[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschinenanordnung zum sequentiellen Bearbeiten bogenförmiger
Substrate gemäß Anspruch 1.
[0002] Durch die
WO 2004/013704 A1 ist eine Digitaldruckmaschine für den direkten berührungslosen Bogendruck mit einem
in Umfangsrichtung formatfreien Digitaldruckwerk bekannt, mit einer dem Digitaldruckwerk
nachgeschalteten Transportvorrichtung, wobei die Transportvorrichtung an seinem Umfang
Bogen haltende Greifer aufweist, wobei die die Transportvorrichtung vorzugsweise mehrere
Transportzylinder und/oder Transportbänder und/oder Gegendruckzylinder aufweist.
[0003] Durch die
EP 2 540 513 A1 ist eine Maschinenanordnung zum sequentiellen Bearbeiten mehrerer bogenförmiger jeweils
eine Vorderseite und eine Rückseite aufweisender Substrate bekannt, aufweisend einen
ersten Druckzylinder und einen zweiten Druckzylinder, wobei jeweils am Umfang des
ersten Druckzylinders mindestens eine die Vorderseite des betreffenden Substrates
bedruckende erste Non-Impact-Druckeinrichtung und in Drehrichtung des ersten Druckzylinders
nach der ersten Non-Impact-Druckeinrichtung ein die von der ersten Non-Impact-Druckeinrichtung
bedruckte Vorderseite des betreffenden Substrates trocknender Trockner angeordnet
sind, wobei jeweils am Umfang des zweiten Druckzylinders mindestens eine die Rückseite
des betreffenden Substrates bedruckende zweite Non-Impact-Druckeinrichtung und in
Drehrichtung des zweiten Druckzylinders nach der zweiten Non-Impact-Druckeinrichtung
ein die von der zweiten Non-Impact-Druckeinrichtung bedruckte Rückseite des betreffenden
Substrates trocknender Trockner angeordnet sind, wobei der erste Druckzylinder das
betreffende vorderseitig bedruckte und getrocknete Substrat unmittelbar an den zweiten
Druckzylinder übergibt.
[0004] Durch die
EP 1 440 351 B1 ist eine Digitaldruckmaschine für den direkten, berührungslosen Bogendruck, bekannt,
mit einer elastisch bezogenen Transportvorrichtung, auf der ein Bedruckstoff transportiert
wird, wobei die Transportvorrichtung mindestens einen Greifer zum Halten des Bogens
am Umfang der Transportvorrichtung aufweist und/oder mit einem Anschlag zum Positionieren
der Vorderkante des Bogens versehen ist, und mit einem in Umfangsrichtung der Transportvorrichtung
formatvariablen Digitaldruckwerk, wobei der Abstand zwischen dem Höchstpunkt des Greifers
und/oder Anschlags und der zu bedruckenden Oberfläche des Bedruckstoffes während des
Druckvorgangs geringer ist als der Abstand zwischen der zu bedruckenden Oberfläche
des Bedruckstoffs und dem digitalen Druckwerk, wobei der Höchstpunkt des Greifers
und/oder Anschlags die Oberfläche der nicht bezogenen Transportvorrichtung überragt.
[0005] Durch die
DE 10 2015 211 637 A1 ist eine Vorrichtung zum Transport von Bogen durch eine Druckeinheit mit einem Inkjet-Druckzylinder
und mindestens einer Übergabetrommel bekannt, wobei jeder Bogen an einem Inkjet-Druckzylinder
gehalten wird und durch Vorderkantenübergabe von einer vorgeordneten Übergabetrommel
übergeben wird, wobei eine Straffwalze zur faltenfreien Lage des Bogens auf dem Inkjet-Druckzylinder
vorgesehen ist.
[0006] Durch die
DE 103 12 870 A1 ist eine Digitaldruckmaschine für den Bogendruck bekannt, mit einem in Umfangsrichtung
formatfreien Digitaldruckwerk, einem dem Digitaldruckwerk nachgeschalteten Zwischenzylinder,
der mit einem elastischen Material zumindest teilweise überzogen ist, und einem dem
Zwischenzylinder nachgeschalteten Gegendruckzylinder, wobei der Gegendruckzylinder
Bogen haltende Greifer aufweist und der Zwischenzylinder an seinem Umfang die Greifer
aufnehmende Aussparungen aufweist.
[0007] Durch die
DE 10 2014 010 904 B3 ist eine Vorrichtung zum beidseitigen Bedrucken von bogenförmigen Bedruckstoffen
bekannt, wobei der Bedruckstoff auf einem Gegendruckzylinder um mehr als 360° geführt
wird, wobei der Bedruckstoff mit der Widerdruckseite erneut in den Wirkbereich einer
Farbauftragungseinheit gelangt, von welcher der Bedruckstoff auf einem vorgeordneten
Gegendruckzylinder bereits auf der Schöndruckseite bedruckt wurde, wobei die Farbauftragungseinheit
zwischen zwei einander nachgeordneten Gegendruckzylindern vorzugsweise verschwenkt
werden kann, wobei die schwenkbare Farbauftragungseinheit z. B. ein Inkjet-Druckkopf
ist.
[0008] Durch die
DE 10 2009 000 518 A1 ist eine Bogendruckmaschine bekannt, mit einem Anleger zum Einschleusen zu bedruckender
Druckbogen in die Bogendruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk und/oder Lackwerk
zum Bedrucken der Druckbogen mit einem statischen, für alle Druckbogen identischen
Druckbild, mit einem Ausleger zum Ausschleusen bedruckter Druckbogen aus der Bogendruckmaschine,
und mit mindestens einer in die Bogendruckmaschine integrierten, druckformlosen Druckeinrichtung
zum Bedrucken der Druckbogen mit einem insbesondere dynamischen, veränderlichen Druckbild,
wobei die oder jede druckformlose Druckeinrichtung in der Bogendruckmaschine abhängig
von Prozessparametern oder Betriebsparametern oder Auftragsparametern oder Qualitätsparametern
ansteuerbar integriert ist.
[0009] Durch die
DE 10 2009 002 580 A1 ist eine Druckmaschine, insbesondere Bogenoffsetdruckmaschine bekannt, wobei mehreren
in Reihe angeordneten jeweils als ein Druck- oder Lackwerk ausgebildeten Basismodulen
ein Bogenausleger-Basismodul nachgeordnet ist, wobei das Bogenausleger-Basismodul
einen das Bogenmaterial führenden Druckzylinder aufweist, wobei am Umfang des Druckzylinders
des Bogenausleger-Basismoduls eine Inkjet-Vorrichtung zum Markieren des Bedruckstoffes
angeordnet ist.
[0010] Die
DE 200 06 513 U1 betrifft eine Bogen-Rotationsdruckmaschine mit einem Bogenanleger, einem Bogenausleger
und einer Mehrzahl von zwischen dem Bogenanleger und dem Bogenausleger angeordneten,
in ihrem grundsätzlichen Aufbau einander gleichenden Basismodulen, die einen Bogenführungszylinder
und eine Bogenfördereinrichtung aufweisen und die mit einem Druckwerk, einem Lackwerk
oder einem Trocknerwerk ausrüstbar sind, wobei zwischen dem in Bogenförderrichtung
letzten Basismodul und dem Bogenausleger ein Multifunktionsmodul mit einer Bogenfördereinrichtung
und einem Bogenführungszylinder angeordnet ist, wobei das Multifunktionsmodul für
den Anbau mehrerer unterschiedlicher Zusatzeinrichtungen vorbereitet ist, wobei das
Multifunktionsmodul z. B. für den Anbau einer Inkjetmarkierung ausgerüstet ist.
[0011] Durch die nachveröffentlichte
DE 10 2016 207 398 B3, die
US 2009/0284561 A1, die
US 2009/0244237 A1 und die
US 2011/0205321 A1 sind jeweils eine Maschinenanordnung zum sequentiellen Bearbeiten bogenförmiger Substrate
bekannt, wobei die jeweilige Maschinenanordnung jeweils mehrere verschiedene Bearbeitungsstationen
aufweist, wobei mindestens eine der Bearbeitungsstationen jeweils eine die Substrate
jeweils bedruckende Non-Impact-Druckeinrichtung aufweist, wobei die betreffende die
Non-Impact-Druckeinrichtung aufweisende Bearbeitungsstation einen Druckzylinder aufweist,
wobei die jeweilige Non-Impact-Druckeinrichtung jeweils am Umfang des Druckzylinders
angeordnet ist.
[0012] Durch die
US 7,909,454 B2 ist eine Druckmaschine zum sequentiellen Bedrucken bogenförmiger Substrate bekannt,
wobei eine Inkjet-Druckeinrichtung am Umfang eines Druckzylinders angeordnet ist,
wobei dem Druckzylinder ein Zuführzylinder unmittelbar vorgeordnet ist, wobei sowohl
der Druckzylinder als auch der Zuführzylinder jeweils Greifer zum Halten zu bedruckender
Substrate aufweisen.
[0013] Durch die
EP 2 610 064 A1 ist eine Tintenstrahlaufzeichnungsvorrichtung bekannt, aufweisend a) eine Beförderungsvorrichtung,
die eine bewegende Saugoberfläche zum Befördern eines geschnittenen Papiermediums
durch Saugen des Mediums an die Saugoberfläche hat, und Sauglöcher, die gleichmäßig
in den Regionen der Saugoberfläche angeordnet sind; und b) einen Aufzeichnungskopf,
der ein Bild durch Ausstoßen von Tinte durch eine Tintenstrahlmethode auf eine Oberfläche
des Mediums ausformt, welches durch die Beförderungsvorrichtung befördert wird.
[0014] Durch die
JP 2015 63 398 A ist eine Tintenstrahlaufzeichnungsvorrichtung mit einem als eine Saugtrommel ausgebildeten
Transportzylinder bekannt.
[0015] Durch die
EP 2 752 380 A1 ist eine Fördervorrichtung und Bilderzeugungsvorrichtung bekannt, wobei die Fördervorrichtung
eine Trommel mit mehreren Saugfeldern aufweist.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschinenanordnung zum sequentiellen
Bearbeiten mehrerer bogenförmiger Substrate zu schaffen.
[0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die
jeweils abhängigen Ansprüche zeigen vorteilhafte Ausgestaltungen und/oder Weiterbildungen
der gefundenen Lösung.
[0018] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind aus den nachfolgenden Erläuterungen
ersichtlich.
[0019] Überdies ist die beschriebene Lösung in einer hybriden, bogenförmige Substrate bearbeitenden
Maschinenanordnung verwendbar, vorzugsweise in einer hybriden Druckmaschine, die die
hohe Produktivität einer konventionellen, z. B. in einem OffsetDruckverfahren oder
in einem Flexodruckverfahren oder in einem Siebdruckverfahren druckenden Druckeinrichtung
oder einer Beschichtungseinrichtung, insbesondere eines Lackwerkes variabel in Kombination
mit mindestens einer flexibel jeweils veränderliche Druckbilder druckenden, z. B.
als ein Tintenstrahldrucker ausgebildete Non-Impact-Druckeinrichtung nutzt, wobei
sowohl die konventionelle Druckeinrichtung bzw. die Beschichtungseinrichtung als auch
die Non-Impact-Druckeinrichtung in einer laufenden Produktion inline jeweils mit der
für sie optimalen Arbeitsgeschwindigkeit verwendet werden. Eine solche hybride Maschinenanordnung
ist insbesondere zur Produktion von Verpackungsmitteln, z. B. von Bogen zur Herstellung
von Faltschachteln sehr vorteilhaft, weil jeweils die Stärken jeder der Druckeinrichtungen
genutzt werden, was zu einer flexiblen und wirtschaftlichen Produktion der Verpackungsmittel
führt. Ein Transport von bogenförmigen Substraten mittels Rotationskörpern, insbesondere
Zylindern und Greiferleisten oder Greiferwagen jeweils mit einer Übergabe der bogenförmigen
Substrate jeweils im Greiferschluss an eine nächstfolgende Bearbeitungsstation, wie
dies von Bogenoffsetdruckmaschinen bekannt ist, stellt eine höchstmögliche Registergenauigkeit
sicher.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild zur Darstellung von verschiedenen Produktionslinien;
- Fig. 2
- eine erste Maschinenanordnung mit mehreren verschiedenen Bearbeitungsstationen;
- Fig. 3 bis 8
- weitere Maschinenanordnungen jeweils mit mehreren verschiedenen Bearbeitungsstationen;
- Fig. 9
- noch eine weitere Maschinenanordnung mit einer Wendeeinrichtung zum beidseitigen sequentiellen
Bearbeiten mehrerer bogenförmiger Substrate;
- Fig. 10
- eine Maschinenanordnung mit unterschiedlich langen Substratführungseinheiten;
- Fig. 11 bis 13
- Maschinenanordnungen mit einem Druckzylinder und einer Transfertrommel verschiedenen
Formats;
- Fig. 14
- eine Detaildarstellung eines Druckzylinders und einer Transfertrommel;
- Fig. 15
- einen Druckzylinder;
- Fig. 16
- eine erste perspektivische Darstellung eines Ausschnitts aus dem Druckzylinder;
- Fig. 17
- eine zweite perspektivische Darstellung eines Ausschnitts aus dem Druckzylinder;
- Fig. 18
- den Druckzylinder im Zusammenwirken mit einer Transfertrommel;
- Fig. 19
- in einer perspektivischen Darstellung einen Kammsauger mit einem Leitblech.
[0022] Fig. 1 veranschaulicht in einem Blockschaltbild verschiedene Produktionslinien, die
jeweils mit einer Maschinenanordnung mit mehreren insbesondere verschiedenen Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 zur Bearbeitung mindestens eines bogenförmigen
Substrates, insbesondere eines Bedruckstoffes, vorzugsweise eines insbesondere rechteckförmigen
Druckbogens, kurz eines Bogens realisiert oder zumindest realisierbar sind, wobei
dieses mindestens eine Substrat je nach Werkstoff, Materialstärke und/oder Grammatur
biegesteif oder biegeschlaff ausgebildet ist. In der Regel werden in einer Produktionslinie
während einer bestimmten Produktion nacheinander mehrere Bogen, also eine Sequenz
von Bogen jeweils mittels derselben Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07;
08; 09; 11; 12 bearbeitet. Dabei ist vorzugsweise jede dieser Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 jeweils als ein z. B. eigenständig funktionsfähiges
Modul ausgebildet, wobei unter einem Modul eine i. d. R. eigenständig hergestellte
oder zumindest eine für sich jeweils in einem eigenen Gestell montierte Maschineneinheit
oder funktionelle Baugruppe verstanden werden soll. Die in der Maschinenanordnung
aneinandergereihten Module unterteilen diese Maschinenanordnung in einzelne Einheiten,
wobei benachbarte Module an ihrer Fügestelle im Wesentlichen ein vertikale Fügefläche
aufweisen. Jede der in der jeweiligen Maschinenanordnung angeordneten Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 wird also vorzugsweise eigenständig gefertigt
und ist in einer bevorzugten Ausführung z. B. einzeln in seiner jeweiligen Funktion
prüfbar. Die betreffende Maschinenanordnung, die jeweils in Abhängigkeit von einer
bestimmten Produktion durch eine Auswahl und Zusammenstellung von mindestens drei
verschiedenen jeweils Bogen bearbeitenden, in der bestimmten Produktion zusammenarbeitenden,
jeweils als ein Modul ausgebildeten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07;
08; 09; 11; 12 gebildet ist, verkörpert jeweils eine bestimmte Produktionslinie. Jede
der dargestellten Produktionslinien, die jeweils durch eine bestimmte Maschinenanordnung
mit mehreren Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 verkörpert
wird, ist jeweils insbesondere zur Produktion eines aus dem Bedruckstoff, vorzugsweise
aus dem bedruckten Bogen gebildeten Verpackungsmittels ausgebildet. Die herzustellenden
Verpackungsmittel sind z. B. jeweils eine Faltschachtel, die jeweils aus bedruckten
Bogen gefertigt werden. Die verschiedenen Produktionslinien sind daher insbesondere
zur Produktion unterschiedlicher Verpackungsmittel ausgebildet. Dabei erfolgt die
während einer bestimmten Produktion erforderliche Bearbeitung des Bedruckstoffes jeweils
inline, d. h. die an der bestimmten Produktion beteiligten Bearbeitungsstationen 01;
02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 werden beim Durchlauf des Bedruckstoffes durch
die für die jeweilige Produktion gewählte, die jeweiligen Bearbeitungsstationen 01;
02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 aufweisende Maschinenanordnung in einer geordneten
Abfolge nacheinander und aufeinander abgestimmt zum Einsatz gebracht, ohne dass während
der mit der jeweiligen Maschinenanordnung durchgeführten Produktion eine Zwischenlagerung
für den Bedruckstoff, d. h. die bearbeiteten Bogen vorgesehen ist.
[0023] Allen in der Fig. 1 dargestellten Produktionslinien ist gemeinsam, dass sie jeweils
mit einer Bearbeitungsstation 06 zusammenwirken, die mindestens eine Non-Impact-Druckeinrichtung
06, vorzugsweise mehrere, z. B. vier, fünf, sechs, sieben oder mehr insbesondere jeweils
einzeln gesteuerte Non-Impact-Druckeinrichtungen 06 aufweist, wobei diese Non-Impact-Druckeinrichtungen
06 in Transportrichtung T des Bedruckstoffes vorzugsweise hintereinander angeordnet
sind und derart ausgebildet sind, dass sie den Bedruckstoff jeweils zumindest nahezu
in seiner vollständigen, quer zur Transportrichtung T gerichteten Breite bedrucken
oder zumindest bedrucken können. Eine Non-Impact-Druckeinrichtung 06 verwendet ein
Druckverfahren ohne feste Druckform und kann prinzipiell von Druck zu Druck den Bedruckstoff,
z. B. den jeweils dieser Druckeinrichtung 06 gerade zugeführten Bogen mit einem vom
vorangegangenen Druckbild verschiedenen Druckbild bedrucken. Die jeweilige Non-Impact-Druckeinrichtung
06 ist jeweils insbesondere durch mindestens einen Tintenstrahldrucker oder durch
mindestens einen Laserdrucker realisiert. Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker,
bei denen durch den gezielten Abschuss oder das Ablenken kleiner Tintentröpfchen ein
Druckbild erzeugt wird, wobei der Tintenstrahldrucker entweder als ein Gerät mit einem
kontinuierlichen Tintenstrahl (Continuous Ink Jet = CIJ) oder als ein einzelne Tintentropfen
verschießendes Gerät (Drop On Demand = DOD) ausgebildet ist. Laserdrucker erzeugen
das jeweilige Druckbild in einem Elektrofotografieverfahren. Eine einen Bedruckstoff
bearbeitende Maschinenanordnung mit mindestens einer Non-Impact-Druckeinrichtung 06
wird z. B. auch als eine Digitaldruckmaschine bezeichnet.
