[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum Ermitteln einer Bodenklasse.
[0002] Bei baulichen Maßnahmen gilt es, Aussagen über den Untergrund für die geplanten Maßnahmen
zu treffen. Dabei kann dieser nach Art, Lage und Zustand von Boden, Gestein und Grundwasser
beschrieben werden. Die Aussagen über den Untergrund können dazu beitragen, Fehlinvestitionen
zu vermeiden und Bauschäden vorzubeugen. Dabei können die von der Baumaßnahme oder
einem Bauwerk auf den Untergrund einwirkenden Kräfte einfließen, um zu beurteilen,
ob Art, Lage und Zustand von Boden, Gestein und Grundwasser einer geplanten Ausgestaltung
der Baumaßnahme entgegenstehen oder Maßnahmen ergriffen werden müssen, die Baumaßnahme
zu sichern. In der Regel erfolgt das Erkunden des Untergrunds durch Sachverständige
der Geotechnik bzw. der Ingenieurgeologie, wobei Proben genommen und die Proben analysiert
werden. Derartige Untersuchungen bzw. Ermittlungen sind personenentsprechender Qualifikation
vorbehalten und aufwendig.
[0003] US 2013/000980 A1 offenbart ein System und ein Verfahren zur Bestimmung von Erdbodeneigenschaften.
Bei dem Verfahren werden Druckmessdosen, Navigationssensoren und ein Wegstreckenzähler
verwendet. Hinsichtlich des Wegstreckenzählers wird beschrieben, dass dieser zum Ermitteln
der Länge des Bohrstrangs und auch zum Ermitteln des Vortriebs ausgestaltet ist, so
dass die
US 2013/000980 A1 die Verwendung von Sensoren, die Parameter messen, lehrt.
[0004] US 2016/0069182 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren, bei der bzw. dem Messungen während
der Bohrung durchgeführt werden, um mechanische Grenzflächen und mechanische Eigenschaften
entlang der Erdbohrung zu bestimmen. Daten von Sensoren, die in einer Bohrlochsohlenanordnung
vorgesehen sind, werden verwendet, um die Eigenschaften zu ermitteln.
[0005] EP 1 942 247 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erstellen einer Bohrung im Boden
durch Verdrängerbohren. Es wird beschrieben, dass eine besonders genaue Charakterisierung
des durchörterten Bodens und somit eine besonders genaue Bestimmung der Tragfähigkeit
ermöglicht werde, indem die betrachteten Messgrößen wie Drehmoment am Bohrstrang,
die Eindringtiefe des Bohrstranges pro Umdrehung und/oder die Eindringkraft des Bohrstrangs
herangezogen werden. Damit wird eine Messgrößenaufnahme bzw. -bestimmung mittels einer
oder mehrerer Aufnehmereinrichtungen an der Antriebsvorrichtung beschrieben.
[0006] US 2012/0255781 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren mittels Verwendung eines Düsenmeißels.
Es wird beschrieben, eine Abtragsleistung zu berechnen, die sich aus einer Multiplikation
der Vorschubgeschwindigkeit mit dem Querschnitt der Erdbohrung ergibt. Dabei wird
herausgestellt, dass die Abtragsleistung bezogen auf das Volumen einen besseren Zugang
erlaube als die Abtragsleistung bezogen auf die Masse, da bei dieser Betrachtung auch
die Dichte des Gesteins einginge, was die Analyse erschweren würde.
[0007] US 2006/0212224 A1 offenbart die Bestimmung von Gesteinseigenschaften unter Verwendung von real während
der Bohrung ermittelten Messungen eines Systems, welches Messungen während der Bohrung
("measurement-while-drilling (MWD) systems") durchführt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Bodenklasse einfacher ermitteln zu können.
[0009] Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der nebengeordneten Patentansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Gegenstände der nebengeordneten Patentansprüche sind
Gegenstand der jeweiligen abhängigen Patentansprüche und ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung.
[0010] Kerngedanke der Erfindung ist es, bei einer durchzuführenden Erdbohrung, insbesondere
auch einer Erdbohrung, die insbesondere nicht primär zum Ermitteln der Bodenklasse
durchgeführt wird, sondern zum Einziehen von Rohren und/oder zum Austausch von Leitungen
oder Rohren, eine Bodenklasse zu ermitteln. Dabei steht nicht die Probennahme mit
einer nachfolgenden Probenanalyse im Vordergrund, sondern die Parameter, mit denen
die Erdbohrung erstellt wird, werden für die Ermittlung der Bodenklasse verwertet.
