[0001] Die Erfindung betrifft einen Regenerator für Kryo-Kühler mit Helium als Arbeitsgas
gemäß Anspruch 1, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Regenerators nach Anspruch13
und 14 sowie einen mit einem solchen Regenerator versehenen KryoKühler nach Anspruch
15.
[0002] Periodisch betriebene Kryo-Kühler, wie z. B. Stirling-, Gifford-McMahon- und Pulsrohr-Kühler
werden regeneratorisch betrieben. D. h. man nutzt die Wärmekapazität eines Materials
aus, um die Kälte zu speichern bzw. um warmes Gas beim Eintritt in die Expansionskammer
vor zu kühlen. Ein Problem hierbei ist, dass bei Temperaturen im Bereich 2K bis 20K
die Wärmekapazität fast aller Materialien stark abnimmt. Damit ist es sehr schwer,
Materialien zu finden, die im Bereich zwischen 2K und 20K eine ausreichend hohe Wärmekapazität
aufweisen. Fig. 12 zeigt den typischen Aufbau eines zweistufigen Pulsröhrenkühlers
mit einer ersten Kaltstufe 20 bis ca. 30K und einer zweiten Kaltstufe 22 bis ca. 2K.
Die erste Kaltstufe 220 umfasst ein erstes Pulsrohr 224 einen ersten Regenerator 226.
Die zweite Kaltstufe 222 umfasst ein zweites Pulsrohr 228 und einen zweiten Regenerator
230 gemäß der vorliegenden Erfindung. Mit der ersten Kaltstufe 220 werden ca. 30K
und mit der zweiten Kaltstufe 222 werden ca. 4K erreicht. Das erste Pulsrohr 224,
der erste Regenerator 226 und das zweite Pulsrohr 228 enden in einem Verbindungsmittel
232, der die Umgebung von dem zu kühlenden Bereich trennt. Über Arbeitsgasleitungen
234 wird von einer nicht dargestellten Pumpe pulsierend Arbeitsgas zu- und abgeführt.
Die Arbeitsgasleitungen 234 münden in den ersten Regenerator 226 und über Ventile
236 besteht eine Verbindung mit dem ersten Pulsrohr 224 und dem zweiten Pulsrohr 228
sowie mit Balastvolumen 238. Der zweite Regenerator 230 in der zweiten Kaltstufe 222
besteht aus einem ersten Regeneratorabschnitt 240 und aus einem Tieftemperatur-Regeneratorabschnitt
242. Der erste Regeneratorabschnitt 240 besteht aus übereinanderliegenden Metallsieben
244 - siehe Fig. 13. Der Tieftemperatur-Regeneratorabschnitt 242 enthält seltene Erdverbindungen,
z. B. ErNi, HoCu
2 und dergleichen. Der Aufbau des zweiten Regenerators 230 ist schematisch in Fig.
11 dargestellt. Seltene Erdverbindungen sind relativ teuer. Weiterhin werden diese
Materialen in Form von Kügelchen 46 (100 bis mehrere 100 Mikrometer Durchmesser) eingesetzt.
Ein Problem hierbei ist die Fixierung der Kugeln im oszillierenden Fluss des Arbeitsgases,
da jede Art von Bewegung zum Abrieb und damit Staub führt, welche die Lebensdauer
der Kryo-Kühler drastisch reduziert. Darüber hinaus bedingen Kugelschüttungen gemäß
Fig. 13 ein erhebliches Totvolumen, das nicht zum Wärmetausch und auch nicht zur Kühlleistung
beiträgt.
[0003] Helium wird häufig als Arbeitsgas bei Kryo-Kühler eingesetzt. Helium besitzt in dem
Temperaturbereich von 2K bis 20K eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität, die der
Wärmekapazität von seltenen Erdverbindungen in diesem Temperaturbereich gleich kommt.
Daher ist vorgeschlagen worden Helium als Regenerator-Material einzusetzen. Aus der
US 2012/0304668 A1, der,
DE 10319510 A1, der
DE 102005007627 A1,
CN 104197591 A,
DE 19924184 A1 und der
US 4359872 A sind mit Helium gefüllte geschlossene Hohlkörper aus Glas oder Metall als Regeneratorstrukturen
bekannt. Diese Grundidee hat bis jetzt zu keinem fertigen Produkt geführt. Darüber
hinaus führen mit Helium gefüllte Kügelchen wieder zu Abrieb, was die Einsatzdauer
des Kryo-Kühlers verringert. Das Grundproblem dieser bekannten geschlossenen Hohlkörper
mit Helium besteht in der aufwendigen Befüllung der Hohlkörper mit Helium unter Überdruck.
Aufgrund des Überdrucks muss die Wandstärke der Hohlkörper erhöht werden, was zu einer
Verschlechterung der Wärmeübergangswiderstände führt.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen im Vergleich zu Regeneratoren
mit seltenen Erdverbindungen kostengünstigen Regenerator anzugeben, der Helium als
Wärmespeichermaterial nutzt und dennoch einen einfachen Aufbau aufweist.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruch 1.
