[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für eine Gebäudetür mit einem Schlosskasten gemäß
dem Patentanspruch 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Schlösser bekannt. Die Schlösser können insbesondere
elektrifiziert sein. Hierbei ist ein Zustand des Schlosses, insbesondere ein elektrischer
Zustand des Schlosses, für ein Montage- oder Wartungspersonal unbekannt.
[0003] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den voranstehend beschriebenen
Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Schloss zur Verfügung zu stellen, dessen Zustand für ein Montage- oder
Wartungspersonal leicht zu erkennen ist.
[0004] Die voranstehende Aufgabe wird durch ein Schloss mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen
Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Schloss eine optische Anzeigevorrichtung
umfasst.
[0006] Dadurch, dass das Schloss mit einer optischen Anzeigevorrichtung ausgestattet ist,
ist es möglich, einen Zustand des Schlosses optisch anzuzeigen. Bei dem Zustand kann
es sich bevorzugt um einen elektrischen Zustand des Schlosses, besonders bevorzugt
um einen elektronischen Zustand des Schlosses, handeln.
[0007] Das erfindungsgemäße Schloss ist für eine Tür, insbesondere für eine Gebäudetür ausgebildet.
Insbesondere kann das Schloss als ein Einsteckschloss ausgebildet sein.
[0008] Das Schloss kann ein Riegelelement umfassen. Das Riegelelement kann zwischen einer
aus dem Schlosskasten ausgefahrenen Stellung und einer in dem Schlosskasten weiter
eingefahrenen Stellung bewegbar sein. Das Riegelelement kann als ein Riegel ausgebildet
sein. In diesem Fall kann das Schloss für einen Gangflügel und/oder eine einflügelige
Tür ausgebildet sein. Das Riegelelement kann als eine Riegelstange ausgebildet sein.
In diesem Fall kann das Schloss für einen Standflügel ausgebildet sein.
[0009] In einem Verriegelungszustand des Schlosses ist das Riegelelement aus dem Schlosskasten
ausgefahren. In einem Entriegelungszustand des Schlosses ist das Riegelelement in
den Schlosskasten eingefahren.
[0010] Das Schloss kann eine Falle umfassen. Das Schloss kann als selbstverriegelndes Schloss
ausgebildet sein. Das selbstverriegelnde Schloss ist ausgebildet, bei einem Schließen
der Gebäudetür selbsttätig in den Verriegelungszustand überzugehen.
[0011] Das Schloss kann eine Steuerfalle umfassen.
[0012] Das Schloss kann eine Nuss zur Verbindung mit einer Handhabe umfassen.
[0013] Das Schloss kann als Antipanikschloss ausgebildet sein. Bei dem Antipanikschloss
ist es möglich durch die Betätigung der Handhabe das Schloss in den Entriegelungszustand
zu überführen.
[0014] Das Schloss kann einen elektromechanischen Aktuator zur elektromechanischen Überführung
des Schlosses in einen Entriegelungszustand und/oder Verriegelungszustand umfassen.
Der Aktuator kann insbesondere einen Elektromotor umfassen. Der Aktuator kann ein
Getriebe umfassen. Bevorzugt befindet sich das Schloss in einer Entriegelungsstellung
des Getriebes in dem Entriegelungszustand.
[0015] Das Schloss ist insbesondere an eine Versorgung mit elektrischen Strom anschließbar.
Insbesondere kann das Schloss an ein externes Stromnetz anschließbar sein. Elektrischer
Strom kann für das Schloss von einem externen Stromnetz beziehbar sein. Das Schloss
kann einen Steckverbinder zum Anschluss an eine elektrische Stromversorgung, insbesondere
an ein externes Stromnetz, umfassen.
[0016] Die Anzeigevorrichtung kann ein Leuchtmittel umfassen, insbesondere als Leuchtmittel
ausgebildet sein. Die Anzeigevorrichtung kann ein- und ausschaltbar sein.
[0017] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Anzeigevorrichtung ausgebildet ist, unterschiedliche
optische Signale zur Darstellung unterschiedlicher Zustände des Schlosses zu emittieren.
Hierzu kann die Anzeigevorrichtung Licht mehrerer Farben und/oder verschiedene Blinkmuster
emittieren.
[0018] Z. B. kann die Anzeigevorrichtung eine Mehrfach-Colour-LED, z. B. einer RGB LED,
umfassen oder einer Mehrfach-Colour-LED, z. B. einer RGB LED, entsprechen. Hierbei
kann die Anzeigevorrichtung mehrere einzelne LEDs aufweisen. Die unterschiedlichen
Farben sind teilweise durch die gleichzeitige Lichtemission der einzelnen LED der
Multi-Colour-LED erzeugbar. Hierbei können durch unterschiedliche Lichtanteile der
einzelnen LEDs und/oder durch unterschiedliche Lichtintensitäten der einzelnen LEDs
unterschiedliche Farben erzeugbar sein.
[0019] Es ist denkbar, dass die Anzeigevorrichtung derart ansteuerbar sind, dass Licht in
mindestens zwei, bevorzugt in mindestens drei, besonders bevorzugt in mindestens vier
verschiedenen Farben von den Leuchtmitteln emittierbar ist. Durch die unterschiedlichen
Farben sind verschiedene Zustände des Schlosses besonders gut anzuzeigen.
[0020] Um verschiedene Zustände des Schlosses anzuzeigen, kann zusätzlich oder alternativ
die Anzeigevorrichtung Licht durchgehend oder in zumindest einem Blinkmuster emittieren.
Insbesondere können mehrere Blinkmuster vorgesehen sein. Die Art der Lichtemission,
d. h. die Farbe und/oder das Blinkmuster, stehen symbolisch für den Zustand des Schlosses.
Insbesondere kann der Benutzer anhand einer Gebrauchsanleitung die Art der Lichtemission
einem Zustand des Schlosses zuordnen. Wird im Folgenden von der Anzeige eines Zustands
des Schlosses gesprochen, so ist eine symbolische Anzeige gemeint.
[0021] Das Schloss kann eine Elektronikvorrichtung umfassen. Die Elektronikvorrichtung dient
dazu, die Anzeigevorrichtung anzusteuern. Hierbei kann die Elektronikvorrichtung insbesondere
die Anzeigevorrichtung veranlassen, Licht in einer von mehreren möglichen Farben oder
in einem bestimmten Blinkmuster zu emittieren. Die Elektronikvorrichtung kann Kenntnis
von dem anzuzeigenden Zustand des Schlosses haben. Die Elektronikvorrichtung kann
aufgrund der Kenntnis des Zustands des Schlosses die Anzeigevorrichtung entsprechend
ansteuern.
[0022] Die Elektronikvorrichtung kann einen Prozessor, insbesondere einen Mikroprozessor,
umfassen. Die Elektronikvorrichtung kann einen Speicher, insbesondere einen nicht
flüchtigen Speicher, umfassen. Die Elektronikvorrichtung kann z. B. einen Mikrocontroller
umfassen, insbesondere als ein Mikrocontroller ausgebildet sein. In dem Speicher der
Elektronikvorrichtung kann gespeichert sein, welcher Zustand des Schlosses durch die
Anzeigevorrichtung anzuzeigen ist. In dem Speicher der Elektronikvorrichtung kann
gespeichert sein, welche Art der Lichtemission der Anzeigevorrichtung welchem Zustand
des Schlosses zugeordnet ist.
[0023] Es kann sein, dass das Schloss sich gleichzeitig in mehreren anzuzeigenden Zustände
befindet. In dem Speicher der Elektronikvorrichtung kann gespeichert sein, welcher
Zustand vorrangig anzuzeigen ist.
[0024] Die Elektronikvorrichtung kann in dem Schlosskasten angeordnet sein.
[0025] Das Schloss kann zumindest ein Überwachungsmittel umfassen. Das Überwachungsmittel
kann als Schalter oder als Sensor ausgebildet sein. Das Überwachungsmittel kann zur
Detektion einer Stellung eines mechanischen oder elektromechanischen Elements des
Schlosses dienen. Das Überwachungsmittel kann zur Detektion einer Schließzylinderstellung
dienen. Das Überwachungsmittel kann im Schlosskasten angeordnet sein. Z. B. kann ein
Überwachungsmittel zur Detektion des Verriegelungszustands des Schlosses ausgebildet
sein. Z. B. kann ein Überwachungsmittel zur Detektion des Entriegelungszustands des
Schlosses ausgebildet sein. Z. B. kann ein Überwachungsmittel zur Detektion der Stellung
des elektromechanischen Aktuators des Schlosses ausgebildet sein. Z. B. kann das Überwachungsmittel
zur Detektion einer Stellung der Nuss ausgebildet sein. Z. B. kann das Überwachungsmittel
zur Detektion einer Stellung einer Steuerfalle des Schlosses ausgebildet sein.
[0026] Das Schloss kann zusätzlich oder alternativ mit einem Überwachungsmittel zur Überwachung
einer Geschlossenstellung der Gebäudetür verbindbar sein. Das Überwachungsmittel zur
Überwachung einer Geschlossenstellung der Gebäudetür ist insbesondere als Sensor oder
Schalter ausgebildet.
[0027] Bevorzugt umfasst das Schloss mehrere der angeführten Überwachungsmittel.
[0028] Ein elektrisches Überwachungssignal des Überwachungsmittels ist von der Elektronikvorrichtung
empfangbar. Das Überwachungsmittel kann hierzu elektrisch mit der Elektronikvorrichtung
verbunden oder verbindbar sein. Die Elektronikvorrichtung kann das Überwachungssignal
verwenden, um Kenntnis von dem Zustand des Schlosses zu erlangen. Z. B. kann die Elektronikvorrichtung
anhand des Überwachungssignals des Überwachungsmittels zur Detektion des Verriegelungszustands
des Schlosses den Zustand des Schloss "Verriegelungszustand" erkennen. Z. B. kann
die Elektronikvorrichtung anhand des Überwachungssignals des Überwachungsmittels zur
Detektion des Entriegelungszustands des Schlosses den Zustand des Schloss "Entriegelungszustand"
erkennen.
