| (19) |
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(11) |
EP 3 551 336 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.2020 Patentblatt 2020/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.12.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2017/000103 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/176164 (04.10.2018 Gazette 2018/40) |
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| (54) |
ELEKTROSTATISCHER PULVERSPRÜHKOPF
ELECTROSTATIC SPRAY HEAD
TÊTE DE PULVÉRISATION ÉLECTROSTATIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.03.2017 CH 4302017
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.2019 Patentblatt 2019/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Soudronic AG |
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8962 Bergdietikon (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SAIU, André
8962 Bergdietikon (CH)
- GAUCH, Pascal
8962 Bergdietikon (CH)
- TAIANA, Peter
8962 Bergdietikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Naiu, Radu Mircea |
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E. Blum & Co. AG
Vorderberg 11 CH-8044 Zürich CH-8044 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 464 473 WO-A1-2014/102258
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WO-A1-2005/002738
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Pulversprühkopf zum Sprühen eines Beschichtungspulvers
und eine Pulverbeschichtungsanlage zur Beschichtung einer Dosenzarge mit Pulver gemäss
den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche. Siehe zum Beispiel
WO2014/102258.
Hintergrund
[0002] Pulverbeschichtungsanlagen mit Pulversprühköpfen zur Beschichtung von Dosenzargen
sind bekannt. Solche Pulversprühköpfe sind im Wesentlichen stabförmig und haben einen
derartigen Aussendurchmesser, dass eine vorgängig geschweisste Dosenzarge sie umschliessen
kann und dabei in eine Transportrichtung entlang dem Pulversprühkopf transportiert
wird. Während dieser translatorischen Bewegung wird mindestens ein Teil der Innenfläche
der Dosenzarge mit Pulver beschichtet. Insbesondere wird auf diese Weise die Schweissnaht
der Dosenzarge beschichtet, um sie gegen Korrosion zu schützen.
[0003] Die Beschichtung mit Pulver geschieht auf der Basis elektrostatischer Aufladung der
Pulverteilchen. Dabei wird eine Ladeelektrode verwendet, welche eine negative Hochspannung
bezogen auf die auf Nullpotential liegende Zarge hat. Aufgrund der elektrostatischen
Aufladung der Pulverteilchen werden diese in Richtung der Dosenzarge abgelenkt und
haften an diese. Um zusätzlich diese Ablenkung in Richtung der Dosenzarge zu unterstützen,
wird eine weitere sogenannte Führungselektrode verwendet, welche ebenfalls mit einer
negativen Spannung beaufschlagt ist. Folglich werden die bereits negativ aufgeladenen
Pulverteilchen von der negativ geladenen Führungselektrode abgestossen, was die Ablenkung
des Pulvers in Richtung der Dosenzarge weiter unterstützt.
[0004] Eine bekannte Pulverbeschichtungsanlage der Firma Soudronic aus Bergdietikon, Schweiz
umfasst unter anderem einen Pulversprühkopf bei dem die Ladeelektrode und die Führungselektrode
als Elektrodenblock ausgeführt sind.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung einen Pulversprühkopf und eine Pulverbeschichtungsanlage
bereitzustellen, welche eine verbesserte Haftung des Pulvers an der Dosenzarge ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird mittels eines Pulversprühkopfes und einer Pulverbeschichtungsanlage
gemäss den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0007] Demgemäss wird ein erfindungsgemässer Pulversprühkopf zum Sprühen eines für eine
Beschichtung einer Dosenzarge geeigneten Pulvers bereitgestellt, welcher Pulversprühkopf
derart ausgestaltet ist, dass zur Beschichtung mindestens eines Teils einer Innenfläche
der Dosenzarge, die zu beschichtende Dosenzarge den Pulversprühkopf umschliesst und
entlang dem Pulversprühkopf in einer Transportrichtung bewegbar ist. Der Pulversprühkopf
umfasst in seinem Inneren einen Arbeitsraum, der eine Arbeitsöffnung aufweist, durch
welche das Pulver zur Innenfläche der Dosenzarge gelangen kann. Ferner umfasst er
ein Pulverrohr zur Bereitstellung des Pulvers, wobei das Pulverrohr mit einem Pulverauslass
im Arbeitsraum des Pulversprühkopfes mündet. Das Pulverrohr ist derart ausgestaltet,
dass es das Pulver im Wesentlichen in Transportrichtung in den Arbeitsraum abgibt.
Weiter umfasst er eine Ladeelektrode zum Beaufschlagen des Pulvers mit einer elektrostatischen
Aufladung und eine Führungselektrode, welche in Transportrichtung stromabwärts der
Ladeelektrode und unterhalb des Arbeitsraums angeordnet ist, um das im Arbeitsraum
befindliche, bereits elektrostatisch aufgeladene Pulver im Wesentlichen in Richtung
der Arbeitsöffnung abzulenken. Die Führungselektrode und die Ladeelektrode besitzen
eine gleiche Polung.
[0008] Die Ladeelektrode ist im Bereich des Pulverauslasses angeordnet und verläuft pulverseitig
(in Richtung des durch den Pulverauslass strömenden Pulvers) spitzförmig. Durch die
Anordnung am Pulverauslass, wo das Pulver in den Arbeitsraum eintritt, wird erreicht
dass die Einwirkung des elektrischen Feldes auf das in den Arbeitsraum einströmende
Pulver vergrössert wird. Ferner bewirkt die spitzförmige Ausgestaltung der Ladeelektrode
eine "Konzentration" des elektrischen Feldes am Ort wo das Pulver durch den Pulverauslass
strömt. Diese Massnahmen bewirken eine Erhöhung der elektrostatischen Aufladung des
Pulvers, so dass es nach Eintritt in den Arbeitsraum eine stärkere Ablenkung in Richtung
der Arbeitsöffnung erfährt.
[0009] Zusätzlich oder alternativ dazu ist die Führungselektrode plattenförmig und eine
flache Seite der Führungselektrode ist zum Arbeitsraum hin gerichtet. Diese Ausgestaltung
und Orientierung der Führungselektrode erlaubt eine bessere Erfassung des im Arbeitsraum
befindlichen Pulvers durch das zugehörige elektrische Feld der Führungselektrode.