[0007] Der Regenerator besteht im einfachsten Fall aus einer hohlen Zelle mit Wärme leitenden
Zellwänden. Die Außenseite der Zellwände begrenzt wenigstens zum Teil einen Strömungskanal
für das Arbeitsgas Helium. Der Hohlraum ist mit Helium als Wärmespeichermaterial gefüllt
und ist über eine Druckausgleichsöffnung mit Außenseite der Zelle verbunden. Das Arbeitsgas
Helium, umströmt die dosenförmige Zelle, wodurch über die Zellwände ein Wärmeübergang
zwischen dem Arbeitsgas Helium außerhalb des Hohlraums und dem Helium innerhalb des
Hohlraums stattfindet. Die Größe der Zelle(n) in Relation zu der Größe des Strömungskanals
des Arbeitsgases ist so gewählt, dass sich zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite
des Regenerators die gewünschten Druckdifferenzen bei einem möglichst geringen Totvolumen
einstellen. Die Zellwände der Zelle weisen eine sehr geringe Wandstärke auf, sodass
der gewünschte Wärmeaustausch erfolgen kann. Das Verhältnis von Volumen des oder der
Hohlräume zu Öffnungsfläche bzw. Ausströmwiderstand der Druckausgleichsöffnung ist
so gewählt, dass sich der Druck im Hohlraum oder in den Hohlräumen im Arbeitsfrequenzbereich
des Kühlerbetriebs (ca. 1 bis 60 Hz) kaum oder zumindest nur wenig ändert. Diese Funktionsweise
ist vergleichbar mit einem Kondensator bei hohen Frequenzen - dieser bekommt von der
Änderung der Spannung quasi nichts mit, wenn die Kapazität hoch genug ist und die
Spannungsänderung gering. Im typischen Anwendungsfall würde der Druck in der Zelle
immer um den Mitteldruck des Kühlsystems, typischer Weise ca. 16 bar, schwanken. Der
stabile Druck ist deshalb wichtig, da ansonsten das Volumen des oder der Hohlräume
einen großen Beitrag zum "Totvolumen" wäre, wenn dessen Druck bei jeder Periode zwischen
z. B. 8 und 24 bar schwanken würde, ohne dass es zur Kühlung beiträgt. Die Öffnungsfläche
bzw. der Ausströmwiderstand der Druckausgleichsöffnung ist so gewählt, dass vor Inbetriebnahme
des Regenerators und während der Anlaufphase aufgrund der herrschenden Druckverhältnisse
Helium in den oder die Hohlräume eindringt. Durch den hohen Ausströmwiderstand der
Druckausgleichsöffnung ergibt sich der vorstehend erläuterte "Kondensator-Effekt"
während der Druckschwankungen im Bereich des Regenerators mit der Arbeitsfrequenz
eines Kühlers. In der Anlaufphase sinkt die Temperatur des Arbeitsgases Helium und
auch des Heliums in den Regeneratorhohlräumen. Folglich verringert sich das Volumen
des Heliums und über die Druckausgleichsöffnung strömt weiter Helium in die Regeneratorhohlräume
nach. D. h. während der Anlaufphase muss Helium nachgefüllt werden, bis sich die Arbeitstemperaturen
und -drücke eingestellt haben. Ohne Druckausgleichsöffnung müssten die Hohlräume in
der Zelle vorab mit Helium befüllt werden, was aufgrund der Drücke im Bereich von
16 bar im Arbeitsbereich des Kryo-Kühlers erheblich dickere Zellwände bedingen würde.
Werden die Hohlkörper bei Umgebungstemperatur mit Helium befüllt, müssen aufgrund
der geringeren Dichte von Helium bei Umgebungstemperatur noch wesentlich höhere Drücke
für die Befüllung gewählt werden. Dies führt zu dickeren Zellwänden mit erheblich
höheren Wärmedurchgangswiderstand. Durch die dickeren Zellwände würde einen Wärmedurchgangswiderstand
der Zellwände so hoch, dass im Arbeitsfrequenzbereich von Kryo-Kühlern kaum mehr zu
einem Wärmeaustausch zwischen dem Arbeitsgas Helium und dem Helium im Inneren des
oder der Hohlräume kommen würde. Dies dürfte auch der Grund sein, dass kein Kryo-Kühler
auf dem Markt ist, der einen Regenerator mit Helium in geschlossenen Hohlräumen einsetzt.
Die Druckausgleichsöffnung hat erfindungsgemäß die Form einer Kapillare.
[0008] Die Zelle wird von Strömungskanälen durchsetzt, die von Zellwänden begrenzt sind.
Hierdurch ergibt sich eine vergrößerte Wärmeaustauschfläche und somit ein verbesserter
Wärmübergang zwischen dem Helium in den Hohlräumen und dem Arbeitsgas außen. Die Strömungskanäle
sind vorzugsweise als Schlitze ausgebildet. Die Schlitze enden vor dem Rand der Zelle,
sodass die Zelle nicht auseinanderfallen kann. Die Strömungskanäle sind als eine Mehrzahl
von Schlitzen ausgebildet, die geradlinig und parallel zueinander verlaufen und vor
dem Rand der Zelle enden, sodass die Zelle nicht auseinanderfallen kann. Ein umlaufender
Kanal ist an dem Rand der Zelle ausgebildet, in den die mehrere miteinander verbundenen
Hohlräume münden.
[0009] Die schlitzförmigen Strömungskanäle für Arbeitsgas verlaufen vorzugsweise geradlinig
und parallel zueinander, um zum einen den Strömungswiderstand zu minimieren und zum
anderen, um die rohrförmigen Hohlräume zwischen den gleichförmig zu gestalten. Durch
die Geradlinigkeit und die Parallelität ergibt sich auf einfache Weise zwischen zwei
Strömungskanälen ein gleicher Abstand.
[0010] Durch die runde Außenform des Regenerators lassen sie sich auf einfache Weise in
die üblicherweise runden Querschnitte der Kryokühler einfügen. Dabei kann eine einzige
Zelle, gegebenenfalls mit mehreren rohrförmigen Strukturen, die Form einer Scheibe
haben. Alternativ können mehrere Zellen zu einer Scheibenform zusammengefügt werden.
- Anspruch2.
[0011] Durch die Hintereinanderanordnung nach Anspruch 3 erhöht sich die Wärmespeicherkapazität
des Regenerators.
[0012] Durch eine thermische Isolierung zwischen in Strömungsrichtung des Arbeitsgases hintereinander
angeordneten Zellen - Anspruch 4 - wird verhindert, dass zwischen den Hohlräumen in
Strömungsrichtung des Arbeitsgases Wärme ausgetauscht wird. Ein solcher Wärmeaustausch
in Strömungsrichtung des Arbeitsgases würde einen Kurzschluss des Regenerators bedeuten;
ein Wärmeaustausch in Strömungsrichtung des Arbeitsgases trägt nicht zur Funktion
des Regenerators bei. Die Dicke der thermisch isolierenden Schicht beträgt vorzugsweise
zwischen 0,1mm und 0,5mm.
[0013] Durch die Ausrichtelemente nach Anspruch 5 bis 7 wird die fluchtende Ausrichtung
der Strömungskanäle aufeinander liegender Zellen vereinfacht. Die Ausrichtelemente
sind z. B. Ausrichtzapfen, die eine konische oder pyramidenförmige Spitze aufweisen.
