[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere in der Ausgestaltung
einer Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem einen Spülraum bereitstellenden Spülbehälter,
der der Aufnahme von zu reinigendem Spülgut dient, einem Sammeltopf, in den der Spülbehälter
strömungstechnisch einmündet und einer Umwälzpumpe, die an den Sammeltopf mittels
einer Ansaugleitung strömungstechnisch angeschlossen ist.
[0002] Geschirrspülmaschinen der vorbeschriebenen Art sind aus dem Stand der Technik an
sich gut bekannt, weshalb eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser
Stelle nicht bedarf. Es sei deshalb auch nur lediglich beispielhaft auf die
DE 10 2005 008 987 B3 verwiesen.
[0003] Geschirrspülmaschinen der gattungsgemäßen Art verfügen über einen Spülbehälter, der
einen Spülraum bereitstellt. Dieser Spülraum ist verwenderseitig über eine Beschickungsöffnung
zugänglich, die mittels einer verschwenkbar gelagerten Spülraumtür fluiddicht verschließbar
ist. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall dient der Spülbehälter der Aufnahme von
zu reinigendem Spülgut, bei dem es sich im Falle einer Haushaltsgeschirrspülmaschine
insbesondere um Geschirr, Besteckteile und/oder dergleichen handeln kann.
[0004] Zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflüssigkeit, auch Spülflotte
genannt, verfügt die Geschirrspülmaschine über eine spülraumseitig ausgebildete Sprüheinrichtung.
Diese Sprüheinrichtung stellt in aller Regel verdrehbar gelagerte Sprüharme zur Verfügung,
wobei typischerweise zwei oder drei solcher Sprüharme vorgesehen sind. Im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden Spülguts mit Spülflotte
mittels sich drehender Sprüharme.
[0005] Zwecks Versorgung der Sprüharme mit Spülflotte ist eine Umwälzpumpe vorgesehen, die
einerseits an den Sammeltopf und andererseits an die Sprüharme strömungstechnisch
angeschlossen ist.
[0006] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall sammelt sich die von der Sprüheinrichtung abgegebene
Spülflotte im Sammeltopf an, in den der Spülbehälter strömungstechnisch einmündet.
Im Umwälzbetrieb fördert die Umwälzpumpe die sich im Sammeltopf ansammelnde Spülflotte
zu den Sprüharmen der Sprüheinrichtung, von wo aus dann eine Abgabe der Spülflotte
auf das zu reinigende Spülgut stattfindet.
[0007] Fluidtechnisch ist der Sammeltopf, in den der Spülbehälter einmündet, von dem durch
den Spülbehälter bereitgestellten Spülraum durch eine Siebeinrichtung getrennt. Die
im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall von der Umwälzpumpe umgewälzte Spülflotte sammelt
sich im Sammeltopf mithin erst nach einem Passieren der in den Sammeltopf eingesetzten
Siebeinrichtung an. Speisereste, Schmutzpartikel und/oder dergleichen Verunreinigungen
werden von der Siebeinrichtung zurückgehalten, so dass es zur Umwälzung einer insoweit
durch Siebung gereinigten Spülflotte kommt.
[0008] Eine Siebeinrichtung der vorbekannten Art verfügt typischerweise über ein Grobsieb,
ein Feinsieb sowie ein Flächensieb. Dabei kommt das Flächensieb im endmontierten Zustand
in einer zum Flächensieb korrespondierend ausgebildeten Ausnehmung im Boden des Spülbehälters
zu liegen.
[0009] Das Feinsieb der Siebeinrichtung ist typischerweise zylinderförmig ausgebildet. Im
bestimmungsgemäßen Betriebsfall wird das Feinsieb von innen nach außen durchströmt,
so dass sich vom Feinsieb zurückgehaltene Verunreinigungen innenseitig des zylinderförmig
ausgebildeten Feinsiebs ansammeln und dort einen sogenannten Filterkuchen ausbilden.
Mit wachsendem Filterkuchen reduziert sich die Durchlässigkeit des Feinsiebs für Spülflotte,
was den bestimmungsgemäßen Ablauf eines Spülprogramms behindert. Insbesondere das
Feinsieb ist deshalb von Zeit zu Zeit vom Verwender händisch zu reinigen, was aufwendig
ist und insoweit vom Verwender als nachteilig empfunden wird. Unterbleibt eine solche
verwenderseitige Reinigung kann sich ein unzureichendes Spülergebnis einstellen.
[0010] Ausgehend vom vorbeschriebenen Stand der Technik ist es die
Aufgabe der Erfindung, eine Geschirrspülmaschine der eingangs genannten Art dahingehend konstruktiv
weiterzuentwickeln, so dass verwenderseitig eine vereinfachte Handhabung der Siebeinrichtung
ermöglicht ist.
[0011] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Geschirrspülmaschine der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass die Umwälzpumpe eine Axialpumpe
ist und dass eine zweite Ansaugleitung vorgesehen ist, mittels welcher die Umwälzpumpe
an den Sammeltopf strömungstechnisch angeschlossen ist.
[0012] Bei den nach dem Stand der Technik typischerweise eingesetzten Umwälzpumpen handelt
es sich um Radialpumpen, so auch bei der Ausführungsform nach der eingangs genannten
DE 10 2005 008 987 B3. In Abkehr hierzu wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass eine Axialpumpe als
Umwälzpumpe zum Einsatz kommt.