Aufgrund der plattenförmigen Ausgestaltung der Elektrode entsteht im Inneren des Arbeitsraums
ein homogeneres elektrisches Feld mit im Wesentlichen parallelen Feldlinien, ähnlich
wie bei einem Plattenkondensator, das eine möglichst einheitliche Ablenkung des Pulvers
von der Führungselektrode weg zur Dosenzarge hin bewirkt.
[0010] Die Ausgestaltung der Ladeelektrode und der Führungselektrode bewirken folglich im
Zusammenspiel, aber auch für sich genommen, eine verbesserte Ablenkung des Pulvers
in die gewünschte Richtung. Dadurch kann das Pulver effizienter an die Dosenzarge
geführt werden. Die stärkere elektrostatische Aufladung des Pulvers, die mit der speziellen
Anordnung und Form der Ladeelektrode zusammenhängt, ist aber nicht nur für die Ablenkung
des Pulvers relevant, sondern sie bewirkt auch, dass das Pulver besser an der Dosenzarge
haftet, mit anderen Worten ist der Abscheidewirkungsgrad höher. Dadurch wird eine
Dosenzarge höherer Qualität hergestellt, die noch resistenter gegen äussere Einflüsse,
z.B. Korrosion, hervorgerufen durch den späteren Inhalt der Dose, ist. Ausserdem wird
das Pulver unabhängig von der Partikelgrösse gleichmässig aufgeladen.
[0011] Bevorzugt hat die Führungselektrode in Transportrichtung einen derartigen ersten
Abstand von der Ladeelektrode, dass das elektrische Feld der Führungselektrode auf
das mittels der Ladeelektrode elektrostatisch aufgeladene Pulver unmittelbar nach
Eintritt des Pulvers in den Arbeitsraum einwirkt. Diese Anordnung der Führungselektrode
hat den Vorteil, dass keine oder nur ein minimaler Anteil der Pulverpartikel in eine
andere Richtung als zur Dosenzarge hinströmen kann.
[0012] Die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungsanlage zur Beschichtung der Dosenzarge mit
Pulver umfasst einen erfindungsgemässen Pulversprühkopf. Ferner umfasst sie ein Pulverfördergerät
für eine Versorgung des Pulversprühkopfes mit Pulver. Das Pulverfördergerät ist zur
Bereitstellung des Pulvers am Pulverrohr anschliessbar. Schliesslich umfasst die Pulverbeschichtungsanlage
eine Pulverrückgewinnungseinheit zum Absaugen von überschüssigem Pulver, das während
der Beschichtung anfällt. Die Pulverrückgewinnungseinheit ist in Transportrichtung
stromabwärts von einer oder mehreren Absaugdüsen des Pulversprühkopfes angeordnet.
[0013] Ausser den bereits genannten Vorteilen des Pulversprühkopfes hat die Pulverbeschichtungsanlage
den weiteren Vorteil, dass die Pulverrückgewinnungseinheit überschüssiges Pulver wieder
"einsammeln" kann, wodurch Pulver gespart wird.
[0014] Mit Vorteil wird die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungsanlage für die Beschichtung
einer Schweissnaht der Dosenzarge verwendet.
[0015] In einer Ausführungsform besitzt der Pulversprühkopf im Arbeitsraum mindestens einen
Flügel zum Leiten des elektrostatisch aufgeladenen Pulvers durch die Arbeitsöffnung
an den zu beschichtenden Teil der Innenfläche der Dosenzarge. Auf diese Weise kann
das Pulver noch besser in Richtung der Arbeitsöffnung geleitet werden.
[0016] Bevorzugt sind mehrere Flügel vorgesehen, welche im Arbeitsraum in Transportrichtung
hintereinander angeordnet sind, um möglichst alle Pulverpartikel zu erfassen. Es ist
weiter bevorzugt dass der Flügel oder die Flügel in Richtung der Arbeitsöffnung gebogen
sind. Vorzugsweise besitzen bei Anwesenheit mehrerer Flügel diese jeweils eine immer
grössere Wirkfläche für die Ableitung des elektrostatisch aufgeladenen Pulvers. Dies
ist eine weitere Massnahme zur Erfassung möglichst aller Pulverpartikel, denn der
Pulverstrahl ist beim Eintritt in den Arbeitsraum konzentrierter und dehnt sich im
weiteren Verlauf aus. Folglich berücksichtigen die in Transportrichtung immer breiteren
Flügel diese Streuung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage
mit einem erfindungsgemässen Pulversprühköpf,
Fig. 2 eine Detailansicht eines Teils A des Pulversprühkopfes aus Fig. 1 in Schnittansicht,
Fig. 3 eine seitliche Schnittansicht des Details aus Fig. 2, und
Fig. 4 eine Querschnittansicht des Pulversprühkopf, gesehen in Richtung B aus Fig.
3.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
Definitionen und Anmerkungen:
[0018] Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet der Begriff plattenförmig ein flaches, überall
gleich dickes, auf zwei gegenüberliegenden Seiten von je einer im Verhältnis zur Dicke
sehr ausgedehnten ebenen Fläche begrenztes Stück eines harten Materials, in diesem
Fall Metall.
[0019] Der Begriff "geeignet" in Zusammenhang mit Pulvers definiert jedes Pulver, das der
Fachmann für die Beschichtung von Metallflächen verwenden würde.
[0020] Der Begriff "Transportrichtung" bezieht sich auf eine Transportrichtung der Dosenzargen
und ist mit dem Pfeil z gekennzeichnet, der gleichzeitig auch die Längsachse des Pulversprühkopfes
bezeichnet.
[0021] Ein "Arbeitsraum" bezeichnet eine Ausnehmung im Pulversprühkopf, in der das Pulver
zur Dosenzarge hin abgelenkt wird.
[0022] Der Begriff "elektrisch neutral" ist in diesem Zusammenhang auf ein Material bezogen,
das weder elektrisch negativ noch elektrisch positiv geladen bzw. aufladbar ist.
