| (19) |
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(11) |
EP 3 551 403 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.12.2020 Patentblatt 2020/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.11.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/080563 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/104096 (14.06.2018 Gazette 2018/24) |
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| (54) |
AUSTRENNWERKZEUG
CUT-OUT TOOL
OUTIL DE DÉCOUPE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.12.2016 DE 102016123760
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.2019 Patentblatt 2019/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Phoenix Contact GmbH & Co. KG |
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32825 Blomberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BURY, Joachim
92224 Amberg (DE)
- SALOMON, Thomas
33415 Verl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentship
Patentanwaltsgesellschaft mbH |
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Elsenheimerstraße 65 80687 München 80687 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CN-U- 205 704 470 DE-A1-102011 103 853 US-A1- 2014 250 703
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DE-A1- 10 353 617 GR-B- 1 005 678
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Austrennwerkzeug zum Austrennen einer Öffnung in eine
Gehäusewandung.
[0002] Ausgangspunkt für die Erfindung sind vollständig geschlossene Elektro-Leergehäuse
mit sogenannten Knock out - Bereichen. Diese Knock out - Bereiche können mit einem
Werkzeug, wie beispielsweise einem Schraubendreher, aus einem vorbereiteten Gehäusebereich
herausgeschlagen werden. Voraussetzungen hierfür sind eine hinreichend geringe Wandstärke
und hinreichend spröde Gehäusewerkstoffeigenschaften des Elektro-Leergehäuses. Das
Herausschlagen des Knock out - Bereichs birgt somit das Risiko von ungewollten Beschädigungen
des Elektro-Leergehäuses, der Dichtflächen und vom Verbleib von Bruchstücken im Gehäuseinneren.
Alles kann zu allgemeinen Dichtungsproblemen und Störungen führen. Des Weiteren kann
die Bruchkante eine erhöhte Scharfkantigkeit aufweisen, was beim Einziehen der Leitung
zur Verletzung von Leitungsisolationen führen kann. Zudem kann der Bewegungsspielraum
zum Herausschlagen des Knock out - Bereichs stark eingeschränkt sein, wodurch sich
deutliche praktische Probleme ergeben können.
[0003] Aus der Druckschrift
DE 20 2014 105 792 U1 ist eine verbesserte Konstruktion eines Ankerdübels bekannt, der primär aus einer
Bohrschraubenstange, einer Ankerhülse und einer Schraubenmutter besteht.
[0004] Die Druckschrift
DE 103 53 617 A1 lehrt ein Verfahren zum Entfernen von Feststoffen aus Rohren eines Rohrbündel-Wärmetauschers.
[0005] Aus der Druckschrift
DE 199 11 876 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Anschlussstutzens an einem Rohr bekannt.
[0006] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Nachteile aus dem Stand der Technik
zu überwinden und ein verbessertes Austrennwerkzeug zum Austrennen einer Öffnung in
eine Gehäusewandung bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand mit den Merkmalen nach den unabhängigen Ansprüchen
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Figuren,
der Beschreibung und der abhängigen Ansprüche.
[0008] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Austrennwerkzeug zum
Austrennen einer Öffnung in eine Gehäusewandung gelöst, mit einer Austrennvorrichtung,
welche an einem stirnseitigen Abschnitt des Austrennwerkzeugs angeordnet ist, und
einem Gewinde zum Einschrauben des Austrennwerkzeugs in einen Gewindestutzen in oder
an einer Gehäusewandung um eine Öffnung in eine Gehäusewandung einzubringen. Dadurch
wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass ein beschädigungsfreies
und spanfreies Arbeiten an der Gehäusewandung möglich ist. Hierbei wird zusätzlich
eine einfache Bedienung sowie eine einfache Zugänglichkeit bei eingeschränkten Platzverhältnissen
realisiert, wobei kein Herausschlagen von Gehäusebereichen notwendig ist. In der Konsequenz
wird das Risiko von Beschädigungen der Gehäusewandung reduziert und Dichtungsprobleme
können verhindert werden.