[0029] Umfasst das Schloss mehrere Überwachungsmittel, so kann die Elektronikvorrichtung
insbesondere anhand der mehreren Überwachungsmittel Kenntnis von dem Zustand des Schlosses
erlangen. Z. B. kann die Elektronikvorrichtung anhand der Überwachungssignale Überwachungsmittel
zur Detektion der Stellung der Nuss und zur Detektion des Entriegelungszustands den
Zustand des Schlosses "soeben manuell in den Entriegelungszustand überführt" erkennen.
[0030] Es kann sein, dass die Elektronikvorrichtung durch ein elektrisches Signal oder das
Ausbleiben eines elektrischen Signals Kenntnis von dem Zustand des Schlosses erlangt.
Die Elektronikvorrichtung kann z. B. eine elektrische Spannung, mit der das Schloss
mit elektrischer Energie versorgt wird, messen. Der anzuzeigende Zustand des Schlosses
kann einem Zustand bzgl. der elektrischen Spannung entsprechen.
[0031] Das Schloss kann zumindest einen Energiespeicher, insbesondere einen wiederaufladbaren
Energiespeicher, z. B. einen Kondensator oder einen Akkumulator, umfassen. Die Elektronikvorrichtung
kann die Wiederaufladbarkeit des Energiespeichers ermitteln. Die Wiederaufladbarkeit
kann insbesondere anhand einer Lade- und/oder Entladegeschwindigkeit des Energiespeichers
oder eine elektrische Spannung im aufgeladenen Zustand des Energiespeichers ermittelt
werden. Der anzuzeigende Zustand des Schlosses kann einem Zustand des Energiespeichers
entsprechen.
[0032] Der Energiespeicher kann insbesondere in dem Schlosskasten angeordnet sein.
[0033] Das Schloss kann an ein Bussystem anschließbar sein. Über das Bussystem kann das
Schloss mit weiteren Teilnehmern des Bussystems kommunizieren. Das Schloss kann Teilnehmerin
des Bussystems sein. Dem Schloss kann eine Busadresse zugeordnet sein. Die Elektronikvorrichtung
kann zur Kommunikation über das Bussystem dienen. Die Elektronikvorrichtung kann erkennen,
ob das Schloss an dem Bussystem angeschlossen ist. Der anzuzeigende Zustand des Schlosses
kann dem Zustand bzgl. dem Anschluss an das Bussystem entsprechen. Die Anzeigevorrichtung
kann hierbei anzeigen, ob das Schloss Teilnehmerin des Bussystems ist. Ist ein Anschluss
an mehrere Bussysteme möglich, so kann die Anzeigevorrichtung anzeigen, bei welchem
Bussystem das Schloss eine Teilnehmerin ist. Es kann sein, dass verschiedene mögliche
Busadressen des Schlosses verschiedenen optischen Arten der Lichtemission, insbesondere
verschiedenen Farben und/oder verschiedenen Blinkmustern, zugeordnet sind. Die Anzeigevorrichtung
kann die verwendete Busadresse optisch visualisieren.
[0034] Die Elektronikvorrichtung kann einen Fehler erkennen. Die Elektronikvorrichtung kann
veranlassen, dass die Anzeigevorrichtung den Fehler anzeigt. Der anzuzeigende Zustand
des Schlosses kann somit einem fehlerhaften Zustand des Schlosses entsprechen.
[0035] Insbesondere kann die Elektronikvorrichtung mehrere Fehler voneinander unterscheiden.
Die Elektronikvorrichtung kann Anzeigevorrichtung veranlassen, verschiedene Fehler
unterschiedlich darzustellen. Hierzu können in dem Speicher der Elektronikvorrichtung
für mehrere Fehler unterschiedlichen Art der Lichtemission zugeordnet sein.
[0036] Die Elektronikvorrichtung kann anhand des zumindest einen Überwachungssignals einen
Fehler erkennen. Z. B. kann die Elektronikvorrichtung den Schlossaktuator aktiviert
haben, um das Riegelelement in den Schlosskasten einzufahren. Bewegt sich der Schlossaktuator
nicht entsprechend oder verbleibt das Riegelelement ausgefahren, so erkennt die Elektronikvorrichtung
einen Fehler. Bevorzugt erfolgt die Fehlererkennung anhand von Überwachungssignalen
verschiedener Überwachungsmittel.
[0037] Die Elektronikvorrichtung kann mittels eines elektrischen Signals einen Fehler erkennen.
Die Elektronikvorrichtung erkennt z. B. einen Fehler, wenn die gemessene elektrische
Spannung nicht mit einer vorgegebenen Spannung innerhalb einer oberen und/oder unteren
Grenze übereinstimmt. Der durch die Anzeigevorrichtung anzuzeigende Zustand des Schlosses
entspricht dem Zustand "ungenügende Spannungsversorgung".
[0038] Zusätzlich oder alternativ kann die Elektronikvorrichtung einen Fehler erkennen,
wenn die Wiederaufladbarkeit des Energiespeichers nicht mit einer Vorgabe übereinstimmt.
Der durch die Anzeigevorrichtung anzuzeigende Zustand des Schlosses entspricht dem
Zustand "ungenügender Energiespeicher".
[0039] Die Elektronikvorrichtung kann mittels eines Ausbleibens eines elektrischen Signals
einen Fehler erkennen. Z. B. erkennt die Elektronikvorrichtung einen Fehler, wenn
eine Nachricht, die von der Elektronikvorrichtung über das Bussystem empfangen werden
sollte, ausbleibt. Der durch die Anzeigevorrichtung anzuzeigende Zustand des Schlosses
entspricht dem Zustand "fehlende Busverbindung".
[0040] Das Schloss kann insbesondere als ein Schloss für eine zweiflügelige Tür ausgebildet
sein. Das Schloss kann mit einem Gegenschloss zur Anordnung in einem den Schloss gegenüberliegenden
Türflügel ausgebildet ist, zusammenwirken. Insbesondere ist das Schloss als ein Schloss
für einen Gangflügel ausgebildet und das Gegenschloss für einen Standflügel ausgebildet.
Das Schloss und das Gegenschloss können eine Schlossanordnung bilden. Es kann vorgesehen
sein, dass die Elektronikvorrichtung von einer mit der Schloss verbindbaren Vorrichtung
der Schlossanordnung, insbesondere dem Gegenschloss, eine Fehlermeldung empfängt und
die Anzeigevorrichtung den Fehler anzeigt. Hierbei kann die Elektronikvorrichtung
die Anzeigevorrichtung ansteuern, um den Fehler anzeigen zu lassen.
[0041] Zum Empfangen der Fehlermeldung kann die Elektronikvorrichtung ein erstes Kommunikationsmittel
umfassen. Eine Gegenelektronikvorrichtung des Gegenschlosses kann ein zweites Kommunikationsmittel
umfassen. Eine von der Gegenelektronikvorrichtung des Gegenschlosses über das zweite
Kommunikationsmittel abgesendet Fehlermeldung kann von der Elektronikvorrichtung mittels
des ersten Kommunikationsmittels empfangen werden.
[0042] Es kann sein, dass die Elektronikvorrichtung Kenntnis von einer insbesondere elektronischen
Konfiguration des Schlosses hat. Die elektronische Konfiguration kann zumindest einen
Konfigurationswert umfassen. Es kann sein, dass der Konfigurationswert zumindest als
eine der folgenden Optionen ausgebildet ist:
- a. ein Stand-Alone Betrieb des Schlosses,
- b. ein Betrieb in einem Bussystem des Schlosses, wobei das Schloss Teilnehmerin des
Bussystems ist
- c. ein Betrieb in einem auszuwählenden Bussystem, wobei mehrere Bussysteme zur Auswahl
stehen, wobei das Schloss Teilnehmerin des ausgewählten Bussystems ist,
- d. eine Busadresse des Schlosses,
- e. das Zuschalten oder Abschalten eines Abschlusswiderstands,
- f. eine Öffnungsdauer, wie lange das Riegelelement durch den Aktuator in den Schlosskasten
eingefahrenen Stellung gehalten wird
[0043] Es ist denkbar, dass die elektronische Konfiguration mehrere der aufgeführten Konfigurationswerte
umfasst, z. B. einen Konfigurationswert c. und einen Konfigurationswert d. Der Konfigurationswert
a., b. und c. sind Alternativen und können nicht gleichzeitig in der elektronischen
Konfiguration vorhanden sein. Die Konfigurationswerte a., b. oder c. werden als Betriebsart
bezeichnet.
[0044] Die Elektronikvorrichtung kann veranlassen, dass zumindest ein Konfigurationswert
von der Anzeigevorrichtung angezeigt wird. Somit entspricht der Konfigurationswert
dem anzuzeigenden Zustand des Schlosses. Hierzu ist insbesondere in dem Speicher der
Elektronikvorrichtung für den anzuzeigenden Konfigurationswert eine Art der Lichtemission
zugeordnet. So kann eine Konfigurationsrückmeldung für einen Nutzer des Schlosses
durch die Anzeigevorrichtung angezeigt werden.
[0045] Insbesondere kann der Konfigurationswert während eines insbesondere normalen Betriebes
des Schlosses angezeigt werden. Der Zustand des Schlosses kann somit der elektronischen
Konfiguration, insbesondere eines Konfigurationswerts der Konfiguration, entsprechen.
Die Elektronikvorrichtung kann in dem Speicher enthalten, welcher Konfigurationswert
durch welche Farbe und/oder Blinkmuster anzuzeigen sind. Unterschiedliche Konfigurationswerte
können unterschiedlich angezeigt werden. So können z. B. für unterschiedliche Konfigurationswerte
jeweils unterschiedliche Farben und/oder unterschiedliche Blinkmuster vorgesehen sein.
