| (19) |
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(11) |
EP 3 548 299 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.2021 Patentblatt 2021/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.11.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/001386 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/099596 (07.06.2018 Gazette 2018/23) |
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| (54) |
WERTDOKUMENT
VALUE DOCUMENT
DOCUMENT DE VALEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.11.2016 DE 102016014230
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.2019 Patentblatt 2019/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RAUCH, Andreas
82441 Ohlstadt (DE)
- BICHLMEIER, Stefan
85521 Riemerling (DE)
- PFEIFFER, Matthias
81675 München (DE)
- HOLZMEISTER, Andreas
97904 Dorfprozelten (DE)
- KAMMERER, Ferdinand
82008 Unterschleißheim (DE)
- MANG, Thomas
83607 Holzkirchen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 886 362 GB-A- 2 318 089
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WO-A1-2016/037895 US-A1- 2002 130 186
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Wertdokument.
[0002] Bei einem Wertdokument im Sinne der Erfindung kann es sich um Banknoten, Ausweisdokumente,
Scheckkarten oder Kreditkarten handeln, aber auch um Aktien, Urkunden, Briefmarken,
Schecks, Eintrittskarten, Fahrkarten, Flugscheine, Ausweise, Visasticker oder Ähnliches
sowie Etiketten, Siegel, Verpackungen oder andere Elemente. Die vereinfachende Benennung
"Wertdokument" schließt deshalb im Folgenden stets Dokumente der genannten Art ein.
Der Begriff Wertdokument schließt auch Sicherheitspapier zur Herstellung von Banknoten
ein.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Wertdokumente mit Sicherheitselementen,
wie etwa Sicherheitsstreifen oder auch Sicherheitsfäden, auszustatten, die eine Kodierung
enthalten. Beispielsweise kann als Kodierung eines Sicherheitsfadens eine magnetische
Kodierung mit einer Abfolge von magnetischen und nichtmagnetischen Bereichen vorgesehen
sein, wobei die Abfolge charakteristisch für die Art des zu sichernden Wertdokuments
ist. Außerdem ist es bekannt, verschiedene magnetische Materialien für eine magnetische
Kodierung zu verwenden, beispielsweise mit unterschiedlicher Koerzitivfeldstärke.
[0004] Als magnetische Kodierung können beispielsweise zwei verschieden koerzitive magnetische
Materialien eingesetzt werden, aus denen zwei Sorten von Magnetbits gebildet werden.
Entlang der magnetischen Kodierung sind die verschieden koerzitiven Magnetbits üblicherweise
voneinander beabstandet, z.B. durch nichtmagnetisches Material voneinander getrennt.
[0005] Die
DE 10 2007 025 939 A1 beschreibt ein Sicherheitselement mit einer magnetischen Kodierung, die zumindest
ein erstes Kodierungselement und zumindest ein zweites Kodierungselement aufweist.
Das erste und zweite Kodierungselement sind entlang einer vorgegebenen Richtung auf
bzw. in dem Sicherheitselement angeordnet. Das erste Kodierungselement weist entlang
der vorgegebenen Richtung durchgehend einen ersten Magnetbereich mit einer ersten
Koerzitivfeldstärke auf, das zweite Kodierungselement enthält einen ersten Lückenbereich
und einen zweiten Magnetbereich mit einer zweiten Koerzitivfeldstärke, die sich von
der ersten Koerzitivfeldstärke unterscheidet. Der erste Magnetbereich ist entlang
der vorgegebenen Richtung unmittelbar benachbart zu dem zweiten Magnetbereich angeordnet.
Außerdem sind die Längen des ersten und zweiten Magnetbereichs so gewählt, dass die
Summe der Längen des ersten und zweiten Magnetbereichs entlang der vorgegebenen Richtung
maximal 8 mm beträgt. Eine solche magnetische Kodierung kann selbst dann zuverlässig
vom Magnetsensor detektiert werden, wenn das Sicherheitselement entlang der magnetischen
Kodierung transportiert wird.
[0006] Die
EP 1 567 714 B1 beschreibt ein Verfahren für das registergenaue Einführen und Positionieren von länglichen
Sicherheitselementen in ein Wertdokumentsubstrat.
[0007] Die
EP 2886362-A1 offenbart ein Wertdokument, insbesondere eine Banknote, mit einem visuell und maschinell
lesbaren individualisierenden Kennzeichen, das aus alphanumerischen Zeichen gebildet
wird, und mit einem maschinell lesbaren Prüfelement. Das individualisierende Kennzeichen
weist eine maschinell lesbare Codierung auf und das Prüfelement enthält die Art der
Codierung zur Verifikation der Echtheit des individualisierenden Kennzeichens in einer
codierten Form.
[0008] Andere Beispiele von Wertdokumenten mit maschinenlesbaren Kodierungen sind aus
US 2002/130186- A1,
WO 2016/037895-A1 und
GB 2318089 -A bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wertdokument mit einer maschinenlesbaren
Kodierung bereitzustellen, wobei das Wertdokument hinsichtlich der Überprüfbarkeit
auf dessen Echtheit hin verbessert ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination gelöst.
Weiterbildungen sind Gegenstand der nebengeordneten Ansprüche und der Unteransprüche.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0010] Das Wertdokument gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst ein Wertdokumentsubstrat
mit einem Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal und ein in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachtes längliches Sicherheitselement mit einem Sicherheitselement-Kontrollmerkmal,
wobei sich das Sicherheitselement von einem Ende des Wertdokumentsubstrats zu einem
anderen Ende des Wertdokumentsubstrats erstreckt und so in das Wertdokumentsubstrat
eingebracht ist, dass das Sicherheitselement-Kontrollmerkmal zu dem Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal
ausgerichtet ist, und das Sicherheitselement genau einen langen magnetischen Code
aufweist, der sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachten länglichen Sicherheitselements erstreckt. Das Wertdokument weist somit
genau einen langen magnetischen Code auf, d.h. der magnetische Code enthält lediglich
eine Codelänge und keine sich wiederholenden, repetitiven Code-Sequenzen. Auf diese
Weise kann für jedes Wertdokument ein hoher Informationsgehalt bereitgestellt werden.
Zudem kann die magnetische Kodierung mit hoher Zuverlässigkeit vom Magnetsensor detektiert
werden.
[0012] Ein Verfahren zur registergenauen Positionierung von länglichen Sicherheitselementen
in Wertdokumentsubstraten ist aus der
EP 1 567 714 B1 bekannt. Das Verfahren basiert auf der Verwendung eines Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmals
und eines Sicherheitselement-Kontrollmerkmals. Beim Einbetten des länglichen Sicherheitselements
in das Papiersubstrat wird die relative Lage der beiden Kontrollmerkmale zueinander
überwacht. Mittels des Steuerns der Spannung des länglichen Sicherheitselements bei
seiner Einführung in das Wertdokumentsubstrat unter Verwendung der Lageinformation
kann die Geschwindigkeit, mit der das längliche Sicherheitselement eingeführt wird,
so reguliert werden, dass das Kontrollmerkmal des länglichen Sicherheitselements zu
dem Kontrollmerkmal des Wertdokumentsubstrats ausgerichtet, d.h. registergenau positioniert
ist. Als Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal kann z.B. eine Wasserzeichenmarke dienen.
Alternative Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmale, z.B. Inkjet-Marken, sind z.B. aus
der
EP 2 496 504 B1 bekannt. Mittels des Verfahrens zur registergenauen Positionierung von länglichen
Sicherheitselementen kann ein Wertdokument mit genau einem magnetischen Code hergestellt
werden, wobei sich der magnetische Code im Wesentlichen von einem Ende des Wertdokuments
zu einem anderen Ende des Wertdokuments erstreckt und registergenau im Wertdokument
positioniert ist.
