| (19) |
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(11) |
EP 3 551 808 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.09.2021 Patentblatt 2021/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/081757 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/104413 (14.06.2018 Gazette 2018/24) |
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| (54) |
DRUCKWASSERVENTIL
PRESSURISED WATER VALVE
VANNE D'EAU SOUS PRESSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
06.12.2016 SK 50332016 06.12.2016 SK 50342016
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.2019 Patentblatt 2019/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Swiss Aqua Technologies AG |
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9444 Diepoldsau (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PANCURAK, Frantisek
SK-08001 Presov (SK)
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| (74) |
Vertreter: Sedlák, Jirí |
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Okruzni 2824 370 01 Ceské Budejovice 370 01 Ceské Budejovice (CZ) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 830 177 US-A- 3 817 286 US-A1- 2006 196 542
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US-A- 3 416 556 US-A- 6 119 713
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Druckwasserventil (auch Druckspülventil genannt)
für eine WC-Anlage, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Der Wunsch möglichst wenig Wasser in WC-Anlagen verwenden zu müssen, hat zum einen
zu WC-Anlagen geführt, die eine Wahleinrichtung aufweisen, mittels derer zwischen
unterschiedlichen Wassermengen zum Spülen gewählt werden kann. Ein solches Spülsystem
ist beispielsweise in
WO 2010/030264 A1 offenbart. Zum anderen hat der Wunsch, Wasser bei der WC-Spülung zu sparen, zu Druckwasserspülsystem
geführt, in denen ein höherer Wasserdruck beim Spülen dafür sorgt, dass mit einer
in der Regel geringeren Wassermenge eine gleich gute oder sogar bessere Spülung im
Vergleich mit herkömmlichen Spülsystemen erreicht wird. Eine Kombination aus einem
Druckwasserspülsystem und einer Spüleinrichtung mit Wahlfreiheit zwischen zwei verschiedenen
Wassermengen ist in
EP 1 537 277 B1 bekannt.
[0003] Für ein besseres Verständnis des Grundprinzips ist in
Figur 1 beispielhaft und rein schematisch eine WC-Anlage 2000 mit einem Druckwasserspülsystem
2002 dargestellt. Ein Druckwasserbehälter 2004 des Druckwasserspülsystems 2002 ist
über eine Verbindungsleitung 2020 mit einem Druckwasserventil 2010 verbunden. Für
den Spülvorgang wird das Druckwasserventil 2010 betätigt, wodurch ein vordefiniertes
Wasservolumen druckbeaufschlagt als Spülwasser aus dem Druckwasserbehälter 2004 durch
das geöffnete Ventil 2010 und eine sich stromabwärts an das Ventil anschliessende
Abflussleitung 2022 in ein WC-Becken 2006 geleitet wird. Das vordefinierte Wasservolumen
hat einen vordefinierten ersten Druck Dl (angedeutet mit dem Pfeil Dl), der grösser
ist als der Wasserdruck D2 (siehe Pfeil D2) unter Luftatmosphäre. Derartige Druckwasserspülsysteme
2002 arbeiten in der Regel nach dem Prinzip eines Hydraulikspeichers. Durch einen
Siphon 2012 fliesst ein erster Teil des Spülwassers aus dem WC-Becken 2006 als Abwasser
in die Abwasserleitung 2008 ab und weiter in die Kanalisation (nicht dargestellt).
Ein später eingeflossener Teil des Spülwassers bleibt dagegen im Siphon 2012 stehen,
wodurch die Abwasserleitung 2008 geruchsdicht gegen das WC-Becken 2006 hin verschlossen
wird. Der Druckwasserbehälter 2004 wird nach einem Spülvorgang durch nachfliesendes
Wasser aus dem lokalen Wasserversorgungssystem über die lokale Wasserversorgungsleitung
2014 (auch Trinkwasserleitung 2014 genannt) nachgefüllt. Je nach System kann optional
zwischen der lokalen Wasserversorgungsleitung 2014 und dem Druckwasserspülsystem 2002
der WC-Anlage 2000 ein Ventil 2018 oder Rückschlagventil etc. vorgesehen sein.
[0004] Für WC-Anlagen inklusive für Druckwasserspülsysteme für WC- Anlagen sind zumindest
in den meisten Ländern Europas die Vorgaben der Norm EN 1717 und in vielen Ländern
ausserhalb Europas ähnliche Normen zu berücksichtigen. Aus
WO 2016/163959 A2 ist ein Beispiel für ein Druckwasserspülsystem bekannt, das die Norm EN 1717 einhält
und das mit einem Druckwasserbehälter, einem davon separierten Hydraulik-Akkumulator
und einem entsprechenden Druckspülventil versehen ist. Das Druckspülventil trennt
dabei den Druckwasserbehälter von der Abflussleitung, welche zum WC-Becken führt,
und wird zum Spülen geöffnet.
[0005] Druckwasserspülsysteme der oben beschriebenen Art für WC-Anlagen sind seit längerem
bekannt und dementsprechend auch Druckspülventile für solche Druckwasserspülsysteme.
Wie bei jedem Ventil gibt es auch bei diesen Druckwasserventilen einen Ventilsitz
und einen daruaf platzierbaren Ventilkörper sowie eine Betätigungsvorrichtung, mittels
derer das Ventil betätigbar und der Ventilkörper vom Ventilsitz lösbar ist. Ventilsitz
und Ventilkörper sind dabei derart ausgestaltet und zwischen einem Druckwasserbehälter
2004 bzw. einer Verbindungsleitung 2020 und einer Abflussleitung 2022 (siehe Fig.
1) angeordnet, dass durch das Betätigen des Druckspülventils 2010 ein definiertes
Wasservolumen zum Spülen aus dem Druckwasserbehälter 2004 des Druckwasserspülsystems
2000 in das WC-Becken 2006 strömt. In der Regel weist das Druckwasserventil eine RückStelleinrichtung
auf, die dafür sorgt, dass der Ventilkörper nach einer bestimmten Zeitdauer wieder
dichtend auf dem Ventilsitz aufsitzt und das Ventil also nach dieser bestimmten Zeitdauer
wieder geschlossen wird. Oft ist auch ein Justierelement vorhanden, mittels dessen
das Wasservolumen einstellbar ist, welches bei einem Spülvorgang ins WC-Becken fliesst.
[0006] Wie bereits oben erwähnt existieren in den meisten Ländern Normen wie die DIN EN
1717, die Vorschriften zur Reinhaltung des Trinkwassers enthält. Solche Vorschriften
geben vor, dass überall wo eine Strömungsverbindung zwischen Brauchwasser/Abwasser
und Trinkwasserleitung besteht - oder im Unglücksfall zustande kommen könnte -, das
Trinkwasser vor Verschmutzung durch zurückfliessendes Brauchwasser/Abwasser geschützt
werden muss. Zu einem Zurückfliessen/einsaugen des Brauchwassers in Richtung Trinkwasserleitung
kann es z.B. dann kommen, wenn in einem Gerät ein höherer Druck herrscht oder entsteht
als in der Trinkwasserleitung (= Unterdruck in der Trinkwasserleitung gegenüber dem
Druck im Gerät) , oder wenn der Druck in der Trinkwasseranlage absinkt, weil beispielsweise
in einem tieferen Stockwerk eine Armatur mit grossem Durchfluss geöffnet wird, z.B.
der Druckspüler eines Urinais. Unterdruck in der Trinkwasserzuleitung und ein entsprechendes
ZurückfHessen/Einsaugen des Brauchwassers kann des Weiteren auch aufgrund eines Rohrbruchs
auftreten oder, wenn in einem abgesperrten Leitungsabschnitt in einem Wasserversorgungssystem
eine Armatur an einem tiefer gelegenen Punkt geöffnet wird, wie dies bei Reparaturarbeiten
an einer häuslichen Wasserleitungsanlagen immer wieder vorkommt.
[0007] Die vorliegende Erfindung stellt ein Druckspülventil für ein oben beschriebenes Druckwasserspülsystem
für eine WC- Anlage zur Verfügung, das ein Zurückfliesen des Brauchwassers in die
Trinkwasserleitung zuverlässig verhindert.
[0008] Dieses Druckspülventil wird mit einer Wahleinrichtung ergänzt, welche die Wahl zwischen
unterschiedlichen Wassermengen zum Spülen ermöglicht.
[0009] Von
DE 830 177 C ist ein ähnliches Druckwasserventil bekannt. Dieses Druckwasserventil umfasst ein
Ventilgehäuse mit einem Einlassstutzen und einem Auslassstutzen; einen Ventilsitz
und einen Ventilkörper, die derart zwischen dem Einlassstutzen und dem Auslassstutzen
angeordnet sind, dass durch betätigen des Ventils ein definiertes Wasservolumen zum
Spülen durch den Auslassstutzen in ein WC-Becken leitbar ist; eine Betätigungsvorrichtung,
mittels derer das Ventil betätigbar und der Ventilkörper vom Ventilsitz lösbar ist;
eine Rücksteileinrichtung, die den Ventilkörper auf den Ventilsitz zurück bewegt;
ein Justierelement mittels dessen das Wasservolumen einstellbar ist, das zum Spülen
ins WC-Becken leitbar ist, ein in Hubrichtung des Ventilkörpers angeordneten Deckelstutzen
mit einer über dem Ventilkörper angeordneten Deckelkammer; und ein Ventilstutzen,
der sich in die gleiche Richtung wie der Auslassstutzen erstreckt. Die Deckelkammer
ist strömungstechnisch mit dem Auslassstutzen und/oder dem Ventilstutzen verbunden,
wobei mittels der Betätigungseinrichtung ein Öffnen diese Verbindung und mittels zumindest
eines Teils der Rücksteileinrichtung ein Schliessen dieser Verbindung möglich ist.
Das erfindungsgemäße Druckwasserventil unterscheidet sich von
DE 830 177 C in den folgenden Merkmalen:
- die Deckelkammer nur mittels Verbindungsnuten strömungstechnisch mit dem Einlassstutzen
verbunden ist,
- der Ventilstutzen axial kürzer ist als der Auslassstutzen,
- der Auslassstutzen und der Ventilstutzen radial einen ringförmigen Hohlraum umschliessen,
der einen Belüftungskanal bildet, wobei der Belüftungskanal im Bereich des Deckelstutzens
mit Belüftungsöffnungen in Strömungsverbindung steht.
[0010] Im Weiteren werden die Begriffe Auslassstutzen und Abflussstutzen synonym füreinander
verwendet.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform hat der Ventilstutzen einen geringeren Durchmesser
als der Abflussstutzen und mündet in den Abflusstutzen, wobei Ventilstutzen und Abflusstutzen
vorzugsweise konzentrisch angeordnet sind. Dies ist eine vorteilhafte Bauweise, wenn
der Druckwasserbehälter des Druckwasserspülsystems für eine WC- Anlage über eine Verbindungsleitung
mit dem Einlassstutzen des Druckwasserventils verbunden ist.
[0012] In einer anderen Ausführungsform des Druckwasserventils hat der Ventilstutzen einen
grösseren Durchmesser als der Abflussstutzen und umgibt den Abflusstutzen, wobei der
Abflussstutzen den Ventilstutzen in Abflussrichtung überragt und wobei der Ventilstutzen
und Abflusstutzen vorzugsweise konzentrisch angeordnet sind. Dies ist eine vorteilhafte
Bauweise, wenn der Druckwasserbehälter des Druckwasserspülsystems für eine WC-Anlage
direkt mit dem Einlassstutzen des Druckwasserventils verbunden ist oder sogar in diesen
übergeht.
[0013] In einer besonders einfach herstellbaren Ausführungsform des Druckwasserventils ist
das Ventilgehäuse einstückig ausgebildet ist und insbesondere mit dem Einlassstutzen,
dem Deckelstutzen, dem Ventilstutzen und dem Abflussstutzen einstückig ausgebildet
ist, wobei das Ventilgehäuse insbesondere als Gussteil oder Spritzgussteil ausgebildet
ist.
[0014] In einer speziellen Ausführungsform des Druckwasserventils ist der Ventilkörper im
Wesentlichen hohl ausgestaltet und sein mindestens einer Hohlraum steht strömungstechnisch
mit der Deckelkammer in Verbindung, wobei der mindestens eine Hohlraum eine zentrische
Öffnung in Richtung des Abflussstutzens aufweist, und wobei mittels eines Ventilstössels
ventilartig ein Schliessen und Öffnen der zentrische Öffnung möglich ist.