[0023] Die Begriffe "axial" und "radial" beziehen sich auf ein zylindrisches Koordinatensystem
mit der Achse z. Entsprechend bezieht sich der Begriff "vorne" auf die Richtung des
Pfeils z und "hinten" auf die Gegenrichtung. Die Begriffe "unten" und "oben" beziehen
sich auf die Richtung der Schwerkraft.
[0024] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Pulverbeschichtungsanlage 1 mit einem erfindungsgemässen
Pulversprühkopf 2 in perspektivischer Ansicht. Ferner umfasst die Pulverbeschichtungsanlage
1 ein Pulverfördergerät 15 für eine Versorgung des Pulversprühkopfes 2 mit Pulver,
und eine Pulverrückgewinnungseinheit 16, welche überschüssiges Pulver aus dem Pulversprühkopf
absaugt. Ferner ist mit dem Pfeil 4 eine Arbeitsöffnung des Pulversprühkopfes 2 dargestellt,
durch die Pulver aus einem Arbeitsraum 11 an eine Dosenzarge 12 gelangen kann. Ferner
sind im Arbeitsraum 11 Flügel 3 angeordnet. Drei Absaugdüsen 5 sind stromabwärts des
Arbeitsraums 4 angeordnet. Diese Elemente werden im Folgenden in Zusammenhang mit
dem Pulversprühkopf 2 im Detail beschrieben. Ausserdem zeigt Fig. 1 die Dosenzarge
12 in einer Position in der ihre geschweisste Längsnaht 12a schon beschichtet wurde,
wobei die Beschichtung an der Innenfläche der Dosenzarge vorgenommen wurde und daher
in der Figur nicht sichtbar ist.
[0025] Die Pulverbeschichtungsanlage 1 aus Fig. 1 umfasst ferner eine Steuerung (nicht gezeigt)
mit der unter anderem die oben beschriebenen Variablen eingestellt bzw. überwacht
werden. Die Steuerung ist also mit dem Pulversprühkopf 2 dem Pulverfördergerät 15
und der Pulverrückgewinnungseinheit 16 verbunden.
[0026] Fig. 2 zeigt eine Detailansicht eines Teils A des Pulversprühkopfes 2 aus Fig. 1
in Schnittansicht und Fig. 3 eine seitliche Schnittansicht des Details aus Fig. 2.
[0027] In den Figuren ist der Weg des Pulvers mittels der Pfeile 10, 10a-d schematisch dargestellt.
[0028] Links in den Figuren ist ein Stück eines Pulverrohrs 9 gezeigt, das mit einem Pulverauslass
9a endet. Der Pulverauslass 9a, der wie das Pulverrohr 9 aus einem elektrisch neutralen
Material hergestellt ist, stellt die Mündung des Rohrs 9 in einem Arbeitsraum 11 dar.
Vorzugsweise erstreckt sich der Pulverauslass 9a in Transportrichtung z auf konisch
ausweitende Weise. Dadurch wird eine bessere Verteilung des Pulvers im Arbeitsraum
erreicht.
[0029] Die Ladeelektrode 6 ist im Bereich des Pulverauslasses 9a angeordnet und verläuft
pulverseitig spitzförmig mit einer Spitze 6a. Die Ladeelektrode 6 ist unterhalb des
Pulverauslasses 9a angeordnet. Sie könnte aber auch in z-Richtung weiter vorne in
Richtung des Arbeitsraums 11 oder weiter hinten angeordnet sein, was durch den Begriff
"im Bereich des Pulverauslasses" verdeutlicht ist. Sie ist vorzugsweise stabförmig
und ihre Längsachse ist senkrecht zur Transportrichtung z. Vorzugsweise erstreckt
sich die Ladeelektrode mit ihrer Spitze in einer Öffnung in einer Wand des Pulverauslasses
9a im Wesentlichen bis zur einer Innenfläche des Pulverauslasses 9a. Dadurch wird
erreicht, dass die Ladeelektrode so nah wie möglich am Pulver angeordnet ist. Die
Lage der Ladeelektrode 6 und insbesondere die spitze Form ermöglichen eine erhöhte
elektrostatische Aufladung des Pulvers, wenn es in den Arbeitsraum 11 eintritt. Wie
bereits angemerkt, bedeutet die spitze Ausgestaltung der Ladeelektrode 6 an ihrer
oberen Extremität eine Konzentrierung des zugehörigen elektrischen Feldes auf einen
kleinen Bereich innerhalb des Pulverauslasses 9a. Daraus resultiert dass das vorbeiströmende
Pulver aufgrund der höheren elektrischen Feldstärke in der kurzen Zeit, in der es
an der Ladeelektrode vorbeiströmt effektiver als bei bisherigen Lösungen elektrostatisch
aufgeladen werden kann.
[0030] Ferner umfasst der Pulversprühkopf 2 eine Führungselektrode 7, welche plattenförmig
ist. Eine flache Seite 7a der Führungselektrode ist zum Arbeitsraum hin gerichtet.
