[0001] Die Erfindung betrifft eine Mittelverschlusseinheit für einen Hebe-Schiebetür-Flügel
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Bei einer Hebe-Schiebe-Tür sind wenigstens zwei Flügel vorhanden, die in parallelen
Ebenen zueinander angeordnet sind und gegeneinander verschiebbar sind - egal, ob einer
der Flügel als Festflügel stationär angeordnet ist oder ob beide beweglich gelagert
sind, so ist im Schließzustand stets dieselbe Anordnung im Mittelbereich gegeben.
Dort liegen die jeweiligen vertikalen Rahmenabschnitte in versetzten Ebenen voreinander,
wobei sie an ihren zueinander weisenden Sichtseiten jeweils mit einer Mittelverschlusseinheit
versehen sind, um im Schließzustand sowohl eine optisch und mechanisch wirksame Überlappung
wie auch eine Abdichtung gegen Wind und Regen zu bewirken. Zur Bildung einer Mittelverschlusseinheit
sind an beiden Flügeln L-förmige Mittelverschlussprofile vorgesehen, die um 180° versetzt
zueinander angeordnet sind und die hakenartig ineinandergreifen, wenn die Flügel gegeneinander
bis in die Schließstellung verschoben werden. Die freien Profilvorsprünge der Mittelverschlussprofile
sind mit einem elastischen Dichtbelag versehen, sodass die beiden Mittelverschlussprofile
gegeneinander abgedichtet werden, wenn die Schiebetürflügel voreinander stehen.
[0003] Der Nachteil der bekannten Mittelverschlusseinheit besteht darin, dass die Mittelverschlussprofile
eine genau definierte Lage in Bezug zueinander einnehmen müssen, damit sie sich gegenseitig
berühren und über die Dichtungen eine Winddichtigkeit bewirkt wird.
[0004] Aus der
DE 77 25 150 U ist eine Hebe-Schiebe-Tür mit einer Mitteldichtungseinheit bekannt, bei der das Mittelverschlussprofil
sogar Teil des Schiebetürflügelprofils ist. Die schräg voreinander liegenden Dichtflächen
erfordern eine genaue Lage der beiden Rahmenprofile. Stehen diese zu weit voneinander
weg, ist die Verbindung undicht. Außerdem besteht die Gefahr, dass die auf den Schrägen
angeordneten Dichtstreifen beim Schließen weggeschoben werden.
[0005] Aus der
DE 18940794 U ist eine weitere Hebe-Schiebe-Tür bekannt. Die hierbei vorgesehene Mittelverschlusseinheit
sieht jeweils langgezogene freie Enden der Mittelverschlussprofile vor, die an der
jeweils anderen Mittelverschlusseinheit in eine Dichtungsnut eintauchen, in welcher
Lippendichtungen angebracht sind. Abdeckprofil und Dichtleiste sind ein Bauteil; daher
sind keine individuelle Einstellung und kein Ausgleich der Fertigungstoleranzen bei
der Erstmontage möglich. Zudem besteht die Gefahr einer thermischen Verformung durch
Sonneneinstrahlung bei geöffneter Tür, also in freistehendem Zustand. Dünne, lange
Gabelprofile, die bisher zum Mittelverschluss benutzt wurden, verformen sich, werden
krumm und können nicht mehr ineinandergreifen.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Mittelverschlusseinheit
für eine Hebe-Schiebe-Tür anzugeben, die eine mechanisch belastbare, thermisch stabile
und zugleich dichte Verbindung der Flügel gewährleistet, auch wenn diese in der Schließstellung
leicht in ihrer axialen Position zueinander von der Sollposition abweichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Mittelverschlusseinheit mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass die Mittelverschlussprofile horizontal,
also parallel zur Verschieberichtung des Flügels, um einige Millimeter gegenüber dem
Flügelrahmen verschoben und in dieser angepassten Position montiert werden können.
Damit ist eine einfache Anpassung an fertigungsbedingte Toleranzen der Flügelrahmen
möglich.