Die Parameter der Erdbohrvorrichtung selbst können für die Ermittlung der Bodenklasse
verwendet werden. Die Erfindung hat erstmals erkannt, dass bei der Erstellung einer
Bohrung im Erdreich eine Klassifizierung des Bodens bzw. Untergrunds auf Basis der
Bohrdaten der Maschine möglich ist. Aus der Erkenntnis, wie die Bohrung ins Erdreich
eingebracht wurde und der Kenntnis, welches Bohrwerkzeug verwendet wurde, kann eine
Bodenklasse ermittelt werden.
[0011] Die Erfindung schafft ein Verfahren zum Ermitteln einer Bodenklasse gemäß Anspruch
1.
[0012] Der Begriff "Bodenklasse" im Sinne der Erfindung betrifft eine Klassifizierung bzw.
Einteilung von Böden, insbesondere für bautechnische Zwecke. Unterschiedliche Klassifizierungen
sind möglich, wobei beispielsweise eine Klassifikation nach Korngrößen und Korngrößenverteilung,
nach Wassergehalt, nach Plastizität und Konsistenz, nach organischer Substanz, nach
Festigkeit, nach Härte und Bearbeitbarkeit und/oder nach Löslichkeit möglich ist.
Insbesondere kann es sich bei einer Bodenklasse um eine Einteilung handeln, bei der
im Ergebnis auch eine übergreifende Klassifizierung des Bodens, nämlich in zwei benachbarte
Klassen, möglich ist. Insbesondere kann es sich bei einer Bodenklasse um eine Einteilung
nach der Lösbarkeit und der erdbautechnischen Eigenschaften handeln; eine Einteilung
der Bodenklassen kann insbesondere auf Basis von 18300 VOB/C "Erdarbeiten" bzw. von
ÜNORM B2205 "Erdarbeiten/Werkvertragsnorm", insbesondere auf Basis der DIN 18324 (VOB
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen
für Bauleistungen (ATV) - Horizontalspülbohrarbeiten) erfolgen.
[0013] Der Begriff "Erdbohrvorrichtung" im Sinne der Erfindung umfasst jedwede Vorrichtung,
mit der ein "Erdbohren" durchführbar ist. Eine Erdbohrvorrichtung kann jedwede Vorrichtung
sein, welche ein insbesondere Bohrgestängeschüsse aufweisendes Bohrgestänge mit einem
Bohrkopf in einem bestehenden oder zu erstellenden Kanal im Erdreich bewegt, um eine
Erdbohrung, insbesondere eine Horizontalbohrung (HD), zu erstellen oder aufzuweiten
oder um Leitungen oder andere lange Körper in das Erdreich einzuziehen. Bei der Erdbohrvorrichtung
kann es sich insbesondere um eine HD-Vorrichtung handeln. Eine Erdbohrvorrichtung
umfasst eine ein Bohrgestänge antreibende Vorrichtung, die erdreichverdrängend arbeitet,
und das Bohrgestänge rotatorisch und/oder translatorisch in längsaxialer Richtung
des Bohrgestänges in das Erdreich einbringt.
[0014] Der Begriff "HD" (Horizontal Drilling, Horizontalbohrung) im Sinne der vorliegenden
Erfindung umfasst insbesondere jede Art von bestehenden oder zu erstellenden, vorzugsweise
horizontalen Kanälen in einem Körper, insbesondere Erdkanäle einschließlich Erdbohrungen,
Felsbohrungen oder Erdleitungen sowie unterirdische oder oberirdische Rohrleitungen
und Wasserkanäle, die sich durch Einsatz einer entsprechenden Erdbohrvorrichtung herstellen
oder einziehen lassen.
[0015] Der Begriff "Bohrkopf" im Sinne der Erfindung beschreibt ein endseitig an einem Bohrgestänge
angebrachtes Bohrwerkzeug, welches vor dem Bohrgestänge mit diesem verbunden in die
Erdbohrung eingebracht wird. Der Bohrkopf kann Austritte für Bohrflüssigkeit aufweisen,
wobei die Bohrflüssigkeit dazu verwendet werden kann, das vor dem Bohrkopf der Erdbohrvorrichtung
liegende Erdreich aufzuweichen und dadurch die Schnittwirkung des Bohrkopfs zu verbessern.
Als Bohrflüssigkeit kann eine Mischung aus Wasser und einem Mineral, insbesondere
Bentonit sowie gegebenenfalls einigen Zusatzstoffen, die auch Mineral sein können,
eingesetzt werden.
