[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abscheidevorrichtung verbindbar mit einer
Staubsaugvorrichtung zum Abscheiden von Schmutzpartikeln aus einem von der Staubsaugvorrichtung
angesaugten Luftstrom, enthaltend wenigstens einen Abscheider.
[0002] Bei der Bearbeitung eines porösen Werkstoffs mit einer Werkzeugmaschine, insbesondere
einer Bohrmaschine oder einer Säge, entsteht für gewöhnlich eine Menge Staub, welcher
aufgewirbelt und dadurch die freie Sicht auf die Arbeitsfläche sowie allgemein die
Arbeitsleistung erheblich verringern kann. Üblicherweise wird eine Staubsaugvorrichtung
bzw. ein Staubsauger in Kombination mit der Werkzeugmaschine verwendet, um den aufgewirbelten
Staub einzusaugen.
[0003] Die Staubsaugvorrichtung enthält für gewöhnlich einen Filter um Staub und Schmutzpartikel,
die von der angesaugten Luft in das Innere der Staubsaugvorrichtung gelangt, zurückzuhalten.
Ohne einen Filter könnten der angesaugte Staub bzw. die angesaugten Schmutzpartikel
die Turbine, die zur Erzeugung eines Unterdrucks im Inneren der Staubsaugvorrichtung
dient, und/oder die empfindliche Elektronik der Staubsaugvorrichtung, die zum Steuern,
Regeln und Überwachen der Staubsaugvorrichtung dient, beschädigen.
[0004] Während der Verwendung der Staubsaugvorrichtung setzt sich der angesaugte Staub sowie
die angesaugten Schmutzpartikel in den Poren des Filters fest. Durch das Festsetzen
des Staubs und der Schmutzpartikel ist nach einer gewissen zeitlichen Dauer der Filter
so sehr verstopft, dass eine ausreichende Filterwirkung nicht mehr gegeben ist.
[0005] Um den Filter einer Staubsaugvorrichtung vor einer übermäßigen Menge an angesaugtem
Staub und Schmutzpartikel zu schützen und die Verwendungsdauer des Filters zu erhöhen,
kann die ein Abscheider in der Staubsaugvorrichtung verwendet werden. Der Abscheider
dient zum Abtrennen von Schmutzpartikeln, die sich in der angesaugten Luft befinden,
und ist entsprechend so in der Staubsaugvorrichtung positioniert, dass ein Großteil
der angesaugten Schmutzpartikel bereits aus der Luft entfernt sind, bevor die Luft
durch den Filter strömt. Durch das Abscheiden eines Großteils der Schmutzpartikel
mit Hilfe des Abscheiders kann die Verwendungsdauer des Filters erhöht werden.
[0006] Staubsaugvorrichtungen mit einer separaten Abscheidevorrichtung sind bereits auf
dem Markt erhältlich. Die auf dem Markt erhältlichen Staubsaugvorrichtungen mit Abscheidevorrichtung
weisen jedoch das Problem auf, dass die Abscheidevorrichtung nach nur relativ kurzer
Zeit mit angesaugtem Staub und Schmutzpartikel komplett befüllt sind, sodass die Funktion
der Abscheidevorrichtung nicht mehr gewährleistet ist.
[0007] Darüber hinaus werden diese bereits auf dem Markt erhältlichen Abscheidevorrichtungen
für gewöhnlich als separate Komponente von außen an der Staubsaugvorrichtung befestigt.
Die Befestigung an der Staubsaugvorrichtung ist dabei umständlich und macht die Staubsaugvorrichtung
größer sowie schwieriger in der Handhabung.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es das vorstehend beschriebene Problem zu
lösen und insbesondere eine kompakte Abscheidevorrichtung für eine Staubsaugvorrichtung
mit einer längeren Verwendungsdauer bzw. Standzeit bereitzustellen.
[0009] Die Aufgabe wird dadurch gelöst durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausführungsformen zu dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 finden
sich in den hierzu abhängigen Unteransprüchen.