[0013] Der große Vorteil einer Axialpumpe liegt gegenüber einer Radialpumpe darin, dass
es durch eine Umkehr der Laufraddrehrichtung ermöglicht ist, die Pumpenförderrichtung
zu wechseln. Eine Axialpumpe kann mithin von Linkslauf auf Rechtslauf umgestellt werden
und umgekehrt, was zu einem Förderrichtungswechsel führt. Mittels einer Axialpumpe
ist es mithin möglich, durch einen Wechsel der Laufraddrehrichtung wahlweise Spülflüssigkeit
aus dem Sammeltopf abzuleiten oder in den Sammeltopf einzuleiten.
[0014] Erfindungsgemäß ist desweiteren eine zweite Ansaugleitung vorgesehen. Mittels dieser
zweiten Ansaugleitung ist die als Axialpumpe ausgebildete Umwälzpumpe an den Sammeltopf
strömungstechnisch angeschlossen. Es sind mithin in Abkehr zum Stand der Technik eine
erste Ansaugleitung und eine zweite Ansaugleitung vorgesehen, wobei beide Ansaugleitungen
einen strömungstechnischen Anschluss der Umwälzpumpe an den Sammeltopf ausbilden.
[0015] Im Ergebnis dieser erfindungsgemäßen Neuerung ist es möglich, die Laufrichtung der
Umwälzpumpe umzukehren, wobei je nach eingestellter Laufrichtung der Umwälzpumpe ein
Ansaugen von Spülflotte aus dem Sammeltopf entweder über die erste Ansaugleitung oder
über die zweite Ansaugleitung stattfindet.
[0016] Die mit der erfindungsgemäßen Konstruktion geschaffene Möglichkeit, die Förderrichtung
der Umwälzpumpe ändern und damit den Spülflottenfluss wahlweise über die erste oder
die zweite Ansaugleitung führen zu können, bietet den Vorteil, Rückspülen zu können.
Dabei bewirkt ein solches Rückspülen, dass ein innenseitig des Feinsiebes ausgebildeter
Filterkuchen aufgebrochen und vom Feinsieb abgelöst wird. Der sich infolge eines solchen
Rückspülens abgelöste Filterkuchen kann alsdann über die gleichfalls an den Sammeltopf
angeschlossene Abwasserleitung abgeführt werden. Im Ergebnis ist so eine Zwischenreinigung
des Feinsiebs durch Rückspülen möglich, was die Notwendigkeit einer verwenderseitigen
manuellen Reinigung des Feinsiebes minimiert, wenn nicht sogar vollends überflüssig
macht. Damit ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung insgesamt eine vereinfachte
verwenderseitige Handhabung der Siebeinrichtung.
[0017] Ein Rückspülen ist auch aus dem Stand der Technik gemäß der
DE 10 2005 008 987 B3 möglich. Allerdings ist die hier beschriebene Konstruktion sehr aufwendig und vergleichsweise
kompliziert in der steuerungstechnischen Handhabung. Denn die Konstruktion nach der
DE 10 2005 008 987 B3 macht den Einsatz einer separaten Rückspülpumpe erforderlich. Es sind demnach nicht
nur eine Abwasserpumpe und eine Umwälzpumpe vorgesehen, sondern auch eine Rückspülpumpe.
Dementsprechend bedarf es auch aufwendiger Leitungswege, um den strömungstechnischen
Anschluss aller Pumpen zu realisieren.
[0018] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist im Vergleich zur Konstruktion nach der
DE 10 2005 008 987 B3 sehr viel einfacher aufgebaut, und zwar insbesondere schon deshalb, weil eine separate
Rückspülpumpe nicht erforderlich ist. Denn bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
werden sowohl der Spülbetrieb als auch der Rückspülbetrieb über ein und dieselbe Umwälzpumpe
abgewickelt. Der erfindungsgemäße Aufbau ist deshalb im Unterschied zum Stand der
Technik auch sehr viel kompakter. Hinzukommt, dass die Leitungswege bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung sehr viel kürzer als im Stand der Technik sind, was sich günstig auf
den Wasserverbrauch auswirkt. Denn für einen bestimmungsgemäßen Spülbetrieb bedarf
es eines Mindestfüllstandes innerhalb des Sammeltopfes, so dass ein Mehr an Leitungsweg
zwangsläufig auch zu einem erhöhten Wasserverbrauch führt.
[0019] Im Ergebnis der erfindungsgemäßen Ausgestaltung steht insgesamt, dass der Feinfilter
der Siebeinrichtung auf einfache Weise mit Hilfe der ohnehin vorhandenen Umwälzpumpe
rückgespült werden kann. Dies vereinfacht die verwenderseitige Handhabung der Geschirrspülmaschine
und erlaubt insbesondere eine Minimierung einer händisch vom Verwender vorzunehmenden
Feinsiebreinigung.
[0020] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, das die zweite Ansaugleitung
einen in den Sammeltopf hineinragenden Ansaugabschnitt aufweist.
[0021] Gemäß dieser Ausführungsform mündet die Ansaugleitung nicht umfangseitig in den Sammeltopf
ein, sondern es ist vielmehr ein Ansaugabschnitt in Form eines Stutzens vorgesehen,
der in den Sammeltopf hineinragt. Es ergibt so eine Beabstandung zwischen der ansaugseitigen
Ansaugöffnung der Ansaugleitung und dem Boden des Sammeltopfs. Demnach stellt der
Ansaugabschnitt eine Ansaugöffnung bereit, die oberhalb des Bodens des Sammeltopfes
liegt. Die Beabstandung erbringt den Vorteil, dass sich im Falle einer Rückspülung
vom Filter lösende Partikel am Boden des Sammeltopfes ansammeln können und nicht über
die zweite Ansaugleitung angesogen und im Rückspülkreislauf umgewälzt werden.