[0013] Des Weiteren können in einer bevorzugten Ausführungsform einzelne Wertdokumente mit
unterschiedlichen magnetischen Codes ausgestattet werden. So ist es möglich, dass
bei der Herstellung der Papierbahn mittels einer Rundsiebpapiermaschine mehrere unterschiedliche,
parallel zur Laufrichtung bzw. Längsrichtung der Papierbahn angeordnete Sicherheitsfäden
oder Sicherheitsstreifen, die jeweils einen unterschiedlichen magnetischen Code aufweisen,
in die entstehende Papierbahn eingebettet werden. Im Falle von vier verschiedenen,
parallel angeordneten Sicherheitsfäden, die jeweils in Form eines Endlosfadens vorliegen
und zeitgleich in der auf dem Rundsieb entstehenden Papierbahn eingebettet werden,
würden Papierbögen mit vier Spalten entstehen, von denen jede Spalte einen speziellen
Sicherheitsfaden mit einem speziellen magnetischen Code aufweist.
[0014] Gemäß der Erfindung steht der magnetische Code des in das Wertdokumentsubstrat eingebrachten
länglichen Sicherheitselements mit einem weiteren maschinenlesbaren Merkmal des Wertdokuments
in Bezug. So kann der magnetische Code des in das Wertdokumentsubstrat eingebrachten
länglichen Sicherheitselements den ersten Bestandteil und das weitere maschinenlesbare
Merkmal des Wertdokuments, z.B. ein auf dem Papier erzeugtes, lumineszierendes oder
magnetisches Druckmotiv, den zweiten Bestandteil eines durch den ersten Bestandteil
und den zweiten Bestandteil gebildeten kombinierten Codes darstellen. So ist es möglich,
dass bei der Herstellung der Papierbahn mittels einer Rundsiebpapiermaschine mehrere
unterschiedliche, parallel zur Laufrichtung bzw. Längsrichtung der Papierbahn angeordnete
Sicherheitsfäden oder Sicherheitsstreifen, die jeweils einen unterschiedlichen magnetischen
Code aufweisen, in die entstehende Papierbahn eingebettet werden. Im Falle von vier
verschiedenen, parallel angeordneten Sicherheitsfäden, die jeweils in Form eines Endlosfadens
vorliegen und zeitgleich in der auf dem Rundsieb entstehenden Papierbahn eingebettet
werden, würden Papierbögen mit vier Spalten entstehen, von denen jede Spalte einen
speziellen Sicherheitsfaden mit einem speziellen magnetischen Code aufweist. Die entstehenden
Papierbögen mit vier Spalten würden später jeweils mit lumineszierenden oder magnetischen
Druckmotiven versehen werden. Im Falle, dass jeder einzelne Papierbogen fünf Zeilen
mit sich unterscheidenden lumineszierenden oder magnetischen Druckmotiven aufweist,
würden pro Papierbogen 20 unterschiedliche Wertdokumente erhalten werden, die sich
hinsichtlich des kombinierten Codes voneinander unterscheiden (im Klartext: ein Papierbogen,
der in der Längsrichtung parallel zur Laufrichtung der Papierbahn vier Spalten mit
unterschiedlichen Sicherheitsfäden und in der Querrichtung fünf Zeilen mit unterschiedlichen
Druckmotiven enthält).
[0015] Der magnetische Code kann eine Abfolge von magnetischen und nichtmagnetischen Bereichen
aufweisen. Es wird bevorzugt, verschiedene magnetische Materialien, beispielsweise
mit unterschiedlicher Koerzitivfeldstärke, zu verwenden. Es können beispielsweise
zwei verschieden koerzitive magnetische Materialien eingesetzt werden, aus denen zwei
Sorten von Magnetbits gebildet werden. Entlang der magnetischen Kodierung können die
verschieden koerzitiven Magnetbits insbesondere voneinander beabstandet, z.B. durch
nichtmagnetisches Material voneinander getrennt, angeordnet sein.
[0016] Sicherheitselemente mit auf verschiedenen magnetischen Materialien beruhenden magnetischen
Kodierungen sind z.B. aus der
DE 10 2007 025 939 A1, der
WO 2006042667 A1, der
WO 2010113192 A1 und der
WO 2012000568 A1 bekannt. Der magnetische Code beruht vorzugsweise auf zumindest zwei verschiedenen
magnetischen Materialien, die sich hinsichtlich mindestens einer magnetischen Eigenschaft
unterscheiden. Insbesondere wird bevorzugt, dass die zwei verschiedenen magnetischen
Materialien unterschiedliche Koerzitivitätswerte aufweisen und die Remanenzwerte identisch
oder verschieden sind.
[0017] Das in das Wertdokumentsubstrat eingebrachte längliche Sicherheitselement ist in
Form eins Sicherheitsfadens oder eines Sicherheitsstreifens. Des Weiteren kann das
längliche Sicherheitselement im Wertdokumentsubstrat, das bevorzugt ein Papiersubstrat
ist, vollständig eingebettet vorliegen oder teilweise eingebettet vorliegen. Beispielsweise
kann das längliche Sicherheitselement ein vollständig eingebetteter Sicherheitsfaden,
ein Fensterfaden oder ein zweiseitiger Fensterfaden sein. Ein Fensterfaden tritt hierbei
einseitig an die Oberfläche des Substrates, ein zweiseitiger Faden tritt an beiden
Seiten an die Oberfläche des Substrates. Ein eingebetteter Faden hingegen befindet
sich innerhalb des Substrates und tritt zwar nicht an die Oberfläche des Substrates,
kann jedoch Aussparungen, z.B. ein Loch, in einem Substrat überspannen. Eingebettete
Fäden sind beispielsweise aus
EP 1 141 480 A1 und Fensterfäden sowie zweiseitige Fäden beispielsweise aus
EP 1 854 641 A2,
WO 2003/068525 A1 oder
WO 2003/070482 A1 bekannt. Ein Sonderfall des zweiseitigen Fensterfadens wird auch als Durchsichtsfensterfaden
bezeichnet, der gleichzeitig von beiden Seiten des Sicherheitselements gut sichtbar
ist. Ein Durchsichtsfensterfaden überspannt sozusagen ein Loch oder einen lichtdurchlässigen
Bereich in einem Substrat. Ein weiterer zweiseitiger Fensterfaden ist ein sogenannter
alternierender Fensterfaden, der abwechselnd auf der Vorder- bzw. Rückseite eines
Substrats gut sichtbar ist.
[0018] Der lange magnetische Code kann sich bevorzugt so über das in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachte längliche Sicherheitselement erstrecken, dass der magnetische Code jeweils
einen Abstand von mindestens 2,5 mm, bevorzugt mindestens 5 mm, zu den jeweiligen
Enden des Wertdokumentsubstrats aufweist.
[0019] Die Länge des magnetischen Codes des Sicherheitselements beträgt mindestens 75%,
bevorzugt mindestens 80%, insbesondere bevorzugt mindestens 85%, bezogen auf die Länge
des sich von dem einen Ende zu dem anderen Ende des Wertdokumentsubstrats ersteckenden
Sicherheitselements. Im Falle, dass das Wertdokument, z.B. eine Banknote, eine Längsrichtung
und eine Querrichtung aufweist, wird bevorzugt, dass sich das in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachte längliche Sicherheitselement entlang der Querrichtung des Wertdokuments
erstreckt.