[0010] Die Aufgabe wird hierbei gelöst durch eine Abscheidevorrichtung verbindbar mit einer
Staubsaugvorrichtung zum Abscheiden von Schmutzpartikeln aus einem von der Staubsaugvorrichtung
angesaugten Luftstrom, enthaltend wenigstens einen Abscheider.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Abscheider eine Einlassöffnung
für den Luftstrom sowie eine erste und zweite Auslassöffnung enthält, wobei die erste
Auslassöffnung für den Austritt von angesaugten Schmutzpartikeln aus dem Zyklonabscheider
und die zweite Auslassöffnung für den Austritt des angesaugten Luftstroms sowie der
angesaugten Schmutzpartikel aus dem Abscheider dient, und wobei ein erster und zweiter
Sammelspeicher zum Sammeln der aus dem Abscheider abgeschiedenen Schmutzpartikel enthalten
ist, und wobei der erste Sammelspeicher in einer Richtung unterhalb der ersten Auslassöffnung
und der zweite Sammelspeicher in einer Richtung unterhalb der zweiten Auslassöffnung
positioniert ist. Dadurch, dass die vom Abscheider abgeschiedenen Schmutzpartikel
durch die erste und zweite Auslassöffnung in die entsprechenden Sammelspeicher abgeführt
werden können, wird die Abscheidevorrichtung kontinuierlich entleert. Ein Verstopfen
der Abscheidevorrichtung durch Schmutzpartikel wird damit verhindert und die Verwendungsdauer
bzw. Standzeit der Abscheidevorrichtung verlängert.
[0012] Der Abscheider kann dabei in Form eines Zyklonabscheiders ausgestaltet sein.
[0013] Es ist auch möglich, dass mehr als ein erster und zweiter Sammelspeicher zum Sammeln
der aus dem Zyklonabscheider abgeschiedenen Schmutzpartikel enthalten sind. Es ist
dabei auch möglich, dass lediglich ein einziger Sammelspeicher vorgesehen ist.
[0014] Der Zyklonabscheider kann auch als Fliehkraftabscheider, Zyklon, Zyklonfilter oder
Wirbler bezeichnet werden.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung
kann es möglich sein, dass der Zyklonabscheider in Form eines Axialabscheiders mit
einem ersten und einem zweiten Rohr ausgestaltet ist, wobei das zweite Rohr wenigstens
teilweise in dem ersten Rohr wiederlösbar positionierbar ist und wobei die erste Auslassöffnung
in Form einer Aussparung in der Mantelfläche des ersten Rohrs sowie an einem Ringspalt
zwischen dem ersten und zweiten Rohr vorgesehen ist. Das erste und zweite Rohr ist
dabei wiederlösbar miteinander verbindbar. Durch die Ausgestaltung des Zyklonabscheiders
in Form eines Axialabscheiders kann eine effektive und platzsparende Abscheidung von
Schmutzpartikeln aus der Abscheidevorrichtung erreicht werden. Durch die Ausgestaltung
des Zyklonabscheider mit einem ersten und zweiten Rohr, welche wiederlösbar miteinander
verbunden sind, kann der Zyklonabscheider in seine Hauptbestandteile zerlegt und gereinigt
werden. Darüber hinaus kann auch bei einer Beschädigung das erste und/oder zweite
Rohr ersetzt werden, sodass nicht der gesamte Zyklonabscheider ausgetauscht werden
muss.
[0016] Gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform kann der Zyklonabscheider so ausgestaltet
sein, dass das erste und zweite Rohr fest miteinander verbunden ist.
[0017] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung
kann es möglich sein, dass ein Bodenelement des ersten und zweiten Sammelspeichers
in Form einer Rückschlagklappe ausgestaltet ist, sodass durch ein Öffnen des als Rückschlagklappe
ausgestaltenden Bodenelements die in dem Sammelspeicher gesammelten Schmutzpartikel
aus dem Sammelspeicher fallen können. Das Bodenelement kann dabei auch als Öffnungselement
bezeichnet werden. Die Abscheidevorrichtung kann dabei so zu einem Sammelbehälter
einer Staubsaugvorrichtung positioniert sein, dass das als Rückschlagklappe ausgestaltete
Bodenelement des ersten und zweiten Sammelspeichers zu dem Sammelbehälter geöffnet
werden kann. Hierdurch können mit Hilfe der Schwerkraft die in den Sammelspeicher
gesammelten Schmutzpartikel in den Sammelbehälter einer Staubsaugvorrichtung befördert
werden. Durch die Ausgestaltung des Bodenelements in Form einer Rückschlagklappe kann
effektiv verhindert werden, dass Luft und Schmutzpartikel von dem Sammelbehälter der
Staubsaugvorrichtung über die Sammelspeicher in den Zyklonabscheider bzw. in die Abscheidevorrichtung
gelangen kann.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung
kann es möglich sein, dass die Rückschlagklappe elastisch verformbar ausgestaltet
ist. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise eine nahezu lautlos funktionierende
Rückschlagklappe verwirklicht werden.