[0022] Es ist deshalb auch gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der
Ansaugabschnitt eine Ansaugöffnung bereitstellt, die oberhalb der Anschlussstelle
einer an den Sammeltopf angeschlossenen Abwasserleitung liegt. Es ist so in vorteilhafter
Weise gestattet, durch Rückspülung am Filter anhaftende Partikel abzulösen, die sich
dann im unteren Bereich des Sammeltopfes ansammeln, von wo aus dann nach Abschluss
einer Rückspülung ein Abpumpen durch die Abwasserleitung stattfinden kann. Die sich
unten im Sammeltopf durch eine Rückspülung ansammelnden Partikel können so über die
Abwasserleitung ausgeschleust werden.
[0023] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Umwälzpumpe
an die zweite Ansaugleitung direkt angeschlossen ist. Gemäß dieser Ausführungsform
sind sowohl die erste als auch die zweite Ansaugleitung direkt an die Umwälzpumpe
angeschlossen. Je nach Drehrichtung der Umwälzpumpe erfolgt somit ein Ansaugen von
Spülflotte entweder über die erste Ansaugleitung oder die zweite Ansaugleitung, wobei
ein Einleiten in die Umwälzpumpe auf direktem Weg erfolgt. Die Umwälzpumpe hat dementsprechend
über zwei Anschlüsse für Ansaugleitungen zu verfügen.
[0024] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Umwälzpumpe
an eine zu einem im Spülbehälter angeordneten Sprüharm führende Versorgungsleitung
angeschlossen ist, wobei die zweite Ansaugleitung in die Versorgungsleitung mündet.
Demnach ist die zweite Ansaugleitung nicht direkt an die Umwälzpumpe, sondern indirekt
unter Zwischenschaltung eines Abschnitts einer an die Umwälzpumpe angeschlossenen
Versorgungsleitung angeschlossen.
[0025] Eine Umwälzpumpe ist typischerweise an eine Ansaugleitung sowie an eine Versorgungsleitung
angeschlossen. Im Spülbetrieb gelangt Spülflotte über die Ansaugleitung zur Umwälzpumpe,
von wo aus dann die Versorgungsleitung beaufschlagt wird. Die Versorgungsleitung ist
ihrerseits an zumindest einen Sprüharm der Sprüheinrichtung der Geschirrspülmaschine
angeschlossen. Im bestimmungsgemäßen Betriebsfall erfolgt mithin der Spülflottenfluss
aus dem Sammeltopf über die Ansaugleitung in die Umwälzpumpe und von dort aus über
die Versorgungsleitung zum Sprüharm.
[0026] Die erfindungsgemäß vorgesehene zweite Ansaugleitung ist nun an die Versorgungsleitung
angeschlossen. Im Rückspülbetrieb erfolgt demnach ein Ansaugen von Spülflotte aus
dem Sammeltopf über die zweite Ansaugleitung, wobei die über die zweite Ansaugleitung
geförderte Spülflotte in die an die Ansaugleitung angeschlossene Versorgungsleitung
und von dort aus zur Umwälzpumpe strömt. Die Abgabe der so angesogenen Spülflotte
zurück in den Sammeltopf erfolgt über die im Spülbetrieb als erste Ansaugleitung dienende
Leitung. Demnach ergibt sich im Rückspülbetrieb ein Umwälzkreislauf über die zweite
Ansaugleitung, die Versorgungsleitung, die Umwälzpumpe und die erste Ansaugleitung,
wobei die erste Ansaugleitung im Rückspülbetrieb nicht als Ansaug-, sondern als Abgabeleitung
fungiert.
[0027] Um sicherzustellen, dass im Normalbetrieb keine in die Versorgungsleitung eingebrachte
Spülflotte über die zweite Ansaugleitung in den Sammeltopf strömt, ist ein mit der
zweiten Ansaugleitung zusammenwirkendes Sperrmittel, insbesondere Sperrventil vorgesehen.
Im normalen Spülbetrieb ist dieses Sperrmittel oder Sperrventil und somit auch die
zweite Ansaugleitung gesperrt. Die im Pumpenbetrieb geförderte Spülflotte wird demnach
allein über die Versorgungsleitung zum daran angeschlossenen Sprüharm gefördert. Sobald
die Umwälzpumpe in den Rückspülbetrieb schaltet, wird das Sperrmittel der zweiten
Ansaugleitung geöffnet, so dass in umgekehrter Förderrichtung Spülflotte aus dem Sammeltopf
über die zweite Ansaugleitung und die sich daran anschließende Versorgungsleitung
gefördert werden kann.
[0028] Als Sperrmittel kann insbesondere eine Wasserweiche vorgesehen sein, insbesondere
die ohnehin vorhandene Wasserweiche, welche im Übrigen dazu dient, die Spülflotte
ausgehend von der Umwälzpumpe wechselweise zu den verschiedenen Sprüharmen zu führen.
Diese Wasserweiche kann der Umwälzpumpe nachgeschaltet und/oder in die Umwälzpumpe
bzw. das Umwälzpumpengehäuse integriert sein.
[0029] Der Anschluss der zweiten Ansaugleitung an die Versorgungsleitung ist im Unterschied
zu einem direkten Anschluss der zweiten Versorgungsleitung an die Umwälzpumpe bevorzugt,
weil die ohnehin schon vorhandenen Leitungswege wie insbesondere die ohnehin vorhandene
Versorgungsleitung genutzt werden können. Sowohl der Bauaufwand als auch die Länge
der Leitungswege sind so minimiert.
[0030] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die zweite Ansaugleitung
durch einen Leitungsabschnitt einer den Sammeltopf durchragenden und an einen Sprüharm
angeschlossene Zuführungsleitung gebildet ist.