Aufgrund der flachen Form der Führungselektrode 7 wird erreicht, dass ein zweites
elektrisches Feld erzeugt wird, welches um ein Vielfaches ausgedehnter als das elektrische
Feld der Ladeelektrode 6 ist. Die Ausrichtung der Führungselektrode 7 (Fläche 7a)
bewirkt, dass die elektrischen Feldlinien derart verlaufen, dass das bereits elektrostatisch
negativ aufgeladene Pulver im Arbeitsraum 11 von der Führungselektrode 7, die auch
negativ geladen ist, abgestossen werden. Die Führungselektrode 7 kann aber auch aus
mehreren Stücken, insbesondere aus mehreren Streifen, gebildet sein. Auch eine leicht
konvex oder konkave Form ist denkbar, solange die dem Arbeitsraum zugewandte Seite
7a der Führungselektrode 7 eine grosse Ausdehnung hat. Dadurch wird eine Ablenkung
des Pulvers nach oben in Richtung der Arbeitsöffnung 4 erreicht. Folglich besitzt
ein Pulverteilchen während des Flugs durch den Arbeitsraum 11 einerseits eine Geschwindigkeitskomponente
im Wesentlichen in (axialer) Transportrichtung z, die vom Pulverfördergerät 15 vorgegeben
ist. Eine Abweichung wegen einer radialen Streuung des Pulvers wird hier der Einfachheit
halber vernachlässigt. Andererseits besitzt das Pulverteilchen eine Geschwindigkeitskomponente
in radialer Richtung (also senkrecht zur Richtung z), die durch das elektrische Feld
der Führungselektrode 7 verursacht wird. Der resultierende Richtungsvektor des Pulverteilchens
hängt also von der Einströmungsgeschwindigkeit in den Arbeitsraum 11, der elektrostatischen
Aufladung durch die Ladeelektrode 6 und der Stärke des elektrischen Feldes der Führungselektrode
7 ab. Ein weiterer Faktor ist die Teilchengrösse des Pulverpartikels. Auf diese Grösse
wird aber im vorliegenden Zusammenhang nicht eingegangen, da die Verwendung eines
herkömmlichen Standardpulvers vorausgesetzt wird. Vielmehr werden die oben genannten
Grössen variiert, um der Teilchengrösse (und folglich Masse) des Pulvers Rechnung
zu tragen. Die Wahl einer anderen Partikelgrösse für das Pulver ist aber auch denkbar.
[0031] Die Führungselektrode 7 hat in Transportrichtung einen derartigen ersten axialen
Abstand D1 (Fig. 3) von der Ladeelektrode 6, dass das elektrische Feld der Führungselektrode
7 auf das mittels der Ladeelektrode 6 elektrostatisch aufgeladene Pulver unmittelbar
nach Eintritt des Pulvers in den Arbeitsraum 11 einwirkt. Auf diese Weise wird vermieden,
dass Pulverteilchen aufgrund ihrer Gewichtskraft eine Geschwindigkeitskomponente nach
unten bekommen und ggf. auf den Boden des Arbeitsraums 11 fallen können, was unerwünscht
ist. Der axiale Abstand D1 hängt von den oben genannten Faktoren ab (Einströmungsgeschwindigkeit
in den Arbeitsraum 11, elektrostatische Aufladung und Stärke des elektrischen Feldes
der Führungselektrode 7). Es ist denkbar (nicht gezeigt) dass die Führungselektrode
7 in z-Richtung verschiebbar ausgestaltet ist, um einen weiteren Freiheitsgrad im
Falle der Variation eines der obigen Parameter zu haben. Durch geeignete Wahl des
axialen Abstands D1 wird also erreicht dass die Pulverteilchen sofort bei Eintritt
in den Arbeitsraum 11 vom elektrischen Feld der Führungselektrode 7 "übernommen" werden
und folglich sofort eine Ablenkung nach oben erfahren.
[0032] Die Führungselektrode 7 ist ausserhalb des Arbeitsraums 11 angeordnet und ist vorzugsweise
mindestens mittels eines Isolators 8 von diesem getrennt. Dadurch wird vermieden,
dass die Führungselektrode 7 mit der Zeit aufgrund der "schmutzigen" Arbeitsumgebung
mit einer Pulverschicht beschichtet wird. Dies kann z.B. durch Verwirbelungen oder
insbesondere beim Abschalten des elektrischen Feldes der Führungselektrode 7 auftreten,
da die zu diesem Zeitpunkt noch im Arbeitsraum fliegenden Pulverteilchen keine Kraft
mehr erfahren, die ihre eigene Gewichtskraft kompensieren würde und somit herunterfallen.
Eine sich auf diese Weise bildende Schicht würde die elektrischen Eigenschaften der
Führungselektrode 7 durch Bildung einer dielektrischen Pulverschicht verändern, was
nicht erwünscht ist.
[0033] Vorzugsweise hat die Führungselektrode 7 einen grösseren Abstand zur Längsachse z
des Pulversprühkopfes 2 als die Spitze 6a der Ladeelektrode 6 angeordnet. Diese Massnahme
dient dazu, das elektrische Feld (Corona-Effekt) der Ladeelektrode nicht zu beeinträchtigen,
da sonst die Pulverpartikel nicht aufgeladen werden. Die Spitze der Ladeelektrode
muss möglichst frei von anderen elektrischen Feldern sein.
[0034] Die Führungselektrode 7 erstreckt sich vorzugsweise über das Ende des Arbeitsraums
11 in Transportrichtung z. Dadurch wird sichergestellt dass das gesamte Pulver entlang
der gesamten Längserstreckung des Arbeitsraums 11 (und insbesondere der Arbeitsöffnung
4) vom elektrischen Feld der Führungselektrode 7 erfasst wird. Dies wird im Folgenden
in Zusammenhang mit Flügeln 3 des Pulversprühkopfes 2 näher erläutert.
[0035] Im Arbeitsraum 11 sind drei Flügel 3 zum Leiten des elektrostatisch aufgeladenen
Pulvers durch die Arbeitsöffnung 4 an den zu beschichtenden Teil der Innenfläche der
Dosenzarge 12 vorgesehen. Die Flügel 3 sind aus einem elektrisch neutralen Material
hergestellt und im Arbeitsraum 11 in Transportrichtung z hintereinander angeordnet.
Wie aus den Figuren zu erkennen ist, wird das Pulver von den Flügeln 3 nach oben abgelenkt
(Pfeile 10a-d). Ihre Aufgabe ist also die Ablenkung des Pulvers zu unterstützen. Die
Anzahl der Flügel 3 berücksichtigt die Tatsache, dass nicht alle Pulverteilchen mit
gleicher Geschwindigkeit in z-Richtung fliegen und folglich ihre Ablenkung auch unterschiedlich
stattfindet. Die unterschiedliche Geschwindigkeit der Pulverteilchen hängt einerseits
damit zusammen, dass Pulverteichen im Pulverstrom zusammenstossen, wodurch sich ihre
Geschwindigkeit ändert. Andererseits wird der Pulverstrom beim Austritt aus dem Pulverauslass
gestreut, wodurch die Pulverteilchen unterschiedliche Axialkomponenten der Geschwindigkeit
bekommen. Schliesslich spielt auch die variierende Masse der Pulverteilchen eine Rolle.