[0019] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung
kann es möglich sein, dass die Abscheidevorrichtung ein Rahmengehäuse enthält, welches
zwischen einem Saugkopf und einem Sammelbehälter der Staubsaugvorrichtung positionierbar
ist. Hierdurch kann die Abscheidevorrichtung modular in bestehende Staubsaugvorrichtung
mit einem Saugkopf und einem Sammelbehälter nachgerüstet werden.
[0020] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0021] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Staubsaugvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht der Staubsaugvorrichtung mit der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Rückansicht der Staubsaugvorrichtung mit der erfindungsgemäßen
Abscheidevorrichtung;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 6
- eine perspektivische Rückansicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung, wobei
ein hinterer Anteil eines Rahmengehäuses der Abscheidevorrichtung abgeschnitten ist;
- Fig. 7
- eine erste perspektivische Unteransicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 8
- eine zweite perspektivische Unteransicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 9
- eine dritte perspektivische Unteransicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 10
- eine vierte perspektivische Unteransicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung;
- Fig. 11
- eine perspektivische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung mit
einem ersten und zweiten Zyklonabscheider, wobei der erste Zyklonabscheider in einer
Explosionsansicht dargestellt ist;
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung mit einem ersten und
zweiten Zyklonabscheider, wobei der erste Zyklonabscheider in einer Explosionsansicht
dargestellt ist;
- Fig. 13
- eine perspektivische Vorderansicht eines Zyklonabscheiders gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 14
- eine perspektivische Vorderansicht eines Zyklonabscheiders gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 15
- eine erste perspektivische Seitenansicht eines Zyklonabscheiders gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel in einer Explosionsansicht;
- Fig. 16
- eine zweite perspektivische Seitenansicht eines Zyklonabscheiders gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel in einer Explosionsansicht;
- Fig. 17
- eine seitliche Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung und
durch einen Zyklonabscheider;
- Fig. 18
- eine seitliche Schnittansicht durch eine Staubsaugvorrichtung und eine erfindungsgemäße
Abscheidevorrichtung gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel;
- Fig. 19
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Abscheidevorrichtung gemäß dem
alternativen Ausführungsbeispiel; und
- Fig. 20
- eine seitliche Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung und
durch einen Zyklonabscheider gemäß dem alternativen Ausführungsbeispiel.
Ausführungsbeispiele:
[0022] Figur 1, 2 und 3 zeigt eine erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung 2 verbunden mit
einer Staubsaugvorrichtung 1 zum Abscheiden von Schmutzpartikeln aus einem von der
Staubsaugvorrichtung 1 angesaugten Luftstrom LS.
[0023] Die Staubsaugvorrichtung 1 enthält im Wesentlichen einen Saugkopf 3 und einen Sammelbehälter
4. Der Saugkopf 3 ist dabei in Pfeilrichtung A über dem Sammelbehälter 4 positioniert
und wiederlösbar mit diesem verbunden. Die Abscheidevorrichtung 2 ist dabei mittels
eines ersten und zweiten Bügelverschlusses 5, 6 wiederlösbar mit dem Saugkopf 3 sowie
mittels eines dritten und vierten Bügelverschlusses 7, 8 wiederlösbar mit dem Sammelbehälter
4 verbunden, sodass die Abscheidevorrichtung 2 zwischen dem Saugkopf 3 und dem Sammelbehälter
4 positioniert ist.
[0024] Der Saugkopf 3 enthält dabei im Wesentlichen eine Turbine zum Erzeugen eines Unterdrucks
in der Staubsaugvorrichtung 1 und eine Steuerung mit einer Elektronik, die zum Steuern,
Regeln und Überwachen der Staubsaugvorrichtung 1 dient. Mit Hilfe des Unterdrucks
kann Umgehungsluft zum Aufsammeln von Staub und Schmutzpartikel in das Innere der
Staubsaugvorrichtung 1 angesaugt werden. Weder die Turbine noch die Steuerung mit
der Elektronik sind den Figuren dargestellt.