[0031] Die Sprüheinrichtung einer Geschirrspülmaschine verfügt typischerweise über drei
Sprüharme. Es sind dabei ein oberer, ein mittlerer sowie ein unterer Sprüharm vorgesehen.
Der obere und der mittlere Sprüharm werden über separate oder über eine gemeinsame
Versorgungsleitung mit Spülflotte bedient. Der untere Sprüharm ist an eine separate
Zuführungsleitung angeschlossen, was es gestattet, den unteren Sprüharm unabhängig
von den beiden anderen Sprüharmen betätigen zu können. Die für den unteren Sprüharm
vorgesehene Zuführungsleitung ist ausgehend von der Umwälzpumpe oder eine daran angeschlossene
Wasserweiche durch den Sammeltopf hindurch geführt. Diese konstruktive Ausgestaltung
bietet sich insbesondere dann an, wenn sowohl der Sammeltopf als auch der untere Sprüharm
zentrisch in Relation zum Spülbehälterboden ausgerichtet sind. Ein Abschnitt dieser
zum unteren Sprüharm führenden Zuführungsleitung kann erfindungsgemäß als zweite Ansaugleitung
genutzt werden. Damit dient diese Leitung im Spülbetrieb als Zuführungsleitung für
den unteren Sprüharm und im Rückspülbetrieb als Ansaugleitung für die Umwälzpumpe.
[0032] Die Zuführungsleitung weist eine Ansaugöffnung auf, die sich spüdruckabhängig automatisch
öffnet und/oder schließt, insbesondere ist sie bei Förderung der Spülflotte in einer
ersten Richtung durch die Zuführungsleitung, d.h. im Spülbetrieb, verschlossen und
bei Förderung der Spülflotte in Gegenrichtung, d.h. im Rückspülbetrieb, geöffnet.
[0033] Die Zuführungsleitung ist hierzu bevorzugterweise zweiteilig ausgebildet, wobei die
beiden Leitungsteile teleskopierbar zueinander angeordnet sind. Im Überdeckungsbereich
der Leitungsteile sind Durchbrüche in den Leitungswandungen ausgebildet. Diese kommen
im zusammengefahrenen Zustand der beiden Leitungsteile in Überdeckung. Im ausgefahrenen
Zustand der beiden Leitungsteile ist eine solche Überdeckung nicht gegebene. Diese
Ausgestaltung bewirkt, dass im Spülbetrieb der durch die Umwälzpumpe erzeugte Spülflottendruck
dafür Sorge trägt, dass die beiden Leitungsteile auseinanderbewegt werden, so dass
die Zuführungsleitung mangels Überdeckung der Wandöffnungen dicht ist, womit in bestimmungsgemäßer
Weise eine Förderung von Spülflotte zu dem an die Zuführungsleitung angeschlossenen
Sprüharm stattfinden kann. Im Rückspülbetrieb fehlt es an diesem die beiden Leitungsteile
auseinanderbewegenden Spülflottendruck, so dass sie der Schwerkraft folgend auf Anschlag
ineinander verfahren. In dieser Position kommen die beiden Wandöffnungen in Überdeckung,
so dass sich die für einen Rückspülbetrieb notwendige Ansaugöffnung ausbildet.
[0034] Mit der Erfindung wird desweiteren vorgeschlagen ein Verfahren zum Betrieb einer
Geschirrspülmaschine der vorbeschriebenen Art, bei dem im Spülbetrieb Spülflotte mittels
der Umwälzpumpe über die erste Ansaugleitung angesaugt wird, bei dem für einen Rückspülbetrieb
die Drehrichtung der Umwälzpumpe im Vergleich zum Spülbetrieb umgekehrt wird, so dass
Spülflotte mittels der Umwälzpumpe über die zweite Ansaugleitung angesaugt wird.
[0035] Die erfindungsgemäße Verfahrensdurchführung gestattet es, zwischen Spülbetrieb einerseits
und Rückspülbetrieb andererseits zu unterscheiden. Dabei wird im Rückspülbetrieb Spülflotte
über die zweite Ansaugleitung zur Umwälzpumpe und von dort aus zurück in den Sammeltopf
gefördert. Infolge der Förderrichtungsumkehr werden innenseitig am Feinfilter befindliche
Partikel, Verunreinigungen und/oder dergleichen abgelöst, die sich dann im unteren
Bereich des Sammeltopfes ansammeln, von wo aus sie mittels der Abwasserpumpe abgepumpt
und verworfen werden können. Die erfindungsgemäße Verfahrensdurchführung ermöglicht
mithin eine automatisierte Reinigung des im Sammeltopf angeordneten Feinfilters, so
dass eine verwenderseitig manuell vorzunehmende Reinigung vorzugsweise nicht mehr
erforderlich ist, im Unterschied zum Stand der Technik aber zumindest weniger häufig
durchzuführen ist.
[0036] Gemäß einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass
die zweite Ansaugleitung im Spülbetrieb gesperrt wird. Damit ist sichergestellt, dass
im Spülbetrieb nicht ungewollt Spülflotte am eigentlich zu beaufschlagenden Sprüharm
im Bypass vorbei zurück in den Sammeltopf strömt.