[0009] Um das Austrennwerkzeug kontrollierter und mit angemessenem Kraftaufwand in die Gehäusewandung
einzudrehen und um das Austrennen der Öffnung für einen Nutzer des Austrennwerkzeugs
zu vereinfachen, weist das Austrennwerkzeug einen Betätigungsbereich zum Antreiben
des Austrennwerkzeugs mittels eines Werkzeugs auf. Als Werkzeug kann hier sowohl jedes
manuell betätigbare Werkzeug, wie beispielsweise ein Schraubendreher, als auch ein
Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine mit entsprechendem Adapter genutzt werden.
[0010] Um den Betätigungsbereich möglichst mit standardisierten Werkzeugen kompatibel zu
gestalten, ist der Betätigungsbereich mit einem Steck-, Ring- oder Gabelschlüssel,
Schraubendreher, Innensechskantschlüssel oder einem zylinderstiftartigem Werkzeug
von innen oder von außen radial oder axial antreibbar ausgebildet. Dies ermöglicht
insbesondere, dass zum Antreiben des Austrennwerkzeugs kein spezielles Werkzeug verfügbar
sein muss. Es lässt sich somit auf einfache und allgemein verwendete Werkzeuge zurückgreifen.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, weist der Betätigungsbereich seitliche Öffnungen
auf, um das Austrennwerkzeug mit einem stabförmigen Werkzeug radial anzutreiben. Dadurch
wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass das Betätigen des Austrennwerkzeugs
zusätzlich durch radiales Einstecken eines stabförmigen Werkzeugs vereinfacht werden
kann. Dies könnte beispielsweise dann von besonderer Bedeutung sein, wenn das Gewinde
des Austrennwerkzeugs vollständig in den Gewindestutzen der Gehäusewandung eingedreht
ist und das Austrennen der Öffnung mit einem erhöhten Kraftaufwand einhergeht oder
die axialen Platzverhältnisse für die Verwendung von stirnseitigen Antriebswerkzeugen
nicht vorhanden sind. Hier kann ein Schraubendreher in die seitliche Öffnung des Betätigungsbereichs
eingebracht werden, um dann mit einem größeren Hebel ein vereinfachtes Austrennen
oder bei axial begrenzten Platzverhältnissen ein besseres Ein- und Ausschrauben zu
ermöglichen.
[0012] Um das Betätigen des Austrennwerkzeugs durch radiales Einstecken eines stabförmigen
Werkzeugs zusätzlich zu vereinfachen, erstrecken sich die seitlichen Öffnungen vollständig
durch den Betätigungsbereich des Austrennwerkzeugs hindurch. Dadurch kann das Werkzeug
vollständig durch das Austrennwerkzeug hindurchgeführt und somit ein Abrutschen des
Werkzeugs sichergestellt werden.
[0013] Um die Zuverlässigkeit der Austrennvorrichtung zu verbessern, ist die stirnseitige
Austrennvorrichtung als Mehrfachschneide ausgebildet. Dies erhöht die Lebensdauer
der Austrennvorrichtung und lässt die Wartungsintervalle größer werden.
[0014] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, ist die stirnseitige Austrennvorrichtung
durch mehrere sich durchdringende Zylinderkonturen ausgebildet. Dadurch wird beispielsweise
der technische Vorteil erreicht, dass das Austrennwerkzeug besonders einfach herzustellen
ist.
Um die Herstellung und ein Nachschleifen der Austrennvorrichtung besonders einfach
und zuverlässig zu realisieren, weist die Austrennvorrichtung zwei Zylinderkonturen
auf, die zueinander um 90° gedreht angeordnet sind.
[0015] Um ein spanfreies und splitterfreies Austrennen einer Öffnung zu gewährleisten, umfasst
die Austrennvorrichtung eine wellenartige Kontur.
[0016] Um das Austrennwerkzeug auch für besonders harte Gehäusewandungen auszubilden, umfasst
die Austrennvorrichtung eine sägezahnförmige Kontur. In einer alternativen Ausführungsform
umfasst die Austrennvorrichtung eine locheisenartige Zylinderkontur zum Ausstanzen
der Öffnung.
