Gebiet der Technik
[0001] Die Anmeldung betrifft eine Vorrichtung zur seitlichen Führung eines über eine Metallband-Fördervorrichtung
laufenden Metallbandes mit Schleißkörpern sowie ein Verfahren dazu.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen zur seitlichen Führung eines über eine Metallband-Fördervorrichtung
laufenden Metallbandes sind beispielsweise aus
WO2015043926 und
EP17174195.2 bekannt. Die Metallband-Fördervorrichtung kann beispielsweise eine Fertigstraße sein.
Es kann sich zum Beispiel in Bandlaufrichtung gesehen um einen Bereich vor oder zwischen
den Walzgerüsten handeln, oder um einen Bereich vor einer Haspelanlage. Ein Metallband
wird beispielsweise in
WO2015043926 und
EP17174195.2 durch Schleißkörper, die in einem Grundkörpermodul angeordnet sind, seitlich geführt.
Führung erfolgt durch führendes Kontaktieren des zu führenden Metallbandes mit der
Schleißfläche eines Schleißkörpers. Bei derartigen Vorrichtungen zur seitlichen Führung
ist es vorteilhaft, wenn der Schleißkörper durch Drehung um eine Drehachse immer wieder
frische Bereiche einem führungsbedingten Verschleiß durch das zu führende Metallband
aussetzt.
[0003] Bei Führung eines Metallbandes durch derartige Schleißkörper wird ein Drehmoment
und eine Kraft in Richtung der Führungsfläche des Grundkörpermoduls auf die Schleißkörper
ausgeübt. Das verursacht belastungsbedingten Verschleiß und kann zu erhöhtem Austauschbedarf
führen.
[0004] Austausch von verschlissenen Schleißkörpern erfolgt oft durch Installation frischer
Schleißkörper an einer Schleißkörperwelle, die zum Drehen um die Drehachse genutzt
wird. Das verursacht Zeitaufwand, da pro Schleißkörper Verbindungen zwischen dem Schleißkörper
und der zugehörigen Schleißkörperwelle zuerst gelöst und dann nach Austausch des Schleißkörpers
wieder gefestigt werden müssen. Da in einer Vorrichtung zur seitlichen Führung eine
Vielzahl von Schleißplatten vorhanden ist, kann der Zeitaufwand insgesamt erheblich
sein.
Zusammenfassung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur seitlichen Führung
eines über eine Metallband-Fördervorrichtung laufenden Metallbandes vorzustellen,
bei der der Austauschbedarf vermindert ist.
Technische Lösung
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine
Vorrichtung zur seitlichen Führung eines über eine Metallband-Fördervorrichtung laufenden
Metallbandes, umfassend zumindest ein Grundkörpermodul mit einer Führungsebene sowie
zumindest einen Schleißkörper mit einer Schleißfläche zum führenden Kontaktieren des
zu führenden Metallbandes, wobei der Schleißkörper um eine zur Führungsebene senkrecht
stehende Drehachse drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Trägerelement vorhanden ist, wobei der Schleißkörper an dem Trägerelement
angebracht ist oder der Schleißkörper das Trägerelement umfasst,
und das Trägerelement im Grundkörpermodul in Richtung der Drehachse verschiebbar und
drehbar gelagert ist.
[0007] Das Trägerelement kann im Grundkörpermodul direkt gelagert sein oder indirekt, das
heißt in einem weiteren Bauteil, das im Grundkörpermodul angeordnet ist.
[0008] Das Trägerelement kann beispielsweise eine Welle - mit rundem oder andersartigem
Querschnitt - eines Drehantriebs zum Drehen des Schleißkörpers sein.
[0009] Die Metallband-Fördervorrichtung kann beispielsweise eine Fertigstraße sein. Es kann
sich in Bandlaufrichtung gesehen um einen Bereich vor oder zwischen den Walzgerüsten
handeln, oder um einen Bereich vor einer Haspelanlage.
[0010] Es kann sich bei der Fertigstraße um eine Warmbandstraße oder einen anderen Walzwerkstypen
zur Herstellung von Metallband handeln. Es kann sich bei dem Metallband um ein warmgewalztes
Metallband handeln. Das Metallband kann beispielsweise ein Stahlband sein, oder ein
Aluminiumband.
