Gegenstand der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitsdokument und ein Verfahren zur
Herstellung eines Sicherheitsdokuments.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Zur Steigerung der Fälschungssicherheit von Sicherheitsdokumenten, insbesondere auch
Wertdokumenten, werden unterschiedliche Merkmale und Verfahren verwendet, die eine
Nachbildung oder Verfremdung erschweren oder verhindern. Dabei setzt sich ein Sicherheitsdokument
üblicherweise aus mehreren Schichten zusammen, die vorzugsweise durch Lamination miteinander
verbunden werden. Die Daten werden zum Schutz vor Manipulation unter einer vorzugsweise
transparenten Deckschicht innerhalb des Materials eingebracht. Dies kann durch Laserpersonalisierung
in den ansonsten fertigen Datenträger bewerkstelligt werden. Ein weiteres Verfahren
sieht vor, den Datenträger nach der Personalisierung mit einer vorzugsweise transparenten
Deckschicht zu versehen.
[0003] Ein Sicherheitsdokument lässt sich verfremden, indem die Deckschicht entfernt wird
und, nach Manipulation der darunterliegenden Daten, eine neue Deckschicht aufgebracht
wird. Zur Sicherung des Dokumentes vor Manipulation können Hologramme verwendet werden.
Dazu wird eine spezielle Hologrammfolie entsprechend belichtet und auf den Datenträger
aufgebracht. Beispiele für eine Sicherung mittels Hologrammen sind unter anderem in
WO 2017/09119 A1,
DE 10 2007 042 386 A1 und
EP 2 738 624 B1 beschrieben. In den Veröffentlichungen
EP1266768 und
WO98/19869 wird eine Sicherungsvariante beschrieben, in der durch Perforation eines Musters
eine Verbindung zwischen den Schichten hergestellt wird. Die unterschiedlichen Lochgeometrien
und -durchmesser der Perforation lassen bei rückwärtiger Beleuchtung ein Bild mit
unterschiedlichen Helligkeiten erkennen. Eine weitere Sicherungsvariante ist in
EP 1 970 211 A1 offenbart. Dabei wird das Dokument an den schmalen Seitenflächen mit einem Laser
beschriftet, um eine optische Verbindung zwischen den Schichten herzustellen.
[0004] Die folgenden Definitionen sind aus dem Dokument
EP 2 738 624 B1 übernommen worden. Wie bereits dort definiert, wird auch im Zusammenhang mit der
vorliegenden Erfindung unter einem Sicherheitselement eine bauliche Einheit verstanden,
die zumindest ein Sicherheitsmerkmal umfasst. Sicherheitselemente dienen dazu, Sicherheitsdokumente,
die auch Wertdokumente umfassen, gegen Fälschung oder Kopieren zu sichern. Ein Sicherheitsmerkmal
kann eine selbständige bauliche Einheit sein, die mit einem Sicherheitsdokument, welches
auch ein Wertdokument sein kann, verbunden, beispielsweise verklebt, werden kann.
Es kann sich aber auch um einen integralen Bestandteil eines Sicherheitsdokuments
handeln. Ein Sicherheitsmerkmal ist eine Struktur, die nur mit erhöhtem Aufwand gegenüber
einfachem Kopieren oder gar nicht unautorisiert herstellbar oder reproduzierbar ist.
[0005] Sicherheitsdokumente weisen typischerweise ein Substrat, eine Druckschicht und optional
eine transparente Deckschicht auf. Ein Substrat ist eine Trägerstruktur, auf welche
die Druckschicht mit Informationen, Bildern, Mustern und dergleichen aufgebracht wird.
Als Materialien für ein Substrat kommen unter anderem alle fachüblichen Werkstoffe
auf Papier- und/oder Kunststoffbasis in Frage. Beispiele für Sicherheitsdokumente
sind Personalausweise, Reisepässe, Führerscheine, ID-Karten, Zugangskontrollausweise,
Visa, Steuerzeichen, Tickets, Kraftfahrzeugpapiere, Banknoten, Schecks, Postwertzeichen,
Kreditkarten, beliebige Chipkarten und Haftetiketten.
Beschreibung der Erfindung
[0006] Vor dem beschriebenen Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Fälschungssicherheit von Sicherheitsdokumenten weiter zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein ein Sicherheitsdokument nach Anspruch 1 und ein Verfahren
zur Herstellung eines Sicherheitsdokuments nach Anspruch 10 gelöst. Die abhängigen
Ansprüche enthalten weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0008] Das erfindungsgemäße Sicherheitsdokument ist aus einer Anzahl an Schichten aufgebaut,
von denen mindestens eine Schicht ein Sicherheitselement umfasst. Das Sicherheitselement
weist eine Struktur auf, die eine Vielzahl Strukturelemente umfasst. Die Strukturelemente
sind insbesondere als Vertiefungen bezüglich der Oberfläche des Sicherheitselements
ausgebildet. Die Strukturelemente weisen Abmessungen, insbesondere Durchmesser, von
weniger als 200 Mikrometern (200 µm) auf. Bevorzugt weisen die Strukturelemente Abmessungen
im Bereich zwischen 100 Nanometer (100 nm) und 50 Mikrometer (50 µm) auf. Vorzugsweise
ist das Sicherheitselement als Folie ausgestaltet. Das Sicherheitselement kann die
Deckschicht des Sicherheitsdokuments sein. Erfindungsgemäß sind die Strukturelemente
als Bohrungen ausgestaltet. Die Struktur umfasst dabei individualisierende Informationen
zu einem Inhaber des Sicherheitsdokuments. Die derart individualisierende Struktur
mit Informationen zu einem Inhaber des jeweiligen Sicherheitsdokuments verbessert
die Fälschungssicherheit.