[0017] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform, ist zumindest die Austrennvorrichtung
aus Metall ausgebildet. Metall bietet für den erfindungsgemäßen Anwendungszweck besonders
geeignete Eigenschaften mit sich. So kann eine metallische Austrennvorrichtung einfach
hergestellt aber auch sehr leicht nachgeschliffen werden. Alternativ ist es jedoch
ebenfalls denkbar die Austrennvorrichtung oder die Austrennvorrichtung aus einem keramischen
Material oder einem besonders harten Kunststoff herzustellen.
[0018] Um den Herstellungsaufwand und die Herstellungskosten gering zu halten, ist das Austrennwerkzeug
einstückig ausgebildet. Alternativ ist es jedoch ebenso denkbar, das Austrennwerkzeug
modular auszubilden, um den Betätigungsbereich von dem Austrennwerkzeug zu trennen.
Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass ein gleichbleibender
oder standardisierter Betätigungsbereich mit unterschiedlichen Gewindegrößen oder
mit unterschiedlichen Varianten von Austrennvorrichtungen kombinierbar ist. Somit
kann mit einem gleichbleibenden Betätigungsbereich und somit mit einem gleichbleibenden
Werkzeug unterschiedliche Austrennwerkzeuge mit verschiedenen Varianten von Gewindegröße
und Austrennvorrichtung betätigt werden.
[0019] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform, sind der Betätigungsbereich und
das Austrennwerkzeug mittels einer Steckverbindung verbindbar ausgebildet. Diese Steckverbindung
kann auf jede denkbare Art ausgebildet sein. Wesentlich ist nur, dass das notwendige
Drehmoment durch das Werkzeug auf den Betätigungsbereich und von dem Betätigungsbereich
auf die Austrennvorrichtung übertragbar ist. Das ermöglicht, dass die Austrennvorrichtung
wechselbar ist und bei Bedarf ausgetauscht werden kann. Gründe dafür können sein,
dass andere Austrenngeometrien oder andere Austrenngrößen für andere Gehäusewerkstoffe
eingesetzt werden müssen oder eine verschlissene Austrennvorrichtung gegen eine neue
Austrennvorrichtung ausgetauscht werden muss.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch eine Montagevorrichtung
zum Austrennen einer Öffnung in eine Gehäusewandung, mit einem Austrennwerkzeug gemäß
einer der vorangehenden Ausführungsformen und einer Gehäusewandung mit einem Gewindestutzen
gelöst, wobei der Gewindestutzen ein Innengewinde aufweist, welches mit dem Gewinde
des Austrennwerkzeugs korrespondiert.
[0021] Gemäß einem noch weiteren Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Verfahren
zum Austrennen einer Öffnung in eine Gehäusewandung mit einem Austrennwerkzeug gemäß
einem der vorangehenden Ausführungsformen gelöst, mit dem Bereitstellen eines Gewindestutzens
an einer Gehäusewandung, dem Eindrehen eines Austrennwerkzeugs in den Gewindestutzen,
und dem Austrennen der Öffnung in die Gehäusewandung durch die Austrennvorrichtung,
welche an dem stirnseitigen Abschnitt des Austrennwerkzeugs angeordnet ist. Dadurch
erfolgt ein beschädigungsfreies und spanfreies Herstellen an der Gehäusewandung. Zusätzlich
wird eine einfache Bedienung sowie eine einfache Zugänglichkeit bei eingeschränkten
Platzverhältnissen realisiert, wobei kein Herausschlagen von Gehäusebereichen notwendig
ist. In der Konsequenz wird das Risiko von Beschädigungen der Gehäusewandung reduziert
und Dichtungsprobleme werden verhindert.