[0016] Gemäß der Erfindung wird als Parameter der Erdbohrvorrichtung die Art des Bohrkopfs
gewählt. Hierdurch kann der erste Parameter in Form des verwendeten Materials zum
Einbringen der Erdbohrung, insbesondere die Art des Bohrwerkzeugs, welches sich in
der Art des Bohrkopfs niederschlägt, berücksichtigt werden. Die Art des Bohrkopfs
kann ein Soft-, Medium-, Harddrill Head, Rollenmeißel, Fischschwanzmeißel, Diamantmeißel,
PDC-Meißel, Hybrid-Meißel, Exzenterrollenmeißel, Großlochrollenmeißel, Flügelmeißel
oder Schlagbohrmeißel sein. Unter Berücksichtigung der Art des Bohrwerkzeugs, insbesondere
der Art des Bohrkopfs kann eine komplexe Information erzeugt werden, mit der die Klassifizierung
des Bodens möglich ist. Beispielsweise kann in leicht löslichen Gesteinen ein hierfür
"überdimensionierter" Bohrkopf anders in das Erdreich eingebracht werden als ein speziell
für das leichtlösliche Gestein angepasster Bohrkopf.
[0017] Gemäß der Erfindung wird als Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung das Drehmoment,
die Zug-/Druckkraft, die Vorschubgeschwindigkeit, die Spülungsrate und/oder die Rotationsgeschwindigkeit
gewählt. Hierdurch kann aus den aktuellen Bohrdaten, wie die Einstellungen an der
Erdbohrvorrichtung gewählt werden, um aktuell die Erdbohrung durchzuführen, eine Klassifizierung
bzw. Ermittlung der Bodenklasse erfolgen. Eine komplexe Berücksichtigung eines Teils
oder der gesamten Betriebsparameter zusammen mit den Parametern der Erdbohrvorrichtung
ist möglich.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Signal eines Sensors am Bohrkopf zusätzlich
verwertet, wobei das Signal insbesondere einem Druck in der Erdbohrung und/oder einer
Bodenbeschaffenheit zugeordnet sein kann. Hierdurch kann auch der Druck in der Erdbohrung
und/oder die Bodenbeschaffenheit berücksichtigt werden. Es sind alle Arten von Drucksensoren
als Absolut- oder Differential-Drucksensoren mit unterschiedlichen physikalischen
Prinzipien möglich. Beispiele hierfür sind piezoresitive, piezoelektrische, kapazitive
und induktive Drucksensoren sowie Drucksensoren mit Hallelement etc.. Als Beispiele
für Sensoren bezüglich der Bodenbeschaffenheit können genannt werden: Seismische Sensoren;
Schalldrucksensoren zur Messung eines bodenabhängigen Körperschalls; Kratzsensoren
oder akustische Geo-Scanner.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Ort des Bohrkopfs ermittelt und eine
Zuordnung der ermittelten Bodenklasse zum Ort durchgeführt. Hierdurch kann eine geografische
Zuordnung der Bodenklasse erfolgen, mit der beispielsweise zu einem späteren Zeitpunkt
Hinweise für eine Baumaßnahme erfolgen können.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Datenbank erstellt, die eine Zuordnung
von Ort und Bodenklasse liefert, wodurch beim Nachtrag einer Baustelle diese Datenbank
abgefragt und entsprechende Maßnahmen gewählt werden können. Eine Zuordnung zu kommerziell
oder frei angebotenen Kartenmaterial (beispielsweise Google Earth) ist möglich.
[0021] Die Erfindung schafft auch ein System zum Ermitteln einer Bodenklasse gemäß Anspruch
5.