Besonders bevorzugt wird der während des Betrieb des Schlosses angezeigte Konfigurationswert
durch eine durchgehende Lichtemission angezeigt.
[0046] Die Konfiguration kann durch einen Konfigurationsvorgang einstellbar sein.
[0047] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass bei einem Systemstart der Elektronikvorrichtung
ein Konfigurationswert angezeigt wird, bevorzugt dass bei dem Systemstart mehrere
Konfigurationswerte, insbesondere alle Konfigurationswerte, angezeigt werden. Besonders
bevorzugt werden beim Systemstart werden mehr Konfigurationswerte angezeigt als im
darauffolgenden insbesondere normalen Betrieb. Die Konfigurationswerte können hierbei
nacheinander von der Anzeigevorrichtung angezeigt werden. Hierdurch kann sich der
Nutzer bei dem Systemstart ein genaueres Bild über die Konfiguration machen als während
des Betriebs. Hierbei sind bei dem Systemstart insbesondere verschiedene voneinander
abweichende Blinkmuster, in denen verschiedene Farben verwendet werden, vorgesehen.
Insbesondere kann sich ein bei dem Systemstart angezeigter Konfigurationswert von
dem während des Betrieb des Schlosses angezeigtem Konfigurationswert unterscheiden
oder zusätzlich vorgesehen sein. Z. B. kann bei Systemstart eine Busadresse oder die
Zuschaltung oder Abschaltung eines Abschlusswiderstands durch die Anzeigevorrichtung
anzeigbar sein, wohingegen im normalen Betrieb angezeigt wird, ob das Schloss Teilnehmerin
des Bussystems ist. Im normalen Betrieb wird somit die Betriebsart angezeigt.
[0048] Es kann vorgesehen sein, dass bei dem Schloss die insbesondere elektronische Konfiguration
mittels des Konfigurationsvorgangs einstellbar ist. Die Anzeigevorrichtung stellt
insbesondere den Konfigurationsvorgang zumindest teilweise optisch dar. Der Konfigurationsvorgang
dient zur Einstellung der Konfiguration. Bei der Einstellung der Konfiguration durch
den Konfigurationsvorgang wird insbesondere zumindest ein Konfigurationswert, bevorzugt
mehrere Konfigurationswerte, eingestellt.
[0049] Es ist denkbar, dass zum Einstellen der Konfiguration zunächst ein Konfigurationsmodus
zu initiieren ist. In dem Konfigurationsmodus kann es möglich sein, einen Konfigurationswert
einzustellen. Insbesondere kann in dem Konfigurationsmodus ein Konfigurationswert
aus mehreren Konfigurationswerten ausgewählt werden. Außerhalb des Konfigurationsmodus
ist es insbesondere verhindert, eine Konfigurationswert einzustellen, insbesondere
einen Konfigurationswert elektronisch zu speichern. Die Initiierung des Konfigurationsmodus
kann einem ersten Schritt bei dem Konfigurationsvorgang entsprechen. Ein Beenden des
Konfigurationsmodus kann einem letzten Schritt bei dem Konfigurationsvorgang entsprechen.
In einem normalen Betrieb des Schlosses befindet sich das Schloss insbesondere außerhalb
des Konfigurationsmodus. Bei dem Konfigurationsmodus kann es sich um eine elektronischen
Zustand der Elektronikvorrichtung handeln.
[0050] Während des Konfigurationsvorgangs kann die Initiierung eines Konfigurationsmodus
und/oder das Beenden des Konfigurationsmodus, ein voreingestellter Konfigurationswert
und/oder ein soeben festgelegter Konfigurationswert mittels der Anzeigevorrichtung
angezeigt werden.
[0051] Es ist denkbar, dass in dem Konfigurationsmodus zumindest ein Konfigurationsmenü,
bevorzugt mehrere Konfigurationsmenüs zugänglich sind. Bevorzugt kann innerhalb des
Konfigurationsmodus zwischen mehreren Konfigurationsmenüs gewechselt werden. Die Konfigurationsmenüs
können z. B. dazu dienen, die Konfigurationswerte zu strukturieren. So können in den
Konfigurationsmenüs z. B. jeweils mehrere Konfigurationswerte zur Auswahl stehen.
Das Einstellen eines Konfigurationswerts kann innerhalb eines Konfigurationsmenüs
erfolgen. Während des Konfigurationsvorgangs kann ein Wechsel von einem Konfigurationsmenü
in ein weiteres Konfigurationsmenü möglich sein. Der Wechsel des Konfigurationsmenüs
kann mittels der Anzeigevorrichtung optisch anzeigbar sein.
[0052] Es kann sein, dass die Anzeigevorrichtung als Konfigurationsrückmeldung während des
Konfigurationsvorgangs einen insbesondere soeben festgelegter Konfigurationswert anzeigt.
Hierdurch erhält der Nutzer eine Rückmeldung über den soeben eingestellten Wert. Vorzugsweise
kann das Konfigurationsmenü, in dem sich der Nutzer befindet, und/oder ein voreingestellter
Konfigurationswert des Konfigurationsmenüs, der aktuell durch den Nutzer veränderbar
ist, durch die Anzeigevorrichtung optisch dargestellt werden.
[0053] Es ist denkbar, dass für Konfigurationswerte eines Konfigurationsmenüs, insbesondere
eines Hauptmenüs, unterschiedliche Farben vorgesehen sind. Für Konfigurationswerte
eines weiteren Konfigurationsmenüs, insbesondere eines Untermenüs, können unterschiedliche
Blinkmuster vorgesehen sein. Es ist denkbar, dass im Konfigurationsmodus Licht mit
einem Blinkmuster von der Anzeigevorrichtung emittiert wird.
[0054] Es ist denkbar, dass während des Betrieb des Schlosses, insbesondere außerhalb des
Konfigurationsmodus, ein eingestellter Konfigurationswert durch die Anzeigevorrichtung
anzeigbar sein. Der während des Betrieb des Schlosses anzeigbare Konfigurationswert
kann insbesondere dem Stand-alone Betrieb (Option a.), dem Betrieb im Bussystem (Option
b.) und/oder das ausgewählte Bussystem (Option c.) entsprechen. Es ist denkbar, dass
während des Betrieb des Schlosses, insbesondere außerhalb des Konfigurationsmodus,
ein im Hauptmenü eingestellter Konfigurationswert durch die Anzeigevorrichtung anzeigbar
ist.
[0055] Die Anzeigevorrichtung kann in oder an dem Schlosskasten angeordnet sein.
[0056] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Anzeigevorrichtung derart angeordnet ist, dass
in einem eingebauten Zustand des Schlosses das Licht der Anzeigevorrichtung im geöffneten
Zustand der Tür für den Nutzer sichtbar ist. In dem eingebauten Zustand des Schlosses
ist das Schloss in die Tür eingebaut.
[0057] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Anzeigevorrichtung derart angeordnet ist, dass
in einem eingebauten Zustand des Schlosses das Licht der Anzeigevorrichtung nur im
geöffneten Zustand der Tür für den Nutzer sichtbar ist. Hierdurch kann vermieden werden,
dass ein unberechtigter Benutzer das Licht wahrnehmen kann.
[0058] Das Schloss kann einen Stulp umfassen. Der Stulp ist in einem in eine Tür eingebauten
Zustand des Schlosses in Richtung des Türrahmens oder eines Türflügels gerichtet.
Der Stulp kann in einen im geöffneten Zustand der Tür und eingebauten Zustand des
Schlosses einen für den Nutzer zugänglich sein. Bevorzugt wird das von der Anzeigevorrichtung
erzeugte Licht von dem Stulp ausgehend für den Nutzer sichtbar. Hierbei kann sich
die Anzeigevorrichtung auf dem Stulp befinden oder Licht der Anzeigevorrichtung kann
durch den Stulp hindurchgeleitet werden.
[0059] Der Stulp kann insbesondere in einen im geschlossenen Zustand der Tür und eingebauten
Zustand des Schlosses einen für den Nutzer im Wesentlichen unzugänglich sein.
[0060] Insbesondere ist die Anzeigevorrichtung in dem Schlosskasten angeordnet. Das von
der Anzeigevorrichtung emittierbare Licht kann durch eine Öffnung im Schlosskasten
für einen Benutzer sichtbar sein. Die Öffnung kann sich insbesondere im Stulp befinden.
Besonders bevorzugt emittiert die Anzeigevorrichtung Licht durch eine durch ein weiteres
Element des Schlosses genutzte Öffnung emittiert. Z. B. kann die Öffnung für das Riegelelement,
die Steuerfalle oder die Falle verwendet werden. Beispielsweise ist es denkbar, dass
das Licht der Anzeigevorrichtung durch eine Öffnung im Schlosskasten, durch die das
Riegelelement in die ausgefahrenen Stellung aus dem Schlosskasten bewegbar ist, für
den Benutzer sichtbar ist.
[0061] Zusätzlich oder alternativ kann das Licht der Anzeigevorrichtung über einen Lichtleiter
für den Nutzer sichtbar gemacht werden.
[0062] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Anzeigevorrichtung abgeschaltet ist, wenn die
sich das Schloss in einem Schließzustand befindet. In dem Schließzustand kann die
Falle sich in einer Öffnung des Türrahmens oder des Standflügels befinde.
[0063] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Anzeigevorrichtung abgeschaltet ist, wenn die
sich das Schloss in einem Verriegelungszustand befindet. Es kann sein, dass die Abschaltung
unterbleibt, wenn die Anzeigevorrichtung einen fehlerhaften Zustand anzeigt. Der fehlerhafte
Zustand kann dem fehlerhaften Zustand des Schlosses und/oder des Gegenschlosses entsprechen.
Es kann sein, dass die Anzeigevorrichtung abgeschaltet ist, wenn sich das Schloss
in einem Verriegelungszustand befindet und wenn die Anzeigevorrichtung einen nicht
fehlerhaften Zustand, insbesondere einen Konfigurationswert des Schlosses, anzeigt.
