[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Inspektion einer Stirnfläche
eines stabförmigen Rauchartikels mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1
und ein Verfahren zur Inspektion einer Stirnfläche eines stabförmigen Rauchartikels
mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 10.
[0002] Stabförmige Rauchartikel sind z.B. Zigaretten, Zigarillos, Heat Not Burn-Produkte
(HNB-Produkte) oder ähnliche Produkte, welche zur Inhalation eines Konsumenten vorgesehen
sind. Dabei können trotz des Begriffs nicht nur Rauch sondern stattdessen oder zusätzlich
auch ätherische oder medizinische Substanzen zur Inhalation vorgesehen sein. Als stabförmige
Rauchartikel sind dabei auch Vorprodukte von Rauchartikeln zu verstehen wie z.B. Filterstäbe,
Tabakstöcke mit einem durch einen Umhüllungsstreifen formstabilisierten Tabakmaterial,
Segmente von HNB-Produkte, wie rohrförmige Kühlabschnitte, geschmacksbeeinflussende
Segmente oder dergleichen anzusehen, welche nachfolgend mit anderen Vorprodukten zu
einem fertigen stabförmigen Rauchartikel verbunden werden.
[0003] Die stabförmigen Rauchartikel und Vorprodukte der Rauchartikel werden nachfolgend
in der Beschreibung zur Vereinfachung als Produkte bezeichnet.
[0004] Zur Förderung von Produkten wird eine Fördereinrichtung verwendet, welche einen Formatabschnitt
umfasst, in dem ein endloser Strang eines Materials, wie zum Beispiel eines Tabaks
oder Tows, auf eine endlose Bahn eines Hüllenmaterials aufgelegt wird, welcher dann
durch Umlegen und Verkleben der Randseiten des Hüllenmaterials zu einem festen Strang
fixiert wird. Dieser formfeste Strang wird anschließend mittels eines rotierenden
Messerträgers mit mehreren radial außen abrangenden Messern in zylindrische beziehungsweise
stabförmige Produkte mit einer vorbestimmten Stablänge geschnitten. Nach dem Schneiden
werden die Produkte auf einer Führungseinrichtung als Strang von aneinander anliegenden
Einzelprodukten in einer längsaxialen Transportrichtung beziehungsweise Strangrichtung
zu einem Übernahmepunkt weitergeschoben oder alternativ auch aktiv weitertransportiert.
In dem Übernahmepunkt werden die Produkte mit einem Längsförderer von der Führungseinrichtung
abgefördert und zu einem Übergabepunkt transportiert, in dem die Produkte von dem
Längsförderer quer zu ihrer Längsrichtung an einen Querförderer übergeben werden.
Der formfeste Strang oder der Strang von aneinander anliegenden Einzelprodukten kann
auch ohne Umhüllungspapier vorliegen, beispielsweise zur Förderung und Anwendung von
Non-wrapped-acetat-Filtern (NWA-Filtern).
[0005] Der Längsförderer ist durch eine rotatorisch angetriebene Trommel gebildet, welche
eine Mehrzahl von vorstehenden, drehbar gelagerten Hebelarmen aufweist. An jedem der
Hebelarme sind ein oder mehrere axial beabstandete Aufnahmen vorgesehen, an denen
ein oder mehrere parallel zu den zugeführten Produkten ausgerichtete, mit Unterdruck
beaufschlagbare Rinnen beziehungsweise Mulden vorgesehen sind. Die Hebelarme führen
während des Umlaufs der Trommel für einen außenstehenden Betrachter eine zu der Drehbewegung
der Trommel gegensinnige Drehbewegung aus, so dass die Aufnahmen auf einer elliptischen
Bewegungsbahn geführt werden. Die Aufnahmen selbst werden während der Umlaufbewegung
der Trommel und der Hebelarme mittels einer Mechanik in einer konstanten, vorzugsweise
horizontalen Ausrichtung gehalten, was eine Ausrichtung der in den Aufnahmen gehaltenen
Produkte gewährleistet, wobei die Längsachsen der Produkte stets vorzugsweise parallel
zur Transportrichtung des zugeführten Stranges sind. Während des Umlaufens der Trommel
werden die Aufnahmen mit den daran vorgesehenen Rinnen in einem Übernahmepunkt so
dicht an den Produkten vorbeigeführt, dass die Produkte durch den in den Rinnen wirkenden
Unterdruck angesaugt und von der Fördereinrichtung abgefördert werden. Während der
weiteren Transportbewegung werden die Produkte zu einem Übergabepunkt bewegt, in dem
die Rinnen mit den darin gehaltenen Produkten eine vorzugsweise reine Querbewegung
zu ihren Längsachsen beziehungsweise zu der Transportrichtung der Führungseinrichtung
ausführen. Ferner ist ein Querförderer vorgesehen, welcher ebenfalls durch eine rotatorisch
antreibbare Trommel gebildet ist, aber mit seiner Drehachse in einer vorzugsweise
rechtwinkligen Anordnung zu der Drehachse des Längsförderers angeordnet ist. An der
radial äußeren Mantelfläche des Querförderers sind eine Mehrzahl von ebenfalls mit
Unterdruck beaufschlagbarer und parallel zu der Drehachse des Querförderers ausgerichteter
Rinnen vorgesehen, welche in dem Übergabepunkt so dicht an den Rinnen des Längsförderers
und den darin gehaltenen Produkten vorbeigeführt werden, dass die Produkte quer zu
ihrer Längsachse übernommen und weitertransportiert werden.
