[0001] Die Erfindung betrifft eine Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung zum Aussortieren
von Münzen aus einer Metallschüttung, bevorzugt aus einer Müllverbrennungsschlackefraktion
oder aus einer KFZ-Schredderanlagenfraktion (geschredderte KFZ-Metallteile aus einer
KFZ-Schredderanlage) gemäß Anspruch 1, insbesondere aus einer NE-Metallschüttung und/oder
einer Schwermetallschüttung. Bevorzugt handelt es sich bei der Metallschüttung um
eine aus einer Müllverbrennungsschlackefraktion oder aus einer KFZ-Schredderanlagenfraktion
gewonnene Metallschüttung. Des Weiteren wird ein Münzaussortierverfahren zum Aussortieren
von Münzen aus einer solchen Metallschüttung beschrieben. 0.
[0002] Es ist bekannt, dass Schlacke aus Müllverbrennungsanlagen Münzen enthält. Auch ist
erkennbar, dass in Altautos Münzen enthalten sind. Bis vor einiger Zeit wurden diese
nicht großtechnisch aussortiert, sondern als Bestandteil einer Schwermetallfraktion
als Schwermetall weiterverarbeitet. Um Münzen wirtschaftlich aus einer Metallfraktion
einer Müllverbrennungsanlage-Schlacke oder aus Metallen, insbesondere NE-Metallen,
aus KFZ-Schredderanlagen heraussortieren zu können, muss eine entsprechende Münzaussortiervorrichtung
bzw. muss ein Sortierverfahren in der Lage sein, große Materialdurchsätze zu bewältigen.
Darüber hinaus muss die Münzaussortiervorrichtung robust und wenig kostenintensiv
in der Anschaffung und im Unterhalt sein. Ferner soll der Münzverlust so gering wie
möglich sein.
[0003] Bekannt ist es, dass man mittels Sensortechnik zur Metallerkennung in Kombination
mit einer Kamera Münzen auf einem bewegten Metallband erkennt und mittels Luftdüsen
ausbläst. Dieses Verfahren hat jedoch lediglich Nettodurchsätze von weniger als 1
000 kg/h bei einem Münzverlust von mehr als 25 % und einer Investitionssumme von etwa
1 Mio. EUR pro Tonne Durchsatz.
[0004] Eine deutlich verbesserte Münzaussortiervorrichtung zum Aussortieren von Münzen aus
einer Müllverbrennungsschlackefraktion gewonnenen Metallschüttung wurde vom Anmelder
in der
WO 2013/060349 A1 beschrieben. Die bekannte Münzaussortiervorrichtung umfasst in einer Förderrichtung
der Metallschüttung hintereinander angeordnete Walzen, die mit einem darunter befindlichen
Förderband Sortierspalte begrenzen, wobei das nicht durch die Sortierspalte förderbare
Metall auf zwei gegenüberliegenden Seiten vor einer jeweiligen Walze von dem Förderband
ausgetragen wird. Die bekannte Münzaussortiervorrichtung ist robust und günstig in
der Anschaffung und kann insbesondere sehr geringe Münzverluste gewährleisten.
[0005] Die
EP 0 865 005 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Zählen und/oder Sortieren von Münzen, wobei sich
die Münzaussortiervorrichtung nicht zum Aussortieren von Münzen aus einer Metallschüttung,
insbesondere aus einer Müllverbrennungsanlage-Schlackefraktion eignet. Vielmehr muss
gemäß der Druckschrift eine mehr oder weniger sortenreine Münzschüttung aufgegeben
werden, die teilweise durch Knöpfe, Heft- und Büroklammer und dgl. verunreinigt sein
kann. Die Vorrichtung umfasst ein Schrägförderband sowie eine Walze, die zwischen
sich einen Spalt begrenzen. Dieser dient zur Vereinzelung der Münzen. Der Walze in
Förderrichtung nachgeordnet sind eine Rutsche und ein Münzteller zum Zählen der Münzen.
Würde bei der bekannten Münzaussortiervorrichtung eine Metallschüttung mit einem vergleichsweise
geringen Münzanteil zugeführt, würde die Vorrichtung versagen. Insbesondere wäre der
Durchsatz sehr viel kleiner als gefordert.
[0006] Allgemein sind aus der Müllaufbereitung Fingersiebe bekannt. Beispielhaft sei auf
die
EP 0 631 825 B1 verwiesen. Bekannte Fingersiebe zeichnen sich aus durch in einer Ebene nebeneinander
angeordnete, in der Regel von Rundstäben gebildete Finger, die sich ausgehend von
einer Traverse in Richtung freier Fingerenden erstrecken. Die Finger werden im Betrieb
vibriert und begrenzen miteinander Sortierspalte. Solche Fingersiebe sind nicht zum
Aussortieren von Münzen aus einer Metallschüttung geeignet - der Münzverlust wäre
erheblich, da ein Großteil der Münzen liegend in der Förderrichtung über die sich
senkrecht zu der vorgenannten Ebene erstreckenden Sortierspalte weg transportiert
würde. Würde man den Abstand der Finger so groß wählen, dass alle Münzen hindurchfallen,
wäre der Münzanteil im Siebdurchfall so gering, dass das Verfahren unwirtschaftlich
wäre.
[0007] Aus der fachfremden
DE 20 2016 104 053 U1 ist ein Fingersieb bekannt, welches aufgrund seiner Konstruktion nicht für die Münzaussortierung
geeignet ist. Das bekannte Fingersieb zeichnet sich durch höhenversetzt angeordnete
Finger aus, die sich in der Transportrichtung des Siebgutes spreizen.
[0008] Die
GB 2 087 756 A beschreibt eine Sortiervorrichtung zum Aussortieren von unterschiedlichen Materialien.
Die Vorrichtung umfasst mindestens ein mit Schwingungserzeugungsmitteln in Schwingung
versetzbares Fingersiebfeld, welches eine Mehrzahl von in einer ersten Fingerebene
entlang einer Fingersiebfeldbreite nebeneinander angeordnete erste Finger aufweist.
Neben den ersten Fingern umfasst die Vorrichtung zweite Finger, die mit den ersten
Fingern einen Sortierspalt begrenzen, wobei die zweiten Finger dem schwingungsfreien
Zustand parallel zu den ersten Fingern ausgerichtet sind, sodass eine jeweilige Sortierspaltbreite
der von den ersten und zweiten Fingern begrenzten Sortierspalte im schwingungsfreien
Zustand über die Längserstreckung der ersten und/oder zweiten Finger konstant ist.