[0024] Im Folgenden wird beispielhaft davon ausgegangen, dass in der jeweiligen Maschinenanordnung
mit mehreren Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 als Bedruckstoff
jeweils eine Sequenz von insbesondere biegesteifen Bogen z. B. aus einem Papier, aus
einem einlagigen oder mehrlagigen Karton oder aus einer Pappe insbesondere zu einem
Verpackungsmittel verarbeitet wird. Die Bedruckstoffe Papier, Karton und Pappe unterscheiden
sich in ihrem jeweiligen Grammatur genannten Flächengewicht, d. h. dem Gewicht in
Gramm für einen Quadratmeter dieses Bedruckstoffes. Dabei gilt allgemein der vorgenannte
Bedruckstoff mit einem Flächengewicht zwischen 7 g/m
2 und 150 g/m
2 als Papier, zwischen 150 g/m
2 und 600 g/m
2 als Karton und mit mehr als 600 g/m
2 als Pappe. Zur Herstellung von Faltschachteln werden insbesondere Kartone oder Pappe
verwendet, die jeweils eine gute Bedruckbarkeit aufweisen und für eine anschließende
Veredelung oder Verarbeitung wie z. B. für eine Lackierung und Stanzung geeignet sind.
Diese Kartone oder Pappe sind von ihrem Faserstoffeinsatz je nach Bedarf z. B. holzfrei,
leicht holzhaltig, holzhaltig oder altpapierhaltig. In ihrem Aufbau weisen mehrlagige
Kartone oder Pappe, z. B. Wellpappe, jeweils eine Decklage, eine Einlage und als Rückseite
eine Unterlage auf. Von ihrer Oberflächenbeschaffenheit her sind Kartone oder Pappe
z. B. ungestrichen, pigmentiert, gestrichen oder gussgestrichen. Ein Format des Bogens
liegt z. B. im Bereich zwischen 340 mm x 480 mm und 740 mm x 1060 mm, wobei bei den
Formatangaben i. d. R. die erste Zahl eine Länge in Transportrichtung T der Bogen
und die zweite Zahl eine orthogonal zur Transportrichtung T gerichtete Breite der
Bogen angibt.
[0025] Im Blockschaltbild der Fig. 1 verläuft jede mit mehreren der Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 darstellbare Produktionslinie mit Bezug auf
die Transportrichtung T des Bedruckstoffes im Wesentlichen von rechts nach links,
wobei jeder der jeweils zwei Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09;
11; 12 miteinander verbindenden Richtungspfeile jeweils einen vom Bedruckstoff zu
durchlaufenden Transportweg und die zugehörige Transportrichtung T andeutet, um von
einer Bearbeitungsstation 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 zur nächsten in der
für die jeweilige Produktion bestimmten Maschinenanordnung ausgewählten Bearbeitungsstation
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 zu gelangen. Jede Produktion beginnt mit in
der Bearbeitungsstation 01 bereitgestellten Bogen, wobei die Bearbeitungsstation 01
als ein Anleger 01, z. B. als ein Bogenanleger 01 oder als ein Magazinanleger 01 ausgebildet
ist. Ein Bogenanleger 01 nimmt i. d. R. einen z. B. auf einer Palette gestapelten
Stapel von Bogen auf, wohingegen ein Magazinanleger 01 mehrere Fächer aufweist, in
welche jeweils Bogen, insbesondere Stapel von z. B. verschiedenartigen Bogen oder
Bogen verschiedener Formate eingelegt oder zumindest einlegbar sind. Der Anleger 01
vereinzelt z. B. mittels eines Saugkopfes 41 die gestapelten Bogen und führt diese
in einer Sequenz von voneinander separierten Bogen oder in einem Schuppenstrom der
in der bestimmten Produktion nächsten Bearbeitungsstation 02; 03; 04; 06 zu. Die nächste
Bearbeitungsstation 02; 03; 04 ist z. B. als eine Primerauftrageinrichtung 02 oder
als eine Kaltfolienauftrageinrichtung 03 oder als eine Offset-Druckeinrichtung 04
oder als eine Flexo-Druckeinrichtung 04 ausgebildet. Die nächste Bearbeitungsstation
06 kann auch direkt z. B. die mindestens eine Non-Impact-Druckeinrichtung 06 sein.
Die Offset-Druckeinrichtung 04 ist vorzugsweise als eine Bogen-Offsetdruckmaschine
ausgebildet, insbesondere als eine Bogendruckmaschine mit mehreren Druckwerken 86
in Reihenbauweise. Die Offset-Druckeinrichtung 04 versieht die Bogen mit mindestens
einem statischen, d. h. während des Druckprozesses aufgrund der Gebundenheit an die
verwendete Druckform unveränderlichen Druckbild, wohingegen die Non-Impact-Druckeinrichtung
06 die Bogen mit mindestens einem sich inhaltlich ändernden oder zumindest veränderlichen
Druckbild versieht.
[0026] Falls die dem Anleger 01 nächste Bearbeitungsstation 03 die Kaltfolienauftrageinrichtung
03 ist, wird der Bogen anschließend von dort i. d. R. zur als Offset-Druckeinrichtung
04 ausgebildeten Bearbeitungsstation 04 transportiert. In der Kaltfolienauftrageinrichtung
03 wird eine von einer Trägerfolie abgelöste metallisierte Lackschicht auf den Bedruckstoff
übertragen. Durch das Überdrucken dieser Lackschicht z. B. mit einer Offset-Druckeinrichtung
04 können unterschiedlichste Metalleffekte erzielt werden. Die Kaltfolienauftrageinrichtung
03 ist in vorteilhafter Weise z. B. in der Offset-Druckeinrichtung 04 integriert ausgebildet,
indem zwei zusätzliche Druckwerke 87; 88 in der Offset-Druckeinrichtung 04 vorgesehen
sind. Im in Transportrichtung T des Bedruckstoffes ersten Druckwerk 87 wird mittels
einer Standarddruckform ein spezieller Klebstoff auf den Bedruckstoff, d. h. den jeweiligen
Bogen aufgetragen. Ein in Transportrichtung T des Bedruckstoffes zweites Druckwerk
88 ist mit einer die zu übertragende Lackschicht aufweisenden Folientransfereinrichtung
ausgestattet. Die die Lackschicht tragende Folie wird von einer Abwickelstation in
einen Druckspalt zwischen einem Übertragungszylinder und einem mit diesem Übertragungszylinder
zusammenwirkenden Druckzylinder geführt und mit dem Bedruckstoff in Kontakt gebracht.
In der Lackschicht farbgebend sind eine Aluminiumschicht und eine Schutzlackschicht,
deren Einfärbung den Farbeindruck beeinflusst. Durch Adhäsion einer Haftschicht mit
der aufgedruckten Klebstoffschicht bleiben die Transferschichten auf dem Substrat
haften. Die Trägerfolie wird anschließend wieder aufgewickelt. Nach dem Kaltfolientransfer
ist inline, insbesondere in der Offset-Druckeinrichtung 04 das Überdrucken mit konventionellen,
z. B. wasserbasierten Druckfarben sowie durch UV- und Hybridfarben möglich, um unterschiedliche
metallische Farbtöne zu erzeugen.
[0027] Ein z. B. besonders saugfähiger und/oder für ein Bedrucken mit einer Non-Impact-Druckeinrichtung
06 aufzubereitender Bedruckstoff wird vom Anleger 01 einer z. B. als eine Primerauftrageinrichtung
02 ausgebildeten nächsten Bearbeitungsstation 02 zugeführt, um zumindest eine Oberfläche
dieses Bedruckstoffes vor einem Bedrucken oder Lackieren mit einem z. B. wasserbasierten
Primer zu beschichten, insbesondere zu versiegeln. Das Primern stellt eine Grundierung
oder Erstbeschichtung des Bedruckstoffes dar, um insbesondere eine Haftung einer danach
auf den Bedruckstoff aufzutragenden Druckfarbe oder Tinte zu verbessern oder erst
zu ermöglichen. Dazu wird z. B. ein Weißlack auf den Bedruckstoff aufgetragen. Die
Primerauftrageinrichtung 02 ist z. B. in Verbindung mit einem Druckwerk 86 einer Rotationsdruckmaschine
ausgebildet und weist z. B. einen mit einem Anlagedruckzylinder 119 zusammenwirkenden
Druckwerkszylinder 82 mit einer an diesen Druckwerkszylinder 82 angestellten oder
zumindest anstellbaren Auftragswalze 83 vorzugsweise in Form einer Rasterwalze 83
auf sowie mindestens eine sich in Axialrichtung der Auftragswalze 83 erstreckende
Rakel 84, insbesondere ein Kammerrakelsystem 84 (Fig. 3 bis 5, 8, 9). Der Primer wird
mittels der Primerauftrageinrichtung 02 entweder vollflächig oder nur an bestimmten,
d. h. zuvor festgelegten Stellen, d. h. partiell auf den Bedruckstoff aufgetragen.
Der in der Primerauftrageinrichtung 02 bearbeitete Bedruckstoff, z. B. Bogen, wird
als nächster Bearbeitungsstation z. B. einer Offset-Druckeinrichtung 04 und/oder z.
B. einer Non-Impact-Druckeinrichtung 06 zugeführt.
[0028] Der von einer z. B. als eine Flexo-Druckeinrichtung 04 ausgebildeten Bearbeitungsstation
04 ausgeführte Flexodruck ist ein direktes Hochdruckverfahren, bei dem die erhabenen
Stellen der Druckform bildtragend sind, welches häufig zum Bedrucken von Verpackungsmitteln
aus Papier, Karton oder Pappe, aus metallisierter Folie oder aus einem Kunststoff
wie z. B. PE, PET, PVC, PS, PP, PC verwendet wird. Im Flexodruck werden niedrigviskose
Druckfarben und flexible Druckplatten verwendet, die aus Fotopolymer oder Gummi bestehen.
Generell beinhaltet eine Flexo-Druckeinrichtung 04 a) eine Rasterwalze, über welche
die Druckform eingefärbt wird, b) einen Druckzylinder, auch Formzylinder genannt,
auf dem die Druckform befestigt ist, und c) einen Gegendruckzylinder, der den Bedruckstoff
führt.
[0029] Die als Flexo-Druckeinrichtung 04 oder als Offset-Druckeinrichtung 04 ausgebildete,
die Bogen jeweils mit mindestens einem statischen Druckbild bedruckende Bearbeitungsstation
04 weist vorzugsweise jeweils mehrere, z. B. mindestens vier Druckwerke 86 auf, wobei
jedes Druckwerk 86 vorzugsweise eine andere Druckfarbe verdruckt, so dass der Bedruckstoff
beim Durchgang durch die Flexo-Druckeinrichtung 04 oder die Offset-Druckeinrichtung
04 jeweils mehrfarbig, z. B. in einem Vierfarbendruck bedruckt wird. Als Druckfarben
werden insbesondere die Farbtöne Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz verwendet. In einer
zum Flexodruckverfahren oder Offsetdruckverfahren alternativen Ausführung der Druckeinrichtung
04 ist die die Bogen jeweils mit mindestens einem statischen Druckbild bedruckende
Bearbeitungsstation 04 als eine in einem Siebdruckverfahren druckende Druckeinrichtung
04 ausgebildet.
[0030] Nach einer Bearbeitung des Bedruckstoffes in der mindestens einen Non-Impact-Druckeinrichtung
06 wird dieser Bedruckstoff z. B. einer als ein Trockner 07, insbesondere als ein
Zwischentrockner 07 ausgebildeten Bearbeitungsstation 07 zugeführt, wobei dieser Zwischentrockner
07 als ein den betreffenden Bedruckstoff z. B. durch Heißluft und/oder durch eine
Bestrahlung mit infraroter oder ultravioletter Strahlung trocknend ausgebildet ist,
wobei ein durch ultraviolette Strahlung trocknender Trockner z. B. als ein LED-Trockner
ausgebildet ist, wobei die Strahlungsart insbesondere davon abhängig ist, ob die auf
den Bedruckstoff aufgetragene Druckfarbe oder Tinte wasserbasiert oder UV-härtend
ist. Nach der Zwischentrocknung wird der Bedruckstoff z. B. einer als eine Lackiereinrichtung
08 ausgebildeten Bearbeitungsstation 08 zugeführt. Die Lackiereinrichtung 08 trägt
auf dem Bedruckstoff vorzugsweise einen z. B. transparenten oder weißen oder bunten
Dispersionslack auf, wobei Dispersionslacke im Wesentlichen aus Wasser und Bindemitteln
(Harzen) bestehen, wobei Tenside diese Dispersionen stabilisieren. Eine einen Dispersionslack
auf den Bedruckstoff auftragende Lackiereinrichtung 08 besteht entweder aus einer
Anilox-Walze, einem Kammerrakel und einer Auftragswalze (vergleichbar einem Flexo-Druckwerk)
oder aus einer Tauch- und Auftragswalze. Mittels einer Druckform vorzugsweise auf
Fotopolymerisationsbasis werden auf dem Bedruckstoff z. B. flächige und/oder partielle
Lackierungen aufgetragen. Verwendbar sind auch spezielle Lackplatten aus Gummi für
vollflächige Lackierungen. Im Transportweg des Bedruckstoffes ist nach der Lackiereinrichtung
08 z. B. eine als ein Trockner 09 ausgebildete Bearbeitungsstation 09 angeordnet,
wobei dieser Trockner 09 als ein den betreffenden Bedruckstoff durch Heißluft und/oder
durch eine Bestrahlung mit infraroter oder ultravioletter Strahlung trocknend ausgebildet
ist, wobei ein durch ultraviolette Strahlung trocknender Trockner z. B. als ein LED-Trockner
ausgebildet ist. Falls die betreffende Maschinenanordnung entlang des Transportweges
des Bedruckstoffes mehrere Trockner 07; 09 aufweist, ist der Trockner mit dem Bezugszeichen
09 vorzugsweise der in Transportrichtung T des Bedruckstoffes letzte dieser mehreren
Trockner 07; 09, wobei der oder die Zwischentrockner 07 und der (End-)Trockner 09
baulich gleich sind oder auch unterschiedlich ausgebildet sein können. Falls dem Trockner
09 ein durch ultraviolette Strahlung trocknender Bedruckstoff zugeführt wird, d. h.
ein Bedruckstoff, auf dem eine durch eine UV-Strahlung härtende Druckfarbe oder Tinte
oder ein durch eine UV-Strahlung härtender Lack, z. B. ein Glanzlack aufgetragen ist,
ist dieser Trockner 09 mit einer ultraviolette Strahlung erzeugenden Strahlungsquelle
ausgestattet. Mit Dispersionslacken lassen sich im Vergleich zum klassischen Öldrucklack
intensivere Glanz- und Mattwirkungen erzielen. Spezielle optische Wirkungen können
durch Effektpigmente im Lack erreicht werden. Die Primerauftrageinrichtung 02, die
Kaltfolienauftrageinrichtung 03 und die Lackiereinrichtung 08 können unter dem Begriff
Beschichtungseinrichtung 02; 03; 08 zusammengefasst werden.
[0031] Nach der entlang seines Transportweges letzten Trocknung wird der Bedruckstoff z.
B. einer Bearbeitungsstation 11 zugeführt, die am Bedruckstoff eine mechanische Weiterverarbeitung
ausführt, z. B. durch Stanzen, Rillen und/oder Trennen von Teilen, insbesondere Ausbrechen
von Nutzen aus ihrem jeweiligen Verbund im vorzugsweise bedruckten Bogen. Jede der
vorgenannten Weiterverarbeitungen wird jeweils in bzw. von einem Bearbeitungswerk
46 ausgeführt. Die mechanische Weiterverarbeitung wird vorzugsweise im Zusammenwirken
mit einem den jeweiligen Bogen transportierenden Zylinder ausgeführt. Danach oder
direkt vom im Transportweg des Bedruckstoffes letzten Trockner 09 gelangt der Bedruckstoff
zu einer Auslage 12, welche in jeder der in der Fig. 1 dargestellten, jeweils durch
eine bestimmte Anordnung von Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09;
11; 12 verkörperten Produktionslinien jeweils die letzte Bearbeitungsstation 12 bildet.
In der Auslage 12 werden die zuvor bearbeiteten Bogen z. B. auf einer Palette vorzugsweise
gestapelt.
[0032] Wie in den Fig. 2 bis 8 dargestellt, ist die bisher erwähnte Reihenfolge der in der
jeweiligen Maschinenanordnung angeordneten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 nur beispielhaft und in Abhängigkeit von dem jeweils herzustellenden
Druckprodukt modifizierbar.