[0006] Ein Problem bei dem Transport der Produkte ist, dass die Rinnen der Aufnahmen des
Längsförderers in dem Übernahmepunkt mit einer höheren Geschwindigkeit als die Geschwindigkeit
der zugeführten Produkte (auch Übergeschwindigkeit genannt) bewegt werden müssen,
damit die dem Längsförderer auf der Führungseinrichtung zugeführten Produkte auf keinen
Fall aufstauen oder während der Übernahmebewegung mit dem nachfolgenden Produkt kollidieren
können. Die Übergeschwindigkeit ist dabei außerdem abhängig von der Stablänge der
Produkte, da die Drehzahl des Längsförderers der Fördereinrichtungen auch für den
Transport von Produkten unterschiedlicher Stablänge gleich ist, und die Stranggeschwindigkeit
der zugeführten Produkte auf eine vorbestimmte Anzahl von zu übernehmenden Produkten
je Zeiteinheit abgestimmt werden muss. Die Produkte werden aus diesen Gründen unter
ungünstigen Umständen mit einer bis zu zweifachen Übergeschwindigkeit im Vergleich
zu der Zuführgeschwindigkeit der Produkte übernommen. Die Rinnen selbst weisen ferner
eine bestimmte Oberflächenrauheit auf, welche die wirkenden Reibkräfte zwischen den
Rinnen und den Produkten bei der Übernahme mitbestimmt.
[0007] Aufgrund dieser Übergeschwindigkeit werden die Produkte bei der Übernahme ruckartig
beschleunigt, wodurch auf die Produkte bestimmte Kräfte in Axial- und Radialrichtung
wirken, welche unter anderem für den Kopfausfall der Produkte ursächlich sind. Die
Übergeschwindigkeit sollte daher grundsätzlich möglichst gering bzw. nur um einen
geringfügigen Betrag höher als die Zuführgeschwindigkeit der Produkte sein. Außerdem
ist es nicht zu vermeiden, dass die Stäbe mit einem Schlupf übernommen werden, was
z.B. an einer zu hohen Übergeschwindigkeit oder an einer Verminderung der Oberflächenrauheit
der Rinnen nach einer längeren Betriebszeit liegen kann. Dieser Schlupf kann eine
Abweichung der relativen Ist-Lage der Produkte in Längsrichtung der Rinnen des Längsförderers
von der vorgegebenen Soll-Lage zur Folge haben, welche zwangsläufig auch eine Abweichung
der Ist-Lage der Produkte in Längsrichtung der Rinnen des Querförderers von einer
vorgegebenen Soll-Lage zur Folge hat. Da die Produkte von dem Querförderer ausschließlich
quer zu ihren Längsachsen transportiert werden, bleibt diese Abweichung auch während
des weiteren Transportweges erhalten, sofern diese nicht z.B. mittels einer seitlichen
Anlagescheibe weggetaumelt wird. Die Ausrichtung der Produkte in den Rinnen des Querförderers
ist insbesondere dann von besonders großer Bedeutung, wenn die Produkte in doppelter
Länge transportiert werden und in dieser Stellung auf dem Querförderer in Produkte
einfacher Länge geschnitten werden, da die Lage der Produkte in den Rinnen des Querförderers
bei einer feststehenden Schnittkante auch anschließend die Längen der geschnittenen,
einfach langen Produkte entscheidend mit beeinflusst.
[0008] Für die Qualitätsüberwachung bei der Herstellung der Produkte, beispielsweise bei
der Filter-/Zigarettenherstellung, ist beispielsweise in Filterherstellmaschinen ein
auf bildgebende Sensorik basierender Stirnflächensensor vorgesehen. Die Produkte werden
typischerweise einer optischen Prüfung mittels einer Kamera, die zur Aufnahme von
Bildern einer Stirnfläche der Produkte eingerichtet ist, unterzogen. Die von der Kamera
aufgenommenen Bilder werden anschließend durch eine elektronische Signalverarbeitungseinrichtung
ausgewertet.
[0009] Eine Messvorrichtung für die On-line Messung ist beispielsweise aus der
EP 2 677 273 B1 bekannt. Die Messvorrichtung ist zur optischen Prüfung der Stirnflächen von in einem
Querförderer geförderten Produkten eingerichtet und schlägt in einer Ausführungsform
die Qualitätsprüfung mittels einer Digitalkamera für 2D-Aufnahmen vor.
[0010] Die Abweichung der Ist-Lage von der Soll-Lage der Produkte in dem Querförderer von
bis zu ± 5 mm impliziert jedoch eine Unschärfe der aufgenommenen Bilder durch die
von der Fokusebene der Kamera abweichende und ungenaue Positionierung der Produkte
innerhalb der Mulden des Querförderers, was eine zuverlässige Inspektion der Stirnfläche
auf der Trommel erschwert.
[0011] Eine mögliche Ausrichtung der Produkte innerhalb der Mulden der Trommel in axialer
Richtung findet typischerweise zur Mitte der Abgabetrommel statt. Dies führt dazu,
dass sich der Abstand zwischen der Stirnfläche eines Produktes und der Kamera bei
einer Längenänderung der Produkte beziehungsweise einem Formatwechsel verändert. Dadurch
ist nach der Längenänderung beziehungsweise dem Formatwechsel der Abstand zwischen
der Kamera und der zu inspizierenden Stirnfläche ein anderer als vor der Längenänderung
beziehungsweise dem Formatwechsel, und eine gültige Messung mit der Kamera ist nicht
möglich. Gemäß dem Stand der Technik muss die Kamera bisher nach jedem Formatwechsel
erneut justiert werden.
[0012] Eine ungenaue Justage führt zu einem unscharfen Bild. Ferner muss der Abbildungsmaßstab
eingehalten werden, um eine korrekte Bildauswertung in der elektronischen Signalverarbeitungseinrichtung
sicherzustellen. Ein Fehler der Justage der Kamera beziehungsweise im Abstand zwischen
Kamera und zu inspizierender Stirnfläche stellt daher eine Fehlerquelle dar, die nicht
beziehungsweise nur schwer anhand der Messdaten erkannt werden kann. Somit besteht
die Gefahr, dass die Messwerte der Kamera nicht korrekt sind, dies jedoch nicht bemerkt
wird. Die oben beschriebene Abweichung zwischen der Ist-Lage und der Soll-Lage der
Produkte in dem Querförderer stellt eine zusätzliche, nicht durch eine Justage zu
behebende Abweichung dar. Dies kann dazu führen, dass Produkte mit verminderter Qualität
nicht ordnungsgemäß erkannt werden.