[0009] Um außerdem die im Betrieb auftretenden Toleranzen auszugleichen, ist vorzugsweise
ein großvolumiges, sogenanntes Ballondichtungsprofil vorgesehen, das eine Art Kissen
in der Dichtungsaufnahmenut bildet, an das sich der Verriegelungsvorsprung des jeweils
anderen Mittelverschlussprofils angelegt.
[0010] Um das Mittelverschlussprofil in der gewünschten Weise variabel montieren zu können,
und dennoch einen optisch ansprechenden Abschluss der in der Schließstellung sichtbaren
Flügelrückseiten zu erzielen, ist ein Abdeckprofil vorgesehen, das L-förmig ausgebildet
ist und das seitlich über den Rücken des Schiebetürflügelprofils hinausragt. Es geht
an der zu dem benachbarten Flügel gelegenen Seite in einen kurzen Profilabschnitt
über. Zwischen der Sichtseite des Schiebetürflügelprofils und dem kurzen Schenkel
des Abdeckprofils wird ein Zwischenraum gebildet, in welchem das Mittelverschlussprofil
mit seinem Befestigungsabschnitt eingesetzt wird und damit optisch verschwindet. Das
Abdeckprofil bildet also eine durchgängige Oberfläche an der Rückseite des Schiebetürflügelprofils
und bildet ebenfalls eine Ecke aus, sodass auch beim Blick durch die Glasfüllung des
benachbarten Flügels eine optisch ansprechende Eckausbildung ohne Stufensprünge und
Spalte erreicht wird.
[0011] Damit das Mittelverschlussprofil einerseits in dem gebildeten Zwischenraum befestigt
werden kann und andererseits weit genug nach außen ragt, um bei der paarweisen Anordnung
zweier Mittelverschlusseinheiten bei der geschlossenen Hebe-Schiebe-Tür eine zuverlässige
Abdichtung zu erreichen, besitzt der Befestigungsabschnitt vorzugsweise eine geringere
Tiefe als der Dichtungsabschnitt.
[0012] Insbesondere gehen die Außenseiten des kurzen Schenkels des Abdeckprofils und des
Dichtungsabschnitts am Mittelverschlussprofil bündig ineinander über. Soweit eine
horizontale Verschiebung des Mittelverschlussprofils gegenüber dem fest am Schiebetürflügelprofil
angeordneten Abdeckprofil erforderlich sein sollte, entsteht ein kleiner Spalt, der
aber nur beim Blick durch die Glasfüllung des benachbarten Flügels sichtbar ist, wenn
sich dieser in einer halb geöffneten Stellung befindet. Weder in der ganz geöffneten,
noch in der vollständig geschlossenen Stellung ist der Spalt sichtbar.
[0013] Um dennoch die Winddichtigkeit zu gewährleisten, ist vorzugsweise an der Innenseite
des kurzen Abdeckprofilschenkels eine Dichtlippe angeordnet, die gegen den Befestigungsabschnitt
des Mittelverschlussprofils abdichtet. Umgekehrt kann auch eine Dichtlippe am Befestigungsabschnitt
des Mittelverschlussprofils vorgesehen sein, die sich an den kurzen Abdeckprofilschenkel
angelegt.
[0014] Die Montage der erfindungsgemäßen Mittelverschlusseinheit an der Hebe-Schiebe-Tür
stellt sich wie folgt dar: Ein feststehender Flügel wird zuerst mit einer Mittelverschlusseinheit
versehen und in die gebäudeseitige Zarge eingesetzt. Dann wird der bewegliche Flügel
montiert, und eine zweite Mittelverschlusseinheit wird so lange gegen die erste verschoben,
bis der Anpressdruck auf die Schlauchdichtung passt und die Toleranzen, die insbesondere
beim Verschweißen der Flügel entstanden sind, ausgeglichen werden. Die Stellung wird
angezeichnet und durch Verschraubung am Flügelrahmen fixiert. Durch diese einmalige
Montageeinstellung kann jede Hebe-Schiebe-Tür bei der Erstmontage justiert werden.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezug
auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben. Die Figuren
zeigen jeweils im Schnitt:
- Figur 1
- eine Mittelverschlusseinheit;
- Figur 2
- ein Schiebetürflügelprofil mit der Mittelverschlusseinheit;
- Figur 3
- den Mittelbereich einer geschlossenen Hebe-Schiebe-Tür mit zwei identischen Flügelrahmen;
und
- Figur 4
- den Mittelbereich einer geschlossenen Hebe-Schiebe-Tür mit unterschiedlichen Flügelrahmen.