[0014] Die Form einer Kapillare bedeuted, dass die Querschnittsfläche der Öffnung im Vergleich
zur Oberfläche des Hohlkörpers sehr klein ist.
[0015] Die Druckausgleichsöffnung kann auch durch Undichtigkeiten bereitgestellt sein, die
bei der Herstellung der Zellen auftreten - Anspruch 8.
[0016] Die Größe und damit die Durchlässigkeit der Druckausgleichsöffnung werden so gewählt,
dass während eines Arbeitszyklus des Regenerators die Druckänderung in der Zelle maximal
20% und vorzugsweise maximal 10% beträgt. Es handelt sich hier um einen Optimierungsprozess.
Je größer die Kapillare, desto größer ist der unerwünschte Stoffaustausch, desto größer
sind die Druckschwankungen im Hohlraum der Zelle und umso schneller erfolgt das Eindringen
des Heliums in die Hohlräume bei Inbetriebnahme des Regenerators. Je kleiner die Kapillare
desto weniger Kompressionsarbeit muss verrichtet werden, aber desto länger dauert
das Eindringen des Heliums in die Hohlräume bei Inbetriebnahme des Regenerators..
[0017] Um den Wärmeaustausch zwischen dem Arbeitsgas Helium und dem in dem Hohlkörper befindlichen,
Wärme speichernden Helium zu verbessern, sind die Oberflächen der Hohlkörper mit Verwirbelungsstrukturen
versehen - Anspruch 9
[0018] Die Querschnittsformen der rohrförmigen Hohlräume nach Anspruch 10 ermöglichen die
Herstellung des Regenerators mittels 3D-Druck (Anspruch 14). Die Quaderoder Rechteckform
der Querschnitte der Hohlräume ist für den Wärmeaustausch optimal. Zellen mit rohrförmigen
Hohlräumen mit wenigstens einer schrägen Zellwand oder mit Dreiecksquerschnitt lassen
sich leicht mittels 3D-Druck erzeugen. Mittels 3D-Druck können Strukturen mit vertikalen
oder schrägen Zellwänden (Schrägen von 45° oder mehr) leicht hergestellt werden. Dies
ist am einfachsten gewährleistet, wenn der Dreiecksquerschnitt der Hohlräume einen
rechten Winkel aufweist. Auch geeignet ist ein rautenförmiger Querschnitt, ein fünfeckiger
Querschnitt oder ein hausförmiger Querschnitt - Anspruch 10.
[0019] Für den optimalen Wärmetausch zwischen dem Helium in den rohrförmigen Hohlräumen
und dem Arbeitsgas Helium außerhalb der Hohlräume sind zwischen den rohrförmigen Hohlräumen
Strömungskanäle angeordnet - Anspruch 11.
[0020] Durch die vorteilhafte Ausgestaltung nach Anspruch 12, bei der der scheibenförmige
Regenerator aus einer oder mehreren scheibenförmigen Zellen besteht und jede Zelle
jeweils zwei Halbzellen umfasst, wird erreicht, dass beide Halbzellen mittels 3D-Druck
herstellbar sind. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil des Volumens der Hohlräume -
und damit des Heliums in den Hohlräumen - am Gesamtvolumen des Regenerators im Vergleich
zu Regeneratoren, die nur einteilige Zellen aufweisen. Dies erhöht die Wärmespeicherfähigkeit
des Regenerators oder der Regenerator kann bei gleicher Wärmekapazität kompakter ausgeführt
werden.
[0021] Bei 3D-Druck-Verfahren können quaderförmige Hohlräume oder ellipsoidförmige Hohlräume
als Ganzes oder in zwei Schritten aus zwei Komponenten hergestellt werden - Anspruch
13 oder 14. Nach Anspruch 14 wird zunächst eine erste Komponente mit "offenen Hohlräumen"
bzw. mit topfförmigen Vertiefungen erzeugt. Diese Vertiefungen werden dann in einem
zweiten Schritt durch zweite Komponenten abgedeckt. Die ersten und zweiten Komponenten
werden dauerhaft miteinander verbunden, z. B. durch Verklebung oder Verschweißung.
[0022] Die Regeneratoren gemäß der vorliegenden Erfindung sind besonders für insbesondere
für Stirling-, Gifford-McMahon- oder Pulsrohr-Kühler geeignet - Anspruch 15.
[0023] Die Hohlkörper bestehen aus Metall und/oder und können aufgrund der Druckausgleichsöffnung
gegenüber dem Stand der Technik sehr dünn ausgebildet werden, wodurch der Wärmeübergangswiderstand
zwischen dem Helium im Inneren der Hohlräume und dem Arbeitsgas Helium außerhalb Hohlräume
sinkt. Die Zellwände der Hohlräume weisen zumindest entlang der Strömungskanäle vorzugsweise
eine konstante Dicke auf und liegen im Bereich zwischen 0,1mm und 0,5mm. Durch die
konstante Wandstärke der Zellwände wird zwischen dem Arbeitsgas Helium in den Strömungskanälen
und dem Helium in den Hohlräumen ein gleichmäßiger Wärmeübergang erreicht.
[0024] Der gesamte Regenerator weist in Strömungsrichtung des Arbeitsgases vorzugsweise
eine Dicke von 5mm bis 100mm auf.
[0025] Die übrigen Ansprüche beziehen sich auf weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung.
[0026] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben.
[0027] Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer ersten Ausführungsform des Regenerators in einem
Strömungskanal für Arbeitsgas,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der ersten Ausführungsform entlang II - II in Fig.