[0037] Weitere Merkmale und Vorteil der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in rein schematischer Seitendarstellung eine Geschirrspülmaschine der erfindungsgemäßen
Art im Spülbetrieb;
- Fig. 2
- in rein schematischer Seitendarstellung eine Geschirrspülmaschine der erfindungsgemäßen
Art im Rückspülbetrieb;
- Fig. 3
- ausschnittsweise die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine in schematischer Perspektivdarstellung;
- Fig. 4
- die Ausschnittsdarstellung nach Fig. 3, wobei der Spülbetrieb der Geschirrspülmaschine
gezeigt ist;
- Fig. 5
- die Ausschnittsdarstellung nach Fig. 3, wobei der Rückspülbetrieb der Geschirrspülmaschine
gezeigt ist;
- Fig. 6
- in schematischer Seitenansicht der Rückspülbetrieb der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine;
- Fig. 7
- in einer Ausschnittsdarstellung eine zweite Ausführungsform, wobei der Spülbetrieb
der Geschirrspülmaschine gezeigt ist,
- Fig. 8
- die Darstellung nach Fig. 7, wobei der Rückspülbetrieb der Geschirrspülmaschine gezeigt
ist;
- Fig. 9
- in einer Ausschnittsdarstellung eine dritte Ausführungsform, wobei der Spülbetrieb
der Geschirrspülmaschine gezeigt ist,
- Fig. 10
- die Darstellung nach Fig. 9, wobei der Rückspülbetrieb der Geschirrspülmaschine gezeigt
ist; und
- Fig.11
- in rein schematischer Seitendarstellung eine Geschirrspülmaschine nach dem Stand der
Technik.
[0038] Fig. 11 lässt in rein schematischer Darstellung eine Geschirrspülmaschine 1 nach
dem Stand der Technik erkennen.
[0039] Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt über ein Gehäuse 2, das einen Spülbehälter 3 aufnimmt.
Der Spülbehälter 3 stellt seinerseits einen Spülraum 4 zur Aufnahme von zu reinigendem
Spülgut bereit. Zur Beschickung des Spülraums mit zu reinigendem Spülgut verfügt der
Spülbehälter 3 über eine Beschickungsöffnung 16. Diese Beschickungsöffnung 16 ist
mittels einer Spülraumtür 17 fluiddicht verschließbar, wobei die Spülraumtür 17 um
eine horizontal verlaufende Schwenkachse drehverschwenkbar gelagert ist.
[0040] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt eine Beaufschlagung des zu reinigenden
Spülguts mit Spülflotte, zu welchem Zweck die Geschirrspülmaschine 1 über eine Sprüheinrichtung
6 verfügt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gehören zur Sprüheinrichtung 6 ein oberer
Sprüharm 7 sowie ein unterer Sprüharm 8.
[0041] Die Sprüheinrichtung 6 ist mittels einer Versorgungsleitung 11 strömungstechnisch
an eine Umwälzpumpe 9 angeschlossen, mittels der die Sprüharme 7 und 8 der Sprüheinrichtung
6 im Falle eines Spülbetriebs mit Spülflotte versorgt werden.
[0042] Der den Spülraum 4 bereitstellende Spülbehälter 3 mündet mit Bezug auf die Zeichnungsebene
nach Fig. 11 unterseitig in einen Sammeltopf 5 ein. An diesen Sammeltopf 5 ist die
Umwälzpumpe 9 mittels einer Ansaugleitung 10 angeschlossen. Fluidtechnisch ist zwischen
dem Sammeltopf 5 und dem Spülraum 4 eine in Fig. 11 nicht näher dargestellte Siebeinrichtung
angeordnet.
[0043] Die im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall von der Umwälzpumpe 9 umgewälzte Spülflotte
gelangt vom Sammeltopf 5 über die Ansaugleitung 10, die Umwälzpumpe 9 und die Versorgungsleitung
11 in Richtung des Pfeils 14 zu den Sprüharmen 6 und 8 der Sprüheinrichtung 6. Von
hieraus wird die Spülflotte in Richtung der Pfeile 18 auf das zu reinigende Spülgut
abgegeben, von dem es dann abtropft und sich nach einem Passieren der Siebeinrichtung
wieder im Sammeltopf 5 ansammelt.
[0044] An den Sammeltopf 5 ist desweiteren eine Abwasserleitung 13 samt Ablaufpumpe 12 angeschlossen.
Nach einer Beendigung eines bestimmungsgemäß durchgeführten Spülbetriebs kann die
im Sammeltopf 5 befindliche und nicht mehr benötigte Spülflotte mittels der Ablaufpumpe
12 in Richtung des Pfeils 15 abgepumpt und in ein nicht näher dargestelltes Abwassersystem
übergeben werden.
[0045] Die nach der Erfindung ausgestaltet Geschirrspülmaschine 1 ist jeweils in einer schematischen
Seitenansicht in den Figuren 1 und 2 dargestellt. Dabei zeigt Fig. 1 den sogenannten
Spülbetrieb und Fig. 2 den sogenannten Rückspülbetrieb.
[0046] Die Umwälzpumpe 9 nach dem Stand der Technik ist eine Radialpumpe. Im Unterschied
hierzu sieht die erfindungsgemäße Ausgestaltung als Umwälzpumpe 9 eine Axialpumpe
vor. Zudem ist eine zweite Ansaugleitung 19 vorgesehen, die die Umwälzpumpe 9 mit
dem Sammeltopf 5 strömungstechnisch verbindet. Mittels eines Sperrventils 20 kann
die zweite Ansaugleitung 19 für den Durchtritt von Spülflotte im Bedarfsfall gesperrt
werden.
[0047] Der in Fig. 1 gezeigte Spülbetrieb erfolgt in der aus dem Stand der Technik bekannten
Weise. Mittels der Umwälzpumpe 9 wird im Sammeltopf befindliche Spülflotte über die
erste Ansaugleitung 10 angesaugt und alsdann in Richtung des Pfeils 14 über die Versorgungsleitung
11 zur Sprüheinrichtung 6 geführt. Das Sperrventil 20 ist während des Spülbetriebs
gesperrt, so dass über die Ansaugleitung 10 angesaugte Spülflotte nicht ungewollt
in die zweite Ansaugleitung 19 eintreten kann.