[0020] Die Erfindung sieht vor, dass der magnetische Code des in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachten länglichen Sicherheitselements mit einem weiteren maschinenlesbaren
Merkmal des Wertdokuments in Bezug steht. Dabei stellt der magnetische Code des in
das Wertdokumentsubstrat eingebrachten länglichen Sicherheitselements den ersten Bestandteil
und das weitere maschinenlesbare Merkmal des Wertdokuments den zweiten Bestandteil
eines durch den ersten Bestandteil und den zweiten Bestandteil und gegebenenfalls
durch einen weiteren Bestandteil gebildeten kombinierten Codes dar. Das weitere maschinenlesbare
Merkmal des Wertdokuments kann z.B. ein lumineszierendes Merkmal, ein magnetisches
Merkmal, ein drucktechnisch erhältliches Merkmal, eine Öffnung oder Perforation im
Wertdokumentsubstrat oder ein Motiv in Form von im Wertdokumentsubstrat gebildeten
Öffnungen oder Perforationen sein. Weiterhin kann das weitere maschinenlesbare Merkmal
des Wertdokuments z.B. mittels Bedrucken des Wertdokumentsubstrats, z.B. mit lumineszierender
oder magnetischer Farbe, erzeugt werden. Insbesondere kann das weitere maschinenlesbare
Merkmal des Wertdokuments mittels Stichtiefdruck erzeugt werden. Im Falle, dass das
Wertdokumentsubstrat ein Papiersubstrat ist, wird das Papier selbst bedruckt. Gemäß
einer Alternative kann das weitere maschinenlesbare Merkmal des Wertdokuments ein
Teil eines auf das Wertdokumentsubstrat aufgebrachten, z.B. Patch-förmigen oder Streifen-förmigen
Folienelements sein und z.B. mittels Bedrucken, insbesondere mit lumineszierender
oder magnetischer Farbe, auf dem Folienelement erzeugt sein. Magnetische (Druck-)Farbe
kann z.B. auf Eisenoxid oder auf einem weiteren auf Eisen, Nickel oder Cobalt basierenden
Material beruhen. Ferrite, z.B. Bariumferrit, und Legierungen, z.B. AlNiCo oder NdFeCo,
sind ebenfalls geeignet. Hart- und weichmagnetische Materialien können ebenfalls verwendet
werden, oder Materialien mit hoher oder niedriger Koerzitivität. Transparente magnetische
Farben, wie die in den Schriften
GB 2387812 A und
GB 2387813 A beschriebenen Farben, können ebenfalls verwendet werden. Für die Erzeugung des weiteren
maschinenlesbaren Merkmals des Wertdokuments können des Weiteren magnetisch ausrichtbare
magnetische Pigmente verwendet werden. Solche magnetischen Druckfarben sind z.B. aus
der
WO 2005/002866 A, der
WO 2008/046702 A und der
WO 2002/090002 A bekannt. Ein Verfahren für das magnetische Ausrichten einer Druckschicht mit orientierbaren
magnetischen Pigmenten wird z.B. in der
EP 2792497 A1 beschrieben. Geeignete Druckfarben sind z.B. unter dem Handelsnamen "SPARK" bei der
Fa. SICPA Holding S.A., Schweiz, erhältlich. Viele solcher Farben verwenden magnetische
optisch variable Pigmente, sogenannte OVMI-Pigmente. Solche Pigmente führen in Abhängigkeit
vom Betrachtungswinkel zu einem unterschiedlichen Erscheinungsbild.
[0021] Das in das Wertdokumentsubstrat eingebrachte längliche Sicherheitselement weist neben
dem langen magnetischen Code noch ein weiteres, maschinell separat lesbares Merkmal,
z.B. ein lumineszierendes Merkmal, auf. Das weitere, maschinell separat lesbare Merkmal
des länglichen Sicherheitselements kann z.B. durch ein drucktechnisch und/oder holographietechnisch
hergestelltes Sicherheitsmerkmal gebildet sein. Es kann mit Vorteil Kennzeichnungselemente
wie zum Beispiel Zeichen, Symbole, Text oder auch Muster beinhalten. Weiter im Besonderen
kann das weitere, maschinell separat lesbare Merkmal z.B. durch ein Element oder durch
mehrere Elemente, gewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Hologramm, einer Lasergravur,
einem Druckmotiv, einem Fluoreszenzmotiv, einem Lumineszenzmotiv, einem diffraktiven
Motiv und einem optisch variablen Motiv, gebildet sein. Insbesondere kann das weitere,
maschinell separat lesbare Merkmal durch eine Beugungsstruktur, wie etwa ein (Volumen-)Hologramm,
oder eine hologrammähnliche Beugungsstruktur, eine Mattstruktur, eine Metallisierung,
wobei auch mehrere verschiedenfarbige Metalle verwendet werden können, eine Perforation,
eine Linsen- oder Mikrospiegelstruktur, ein mikrooptisches System, insbesondere eine
mikrooptische Moiré-Vergrößerungsanordnung, ein Dünnschichtelement, ein Polarisationsfilter
oder ein Aufdruck, der wenigstens einen Stoff mit optisch variablen oder lumineszierenden
Eigenschaften aufweist, gebildet sein. Als Stoffe mit optisch variablen Eigenschaften
eignen sich z.B. Effektpigmente, insbesondere auf der Basis von flüssigkristallinen
Polymeren hergestellte Pigmente oder sogenannte Perlglanzpigmente, wie etwa die von
der Firma Merck KGaA unter der Bezeichnung Iriodin® oder Colorcrypt vertriebenen Silberweiß-,
Goldglanz- oder Metallglanzpigmente. Als Stoffe mit optisch variablen Eigenschaften
eignen sich ferner Interferenzschichtpigmente. Interferenzschichtpigmente weisen typischerweise
einen Dünnschichtaufbau auf, der zweckmäßig zumindest eine Reflexionsschicht, eine
Absorberschicht und eine zwischen der Reflexionsschicht und der Absorberschicht angeordnete
dielektrische Abstandsschicht enthält.
[0022] Das Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal ist durch ein Wasserzeichen, durch eine
Öffnung im Wertdokumentsubstrat, durch ein drucktechnisch erhältliches Merkmal oder
durch ein Merkmal in Form eines Hologramms gebildet. Ein drucktechnisch erzeugtes
Kontrollmerkmal kann z.B. auf opto-elektronischem Wege gemessen werden. Mit geeigneten,
im Stand der Technik bekannten Sensor- bzw. Meßsystemen können sehr kleine Kontrollmerkmale
erkannt werden. Sie betragen zum Teil nur den Bruchteil eines Quadratmillimeters,
so dass sie im Druckbild kaum zu erkennen sind, also kaum stören bzw. leicht anzuordnen
sind. Insbesondere kann das Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal durch ein magnetisches
Material gebildet sein. Magnetische Druckfarbe kann z.B. auf Eisenoxid oder auf einem
weiteren auf Eisen, Nickel oder Cobalt basierenden Material beruhen. Ferrite, z.B.
Bariumferrit, und Legierungen, z.B. AlNiCo oder NdFeCo, sind ebenfalls geeignet. Hart-
und weichmagnetische Materialien können ebenfalls verwendet werden, oder Materialien
mit hoher oder niedriger Koerzitivität. Transparente magnetische Farben, wie die in
den Schriften
GB 2387812 A und
GB 2387813 A beschriebenen Farben, können ebenfalls verwendet werden.
[0023] Das Sicherheitselement-Kontrollmerkmal ist durch eine metallische Information, durch
eine Information in Form einer Aussparung innerhalb einer Metallisierung, durch ein
Motiv in Form eines Hologramms, durch einen elektronischen Chip, durch ein magnetisches
Merkmal, durch ein lumineszierendes Merkmal, durch ein drucktechnisch erhältliches
Merkmal, durch ein photochromes oder thermochromes Merkmal oder durch ein optisch
variables Merkmal gebildet.
[0024] Das Wertdokumentsubstrat ist bevorzugt ein Papiersubstrat oder ein Papierähnliches
Substrat, z.B. ein Kunststoffsubstrat oder ein Folie/Papier/Folie-Verbund oder ein
Papier/Folie/Papier-Verbund. Als Papier kommt jede Art von Papier in Betracht, insbesondere
Papier aus Baumwolle. Selbstverständlich kann auch Papier eingesetzt werden, welches
einen Anteil x polymeren Materials im Bereich von 0 < x < 100 enthält.
[0025] Das zumindest teilweise Einbetten des länglichen Sicherheitselements in das Substrat
erfolgt mit Vorteil mittels der in der
EP 1 567 714 B1 beschriebenen Rundsiebpapiermaschine. Das in das Substrat einzubettende längliche
Sicherheitselement geht hierbei aus einem Fadenmaterial hervor, das eine Vielzahl
von länglichen Sicherheitselementen in Form von Wiederholungseinheiten umfasst. Das
Fadenmaterial befindet sich in einem auf Rollen gelagerten Zustand. Das Einbetten
des länglichen Sicherheitselements erfolgt mittels einer variablen Bremsvorrichtung,
die die Abwicklungsgeschwindigkeit der Rolle verlangsamt, auf der das längliche Sicherheitselement
aufgewickelt ist, und so die Spannung des länglichen Elements bei seiner Einführung
in das Substrat steuert. Über die Spannung des länglichen Sicherheitselements bei
seiner Einführung in das Substrat wird die Geschwindigkeit, mit der das längliche
Sicherheitselement in das Substrat eingeführt wird, so gesteuert, dass das Kontrollmerkmal
des länglichen Sicherheitselements zu dem Kontrollmerkmal des Substrats ausgerichtet
ist.