1,
Fig. 3a und 3b eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform,
Fig. 7 eine sechste Ausführungsform, die nicht durch die beanspruchte Erfindung abgedeckt
ist, in Form einer dreidimensionalen Matrixanordnung mit zwei Lagen von Zellen mit
einem kreisringförmigen Außendurchmesser,
Fig. 8, die nicht durch die beanspruchte Erfindung abgedeckt ist, eine Detaildarstellung
der Matrixanordnung mit drei Lagen von Zellen senkrecht zur Strömungsrichtung des
Arbeitsgases betrachtet,
Fig. 9 und 10 schematische Darstellungen zur Herstellung des Regenerators aus einer
Schalenstruktur und einer Abdeckung gemäß einer siebten Ausführungsform,
Fig. 11 eine achte Ausführungsform der Erfindung, die aus zwei mittels 3D-Druck hergestellten
Strukturen besteht,
Fig. 12a, 12b und 12c Beispiele für Querschnitte der Hohlräume mit dem wärmespeichernden
Helium, die sich ohne weiteres mittels 3D-Druck herstellen lassen,
Fig. 13 den typischen Aufbau eines Kryo-Kühlers in Form einer Pulsrohrkühlers mit
zwei Kaltstufen, wobei die zweite Kaltstufe einen Tieftemperatur-Regenerator aufweist,
und
Fig. 14 den schematischen Aufbau eines Tieftemperatur-Regenerators nach dem Stand
der Technik mit seltenen Erden in Form von Kügelchen.
[0028] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Regenerators
1 in seiner einfachsten Form. Der Regenerator 1 besteht aus einer Zelle 2 mit Zellwänden
4, die einen Hohlraum 6 umschließen. Die Zellwände 4 weisen eine Außenseite 4a und
einen Innenseite 4i auf. Die Zellwände 4 werden von einer Druckausgleichsöffnung in
Form einer Kapillare 8 durchsetzt. Der Regenerator 1 weist einen kreisringförmigen
Querschnitt auf und ist in einem rohrförmigen Strömungskanal 10 für Arbeitsgas Helium
angeordnet. Das Innere des Hohlraums 6 ist mit Helium als Regeneratormedium oder als
Wärme speicherndes Medium gefüllt. Der Regenerator 1 bzw. die Zelle 2 ist so dimensioniert,
dass zwischen dem rohrförmigen Strömungskanal 10 für Arbeitsgas und der Außenseite
4a der Zellwand 4 ein Ringspalt 12 verbleibt. Damit kann das Arbeitsgas Helium den
Regenerator 1 umströmen und über die Wärme leitenden Zellwände 4 mit dem Helium im
Hohlraum 6 Wärme austauschen.
[0029] Fig. 3a und 3b zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit einer scheibenförmigen
Zelle 2. Die Zelle 2 unterscheidet sich von der Zelle 2 nach Figur 1 und 2 dadurch,
dass die Zelle 2 gemäß der zweiten Ausführungsform von einer Mehrzahl von geradlinig
in einer Ebene verlaufenden Schlitzen 20 als Strömungskanäle für Arbeitsgas durchsetzt
ist. Die schlitzförmigen Strömungskanäle 20 verlaufen parallel zueinander, enden jedoch
vor dem Rand der Zelle 2, so dass die die Zelle 2 nicht auseinander fallen kann. In
den durch Zellwände 4 umschlossenen quaderförmigen Bereichen zwischen den schlitzförmigen
Strömungskanälen 20 befinden sich rohrförmige Hohlräume 6 mit einem rechteckigen Querschnitt.
Alle Hohlräume 6 münden in einen am Rand der scheibenförmigen Zelle 2 vorgesehenen
umlaufenden Kanal 24, so dass die Hohlräume 6 und der umlaufende Kanal 24 einen einzigen
Hohlraum bilden.
[0030] Bei der Herstellung der scheibenförmigen Zelle 2 mittels 3D-Druck verbleiben zunächst
eine oder zwei größere Öffnungen 22 durch die das lose 3D-Druck-Material noch dem
3D-Druck ausgeblasen werden kann. Diese Öffnungen werden anschließend verschlossen,
so das lediglich eine oder mehrere Druckausgleichsöffnungen 8 in Form von Kapillaren
verbleiben. Es lassen sich auch mehrere Zellen 2 in Strömungsrichtung des Arbeitsgases
hintereinander anordnen, wodurch sich ein Regenerator mit höherer Leistung ergibt.
[0031] Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung, bei der eine Mehrzahl von
Zellen 2-1, 2-2, 2-3 übereinander gestapelt sind. Die drei scheibenförmigen Zellen
2-i mit kreisförmigem Querschnitt weisen einen identischen Aufbau auf. Die Zellen
2-i ähneln der Zelle 2 der zweiten Ausführungsform und unterscheiden sich von der
Zelle nach Figur 1 und 2 dadurch, dass die Zellen 2-i von einer Mehrzahl von geradlinig
in einer Ebene verlaufenden Schlitzen 20 als Strömungskanäle für Arbeitsgas durchsetzt
sind. Die schlitzförmigen Strömungskanäle 20 verlaufen parallel zueinander, enden
jedoch vor dem Rand der Zellen 2-i, sodass die die Zelle 2 nicht auseinander fallen
kann. In den durch Zellwände 4 umschlossenen quaderförmigen Bereichen zwischen den
schlitzförmigen Strömungskanälen 20 befinden sich rohrförmige Hohlräume 6-i, die einen
Querschnitt in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit rechtem Winkel aufweisen. Die
Spitze des Dreiecks mit dem rechten Winkel zeigt nach oben, so dass sich die beiden
Seiten des gleichseitigen Dreiecks in einem Winkel von 45° nach oben erstrecken. Hohlräume
6-i mit dreieckigem Querschnitt lassen sich leicht mittels 3D-Druck herstellen. Bei
der Herstellung der scheibenförmigen Zellen 2 mittels 3D-Druck verbleibt zunächst
eine oder zwei größere Öffnungen 22 durch die das lose 3D-Druck-Material noch dem
3D-Druck ausgeblasen werden kann. Diese Öffnungen werden anschließend verschlossen,
so das lediglich eine oder mehrere Druckausgleichsöffnungen 8 in Form von Kapillaren
verbleiben.
[0032] Die Hohlräume 6-i sind am Rand der scheibenförmigen Zellen 2-i miteinander verbunden.