[0016] In Figur 1 ist eine zweiteilige Mittelverschlusseinheit 20 nach der Erfindung abgebildet,
die als wesentliche Teile ein Mittelverschlussprofil 21 und ein Abdeckprofil 22 umfasst.
[0017] Das Abdeckprofil 22 ist L-förmig mit einem kurzen Abdeckprofilschenkel 22.1 und einem
langen Abdeckprofilschenkel 22.2.
[0018] Das Mittelverschlussprofil 21 umfasst einen Befestigungsabschnitt 21.1 mit geringerer
Profiltiefe und einen Dichtungsabschnitt 21.2 mit größerer Profiltiefe. Der Dichtungsabschnitt
21.2 besitzt einen Verriegelungsvorsprung 21.5, über dessen Außenkante die Abdichtung
gegenüber einer weiteren Mittelverschlusseinheit 20 bei einem benachbarten Schiebetürflügel
herstellbar ist. Zwischen dem Verriegelungsvorsprung 21.5 und der Sichtseite 10.2
wird eine Dichtungsaufnahmenut ausgebildet. Ein Dichtungsprofil 25 füllt diese über
ihre gesamte Breite aus. Das Dichtungsprofil 25 ist formschlüssig in dem Mittelverschlussprofil
21 verankert.
[0019] Eine Kontaktfläche 21.3 dient zur Auflage auf einem Flügelrahmen. Daneben ist eine
hinterschnittene Nut 21.4 zur Aufnahme des Kopfes einer Klemmnippelschraube 27 ausgebildet.
Außen am Befestigungsabschnitt 21.1 ist eine Dichtlippe 21.6 zur Abdichtung gegenüber
dem kurzen Abdeckprofilschenkel 22.1, der sich nach der Montage der Mittelverschlusseinheit
20 an einer Hebe-Schieb-Tür daran anlegt.
[0020] Ein metallisches Verstärkungsprofil 23 ist in das als Kunststoffhohlprofil ausgebildete
Mittelverschlussprofil 21 eingesetzt und steift dieses aus.
[0021] Wesentlich ist, dass das Mittelverschlussprofil 21 und das Abdeckprofil 22 nicht
formschlüssig zueinander in einer eindeutigen Stellung festgelegt sind. Nach der Erfindung
ist eine relative seitliche Verschiebung und Positionierung des Mittelverschlussprofils
21, insbesondere von dessen Befestigungsabschnitt 21.1, relativ zu dem kurzen Abdeckprofilschenkel
22.1 möglich. Diese kann, wie abgebildet, durch glatte Flächen stufenlos ermöglicht
werden. Möglich sind aber auf Riffelungen oder dergleichen , um die möglichen Positionen
feinstufig vorzugeben.
[0022] Figur 2 zeigt einen Schiebetürflügelprofil 10 für einen Hebe-Schiebetürflügel 1.
Dieses besitzt auf der einen Seite einen Festanschlag 12 für einen Glaseinsatz 30
und eine Glasleiste 15 auf der anderen Seite. In dem als Kunststoffhohlprofil ausgebildeten
Schiebetürflügelprofil 10 ist ein metallisches Verstärkungsprofil 19 eingesetzt. An
einer Rückseite 10.3 ist eine Befestigungsnut 10.1 ausgebildet. Außerdem ist von der
Rückseite 10.3 eine Beschlagnut 11 zugänglich. Die Ausbildung des Schiebetürflügelprofils
10 ist insoweit bekannt, wobei der Vorteil einer daran anzusetzenden, erfindungsgemäßen
Mittelverschlusseinheit 20 darin liegt, dass das Schiebetürflügelprofil 10 nicht modifiziert
zu werden braucht.