[0022] Das System kann insbesondere eine programmierte, Befehle abarbeitende Steuerung oder
eine Logik basierte Steuerung aufweisen, mit der die Parameter und/oder Betriebsparameter
der Erdbohrvorrichtung erfasst werden können, um die Bodenklasse für das Erdreich
zu ermitteln. Beispielsweise ist es möglich, dass die Art des Bohrwerkzeugs von einem
Bediener eingegeben werden kann oder der Bohrkopf kann vom System, beispielsweise
mittels eines Sensors, erkannt werden. Die Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung
in Form der Maschinendaten, wie Drehmoment, Zug-/Druckkraft, Vorschubgeschwindigkeit,
Spülungsrate und/oder Rotationsgeschwindigkeit können aus der Erdbohrvorrichtung bei
der jeweiligen Erstellung der Erdbohrung ausgelesen werden. Eine Datenbank kann die
unterschiedlichen Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung und/oder die Parameter
der Erdbohrvorrichtung aufweisen und einer in der Datenbank vorhandene Kombination
eine Bodenklasse zuweisen. Ein die Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung und/oder
den Parameter der Erdbohrvorrichtung aufweisendes Tupel kann einer Bodenklasse zugeordnet
werden. Die ausgewertete oder ermittelte Bodenklasse kann in einer bevorzugten Ausführungsform
einen Einfluss auf die Maschinensteuerung der Erdbohrvorrichtung nehmen, um beispielsweise
den Prozess des Einbringens der Erdbohrung zu optimieren. Es ist auch möglich, dass
eine Fuzzy-Logik zur Ermittlung der Bodenklasse aus den Betriebsparametern der Erdbohrvorrichtung
und/oder der Parameter der Erdbohrvorrichtung verwendet wird.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform ist an dem Bohrkopf ein Sensor angeordnet und
das Signal des Sensors wird zum Ermitteln der Bodenklasse verwendet. Der Sensor kann
für eine Ermittlung des Drucks in der Erdbohrung ausgestaltet sein. Der am Bohrkopf
angeordnete Sensor kann auch ein Sensor zur Erfassung der Bodenbeschaffenheit sein.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das System eine Ortungseinheit, mit
der der Ort des Bohrkopfs bestimmbar ist, wobei die Einheit ein dem Ort des Bohrkopfs
zugeordnetes Datum mit der ermittelten Bodenklasse verknüpft.
[0025] Die vorstehenden Ausführungen stellen ebenso wie die nachfolgende Beschreibung beispielhafter
Ausführungsformen keinen Verzicht auf bestimmte Ausführungsformen oder Merkmale dar.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0027] Die einzige Figur zeigt in einer schematischen, teilweise geschnittenen Darstellung
eine Erdbohrvorrichtung 1 mit einem Bohrgestänge 2 und einem vorderseitig an dem Bohrgestänge
2 befestigten Bohrkopf 3. Mittels der Erdbohrvorrichtung 1 wird eine Erdbohrung 4
in das Erdreich eingebracht. Ein Programm 5, welches in einer Hardware der Erdbohrvorrichtung
1 abläuft, erfasst die Parameter der Erdbohrvorrichtung 1 und die Betriebsparameter
der Erdbohrvorrichtung 1. Das Programm 5 kann beispielsweise, wenn für die Betriebsparameter
der Erdbohrvorrichtung 1 ein hohes Drehmoment, eine hohe Druckkraft, eine geringe
Vorschubgeschwindigkeit festgestellt wurde und für den Parameter der Erdbohrvorrichtung
1, dass ein Rollenmeißel verwendet wird, eine Klassifizierung des Erdreichs in die
Bodenklasse "sechs" vornehmen.
1. Verfahren zum Ermitteln einer Bodenklasse, bei dem eine Erdbohrung (4) in Erdreich
mittels einer Erdbohrvorrichtung (1) mit einem Bohrkopf (3) eingebracht wird, wobei
a) ein Parameter der Erdbohrvorrichtung (1) und
b) mindestens ein Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung (1)
bei der Ermittlung, um welche Bodenklasse es sich handelt, verwertet wird, wobei der
mindestens eine Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung aus dem Drehmoment, der Zug-/Druckkraft,
der Vorschubgeschwindigkeit, der Spülungsrate und/oder der Rotationsgeschwindigkeit
ausgewählt ist und die gewählten Einstellungen an der Erdbohrvorrichtung, um aktuell
die Erdbohrung durchzuführen, darstellt und als Parameter der Erdbohrvorrichtung (1)
die Art des Bohrkopfs (3) gewählt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ferner ein Signal eines Sensors am Bohrkopf (3) mit
bei der Ermittlung der Bodenklasse verwertet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Ort des Bohrkopfs (3) ermittelt wird und
eine Zuordnung der ermittelten Bodenklasse zum Ort erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei eine Datenbank erstellt wird, die
eine Zuordnung von Ort und Bodenklasse liefert.
5. System zum Ermitteln einer Bodenklasse umfassend eine einen Bohrkopf (3) aufweisende
Erdbohrvorrichtung (1), und das System ausgestaltet ist, mindestens einen Parameter
und mindestens einen Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung (1) zu verwenden, um
die Bodenklasse zu ermitteln, wobei der mindestens eine Betriebsparameter der Erdbohrvorrichtung
aus dem Drehmoment, der Zug-/Druckkraft, der Vorschubgeschwindigkeit, der Spülungsrate
und/oder der Rotationsgeschwindigkeit ausgewählt ist und die gewählten Einstellungen
an der Erdbohrvorrichtung, um aktuell die Erdbohrung durchzuführen, darstellt, und
als Parameter der Erdbohrvorrichtung (1) die Art des Bohrkopfs (3) gewählt ist.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bohrkopf (3) ein Sensor angeordnet ist und ferner das Signal des Sensors zum
Ermitteln der Bodenklasse verwendet wird.