[0033] In der Fig. 1 beispielhaft dargestellte, insbesondere für die Produktion von Verpackungsmitteln
verwendete Produktionslinien weisen jeweils eine Maschinenanordnung mit einer Auswahl
aus der Menge der zuvor genannten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08;
09; 11; 12 auf. Es sind beispielsweise folgende Produktionslinien gebildet oder zumindest
bildbar:
- 1. Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner
07 mit IR-Strahlungsquelle für Dispersionslack; Lackiereinrichtung 08; Trockner 09
mit IR-Strahlungsquelle und/oder Heißluft; Auslage 12
- 2. Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Trockner
09 mit IR-Strahlungsquelle und/oder Heißluft; Auslage 12
- 3. Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner
07 mit IR-Strahlungsquelle; Lackiereinrichtung 08 für Dispersionslack und UV-härtendem
Lack; Trockner 09 mit Heißluft und/oder IR-Strahlungsquelle oder UV-Strahlungsquelle;
Auslage 12
- 4. Bogenanleger 01; Kaltfolienauftrageinrichtung 03; Offset-Druckeinrichtung 04; Non-Impact-Druckeinrichtung
06; Trockner 09 mit IR-Strahlungsquelle und/oder Heißluft; Auslage 12
- 5. Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner
07 mit IR-Strahlungsquelle für Dispersionslack; Lackiereinrichtung 08; Trockner 09
mit Heißluft und/oder IR-Strahlungsquelle; mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung
11; Auslage 12
- 6. Bogenanleger 01; Offset-Druckeinrichtung 04; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner
07 mit IR-Strahlungsquelle; mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung 11; Auslage
12
- 7. Bogenanleger 01; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Trockner 09 mit Heißluft und/oder
IR-Strahlungsquelle; Auslage 12
- 8. Bogenanleger 01; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07 mit UV-Strahlungsquelle;
Trockner 09 mit UV-Strahlungsquelle; Auslage 12
- 9. Bogenanleger 01; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07 mit UV-Strahlungsquelle;
Trockner 09 mit UV-Strahlungsquelle; mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung 11;
Auslage 12
- 10. Bogenanleger 01; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07 mit IR-Strahlungsquelle;
Offset-Druckeinrichtung 04; Lackiereinrichtung 08; Trockner 09 mit Heißluft und/oder
IR-Strahlungsquelle; Auslage 12
- 11. Magazinanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Non-Impact-Druckeinrichtung 06;
Zwischentrockner 07 mit IR-Strahlungsquelle; Lackiereinrichtung 08; Trockner 09 mit
Heißluft und/oder IR-Strahlungsquelle; Auslage 12
- 12. Magazinanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Non-Impact-Druckeinrichtung 06;
Zwischentrockner 07 mit IR-Strahlungsquelle; Trockner 09 mit Heißluft und/oder IR-Strahlungsquelle;
mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung 11; Auslage 12
- 13. Magazinanleger 01; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07 mit UV-Strahlungsquelle;
Lackiereinrichtung 08; Trockner 09 mit UV-Strahlungsquelle; Auslage 12
[0034] Dabei ist mindestens eine der mit der mindestens einen Non-Impact-Druckeinrichtung
06 zusammenwirkenden Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 07; 08; 09; 11; 12 zur
Beteiligung an der Bearbeitung der Bogen jeweils in Abhängigkeit davon ausgewählt,
ob die insbesondere mit der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 auf den jeweiligen Bogen
aufzutragende Druckfarbe als eine wasserbasierte Druckfarbe bzw. Tinte oder als eine
durch ultraviolette Strahlung aushärtende Druckfarbe bzw. Tinte ausgebildet ist. Damit
ist die jeweilige Maschinenanordnung die Bogen jeweils mit einer wasserbasierten Druckfarbe
oder mit einer durch ultraviolette Strahlung aushärtenden Druckfarbe bedruckend ausgebildet.
[0035] Eine hier beispielhaft genannte vorteilhafte Maschinenanordnung weist mehrere Bearbeitungsstationen
zur Bearbeitung von Bogen auf, wobei in Transportrichtung T der Bogen mehrere Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 nacheinander zur Inline-Bearbeitung dieser
Bogen angeordnet sind, wobei wenigstens eine dieser Bearbeitungsstationen 06 als eine
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 ausgebildet ist, wobei eine in Transportrichtung T
der Bogen der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 vorgeordnete erste Bearbeitungsstation
01 als ein Bogenanleger 01 oder als ein Magazinanleger 01 ausgebildet ist, wobei eine
zwischen der ersten Bearbeitungsstation 01 und der Non-Impact-Druckeinrichtung 06
angeordnete Bearbeitungsstation 08 als eine jeweils einen Lack auf die Bogen auftragende
erste Beschichtungseinrichtung 08 ausgebildet ist, wobei zwischen der ersten Beschichtungseinrichtung
08 und der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 ein erster Trockner 07 angeordnet ist, wobei
eine mindestens einen Transportzylinder 39 aufweisende erste Transportzylinderanordnung
die Bogen vom ersten Trockner 07 zur Non-Impact-Druckeinrichtung 06 transportierend
angeordnet ist, wobei in Transportrichtung T der Bogen nach der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 ein zweiter Trockner 07 angeordnet ist, wobei eine Einrichtung zur Übergabe der
von der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 kommenden Bogen an eine zweite Beschichtungseinrichtung
08 vorgesehen ist, wobei der zweiten Beschichtungseinrichtung 08 ein dritter Trockner
09 nachgeordnet ist, wobei in Transportrichtung T der Bogen nach dem dritten Trockner
09 eine Auslage 12 für die Bogen angeordnet ist. Dabei kann zwischen dem dritten Trockner
09 und der Auslage 12 zusätzlich noch eine mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung
11 angeordnet sein. Ferner ist in Transportrichtung T der Bogen vor der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 z. B. eine eine Kaltfolie auftragende Beschichtungseinrichtung 03 angeordnet. Die
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 weist entlang des Transportweges der Bogen vorzugsweise
mehrere jeweils einzeln gesteuerte Tintenstrahldrucker auf. Im Wirkungsbereich der
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 sind die Bogen vorzugsweise jeweils auf einer Transporteinrichtung
plan aufliegend geführt, wobei die Transporteinrichtung zumindest im Wirkungsbereich
der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 für die Bogen jeweils einen gekrümmten Transportweg
aufweist, wobei die Transporteinrichtung im Wirkungsbereich der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 als ein mehrfachgroßer Druckzylinder 22 ausgebildet ist. In Transportrichtung T
der Bogen ist vor der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 z. B. eine Übergabeeinrichtung
angeordnet, wobei die Übergabeeinrichtung die Bogen z. B. jeweils zumindest in ihrem
Axialregister und/oder Umfangsregister registerhaltig relativ zur Druckposition der
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 ausrichtet, wobei die Übergabeeinrichtung z. B. eine
den jeweiligen Bogen mittels Saugluft haltende Saugtrommel aufweist. Diese Maschinenanordnung
ist die Bogen insbesondere jeweils mit einer wasserbasierten Druckfarbe oder mit einer
durch ultraviolette Strahlung aushärtenden Druckfarbe bedruckend ausgebildet. Diese
Maschinenanordnung ist insbesondere unterschiedliche Verpackungsmittel produzierend
ausgebildet. Die Einrichtung zur Übergabe der von der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 kommenden Bogen an die zweite Beschichtungseinrichtung 08 ist z. B. als eine mindestens
einen Transportzylinder 39 aufweisende zweite Transportzylinderanordnung ausgebildet.
[0036] Fig. 2 zeigt beispielhaft eine Maschinenanordnung mit mehreren Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 gemäß der vorstehend genannten Produktionslinie
Nr. 6. Bogen werden in einem Bogenanleger 01 z. B. mit einem Saugkopf 41 einzeln von
einem Stapel aufgegriffen und nacheinander in einem Takt von z. B. 10.000 Stück pro
Stunde z. B. an eine Offset-Druckeinrichtung 04 mit z. B. vier in einer Reihe angeordneten
Druckwerken 86 übergeben. Für eine Übergabe der Bogen von einem zum nächsten der in
einer Reihe angeordneten Druckwerke 86 ist jeweils ein Rotationskörper, insbesondere
ein Zylinder, vorzugsweise eine Transfertrommel 43 vorgesehen, die jeweils zwischen
zwei unmittelbar benachbarten Druckwerken 86 angeordnet ist. Die Offset-Druckeinrichtung
04 übernimmt die ihr vom Bogenanleger 01 zugeführten Bogen z. B. mit einem Schwinggreifer
13 und leitet die Bogen an eine z. B. einfachgroß ausgebildeten, also an ihrem Umfang
jeweils nur ein einziges Substrat transportierenden Übergabetrommel 14 der Offset-Druckeinrichtung
04, wobei die Bogen dann in der Offset-Druckeinrichtung 04 in einem Greiferschluss
von einem zum nächsten Druckwerk 86 geführt werden. In der Offset-Druckeinrichtung
04 werden die Bogen zumindest einseitig bedruckt. Beim Vorhandensein einer zwischen
den Druckeinrichtungen 04 angeordneten Wendeeinrichtung 23 können die Bogen in der
Offset-Druckeinrichtung 04 auch beidseitig bedruckt werden, d. h. im Schön- und Widerdruck.
Nach dem Durchlauf durch die hier z. B. als Offset-Druckeinrichtung 04 ausgebildeten
Bearbeitungsstation 04 wird der betreffende vorzugsweise vierfarbig bedruckte Bogen
mittels der ersten Transportzylinderanordnung an mindestens eine Non-Impact-Druckeinrichtung
06 übergeben. Die Non-Impact-Druckeinrichtung 06 weist vorzugsweise mehrere, z. B.
fünf linear in einer Reihe angeordnete insbesondere jeweils einzeln gesteuerte Tintenstrahldrucker
auf, die z. B. in den Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und/oder Schwarz sowie vorzugsweise
zusätzlich mindestens einer kundenspezifischen Druckfarbe wie z. B. Orange und/oder
Grün und/oder Violett drucken. Danach erfolgt eine Trocknung der in der Offset-Druckeinrichtung
04 mit mindestens einem statischen Druckbild und in der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 mit mindestens einem sich ändernden oder zumindest veränderlichen Druckbild versehenen
Bogen in einem Trockner 07 bzw. Zwischentrockner 07 vorzugsweise mit Heißluft und/oder
mit einer IR-Strahlungsquelle. Wiederum danach werden die Bogen in einer mechanischen
Weiterverarbeitungseinrichtung 11 z. B. durch Stanzen und/oder Rillen und/oder Ausbrechen
von Nutzen aus dem jeweiligen Bogen weiterverarbeitet. Letztlich werden die Bogen
und/oder jeweils aus den Bogen gelöste Nutzen in einer Auslage 12 gesammelt, insbesondere
gestapelt. Im Wirkungsbereich des ersten Greifersystems 16 bzw. des ersten Kettenförderers
16 kann jeweils entlang des für die Bogen vorgesehenen Transportweges eine Auslage
12, insbesondere eine Mehrstapelauslage vorgesehen sein. Ebenso ist in Transportrichtung
T der Bogen z. B. nach der mechanischen Weiterverarbeitungseinrichtung 11 eine Mehrstapelauslage
angeordnet. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, weist jede der in der Maschinenanordnung
in Transportrichtung T der Bogen nach dem Bogenanleger 01 bis zur Auslage 12 vorgesehenen
Bearbeitungsstationen 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11 jeweils mindestens einen Transportzylinder
39 oder sonstigen bogenführenden Zylinder 22; 38; 43; 44 auf, wobei der betreffende
Transportzylinder 39 oder sonstige bogenführende Zylinder 22; 38; 43; 44 jeweils mehrfachgroß,
vorzugsweise mindestens zweifachgroß ausgebildet ist. Wie in den Fig. 2 bis 13 dargestellt,
ist zumindest ein in der die Non-Impact-Druckeinrichtung 06 aufweisenden Bearbeitungsstation
06 angeordneter Druckzylinder 22; 38 zumindest dreifachgroß, vorzugsweise vierfachgroß
ausgebildet. Die Beschichtungseinrichtung 02; 08, d. h. insbesondere die Primerauftrageinrichtung
02 und/oder die Lackiereinrichtung 08 weisen für den Bogentransport jeweils vorzugsweise
einen zweifachgroßen Transportzylinder 39 oder sonstigen bogenführenden Zylinder 43;
44 auf. In der Maschinenanordnung sind mit Ausnahme des betreffenden in der mindestens
einen die Non-Impact-Druckeinrichtung 06 aufweisenden Bearbeitungsstation 06 angeordneten
Druckzylinders 22; 38 alle übrigen Transportzylinder 39 oder sonstigen bogenführenden
Zylinder 43; 44 beispielsweise gleichgroß, insbesondere zweifachgroß ausgebildet.
[0037] Die im Anleger 01, insbesondere im Bogenanleger 01 von einem Stapel aufgegriffenen
Bogen werden beabstandet voneinander einzeln z. B. durch die z. B. Offset-Druckeinrichtung
04 ausgebildete der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 vorgeordnete Bearbeitungsstation
02; 03; 04 mit einer ersten Transportgeschwindigkeit transportiert. Die von der der
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 vorgeordneten z. B. als Offset-Druckeinrichtung 04
ausgebildeten Bearbeitungsstation 02; 03; 04 an die Non-Impact-Druckeinrichtung 06
übergebenen Bogen werden in dieser Non-Impact-Druckeinrichtung 06 mit einer zweiten
Transportgeschwindigkeit transportiert, wobei die in der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 geltende zweite Transportgeschwindigkeit i. d. R. geringer ist als die z. B. in
der Offset-Druckeinrichtung 04 geltende erste Transportgeschwindigkeit. Zur Anpassung
der z. B. in der Offset-Druckeinrichtung 04 geltenden ersten Transportgeschwindigkeit
an die i. d. R. geringere in der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 geltende zweite Transportgeschwindigkeit
wird z. B. die zwischen direkt aufeinanderfolgenden Bogen bestehende Bogenlücke, d.
h. der Abstand, der sich z. B. aufgrund einer Greiferkanalbreite für die im Greiferschluss
z. B. durch die Offset-Druckeinrichtung 04 transportierten Bogen ergibt, bei der Übergabe
dieser Bogen z. B. von der Offset-Druckeinrichtung 04 an die Non-Impact-Druckeinrichtung
06 vorzugsweise verringert, wobei eine solche Abstandsverringerung bezogen auf ihren
ursprünglichen Abstand z. B. im Bereich zwischen 1% und 98% liegt. Damit werden direkt
aufeinanderfolgende Bogen auch in der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 voneinander beabstandet
transportiert, jedoch mit einer i. d. R. geringeren Bogenlücke bzw. mit einem geringeren
Abstand als z. B. in der Offset-Druckeinrichtung 04 und demzufolge auch mit einer
geringeren zweiten Transportgeschwindigkeit. Diese zweite Transportgeschwindigkeit
wird vorzugsweise beibehalten, wenn in der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 bedruckte
Bogen zunächst an einen Zwischentrockner 07 oder Trockner 09 und von dort z. B. mittels
eines Anlegetisches an eine mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung 11 weiter bis
zur Auslage 12 transportiert werden. Jedoch können die Bogen von ihrer zweiten Transportgeschwindigkeit
auch auf eine dritte Transportgeschwindigkeit gebracht werden, wenn dies die der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 nachgeordnete z. B. als mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung 11 ausgebildete
Bearbeitungsstation 08; 09; 11 erfordert, wobei die dritte Transportgeschwindigkeit
i. d. R. höher ist als die zweite Transportgeschwindigkeit und z. B. wieder der insbesondere
in der Offset-Druckeinrichtung 04 geltenden ersten Transportgeschwindigkeit entspricht.
Vor der mechanischen Weiterverarbeitungseinrichtung 11 ist z. B. die zweite Transportzylinderanordnung
vorgesehen, welche die aus dem Zwischentrockner 07 oder Trockner 09 kommenden Bogen
aufgreift und zur mechanischen Weiterverarbeitungseinrichtung 11 transportiert. Auch
im Bereich der mechanischen, in Reihe z. B. mehrere Bearbeitungswerke 46 aufweisenden
Weiterverarbeitungseinrichtung 11 ist für eine Übergabe der Bogen von einer zur nächsten
der in einer Reihe angeordneten Bearbeitungswerke 46 jeweils ein Rotationskörper,
insbesondere ein Zylinder, vorzugsweise eine Transfertrommel 44 vorgesehen, die jeweils
zwischen zwei benachbarten Bearbeitungswerken 46 angeordnet ist. Eines der Bearbeitungswerke
46 ist z. B. als ein Stanzwerk, insbesondere als ein Rotationsstanzwerk, ein anderes
Bearbeitungswerk 46 z. B. als ein Rillwerk ausgebildet. Das betreffende Bearbeitungswerk
46 ist die mechanische Weiterverarbeitung der Bogen vorzugsweise in einem Zusammenwirken
mit einem den jeweiligen Bogen transportierenden Zylinder ausführend ausgebildet.
Nach ihrer mechanischen Weiterverarbeitung werden die Bogen und/oder aus ihnen herausgetrennte
Nutzen z. B. mittels eines Kettenförderers 21 zur Auslage 12 transportiert und dort
gesammelt, vorzugsweise gestapelt.
[0038] Die Bogen werden vom Ausgang der z. B. als Offset-Druckeinrichtung 04 ausgebildeten
der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 vorgeordneten Bearbeitungsstation 02; 03; 04 zumindest
bis zum Ausgang des Zwischentrockners 07 oder Trockners 09, vorzugsweise bis zum Anfang
der der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 nachgeordneten z. B. als mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung
11 ausgebildeten Bearbeitungsstation 08; 09; 11 jeweils mittels einer mehrteiligen,
d. h. aus mehreren in Transportrichtung T der Bogen nacheinander angeordneten Baugruppen,
insbesondere Transporteinheiten bestehenden Transporteinrichtung transportiert, wobei
die Transporteinrichtung vorzugsweise mehrere mehrfachgroße Transportzylinder 39 aufweist.
Bei Bedarf kann auch zwischen der Offset-Druckeinrichtung 04 und der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 ein Zwischentrockner 07 oder ein Trockner 09 angeordnet sein.