[0009] Die
JP 2007/111107 A lehrt zudem eine Münzsortiervorrichtung zum Aussortieren von Münzen mit einer Mehrzahl
von in einer ersten Fingerebene angeordnete erste Finger und senkrecht zu den ersten
Fingern höhenversetzt angeordnete zweite Finger, die zusammen mit den ersten Fingern
Sortierspalten begrenzen, wobei die zweiten Finger im schwingungsfreien Zustand parallel
zu den ersten Fingern ausgerichtet sind, sodass die jeweilige Sortierspalte eine Sortierspaltbreite
aufweisen, die im schwingungsfreien Zustand über die Längserstreckung der ersten und/oder
zweiten Finger konstant ist.
[0010] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde eine Verwendung einer robusten und kostengünstigen Münzaussortiervorrichtung
zum Aussortieren von Münzen aus einer Metallschüttung, insbesondere aus einer Müllverbrennungsanlagen-Schlackefraktion
und/oder einer Metallfraktion aus einer KFZ-Schredderanlage anzugeben, die sich durch
hohe Materialdurchsätze sowie durch einen geringen Münzverlust, insbesondere von weniger
als 5 %, noch weiter bevorzugt von weniger als 2 %, ganz besonders bevorzugt von 1
% oder weniger auszeichnet.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die Verwendung der Münzaussortiervorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst, d.h. durch die Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung
zum Aussortieren von Münzen aus einer Metallschüttung, insbesondere aus einer Müllverbrennungsschlackefraktion,
umfassend mindestens ein mit Schwingungserzeugungsmitteln in Schwingung (Vibration)
versetzbares Fingersiebfeld, aufweisend eine Mehrzahl von in einer ersten Fingerebene
nebeneinander angeordnete erste Finger, die sich ausgehend von einer Traverse in einer
Förderrichtung der Metallschüttung auf dem Fingersiebfeld hin zu, insbesondere freien,
von der Traverse beabstandeten ersten Fingerenden erstrecken, weiter aufweisend senkrecht
zur Längserstreckung der ersten Finger höhenversetzte zweite Finger, die mit den ersten
Fingern sich winklig zur ersten Ebene erstreckende, d.h. schräg orientierte Sortierspalte
begrenzen. Dabei ist es bevorzugt, wenn die ersten und zweiten Finger in Richtung
der Breitenerstreckung des mindestens einen Fingersiebfeldes alternierend angeordnet
sind. Dabei sind die Finger bevorzugt als geradlinige, beispielsweise kreisrund konturierte
Stäbe ausgebildet, die sich in der Förderrichtung der Metallschüttung erstrecken.
Bevorzugt ist das mindestens eine Fingersiebfeld dabei als Kreisschwingsieb ausgebildet.
Die Münzaussortiervorrichtung zeichnet sich weiter dadurch aus, dass die zweiten Finger
in einer zur ersten Ebene parallelen zweiten Ebene angeordnet und im schwingungsfreien
Zustand parallel zu den ersten Fingern ausgerichtet sind, sodass die jeweilige Sortierspaltbreite
der von den ersten und zweiten Fingern begrenzten Sortierspalte im schwingungsfreien
Zustand über die Längserstreckung der ersten und/oder zweiten Finger konstant ist.
[0012] Hinsichtlich eines im Rahmen der nachfolgenden Beschreibung offenbarten Münzaussortierverfahrens
ist unter erfindungsgemäßer Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung vorgesehen,
dass die Metallschüttung entlang des mindestens einen Fingersiebfeldes durch In-Schwingungversetzen
desselben gefördert wird und die Münzen durch die von den ersten und zweiten Fingern
begrenzten Sortierspalten winklig zu ersten Ebene rutschen und das nicht durch die
Sortierspalte rutschende Metall entlang der Förderrichtung weiter, von dem Fingersiebfeld
herunter transportiert wird.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von
in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0014] Zur Vermeidung von Wiederholungen sollen vorrichtungsgemäß offenbarte Merkmale auch
als verfahrensgemäß offenbart gelten und beanspruchbar sein. Ebenso sollen verfahrensgemäß
offenbarte Merkmale auch als vorrichtungsgemäß offenbart gelten und beanspruchbar
sein.
[0015] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, zum Aussortieren von Münzen aus einer Metallschüttung
erstmals auf eine Fingersiebtechnologie zurückzugreifen, also ein Siebfeld mit einer
Vielzahl von parallelen, nebeneinander angeordneten, vibrierbaren Fingern. Um den
zu erwartenden Nachteil eines hohen Münzverlustes bei üblichen bzw. Standardfingersieben
zu vermeiden kommt für die Aussortierung von Münzen aus einer Metallschüttung, insbesondere
einer Müllverbrennungsanlagen-Schlackefraktion kein gewöhnliches Fingersiebfeld zur
Anwendung, sondern erfindungsgemäß ein Fingersiebfeld, das sich durch zusätzlich zu
den in einer ersten Fingerebene angeordneten ersten Fingern höhenversetzt zu den ersten
Fingern angeordnete zweite Finger auszeichnet, wobei die zweiten Finger mit den ersten
Fingern sich winklig zur ersten Ebene erstreckende Sortierspalte begrenzen. Anders
ausgedrückt ist erfindungsgemäß vorgesehen in einem Bereich unterhalb der ersten Finger,
insbesondere in einer sich senkrecht zur Flächenerstreckung der ersten Ebene beabstandeten
zweiten Ebene in Bereichen zwischen jeweils zwei ersten vibrierbaren Fingern, insbesondere
vibrierbare, zweite Finger anzuordnen, wobei zumindest die Mehrzahl der zweiten Finger
mit jeweils zwei ersten Fingern einen Sortierspalt begrenzen, wobei diese Sortierspalte
ein Sortierspaltbreite (minimale Spaltbreite) aufweisen, die jeweils in einer Sortierspaltebene
gemessen wird, die winklig zur ersten Ebene verläuft. Bevorzugt nimmt eine solche
Sortierspaltebene die Längsmittelachsen der sie begrenzenden Finger (jeweils ein erster
Finger und ein zweiter Finger) in sich auf. In einer Blickrichtung auf die von der
Traverse beabstandeten, bevorzugt frei schwingbaren ersten und zweiten Fingerenden
betrachtet bedeutet dies, dass bevorzugt zwischen jeweils zwei der ersten Fingerenden
höhenversetzt zu diesen eines der zweiten Fingerenden angeordnet ist und die in einem
Bereich zwischen zwei ersten Fingern angeordneten zweiten Finger, also der jeweils
im Bereich eines in der ersten Ebene liegenden Spaltes zwischen zwei ersten Fingern
unterhalb dieses Spaltes angeordnete zweite Finger mit beiden ersten Fingern jeweils
einen Sortierspalt begrenzt. Insgesamt ergibt sich in einer Draufsicht auf die von
der Traverse abgewandten Fingerenden eine Zickzackkontur der Sortierspalte, genauer
von deren Breitenerstreckungsrichtungen entlang einer sich senkrecht zur Förderrichtung
erstreckenden Breitenerstreckung des Fingerfeldes. Hierdurch wird mit Vorteil erreicht,
dass die Münzen bei einem Vibrationstransport entlang der Förderrichtung aus einer
zur ersten Ebene parallelen Seiten- bzw. Flachlage gekippt werden und in einen Bereich
zwischen zwei der ersten Finger hineingleiten und dann, je nach Kipprichtung in Richtung
auf einen von zwei von einen der beiden ersten Finger mit einem zweiten Finger begrenzten
Sortierspalt zu und in dieser Schräglage durch den entsprechenden Sortierspalt hindurchgleiten
bzw. rutschen können. Die Gefahr eines liegenden Transportes über die ersten Finger
hinweg, wie diese bei herkömmlichen Fingersieben mit nur einer Fingerebene existieren
würde, wird bei einer erfindungsgemäßen Münzaussortiervorrichtung mit Vorteil vermieden.