Eine Druckausgleichsöffnung 8 verbindet die Hohlräume 6-i mit dem Bereich außerhalb
der Zellen 2-i. Die Zellen 2-i weisen auf ihrer Oberseite eine Mehrzahl von Ausrichtzapfen
30 auf und an der gegenüberliegenden Seite sind entsprechende Ausrichtvertiefungen
32 angeordnet. Durch diese Ausrichtelemente 30, 32 wird erreicht, dass die schlitzförmigen
Strömungskanäle 20 der übereinander liegenden Zellen 6-i zueinander fluchten, sodass
sich durch den Regenerator durchgehende Strömungskanäle ergeben. Zwischen den einzelnen
Zellen 6-i ist jeweils eine thermisch-isolierende Schicht 34 angeordnet, die von dem
Ausrichtzapfen 30 durchsetzt wird, sodass die Ausrichtzapfen in die darüber liegenden
Ausrichtöffnungen 32 eingreifen können.
[0033] Fig. 5 zeigt schematisch eine vierte Ausführungsform des Regenerators in Form einer
scheibenförmigen Zelle 2, die sich von den Zellen 2-i nach Fig. 4 dadurch unterscheidet,
dass statt einem rohrförmigem Hohlraum mit Dreiecksquerschnitt jeweils zwei rohrförmige
Hohlräume 6a und 6b vorgesehen sind. Der Querschnitt der rohrförmigen Hohlräume 6a
und 6b weist ebenfalls die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit rechtem Winkel auf.
Der rechte Winkel setzt an der Innenseite der Trennwand 4 an, die die schlitzförmigen
Strömungskanäle begrenzt. Hierdurch ergibt sich eine Trennwand 4 mit konstanter Wandstärke
zwischen den Strömungskanälen 20 und den Hohlräumen 6-i. Dies führt zu einem verbesserten
Wärmeübergang zwischen dem Arbeitsgas im Strömungskanal 20 und dem Helium in den Hohlräumen
6a und 6b. Die Druckausgleichsöffnung 8 verbindet die Hohlräume 6a, 6b mit dem Bereich
außerhalb der Zelle 2.
[0034] Fig. 6 zeigt eine fünfte Ausführungsform der Erfindung, die sich von der Ausführungsform
nach Figur 4 lediglich dadurch unterscheidet, dass die rohrförmigen Hohlräume 6a,
6b mit Dreiecksquerschnitt mit der Basis des rechtwinkligen Dreiecks zu den Strömungskanälen
20 hin angeordnet sind. Da die Basis die Länge der Seite des gleichseitigen Dreiecks
ist, wird hierdurch der Wärmeübergang verbessert.
[0035] Figuren 7 und 8 zeigen schematisch den Aufbau einer sechsten Ausführungsform, die
nicht durch die beanspruchte Erfindung abgedeckt ist. Fig. 7 zeigt einen Regenerator
101 mit einer Vielzahl von Zellen 102, die in Form einer 3-dimensionalen Matrix 103
mit zwei Lagen von Zellen 102 angeordnet sind. Die Zellen 102 sind würfelförmig und
grundsätzlich in ihrem Aufbau identisch. Da jedoch der Regenerator 101 einen Rohrquerschnitt
ausfüllt, weisen die Zellen 102 im Randbereich zwangsweise eine abweichende Form auf.
Die einzelnen Zellen 102 umfassen jeweils einen würfelförmigen Hohlraum 106 mit einer
Wärme leitenden Hülle 104 und einer Druckausgleichsöffnung 108 in Form einer Kapillare.
Wie aus Fig. 8 zu ersehen ist, sind die einzelnen Zellen 102 in Strömungsrichtung
112 des Arbeitsgases hintereinander versetzt angeordnet. Die nebeneinander liegenden
Zellen 102 sind mittels thermisch leitender Verbindungselemente 114 miteinander verbunden.
Die in Strömungsrichtung 112 hintereinander liegenden Zellen 102 sind mit thermisch
isolierenden bzw. schlecht leitenden Verbindungselementen 116 miteinander verbunden
und bilden einen Strömungskanal 120. Auf diese Weise ergibt sich die mechanisch feste
Matrixanordnung 103 aus Zellen 102. In Fig. 7 sind lediglich zwei Lagen von Zellen
102 gezeigt, während in Fig. 8 drei Schichten bzw. Lagen von Zellen 102 gezeigt sind.
Das Gasvolumen der einzelnen Hohlräume 106 beträgt ca. 1mm
2, die Wandstärke der Hülle 104 beträgt ca. 0,2 mm. Der Abstand zwischen den einzelnen
Zellen 102 beträgt ca. 0,2 mm. Der gesamte Platzbedarf einer Zelle 102 beträgt ca.
8mm
3.
[0036] Der erfindungsgemäße Regenerator 101 wird vorzugsweise in der kältesten Kaltstufe
eines Kryo-Kühlers als Tieftemperatur-Regeneratorabschnitt 242 eingesetzt.
[0037] Figuren 9 und 10 zeigen siebte Ausführungsform der Erfindung, bei der die Zelle 2
mit schlitzförmigen Strömungskanälen 20 entsprechend den Ausführungsformen nach den
Figuren 3 bis 6. Der Unterschied zu den Ausführungsformen nach den Figuren 4 bis 6
besteht in der Form der rohrförmigen Hohlräume 6'. Die Hohlräume 6' sind wie bei der
zweiten Ausführungsform nach Fig. 3a und 3b im Querschnitt rechteckig. Die Herstellung
erfolgt - im Gegensatz zu der zweiten Ausführungsform in zwei Schritten mit wenigstens
zwei Komponenten. Zunächst wird eine erste Komponente 40 mit "offenen Hohlräumen"
bzw. mit topfförmigen Vertiefungen 42 erzeugt, z. B. mittels 3D-Druck. Loses 3D-Druck-Material
wird in einem zweiten Schritt aus den topfförmigen Vertiefungen entfernt. Dann werden
die Vertiefungen 42 in einem dritten Schritt durch zweite Komponenten 44 abgedeckt.
Die ersten und zweiten Komponenten 40, 44 werden dauerhaft miteinander verbunden,
z. B. durch Verklebung oder Verschweißung.