[0022] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden im Folgenden näher beschrieben.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs,
- Fig. 2A
- eine Darstellung eines Austrennwerkzeugs,
- Fig. 2B
- eine Darstellung eines weiteren Austrennwerkzeugs,
- Fig. 2C
- eine Darstellung eines noch weiteren Austrennwerkzeugs,
- Fig. 2D
- eine Darstellung eines Austrennwerkzeugs mit Schutzkappe,
- Fig. 2E
- eine Darstellung eines weiteren Austrennwerkzeugs mit Schutzkappe,
- Fig. 2F
- eine Darstellung eines noch weiteren Austrennwerkzeugs mit Schutzkappe,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Montagevorrichtung,
- Fig. 4
- eine weitere schematische Darstellung einer Montagevorrichtung,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer Montagevorrichtung,
- Fig. 6A
- eine weitere perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs,
- Fig. 6B
- eine noch weitere perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs,
- Fig. 6C
- eine noch weitere perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs,
- Fig. 7A
- eine stirnseitige Darstellung eines Austrennwerkzeugs,
- Fig. 7B
- eine weitere stirnseitige Darstellung eines Austrennwerkzeugs, und
- Fig. 7C
- eine noch weitere stirnseitige Darstellung eines Austrennwerkzeugs.
[0024] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs 100. Das
Austrennwerkzeug 100 weist eine Austrennvorrichtung 105 an einem Ende des Austrennwerkzeugs
100 und ein Gewinde 107 auf. Das Gewinde 107 ist korrespondierend mit einem Gewindestutzen
110 ausgebildet (nicht gezeigt), welcher an einer Gehäusewandung 103 eines Elektro-Leergehäuses
ausgebildet ist. Durch das Eindrehen des Austrennwerkzeugs 100 in den Gewindestutzen
110 ist es möglich, mittels der angeordneten Austrennvorrichtung 105 eine definierte
Öffnung 102 in die Gehäusewandung 103 zu schneiden. Hierbei besteht ein deutlich reduziertes
Risiko ungewollter Beschädigungen des Elektro-Leergehäuses und es besteht kein Verbleib
von Bruchstücken in dem Gehäuseinneren. An einem der Austrennvorrichtung 105 entgegengesetzten
Ende des Austrennwerkzeugs 100, befindet sich ein Betätigungsbereich 109 zum Antreiben
des Austrennwerkzeugs 100 mit einem Werkzeug. Dieser Betätigungsbereich 109 kann beispielsweise
besonders einfach mit einem Steck-, Ring- oder einem Gabelschlüssel betätigt werden.
Somit ist der Betätigungsbereich 109 entsprechend sechseckig ausgebildet. Ebenso ist
jedoch auch eine Ausbildung zum Betätigen mittels eines Inbusschlüssels oder eines
Schraubendrehers denkbar. Zusätzlich weist der Betätigungsbereich 109 seitliche Öffnungen
111 auf. Die seitlichen Öffnungen 111 befinden sich an jeder durch die sechseckige
Grundform ausgebildeten Seitenfläche des Betätigungsbereichs 109, wodurch das Antreiben
des Austrennwerkzeugs 100 mittels eines einfachen stabförmigen Werkzeugs möglich ist.
Hier muss lediglich ein stabförmiges Werkzeug, wie beispielsweise ein Schraubendreher,
in eine der seitlichen Öffnungen 111 eingeführt werden. Hierdurch entsteht eine verbesserte
Hebelwirkung um das Einschneiden oder Austrennen und Öffnen der Gehäusewandung 103
für einen Nutzer zu vereinfachen. Die Austrennvorrichtung 105 an dem stirnseitigen
Abschnitt des Austrennwerkzeugs 100 weist zwei sich durchdringende Zylinderkonturen
auf. Diese Zylinderkonturen sind zueinander um 90° gedreht angeordnet und umfassen
eine wellenartige Kontur. Das Austrennwerkzeug 100 ist einstückig ausgebildet und
besteht aus einem Metall. Aus Kostengründen bietet sich hierfür besonders Stahl oder
eine Messinglegierung an.
[0025] Die Figur 2a zeigt eine Darstellung eines Austrennwerkzeugs 100 mit einer Schutzkappe
115. Das Austrennwerkzeug 100 umfasst die Austrennvorrichtung 105, das Gewinde 107
zum Einschrauben des Austrennwerkzeugs 100 in einen Gewindestutzen 110 einer Gehäusewandung
103 und den Betätigungsbereich 109 mit den seitlich angeordneten Öffnungen 111. Zum
Schutz vor Transportschäden und als Korrosionsschutz der Austrennvorrichtung 105 kann
die Schutzkappe 115 stirnseitig über der Austrennvorrichtung 105 angeordnet werden.