[0039] Der Fig. 2 ist auch entnehmbar, dass die jeweiligen Rotationsachsen von Bearbeitungszylindern,
wie z. B. dem Druckzylinder 22 oder den jeweiligen Zylindern der Primerauftrageinrichtung
02, der Lackiereinrichtung 08 oder einem Trockner 07, und einem einem dieser Bearbeitungszylinder
in Transportrichtung T der Substrate unmittelbar nachgeordneten oder unmittelbar vorgeordneten
Transportzylinder vertikal versetzt angeordnet sind. So bildet eine durch die Rotationsachse
eines Bearbeitungszylinders und die Rotationsachse eines unmittelbar nachgeordneten
Transportzylinders oder einer Transfertrommel verlaufende Gerade zu einer Horizontalen
einen spitzen Winkel α1, und/oder eine durch die Rotationsachse eines Bearbeitungszylinders
und die Rotationsachse eines unmittelbar vorgeordneten Transportzylinders oder einer
Transfertrommel verlaufende Gerade zu einer Horizontalen einen spitzen Winkel α2 im
Bereich zwischen 15° und 30°, vorzugsweise zwischen 20° und 25°, insbesondere 22,5°,
wobei die Horizontale z. B. jeweils durch die Rotationsachse des betreffenden Transportzylinders
oder durch die Rotationsachse der betreffenden Transfertrommel verläuft. Der zum nachgeordneten
Transportzylinder oder zur nachgeordneten Transfertrommel gerichtete Winkel α1 liegt
z. B. im Bereich zwischen dem Einfachen und dem Doppelten des zum vorgeordneten Transportzylinder
gerichteten Winkels a2, vorzugsweise zwischen dem 1,3-fachen und dem 1,7-fachen, insbesondere
beträgt er das 1,5-fache des zum vorgeordneten Transportzylinder gerichteten Winkels
a2.
[0040] In den Fig. 3 bis 8 sind weitere Maschinenanordnungen jeweils mit mehreren Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 beispielhaft und schematisch dargestellt, wobei
die jeweiligen Bezugszeichen die zuvor erläuterten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03;
04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 und weitere ihrer jeweiligen Aggregate bezeichnen.
[0041] In der Fig. 3 ist eine Maschinenanordnung mit folgenden in Transportrichtung T des
Bedruckstoffes hintereinander angeordneten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 gezeigt: Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02 oder Lackiereinrichtung
08; Zwischentrockner 07; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07; Lackiereinrichtung
08; Trockner 09; Auslage 12.
[0042] In der Fig. 4 ist eine Maschinenanordnung mit folgenden in Transportrichtung T des
Bedruckstoffes hintereinander angeordneten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 gezeigt: Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Zwischentrockner
07; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Trockner 09; Auslage 12.
[0043] In der Fig. 5 ist eine Maschinenanordnung mit folgenden in Transportrichtung T des
Bedruckstoffes hintereinander angeordneten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 gezeigt: Bogenanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Zwischentrockner
07; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07; Lackiereinrichtung 08; Zwischentrockner
07; Lackiereinrichtung 08; Trockner 09; Auslage 12.
[0044] In der Fig. 6 ist eine Maschinenanordnung mit folgenden in Transportrichtung T des
Bedruckstoffes hintereinander angeordneten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 gezeigt: Bogenanleger 01; einer ersten Offset-Druckeinrichtung
04; Kaltfolienauftrageinrichtung 03; vier weiteren Offset-Druckeinrichtungen 04 in
Reihenbauweise; Zwischentrockner 07; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner
07; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Trockner 09; Auslage 12.
[0045] In der Fig. 7 ist eine aufgrund ihrer Länge in einem Versatz dargestellte Maschinenanordnung
mit folgenden in Transportrichtung T des Bedruckstoffes hintereinander angeordneten
Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 gezeigt: Bogenanleger
01; einer ersten Offset-Druckeinrichtung 04; Kaltfolienauftrageinrichtung 03; vier
weiteren Offset-Druckeinrichtungen 04 in Reihenbauweise; Zwischentrockner 07; Non-Impact-Druckeinrichtung
06; Zwischentrockner 07; Lackiereinrichtung 08; Trockner 09; zwei mechanische Weiterverarbeitungseinrichtungen
11 in Reihenbauweise; Auslage 12.
[0046] In der Fig. 8 ist eine Maschinenanordnung mit folgenden in Transportrichtung T des
Bedruckstoffes hintereinander angeordneten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 gezeigt: Magazinanleger 01; Primerauftrageinrichtung 02; Zwischentrockner
07; Non-Impact-Druckeinrichtung 06; Zwischentrockner 07; Lackiereinrichtung 08; Trockner
09; Auslage 12.
[0047] Wie bereits erwähnt, ist vorgesehen, mit den zuvor beschriebenen Maschinenanordnungen,
die jeweils mehrere Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 zur
Bearbeitung von Bogen und für den Transport dieser Bogen mindestens eine Transportvorrichtung
aufweisen, Bogen unterschiedlichen Formats, d. h. von unterschiedlicher Länge und/oder
Breite zu bearbeiten. Daher unterscheiden sich die i. d. R. rechteckförmigen Bogen
z. B. in ihrer jeweiligen Länge, wobei sich diese Länge jeweils in Transportrichtung
T dieser Bogen erstreckt. Um bei Verwendung einer insbesondere als eine Non-Impact-Druckeinrichtung
06 ausgebildeten Bearbeitungsstation 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12, der mehrere
Bogen sequentiell zugeführt werden, die Produktivität der jeweiligen Maschinenanordnung
bei vergleichsweise kürzeren Bogen, d. h. bei Bogen kleineren Formats gegenüber sonst
großformatigeren in dieser Maschinenanordnung bearbeiteten Bogen, nicht zu verringern,
wird ein Verfahren mit folgenden Verfahrensschritten vorgeschlagen:
[0048] Verfahren zum Betrieb einer mehrere Bogen einer Bearbeitungsstation 02; 03; 04; 06;
07; 08; 09; 11; 12 sequentiell zuführenden Transportvorrichtung, bei dem zum Bearbeiten
durch dieselbe Bearbeitungsstation 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 Bogen unterschiedlicher
sich jeweils in Transportrichtung T dieser Bogen erstreckender Länge verwendet werden,
wobei die der Bearbeitungsstation 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 nacheinander
zuzuführenden Bogen von der Transportvorrichtung jeweils in einem Abstand transportiert
werden, wobei die Transportvorrichtung den zu transportierenden Bogen jeweils eine
Transportgeschwindigkeit aufprägt, wobei der zwischen unmittelbar aufeinander folgenden
Bogen bestehende Abstand für Bogen verschiedener sich jeweils in Transportrichtung
T dieser Bogen erstreckender Länge durch eine Veränderung der von der Transportvorrichtung
den betreffenden Bogen aufzuprägenden Transportgeschwindigkeit konstant gehalten wird,
wobei die Transportgeschwindigkeit des in Transportrichtung T nachfolgenden Bogens
im Verhältnis zu der Transportgeschwindigkeit des unmittelbar vorausgehenden Bogens
verändert wird. Dabei werden die der betreffenden Bearbeitungsstation 02; 03; 04;
06; 07; 08; 09; 11; 12 nacheinander zuzuführenden Bogen zum Erreichen und/oder zum
Beibehalten einer von der Bearbeitungsstation 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 zu
erbringenden hohen Produktivität von der Transportvorrichtung jeweils vorzugsweise
in einem minimalen, aber i. d. R. von Null verschiedenen Abstand transportiert. Der
Abstand zwischen in Transportrichtung T aufeinanderfolgenden Bogen, d. h. zwischen
der sich quer zur Transportrichtung T erstreckenden hinteren Kante des vorhergehenden
Bogens und der sich quer zur Transportrichtung T erstreckenden Vorderkante des unmittelbar
nachfolgenden Bogens, liegt z. B. im Bereich zwischen 0,5 mm und 50 mm, vorzugsweise
bei weniger als 10 mm. Wenn ein Bogen kürzerer Länge in der betreffenden Bearbeitungsstation
02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 nach einem Bogen größerer Länge zu bearbeiten ist,
wird der Bogen kürzerer Länge von der Transportvorrichtung durch eine Erhöhung seiner
Transportgeschwindigkeit beschleunigt. Umgekehrt wird ein Bogen größerer Länge von
der Transportvorrichtung durch eine Verringerung seiner Transportgeschwindigkeit verlangsamt,
wenn der Bogen größerer Länge in der betreffenden Bearbeitungsstation 02; 03; 04;
06; 07; 08; 09; 11; 12 nach einem Bogen kürzerer Länge zu bearbeiten ist. Als Bearbeitungsstation
02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 wird vorzugsweise eine Non-Impact-Druckeinrichtung
06 verwendet, deren Produktivität i. d. R. dann am größten ist, wenn ihr die von ihr
zu bedruckenden Bogen ungeachtet ihres jeweiligen Formats in einem konstanten minimalen
Abstand aufeinanderfolgend zugeführt werden. Wenn in der betreffenden Maschinenanordnung
der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 eine z. B. als eine Offset-Druckeinrichtung 04
ausgebildete Bearbeitungsstation 04 vorgeordnet ist, werden in der Offset-Druckeinrichtung
04 bedruckte Bogen unabhängig von ihrem jeweiligen Format mit der einer Produktionsgeschwindigkeit
dieser Offset-Druckeinrichtung 04 entsprechenden Transportgeschwindigkeit der Transportvorrichtung
zugeführt, wobei diese diesen Bogen von der Offset-Druckeinrichtung 04 vorgegebene
Transportgeschwindigkeit während ihres Transports mit der Transportvorrichtung an
die einer Verarbeitungsgeschwindigkeit der Non-Impact-Druckeinrichtung 06 entsprechende
Transportgeschwindigkeit anzupassen ist. Wenn diese Bogen ungeachtet ihres jeweiligen
Formats zusätzlich noch jeweils in einem konstanten Abstand zueinander der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 zugeführt werden sollen, werden Bogen größerer Länge weniger verlangsamt als kürzere
Bogen, jedoch wird in jedem Fall eine Verringerung ihrer jeweiligen Transportgeschwindigkeit
erforderlich sein, weil die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 i. d. R. geringer ist als die Produktionsgeschwindigkeit der Offset-Druckeinrichtung
04.
[0049] Der jeweilige Bogen wird während seines Transports von einer zur nächsten Bearbeitungsstation
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 und/oder auch innerhalb dieser jeweils als
ein Modul ausgebildeten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11;
12 jeweils von der jeweiligen in Transportrichtung T der Bogen hintereinander mehrere
Transportzylinder aufweisenden Transportvorrichtung vorzugsweise jeweils kraftschlüssig
und/oder formschlüssig durch Haltemittel, z. B. durch Saugluft und/oder durch Greifer
gehalten.
[0050] In einer bevorzugten Ausführung wird die dem betreffenden Bogen aufzuprägende Transportgeschwindigkeit
von einer z. B. an einem Leitstand der Maschinenanordnung angeordneten vorzugsweise
elektronischen Steuereinheit eingestellt, wobei die Steuereinheit die Einstellung
der Transportgeschwindigkeit insbesondere zur Einhaltung des konstanten Abstands zwischen
aufeinanderfolgenden Bogen z. B. in einem Regelkreis vornimmt. Es ist z. B. vorgesehen,
dass ein der mechanischen Weiterverarbeitungseinrichtung 11 zuzuführender Bogen durch
den Schwinggreifer 19 und die z. B. einfachgroß ausgebildeten Übergabetrommel 31 von
der zweiten Transportgeschwindigkeit auf die dritte Transportgeschwindigkeit gebracht
wird, was bedeutet, dass der betreffende Bogen insbesondere durch die von der Steuereinheit
gesteuerte Rotation der Übergabetrommel 31 beschleunigt wird.
[0051] Fig. 9 zeigt beispielhaft eine Maschinenanordnung mit mehreren Bearbeitungsstationen
01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12, wobei die Bearbeitungsstationen 01; 02; 03;
04; 06; 07; 08; 09; 11; 12 in Transportrichtung T der Substrate hintereinander angeordnet
sind. Die aneinandergereihten Bearbeitungsstationen 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09;
11; 12 sind jeweils als ein eigenständig funktionsfähiges Modul ausgebildet, wobei
jedes der Module jeweils eine in einem eigenen Gestell montierte Maschineneinheit
bildet. In der bevorzugten Ausführung weisen diejenigen Module, die als eine Beschichtungseinrichtung
02; 03; 08 (d. h. Primerauftrageinrichtung 02, Kaltfolienauftrageinrichtung 03 oder
Lackiereinrichtung 08) oder als ein Trockner 07; 09 oder als eine Druckeinrichtung
04; 06 oder als eine mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung 11 ausgebildet sind,
jeweils eine Substratführungseinheit 24 und eine Substratbearbeitungseinheit 26 auf.
Die Substratführungseinheit 24 weist zum Transport der Substrate z. B. eine Transportzylinderanordnung
mit einem oder mehreren Transportzylindern 39 oder einer oder mehreren Transfertrommeln
43; 44 auf, wobei die Transportzylinder 39 oder Transfertrommeln 43; 44 mehrfachgroß,
vorzugsweise doppeltgroß oder dreifachgroß ausgebildet sind. Die Substratbearbeitungseinheit
26 weist je nach Art der jeweiligen Bearbeitungsstation 01; 02; 03; 04; 06; 07; 08;
09; 11; 12 z. B. die eigentliche Beschichtungseinrichtung 02; 03; 08 oder den Trockner
07; 09 oder mindestens ein Druckwerk 86; 87; 88 der Druckeinrichtung 04; 06 oder mindestens
ein Bearbeitungswerk 46 der mechanischen Weiterverarbeitungseinrichtung 11 auf. Die
Substratführungseinheit 24 und die Substratbearbeitungseinheit 26 weisen an ihrer
Fügestelle jeweils eine im Wesentlichen horizontale Fügefläche auf und bilden so zu
sagen ein Unterbaumodul 24 und ein Oberbaumodul 26.
[0052] Die in der Fig. 9 dargestellte Maschinenanordnung ist eine Maschinenanordnung für
den Schön- und Wiederdruck und weist ausgehend von einem als Bogenanleger 01 oder
Magazinanleger 01 ausgebildeten, gestapelte Substrate nacheinander z. B. mit einem
Saugkopf 41 ergreifenden Anleger 01 und einem nachgeordneten Schwinggreifer 13 mit
einer Übergabetrommel 14 in Transportrichtung T der Substrate (Bogen) hintereinander
eine Beschichtungseinrichtung 02; 03; 08 insbesondere in Form einer ersten Primerauftrageinrichtung
02 und danach einen ersten Trockner 07 auf. Die derart vorderseitig vorbehandelten
Substrate werden dann einer jeweils die Vorderseite der Substrate bedruckenden ersten
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 mit einem ersten Druckzylinder 22 zugeführt, wobei
dieser erste Druckzylinder 22 vorzugsweise dreifachgroß oder vierfachgroß ausgebildet
ist, was bedeutet, dass dieser erste Druckzylinder 22 an seinem Umfang mindestens
so viele Halteelemente aufweist, dass an seinem Umfang hintereinander drei oder vier
Substrate jeweils durch einen Kraftschluss und/oder durch einen Formschluss haltend
angeordnet oder zumindest anordenbar sind. Im Regelfall ist jedem am Umfang des Druckzylinders
22 zu haltenden Substrat jeweils mindestens ein Haltemittel oder Halteelement zugeordnet,
wobei diejenigen Halteelemente, die unterschiedlichen Substraten zugeordnet sind,
jeweils unabhängig voneinander, d. h. getrennt voneinander betätigbar sind. Als Greifer
ausgebildete Halteelemente sind insbesondere in einem an der Mantelfläche des betreffenden
Druckzylinders 22 geöffneten Kanal angeordnet, wobei sich der jeweilige Kanal jeweils
an der Mantelfläche des betreffenden Druckzylinders 22 axial erstreckt. Das bedeutet
bei z. B. vier entlang des Umfangs des betreffenden Druckzylinders 22 anordenbaren
Substraten, dass der betreffende Druckzylinder 22 vier Kanäle aufweist, wobei in jedem
Kanal jeweils mindestens ein Halteelement angeordnet ist. In einem Kanal können z.
B. auch mindestens zwei Haltelemente angeordnet sein, wobei eines dieser Halteelemente
eine in Transportrichtung T der Substrate hintere Kante von einem ersten dieser Substrate
hält und ein anderes dieser Halteelemente eine in Transportrichtung T der Substrate
vordere Kante von einem dem ersten Substrat am Umfang des betreffenden Druckzylinders
22 unmittelbar nachfolgenden zweiten Substrat hält. Entlang eines Teils des Umfangs
des ersten Druckzylinders 22 sind nacheinander vorzugsweise mehrere Inkjetdruckeinrichtungen
angeordnet, wobei ein radialer Abstand zwischen einer Tintenaustrittsöffnung der betreffenden
Inkjetdruckeinrichtung und einer Oberseite des an der Mantelfläche des betreffenden
rotierenden Druckzylinders 22 gehaltenen Substrates bei dessen Passieren der betreffenden
Inkjetdruckeinrichtung vorzugsweise nur wenige Millimeter, insbesondere nur etwa 1
mm beträgt. In der bevorzugten Ausführung folgt der ersten Non-Impact-Druckeinrichtung
06 eine als ein reines Transportmodul ausgebildete Substratführungseinheit 24 ohne
weitere Substratbearbeitungseinheit 26. Auch dieses Transportmodul ist in einem eigenen
Gestell angeordnet. Diese Substratführungseinheit 24 ermöglicht in dieser Maschinenanordnung
die Ausbildung einer ausreichend breiten Quergalerie, welche ihrerseits z. B. für
Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten die Zugänglichkeit zur ersten Non-Impact-Druckeinrichtung
06 verbessert. In einer anderen Ausführung ist alternativ oder zusätzlich eine als
ein reines Transportmodul ausgebildete Substratführungseinheit 24 ohne weitere Substratbearbeitungseinheit
26 der ersten Non-Impact-Druckeinrichtung 06 vorgeordnet. Durch die Anordnung des
z. B. zwei doppeltgroße Transportzylinder oder Transfertrommeln aufweisenden Transportmoduls
in der Maschinenanordnung wird erreicht, dass ein horizontaler Abstand a zwischen
der Mantelfläche des Druckzylinders 22 und dem insbesondere doppeltgroß ausgebildeten
Bearbeitungszylinder der in Transportrichtung T der Substrate nächsten Bearbeitungsstation
mindestens dem doppelten Durchmesser d dieses Bearbeitungszylinders entspricht (Fig.