[0011] Bezüglich Erläuterungen zum Grundkörpermodul mit einer Führungsebene sowie zumindest
einen Schleißkörper mit einer Schleißfläche zum führenden Kontaktieren des zu führenden
Metallbandes, wobei der Schleißkörper um eine zur Führungsebene senkrecht stehende
Drehachse drehbar ist, wird auf die Offenbarung der
WO2015043926 und
EP17174195.2 verwiesen, deren Offenbarungen von der vorliegenden Anmeldung mit umfasst sind.
[0012] Der Schleißkörper ist um eine zur Führungsebene senkrecht stehende Drehachse drehbar;
diese verläuft beispielsweise durch eine Schleißkörperwelle, durch welche die Kraft
zum Verdrehen beispielsweise von einem Drehantrieb zum Schleißkörper geführt wird.
Geringfügige Abweichungen von senkrechter Anordnung seien hier mit umfasst, die Stellung
von Führungsebene und Drehachse ist also als im Wesentlichen senkrecht zu verstehen.
Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung
[0013] Mittels des verschiebbaren Trägerelementes kann die Position eines Schleißkörpers
in Relation zur Führungsebene verändert werden. Das kann zur Verlängerung der Betriebszeit
eines Schleißkörpers genutzt werden. Ein Schleißkörper, dessen Schleißfläche an der
Oberfläche bereits abgeschliffen ist, wird beispielsweise um die verschlissene Strecke
nachgeschoben. Solange noch verschleißbares Material an der Schleißfläche vorhanden
ist, kann dieser Vorgang wiederholt werden. Ein Austausch von Schleißkörpern muss
daher erst später erfolgen als bei einer herkömmlichen Betriebsweise, bei der die
Position des Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene nicht durch Verschiebung
geändert werden kann. Bis ein Austausch erforderlich ist, kann mehr Material von der
Schleißfläche verschlissen werden.
Ein Verstellen durch Verschieben des Trägerelementes kann beispielsweise manuell,
mechanisch und/oder hydraulisch erfolgen.
[0014] Vorzugsweise ist in der Vorrichtung zur seitlichen Führung eines über eine Metallband-Fördervorrichtung
laufenden Metallbandes
zumindest eine Verstellvorrichtung zum Verschieben des Trägerelementes vorhanden.
Vorzugsweise ist es eine hydraulische Verstellvorrichtung.
[0015] Das Trägerelement kann Teil der Verstellvorrichtung sein; beispielsweise bei einer
hydraulischen Verstellvorrichtung der Zylinderkolben.
[0016] Vorzugsweise ist in der Vorrichtung zur seitlichen Führung zur seitlichen Führung
eines über eine Metallband-Fördervorrichtung laufenden Metallbandes auch eine Vorrichtung
zur Messung von bei der seitlichen Führung
vom Metallband auf den Schleißkörper
und/oder
vom Schleißkörper auf das Metallband
wirkender Kraft
vorhanden.
[0017] Die Kraftmessung ermöglicht es, zu ermitteln, ob ein Verschieben zur Annäherung oder
Entfernung der Schleißfläche an die Kante des Metallbandes günstig ist.
Kraftmessung erfolgt beispielsweise über den in Hydraulikzylindern herrschenden Druck.
[0018] Vorzugsweise ist eine Vorrichtung zur Regelung von bei der seitlichen Führung
vom Metallband auf den Schleißkörper
und/oder
vom Schleißkörper auf das Metallband
wirkender Kraft
vorhanden.
Dadurch können die Führungskraft und das Ausmaß des Verschleißes durch Kontakt geregelt
werden.
[0019] Vorzugsweise umfasst die hydraulische Verstellvorrichtung zum Verschieben des Trägerelementes
zumindest einen Hydraulikzylinder und eine Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung
seines Zylinderweges. Im Vergleich zu einer rein mechanischen Verstellvorrichtung,
die grundsätzlich auch möglich ist, ist eine hydraulische Verstellvorrichtung einfacher
zu handhaben und bietet bezüglich Einstellung von vom Schleißkörper auf das Metallband
wirkenden Kräften einfachere Einstellmöglichkeiten und eine kraft- und druckgeregelte
Bandführung.