Hierbei umfasst die Schutzkappe 115 ein entsprechendes Innengewinde, welches mit dem
Gewinde 107 des Austrennwerkzeugs 100 korrespondiert. Somit kann die Schutzkappe 115
einfach auf das Austrennwerkzeug 100 aufgeschraubt werden.
[0026] Die Figur 2b zeigt eine Darstellung eines weiteren Austrennwerkzeugs 100 mit einer
Schutzkappe 115. Das Gewinde 107 und die Austrennvorrichtung 105 umfassen eine gegenüber
dem Austrennwerkzeug 100 aus der Figur 2a abweichende Größe auf, wodurch auch die
Größe der korrespondierenden Schutzkappe 115 angepasst ausgebildet ist.
[0027] Die Figur 2c zeigt eine Darstellung eines noch weiteren Austrennwerkzeugs 100. Gegenüber
den Figuren 2a und 2b weisen das Gewinde 107, die Austrennvorrichtung 105 und die
Schutzkappe 115 eine abweichende weitere Größe auf.
[0028] Die Figuren 2d bis 2f entsprechen der Figuren 2a bis 2c, wobei die jeweilige Schutzkappe
115 auf das entsprechende Austrennwerkzeug 100 aufgeschraubt angeordnet ist.
[0029] Die Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Montagevorrichtung 101 in einer
Seitenansicht. Das Austrennwerkzeug 100 umfasst die Austrennvorrichtung 105, das Gewinde
107 und den Betätigungsbereich 109 mit den seitlich angeordneten Öffnungen 111. Das
Austrennwerkzeug 100 befindet sich in einer unmittelbar vor einem Gewindestutzen 110
einer Gehäusewandung 103, wobei der Gewindestutzen 110 ein Innengewinde 113 umfasst,
welches mit dem Gewinde 107 des Austrennwerkzeugs 100 korrespondiert. Der Boden des
Gewindestutzens 110 befindet sich einem verschlossenen Zustand, wobei durch das Einschneiden
der Austrennvorrichtung 105 in die Gehäusewandung 103 ein Ausschnitt 104 heraustrennbar
ist. Auf einer dem Gewindestutzen 110 entgegengesetzten Seite der Gehäusewandung 103
befindet sich eine Sicherungsvorrichtung 117, welche den Ausschnitt 104 mit der Gehäusewandung
103 zusätzlich verbindet.
[0030] Die Figur 4 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer Montagevorrichtung
101 in einer Seitenansicht. Das Austrennwerkzeug 100 befindet sich in einem in den
Gewindestutzen 110 der Gehäusewandung 103 eingeschraubten Zustand. Die Austrennvorrichtung
105 des Austrennwerkzeugs 100 hat den Ausschnitt 104 des Gewindestutzens 110 herausgeschnitten,
wodurch die Öffnung 102 in der Gehäusewandung 103 ausgebildet ist. Durch die Sicherungsvorrichtung
117 kann der Ausschnitt 104 nicht unkontrolliert in dem Gehäuseinneren verbleiben
oder dort verloren gehen. Stattdessen wird der Ausschnitt 104 unmittelbar an die Öffnung
102 angrenzend gesichert und kann dort verbleiben oder manuell entfernt werden. Die
Sicherungsvorrichtung 117 wäre beispielsweise mit einer dünnen Kunststoffverbindung
möglich. Dies würde mögliche Störungen des Elektro-Leergehäuses und den Verbleib von
Bruchstücken im Gehäuseinneren vollständig verhindern.
[0031] Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Montagevorrichtung 101.
Das Austrennwerkzeug 100 befindet sich in dem in den Gewindestutzen 110 der Gehäusewandung
103 eingeschraubten Zustand, wobei die Austrennvorrichtung 105 des Austrennwerkzeugs
100 den Ausschnitt 104 des Gewindestutzens 110 herausgeschnitten hat und wodurch die
Öffnung 102 in der Gehäusewandung 103 ausgebildet ist.