7. System nach Anspruch 5 oder 6, umfassend eine Ortungseinheit, mit der der Ort des
Bohrkopfs (3) bestimmbar ist, wobei die Einheit ein dem Ort des Bohrkopfs (3) zugeordnetes
Datum mit der ermittelten Bodenklasse verknüpft.
1. Method for determining a soil class, in which a soil borehole (4) is introduced into
the ground by means of a soil drilling device (1) with a drilling head (3), wherein
a) a parameter of the soil drilling device (1) and
b) at least one operating parameter of the soil drilling device (1)
are utilized in determining the soil class concerned, wherein the at least one operating
parameter of the soil drilling device is selected from torque, tensile/compressive
force, feed speed, flushing rate and/or rotational speed and represents the settings
selected on the soil drilling device to perform the current soil drilling and the
type of drilling head (3) is selected as the parameter of the soil drilling device
(1).
2. Method according to Claim 1, wherein a signal from a sensor on the drilling head (3)
is further utilized in determining the soil class.
3. Method according to Claim 1 or 2, wherein the location of the drilling head (3) is
determined and an assignment of the determined soil class to the location is performed.
4. Method according to any one of Claims 1 to 3, wherein a database is created that provides
an assignment of location and soil class.
5. System for determining a soil class comprising a soil drilling device (1) having a
drilling head (3), and the system is configured to use at least one parameter and
at least one operating parameter of the soil drilling device (1) to determine the
soil class, wherein the at least one operating parameter of the soil drilling device
is selected from torque, tensile/compressive force, feed speed, flushing rate and/or
rotational speed and represents the settings selected on the soil drilling device
to perform the current soil drilling and the type of drilling head (3) is selected
as the parameter of the soil drilling device (1).
6. System according to Claim 5, characterized in that a sensor is arranged on the drilling head (3) and the signal from the sensor is also
used to determine the soil class.
7. System according to Claim 5 or 6 comprising a locating unit with which the location
of the drilling head (3) can be determined, wherein the unit links a datum assigned
to the location of the drilling head (3) to the soil class determined.
1. Procédé permettant de déterminer une classe de sol, dans lequel un forage du sol (4)
est réalisé dans le sol au moyen d'un dispositif de forage du sol (1) avec une tête
de forage (3),
a) un paramètre du dispositif de forage du sol (1) et
b) au moins un paramètre de fonctionnement du dispositif de forage du sol (1)
étant utilisés pour déterminer de quelle classe de sol il s'agit, ledit au moins un
paramètre de fonctionnement du dispositif de forage du sol étant sélectionné parmi
le couple de rotation, la force de traction/compression, la vitesse d'avance, la vitesse
de rinçage et/ou la vitesse de rotation et représentant les réglages sélectionnés
sur le dispositif de forage du sol pour effectuer actuellement le forage du sol, et
le type de la tête de forage (3) étant sélectionné comme paramètre du dispositif de
forage du sol (1).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel en outre un signal d'un capteur est
utilisé sur la tête de forage (3) pour déterminer la classe de sol.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, dans lequel l'emplacement de la tête de forage
(3) est déterminé et une affectation de la classe de sol déterminée est effectuée
à l'emplacement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel on crée une base
de données qui établit une correspondance entre le lieu et la classe de sol.
5. Système permettant de déterminer une classe de sol comprenant un dispositif de forage
du sol (1) présentant une tête de forage (3) et le système étant conçu pour utiliser
au moins un paramètre et au moins un paramètre de fonctionnement du dispositif de
forage du sol (1) permettant de déterminer la classe de sol, le au moins un paramètre
de fonctionnement du dispositif de forage du sol étant choisi parmi le couple, la
force de traction/compression, la vitesse d'avance, le taux de rinçage et/ou la vitesse
de rotation et représentant les réglages sélectionnés sur le dispositif de forage
du sol pour effectuer actuellement le forage du sol, et le type de tête de forage
(3) étant sélectionné comme paramètre du dispositif de forage du sol (1).
6. Système selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un capteur est disposé sur la tête de forage (3) et en ce que le signal du capteur est utilisé pour déterminer la classe de sol.
7. Système selon les revendications 5 ou 6, comprenant une unité de localisation avec
laquelle l'emplacement de la tête de forage (3) peut être déterminé, l'unité associant
une date associée à l'emplacement de la tête de forage (3) à la classe de sol déterminée.