3). Nach der Substratführungseinheit 24 ist ein die bedruckte Vorderseite der Substrate
trocknender zweiter Trockner 09 angeordnet. Dem zweiten Trockner 09 folgt z. B. eine
Wendeeinrichtung 23, die es ermöglicht, dass im Fortgang auch die Rückseite der Substrate
bedruckt werden kann. So wie zuvor für den Schöndruck, d. h. für das Bedrucken der
Vorderseite beschrieben, werden die Substrate von der Wendeeinrichtung 23 kommend
zuerst einer die Rückseite der Substrate behandelnden zweiten Primerauftrageinrichtung
02 und danach einem dritten Trockner 07 zugeführt. Es folgt eine jeweils die Rückseite
der Substrate bedruckende zweite Non-Impact-Druckeinrichtung 37 mit einem zweiten
Druckzylinder 38, wobei dieser zweite Druckzylinder 38 wiederum vorzugsweise dreifachgroß
oder vierfachgroß ausgebildet ist, was bedeutet, dass dieser zweite Druckzylinder
38 an seinem Umfang so viele Haltemittel oder Halteelemente aufweist, dass an seinem
Umfang hintereinander drei oder vier Substrate jeweils durch einen Kraftschluss und/oder
durch einen Formschluss haltend angeordnet oder zumindest anordenbar sind. Entlang
eines Teils des Umfangs des zweiten Druckzylinders 38, d. h. an dessen Peripherie
sind nacheinander vorzugsweise mehrere, z. B. mindestens vier oder insbesondere sieben
Inkjetdruckeinrichtungen angeordnet, wobei diese Inkjetdruckeinrichtungen z. B. die
Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und/oder Black sowie z. B. mindestens eine der Sonderfarben
Orange und/oder Grün und/oder Violett verdrucken. Die Wendeeinrichtung 23 ist in Transportrichtung
T der Substrate also zwischen der ersten Non-Impact-Druckeinrichtung 06 und der zweiten
Non-Impact-Druckeinrichtung 37 angeordnet. Auch nach und/oder vor der zweiten Non-Impact-Druckeinrichtung
37 ist aus demselben Grund wie zuvor erläutert vorzugsweise jeweils eine Substratführungseinheit
24 ohne weitere Substratbearbeitungseinheit 26 angeordnet. Es folgt ein vierter Trockner
09 zum Trocknen der bedruckten Rückseite der Substrate. In der bevorzugten Ausführung
ist danach eine Lackiereinrichtung 08 vorgesehen. Die lackierten Substrate werden
anschließend in einem weiteren Trockner 09 getrocknet, wobei dieser Trockner 09 z.
B. im Transportweg einer als ein Kettenförderer 21 ausgebildeten Transporteinrichtung
angeordnet ist, wobei diese Transporteinrichtung die Substrate zu einer Auslage 12,
insbesondere zu einer Mehrstapelauslage transportiert und dort auslegt. In der in
der Fig. 9 beispielhaft dargestellten Maschinenanordnung sind die jeweiligen jeweils
eine Transportzylinderanordnung aufweisenden Substratführungseinheiten 24 abgesehen
von den beiden Druckzylindern 22 vorzugsweise jeweils doppeltgroß ausgebildet, so
dass am Umfang der jeweiligen Transportzylinder 39 oder Transfertrommeln 43; 44 jeweils
zwei Substrate hintereinander angeordnet oder zumindest anordenbar sind. Die Trockner
07; 09 sind z. B. als ein UV-Trockner oder als ein IR-Trockner oder als ein Mikrowellen-Trockner
ausgebildet, gegebenenfalls in Kombination mit einem Heißlufttrockner. Die UV-Trockner
und/oder IR-Trockner sind z. B. jeweils als ein LED-Trockner ausgebildet. Ein Mikrowellen-Trockner
arbeitet mit Mikrowellen mit einer Frequenz im Bereich von z. B. 2 bis 300 GHz, bevorzugt
2,45 bis 22,35 GHz. Es kann auch vorgesehen sein, dass in einem Trockner zumindest
jeweils zwei der genannten Trocknungsverfahren jeweils in Kombination verwendet werden.
[0053] In der Wendeeinrichtung 23 erfolgt die Wendung in der Regel nach dem Prinzip der
Hinterkantenwendung. Die Wendeeinrichtung 23 kann beispielsweise als Drei-Trommel-Wendung
oder als Ein-Trommel-Wendung ausgebildet sein. In der Drei-Trommel-Wendung sind drei
Substratführungszylinder angeordnet. In Transportrichtung T der Substrate ist dabei
beispielsweise eine einfachgroße oder doppeltgroße Übergabetrommel, eine vorzugsweise
doppeltgroße Speichertrommel und eine vorzugsweise einfachgroße Wendetrommel angeordnet.
Ein einfachgroßer Zylinder kann dabei ein Substrat maximalen Formates umfangsseitig
aufnehmen. Ein einfachgroßer Zylinder weist z. B. in einem Offset-Druckwerk so bezogen
auf den Durchmesser eines z. B. als Plattenzylinder ausgebildeten Formzylinders den
gleichen Durchmesser auf, wohingegen ein doppeltgroßer Zylinder einen doppelt großen
Durchmesser aufweist.
[0054] Die Wendetrommel ist insbesondere mit einem Wendegreifersystem und die Speichertrommel
ist dann mit je mindestens einem Substrathaltesystem pro substrattragender Mantelfläche
ausgestattet. Die Substrathaltesysteme sind vorzugsweise als ein Greifersystem für
die in Transportrichtung T vordere Kante des Substrates ausgebildet. Vorzugsweise
sind auch Fixierelemente für den hinteren Bereich eines Substrates vorgesehen, die
vorzugsweise jeweils als ein Saugersystem ausgebildet sind. Die Saugersysteme sind
vorzugsweise mit verstellbaren hinteren Mantelsegmenten verbunden und in Umfangsrichtung
relativ gegenüber den Greifersystemen an vorderen Mantelsegmenten verstellbar, so
dass Substrate vom maximalen bis minimalen Format in der Betriebsart Schöndruck und/oder
in der Betriebsart Schön- und Widerdruck im vorderen und hinteren Bereich auf der
Speichertrommel gehalten werden können. Unterhalb von Speichertrommel und/oder Wendetrommel
sind Substratführungselemente zur Führung der Substrate anordenbar. Weiterbildend
ist der Wendeeinrichtung 23 eine Leitrakel zum Führen des Substrates zwischen der
Speichertrommel und Wendetrommel zugeordnet.
[0055] Fig. 10 zeigt beispielhaft eine Maschinenanordnung für die einseitige Bearbeitung
von Substraten, insbesondere für deren einseitigen Druck. Die Substrate werden von
einem Anleger 01 kommend mittels eines Schwinggreifers 13 einer z. B. einfachgroß
ausgebildeten Übergabetrommel 14 übergeben und von dort über eine z. B. nur einen
einzigen Transportzylinder 39 oder nur eine einzige Transfertrommel 43; 44 aufweisenden
Substratführungseinheit 24 einer jeweils die Vorderseite der Substrate bedruckenden
Non-Impact-Druckeinrichtung 06 mit einem dreifachgroß oder vierfachgroß ausgebildeten
Druckzylinder 22 zugeführt. Um die Auflage der Substrate auf der Mantelfläche des
Druckzylinders 22 zu verbessern, d. h. ein Niederhalten des auf der Mantelfläche des
Druckzylinders 22 aufliegenden Substrates zu unterstützen, sind in Drehrichtung des
Druckzylinders 22 vor der an dessen Umfang angeordneten mindestens einen Non-Impact-Druckeinrichtung
06 z. B. eine Blaslufteinrichtung 27 und/oder ein Andrückelement 28 z. B. in Form
einer Glättwalze oder Anbügelwalze vorgesehen, wobei sich die Blaslufteinrichtung
27 und/oder das Andrückelement 28 jeweils orthogonal zur Transportrichtung T der Substrate
vorzugsweise jeweils über deren gesamte Breite erstrecken. Es folgt z. B. eine Substratführungseinheit
24 mit einer mindestens zwei Transportzylinder 39 oder Transfertrommeln 43; 44 aufweisenden
Transportzylinderanordnung. Es schließen sich danach ein Trockner 07 und eine Lackiereinrichtung
08 an. Die lackierten Substrate werden anschließend in einem weiteren Trockner 09
getrocknet, wobei dieser Trockner 09 z. B. wieder im Transportweg einer als ein Kettenförderer
21 ausgebildeten Transporteinrichtung angeordnet ist, wobei diese Transporteinrichtung
die Substrate zu einer Auslage 12 transportiert und dort auslegt. Die Substratführungseinheiten
24 weisen mit Ausnahme des Druckzylinders 22 z. B. jeweils doppeltgroß ausgebildete
Transportzylinder 39 oder Transfertrommeln 43; 44 auf. Die der Non-Impact-Druckeinrichtung
06 vorzugsweise nachgeordnete oder auch vorgeordnete Substratführungseinheit 24 mit
einer mindestens zwei Transportzylinder 39 oder Transfertrommeln 43; 44 aufweisenden
Transportzylinderanordnung erstreckt sich in Transportrichtung T der Substrate über
eine Länge, die mindestens dem eineinhalbfachen Durchmesser des betreffenden Transportzylinders
39 oder der betreffenden Transfertrommel 43; 44 entspricht.
[0056] Die Figuren 11 bis 13 zeigen beispielhaft jeweils eine Maschinenanordnung für die
einseitige Bearbeitung von Substraten, insbesondere für deren einseitigen Druck, wobei
nach dem Anleger 01 z. B. eine Primerauftrageinrichtung 02 und ein Trockner 07 vorgesehen
sind. Es folgen in der Maschinenanordnung in Transportrichtung T der Substrate eine
Non-Impact-Druckeinrichtung 06, eine Substratführungseinheit 24, ein weiterer Trockner
07, eine Lackiereinrichtung 08 und ein z. B. im Transportweg einer als ein Kettenförderer
21 ausgebildeten Transporteinrichtung angeordneter Trockner 09, wobei diese Transporteinrichtung
die Substrate zu einer Auslage 12 transportiert und dort auslegt.
[0057] In der Maschinenanordnung der Fig. 11 ist der Druckzylinder 22 z. B. vierfachgroß
ausgebildet. Der vierfachgroße Druckzylinder 22 übernimmt die zu bedruckenden Substrate
von einer unmittelbar vorgeordneten Transfertrommel 43, die in dem dargestellten Beispiel
dreifachgroß ausgebildet ist. In der Maschinenanordnung der Fig. 12 ist der Druckzylinder
22 ebenfalls vierfachgroß ausgebildet, jedoch übergibt der vierfachgroße Druckzylinder
22 die bedruckten Substrate an eine diesem Druckzylinder 22 unmittelbar nachgeordnete
dreifachgroß ausgebildete Transfertrommel 44. Fig. 12 zeigt den vierfachgroß ausgebildeten
Druckzylinders 22 mit einer diesem Druckzylinder 22 unmittelbar vorgeordneten doppeltgroß
ausgebildeten Transfertrommel 43. Somit können dem Druckzylinder 22 eine mehrfachgroß
ausgebildete Transfertrommel 43 unmittelbar vorgeordnet und eine mehrfachgroß ausgebildete
Transfertrommel 44 unmittelbar nachgeordnet sein. Die Mantelfläche des Druckzylinders
22 und die Mantelfläche insbesondere der diesem Druckzylinder 22 unmittelbar vorgeordneten
Transfertrommel 43 sind z. B. derart gegeneinander angestellt oder zumindest anstellbar,
dass zwischen ihnen ein das jeweilige Substrat führender Spalt 32 ausgebildet ist,
wobei die jeweilige Weite dieses Spaltes 32 vorzugsweise in Abhängigkeit vom jeweiligen
Substrat, insbesondere von dessen Materialstärke, d. h. dessen Dicke oder Grammatur
eingestellt ist, wobei die Grammatur des Substrates z. B. in einem Bereich zwischen
7 g/m
2 und 600 g/m
2 liegt. Die vorzugsweise stufenlos variabel einstellbare Weite des Spaltes 32 liegt
z. B. im Bereich von 0 bis 3 mm, insbesondere 0,1 mm bis 1 mm.
[0058] In der Maschinenanordnung der Fig. 13 sind der Druckzylinder 22 und die diesem Druckzylinder
22 unmittelbar vorgeordnete Transfertrommel 43 jeweils dreifachgroß ausgebildet. Die
Maschinenanordnungen der Figuren 11 bis 13 unterscheiden sich jeweils durch das Format
des Druckzylinders 22 und einer diesem Druckzylinder 22 unmittelbar vorgeordneten
oder nachgeordneten Transfertrommel 43; 44. Ein vierfachgroß ausgebildeter Druckzylinder
22, wie in der Fig. 12 beispielhaft dargestellt, hat einen Durchmesser z. B. von etwa
1.200 mm. Eine z. B. mit diesem Druckzylinder 22 zusammenwirkende doppeltgroß ausgebildete
Transfertrommel 43 hat einen Durchmesser z. B. von etwa 600 mm. Das jeweilige Format
von Druckzylinder 22 und einer diesem Druckzylinder 22 unmittelbar vorgeordneten oder
nachgeordneten Transfertrommel 43; 44 ist durch die Anzahl der an deren jeweiligem
Umfang hintereinander vorgesehenen Felder 51; 52; 53; 54 zum Anordnen von jeweils
mindestens einem Substrat und/oder der Anzahl der insbesondere in Verbindung mit diesen
Feldern 51; 52; 53; 54 angeordneten Halteelemente bestimmt, wobei die Halteelemente
die jeweiligen Substrate jeweils durch einen Kraftschluss und/oder durch einen Formschluss
am Umfang des betreffenden Druckzylinders 22 oder der betreffenden Transfertrommel
43; 44 halten. Am Umfang des betreffenden Druckzylinders 22 sind in einem radialen
Abstand von vorzugsweise nur wenigen Millimetern, insbesondere nur etwa 1 mm zwischen
einer Tintenaustrittsöffnung der betreffenden Inkjetdruckeinrichtung und der Oberseite
des an der Mantelfläche des betreffenden rotierenden Druckzylinders 22 gehaltenen
Substrates bei dessen Passieren der betreffenden Inkjetdruckeinrichtung jeweils mehrere
Inkjetdruckeinrichtungen und zusätzlich z. B. jeweils eine Blaslufteinrichtung 27
und/oder ein Andrückelement 28 z. B. in Form einer Glättwalze angeordnet, wobei sich
die Blaslufteinrichtung 27 und/oder das Andrückelement 28 jeweils orthogonal zur Transportrichtung
T der Substrate vorzugsweise jeweils über deren gesamte Breite erstrecken. Die Glättwalze
weist z. B. einen eigenen rotativen Antrieb, z. B. einen vorzugsweise elektrischen,
von einer Steuereinheit steuerbaren oder regelbaren Motor auf, mit welchem ein leichter
Schlupf, d. h. eine Drehzahldifferenz zur Rotation des betreffenden Druckzylinders
22 eingestellt oder zumindest einstellbar ist. Der Schlupf dient der Straffung des
jeweiligen an den Druckzylinder 22 übergebenen Substrates.
[0059] Die in den Fig. 2 bis 13 dargestellten Maschinenanordnungen sind besonders vorteilhaft
i. V. m. UV-härtenden Druckfarben z. B. im Verpackungsdruck für Lebensmittel oder
Kosmetika verwendet oder zumindest verwendbar.