[0015] In einer Weiterentwicklung dieses Druckwasserventils besitzt der Ventilstössel einen
die zentrische Öffnung verschliessenden Stösselkopf, von dem ein Stössel absteht,
der einen geringeren Durchmesser hat als der Stösselkopf, wobei der Stössel und mit
ihm der Stösselkopf mittels der Betätigungsvorrichtung aus seiner Ruhelage verkippbar
ist.
[0016] In einer Variante des im obigen Absatz beschriebenen Druckwasserventils steht der
Stössel derart vom Stösselkopf ab, dass er durch die zentrische Öffnung aus dem Hohlraum
in Richtung des Abflussstutzens herausragt, wobei der Stössel mittels eines zu einer
Betätigungsvorrichtung gehörenden Stempels aus seiner Ruhelage verkippbar ist und
das Ventilgehäuse einen Gehäusefortsatz aufweist, der die Betätigungsvorrichtung aufnimmt.
[0017] In einer anderen Variante dieses Druckwasserventils steht der Stössel derart vom
Stösselkopf ab, dass er in die Deckelkammer hinein ragt und mittels eines Druckhebels
betätigbar ist, wobei der Druckhebel zu einer Betätigungsvorrichtung gehört, die von
der Seite der Deckelkammer über dem Ventilkörper bedienbar ist.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform des Druckwasserventils steht der Deckelraum mit
mindestens einer, vorzugsweise mit zwei, unter Umständen aber auch mit mehr als zwei
Flutungskammern einer Betätigungsvorrichtung strömungstechnisch in Verbindung. Dabei
steht die mindestens eine Flutungskammer, bzw. jede der Flutungskammer, auf ihrer
dem Deckelraum gegenüberliegenden Seite mit einem Wasserauslass in Strömungsverbindung,
wobei die Verbindung zwischen der jeweiligen Flutungskammer und dem Wasserauslass
mit einem Auslöser versehen ist, der von aussen bedienbar ist und in die Verbindung
zwischen der jeweiligen Flutungskammer und dem Wasserauslass hineinreicht und dort
ein ventilartiges Schließen und Öffnen dieser strömungstechnischen Verbindung ermöglicht,
wobei ein Öffnen dieser Verbindung auch ein Abfließen des Wassers aus der Deckelkammer
ermöglicht. Mehr als zwei Flutungskammer können sinnvoll sein, wenn zum Beispiel mehr
als zwei unterschiedliche Wassermengen zum Spülen zur Verfügung gestellt werden sollen.
In der Regel werden jedoch zwei Flutungskammer vorgesehen sein.
[0019] In einer Weiterentwicklung des Druckwasserventils sind mindestens zwei Flutungskammern
vorgesehen, in denen Regelkörper kolbenartig linear bewegbar sind, wobei der Hubweg
hl, h2 der Regelkörper mittels Justierschrauben einstallbar ist, und wobei der Hubweg
hl, h2 der Regelkörper auch das Wasservolumen bestimmt, das aus der Deckelkammer über
die entsprechende Flutungskammer entweicht, wodurch auch der Hub H des Ventilkörpers
beim Spülvorgang und somit den Spalt S über dem Ventilsitz und die Spülwassermenge
während des Spülvorgangs definiert sind.
[0020] Vorteilhafterweise ist in jeder der mindestens zwei Flutungskammern eine Rückstellvorrichtung,
insbesondere eine Rückstellfeder, vorgesehen, welche nach Abfließen des Druckwassers
aus der Flutungskammer den entsprechenden Regelkörper in seine Ausgansposition zurück
bewegt. Des Weiteren weist bei dieser Ausführungsform jede der mindestens zwei Flutungskammern
auf ihrer Innenwand Nuten auf oder der zugehörige Regelkörper weist Nuten auf, wobei
die Nuten nach dem Spülen ein Nachströmen von Wasser aus dem Deckelraum in die entsprechende
Flutungskammer ermöglichen.
[0021] Für die Montage sehr einfach und zeitsparend ist es, wenn die eine Flutungskammer,
bzw. jede der mindestens zwei Flutungskammer, zusammen mit ihrem Auslöser zu einem
Betätigungselement gehört, und alle Betätigungselemente zusammen mit dem Wasserauslass
in einer Baugruppe zusammengefasst sind. Einen weiteren Vorteil bezüglich Kosten und
Herstellbarkeit erreicht man, wenn die mindestens eine, bzw. zwei, Flutungskammer,
der Wasserauslass und die Strömungsverbindung zwischen beiden einstückig und insbesondere
als Gussteil oder Spritzgussteil ausgebildet sind.
[0022] In einer Variante des Druckwasserventils ist die Baugruppe mit dem mindestens einen
Betätigungselement mittels Schraubverbindung unmittelbar mit einem Deckel des Druckwasserventils
verbunden, welcher auf einer Seite die Deckelkammer verschließt, wobei die Schraubverbindung
einen Verbindungskanal beinhaltet, der die Strömungsverbindung zwischen der mindestens
einen, bzw. zwei, Flutungskammer und der Deckelkammer realisiert.
[0023] In einer anderen Variante des Druckwasserventils ist die Baugruppe mit dem mindestens
einen Betätigungselement mittels Verbindungsleitung mit einem Deckel des Druckwasserventils
verbunden, welcher auf einer Seite die Deckelkammer verschließt, wobei die Verbindungsleitung
einen Verbindungskanal beinhaltet, der die Strömungsverbindung zwischen der mindestens
einen, bzw. zwei, Flutungskammer und der Deckelkammer verwirklicht. Die Verwirklichung
der Flutungsräume enthaltenen Betätigungselemente ermöglicht es, das Druckwasserspülventil
mit einfachen Handgriffen so umzugestalten, dass damit auch mit unterschiedlichen
Spülwassermengen gespült werden kann. Vorteilhaft bei dieser Ausgestaltung ist ferner,
dass hierfür nur ein Druckwasserbehälter benötigt wird, während herkömmliche Druckwassersysteme,
die unterschiedliche spülwassermengen zur Verfügung stellen wollen, in der Regel entsprechend
viele Druckwasserbehälter benötigen.
[0024] Die Zusammenfassung der Betätigungselemente mit ihren Flutungskammern in einer einzigen
Baugruppe macht die Konstruktion kompakt und mit wenigen Handgriffen installierbar.
Auch bestehende Druckwasserventile, insbesondere der hier beschriebenen Bauart lassen
sich mit solchen baugruppen um- bzw. nachrüsten auf ein Druckwasserspülsystem, das
unterschiedliche Wassermengen fürs Spülen zur Verfügung stellt.
[0025] Besonders Vorteilhaft, weil einfach und im Sinne der EN 1717 sicher, ist es, wenn
der Wasserauslass für einen Abfluss des Wassers mit dem Abflussstutzen oder dem Ventilstutzten
strömungstechnisch verbunden ist. Druckwasserspülsysteme für eine WC-Anlage, die wenigstens
einen Druckwasserbehälter umfassen, der flussaufwärts an eine örtliche Druckwassser-
oder Trinkwasserleitung anschliessbar ist und der flussabwärts mit einem Druckwasserventil
in Strömungsverbindung steht, die des Weiteren ein flussabwärts vom Druckwasserventil
angeordnetes und mit diesem in Strömungsverbindung stehendes WC-Becken umfassen, das
flussabwärts an eine Abwasserleitung anschliessbar ist sind besonders vorteilhaft
mit einem Druckwasserventil ausgerüstet, das entsprechend den oben gegebenen Beschreibungen
ausgebildet ist.
[0026] Wie bereits erwähnt lassen sich aufgrund der Kompaktheit des Druckwasserventils und
seiner einfachen Montage auch bestehende Druckwasserspülsysteme für WC-Anlagen damit
nachrüsten.
[0027] Hierfür ist es möglich den Druckwasserbehälter via eine Verbindungsleitung mit dem
Einlassstutzen des Druckwasserventils zu verbinden. Der Druckasserbehälter kann also
in einiger Entfernung zum Druckwasserventil angeordnet sein. Es ist aber auch möglich,
dass der Druckwasserbehälter des Druckwasserspülsystems unmittelbar mit dem Einlassstutzen
des Druckwasserventils verbunden ist oder in diesen übergeht.
[0028] Weitere Ausführungsformen und Weiterentwicklungen der Erfindung sind auch in den
abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0029] Das erfindungsgemässe Druckspülventil wird nachfolgend anhand von in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Gleiche Elemente in den Figuren
sind mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. Die rein schematischen Darstellungen
in den Figuren sind nicht massstäblich. Die Erläuterungen erfolgen nur beispielhaft
und haben keine beschränkende Wirkung. Die Figuren zeigen rein schematisch:
Fig.1 eine WC-Anlage mit einem Druckwasserspülsystem gemäss Stand der Technik;
Fig.2 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen Druckspülventils von oben;
Fig.3 das Druckspülventil aus Fig. 2 in geschlossenem Zustand in einem Schnitt entlang
der Schnittlinie III-III in Fig. 2, die sich weiter entlang einer Längsachse eines
Ventilkörpers des Druckspülventils erstreckt;
Fig.4 das Druckspülventil aus Fig. 2 entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 2 und
ebenfalls in einem Schnitt entlang der Längsachse des Ventilkörpers;
Fig.5 das Druckspülventil aus Fig. 2 bzw. Fig. 3 entlang der Schnittlinie V-V in Fig.
3 mit Blick von unten auf den Ventilkörper und eine Betätigungsvorrichtung für das
Druckspülventil;
Fig.6 das Druckspülventil aus Fig. 2 bzw. Fig. 3 entlang der Schnittlinie VI-VI in
Fig. 3 mit einem perspektivischen Blick schräg von oben auf die angeschnittene Betätigungsvorrichtung;
Fig.7 das Druckspülventil aus Fig. 2 bzw. Fig. 3 in gleicher Schnittdarstellung wie
in Fig. 3 aber in geöffnetem Zustand mit Wasserdurchfluss ;
Fig.8 das Druckspülventil aus Fig. 2 bzw. Fig. 4 in gleicher Schnittdarstellung wie
in Fig. 4 aber in geöffnetem Zustand mit Wasserdurchfluss ;
Fig.9 das Druckspülventil aus Fig. 8 in geöffnetem Zustand bei Unterdruck in der Wasserversorgungsleitung;
Fig.10 in Schnittansicht mit Schnitt durch Ventilkörper eine Variante BetätigungsVorrichtung;
Fig.11 perspektivisch schräg von oben eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen
Druckspülventils mit der Möglichkeit zwischen zwei unterschiedlichen Wassermengen
(hier ^ und volle Spülwassermenge) zu wählen;
Fig.12 das Druckspülventil aus Fig. 11 im Schnitt entlang der Schnittebene XII-XII
in Fig. 11 und entlang einer Längsachse eines Ventilkörpers des Druckspülventils und
zwar in geschlossenem Zustand;
Fig.13 das Druckspülventil aus Fig. 11 in gleicher Schnittansicht wie in Fig. 12,
wobei aber die links in der Figur 11 gezeigte Betätigungseinheit für die geringere
Wassermenge (hier die ^ Spülwassermenge) betätigt ist und das Ventil entsprechend
weit geöffnet ist;
Fig.14 das Druckspülventil aus Fig. 11 im Schnitt entlang der Schnittebene XIV-XIV
in Fig. 11 in geschlossenem Zustand;
Fig.15 das Druckspülventil aus Fig. 11 in gleicher Schnittansicht wie in Fig. 14,
wobei aber die rechts hinten in der Figur 11 gezeigte Betätigungseinheit für die volle
Wassermenge betätigt ist und das Ventil entsprechend weit geöffnet ist;
das Druckspülventil aus Fig. 11 mit geschlossenem Ventil im Schnitt entlang der Schnittebene
XII-XII in Fig. 11
Fig.16 das Druckspülventil aus Fig. 11 in gleicher Schnittansicht wie in Fig. 14,
wobei aber die links hinten in der Figur 11 gezeigte Betätigungseinheit für die geringe
Wassermenge (hier ^ Spülwassermenge) betätigt ist und das Ventil entsprechend weit
geöffnet ist; und
Fig.17 perspektivisch von aussen eine Variante des Druckspülventils aus Fig. 11.
[0030] In den Figuren 2 bis 6 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Druckwasserventils
10 in geschlossenem Zustand dargestellt. Im Folgenden wird der Aufbau des Druckspülventils
10 anhand dieser Figuren beschrieben.