[0013] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein entsprechendes Verfahren
bereitzustellen, welche eine effektive und zuverlässige Qualitätssicherung durch eine
zuverlässige optische Prüfung der Produkte ermöglichen.
[0014] Zur Lösung der Aufgabe werden erfindungsgemäß eine Vorrichtung mit den Merkmalen
von Anspruch 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 10 vorgeschlagen.
Weitere bevorzugte Weiterentwicklungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, den
Figuren und der zugehörigen Beschreibung zu entnehmen.
[0015] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass ein auf eine Messposition gerichteter Positionssensor
vorgesehen ist, welcher bei der Förderung der Rauchartikel durch die Messposition
ein Signal erzeugt und an die Kamera weiterleitet, und die Kamera in Abhängigkeit
von dem Signal des Positionssensors auslösbar und/oder in eine Auslöseposition verfahrbar
ist.
[0016] Die Erfindung hat erkannt, dass der Abstand zwischen der Kamera und dem Rauchartikel
einen festgelegten Wert einhalten muss, um mit der Kamera eine für die Auswertung
ausreichend scharfe Abbildung zu generieren. Das Auslösen der Kamera in Abhängigkeit
von dem Signal des Positionssensors gewährleistet, dass die Kamera Bilder nur unter
der Bedingung aufnimmt, wenn sich der Rauchartikel in einer definierten Position befindet,
die zum Zeitpunkt der Sensierung durch den Positionssensor der Messposition entspricht.
Das Signal, welches anzeigt, dass sich der Rauchartikel in der Messposition befindet,
wird sodann an die Kamera weitergeleitet, um eine Aufnahme auszulösen und/oder eine
für eine Aufnahme günstige Bedingung hervorzurufen, bei der eine scharfe Abbildung
gemacht werden kann. Das Sensieren kann auf unterschiedliche Arten realisiert sein,
z.B. indem direkt auf den Rauchartikel und/oder auf ein mit der Position des Rauchartikels
gekoppeltes Maschinenteil referenziert wird. Durch die definierte Position des Rauchartikels
kann die Kamera so angeordnet sein und/oder in die Auslöseposition verfahrbar sein,
dass die Entfernung zwischen Kamera und dem Rauchartikel dem festgelegten Abstand
entspricht, um ein scharfes Bild mit der Kamera aufzeichnen zu können. Das Verfahren
in die Auslöseposition dient dem exakten Einstellen des Abstandes und gewährleistet
eine scharfe Abbildung der Stirnfläche. Eine Schwankung der Position des Rauchartikels,
beispielsweise bei der Übernahme, kann somit bei der Aufnahme des Bildes berücksichtigt
werden. Auch eine Variation der Länge der Rauchartikel kann somit ohne weiteren Aufwand
kompensiert werden. Eine im Stand der Technik sonst übliche manuelle Justage der Auslöseposition
auf die entsprechende Länge des Rauchartikels ist somit nicht notwendig, d.h. die
Vorrichtung und das entsprechende Verfahren gemäß der Erfindung arbeiten formatunabhängig.
Die Aufnahme eines Bildes durch die Kamera kann so erfolgen, dass die Kamera auf Grundlage
des erzeugten Signals die Belichtung über eine bestimmte Belichtungszeit, beispielsweise
im Bereich von Sekundenbruchteilen, gewährleistet und während der Belichtung ein Beleuchtungsmittel
die zu inspizierende Stirnfläche beleuchtet. Wahlweise kann das Beleuchtungsmittel
eine LED umfassen. Die Beleuchtungsdauer kann vorzugsweise kleiner als die Belichtungszeit
sein.
[0017] Vorzugsweise löst die Kamera gleichzeitig zum Eingang des Signals eine Aufnahme eines
Bildes des von dem Positionssensor detektierten Rauchartikels aus, um im Falle eines
dem für eine scharfe Abbildung festgelegten Wert entsprechenden Abstandes zwischen
Kamera und Rauchartikel ein scharfes Bild von dem jeweils am Positionssensor vorbei
geführten Rauchartikel mit der Kamera aufzeichnen zu können. In dieser Ausführungsform
passiert der Rauchartikel zum Zeitpunkt der Erzeugung des Signals die Fokusebene des
Objektivs der Kamera, d.h. die Messposition liegt in der Fokusebene der Kamera beziehungsweise
die Auslöseposition ist von der Messposition um einen zur Fokusebene entsprechenden
Wert beabstandet. Ein gleichzeitiges Auslösen einer Aufnahme bewirkt somit ein scharfes
Bild des sensierten beziehungsweise detektierten Rauchartikels. Unter dem gleichzeitigen
Auslösen sind auch signaltechnisch bedingte Zeitdifferenzen zu verstehen, welche sich
beispielsweise durch die Signalleitung von dem Positionssensor zur Kamera oder durch
die Signalverarbeitung in dem Positionssensor und/oder der Kamera ergeben können und
beispielsweise im Bereich von wenigen Mikrosekunden liegen können.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ermittelt die elektronische Signalverarbeitungseinrichtung
in Abhängigkeit von dem Signal des Positionssensors und der Zeitspanne, welche der
Rauchartikel zur Bewegung aus der Messposition in die Aufnahmeposition benötigt, einen
Auslösezeitpunkt der Kamera zum Auslösen eines Bildes, beispielsweise um die Anordnung
des Positionssensors und der Kamera unter Ausnutzung der Bewegung des Rauchartikels
und/oder der Fördereinrichtung örtlich voneinander entkoppeln zu können. In dieser
Ausführungsform passiert der Rauchartikel beispielsweise aufgrund der Bewegung der
Fördereinrichtung nach dem Zeitpunkt der Erzeugung des Signals mit einem Zeitversatz
die Fokusebene. Somit kann die Kamera auf eine von der Messposition verschiedene Aufnahmeposition
gerichtet sein, die zu einem definierten Zeitpunkt von dem Rauchartikel passiert wird,
was eine an die konstruktiven Umstände anpassungsfähige Anordnung der Kamera ermöglicht.