[0009] Die Ausgestaltung des Sicherheitselements mit einer Mikro- oder Nanostruktur hat
den Vorteil, dass die verwendete Struktur mit bloßen Auge nicht sofort erkennbar ist,
aber mit einfachen Mitteln, zum Beispiel einem Mikroskop oder durch eine Betrachtung
unter einem geeigneten Winkel, sichtbar gemacht werden kann. Weiterhin kann ein solches
Sicherheitselement nicht oder nur mit erheblichem Aufwand kopiert oder gefälscht werden.
Insbesondere bei der Verwendung als Deckschicht eines Sicherheitsdokuments kann die
Oberfläche oder die Deckschicht des Sicherheitsdokuments nicht manipuliert oder unbemerkt
von dem übrigen Datenträger getrennt und ersetzt werden.
[0010] In einer vorteilhaften Variante weist das Sicherheitselement eine periodische Struktur
auf. Dies ist beispielsweise im Rahmen einer Verwendung für Sicherheitsdokumente,
insbesondere Wertdokumente, die in großer Stückzahl mit überwiegend identischen Merkmalen
gefertigt werden, sinnvoll. So kann zum Beispiel eine Folie mit einer bestimmten fortlaufenden
periodischen Struktur für eine bestimmte Art von Sicherheitsdokumenten kostengünstig
hergestellt werden.
[0011] Grundsätzlich können die Strukturelemente auf mindestens einer Oberfläche des Sicherheitselements
oder im Inneren beziehungsweise innerhalb des Sicherheitselements angeordnet sein.
Die Strukturelemente sind vorzugsweise Vertiefungen, können aber auch als Erhebungen
oder Hohlräume ausgestaltet sein. Es ist auch möglich, dass die Strukturelemente sich
in Bezug auf ihre optischen und/oder mechanischen und/oder chemischen Eigenschaften
von dem Material des Sicherheitselements unterscheiden. Mit anderen Worten können
die Strukturelemente von dem Material des Sicherheitselements abweichende optische,
mechanische oder chemische Eigenschaften aufweisen. Die genannten Varianten können
beliebig miteinander kombiniert werden. Sie haben den Vorteil, dass sie vergleichsweise
einfach und kostengünstig erzeugt werden können und gleichzeitig den Fälschungsschutz
erheblich verbessern.
[0012] Es ist von Vorteil, wenn die Strukturelemente so ausgestaltet sind, dass bei Betrachtung
senkrecht zur Oberfläche das Sicherheitselement nicht sichtbar ist und die darunterliegenden
Informationen erkennbar bleiben, insbesondere gut erkennbar bleiben, und bei Betrachtung
unter einem spitzen Winkel die Struktur als mattierte Fläche sichtbar ist und bei
schrägem Lichteinfall die Wirkung eines optischen Gitters zeigt, indem die Spektralfarben
des einfallenden Lichtes sichtbar werden. Dies kann erreicht werden, indem Boden-
oder Deckenflächen der Strukturelemente möglichst parallel zu einer Erstreckungsebene
des Sicherheitselements und Wandflächen der Strukturelemente möglichst senkrecht zu
der Erstreckungsebene des Sicherheitselements ausgerichtet sind.
[0013] Die einzelnen Strukturelemente können eine Länge und/oder eine Breite und/oder eine
Tiefe beziehungsweise eine Höhe und/oder einen Abstand benachbarter Strukturelemente
voneinander von weniger als 200 Mikrometern, zum Beispiel zwischen 100 Nanometer bis
50 Mikrometer aufweisen. Dabei sind Abmessungen in Bezug auf die Länge und/oder Breite
und/oder den Abstand von wenigstens 1 Mikrometer sowie Tiefen von wenigstens 0,5 oder
1 Mikrometer vorteilhaft. Vorzugsweise betragen die Abmessungen in Bezug auf die Länge
und/oder Breite und/oder den Abstand höchstens 20 Mikrometer. Ebenfalls ist es vorteilhaft,
wenn die Tiefen nicht mehr als 20 Mikrometer betragen. Die genannten Abmessungen erfordern
spezielle Fertigungsverfahren, zum Beispiel eine Materialbearbeitung mit ultrakurzen
Laserpulsen, so dass das Sicherheitselement nur mit hohem apparativem Aufwand nachgebildet
werden kann, was seine Fälschungssicherheit erhöht. Zudem sind die Details der Struktur
nicht sofort erkennbar, was eine Nachbildung weiter erschwert. Die Abmessungen von
Länge, Breite, Tiefe und/oder Abstand können voneinander verschiedene Werte annehmen.