Bei Ergänzung einer solchen Vorrichtung zu einer rein mechanischen Verstellmöglichkeit
wird auch dort eine kraft- und druckgeregelte Bandführung ermöglicht.
[0020] Vorzugsweise ist die Verstellvorrichtung am Grundkörpermodul abgestützt. In diesem
Fall werden vom Metallband auf den Schleißkörper und/oder vom Schleißkörper auf das
Metallband wirkende Kräfte letztendlich in das Grundkörpermodul eingeleitet.
[0021] Vorzugsweise ist eine Verstellvorrichtung zum Verschieben des Grundkörpermoduls vorhanden.
Dann kann auch die Position eines Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene mittels
Verschieben des Grundkörpermoduls verändert werden.
[0022] Vorzugsweise umfasst die hydraulische Verstellvorrichtung zum Verschieben des Grundkörpermoduls
wirkenden Kräften zumindest einen Hydraulikzylinder, und gegebenenfalls eine Vorrichtung
zur Messung und/oder Regelung seines Zylinderweges. Im Vergleich zu einer rein mechanischen
Verstellvorrichtung, die grundsätzlich auch möglich ist, ist eine hydraulische Verstellvorrichtung
einfacher zu handhaben und bietet bezüglich Einstellung von vom Schleißkörper auf
das Metallband wirkenden Kräften einfachere Einstellmöglichkeiten und eine kraft-
und druckgeregelte Bandführung.
[0023] Vorzugsweise ist der um die Drehachse drehbare Schleißkörper in eine Vielzahl von
Drehpositionen drehbar, wobei die Schleißfläche in allen Drehpositionen im Wesentlichen
parallel zur Führungsebene ist, und die Führungsebene des Grundkörpermoduls im Wesentlichen
orthogonal zur Förderrichtung des zu führenden Metallbandes stehend ist. Die Schleißfläche
ist dabei die zur Führung vorgesehene Fläche. Das kann eine Fläche sein bevor sie
führt und verschlissen wird. Es kann auch eine Fläche sein, die durch vorher stattgefundenen
Verschleiß schon abgeschliffen ist und erneut zur Führung genutzt wird. Bevorzugt
ist der Schleißkörper eine, bevorzugt runde, Scheibe mit planer Schleißfläche.
[0024] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zur seitlichen
Führung von über eine Metallband-Fördervorrichtung laufenden Metallbändern, umfassend
zumindest ein Grundkörpermodul mit einer Führungsebene sowie zumindest einen Schleißkörper
mit einer Schleißfläche zum führenden Kontaktieren des zu führenden Metallbandes,
wobei der Schleißkörper um eine zur Führungsebene senkrecht stehende Drehachse drehbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Position des Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene durch Verschieben eines
Trägerelementes, an dem der Schleißkörper angebracht ist oder das der Schleißkörper
umfasst,
verändert wird,
vor dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes, und/oder während dem führenden
Kontaktieren eines ersten Metallbandes,
und/oder in einem Zeitraum nach dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes
und vor dem führenden Kontaktieren eines zweiten Metallbandes.
[0025] Damit kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur seitlichen Führung eines über eine
Metallband-Fördervorrichtung laufenden Metallbandes betrieben werden.
[0026] Erfindungsgemäß wird die Position des Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene
durch Verschieben eines Trägerelementes, an dem der Schleißkörper angebracht ist oder
das der Schleißkörper umfasst, verändert. Die Veränderung eines vorher bestehenden
Zustandes kann erfolgen, bevor ein erstes Metallband in die Führungsvorrichtung einläuft
- beispielsweise, weil der vorher bestehende Zustand für Metallbänder mit anderen
Dimensionen gewählt war. Die Veränderung kann auch erfolgen während dem führenden
Kontaktieren eines ersten Metallbandes, beispielsweise weil Erkenntnisse entstehen,
die eine Verstellung sinnvoll erscheinen lassen. Die Veränderung kann auch erfolgen
nach dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes und vor dem führenden Kontaktieren
eines zweiten Metallbandes - beispielsweise, weil das erste Metallband andere Dimensionen
hat, oder erkannt wurde, dass eine Annäherung an die Kante des Metallbandes für eine
ordentlichere Führung günstig ist.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht verlängerte Einsatzzeit von Schleißkörpern
und verminderten Austauschbedarf.