[0064] Hierdurch ist es einem böswilligen Nutzer verwehrt, Informationen über die eingestellte
Konfiguration, insbesondere über ein mit dem Schloss verbundenes Bussystem, zu erhalten.
Beispielsweise kann die Anzeigevorrichtung abgeschaltet werden, wenn mittels Überwachungsmittel
zur Detektion der Stellung der Steuerfalle detektiert wird, dass die Steuerfalle in
den Schlosskasten zurückgezogen ist. Beispielsweise kann die Anzeigevorrichtung abgeschaltet
werden, wenn das Überwachungsmittel zum Detektion der Geschlossenstellung der Tür
ein elektrisches Überwachungssignal erzeugt, dass die Tür geschlossen ist.
[0065] Es kann sein, dass der Konfigurationsvorgang im eingebauten Zustand des Schlosses
durchführbar ist. Beispielsweise kann zumindest ein Überwachungssignal, das von einem
Überwachungsmittel erzeugbar ist, zur Durchführung des Konfigurationsvorgangs verwendet
werden. Für den Konfigurationsvorgang werden insbesondere elektrische Überwachungssignale,
die bei einer im eingebauten Zustand des Schlosses durchführbaren Betätigungshandlung
erzeugt werden, verwendet. Hierbei wird insbesondere ein Überwachungssignal verwendet,
das auch bei einer Betätigungshandlung, die zur Überführung des Schlosses in den Entriegelungszustand,
in den Verriegelungszustand, in den Schließzustand und/oder einen Öffnungszustand
erzeugbar ist. Beispielsweise kann ein Überwachungssignal verwendet werden, das bei
der Betätigung der Handhabe erzeugbar ist. Zusätzlich oder alternativ kann ein Überwachungssignal
verwendet werden, dass bei einer Betätigung eines Schließzylinders, der mit dem Schloss
verbindbar ist, erzeugbar ist.
[0066] Die Anzeigevorrichtung kann während des Konfigurationsvorgangs für den Benutzer sichtbares
Licht emittieren. Insbesondere verhindert die Betätigungshandlung die Sichtbarkeit
des von der Anzeigevorrichtung emittierten Lichts nicht. So kann z. B. während des
Konfigurationsvorgangs das Riegelelement in der eingefahrenen Stellung verbleiben.
Eine Betätigung des Schließzylinders zur Durchführung des Konfigurationsvorgangs kann
stets in Richtung der Überführung in die eingefahrenen Stellung des Riegelelements
erfolgen.
[0067] Es kann vorgesehen sein, dass der Konfigurationsvorgang bei geöffneter Tür durchzuführen
ist, damit das Licht der Anzeigevorrichtung während des Konfigurationsvorgangs sichtbar
ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Anzeigevorrichtung während gesamten des Konfigurationsvorgangs
im eingebauten Zustand des Schlosses sichtbar ist. Insbesondere kann eine die Anzeigevorrichtung
behindernde Bewegung eines Elements des Schlosses, insbesondere des Riegelelements
oder der Falle, während des Konfigurationsvorgangs unnötig sein und/oder die Sichtbarkeit
der Anzeigevorrichtung kann bei einer Bewegung des Elements gewährleistet sein. Es
ist denkbar, dass z. B. die Überführung des Schlosses in den Verriegelungszustand
während des Konfigurationsvorgangs nicht vorgesehen ist. Somit wird verhindert, dass
im Verriegelungszustand des Schlosses das aus dem Schlosskasten herausragende Riegelelement
die Sichtbarkeit der Anzeigevorrichtung behindern oder verhindern könnte.
[0068] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und
in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schlosses, und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung zur Visualisierung eines durch das erfindungsgemäße
Schloss durchführbare Konfigurationsverfahrens.
[0069] In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0070] In Figur 1 ist schematisch ein erfindungsgemäßes Schloss 200 in einer Seitenansicht
dargestellt. Dabei ist erkennbar, dass einige Komponenten des Schlosses 200 vollständig
in einem Schlosskasten 10 angeordnet sind, so z. B. eine Elektronikvorrichtung 100.
Die Elektronikvorrichtung 100 ist mit Überwachungsmitteln 110, insbesondere Überwachungsschaltern
110, elektrisch verbunden.
[0071] Neben dem erfindungsgemäßen Schloss 200 ist in Figur 1 auch ein rein schematisch
dargestellter Schließzylinder 86 als auch eine rein schematisch dargestellte Handhabe
85 dargestellt. Der Schließzylinder 86 ist in eine Öffnung 82 des Schlosses 200 einsetzbar.
Eine Nuss 81 des Schlosses 200 ist mit der Handhabe 85 verbindbar.
[0072] Das Schloss 200 umfasst ein Riegelelement 20. Das Riegelelement 20 kann zwischen
einem aus dem Schlosskasten 10 ausgefahrenen Stellung und zwischen einer in den Schlosskasten
eingefahrenen Stellung bewegt werden. Befindet sich das Riegelelement 20 in der ausgefahrenen
Stellung, so befindet sich das Schloss in einem Verriegelungszustand. Befindet sich
das Riegelelement 20 in der eingefahrenen Stellung, so befindet sich das Schloss 200
in einem Entriegelungszustand. Die Überführung des Schlosses 200 von einem Verriegelungszustand
in einen Entriegelungszustand kann durch eine Betätigung des Schließzylinders 86 bewirkt
werden. Durch die Betätigung des Schließzylinders 86 kann über eine Mechanik des Schlosses
200 das Riegelelement 20 aus einer in Figur 1 angedeuteten Aufnahme eines Schließblechs
herausbewegt werden, um die Tür zu entriegeln. Das Schließblech ist nicht Teil des
erfindungsgemäßen Schlosses 200.
[0073] Das Schloss 200 umfasst eine Falle 70. Eine Überführung des Schlosses 200 von einem
Schließzustand in einen Öffnungszustand durch eine Betätigung der Handhabe 85 bewirkt
werden. Durch die Handhabe 85 wird ebenfalls eine Mechanik des Schlosses 200 betätigt,
durch welche die Falle 70 entsperrt und/oder verschoben wird. Dabei kann sich die
Falle 70 im geschlossenen Zustand der Tür auch in einer schematisch mit einer gestrichelten
Linie gezeigten Aufnahme des Schließblechs befinden. In dem Öffnungszustand ist die
Falle 70 in das Schlosskasten 10 zurückgezogen oder freigegeben, so dass die Falle
sich bei einer Öffnungsbewegung der Tür in das Schlosskasten 10 zurückziehen kann.
In dem Schließzustand ragt die Falle 70 aus dem Schlosskasten 10 hervor. Es kann sein,
dass in dem Schließzustand eine Bewegung der Falle 70 in das Schlosskasten 10 gesperrt
ist. Insbesondere ist in einer Ausführungsform der Erfindung die Falle 70 in dem Öffnungszustand
des Schloss 200 in das Schlosskasten 10 zurückgezogen und ragt in dem Schließzustand
aus dem Schlosskasten 10 hervor. In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung
ragt die Falle 70 in dem Öffnungszustand und dem Schließzustand des Schlosses 200
aus dem Schlosskasten 10 hervor. Hierbei ist in dem Öffnungszustand des Schlosses
ein Zurückziehen der Falle 70 in das Schlosskasten 10 freigegeben und in dem Schließzustand
gesperrt. In diesem Fall kann die Falle 70 als Kreuzfalle ausgebildet sein.
[0074] Ist das Schloss 200 als selbstverriegelndes Antipanikschloss ausgebildet, so kann
das Schloss 200 zugleich in den Verriegelungszustand und den Schließzustand überführt
werden. Das selbstverriegelnde Antipanikschloss 200 kann zugleich in den Entriegelungszustand
und den Öffnungszustand überführt werden.
[0075] Die Überführung des Schlosses 200 von dem Schließzustand in den Öffnungszustand oder
die Überführung des Schlosses von dem Verriegelungszustand in den Entriegelungszustand
ist als eine Betätigungshandlung anzusehen.
[0076] Das Schloss 200 umfasst eine Steuerfalle 83. Eine Bewegung der Steuerfalle 83 kann
den Zweck erfüllen, dass eine Bewegung oder eine Blockierung der Falle 70 und/oder
des Riegelelement 20 beeinflusst wird. Z. B. kann die Steuerfalle 83 an einem Verriegelungsvorgang,
insbesondere einem Selbstverriegelungsvorgang, beteiligt sein.
[0077] Die Betätigung der Handhabe 85, des Schließzylinders 86 und/oder der Steuerfalle
83 kann von außen durch einen Nutzer erfolgen, und zwar auch dann, wenn das Schloss
200 bereits in einer Tür eingebaut ist.
[0078] Die Betätigung des Schließzylinders 86 und der Handhabe 85 können sogar bei geschlossener
Tür erfolgen. Anders verhält es sich bei einem Stulp 11, welcher nur in geöffnetem
Zustand der Tür zugänglich ist. In diesem Stulp 11 kann z. B. die Steuerfalle 83 und/oder
die Falle 70 und/oder das Riegelelement 20 angeordnet sein.
[0079] Die Elektronikvorrichtung 100 ist mit einem oder mehreren elektronischen Komponenten
des Schlosses 200 verbunden, welche als Überwachungsmittel 110 zur Überwachung der
Betätigung dienen. Beispielsweise kann ein Drückerkontakt 111 eine Betätigungshandlung
an der Nuss 81, und somit z. B. die Betätigung der Handhabe 85, detektieren. Ein Zylinderkontakt
112 kann z. B. dazu dienen, eine Betätigungshandlung am Schließzylinder 86 festzustellen.