Der Auslösezeitpunkt wird so ermittelt, dass sich genau der von dem Positionssensor
detektierte Rauchartikel zum Auslösezeitpunkt durch die Aufnahmeposition bewegt, um
definierte und produktbezogene Aufnahmen machen zu können.
[0019] Bevorzugt wird der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Bewegung des Querförderers
bestimmt, um eine definierte Winkelgeschwindigkeit beziehungsweise Drehzahl des vorzugsweise
als Trommel ausgeführten Querförderers für eine exakte Prognose der Bewegung der Rauchartikel
im Querförderer zu nutzen und so die Bewegung der Rauchartikel durch die Aufnahmeposition
zu bestimmen. In dieser Ausführungsform ist die optische Achse der Kamera vorzugsweise
parallel zu der Drehachse des Querförderers und mithin parallel zu den Längsachsen
der im Querförderer geförderten Rauchartikel.
[0020] Vorteilhaft wird der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Bewegung des Rauchartikels
in einer Transportrichtung des Rauchartikels bestimmt. Die Transportrichtung des Rauchartikels
ist in der Führungseinrichtung gleich der Längsachse der als Strang geförderten Rauchartikel.
Bevorzugt wird der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Transportrichtung des
Rauchartikels in der Führungseinrichtung beziehungsweise parallel dazu ermittelt,
da damit die Bewegung des Rauchartikels in oder entgegen der Richtung der Kamera genutzt
wird, welche die relevante Richtung für die scharfe Abbildung der Stirnfläche ist.
In dem Querförderer ist die Transportrichtung der Rauchartikel senkrecht zu deren
Längsachsen und aus der Transportrichtung und der Position der Rauchartikel lässt
sich exakt bestimmen, wann die jeweiligen Produkte die Aufnahmeposition durchqueren.
[0021] Vorzugsweise ist der Positionssensor derart angeordnet, dass er die Position eines
Rauchartikels detektiert, welcher von einem zwischen der Führungseinrichtung und dem
Querförderer angeordneten, zu einer Rotationsbewegung antreibbaren Längsförderer transportiert
wird, um eine Aufnahme des Rauchartikels machen zu können, nachdem der Rauchartikel
an einem Übernahmepunkt von der Führungseinrichtung vom Längsförderer übernommen wurde.
Der Längsförderer fördert die Rauchartikel in und/oder parallel zu der Transportrichtung
beziehungsweise in längsaxialer Richtung der Rauchartikel. Somit kann vorzugsweise
die Bewegung des Längsförderers für die Ermittlung des Auslösezeitpunkt genutzt werden.
In dieser Ausführungsform wird ein produktbezogenes Bild von dem mit dem Positionssensor
sensierten Rauchartikel gemacht, nachdem es durch die Übergeschwindigkeit eine ungenaue
Position in den das Rauchartikel haltenden Rinnen des Längsförderers einnimmt. Die
Fehlerquelle der Übernahme der Rauchartikel liegt damit in Bezug auf die Transportrichtung
stromaufwärts zu der Messposition, so dass dieser Fehler bereits in der detektierten
Position des Rauchartikels enthalten ist und ausgeglichen werden kann. In dieser Ausführungsform
kann vor der Übergabe an den Querförderer eine Qualitätsprüfung an einer definierten
Position durchgeführt werden. Beispielsweise kann so die Transportgeschwindigkeit
des Längsförderers in Transportrichtung in die Bestimmung des Auslösezeitpunktes einbezogen
werden.
[0022] Vorzugsweise wird der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Rotationsbewegung
des Längsförderers bestimmt. In dieser Ausführungsform ist der Längsförderer vorzugsweise
als Trommel ausgeführt und führt eine Rotationsbewegung um eine Rotationsachse durch.
Durch die Rotation mit vorzugsweise konstanter Winkelgeschwindigkeit wird der Rauchartikel
mit einer bestimmbaren Geschwindigkeit gefördert und die Position zur Aufnahme zum
Aufnahmezeitpunkt ist ausgehend von der Messposition exakt bestimmbar.
[0023] Vorzugsweise wird der Auslösezeitpunkt unter Berücksichtigung eines sich aus der
Messposition und der Aufnahmeposition ergebenden Drehwinkels des Längsförderers bestimmt,
um eine definierte Position für die Qualitätsprüfung anhand der Dynamik des Längsförderers
auf besonders einfache und exakte Art bestimmbar zu machen. Die Rotation des Längsförderers
um einen Winkel führt zu einer Bewegung quer zur Transportrichtung beziehungsweise
zur Längsachse des Rauchartikels und erlaubt die Anordnung der Kamera, so dass deren
optische Achse nicht auf die Führungsbahn gerichtet sein muss. Die Kamera kann an
die konstruktiven Gegebenheiten anpassbar und mit ihrer optischen Achse parallel zur
Transportrichtung der Führungsbahn angeordnet sein. Dabei wird der Auslösezeitpunkt
so bestimmt, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme des Messsignals durch den Positionssensor
die Zeit hinzuaddiert wird, welche notwendig ist, um den von dem Längsförderer transportierten,
detektierten Rauchartikel aus der Messposition in die Aufnahmeposition zur Aufnahme
des Bildes durch die Kamera zu bewegen.