[0048] Fig. 2 zeigt den Rückspülbetrieb. Im Unterschied zu einer Radialpumpe ist die Pumpenlaufraddrehrichtung
bei einer Axialpumpe umkehrbar, und zwar mit dem Effekt, dass sich die Förderrichtung
der Pumpe ebenfalls umkehrt.
[0049] Für den Rückspülbetrieb ist die Pumpenlaufraddrehrichtung der Umwälzpumpe 9 umzukehren.
Zudem ist das Sperrventil 20 zu öffnen. Infolgedessen erfolgt ein Ansaugen von Spülflotte
aus dem Sammeltop 5 über die zweite Ansaugleitung 19, und zwar in Entsprechung der
Richtung des Pfeils 21. Die so von der Umwälzpumpe 9 geförderte Spülflotte wird über
die Ansaugleitung 10 in Richtung des Pfeils 22 zurück in den Sammeltopf 5 gefördert.
Im Rückspülbetrieb findet also keine Beschickung der Sprüheinrichtung 6 mit Spülflotte
statt. Zudem dient im Rückspülbetrieb die Ansaugleitung 10 nicht als Leitung zum Ansaugen
von Spülflotte, sondern sie wird als Leitung zur Rückführung der über die zweite Ansaugleitung
19 angesogenen Spülflotte zurück in den Sammeltopf 5 genutzt.
[0050] Die nach der erfindungsgemäßen Konstruktion gegebene Möglichkeit, vom Spülbetrieb
nach Fig. 1 in den Rückspülbetrieb nach Fig. 2 umschalten zu können, erbringt den
Vorteil, dass ein im Sammeltopf 5 angeordnetes Sieb rückgespült werden kann. Verunreinigungen,
Schmutzpartikel und/oder dergleichen, die sich infolge eines bestimmungsgemäßen Spülbetriebs
am Sieb festgesetzt haben, können im Rückspülbetrieb gelöst und alsdann mittels der
Abwasserpumpe 12 abgepumpt und damit entsorgt werden. Die nach der erfindungsgemäßen
Konstruktion mögliche Rückspülung erlaubt mithin eine automatisierte Reinigung eines
im Sammeltopf 5 befindlichen Siebes, womit eine verwenderseitige manuelle Siebreinigung
entbehrlich ist.
[0051] Die weiteren Figuren 3 bis 10 lassen die erfindungsgemäße Ausgestaltung ausschnittsweise
im Detail erkennen.
[0052] Fig. 3 zeigt den Boden 24 des Spülbehälters 3. Der Boden 24 ist mit einer Ausnehmung
26 ausgerüstet, an die sich der Sammeltopf 5 anschließt. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
kann im Spülraum 4 befindliche Spülflotte über die Ausnehmung 26 in den Sammeltopf
5 einströmen.
[0053] Zwischen dem Spülraum 4 und dem Sammeltopf 5 ist eine Siebeinrichtung angeordnet.
Diese Siebeinrichtung verfügt im gezeigten Ausführungsbeispiel über ein in die Ausnehmung
26 eingesetztes Flächensieb 25 sowie über eine Filtereinheit 27, die ihrerseits ein
Grobsieb 28 und ein Feinsieb 29 aufweist.
[0054] An den Sammeltopf 5 ist in an sich bekannter Weise die Umwälzpumpe 9 unter Zwischenschaltung
einer ersten Ansaugleitung 10 strömungstechnisch angeschlossen. Ausgangsseitig ist
an die Umwälzpumpe 9 die Versorgungsleitung 11 angeschlossen, die im hier gezeigten
Ausführungsbeispiel zum Sprüharm 7 der Sprüheinrichtung 6 führt.
[0055] Erfindungsgemäß ist eine zweite Ansaugleitung 19 vorgesehen, die in die Versorgungsleitung
11 strömungstechnisch einmündet. Dabei ist die zweite Versorgungsleitung 19 mit einem
Sperrventil 20 ausgerüstet, was es gestattet, die zweite Versorgungsleitung 19 wahlweise
zu sperren.
[0056] Die zweite Versorgungsleitung 19 verfügt über einen Ansaugabschnitt 30, der nach
Art eines Rohrstutzens ausgebildet in den Sammeltopf 5 hineinragt. Sammeltopfseitig
stellt der Ansaugabschnitt 30 eine Ansaugöffnung 31 bereit, die in Höhenrichtung oberhalb
der Anschlussstelle der an den Sammeltopf 5 ebenfalls angeschlossenen Abwasserleitung
13 liegt.
[0057] Fig. 4 lässt den normalen Spülbetrieb erkennen. Vom Sprüharm 7 abgegebene Spülflotte
gelangt in den Spülraum 4, sammelt sich dort an und strömt in Entsprechung der Pfeile
30 in den Sammeltopf 5. Dabei kann die in Entsprechung der Pfeile 30 in den Sammeltopf
5 einströmende Spülflotte entweder durch das Flächensieb 35 zur Ansaugleitung 10 oder
durch das Grobsieb 28, gefolgt von dem Feinsieb 29 in die Ansaugleitung 10 gelangen.
Über die Ansaugleitung 10 gelangt die Spülflotte unter Wirkung der Pumpleistung der
Umwälzpumpe 9 zur Versorgungsleitung 11, durch die hindurch die Spülflotte in Entsprechung
der Pfeile 14 zum Sprüharm 7 geführt wird. Das Sperrventil 20 ist im Spülbetrieb gesperrt,
so dass die durch die Versorgungsleitung 11 gepumpte Spülflotte nicht in die zweite
Ansaugleitung 19 gelangen kann.