[0016] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Verwendung der Münzaussortiervorrichtung
und des zugehörigen Münzaussortierverfahrens besteht darin, dass das mindestens eine
zum Einsatz kommende Fingersiebfeld neben einer guten Sortierfunktion eine gute Reinigungsfunktion
übernimmt, da, insbesondere im Gegensatz zu den sich bewährten Sortierwalzen erhebliche
Kraft- bzw. Schlageinwirkungen der vibrierenden Finger auf das Sortiergut resultieren.
[0017] Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung bedeutet eine parallele Ausrichtung von Fingern,
insbesondere von ersten und/oder zweiten Fingern, eines Fingersiebfeldes, dass die
Längsmittelachsen der (parallelen) Finger parallel zueinander angeordnet sind, wobei
eine Anordnung von ersten Fingern in einer ersten Ebene und/oder die Anordnung von
zweiten Fingern in einer zweiten Ebene bevorzugt bedeutet, dass die Längsmittelachsen
der jeweiligen Finger in der entsprechenden Ebene angeordnet sein sollen.
[0018] Erfindungsgemäß zeichnet sich die Verwendung der Münzaussortiervorrichtung dadurch
aus, dass die zweiten Finger in einer zur ersten Ebene parallelen zweiten Ebene angeordnet
sind und in einen schwingungsfreien, das heißt still stehendem Zustand der Münzaussortiervorrichtung
parallel zu den ersten Fingern ausgerichtet sind, sodass die jeweilige Sortierspaltbreite
der von den ersten und zweiten mit Fingern begrenzten Sortierspalte in dem vorgenannten
schwingungsfreien Zustand der ersten und/oder zweiten Finger über deren Längenerstreckung
konstant ist. Unter der Längserstreckung der ersten und/oder zweiten Finger wird dabei
deren siebwirksame Längserstreckung verstanden, also ohne etwaige verdeckte bzw. in
der Traverse verankerte Endabschnitte. Siebwirksam meint damit die zur Siebung bzw.
Aussortierung zur Verfügung stehende Längenerstreckung in einem Bereich benachbart
zur Traverse - anders ausgedrückt ist hiermit die Länge der Siebabschnitte bzw. Sortierbreite
der Finger gemeint. Durch die konstante Ausgestaltung der Sortierspaltbreiten über
deren Längserstreckung in der Förderrichtung wird die Sortierqualität deutlich erhöht.
[0019] Je nach Anordnung der zweiten Finger gibt es im Hinblick auf deren Anzahl drei unterschiedliche
Realisierungsmöglichkeiten. So ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der die
Anzahl der zweiten Finger des Fingersiebfeldes der Anzahl der ersten Finger entspricht.
Bei dieser Ausführungsform wird ein entlang der Breitenerstreckung äußerer Finger
von einem ersten Finger und der andere äußere Finger von einem zweiten Finger gebildet.
Bei einer Ausführungsform, bei der beide äußeren Finger von einem ersten Finger gebildet
werden, entspricht die Anzahl der zweiten Finger bevorzugt der Anzahl der ersten Finger
abzüglich eins. Bei einer Ausführungsform, bei der die beiden äußeren Finger von einem
zweiten Finger gebildet werden, entspricht die Anzahl der zweiten Finger bevorzugt
der Anzahl der ersten Finger zuzüglich eins. Insgesamt ist es von Vorteil, wenn die
Anzahl der entlang der Breitenerstreckung des Fingersiebfeldes nebeneinander angeordneten
Finger über 50 Finger beigefügt, insbesondere zwischen 70 und 150 Fingern, oder mehr.
[0020] Wie eingangs erwähnt, bewirkt der erfindungsgemäße Höhenversatz entlang einer Vertikalen
zwischen den ersten und den zweiten Fingern und die damit verbundene schräge Ausrichtung
der Sortierspalte bzw. Sortierspaltbreiten bzw. Sortierspaltebene ein Verkippen der
Münzen und ein Führen derselben in Richtung jeweiligen Sortierspalt. Ein weiterer
Vorteil in der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, dass die ersten Finger gleichzeitig
eine Abstütz- und Ausrichtfunktion für die Münzen in bezug auf einen Sortierspalt
aufweisen. So bilden jeweils zwei erste Finger und ein dazwischen sowie höhenversetzt
angeordneter zweiter Finger eine Sortiereinheit, wobei die, insbesondere freien, von
der Traverse beabstandeten Fingerenden dieser drei Finger auf den Ecken eines gedachten,
insbesondere gleichschenkligen Dreiecks angeordnet sind. Beide ersten Finger begrenzen
mit dem zweiten Finger dieser Sortiereinheit einen Sortierspalt, dem wiederum der
nicht den jeweiligen Sortierspalt begrenzende (sondern den anderen Sortierspalt der
Sortiereinheit begrenzende) erste Finger gegenüberliegt. Diesem gegenüberliegenden
Finger kommt die erwähnt Abstütz- und Ausrichtfunktion zu, indem dieser Finger eine
Abstütz- bzw. Ausrichtfläche für die Münze anbietet und damit den Kippwinkel bestimmt.