Aus diesen Gründen legen manche Pulverteilchen eine längere Strecke im Arbeitsraum
hinter sich als andere Pulverteilchen. Dies ist der Grund warum sich die Führungselektrode
7 vorzugsweise bis zum Ende des Arbeitsraums 11 erstreckt.
[0036] Für eine effiziente Ablenkung sind die Flügel 3 in Richtung der Arbeitsöffnung 4
gebogen, um eine möglichst laminare Strömung des Pulvers an ihnen vorbei zu ermöglichen.
Eine laminare Strömung ist grundsätzlich erwünscht um einen möglichst gleichmässigen
Pulverauftrag auf der Innenfläche der Dosenzarge 12 zu gewährleisten. Damit wird vermieden,
dass die Zeit für die zurückgelegte Strecke der Pulverteilchen nicht durch etwaige
Verwirbelungen verlängert wird, während für andere Pulverteilchen keine solche Verzögerung
auftritt. Es wird angemerkt dass auch die Form des Arbeitsraums 11 an sich unter diesem
Gesichtspunkt anders gestaltet werden kann als in den beispielhaften Abbildungen.
In diesem Zusammenhang ist aus Fig. 2 und 3 auch zu erkennen dass die Vorderwand des
Arbeitsraums 11 (beim Pfeil 10d), in Transportrichtung z gesehen, eine gleiche oder
ähnliche Form wie die Flügel 3 besitzt.
[0037] Bei Anwesenheit mehrerer Flügel haben diese vorzugsweise jeweils eine immer grössere
Wirkfläche in Transportrichtung z für die Ableitung des elektrostatisch aufgeladenen
Pulvers. Dies hängt damit zusammen, dass aufgrund der physikalisch bedingten Streuung
des Pulverstroms dieser Pulverstrom am vordersten Flügel 3 (beim Pfeil 10c) breiter
ist als beim hintersten Flügel 3 (beim Pfeil 10a). Daher bewirkt diese Flächenvariation
auch weiter vorne (in z-Richtung) eine effektive Ablenkung.
[0038] Bevorzugt haben die Flügel 3 in Transportrichtung z einen zweiten axialen Abstand
D2 von der Ladeelektrode 6, der grösser als der erste Abstand D1 ist. Der zweite axiale
Abstand D2 ist als der Abstand von einem Anfangspunkt eines ersten Flügels 3, der
der Ladeelektrode 6 am nächsten ist, bis zu einer z-Position der Ladeelektrode 6 verstanden.
Diese Massnahme wird angewandt, da konstruktionsbedingt das Pulver in "Schüben" in
den Arbeitsraum 11 ankommt. Damit ist gemeint dass der Pulverstrom keine konstante
Dichte über die Zeit hat, sondern die Dichte in etwa sinusförmig verläuft. Ein solcher
Verlauf würde bewirken, dass auch die Beschichtung wellenförmig wäre, also mit dickeren
und dünneren Abschnitten, was unerwünscht ist. Der Arbeitsraum 11 bewirkt in dem "weitläufigen"
Bereich bis zu den Flügeln gewissermassen eine Uniformierung der Dichte des Pulverstroms,
so dass es mit möglichst konstanter Dichte an der Dosenzarge 12 ankommt.
[0039] Fig. 4 zeigt eine Querschnittansicht des Pulversprühkopfes 2, gesehen in Richtung
B aus Fig. 3, also entgegengesetzt der Transportrichtung z der Dosenzarge 12. In dieser
Figur sind zwei Dichtlippen 14 dargestellt, die aus Klarheitsgründen in der vorherigen
Figuren nicht eingezeichnet wurden. Diese Dichtlippen 14 sind an einer Kontur der
Arbeitsöffnung 4 befestigt. Dabei kann es sich um eine einzige Dichtlippe oder um
mehrere Dichtlippen handeln. Ein freies Ende der Dichtlippe 14 liegt bei Anwesenheit
einer Dosenzarge 12 an der Innenwand der Dosenzarge 12 an, so dass nur der zu beschichtende
Teil der Innenwand der Dosenzarge 12 in Kontakt mit dem Pulver kommen kann. In diesem
Beispiel soll die Beschichtung auf die Schweissnaht 12a als Schutz gegen Korrosion
aufgebracht werden, wie eingangs erwähnt. Da sich diese Schweissnaht 12a in Längsrichtung
z der Dosenzarge 12 erstreckt, ist die Arbeitsöffnung 4 entsprechend schlitzförmig
ausgestaltet, um nur die Umgebung der Schweissnaht 12a freizulegen. Wenn eine Dosenzarge
12 über der Arbeitsöffnung 4 anwesend ist, liegen die Dichtlippen 14 an der Innenwand
der Dosenzarge 12 an, seitlich der Schweissnaht, so dass kein Beschichtungspulver
an anderen Bereichen der Innenwand gelangen kann und somit nur der gewünschte Bereich
beschichtet wird.
[0040] Selbstverständlich kann die Arbeitsöffnung 4 und/oder können die Dichtlippen 14 eine
andere Form haben, je nachdem was beschichtet werden soll. Entsprechend kann die Form
und Ausdehnung der Führungselektrode entsprechend der Form der Arbeitsöffnung 4 variieren.
[0041] Schliesslich umfasst der Pulversprühkopf 2 einen Hochspannungsgenerator (nicht gezeigt)
welcher derart ausgestaltet ist, dass er zwischen der Ladeelektrode 6 und der Dosenzarge
12, welche geerdet ist, eine regelbare negative Spannung zwischen 8 und 40 kV erzeugt.
Der Generator kann ausserdem derart ausgestaltet sein, dass er auch zwischen der Führungselektrode
7 und der Dosenzarge 12 eine regelbare negative Spannung zwischen 8 und 40 kV erzeugt.
Alternativ können zwei unterschiedliche Generatoren verwendet werden.
[0042] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann. Insbesondere sind Begriffe wie "vorteilhaft" und "vorzugsweise" lediglich
mit beispielhaften Ausführungsformen verknüpft und haben keine einschränkende Wirkung
auf den Umfang der Erfindung.