[0060] Fig. 14 ist eine Detaildarstellung eines z. B. vierfachgroß ausgebildeten Druckzylinders
22; 38 und einer diesem Druckzylinder 22; 38 unmittelbar vorgeordneten doppeltgroß
ausgebildeten, auch Zuführtrommel oder Zuführzylinder genannten Transfertrommel 43,
wobei diese Transfertrommel 43 mehrere, insbesondere zwei z. B. exzentrisch verstellbare
Zylinderflächen 29 aufweist. Der Transfertrommel 43 ist ihrerseits in Transportrichtung
T der Substrate z. B. mindestens ein z. B. zweifachgroß oder dreifachgroß ausgebildeter
Transferzylinder 39 vorgeordnet, wobei auch zwischen der Transfertrommel 43 und dem
dieser Transfertrommel 43 unmittelbar vorgeordneten Transferzylinder 39 ein vorzugsweise
bedruckstoffabhängig, insbesondere in Abhängigkeit von der Materialstärke der Substrate
eingestellter oder zumindest einstellbarer Spalt ausgebildet oder zumindest ausbildbar
ist. Ebenso kann dem Druckzylinder 22; 38 ein weiterer, in der Fig. 14 nicht dargestellter
z. B. zweifachgroß oder dreifachgroß ausgebildeter Transferzylinder 39 oder eine zweifachgroß
oder dreifachgroß ausgebildete Transfertrommel 44 jeweils unmittelbar nachgeordnet
sein. Ein vierfachgroß ausgebildeter Druckzylinder 22; 38 weist in Umfangsrichtung
hintereinander vier Felder 51; 52; 53; 54 auf, in denen jeweils ein Substrat an der
Mantelfläche des betreffenden Druckzylinders 22; 38 gehalten werden können. Benachbart
aufeinander folgende Felder 51; 52; 53; 54 sind jeweils z. B. durch einen Kanal 62
oder durch eine Zylindergrube 62 voneinander getrennt. Die vorzugsweise kompressibel
und/oder elastisch ausgebildeten Zylinderflächen 29 der Transfertrommel 43 oder die
komplette Transfertrommel 43 als Ganzes sind z. B. jeweils in einem z. B. als Exzenterbuchse
ausgebildeten Exzenterlager 31 gelagert und damit exzentrisch verstellbar, insbesondere
von einer Steuereinheit fernverstellbar. Die Mantelfläche des Druckzylinders 22; 38
und die Transfertrommel 43 sind z. B. derart gegeneinander angestellt oder zumindest
anstellbar, dass zwischen ihnen der das jeweilige Substrat führende Spalt 32 ausgebildet
ist, wobei die jeweilige Weite dieses Spaltes 32 vorzugsweise in Abhängigkeit von
der Materialstärke, d. h. der Dicke oder Grammatur des jeweiligen Substrates eingestellt
ist. Mit der exzentrischen Verstellung der Zylinderflächen 29 der Transfertrommel
43 oder der kompletten Transfertrommel 43 als Ganzes ist vorzugsweise gleichzeitig
sowohl der Spalt 32 zwischen der Mantelfläche des Druckzylinders 22; 38 und der Mantelfläche
der Transfertrommel 43 als auch der Spalt zwischen dieser Transfertrommel 43 und dem
ihr unmittelbar vorgeordneten Transferzylinder 39 insbesondere bedruckstoffabhängig
eingestellt oder zumindest einstellbar.
[0061] Ein vierfachgroß ausgebildeter Druckzylinder 22; 38 hat einen Durchmesser z. B. von
etwa 1.200 mm. Eine doppeltgroß ausgebildete Transfertrommel 43 hat einen Durchmesser
z. B. von etwa 600 mm. Unterhalb einer dem Druckzylinder 22; 38 vorgeordneten oder
nachgeordneten Transfertrommel 43; 44 ist vorzugsweise mindestens ein Kammsauger 33
mit einem Leitblech 42 angeordnet (Fig. 19), wobei von der betreffenden Transfertrommel
43; 44 transportierte Substrate an diesem Leitblech 42 des Kammsaugers 33 entlang
streifend transportiert werden. Der Kammsauger 33 ist eine transportierte Substrate
abstützende Hilfseinrichtung, bei der anstelle einer im Wesentlichen geschlossenen
Auflage für die Abstützung der zu transportierenden Substrate ein Leitblech 42 vorgesehen
ist, wobei das Leitblech 42 - wie aus der Fig. 19 ersichtlich - mehrere insbesondere
in einem Bereich unterhalb der betreffenden Transfertrommel 43; 44 feldartig angeordnete
Saugöffnungen 47 und in seinen vorzugsweise beiden sich gegenüber liegenden sich in
Umfangsrichtung der betreffenden Transfertrommel 43; 44 erstreckenden Randbereichen
mehrere zur Transportrichtung T der zu transportierenden Substrate parallel zueinander
angeordnete Zinken 36 aufweist, wobei diese Zinken 36 als eine lange und spitze Fortsätze
des Leitbleches 42 aufweisende Zahnung ausgebildet sind. Zudem weist der Kammsauger
33 mindestens eine Saugeinrichtung 34 auf, mit welcher am Leitblech 42 abzustützende
Substrate durch eine durch die Saugöffnungen 47 strömende von der Saugeinrichtung
34 erzeugte Saugluft in Richtung dieses Leitbleches 42 angesogen werden. Sofern der
Druckzylinder 22; 38 in jeder seiner Zylindergruben 62 jeweils als Greifer ausgebildete
Halteelemente zum Halten von mit dem betreffenden Druckzylinder 22; 38 zu transportierenden
Substraten aufweist, ist das z. B. in Form einer Glättwalze ausgebildete Andrückelement
28 entweder beabstandet, d. h. unter Ausbildung eines z. B. auf die Dicke des Substrates
einstellbaren Spaltes zur Mantelfläche dieses Druckzylinders 22; 38 angeordnet oder
das Andrückelement 28 ist zwar unter Pressung an die Mantelfläche dieses Druckzylinders
22; 38 angestellt, weist aber Freistiche für einen Greiferdurchgang auf. Auch die
z. B. kompressibel und/oder elastisch ausgebildeten Zylinderflächen 29 der dem Druckzylinder
22; 38 unmittelbar vorgeordneten Transfertrommel 43 weisen vorzugsweise derartige
Freistiche für den Durchgang der an der Mantelfläche des Druckzylinders 22; 38 angeordneten
Greifer auf. Alternativ zum jeweiligen Freistich können die betreffenden Greifer in
ihrer jeweiligen Zylindergrube 62 unter die Mantelfläche des betreffenden Druckzylinders
22; 38 abgesenkt werden. Fig. 14 zeigt den Druckzylinder 22; 38 mit Greifern jeweils
für das vorlaufende und das nachlaufende Ende eines jeden an der Mantelfläche dieses
Druckzylinders 22; 38 zu haltenden Substrates, wobei einige Greifer in ihrer geöffneten,
radial über die Mantelfläche dieses Druckzylinders 22; 38 herausragenden Betriebsstellung,
andere in ihrer geschlossenen, insbesondere bündig mit der Mantelfläche dieses Druckzylinders
22; 38 abschließenden Betriebsstellung dargestellt sind. Das Andrückelement 28 benötigt
die Freistiche, um eine Kollision mit Greifern zu vermeiden, die sich in ihrer jeweiligen
geöffneten Betriebsstellung befinden.
[0062] Die Fig. 15 bis 18 zeigen beispielhaft eine Ausbildung des Bearbeitungszylinders,
insbesondere des Druckzylinders 22; 38 jeweils als ein Saugzylinder, insbesondere
als ein flächiger Saugzylinder. Fig. 15 zeigt den Saugzylinder in einer Schnittdarstellung.
Der in diesem Beispiel als ein Saugzylinder ausgebildete Druckzylinder 22; 38 ist
vorzugsweise vierfachgroß ausgebildet, was bedeutet, dass er an seiner Mantelfläche
in Umfangsrichtung hintereinander vier Felder 51; 52; 53; 54 aufweist, in denen jeweils
ein zu bedruckendes Substrat z. B. durch Saugluft gehalten wird oder zumindest gehalten
werden kann. Zu diesem Zweck enden in einem Saugzylinder in jedem seiner Felder 51;
52; 53; 54 mehrere sich jeweils von seinem Inneren zu dessen Mantelfläche erstreckende
Kanäle 56, in denen im Vergleich zum Umgebungsluftdruck durch eine Saugeinrichtung
ein Unterdruck erzeugt oder zumindest erzeugbar ist. Diese Kanäle 56 - auch Saugbohrungen
genannt - bilden an der Mantelfläche des Saugzylinders in dem jeweiligen Feld 51;
52; 53; 54 ein Saugbohrungsfeld aus. In jedem Saugbohrungsfeld wird ein auf der Mantelfläche
des Saugzylinders aufliegendes Substrat großflächig angesaugt und dadurch gehalten.
Die Größe des jeweiligen Saugbohrungsfeldes ist z. B. in Abhängigkeit vom Format des
zu haltenden Substrates eingestellt oder zumindest einstellbar.
[0063] Fig. 16 zeigt eine perspektivische Ausschnittsvergrößerung des Saugzylinders der
Fig. 15, wobei die z. B. matrixförmige Anordnung der an der Mantelfläche endenden
Kanäle 56, d. h. das jeweilige Saugbohrungsfeld angedeutet ist. Zumindest oder nur
am in Drehrichtung des Saugzylinders vorlaufenden Ende eines jeden Feldes 51; 52;
53; 54 ist eine Zahnung 57 vorgesehen, wobei insbesondere in Verbindung mit den jeweiligen
Zähnen der Zahnung 57 jeweils ein z. B. als ein Sauger 58 ausgebildetes Haltemittel
vorgesehen ist, wobei die jeweils als Sauger 58 ausgebildeten Haltemittel vorzugsweise
im Bereich der Zähne der Zahnung 57 und nicht im Bereich der Zahnlücken dieser Zahnung
57 angeordnet sind. Die im Bereich der Zähne der Zahnung 57 vorgesehenen Sauger 58
sind z. B. in einer einzigen sich in Axialrichtung des Saugzylinders erstreckenden
Reihe angeordnet. Die Sauger 58 des Saugzylinders werden z. B. kurz vor einem mit
einer Zuführtrommel gebildeten Tangentenpunkt dieses Saugzylinders mit Saugluft beaufschlagt.
In einer anderen Ausführung des Saugzylinders sind am vorlaufenden Ende eines jeden
Feldes 51; 52; 53; 54 anstelle der dortigen Sauger 58 oder zusätzlich zu diesen Saugern
58 jeweils Greifer vorgesehen. Ein von einem dieser Greifer des Saugzylinders gebildeter
Greiferschluss erfolgt z. B. im Tangentenpunkt dieses Saugzylinders mit der Glättwalze,
d. h. der Greiferschluss ist zu diesem Zeitpunkt bzw. in dieser Drehwinkellage des
Saugzylinders ausgeführt. Die Drehrichtung des Saugzylinders ist durch einen Richtungspfeil
angedeutet.
[0064] Fig. 17 zeigt in einer perspektivischen Ausschnittsvergrößerung des Saugzylinders
eine Variante in der Ausbildung der Mantelfläche des Saugzylinders. Anstelle der in
der Fig. 16 gezeigten Mantelfläche mit Öffnungen für ins Innere des Saugzylinders
gerichtete Kanäle 56 sind hier insbesondere in den Feldern 51; 52; 53; 54 sich in
Umfangsrichtung erstreckende Stege 59 ausgebildet, auf denen ein angesaugtes Substrat
aufliegen kann, wobei ein solches Substrat durch zwischen benachbarten Stegen 59 wirkende
Saugluft an der Mantelfläche des Saugzylinders gehalten wird. Der Saugzylinder kann
jeweils derart ausgebildet sein, dass ein in Drehrichtung des Saugzylinders nachlaufendes
Ende jeden Feldes 51; 52; 53; 54 formatvariabel an eine Länge des an der Mantelfläche
des Saugzylinders zu haltenden Substrates anpassbar ist. Diese längenbezogene Anpassbarkeit
der jeweiligen Länge eines jeden Feldes 51; 52; 53; 54 jeweils in Umfangsrichtung
des Saugzylinders ist in den Fig. 16 und 17 jeweils durch einen Doppelpfeil angedeutet.
In einer besonders vorteilhaften Ausbildung des Saugzylinders sind am in Drehrichtung
des Saugzylinders vorlaufenden Ende eines jeden Feldes 51; 52; 53; 54 jeweils Greifer
und/oder Sauger 58 angeordnet, wohingegen am in Drehrichtung des Saugzylinders nachlaufenden
Ende eines jeden Feldes 51; 52; 53; 54 jeweils Sauger 58 angeordnet sind, wobei mit
Bezug auf den Saugzylinder eine Drehwinkelposition des nachlaufenden Endes eines ersten
Feldes 51; 52; 53; 54 relativ zu dem vorlaufenden Ende eines dem betreffenden ersten
Feld 51; 52; 53; 54 in Drehrichtung dieses Saugzylinders unmittelbar nachfolgenden
zweiten Feldes 51; 52; 53; 54 in Abhängigkeit vom Format des in dem ersten Feld 51;
52; 53; 54 zu haltenden Substrates vorzugsweise auch während einer laufenden Rotation
dieses Saugzylinders z. B. durch eine mechanische Verstellung von Teilen der Mantelfläche
des Saugzylinders variabel eingestellt oder zumindest einstellbar ist. Es kann des
Weiteren vorgesehen sein, dass der Saugzylinder im Bereich seines Minimalformates
flächig ausgebildet ist (Fig. 16) und in seinem formatvariablen Bereich Stege 59 aufweist
(Fig. 17).
[0065] Fig. 18 zeigt einen als Saugzylinder ausgebildeten Druckzylinder 22; 38 im Zusammenwirken
mit einer als ein Zuführzylinder ausgebildeten Transfertrommel 43, wobei dieser Zuführzylinder
43 dem Saugzylinder unmittelbar vorgeordnet ist. Der Zuführzylinder 43 ist vorzugsweise
doppeltgroß ausgebildet, so dass er an seinem Umfang zwei Substrate hintereinander
aufnehmen kann. In einer anderen Variante ist der Zuführzylinder 43 dreifachgroß ausgebildet,
so dass er an seinem Umfang drei Substrate hintereinander aufnehmen kann. In einer
bevorzugten Ausführungsvariante ist das Verhältnis des Durchmessers des Druckzylinders
22; 38 zum Durchmesser des diesem Druckzylinder 22; 38 unmittelbar vorgeordneten Zuführzylinders
43 nicht exakt ganzzahlig, sondern der Durchmesser des Zuführzylinders 43 ist im Bereich
zwischen 0,1% und 3% kleiner ausgebildet als ein ganzzahliger Teiler des Durchmessers
des Druckzylinders 22; 38. Beispielsweise hat der Druckzylinder 22; 38 einen Durchmesser
von 1.200 mm und der Zuführzylinder 43 einen Durchmesser von nur 598 mm anstelle von
600 mm, d. h. der Durchmesser des doppeltgroß ausgebildeten Zuführzylinders 43 ist
kleiner als der ganzzahlige Teiler Zwei im Verhältnis zum vierfachgroß ausgebildeten
Druckzylinder 22; 38 mit dem Durchmesser von 1.200 mm. Der Zuführzylinder 43 weist
an seinem Umfang, d. h. an seiner Mantelfläche z. B. einen elastischen Aufzug auf,
mit welchem er auf der Mantelfläche des insbesondere als ein Saugzylinder ausgebildeten
Druckzylinders 22; 38 abrollt, d. h. abrollend angestellt oder zumindest anstellbar
ist. In einer vorteilhaften Ausführung weist die Transfertrommel 43 den gegenüber
ihrer z. B. doppeltgroßen Ausbildung geringfügig kleineren Durchmesser auf, damit
die mit einem Aufzug belegte Transfertrommel 43 an der Mantelfläche des Druckzylinders
22; 38 keine Pressung erzeugt. Der Zuführzylinder 43 hält die Substrate z. B. jeweils
mittels Greifer 61. Wenn der Saugzylinder nicht kanalfrei ausgebildet ist, weist auch
er z. B. in sich jeweils axial erstreckenden an der Mantelfläche geöffneten Kanälen
62 oder Zylindergruben 62 jeweils mindestens einen Greifer auf, so genannte Sicherheitsgreifer,
die ein Substrat zu halten vermögen, falls die Saugluft einmal gestört ist oder ausfällt.
Am Saugzylinder können sowohl Greifer zum Halten des vorlaufenden Endes des jeweiligen
Substrates als auch Greifer zum Halten des nachlaufenden Endes des jeweiligen Substrates
vorgesehen sein. Diese Greifer des Saugzylinders greifen z. B. in die Zahnlücken der
am Saugzylinder ausgebildeten Zahnung 57. Fig. 18 zeigt diejenige Drehwinkellage von
Saugzylinder und Zuführzylinder 43, bei der ein Substrat von der Zuführzylinder 43
an den Saugzylinder übergebbar ist. Die jeweiligen Zylindergruben 62 und Greifer von
Zuführzylinder 43 und Saugzylinder sind in ihrer jeweiligen Drehwinkellage und Betriebsstellung
für eine Übergabe eines Substrates vom Zuführzylinder 43 an den Saugzylinder miteinander
synchronisiert. Die Beaufschlagung des Saugzylinders, d. h. von dessen Saugern 58
und/oder Saugbohrungsfeldern jeweils mit Saugluft ist z. B. in Abhängigkeit von einer
Drehwinkellage des Saugzylinders geschaltet oder zumindest schaltbar. Die Übergabe
eines Substrates von der Zuführzylinder 43 an den Saugzylinder ist somit allein durch
die Aktivierung der Sauger 58 möglich, jedoch auch in Verbindung mit den Greifern,
sowohl denjenigen des Zuführzylinders 43 als auch denjenigen des Saugzylinders. In
einer weiteren Ausgestaltungsvariante ist vorgesehen, den Zuführzylinder 43 bzw. die
Transfertrommel ebenfalls als eine Speichertrommel bzw. als eine Saugtrommel auszubilden,
die vergleichbare Merkmale wie die zuvor in Verbindung mit dem Druckzylinder 22; 38
beschriebenen aufweist, so dass ein jedes Substrat von dieser Speichertrommel bzw.
Saugtrommel bereits gestrafft an den insbesondere als ein Saugzylinder ausgebildeten
Bearbeitungszylinder, insbesondere Druckzylinder 22; 38 übergeben wird. Jedes Substrat
gelangt dann schon in seine Strecklage, bevor es an den Druckzylinder 22; 38 übergeben
wird, wobei die Strecklage denjenigen Zustand des Substrates bezeichnet, in welchem
dessen Hinterkante im Bezug zu dessen Vorderkante passgenau fixiert ist. Alternativ
wird die Strecklage des Substrates erst dann hergestellt, wenn das betreffende Substrat
auf der Mantelfläche des Druckzylinders 22; 38 angeordnet wird. Letztere Ausführung
setzt eine zuverlässige, wiederholgenaue Führung des Substrates vom Zuführzylinder
43 zum Druckzylinder 22; 38 voraus, wohingegen erstere Ausführung einen Zeitgewinn
und eine höhere Betriebssicherheit bedeutet, da das Substrat bereits auf dem Zuführzylinder
43 in seine Strecklage gebracht wird.