[0032] Die Figur 6a zeigt eine weitere perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs
100. Das Austrennwerkzeug 100 umfasst die Austrennvorrichtung 105, das Gewinde 107
zum Einschrauben des Austrennwerkzeugs 100 in einen Gewindestutzen 110 einer Gehäusewandung
103 und den Betätigungsbereich 109 mit den seitlich angeordneten Öffnungen 111. Stirnseitig
ist an dem Austrennwerkzeug 100 ein Innensechskant angeordnet, um die Austrennvorrichtung
100 beispielsweise mit einem Innensechskantschlüssel, axial anzutreiben zu können.
[0033] Die Figur 6b zeigt eine noch weitere perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs
100. An dem stirnseitigen Ende des Austrennwerkzeugs 100 ist ein Innenvierkant angeordnet,
um die Austrennvorrichtung 100 mit einem Innenvierkantschlüssel axial anzutreiben
zu können.
[0034] Die Figur 6c zeigt eine noch weitere perspektivische Darstellung eines Austrennwerkzeugs
100. An dem stirnseitigen Ende des Austrennwerkzeugs 100 ist ein kreuzförmiger Schlitz
angeordnet, um die Austrennvorrichtung 100 mit einem Schraubendreher oder einem entsprechend
gehaltenen Blechstreifen axial anzutreiben zu können.
[0035] Die Figur 7a zeigt eine stirnseitige Darstellung eines Austrennwerkzeugs 100. Die
Stirnseite des Austrennwerkzeugs 100 entspricht der Darstellung mit Innensechskant
aus Figur 6a.
[0036] Die Figur 7b zeigt eine weitere stirnseitige Darstellung eines Austrennwerkzeugs
100. Die Stirnseite des Austrennwerkzeugs 100 entspricht der Darstellung mit Innenvierkant
aus Figur 6b.
[0037] Die Figur 7c zeigt eine noch weitere stirnseitige Darstellung eines Austrennwerkzeugs
100. Die Stirnseite des Austrennwerkzeugs 100 entspricht der Darstellung mit kreuzförmigem
Schlitz aus Figur 6c.
[0038] Alle in Verbindung mit einzelnen Ausführungsformen der Erfindung erläuterten und
gezeigten Merkmale können in unterschiedlicher Kombination in dem erfindungsgemäßen
Gegenstand vorgesehen sein, um gleichzeitig deren vorteilhafte Wirkungen zu realisieren.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
- 100
- Austrennwerkzeug
- 101
- Montagevorrichtung
- 102
- Öffnung
- 103
- Gehäusewandung
- 104
- Ausschnitt
- 105
- Austrennvorrichtung
- 107
- Gewinde
- 109
- Betätigungsbereich
- 110
- Gewindestutzen
- 111
- Seitliche Öffnungen
- 113
- Innengewinde
- 115
- Schutzkappe
1. Austrennwerkzeug (100) zum Austrennen einer Öffnung (102) in eine Gehäusewandung (103),
mit:
einer Austrennvorrichtung (105), welche an einem stirnseitigen Abschnitt des Austrennwerkzeugs
(100) angeordnet ist, gekennzeichnet durch ein Gewinde (107) zum Einschrauben
des Austrennwerkzeugs (100) in einen Gewindestutzen (110) in oder an einer Gehäusewandung
(103) um eine Öffnung (102) in eine Gehäusewandung (103) einzubringen.
2. Austrennwerkzeug (100) nach Anspruch 1, wobei das Austrennwerkzeug (100) einen Betätigungsbereich
(109) zum Antreiben des Austrennwerkzeugs (100) mittels eines Werkzeugs aufweist.
3. Austrennwerkzeug (100) nach Anspruch 2, wobei der Betätigungsbereich (109) mit einem
Steck-, Ring- oder Gabelschlüssel, Schraubendreher, Innensechskantschlüssel oder einem
zylinderstiftartigem Werkzeug von innen oder von außen radial oder axial antreibbar
ausgebildet ist.
4. Austrennwerkzeug (100) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei der Betätigungsbereich
(109) seitliche Öffnungen (111) aufweist, um das Austrennwerkzeug (100) mit einem
stabförmigen Werkzeug radial anzutreiben.