1. Pulversprühkopf (2) zum Sprühen eines für eine Beschichtung einer Dosenzarge (12)
geeigneten Pulvers, wobei der Pulversprühkopf (2) derart ausgestaltet ist, dass zur
Beschichtung mindestens eines Teils (12a) einer Innenfläche der Dosenzarge (12) die
zu beschichtende Dosenzarge (12) den Pulversprühkopf (2) umschliesst und entlang dem
Pulversprühkopf (2) in einer Transportrichtung (z) bewegbar ist, umfassend
einen Arbeitsraum (11) im inneren des Pulversprühkopfes (2), der eine Arbeitsöffnung
(4) aufweist, durch welche das Pulver zur Innenfläche der Dosenzarge (12) gelangen
kann,
ein Pulverrohr (9) zur Bereitstellung des Pulvers, wobei das Pulverrohr (9) mit einem
Pulverauslass (9a) im Arbeitsraum (11) des Pulversprühkopfes (2) mündet und derart
ausgestaltet ist, dass es das Pulver im Wesentlichen in Transportrichtung (z) in den
Arbeitsraum (4) abgibt,
eine Ladeelektrode (6) zum Beaufschlagen des Pulvers mit einer elektrostatischen Aufladung,
eine Führungselektrode (7), welche in Transportrichtung (z) stromabwärts der Ladeelektrode
(6) und unterhalb des Arbeitsraums (11) angeordnet ist, zum Ablenken des im Arbeitsraum
(11) befindlichen, bereits elektrostatisch aufgeladenen Pulvers im Wesentlichen in
Richtung der Arbeitsöffnung (4), wobei die Führungselektrode (7) und die Ladeelektrode
(6) eine gleiche Polung besitzen,
wobei die Ladeelektrode (6) im Bereich des Pulverauslasses (9a) angeordnet ist und
in Richtung des in den Arbeitsraum (11) einströmenden Pulvers spitzförmig (6a) verläuft
und/oder
wobei die Führungselektrode (7) plattenförmig ist und eine flache Seite (7a) der Führungselektrode
(7) zum Arbeitsraum (11) hin gerichtet ist.
2. Pulversprühkopf nach Anspruch 1, wobei die Ladeelektrode (6) stabförmig und ihre Längsachse
senkrecht zur Transportrichtung (z) ist.
3. Pulversprühkopf nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die Ladeelektrode (6) mit ihrer
Spitze (6a) durch eine Öffnung (9b) in einer Wand des Pulverauslasses (9a) im Wesentlichen
bis zur einer Innenfläche des Pulverauslasses (9a) erstreckt.
4. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich die Führungselektrode
(7) mindestens bis zu einem Ende des Arbeitsraums (11) in Transportrichtung (z) erstreckt.
5. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Führungselektrode
(7) aus mehreren Stücken, insbesondere aus mehreren Streifen, gebildet ist.
6. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Führungselektrode
(7) ausserhalb des Arbeitsraums (11) angeordnet ist und insbesondere mindestens mittels
eines Isolators (8) von diesem getrennt ist.
7. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Führungselektrode
(7) in einem grösseren Abstand zur Längsachse (z) des Pulversprühkopfes (2) als die
Spitze (6a) der Ladeelektrode (6) angeordnet ist.
8. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Führungselektrode
(7) in Transportrichtung (z) einen derartigen ersten axialen Abstand (D1) von der
Ladeelektrode (6) hat, dass das elektrische Feld der Führungselektrode (7) auf das
mittels der Ladeelektrode (6) elektrostatisch aufgeladene Pulver unmittelbar nach
Eintritt des Pulvers in den Arbeitsraum (11) einwirkt.
9. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei im Arbeitsraum (11)
mindestens ein Flügel (3) zum Leiten des elektrostatisch aufgeladenen Pulvers durch
die Arbeitsöffnung (4) an den zu beschichtenden Teil (12a) der Innenfläche der Dosenzarge
(12) vorgesehen ist, insbesondere wobei mehrere Flügel (3) vorgesehen sind, welche
im Arbeitsraum (11) in Transportrichtung (z) hintereinander angeordnet sind, insbesondere
wobei der Flügel (3) oder die Flügel (3) in Richtung der Arbeitsöffnung (4) gebogen
sind, insbesondere wobei bei Anwesenheit mehrerer Flügel (3) diese jeweils eine immer
grössere Wirkfläche in Transportrichtung (z) für die Ableitung des elektrostatisch
aufgeladenen Pulvers besitzen.
10. Pulversprühkopf nach Anspruch 8 und 9, wobei der Flügel (3) oder die Flügel (3) in
Transportrichtung (z) einen zweiten axialen Abstand (D2) von der Ladeelektrode (6)
haben, der grösser als der erste Abstand (D1) ist.
11. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich der Pulverauslass
(9a) auf sich in Transportrichtung (z) konisch ausweitende Weise erstreckt.
12. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiter umfassend einen Hochspannungsgenerator
welcher derart ausgestaltet ist, dass er zwischen der Ladeelektrode und der Dosenzarge,
welche geerdet ist, eine regelbare negative Spannung zwischen 8 und 40 kV erzeugt
und/oder derart ausgestaltet ist, dass er zwischen der Führungselektrode und der Dosenzarge,
welche geerdet ist, eine regelbare negative Spannung zwischen 8 und 40 kV erzeugt.
13. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Dichtlippe
(14) an einer Kontur der Arbeitsöffnung (4) befestigt ist, wobei ein freies Ende der
Dichtlippe (14) bei Anwesenheit einer Dosenzarge (12) an der Innenwand der Dosenzarge
(12) anliegt, so dass nur der zu beschichtende Teil (12a) der Innenwand in Kontakt
mit dem Pulver kommen kann.
14. Pulversprühkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiter umfassend mindestens
eine Absaugdüse (5) für das überschüssige Pulver, insbesondere wobei mehrere, insbesondere
drei, Absaugdüsen (5) in Transportrichtung (z) hintereinander angeordnet sind.
