
- 2. Bedienvorrichtung nach clause 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Stange
(22) in der Bediensituation im Wesentlichen vertikal erstreckt ist.
- 3. Bedienvorrichtung nach clause 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare
Stange (22) längenverstellbar ist.
- 4. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die drehbare Stange (22) in oder an einer Montageplatte (24,26) drehbar gelagert
ist, wobei vorzugsweise zwei voneinander beabstandete Montageplatten (24,26) vorgesehen
sind und die drehbare Stange (22) solchenfalls in oder an beiden Montageplatten drehbar
gelagert ist.
- 5. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zu der drehbaren Stange (22) eine weitere manuell umgreifbare Stange
(28) vorgesehen ist.
- 6. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bedienvorrichtung (2) zwischen einem unteren Ende des Hubschlauchs (4) und
einem oberen Ende der Sauggreifvorrichtung (8) angeordnet ist und dass sich die Stange
(22) im Wesentlichen parallel zur Erstreckung des Hubschlauchs erstreckt.
- 7. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bedienvorrichtung (2) ein zentral angeordnetes und in der Bediensituation
im Wesentlichen vertikal erstrecktes Saugrohr (30) umfasst und dass sich die drehbare
Stange (22) parallel zu dem Saugrohr (30) erstreckt.
- 8. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventileinrichtung (16) ein Belüftungsventil (60) umfasst, das in eine Haltestellung
und in eine Belüftungsstellung bringbar ist, wobei in der Belüftungsstellung ein Strömungsweg
(62) zwischen der Umgebung und dem Sauganschluss (12) und/oder ein Strömungsweg zwischen
der Umgebung und dem Hubschlauchanschluss freigegeben ist und wobei in der Haltestellung
dieser Strömungsweg (62) im Wesentlichen verschlossen ist.
- 9. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass bei Betätigung der Bedienvorrichtung (2) durch manuelle Verdrehung der Stange
(22) ausgehend von einer Neutrallage in Richtung auf eine Endlage zunächst das Steuerventil
(38) aus der Schließstellung in Richtung der Öffnungsstellung verstellt wird.
- 10. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass durch manuelle Verdrehung der Stange (22) ausgehend von der Neutrallage in Richtung
auf die Endlage die Stange (22) gegen eine vorzugsweise als Druckpunkt ausgebildete
Zwischenstellung anläuft und dass diese Zwischenstellung durch Weiterdrehen der Stange
(22) überwindbar ist.
- 11. Bedienvorrichtung nach clause 10, dadurch gekennzeichnet, dass beim Weiterdrehen
der Stange über die Zwischenstellung hinaus das Belüftungsventil (60) aus der Haltestellung
in Richtung auf die Belüftungsstellung verstellt wird.
- 12. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilvorrichtung (18) ein Sperrorgan (70) umfasst, das zwischen einer Sperrstellung
und einer Freigabestellung verstellbar ist, wobei in der Sperrstellung ein Strömungsweg
zwischen dem Hubschlauchanschluss (10) und dem Sauganschluss (12) im Wesentlichen
abgesperrt ist und in der Freigabestellung freigegeben ist,
- 13. Bedienvorrichtung nach clause 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan
(70) ebenfalls durch Verdrehen der Stange (22) betätigbar ist,
- 14. Bedienvorrichtung nach clause 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan
(70) und das Belüftungsventil (60) derart und vorzugsweise mechanisch miteinander
zwangsgekoppelt sind, dass beim Verbringen des Belüftungsventils (60) in die Belüftungsstellung
das Sperrorgan (70) in Richtung auf seine Sperrstellung verstellt wird, sodass der
Strömungsweg zwischen Hubschlauchanschluss (10) und Sauganschluss (12) abgesperrt
wird.
- 15. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die drehbare Stange (22) selbsthemmend ausgebildet oder gelagert ist, so dass
sie in einer momentanen Drehstellung im Wesentlichen verbleibt, sich also bei Loslassen
nicht selbsttätig in eine Neutrallage zurückbewegt.
- 16. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der clauses 1-14, dadurch gekennzeichnet,
dass die drehbare Stange (22) in Richtung einer Neutrallage vorgespannt ist, so dass
sie sich bei Loslassen selbsttätig in Richtung auf die Neutrallage zurückbewegt.
- 17. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Bedienvorrichtung (2) einen ersten in der Bediensituation
oberen hubschlauchseitigen Gehäusekörper (32) umfasst, welcher den Hubschlauchanschluss
(10) bildet, und dass in oder an diesem oberen Gehäusekörper (32) das Steuerventil
(38) angeordnet ist.