[0028] Vorzugsweise wird die Position des Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene in
Abhängigkeit von
der Größe der Kraft gewählt
die vom Metallband auf den Schleißkörper
und/oder
vom Schleißkörper auf das Metallband
wirkt oder für ein weiteres Metallband erwartet wird.
Das erlaubt es, das Ausmaß des Verschleiß zu kontrollieren und gute Führung zu gewährleisten.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht verlängerte Einsatzzeit von Schleißkörpern
und verminderten Austauschbedarf.
[0029] Vorzugsweise wird die Position des Grundkörpermoduls in Relation zur Schleißfläche
durch Verschieben des Grundkörpermoduls
verändert,
während dem führenden Kontaktieren eines Metallbandes,
oder in einem Zeitraum nach dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes und
vor dem führenden Kontaktieren eines weiteren Metallbandes.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht verlängerte Einsatzzeit von Schleißkörpern
und verminderten Austauschbedarf.
[0031] Vorzugsweise wird zumindest ein Schleißkörper zur Führung mittels einer am Grundkörpermodul
abgestützten hydraulischen Verstellvorrichtung druckgeregelt an das Metallband angestellt.
Das erlaubt es, das Ausmaß der Führungskraft während das Band geführt wird zu kontrollieren
und eine kontrollierte Führung zu ermöglichen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0032] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand mehrerer schematischer Figuren
beispielhaft beschrieben.
Figur 1 zeigt eine Schrägansicht auf einen Ausschnitt einer Vorrichtung zur seitlichen
Führung.
Figuren 2a und 2b zeigen Ausführungsformen von Schleißkörper und Trägerelement.
Figuren 3 und 4 zeigen Ausführungsformen von verschiebbarer Lagerung eines Trägerelementes
Figur 5 zeigt schematisch die Wirkungsweise einer mechanischen Verstellvorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsformen
Beispiele
[0033] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Vorrichtung 1 zur seitlichen Führung schematisch
in Schrägansicht. Gezeigt ist ein Metallband 2, das über einen Rollgang läuft. Grundkörpermodul
3 hat eine Führungsebene 4 sowie mehrere Schleißkörper, von denen nur die Schleißflächen
5a, 5b, 5c dargestellt sind. Die Schleißkörper sind um zur Führungsebene senkrecht
stehende Drehachsen drehbar. Die Schleißflächen sind bevorzugt plan, wie in der
WO2015043926 und
EP17174195.2 dargelegt ist.
[0034] Figur 2a zeigt schematisch einen Schleißkörper 6, an dem ein Trägerelement 7 angebracht
ist.
Figur 2b zeigt schematisch in zu Figur 2a analoger Darstellung einen Schleißkörper
6, der das Trägerelement 7 umfasst.
[0035] Figur 3 zeigt in einer zu Figur 2a analogen Darstellung, wie das Trägerelement 8
im Grundkörpermodul 9 in Richtung Drehachse verschiebbar ist - angedeutet durch einen
Doppelpfeil. Die Drehachse 10, um die der Schleißkörper drehbar ist, verläuft durch
das Trägerelement 8. Das Trägerelement 8 ist im Grundkörpermodul drehbar gelagert.
[0036] Figur 4 zeigt in Anlehnung an Figur 3, dass eine hydraulische Verstellvorrichtung
11 zum Verschieben des Trägerelementes vorhanden ist. Sie ist am Grundkörpermodul
12 abgestützt. Die optional vorhandene Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung des
Zylinderweges 13 ist ebenfalls gezeigt. Auf die Darstellung optional vorhandener Vorrichtungen
zur kraft- und druckgeregelte Bandführung wie beispielsweise Ventilstände wurde zur
besseren Übersichtlichkeit verzichtet.
[0037] Figur 5 zeigt schematisch eine mechanische Verstellvorrichtung 14 zum Verschieben
der Grundkörpermodule 15a,15b. Über eine Spindel 16 werden die beiden Grundkörpermodule
15a,15b zueinander positioniert, was durch einen Doppelpfeil angedeutet ist.