15. Pulverbeschichtungsanlage (1) zur Beschichtung einer Dosenzarge (12) mit Pulver, mit
einem Pulversprühkopf (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiter umfassend
ein Pulverfördergerät (15) für eine Versorgung des Pulversprühkopfes (2) mit Pulver,
wobei das Pulverfördergerät (15) zur Bereitstellung des Pulvers am Pulverrohr (9)
anschliessbar ist, und
eine Pulverrückgewinnungseinheit (16) zum Absaugen von überschüssigem Pulver, das
während der Beschichtung anfällt, wobei die Pulverrückgewinnungseinheit (16) in Transportrichtung
(z) stromabwärts von einer oder mehreren Absaugdüsen (5) des Pulversprühkopfes (2)
angeordnet ist.
16. Verwendung der Pulverbeschichtungsanlage (1) nach Anspruch 15 zur Beschichtung einer
Schweissnaht (12a) der Dosenzarge (12).
1. Powder spraying head (2) for spraying a powder which is suitable for coating a can
body (12), wherein the powder spraying head (2) is adapted in such a way that the
can body (12) to be coated encloses the powder spraying head (2) and is movable along
the powder spraying head (2) in a transport direction (z), for coating at least a
part (12a) of an inner surface of the can body (12), comprising
a work chamber (11) inside the powder spraying head (2), which has a work opening
(4) through which the powder can reach the inner surface of the can body (12),
a powder tube (9) for providing the powder, wherein the powder tube (9) with a powder
outlet (9a) opens into the work chamber (11) of the powder spraying head (2) and is
adapted to deliver the powder substantially in transport direction (z) into the work
chamber (4),
a charging electrode (6) for charging the powder with an electrostatic charge,
a guiding electrode (7), which is arranged in transport direction (z) downstream of
the charging electrode (6) and below the work chamber (11), for deflecting the powder
present inside the work chamber (11), which is already electrostatically charged,
substantially in the direction of the work opening (4), wherein the guiding electrode
(7) and the charging electrode (6) have a same polarity,
wherein the charging electrode (6) is arranged in the area of the powder outlet (9a)
and is formed with a tip (6a) in the direction of the powder streaming into the work
chamber (11) and/or
wherein the guiding electrode (7) is plate-shaped and a flat side (7a) of the guiding
electrode (7) is oriented towards the work chamber (11).
2. Powder spraying head according to claim 1, wherein the charging electrode (6) is rod-shaped
and its longitudinal axis is perpendicular to the transport direction (z).
3. Powder spraying head according to claim 1 or 2, wherein the charging electrode (6)
extends with its tip (6a) through an opening (9b) in a wall of the powder outlet (9a)
substantially up to an inner surface of the powder outlet (9a).
4. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein the guiding
electrode (7) extends at least up to an end of the work chamber (11) in transport
direction (z).
5. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein the guiding
electrode (7) is formed by multiple parts, particularly by multiple strips.
6. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein the guiding
electrode (7) is arranged outside the work chamber (11) and is particularly separated
from it by at least an isolator (8).
7. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein the guiding
electrode (7) is arranged at a greater distance to the longitudinal axis (z) of the
powder spraying head (2) than the tip (6a) of the charging electrode (6).
8. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein the guiding
electrode (7) has such a first axial distance (D1) from the charging electrode (6)
in transport direction (z), that the electric field of the guiding electrode (7) acts
upon the powder, which is electrostatically charged by the charging electrode (6)
immediately after the powder enters the work chamber (11).
9. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein at least a
blade (3) for guiding the electrostatically charged powder through the work opening
(4) to the part (12a) to coat of the inner surface of the can body (12) is provided
inside the work chamber (11), particularly wherein multiple blades (3) are provided,
which are arranged inside the work chamber (11) in succession in transport direction
(z), particularly wherein the blade (3) or the blades (3) are curved in direction
of the work opening (4), particularly wherein in case multiple blades (3) are present
they have an increasing acting surface in transport direction (z) for deflecting the
electrostatically charged powder.
10. Powder spraying head according to claims 8 and 9, wherein the blade (3) or the blades
(3) have a second axial distance (D2) from the charging electrode (6) in transport
direction (z), which is greater than the first distance (D1).
11. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein the powder
outlet (9a) extends in transport direction (z) in a conically expanding way.
12. Powder spraying head according to one of the preceding claims, further comprising
a high voltage generator which is adapted to generate a negative voltage, which can
be regulated in a range from 8 to 40 kV, between the charging electrode and the grounded
can body and/or which is adapted to generate a negative voltage, which can be regulated
in a range from 8 to 40 kV, between the guiding electrode and the grounded can body.
13. Powder spraying head according to one of the preceding claims, wherein at least a
sealing lip (14) is attached to a contour of the work opening (4), wherein a free
end of the sealing lip (14) snugs to the inner surface of the can body (12) when a
can body is present (12), such that only the part (12a) to be coated of the inner
wall can come into contact with the powder.
14. Powder spraying head according to one of the preceding claims, further comprising
at least a suction nozzle (5) for the excess powder, particularly wherein multiple,
particularly three, suction nozzles (5) are arranged in succession in transport direction
(z).
15. Powder coating installation (1) for coating a can body (12) with powder, with a powder
spraying head (2) according to one of the preceding claims, further comprising
a powder transport device (15) for supplying the powder spraying head (2) with powder,
wherein the powder transport device (15) is connectable to the powder tube (9) for
providing the powder, and
a powder recycling unit (16) for sucking the excess powder which is generated during
the coating, wherein the powder recycling unit (16) is arranged in transport direction
(z) downstream of one or more suction nozzles (5) of the powder spraying head (2).
16. Use of the powder coating installation (1) according to claim 15 for coating a welding
seam (12a) of the can body (12).