- 18. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bedienvorrichtung (2) einen zweiten in der Bediensituation unteren saugreifvorrichtungsseitigen
Gehäusekörper (34) umfasst, welcher den Sauganschluss (12) zur Verbindung mit der
Sauggreifvorrichtung (8) bildet und dass in oder an diesem zweiten unteren Gehäusekörper
(34) das gegebenenfalls vorgesehene Belüftungsventil (60) und/oder das gegebenenfalls
vorgesehene Sperrorgan (70) angeordnet ist.
- 19. Bedienvorrichtung nach clause 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
dem ersten oberen Gehäusekörper (32) und dem zweiten unteren Gehäusekörper (34) ein
in der Bediensituation im Wesentlichen vertikal erstrecktes Saugrohr (30) erstreckt
ist und parallel hierzu die drehbare Stange (22) erstreckt ist.
- 20. Bedienvorrichtung nach clause 19, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der
drehbaren Stange (22) eine weitere manuell umgreifbare Stange (28) vorgesehen ist,
derart dass sich ausgehend von einer beide Stangen (22,28) mit je einer Hand umgreifenden
Bedienperson betrachtet das Saugrohr (30) zwischen den beiden Stangen (22,28) erstreckt.
- 21. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuerventil (38) eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene
verschwenkbare erste Ventilplatte (40) umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren
Stange (22) verstellbar ist.
- 22. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass das Belüftungsventil (60) eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer
Ebene verschwenkbare zweite Ventilplatte (61) umfasst, die durch Verdrehen der manuell
drehbaren Stange (22) verstellbar ist.
- 23. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass das Sperrorgan (70) eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene
verschwenkbare dritte Ventilplatte (72) umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren
Stange (22) verstellbar ist.
- 24. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der manuell drehbaren Stange (22) und dem Steuerventil (38) und/oder
dem Belüftungsventil (60) und/oder dem Sperrorgan (70) Getriebekomponenten (76) angeordnet
sind, welche einen mechanischen Riemen- oder Zahntrieb oder einen schwenkbaren Vorsprung
(78) oder elektromechanische Getriebekomponenten umfassen.
- 25. Bedienvorrichtung nach clause 22, 23, oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die
zweite und die dritte Ventilplatte (61, 72) eine gemeinsame Schwenkachse (82) haben,
um die sie mittels der manuell drehbaren Stange (22) verschwenkbar sind, wobei die
gemeinsame Schwenkachse (82) vorzugsweise parallel zu der manuell drehbaren Stange
(22) verläuft.
- 26. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden clauses, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite und die dritte Ventilplatte (61, 72) voneinander orthogonal zu ihrer
jeweiligen Plattenebene beabstandet sind.
- 27. Bedienvorrichtung nach einem der clauses 22-26, dadurch gekennzeichnet, dass das
Belüftungsventil (60) innerhalb eines atmosphärenoffenen jedoch gegen den Strömungspfad
innerhalb der Sauggreifvorrichtung (8) und der Bedienvorrichtung (2) abgedichteten
Gehäusekörpers (66) aufgenommen ist.
- 28. Schlauchheber mit einer Bedienvorrichtung (2) nach einem oder mehreren der vorstehenden
clauses.
1. Bedienvorrichtung (2) für einen Schlauchheber, der einen Hubschlauch (4) umfasst,
welcher einen Schlauchinnenraum (6) aufweist und durch Beaufschlagung des Schlauchinnenraums
(6) mit Unterdruck verkürzbar ist, und mit einer an einem Ende des Hubschlauchs (4)
angeordneten Sauggreifvorrichtung (8), welche durch den Schlauchinnenraum (6) hindurch
mit Unterdruck versorgbar ist,
wobei die Bedienvorrichtung (2) einen Sauganschluss (12) zur Strömungsverbindung mit
der Sauggreifvorrichtung (8), einen Hubschlauchanschluss (10) zur Strömungsverbindung
mit dem Schlauchinnenraum (6) des Hubschlauchs (4) sowie eine Ventileinrichtung (14,
16, 18) zur Steuerung von Strömungsverbindungen aufweist,
wobei die Ventileinrichtung (14) ein Steuerventil (38) umfasst, das zwischen einer
Schließstellung und einer Öffnungsstellung verstellbar ist, wobei in Öffnungsstellung
ein Strömungsweg von der Umgebung zu dem Hubschlauchanschluss (10) freigegeben ist
und in Schließstellung dieser Strömungsweg im Wesentlichen verschlossen ist;
und wobei ein Steuermechanismus zur Verstellung des Steuerventils (38) vorgesehen
ist mit einem manuell betätigbaren Bedienelement (20),
dadurch gekennzeichnet, dass das manuell betätigbare Bedienelement (20) als manuell umgreifbare und manuell drehbare
Stange (22) ausgebildet ist, die in einer Bediensituation im Wesentlichen vertikal
erstreckt ist und beim Anheben oder Absenken der Sauggreifvorrichtung (8) durch die
Hand der Bedienperson gleiten kann.
2. Bedienvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Stange (22) längenverstellbar ist.
3. Bedienvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Stange (22) in oder an einer Montageplatte (24,26) drehbar gelagert
ist, wobei vorzugsweise zwei voneinander beabstandete Montageplatten (24,26) vorgesehen
sind und die drehbare Stange (22) solchenfalls in oder an beiden Montageplatten drehbar
gelagert ist.
4. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der drehbaren Stange (22) eine weitere manuell umgreifbare Stange (28)
vorgesehen ist.
5. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienvorrichtung (2) ein zentral angeordnetes und in der Bediensituation im
Wesentlichen vertikal erstrecktes Saugrohr (30) umfasst und dass sich die drehbare
Stange (22) parallel zu dem Saugrohr (30) erstreckt.
6. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileinrichtung (16) ein Belüftungsventil (60) umfasst, das in eine Haltestellung
und in eine Belüftungsstellung bringbar ist, wobei in der Belüftungsstellung ein Strömungsweg
(62) zwischen der Umgebung und dem Sauganschluss (12) und/oder ein Strömungsweg zwischen
der Umgebung und dem Hubschlauchanschluss freigegeben ist und wobei in der Haltestellung
dieser Strömungsweg (62) im Wesentlichen verschlossen ist.
7. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Betätigung der Bedienvorrichtung (2) durch manuelle Verdrehung der Stange (22)
ausgehend von einer Neutrallage in Richtung auf eine Endlage zunächst das Steuerventil
(38) aus der Schließstellung in Richtung der Öffnungsstellung verstellt wird.
8. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch manuelle Verdrehung der Stange (22) ausgehend von einer Neutrallage in Richtung
auf die Endlage die Stange (22) gegen eine vorzugsweise als Druckpunkt ausgebildete
Zwischenstellung anläuft und dass diese Zwischenstellung durch Weiterdrehen der Stange
(22) überwindbar ist unddass beim Weiterdrehen der Stange über die Zwischenstellung
hinaus das Belüftungsventil (60) aus der Haltestellung in Richtung auf die Belüftungsstellung
verstellt wird.
9. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilvorrichtung (18) ein Sperrorgan (70) umfasst, das zwischen einer Sperrstellung
und einer Freigabestellung verstellbar ist, wobei in der Sperrstellung ein Strömungsweg
zwischen dem Hubschlauchanschluss (10) und dem Sauganschluss (12) im Wesentlichen
abgesperrt ist und in der Freigabestellung freigegeben ist und dass das Sperrorgan
(70) ebenfalls durch Verdrehen der Stange (22) betätigbar ist.
10. Bedienvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan (70) und das Belüftungsventil (60) derart und vorzugsweise mechanisch
miteinander zwangsgekoppelt sind, dass beim Verbringen des Belüftungsventils (60)
in die Belüftungsstellung das Sperrorgan (70) in Richtung auf seine Sperrstellung
verstellt wird, sodass der Strömungsweg zwischen Hubschlauchanschluss (10) und Sauganschluss
(12) abgesperrt wird.
11. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Stange (22) selbsthemmend ausgebildet oder gelagert ist, so dass sie
in einer momentanen Drehstellung im Wesentlichen verbleibt, sich also bei Loslassen
nicht selbsttätig in eine Neutrallage zurückbewegt, oder dass die drehbare Stange
(22) in Richtung einer Neutrallage vorgespannt ist, so dass sie sich bei Loslassen
selbsttätig in Richtung auf die Neutrallage zurückbewegt.
12. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (38) eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene
verschwenkbare erste Ventilplatte (40) umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren
Stange (22) verstellbar ist.
13. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Belüftungsventil (60) eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene
verschwenkbare zweite Ventilplatte (61) umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren
Stange (22) verstellbar ist.
14. Bedienvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan (70) eine translatorisch verschiebbare oder eine in ihrer Ebene verschwenkbare
dritte Ventilplatte (72) umfasst, die durch Verdrehen der manuell drehbaren Stange
(22) verstellbar ist.
15. Bedienvorrichtung nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite und die dritte Ventilplatte (61, 72) eine gemeinsame Schwenkachse (82)
haben, um die sie mittels der manuell drehbaren Stange (22) verschwenkbar sind, wobei
die gemeinsame Schwenkachse (82) vorzugsweise parallel zu der manuell drehbaren Stange
(22) verläuft.