[0038] Fig. 11 zeigt eine achte Ausführungsform der Erfindung in Form einer scheibenförmigen
Zelle 2, die aus einer ersten und einer zweiten Halbzelle 50, 52 zusammengesetzt ist,
so dass sich eine Zelle 2 ergibt die analog den Ausführungsformen nach Fig. 5 und
6 zwischen den schlitzförmigen Strömungskanälen 20 Strukturen im Querschnitt quaderförmige
Strukturen aufweist. Beide Halbzellen 50, 52 weisen jeweils eine Mehrzahl von ersten
und zweiten Hohlräumen 54 und 56 mit einem Querschnitt eines gleichschenkeligen Dreiecks
auf. Die beiden Halbzellen 50, 52 lassen sich mittels 3D-Druck herstellen. Die beiden
Halbzellen weisen jeweils eine plane Seite 58 und eine unebene Seite 60 auf. Die beiden
unebenen Seiten 60 weisen eine komplementäre Form auf und wenn die beiden Halbzellen
50, 52 zusammengesetzt sind, liegen die komplementären unebenen Seiten 60 der beiden
Halbzellen aufeinander. Im Vergleich zu den Ausführungsformen nach Fig. 4 bis 6 vergrößert
sich bei den Regeneratoren mit Zellen 2, die jeweils zwei Halbzellen 50, 52 aufweisen
der Anteil des Hohlraumvolumens am Gesamtvolumen des Regenerators. Der Regenerator
wird dadurch leistungsfähiger.
[0039] Analog der zweiten Ausführungsform nach Fig. 3a und 3b weisen auch die Ausführungsformen
nach Fig. 4 bis 6 und 9 bis 11 einen umlaufenden Kanal 24 auf.
[0040] Die Druckausgleichsöffnung 8 ist in den Figuren 2 bis 6 und 9 bis 11 nicht eingezeichnet
aber vorhanden. Da die Hohlräume 6-i; 6', 6a, 6b miteinander verbunden sind, kann
die Druckausgleichsöffnung 8 an beliebiger Stelle der Zellen 2 vorgesehen sein.
[0041] Die Figuren 12a, 12b und 12c zeigen mögliche weitere Querschnittsformen der Hohlräume
6 in den scheibenförmigen Regeneratoren nach den Figuren 3 bis 6 und 11, die sich
einfach mittels 3D-Druck herstellen lassen.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 1
- Regenerator
- 2
- Zelle
- 4
- Zellwand
- 4i
- Innenseite der Zellwand 4
- 4a
- Außenseite der Zellwand 4
- 6, 6-i, 6a, 6b
- Hohlraum
- 8
- Druckausgleichsöffnung
- 10
- Strömungskanal für Arbeitsgas
- 12
- Ringspalt zwischen 2 und 10
- 20
- schlitzförmige Strömungskanäle für Arbeitsgas
- 22
- Ausblasöffnungen
- 24
- umlaufender Verbindungskanal
- 30
- Ausrichtzapfen
- 32
- Ausrichtvertiefungen
- 34
- thermisch isolierende Schicht
- 40
- erste Komponente mit topfförmigen Vertiefungen
- 42
- topfförmige Vertiefungen
- 44
- Abdeckungen
- 50
- erste Halbzelle
- 52
- zweite Halbzelle
- 54
- erste Hohlräume
- 56
- zweite Hohlräume
- 58
- plane Seite von 50, 52
- 60
- uneben Seite von 50, 52
- 101
- Regenerator
- 102
- Zellen
- 103
- Matrixanordnung
- 104
- Hülle bzw. Zellwände
- 106
- Hohlraum
- 108
- Druckausgleichsöffnung
- 112
- Strömungsrichtung des Arbeitsgases
- 114
- thermisch leitende Verbindungselemente
- 116
- thermisch isolierende Verbindungselemente
- 120
- Strömungskanal
- 220
- erste Kaltstufe
- 222
- zweite Kaltstufe
- 224
- erstes Pulsrohr
- 226
- erster Regenerator
- 228
- zweites Pulsrohr
- 230
- zweiter Regenerator
- 232
- Verbindungsmittel
- 234
- Arbeitsgasleitungen
- 236
- Ventile
- 238
- Balastvolumen
- 240
- erster Regeneratorabschnitt von 230
- 242
- Tieftemperatur-Regeneratorabschnitt von 230
- 244
- Metallsiebe in 230
- 246
- Kügelchen aus seltenen Erdverbindungen
1. Regenerator für Kryo-Kühler mit Helium als Arbeitsgas, mit
wenigstens einer Zelle (2) mit Zellwänden (4), die eine Außenseite (4a) und eine Innenseite
(4i) aufweisen;
wobei die Zellwände (4) wenigstens teilweise Wärme leitend sind,
wobei die wenigstens eine Zelle (2) mehrere miteinander verbundene Hohlräume (6; 6-i;
6a, 6b) aufweist, die von den Zellwänden (4) umschlossen sind,
wobei die Außenseite (4a) der Zellwände (4) wenigstens teilweise einen Strömungskanal
für das Arbeitsgas Helium begrenzen;
wobei die wenigstens eine Zelle (2) eine Druckausgleichsöffnung (8) aufweist,
wobei die wenigstens eine Zelle (2) Strömungskanäle (20) für das Arbeitsgas aufweist,
die durch die Zellwände (4) begrenzt sind, und
wobei die Hohlräume (6; 6-i; 6a, 6b) mit Heliumgas als Wärmespeichermaterial gefüllt
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckausgleichsöffnung (8) als Kapillare ausgebildet ist, und
die Strömungskanäle (20) als eine Mehrzahl von Schlitzen ausgebildet sind, die geradlinig
und parallel zueinander verlaufen und vor dem Rand der Zelle (2) enden, sodass die
Zelle (2) nicht auseinanderfallen kann, und
ein umlaufender Kanal (24) an dem Rand der Zelle (2) ausgebildet ist, in den die mehrere
miteinander verbundenen Hohlräume (6; 6-i; 6a, 6b) münden.
2. Regenerator nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Zelle (2) als Scheibe mit einem runden Querschnitt ausgebildet
ist.
3. Regenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Zellen (2) in Strömungsrichtung des Arbeitsgases hintereinander
angeordnet ist.
4. Regenerator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung des Arbeitsgases hintereinander angeordnete Zellen (2) durch
eine thermisch isolierende Schicht (34) mit Strömungskanälen (20) für das Arbeitsgas
voneinander getrennt sind.