[0025] Der Sammelbehälter 4 ist im Wesentlichen in Form einer Wanne mit einem Hohlraum zum
Aufnehmen von Staub und Schmutzpartikeln ausgestaltet.
[0026] In den Figuren 4 bis 12 ist die erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung 2 gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Abscheidevorrichtung 2 enthält dabei im
Wesentlichen ein Rahmengehäuse 9, einen ersten und zweiten Abscheider 21, 22 sowie
einen ersten, zweiten, dritten und vierten Sammelspeicher 12, 13, 14, 15.
[0027] Das Rahmengehäuse 9 ist im Wesentlichen in Form einer Wanne mit einer Bodenwand 16
ausgestaltet und enthält ein oberes Ende 9a, ein unteres Ende 9b, ein vorderes Ende
9c und ein hinteres Ende 9d. Die Bodenwand 16 enthält wiederum eine Oberseite 16a
und eine Unterseite 16b. Darüber hinaus enthält das Rahmengehäuse 9 eine Seitenwand
17. Die Seitenwand 17 verläuft um das gesamte Rahmengehäuse 9 und enthält an dem vorderen
Ende 9c des Rahmengehäuses 9 einen Einströmungskanal 18. An einer Außenseite 19 der
Seitenwand 17 und ebenfalls an dem vorderen Ende 9c des Rahmengehäuses 9 ist ein Einströmungsstutzen
20 positioniert.
[0028] Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann der Einströmungsstutzen 20 auch in
dem Sammelbehälter 4 integriert sein. Der Einströmungsstutzen 20 dient zur Befestigung
eines Endes eines Staubsaugerschlauchs. Der Staubsaugerschlauch ist in den Figuren
nicht dargestellt. Der Einströmungsstutzen 20 und der Einströmungskanal 18 sind strömungstechnisch
so miteinander verbunden, dass ein von der Staubsaugvorrichtung 1 angesaugter Luftstrom
LS durch den Einströmungsstutzen 20 und den Einströmungskanal 18 an die Unterseite
16b der Bodenwand 16 strömen kann.
[0029] An der Unterseite der Bodenwand 16 ist der erste und zweite Abscheider 21, 22. Sowohl
der erste und zweite Abscheider 21, 22 sind in Form eines Axialabscheiders bzw. als
axialer Zyklonabscheider ausgestaltet. Es ist jedoch auch möglich, dass eine andere
Art eines Abscheiders, wie beispielsweise ein Zyklonabscheider, Tangential-Zyklonabscheider
oder Multizyklon, verwendet wird. Es ist dabei nicht notwendig, dass der erste und
zweite Abscheider 21, 22 baugleich ausgestaltet sind. Der erste und zweite Abscheider
21, 22 sind dabei parallel zueinander positioniert und ausgerichtet, sodass ein angesaugter
Luftstrom LS zeitgleich durch den ersten und zweiten Abscheider 21, 22 strömen kann.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform können auch mehr als ein erster und zweiter
Abscheider 21, 22 vorgesehen sein. Es ist dabei auch möglich, dass lediglich ein einziger
Abscheider vorgesehen ist.
[0030] Entsprechend einem weiteren alternativen Ausführungsbeispiel kann eine Reihenanordnung
mit mehreren Abscheidekaskaden, welche jeweils aus einem oder mehreren Abscheidern
bestehen, vorgesehen sein.
[0031] Wie in Figur 11, 12, 13, 15 und 16 ersichtlich, enthält der erste und zweite Abscheider
21, 22 im Wesentlichen jeweils ein erstes und zweites Rohr 21a, 22a, 21b, 22b. In
dem als Zyklonabscheider ausgestalteten Abscheider 21, 22 dient dabei jeweils das
erste Rohr 21a, 22a als Einlaufrohr und das zweite Rohr 21b, 22b als Tauchrohr. Der
erste und zweite Abscheider 21, 22 enthält darüber hinaus jeweils eine Einlassöffnung
23 für einen von der Staubsaugvorrichtung 1 angesaugten Luftstrom LS sowie jeweils
eine erste und zweite Auslassöffnung 21c, 22c, 21d, 22d. Die erste Auslassöffnung
21c 22c dient für den Austritt von angesaugten Schmutzpartikeln aus dem Abscheider
21, 22 und die zweite Auslassöffnung 21d, 22d für den Austritt des angesaugten Luftstroms
LS sowie der angesaugten Schmutzpartikel aus dem Abscheider 21, 22.