[0031] Wie aus den Figuren ersichtlich hat das Druckwasserventil 10 ein Ventilgehäuse 9,
das einen Einlassstutzen 20 mit einer Achse 2, einen Gehäusefortsatz 7 und etwa senkrecht
zum Einlassstutzen 20 einen Deckelstutzen 25 umfasst. Im Bereich des Deckelstutzens
25 sind im Ventilgehäuse 9 Belüftungsöffnungen 80 vorgesehen. Des Weiteren umfasst
das Gehäuse 9 in Verlängerung des Deckelstutzens 25 und dem Deckelstutzen 25 bezüglich
der Achse 2 gegenüberliegend einen Abflussstutzen 22, wobei Dackelstutzen 25 und Abflussstutzen
22 in diesem Beispiel konzentrisch sind - was aber nicht zwingend so sein muss - und
eine Ventillängsachse 1 definieren. Das Ventilgehäuse 9 ist vorzugsweise - wie in
diesem Beispiel gezeigt - einstückig ausgebildet.
[0032] Der Einlassstutzen 20 ist für den Anschluss einer Verbindungsleitung 2020 (siehe
Figur 1) zu einem Druckwasserbehälter 2004 (Figur 1) vorgesehen. Der Abflussstutzen
22, ist dafür vorgesehen, dass an ihn die Abflussleitung 2022 (Fig. 1) zum WC-Becken
2006 anschliessbar ist. Die Achse 2 des Einlassstutzens 20 steht in dem hier gezeigten
Beispiel etwa senkrecht auf der Ventillängsachse 1 und trifft auf diese in einem Hohlraum
des Ventilgehäuses 9, der den Einlassstutzen 20, den Deckelstutzen 25 und den Abflussstutzen
22 voneinander trennt bzw. in welchem diese aufeinander treffen, und, in welchem -
in montiertem Zustand - wesentliche Teile eines Ventilkörpers 14 angeordnet sind.
[0033] Der Gehäusefortsatz 7 ist in diesem Beispiel bezüglich der Ventillängsachse 1 dem
Einlassstutzen gegenüber aber axial in Richtung Abflussstutzen 22 versetzt angeordnet.
Er könnte aber auch statt in 180° zum Einlassstutzen in einem Winkel zwischen 45°
und 315° angeordnet sein. Er weist einen Gehäusedurchbruch 15 auf und dient der Aufnahme
einer Betätigungsvorrichtung 16. In dem hier gezeigten Beispiel ist die Betätigungsvorrichtung
16 mit einem als Druckknopf 18' ausgebildeten Auslöser 18 versehen, der in einen Stempel
19 übergeht. Der Stempel 19 ist durch den Gehäusedurchbruch 15 von aussen in das Innere
des Gehäuses 9 geführt und im Gehäusefortsatz 7 in einem Lagerelement 17 gelagert.
Im Lagerelement 17 ist eine Rückstellfeder 27 angeordnet, die nach Betätigung des
Auslösers 18 - also in diesem Fall nach dem Drücken des Druckknopfes 18', - für eine
Rückführung des Auslösers 18 / Druckknopfes 18' und des mit ihm verbundenen Stempels
19 in die Ausgangsposition sorgt. Mittels eines Verschlusselements 29 ist der Gehäusedurchbruch
15 von aussen verschlossen, wobei das Verschlusselement 29 eine Durchführungsöffnung
aufweist, durch welche der Auslöser 18 / Druckknopf 18' nach Aussen geführt ist. Nach
innen gegen die wasserführenden Elemente des Ventils 10 ist die Betätigungsvorrichtung
16 bzw. der Gehäusedurchbruch 15 mittels einer Dichtungsmembran 26 abgedichtet. Nach
der Montage sorgt das Verschlusselement 29 zusammen mit dem Lagerelement 17 dafür,
dass alle Bauelemente 18/18', 19, 26, 27 der Betätigungsvorrichtung 16 im Druckspülventil
10 an ihrem jeweiligen Platz und mit ihren ihnen zugedachten Bewegungsmöglichkeiten
fixiert sind.
[0034] Der Deckelstutzen 25 ist mit einem Innengewinde versehen, so dass ein Ventildeckel
8 einschraubbar ist. Der Ventildeckel 8 hat ein Deckeloberteil 30, von dessen äusseren
Rand senkrecht ein Deckelzylinder 32 mit Aussengewinde absteht, so dass der Ventildeckel
8 mittels des Deckelzylinders 32 in den Deckelstutzen 25 des Ventilgehäuses 9 einschraubbar
ist. Das Deckeloberteil 30 des Ventildeckels 8 umschliesst zusammen mit dem Deckelzylinder
32 eine Deckelkammer 34, welche auf der dem Deckeloberteil 30 gegenüberliegenden Seite
offen ist. Auf der Innenseite des Deckelzylinders 32 sind Verbindungsnuten 36 vorgesehen.
Bei vollständig montiertem Ventil steht die Deckelkammer 34 nur über diese Nuten 36
mit dem wasserführenden Einlassstutzen 20 in Strömungsverbindung und ist nur über
diese Nuten 36 mit Wasser befüllbar.
[0035] Denkbar wäre freilich auch, dass der Deckelzylinder 32 mit Innengewinde und der Deckelstutzen
25 des Ventilgehäuses 9 ein Aussengewinde hat - also umgekehrt zu dem gezeigten Beispiel
- und somit auf den Deckelstutzen 25 aufschraubbar (statt einschraubbar) wäre. Dementsprechend
wäre der Deckel mit Belüftungsöffnungen versehen und die Innenseite des Deckelstutzens
würde zusammen mit dem Deckeloberteil die Deckelkammer bilden. Entsprechend wären
Nuten auf der Innenseite des Deckelstutzens vorzusehen, um die Deckelkammer mit dem
wasserführenden Einlassstutzen in Strömungsverbindung zu halten.
[0036] In der hier gezeigten Ausführungsform ist im Deckeloberteil 30 zentrisch eine Öffnung
vorgesehen, die in einen Aufnahmezylinder 38 mit Innengewinde übergeht (Fig. 3 und
4), wobei der Aufnahmezylinder 38 in die gleiche Richtung vom Deckeloberteil 30 absteht,
wie der Deckelzylinder 32. In den Aufnahmezylinder 38 ist eine Stellschraube 28' einschraubbar
die in dem hier gezeigten Beispiel als Justierelement 28 für die Justierung des Spülvolumens
des Ventils 10 dient. Statt einer Justierschraube 28' sind auch hier andere Ausführungsformen
denkbar, wie beispielsweise ein Justierstift, der über Klammern fixierbar ist und
dergleichen mehr.
[0037] Beim Öffnen des Ventils 10 wirkt die in den Deckel 8 eingeschraubte Justierschraube
28' mit einem Ventilkörper 14 des Druckwasserventils 10 zusammen und begrenzt einen
Hubweg H (siehe Fig. 7 und 8) des Ventilkörpers 14. Eine Deckelfeder 56, die in diesem
Beispiel als Spiralfeder ausgebildet ist, ist auf den vom Deckeloberteil 30 abstehenden
Aufnahmezylinder 38 aufgesteckt und erstreckt sich zwischen der Innenseite des Deckeloberteils
30 und dem Ventilkörper 14. Je nachdem wie weit die Justierschraube 28' in den Aufnahmezylinder
38 des Deckels 8 eingeschraubt ist, ist der Hubweg H kürzer oder länger und somit
ein spalt S, der zwischen Ventilkörper 14 und Ventilsitz 12 freigegeben wird grösser
oder kleiner und entsprechend das Spülwasservolumen, das durch das Ventil 10 strömen
kann grösser oder kleiner (siehe unten).
[0038] Das Gehäuse 9 weist als weiteres Element einen Ventilstutzen 24 auf, der konzentrisch
mit dem Abflussstutzen 22 und innerhalb desselben angeordnet ist. Die konzentrischen
Achsen von Abflussstutzen 22 und Ventilstutzen 24 fallen in diesem Beispiel konzentrisch
mit der Ventillängsachse 1 zusammen. Diese konzentrische Ausgestaltung bietet Vorteile
bei der Herstellung; in anderen Varianten sind die Achsen von abflussstut zen und
Ventilstutzen aber versetzt zueinander angeordnet, was ebenso gut funktioniert.
[0039] Zwischen Ventilstutzen 24 und Abflussstutzen 22 befindet sich ein ringförmiger Hohlraum,
der einen Belüftungskanal 82 bildet. Dieser Belüftungskanal 82 erstreckt sich axial
vom Ende des Ventilstutzens 24 bis in den Deckelstutzen 25 hinein und steht in Strömungsverbindung
mit den Belüftungsöffnungen 80. Dabei umgibt der Belüftungskanal 82 mehrheitlich den
Hohlraum, der den Deckelstutzen 25 vom Abflussstutzen 22 trennt und in welchem der
Ventilkörper 14 oder zumindest wesentliche Teile des Ventilkörpers 14 angeordnet sind.
Ausgenommen sind nur jene den Hohlraum umgebenden Bereiche, in welchen zum einen der
Einlassstutzen 20 mit dem Hohlraum verbunden ist und zum anderen der hohle Gehäusefortsatzes
7 mit seinem Durchbruch 15 bis zum Ventilstutzen 24 reicht. Der Durchbruch 15 schafft
dabei eine Verbindung vom Innenraum des Ventilstutzens 24 durch den hohlen Gehäusefortsatz
7 nach aussen.
[0040] Wie bereits erwähnt erstreckt sich der Belüftungskanal 82 vom freien Ende des Ventilstutzens
24 bis zum Deckelstutzen 25 und geht im Bereich des Deckelstutzens 25 in die Belüftungsöffnungen
80 über. Der in den Deckelstutzen 25 eingeschraubte Deckelzylinder 32 des Ventildeckels
8 ist in diesem Beispiel von dem Belüftungskanal 80 bzw. den Belüftungsöffnungen 82
im Deckelstutzen umgeben. Wie oben bereits erwähnt wäre es für einen aufgeschraubten
- statt eingeschraubten - Ventildeckel 8 denkbar, dass der Ventildeckel 8 Belüftungsöffnungen
aufweist und der Belüftungskanal mit diesen in Strömungsverbindung steht.
[0041] Dort, wo Abflussstutzen 22 und Ventilstutzen 24 auf den oben erwähnten Hohlraum treffen
(der Hohlraum des Ventilgehäuses 9, der den Ventilkörper 14 aufnimmt und in dem Einlassstutzen
22, Abflussstutzen 22 und Deckelstutzen 25 aufeinander treffen), sind Abflussstutzen
22 und Ventilstutzen 24 radial derart strömungsdicht miteinander verbunden, dass der
Hohlraum ausschliesslich eine strömungstechnische Verbindung zwischen Einlassstutzen
20 und Ventilstutzen 24 bildet, nicht aber eine direkte strömungstechnische Verbindung
zwischen Einlassstutzen 20 und Abflussstutzen 22 besteht. Das bedeutet, alles Wasser,
das aus dem Einlassstutzen 20 in den Abflussstutzen 22 und weiter in die Abflussleitung
2020 und ins WC-Becken 2006 fliessen soll, muss durch den genannten Hohlraum und den
Ventilstutzen 24 in den Abflussstutzen 22 fliessen. Einen direkten Weg vom Einlassstutzen
20 in den Abflussstutzen 22 gibt es für das Wasser nicht.
[0042] In der hier gezeigten Ausführungsform des Druckspülventils 10 befindet sich im Bereich
des freien Endes des Ventilstutzens 24, welches in den Abflussstutzen 22 hineinragt,
im Belüftungskanal 82 ein Strömungskontroll- mechanismus 70 mit einer Halterung 72,
mit deren Hilfe ein Kontrollelement 74 im Belüftungskanal 82 ortsfest platzierbar
ist. Die Halterung 72 ist in diesem Beispiel in Form eines in den Belüftungskanal
82 einsetzbaren und dort fixierbaren Gitters 72' ausgebildet. In bzw. an dem Gitter
72' ist in diesem Beispiel eine Membran 74' als Kontrollelement 74 fixiert, wobei
die Membran 74' Luft von den Belüftungsöffnungen 80 und dem Belüftungskanal 82 in
den Abflussstutzen 22 durchlässt (siehe Pfeile 3000, 3001, 3002, 3003 in Fig. 3, 4,
7 bis 9), aber Wasser aus Richtung des Abflussstutzens 22 nicht in Richtung der Belüftungsöffnungen
80 in den Belüftungskanal 82 durchlässt (siehe Pfeile 1003, 1004 in Fig. 7 und 8)
. Statt der Membran 74' ist auch ein entsprechender Dichtmechanismus vorstellbar,
der dann natürlich mit einer entsprechend auf den Mechanismus angepassten Halterung
im Belüftungskanal 82 zu fixieren wäre.