[0058] Fig. 5 lässt den Rückspülbetrieb erkennen. Die Pumpenlaufraddrehrichtung der als
Axialpumpe ausgebildeten Umwälzpumpe 9 wird umgekehrt. Zudem wird das Sperrventil
20 geöffnet. Infolgedessen wird im Sammeltopf befindliche Spülflotte 20 über die zweite
Ansaugleitung 19 angesogen, passiert das geöffnete Sperrventil 20 und gelangt in Entsprechung
des Pfeils 21 zur Umwälzpumpe 9. Von hieraus wird die Spülflotte über die erste Ansaugleitung
10 in Entsprechung des Pfeils 22 zurück in den Sammeltopf 5 gefördert. Wie sich aus
der Darstellung nach Fig. 5 anhand der Pfeile 22 ergibt, wird das Feinsieb 29 der
Filtereinheit 27 im Vergleich zur Spülrichtung im Spülbetrieb in umgekehrter Richtung
durchströmt, was zu einem Ablösen der sich innenseitig des Feinsiebs 29 befindlichen
Verunreinigungen, Schmutzpartikel und/oder dergleichen führt. Dieser Sachzusammenhang
ergibt sich insbesondere auch aus der Darstellung nach Fig. 6.
[0059] Wie Fig. 6 erkennen lässt, hat sich infolge eines bestimmungsgemäßen Spülbetriebs
ein Filterkuchen 32 innenseitig des Feinsiebes 29 angelagert. Dieser Filterkuchen
32 beinhaltet Verunreinigungen, Verschmutzungen und/oder dergleichen Partikel 34.
Nach dem Stand der Technik ist dieser sich im Spülbetrieb ausbildende Filterkuchen
32 verwenderseitig manuell durch Reinigung des Feinsiebes 29 zu entfernen. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung erlaubt eine automatisierte Reinigung.
[0060] Im Rückspülbetrieb erfolgt nämlich eine Durchströmung des Feinsiebs 29 in einer im
Vergleich zum Spülbetrieb umgekehrten Richtung, und zwar in Richtung der Pfeile 22.
Infolgedessen lösen sich die den Filterkuchen 32 bildenden Partikel 34 und fallen
im Sammeltopf 5 nach unten, wo sie sich im unteren Bereich des Sammeltopfes 5 ansammeln,
wie dies in Fig. 6 zu erkennen ist. Mit Beendigung des Rückspülbetriebs ist dann die
Ablaufpumpe 12 einzuschalten, womit dann die sich im unteren Bereich 33 des Sammeltopfes
5 angesammelten Partikel 34 über die Abwasserleitung 13 abgepumpt werden.
[0061] Wie sich aus der Darstellung nach Fig. 6 ergibt, verfügt die zweite Ansaugleitung
19 über einen Ansaugabschnitt 30, der nach Art eines Stutzens in den Sammeltopf 5
hineinragt, womit die Ansaugöffnung 31 in Höhenrichtung oberhalb der Anschlussstelle
der an den Sammeltopf 5 angeschlossenen Abwasserleitung 13 liegt. Es ist so sichergestellt,
dass sich im Rückspülbetrieb lösende Partikel 34 im unteren Bereich 33 des Sammeltopfes
ansammeln können und nicht über die zweite Ansaugleitung 19 angesogen und alsdann
im Kreislauf geführt werden.
[0062] Die Figuren 7 und 8 lassen ein weiteres Ausführungsbeispiel erkennen. Dabei zeigt
Fig. 7 den Spülbetrieb der Geschirrspülmaschine und Fig. 8 zeigt den Rückspülbetrieb
der Geschirrspülmaschine.
[0063] Die Ausführungsform nach den Figuren 7 und 8 entspricht derjenigen nach den Figuren
4 und 5, dies aber mit dem Unterschied, dass die zweite Ansaugleitung 19 nicht an
die Versorgungsleitung 11, sondern direkt an die Umwälzpumpe 9 angeschlossen ist.
Die Umwälzpumpe 9 ist zu diesem Zweck mit einer entsprechenden Wasserweiche ausgerüstet,
die im Rückspülbetrieb die strömungstechnische Verbindung zwischen zweiter Ansaugleitung
19 und Umwälzpumpe 9 frei gibt. Im Spülbetrieb ist durch die Wasserweiche die strömungstechnische
Verbindung zwischen zweiter Ansaugleitung 19 und Umwälzpumpe 9 indes gesperrt.
[0064] Die zweite Ausführungsform nach den Figuren 7 und 8 hat gegenüber der ersten Ausführungsform
nach den Figuren 4 und 5 den Vorteil, dass auf ein separates Sperrventil 20 in der
zweiten Ansaugleitung 19 verzichtet werden kann. Als Sperrmittel kommt die in der
Umwälzpumpe 9 ohnehin vorhandene Wasserweiche zum Einsatz.
[0065] Eine dritte und bevorzugte Ausführungsform ist in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
Dabei zeigt Fig. 9 den Spülbetrieb der Geschirrspülmaschine und Fig. 10 zeigt den
Rückspülbetrieb der Geschirrspülmaschine.
[0066] Die Besonderheit nach der Ausführungsform gemäß den Figuren 9 und 10 besteht darin,
dass die zweite Ansaugleitung 19 im Spülbetrieb dem strömungstechnischen Anschluss
eines unteren Sprüharms 41 an die Versorgungsleitung 11 dient. Wie dies Fig. 9 erkennen
lässt, wird im Spülbetrieb von der Umwälzpumpe 9 in Entsprechung der Pfeile 35 angesogene
Spülflotte nicht nur über die Versorgungsleitung 11 zum oberen Sprüharm 7, sondern
auch über die zweite Ansaugleitung 19 zu einem unteren Sprüharm 41 befördert.