[0032] Das erste Rohr 21a, 22a besteht dabei aus einem zylindrischen Anteil und einem konischen
Anteil. In dem zylindrischen Anteil ist eine Leiteinrichtung in Form von Leitschaufeln
23a zur Drallerzeugung in dem angesaugten Luftstrom LS positioniert. In der Mitte
des zylindrischen Anteils des ersten Rohrs 21a, 22a ist an einer Mantelfläche eine
ringförmige Erhebung 24 vorgesehen, die sich um die Mantelfläche erstreckt und zur
Befestigung des ersten Rohrs 21a, 22a an dem Sammelspeicher 12, 14 dient. Des Weiteren
ist in der Mantelfläche des konischen Anteils die erste Auslassöffnung 21c, 22c in
Form einer Aussparung vorgesehen, vgl. Figur 16. Die erste Auslassöffnung 21c, 22c
dient als Austrittsöffnung für Schmutzpartikel, die sich in dem ersten Rohr 21a, 22a
des Abscheiders 21, 22 angesammelt haben.
[0033] Das zweite Rohr 21b, 22b besteht ebenfalls aus einem zylindrischen Anteil und einem
konischen Anteil. In der Mitte des zylindrischen Anteils des zweiten Rohrs 21b, 22b
ist an einer Mantelfläche eine erste und zweite ringförmige Erhebung 26, 27 vorgesehen.
Sowohl die erste und zweite ringförmige Erhebung 26, 27 erstrecken sich um die Mantelfläche
herum. Die erste ringförmige Erhebung 26 dient zur wiederlösbaren Befestigung des
zweiten Rohrs 21b, 22b an dem ersten Rohr 21a, 22a. Das freie Ende 28 des konischen
Anteils des ersten Rohrs 21a, 22a geht dabei eine Steckverbindung mit der ersten ringförmigen
Erhebung 26 des zweiten Rohrs 21b, 22b ein. Die zweite ringförmige Erhebung 27 dient
jeweils zur Befestigung des zweiten Rohrs 21b, 22b an dem Sammelspeicher 13, 15 dient.
Die zweite Auslassöffnung 21d, 22d ist an dem freien Ende des zweiten Rohrs 21b, 22b
vorgesehen und dient zum Ausströmen des in den Abscheider 21, 22 angesaugten Luftstroms
LS sowie der noch verbliebenden Schmutzpartikel in dem angesaugten Luftstrom LS.
[0034] Wie in Figur 17 gezeigt, ist das zweite Rohr 21b, 22b teilweise in dem ersten Rohr
21a, 22a positioniert. Ein gewisser Anteil des zweiten Rohrs 21b, 22b erstreckt sich
außerhalb des ersten Rohrs 21a, 22a. Zwischen dem ersten Rohr 21a, 22a und zweiten
Rohr 21b, 22b bildet sich hierdurch ein Ringspalt RS, in dem sich Schmutzpartikel
sammeln, die von der Staubsaugvorrichtung 1 zusammen mit dem Luftstrom LS angesaugt
werden.
[0035] Wie bereits vorstehend erwähnt, enthält die Abscheidevorrichtung 2 des Weiteren einen
ersten, zweiten, dritten und vierten Sammelspeicher 12, 13, 14, 15, welche ebenfalls
an der Unterseite 16b der Bodenwand 16 positioniert sind. Der erste Abscheider 21
ist dabei in dem ersten und zweiten Sammelspeicher 12, 13 und der zweite Abscheider
22 in dem dritten und vierten Sammelspeicher 14, 15 positioniert.
[0036] Der Sammelspeicher 12, 13, 14, 15 enthält dabei im Wesentlichen einen keilförmigen
Kasten 30 mit einer zylindrischen Röhre 31.