[0026] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der schematisch stark vereinfachten Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine
maßstabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit
zu erhöhen.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1
- ein nicht-erfindungsgemäßes Wertdokument.
- Figur 2
- ein erfindungsgemäßes Wertdokument gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- ein erfindungsgemäßes Wertdokument gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Figur 4
- ein erfindungsgemäßes Wertdokument gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel; und
- Figuren 5 und 6
- ein Beispiel für die Herstellung erfindungsgemäßer Wertdokumente.
[0028] Figur 1 veranschaulicht ein nicht-erfindungsgemäßes Wertdokument, im vorliegenden
Fall eine Banknote.
[0029] Die Banknote 1 basiert auf einem Papiersubstrat 2, das ein Wasserzeichen 3 in Form
der Denomination "20" aufweist. In das Papiersubstrat 2 ist ein Sicherheitsfaden 4
vollständig eingebettet, d.h. der Sicherheitsfaden 4 ist für den Betrachter sowohl
von der Vorderseite der Banknote, als auch von der Rückseite der Banknote her bei
der Betrachtung im Auflicht kaum erkennbar, aber bei der Betrachtung im Durchlicht
erkennbar. Die Banknote 1 hat in der Querrichtung eine Abmessung "A" von 7,2 cm. Der
vollständig eingebettete Sicherheitsfaden 4 weist einen magnetischen Code 5 mit einer
Länge "B" von 6,2 cm auf. Der magnetische Code 5 beruht auf zwei verschiedenen magnetischen
Materialien, die unterschiedliche Koerzitivitätswerte aufweisen, wobei die Remanenzwerte
identisch sind. Der Sicherheitsfaden 4 wurde gemäß dem aus der
EP 1 567 714 B1 bekannten Verfahren registriert in das Papiersubstrat 2 eingebracht, d.h. der Sicherheitsfaden
4 und dessen magnetischer Code 5 ist registergenau in der Banknote 1 positioniert.
Der Abstand zwischen dem Ende des magnetischen Codes 5 und der Kante des Banknotenpapiers
betragt jeweils 0,5 cm, d.h. der magnetische Code 5 ist mittig in der Banknote 1 eingebracht.
Beim Einbetten des länglichen Sicherheitselements 4 in das Papiersubstrat 2 wurde
die relative Lage des Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmals 3, nämlich das Wasserzeichen
"20", zu dem Sicherheitselement-Kontrollmerkmal, im vorliegenden Fall der magnetische
Code 5, zueinander überwacht. Mittels des Steuerns der Spannung des länglichen Sicherheitselements,
das während der Herstellung des Banknotenpapiers in Form eines Endlosfadens vorliegt,
bei seiner Einführung in das Wertdokumentsubstrat unter Verwendung der Lageinformation
kann die Geschwindigkeit, mit der das längliche Sicherheitselement eingeführt wird,
so reguliert werden, dass das Kontrollmerkmal des länglichen Sicherheitselements zu
dem Kontrollmerkmal des Wertdokumentsubstrats ausgerichtet, d.h. registergenau positioniert
ist. Das Sicherheitselement 4 weist somit genau einen langen magnetischen Code 5 auf,
der sich registergenau im Wesentlichen über die gesamte Länge des in die Banknote
1 eingebrachten länglichen Sicherheitselements 4 erstreckt. Der magnetische Code 5
enthält lediglich eine Codelänge und keine sich wiederholenden, repetitiven Code-Sequenzen.
Auf diese Weise kann für die Banknote 1 ein hoher Informationsgehalt bereitgestellt
werden. Zudem kann die magnetische Kodierung 5 mit hoher Zuverlässigkeit vom Magnetsensor
detektiert werden.
[0030] Figur 2 veranschaulicht ein erfindungsgemäßes Wertdokument, im vorliegenden Fall
eine Banknote, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Die in der Figur 2 gezeigte
Banknote 1 weist zusätzlich zu der in der Figur 1 gezeigten Banknote einen auf einer
Trägerfolie basierenden Sicherheitsstreifen 6 auf. Der Sicherheitsstreifen 6 ist mittels
einer Klebschicht auf das Papiersubstrat 2 der Banknote 1 aufgebracht und weist auf
seiner Oberfläche ein Foliensicherheitselement, z.B. ein Hologramm, auf. Das Hologramm
kann z.B. durch Metallisieren der geprägten Reliefstruktur einer UV-Lackschicht erzeugt
werden. Darüber hinaus enthält der Sicherheitsstreifen im Bereich 7 ein maschinenlesbares
Merkmal, das im vorliegenden Fall durch ein magnetisches Material erzeugt ist. Das
magnetische Merkmal 7 des Sicherheitsstreifens 6 kann z.B. drucktechnisch erhalten
werden, entweder (Alternative 1) während der Herstellung des Sicherheitsstreifens
6 oder (Alternative 2) erst nach dem Aufbringen des Sicherheitsstreifens 6 auf das
Papiersubstrat 2 durch Bedrucken des auf die Banknote 1 aufgebrachten Sicherheitsstreifens
6 mit magnetischer Farbe. Das magnetische Merkmal 7 des Sicherheitsstreifens 6 kann
z.B. in Form eines Zeichens gebildet sein und zusammen mit dem magnetischen Code 5
des Sicherheitsfadens 4 einen kombinierten Code darstellen. Der Sicherheitsstreifen
6 weist im vorliegenden Fall eine Breite von 1,6 cm auf und kann gemäß einer speziellen
Variante ein im Papiersubstrat 2 gebildetes Loch bzw. Fenster überspannen.
[0031] Figur 3 veranschaulicht ein erfindungsgemäßes Wertdokument, im vorliegenden Fall
eine Banknote, gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0032] Die in der Figur 3 gezeigte Banknote 1 weist zusätzlich zu der in der Figur 1 gezeigten
Banknote einen mittels Siebdruck und/oder Stichtiefdruck erzeugten, bedruckten Bereich
8 auf. Der bedruckte Bereich 8 ist für den Betrachter visuell wahrnehmbar. Der bedruckte
Bereich 8 enthält darüber hinaus in einem speziellen Bereich 9 ein maschinenlesbares
Merkmal, das im vorliegenden Fall durch ein magnetisches Material erzeugt ist. Das
magnetische Merkmal 9 basiert auf transparenter magnetischer Farbe. Der Bereich 9
ist somit für den Betrachter visuell nicht erkennbar. Das magnetische Merkmal 9 kann
z.B. in Form eines Zeichens gebildet sein und zusammen mit dem magnetischen Code 5
des Sicherheitsfadens 4 einen kombinierten Code darstellen.
[0033] Alternativ zu dem obigen Beispiel könnte das magnetische Merkmal 9 selbstverständlich
auch mittels für den Betrachter visuell wahrnehmbarer magnetischer Farbe erzeugt werden,
z.B. mit magnetisch ausrichtbarer SPARK-Farbe. Eine solche Farbe basiert auf magnetischen,
optisch variablen Pigmenten, sogenannten OVMI-Pigmenten. Solche Pigmente führen in
Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel zu einem unterschiedlichen Erscheinungsbild.
[0034] Figur 4 veranschaulicht ein erfindungsgemäßes Wertdokument, im vorliegenden Fall
eine Banknote, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.