[0066] Es kann vorgesehen sein, dass im Inneren eines mit einem Druckzylinder 22; 38 zusammenwirkenden
Zuführzylinders 43 ein Trockner 07; 09 angeordnet ist, mit welchem vom Zuführzylinder
43 transportierte, z. B. zuvor geprimerte Substrate getrocknet werden.
[0067] Ein solcher Trockner 07; 09 trocknet ein Substrat z. B. durch eine Bestrahlung mit
infraroter oder UV-Strahlung und/oder durch Heißluft.
[0068] Die Non-Impact-Druckeinrichtungen 06; 37 sind in der bevorzugten Ausführung der jeweiligen
Maschinenanordnung jeweils als Inkjetdruckeinrichtungen ausgebildet. Derartige Inkjetdruckeinrichtungen
weisen jeweils zumindest einen Düsenbalken auf. Zumindest ein Düsenbalken erstreckt
sich bevorzugt orthogonal zu dem vorgesehenen Transportweg des Bedruckstoffs bzw.
Substrates über eine Arbeitsbreite der Druckmaschine. Der zumindest eine Düsenbalken
weist bevorzugt zumindest eine Reihe von Düsen auf. Die zumindest eine Reihe von Düsen
weist in einer Querrichtung gesehen bevorzugt über die gesamte Arbeitsbreite der Druckmaschine
und/oder Breite des Ballens des zumindest einen ersten Zentralzylinders, d. h. Druckzylinders
22; 38 in beispielsweise regelmäßigen Abständen Düsenöffnungen, d. h. Tintenaustrittsöffnungen
auf. Die Düsen sind bevorzugt auf mehrere Druckköpfe verteilt. Eine die Düsenöffnungen
umgebende Fläche des jeweiligen Druckkopfs wird bevorzugt Düsenfläche genannt.
[0069] Bevorzugt weist jeder Düsenbalken zumindest einen Tragkörper auf. An dem Tragkörper
sind direkt oder bevorzugt indirekt, beispielsweise über Positioniereinrichtungen
und/oder insbesondere als Ausrichteinrichtung ausgebildete Verbindungselemente die
Druckköpfe dieses Düsenbalkens befestigt. Der Düsenbalken selbst ist bevorzugt über
zumindest eine Stelleinrichtung relativ zu einem Gestell des Druckaggregats, d. h.
der betreffenden Bearbeitungsstation 06, und/oder relativ zu einer Rotationsachse
eines Zentralzylinders des Druckaggregats bewegbar angeordnet. Ein Stellweg der Stelleinrichtung
weist in einer ersten Ausführungsform ausschließlich in einer Stellrichtung, die zumindest
eine Komponente in einer zu der Rotationsachse des Zentralzylinders radialen Richtung
aufweist und die weiter bevorzugt ausschließlich radial zu der Rotationsachse des
Zentralzylinders orientiert ist. Der Stellweg der Stelleinrichtung weist in einer
zweiten Ausführungsform der Stelleinrichtung über zumindest 75 %, weiter bevorzugt
zumindest 90 % seiner gesamten Länge in einer Stellrichtung, die zumindest eine Komponente
in einer zu der Rotationsachse des Zentralzylinders parallelen Richtung aufweist und
die weiter bevorzugt ausschließlich parallel zu der Rotationsachse des Zentralzylinders
orientiert ist. Ein kleiner Teil des Stellwegs weist dann bevorzugt dennoch in einer
radialen Richtung, um Beschädigungen der Druckköpfe zu vermeiden.
[0070] Die Stellbewegung mittels der Stelleinrichtung dient beispielsweise dazu, Druckköpfe
zugänglich zu machen für Wartungsarbeiten und/oder Reinigungsarbeiten und/oder einen
einzelnen oder gruppenweisen Austausch eines oder mehrerer Druckköpfe. Insbesondere
kann durch die Stellbewegung mittels der Stelleinrichtung ein temporärer Zugang für
eine Reinigungseinrichtung zu jeweiligen Druckköpfen geschaffen werden.
[0071] Bevorzugt sind in der Querrichtung nebeneinander mehrere Druckköpfe an dem zumindest
einen Düsenbalken angeordnet, deren Düsenflächen beispielsweise die Form eines Rechtecks,
aber weiter bevorzugt die Form eins Trapezes und/oder eines Parallelogramms aufweisen.
Da üblicherweise solche einzelnen Druckköpfe nicht bis zu einem Rand ihres Gehäuses
mit Düsen versehen sind, müssen Druckköpfe bezüglich der Querrichtung überlappend
angeordnet werden. Die zumindest eine Reihe von Düsen ist bevorzugt nicht als eine
einzige lineare Aneinanderreihung von Düsen ausgebildet, sondern ergibt sich als Summe
mehrerer einzelner, weiter bevorzugt zweier, in Umfangsrichtung versetzt zueinander
angeordneter Aneinanderreihungen von Düsen. Dazu sind unterschiedliche Ausführungsformen
möglich.
[0072] In einer ersten Ausführungsform sind beispielsweise zumindest zwei und weiter bevorzugt
genau zwei sich in der Querrichtung erstreckende Reihen von Druckköpfen in Umfangsrichtung
des ersten Zentralzylinders versetzt zueinander angeordnet, bevorzugt so, dass in
Querrichtung aufeinander folgende Druckköpfe bevorzugt abwechselnd einer der zumindest
zwei Reihen von Druckköpfen angehören, bevorzugt immer abwechselnd einer ersten und
einer zweiten von zwei Reihen von Druckköpfen . Zwei solche Reihen von Druckköpfen
bilden eine Doppelreihe von Druckköpfen.
[0073] In einer zweiten Ausführungsform weisen die Druckköpfe aneinander angepasste Gehäuseformen
auf. Beispielsweise weist eine jeweilige Düsenfläche jedes Druckkopfs und/oder zumindest
eine jeweilige den Druckkopf in seiner Ausstoßrichtung begrenzende Fläche des Druckkopfs
eine von einer Rechteckform abweichende Form auf, insbesondere die Form eines bevorzugt
symmetrischen Trapezes und/oder eines Parallelogramms. Dadurch können die Düsenflächen
von benachbarten Druckköpfen auf die Querrichtung bezogen überlappen und die Druckköpfe
dennoch auf die Querrichtung bezogen direkt nebeneinander angeordnet sein, insbesondere
ohne in einer Transportrichtung T versetzt zueinander angeordnet zu sein. Eine solche
Reihe von Druckköpfen wird beispielsweise schräg überlappende Reihe von Druckköpfen
genannt.
[0074] Insbesondere sind zumindest im Druckbetrieb in Umfangsrichtung bezüglich des zumindest
einen ersten Zentralzylinders mehrere Reihen von Druckköpfen, beispielsweise zumindest
vier Doppelreihen und weiter bevorzugt zumindest sieben Doppelreihen von Druckköpfen
oder bevorzugt zumindest vier Reihen von schräg überlappenden Druckköpfen und weiter
bevorzugt zumindest sieben Reihen von schräg überlappenden Druckköpfen nacheinander
auf den zumindest einen ersten Zentralzylinder ausgerichtet angeordnet.
[0075] Jeder Doppelreihe von Druckköpfen oder schräg überlappenden Reihe von Druckköpfen
ist bevorzugt ein Beschichtungsmittel, insbesondere eine Druckfarbe einer bestimmten
Farbe zugeordnet und/oder zuordenbar, beispielsweise jeweils eine der Farben Schwarz,
Cyan, Gelb und Magenta oder Orange, Grün, Violett oder ein Lack, beispielsweise ein
Klarlack. Beispielsweise sind jeweils einem Beschichtungsmittel zwei Doppelreihen
von Druckköpfen oder zwei schräg überlappende Reihen von Druckköpfen zugeordnet. Der
zumindest eine Druckkopf arbeitet zur Erzeugung von Beschichtungsmitteltropfen bevorzugt
nach dem drop-on-demand-Verfahren, bei dem Beschichtungsmitteltropfen bei Bedarf gezielt
erzeugt werden.
[0076] In einem regulären Druckbetrieb sind alle Druckköpfe ortsfest angeordnet. Dadurch
wird eine dauerhafte passergerechte und/oder registergerechte Ausrichtung aller Düsen
sichergestellt. Es gibt unterschiedliche Situationen, in denen abgesehen von der Bewegung
mittels der Stelleinrichtung eine definierte Ausrichtbewegung der Druckköpfe notwendig
ist. Die jeweilige Ausrichtbewegung der Druckköpfe erfolgt bevorzugt mittels zumindest
einer Positioniereinrichtung.
[0077] Bevorzugt ist zumindest eine Positioniereinrichtung angeordnet, mittels der zumindest
ein Druckkopf in seiner Lage eingestellt werden kann, insbesondere in seiner Lage
relativ zu anderen Druckköpfen des Druckaggregats und/oder zu anderen Druckköpfen,
die dem selben Düsenbalken angehören und/oder in seiner Lage bezüglich der Querrichtung
und/oder in seiner Lage bezüglich einer Schwenkachse, die parallel zu seiner Düsenausstoßrichtung
orientiert ist. Bevorzugt sind mehrere Positioniereinrichtungen angeordnet. Beispielsweise
ist jedem Druckkopf eine eigene Positioniereinrichtung zugeordnet. Bevorzugt ist jedoch
zumindest eine derartige Positioniereinrichtung mehreren Druckköpfen gemeinsam zugeordnet,
insbesondere derart, dass mehrere Druckköpfe gemeinsam mittels der ihnen zugeordneten
gemeinsamen Positioniereinrichtung in ihrer Lage eingestellt werden können, insbesondere
in ihrer Lage relativ zu dem gemeinsamen Düsenbalken und/oder relativ zu anderen Druckköpfen
die an diesem gemeinsamen Düsenbalken angeordnet sind und/oder in ihrer Lage bezüglich
der Querrichtung und/oder in ihrer Lage bezüglich einer Schwenkachse, die parallel
zu deren Düsenausstoßrichtung orientiert ist.
[0078] Beispielsweise weist die zumindest eine Positioniereinrichtung zumindest einen Grundkörper
auf. Bevorzugt ist der zumindest eine Druckkopf an dem zumindest einen Grundkörper
angeordnet. Weiter bevorzugt sind mehrere, insbesondere zumindest drei und bevorzugt
zumindest vier Druckköpfe an dem zumindest einen Grundkörper angeordnet. Der Grundkörper
ist bevorzugt einteilig ausgebildet.
[0079] Der jeweilige Druckkopf einerseits ist mit dem Grundkörper andererseits beispielsweise
über zumindest ein Verbindungselement verbunden. Das zumindest eine Verbindungselement
ist beispielsweise als Ausrichteinrichtung ausgebildet. Mittels der Ausrichteinrichtung
ist der jeweilige Druckkopf bevorzugt individuell zu dem Grundkörper ausrichtbar,
insbesondere manuell und/oder in seiner Lage bezüglich der Querrichtung und/oder in
seiner Lage bezüglich einer Schwenkachse, die parallel zu seiner Düsenausstoßrichtung
orientiert ist. Auf diese Weise können bevorzugt mehrere, insbesondere zumindest drei
und weiter bevorzugt zumindest vier Druckköpfe relativ zu dem Grundkörper und damit
auch zueinander ausgerichtet werden.
[0080] Bevorzugt sind diese mehreren, insbesondere zumindest drei und weiter bevorzugt zumindest
vier Druckköpfe und der Grundkörper jeweils Bestandteil einer ersten Baugruppe . Die
Druckköpfe der ersten Baugruppe werden beispielsweise außerhalb des Druckaggregats
relativ zu dem Grundkörper und damit auch zueinander ausgerichtet. Dadurch können
diese mit entsprechendem Werkzeug und/oder unter Zuhilfenahme einer die relative Lage
erfassenden Kamera und/oder mit besonders guter Zugänglichkeit zu dem Grundkörper
und damit auch zueinander ausgerichtet werden. Dadurch wird eine in sich besonders
präzise ausgerichtete jeweilige erste Baugruppe erzeugt.
[0081] Bevorzugt ist der jeweilige Düsenbalken mehrere solcher ersten Baugruppen tragend
angeordnet. Bevorzugt sind diese mehreren ersten Baugruppen über jeweils eigene Positioniereinrichtungen
in ihrer jeweiligen Lage relativ zu dem Tragkörper dieses Düsenbalkens einstellbar.
Bevorzugt sind demnach an einem Tragkörper mehrere Positioniereinrichtungen angeordnet.
Bevorzugt sind an einem Tragkörper zumindest indirekt über die Positioniereinrichtungen
mehrere erste Baugruppen angeordnet, insbesondere mittels der mehreren Positioniereinrichtungen
jeweils in ihrer Lage relativ zu dem Tragkörper einstellbar. Beispielsweise sind an
einem Tragkörper zumindest indirekt über die Positioniereinrichtungen die Druckköpfe
zweier schräg überlappender Reihen von Druckköpfen angeordnet.
[0082] Durch Bewegen des Tragkörpers können dann sämtliche daran direkt oder indirekt befestigten
Druckköpfe bewegt werden, insbesondere ohne ihrer relativen Ausrichtung zueinander
verändert zu werden.
[0083] Um festzulegen, welcher Druckkopf oder welche Gruppe von Druckköpfen in welchem Ausmaß
und in welcher Richtung bewegt werden muss, um ein optimales Druckergebnis zu erzeugen,
wird bevorzugt zumindest ein Testdruckbild gedruckt und untersucht. Aus dem Ergebnis
werden Einstellungen für Positioniereinrichtungen ermittelt, die dann manuell und/oder
mittels jeweiliger Positionierantriebe eingestellt werden. Die Einstellungen der einzelnen
Ausrichteinrichtungen werden bevorzugt manuell ermittelt und/oder eingestellt, sind
aber alternativ ebenfalls über zumindest ein Testdruckbild ermittelbar.
[0084] Bevorzugt ist zumindest ein als erster Druckbildsensor ausgebildeter Sensor angeordnet,
insbesondere an einer Stelle entlang des Transportwegs des Bedruckstoffs nach dem
ersten Druckwerk. Der zumindest eine erste Druckbildsensor ist beispielsweise als
erste Zeilenkamera oder als erste Flächenkamera ausgebildet. Der zumindest eine erste
Druckbildsensor ist beispielsweise als zumindest ein CCD-Sensor und/oder als zumindest
ein CMOS-Sensor ausgebildet. Mittels dieses zumindest einen ersten Druckbildsensors
und einer entsprechenden Auswerteeinheit, beispielsweise der übergeordneten Maschinensteuerung,
wird bevorzugt eine Ansteuerung aller in Umfangsrichtung des zumindest einen ersten
Zentralzylinders hintereinander liegender und/oder wirkender Druckköpfe und/oder Doppelreihen
von Druckköpfen und/oder schräg überlappender Reihen von Druckköpfen des ersten Druckwerks
überwacht und/oder geregelt. In einer ersten Ausführungsform des zumindest einen Druckbildsensors
ist nur ein erster Druckbildsensor angeordnet, dessen Sensorfeld die gesamte Breite
des Transportwegs des Bedruckstoffs umfasst. In einer zweiten Ausführungsform des
zumindest einen Druckbildsensors ist nur ein erster Druckbildsensor angeordnet, der
in der Querrichtung bewegbar ausgebildet ist. In einer dritten Ausführungsform des
zumindest einen Druckbildsensors sind mehrere Druckbildsensoren angeordnet, deren
jeweilige Sensorfelder jeweils bezüglich der Querrichtung unterschiedliche Bereiche
des Transportwegs des Bedruckstoffs umfassen.
[0085] Eine Lage von Bildpunkten, die von Beschichtungsmitteltropfen gebildet werden, die
aus einem jeweils ersten Druckkopf stammen, wird bevorzugt mit einer Lage von Bildpunkten
verglichen, die von Beschichtungsmitteltropfen gebildet werden, die aus einem jeweils
zweiten, in Umfangsrichtung des zumindest einen ersten Zentralzylinders und/oder in
der vorgesehenen Transportrichtung T des Bedruckstoffs nach dem jeweils ersten Druckkopf
angeordneten und/oder in der Querrichtung zu dem Druckkopf angeordneten liegenden
Druckkopf stammen. Dies geschieht bevorzugt unabhängig davon, ob diese jeweils ersten
und zweiten, in Umfangsrichtung des zumindest einen ersten Zentralzylinders hintereinander
liegenden und/oder wirkenden Druckköpfe ein gleiches oder ein unterschiedliches Beschichtungsmittel
verarbeiten. Es wird bevorzugt eine Abstimmung der Lagen der aus unterschiedlichen
Druckköpfen stammenden Druckbilder überwacht. Bei gleichen Beschichtungsmitteln wird
ein registerhaltiges Zusammenfügen von Teilbildern überwacht. Bei unterschiedlichen
Beschichtungsmitteln wird ein Passer oder Farbregister überwacht. Bevorzugt wird mit
den Messwerten des zumindest einen Druckbildsensors auch eine Qualitätskontrolle des
Druckbildes durchgeführt.
[0086] Bevorzugt ist zumindest ein Einstellungssensor angeordnet. Weiter bevorzugt sind
zumindest zwei Einstellungssensoren angeordnet. Der zumindest eine Einstellungssensor
und insbesondere die zumindest zwei Einstellungssensoren dienen dazu, Daten zu relativen
Einstellungen von mehreren, beispielsweise zumindest vier Druckköpfen oder Gruppen
von Druckköpfen zueinander zu erfassen. Bevorzugt ist der zumindest eine Einstellungssensor
oder sind die zumindest zwei Einstellungssensoren optische Sensoren. Solche relativen
Einstellungen sind beispielsweise relative geometrische Positionierungen der Druckköpfe
oder Gruppen von Druckköpfen und/oder relative Ansteuerzeitpunkte, insbesondere Tropfenausstoßzeitpunkte
der Druckköpfe und/oder Gruppen von Druckköpfen . Bei den relativen Einstellungen
handelt es sich zusätzlich oder alternativ beispielsweise um relative Einstellungen,
die zumindest eine Farbdichte und/oder zumindest eine Flächendeckung und/oder zumindest
eine Punktgröße von erzeugten Bildpunkten betreffen. Im Folgenden werden die relativen
Einstellung auf geometrische Positionierungen und/oder Ansteuerzeitpunkte, insbesondere
Tropfenausstoßzeitpunkte bezogen. Die beschriebenen Vorrichtungen und/oder Vorgänge
betreffen jedoch auch die anderen genannten relativen Einstellungen, soweit sich daraus
keine Widersprüche ergeben.