[0037] Der keilförmige Kasten 30 enthält eine erste Seitenwand 30a, eine zweite Seitenwand
30b, eine Rückwand 30c und ein Bodenelement 30d. Die schiefe Ebene 32 des keilförmigen
Kastens 30 bildet dabei das Bodenelement 30d des Sammelspeichers 12, 13, 14, 15. Das
Bodenelement 30d ist in Form einer Rückschlagklappe ausgestaltet, sodass durch ein
Öffnen der Rückschlagklappe in Pfeilrichtung R, R' die in dem Sammelspeicher 12, 13,
14, 15 gesammelten Schmutzpartikel aus dem Sammelspeicher 12, 13, 14, 15 in Richtung
B fallen können, vgl. Figur 6. Das als Rückschlagklappe ausgestaltete Bodenelement
30d ist dabei elastisch verformbar ausgestaltet, sodass die Rückschlagklappe 30d reversibel
zwischen einer geöffneten und geschlossenen Stellung bewegbar ist. In den Figuren
4 bis 12 ist das als Rückschlagklappe ausgestaltete Bodenelement 30d in der geschlossenen
Stellung dargestellt.
[0038] Wie insbesondere in Figur 6 gezeigt, enthält die erste und zweite Seitenwand 30a,
30b jeweils eine Aussparung 33 zur Aufnahme der zylindrischen Röhre 31. Die zylindrische
Röhre 31 ist dabei so zu dem keilförmigen Kasten 30 angeordnet, dass die Mittelängsachse
MLA der zylindrischen Röhre parallel zu Bodenelement 30d verläuft.
[0039] Wie in Figur 11 dargestellt, wird zur Montage des ersten Abscheiders 21 das erste
Rohr 21a in Pfeilrichtung C in die zylindrische Röhre 31 des ersten Sammelspeichers
12 gestreckt. Das zweite Rohr 22a wird in Pfeilrichtung D in die zylindrische Röhre
31 des ersten Sammelspeichers 12 gestreckt. Das zweite Rohr 22a wird in das erste
Rohr 21a gestreckt. Das freie Ende des zweiten Rohrs 22a, welches sich aus der zylindrischen
Röhre 31 des ersten Sammelspeichers 12 erstreckt, wird in Pfeilrichtung C in die zylindrische
Röhre 31 des zweiten Sammelspeichers 13 gesteckt.
[0040] Das erste Rohr 21a des ersten Abscheiders 21 ist so in dem ersten Sammelspeicher
12 angeordnet, dass die als Aussparung ausgestaltete erste Auslassöffnung 21c in dem
ersten Rohr 21a zu dem als Rückschlagklappe ausgestalteten Bodenelement 30d weist.
Hierdurch können in dem ersten Zyklonabscheider angesammelte Schmutzpartikel durch
die als Aussparung ausgestaltete erste Auslassöffnung 21c des ersten Rohrs 21a und
durch das als Rückschlagklappe ausgestaltete Bodenelement 30d aus dem ersten Abscheider
21 und in den Sammelbehälter 4 der Staubsaugvorrichtung 1 fallen. Die zweite Auslassöffnung
21d des zweiten Rohrs 21b, welches sich aus der zylindrischen Röhre 31 des zweiten
Sammelspeichers 13 erstreckt, befindet sich in Pfeilrichtung B über dem als Rückschlagklappe
ausgestalteten Bodenelement 30d des zweiten Sammelspeichers, vgl. Figur 17.
[0041] Wenn der erste Abscheider 21 zusammengebaut und an der Unterseite 16b der Bodenwand
16 positioniert ist, weist die Einlassöffnung 23 des ersten Rohrs 21a zu dem Einströmungsstutzen
20 und dem Einströmungskanal 18, sodass der Einströmungsstutzen 20, der Einströmungskanal
20 und die Einlassöffnung 23 strömungstechnisch so miteinander in Verbindung stehen.