[0035] Die in der Figur 4 gezeigte Banknote 1 weist zusätzlich zu der in der Figur 1 gezeigten
Banknote einen auf einer Trägerfolie basierenden Sicherheitspatch 10 auf. Der Sicherheitspatch
10 ist mittels einer Klebschicht auf das Papiersubstrat 2 der Banknote 1 aufgebracht
und weist auf seiner Oberfläche ein Foliensicherheitselement, z.B. ein Hologramm,
auf. Das Hologramm kann z.B. durch Metallisieren der geprägten Reliefstruktur einer
UV-Lackschicht erzeugt werden. Darüber hinaus enthält der Sicherheitspatch 10 im Bereich
11 ein maschinenlesbares Merkmal, das im vorliegenden Fall durch ein magnetisches
Material erzeugt ist. Das magnetische Merkmal 11 des Sicherheitspatch 10 kann z.B.
drucktechnisch erhalten werden, entweder (Alternative 1) während der Herstellung des
Sicherheitspatch 10 oder (Alternative 2) erst nach dem Aufbringen des Sicherheitspatch
10 auf das Papiersubstrat 2 durch Bedrucken des auf die Banknote 1 aufgebrachten Sicherheitspatch
10 mit magnetischer Farbe. Das magnetische Merkmal 11 des Sicherheitspatch 10 kann
z.B. in Form eines Zeichens gebildet sein und zusammen mit dem magnetischen Code 5
des Sicherheitsfadens 4 einen kombinierten Code darstellen. Der Sicherheitspatch 10
kann gemäß einer speziellen Variante ein im Papiersubstrat 2 gebildetes Loch bzw.
Fenster überspannen.
[0036] Figuren 5 und 6 veranschaulichen ein Beispiel zur Herstellung erfindungsgemäßer Wertdokumente.
[0037] Die Figur 5 zeigt eine endlose Papierbahn 12 für die Herstellung von Banknoten. Die
endlose Papierbahn 12 ist in eine Mehrzahl gleicher, sich quer zu der endlosen Längsrichtung
"L" erstreckenden Papierbogen 13
n-1, 13
n, 13
n+1 unterteilt.
[0038] Bei der Herstellung der Papierbahn 12 wurde gemäß dem aus der
EP 2496504 B1 bekannten Verfahren angrenzend an jeden Papierbogen zumindest eine Wasserzeichenmarke
20 und eine Inkjet-Marke 21 aufgebracht. Die Wasserzeichenmarke 20 und die Inkjet-Marke
21 sind nicht zwingend erforderlich, können aber mit Vorteil zur (beispielsweise registergenauen)
Steuerung weiterer Bearbeitungsschritte eingesetzt werden.
[0039] Jeder Papierbogen 13 enthält eine Mehrzahl von Einzelnutzen 14, die im Ausführungsbeispiel
den späteren geschnittenen Banknoten entsprechen. Die Einzelnutzen 14 weisen jeweils
ein Wasserzeichen in Form der Denomination "20" auf. Die Wasserzeichen 15, ebenso
die Wasserzeichenmarken 20, sind im Zuge der Rundsiebtechnik erhältlich.
[0040] Die endlose Papierbahn 12 weist vier verschiedene Endlosfäden 16, 17, 18 und 19 auf,
die sich zumindest hinsichtlich ihrer magnetischen Kodierung voneinander unterscheiden.
Die Endlosfäden 16,17,18 und 19 werden mittels des aus der
EP 1567714 B1 bekannten Verfahrens registergenau in die Papierbahn 12 eingebettet. Beim Einbetten
der Endlosfäden 16, 17, 18 und 19 in das Papiersubstrat 12 wurde die relative Lage
der Kontrollmerkmale 15, nämlich die Wasserzeichen "20", zu dem Sicherheitselement-Kontrollmerkmal,
im vorliegenden Fall der magnetische Code der Endlosfäden, zueinander überwacht. Mittels
des Steuerns der Spannung des Endlosfadens bei seiner Einführung in das Papiersubstrat
unter Verwendung der Lageinformation kann die Geschwindigkeit, mit der der Faden eingeführt
wird, so reguliert werden, dass das Kontrollmerkmal des Fadens zu dem Kontrollmerkmal
des Wertdokumentsubstrats ausgerichtet, d.h. registergenau positioniert ist. Jeder
Einzelnutzen 14 weist somit genau einen langen magnetischen Code auf, der sich registergenau
im Wesentlichen über die gesamte Länge des in den Einzelnutzen 14 eingebrachten länglichen
Sicherheitselements erstreckt.
[0041] Aus der erhaltenen endlosen Papierbahn 12 werden in einem nachfolgenden Schritt die
einzelnen Papierbögen 13 geschnitten.
[0042] Figur 6 zeigt einen einzelnen Papierbogen 13 mit einer Mehrzahl von Einzelnutzen
14, die den späteren geschnittenen Banknoten entsprechen. Der Papierbögen 13 enthält
Einzelnutzen in Form von vier Spalten und fünf Zeilen. Im Hinblick auf die vier Spalten
unterscheiden sich die Einzelnutzen hinsichtlich der magnetischen Kodierung der eingebetteten
Sicherheitsfäden 16, 17, 18 und 19 (in der Figur 6 wird die unterschiedliche magnetische
Kodierung mittels unterschiedlich gestrichelter Linien veranschaulicht).
[0043] Der Papierbogen 13 wurde zusätzlich mittels Siebdruck und/oder Stichtiefdruck mit
einer transparenten magnetischen Farbe in Form von Buchstaben 26, 27, 28, 29 und 30
bedruckt, wobei sich die Einzelnutzen im Hinblick auf die fünf Zeilen in der Art des
Buchstabens voneinander unterscheiden: die Einzelnutzen in der obersten Zeile weisen
jeweils einen magnetischen Druck in Form des Buchstabens "A" auf; die Einzelnutzen
in der zweiten Zeile weisen jeweils einen magnetischen Druck in Form des Buchstabens
"B" auf; die Einzelnutzen in der dritten Zeile weisen jeweils einen magnetischen Druck
in Form des Buchstabens "C" auf; die Einzelnutzen in der vierten Zeile weisen jeweils
einen magnetischen Druck in Form des Buchstabens "D" auf; die Einzelnutzen in der
fünften Zeile weisen jeweils einen magnetischen Druck in Form des Buchstabens "E"
auf.
[0044] Die in der Figur 6 gezeigten Einzelnutzen 14 sind mittels des durch den transparenten
magnetischen Druck einerseits und durch die magnetische Kodierung des Sicherheitsfadens
andererseits gebildeten kombinierten Codes maschinell voneinander unterscheidbar.
[0045] Mittels der in der Figur 6 gezeigten Methode kann ein Fälschungsversuch mittels des
Einbettens eines echten Sicherheitsfadens in ein gefälschtes Banknotenpapier wirkungsvoll
unterbunden werden. Der Code des Sicherheitsfadens einer Banknote steht sowohl räumlich
(d.h. die relative Position auf der Banknote), als auch inhaltlich (d.h. bezüglich
des Informationsgehalts) zu dem Code des Banknotenpapiers in Bezug.
[0046] Da in der Figur 6 sowohl der Code des Sicherheitsfadens, als auch der Code des Sicherheitspapiers
magnetisch ausgeführt ist, kann die Überprüfung in einfacher Weise mittels eines Magnetsensors
durchgeführt werden.
[0047] Die in den obigen Ausführungsbeispielen erwähnten magnetischen Merkmale 7, 9, 11,
26, 27, 28, 29 und 30 können selbstverständlich durch andere maschinell erkennbare
Merkmale, z.B. lumineszierende Merkmale, ersetzt werden. Lumineszierende Merkmale
können insbesondere im IR- oder UV-Bereich maschinell detektiert werden.
[0048] Des Weiteren muss das in den obigen Ausführungsbeispielen beschriebene längliche
Sicherheitselement 4,16,17,18 und 19 im Wertdokumentsubstrat nicht unbedingt vollständig
eingebettet sein, sondern es kann genauso gut teilweise eingebettet vorliegen. Beispielsweise
kann das längliche Sicherheitselement ein Fensterfaden oder ein zweiseitiger Fensterfaden
sein. Ein Fensterfaden tritt hierbei einseitig an die Oberfläche des Substrats, ein
zweiseitiger Faden tritt an beiden Seiten an die Oberfläche des Substrats.
[0049] Darüber hinaus ist das Wertdokumentsubstrat nicht auf Papier beschränkt.
[0050] Der magnetische Code des Sicherheitsfadens kann selbstverständlich mit lediglich
einem magnetischen Material, z.B. durch Abstände und Längen von Magnetbits, erzeugt
werden. Mindestens ein weiteres magnetisches Material, z.B. mit einer unterschiedlichen
Koerzitivfeldstärke, kann mit Vorteil eingesetzt werden, um weitere Codes zu generieren
und um die Komplexität zu erhöhen.