Ferner kann ein Steuerfallenkontakt 113 vorgesehen sein, um ein Eindrücken der Steuerfalle
83 als Betätigungshandlung zu detektieren. Bei einer Betätigungshandlung wird ein
elektrisches Überwachungssignal von dem jeweiligen Überwachungsmittel 110 erzeugt,
das von der Elektronikvorrichtung 100 empfangen wird. Zusätzlich und nicht dargestellt
kann ein weiteres Überwachungsmittel die ausgefahrene Stellung des Riegelelements
mittelbar oder unmittelbar detektieren. Zusätzlich und nicht dargestellt kann ein
weiteres Überwachungsmittel die eingefahrene Stellung des Riegelelements mittelbar
oder unmittelbar detektieren.
[0080] Das Schloss 200 kann einen nicht dargestellten elektromechanischen Aktuator umfassen,
um das Schloss 200 elektromechanisch in den Entriegelungszustand zu überführen. Der
Aktuator kann einen Elektromotor und ein Getriebe umfassen. Mittels des elektromechanischen
Aktuators kann das Schloss 200 in den Verriegelungszustand und/oder in den Entriegelungszustand
überführbar sein. Die Elektronikvorrichtung 100 kann zugleich als Steuerungsvorrichtung
zum Ansteuern des elektromechanischen Aktuators dienen. Ein weiteres, nicht dargestelltes
Überwachungsmittel kann die Stellung des Aktuators detektieren.
[0081] Das Schloss 200 umfasst erfindungsgemäß eine Anzeigevorrichtung 120. Die Anzeigevorrichtung
120 kann Licht emittieren. Die Anzeigevorrichtung 120 ist als eine RGB-LED ausgebildet.
Hierzu kann die Anzeigevorrichtung 120 Licht unterschiedlicher Farben und/oder Blinkmuster
emittieren.
[0082] Die Anzeigenvorrichtung 120 ist mit der Elektronikvorrichtung 100 elektrisch verbunden.
Die Elektronikvorrichtung 100 kann die Anzeigevorrichtung 120 steuern.
[0083] Die Anzeigevorrichtung 120 ist im Schlosskasten 10 angeordnet. Das von der Anzeigevorrichtung
120 emittierte Licht ist durch eine Öffnung 21 des Schlosskasten 10, durch das das
Riegelelement 20 bewegbar ist, von dem Nutzer wahrnehmbar. Das Licht der Anzeigenvorrichtung
120 ist somit durch den Stulp 11 sichtbar. Das Licht der Anzeigenvorrichtung 120 ist
somit nur bei geöffneter Tür oder durch einen Türspalt sichtbar. Die Wahrnehmbarkeit
des von der Anzeigevorrichtung 120 emittierten Lichts ist größer, wenn sich das Riegelelement
20 in dem Entriegelungszustand befindet, als wenn sich das Riegelelement 20 in dem
Verriegelungszustand befindet.
[0084] Bei geschlossener Tür wird das Licht der Anzeigenvorrichtung 120 abgeschaltet. Dass
die Tür geschlossen ist, kann die Elektronikvorrichtung 100 z. B. mittels des Steuerfallenkontakts
113 detektieren.
[0085] Über eine Schnittstellenvorrichtung 130 kann die Elektronikvorrichtung 100 einen
Zustand des Schlosses 120 an eine Zentrale übermitteln. Die Schnittstellenvorrichtung
130 kann zum elektronischen Anschluss an ein nicht dargestelltes Bussystem dienen.
Über das Bussystem kann sich das Schloss 200 vernetzt steuern und/oder überwachen
lassen. Die Schnittstellenvorrichtung 130 kann zudem zum Anschluss an ein externes
Stromnetz dienen. Die Schnittstellenvorrichtung 130 ist als Steckverbinder ausgebildet.
[0086] Die Elektronikvorrichtung 100 kann den Zustand des Schlosses z. B. anhand der elektrischen
Überwachungssignale, die die Elektronikvorrichtung 100 empfangen hat, ermitteln. Hierbei
kann der Zustand des Schlosses auch einem fehlerhaften Zustand des Schlosses entsprechen.
[0087] Die Elektronikvorrichtung 100 kann einen fehlerhaften elektrischen Zustand des Schlosses,
z. feststellen. Die Elektronikvorrichtung 100 kann eine falsche oder fehlende Spannungsversorgung
als fehlerhaften Zustand durch Messen einer elektrischen Spannung feststellen. Die
Elektronikvorrichtung 100 kann eine mangelnde oder fehlende Notstromversorgung als
einen fehlerhaften elektrischen Zustand des Schlosses 200 feststellen. Als Notstromversorgung
kann ein nicht dargestellter Energiespeicher in dem Schlosskasten 10 angeordnet sein.
Die Elektronikvorrichtung 100 kann eine mangelhafte oder fehlende Verbindung mit dem
Bussystem als einen fehlerhaften elektrischen Zustand des Schlosses 200 feststellen.
Hierzu kann die Elektronikvorrichtung 100 das Ausbleiben einer über das Bussystem
zu empfangenen Nachricht feststellen.
[0088] Die Elektronikvorrichtung 100 kann eine Fehlermeldung über die Schnittstellenvorrichtung
130 senden.
[0089] Die Elektronikvorrichtung 100 kann die Anzeigevorrichtung 120 veranlassen, den fehlerhaften
Zustand des Schlosses 200 anzuzeigen. Hierbei werden unterschiedliche fehlerhafte
Zustände unterschiedlich dargestellt. Z. B. kann bei einer fehlerhaften Spannungsversorgung
des Schlosses die Anzeigenvorrichtung mehrmals kurz rot und einmal lang in einer anderen
ersten Farbe blinken. Bei einem fehlerhaften Energiespeicher kann die Anzeigevorrichtung
120 z. B. mehrmals kurz rot und einmal lang in einer anderen zweiten Farbe blinken.
Ein Blinklicht in einer von rot abweichenden Farbe kann signalisieren, dass die Verbindung
zum Bussystem fehlt.
[0090] Das Schloss 200 kann als Gangflügelschloss ausgebildet sein. In diesem Fall sind
im Verriegelungszustand und Schließzustand des Schlosses 200 das Riegelelement 20
und die Falle 70 in Öffnungen eines Gegenschlosses für einen Standflügel anstelle
eines Schließblechs ein. Die Elektronikvorrichtung 100 des Schlosses 200 kann ein
Kommunikationsmittel umfassen, mit der die Elektronikvorrichtung mit einer Gegenelektronikvorrichtung
des nicht dargestellten Gegenschlosses für den Standflügel kommunizieren kann. Die
Elektronikvorrichtung 100 kann über das Kommunikationsmittel eine Fehlermeldung erhalten.
Die Fehlermeldung enthält einen in dem Gegenschloss aufgetretenen Fehler. Die Anzeigevorrichtung
120 kann die empfangene Fehlermeldung optisch darstellen. Insbesondere unterscheidet
sich die Darstellung des Fehlers des Gegenschlosses von der Darstellung eines Fehlers
im Schloss durch die gewählte Farbe und/oder das Blinkmuster.
[0091] Mittels der Anzeigevorrichtung 120 kann der Nutzer einen Konfigurationsvorgang 300
optisch überwachen. Insbesondere dient der Konfigurationsvorgang 300 dabei zur Auswahl
von Einstellungen bzw. Festlegung von Konfigurationswerten 360 für die Schnittstellenvorrichtung
130.
[0092] Die Elektronikvorrichtung 100 dient zur Durchführung des Konfigurationsvorgangs 300.
Der Konfigurationsvorgang 300 ist in Figur 2 dargestellt. Um den Konfigurationsvorgang
300 optisch darzustellen, kann die Elektronikvorrichtung 100 die Anzeigevorrichtung
120 derart ansteuern, dass Licht verschiedener Blinkmuster und/oder verschiedener
Farben emittiert werden.
[0093] Mittels der Überwachungsmittel 111, 112 kann die elektronische Konfiguration des
Schlosses 200 eingestellt werden, wie nachfolgend noch näher dargestellt wird. Eine
Betätigungshandlung an dem Schließzylinder 86 oder an der Handhabe 85, die ein elektrisches
Überwachungssignal erzeugt, kann hierbei als eine Eingabe für den Konfigurationsvorgang
dienen.
[0094] Die Betätigungshandlung, die ein elektrisches Überwachungssignal erzeugt und als
Eingabe für den Konfigurationsvorgang 300 dient, kann auch derart durchgeführt werden,
dass zugleich keine Überführung des Schlosses 200 in einen Verriegelungszustand, einen
Entriegelungszustand, einen Öffnungszustand und/oder einen Schließzustand durchgeführt
wird. Z. B. kann die Handhabe 85 in dem Öffnungszustand erneut in eine Öffnungsrichtung
betätigt werden, um das elektrische Überwachungssignal für den Konfigurationsvorgang
300 zu erzeugen, ohne jedoch den Zustand der Falle 70 zu beeinflussen. Der Schließzylinder
86 kann in dem Entriegelungszustand des Schlosses 200 in Entriegelungsrichtung betätigt
werden, um das elektrische Überwachungssignal für den Konfigurationsvorgang 300 zu
erzeugen, ohne den Zustand des Riegelelements 20 zu ändern.
[0095] Zumindest eine Eingabe für den Konfigurationsvorgang 300 kann dabei an weitere Voraussetzungen
geknüpft sein, z. B. an mindestens eine zeitliche Voraussetzung. Dies kann dabei durch
eine Zeitgebervorrichtung 140 als weiterer Teil der Elektronik der Schließanordnung
200 bereitgestellt werden. Die Zeitgebervorrichtung 140 kann in der Elektronikvorrichtung
100 integriert sein (nicht dargestellt).
[0096] Damit der Benutzer den Konfigurationsvorgang 300 mittels der Anzeigevorrichtung 120
optisch überwachen kann, werden die Betätigungshandlungen so gewählt, dass das Riegelelement
20 in dem Schlosskasten verbleibt. So wird der Schließzylinder 86 bei eingezogenen
Riegelelement 20 stets nur in Entriegelungsrichtung verdreht.