[0024] Bevorzugt ist der Positionssensor dazu eingerichtet, beim Passieren der zu inspizierenden
Stirnfläche das Signal zu erzeugen, um das Signal direkt an die Position der zu inspizierenden
Stirnfläche zu koppeln und von dieser scharfe Bilder mit der Kamera aufnehmen zu können.
[0025] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Kamera eine Fokusebene auf und ist
so auslösbar und/oder verfahrbar, dass sich die zu inspizierende Stirnfläche in der
Fokusebene befindet beziehungsweise die Fokusebene zur Aufnahme eines Bildes zu einem
definierten Zeitpunkt durchquert. Somit ist die Fokusebene eine Soll-Ebene, in der
sich die Stirnfläche des Produktes befinden soll, um ein scharfes Bild der Stirnfläche
aufnehmen zu können. Mit der von dem Positionssensor gemessenen Position kann die
Laufzeit berechnet werden, die verstreicht bis die Stirnfläche die Fokusebene durchquert
und bei dem Durchqueren der Fokusebene kann das Bild der Stirnfläche aufgenommen werden.
[0026] Vorteilhaft ist die Kamera mittels einer Verschiebeeinrichtung in, oder entgegen
der Richtung der Stirnfläche verfahrbar ist, um den Abstand zwischen der Kamera und
der Stirnfläche, d.h. zwischen der Auslöseposition und der Aufnahmeposition einstellen
zu können. Beispielsweise ist die Verschieberichtung der Kamera parallel zu der Drehachse
des Querförderers, zu der Strangrichtung der Rauchartikel in der Führungseinrichtung
und/oder senkrecht zur Rotationsachse des Längsförderers ausgerichtet.
[0027] Vorzugsweise ist die Kamera auf eine Fokusebene einstellbar, um ein scharfes Bild
aufnehmen zu können. In dieser Ausführungsform weist die Kamera vorzugsweise ein Zoomobjekt
und/oder Autofokus auf. In dieser Ausführungsform weist die Kamera eine variable Fokusebene
auf und die Fokusebene ist durch die Einstellung der Kamera an die ermittelte Position
des Rauchartikels in der Aufnahmeposition anpassbar.
[0028] Vorteilhaft ist der Positionssensor ein optischer Wegsensor, um den Abstand zwischen
Positionssensor und Rauchartikel ermitteln zu können.
[0029] Bevorzugt umfasst der Positionssensor eine Lichtschranke, und der Positionssensor
ist vorzugsweise dazu eingerichtet, einen Lichtstrahl senkrecht zu den Längsachsen
der Rauchartikel zu sensieren, um das Passieren des Rauchartikels beziehungsweise
der Stirnfläche effektiv und einfach sensieren zu können. In dieser Ausführungsform
wird das Signal bei der Detektion eines Rauchartikels dadurch erzeugt, indem ein Rauchartikel
die Lichtschranke durchfährt und dadurch der Lichtstrahl unterbrochen wird, wodurch
dieser kurzzeitig, d.h. während der Rauchartikel die Messposition durchfährt, nicht
auf den Positionssensor trifft und dadurch das Signal auslöst. Vorzugsweise wird der
Lichtstrahl von dem Positionssensor und/oder einer Lichtsendevorrichtung ausgesendet
und der Positionssensor ist vorzugsweise als Lichtsensor ausgeführt, welcher dazu
eingerichtet ist, den Lichtstrahl zu sensieren.
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Abbildung eines Querförderers mit darin befindlichen Produkten;
- Fig. 2
- eine schematische Abbildung einer Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
bei der die Kamera in Abhängigkeit von einem Signal des Positionssensors auslösbar
ist;
- Fig. 3
- eine schematische Abbildung einer Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung, bei der die Kamera in Abhängigkeit von einem Signal des Positionssensors
in eine Auslöseposition verfahrbar ist; und
- Fig. 4
- eine schematische Abbildung einer Anordnung zur Aufnahme von Stirnflächen von Produkten
verschiedener Länge.
[0031] Figur 1 zeigt eine schematische Abbildung eines Querförderers 2 mit darin befindlichen
Rauchartikeln 5, welche folgend als Produkte 50 bezeichnet werden, und den zu inspizierenden
Stirnflächen 51 der Produkte 50 zur Verdeutlichung des zugrunde liegenden Problems.
Die Übergabeposition der Produkte 50 auf den Querförderer 2 hängt von verschiedenen
Faktoren, wie beispielsweise der Geschwindigkeit der Produkte 50 in einem schematisch
gezeigten Längsförderer 1, ab. Typischerweise entstehen Schwankungen der Positionen
der Produkte 50 in den in der Figur 3 gezeigten Mulden 103, welche die Produkte 50
tragen, von bis zu etwa ± 5 mm in Längsrichtung der Produkte 50. Diese Schwankung
bewirkt gemäß dem Stand der Technik eine unscharfe Bildgebung der Stirnfläche 51 durch
eine in Figur 1 nicht gezeigte Kamera 20.
[0032] In Figur 2 ist eine schematische Abbildung einer Vorrichtung 10 gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung zu sehen, bei der eine Kamera 20 vorgesehen ist, die in Abhängigkeit
von einem Signal eines Positionssensors 13 auslösbar ist. Eine Signalverarbeitungseinrichtung
24 wertet die von der Kamera 20 aufgenommenen Bilder aus.
[0033] Die Produkte 50 werden auf einer Führungseinrichtung 4 als Strang von aneinander
anliegenden Einzelstäben in einer längsaxialen Transportrichtung I beziehungsweise
Strangrichtung zu einem Übernahmepunkt weitergeschoben oder alternativ auch aktiv
weitertransportiert. Die Transportrichtung I ist bevorzugt durch die Führungseinrichtung
4 definiert. In dem Übernahmepunkt werden die Produkte 50 mit einem nur schematisch
in Form von Ellipsen dargestellten, als Trommel ausgeführten Längsförderer 1 von der
Führungseinrichtung 4 abgefördert, welcher im Hause der Anmelderin auch als Spinne
bezeichnet wird. Die Produkte 50 sind in dem Längsförderer 1 in nicht gezeigten beispielsweise
an Hebelarmen angeordneten Aufnahmen gehalten, und der Längsförderer vollzieht eine
Rotationsbewegung um eine senkrecht zu der Transportrichtung I ausgerichtete Rotationsachse.