[0051] Das maschinenlesbare Merkmal des Wertdokuments kann darüber hinaus auf der Vorderseite
und/oder der Rückseite des Wertdokuments gebildet werden. Das Aufbringen des maschinenlesbaren
Merkmals (z.B. mit lumineszierender oder magnetischer Farbe) sowohl auf der Vorderseite,
als auch auf der Rückseite des Wertdokuments, z.B. mittels einer Supersimultandruckmaschine,
ermöglicht das Generieren weiterer kombinierter Codes, bei denen die Information auf
der Vorderseite mit der Information auf der Rückseite in einem bestimmten räumlichen
und/oder inhaltlichen Bezug steht. Maschinenlesbare kombinierte Codes, die beidseitig,
d.h. sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite eines Wertdokuments aufgebracht
sind, sind z.B. aus der
EP 2 545 489 B1 bekannt.
[0052] Des Weiteren wurde die Funktion des Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmals in den
obigen Ausführungsbeispielen durch das Wasserzeichen "20" (Bezugsnummern 3,15) übernommen.
Die Funktion des Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmals könnte aber auch durch ein
anderes maschinenlesbares Merkmal übernommen werden, z.B. durch eine Öffnung oder
eine Perforation im Wertdokumentsubstrat, durch ein drucktechnisch erhältliches Merkmal,
durch ein Merkmal in Form eines Hologramms, durch ein lumineszierendes Merkmal oder
durch ein magnetisches Merkmal.
[0053] Darüber hinaus ist das Vorhandensein des Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmals 3,15
innerhalb des Bereichs des Einzelnutzens 1, 14 (d.h. der Banknote) lediglich bevorzugt.
Das Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal könnte alternativ außerhalb der Einzelnutzen
1,14 angeordnet sein. Beispielsweise könnten die in der Figur 5 gezeigten Wasserzeichenmarken
20 und/oder Inkjet-Marken 21, die angrenzend an jeden Papierbogen 13 und außerhalb
der Bereiche der Einzelnutzen 14 erzeugt sind, ebenso als Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmale
dienen.
1. Wertdokument (1, 14), umfassend ein Wertdokumentsubstrat (2) mit einem Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal
(3,15) und ein in das Wertdokumentsubstrat eingebrachtes längliches Sicherheitselement
(4,16, 17, 18, 19), nämlich ein Sicherheitsfaden oder ein Sicherheitsstreifen, mit
einem Sicherheitselement-Kontrollmerkmal (5), wobei das Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal
(3, 15) durch ein Wasserzeichen, durch eine Öffnung im Wertdokumentsubstrat, durch
ein drucktechnisch erhältliches Merkmal oder durch ein Merkmal in Form eines Hologramms
gebildet ist und das Sicherheitselement-Kontrollmerkmal (5) durch eine metallische
Information, durch eine Information in Form einer Aussparung innerhalb einer Metallisierung,
durch ein Motiv in Form eines Hologramms, durch einen elektronischen Chip, durch ein
magnetisches Merkmal, durch ein lumineszierendes Merkmal, durch ein drucktechnisch
erhältliches Merkmal, durch ein photochromes oder thermochromes Merkmal oder durch
ein optisch variables Merkmal gebildet ist, wobei sich das Sicherheitselement (4,
16, 17, 18, 19) von einem Ende des Wertdokumentsubstrats (2) zu einem anderen Ende
des Wertdokumentsubstrats (2) erstreckt und so in das Wertdokumentsubstrat (2) eingebracht
ist, dass das Sicherheitselement-Kontrollmerkmal (5) zu dem Wertdokumentsubstrat-Kontrollmerkmal
(3,15) ausgerichtet ist, wobei das Sicherheitselement (4, 16, 17, 18, 19) genau einen
langen magnetischen Code (5) aufweist, der sich im Wesentlichen über die gesamte Länge
des in das Wertdokumentsubstrat (2) eingebrachten länglichen Sicherheitselements (4,
16, 17, 18, 19) erstreckt und die Länge des magnetischen Codes (5) des Sicherheitselements
(4, 16, 17, 18, 19) mindestens 85% bezogen auf die Länge des sich von dem einen Ende
zu dem anderen Ende des Wertdokumentsubstrats (2) ersteckenden Sicherheitselements
(4, 16,17,18,19) beträgt, wobei der magnetische Code (5) des in das Wertdokumentsubstrat
(2) eingebrachten länglichen Sicherheitselements (4, 16, 17, 18, 19) mit einem weiteren
maschinenlesbaren Merkmal (7, 9, 11, 26, 27, 28, 29, 30) des Wertdokuments (1, 14)
in Bezug steht und der magnetische Code (5) des in das Wertdokumentsubstrat (2) eingebrachten
länglichen Sicherheitselements (4, 16, 17, 18, 19) den ersten Bestandteil und das
weitere maschinenlesbare Merkmal (7, 9, 11, 26, 27, 28, 29, 30) des Wertdokuments
(1, 14) den zweiten Bestandteil eines durch den ersten Bestandteil und den zweiten
Bestandteil gebildeten kombinierten Codes darstellt.
2. Wertdokument nach Anspruch 1, wobei sich der lange magnetische Code so über das in
das Wertdokumentsubstrat eingebrachte längliche Sicherheitselement erstreckt, dass
der magnetische Code jeweils einen Abstand von mindestens 2,5 mm zu den beiden Enden
des Wertdokumentsubstrats aufweist.
3. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der magnetische Code mit einer
Abfolge von magnetischen und nichtmagnetischen Bereichen gebildet ist.
4. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der magnetische Code auf zwei
verschiedenen magnetischen Materialien basiert, die sich hinsichtlich mindestens einer
magnetischen Eigenschaft unterscheiden.
5. Wertdokument nach Anspruch 4, wobei die zwei verschiedenen magnetischen Materialien
unterschiedliche Koerzitivitätswerte aufweisen und die Remanenzwerte identisch oder
verschieden sind.
6. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der magnetische Code des in das
Wertdokumentsubstrat eingebrachten länglichen Sicherheitselements den ersten Bestandteil
und das weitere maschinenlesbare Merkmal des Wertdokuments den zweiten Bestandteil
eines durch den ersten Bestandteil und den zweiten Bestandteil und durch einen weiteren
Bestandteil gebildeten kombinierten Codes darstellt.
7. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das weitere maschinenlesbare
Merkmal des Wertdokuments ein lumineszierendes Merkmal, ein magnetisches Merkmal,
ein drucktechnisch erhältliches Merkmal, eine Öffnung oder Perforation im Wertdokumentsubstrat
oder ein Motiv in Form von im Wertdokumentsubstrat gebildeten Öffnungen oder Perforationen
ist.
8. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das weitere maschinenlesbare
Merkmal des Wertdokuments mittels Bedrucken des Wertdokumentsubstrats, z.B. mit lumineszierender
oder magnetischer Farbe, erzeugt ist und bevorzugt mittels Stichtiefdruck erzeugt
ist.
9. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das weitere maschinenlesbare
Merkmal des Wertdokuments Teil eines auf das Wertdokumentsubstrat aufgebrachten Patch-förmigen
oder Streifen-förmigen Folienelements ist und z.B. mittels Bedrucken, insbesondere
mit lumineszierender oder magnetischer Farbe, erzeugt ist.
10. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachte längliche Sicherheitselement neben dem langen magnetischen Code noch
ein weiteres, maschinell separat lesbares Merkmal, z.B. ein lumineszierendes Merkmal,
aufweist.
11. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das in das Wertdokumentsubstrat
eingebrachte längliche Sicherheitselement vollständig in das Wertdokumentsubstrat
eingebettet und z.B. ein vollständig eingebetteter Faden ist oder nur teilweise in
das Wertdokumentsubstrat eingebettet und z.B. ein Fensterfaden ist.
12. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Wertdokumentsubstrat auf
Papier oder auf einem Papier-ähnlichen Substrat beruht.
13. Wertdokument nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Wertdokument ein Sicherheitspapier,
eine Banknote oder ein Ausweisdokument ist.