Ein von der Staubsaugvorrichtung 1 angesaugter Luftstrom LS kann somit durch den Einströmungsstutzen
20, den Einströmungskanal 18 und in die Einlassöffnung 23 des ersten Abscheiders 21
strömen. Die in dem ersten Abscheider 21 abgeschiedenen Schmutzpartikel, die mit dem
Luftstrom LS in das Innere des ersten Abscheiders 21 gelangen, erreichen durch die
erste Auslassöffnung 21c den ersten Sammelspeicher 12. Der von den Schmutzpartikeln
gereinigte Luftstrom LS gelangt über das zweite Rohr 21b und durch die zweite Auslassöffnung
21d aus dem ersten Abscheider 21. Verbleibende und insbesondere kleinere Schmutzpartikel,
die sich am Ende des zweiten Rohrs 21b noch in dem angesaugten Luftstrom LS befinden,
fallen aufgrund der Schwerkraft in den zweiten Sammelspeicher 13. Durch das als Rückschlagklappe
ausgestaltete Bodenelement 30d gelangen die Schmutzpartikel in den Sammelbehälter
4 der Staubsaugvorrichtung 1. Der Luftstrom LS, aus dem nun nahezu vollständig alle
Schmutzpartikel abgeschieden sind, strömt durch den Filter der Staubsaugvorrichtung
1.
[0042] Zur Montage des zweiten Abscheiders 22 wird das erste Rohr 22a des zweiten Abscheiders
22 in Pfeilrichtung C in die zylindrische Röhre 31 des dritten Sammelspeichers 14
gestreckt. Das zweite Rohr 22b des zweiten Abscheiders 22 wird in Pfeilrichtung D
in die zylindrische Röhre 31 des dritten Sammelspeichers 14 gestreckt. Das zweite
Rohr 22b wird in das erste Rohr 22a gestreckt. Das freie Ende des zweiten Rohrs 22b,
welches sich aus der zylindrischen Röhre 31 des dritten Sammelspeichers 14 erstreckt,
wird in Pfeilrichtung C in die zylindrische Röhre 31 des vierten Sammelspeichers 15
gesteckt. Das erste Rohr 22a des zweiten Abscheiders 22 ist dabei so in dem dritten
Sammelspeicher 14 angeordnet, dass die als Aussparung ausgestaltete erste Auslassöffnung
22c in dem ersten Rohr 22a zu dem als Rückschlagklappe ausgestalteten Bodenelement
30d weist. Hierdurch können in dem zweiten Abscheider 22 angesammelte Schmutzpartikel
durch die als Aussparung ausgestaltete erste Auslassöffnung 22c des ersten Rohrs 22b
und durch das als Rückschlagklappe ausgestaltete Bodenelement 30d aus dem zweiten
Abscheider 22 und in den Sammelbehälter 4 der Staubsaugvorrichtung 1 fallen. Die zweite
Auslassöffnung 22d des zweiten Rohrs 22b, welches sich aus der zylindrischen Röhre
31 des vierten Sammelspeichers 15 erstreckt, befindet sich in Pfeilrichtung B über
dem als Rückschlagklappe ausgestalteten Bodenelement 30d des vierten Sammelspeichers
15, vgl. Figur 17.
[0043] Wenn der zweite Abscheider 22 zusammengebaut und an der Unterseite 16b der Bodenwand
16 positioniert ist, weist die Einlassöffnung 23 des ersten Rohrs 22a zu dem Einströmungsstutzen
20 und dem Einströmungskanal 18, sodass der Einströmungsstutzen 20, der Einströmungskanal
18 und die Einlassöffnung 23 strömungstechnisch so miteinander in Verbindung stehen.
Ein von der Staubsaugvorrichtung 1 angesaugter Luftstrom LS kann somit durch den Einströmungsstutzen
20, den Einströmungskanal 18 und in die Einlassöffnung 23 des zweiten Abscheiders
22 strömen. Die in dem zweiten Abscheider 22 abgeschiedenen Schmutzpartikel, die mit
dem Luftstrom LS in das Innere des zweiten Abscheiders 22 gelangen, erreichen durch
die erste Auslassöffnung 22c den dritten Sammelspeicher 14. Der von den Schmutzpartikeln
gereinigte Luftstrom LS gelangt über das zweite Rohr 22b und durch die zweite Auslassöffnung
22d aus dem zweiten Abscheider 22. Verbleibende und insbesondere kleinere Schmutzpartikel,
die sich am Ende des zweiten Rohrs 22b noch in dem angesaugten Luftstrom LS befinden,
fallen aufgrund der Schwerkraft in den vierten Sammelspeicher 15. Durch das als Rückschlagklappe
ausgestaltete Bodenelement 30d gelangen die Schmutzpartikel in den Sammelbehälter
4 der Staubsaugvorrichtung 1. Der Luftstrom LS, aus dem nun nahezu vollständig alle
Schmutzpartikel abgeschieden sind, strömt durch den Filter der Staubsaugvorrichtung
1.