Die Aufnahmen behalten vorzugsweise während der Umlaufbewegung des Längsförderers
1 eine konstante, vorzugsweise horizontale Ausrichtung bei, was eine konstante, vorzugsweise
horizontale Ausrichtung der Produkte 50 während der Förderung in dem Längsförderer
1 gewährleistet. Die Hebelarme bewegen sich dabei so, dass die Produkte 50 während
der Förderung durch den Längsförderer 1 eine ellipsenförmige Bahn beschreiben. Die
Produkte 50 sind in der Führungseinrichtung 4 und in den Aufnahmen des Längsförderers
1 stets vorzugsweise parallel zur Transportrichtung I ausgerichtet. Die Rotationsbewegung
des Längsförderers 1 bewirkt einen Transport der Produkte 50 senkrecht beziehungsweise
quer zur zugeführten Transportrichtung I; die Längsachse der Produkte ist stets in
Transportrichtung I ausgerichtet. Diese Querbewegung kann jedoch durch eine geeignete
Anordnung der Kamera 20, einen entsprechend groß gewählten Bildbereich und/oder einer
Verschiebung einer im Bild definierten Region of Interest (ROI) vernachlässigt werden.
[0034] Das Produkt 50 bewegt sich, wie in Figur 2 dargestellt, aufgrund der Bewegung in
der Führungseinrichtung 4 durch eine Messposition II, wobei der Positionssensor 13
dazu eingerichtet ist, die Produkte 50 in der Messposition II zu erfassen. Die Messposition
II kann in nicht gezeigten Ausführungsformen auch so gewählt sein, dass das Produkt
50 die Messposition II aufgrund der Bewegung des Längsförderers 1 passiert. Dann wird
beispielsweise mittels einer Lichtschranke des Positionssensors 13 die tatsächliche
Position der Stirnfläche 51 nach der Übergabe auf den Längsförderer 1 detektiert.
[0035] Passiert das Produkt 50 die Messposition II erzeugt der Positionssensor 13 das Signal
und leitet dieses an die Signalverarbeitungseinrichtung 24. In der gezeigten Ausführungsform
handelt es sich bei dem Positionssensor 13 um eine Lichtschranke, die dazu eingerichtet
ist, einen Lichtstrahl senkrecht zur Transportrichtung I auszusenden beziehungsweise
zu sensieren. Das von der Fördereinrichtung 4 in Transportrichtung 1 zugeführte Produkt
50 passiert zunächst mit einer zu inspizierenden Stirnfläche 51 den Lichtstrahl des
Positionssensors 13, was eine exakte Abschätzung der weiteren Trajektorie der Stirnfläche
51 auf der Fördereinrichtung 4 beziehungsweise auf der ellipsenförmigen Bahn des Längsförderers
1 erlaubt.
[0036] Die Signalverarbeitungseinrichtung 24 ist dazu eingerichtet, daraus einen Auslösezeitpunkt
der Kamera 20 zu bestimmen. Der Auslösezeitpunkt charakterisiert die Aufnahme des
Bildes und kann dazu Zeitpunkte für den Beginn und das Beenden der Belichtung sowie
einen Zeitpunkt einer Beleuchtung oder Zeitpunkte für den Beginn und das Beenden einer
Beleuchtung durch eine nicht gezeigte Beleuchtungsvorrichtung umfassen. Die Beleuchtung
kann vorzugsweise während der Belichtung erfolgen und zur Beleuchtung kann in einer
bevorzugten Ausführungsform das Aussenden eines Lichtblitzes vorgesehen sein. Der
Auslösezeitpunkt kann sich beispielsweise aus der Geschwindigkeit der Produkte 50
auf der Führungsbahn und/oder der Winkelgeschwindigkeit des Längsförderers 1 ergeben.
Der Auslösezeitpunkt wird vorzugsweise so ermittelt, dass das Produkt 50 zwischen
dem Zeitpunkt der Messung und dem Auslösezeitpunkt von der Messposition II in eine
Aufnahmeposition III bewegt wird. Zum ermittelten Auslösezeitpunkt erreicht das Produkt
50 die Aufnahmeposition und in der Kamera 20 wird die Aufnahme eines Bildes des vom
Positionssensor 13 detektierten Produktes 50 ausgelöst und eine scharfe produktbezogene
Abbildung der Stirnfläche 51 kann gemacht werden. Die Aufnahmeposition III befindet
sich vorzugsweise in der Fokusebene der Kamera 20 in einem entsprechenden Abstand
zur Kamera 20.
[0037] In anderen Ausführungsformen fallen die Messposition II und die Aufnahmeposition
III zusammen. In diesen Ausführungsformen löst die Kamera 20 gleichzeitig bei Eingang
des Signals der Positioniereinrichtung 13 ein produktbezogenes Bild aus, um eine scharfe
Aufnahme zu erzielen. Dabei wird das Bild von dem Produkt 50 so gemacht, dass dessen
Position beim Auslösen des Bildes durch den Positionssensor 13 ermittelt wird.
[0038] Zwischen der Messposition II und der die Kamera 20 charakterisierenden Aufnahmeposition
III überstreicht die Längsförderer 1 aufgrund ihrer Rotationsbewegung einen Winkel
a. Bei der Bewegung zwischen der Messposition II und der Aufnahmeposition III, beziehungsweise
beim Überstreichen des Winkels a, bleibt das Produkt 50 parallel zu der Transportrichtung
I ausgerichtet und erfährt gleichzeitig eine aus der Rotationsbewegung des Längsförderers
1 resultierende Bewegung senkrecht zu der Transportrichtung I. In dieser Ausführungsform
ist die Messposition II der Aufnahmeposition III in Transportrichtung I vorgelagert.