5. Austrennwerkzeug (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die stirnseitige
Austrennvorrichtung (105) als Mehrfachschneide ausgebildet ist.
6. Austrennwerkzeug (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die stirnseitige
Austrennvorrichtung (105) durch mehrere sich durchdringende Zylinderkonturen gebildet
ist.
7. Austrennwerkzeug (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Austrennvorrichtung
(105) eine wellenartige Kontur umfasst.
8. Austrennwerkzeug (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Austrennvorrichtung
(105) eine sägezahnförmige Kontur umfasst.
9. Austrennwerkzeug (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Austrennvorrichtung
(105) eine locheisenartige Zylinderkontur zum Ausstanzen der Öffnung umfasst.
10. Austrennwerkzeug (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei zumindest die
Austrennvorrichtung (105) aus Metall ausgebildet ist.
11. Austrennwerkzeug (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Austrennwerkzeug
(100) einstückig ausgebildet ist.
12. Austrennwerkzeug (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Austrennwerkzeug
(100) modular ausgebildet ist, um den Betätigungsbereich (109) von dem Austrennwerkzeug
(100) zu trennen.
13. Austrennwerkzeug (100) nach Anspruch 12, wobei der Betätigungsbereich (109) und das
Austrennwerkzeug (100) mittels einer Steckverbindung verbindbar ausgebildet sind.
14. Montagevorrichtung (101) zum Austrennen einer Öffnung (102) in eine Gehäusewandung
(103) mit einem Austrennwerkzeug (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, und einer
Gehäusewandung (103) mit einem Gewindestutzen (110), wobei der Gewindestutzen (110)
ein Innengewinde (113) aufweist, welches mit dem Gewinde (107) des Austrennwerkzeugs
(100) korrespondiert.
15. Verfahren zum Austrennen einer Öffnung (102) in eine Gehäusewandung (103) mit einem
Austrennwerkzeug (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, mit:
Bereitstellen eines Gewindestutzens (110) an einer Gehäusewandung (103);
Eindrehen eines Austrennwerkzeugs (100) in den Gewindestutzen (110); und
Austrennen der Öffnung (102) in die Gehäusewandung (103) durch die Austrennvorrichtung
(105), welche an dem stirnseitigen Abschnitt des Austrennwerkzeugs (100) angeordnet
ist.
1. A cut-out tool (100) for cutting out an opening (102) into a housing wall (103), comprising:
a cut-out device (105) arranged on an end-face section of the cut-out tool (100),
characterized by a thread (107) for screwing the cut-out tool (100) into a threaded connecting piece
(110) in or at a housing wall (103) in order to introduce an opening (102) into a
housing wall (103).
2. The cut-out tool (100) according to claim 1, wherein the cut-out tool (100) has an
actuating area (109) for driving the cut-out tool (100) by means of a tool.
3. The cut-out tool (100) according to claim 2, wherein the actuating area (109) is configured
to be radially or axially drivable from the inside or outside by a socket wrench,
a ring wrench or an open-ended wrench, a screwdriver, an Allen wrench or a cylindrical
pin-like tool.
4. The cut-out tool (100) according to one of claims 2 or 3, wherein the actuating area
(109) comprises lateral openings (111) for radially driving the cut-out tool (100)
with a rod-shaped tool.
5. The cut-out tool (100) according to one of the preceding claims, wherein the end-face
cut-out device (105) is configured with multiple cutting edges.
6. The cut-out tool (100) according to one of the preceding claims, wherein the end-face
cut-out device (105) is formed by a plurality of intersecting cylindrical contours.
7. The cut-out tool (100) according to one of the preceding claims, wherein the cut-out
device (105) comprises a wave-like contour.
8. The cut-out tool (100) according to one of claims 1 to 6, wherein the cut-out device
(105) comprises a sawtooth-shaped contour.
9. The cut-out tool (100) according to one of claims 1 to 6, wherein the cut-out device
(105) comprises a punch-like cylindrical contour for punching out the opening.
10. The cut-out tool (100) according to one of the preceding claims, wherein at least
the cut-out device (105) is formed from metal.
11. The cut-out tool (100) according to one of the preceding claims, wherein the cut-out
tool (100) is integrally formed.