[0021] Als besonders zweckmäßig hat es sich herausgestellt, wenn jeweils zwei erste Finger
und ein bezogen auf die Fingersiebfeldbreite dazwischen angeordneter Finger bzw. deren
von der Traverse beabstandete, insbesondere freien, Enden auf den Ecken eines gedachten,
gleichschenkeligen Dreiecks angeordnet sind, so dass die Spaltmaße der beiden von
einem zweiten Finger der Sortiereinheiten begrenzten Sortierspalte gleich groß bemessen
sind. Dies wird in Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass die zweiten
Finger, ggf. bis auf einen oder zwei äußere Finger, bezogen auf die Fingersiebfeldbreite
mittig zwischen jeweils zwei der ersten Finger angeordnet sind und erfindungsgemäß
selbstverständlich höhenversetzt zu diesen, sprich unterhalb der ersten Finger.
[0022] Erfahrungsgemäß beträgt eine Münzdicke von dicksten, interessierenden Münzen etwa
3,5 mm. Rechnet man üblicherweise auftretende Schlackeablagerungen auf beiden Seiten
hinzu ergibt sich etwa eine maximale Dicke einer mit Schlackeanhaftungen versehenen
dicksten Münze von knapp 5 mm. Daher werden die ersten und zweiten Finger ganz besonders
bevorzugt derart relativ zueinander angeordnet, dass die Sortierspaltbreite der von
den ersten mit den zweiten Fingern begrenzten Sortierspalte 5 mm beträgt. Es liegt
jedoch im Rahmen der Erfindung je nach gewünschtem Sortierergebnis auch andere Spaltmaße
zu akzeptieren, insbesondere zwischen 3 mm und 8 mm, weiter bevorzugt von weniger
als 6 mm und mehr als 4 mm, noch weiter bevorzugt zwischen 4,1 mm und 5,9 mm, ganz
besonders bevorzugt zwischen 4,5 mm und 5,5 mm. Die Spaltbreite der Sortierspalte
wird dabei in einer jeweiligen Sortierspaltebene gemessen, die den minimalen Fingerabstand
zwischen aufeinander folgenden ersten und zweiten Fingern bzw. die minimale Sortierspaltbreite
definiert. Im Regelfall wird die Sortierspaltebene definiert von den Längsmittelachsen
der den jeweiligen sortierspaltbegrenzenden Finger (ein erster Finger und ein zweiter
Finger), wobei die Sortierspaltebene diese Längsmittelachsen in sich aufnimmt. Die
Sortierebenen verlaufen winklig zur ersten, die ersten Finger aufnehmenden Ebene,
wobei sich jeweils zwei benachbarte Sortierspalteebenen schneiden, insbesondere entlang
der Längsmittelachse des jeweils zugehörigen zweiten Fingers.
[0023] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die ersten und/oder zweiten
Finger als Rundstäbe ausgebildet sind. Als Material ist Stahl bevorzugt. Besonders
gute Ergebnisse wurden mit Rundstäben mit einem Durchmesser zwischen 7 mm und 13 mm,
bevorzugt zwischen 8 mm und 12 mm, ganz besonders bevorzugt von 10 mm erzielt. Besonders
zweckmäßig ist eine Ausführungsform, bei der der Durchmesser über die siebwirksame
Längenerstreckung der ersten oder zweiten Finger konstant ist.
[0024] Als besonders zweckmäßig hat sich eine Ausführungsform herausgestellt, bei der die
ersten und zweiten Finger an einer gemeinsamen, in Schwingung versetzbaren Traverse
angeordnet sind bzw. die zweiten Finger an derselben Traverse wie die ersten Finger.
[0025] Zur Erzielung eines besonders hohen Durchsatzes bei weiterer Minimierung des Münzverlustes
hat sich eine Ausführungsform der Verwendung der Münzaussortiervorrichtung als besonders
vorteilhaft herausgestellt, bei der diese mehrere nach dem Konzept der Erfindung ausgebildete
Fingersiebfelder umfasst, die in der Förderrichtung hintereinander, bevorzugt sich
abschnittsweise überlappend, angeordnet sind. Als besonders zweckmäßig hat sich eine
siebwirksame Längenerstreckung der Fingersiebfelder zwischen 30 cm und 50 cm, bevorzugt
von 40 cm herausgestellt. Anders ausgedrückt umfasst die Münzaussortiervorrichtung
in Weiterbildung der Erfindung mehrere in Anspruch 1 und ggf. in einem der Ansprüche
2 bis 7 definierte Fingersiebfelder mit ersten und zweiten Fingern.
[0026] Ganz besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verwendung
der Münzaussortiervorrichtung sowie des Münzaussortierverfahrens, bei der dem mindestens
einen erfindungsgemäß ausgestalteten Fingersiebfeld mindestens ein Spannwellensieb
nachgeordnet und derart angeordnet ist, dass mit diesem der einen hohen Münzanteil
aufweisende Fingersiebfelddurchgang siebbar ist bzw. gesiebt wird, sodass die feinen
Anteile, die kleiner sind als die Spannwellensieböffnungen abgesiebt werden und somit
ein Spannwellensiebüberlauf mit einem nochmals erhöhten Münzanteil erhalten wird.
Bevorzugt ist das Spannwellensieb zur Erzeugung eines Siebschnittes zwischen 4 und
6 mm, weiter bevorzugt zwischen 4,5 und 5,5 mm, ganz besonders bevorzugt von 5 mm
ausgelegt.
[0027] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn das Spannwellensieb und
das mindestens eine Fingersiebfeld, bevorzugt die mehreren hintereinander angeordneten
Fingersiebfelder an, insbesondere in einem gemeinsamen Tragrahmen gehalten sind, um
somit eine baulich kompakte Münzaussortiervorrichtung zu erhalten, bei der bevorzugt
das Spannwellensieb unterhalb des mindestens einen Fingersiebfeldes angeordnet ist.
Als besonders zweckmäßig hat es sich herausgestellt, wenn ein Antrieb zum in Schwingung
versetzen des Fingersiebfeldes und ein Antrieb zum Dehnen und / oder Strecken eines
Siebelements des Spannwellensiebes, insbesondere zum Antreiben einer Spannwelle des
Spannwellensiebes, von einem gemeinsamen, insbesondere einem einzigen Antrieb gebildet
wird.