Das heißt, dass sich das Produkt 50 durch die Bewegung des Produkts 50 in Transportrichtung
I nach dem Passieren der Messposition II der Aufnahmeposition III nähert und die Kamera
20 beim Passieren der Aufnahmeposition III des Produktes 50 die Aufnahme des Bildes
auslöst. Somit ergibt sich die korrekte Aufnahmeposition III für die Kamera 20 aus
dem durch den Positionssensor 13 ausgesendeten Signal und der Winkeldifferenz a.
[0039] Somit wird die Bewegung der Produkte 50 in Strangrichtung beziehungsweise der Transportrichtung
1 genutzt, um eine Aufnahme der Stirnfläche 51 mit korrektem Abstand zwischen Kamera
20 und Stirnfläche 51 zu erhalten. Dies kann vorzugsweise erfolgen, nachdem Produkte
50 von dem Längsförderer 1 aufgenommen wurden.
[0040] Figur 3 zeigt eine Vorrichtung 10 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
bei der eine Kamera 20 in Abhängigkeit von einem Signal eines Positionssensors 13
in eine Auslöseposition in oder entgegen der Richtung der Stirnfläche 51 der Produkte
50 verfahrbar ist, wobei der Positionssensor 13 auf eine Messposition II gerichtet
ist. Die Kamera 20 ist hier mit einer elektronischen Signalverarbeitungseinrichtung
24 in einem Gehäuse 104 angeordnet. Die zu inspizierenden Produkte 50 werden in einem
als Trommel ausgeführten Querförderer 2 gefördert. Die Produkte 50 werden dabei in
Mulden 103 gehalten. Der Querförderer 2 vollzieht eine Rotationsbewegung um eine Drehachse
mit einer definierten Winkelgeschwindigkeit.
[0041] Der Positionssensor 13 nimmt die Position des Produktes 50 innerhalb der Mulde 103
auf. Das Produkt 50 bewegt sich anschließend in Rotationsrichtung entsprechend der
Rotationsbewegung und gelangt von der Messposition II zu einer Aufnahmeposition III,
welche durch die Kamera 20 und, in dieser Ausführungsform, eine Strahlumlenkung 102
gegeben ist. In anderen Ausführungsformen kann auf die Strahlumlenkung 102 verzichtet
werden, wenn die optische Achse der Kamera 20 koaxial zum Querförderer ausgerichtet
und somit auf das Produkt 50 gerichtet ist. Die Strahlumlenkung 102 umfasst beispielsweise
Prismen und/oder Spiegel.
[0042] Während der Bewegung des Produktes 50 von der Messposition II zur Aufnahmeposition
III verstreicht eine durch die Anordnung der Positionen II, III und der Winkelgeschwindigkeit
des Querförderers 2 definierte Zeit, in der die Kamera 20 in die Auslöseposition verfahren
werden kann. Der Auslöseposition der Kamera 20 ist durch den von dem Positionssensor
13 an der Messposition II Abstand zwischen Kamera 20 und Produkt 50 beziehungsweise
der Position des Produktes 50 in den Mulden 103 des Querförderers 2 bestimmbar.
[0043] Die Kamera 20 ist auf einer als Linearschlitten ausgeführten Verschiebeeinrichtung
100 gehalten, um eine Justage der Kamera 20 zu ermöglichen. Mittels eines Motors 101
lässt sich die Position der Kamera 20 entlang der Verschiebeeinrichtung 100 parallel
zur Längsachse der Produkte 50 verfahren, um den Abstand zwischen der Kamera 20 und
einer zu inspizierenden Stirnfläche 51 des Produktes 50 einstellen zu können. Der
Motor 101 ist beispielsweise ein elektrisch angetriebener Motor, vorzugsweise ein
Schrittmotor und/oder ein Linearmotor. Mittels eines geeigneten Sensors und/oder vorzugsweise
mittels des Schrittmotors kann die Lage der Kamera 20 ermittelt werden. Anhand der
bekannten Positionen von Produkt 50 und Kamera 20 kann die für eine scharfe Abbildung
notwendige Auslöseposition der Kamera 20 eingestellt werden, beispielsweise nach einem
Marken- und/oder Formatwechsel.
[0044] In anderen Ausführungsformen kann auf die Verschiebeeinrichtung 100 und/oder den
Motor 101 verzichtet werden, wenn die Kamera 20 beispielsweise eine variable Fokusebene
aufweist, die die Anpassung der Fokusebene der Kamera 20 beziehungsweise des Objektivs
der Kamera 20 an den Abstand zwischen Kamera 20 und Stirnfläche 51 erlaubt.
[0045] Es ist auch denkbar, dass beispielsweise nach einem Formatwechsel ein Bediener der
Vorrichtung 10 eine an das Format angepasste grobe Justage vornimmt und eine feine
Justage mit den in den Ausführungsformen beschriebenen Mitteln stattfindet. Dem Bediener
kann vorzugsweise Rückmeldung über die automatische Justage gegeben werden.
[0046] Figur 4 verdeutlicht schematisch eine Anordnung zur Aufnahme von Bildern der Stirnflächen
51 von Produkten 50 mit verschiedenen Längen 204, 205. Die verschiedenen Längen 204,
205 der Produkte 50 können beispielsweise durch einen Formatwechsel zustande kommen.
Insbesondere nach einem Formatwechsel sind die Abstände 201, 202 zwischen der Kamera
20 und der zu inspizierenden Stirnfläche 51 des Produkts 50 verschieden. Ein längeres
Produkt 50 führt zu einem kleineren Abstand 201 während ein kürzeres Produkt 50 zu
einem größeren Abstand 202 führt. Die Kamera 20 kann entsprechend der Abstände 201,
202 in eine Auslöseposition verfahrbar sein und/oder eine variable Fokusebene aufweisen.