[0097] Im normalen Betrieb des Schlosses 200, d. h. außerhalb eines Konfigurationsmodus,
wird durch die Anzeigevorrichtung 120 dargestellt, in welcher Betriebsart sich das
Schloss 200 derzeit befindet. Als Betriebsart kann sich das Schloss 200 im Standalone-
Betrieb oder in einem Betrieb in einem ersten oder zweiten Bussystem befinden. Als
Bussystem kann z. B. ein CAN-Bus, ein LON-Bus und/oder DCW-Bus bezeichnet werden.
Die Betriebsart kann als Software eingestellt werden. D. h. für einen Wechsel von
einem Bussystem, z. B. einem CAN-Bus, auf ein anderes Bussystem, z. B. einem DCW-Bus,
muss an der Schnittstellenvorrichtung 130 keine Veränderung vorgenommen werden. Ebenfalls
muss für einen Wechsel von einem Betrieb im Bussystem zu einem Stand-Alone Betrieb
keine Veränderung an der Schnittstellenvorrichtung 130 zwingend vorgenommen werden.
[0098] Für jede Betriebsart kann die Anzeigevorrichtung 120 in einer anderen Farbe Licht
emittieren. Die Anzeige der Betriebsart wird unterbrochen, sofern eine Fehlermeldung
anzuzeigen ist oder bei geschlossener Tür.
[0099] Bei einem Systemstart der Elektronikvorrichtung 100 werden alle eingestellten Konfigurationswerte
360 der Konfiguration durch die Anzeigevorrichtung 120 angezeigt. Hierbei werden die
eingestellten Konfigurationswerte 360 nacheinander angezeigt. Beispielsweise wird
zunächst die Betriebsart symbolisch angezeigt. Befindet sich das Schloss 200 in einem
Betrieb in einem Bussystem, so wird anschließend die Busadresse optisch dargestellt.
Beispielsweise kann aus einer Auswahl aus vier Busadressen eine Busadresse eingestellt
sein. Die Anzeigevorrichtung 120 stellt die eingestellte Busadresse symbolisch optisch
dar. Muss in dem Busbetrieb ein Abschlusswiderstand eingestellt werden, so wird anschließend
an die Darstellung der Busadresse ein optisches Signal, das das Zugeschaltet oder
Abgeschaltet sein des Abschlusswiderstands symbolisiert, dargestellt.
[0100] In Figur 2 ist schematisch ein Konfigurationsverfahren 300, das mittels des erfindungsgemäßen
Schlosses 200 durchführbar ist, dargestellt. Zunächst erfolgt eine Initiierung eines
Konfigurationsmodus 301 der Elektronikvorrichtung 100. Der Konfigurationsmodus ist
hierbei ein elektronischer, insbesondere softwareseitiger, Zustand der Elektronikvorrichtung
100, in der zumindest ein Konfigurationswert eingestellt werden kann. Außerhalb des
Konfigurationsmodus ist eine Einstellung eines Konfigurationswerts verhindert. Hierdurch
soll ein unbeabsichtigtes Umstellen eines Konfigurationswerts durch eine Betätigungshandlung
verhindert werden. Die Initiierung des Konfigurationsmodus 301 entspricht einer ersten
Eingabe für den Konfigurationsvorgang 300.
[0101] Die Initiierung des Konfigurationsmodus 301 kann beispielsweise eine Schließzylinderbetätigung
als eine erste Betätigungshandlung 311 umfassen. Durch die Schließzylinderbetätigung
311 wird ein elektrisches Überwachungssignal an dem Zylinderkontakt 112 erzeugt, der
als Eingabe für den Konfigurationsvorgang in der Elektronikvorrichtung 100 dient.
Die Initiierung des Konfigurationsmodus 301 ist an eine weitere Voraussetzung gekoppelt.
Die weitere Voraussetzung für die Initiierung des Konfigurationsmodus 301 entspricht
einer Betätigungsdauer der ersten Betätigungshandlung 311, z. B. mindestens 10 Sekunden.
Hierdurch wird ein Überwachungssignal von mindestens 10 Sekunden an dem Zylinderkontakt
112 erzeugt. Eine Schließzylinderbetätigung, die länger als die Betätigungsdauer ausgeführt
wird, wird in Figur 2 mit dem Bezugszeichen 311 dargestellt. Diese Betätigungsdauer
kann z. B. über die Zeitgebervorrichtung 140 ermittelt werden. Diese weitere Voraussetzung
ermöglicht, dass nicht versehentlich in den Konfigurationsmodus gewechselt wird, da
eine kürzere Schließzylinderbetätigung lediglich zur Betätigung zu einem Entriegeln
der Tür führt oder im Entriegelungszustand der Tür wirkungslos bleibt.
[0102] Zur weiteren Vermeidung einer versehentlichen Initiierung des Konfigurationsmodus,
kann Durchführung des Konfigurationsvorgangs und damit die Initiierung des Konfigurationsmodus
nur innerhalb einer vorgegebenen Zeitdifferenz, z. B. 20 Minuten, nach einem Systemstartzeitpunkt
der Elektronikvorrichtung 100 erfolgen. Die Zeitdifferenz wird durch die Zeitgebervorrichtung
140 ermittelt.
[0103] Nach der erfolgreichen Initiierung des Konfigurationsmodus 301 können die erste Betätigungshandlung
311, eine zweite Betätigungshandlung 320 und eine dritte Betätigungshandlung 310 genutzt
werden, um weitere Eingaben für den Konfigurationsvorgang 300 zu generieren. Durch
die weiteren Betätigungshandlungen 310, 311, 320 wird jeweils zumindest ein Überwachungssignal
der entsprechenden Überwachungsmittel 110 erzeugt, die die Elektronikvorrichtung 100
für den Konfigurationsvorgang 300 nutzen kann.
[0104] Die zweite Betätigungshandlung kann einer Betätigung der Handhabe 85 entsprechen.
Die dritte Betätigungshandlung 310 kann einer Betätigung des Schließzylinders 86 unter
der Betätigungsdauer, also eine kurze Betätigung des Schließzylinders 86, entsprechen.
[0105] Der Konfigurationsmodus umfasst mehrere Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370. In
jedem Konfigurationsmenü 330, 340, 350, 370 kann jeweils zumindest ein Konfigurationswert
360a, 360b, 360c, 360d, 360e, 360f, 360g, 360h, 360i, 360j, 360k, 360l, 360m eingestellt
werden. Für die Konfigurationswerte 360a, 360b, 360c, 360d, 360e, 360f, 360g, 360h,
360i, 360j, 360k, 360l, 360m wird im Folgenden zusammenfassend das Bezugszeichen 360
verwendet, sofern eine genauere Bezugszeichenverwendung nicht notwendig ist. Durch
die Einstellung zumindest eines Konfigurationswerts 360, bevorzugt durch die Einstellung
mehrerer Konfigurationswerte 360 wird die Konfiguration eingestellt. Die Konfiguration
wird insbesondere durch die Einstellung zumindest zweier Konfigurationswerte 360 aus
zumindest zwei Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 eingestellt.
[0106] Ein erstes Konfigurationsmenü 330 ist als Hauptmenü ausgebildet. Von dem Hauptmenü
330 aus kann in weitere Konfigurationsmenü 340, 350, 370 gewechselt werden. Die weiteren
Konfigurationsmenüs dienen als Untermenü. Für den Wechsel des Konfigurationsmenüs
330, 340, 350, 370 ist eine Betätigungshandlung erforderlich. Anders ausgedrückt erfolgt
ein Wechsel des Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 durch ein Erzeugen eines Überwachungssignals.
[0107] In dem Untermenü 340 sind Konfigurationswerte 360d, 360e, 360f, 360g einstellbar,
die zu dem in Hauptmenü 330 einstellbaren Konfigurationswert 360b gehören. In den
Untermenüs 350, 370 sind Konfigurationswerte 360h, 360i, 360j, 360k, 360l, 360m einstellbar,
die zu dem in Hauptmenü 330 einstellbaren Konfigurationswert 360c gehören. Es ist
nur möglich, in das Untermenü 340 zu gelangen, wenn zuvor im Hauptmenü der Konfigurationswert
360b als eingestellter Konfigurationswert vorliegt. Es ist nur möglich, in die Untermenüs
350, 370 zu gelangen, wenn zuvor im Hauptmenü der Konfigurationswert 360c als eingestellter
Konfigurationswert vorliegt. Beispielsweise erfolgt bei der Auswahl des zweiten Konfigurationswertes
360 b und darauffolgender Zylinderbetätigung 310 der Wechsel in das Konfigurationsmenü
340. Bei Auswahl des dritten Konfigurationswertes 360c und anschließender Zylinderbetätigung
310 erfolgt der Wechsel in das Konfigurationsmenü 370.
[0108] Jedes Konfigurationsmenü 330, 340, 350, 370 des Ausführungsbeispiels der Figur 2
umfasst jeweils alternative Konfigurationswerte 360. Aus den Konfigurationswerten
360 eines Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 kann nur jeweils einer der Konfigurationswert
360 ausgesucht und eingestellt werden.
[0109] Jedes Konfigurationsmenü 330, 340, 350, 370 umfasst einen voreingestellten Konfigurationswert
360. Für die Einstellung eines von dem voreingestellten Konfigurationswert 360 abweichenden
Konfigurationswerts 360 innerhalb eines Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 ist
eine Betätigungshandlung und somit die Erzeugung eines Überwachungssignals erforderlich.
[0110] Um den Konfigurationsvorgang 300 für den Nutzer einfach zu gestalten, kann für die
Wechsel der Konfigurationsmenüs stets dieselbe Betätigungshandlung erforderlich sein.
Diese Betätigungshandlung kann z. B. der dritten Betätigungshandlung 310 entsprechen.