[0028] Spannwellensiebe sind bekanntermaßen Siebe, die sich zum Sieben von feuchten und/oder
klebrigen Produkten, wie der vorliegenden Metallschüttung eignen. Spannwellensiebe
sind Siebmaschinen, bei denen der elastische, insbesondere gummielastische, den Sieböffnungen
aufweisenden Siebbelag dynamisch mitschwingt; durch Strecken und/oder Biegen resultiert
eine starke Verformung, die zu einem Selbstreinigungseffekt führt.
[0029] Offenbart ist auch auf ein Münzaussortierverfahren. Die erfindungsgemäße Verwendung
der der Münzaussortiervorrichtung bewirkt, dass im Betrieb die Münzen in einem Bereich
zwischen zwei nebeneinander angeordneten bzw. benachbarten ersten Finger aufgerichtet
werden und nach unten durch einen schrägen bzw. winklig zur ersten Ebene angeordneten
Sortierspalt rutschen, der von einem zweiten Finger und einem der vorgenannten zwei
Finger begrenzt wird. Dabei ist in Weiterbildung der Erfindung mit Vorteil vorgesehen,
dass sich die aufgerichteten, d.h. schräg orientierten Münzen mit einem oberen Bereich
auf dem Weg zu einem der Sortierspalte an einem dem Sortierspalt schräg oben gegenüberliegenden
ersten Finger mit einer Flächenseite abstützen.
[0030] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
[0031] Diese zeigen in:
- Fig. 1:
- eine Seitenprinzipansicht einer nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Münzsortiervorrichtung,
wobei die Längserstreckung der Finger senkrecht zur Breitenerstreckung aus Übersichtlichkeitsgründen
verkürzt dargestellt ist,
- Fig. 2:
- eine Frontansicht auf ein Fingersiebfeld einer Münzaussortiervorrichtung gemäß Fig.
1 mit Blick auf die von einer Traverse abgewandten freien Enden, wobei die Traverse
in der Darstellung gemäß Fig. 2 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht gezeigt ist und
- Fig. 3:
- eine ausschnittsweise Prinzipdraufsicht auf das Fingersiebfeld gemäß Fig. 2 und 1.
[0032] In den Figuren sind gleiche Elemente und gleiche Elemente mit der gleichen Funktion
mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. In den Figuren sind die in der jeweiligen
Ansicht durch Bauteile verdeckten Kanten von Bauteilen, insbesondere Fingern strichliert
dargestellt.
[0033] In Fig. 1 ist eine nach dem Konzept der Erfindung ausgebildete Münzaussortiervorrichtung
in einer Seitenansicht gezeigt. Diese umfasst mehrere in einer Förderrichtung F einer
Metallschüttung hintereinander angeordnete Fingersiebfelder 2, jeweils umfassend erste
Finger 3 und höhenversetzt darunter angeordnete zweite Finger 4. Bei den ersten und
zweiten Fingern 3, 4 handelt sich um Rundstäbe aus Stahl, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
mit einem über die Fingerlängenerstreckung konstanten Durchmesser von 12 mm. Die sich
in der Förderrichtung F erstreckende Längserstreckung der Finger 3, 4 ist verglichen
mit der Realität in den Figuren verkürzt dargestellt.
[0034] Mit ihren in der Zeichnungsebene linken Enden sind die Finger 3, 4 an einer gemeinsamen,
sich in einer Breitenerstreckung B (vgl. Fig. 2) erstreckenden Traverse 5 angeordnet,
die mit in an sich bekannten Schwingungserzeugungsmitteln in Schwingung (Vibration)
versetzbar ist, so dass die ersten und zweiten Finger 3, 4 während des Betriebs mit
vorgegebener Frequenz vibrieren. Die Traverse 5 umfasst in dem konkreten Ausführungsbeispiel
ein U-Profil 6 aus Stahl, in dem Kunststoffblöcke 7 gehalten sind, die jeweils einen
Finger 3, 4 halten. Die Finger 3, 4 sind in den Kunststoffblöcken 7 durch Umspritzen
festgelegt.
[0035] Zum Aussortieren von Münzen aus einer Metallschüttung, wird letztere in einem in
der Zeichnungsebene linken Bereich auf das in der Zeichnungsebene linke Fingersiebfeld
2 aufgegeben und wandert durch Vibration und ggf. leichte Neigung der ersten und zweiten
Finger 3 hin zu von der jeweiligen Traverse abgewandten ersten und zweiten Fingerenden
8, 9, die in dem konkreten Ausführungsbeispiel, was bevorzugt ist, als freie Enden
ausgebildet sind - die nicht durch später noch zu erläuternde Sortierspalte des Fingersiebfeldes
2 hindurchfallenden Metallstücke gelangen somit auf das in der Förderrichtung F nächste
Fingersiebfeld. Bevorzugt umfasst die Münzaussortiervorrichtung mehr als zwei hintereinander
angeordnete Fingersiebfelder 2, insbesondere drei bis fünf.
[0036] Aus Fig. 3 ergibt sich, dass die ersten und zweiten Finger 3, 4 entlang der Breitenerstreckung
B eines Fingersiebfeldes 2 von beispielsweise 1 mm alternierend angeordnet sind. Wie
im Folgenden anhand von Fig. 2 noch erläutert werden wird, sind die ersten und zweiten
Finger 3, 4 jedoch höhenversetzt angeordnet. Aus einer Zusammenschau der Fig. 1 bis
3 ergibt sich eine durchgehend, d.h. über die gesamte Längenerstreckung der ersten
und zweiten Finger 3, 4 parallele Ausrichtung der Finger 3, 4. Ebenfalls aus einer
Zusammenschau der Fig. 2 und 3 ergibt sich, dass sich die unterhalb der ersten Finger
3 angeordneten zweiten Finger 4 entlang der Breitenerstreckung B jeweils mittig zwischen
zwei ersten Fingern 3 befinden.