14. Verfahren zum Herstellen eines Wertdokuments (1, 14) nach einem der Ansprüche 1 bis
13, umfassend
- den Schritt des Ablagerns von Papierfasern auf einer sich bewegenden Oberfläche
eines zur Bildung eines Wertdokumentsubstrats (2) geeigneten Trägers, um auf diese
Weise ein Wertdokumentsubstrat (2) zu erzeugen;
- den Schritt des Einführens eines länglichen Sicherheitselements (4, 16, 17, 18,19),
nämlich in Form eines Endlosfadens oder eines Endlosstreifens, im Zuge des Erzeugens
des Wertdokumentsubstrats (2) auf solche Weise, dass das längliche Sicherheitselement
(4, 16, 17, 18, 19) mindestens teilweise im Wertdokumentsubstrat (2) eingebettet ist;
- den Schritt des Überwachens und Vorsehens einer Information bezüglich der Lage eines
Kontrollmerkmals (5) des länglichen Sicherheitselements (4, 16, 17, 18, 19) nach dem
Einbetten des länglichen Sicherheitselements (4, 16, 17, 18, 19) im Wertdokumentsubstrat
(2);
- den Schritt des Überwachens und Vorsehens einer Information bezüglich der Lage eines
Kontrollmerkmals (3,15) des Wertdokumentsubstrats;
- den Schritt des Steuerns der Spannung des länglichen Sicherheitselements (4, 16,
17, 18, 19) bei seiner Einführung in das Wertdokumentsubstrat (2) unter Verwendung
der Lageinformationen, um dadurch die Geschwindigkeit, mit der das längliche Sicherheitselement
(4, 16, 17, 18, 19) eingeführt wird, so zu steuern, dass das Kontrollmerkmal (5) des
länglichen Sicherheitselements (4, 16, 17, 18, 19) zu dem Kontrollmerkmal (3, 15)
des Wertdokumentsubstrats (2) ausgerichtet ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei zeitgleich eine Vielzahl unterschiedlicher, parallel
angeordneter länglicher Sicherheitselemente in das Wertdokumentsubstrat eingeführt
werden, wobei sich die länglichen Sicherheitselemente zumindest hinsichtlich des magnetischen
Codes voneinander unterscheiden.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, umfassend den zusätzlichen Schritt des Schneidens
des erhaltenen Wertdokumentsubstrats in einzelne Wertdokumente, die jeweils ein mindestens
teilweise eingebettetes längliches Sicherheitselement aufweisen.
17. Wertdokumentsystem, umfassend unterschiedliche Wertdokumente (1, 14), die jeweils
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 beschaffen sind, wobei sich die Wertdokumente (1,
14) zumindest hinsichtlich des magnetischen Codes (5) des länglichen Sicherheitselements
(4, 16, 17, 18, 19) voneinander unterscheiden.
1. A value document (1, 14) comprising a value document substrate (2) having a value
document substrate check feature (3, 15) and an elongate security element (4, 16,
17, 18, 19), namely a security thread or a security strip, incorporated in the value
document substrate, having a security element check feature (5), wherein the
value document substrate check feature (3, 15) is formed by a watermark, by an opening
in the value document substrate, by a feature obtainable by printing technology, or
by a feature in the form of a hologram, and the security element check feature (5)
is formed by a metallic information, by an information in the form of a recess within
a metallization, by a motif in the form of a hologram, by an electronic chip, by a
magnetic feature, by a luminescent feature, by a feature obtainable by printing technology,
by a photochromic or thermochromic feature, or by an optically variable feature, wherein
the
security element (4, 16, 17, 18, 19) extends from one end of the value document substrate
(2) to another end of the value document substrate (2) and is incorporated in the
value document substrate (2) such that the security element check feature (5) is aligned
with the value document substrate check feature (3, 15), wherein
the security element (4, 16, 17, 18, 19) has exactly one long magnetic code (5) which
extends substantially over the entire length of the elongate security element (4,
16, 17, 18, 19) incorporated in the value document substrate (2) and the length of
the magnetic code (5) of the security element (4, 16, 17, 18, 19) is at least 85%
related to the length of the security element (4, 16, 17, 18, 19) extending from the
one end to the other end of the value document substrate (2), wherein the magnetic
code (5) of the elongate security element (4, 16, 17, 18, 19) incorporated in the
value document substrate (2) is related to a further machine-readable feature (7,
9, 11, 26, 27, 28, 29, 30) of the value document (1, 14) and the magnetic code (5)
of the elongate security element (4, 16, 17, 18, 19) incorporated in the value document
substrate (2) represents the first component and the further machine-readable feature
(7, 9, 11, 26, 27, 28, 29, 30) of the value document (1, 14) represents the second
component of a combined code formed by the first component and the second component.
2. The value document according to claim 1, wherein the long magnetic code extends over
the elongate security element incorporated in the value document substrate such that
the magnetic code has a distance of respectively at least 2.5 mm from the two ends
of the value document substrate.
3. The value document according to any of claims 1 or 2, wherein the magnetic code is
formed with a sequence of magnetic and non-magnetic regions.
4. The value document according to any of claims 1 to 3, wherein the magnetic code is
based on two different magnetic materials which differ with respect to at least one
magnetic property.
5. The value document according to claim 4, wherein the two different magnetic materials
have different coercivity values and the remanence values are identical or different.
6. The value document according to any of claims 1 to 5, wherein the magnetic code of
the elongate security element incorporated in the value document substrate represents
the first component and the further machine readable feature of the value document
represents the second component of a combined code formed by the first component and
the second component and by a further component.
7. The value document according to any of claims 1 to 6, wherein the further machine-readable
feature of the value document is a luminescent feature, a magnetic feature, a feature
obtainable by printing technology, an opening or perforation in the value document
substrate, or a motif in the form of openings or perforations formed in the value
document substrate.
8. The value document according to any of claims 1 to 7, wherein the further machine-readable
feature of the value document is produced by means of printing the value document
substrate, e.g. with luminescent or magnetic ink, and is preferably produced by means
of intaglio printing.
9. The value document according to any of claims 1 to 7, wherein the further machine-readable
feature of the value document is part of a patch-shaped or strip-shaped foil element
applied to the value document substrate and is produced e.g. by means of printing,
in particular with luminescent or magnetic ink.
10. The value document according to any of claims 1 to 9, wherein the elongate security
element incorporated in the value document substrate has, in addition to the long
magnetic code, a further, separately machine-readable feature, e.g. a luminescent
feature.
11. The value document according to any of claims 1 to 10, wherein the elongate security
element incorporated in the value document substrate is completely embedded in the
value document substrate and is e.g. a completely embedded thread, or is embedded
only partly in the value document substrate and is e.g. a window thread.
12. The value document according to any of claims 1 to 11, wherein the value document
substrate is based on paper or on a paper-like substrate.
13. The value document according to any of claims 1 to 12, wherein the value document
is a security paper, a bank note or an identification document.
14. A method for manufacturing a document element (1, 14) according to any of claims 1
to 13, comprising
- the step of depositing paper fibres on a moving surface of a carrier suitable for
forming a value document substrate (2), in order to thereby produce a value document
substrate (2);
- the step of inserting an elongate security element (4, 16, 17, 18, 19), namely in
the form of an endless thread or an endless strip, in the course of producing the
value document substrate (2) in such a way that the elongate security element (4,
16, 17, 18, 19) is embedded at least partly in the value document substrate (2);
- the step of monitoring and providing an information item regarding the location
of a check feature (5) of the elongate security element (4, 16, 17, 18, 19) after
the embedding of the elongate security element (4, 16, 17, 18, 19) in the value document
substrate (2);
- the step of monitoring and providing an information item regarding the location
of a check feature (3, 15) of the value document substrate;
- the step of controlling the tension of the elongate security element (4, 16, 17,
18, 19) upon its insertion into the value document substrate (2) using the location
information to thereby control the speed at which the elongate security element (4,
16, 17, 18, 19) is inserted such that the check feature (5) of the elongate security
element (4, 16, 17, 18, 19) is aligned with the check feature (3, 15) of the value
document substrate (2).