Innerhalb der Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 3370 jeweils stets dieselbe Betätigungshandlung
der Konfigurationswert 360 eingestellt werden. Diese Betätigungshandlung kann z. B.
der zweiten Betätigungshandlung entsprechen. So kann z. B. zwischen den Konfigurationsmenüs
330, 340, 350, 370 jeweils durch die kurze Betätigung des Schließzylinders 86 und
damit des Zylinderkontakts 112 gewechselt werden. Innerhalb jeder der Konfigurationsmenüs
330, 340, 350, 370 kann durch eine Betätigung der Handhabe 85 und damit des Drückerkontakts
111 von einem Konfigurationswert 360 zum nächsten Konfigurationswert 360 gewechselt
werden.
[0111] In dem Hauptmenü 330 kann beispielsweise eine Betriebsart des Schlosses 200 eingestellt
werden. Ein erster Konfigurationswert 360a kann beispielsweise der Stand-alone-Betrieb,
ein zweiter Konfigurationswert 360b die Nutzung eines ersten Bussystems und ein dritter
Konfigurationswert 360c die Nutzung eines zweiten Bussystems sein. Z. B. ist als voreingestellter
Konfigurationswert der Konfigurationswert 360a eingestellt. Bei der ersten Handhabenbetätigung
320 wird zu dem Konfigurationswert 360b gewechselt und der Konfigurationswert 360b
eingestellt. Bei einer zweiten Handhabenbetätigung 320 wird zu dem Konfigurationswert
360c gewechselt und eingestellt. Eine dritte Handhabenbetätigung führt zu dem ersten
Konfigurationswert 360a zurück.
[0112] In dem Konfigurationsmenü 340 können Parametern für die Nutzung des ersten Bussystems
eingestellt werden. Z. B. kann der Konfigurationswert 360d einer ersten Busadresse,
der Konfigurationswert 360e einer zweiten Busadresse, der Konfigurationswert 360f
einer dritten Busadresse und der Konfigurationswert 360g einer vierten Busadresse
entsprechen. Der Wechsel zwischen den Konfigurationswerten 360d, 360e, 360f und 360g
ist durch die Betätigung der Handhabe und durch die Erzeugung eines Überwachungssignals
am Drückerkontakt 111 möglich.
[0113] In dem Konfigurationsmenü 370 können Parametern für die Nutzung des zweiten Bussystems
eingestellt werden. Z. B. kann der Konfigurationswert 360j einer ersten Busadresse,
der Konfigurationswert 360k einer zweiten Busadresse, der Konfigurationswert 360l
einer dritten Busadresse und der Konfigurationswert 360m einer vierten Busadresse
entsprechen. Der Wechsel zwischen den Konfigurationswerten 360j, 360k, 360l und 360m
ist durch die Betätigung der Handhabe und durch die Erzeugung eines Überwachungssignals
am Drückerkontakt 111 möglich.
[0114] In dem Konfigurationsmenü 350 können die Konfigurationswerte 360h und 360i zur Bestimmung
dienen, ob ein Abschlusswiderstand für das zweite Bussystem genutzt werden soll. Der
Wechsel zwischen den Konfigurationswerten 360h und 360i ist durch die Betätigung der
Handhabe und durch die Erzeugung eines Überwachungssignals am Drückerkontakt 111 möglich.
[0115] Über eine weitere Betätigungshandlung, beispielsweise eine Zylinderbetätigung 311
eine vorbestimmte Betätigungsdauer, z. B. über mindestens 10 Sekunden, kann dann aus
jedem Menüpunkt 330, 340, 350, 370 heraus der Konfigurationsmodus beendet werden (mit
dem Bezugszeichen 390 gekennzeichnet).
[0116] Mit dem ordnungsgemäßen Beenden des Konfigurationsmodus werden die eingestellten
Konfigurationswerte gespeichert und als Konfiguration für den Betrieb des Schlosses
verwendet. Wird der Konfigurationsmodus nicht durch die Eingabe 390 innerhalb eines
vorgegebenen Zeitraums, z. B. 5 Minuten, beendet, so werden die eingestellten Konfigurationswerte
360 nicht als Konfiguration für den Betrieb des Schlosses 200 verwendet. Darüber hinaus
kann es möglich sein, dass nach einer Initiierung des Konfigurationsmodus nach einem
vorgegebenen Timeout, z. B. von 5 Minuten, der Konfigurationsmodus automatisch beendet
wird.
[0117] Es kann möglich sein, dass während des Konfigurationsvorgangs 300, also im Konfigurationsmodus,
keine Fernsteuerung der Schließanordnung 200, z. B. über das Bussystem, möglich ist,
die Fernsteuerung im Konfigurationsbetrieb also deaktiviert ist. Beispielsweise kann
auch im Konfigurationsmodus verhindert sein, dass eine Motoraktivität des Aktuators
der Schließanordnung 200 erfolgt. Gegebenenfalls kann der Konfigurationsmodus somit
dem Stand-alone-Betrieb der Schließanordnung 200 ähneln oder diesem entsprechen, bei
welchem Signale am Eingang der Schnittstellenvorrichtung 130 ignoriert werden.
[0118] Es kann möglich sein, dass nach erfolgreicher Initiierung des Konfigurationsmodus
der Konfigurationsvorgang 300 immer im ersten Konfigurationsmenü 330 für die Auswahl
der Betriebsart weitergeführt ist.
[0119] Es kann möglich sein, dass durch jede Drückerbetätigung 320 die Konfigurationswerte
360 innerhalb eines Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 durchgeschaltet werden,
in der Art, dass nach einem vollständigen Durchlauf sämtlicher Konfigurationswerte
360 eines Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 der Durchlauf erneut beim ersten
Konfigurationswert dieses Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 startet.
[0120] Um für den Nutzer erkenntlich zu machen, welcher Konfigurationswert aktuell ausgewählt
ist, kann die Anzeigenvorrichtung 120 genutzt werden.
[0121] Beispielsweise können in Abhängigkeit von dem aktuell ausgewählten Konfigurationswert
360 unterschiedliche Anzeigen erfolgen, z. B. die Anzeigevorrichtung 120 in unterschiedlichen
Farben aufleuchten und/oder blinken. Beispielsweise kann bei der Auswahl eines ersten
Konfigurationswertes 360 a die Anzeigevorrichtung 120 ein orangenes Lichtsignal aussenden,
bei Auswahl des zweiten Konfigurationswertes 360 b die Anzeigevorrichtung 120 ein
blaues Lichtsignal aussenden und bei Auswahl des dritten Konfigurationswertes 360c
die Anzeigevorrichtung 120 ein gelbes Lichtsignal aussenden. Ferner kann es vorgesehen
sein, dass im zweiten Konfigurationsmenü 340 oder im Konfigurationsmenü 370 die aktuelle
Auswahl der Busadresse durch einen Blinkcode der Anzeigevorrichtung 120 angezeigt
wird. Ebenfalls kann im Konfigurationsmenü 350 der ausgewählte Konfigurationswert
360h, 360i durch einen Blinkcode angezeigt werden.
[0122] Bei einem Wechsel des Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 wird unmittelbar der
voreingestellte Konfigurationswert 360 desjenigen Konfigurationsmenüs 330, 340, 350,
370, in das gewechselt wurde, angezeigt. Hierdurch stellt die Anzeigevorrichtung 120
zugleich den Wechsel des Konfigurationsmenüs 330, 340, 350, 370 optisch dar.
[0123] Nach Beendigung des Konfigurationsmodus 390 kann die vorgenommene Konfiguration dauerhaft
in einer nicht näher gezeigten Speichervorrichtung der Elektronikvorrichtung 100 gespeichert
werden. Auch für die Beendigung des Konfigurationsmodus 390 kann eine Signalisierung
durch die Anzeigevorrichtung 120 erfolgen, z. B. durch die Ausgabe eines Lichtsignals
in einer bestimmten Farbe.
[0124] Ferner kann es möglich sein, dass nach der Beendigung des Konfigurationsvorgangs
auch außerhalb des Konfigurationsmodus die Anzeigevorrichtung 120 die ausgewählte
Betriebsart signalisiert, z. B. durch den zuvor beschriebenen Farbcode, also die Ausgabe
eines Lichtsignals in einer der Auswahl des Konfigurationswertes 360 zugehörigen Farbe.
[0125] Eine Initiierung des Konfigurationsmodus wird durch die Anzeigevorrichtung 120 angezeigt,
indem die Anzeigevorrichtung 120 von der Anzeige der ausgewählten Betriebsart zur
Anzeige des voreingestellten Konfigurationswerts 360a, 360b, 360c des Hauptmenüs 330
wechselt. Wird in dem Hauptmenü 330 die Betriebsart ausgewählt, so stimmt die vor
der Initiierung des Konfigurationsmodus angezeigte Betriebsart mit der im Hauptmenü
voreingestellten Betriebsart überein. Um dennoch die Initiierung des Konfigurationsmodus
optisch darzustellen, modifiziert die Anzeigevorrichtung 120 die Darstellung der Betriebsart.
Z. B. kann die Anzeigevorrichtung 120 die Betriebsart vor der Initiierung des Konfigurationsmodus
durch die durchgängige Emission von Licht einer Farbe darstellen, während nach der
Initiierung des Konfigurationsmodus die Betriebsart durch ein blinkendes Licht derselben
Farbe dargestellt wird.
[0126] Ein Beenden des Konfigurationsmodus wird von der Anzeigevorrichtung 120 jeweils durch
eine Farbe und ein Blinkmuster dargestellt, unabhängig davon, aus welchem Konfigurationsmenü
330, 340, 350, 370 aus der Konfigurationsmodus beendet wurde.
[0127] Im Folgenden sollen beispielhaft zwei Konfigurationseinstellungen beschrieben werden:
Vor Beginn des Konfigurationsvorgangs 300 befindet sich das Schloss 200 im Stand-Alone
Betrieb. Die Anzeigevorrichtung 120 leuchtet bei geöffneter Tür orange. Durch eine
zumindest 10 sekündige Betätigung des Schließzylinders 86 wird zunächst der Konfigurationsmodus
initiiert. Im Konfigurationsmodus beginnt die Anzeigevorrichtung 120 orange zu blinken.