[0014] Sind die Strukturelemente als Vertiefungen ausgebildet, besitzen sie vorzugsweise
eine Bodenfläche, welche einen höchstens halb so hohen Reflexionskoeffizienten aufweist
wie die Oberfläche des Sicherheitselements zwischen den Strukturelementen. Dies kann
durch Wahl eines geeigneten Materials des Sicherheitselements erreicht werden, das
unter Einwirkung von Laserlicht eine geringfügige Schwärzung aufweist. Ebenso werden
gute Ergebnisse erzielt, wenn die Struktureelemente in ein Material mit einer gerichtet
reflektierenden Oberfläche eingebracht werden, da insbesondere bei Verwendung von
Laserpulsen für die Bildung der Strukturelemente deren Bodenfläche diffus reflektiert.
Durch den geringeren Reflexionskoeffizienten der Bodenfläche wird erreicht, dass das
Sicherheitselement eine bei vertikaler Draufsicht mattierte oder graue Überlagerung
mit den darunterliegenden Informationen bietet.
[0015] Die Strukturelemente sind als Bohrungen, also als Vertiefungen mit einem kreisförmigen
Querschnitt, ausgestaltet, zum Beispiel als Mikro- oder Nano-Laserbohrungen. Diese
haben den Vorteil, dass sie sich mit ultrakurzen Laserpulsen vergleichsweise einfach
fertigen lassen. Die Strukturelemente der periodischen Struktur können auch abweichende
Formen und/oder Kombinationen von Formen aufweisen. Die Struktur kann auch Überlagerungen
von Strukturelementen enthalten.
[0016] In einer weiteren Variante sind die Strukturelemente abgedeckt, zum Beispiel mit
einer Folie oder einem Film, insbesondere einer Lackschicht. Dadurch wird die Struktur
gegen äußere Einflüsse geschützt. Dabei können die Strukturelemente als Vertiefungen
oder Hohlräume ausgestaltet sein und mit einem Material gefüllt sein, welches sich
von dem Material des Sicherheitselements unterscheidet. Das zum Füllen verwendete
Material besitzt vorzugsweise einen von dem Material des Sicherheitselements abweichenden
Brechungsindex und/oder eine von der Farbe des Materials des Sicherheitselements abweichende
Farbe. Durch das Füllen werden die Strukturelemente vor Beschädigungen geschützt.
Die abweichenden Materialeigenschaften erleichtern ein Erkennen und Auslesen der Struktur.
Insbesondere kann das Füllen anhand von Druckverfahren wie insbesondere dem Tintenstrahldruck
erfolgen. Hierzu können Tinten verwendet werden, die mindestens einen Polymeranteil
wie beispielsweise Polycarbonat enthalten. Die Verwendung von Druckverfahren für das
Füllen bietet den Vorteil, dass die Strukturelemente selektiv verschiedenfarbig gefüllt
werden können.
[0017] Das Sicherheitselement kann für ein bestimmtes Sicherheitsdokument oder für eine
bestimmte Art von Sicherheitsdokumenten mit bestimmten Sicherheitsinformationen ausgelegt
sein, deren Vorhandensein im Rahmen der Dokumentenprüfung detektiert werden kann.
In diesem Fall kann die Struktur Sicherheitsinformationen für das bestimmte Sicherheitsdokument
enthalten.
[0018] Ohne die Art des Materials einzuschränken, kann das Sicherheitselement ein zumindest
teilweise transparentes Material und/oder eine Metallschicht und/oder Hologrammfolie
und/oder Polycarbonat und/oder Glas umfassen. Die Struktur kann sich in dem transparenten
Material und/oder der Metallschicht und/oder der Hologrammfolie und/oder dem Polycarbonat
und/oder dem Glas befinden. Beispielsweise kann das Sicherheitselement vollständig
oder teilweise transparent sein, insbesondere transparent für sichtbares Licht. Das
Sicherheitselement kann auch ein vollständig oder teilweise transparentes Fenster
sowie optional intransparente Bereiche aufweisen, wobei die Struktur zumindest teilweise
in dem Fenster angeordnet ist. Das hat den Vorteil, dass die Struktur von zwei Seiten
sichtbar gemacht werden kann. In einer weiteren Variante kann die Struktur in einer
metallisierten Folie angeordnet sein.