[0023] Das Mittelverschlussprofil 21 ist auf eine Ansichtsseite 10.2 des Schiebetürflügelprofils
10 aufgesetzt. Es sind keinerlei Formschlussmittel dafür vorhanden, sodass die Lage
des Mittelverschlussprofils 21 auf der Sichtseite 10.2 frei angepasst werden kann.
[0024] Das Mittelverschlussprofil 21 ist an der zur Sichtseite 10.2 weisenden Kontaktfläche
21.3 teilweise geriffelt ausgebildet, um eine Verklebung zu erleichtern. Über die
Verklebung kann die Dichtigkeit verbessert werden, oder es kann darüber eine Vorfixierung
vorgenommen werden, bevor abschließend eine mechanische Verbindung über Schrauben
erfolgt.
[0025] Bei dem in Figur 2 im Schnitt dargestellten Schiebetürflügel 1 handelt es sich um
einen in der Regel an der Gebäudeinnenseite anzuordnenden Festflügel. Um eine höhere
Widerstandsklasse in Bezug auf Einbruchsversuche zu erreichen, ist in die Beschlagnut
11 ein metallisches Schraubankerprofil 18 eingesetzt, das seinerseits mit dem metallischen
Verstärkungsprofil 19 des Schiebetürflügelprofils 10 verschraubt ist. In dem ebenfalls
als Kunststoffhohlprofil ausgebildeten Mittelverschlussprofil 21 ist das Verstärkungsprofil
23 aus Metall eingesetzt. Über eine durchgehende Schraube 24 kann das so verstärkte
Mittelverschlussprofil 21 zuverlässig mit dem Schraubankerprofil 18 verbunden werden.
Der Schraubenkopf der Schraube 24 wird in einem Zwischenraum zwischen dem kurzen Abdeckprofilschenkel
22.1 und dem Befestigungsabschnitt 21.1 des Mittelverschlussprofils 21 aufgenommen.
[0026] Das Abdeckprofil 22 kann trotz seiner Verbreiterung, mit welcher es sich über die
Rückseite 10.3 hinaus erstreckt, einfach montiert werden, und zwar auch noch, nachdem
die Hebe-Schiebe-Tür bereits komplett montiert worden ist. Dazu wird es einfach von
der Rückseite 10.3 des Schiebetürflügelprofils 10 her aufgedrückt, wobei an der Rückseite
ausgebildete Rastzungen 22.3 des Abdeckprofils 22 in die Rastaufnahmenut 10.1 eingreifen.
Dabei überdeckt das Abdeckprofil 22 auch einen Spalt zwischen dem Schiebetürflügelprofil
10 und dem auf der Sichtseite 10.2 aufgesetzten Mittelverschlussprofil 21 ist und
verbessert den Schutz gegen Schlagregen.
[0027] Figur 3 zeigt einen Schnitt durch den Mittelbereich einer Hebe-Schiebe-Tür 100 in
Schließstellung. Der obere Flügel 1' ist hier ein Losflügel bzw. Schiebeflügel, der
in der Regel an der Gebäudeinnenseite angeordnet ist. Er besitzt im Vergleich zu dem
in Figur 2 abgebildeten Flügel 1 kein Schraubankerprofil, und die Befestigung des
Mittelverschlussprofils 21 am Schiebetürflügelprofil 10 erfolgt über Klemmnippelschrauben
27, die in die Nut 21.4 am Befestigungsabschnitt 21.1 des Mittelverschlussprofils
20 einrastbar sind.