1. Tête de pulvérisation de poudre (2) pour pulvériser une poudre qui est appropriée
pour revêtir un corps de boîte (12), la tête de pulvérisation de poudre (2) étant
adaptée de telle manière que le corps de boîte (12) à revêtir entoure la tête de pulvérisation
de poudre (2) et est mobile le long de la tête de pulvérisation de poudre (2) dans
une direction de transport (z), pour revêtir au moins une partie (12a) d'une surface
intérieure du corps de boîte (12), comprenant
une chambre de travail (11) à l'intérieur de la tête de pulvérisation de poudre (2),
qui comporte une ouverture de travail (4) par laquelle la poudre peut atteindre la
surface intérieure du corps de la boîte (12),
un tube à poudre (9) pour fournir la poudre, dans lequel le tube à poudre (9) avec
une sortie de poudre (9a) s'ouvre dans la chambre de travail (11) de la tête de pulvérisation
de poudre (2) et est adapté pour délivrer la poudre sensiblement dans la direction
de transport (z) dans la chambre de travail (4),
une électrode de charge (6) pour charger la poudre avec une charge électrostatique,
une électrode de guidage (7), qui est disposée dans la direction de transport (z)
en aval de l'électrode de charge (6) et sous la chambre de travail (11), pour dévier
la poudre présente à l'intérieur de la chambre de travail (11), qui est déjà chargée
électrostatiquement, sensiblement en direction de l'ouverture de travail (4), l'électrode
de guidage (7) et l'électrode de charge (6) ayant la même polarité,
l'électrode de charge (6) étant disposée dans la zone de la sortie de poudre (9a)
et étant formée avec une pointe (6a) dans la direction de l'écoulement de la poudre
dans la chambre de travail (11) et/ou
l'électrode de guidage (7) étant en forme de plaque et un côté plat (7a) de l'électrode
de guidage (7) étant orienté vers la chambre de travail (11).
2. Tête de pulvérisation de poudre selon la revendication 1, dans laquelle l'électrode
de charge (6) est en forme de tige et son axe longitudinal est perpendiculaire à la
direction de transport (z).
3. Tête de pulvérisation de poudre selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle l'électrode
de charge (6) s'étend avec sa pointe (6a) à travers une ouverture (9b) dans une paroi
de la sortie de poudre (9a) sensiblement jusqu'à une surface intérieure de la sortie
de poudre (9a).
4. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'électrode de guidage (7) s'étend au moins jusqu'à une extrémité de la chambre de
travail (11) dans la direction de transport (z).
5. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'électrode de guidage (7) est formée par plusieurs parties, en particulier par plusieurs
bandes.
6. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'électrode de guidage (7) est disposée à l'extérieur de la chambre de travail (11)
et est en particulier séparée de celle-ci par au moins un isolateur (8).
7. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'électrode de guidage (7) est disposée à une plus grande distance de l'axe longitudinal
(z) de la tête de pulvérisation de poudre (2) que la pointe (6a) de l'électrode de
charge (6).
8. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'électrode de guidage (7) présente une première distance axiale (D1) telle par rapport
à l'électrode de charge (6) dans la direction de transport (z), que le champ électrique
de l'électrode de guidage (7) agit sur la poudre, qui est chargée électrostatiquement
par l'électrode de charge (6) immédiatement après l'entrée de la poudre dans la chambre
de travail (11).
9. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
au moins une lame (3) pour guider la poudre chargée électrostatiquement à travers
l'ouverture de travail (4) vers la partie (12a) à revêtir de la surface intérieure
du corps de boite (12) est prévue à l'intérieur de la chambre de travail (11), en
particulier dans laquelle plusieurs lames (3) sont prévues, qui sont disposées à l'intérieur
de la chambre de travail (11) l'une après l'autre dans la direction de transport (z),
en particulier dans laquelle la ou les lames (3) sont courbées en direction de l'ouverture
de travail (4), en particulier dans laquelle, en cas de présence de plusieurs lames
(3), elles présentent une surface d'action croissante dans la direction de transport
(z) pour dévier la poudre chargée électrostatiquement.
10. Tête de pulvérisation de poudre selon les revendications 8 et 9, dans laquelle la
lame (3) ou les lames (3) présentent une deuxième distance axiale (D2) par rapport
à l'électrode de charge (6) dans la direction de transport (z), qui est supérieure
à la première distance (D1).
11. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la sortie de poudre (9a) s'étend dans la direction de transport (z) en s'élargissant
de manière conique.
12. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, comprenant
en outre un générateur de haute tension qui est adapté pour générer une tension négative,
qui peut être régulée dans une plage de 8 à 40 kV, entre l'électrode de charge et
le corps de boite mis à la terre et/ou qui est adapté pour générer une tension négative,
qui peut être régulée dans une plage de 8 à 40 kV, entre l'électrode de guidage et
le corps de boite mis à la terre.
13. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
au moins une lèvre d'étanchéité (14) est fixée sur un contour de l'ouverture de travail
(4), dans laquelle une extrémité libre de la lèvre d'étanchéité (14) s'ajuste sur
la surface intérieure du corps de la boîte (12) lorsqu'un corps de boîte (12) est
présent, de sorte que seule la partie (12a) à revêtir de la paroi intérieure peut
entrer en contact avec la poudre.
14. Tête de pulvérisation de poudre selon l'une des revendications précédentes, comprenant
en outre au moins une buse d'aspiration (5) pour la poudre excédentaire, dans laquelle
plusieurs, en particulier trois, buses d'aspiration (5) sont disposées l'une derrière
l'autre dans la direction de transport (z).
15. Installation de revêtement par poudre (1) pour le revêtement d'un corps de boîte (12)
avec de la poudre, avec une tête de pulvérisation de poudre (2) selon l'une des revendications
précédentes, comprenant en outre
un dispositif de transport de poudre (15) pour alimenter la tête de pulvérisation
de poudre (2) en poudre, dans lequel le dispositif de transport de poudre (15) peut
être connecté au tube à poudre (9) pour fournir la poudre, et
une unité de recyclage de poudre (16) pour aspirer l'excédent de poudre généré lors
du revêtement, dans laquelle l'unité de recyclage de poudre (16) est disposée dans
la direction de transport (z) en aval d'une ou plusieurs buses d'aspiration (5) de
la tête de pulvérisation de poudre (2).
16. Utilisation de l'installation de revêtement par poudre (1) selon la revendication
15 pour le revêtement d'un cordon de soudure (12a) du corps de boîte (12).
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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