[0019] Das erfindungsgemäße Sicherheitsdokument kann insbesondere durch Lamination miteinander
verbundene Schichten umfassen. Bei den Schichten kann es sich zum Beispiel um ein
Substrat, eine Druckschicht, die sicherheitsrelevante Informationen enthält, und Deckschicht
handeln, wobei die Druckschicht zwischen dem Substrat und der Deckschicht angeordnet
ist. Vorzugsweise umfasst die Deckschicht das Sicherheitselement. Es ist aber auch
möglich, dass mindestens eine der anderen Schichten ein Sicherheitselement umfasst.
Auf diese Weise kann die Fälschungssicherheit noch weiter verbessert werden.
[0020] In einer vorteilhaften Variante umfasst das Sicherheitsdokument ein transparentes
Fenster, wobei das Sicherheitselement im Bereich des transparenten Fensters angeordnet
ist. Das hat den Vorteil, dass die Struktur von beiden Seiten des Sicherheitsdokuments
sichtbar und damit überprüfbar ist.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsdokuments mit einem
Sicherheitselement als Schicht, insbesondere als Deckschicht des Sicherheitsdokuments,
umfasst die Erzeugung einer Struktur mit Strukturelementen mit Abmessungen von weniger
als 200 Mikrometer (200 µm) in oder auf dem Material des Sicherheitselements. Erfindungsgemäß
werden dabei Laserbohrungen im Mikrometerbereich und/oder Nanometerbereich mit individualisierenden
Informationen zu einem Inhaber des Sicherheitsdokuments in mindestens eine Oberfläche
des Sicherheitselements eingebracht. Die Struktur kann mittels Laserstrahlung und
zusätzlich durch lokale Aufschäumungen erzeugt werden. Dabei können insbesondere Strukturelemente
mit Abmessungen im Bereich zwischen 100 Nanometer (100 nm) und 50 Mikrometer (50 µm)
auf das Material des Sicherheitselements aufgebacht oder in das Material des Sicherheitselements
eingebracht werden. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein oben beschriebenes
erfindungsgemäßes Sicherheitsdokument hergestellt werden. Das Verfahren hat den Vorteil,
dass es auf einfache und kostengünstige Weise die Herstellung eines Sicherheitsdokuments,
welches ein hohes Kopier- und Fälschungssicherheitsniveau aufweist, ermöglicht.
[0022] Die Strukturelemente können auf oder in mindestens einer Oberfläche des Sicherheitselements
in Form von Erhebungen und/oder Vertiefungen erzeugt werden. Zusätzlich oder alternativ
dazu können die Strukturelemente im Inneren beziehungsweise innerhalb des Sicherheitselements
in Form von Hohlräumen erzeugt werden. Das Sicherheitselement kann zum Beispiel aus
einer Folie gefertigt werden. Dabei können in mindestens einer Oberfläche der Folie
Vertiefungen erzeugt werden, insbesondere indem Material abgetragen wird.
[0023] Erfindungsgemäß werden Laserbohrungen im Mikrometerbereich und/oder Nanometerbereich
in mindestens eine Oberfläche des Sicherheitselements eingebracht. Diese können einen
Durchmesser zwischen 100 Nanometer (100 nm) und 50 Mikrometer (10 µm), zum Beispiel
zwischen 5 Mikrometern und 20 Mikrometern, und/oder eine Tiefe zwischen 100 Nanometer
(100 nm) und 50 Mikrometer (50 µm), zum Beispiel zwischen 500 Nanometern und 20 Mikrometern,
aufweisen.
[0024] Durch lokale Aufschäumungen und/oder durch hochauflösende 3D Drucktechnologie, mittels
zum Beispiel Zwei-Photonen-Polymerisation, lassen sich Strukturelemente in Form von
Erhebungen erzeugen.
[0025] Vorzugsweise wird eine periodische Struktur erzeugt oder eine Struktur, die sicherheitsrelevante
Informationen enthält oder wiedergibt. Zum Beispiel kann die Struktur Konturen einer
Abbildung, einer graphischen Darstellung, eines Bildes, insbesondere eines Fotos,
oder andere Formen oder Muster wiedergeben. Die Struktur kann in einer Deckschicht
deckungsgleich über einem in einer Druckschicht enthaltenen Merkmal, zum Beispiel
einer Abbildung etc., oder versetzt dazu angeordnet werden.
[0026] Vorteilhafterweise werden die Strukturelemente mittels ultrakurzer Laserpulse erzeugt,
zum Beispiel mit einer Pulsdauer von weniger als 10 Pikosekunden (10 ps), insbesondere
weniger als 1 Pikosekunde (1 ps) oder weniger als 500 Femtosekunden (500 fs). Die
Anwendung ultrakurzer Laserpulse ermöglicht eine präzise Fertigung und effiziente
Erzeugung der Strukturelemente. Insbesondere werden durch ultrakurze Laserpulse thermische
oder mechanische Schäden des Strukturelements während der Bearbeitung minimiert oder
vermieden. Es ist bei geeigneter Wahl der Bearbeitungsparameter eine nahezu schmelzfreie
Bearbeitung mit hoher Präzision möglich.