[0043] Der Ventilstutzen 24 weist auf seiner dem Deckelstutzen 25 zugewandten Seite einen
Ventilsitz 12 für einen aus mehreren Komponenten zusammengesetzten Ventilkörper 14
auf. Ventilsitz 12 und Ventilkörper 14 sind in ihrem Querschnitt und in ihrem Durchmesser
aufeinander abgestimmt. In der einfachsten Form ist der Querschnitt kreisförmig, aber
auch polygone Formen sind denkbar. In dem hier gezeigten Beispiel ist der Ventilkörper
14 im Wesentlichen zylindrisch und wie gesagt aus mehreren Komponenten zusammengesetzt.
Der Ventilsitz 12 ist ebenfalls zylindrisch und weist optional ein Dichtelement 12'
auf, so wie dies in den Figuren angedeutet ist.
[0044] Der Ventilköper 14 weist einen unteren Ventilteil 40 und einen oberen Ventilteil
60 auf, die beide hohl und in diesem speziellen Beispiel holzylindrisch ausgebildet
sind. In montiertem Zustand und bei geschlossenem Ventil befindet sich ein erster
Endbereich des unteren Ventilteils 40 im Ventilstutzen 24, während ein gegenüberliegender
zweiter Endbereich des unteren Ventilteils 40 in Richtung Deckelstutzen 25 aus dem
Ventilstutzen 24 und über den Ventilsitz 12 hinausragt. Der Aussendurchmesser des
unteren Endbereichs des unteren Ventilteils 40 ist so gewählt, dass er (gegebenenfalls
auch wenn der Ventilstutzen 24 / Ventilsitz 12 ein Dichtelement 12' aufweist) axial
bewegbar im Ventilstutzen 24 platzierbar ist. Die Länge des ersten Endbereichs des
unteren Ventilteils 40 ist entsprechend eines vorbestimmten maximalen linearen Hubs
H in Richtung der Ventillängsachse 1 so gewählt, dass er im Ventilstutzen 24 mit maximalem
Hub H linear in Achsrichtung 1 bewegbar ist, ohne aus dem Ventilstutzen 24 heraus
bewegt zu werden.
[0045] In seinem ersten Endbereich weist der untere Ventilteil 40 einen Zylinderboden 42
mit zentrischer Öffnung 44 auf, wobei innen auf dem Zylinderboden und um die zentrische
Öffnung herum ein Dichtring 43 aufliegt. Der gegenüberliegende, zweite Endbereich
des unteren Ventilteils 40 weist ein Innengewinde und ein Aussengewinde auf. In das
Innengewinde ist eine hohlzylindrische Kappe 52 mit Kappendeckel 53 eingeschraubt.
Die Kappe 52 mit Kappendeckel 53 und der Zylinderboden 42 des unteren Ventilteils
40 allenfalls zusammen mit einem Teil der Innenwand des hohlzylindrischen unteren
Ventilteils 40 bilden eine Ventilkammer 50.
[0046] Auf das Aussengewinde des zweiten Endbereichs des unteren Ventilteils 40 ist der
ebenfalls im Wesentlichen hohlzylindrische und an seinen beiden axialen Enden offene,
obere Ventilteil 60 aufgeschraubt. Der Holzylinder des oberen Ventilteils 60 bildet
zusammen mit dem Kappendeckel 53 des eingeschraubten unteren Ventilteils 40 einen
nach oben offenen Hohlraum 35, wobei die Ventilkappe 52 und/oder zumindest der Kappendeckel
53 Durchbrüche (nicht dargestellt) aufweist, so dass die Ventilkammer 50 über diese
Durchbrüche strömungstechnisch mit dem Hohlraum 35 des aufgeschraubten, oberen Ventilteils
60 verbunden ist.
[0047] In der Ventilkammer 50 ist ein Ventilstössel 46 mit seinem plattenförmigen Stösselkopf
47 gelagert. Ein Stössel 48 des Ventilstössels 46 steht senkrecht von dem plattenartigen
Stösselkopf 47 ab und ist mit seinem gegenüber dem plattenartigen Stösselkopf 47 geringeren
Durchmesser durch die zentrische Öffnung 44 im Zylinderboden 42 aus der Ventilkammer
50 nach aussen geführt. In diesem Ausführungsbeispiel ragt somit in montiertem Zustand
der Stössel 48 des Ventilstössels 46 konzentrisch mit der Ventillängsachse 1 aus der
Ventilkammer 50 heraus in Richtung des Abflussstutzens 22 in den Ventilstutzen 24
hinein- was aber nicht zwingend so sein muss; auch mit einem axial versetzten Stössel
funktioniert das hier vorgestellte Druckwasserventil. Der plattenartige Stösselkopf
47 ist auf der dem Stössel 48 gegenüberliegenden Seite zentrisch mit einem zylindrischen,
sich axial erstreckenden Vorsprung versehen, der als innere Führung für eine in der
Ventilkammer 50 angeordnete Spiralfeder 54 dient. Ein zwischen Stössel 48 und Vorsprung
vorgesehener und radial über den axialen Vorsprung hinausragender Dichtrand des Stösselkopfes
47 liegt einerseits ähnlich einem Dichtteller dichtend auf dem Dichtring 43 und somit
indirekt auf dem Zylinderboden 42 auf. Andererseits dient der Dichtrand des Stösselkopfes
47 als Lager für die in der Ventilkammer 50 angeordnete und durch den zylindrischen,
axialen Vorsprung des Stösselkopfes 47 innen geführte Spiralfeder 54. Auf der dem
Stösselkopf 47 gegenüberliegenden Seite der Ventilkammer 50 ist die Spiralfeder 54
am Kappendeckel 53 der eingeschraubten Kappe 52 gegengelagert.
[0048] Der obere Ventilteil 60 ist derart auf den unteren Ventilteil 40 aufgeschraubt, dass
er den unteren Ventilteil 40 mit seinem ersten Endbereich axial teilweise umfasst.
In diesem den unteren Ventilteil 40 umfassenden ersten Endbereich des oberen Ventilteils
60 ist ein erster radial nach aussen abstehende Flansch für die Aufnahme eines ersten
ringförmigen Dichtelementes 62 vorgesehen. Dieses erste Dichtelement 62 ist dazu vorgesehen,
mit dem Ventilsitz 12 des Ventilstutzens 24 zusammen zu wirken. Der untere, erste
Flansch bildet zusammen mit dem unteren, ersten Dichtelement 62 einen unteren Ventilrand
68.
[0049] Im axial gegenüberliegenden zweiten Endbereich des oberen Ventilteils 60 sind ebenfalls
radial nach aussen abstehende zweite Flansche vorgesehen, die der Aufnahme eines zweiten
ringförmigen Dichtelementes 64 dienen. Die oberen, zweiten Flansche bilden zusammen
mit dem oberen, zweiten Dichtelement 64 einen oberen Ventilrand 66.
[0050] Die axiale Länge des oberen Ventilteils 60 ist derart gewählt, dass der obere Ventilteil
60 in montiertem Zustand, wenn der Ventilkern 14 auf dem Ventilsitz 12 aufsitzt, mit
seinem zweiten oberen Endbereich in die Deckelkammer 34 hineinreicht. Der Aussendurchmesser
der radial nach aussen abstehenden zweiten Flansche und des zweiten Dichtelements
64 sind so gewählt, dass sie die Deckelkammer 34 gegen den wasserführenden Einlassstutzen
20 abdichten und bei geschlossenem Ventil nur über die Verbindungsnuten 36 auf der
Innenseite des Deckelzylinders 32 Wasser aus dem Einlassstutzen 20 in die Deckelkammer
34 einströmen kann. Da der hohlzylindrische obere Ventilteil 60 nach oben offen ist
und axial von unten der untere Ventilteil 40 eingeschraubt ist, erweitert der zweite
Endbereich des holzylindrischen, oberen Ventilteils 60, der in die Deckelkammer 34
eingreift, das Volumen der Deckelkammer 34 um das Volumen seines Hohlraums 35 und
um das Volumen der strömungstechnisch mit dem Hohlraum 35 verbundenen Ventilkammer
50.
[0051] Vor einem Spülvorgang steht das Druckwasser mit dem hohen Druck Dl, wie er im Druckwasserbehälter
2004 und dem Einlassstutzen 20 herrscht sowie allenfalls wenn nötig bzw. vorhanden
in einer Verbindungsleitung 2020, auf dem Ventilkörper 14 der dichtend auf dem Ventilsitz
12 aufsitzt. Der Deckelraum 34 ist mit Druckwasser des gleichen Drucks Dl gefüllt,
da der Deckelraum 34 über die Verbindungsnuten 36 mit dem Einlassstutzen 20 strömungstechnisch
verbunden ist. Über die Deckelkammer 34 sind auch der Hohlraum 35 und die Ventilkammer
50 (im Weiteren nur noch kurz unter dem Begriff Deckelkammer 34 zusammengefasst) des
Ventilkörpers 14 mit Druckwasser des Drucks Dl gefüllt. Das unter Druck Dl stehende
Wasser im Einlassstutzen 20 drückt auf den unteren Ventilrand 68 sowie gleichermassen
auf einen oberen Ventilrand 66 des Ventilkörpers 14. Gegen unten verhindert der Ventilsitz
12 eine Bewegung des Ventilkörpers 14 nach unten und nach oben in Richtung des Ventildeckels
8 verhindert das unter dem gleich Druck Dl stehende Wasser in der Deckelkammer 34
eine Bewegung des Ventilkörpers nach oben, so dass der Ventilkörper 14 dem Druck 1
des im Einlassstutzen 22 stehenden Wassers in keine Richtung ausweichen kann. Das
Ventil 10 ist also geschlossen und Ventilstutzen 24 und Abflussstutzen 22 sind leer,
das heisst wasserfrei. In ihnen befindet sich nur Luft (Pfeile 3003) unter Atmosphärendruck,
welche über den Belüftungskanal 82 und die Belüftungsöffnungen 80 einstgeströmt ist
(Pfeile 3000, 3002), und falls vorhanden (wie in dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel)
über den Kontrollmechanismus 70 mit seinem Kontrollelement 74.
[0052] Für das Öffnen des Druckwasserventils 10 wird der Auslöser 18 betätigt; in diesem
Fall also der Druckknopf 18' gedrückt. Dadurch wird der mit dem Druckknopf 18' verbundenen
Stempel 19 gegen den Stössel 48 des Ventilstössels 46 gedrückt und dieser wird zusammen
mit seinem auf dem Dichtring 43 aufliegenden Stösselkopf 47 aus seiner Ruhelage verkappt.
(Ein Beispiel für so ein Verkippen des Ventilstössels 46, allerdings mit einem etwas
anderen Auslösemechanismus, ist rein schematisch in Fig. 10 dargestellt.) Durch das
Verkippen wird ein Spalt zwischen Stösselkopf 47 und Dichtring 43 gebildet und eine
Strömungsverbindung zwischen Ventilkammer 50 und zentrischer Öffnung 44 im Zylinderboden
42 der Ventilkammer 50 hergestellt. Über diese Strömungsverbindung fliesst das unter
Druck 1 stehende Wasser aus der Ventilkammer 50, aus dem Hohlraum 35 und dem Deckelraum
34 in den Ventilstutzen 24 und weiter in den Abflussstutzen 22 ab. Erst wenn die Rückstellfeder
27 in der Betätigungsvorrichtung 16 den Auslöser 18 / Druckknopf 18' zusammen mit
dem Stempel 19 in die Ausgangslage zurückführt, kehrt auch der Ventilstössel 46 in
seine Ausgangslage zurück. Durch die Spiralfeder 54 wird der Stösselkopf 47 wieder
sicher dichtend auf dem Dichtring 43 gedrückt und verschliesst die zentrische Öffnung
44 im Zylinderboden 42 und somit die Ventilkammer 50 sowie den mit ihr in Strömungsverbindung
stehenden Hohlraum 35 und die Deckelkammer 34.