[0028] Unten ist ein baugleicher Festflügel 2' angeordnet, der aus dem gleichen Schiebetür-Schiebetürflügelprofil
10 und mit einer identischen Mittelverschlusseinheit 20 gebildet ist. Die Mittelverschlusseinheit
20 am unteren Schiebetürflügelprofil 10 ist etwas nach links versetzt montiert, so
dass sich ein Spalt 26 zwischen dem Mittelverschlussprofil 21 und dem Abdeckprofil
22 ergibt. Dieser ist aber über den kurzen Abdeckprofilschenkel 22.1 verdeckt und
daher auch bei halb geöffnetem Losflügel 1' nicht sichtbar.
[0029] Figur 4 zeigt einen Schnitt durch den Mittelbereich einer weiteren Hebe-Schiebe-Tür
100" in Schließstellung, mit einem Losflügel 1' und einem Festflügel 2". Während der
Losflügel 1' identisch zu dem oberen Flügel 1 in Fig. 3 ist, ist der Festflügel 2"
aus einem anderen Profilsystem gebildet. Ein Schiebetürflügelprofil 10" besitzt an
der zu einem Glaseinsatz 30 gewandten Seite in gewohnter Weise einen Anschlag 10.1"
und eine Glasleiste 15". Auf der Rückseite des Schiebetürflügelprofils 10" hingegen
ragt ein Überschlag 10.2" über die übrigen Profilbereiche hervor. Der Vorteil dieses
Profilsystems liegt insbesondere darin, dass der Flügel 2" einerseits durch den Überschlag
10.2" und andererseits durch eine Mittelverschlusseinheit 20" mit deutlich größerer
Breite und einem zusätzlichen Stahlverstärkungsprofil darin steifer ausgebildet ist
und damit gerade auch bei intensiver Sonneneinstrahlung stabil bleibt.
[0030] Ein Abdeckprofil 22" der Mittelverschlusseinheit 20" besitzt einen gestuften Querschnitt,
um sich dem Querschnitt des Flügelrahmenprofils 10" mit dem Überschlag 10.2" anzupassen
und mit letzterem zusammen einen stabilen Flügelrahmen auszubilden. Dabei ist ein
Mittelverschlussprofil 21" an das Abdeckprofil 22" angeformt. Der Verriegelungsvorsprung
21.5" des Mittelverschlussprofil 21" ist gleichartig zu dem Verriegelungsvorsprung
21.5 der Mittelverschlusseinheit 20 am Flügel 1 profiliert; auch das Dichtungsprofil
25" ist gleich zum Dichtungsprofil 25.
[0031] Eine evtl. notwendige Einstellung des Abstands der Mittelverschlussprofile 21, 21"
in der Schließstellung zueinander kann über eine Verschiebung des Mittelverschlussprofils
21 am oberen Flügel 1 erreicht werden.
1. Mittelverschlusseinheit (20) für einen Hebe-Schiebetür-Flügel (1, 2; 1', 2'), wenigstens
umfassend:
- ein Mittelverschlussprofil (21), das an einer Sichtseite (10.2) eines Schiebetürflügelprofils
(10) derart befestigbar ist, dass ein vorspringender Profilabschnitt des Mittelverschlussprofils
(20) unter Ausbildung einer Dichtungsaufnahmenut beabstandet zu der Sichtseite (10.2)
und mit einem Verriegelungsvorsprung (21.5) in Richtung einer Flügelfüllung (30) weisend
angeordnet ist,
- ein in der Dichtungsaufnahmenut angeordnetes Dichtungsprofil (25) und
- ein Abdeckprofil (22), das an der von der Flügelfüllung (30) wegweisenden Rückseite
(10.3) des Schiebetürflügelprofils (10) angeordnet ist;
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Mittelverschlussprofil (21) einen Befestigungsabschnitt (21.1) und einen Dichtungsabschnitt
(21.2) umfasst,
- dass der Verriegelungsvorsprung (21.5) am Befestigungsabschnitt (21.1) ausgebildet ist
und zwischen der Sichtseite (10.2) des Schiebetürflügelprofils (10), einem kurzen,
sich parallel zur Sichtseite (10.2) erstreckenden Abdeckprofilschenkel (22.1) des
Abdeckprofils (22) und einem über die Sichtseite (10.2) des Schiebetürflügelprofils
(10) hinaus ragenden langen Abdeckprofilschenkel (22.2) aufgenommen ist und
- dass die Position des Mittelverschlussprofils (21) in Längserstreckung des Flügels (1,
2; 1', 2') relativ zum kurzen Abdeckprofilschenkel (22.2) veränderbar ist und der
Abstand zwischen der Innenseite des langen Abdeckprofilschenkels (22.2) und dem Mittelverschlussprofil
(21) einstellbar ist.