[0027] Durch ultrakurze Laserpulse ist es möglich die Oberfläche oder die vorzugsweise transparente
Deckschicht oberhalb einer personalisierten Schicht eines Sicherheitsdokuments mit
einer vorzugsweise periodischen Struktur zu versehen, deren Abmessungen im Mikrometer-
oder Nanometerbereich liegen. Dazu wird bevorzugt das Material relativ zum fokussierten
Laserstrahl bewegt oder vom fokussierten Laserstrahl mittels beweglicher Spiegel abgescannt.
Durch die kurze Wechselwirkungszeit der ultrakurzen Laserpulse mit dem Material verursacht
der Materialabtrag keine Farbveränderung des Materials und die Elemente der Struktur
sind farblos und bestehen vorzugsweise aus Mikrobohrungen. Daher ist die Struktur
bei Betrachtung senkrecht zur Oberfläche nicht wahrnehmbar. Bei Betrachtung unter
einem spitzen Winkel wird die Struktur als mattierte Fläche sichtbar und zeigt bei
schrägem Lichteinfall die Wirkung eines optischen Gitters, so dass die Spektralfarben
des einfallenden Lichtes sichtbar werden und so ein ähnlicher Eindruck wie bei einem
Regenbogenhologramm entsteht.
[0028] Grundsätzlich kann das Sicherheitselement aus einem oder mehreren der oben im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement genannten Materialen gefertigt werden.
[0029] In einer weiteren Variante können die in Form von Vertiefungen oder Hohlräumen ausgestalteten
Strukturelemente mit einem Material gefüllt werden, welches sich von dem Material
des Sicherheitselements unterscheidet. Das zum Füllen verwendete Material kann sich
von dem Material, also dem verwendeten Ausgangsmaterial, des Sicherheitselements in
Bezug auf seine mechanischen und/oder optischen und/oder chemischen Eigenschaften
unterscheiden. Es kann zum Beispiel einen anderen Brechungsindex und/oder eine andere
Farbe als das Ausgangsmaterial des Sicherheitselements aufweisen.
[0030] Zusätzlich oder alternativ dazu können die Strukturelemente abgedeckt werden, vorteilhafterweise
mittels einer Folie, zum Beispiel mittels Hologrammfolie, und/oder einem Film, zum
Beispiel einem Film aus Lack. Diese Maßnahmen schützen die Struktur vor äußeren Einwirkungen
und Beschädigungen.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsdokuments, insbesondere
eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments, bezieht sich auf ein Sicherheitsdokument,
welches aus einer Anzahl an Schichten aufgebaut ist. Im Rahmen des Verfahrens wird
mindestens eine Schicht aus einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement oder einem
gemäß dem zuvor beschriebenen Verfahren hergestellten Sicherheitselement gefertigt.
Die mindestens eine Schicht wird mit einer Anzahl weiterer Schichten verbunden, zum
Beispiel verklebt oder laminiert.
[0032] In einer weiteren Variante kann mit einem Ultrakurzpulslaser die Oberfläche eines
Körpers eines Sicherheitsdokuments, also zum Beispiel ein bereits miteinander verbundene
Schichten umfassender Körper, durch Mikro- oder Nano-Bohrungen mit einer vorzugsweise
personalisierten, bei Betrachtung unter einem spitzen Winkel sichtbaren Struktur versehen
werden. Dadurch wird eine Manipulation der Oberfläche oder ein Austausch der Deckschicht
erkennbar.
[0033] Die Struktur und deren Herstellung sind weitestgehend materialunabhängig. Insbesondere
lässt sich die Struktur zum Beispiel in Polycarbonat oder Glas einbringen. Es sind
keine speziellen Materialien, wie Hologrammfolie, nötig. In einer vorteilhaften Ausführungsvariante
befindet sich die Mikrostruktur innerhalb des Sicherheitsdokuments, zum Beispiel innerhalb
einer Schicht des Sicherheitsdokuments, zum Beispiel innerhalb des Substrats, beziehungsweise
wird im Rahmen des Herstellungsverfahrens dort erzeugt. Die Struktur kann auch innerhalb
einer Hologrammfolie angeordnet sein beziehungsweise erzeugt werden.
[0034] Die Struktur ist vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass sie bei Betrachtung unter
einem spitzen Winkel als mattierte Fläche erkennbar ist und bei schrägem Lichteinfall
die Wirkung eines optischen Gitters zeigt, sodass die Spektralfarben des einfallenden
Lichtes, also Regenbogenfarben, sichtbar sind. Bei Betrachtung senkrecht zur Oberfläche
ist die Struktur bevorzugt mit bloßem Auge nicht sichtbar. Die Struktur kann bei Betrachtung
unter einem Mikroskop erkennbar sein.