Durch eine Drückerbetätigung 320 fängt die Anzeigenvorrichtung 120 blau an zu blinken
und signalisiert, dass nun der Funktionswert 360b des ersten Konfigurationsmenüs 330
ausgewählt ist. Durch eine weitere Drückerbetätigung 320 wird als Funktionswert 360c
ein Betrieb in einem zweiten Bussystem eingestellt. Dieses zeigt die Anzeigenvorrichtung
120 durch ein gelbes Blinken an. Durch eine kurze Betätigung des Schließzylinders
86 wird in das Konfigurationsmenü 370 gewechselt. Nun kann die Busadresse für das
zweite Bussystem eingestellt werden. Die Anzeigenvorrichtung 120 blinkt periodisch
wiederkehrend einmal grün, um anzuzeigen, dass der Funktionswert 360j und damit die
erste Busadresse als Voreinstellung vorliegen. Durch eine zweimalige Drückerbetätigung
320 kann der Funktionswert 360l und damit die dritte Busadresse eingestellt werden.
Diese Einstellung zeigt die Anzeigenvorrichtung 120 durch ein periodisch wiederkehrendes,
dreimaliges grünes Blinken an. Durch eine kurze Schließzylinderbetätigung 310 kann
in das Konfigurationsmenü 350 gewechselt werden. Hier kann mittels des Funktionswerts
360h der Abschlusswiderstand zugeschaltet werden und mittels des Funktionswerts 360i
der Abschlusswiderstand abgeschaltet werden. Die Anzeigevorrichtung 120 zeigt durch
grünes Licht an, dass der Abschlusswiderstand derzeit zugeschaltet ist und damit der
Funktionswert 360h voreingestellt ist. Bei einem voreingestellten Funktionswertwert
360 i würde die Anzeigevorrichtung hingegen rot leuchten. Der Nutzer möchte den Funktionswert
360h beibehalten und beendet durch eine zumindest 10 sekündige Schließzylinderbetätigung
311 den Konfigurationsmodus, wodurch die eingestellten Konfigurationswerte 360 als
Konfiguration für den Betrieb des Schlosses 200 übernommen werden. Das Beenden des
Konfigurationsmodus wird durch ein grünes Licht von der Anzeigevorrichtung 120 dargestellt
und ist in Figur 2 mit dem Bezugszeichen 390 dargestellt.
[0128] Bei einem abweichenden Konfigurationsvorgang 300, der zunächst bis zum erfolgten
Wechsel in das Konfgurationsmenü 350 identisch wie zuvor dargestellt verläuft, stellt
der Nutzer im Konfigurationsmenü 350 fest, dass der Nutzer die falsche Busadresse
eingestellt hat und die erste Busadresse für das zweite Bussystem hätte eingestellt
werden sollen. Anstatt nun im Konfigurationsmenü 350 den Konfigurationsmodus zu beenden,
wechselt der Nutzer durch eine kurze Schließzylinderbetätigung 310 in das Konfigurationsmenü
330 zurück. Durch gelbes Blinken signalisiert die Anzeigevorrichtung, dass sich der
Nutzer im Konfigurationsmenü 330 mit voreingestelltem Funktionswert 360c befindet.
Da im Konfigurationsmenü 330 bereits der richtige Konfigurationswert 360c eingestellt
ist, wechselt der Nutzer durch eine weitere kurze Schließzylinderbetätigung 310 in
das Konfigurationsmenü 370. Hier kann der Nutzer durch eine zweimalige Betätigung
der Handhabe 320 die Busadresse von der dritten Busadresse auf die erste Busadresse
und somit von dem Funktionswert 360l zu dem Funktionswert 360j wechseln. Dieses zeigt
die Anzeigevorrichtung 120 durch periodisch wiederkehrendes einmaliges grünes Blinken
an. Durch eine Schließzylinderbetätigung von mindestens 10 Sekunden 311 kann der Nutzer
den Konfigurationsmodus aus dem Konfigurationsmenü 370 heraus beenden.
[0129] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
1. Schloss (200), insbesondere Einsteckschloss, für eine Gebäudetür mit einem Schlosskasten
(10)
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schloss (200) eine optische Anzeigevorrichtung (120) umfasst.
2. Schloss (200) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (120) ausgebildet ist, unterschiedliche optische Signale zur
Darstellung unterschiedlicher Zustände des Schlosses zu emittieren, insbesondere dass
Licht mehrerer Farben und/oder verschiedene Blinkmuster durch die Anzeigevorrichtung
(120) emittierbar ist.
3. Schloss (200) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (200) eine Elektronikvorrichtung (100) umfasst, wobei die Elektronikvorrichtung
(100) die Anzeigevorrichtung (120) ansteuert, insbesondere dass die Elektronikvorrichtung
(100) Kenntnis von dem anzuzeigenden Zustand des Schlosses (200) hat.
4. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (200) zumindest ein Überwachungsmittel (110) zur Überwachung einer Stellung
eines mechanischen oder elektromechanischen Elements (20, 70, 81, 83) des Schlosses
und/oder zur Überwachung einer Schließzylinderstellung umfasst und/oder mit einem
Überwachungsmittel zur Überwachung einer Geschlossenstellung der Gebäudetür verbindbar
ist, wobei ein elektrisches Überwachungssignal des Überwachungsmittel (110) von der
Elektronikvorrichtung (100) empfangbar ist, wobei die Elektronikvorrichtung (100)
mittels des Überwachungssignals Kenntnis von dem Zustand des Schlosses (200) erlangt.
5. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikvorrichtung (100), insbesondere anhand des zumindest einen Überwachungssignals
oder mittels eines elektrischen Signals oder mittels eines Ausbleibens eines elektrischen
Signals, einen Fehler erkennt, und veranlasst, dass die Anzeigevorrichtung (120) den
Fehler anzeigt.
6. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikvorrichtung (100) von einem mit dem Schloss (200) verbindbaren Vorrichtung,
insbesondere einem Gegenschloss, eine Fehlermeldung empfängt und die Anzeigevorrichtung
(120) den Fehler anzeigt.
7. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikvorrichtung (100) Kenntnis von einer insbesondere elektronischen Konfiguration
des Schlosses (200) hat und veranlasst, dass zumindest ein Konfigurationswert (360)
der Konfiguration von der Anzeigevorrichtung (120) angezeigt wird, insbesondere dass
der Konfigurationswert (360a, 360b, 360c) einem Betrieb des Schlosses (200) in einem
Bussystem oder einem Stand-Alone-Betrieb entspricht, wobei insbesondere der Konfigurationswert
(360) während eines normalen Betriebes des Schlosses (200) angezeigt wird.
8. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Schloss (200) eine insbesondere elektronische Konfiguration mittels eines
Konfigurationsvorgangs (300) einstellbar ist, wobei die Anzeigevorrichtung (120) den
Konfigurationsvorgang (300) zumindest teilweise optisch darstellt.
9. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Konfigurationsvorgangs (300) eine Initiierung eines Konfigurationsmodus
(301), das Beenden des Konfigurationsmodus (390), ein voreingestellter Konfigurationswert
(360) und/oder ein soeben festgelegter Konfigurationswert (360) mittels der Anzeigevorrichtung
(120) anzeigbar ist.
10. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Konfigurationsvorgangs (300) ein Wechsel von einem Konfigurationsmenü
(330, 340, 350, 370) in ein weiteres Konfigurationsmenü (330, 340, 350, 370) möglich
ist, wobei der Wechsel des Konfigurationsmenüs (330, 340, 350, 370) mittels der Anzeigevorrichtung
(120) optisch anzeigbar ist.
11. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Systemstart der Elektronikvorrichtung (100) ein eingestellter Konfigurationswert
(360) angezeigt wird, bevorzugt dass bei dem Systemstart mehrere eingestellte Konfigurationswerte
(360), insbesondere alle eingestellten Konfigurationswerte (360), angezeigt werden.
12. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (120) derart angeordnet ist, dass in einem eingebauten Zustand
des Schlosses (200) das Licht der Anzeigevorrichtung (120) im geöffneten Zustand der
Gebäudertür für den Nutzer sichtbar ist, insbesondere dass das Schloss (200) vorzugsweise
einen im geschlossenen Zustand der Gebäudetür und eingebauten Zustand des Schlosses
einen für den Nutzer unzugänglichen Stulp (11) aufweist, von dem ausgehend das von
der Anzeigevorrichtung (120) emittierte Licht für den Nutzer sichtbar ist.
13. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (120) in dem Schlosskasten (10) angeordnet ist und das von
der Anzeigevorrichtung (120) emittierbare Licht durch eine Öffnung (21) im Schlosskasten,
insbesondere im Stulp (11), für einen Benutzer sichtbar ist, insbesondere dass die
Anzeigevorrichtung (120) Licht durch eine durch ein weiteres Element (20, 70, 83)
des Schlosses (200) genutzte Öffnung (21) emittiert.
14. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (120) abgeschaltet ist, wenn sich das Schloss (200) im Schließzustand
oder im Verriegelungszustand befindet, insbesondere wenn zugleich die Anzeigevorrichtung
(120) keinen fehlerhaften Zustand anzuzeigen hat.
15. Schloss (200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Konfigurationsvorgang (300) im eingebauten Zustand des Schlosses (200) durchführbar
ist, wobei die Anzeigevorrichtung (120) während des Konfigurationsvorgangs (300) für
den Benutzer sichtbares Licht emittiert, insbesondere dass elektrische Überwachungssignale,
die bei einer im eingebauten Zustand des Schlosses (200) durchführbaren Betätigungshandlung
erzeugt werden, für den Konfigurationsvorgang (300) verwendet werden, wobei insbesondere
die Betätigungshandlung die Sichtbarkeit des von der Anzeigevorrichtung (120) emittierten
Lichts nicht verhindert.