[0087] Der zumindest eine Einstellungssensor und insbesondere die zumindest zwei Einstellungssensoren
sind bevorzugt zumindest als Positionssensoren ausgebildet. Die zumindest zwei Einstellungssensoren,
insbesondere Positionssensoren sind beispielsweise als Kameras und/oder als CCD-Sensoren
und/oder als ein CMOS-Sensoren ausgebildet. Die zumindest zwei Einstellungssensoren,
insbesondere Positionssensoren dienen bevorzugt dazu, direkt oder indirekt eine relative
Lage und/oder Ansteuerung jeweils zumindest zweier Druckköpfe und/oder Gruppen von
Druckköpfen zueinander zu erfassen. Für ein bevorzugtes indirektes Erfassen ist der
zumindest eine Einstellungssensor und insbesondere sind die zumindest zwei Einstellungssensoren
bevorzugt auf den Bedruckstoff ausrichtbar und/oder ausgerichtet und/oder auf den
für den Transport von Bedruckstoff vorgesehenen Transportweg ausgerichtet und/oder
ausrichtbar angeordnet und/oder auf zumindest einen Übertragungskörper ausgerichtet
und/oder ausrichtbar angeordnet.
[0088] Bevorzugt ist zumindest zeitweise eine jeweilige Lage des Zielbereichs zumindest
eines neu und/oder wieder angeordneten Druckkopfs relativ zu einer Lage des Zielbereichs
zumindest eines bereits zuvor angeordneten Druckkopfs und/oder zumindest einer neu
und/oder wieder angeordneten Gruppe von Druckköpfen relativ zu einer Lage des Zielbereichs
zumindest einer bereits zuvor angeordneten Gruppen von Druckköpfen erfassbar. Dies
geschieht bevorzugt anhand eines Vergleichs von relativen Lagen von durch die jeweiligen
Druckköpfe erzeugten Bildpunkten auf dem Bedruckstoff mittels eines gemeinsamen Einstellungssensors,
insbesondere Positionssensors. Diese relativen Lagen der Bildpunkte werden bevorzugt
mittels einer Auswerteeinheit, beispielsweise der übergeordneten Maschinensteuerung
ausgewertet.
[0089] Als zumindest ein Einstellungssensor wird hierfür beispielsweise der bereits beschriebene
zumindest eine erste Druckbildsensor eingesetzt. Bevorzugt werden jedoch andere Einstellungssensoren
als der bereits beschriebene zumindest eine erste Druckbildsensor eingesetzt, beispielsweise
auf diese Aufgabe spezialisierte Einstellungssensoren.
[0090] Nach einem Einbau und/oder einer Wartung und/oder einem Austausch und/oder einer
Reinigung zumindest eines Druckkopfs und/oder zumindest einer Gruppe von Druckköpfen
wird bevorzugt ein Testdruck zur Erstellung zumindest eines Testdruckbild durchgeführt,
bei dem der neu und/oder wieder anzuordnende Druckkopf und/oder die neu und/oder wieder
anzuordnende Gruppe von Druckköpfen einerseits und zumindest ein als Referenz oder
Leitdruckkopf dienender Druckkopf andererseits Druckfarbetropfen bzw. Tintentropfen
auf den Bedruckstoff bzw. das Substrat übertragen. Das zumindest eine Testdruckbild
wird bevorzugt automatisch mittels zumindest eines Einstellungssensors, beispielsweise
des ersten Druckbildsensors erfasst. Bei einer durch das zumindest eine Testdruckbild
dokumentierten und erfassten Abweichung einer Ist-Lage des zumindest einen neu und/oder
wieder angeordneten Druckkopfs oder der entsprechenden Gruppe von Druckköpfen von
einer Soll-Lage wird bevorzugt automatisiert eine Anpassung der Lage dieses Druckkopfs
oder dieser Gruppe von Druckköpfen in der Querrichtung und/oder bezüglich einer Schwenklage
mittels der entsprechenden Positioniereinrichtung und/oder eine Anpassung der Ansteuerung
der Düsen dieses Druckkopfs bezüglich eines Ansteuerzeitpunkts, insbesondere Tropfenausstoßzeitpunkts
vorgenommen.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 01
- Bearbeitungsstation; Anleger; Bogenanleger; Magazinanleger
- 02
- Bearbeitungsstation; Primerauftrageinrichtung
- 03
- Bearbeitungsstation; Kaltfolienauftrageinrichtung
- 04
- Bearbeitungsstation; Offset-Druckeinrichtung; Flexo-Druckeinrichtung
- 05
- -
- 06
- Bearbeitungsstation; Non-Impact-Druckeinrichtung
- 07
- Bearbeitungsstation; Zwischentrockner; Trockner
- 08
- Bearbeitungsstation; Lackiereinrichtung
- 09
- Bearbeitungsstation; Trockner
- 10
- -
- 11
- Bearbeitungsstation; mechanische Weiterverarbeitungseinrichtung
- 12
- Bearbeitungsstation; Auslage
- 13
- Schwinggreifer
- 14
- Übergabetrommel
- 15
- -
- 16
- Greifersystem; Kettenförderer
- 17
- -
- 18
- -
- 19
- -
- 20
- -
- 21
- Kettenförderer
- 22
- Druckzylinder
- 23
- Wendeeinrichtung
- 24
- Substratführungseinheit; Unterbaumodul
- 25
- -
- 26
- Substratbearbeitungseinheit; Oberbaumodul
- 27
- Blaslufteinrichtung
- 28
- Andrückelement
- 29
- Zylinderfläche
- 30
- -
- 31
- Exzenterlager
- 32
- Spalt
- 33
- Kammsauger
- 34
- Saugeinrichtung
- 35
- -
- 36
- Zinken
- 37
- Bearbeitungsstation; Non-Impact-Druckeinrichtung
- 38
- Druckzylinder
- 39
- Transportzylinder
- 40
- -
- 41
- Saugkopf
- 42
- Leitblech
- 43
- Transfertrommel; Zuführzylinder
- 44
- Transfertrommel
- 45
- -
- 46
- Bearbeitungswerk
- 47
- Saugöffnung
- 48
- -
- 49
- -
- 50
- -
- 51
- Feld
- 52
- Feld
- 53
- Feld
- 54
- Feld
- 55
- -
- 56
- Kanal
- 57
- Zahnung
- 58
- Sauger
- 59
- Steg
- 60
- -
- 61
- Greifer
- 62
- Kanal; Zylindergrube
- 63 bis 81
- -
- 82
- Druckwerkszylinder
- 83
- Auftragswalze; Rasterwalze
- 84
- Rakel; Kammerrakelsystem
- 85
- -
- 86
- Druckwerk
- 87
- Druckwerk
- 88
- Druckwerk
- a
- Abstand
- d
- Durchmesser
- T
- Transportrichtung
- α1
- Winkel
- α2
- Winkel
1. Maschinenanordnung zum sequentiellen Bearbeiten bogenförmiger Substrate, mit mehreren
verschiedenen Bearbeitungsstationen (01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12), wobei
mehrere Bearbeitungsstationen (01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12) jeweils eine
Substratführungseinheit (24) und eine Substratbearbeitungseinheit (26) aufweisen,
wobei mindestens eine der Bearbeitungsstationen (01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11;
12) als Substratbearbeitungseinheit (26) jeweils mindestens eine die Substrate jeweils
bedruckende Non-Impact-Druckeinrichtung (06; 37) aufweist, wobei die betreffende die
mindestens eine Non-Impact-Druckeinrichtung (06; 37) aufweisende Bearbeitungsstation
einen Druckzylinder (22; 38) aufweist, wobei die jeweilige Non-Impact-Druckeinrichtung
(06; 37) jeweils am Umfang des Druckzylinders (22; 38) angeordnet ist, wobei der jeweilige
Druckzylinder (22; 38) jeweils dreifachgroß oder vierfachgroß ausgebildet ist, wobei
dem jeweiligen Druckzylinder (22; 38) jeweils eine zweifachgroß oder dreifachgroß
ausgebildete Transfertrommel (43) oder ein entsprechender Zuführzylinder (43) unmittelbar
vorgeordnet ist und/oder dass eine zweifachgroß oder dreifachgroß ausgebildete Transfertrommel
(44) oder ein entsprechender Transportzylinder (44) unmittelbar nachgeordnet ist.
2. Maschinenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dem jeweiligen Druckzylinder (22; 38) jeweils unmittelbar vorgeordnete Transfertrommel
(43) oder der unmittelbar vorgeordnete Zuführzylinder (43) jeweils an ihrem oder an
seinem Umfang jeweils einen elastischen Aufzug aufweist, mit welchem die Transfertrommel
(43) oder der Zuführzylinder (43) gegen die Mantelfläche des betreffenden Druckzylinders
(22; 38) angestellt oder zumindest anstellbar ist.
3. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dem jeweiligen Druckzylinder (22; 38) jeweils unmittelbar vorgeordnete Transfertrommel
(43) oder der unmittelbar vorgeordnete Zuführzylinder (43) jeweils mehrere in Umfangsrichtung
verstellbare Zylinderflächen (29) aufweist, wobei die Zylinderflächen (29) der dem
jeweiligen Druckzylinder (22; 38) jeweils unmittelbar vorgeordneten Transfertrommel
(43) oder des unmittelbar vorgeordneten Zuführzylinders (43) jeweils positionsveränderlich
gelagert sind.
4. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Druckzylinder (22; 38) jeweils als ein Saugzylinder ausgebildet ist,
wobei eine Beaufschlagung des betreffenden Druckzylinders (22; 38) mit Saugluft jeweils
in Abhängigkeit von einer Drehwinkellage dieses Druckzylinders (22; 38) geschaltet
oder zumindest schaltbar ist.
5. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Druckzylinder (22; 38) jeweils an seiner Mantelfläche in Umfangsrichtung
hintereinander mehrere, insbesondere zwei oder drei oder vier Felder (51; 52; 53;
54) jeweils zum Halten von jeweils einem Substrat aufweist, wobei mit Bezug auf den
betreffenden Druckzylinder (22; 38) eine Drehwinkelposition des nachlaufenden Endes
eines ersten Feldes (51; 52; 53; 54) relativ zu dem vorlaufenden Ende eines dem betreffenden
ersten Feld (51; 52; 53; 54) in Drehrichtung dieses Druckzylinders (22; 38) unmittelbar
nachfolgenden zweiten Feldes (51; 52; 53; 54) in Abhängigkeit vom Format des in dem
ersten Feld (51; 52; 53; 54) zu haltenden Substrates variabel einstellbar ist.
6. Maschinenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem der Felder (51; 52; 53; 54) mehrere sich jeweils vom Inneren des Druckzylinders
(22; 38) zu dessen Mantelfläche erstreckende Kanäle (56) endend angeordnet sind, wobei
in den Kanälen (56) durch eine Saugeinrichtung im Vergleich zum Umgebungsluftdruck
ein Unterdruck erzeugt oder zumindest erzeugbar ist, wobei zumindest oder nur an einem
in Drehrichtung des Druckzylinders (22; 38) vorlaufenden Ende eines jeden Feldes (51;
52; 53; 54) jeweils mindestens ein Sauger (58) oder eine sich in Axialrichtung des
Druckzylinders (22; 38) erstreckende Reihe von Saugern (58) vorgesehen ist.
7. Maschinenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere jeweils in einem der Felder (51; 52; 53; 54) endende Kanäle (56) an der Mantelfläche
dieses Druckzylinders (22; 38) in dem jeweiligen Feld (51; 52; 53; 54) ein Saugbohrungsfeld
ausbilden, wobei eine Größe des jeweiligen Saugbohrungsfeldes in Abhängigkeit vom
Format des zu haltenden Substrates eingestellt oder zumindest einstellbar ist.
8. Maschinenanordnung nach Anspruch 5 oder 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einem in Drehrichtung des Druckzylinders (22; 38) vorlaufenden Ende eines jeden
Feldes (51; 52; 53; 54) jeweils mindestens ein Greifer und mindestens ein Sauger (58)
jeweils zum Halten eines Substrates angeordnet sind.
9. Maschinenanordnung nach Anspruch 5 oder 6 oder 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest oder nur am in Drehrichtung des Druckzylinders (22; 38) vorlaufenden Ende
eines jeden Feldes (51; 52; 53; 54) jeweils eine Zahnung (57) vorgesehen ist, wobei
im Bereich der Zähne der Zahnung (57) jeweils ein oder mehrere Sauger (58) angeordnet
sind oder wobei im Bereich der Zähne der Zahnung (57) eine Reihe von Saugern (58)
angeordnet ist.
10. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder
8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die Rotationsachse eines Bearbeitungszylinders einer eine Substratbearbeitungseinheit
(26) aufweisenden Bearbeitungsstation und durch die Rotationsachse einer unmittelbar
nachgeordneten Transfertrommel (44) oder eines unmittelbar nachgeordneten Transportzylinders
(44) verlaufende Gerade zu einer Horizontalen einen spitzen Winkel (α1) bildet, und/oder
dass eine durch die Rotationsachse eines Bearbeitungszylinders einer eine Substratbearbeitungseinheit
(26) aufweisenden Bearbeitungsstation und die Rotationsachse einer unmittelbar vorgeordneten
Transfertrommel (43) oder eines unmittelbar vorgeordneten Zuführzylinders (43) verlaufende
Gerade zu einer Horizontalen einen spitzen Winkel (α2) bildet, wobei die Horizontale
jeweils durch die Rotationsachse der betreffenden Transfertrommel (43; 44) oder durch
die Rotationsachse des betreffenden Transportzylinders (44) oder des betreffenden
Zuführzylinders (43) verläuft.
11. Maschinenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zur nachgeordneten Transfertrommel (44) oder zum nachgeordneten Transportzylinder
(44) gerichtete Winkel (α1) im Bereich zwischen dem Einfachen und dem Doppelten des
zur vorgeordneten Transfertrommel (43) oder zum vorgeordneten Zuführzylinder (43)
gerichteten Winkels (α2) oder zwischen dem 1,3-fachen und dem 1,7-fachen des zur vorgeordneten
Transfertrommel (43) oder zum vorgeordneten Zuführzylinder (43) gerichteten Winkels
(α2) liegt oder das 1,5-fache des zur vorgeordneten Transfertrommel (43) oder zum
vorgeordneten Zuführzylinder (43) gerichteten Winkels (α2) beträgt und/oder dass der
zur vorgeordneten Transfertrommel (43) oder zum vorgeordneten Zuführzylinder (43)
gerichtete Winkel (α2) im Bereich zwischen 15° und 30° oder im Bereich zwischen 20°
und 25° liegt oder 22,5° beträgt.
12. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder
8 oder 9 oder 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstationen (01; 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09; 11; 12) jeweils als ein
Modul ausgebildet sind, wobei jedes Modul eine eigenständig hergestellte Maschineneinheit
oder funktionelle Baugruppe ist, wobei jedes Modul in einem eigenen Gestell angeordnet
ist, wobei benachbarte Module an ihrer Fügestelle im Wesentlichen ein vertikale Fügefläche
aufweisen und/oder die Substratführungseinheit (24) und die Substratbearbeitungseinheit
(26) an ihrer Fügestelle jeweils eine im Wesentlichen horizontale Fügefläche aufweisen.
13. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder
8 oder 9 oder 10 oder 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der dem Druckzylinder (22; 38) unmittelbar nachgeordneten Transfertrommel
(44) oder des unmittelbar nachgeordneten Transportzylinders (44) und/oder unterhalb
der dem Druckzylinder (22; 38) unmittelbar vorgeordneten Transfertrommel (43) oder
des dem Druckzylinder (22; 38) unmittelbar vorgeordneten Zuführzylinders (43) jeweils
zur Abstützung der jeweils zu transportierenden Substrate jeweils ein Kammsauger (33)
mit einem Leitblech (42) angeordnet ist, wobei diese Substrate jeweils an diesem Leitblech
(42) des betreffenden Kammsaugers (33) entlang streifend transportiert werden, wobei
der Kammsauger (33) mindestens eine Saugeinrichtung (34) aufweist, mit welcher am
Leitblech (42) abzustützende Substrate in Richtung dieses Leitbleches (42) angesogen
werden, und/oder wobei das Leitblech (42) des Kammsaugers (33) für die Abstützung
der zu transportierenden Substrate eine Auflage mit mehreren in Transportrichtung
(T) der zu transportierenden Substrate parallel zueinander angeordneten Zinken (36)
aufweist.
14. Maschinenanordnung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder
8 oder 9 oder 10 oder 11 oder 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang des betreffenden Druckzylinders (22; 38) eine Blaslufteinrichtung (27)
und/oder ein Andrückelement (28) angeordnet ist bzw. sind, wobei die Blaslufteinrichtung
(27) und/oder das Andrückelement (28) jeweils in Drehrichtung des betreffenden Druckzylinders
(22; 38) vor der an dessen Umfang angeordneten mindestens einen Non-Impact-Druckeinrichtung
(06; 37) angeordnet ist bzw. sind.
15. Maschinenanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement (28) als ein Glättwalze ausgebildet ist, wobei die Glättwalze
einen eigenen rotativen Antrieb aufweist, wobei mit dem rotativen Antrieb der Glättwalze
eine Drehzahldifferenz zur Rotation des Druckzylinders (22; 38) eingestellt oder zumindest
einstellbar ist.