[0035] Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Sicherung des Dokumentes durch eine Strukturierung
der Oberfläche oder der vorzugsweise transparenten Deckschicht. Dabei nimmt die Strukturierung
vorzugsweise die Informationen oder Daten des darunterliegenden Datenträgers auf,
so dass die Oberfläche oder die Deckschicht nicht manipuliert oder unbemerkt von dem
übrigen Datenträger getrennt und ersetzt werden kann. Auf diese Weise wird die Fälschungssicherheit
erhöht.
[0036] Zusammenfassend stellt die Erfindung eine Struktur, deren Strukturelemente sowie
deren Herstellung vor. Die Strukturelemente befinden sich auf der Oberfläche oder
in oder auf der, vorzugsweise transparenten, Deckschicht eines Sicherheitsdokumentes,
insbesondere eines Wertdokuments. Aufgrund der Abmessungen und der optischen Eigenschaften,
wie zum Beispiel der Transparenz der Struktur und gegebenenfalls der Farblosigkeit
der Strukturelemente, lassen sich bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung nur durch
ultrakurze Laserpulse mit praktikablem Aufwand generieren und sind nicht mechanisch
zu imitieren. Vorzugsweise lässt sich ein direkt erkennbarer Bezug zwischen der zum
Beispiel in einer Deckschicht eingebrachten Struktur und einer Information in einer
darunterliegenden Schicht eines Datenträgers herstellen. Dadurch wird eine Manipulation
der Oberfläche oder ein Austausch der Deckschicht direkt erkennbar.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0037] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im
Folgenden anhand von Ausführungsvarianten unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren
näher beschrieben. Alle bisher und im Folgenden beschriebenen Merkmale sind dabei
sowohl einzeln als auch in einer beliebigen Kombination miteinander vorteilhaft. Die
im Folgenden beschriebenen Ausführungsvarianten stellen lediglich Beispiele dar, welche
den Gegenstand der Erfindung jedoch nicht beschränken.
- Fig. 1
- zeigt schematisch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments in
einer teilweise geschnittenen und perspektivischen Ansicht.
- Fig. 2
- zeigt schematisch einen anderen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments
in einer teilweise geschnittenen und perspektivischen Ansicht.
- Fig. 3
- zeigt schematisch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in
einer Draufsicht.
- Fig. 4
- zeigt schematisch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in
einer perspektischen Ansicht.
[0038] In Figur 1 ist, beispielhaft und nicht maßstäblich, ein Ausschnitt eines Dokumentenkörpers
eines erfindungsgemäßen Sicherheitsdokuments 10 dargestellt. Das Sicherheitsdokument
10 weist eine Vorderseite 5 und eine Rückseite 6 auf. Es ist aus mehreren Schichten
1 aufgebaut und umfasst eine vorzugsweise transparente Deckschicht 2. Mindestens eine
der Schichten 1 und/oder 2 kann als Folie ausgestaltet sein. Die Schichten sind miteinander
durch Lamination zu einem Dokumentenkörper verbunden. Unter der Deckschicht 2 befinden
sich die für das Dokument charakteristischen Informationen, wie zum Beispiel personenbezogene
Textelemente 11 und/oder graphische Darstellungen und/oder Bilder, zum Beispiel Portraits.
[0039] Auf der Oberfläche 12 des Sicherheitsdokuments 10 ist eine periodische Struktur 21
angeordnet, welche bei Betrachtung senkrecht zur Oberfläche 12 nicht sichtbar ist
und somit die darunterliegenden Informationen gut erkennbar bleiben. Allgemein kann
die periodische Struktur 21, wenn diese vor dem Aufbringen der die Struktur 21 tragenden
Folie auf den Folienstapel gebildet wird, auch auf der bezüglich des Folienstapels
innenliegenden Oberfläche der die Struktur 21 tragenden Folie angeordnet sein. Bei
Betrachtung unter einem spitzen Winkel wird die Struktur 21 als mattierte Fläche sichtbar
und zeigt bei schrägem Lichteinfall die Wirkung eines optischen Gitters, so dass die
Spektralfarben des einfallenden Lichtes sichtbar werden und ein Eindruck ähnlich dem
eines Regenbogenhologramms entsteht.
[0040] In Figur 2 ist, ähnlich wie in Figur 1, der Ausschnitt eines Sicherheitsdokuments
10 mit einer Vorderseite 5 und einer Rückseite 6 zu sehen, welches mehrere Schichten
1 einschließlich einer vorzugsweise transparenten Deckschicht 2 umfasst. Im Unterschied
zu Figur 1 umfassen die Informationen unter der Deckschicht 2 ein Bildelement 13,
insbesondere ein Portrait, zum Beispiel ein Portrait des Dokumenteninhabers. Das Bildelement
13 ist in der Figur 2 ausschnittweise und nicht maßstäblich dargestellt. Die in der
darüberliegenden Deckschicht 2 eingebrachte Struktur 23 enthält ebenfalls Informationen
des darunterliegenden Bildelements. Zum Beispiel können Konturen, Bereiche mit einer
Schwärzung, die größer als ein vorherbestimmter Schwellwert ist, oder Züge des Bildes,
zum Beispiel eines gezeigten Gesichts, in der Struktur 23 in der Deckschicht 2 nachgezeichnet
sein. Diese Struktur 23 ist bei Betrachtung senkrecht zur Oberfläche 12 nicht sichtbar,
so dass das Bildelement 13 gut erkennbar bleibt. Bei Betrachtung unter einem kleineren
Beobachtungswinkel wird die Struktur 23 sichtbar und zeigt bei schrägem Lichteinfall
die Wirkung eines optischen Gitters, so dass die Spektralfarben des einfallenden Lichtes
sichtbar werden, wobei die Konturen beziehungsweise Informationen des Bildelements
13 erkennbar bleiben.