15. The method according to claim 14, wherein simultaneously a plurality of different
elongate security elements arranged in parallel are inserted into the value document
substrate, wherein the elongate security elements differ from each other at least
with respect to the magnetic code.
16. The method according to claim 14 or 15, comprising the additional step of cutting
the obtained value document substrate into individual value documents which respectively
have an at least partially embedded elongate security element.
17. A value document system comprising different value documents (1, 14) which are respectively
constituted according to any of claims 1 to 13, wherein the value documents (1, 14)
differ from each other at least with respect to the magnetic code (5) of the elongate
security element (4, 16, 17, 18, 19).
1. Document de valeur (1, 14) comprenant un substrat de documents de valeur (2) ayant
une caractéristique de contrôle de substrat de documents de valeur (3, 15) et un élément
de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé incorporé dans le substrat de documents de
valeur, à savoir un fil de sécurité ou un ruban de sécurité, ayant une caractéristique
de contrôle d'élément de sécurité (5), cependant que la caractéristique de contrôle
de substrat de documents de valeur (3, 15) est constituée par un filigrane, par une
ouverture dans le substrat de documents de valeur, par une caractéristique pouvant
être obtenue par impression ou par une caractéristique sous forme d'un hologramme,
et que la caractéristique de contrôle d'élément de sécurité (5) est constituée par
une information métallique, par une information sous forme d'un évidement à l'intérieur
de la métallisation, par un motif sous forme d'un hologramme, par une puce électronique,
par une caractéristique magnétique, par une caractéristique luminescente, par une
caractéristique pouvant être obtenue par impression, par une caractéristique photochrome
ou thermochrome ou par une caractéristique optiquement variable, cependant que l'élément
de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) s'étend d'une extrémité du substrat de documents de
valeur (2) à une autre extrémité du substrat de documents de valeur (2) et est incorporé
de telle façon dans le substrat de documents de valeur (2) que la caractéristique
de contrôle d'élément de sécurité (5) est alignée avec la caractéristique de contrôle
de substrat de documents de valeur (3, 15), cependant que l'élément de sécurité (4,
16, 17, 18, 19) comporte exactement un code magnétique (5) long qui s'étend essentiellement
sur toute la longueur de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé incorporé
dans le substrat de documents de valeur (2) et que la longueur du code magnétique
(5) de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) correspond à au moins 85 % de la
longueur de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) s'étendant de la une extrémité
à l'autre extrémité du substrat de documents de valeur (2), cependant que le code
magnétique (5) de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé incorporé dans
le substrat de documents de valeur (2) est en rapport avec une autre caractéristique
(7, 9, 11, 26, 27, 28, 29, 30) lisible par machine du document de valeur (1, 14) et
que le code magnétique (5) de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé incorporé
dans le substrat de documents de valeur (2) représente la première partie constituante
et l'autre caractéristique (7, 9, 11, 26, 27, 28, 29, 30) lisible par machine du document
de valeur (1, 14) représente la deuxième partie constituante d'un code combiné constitué
par la première partie constituante et par la deuxième partie constituante.
2. Document de valeur selon la revendication 1, cependant que le code magnétique long
s'étend de telle façon sur l'élément de sécurité allongé incorporé dans le substrat
de documents de valeur que le code magnétique a respectivement un espacement d'au
moins 2,5 mm par rapport aux deux extrémités du substrat de documents de valeur.
3. Document de valeur selon une des revendications 1 ou 2, cependant que le code magnétique
est constitué avec une succession de zones magnétiques et non magnétiques.
4. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 3, cependant que le code magnétique
est basé sur deux matériaux magnétiques différents qui se différencient quant à au
moins une propriété magnétique.
5. Document de valeur selon la revendication 4, cependant que les deux matériaux magnétiques
différents présentent des valeurs de coercivité différentes et que les valeurs de
rémanence sont identiques ou divergentes.
6. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 5, cependant que le code magnétique
de l'élément de sécurité allongé incorporé dans le substrat de documents de valeur
représente la première partie constituante et que l'autre caractéristique lisible
par machine du document de valeur représente la deuxième partie constituante d'un
code combiné constitué par la première partie constituante et par la deuxième partie
constituante et par une autre partie constituante.
7. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 6, cependant que l'autre caractéristique
lisible par machine du document de valeur est une caractéristique luminescente, une
caractéristique pouvant être obtenue par impression, une ouverture ou perforation
dans le substrat de documents de valeur ou un motif sous forme d'ouvertures ou de
perforations constituées dans le substrat de documents de valeur.
8. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 7, cependant que l'autre caractéristique
lisible par machine du document de valeur est générée par impression du substrat de
documents de valeur, par exemple avec de l'encre luminescente ou magnétique, et est
de préférence générée par impression en creux par gravure.
9. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 7, cependant que l'autre caractéristique
lisible par machine du document de valeur est une partie d'un élément en pellicule
en forme de patch ou de ruban appliqué sur le substrat de documents de valeur et est
générée par impression, en particulier avec de l'encre luminescente ou magnétique.
10. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 9, cependant que l'élément
de sécurité allongé incorporé dans le substrat de documents de valeur comporte, en
plus du code magnétique (5) long, en outre une autre caractéristique lisible séparément
par machine, par exemple une caractéristique luminescente.
11. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 10, cependant que l'élément
de sécurité allongé incorporé dans le substrat de documents de valeur est entièrement
encastré dans le substrat de documents de valeur et est par exemple un fil entièrement
encastré, ou est seulement partiellement encastré dans le substrat de documents de
valeur et est par exemple un fil en fenêtre.
12. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 11, cependant que le substrat
de documents de valeur repose sur du papier ou sur un substrat similaire à du papier.
13. Document de valeur selon une des revendications de 1 à 12, cependant que le document
de valeur est un papier de sécurité, un billet de banque ou un document d'identification.
14. Procédé de fabrication d'un document de valeur (1, 14) selon une des revendications
de 1 à 13, comprenant
- l'étape de la déposition de fibres de papier sur une surface en mouvement d'un support
approprié à la constitution d'un substrat pour documents de valeur (2) afin de, de
cette façon, générer un substrat pour documents de valeur (2) ;
- l'étape de l'introduction d'un élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé,
à savoir sous forme d'un fil sans fin ou d'un ruban sans fin, lors de la génération
du substrat pour documents de valeur (2), de telle manière que l'élément de sécurité
(4, 16, 17, 18, 19) allongé est encastré au moins partiellement dans le substrat pour
documents de valeur (2) ;
- l'étape de la surveillance et de la prévision d'une information concernant la position
d'une caractéristique de contrôle (5) de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19)
allongé après l'encastrement de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé
dans le substrat pour documents de valeur (2) ;
- l'étape de la surveillance et de la prévision d'une information concernant la position
d'une caractéristique de contrôle (3, 15) du substrat pour documents de valeur;
- l'étape de la commande de la tension de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19)
allongé lors de son introduction dans le substrat pour documents de valeur (2) en
utilisant l'information sur la position afin de, par cela, commander de telle façon
la vitesse à laquelle l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé est introduit
que la caractéristique de contrôle (5) de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19)
allongé est alignée avec la caractéristique de contrôle (3, 15) du substrat pour documents
de valeur (2).
15. Procédé selon la revendication 14, cependant que, simultanément, une pluralité d'éléments
de sécurité allongés parallèles différents sont introduits dans le substrat pour documents
de valeur, cependant que les éléments de sécurité allongés se différencient entre
eux au moins quant au code magnétique.
16. Procédé selon la revendication 14 ou 15, comprenant l'étape supplémentaire de la découpe
du substrat pour documents de valeur obtenu en documents de valeur distincts qui comportent
respectivement un élément de sécurité allongé encastré au moins partiellement.
17. Système de documents de valeur comprenant différents documents de valeur (1, 14) qui
sont respectivement obtenus suivant une des revendications de 1 à 13, cependant que
les documents de valeur (1, 14) se différencient entre eux au moins quant au code
magnétique (5) de l'élément de sécurité (4, 16, 17, 18, 19) allongé.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- HELMUT KIPPHANHandbuch der PrintmedienSpringer Verlag20000000124-127 [0011]