[0037] Anhand von Fig. 2 wird deutlich, dass die ersten Finger 3 nebeneinander in einer
ersten (oberen) Ebene E
1 angeordnet sind und die zweiten Finger 4 in einer darunter befindlichen, zur ersten
Ebene E
1 parallelen Ebene E
2. Jeweils drei nebeneinander angeordnete Finger 3, 4 begrenzen in der Ansicht gemäß
Fig. 2 die Ecken eines gleichschenkeligen Dreiecks, auf dessen gleichlangen Schenkeln
sich die Sortierspalte S
1, S
2 befinden. Die Sortierspalte S
1, S
2 sind winklig zur ersten und zur zweiten Ebene E
1, E
2 angeordnet. Aus Fig. 2 ergibt sich, dass jeder Sortierspalt S
1, S
2 begrenzt wird von einem ersten Finger 3 und einem zweiten Finger 4, wobei die Sortierspaltbreite
jedes Sortierspalts S
1, S
2 gemessen wird entlang einer gedachten Verbindungslinie der Längsmittelachsen L
1, L
2 der den Sortierspalt S
1, S
2 begrenzenden Finger 3, 4. Die Spaltbreite der Sortierspalte S
1, S
2 ist im schwingungsfreien Zustand des Fingersiebfeldes 2 über die siebwirksame Länge
der Finger 3, 4, d.h. über den jeweiligen Siebabschnitt 10 konstant. Jeweils zwei
entlang der Breitenerstreckung B aufeinanderfolgende Sortierspalte S
1, S
2 sind wiederum winklig zueinander ausgerichtet.
[0038] Aus Fig. 3 ergibt sich, dass jeweils zwei erste Finger 3 mit einem zweiten Finger
4 eine Sortiereinheit 11 bilden, wobei jeweils ein zwischen zwei ersten Fingern 3
angeordneter erster Finger Bestandteil von zwei nebeneinander angeordneten Siebeinheiten
ist. Jede Siebeinheit umfasst Sortierspalte S
1, S
2. Der sich ergebende, in der Breitenerstreckung B gemessene Abstand zwischen zwei
benachbarten ersten Fingern 3 ist dabei selbstverständlich größer als die jeweilige
Sortierspaltbreite, welche in dem konkreten Ausführungsbeispiel jeweils 5 mm beträgt.
[0039] Etwa mittig in Fig. 2 ist exemplarisch eine Münze 12 gezeigt. Diese ist aus einer
zur ersten Ebene E
1 parallelen Ursprungslage verkippt in eine gezeigte Schräglage, bei der sie gerade
durch einen Sortierspalt S
2 nach unten rutscht. Dabei stützt sich die Münze 12 mit einer schräg unteren Seitenfläche
13 an dem dem Sortierspalt S
2 gegenüberliegenden, hier nur aus Kennzeichnungszwecken mit dem Bezugszeichen 3' gekennzeichneten
ersten Finger 3 ab und kann auf diese Weise in der Zeichnungsebene nach schräg rechts
unten durch den Sortierspalt S
2 gleiten. Der in der Zeichnungsebene links benachbarte Sortierspalt wirkt auf gleiche
Weise mit dem dann gegenüberliegenden ersten Finger 3 zusammen, der in der Darstellung
den Sortierspalt S
2 begrenzt.
[0040] Die senkrecht zur Breitenerstreckung B gemessene, verkürzt dargestellte Länge der
Siebfelder 2 beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel 40 cm.
[0041] Aus Übersichtlichkeitsgründen ist in den Figuren nicht ein bevorzugt vorgesehenes
Spannwellensieb dargestellt, welches den Fingersiebfeldern derart nachgeordnet ist,
dass der eine bereits erhöhte Münzkonzentration bzw. einen erhöhten Münzanteil aufweisende
Fingersiebfelddurchfall mindestens eines der Fingersiebfelder, bevorzugt sämtlicher
Fingersiebfelder siebbar ist, um insbesondere Kleinmetallteile abzusieben und somit
einen Spannwellensiebüberlauf zu erhalten, der das Verfahrensendprodukt darstellt,
das sich durch eine besonders hohe Münzkonzentration auszeichnet. Bevorzugt sind die
Fingersiebfelder und das mindestens eine Spannwellensieb in einem gemeinsamen Tragrahmen
angeordnet, wobei sich das Spannwellensieb bevorzugt entlang einer Vertikalen unterhalb
des mindestens einen Fingersiebfeldes befindet. Ganz besonders bevorzugt "teilen"
sich die Fingersiebfelder und das Spannwellensieb einen gemeinsamen Antrieb, der zum
einen für eine Vibration der Finger der Fingersiebfelder und zum anderen für ein Strecken
und/oder Dehnen eines elastischen, insbesondere gummielastischen Siebelementes des
Spannwellensiebes Sorge trägt. Die Sieböffnungen im Spannwellensiebelement weisen
vorliegend bevorzugt einen wirksamen Durchmesser von 5 mm auf, wobei dieser grundsätzlich
auch alternative Abmessungen aufweisen kann.
Bezugszeichen
[0042]
- 1
- Münzaussortiervorrichtung
- 2
- Fingersiebfelder
- 3
- erste Finger
- 4
- zweite Finger
- 5
- Traverse
- 6
- U-Profil
- 7
- Kunststoffblöcke
- 8
- erste Fingerenden
- 9
- zweite Fingerenden
- 10
- Siebabschnitt (siebwirksame Fingerlänge)
- 11
- Sortiereinheit
- 12
- Münze
- 13
- Seitenfläche der Münze 12
- E1
- erste Ebene
- E2
- zweite Ebene
- S1
- Sortierspalte
- S2
- Sortierspalte
- B
- Breitenerstreckung
- F
- Förderrichtung
1. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung (1) zum Aussortieren von Münzen aus einer
Metallschüttung, insbesondere einer NE-Metallschüttung und/oder einer Schwermetallschüttung,
bevorzugt aus einer Müllverbrennungsschlackefraktion, umfassend mindestens ein mit
Schwingungserzeugungsmitteln in Schwingung versetzbares Fingersiebfeld (2), aufweisend
eine Mehrzahl von in einer ersten Fingerebene entlang einer Fingersiebfeldbreite nebeneinander
angeordnete erste Finger (3), die sich ausgehend von einer Traverse (5) in einer sich
senkrecht zur Fingersiebfeldbreite erstreckenden Förderrichtung (F) der Metallschüttung
auf dem Fingersiebfeld (2) hin zu, insbesondere freien, von der Traverse (5) beabstandeten
ersten Fingerenden (7) erstrecken, weiter aufweisend senkrecht zur Längserstreckung
der ersten Finger (3) höhenversetzte zweite Finger (4), die mit den ersten Fingern
(3) sich winklig zur ersten Ebene (E1) erstreckende Sortierspalte (S1, S2) begrenzen, wobei die zweiten Finger (4) in einer zur ersten Ebene (E1) parallelen zweiten Ebene (E2) angeordnet und im schwingungsfreien Zustand parallel zu den ersten Fingern (3) ausgerichtet
sind, so dass die jeweilige Sortierspaltbreite der von den ersten und zweiten Fingern
(3, 4) begrenzten Sortierspalte (S1, S2) im schwingungsfreien Zustand über die Längserstreckung der ersten und/oder zweiten
Finger (3, 4) konstant ist.
2. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils zwei der ersten Finger (3), ggf. bis auf einen oder zwei entlang der Breitenerstreckung
(B) äußere erste Finger (3), und einer der zweiten Finger (4) eine Sortiereinheit
(11) bilden, die zwei winklig zueinander und winklig zur ersten Ebene (E1) verlaufende Sortierspalte (S1, S2) begrenzen, wobei der jeweils einem der Sortierspalt (S1, S2) gegenüberliegende der ersten Finger (3) eine Auflagefläche zum Abstützen und Ausrichten
einer Münze (12) auf dem Weg zu dem Sortierspalt (S1, S2) bildet.
3. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Finger (4) jeweils, ggf. bis auf einen oder zwei entlang der Breitenerstreckung
(B) äußeren zweiten Finger (4), bezogen auf die Fingersiebfeldbreite mittig zwischen
jeweils zwei der ersten Finger (3) angeordnet sind.
4. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweils von einem der ersten Finger (3) und einem der zweiten Finger (4) begrenzten
Sortierspalte (S1, S2) im schwingungsfreien Zustand, gemessen in einer die Längsmittelachsen des ersten
Fingers (3) und des zweiten Fingers (4) aufnehmenden, sich winklig zur ersten Ebene
(E1) erstreckenden Sortierspaltebene gemessene Sortierspaltbreite weniger als 8 mm und
mehr als 3 mm, bevorzugt weniger als 6 mm und mehr als 4 mm, besonders bevorzugt zwischen
4,1 mm und 5,9 mm, noch weiter bevorzugt zwischen 4,5 mm und 5,5 mm, noch weiter bevorzugt
5 mm beträgt.
5. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten und/oder zweiten Finger (3, 4) als, insbesondere aus Stahl ausgebildete,
Rundstäbe insbesondere mit einem Durchmesser zwischen 7 mm und 13 mm, bevorzugt zwischen
8 mm und 12 mm, ganz besonders bevorzugt von 10 mm ausgebildet sind und/oder dass
die Finger (3, 4) über ihre siebwirksame Längenerstreckung einen konstanten Durchmesser
aufweisen.
6. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten und zweiten Finger (3, 4) an einer gemeinsamen Traverse (5) angeordnet
sind.
7. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Fingersiebfelder (2), jeweils aufweisenden die ersten und zweiten Finger
(3, 4), in der Förderrichtung (F) hintereinander angeordnet sind, wobei bevorzugt
die siebwirksame Längenerstreckung der Fingersiebfelder (2) zwischen 30 cm und 50
cm, bevorzugt 40 cm beträgt.
8. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem mindestens einen Fingersiebfeld (2) ein Spannwellensieb zum Sieben des Münzen
enthaltenen Fingersiebdurchgangs zur Erhöhung der Münzkonzentration nachgeordnet ist,
wobei die Sieböffnungen des Spannwellensiebs bevorzugt derart ausgebildet sind, dass
ein Siebschnitt zwischen 4 und 6 mm, insbesondere 4,5 und 5,5 mm, ganz besonders bevorzugt
von 5 mm resultiert.
9. Verwendung einer Münzaussortiervorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Fingersiebfeld (2) und das Spannwellensieb an einem gemeinsamen
Tragrahmen angeordnet ist und/oder dass die Schwingungserzeugungsmittel des mindestens
einen Fingersiebfeldes (2) und das Spannwellensieb einen gemeinsamen Antrieb aufweisen.
1. A use of a coin-sorting device (1) for sorting out coins from bulk metal, in particular
bulk non-ferrous metal and/or bulk heavy metal, preferably from a waste incineration
slag fraction, the coin-sorting device (1) comprising at least one finger screen panel
(2) to be vibrated by means of vibration-generating means, the finger screen panel
(2) having a plurality of first fingers (3) disposed adjacent to one another along
a finger screen panel width in a first finger plane, the first fingers (3) extending
from a traverse (5) in a transport direction (F) of the bulk metal on the finger screen
panel (2), the transport direction extending perpendicular to the finger screen panel
width, towards, in particular free, first finger ends (7) spaced apart from the traverse
(5), the finger screen panel (2) further having second fingers (4) offset in height
perpendicular to the longitudinal extension of the first fingers (3), the second fingers
(4), together with the first fingers (3), limiting sorting gaps (S1, S2) extending at an angle to the first plane (E1), the second fingers (4) being disposed in a second plane (E2) parallel to the first plane (E1) and being oriented parallel to the first fingers (3) in the non-vibrating state,
the respective sorting gap width of the sorting gaps (S1, S2) limited by the first and second fingers (3, 4) thus being constant over the longitudinal
extension of the first and/or second fingers (3, 4) in the non-vibrating state.
2. The use of a coin-sorting device according to claim 1,
characterized in that
two of the first fingers (3), except for one or two outer first fingers (3) along
the width extension (B), if applicable, and one of the second fingers (4) form a sorting
unit (11), the fingers limiting two sorting gaps (S1, S2) which extend at an angle to one another and at an angle to the first plane (E1), the first finger (3) which is located opposite to one of the sorting gaps (S1, S2), realizing a support surface for supporting and orienting a coin (12) on the way
to the sorting gap (S1, S2).
3. The use of a coin-sorting device according to claim 1 or 2, characterized in that
each second finger (2), except for one or two outer second fingers (4) along the width
extension (B), if applicable, is disposed midway between two first fingers (3) in
relation to the finger screen panel width.
4. The use of a coin-sorting device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
in the non-vibrating state, the sorting gap width of the sorting gaps (S1, S2) limited by one of the first fingers (3) and one of the second fingers (4) is less
than 8 mm and more than 3 mm, preferably less than 6 mm and more than 4 mm, particularly
preferably between 4.1 mm and 5.9 mm, more preferably between 4.5 mm and 5.5 mm, more
preferably 5 mm, as measured in a sorting gap plane including the longitudinal center
axes of the first finger (3) and of the second finger (4) and extending at an angle
to the first plane (E1).
5. The use of a coin-sorting device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the first and/or second fingers (3, 4) are realized as round bars, in particular made
of steel, which, in particular, have a diameter between 7 mm and 13 mm, preferably
between 8 mm and 12 mm, particularly preferably of 10 mm, and/or that the fingers
(3, 4) have a constant diameter over their longitudinal extension on which the screen
acts.