[0041] Die Struktur 23 kann vorzugsweise passgenau zu dem darunterliegenden Bildelement
13 eingebracht werden. Eine Manipulation der Oberfläche oder ein Austausch der Deckschicht
wäre dadurch gut erkennbar. Ein Versatz zu dem darunterliegenden Bildelement 13 ist
ebenfalls möglich und erhöht die Fälschungssicherheit dadurch, dass durch den Versatz
das nachgezeichnete Bildelement 13 auch bei einer Betrachtung unter einem Mikroskop
für einen Laien nicht unmittelbar erkennbar ist.
[0042] Die Struktur 23 eines Portraits oder eines anderen Bildelements oder eines graphischen
Elements muss nicht über, insbesondere deckungsgleich über, dem darunterlegenden Portrait
angeordnet sein, sondern kann auch an einer anderen Stelle des Sicherheitsdokumentes
10 eingebracht werden. Zum Beispiel ist eine Anordnung auf oder in der Rückseite 6
möglich.
[0043] Die Figur 3 zeigt beispielhaft einen vergrößerten Ausschnitt einer Oberfläche 12
eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements mit einer periodischen Struktur 21 oder
einer bildgebenden Struktur 23, welche aus einer Vielzahl von Strukturelementen 22
gebildet sind. Bei dem Sicherheitselement kann es sich zum Beispiel um eine Deckschicht
2 eines Folienverbundes handeln. Alternativ dazu kann das Sicherheitselement als eine
andere Schicht 1 oder Komponente ausgestaltet sein.
[0044] Die Figur 4 zeigt schematisch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements
in einer perspektischen Ansicht, beispielsweise des Sicherheitselements von Fig. 3.
[0045] Die gezeigte periodische Struktur 21 ist aus Strukturelementen 22 aufgebaut. Die
Strukturelemente 22 sind in Form von Mikro- oder Nanobohrungen ausgestaltet. Die Größe
der Strukturelemente 22 in Bezug auf ihren Durchmesser, ihre Tiefe oder ihre Länge
oder ihre Breite und die Abstände zwischen den zueinander benachbarten Strukturelementen
22 liegt in der gezeigten Variante in der gleichen Größenordnung. Im dargestellten
Fall weisen die Strukturelemente Durchmesser von etwa 15 Mikrometern (15 µm) und Abstände
zu den nächstbenachbarten Strukturelementen von etwa 5 Mikrometern (5 µm) auf, so
dass sich ein Raster von etwa 20 Mikrometern (20 µm) ergibt. Es sind auch Strukturelemente
22 mit kleineren Abmessungen und/oder mit Unterschieden in den Abmessungen, wie zum
Beispiel Länge und Breite und Tiefe möglich. Strukturelemente 22 mit größeren Abmessungen
werden ab einer gewissen Größe auch bei senkrechter Betrachtung sichtbar und verdecken
die darunterliegenden Informationen. Im dargestellten Fall liegt die Tiefe eines Strukturelementes
22 im Bereich eines Mikrometers. Tiefere Bohrungen, im Bereich mehrerer Mikrometer
oder einiger 10 Mikrometer, beispielsweise zwischen 10 und 20 Mikrometern, sind ebenfalls
möglich.
[0046] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Herstellung eines Sicherheitselements für ein Sicherheitsdokument
oder der Herstellung eines Sicherheitsdokuments können die Strukturelemente 22 mittels
ultrakurzer Laserpulse erzeugt werden, zum Beispiel mit einer Pulsdauer von weniger
als 10 Pikosekunden (10 ps), insbesondere weniger als 1 Pikosekunde (1 ps) oder weniger
als 500 Femtosekunden (500 fs). So oder anders erzeugte Mikro- oder Nanobohrungen
können mit einem Material gefüllt werden, welches sich hinsichtlich seiner Eigenschaften
von dem Ausgangsmaterial des Sicherheitselements unterscheidet, zum Beispiel einen
anderen Brechungsindex oder eine andere Farbe aufweist. Weiterhin können ungefüllte
oder gefüllte Vertiefungen, insbesondere Mikro- oder Nanobohrungen, abgedeckt werden.