Die variable Fokusebene kann so eingestellt werden, dass diese bei der Aufnahme eines
Bildes immer entsprechend dem Abstand 201, 202 eingestellt wird. Beispielsweise kann
die variable Fokusebene durch ein Zoomobjektiv erzielt werden, um bei den gegebenen
Abständen 201, 202 die Stirnflächen 51 zu fokussieren und scharf abbilden zu können.
Die verschiedenen Abstände 201, 202 kommen jedoch nicht nur durch einen Formatwechsel,
sondern auch durch eine ungenaue Positionierung der Produkte 50 in beispielsweise
einem Querförderer 2 zustande, welche gemäß den Ausführungsformen der Erfindung ausgeglichen
werden können.
1. Vorrichtung (10) zur Inspektion einer Stirnfläche (51) eines stabförmigen Rauchartikels
(5), wobei die Rauchartikel (5) auf einer Führungseinrichtung (4) in längsaxialer
Anordnung zuführbar und über einen Querförderer (2) aus der längsaxialen Führungseinrichtung
(4) queraxial abförderbar sind, umfassend
- eine Kamera (20), die zur Aufnahme von Bildern der sich in einer Aufnahmeposition
(III) befindlichen Stirnfläche (51) eingerichtet ist, und
- eine elektronische Signalverarbeitungseinrichtung (24) zur Auswertung der von der
Kamera (20) aufgenommenen Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass
- ein auf eine Messposition (II) gerichteter Positionssensor (13) vorgesehen ist,
welcher bei der Förderung der Rauchartikel (5) durch die Messposition (II) ein Signal
erzeugt und an die Kamera (20) weiterleitet, und
- die Kamera (20) in Abhängigkeit von dem Signal des Positionssensors (13) auslösbar
und/oder in eine Auslöseposition verfahrbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass gekennzeichnet, dass
- die Kamera (20) gleichzeitig zum Eingang des Signals eine Aufnahme eines Bildes
des von dem Positionssensor (13) detektierten Rauchartikels (5) auslöst.
3. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die elektronische Signalverarbeitungseinrichtung (24) in Abhängigkeit von dem Signal
des Positionssensors (13) und der Zeitspanne, welche der Rauchartikel (5) zur Bewegung
aus der Messposition (II) in die Aufnahmeposition (III) benötigt, einen Auslösezeitpunkt
der Kamera (20) zum Auslösen eines Bildes ermittelt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Bewegung des Rauchartikels (5) in einer
Transportrichtung (I) des Rauchartikels (5) bestimmt wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Positionssensor (13) derart angeordnet ist, dass er die Position eines Rauchartikels
(5) detektiert, welcher von einem zwischen der Führungseinrichtung (4) und dem Querförderer
(2) angeordneten, zu einer Rotationsbewegung antreibbaren Längsförderer (1) transportiert
wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Rotationsbewegung des Längsförderers
(1) bestimmt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Auslösezeitpunkt unter Berücksichtigung eines sich aus der Messposition (II)
und der Aufnahmeposition (III) ergebenden Drehwinkels (a) des Längsförderers (1) bestimmt
wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Positionssensor (13) dazu eingerichtet ist, beim Passieren der zu inspizierenden
Stirnfläche (51) das Signal zu erzeugen.
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Kamera (20) eine Fokusebene aufweist, und
- die Kamera (20) so auslösbar und/oder verfahrbar ist, dass sich die zu inspizierende
Stirnfläche (51) in der Fokusebene befindet beziehungsweise die Fokusebene zur Aufnahme
eines Bildes zu einem definierten Zeitpunkt durchquert.
10. Verfahren zur Inspektion einer Stirnfläche (51) eines stabförmigen Rauchartikels (5),
wobei die Rauchartikel (5) auf einer Führungseinrichtung (4) in längsaxialer Anordnung
zuführbar und über einen Querförderer (2) aus der längsaxialen Führungseinrichtung
(4) queraxial abförderbar sind, umfassend
- die Aufnahme von Bildern der sich in einer Aufnahmeposition (III) befindlichen Stirnfläche
(51) mit einer Kamera (20),
- die Auswertung der von der Kamera (20) aufgenommenen Bilder mit einer elektronischen
Signalverarbeitungseinrichtung (24),
dadurch gekennzeichnet, dass
- mit einem auf eine Messposition (II) gerichteten Positionssensor (13) bei der Förderung
der Rauchartikel (5) durch die Messposition (II) ein Signal erzeugt und an die Kamera
(20) geleitet wird, und
- die Kamera (20) in Abhängigkeit von dem Signal des Positionssensors (13) ausgelöst
und/oder in eine Auslöseposition verfahren wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass gekennzeichnet, dass
- die Kamera (20) gleichzeitig zum Eingang des Signals eine Aufnahme eines Bildes
des von dem Positionssensor (13) detektieren Rauchartikel (5) auslöst.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- in Abhängigkeit von dem Signal des Positionssensors (13) und der Zeitspanne, welche
das Rauchartikel (5) zur Bewegung aus der Messposition (II) in die Aufnahmeposition
(III) benötigt, ein Auslösezeitpunkt der Kamera (20) zum Auslösen eines Bildes ermittelt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von der Bewegung des Rauchartikels (5) in einer
Transportrichtung (I) bestimmt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Auslösezeitpunkt in Abhängigkeit von einer Rotationsbewegung eines zwischen
der Führungseinrichtung (4) und dem Querförderer (2) angeordneten, zu der Rotationsbewegung
antreibbaren Längsförderers (1) bestimmt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Auslösezeitpunkt unter Berücksichtigung eines sich aus der Messposition (II)
und der Aufnahmeposition (III) ergebenden Drehwinkels (a) des Längsförderers (1) bestimmt
wird.