6. The use of a coin-sorting device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the first and second fingers (3, 4) are disposed on a common traverse (5).
7. The use of a coin-sorting device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
several finger screen panels (2), each comprising the first and second fingers (3,
4), are disposed behind one another in the transport direction (F), the longitudinal
extension of the finger screen panels (2) on which the screen acts preferably being
between 30 cm and 50 cm, preferably 40 cm.
8. The use of a coin-sorting device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a flip-flow screen for screening the finger screen underflow containing coins is disposed
downstream of the at least one finger screen panel (2) in order to increase the coin
concentration, the screen openings of the flip-flow screen being preferably realized
in such a manner that a mesh size between 4 mm and 6 mm, in particular 4.5 mm and
5.5 mm, particularly preferably of 5 mm, results.
9. The use of a coin-sorting device according to claim 8,
characterized in that
the at least one finger screen panel (2) and the flip-flow panel are disposed on a
common support frame and/or that the vibration-generating means of the at least one
finger screen panel (2) and the flip-flow panel have a common drive.
1. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie (1) destiné à trier des
pièces de monnaie d'une charge de métaux en vrac, notamment d'une charge de métaux
non ferreux en vrac et/ou d'une charge de métaux lourds en vrac, de préférence d'une
fraction de scorie d'incinération des déchets, le dispositif de triage de pièces de
monnaie (1) comprenant au moins un champ de crible à doigts (2) qui peut être mis
en vibration par des moyens de génération de vibration, le champ de crible à doigts
(2) ayant une pluralité de premiers doigts (3) disposés l'un à côté de l'autre le
long d'une largeur de champ de crible à doigts dans un premier plan de doigts, lesdits
premier doigts (3) s'étendant à partir d'une traverse (5) dans une direction de transport
(F) de la charge de métaux en vrac sur le champ de crible à doigts (2), la direction
de transport (F) s'étendant perpendiculairement à la largeur de champ de crible à
doigts, vers des premières extrémités des doigts (7), notamment libres, espacées de
la traverse (5), le champ de crible à doigts (2) ayant en outre des deuxièmes doigts
(4) décalés en hauteur de manière perpendiculaire par rapport à l'extension longitudinale
des premiers doigts (3), lesdits deuxièmes doigts (4) et les premiers doigts (3) délimitant
conjointement des fentes de triage (S1, S2) qui s'étendent de manière angulaire par rapport au premier plan (E1), les deuxièmes doigts (4) étant disposés dans un deuxième plan (E2) parallèle au premier plan (E1) et, dans un état sans vibrations, lesdits deuxièmes doigts (4) étant disposés parallèlement
aux premiers doigts (3) de sorte que la largeur de fente de triage respective de la
fente de triage (S1, S2) délimitée par les premiers et deuxièmes doigts (3, 4) est constante sur l'extension
longitudinale des premiers et/ou deuxièmes doigts (3, 4) dans l'état sans vibrations.
2. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon la revendication
1,
caractérisé en ce que
deux des premiers doigts (3), éventuellement à part d'un ou deux premiers doigts (3)
extérieurs le long de l'extension de largeur (B), et un des deuxièmes doigts (4) forment
une unité de triage (11), les doigts délimitant deux fentes de triage (S1, S2) qui s'étendent de manière angulaire l'une par rapport à l'autre et de manière angulaire
par rapport au premier plan (E1), l'un des premiers doigts (3) opposé à une des fentes de triage (S1, S2) formant une surface de contact pour le support et l'orientation d'une pièce de monnaie
(12) sur la voie de la fente de triage (S1, S2).
3. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon la revendication
1 ou la revendication 2,
caractérisée en ce que
les deuxièmes doigts (4), éventuellement à part d'un ou deux deuxièmes doigts (4)
extérieurs le long de l'extension de largeur (B), sont disposés chacun de manière
centrale entre deux des premiers doigts (3) par rapport à la largeur de champ de crible
à doigts.
4. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon l'une quelconque
des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la largeur de fente de triage des fentes de triage (S1, S2) délimitées chacune par un des premiers doigts (3) et un des deuxièmes doigts (4)
dans l'état sans vibrations, mesurée dans un plan de fente de triage qui contient
les axes longitudinaux centraux du premier doigt (3) et du deuxième doigt (4) et qui
s'étend de manière angulaire par rapport au premier plan (E1), est inférieure à 8 mm et supérieure à 3 mm, de préférence inférieure à 6 mm et
supérieure à 4 mm, particulièrement préférée entre 4,1 mm et 5,9 mm, plus préférentiellement
entre 4,5 mm et 5,5 mm, plus préférentiellement 5 mm.
5. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon l'une quelconque
des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les premiers et/ou deuxièmes doigts (3, 4) sont réalisés comme barres rondes, notamment
en acier, qui ont notamment un diamètre entre 7 mm et 13 mm, de préférence entre 8
mm et 12 mm, de préférence particulière de 10 mm, et/ou que les doigts (3, 4) ont
un diamètre constant sur leur extension longitudinale sur laquelle le crible agit.
6. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon l'une quelconque
des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les premiers et deuxièmes doigts (3, 4) sont disposés sur une traverse (5) commune.
7. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon l'une quelconque
des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
plusieurs champs de crible à doigts (2) sont disposés l'un derrière l'autre dans la
direction de transport (F), chaque champ de crible à doigts comprenant les premiers
et deuxièmes doigts (3, 4), l'extension longitudinale des champs de crible à doigts
sur laquelle le crible agit étant, de préférence, entre 30 cm et 50 cm, de préférence
40 cm.
8. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon l'une quelconque
des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'un crible à effet trampoline est disposé en aval de l'au moins un champ de crible
à doigts (2), le crible à effet trampoline étant destiné à cribler la passant du crible
à doigts contenant de pièces de monnaie afin d'augmenter la concentration de pièces
de monnaie, les ouvertures de crible du crible à effet trampoline étant, de préférence,
réalisées de telle manière qu'une taille de mailles entre 4 mm et 6 mm, notamment
entre 4,5 mm et 5,5 mm, de préférence particulière de 5 mm, est réalisée.
9. Utilisation d'un dispositif de triage de pièces de monnaie selon la revendication
8,
caractérisée en ce que
l'au moins un champ de crible à doigts (2) et le crible à effet trampoline sont disposés
sur un châssis de support commun et/ou que les moyens de génération de vibration de
l'au moins un champ de crible à doigts (2) et le crible à effet trampoline ont un
entraînement commun.