Dies kann mittels einer Schicht, einer Folie oder einem Film, zum Beispiel einer Lackschicht,
realisiert werden.
[0047] Grundsätzlich können auch Strukturelemente in Form von Erhebungen vorgesehen sein
oder es können Strukturelemente 22 innerhalb einer Schicht 1 angeordnet sein. Auch
können verschieden ausgeformte Strukturelemente innerhalb einer Struktur miteinander
kombiniert werden. Dies erhöht die Fälschungssicherheit noch weiter.
Bezugszeichenliste:
[0048]
- 1
- Schichten
- 2
- Deckschicht mit Sicherheitselement
- 5
- Vorderseite
- 6
- Rückseite
- 10
- Sicherheitsdokument
- 11
- Textelemente
- 12
- Oberfläche
- 13
- Bildelement
- 21
- periodische Struktur
- 22
- Strukturelemente
- 23
- Struktur mit Bildelementen
1. Sicherheitsdokument (10), welches aus einer Anzahl an Schichten (1) aufgebaut ist,
wobei mindestens eine Schicht ein Sicherheitselement (2) umfasst,
das eine Struktur (21, 23) aufweist, die Strukturelemente (22) mit Abmessungen von
weniger als 200 Mikrometern umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass
die Strukturelemente (22) als Bohrungen ausgestaltet sind und dass die Struktur (21,
23) individualisierende Informationen zu einem Inhaber des Sicherheitsdokuments (10)
umfasst.
2. Sicherheitsdokument (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitselement (2) als Folie ausgestaltet ist und/oder zur Verwendung als
Deckschicht ausgelegt ist.
3. Sicherheitsdokument (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitselement (2) eine periodische Struktur (21) aufweist.
4. Sicherheitsdokument (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strukturelemente so ausgestaltet sind, dass bei Betrachtung senkrecht zur Oberfläche
(12) das Sicherheitselement nicht sichtbar ist und die darunterliegenden Informationen
erkennbar bleiben und bei Betrachtung unter einem spitzen Winkel die Struktur (21,
23) als mattierte Fläche sichtbar ist und bei schrägem Lichteinfall die Wirkung eines
optischen Gitters zeigt, indem die Spektralfarben des einfallenden Lichtes sichtbar
werden.
5. Sicherheitsdokument (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strukturelemente (22) auf mindestens einer Oberfläche (12) des Sicherheitselements
(2) oder innerhalb des Sicherheitselements (2) angeordnet sind.
6. Sicherheitsdokument (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strukturelemente (22) eine Länge und/oder eine Breite und/oder eine Tiefe/Höhe
und/oder einen Abstand benachbarter Strukturelemente (22) voneinander von weniger
als 200 Mikrometern aufweisen.
7. Sicherheitsdokument (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
Strukturelemente (22) als Vertiefungen und/oder Erhebungen ausgestaltet sind.
8. Sicherheitsdokument (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strukturelemente (22) abgedeckt sind und/oder die Strukturelemente als Vertiefungen
oder Hohlräume ausgestaltet sind und mit einem Material gefüllt sind, welches sich
von dem Ausgangsmaterial des Sicherheitselements (2) unterscheidet.
9. Sicherheitsdokument (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitselement (2) ein zumindest teilweise transparentes Material und/oder
eine Metallschicht und/oder Hologrammfolie und/oder Polycarbonat und/oder Glas umfasst
und sich die Struktur in dem transparenten Material und/oder der Metallschicht und/oder
der Hologrammfolie und/oder dem Polycarbonat und/oder dem Glas befindet.
10. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsdokuments (10) mit einem Sicherheitselements
(2), wobei mindestens eine Schicht (1) aus einem Sicherheitselement (2) gefertigt
wird und mit einer Anzahl weiterer Schichten (1) verbunden wird, und wobei eine Struktur,
die Strukturelemente (22) mit Abmessungen von weniger als 200 Mikrometer umfasst,
in oder auf dem Sicherheitselement (2) erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
Laserbohrungen im Mikrometerbereich und/oder im Nanometerbereich mit individualisierenden
Informationen zu einem Inhaber des Sicherheitsdokuments (10) in mindestens eine Oberfläche
(12) des Sicherheitselements (2) eingebracht werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Struktur mittels Laserstrahlung und durch lokale Aufschäumungen erzeugt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
Strukturelemente (22) auf oder in mindestens einer Oberfläche (12) des Sicherheitselements
(2) in Form von Erhebungen und/oder die Strukturelemente innerhalb des Sicherheitselements
in Form von Hohlräumen erzeugt werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strukturelemente (22) mittels ultrakurzer Laserpulse erzeugt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in Form von Vertiefungen oder Hohlräumen ausgestalteten Strukturelemente (22)
mit einem Material gefüllt werden, welches sich von dem Material des Sicherheitselements
(2) unterscheidet und/oder die Strukturelemente (22) abgedeckt werden.