[0053] Dadurch, dass das unter Druck Dl stehende Wasser aus der Deckelkammer 34 und den
angrenzenden Räumen 35, 50, abfliesst, verringert sich der Druck in der Deckelkammer
34. Der Ventilkörper 14 kann nun dem Druck Dl des Wassers (Pfeil 1000) im Einlassstutzen
20 nach oben ausweichen, da der Druck Dl auf den oberen Ventilrand 66 ab einem bestimmten
Zeitpunkt keinen Gegendruck Dl in der Deckelkammer 34 mehr erfährt (siehe
Figuren 7 und 8). In der Folge drückt das Wasser im Einlassstutzen 20 den Ventilkörper 14 nach oben
in die Deckelkammer 34. Durch das nachdrückende Wasser (Pfeil 1000) aus dem Einlassstutzen
20, das über den Druckwasserbehälter 2004 gespeist wird, wird der Ventilkörper 14
von seinem Ventilsitz 12 in Richtung der Deckelkammer 34 bewegt, bis der Kappendeckel
53 mit der Justierschraube 28' in Anschlag gelangt, wodurch der maximale Hubweg H
des Ventilkörpers 14 festgelegt ist und damit auch die Grösse des freigegebenen Durchflussspalts
S über dem Ventilsitz 12. Über diesen Spalt S fliesst das im Einlassstutzen 20 nachdrückende
Druckwasser (1000) in den Ventilstutzen 24 (Pfeil 1002) und weiter durch den Abflussstutzen
22 (Pfeil 1003) in die Abflussleitung 2022 und das WC-Becken 2006. Das Wasser fliesst
solange bis der Druckwasserbehälter 2004 leer ist, wobei der Druck des nachfliessenden
Wassers mit der Zeit abnimmt.
[0054] Ist, wie in dem hier gezeigten Beispiel ein Kontrollmechanismus 70 im Belüftungskanal
82 vorgesehen, so verhindert der Kontrollmechanismus 70 mit seinem Kontrollelement
74, dass während des ersten druckvollen Ausströmens des Wassers (Pfeile 1000, 1002,
1003) durch den Ventilstutzen 24 in den Abflussstutzen 22 Wasser in den Belüftungskanal
80 einströmt und allenfalls aus den Belüftungsöffnungen 82 hinausspritzt.
[0055] Ist der Druckwasserbehälter 2004 leer und strömt also für eine bestimmte Zeit (nämlich
bis der Druckwasserbehälter wieder mit Wasser gefüllt ist) kein Wasser mehr in den
Einlassstutzen nach bzw. nur noch Wasser mit einem geringeren Druck, drückt die Deckelfeder
56 den Ventilkörper 14 sicher dichtend in seine Ausgangsposition auf dem Ventilsitz
12 zurück und unterbricht die Strömungsverbindung zwischen Einlassstutzen 20 und Abflussstutzen
22. Der Druckwasserbehälter 2004 des Druckwasserspülsystems füllt sich wieder mit
Wasser, ebenso wie der Einlassstutzen 20 und eine allenfalls vorhandene Verbindungsleitung
2020. Über die Nuten 36 auf der Innenseite des Deckelstutzens 32 füllen sich auch
die Deckelkammer 34 und die angrenzenden Räume 35, 50 wieder mit Wasser. Das Wasser
strömt so lange nach, bis das Wasser wieder unter dem Druck Dl steht und sowohl von
aussen bzw. vom Einlassstutzen 20 her mit dem Druck Dl auf den Ventilkörper 14 drückt
als auch von innen von der Deckelkammer 34 und den angrenzenden Räumen 35, 50. Es
herrscht also wieder ein Druckgleichgewicht mit dem Druck Dl zwischen der Seite des
Einlassstutzens 20 und der Seite der Deckelkammer 34, so dass der Ventilkörper 14
wieder zuverlässig auf dem Ventilsitz 12 gehalten wird.
[0056] Für den Fall, dass z.B. durch einen Rohrleitungsbruch oder einen anderen Unfall in
der Wasserversorgungsleitung 2014 (Fig. 1) Unterdruck herrscht, muss verhindert werden,
dass über den Druckwasserbehälter 2004 und das Druckwasserventil 2010, 10 Schmutzwasser
in die Wasserversorgungsleitung 2014 eingesaugt wird. Dies wird (siehe
Figur 9) bei dem hier vorgestellten Druckwasserventil 10 dadurch bewerkstelligt, dass, selbst
wenn der Ventilkörper 14 durch den Unterdruck nicht mehr dichtend auf dem Ventilsitz
12 aufsitzt, Luft über die Belüftungsöffnungen 80 (Pfeile 3000), den Belüftungskanal
82 (Pfeile 3002), den Abflussstutzen 22 (Pfeil 3004), den Ventilstutzen 24 (Pfeil
3006) und weiter über den Einlassstutzen 20 (Pfeil 3008) in Richtung Druckwasserbehälter
2004 und Wasserversorgungsleitung 2014 angesaugt wird. Die Luft im Abflussstutzen
22 und im Ventilstutzen 24 bilden auf diese Weise so etwas wie ein aus Luft bestehendes
Strömungspolster (Pfeile 3004, 3006), welches über der Abflussleitung 2022 steht und
verhindert, dass Schmutzwasser aus dem WC-Becken 2006 angesaugt wird.
[0057] Wie oben bereits erwähnt ist in
Figur 10 schematisch eine alternative Möglichkeit dargestellt, wie der Ventilstössel 46 aus
seiner Ruheposition verkippt werden kann. Hierzu ist in Fig. 10 nur ein kleiner Ausschnitt
des alternativen Druckwasserventils 10' mit der Ventilkammer 50 und dem Einlassstutzen
20 dargestellt. Das hier skizzierte Druckwasserventil 10' funktioniert abgesehen von
dem anderen Auslösemechanismus gleich, wie das oben beschriebene Druckwasserventil
10. Statt mit einem seitwärts angreifenden Stempel (Fig. 2 bis 8) wird hier aber mit
einem über ein Gelenk 90 angreifenden Druckhebel 92 gearbeitet, der in diesem Beispiel
über die Deckelkammer 34 eingreift und mit dem Ventilstössel 46 in der Ventilkammer
50 des Ventilkörpers 14 verbunden ist. Der Hebel 92 kann optional nochmals eine Umlenkung
94 erfahren wie dies hier angedeutet ist. Für eine gut definierte, geführte Bewegung
des Ventilstössels 46 ist das Gelenk 90 einerseits in einem Gelenkschlitten 96 und
andererseits in einem sich entlang einer Stössellängsachse 49 erstreckenden Langloch
88 im Stössel 48 des Ventilstössels 46 gelagert.
[0058] Wird auf den Hebel 92 von oben Druck ausgeübt (Doppelpfeil c) bewegt sich der Gelenkschlitten
96 nach rechts (Doppelpfeil a) und mit einer entsprechenden Bewegung des Gelenks 90
im Langloch 88 (Doppelpfeil b) wird der Ventilstössel 46 aus seiner Ruheposition verkippt.
Der Stösselkopf 47 in der Ventilkammer 50 verkippt ebenfalls und gibt zumindest einen
Teil der zentrischen Öffnung 44 im Zylinderboden 42 der Ventilkammer 50 frei. Der
Ventilkörper 14 löst sich in der Folge vom Ventilsitz 12 und die Druckwasserspülung
setzt ein. Lässt der Druck auf den Hebel 92 nach (Doppelpfeil c), bewegt sich der
Gelenkschlitten 96 zurück nach links (Doppelpfeil a) und der Ventilstössel kippt zurück
in seine Ausgangsposition (Doppelpfeil b), in welcher der Stösselkopf 47 die zentrische
Öffnung 44 im Zylinderboden 42 der Ventilkammer 50 wieder verschliesst . Ist das Druckwasser
abgeflossen und strömt nur mehr unter geringerem Druck stehendes Wasser oder gar kein
Wasser mehr nach, drückt eine Feder (hier nicht dargestellt) den Ventilkörper 14 zurück
auf den Ventilsitz 12 und Wasser strömt in den Einlassstutzen 20 und über Nuten (hier
nicht dargestellt) in den Deckelraum 34 und die Ventilkammer 50 nach.
[0059] Anhand der
Figuren 11 bis 16 wird im Folgenden eine weitere Ausführungsform des Druckwasserventils 200 erläutert,
bei dem die Spülung mit zwei unterschiedlichen Wassermengen möglich ist.
[0060] Die weitere Ausführungsform des Druckwasserventils 200 ist in ihrem Grundprinzip
gleich aufgebaut wie das anhand der Figuren 2 bis 9 beschriebene Druckwasserventil
10. Das heisst, auch dieses Ventil 200 besitzt einen Ventilkörper 14 auf einem Ventilsitz
12 und einem über dem Ventilkörper 14 angeordneten Deckelraum 34, der zwischen zwei
Spülvorgängen via Verbindungsnuten (hier nicht dargestellt) mit Druckwasser gefüllt
wird. Der Deckelraum 34 ist oberhalb des Ventilkörpers 14 wiederum mit einem Ventildeckel
8 verschlossen, der in einen Deckelstutzen 25 des Ventilgehäuses 9 ein- oder aufgeschraubt
ist. Der Deckelstutzen 25 bzw. Deckel 8 ist wiederum mit Lüftungsöffnungen 80 versehen,
die mit einem Belüftungskanal 82 in Verbindung stehen, wie dies bereits für das Druckwasserventil
10 in den Figuren 2 bis 9 dargestellt wurde. Da die Konstruktion und Funktion bereits
ausführlich anhand der Figuren 2 bis 9 erläutert und dargestellt wurde, wurde für
die hier in den Figuren 11 bis 16 gezeigte Ausführungsform des Druckwasserventils
200 zwecks besserer Übersichtlichkeit und Verständlichkeit auf eine detaillierte Darstellung
und Kennzeichnung mit Bezugszeichen verzichtet.
[0061] Die weitere Ausführungsform des Druckwasserventils 200 unterscheidet sich vom Druckwasserventil
10 der Figuren 2 bis 9 dadurch, dass der Ventilkörper 14 kompakt und also nicht hohl
ist, und dass zwei Betätigungselemente 210, 250, vorgesehen sind, welche eine Wahlmöglichkeit
zwischen zwei unterschiedlichen Spülwassermengen eröffnen. In dem hier gezeigten Beispiel
sind die beiden Betätigungselemente 210, 250 in einer Baugruppe 205 zusammengefasst.
[0062] Jedes Betätigungselement 210, 250 weist eine Flutungskammer 220, 260 auf, die strömungstechnisch
über einen Verbindungskanal 292 mit der Deckelkammer 34 des Druckspülventils 200 verbunden
ist. Auf ihrer dem Verbindungskanal 292 strömungstechnisch gegenüberliegenden Seite
sind die Flutungskammern 220, 260 strömungstechnisch mit einem Wasserauslass 290 verbunden.
Jedes Betätigungselemente 210, 250 weist ausserdem einen Auslöser 211, 251 auf, der
von aussen bedienbar ist und in die Verbindung zwischen der jeweiligen Flutungskammer
220, 260 und dem Wasserauslass 290 hineinreicht und dort ein ventilartiges Schliessen
und Öffnen dieser strömungstechnischen Verbindung ermöglicht.
[0063] Der Wasserauslass 290 ist mit einer Abwasserleitung verbunden, wie sie beispielsweise
in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 2008 gekennzeichnet ist. Diese Verbindung kann über
eine separaten Abflussleitung (nicht dargestellt) realisiert sein. Der Wasserauslass
290 kann für das Ableiten des Wassers aus den Flutungskammern 220, 260 aber beispielsweise
auch mit dem Abflussstutzen 22 oder dem Ventilstutzen 24 des Druckspülventils 200
verbunden sein.
[0064] Die Flutungskammern 220, 260 weisen in dem hier gezeigten Beispiel jeweils einen
Regelkörper 222, 262 auf, der in der jeweiligen Flutungskammer 220, 260 ähnlich einem
Kolben linear bewegbar ist. Jede Flutungskammer 220, 260 ist auf ihrer Innenwand mit
Nuten (nicht dargestellt) versehen analog zur Deckelkammer 34 des Druckwasserventils.
Denkbar ist aber auch, dass statt der Innenwände der Flutungskammern 220, 260 die
Regelkörper 222, 262 mit Nuten versehen sind. Zwischen zwei Spülvorgängen wird über
die genannten Nuten die zugehörige Flutungskammer 220, 260 mit Druckwasser gefüllt,
welches über die Deckelkammer 34 und den Verbindungskanal 292 einströmt. In jede Flutungskammer
220, 260 ist eine Justierschraube 212, 252 eingeschraubt, welche den Hubweg hl, h2
des Regelkörpers 222, 262 in der Flutungskammer 220, 260 begrenzt, wodurch schliesslich
auch der Durchlassspalt S im Druckspülventil 200 und somit das Spülwasservolumen des
Druckwasserventils 200 definiert ist.
[0065] Zwischen zwei Spülvorgängen halten die Auslöser 211, 251 den Wasserauslass 290 verschlossen.