[0067] Die zweite Ansaugleitung 19 verfügt über einen ersten Abschnitt 36 und einen zweiten
Abschnitt 37, die teleskopierbar zueinander angeordnet sind. Dabei kann sich der zweite
Abschnitt 37 in Höhenrichtung 40 relativ zum ersten Abschnitt 36 translatorisch bewegen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist zur Anbindung des zweiten Abschnitts 37 an den
ersten Abschnitt 36 ein Koppelelement 38 vorgesehen, das Durchgangsbohrungen 39 bereitstellt.
[0068] Im Spülbetrieb, wie er in Fig. 9 gezeigt ist, sorgt der von der Umwälzpumpe 9 bewirkte
Pumpendruck dafür, dass der zweite, d.h. der obere Abschnitt 37 der Ansaugleitung
19 in Höhenrichtung 40 relativ zum unteren Abschnitt 36 nach oben verfährt. In dieser
nach oben verfahrenen Stellung des zweiten Abschnitts 37 sind die Bohrungen 39 fluiddicht
verschlossen. Die von der Umwälzpumpe 9 umgewälzte Spülflotte kann mithin über die
Ansaugleitung 19 zum unteren Sprüharm 41 gefördert werden.
[0069] Fig. 10 lässt den Rückspülbetrieb erkennen. Im Falle des Rückspülbetriebs erfolgt
keine Druckbeaufschlagung der zweiten Ansaugleitung 19 durch von der Umwälzpumpe 9
geförderte Spülflotte. Infolge dessen senkt sich der zweite Abschnitt 37 in Höhenrichtung
40 in Relation zum ersten Abschnitt 36 nach unten ab. Infolge dessen werden die Bohrungen
39 freigegeben, so dass im Sammeltopf befindliche Spülflotte im Rückspülbetrieb durch
die Umwälzpumpe 9 angesogen werden kann.
[0070] Die Öffnung bzw. Sperrung der Bohrungen 39 kann konstruktiv in einfacher Weise dadurch
erreicht werden, dass ein innenseitig der Bohrungen 39 vorgesehenes Blendenelement
die Bohrungen 39 frei gibt oder sperrt, je nachdem, ob die beiden Abschnitte 36 und
37 der zweiten Ansaugleitung 19 in Höhenrichtung 40 nach oben oder nach unten verfahren
sind.
Bezugszeichen
[0071]
1 Geschirrspülmaschine
2 Gehäuse
3 Spülbehälter
4 Spülraum
5 Sammeltopf
6 Sprüheinrichtung
7 Sprüharm
8 Sprüharm
9 Umwälzpumpe
10 erste Ansaugleitung
11 Versorgungsleitung
12 Ablaufpumpe
13 Abwasserleitung
14 Pfeil
15 Pfeil
16 Beschickungsöffnung
17 Spülraumtür
18 Pfeil
19 zweite Ansaugleitung
20 Sperrventil
21 Pfeil
22 Pfeil
24 Boden
25 Flächensieb
26 Ausnehmung
27 Filtereinheit
28 Grobsieb
29 Feinsieb
30 Ansaugabschnitt
31 Ansaugöffnung
32 Filterkuchen
33 Bereich
34 Partikel
35 Pfeil
36 erster Abschnitt
37 zweiter Abschnitt
38 Koppelelement
39 Bohrung
40 Höhenrichtung
41 unterer Sprüharm
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem einen
Spülraum (4) bereitstellenden Spülbehälter (3), der der Aufnahme von zu reinigendem
Spülgut dient, einem Sammeltopf (5), in den der Spülbehälter (3) strömungstechnisch
einmündet, und einer Umwälzpumpe (9) die an den Sammeltopf (5) mittels einer Ansaugleitung
(10) strömungstechnisch angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umwälzpumpe (9) eine Axialpumpe ist und dass eine zweite Ansaugleitung (19) vorgesehen
ist, mittels welcher die Umwälzpumpe (9) an den Sammeltopf (5) strömungstechnisch
angeschlossen ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ansaugleitung (19) einen in den Sammeltopf (5) hineinragenden Ansaugabschnitt
(30) aufweist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansaugabschnitt (30) eine Ansaugöffnung (31) bereitstellt, die oberhalb der Anschlussstelle
einer an den Sammeltopf (5) angeschlossenen Abwasserleitung (13) liegt.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwälzpumpe (9) an die zweite Ansaugleitung (19) direkt angeschlossen ist.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwälzpumpe (9) an eine zu einem im Spülbehälter (3) angeordneten Sprüharm (7,
8) führende Versorgungsleitung (11) angeschlossen ist, wobei die zweite Anschlussleitung
(19) in die Versorgungsleitung (11) mündet.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein mit der zweiten Ansaugleitung (19) zusammenwirkendes Sperrventil (20).
7. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ansaugleitung (19) durch einen Leitungsabschnitt einer den Sammeltopf
(5) durchragenden und an einen Sprüharm (6, 7) angeschlossenen Zuführungsleitung gebildet
ist.
8. Verfahren zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem im Spülbetrieb Spülflotte mittels der Umwälzpumpe (9) über die erste Ansaugleitung
(10) angesaugt wird, bei dem für einen Rückspülbetrieb die Drehrichtung der Umwälzpumpe
im Vergleich zum Spülbetrieb umgekehrt wird, so dass Spülflotte mittels der Umwälzpumpe
über die zweite Ansaugleitung (19) angesaugt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ansaugleitung (19) im Spülbetrieb gesperrt wird.