2. Mittelverschlusseinheit (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittstiefe des Befestigungsabschnitts (21.1) kleiner als die des Dichtungsabschnitts
(21.2) ist.
3. Mittelverschlusseinheit (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseiten des kurzen Abdeckprofilschenkels (22.1) und des Dichtungsabschnitts
(21.2) des Mittelverschlussprofils (21) bündig ineinander übergehen.
4. Mittelverschlusseinheit (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Dichtungsaufnahmenut ein Ballondichtungsprofil (25) mit geschlossenem Querschnitt
angeordnet ist.
5. Mittelverschlusseinheit (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Befestigungsabschnitt (21.1) eine Aufnahmenut (21.4) zur Aufnahme des Kopfes einer
Klemmnippelschraube (27) ausgebildet ist.
6. Mittelverschlusseinheit (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Befestigungsabschnitt (21.1) wenigstens ein metallisches Verstärkungsprofil (23)
eingesetzt ist.
7. Hebe-Schiebetür-Flügel (1, 2; 1', 2') mit einem vertikalen Flügelrahmenabschnitt,
der aus einem Schiebetürflügelprofil (10) gebildet ist, an dessen zu einem zweiten
Hebe-Schiebetür-Flügel gewandten Sichtseite (10.2) eine Mittelverschlusseinheit (20)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche angebracht ist.
8. Hebe-Schiebetür-Flügel (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelverschlusseinheit (20) über wenigstens eine Schraube (24), die sich durch
ein im Befestigungsabschnitt (21.1) eingesetztes, metallisches Verstärkungsprofil
(23) hindurch erstreckt, mit dem Schiebtürflügelprofil (10) verbunden ist.
9. Hebe-Schiebetür-Flügel (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelverschlusseinheit (20) auf den Kopf wenigstens einer Klemmnippelschraube
(27), die mit dem Schiebtürflügelprofil (10) verbunden ist, aufgerastet ist.
10. Hebe-Schiebetür-Flügel (1, 2; 1', 2') nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite (10.3) des Schiebetürflügelprofils (10) eine Beschlagnut (11) ausgebildet
ist, in die ein Schraubankerprofil (18) eingesetzt ist.
11. Hebe-Schiebe Tür (100; 100") mit wenigstens zwei Flügeln (1, 2; 1', 2'; 2"), von denen
wenigstens einer ein verschiebbar gelagerter Hebe-Schiebetür-Flügel (1, 2) nach einem
der Ansprüche 6 bis 10 ist,
wobei beide Flügel (1, 2; 1', 2'; 2") je ein Mittelverschlussprofil (21; 21") mit
einem Verriegelungsvorsprung (21.5; 21.5") besitzen, welcher unter Ausbildung einer
Dichtungsaufnahmenut beabstandet zu der Sichtseite (10.2) und mit dem Verriegelungsvorsprung
(21.5; 21.5") in Richtung einer Flügelfüllung (30) weisend angeordnet ist, wobei in
der Dichtungsaufnahmenut jeweils ein Dichtungsprofil (25) angeordnet ist und wobei
die vorspringenden Verriegelungsvorsprünge (21.5; 21.5") in einer um 180° zueinander
gedrehten Stellung angeordnet sind und in der Schließstellung der Flügel (1, 2; 1',
2'; 2") unter Kompression der Dichtungsprofile (25) hakenförmig ineinander greifen.
12. Hebe-Schiebe Tür (100") nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem der beiden Flügel (2") ein Mittelverschlussprofil (21") und ein Abdeckprofil
(22") einteilig ausgebildet sind.