Die Deckelkammer 34, der Verbindungskanal 292 sowie die Flutungskammern 220, 260 sind
mit Druckwasser gefüllt, welches unter einem Druck Dl steht, der (siehe Beschreibung
der Ausführungsform der Figuren 2 bis 9) grösser ist als der Wasserdruck D2 unter
Atmosphäreneinfluss. Wird nun beispielsweise der Auslöser 251 betätigt, wie dies in
den Fig. 13 und 16 beispielhaft gezeigt ist, so strömt das Wasser aus der Flutungskammer
260 über den Wasserauslass 290 ab. Der Druck in der Flutungskammer 260 auf Seite der
Justierschraube 252 lässt nach und fällt auf Atmosphärendruck D2. Das Druckwasser
in der Verbindungsleitung und der Deckelkammer 34 unter Druck Dl drückt nach und verschiebt
den Regelkörper 262 bis dieser mit der Justierschraube 252 in Anschlag gelangt. Dadurch
nimmt auch der Druck in der Deckelkammer 34 ab und der Ventilkörper 14 wird durch
den Druck des Druckwassers im Einlassstutzen 20 angehoben. Über den sich bildenden
Spalt S über dem Ventilsitz 12 strömt das Spülwasser unter Druck Dl aus einem mit
dem Einlassstutzen 20 verbundenen Druckwasserbehälter in den Abflusstut zen 22 und
weiter ins WC-Becken.
[0066] In dem hier, in den Figuren 11 bis 17 gezeigten Beispiel besitzt - anders als bei
dem in den Figuren 2 bis 9 dargestellten Beispiel - der Ventilstutzen 24 einen grösseren
Durchmesser als der Abflussstutzen. Der Ventilstutzen 24 umgibt den Abflussstutzen
22, wobei der Abflussstutzen 22 den Ventilstutzen 24 in Abflussrichtung überragt und
wobei Ventilstutzen 24 und Abflussstutzen 22 vorzugsweise konzentrisch angeordnet
sind. Diese Ausführung von Ventilstutzen und Auslassstutzen ist gewählt worden, weil
in diesem Beispiel der Druckwasserbehälter 2004 direkt in den Einlassstutzen 20 übergeht.
[0067] RückStellvorrichtungen in diesem Fall als Rückstellfedernausgebildet - die zwecks
besseren Überblicks hier nicht dargestellt sind - sorgen dafür dass der Regelkörper
262 und der Ventilkörper 14 wieder auf ihre ursprüngliche Position zurückgeführt werden.
Über die Verbindungsnuten im Bereich der Deckelkammer 34 und die Nuten in der Flutungskammer
260 bzw. im Regelkörper 262 werden Deckelkammer 34, Verbindungskanal 292 und Flutungskammer
260 nach dem Spülvorgang wieder mit Wasser gefüllt bis das Wasser dort unter dem gleichen
Druck Dl steht wie im Einlassstutzen 20 bzw. dem Druckwasserbehälter 2004.
[0068] In der Regel sind die Betätigungselemente 210, 250 mit dem Fassungsvermögen ihrer
Flutungskammern 220, 260 derart ausgebildet bzw. sind die Justierschrauben 212, 252
so eingedreht, dass je nachdem, welcher Auslöser 211, 251 betätigt wird unterschiedlich
viel Wasser zum Spülen zur Verfügung gestellt wird. In dem hier gezeigten Beispiel
(siehe insbesondere Fig. 14 bis 16) wird beim Betätigen des Auslösers 211 eine volle
Spülung z.B. mit 3 Litern ermöglicht, denn der Hubweg hl des Regelkörpers 222 in der
Flutungskammer 220 ist grösser als der Hubweg h2 des Regelkörpers 262 in der Flutungskammer
260, so dass der Ventilkörper 14 beim betätigen des Auslösers 211 einen vollen Hub
von a bis c ausführt (Fig. 15; grosses Spülwasservolumen). Dagegen reicht der Hub
des Ventilkörpers 14 beim Betätigen des anderen Auslösers 251 nur von a bis b (Fig.
16), der Durchlassspalt S über dem Ventilsitz 12 ist entsprechend kleiner und es kann
nur mit etwa der halben Wassermenge, also ca. 1,5 Litern gespült werden.
[0069] In den Fig. 11 bis 16 ist die alternative Ausführungsform des Druckwasserventils
200 mit den zwei Betätigungselementen 210, 250 für unterschiedliche Spülwassermengen
in kompakter Bauweise gezeigt. Die beiden Betätigungselemente 210, 250 sind in einer
kompakten Baugruppe 205 zusammengefasst und unmittelbar mit dem Ventildeckel 8 des
Ventils verbunden. Bei entsprechender Ausgestaltung des Ventildeckels 8 ist die Baugruppe
205 sozusagen statt der Justierschraube 28' mittels Schraubverbindung mit dem Ventildeckel
8 verbindbar, wobei die Schraubverbindung den Verbindungskanal 292 beinhaltet.
[0070] Wie anhand der weiteren Ausführungsform des Druckwasserventils 300 in Figur 17 gezeigt,
ist es aber auch möglich die kompakte Baugruppe 205 mit den beiden Betätigungselementen
210, 250 für unterschiedliche Spülwassermengen entfernt von dem Ventilgehäuse 9 zu
platzieren. Hierfür müssen nur der Verbindungskanal 292 zwischen der Deckelkammer
34 des Ventils und den Flutungskammern 220, 260 der Betätigungselemente 210, 250 und
eine Leitung 298 vom Wasserauslass 290 zum Abflusstut zen 22 in entsprechender Länge
vorgesehen sein.
[0071] Dem Fachmann ist klar, dass und in welcher Weise sich die beschriebenen Ausführungsformen
bzw. die anhand der Ausführungsbeispiele beschriebenen Details sinnvoll im Rahmen
der Patentansprüche kombinieren lassen. Aus Platzgründen ist es aber nicht möglich
alle möglichen und sinnvollen Kombinationen im Detail figürlich darzustellen und/oder
zu beschreiben.
1. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) für eine WC-Anlage (2000) umfassend:
• ein Ventilgehäuse (9) mit einem Einlassstutzen (20) und einem Auslassstutzen (22)
• einen Ventilsitz (12) und einen Ventilkörper (14), die derart zwischen dem Einlasstutzen
(20) und dem Auslassstutzen (22) angeordnet sind, dass durch betätigen des Ventils
ein definiertes Wasservolumen zum Spülen durch den Auslassstutzen (22) in ein WC-Becken
leitbar ist,
• eine Betätigungsvorrichtung (16), mittels derer das Ventil betätigbar und der Ventilkörper
(14) vom Ventilsitz (12) lösbar ist;
• eine Rückstelleinrichtung, die den Ventilkörper (14) auf den Ventilsitz (12) zurück
bewegt;
• ein Justierelement (28), mittels dessen das Wasservolumen einstellbar ist, das zum
Spülen ins WC-Becken leitbar ist,
• einen in Hubrichtung des Ventilkörpers (14) angeordneten Deckelstutzen (25) mit
einer Deckelkammer (34), wobei die Deckelkammer (34) strömungstechnisch mit dem Auslassstutzen
(22) und/oder dem Ventilstutzen (24) verbunden ist, wobei mittels der Betätigungseinrichtung
ein Öffnen dieser Verbindung und mittels zumindest eines Teils der Rückstelleinrichtung
ein Schließen dieser Verbindung möglich ist,
• ein Ventilstutzen (24), der sich in die gleiche Richtung wie der Auslassstutzen
(22) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass
• die Deckelkammer (34) nur mittels Verbindungsnuten (36) strömungstechnisch mit dem
Einlassstutzen verbunden ist,
• der Ventilstutzen (24) axial kürzer als der Auslassstutzen (22) ist,
• der Auslassstutzen (22) und der Ventilstutzen (24) radial einen ringförmigen Hohlraum
umschließen, der einen Belüftungskanal (82) bildet, wobei der Belüftungskanal (82)
im Bereich des Deckelstutzens (25) mit Belüftungsöffnungen (80) in Strömungsverbindung
steht.
2. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstutzen (24) einen geringeren Durchmesser als der Abflussstutzen (22) hat
und in den Abflusstutzen (22) mündet, wobei der Ventilstutzen (24) und der Abflusstutzen
(22) vorzugsweise konzentrisch angeordnet sind.
3. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstutzen (24) einen grösseren Durchmesser als der Abflussstutzen (22) hat
und den Abflusstutzen (22) umgibt, wobei der Abflussstutzen (22) den Ventilstutzen
(24) in Abflussrichtung überragt und wobei der Ventilstutzen (24) und der Abflusstutzen
(22) vorzugsweise konzentrisch angeordnet sind.
4. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Ventilgehäuse (9) einstückig ausgebildet ist und insbesondere mit dem Einlassstutzen
(20), dem Deckelstutzen (25), dem Ventilstutzen (24) und dem Abflussstutzen (22) einstückig
ausgebildet ist, wobei das Ventilgehäuse (9) insbesondere als Gussteil oder Spritzgussteil
ausgebildet ist.
5. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Ventilkörper (14) im Wesentlichen hohl ausgestaltet ist und sein mindestens einer
Hohlraum (35, 50) strömungstechnisch mit der Deckelkammer (34) in Verbindung steht,
wobei der mindestens eine Hohlraum (35, 50) eine zentrische Öffnung (44) in Richtung
des Abflussstutzens (22) aufweist, wobei mittels eines über eine Betätigungsvorrichtung
bedienbaren Ventilstössels (46) ventilartig ein Schliessen und Öffnen der zentrischen
Öffnung (44) möglich ist.
6. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Ventilstössel (46) einen die zentrische Öffnung (44) verschliessenden Stösselkopf
(47) aufweist, von dem ein Stössel (48) absteht, der einen geringeren Durchmesser
als der Stösselkopf (47) hat, wobei der Stössel (48) und mit ihm der Stösselkopf (47)
mittels einer Betätigungsvorrichtung aus seiner Ruhelage verkippbar ist.
7. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stössel (48) derart vom Stösselkopf (47) absteht, dass er durch die zentrische
Öffnung (44) aus dem Hohlraum (50) in Richtung des Abflussstutzens (22) herausragt,
wobei der Stössel (47) mittels eines zu einer Betätigungsvorrichtung (16) gehörenden
Stempels (19) aus seiner Ruhelage verkippbar ist und das Ventilgehäuse (9) einen Gehäusefortsatz
(7) aufweist, der die Betätigungsvorrichtung (16) aufnimmt.
8. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
der Stössel (48) derart vom Stösselkopf (47) absteht, dass er in die Deckelkammer
(34) hinein ragt und mittels eines Druckhebels (92) betätigbar ist, wobei der Druckhebel
(92) zu einer Betätigungsvorrichtung gehört, die von der Seite der Deckelkammer (34)
über dem Ventilkörper (14) her bedienbar ist.
9. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Justierelement (28) eine Justierschraube (28') ist, die von der dem Ventilkörper
(14) gegenüberliegenden Seite in die Deckelkammer (34) hineinragt.
10. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckelraum (34) mit mindestens erner, vorzugsweise mit zwei, unter Umständen auch
mit mehr als zwei Flutungskammern (220, 260) einer Betätigungsvorrichtung strömungstechnisch
in Verbindung steht, wobei die mindestens eine Flutungskammer (220, 260), bzw. jede
der Flutungskammer (220, 260), auf seiner dem Deckelraum (34) gegenüberliegenden Seite
mit einem Wasserauslass (290) in Strömungsverbindung steht, wobei die Verbindung zwischen
der jeweiligen Flutungskammer (220, 260) und dem Wasserauslass (290) mit einem Auslöser
(211, 251) versehen ist, der von außen bedienbar ist und in die Verbindung zwischen
der jeweiligen Flutungskammer (220, 260) und dem Wasserauslass (290) hineinreicht
und dort ein ventilartiges Schließen und Öffnen dieser strömungstechnischen Verbindung
ermöglicht, wobei das Öffnen dieser Verbindung auch ein Abfliessen des Wassers aus
der Deckelkammer (34) ermöglicht.
11. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckelraum (34) mit mindestens einer, vorzugsweise mit zwei, unter Umständen auch
mit mehr als zwei Flutungskammern (220, 260) einer Betätigungsvorrichtung strömungstechnisch
in Verbindung steht, wobei der Ventilkörper (14) kompakt ist und wobei die mindestens
eine Flutungskammer (220, 260), bzw. jede der Flutungskammer (220, 260), auf seiner
dem Deckelraum (34) gegenüberliegenden Seite mit einem Wasserauslass (290) in Strömungsverbindung
steht, wobei die Verbindung zwischen der jeweiligen Flutungskammer (220, 260) und
dem Wasserauslass (290) mit einem Auslöser (211, 251) versehen ist, der von außen
bedienbar ist und in die Verbindung zwischen der jeweiligen Flutungskammer (220, 260)
und dem Wasserauslass (290) hineinreicht und dort ein ventilartiges Schließen und
Öffnen dieser strömungstechnischen Verbindung ermöglicht, wobei das Öffnen dieser
Verbindung auch ein Abfliessen des Wassers aus der Deckelkammer (34) ermöglicht.
12. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Flutungskammern (220, 260) vorgesehen sind, in denen Regelkörper (222,
262) kolbenartig linear bewegbar sind, wobei der Hubweg (h1, h2) der Regelkörper (222,
262) mittels Justierschrauben (212, 252) einstallbar ist, und wobei der Hubweg (h1,
h2) der Regelkörper (222, 262) das aus der Deckelkammer (34) über die entsprechende
Flutungskammer entweichende Wasservolumen bestimmt, wodurch auch der Hub H des Ventilkörpers
(14) beim Spülvorgang und somit den Spalt S über dem Ventilsitz (12) und die Spülwassermenge
während des Spülvorgangs definiert sind.
13. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
in jeder der mindestens zwei Flutungskammern (220, 260) eine Rückstellvorrichtung,
insbesondere eine Rückstellfeder, vorgesehen ist, welche nach Abfließen des Druckwassers
aus der Flutungskammer (220, 260) den entsprechenden Regelkörper (222, 262) in seine
Ausgansposition zurück bewegt, und dass jede der mindestens zwei Flutungskammern (220,
260) auf ihrer Innenwand Nuten aufweist oder der zugehörige Regelkörper (222, 262)
Nuten aufweist, wobei die Nuten nach dem Spülvorgang ein Nachströmen von Wasser aus
dem Deckelraum (34) in die Flutungskammer (220, 260) ermöglichen.
14. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die eine Flutungskammer (220, 260), bzw. jede der mindestens zwei Flutungskammer (220,
260), zusammen mit ihrem Auslöser (211, 251) zu einem Betätigungselement (210, 250)
gehört, und alle Betätigungselemente (210, 250) zusammen mit dem Wasserauslass (290)
in einer Baugruppe (205) zusammengefasst sind, wobei insbesondere die mindestens eine,
bzw. zwei, Flutungskammer (220, 260), der Wasserauslass (290) und die Strömungsverbindung
zwischen beiden einstückig und insbesondre als Gussteil oder Spritzgussteil ausgebildet
sind.
15. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Baugruppe (205) mit dem mindestens einen Betätigungselement (210, 250) mittels
Schraubverbindung unmittelbar mit einem Deckel (8) des Druckwasserventils (10, 10',
200, 300) verbunden ist, welcher auf einer Seite die Deckelkammer (34) verschließt,
wobei die Schraubverbindung einen Verbindungskanal (92) beinhaltet, der die Strömungsverbindung
zwischen der mindestens einen, bzw. zwei, Flutungskammer (220, 260) und der Deckelkammer
(34) darstellt.
16. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Baugruppe (205) mit dem mindestens einen Betätigungselement (210, 250) mittels
Verbindungsleitung (294) mit einem Deckel (8) des Druckwasserventils (10, 10', 200,
300) verbunden ist, welcher auf einer Seite die Deckelkammer (34) verschließt, wobei
die Verbindungsleitung (294) einen Verbindungskanal (292) beinhaltet, der die Strömungsverbindung
zwischen der mindestens einen, bzw. zwei, Flutungskammer (220, 260) und der Deckelkammer
(34) darstellt.
17. Druckwasserventil (10, 10', 200, 300) nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wasserauslass (290) für einen Abfluss des Wassers mit dem Abflussstutzen (22)
oder dem Ventilstutzten (24) strömungstechnisch verbunden ist.
18. Druckwasserspülsystem (2002) für eine WC-Anlage (2000) umfassend:
• wenigstens einen Druckwasserbehälter (2004), der flussaufwärts an eine örtliche
Druckwassser- oder Trinkwasserleitung (2014) anschliessbar ist und flussabwärts mit
einem Druckwasserventil (2010, 10, 10 200, 300) in Strömungsverbindung steht,
• und ein flussabwärts vom Druckwasserventil (2010, 10, 10', 200, 300) angeordnetes
und mit diesem in Strömungsverbindung stehendes WC-Becken (2006) das flussabwärts
an eine Abwasserleitung (2008) anschließbar ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
• das Druckwasserventil (2010, 10, 10', 200, 300) gemäss einem der vorherigen Ansprüche
ausgebildet ist.
19. Druckwasserspülsystem (2002) nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Druckwasserbehälter (2004) unmittelbar mit dem Einlassstutzen (20) des Druckwasserventils
(2010, 10, 10', 200, 300) verbunden ist oder in diesen übergeht.
20. Druckwasserspülsystem (2002) nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Druckwasserbehälter (2004) mittels einer Verbindungsleitung (2020) mit dem Einlassstutzen
(20) des Druckwasserventils (2010, 10, 10', 200, 300) verbunden ist.
1. Water pressure valve (10, 10', 200, 300) for a toilet facility (2000)including:
• The valve housing (9) with an inlet sleeve (20) and an outlet sleeve (22) ;
• The valve seat (12) and valve body (14) which are arranged between the inlet sleeve
(20) and the outlet sleeve (22) in such a way that, by actuating the valve, a defined
volume of water for flushing, passing through the outlet sleeve (22) into a toilet
bowl is controllable;
• The actuating device (16) by means of which the valve can be actuated and the valve
body (14) can be removed from the valve seat (12);
• The resetting device which moves the valve body (14) back to the valve seat (12);
• The adjusting element (28), by means of which the volume of water can be adjusted,
which can be directed into the toilet bowl for flushing;
• The cover nozzle (25), arranged in the stroke direction of the valve body (14) with
a cover chamber (34), where the cover chamber (34) is fluidically connected to the
outlet sleeve (22) and / or the valve sleeve (24), and therefore it is possible, by
means of an actuating device to open or by means of at least one part of the resetting
device to close this connection;
• The valve sleeve (24), extending in the same direction as the outlet sleeve (22),
characterized in that
• The cover chamber (34) is fluidically connected to the inlet sleeve only by means
of connecting grooves (36),
• The valve sleeve (24) is axially shorter than the outlet sleeve (22),
• The outlet sleeve (22) and the valve sleeve (24), radially encircling a circular
hollow space, representing a ventilation duct (82), where the ventilation duct (82)
has a flow connection with ventilation openings (80) and is arranged in the area of
the cover nozzle (25).
2. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 1, characterized in that the valve sleeve (24) has a smaller diameter than the outlet sleeve (22) and leads
into the outlet sleeve (22), and furthermore the valve sleeve (24) and the outlet
sleeve (22) are preferably concentrically arranged.
3. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 1, characterized in that the valve sleeve (24) having a larger diameter than the outlet sleeve (22) encircles
this outlet sleeve (22), and the outlet sleeve (22) extends beyond the valve sleeve
(24) in the outflow direction and the valve sleeve (24) as well as the outlet sleeve
(22) are preferably concentrically arranged.
4. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to one of the preceding claims,
characterized in that the valve housing (9) is made as one piece, especially together with the inlet sleeve
(20), the cover nozzle (25), the valve sleeve (24) and the outlet sleeve (22), where
in particular the valve housing (9) is made as casted part or as by injection casted
part.
5. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to one of the preceding claims,
characterized in that the valve body (14) is essentially made as a hollow piece and its, at least one cavity
(35, 50) is fluidically connected to the cover chamber (34), wherein the at least
one cavity (35, 50) has a central opening (44) in the direction of the outlet sleeve
(22), and where by means of one via the actuating device controllable valve stem (46)
the central opening (44) can be closed or opened like a valve.
6. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 5, characterized in that the valve stem (46) shows a valve stem head (47) closing the central opening (44),
from which a stem (48) having a smaller diameter than the stem head (47) protrudes,
and the stem (48) together with the stem head (47) is tiltable from the rest position
by means of the actuating device.
7. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 6, characterized in that the valve stem (48) extends from the stem head (47) so, that it protrudes from the
hollow space (50) through the centric opening (44) toward the outlet sleeve (22) and
the stem head (47) is tiltable from the rest position by means of a stamp (19), which
forms part of the actuating device (16), whereas the valve housing (9) has an extension
(7), located inside the actuating device (16).
8. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 6, characterized in that the stem (48) extends from the stem head (47) so, that it penetrates to the inside
of the cover chamber (34), and is controllable by means of a push lever (92), representing
part of the actuating device, which is controllable via the valve body (14) from the
side of the cover chamber.
9. The water pressure valve (10, 10 ', 200, 300) according to one of the preceding claims,
characterized in that the adjusting element (28) is represented by an adjusting screw (28'), protruding
into the cover chamber (34) from the opposite side of the valve body (14).
10. The water pressure valve (10, 10 ', 200, 300) according to one of preceding claims,
characterized in that the cover chamber (34) is fluidically connected to at least one, preferably two,
and possibly also more than two flooding chambers (220, 260) of an actuating device,
whereas at least one flooding chamber (220, 260), or each of the flooding chambers
(220, 260) on its side opposite the cover chamber (34) is fluidically connected with
the water outlet (290), and the connection between the respective flooding chamber
(220, 260) and the water outlet (290) is provided with a trigger (211, 251), which
can be operated from the outside and extends up into the connection between the respective
flooding chamber (220, 260) and the water outlet (290), allowing there a valve-like
closing and opening of this fluidical connection, whereas the opening of this connection
also allows water to drain from the cover chamber (34).
11. The water pressure valve (10, 10 ', 200, 300) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the cover chamber (34) is fluidically connected to at least one, preferably two,
and possibly also more than two flooding chambers (220, 260) of an actuating device,
where the valve body (14) is compact and at least one flooding chamber (220, 260),
or each flooding chamber (220, 260) on its to the cover chamber (34) opposite side
is provided with a flow connection toward the outlet (290), whereas the connection
between the respective flooding chamber (220, 260) and the water outlet (290) is equipped
with a trigger (211, 251) which can be operated from the outside, extending into the
connection between the respective flooding chamber (220, 260) and the water outlet
(290), allowing there a valve-like closing and opening of this current connection,
whereas the openings of this connection also allows water to drain from the cover
chamber (34).
12. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 10 or 11, characterized in that at least two flooding chambers (220, 260) are provided, within which the regulating
bodies (222, 262) movable like a piston are arranged, and where the stroke (h1, h2)
of regulating bodies (222, 262) may be adjusted by means of adjusting screws (212,
252), whereas the stroke (h1, h2) of regulating bodies (222, 262) determines the volume
of water, escaping from the cover chamber (34) through the respective flooding chamber,
whereby also the stroke H of the valve body (14) during the toilet flushing and also
the gap S above the valve seat (12)and the amount of water during the flashing process
are defined.
13. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 12, characterized in that for each of at least two flooding chambers (220, 260) a return device, in particular
a return spring is provided, moving after the outflow of pressurized water from the
flooding chamber (220, 260) the corresponding regulating bodies (222, 262) back into
its starting position, and where each of the at least two flooding chambers (220,
260) shows grooves on their inner wall, or the groves are present on the respective
regulating body (222, 262), allowing after the flushing a repeated water flow from
the cover chamber (34) into flooding chambers (220, 260).
14. The water pressure valve (10, 10 ', 200, 300) according to one of claims 11 to 13,
characterized in that one flooding chamber (220, 260) or each of at least two flooding chambers (220, 260)
together with their trigger (211, 251,) belong to one control element (210, 250) and
all actuating devices (210, 250) together with the water outlet (290) are integrated
in one construction unit (205), where in particular at least one, or two flooding
chambers (220, 260), the water outlet (290) and the flow connection between both of
them are made as one casted part or by injection casted part.
15. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 14, characterized in that the construction unit (205) with at least one actuating device (210, 250) is through
a screw connection directly connected to the cover (8) of the water pressure valve
(10, 10', 200, 300), which on one side closes the cover chamber (34), whereas the
screw connection comprises a connection channel (292), representing a flow connection
between at least one, possibly two flooding chambers (220, 260) and the cover chamber
(34).
16. The water pressure valve (10, 10', 200, 300) according to claim 14, characterized in that the construction unit (205) with at least one actuating device (210, 250) is through
a connection line (294) connected to the cover (8) of the water pressure valve (10,
10', 200, 300), which on one side closes the cover chamber (34), whereas the connection
line (294) comprises a connection channel (292), representing a flow connection between
at least one, possibly two flooding chambers (220, 260) and the cover chamber (34).
17. The water pressure valve (10, 10 ', 200, 300) according to one of claims 10 to 16,
characterized in that the water outlet (290) is, for water drainage, connected to the outlet sleeve (22)
or to the valve sleeve (24).