5. Regenerator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellen (2) und die thermisch isolierende Schicht (34) jeweils Ausrichtelemente
(30, 32) aufweisen, so dass die Strömungskanäle (20) der Zellen (2) und der thermisch
isolierenden Schicht oder Schichten (34) miteinander fluchten.
6. Regenerator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtelemente mehrere Ausrichtzapfen (30) auf einer Seite der Zellen (2) und
komplementär geformte Ausrichtvertiefungen (32) auf der anderen Seite der Zellen umfassen.
7. Regenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch isolierende Schicht (34) Ausrichtöffnungen aufweist, die von den Ausrichtzapfen
(30) durchsetzt sind, so dass die Strömungskanäle (20) für das Arbeitsgas in den Zellen
(2) und in der thermisch isolierenden Schicht (34) miteinander fluchten.
8. Regenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Druckausgleichsöffnung (8) aufgrund von Undichtigkeiten während der Herstellung
des Regenerators ergibt.
9. Regenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Zellwände (4) in den Strömungskanälen (20) für Arbeitsgas Verwirbelungsstrukturen
aufweisen.
10. Regenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (6-i; 6', 6a, 6b) rohrförmigen sind und einen Querschnitt in Form eines
Dreiecks, einen Querschnitt in Form eines Rechtecks oder einen Querschnitt mit wenigstens
einer schräge Zellwand umfassen.
11. Regenerator nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren rohrförmigen Hohlräumen (6-i; 6', 6a, 6b) pro Zelle (2) zwischen den
rohrförmigen Hohlräumen (6-i; 6', 6a, 6b) Strömungskanälen (20) für das Arbeitsgas
angeordnet sind.
12. Regenerator nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellen (2) aus zwei Halbzellen (51, 50) zusammengesetzt sind, die jeweils mehrere
Hohlräume mit einem Querschnitt in Form eines Dreiecks aufweisen,
dass die rohrförmigen Hohlräume (6-i; 6', 6a, 6b) zwischen den Strömungskanälen (20) für
das Arbeitsgas angeordnet sind,
dass jede Halbzelle eine plane Seite und eine unebene Seite aufweist,
dass die unebenen Seiten der beiden Halbzellen komplementär zueinander ausgebildet sind,
und
dass die beiden komplementären unebenen Seiten der beiden Halbzellen einander kontaktieren.
13. Verfahren zur Herstellung eines Regenerators nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle (2) mittels 3D-Druck hergestellt wird.
14. Verfahren zur Herstellung eines Regenerators nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle (2) aus wenigstens zwei Komponenten (40, 44) hergestellt ist, die nach
Herstellung der beiden Komponenten (40, 44) miteinander verbunden werden, und dass
wenigstens eine Komponente (40) eine Vertiefung (42) aufweist, die zumindest einen
Teil des oder der Hohlräume (6') bildet.
15. Kryo-Kühler in Form eines Stirling-, Gifford-McMahon- oder PulsrohrKühlers mit wenigstens
einem Regenerator (1), gekennzeichnet durch einen Regenerator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 12.
1. Regenerator for cryo-coolers with helium as a working gas, comprising
at least one cell (2) with cell walls (4) including an exterior (4a) and an inner
side (4i);
wherein the cell walls (4) are at least partly heat conductive,
the at least one cell (2) has a plurality of cavities (6; 6-i; 6a, 6b) connected with
each other, which are surrounded by cell walls (4),
the exterior (4a) of the cell walls (4) at least partly delimits a flow channel for
the helium working gas;
the at least one cell (2) has a pressure-equalizing opening (8), and
the at least one cell (2) includes flow channels (20) for the working gas, which are
delimited by cell walls (4; 104), and
the cavities (6; 6-I; 6a, 6b) are filled with helium gas as a heat storage material,
characterized in that
the pressure-equalizing opening (8) is formed as a capillary, and
the flow channels (20) are formed as a plurality of slots extending rectilinearly
and parallel to each other and end before the rim of the cell (2) so that the cell
(2) cannot fall apart,
a circumferential channel (24) is formed at the rim of the cell (2) into which the
plurality of cavities (6; 6-i; 6a, 6b) connected with each other open.
2. Regenerator according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one cell (2) is formed as a disk with a round cross-section.
3. Regenerator according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of cells (2) is arranged one behind the other in a flow direction of
the working gas.
4. Regenerator according to claim 3, characterized in that cells (2) arranged one behind the other in a flow direction of the working gas are
separated from each other by a thermally insulating layer (34) including flow channels
(20) for the working gas.
5. Regenerator according to claim 4, characterized in that the cells (2) and the thermally insulating layer (34) each have alignment elements
(30, 32), so that the flow channels (20) of the cells (2) and the thermally insulating
layer or layers (34) are in alignment with each other.
6. Regenerator according to claim 5, characterized in that the alignment elements include a plurality of alignment pins (30) on one side of
the cells (2) and complementarily formed aligning recesses (32) on the other side
of the cells.
7. Regenerator according to claim 6, characterized in that the thermally insulating layer (34) includes alignment openings that are permeated
by the alignment pins (30), so that the flow channels (20) for the working gas in
the cells (2) and in the thermally insulating layer (34) are in alignment with each
other.
8. Regenerator according to one of the preceding claims, characterized in that the pressure-equalizing opening (8) results on account of leaks occurring during
production of the regenerator.
9. Regenerator according to one of the preceding claims, characterized in that the exterior of the cell walls (4) has turbulence structures in the flow channels
(20) for the working gas.
10. Regenerator according to one of the preceding claims, characterized in that the cavities (6-i; 6', 6a, 6b) have the shape of a tube and a cross-section in form
of a triangle, a cross-section in form of a rectangle, or a cross-section with at
least one slanting cell wall.
11. Regenerator according to claim 10, characterized in that in a plurality of tube-shaped cavities (6-i, 6', 6a, 6b), flow channels (20) for
the working gas are arranged per cell (2) between the tube-shaped cavities (6-i, 6',
6a, 6b).