[0044] In den Figuren 18 bis 20 ist die erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung 2 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Abscheidevorrichtung 2 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel ist im Wesentlichen identisch mit der Abscheidevorrichtung 2 gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel. Im Unterschied zu der Abscheidevorrichtung 2 gemäß
dem ersten Ausführungsbeispiel ist bei der Abscheidevorrichtung 2 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel ist das zweite Rohr 21b, 22b des ersten und zweiten Abscheiders
21, 22 nicht gerade, sondern gebogen ausgestaltet. Das jeweils zweite Rohr 21b, 22b
des ersten und zweiten Abscheiders 21, 22 enthält dabei ein Knieelement KE, welches
in Pfeilrichtung B weist. Darüber hinaus enthalten die Sammelspeicher 12, 13 der Abscheidevorrichtung
2 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel keine als Rückschlagklappen ausgestalteten
Bodenelemente 30d.
[0045] Des Weiteren enthalten die Sammelspeicher 12, 13 senkrecht, d.h. in Pfeilrichtung
A bzw. B verlaufend, ausgeführte Rückschlagklappen an den Längsseiten 40 der Sammelspeicher
12, 13.
1. Abscheidevorrichtung (2) verbindbar mit einer Staubsaugvorrichtung (1) zum Abscheiden
von Schmutzpartikeln aus einem von der Staubsaugvorrichtung (1) angesaugten Luftstrom
(LS), enthaltend wenigstens einen Abscheider (21, 22),
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Abscheider (21, 22) eine Einlassöffnung (23) für den Luftstrom
(LS) sowie eine erste und zweite Auslassöffnung (21c, 22c) enthält, wobei die erste
Auslassöffnung (21c, 22c) für den Austritt von angesaugten Schmutzpartikeln aus dem
Abscheider (21, 22) und die zweite Auslassöffnung (21d, 22d) für den Austritt des
angesaugten Luftstroms (LS) sowie der angesaugten Schmutzpartikel aus dem Abscheider
(21, 22) dient, und wobei ein erster und zweiter Sammelspeicher (12, 13, 14, 15) zum
Sammeln der aus dem Abscheider (21, 22) abgeschiedenen Schmutzpartikel enthalten ist,
und wobei der erste Sammelspeicher (12, 14) in einer Richtung (B) unterhalb der ersten
Auslassöffnung (21c, 22c) und der zweite Sammelspeicher (13, 15) in einer Richtung
(B) unterhalb der zweiten Auslassöffnung (21d, 22d) positioniert ist.
2. Abscheidevorrichtung (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheider (21, 22) in Form eines Axialabscheiders mit einem ersten und einem
zweiten Rohr (21a, 22a, 21b, 22b) ausgestaltet ist, wobei das zweite Rohr (21b, 22b)
wenigstens teilweise in dem ersten Rohr (21a, 22a) wiederlösbar positionierbar ist
und wobei die erste Auslassöffnung (21c, 22c) in Form einer Aussparung in der Mantelfläche
des ersten Rohrs (21a, 22a) sowie an einem Ringspalt (RS) zwischen dem ersten und
zweiten Rohr (21a, 22a, 21b, 22b) vorgesehen ist.
3. Abscheidevorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Bodenelement (30d) des ersten und zweiten Sammelspeichers (12, 13, 14, 15) in
Form einer Rückschlagklappe ausgestaltet ist, sodass durch ein Öffnen des als Rückschlagklappe
ausgestaltenden Bodenelements (30d) die in dem Sammelspeicher (12, 13, 14, 15) gesammelten
Schmutzpartikel aus dem Sammelspeicher (12, 13, 14, 15) fallen können.
4. Abscheidevorrichtung (2) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das als Rückschlagklappe ausgestaltete Bodenelement (30d) elastisch verformbar ausgestaltet
ist.
5. Abscheidevorrichtung (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abscheidevorrichtung (2) ein Rahmengehäuse (9) enthält, welches zwischen einem
Saugkopf (3) und einem Sammelbehälter (4) der Staubsaugvorrichtung (1) positionierbar
ist.