18. The pressurized water flushing system (2002) for a toilet facility (2000) comprising:
• at least one pressurized water tank (2004) which can be connected upstream to a
local pressurized water or drinking water pipe (2014) and which is downstream connected
to the pressurized water valve (2010, 10, 10 200, 300),
• and a downstream of the water valve (2010, 10, 10 ', 200, 300) located and for the
water supply connected toilet bowl (2006), which may be downstream coupled to the
sewer line (2008);
characterized in that
• the pressure water valve (2010, 10, 10', 200, 300) is made according to one of preceding
claims;
19. The pressurized water flushing system (2002) according to claim 18, characterized in that the pressurized water tank (2004) is directly connected to the inlet sleeve (20)
of the pressure water valve (2010, 10, 10', 200, 300) or smoothly passes into it.
20. The pressurized water flushing system (2002) according to claim 18, characterized in that the water tank (2004) is connected to the inlet sleeve (20) of the pressure water
valve (2010, 10, 10', 200, 300) by means of a connection line (2020).
1. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) pour un système de toilettes (2000)
comportant:
• le boîtier de soupape (9) avec une tubulure d'entrée et une tubulure de vidange(22)
;
• le siège de soupape (12) et le corps de soupape (14) qui sont disposés entre la
tubulure d'entrée (20) et la tubulure de vidange (22) de telle sorte, qu'en actionnant
la soupape, un volume d'eau défini pour la chasse peut être évacué par la tubulure
de vidange (22) dans la cuvette de WC;
• le dispositif d'actionnement (16) au moyen duquel la soupape peut être actionnée
et le corps de soupape (14) peut être libéré du siège de soupape (12);
• le dispositif de rappel qui déplace le corps de soupape 14) en arrière sur le siège
de soupape (12);
• l'élément de réglage (28), utilisé pour régler le volume d'eau, nécessaire pour
la chasse d'eau qui coule dans la cuvette de WC;
• le manchon de couvercle (25) disposée dans le sens de la course du corps de soupape
(14) avec une chambre de couvercle (34), la chambre de couvercle (34) étant reliée
fluidiquement à la tubulure de vidange (22) et/ou à la tubulure de soupape (24), tandis
qu'au moyen du dispositif d'actionnement une ouverture de cette connexion et par d'au
moins une partie du dispositif de rappel une fermeture de cette connexion est possible;
• la tubulure de soupape (24), disposée dans la même direction comme la tubulure de
vidange (22),
caractérisée en ce que
• la chambre de couvercle (34) est reliée fluidiquement au tubulaire d'entrée seulement
au moyen des rainures de raccordement (36),
• la tubulure de soupape (24) est axialement plus courte que la tubulaire de vidange
(22),
• la tubulure de vidange (22) et la tubulaire de soupape (24) encerclent radialement
un espace creux en forme d'anneau, qui présente un conduit d'aération (82), où le
conduit d'aération (82) qui se trouve dans la zone du manchon de couvercle (25), est
fluidiquement relié aux ouvertures d'aération (80).
2. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tubulure de soupape (24) débouchant dans la tubulure de vidange (22) est d'un
diamètre plus petit que la tubulure de sortie (22), tandis que la tubulure de soupape
(24) et la tubulure de vidange (22) sont disposés de préférence de manière concentrique.
3. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tubulure de soupape (24) entourant la tubulure de vidange (22) est d'un diamètre
plus grand que la tubulure de vidange (22), tandis que la tubulure de vidange (22)
s'étend au-delà de la tubulure de soupape (24) dans le sens d'évacuation de l'eau,
et la tubulure de soupape (24) et la tubulure de vidange (22) sont de préférence arrangés
concentriquement.
4. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon l'une des revendications précédentes
caractérisée en ce que le boîtier de soupape (9) représente une seule pièce, représentant une seule pièce
en particulier conjointement avec la tubulure d'entrée (20), le manchon de couvercle
(25), la tubulure de soupape (24) et la tubulure de vidange (22), tandis que le boîtier
de soupape (9) est de préférence fabriqués comme une pièce moulée ou pièce moulée
par injection.
5. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon l'une des revendications précédentes
caractérisée en ce que le corps de vanne (14) est essentiellement creux et son au moins une cavité (35,
50) est reliée fluidiquement à la chambre de couvercle (34), pendant qu'au moins une
cavité (35, 50) présente une ouverture central (44) en direction de la tubulure de
vidange (22) grâce à quoi, au moyen d'un poussoir de soupape (46) qui peut être actionné
par l'intermédiaire d'un dispositif d'actionnement, on peut fermer ou ouvrir à la
manière d'une soupape l'ouverture centrale (44).
6. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 5, caractérisée en ce que le poussoir de soupape (46) présente une tête de poussoir (47) qui ferme l'ouverture
centrale (44) et de laquelle fait saillie le poussoir (48) avec un diamètre plus petit
que la tête du poussoir (47), et le poussoir (48) et avec lui en même temps la tête
de poussoir (47) peuvent être basculés hors de sa position de repos au moyen d'un
dispositif d'actionnement.
7. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 6, caractérisée en ce que le poussoir (48) dépasse de la tête de piston (47) de telle sorte qu'il fasse saillie
à travers l'ouverture centrale (44) hors de la cavité (50) en direction de la tubulure
de vidange (22), pendant que le poussoir (47) peut basculer de sa position de repos
au moyen d'un piston (19) appartenant au dispositif d'actionnement (16), et de plus,
le boîtier de soupape (9) est équipé d'une extension de boîtier (7), contenant à l'intérieur
le dispositif d'actionnement (16).
8. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 6, caractérisée en ce que le poussoir (48) dépasse de la tête de piston (47) de sorte à pénétrer à l'intérieur
de la chambre de couvercle (34), et peut être actionné au moyen d'un levier de poussée
(92), tandis que le levier de poussée (92) fait partie d'un dispositif de commande,
qui peut être actionné du côté de la chambre de couvercle (34) au-dessus du corps
de soupape (14).
9. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon l'une des revendications précédentes
caractérisée en ce que l'élément de réglage (28) se présente sous la forme d'un vis de réglage (28'), qui
fait saillie à l'intérieur de la chambre de couvercle (34) sur le côté opposé du corps
de la soupape (14).
10. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon l'une des revendications précédentes
caractérisée en ce que la chambre de couvercle (34) est relié fluidiquement au moins à une, de préférence
deux, et éventuellement aussi plus que deux chambres d'inondation (220, 260) d'un
dispositif d'actionnement, lorsqu'au moins une chambre d'inondation (220, 260), ou
chaque de chambres d'inondation (220, 260) sur son côté opposé à la chambre de couvercle
(34) est reliée fluidiquement à la sortie d'eau (290), et le raccordement entre la
chambre d'inondation respective (220, 260) et la sortie d'eau (290) est pourvu d'un
déclencheur (211, 251), qui peut être actionné de l'extérieur, et qui s'étend dans
le raccordement entre la chambre d'inondation respective (220, 260) et la sortie d'eau,
où il permet la fermeture et l'ouverture à la manière d'une soupape de cette raccordement
fluidique, tandis que l'ouverture de cette connexion fait également possible une décharge
de l'eau de la chambre de couvercle (34).
11. La soupape de pression (10, 10', 200, 300) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la chambre de couvercle(34) est fluidiquement reliée avec au moins une, de préférence
avec deux, selon les circonstances également avec plus de deux chambres d'inondation
(220, 260) d'un dispositif d'actionnement, tandis que le corps de la soupape (14)
est sous une forme compacte, et au moins une chambre d'inondation (220, 260), ou chacune
des chambres d'inondation (220, 260) sur son côté opposé à la chambre de couvercle
(34) est fluidiquement reliée à la sortie d'eau (290), et le raccordement entre la
chambre d'inondation respective (220, 260) et la sortie d'eau (290) est pourvu d'un
déclencheur (211, 251) qui peut être actionné de l'extérieur, s'étendant dans la raccordement
entre la chambre d'inondation respective (220, 260) et la sortie d'eau, où il permette
la fermeture et l'ouverture à la manière d'une soupape de cette raccordement fluidique,
pendant que l'ouverture de cette connexion permet également une décharge de l'eau
de la chambre de couvercle 34).
12. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 10 ou 11,
caractérisée en ce qu'au moins deux chambres d'inondation (220, 260) sont prévues, dans lesquelles le corps
de commande (222, 262) est mobile linéairement tout comme le piston se déplace, alors
que la course (h1, h2) du corps de la commande (222, 262) est ajustable par le vis
de réglage (212, 252), tandis que la course (h1, h2) des corps de commande (222, 262)
détermine la quantité d'eau qui s'échappe de la chambre de couvercle (34) par la chambre
d'inondation correspondante, grâce à quoi la course H du corps de soupape (14) pendant
le processus de chasse et ainsi l'espace S au-dessus du siège de la soupape (12) et
la quantité d'eau de chasse pendant le processus de chasse sont définis.
13. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 12, caractérisée en ce que dans chacune des au moins deux chambres d'inondation (220, 260) un dispositif de
rappel, en particulier un ressort de rappel est prévu, qui ramène le corps de réglage
correspondant (222, 262) dans sa position initiale après la décharge de l'eau sous
pression de la chambre d'inondation (220, 260), et que chacune des au moins deux chambres
d'inondation (220, 260) présente sur leur paroi interne des rainures, ou ces rainures
sont présentées sur le corps de réglage correspondant (222, 262), pendant que les
rainures après le processus de chasse de l'eau permettent à l'eau résiduelle de passer
de la chambre de couvercle (34) dans la chambre d'inondation (220, 260).
14. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) selon l'une des revendications
11 à 13, caractérisée en ce qu'une chambre d'inondation (220, 260) ou chacune des au moins deux chambres d'inondation
(220, 260) forment ensemble avec le déclencheur (211, 251) un élément d'actionnement
(210, 250), et tous les éléments d'actionnement (210, 250) ensemble avec la sortie
d'eau (290) sont inclus dans une unité de construction (205), où en particulier, une
ou deux chambres d'inondation (220, 260), la sortie d'eau (290) et la liaison d'écoulement
entre ces éléments sont fabriqués comme une pièce moulée ou pièce moulée par injection.
15. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'unité de construction (205) est avec au moins un élément d'actionnement (210, 250)
directement relié au moyen de raccord à vis à un couvercle (8) de la soupape de pression
(10, 10', 200, 300), qui d'un côté ferme la chambre du couvercle (34) et où le raccord
à vis comprend un canal de raccordement (292), assurant la connexion d'écoulement
entre au moins une, ou deux chambres d'inondation (220, 260) et la chambre de couvercle
(34).
16. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'unité de construction (205) est avec au moins un élément d'actionnement (210, 250)
relié au moyen d'une ligne de connexion (294) au couvercle (8) de la soupape de pression
(10, 10', 200, 300), qui d'un côté ferme la chambre de couvercle (34) et où la ligne
de connexion (294) comprend un canal de raccordement (292), assurant la connexion
d'écoulement entre au moins une, ou deux chambres d'inondation (220, 260) et la chambre
de couvercle (34).
17. La soupape d'eau sous pression (10, 10', 200, 300) selon la revendication 10 à 16
caractérisée en ce que la sortie d'eau (290) est relié fluidiquement pour la vidange d'eau avec la tubulure
de vidange (22), ou avec la tubulure de soupape (24).
18. Le système de chasse d'eau sous pression (2002) pour une installation de toilettes
comportant:
• au moins un réservoir d'eau sous pression (2004), qui peut être raccordé sur l'arrivée
d'eau à une conduite locale d'eau sous pression ou d'eau potable (2014) et qui est
raccordé en aval à une soupape d'eau sous pression (2010, 10, 10 200, 300),
• et une cuvette de toilettes (2006) disposée et raccordée en aval à la soupape d'eau
sous pression (2010, 10, 10', 200, 300), pendant que la cuvette peut être raccordée
en aval à la conduite d'égout (2008);
caractérisée en ce que
• la soupape d'eau sous pression (2010, 10, 10 200, 300) est adapté selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
19. Le système de chasse d'eau sous pression (2002) selon la revendication 18, caractérisée en ce que, le réservoir d'eau sous pression (2004) est directement raccordé à la tubulure d'entrée
(20) de la soupape d'eau sous pression (2010, 10, 10 200, 300) ou passe en celui-ci.
20. Le système de chasse d'eau sous pression (2002) selon la revendication 18, caractérisée en ce que, le réservoir d'eau sous pression (2004) est raccordé au moyen d'une conduite à la
tubulure d'entrée (20) de la soupape d'eau sous pression (2010, 10, 10 200, 300).
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