12. The cut-out tool (100) according to one of claims 1 to 10, wherein the cut-out tool
(100) is modularly formed in order to separate the actuating area (109) from the cut-out
tool (100).
13. The cut-out tool (100) according to claim 12, wherein the actuating area (109) and
the cut-out tool (100) are formed to be connectable via a plug connection.
14. A mounting fixture (101) for cutting out an opening (102) into a housing wall (103)
which comprises a cut-out tool (100) according to one of claims 1 to 13 and a housing
wall (103) with a threaded connecting piece (110), wherein the threaded connecting
piece (110) comprises an internal thread (113) corresponding to the thread (107) of
the cut-out tool (100).
15. A method for cutting out an opening (102) into a housing wall (103) with a cut-out
tool (100) according to one of claims 1 to 13, the method comprising:
providing a threaded connecting piece (110) at a housing wall (103);
screwing a cut-out tool (100) into the threaded connecting piece (110); and
cutting out the opening (102) into the housing wall (103) by means of the cut-out
device (105) arranged on the end-face section of the cut-out tool (100).
1. Outil de découpe (100) destiné à découper une ouverture (102) dans une paroi de boîtier
(103), comprenant :
un dispositif de découpe (105) qui est disposé sur une partie frontale de l'outil
de découpe (100),
caractérisé par un filet (107) pour visser l'outil de découpe (100) dans un raccord fileté (110)
dans ou sur une paroi de boîtier (103) pour pratiquer une ouverture (102) dans une
paroi de boîtier (103).
2. Outil de découpe (100) selon la revendication 1, dans lequel l'outil de découpe (100)
présente une zone d'actionnement (109) pour entraîner l'outil de découpe (100) au
moyen d'un outil.
3. Outil de découpe (100) selon la revendication 2, dans lequel la zone d'actionnement
(109) est réalisée pour pouvoir être entraînée radialement ou axialement, de l'intérieur
ou de l'extérieur, à l'aide d'une clé à douille, polygonale ou à fourche, d'un tournevis,
d'une clé Allen ou d'un outil de type goupille cylindrique.
4. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3, dans lequel
la zone d'actionnement (109) présente des ouvertures latérales (111) pour entraîner
radialement l'outil de découpe (100) à l'aide d'un outil en forme de barre.
5. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de découpe (105) sur la face est réalisé sous la forme d'un dispositif
multilame.
6. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de découpe (105) sur la face est formé par plusieurs contours
cylindriques imbriqués.
7. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de découpe (105) comprend un contour ondulé.
8. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel
le dispositif de découpe (105) comprend un contour en forme de dent de scie.
9. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel
le dispositif de découpe (105) comprend un contour cylindrique de type poinçon pour
poinçonner l'ouverture.
10. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel au moins le dispositif de découpe (105) est réalisé en métal.
11. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel l'outil de découpe (100) est réalisé d'une seule pièce.
12. Outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, dans lequel
l'outil de découpe (100) est réalisé de manière modulaire pour séparer la zone d'actionnement
(109) de l'outil de découpe (100).
13. Outil de découpe (100) selon la revendication 12, dans lequel la zone d'actionnement
(109) et l'outil de découpe (100) sont réalisés de manière à pouvoir être reliés au
moyen d'une connexion enfichable.
14. Dispositif de montage (101) destiné à découper une ouverture (102) dans une paroi
de boîtier (103), comprenant un outil de découpe (100) selon l'une quelconque des
revendications 1 à 13 et une paroi de boîtier (103) munie d'un raccord fileté (110),
le raccord fileté (110) présentant un taraudage (113) qui correspond au filet (107)
de l'outil de découpe (100).
15. Procédé destiné à découper une ouverture (102) dans une paroi de boîtier (103) à l'aide
d'un outil de découpe (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, comprenant
les étapes consistant à :
fournir un raccord fileté (110) sur une paroi de boîtier (103) ;
visser un outil de découpe (100) dans le raccord fileté (110) ; et
découper l'ouverture (102) dans la paroi de boîtier (103) par le dispositif de découpe
(105) qui est disposé sur la partie frontale de l'outil de découpe (100).
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