12. Regenerator according to one of the preceding claims,
characterized in that
the cells (2) are composed of two half cells (51, 50), each including a plurality
of cavities with a cross-section in form of a triangle,
that the tube-shaped cavities (6-i; 6'; 6a, 6b) are arranged between the flow channels
(20) for the working gas,
that each of the half cells has a flat side and an uneven side,
that the uneven sides of the two half cells are formed complementarily to each other,
and
that the two complementary uneven sides of the two half cells contact each other.
13. Method for producing a regenerator according to one of the preceding claims, characterized in that the cell (2) is produced by 3D printing.
14. Method for producing a regenerator according to one of claims 1 to 12, characterized in that the cell (2) is produced from at least two components (40, 44), which, after manufacture
of the two components (40, 44), are connected to each other, and that at least one
component (40) has a recess (42) forming at least part of the cavity/cavities (6').
15. Cryo-cooler in form of a Stirling cooler, a Gifford-McMahon cooler or a pulse tube
cooler including at least one regenerator (1), characterized in that the at least one regenerator (1) is a regenerator according to one of the preceding
claims 1 to 12.
1. Régénérateur pour refroidisseur cryogénique avec de l'hélium comme gaz de travail,
avec au moins une cellule (2) avec des parois de cellule (4) qui présentent un côté
extérieur (4a) et un côté intérieur (4i) ;
dans lequel les parois de cellule (4) sont au moins partiellement thermoconductrices,
dans lequel l'au moins une cellule (2) présente plusieurs espaces creux (6 ; 6-i ;
6a, 6b) reliés entre eux qui sont entourés par les parois de cellule (4),
dans lequel le côté extérieur (4a) des parois de cellule (4) délimitent au moins partiellement
un canal d'écoulement pour le gaz de travail hélium ;
dans lequel l'au moins une cellule (2) présente une ouverture d'équilibrage de pression
(8),
dans lequel l'au moins une cellule (2) présente des canaux d'écoulement (20) pour
le gaz de travail qui sont délimités par les parois de cellule (4), et
dans lequel les espaces creux (6 ; 6-i ; 6a, 6b) sont remplis de gaz hélium comme
matériau d'accumulation de chaleur,
caractérisé en ce que
l'ouverture d'équilibrage de pression (8) est réalisée comme capillaire, et
les canaux d'écoulement (20) sont réalisés comme une pluralité de fentes qui s'étendent
en ligne droite et parallèlement les unes aux autres et se terminent devant le bord
de la cellule (2) de sorte que la cellule (2) ne puisse tomber, et
un canal périphérique (24) est réalisé au niveau du bord de la cellule (2), dans lequel
les plusieurs espaces creux (6 ; 6-i ; 6a, 6b) reliés entre eux débouchent.
2. Régénérateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une cellule (2) est réalisée comme disque avec une section transversale
ronde.
3. Régénérateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une pluralité de cellules (2) est agencée dans le sens d'écoulement du gaz de travail
les unes derrière les autres.
4. Régénérateur selon la revendication 3, caractérisé en ce que des cellules (2) agencées les unes derrière les autres dans le sens d'écoulement
du gaz de travail sont séparées les unes des autres par une couche (34) thermo-isolante
avec des canaux d'écoulement (20) pour le gaz de travail.
5. Régénérateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que les cellules (2) et la couche thermo-isolante (34) présentent respectivement des
éléments d'orientation (30, 32) de sorte que les canaux d'écoulement (20) des cellules
(2) et la couche ou les couches thermo-isolantes (34) s'alignent entre eux.
6. Régénérateur selon la revendication 5, caractérisé en ce que les éléments d'orientation comportent plusieurs tenons d'orientation (30) sur un
côté des cellules (2) et des cavités d'orientation (32) formées de manière complémentaire
sur l'autre côté des cellules.
7. Régénérateur selon la revendication 6, caractérisé en ce que la couche thermoisolante (34) présente des ouvertures d'orientation qui sont traversées
par les tenons d'orientation (30) de sorte que les canaux d'écoulement (20) pour le
gaz de travail s'alignent entre eux dans les cellules (2) et dans la couche thermo-isolante
(34).
8. Régénérateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture d'équilibrage de pression (8) résulte de fuites pendant la fabrication
du régénérateur.
9. Régénérateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le côté extérieur des parois de cellule (4) présente dans les canaux d'écoulement
(20) des structures de tourbillons pour du gaz de travail.
10. Régénérateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les espaces creux (6-i ; 6', 6a, 6b) sont tubulaires et comportent une section transversale
en forme de triangle, une section transversale en forme de rectangle ou une section
transversale avec au moins une paroi de cellule oblique.
11. Régénérateur selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'en cas de plusieurs espaces creux (6-i ; 6', 6a, 6b) tubulaires par cellule (2), des
canaux d'écoulement (20) pour le gaz de travail sont agencés entre les espaces creux
(6-i ; 6', 6a, 6b) tubulaires.
12. Régénérateur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les cellules (2) sont composées de deux demi-cellules (51, 50) qui présentent respectivement
plusieurs espaces creux avec une section transversale en forme de triangle,
que les espaces creux (6-i ; 6', 6a, 6b) tubulaires sont agencés entre les canaux d'écoulement
(20) pour le gaz de travail,
que chaque demi-cellule présente un côté plan et un côté non plan,
que les côtés non plans des deux demi-cellules sont réalisés de manière complémentaire
l'un à l'autre, et
que les deux côtés non plans complémentaires des deux demi-cellules entrent en contact
l'un avec l'autre.
13. Procédé de fabrication d'un régénérateur selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la cellule (2) est fabriquée par impression en 3D.
14. Procédé de fabrication d'un régénérateur selon l'une quelconque des revendications
précédentes 1 à 12, caractérisé en ce que la cellule (2) est fabriquée à partir d'au moins deux composants (40, 44) qui sont
reliés entre eux après fabrication des deux composants (40, 44), et qu'au moins un
composant (40) présente une cavité (42) qui forme au moins une partie du ou des espaces
creux (6').
15. Refroidisseur cryogénique sous la forme d'un refroidisseur Stirling, Gifford, McMahon
ou à tube pulsé avec au moins un régénérateur (1), caractérisé par un régénérateur (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 12.