[0038] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Liste der Bezugszeichen
[0039]
- 1
- Vorrichtung zur seitlichen Führung
- 2
- Metallband
- 3
- Grundkörpermodul
- 4
- Führungsebene
- 5a,5b,5c
- Schleißflächen
- 6
- Schleißkörper
- 7
- Trägerelement
- 8
- Trägerelement
- 9
- Grundkörpermodul
- 10
- Drehachse
- 11
- Verstellvorrichtung
- 12
- Grundkörpermodul
- 13
- Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung des Zylinderweges
- 14
- Verstellvorrichtung
- 15a,15b
- Grundkörpermodule
1. Vorrichtung zur seitlichen Führung (1) eines über eine Metallband-Fördervorrichtung
laufenden Metallbandes (2), umfassend zumindest ein Grundkörpermodul (3) mit einer
Führungsebene (4) sowie zumindest einen Schleißkörper mit einer Schleißfläche (5a,
5b, 5c) zum führenden Kontaktieren des zu führenden Metallbandes (2), wobei der Schleißkörper
um eine zur Führungsebene (4) senkrecht stehende Drehachse (10) drehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Trägerelement (7) vorhanden ist, wobei der Schleißkörper (6) an dem
Trägerelement (7) angebracht ist oder der Schleißkörper (6) das Trägerelement (7)
umfasst, und das Trägerelement (7) im Grundkörpermodul (3) in Richtung der Drehachse
(10) verschiebbar und drehbar gelagert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Verstellvorrichtung (11) zum Verschieben des Trägerelementes (7) vorhanden
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es eine hydraulische Verstellvorrichtung ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur Messung von bei der seitlichen Führung
vom Metallband (2) auf den Schleißkörper (6) und/oder
vom Schleißkörper (6) auf das Metallband (2) wirkender Kraft
vorhanden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur Regelung von bei der seitlichen Führung
vom Metallband (2) auf den Schleißkörper (6) und/oder
vom Schleißkörper (6) auf das Metallband (2) wirkender Kraft
vorhanden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Verstellvorrichtung zumindest einen Hydraulikzylinder umfasst, und
eine Vorrichtung zur Messung und/oder Regelung seines Zylinderweges (13) vorhanden
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung am Grundkörpermodul (12) abgestützt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstellvorrichtung zum Verschieben des Grundkörpermoduls (15a, 15b) vorhanden
ist.
9. Anspruch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der um die Drehachse (10) drehbare Schleißkörper in eine Vielzahl von Drehpositionen
drehbar ist, wobei die Schleißfläche in allen Drehpositionen im Wesentlichen parallel
zur Führungsebene ist, und die Führungsebene des Grundkörpermoduls im Wesentlichen
orthogonal zur Förderrichtung des zu führenden Metallbandes stehend ist.
10. Verfahren zur seitlichen Führung von über eine Metallband-Fördervorrichtung laufenden
Metallbändern, umfassend zumindest ein Grundkörpermodul (3) mit einer Führungsebene
(4) sowie zumindest einen Schleißkörper mit einer Schleißfläche zum führenden Kontaktieren
des zu führenden Metallbandes (2), wobei der Schleißkörper um eine zur Führungsebene
(4) senkrecht stehende Drehachse (10) drehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Position des Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene (4)
durch Verschieben eines Trägerelementes (7), an dem der Schleißkörper angebracht (6)
ist oder das der Schleißkörper (6) umfasst,
verändert wird,
vor dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes, und/oder während dem führenden
Kontaktieren eines ersten Metallbandes,
und/oder in einem Zeitraum nach dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes
und vor dem führenden Kontaktieren eines zweiten Metallbandes.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Schleißkörpers in Relation zur Führungsebene in Abhängigkeit von
der Größe der Kraft gewählt wird.
die vom Metallband auf den Schleißkörper
und/oder
vom Schleißkörper auf das Metallband
wirkt oder für ein weiteres Metallband erwartet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Grundkörpermoduls in Relation zur Schleißfläche
durch Verschieben des Grundkörpermoduls
verändert wird,
während dem führenden Kontaktieren eines Metallbandes,
oder in einem Zeitraum nach dem führenden Kontaktieren eines ersten Metallbandes und
vor dem führenden Kontaktieren eines weiteren Metallbandes.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schleißkörper zur Führung mittels einer am Grundkörpermodul abgestützten
hydraulischen Verstellvorrichtung druckgeregelt an das Metallband angestellt wird.